ÄnzeigMatt der Stadt und des Regierungsbezirks sr e w. Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämter» In Glesien bei per Erped. (Eanzleiberq Lit. B. Nr 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene LorpnSzeil« » kr. «M 63 Mittwoch den 1'1. August 1830 mmTW-MIIII ......|- | - Amtlicher Th eil. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 ft., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 kr. Der Großherzoglich Hessische - Landrichter Weicker, als ernannten Commissärs für die Leitung der Wahl zur zweiten Kammer im X. Bezirk (Grünberg) an die sämmtlichen Gr. Bürgermeister dieses Wahlbezirks. Sie wollen alsbald nach Empfang dieses in Ihren Gemeinden durch Ausruf zur öffentlichen Kennt« niß bringen, daß der Gr. Steuereinnehmer Ludwig Bernbeck zu Grünberg mit 577 von 1152 gültig abgegebenen Stimmen zum Abgeordneten für die zweite Kammer der Landstände im hiesigen Bezirke gewählt worden ist. Grünberg den 9. August 1850. Weicker. (1681) Polizeiliche Bekanntmachung. Das Verbot des Mitnehmcns von Hunden in Felder und Wälder betreffend. Unter Zurücknahme der unterm 12. v. Mts. in Nr. 56 d. BlttS. unter dieser Rubrik erlassenen Bekanntmachung wird nach eingcholter Ermächtigung der Gr. RegierungS-Commission dahier folgendes Verbot bekannt gemacht: 1) Allen nicht zur Ausübung der Jagd berechtigten Personen ist bei 3 bis 5 ft. Strafe verboten, bei Verrichtung von Arbeiten in Feldern und Wäldern Hunde mitzunehmen. 2) Dagegen ist es erlaubt, auf Promenaden, Chausseen, überhaupt auf allen öffentlichen (gangbaren) Wegen, Hunde unangebunden mitzunehmcn. Wer jedoch seinen Hund vom Wege weglaufen und auf dem Felde oder in dem Walde jagen läßt, verfällt in eine Strafe von 5. ft. Gießen den 5. August 1850. Der Gr. Polizei-Commissär. L. Nover. Edictalladungen. 1631) Gießen. Donnerstag den 29. k. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause eine Parthie meist sehr werthvoller Bücher aus dem Gebiete der Chemie und Medicin, sowie einige Kleidungsstücke meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen den 29. Juli 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. 532 1685) Grün b erg. Oeffentliche Aufforderung. Folgende Einträge: 1) über 188 fl. Caution, ausgestellt von Anna Maria Römer zu Ruppertenrod am 20. Februar 1802 für ihren Stiefsohn Johann Jost Loch, wegen auf den Hauokaufschilling von dieser übernommener 143 fl. mütterlicher Vermögensforderung der Stiefbrüder seiner Frau, einer Tochter des Johann Heinrich Burk, Welsbächer, 2r. Ehe, gegen generelle und specielle Verpfändung von ao'/9ä, 78/22, 22%s; 2) über 100 fl. von Johannes Schombert und Cunigunde, dessen Frau, geborne Schombert, zu Ruppertenrod bei Johannes Müller in Großeneichen am 22. October 1783 gegen generelle und specielle Verpfändung von 17%8, 4°%3, 20%s, 12%; 3) über 50 fl. Borgschuld für empfangenes Leder von Walter Burk jun. und dessen Frau, Katharina, geborne Hedderich zu Ruppertenrod auf Credilschein vom 11. Mai 1776 bei Lederhändler Müller in Frankfurt, gegen generelle Verpfändung ausgenommen; stehen in den Pfandbüchern des unterzeichneten Gerichts noch offen, indeß die Betheiligten das Abgetragensein der Schuldbeträge resp. Erloschensein der Pfandverbindlichkeiten behaupten, und das Löschen dieser Einträge beantragt haben. Werden Einwendungen hiergegen binnen 6 Wochen dahier nicht erhoben, so werden, diesen Anträgen entsprechend, die Einträge in den Pfandbüchern gelöscht. Grünberg den 7. August 1850. Gr. Hess. Landgericht das. Welcher. Thaler. Besondere Bekanntmachungen. 1694) Gießen. Die städtische Abgabe von Lehm. Die Abgabe von Lehm ist in derselben Weise wie beim Sand regulirt worden und es sind hiernach zu entrichten 1) von dem einspännigen Wagen 4 kr., 2) von dem zwei- „ „ 6 „ 3) von dem drei- u. vierspännigen Wagen 9 kr. Die Zettel werden wie bisher an den Thoren gelöst und sind bei dem Vorbeifahren am Thor oder der Einfuhr in die Stadt an die Thorschreiber pünktlich abzuliefern. Gießen den 12. August 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1687) Gießen. Da der Gemeinderath in seiner Sitzung vom 8. d. Mts. die vom Commando der Bürgerwehr beantragte Stundung der Gewehrgelder wiederholt abgeschlagen hat, so werden die Besitzer der Gewehre nunmehr hiermit aufgefordert, daö 2. Ziel innerhalb 8 Tagen an die Stadtkasse zu bezahlen. Gießen am 12. August 1850. Der Stadtrechner ' Enders. 1648) Gießen. Die am 1. d. M. fällig gewesenen Holzgelder sind binnen 8 Tagen zur hiesigen Stadtkaffe zu bezahlen. Gießen den 3. August 1850. Der Stadtrechner Enders. 1693) Gießen. Die Flurcharten nebst Ueber- sicht des Flächeninhalts der einzelnen Fluren von der Gemarkung Schiffenbcrg mit Herrnwald, liegen 3 Monate lang zu Jedermanns Einsicht auf hiesigem Rathhause offen. Um nun die Güterbesitzer der Gemeinde Schiffenberg mit Herrnwald hauptsächlich auf diejenigen Punkte aufmerksam zu machen, welche rücksichtlich der Offenlegung und Anerkennung der Geschosse vorzügliche Berücksichtigung verdienen, bringe ich Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß und bemerke zugleich den Interessenten, daß nur unter diesen Bedingungen Reklamationen eingelegt werden können. Die Grundbesitzer können 2 verschiedene Arten von Reklamationen einreichen 1) gegen Aufstellung des Katasters, 2) gegen die Klassifikation. Die Reklamationen gegen die Aufstellung des Katasters finden Statt: a) wenn der Name, Vorname, Stand oder Wohnort eines Grundbesitzers unrichtig eingetragen sein sollte; b) wenn einem Grundbesitzer Güter zugeschrie- ben sind, die ihm nicht gehören; c) wenn Güterstücke in dem Geschoß fehlen; d) wenn eine Unrichtigkeit bei der eingetragenen Güterart oder Zehntbarkeit vorkommt und e) wenn der Flächengchalt fehlerhaft angesetzt ist. Die Reklamationen gegen die Klassifikation treten alsdann ein, wenn ein Grundbesitzer gegen die Klassen, in welche feine Güter gesetzt worden sind, nach Maßgabe der Normalgrundstücke eine Einwendung zu machen hat. — Alle Reklamationen werden auf stempelfreies Papier geschrieben und auf dem Rathhaus mit dem Geschoß innerhalb der Frist von 6 Wochen abgegeben. Später eingehende Reklamationen werden nicht berücksichtigt. Die Reklamationen gegen die Aufstellung des Katasters werden von denen gegen die Bonitirung getrennt. Die Beilagen, worauf beiderlei Arten von Reklamationen geschrieben sind, werden nummerirt und bei der Unterschrift des Geschosses mit ihrem Namen angeführt. Die Unterschrift muß jedoch auch alsdann erfolgen, wenn der Grundbesitzer irgend eine Einwendung zu machen hat. Die Reklamationen dürfen nicht blos allgemeine Bemerkungen oder Zweifel gegen die Richtigkeit des Katasters enthalten, sondern die den Grund- eigenthümern nöthig scheinenden Verbesserungen müssen für jedes einzelne Grundstück förmlich in Antrag gebracht werden. Es ist also wie beimFlächcngehalt so auch hinsichtlich der Klasse der richtige Ansatz in Vorschlag zu bringen. Gießen den 13. August 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 533 1673) Gießen. Das II. Ziel Communal- steuer für 1850 ist binnen acht Tagen zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Gießen den 9. August 1850. Der Stadtrechner Enders. Versteigerungen. 1695) Gießen. Die Lieferung von Grenz- und Parcellen- Steinen. Dienstag den 20. August, Vormittags 9 Uhr, soll die Lieferung von 5 Grenz- und 45 Pareellensteinen von Lungsteinen, veranschlagt zu 43 fl. 45 fr. auf dem Rathhause dahier an den Wenigstneh- mendeu vergeben werden. Gießen den 13. August 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 1556) Grünberg. Samstag den 17. August l. 3-, Nachmittags 4 Uhr, sollen in dem Rathhause zu Grünberg die dem Heinrich Röder dahier zugehörigen Immobilien, als: 667, Klftr. Wohnhaus, Scheuer, Stallung und Mahlwerk (die Anto- nitter-Mühle), 3750 „ Wiese und Ackerland an der Mühle, sowie 230 „ Teich Fischwasser mit Forellen besetzt, 'ebenfalls bei der Mühle (Ouellwasser), womit das Mahlwerk getrieben wird, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Bemerkt wird, daß diese Immobilien von der Packt und Erbleihe frei sind. Grünberg den 23. Juli 1850. Der Beigeordnete Flick. 1636) Beinhausen. Sonnabend den 17. August l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen auf der Baustelle der Friedelhäuser Lahn- bnn eine Bauhütte von 2 Stock Höbe, 41 Fuß Länge und 24 Fuß Breite, 2) ein Geräthschastshaus von einem Stock Hohe, 32 Fuß Länge und 24% Fuß Breite, 3) mehrere Arbeitsgeräthschaften rc. rc., und 4) eine Quantität Buchen- und Tannen-, Bau- und Brennholz, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, welches Kausiicbhabcrn mit dem Bemerken bekannt gcmackt wird, daß der Verkauf der Gebäulichkeiten auf Abbruch erfolgt. Beinhausen am 4. August 1850. Kurfürst!. Stationsbüreau das. H e y k e n. 1678) BerSrod. Jagdverpachtung in der Gemarkung Bersrod. Mittwoch den 21. August l. I., Nachmittags um 1 Uhr, soll die Jagd in der Gemarkung Bersrod, bestehend in 1715 Gr. Hess. Morgen, auf ein Jahr vom 1. September 1850 bis dahin 1851 unter dm im Termin bekannt geniacht werdenden Bedingungen auf dem Büreau des Unterzeichneten öffentlich meistbietend versteigert werden. Bersrod am 8. August 1850. Der Bürgermeister Böcher. 1684) Hattenrod. Jagdvcrpachtung in der Gemeinde Hattenrod. Die Gemeinde-Jagd wird mit dem 1. September d. Z. pachtfällig; es soll daher eine anderweitige Verpachtung am 26. August d. I., Mittags 1 Uhr, auf ein Jahr oder auch mit Verständigung der Pachter auf mehrere Jahre stattfinden, wozu die Pachtlustigen der Umgegend hiermit eingeladen werden. Hattenrod bei Lich am 10. August 1850. Der Bürgermeister Mengel. 1683) Frankfurt. Tapeteu-Versteigmmg. Freitag den 23. August, Morgens 10 Uhr, werden in dem Vergantungszimmer im Braunfels in Frankfurt, eine große Partie Pariser und Lyoner Glanz-Tapeten und Bordüren, cingethnll zu große und kleine Zimmer, auch Hausflur, öffentlich versteigert, wozu besonders Bauherren von Neubauten ringelnden werden. F e i l g e b o t e n. 1680) Gießen. Wein-Gssig, für dessen Güte und Haltbarkeit zum Einmacken der Gurken garantirt wird, per Maas 12 fr., gewöhnlichen Efsia, per Maas 6 fr., in der Ohm billiger fct M. Silbereisen. 1677) Hardthof. 1848r Deidesheimer, per Flasche 24 fr. empfiehlt B. Fillmann. 1628) Gießen. Neue Häringe, Senf in Töpfen, Hagebutten, getrocknetes Obst, Limburger Käse, weißen und rothen Wein, Bischoff- und Cardinal-Essenz in Gläschen u. s. to. bei Höstreich, auf der Mäusburg. 1698) Gießen. Eine ganz vorzügliche Doppelflinte ist billig zu verkaufen. Wo sagt die Erped. d. Bltts. 1689) Wetzlar. Ein kupfernes Brenngeschirr, ganz neu, gut gearbeitet und faeonirt, eine Ohm haltend, steht um ganz billigen Preis zu verkaufen bei I. W. Handwerk, Kupferschmied zu Wetzlar. 534 am Klrchenplatz. 1682) Gießen. Musiklehrer. 1676) Daubringen, Der Unterzeichnete bringt zur allgemeinen Kennlniß, daß er den der Stadt Gießen gehörigen Steinbruch im Hangelstein gepachtet und vom 1. Juli d. I. an für seine alleinige Rechnung übernommen hat. Bestellungen auf Steine aus diesem Bruche und gültige Zahlungen sind nur an diesen zu machen. Daubringen den 11. August 1850. Georg Adolph Albach. Joh. K. Brühl, in den Ncuenbäuen Lit B, JV& 62. mit Friedrich Wissig. 1691) Gießen. Zwei möblirte Zimmer mit SophaS sind zu vermiethen bei Jac. Kfm. Worms Wittwe am Kirchenplatz. i®88) Gießen. Bei Unterzeichnetem ist ein moblirtes Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. _ P. Schneider in der Hintergasse. Zu vermiethen. 1521) Gießen. Das von Herrn Rettig bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. Burckhardt in den Neuenbäuen. ,1639) Gießen. Zwei gut ausmöblirte Stuben mit Kabinet und Sopha versehen, sind auf das nächste Semester zu vermiethen bei 1675) Gießen. Unterrichts-Anzeige. Unterzeichneter empfiehlt sich im Unlerrichtertheilen auf Violine, Flöte, Guitarre re., sowie auch billigst im Notenschreiben. S. Geller, 1692) Gießen. Ein möblirteö Zimmer Sopha ist zu vermieihen hei Jacob Kfm. Worms Wittwe 1690) Gießen. Ein Familienlogis, bestehend 2 Stuben, Cabinet, Kammer, Keller, Holzplatz, nebst Mitgebrauch der Waschküche ist zu vermiethen und bis den 1. October beziehbar. kibcrg (Brand) ist ein möhlirtes Zimmer zu vermiethen. 1686) Gießen. In meinem ganz neu gebauten Hause auf dem Reichensand sind zwei Familienwohnungen zu vermiethen und bis züm 1. October d- 3- beziehen, Isterling, Maurermeister. Vermischte Nachrichten. 1630) Frankfurt. Agent en g e su ch. Reelle und lhaiige Agenten / für ein lucratives, überall .leicht zu betreibendes- Geschäft, welches namentlich bei zahlreicher Bekanntschaft sehr ausgebreitet werden kann, werden gegen 33'/z°/g Provistonsbe- . willigung gesucht und Anmeldungen unter II B jn Lat. B. Nr. 1 am Canz- Poste restante Frankfurt a. M. franco erbeten. 16. Kraußer, Heinrich, Apothek. in Büdingen. 17. Krumm, Georg II., Bürgerin, in Mennigs. 18. Hofmann, Joh., Schildwlrth in Steinheim. 19. Seidler, Joh., Bürgern!, in Niederursel. 20. Thaler, Joh. Tob. III., Landw. in Stammheim. 21. Triebert, Nic., Landwirth in Elpenrod. 22. Stein, Joh. I., Oecon. von Oberbreidenbach, 23. Reutzel, Georg II., Oecon. in Kefenrod. 24. Lind, Kreisbaumeifter in Nidda. 25. Greiner, Ober-Einnehmer in Nidda. 26. Pflug, Ad., Brandweinbr. in Niederwöllstadt. 27. Dietz, Conr., Bürgerm. in Heisters. 28. Schäfer, Phil., AckerSmann von Basdorf. 29. Frank v. Lichtenstein, Br., prakt. Arzt in Lich. 30. Keudel, Heinrich, Oecon. von Liederbach. ber für die dritten ordentlichen Affisen des Jahres 1850 am 5. August durch das Loos bestimmten Geschworenen. I- Ergänz ungsgefchWorene. 2 Kellina Lu'dw^^'^^1?^ •” ST1 61 Spruch Gg. Sp-c-reihndl. in Gießen. :*** l:äfflÄ*** t NMSlVt 9- e‘tufl“' i» ®i. Dresden. Hin. Kfl Schule v. Düren, Greßuer v. Gotha, Schneider v. Frankfurt, Seilberger v. Stuttgart, Güttner v. Leipzig, Jäger v. Vlotho, Weber u. v. Helmolt v. Friedberg u. Langert v. Franlfurt. £>r Wunderlich, Prof. v. Leipzig. Hr. Progofskp, Graf v. Petersburg. Hr. v. Henning, Stent. 1). Hamburg. Hr. v. Bullers, Gutsbes. v. Magdeburg. Hrn. Stud. Mayer u. Schlömmer v. Marburg Hr. Haas, Arzt v. Gratz. Hr Klein, Schneider v. Wien. Hr. v. Staufenfteut, Stent, v. Berlin. Hr. Sleiner, Gasiw. v. Worms. Hrn. jifl. Ramberger v. Düsseldorf, Daumer u. Adalbert v. Frankfurt, Wölfing v. Elberfeld, Joppel ». Breuberg, Volberg v. Mainz, Schreyer v. Alsfeld, Werst v. Ingelheim, Winter »■ Halle, Deukert v. Frankfurt u. Herz u. Stein v. Friedberg. Hr. Prof. Dr. Böcker v. Dresden. Hr. v. Zeiser, Stettin, v. Berlin. Hr. Linnemann, Apothek. v. Leipzig. Hr. Koch. Stent, v. Bamberg. Im Rappen'. Hr. Eissen, Stud. med. v. Frankfurt. Hr. Gnelint, Ober-Procitr. v. Tübingen. Hr. Sauerstes, Itegot. v. Naugardt. Hr. Bernau, Stent, v. Josephstadt. Hr. Gärtner, Stud. v. Leipzig. Hrn. Kfl. Vollenins v. Bremen, Becker v. Mainz, Hill v Offenbach, Henckel v. Butterstädt, Roth v. Kisffngen, Sternberg v. Alsfeld u. Langsdorf v. Herford. Fr. Leonhardt v. Mainz. Hr. Sa- stedt, Musikl. v Bremen. Hr. Friedrich, Hanptm. v. Berlin. Hr. Dell, Pvstinspeet., Hr. Ernst, Privatm- u. Hr. Stockler, Archit. v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Worms v. Amöne- Angekommme und abgereiste Fremden vom 10. bis 13. August 1850. bürg, Simarpe v. Friedberg, Eggendorf v. Neisse, Scheffer v. Hanau, Roser v. Heidelberg, Altenberg v. Burg u. Stan« bau ». Frankfurt Hr. v. Lindow, Stud. v. Berlm. Frhr. v. Rollshausen v. Bonn. R Irn Erin. Carl: Hr. Fresch, Fabrik, v München. Hr. Schlag. Kfm. u. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hrn. Pricatl. Curtmann v. Mainz u. Braue v. Friedberg. Hrn. Spedii. Rausch v. Großeichen u. Fey v. Holzhansen. Hr. Bretter, Apothek. v. Düsseldorf. Hr. Balser, Schretner v. Bromskirchen.' Hr. Reistng, Lehr. v. Mainz. Hr. Stnt er, Mechanik, v. Darmstadt. Hrn. Oecon. Keser v. Schlitz, Lind v. Bellnhausen u. Roth v. Berstadt. ___ Im Rarmstae.Uer Haus: Hrn Geschäfts!. Solzer v. Winterberg, Piper v. Paderborn, Rothe v. Battenberg, Schneidmüller v. Götzenhain, Werner v. Gladenbach, Ehr» mann v. Germersbeim, Alles v. Münzenberg, Rudolph v. Ruppertenrod u. Grell v. Biana. In den Privathäusern. Bei Hrn. Conduet. Lang: Hr. Merkel, Privatm. v. Romrod. — Bei Hrn. Landr. Geper: Hr. Feddersen, Stent, v. Hüngersdorf. — Bei Hrn. Prof. Vir: Frl. Fuhr v. Friedberg. - Bei Wtw. Petri: Hr. Petri v. Frankfurt. - Bet Hrn. Busch: Fr. Pauli v Pfeddersheim u. Hr.Volmar t Stent, v. Offenbach. — Bei Hrn. Hutm. Gatl: Hr. Banß: Kfm. v. Buttringshausen. — Bet Hrn. Stadtr. Muhl: Fr. Pfr. Rinck v. Darmstadt. — Bet Hrn Schremermfir. Menget: Fr. Menget v. Albach. - Bei Fr. Hofkammerr. Hofmann: Hr- Dr. Hofmann v. Steinfurt it. Hr. Prof. Hofmann v. London. — Bei Hrn. Hofg.-Direct. Kltpstem: Frl. Camesasea v. Lampertheim. — Bei Hrn. Oberapp.-R. v. Krug: Frl. v. Krug v. Darmstadt. — Sei Fr. Hofger.» Rath Langsdorf: Fr. 'Steuer-Com. Langsdorf v. Homberg. Bis heute sind wieder bei uns eingegangen: 5 fl. v. Asiessor Wr, 5 fl. v. H°kg.-Rath Buff, 3 fl. v. Professor Köllner, 1 fl. von wegen dem heißen 66 v. R. u. G, lö! fl. 18 kr.Ertrag des von der Bürgergardemusik gegebenen Concertes, nach Abzug der unvermetdlichen Kosten , 2 fl. . P f Zimmer, 1 fl. v. Reall Haustein monatlicher Beitrag, 2 fl. 42 kr. v. Registr. Engelbach,10 ft. v. H ü K., fl. v. C. H.,' 5 fl. v. Mech. Daudt, 2 fl. v. H. R 89 fl. von der^-Mchast rw y r> j ttll |H * * Hierzu die Einnahmen laut unserer Anzeige vom 9. d. M. _____----- Zm Ganzen diö heute 301 fl. 27 kr. Gebrüder Wi ndecker. Dun N o v e l l e von B e V» d Hu G N fe Ä» (Fortsetzung.) Auf dem Schlosse, wohin die drei Cavaliere nach ihrer vergeblichen Duellfahrt zurückkehrten, hatte sich die Lust und der Nebermuth in sprudelnder Fülle ge- les. regt, eine zahlreiche Gesellschaft war stets versammelt, Gäste flogen ein und aus, täglich wurden neue raffi- nirte Belustigungen ersonnen, eine fürstliche Tafel, die feinsten Weine, hohes Spiel, wo Tausende gewagt und gewonnen wurden, Koketterie und Jntriguen, die Frivolität mir Geist und Witz gepaart, kurz alles war hier, was der Sinn begehrt und was ein lauter- 536 fühlendes Herz leer läßt es bedurfte aber recht fester Grundsätze und einer sichern Selbstbeherrschung, um nicht in den Strudel hineingerissen zu werden, wo alles, was reizend und süß war, erlaubt schien und die nüchterne Sprödigkeit verlacht wurde. Der Morgen, der schon längst die Stadt geweckt hatte, schien nun auch im Schlosse zu tagen. Wir haben bereits einem, freilich nicht eben vortheilhasten Lever beigewohnt und laden unsere Leserinnen — nur diese! — zu einem zweiten ein. Denn es ist das Lever einer Dame. Sie dürfte übrigens, wenn es sich sonst schickte, nicht scheuen, beim ersten Erwachen gesehen zu werden, was ein ziemlich scharfer Probirstein für weibliche Schönheit ist. So ruhig hat sie geschlummert, von gaukelnden Träumen gewiegt! Noch irrt ihr sammt- schwarzes Auge, halb sichtbar unter den schneeigen Liedern ins Leere, sie ist noch von einem süßen Bilde bewegt, denn ein Lächeln verklärt ihr Gesicht, dessen reines Oval nicht durch eine jener abscheulichen Nachthauben verunstaltet ist, sondern mit dem aufgestecktcn von einem leichten seidenen Netze gehaltenen Haar frei und lieblich auf dem Kopfkissen ruht, wie eine rosige Frucht auf milchweißer Schaale. Die Gardinen des -Bettes sind zurückgeschlagen, eine schlanke Zofe ist im Zimmer beschäftigt und wirft zuweilen einen ungeduldigen Blick nach ihrer Herrin, ob es ihr noch nicht belieben wird, ganz zu erwachen. Endlich hebt die Dame ihren feinen leuchtenden Arm von der Decke und winkt der Zofe herbei. „Ercellenz?" wispert das gehorchende Kind. Jeder, dem das reizende Wesen nicht näher bekannt war und der sich ihrer wundervollen Schönheit als ein stummer Beobachter gefreut hatte, erschrack, wenn er sie zum ersten Male mit dem Titel: „Ercellenz" anreden hörte. Wie? Sie war ja kaum achtzehn Jahre alt, das vollendete Bild der Jungfräulichkeit — und man nannte sie Ercellenz! So ost und auffallend war diese Ueberraschung an Fremden ihr bemerklich geworden, daß sie sich darüber amüsirte. Wenn aber dann ein fragender Blick umhcrlief, um denjenigen zu suchen, der ihr ein Recht auf diesen Titel gegeben hatte, so fühlte sie nicht selten eine Regung, welche dieses kindische Amüsement schnell dämpfte. „Ist schon Gesellschaft im Salon, Doris?" fragte sie jetzt. „Ja wohl, Ercellenz. Sie sinr spät aufgewacht," antwortete die Zofe. „Wer ist im Salon?" fragte die junge Frau nachlässig, ohne die geringste Anstalt zum Aufstchen zu machen. „Seine Ercellenz der Herr Gemahl — dann der Herr Reichsgraf, unser erlauchter Wirth, dessen Gemahlin und Frau von Albis — und so nannte die Dienerin noch eine ganze Reihe von Namen. „Aber — wer noch?" rief die Dame mit sichtlicher Ungeduld. „Ich weiß es in der That nicht," erwiderte Doris, „habe nur einen flüchtigen Blick bineingethan, als der Herr General mich fragte, ob Sie noch schliefen." ,,War Herr von — Althof nicht da? Besinne Dich!" (Fortsetzung folgt.) Cotirs «ler Staais-Papiere. Frankfurt, den 12. August 1850. (Schluss der Börse.) Oestreich . . Metalliq. Obligat. . . ■pCt. 5 Papier 821/, Geld 827.! Baiern . . . Obligationen ..... pGt. 3% Papier 847. Geld 837. ditto ditto . . . 47, 72 717. Würtemberg Obligationen b. Roths. 37- 84 83% ditto ditto . . . 4 63% 637. 5 3 Neue Würtemberg. 47- 987. 97% Bank-Actien..... 1209 1204 Nassau ... Obligationen b. Roths. 37, 87% 877. fl. 250 Loose b. Roths. 101% 1007, ditto ditto 5 104 1037, fl. 500 ., ditto 157 1567, fl. 25 Loose..... 26% 267. Bethmann. Obligat. 47, 78 777, Frankfurt. . Obligationen..... 3 827. 81% ditto ditto - — ditto v. 1839 37, 9-57, 957, Preussen . . Staatsschuldscheine 37, 87 867, ditto v. 1846 37- 927. 917. Prämienscheine 109 Taunusbahnaclien . . 301 299 Darmstadt . fl. 50 Loose ..... 77 767, Holland. . . Integrale ....... 27, 577, 577. fl. 25 ditto...... 297, 297, 3> Holländische..... 4 87% Obligationen ..... 37, 85% 85 Syndicats ....... 37, '— 87% ditto....... 4 917, 91 Spanien . . . Innere Sch. neue Obi. 3 337.1« 33%, ditto....... 47, 967, 96 Polen .... fl. 300 Lott. Loose Rth. — — Baden .... Obligationen v. 1842 37- 827- 817, Russland . . Obligationen de fl. 500 4 81% 817, fl. 50 Loose v. 1840 53 527, in R. fl. 2.b. Grün. etU. — -— fl. 35 Loose..... 327, 327, ditto b. Stieglitz et C, 4 ■ — 887. (fold, fl. kr. Silber. fl. kr. inverse Actien und i^oose. IST ICJ ijreia Pistolen....... Pr. Friedrichsd'or . Holl. 10 fl. Stücke . Rand-Ducaten . . . 20 Francs-Stücke . Engi. Souvcrains . . Gold al Marco . ■ . 9 9 9 5 9 11 382 51% 56 52% 38 34% 56 Laubth., ganze . . . 1 Preuss. Th al er . . . 1 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber . Gering- u. mitteih. 1 2 24 457, 21 30 Kurhessische Loose . . . Sardinische Loose .... Cöln-Aachen........ Cöin-Minden........ Ludwigsb.-Bexbach .... Frdr.-Wilhs.-Nordbahn. . 32 337, 97 80% 427. 317. 33 96% 79% 42% Disconto 27, Papier. A. Sulzbach,beeid. Makler. Druck und Verlag der G- D Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.