Inzcigebltttt der Stadt und des Regierungsbezirks / •NTWfITC'. G i c Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 ft., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr. ft e n. Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern In Gießen bei der Erved. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene EorpuSzeile 2 fr. Io 30. Sonnabend den 13t April 1830 Amtlicher Theil. Auszug aus dem Großh. Regierungsblatt: Nr. 1 6- vom 4. April 18 50. Inhalt: 1) Bekanntmachung, die Auflösung des seitherigen Forstpolizeibezirks Laubach betr. — 2) Bekanntmachung, die Umwandlung der seither zwischen Mainz und Frankfurt bestandenen Courierpost in eine Reitpost betr.; — 3) Manntmachung, die Errichtung einer Fahrpost zwischen Alsfeld und Neustadt betr.; — 4) Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfniffe in den Gemeinden des Friedensgerichtsbezirks Niederolm für 1850; — 5) Desgl. in den Gemeinden des Regierungsbezirks Biedenkopf für 1850; — 6) Desgl. in den Gemeinden des Regierungsbezirks Alsfeld für 1850; — 7) Desgl. in den israelitischen Religionsgemeinden des Regierungsbezirks Mainz für 1850; — 8) Dienstnachrichten; — 9) Concurrenzeröffnungen; - 10) Sterbfälle. Nr. R. C. 2975. Gießen am 9. April 1850. Betreffend: Die Ausübung der Gcmeindejagdcn. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. ($*8 ist in neuerer Zeit vorgekommen, daß Jagdpächter von Gcmciudcjagden, im Widerspruch gegen die Pachtbedingungen und die bestehenden Vorschriften, Andern Erlaubniß erthcilt haben, die Jagd allein, d. h. ohne Beisein der Jagdpächter auszuüben. Da hierdurch Jagdunfug leicht veranlaßt, die Handhabung der Jagdpolizei aber erschwert wird, so fordern wir Sie aus, die Jagdausübung ohne Beisein der Jagdpächter nicht zu dulden, aus Einhaltung der Pachtbedingungen strenge zu sehen, und wenn man. Ihren Weisungen nicht nachkommen sollte, die Widerspänstigen zur Anzeige zu bringen. K ü ch l e r. v. W i l l i ch. Eckstein. Hallwachs. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundener Gegenstand. Ein Federmesser mit einer Klinge ist gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 12. April 1850. bei Vermeidung stillschweigenden Ausschlusses, anzuzeigen und zu begründen, auch wegen Vergleichs, Concurse ge- Bestellung eines Curators ic. sich zu erklären, indem gen den Schneider Christian Horeyseck zu Gießen nach Beschluß der Mehrheit der Erscheinenden ver- werden Alle, welche Ansprüche an denselben haben, sügt werden wird. ausgesordert, solche Gießen am 1. Februar 1850. Montag den 15. April d. I., Gr. Hess. Stadtgericht. Vormittags 10 Uhr, Muhl. Wörner. Edictalladungen 204) Gießen. Nach erkannter 234 751) Grünberg. Anton Brosts Eheleute von Oberohmen entliehen laut am 11. März 1840 gerichtlich bestätigter Schuld- und Pfandverschreibung auö dem Kirchenkasten zu Ullendorf a. d. Lumda ein Capital von 380 st. und verpfändeten zur Sicherheit des Darleihers außer einer Hofraithe 10 Güterstücke. Dieses Capital soll abgetragen worden, die Hypothekurkunde aber abhanden gekommen sein, weshalb auf Antrag des betreffenden Kirchenvorstandes alle, welche irgend welche Ansprüche an die erwähnte Urkunde bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert werden, solche in Zeit 3 Monaten dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls dieselbe für mortificirt erachtet und im Pfand buch gelöscht werden wird. Grünberg den 2. April 1850. Gr. Hess. Landgericht daselbst. Weicker. 511) Lich. Die in Nr. 21 des Gießner An« zeigeblattS veröffentlichte Edictalladung vom 25. Febr. d. I., betreffend die Revision des Hypothekenbuchs der Gemeinde Hattenrod, wird mit dem Anfügen wiederholt, daß etwaige Ansprüche aus den, in vorbemerkter Verfügung speciell verzeichneten Hypothekeneinträgen sogewiß binnen der bestimmten zweimonatlichen Frist bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen sind, als sonst die betreffenden Hypo- thekeneinträge für erloschen erklärt, resp. in dem Hypothekenbuck gelöscht werden. Ebenso werden Alle, welche auf Immobilien in der Gemarkung Hattenrod radicirte, gerichtlich bestätigte Verunterpfändungen besitzen und besondere Aufforderung nicht erhalten haben, wiederholt aufgefordert, binnen der bestimmten Frist von zwei Monaten dahier, unter Vorlegung ihrer Urkunden, Anzeige zu machen, widrigenfalls sic den Ansprüchen auf Ersatz des Dritten dadurch etwa zugehenden Schadens ausgesetzt werden. Lich am 15. März 1850. Großh. Hessisches Landgericht. Stein. 750) Grünberg. Oeffentliche Aufforderung. Die in hiesiger Gemarkung gelegenen, und auf den Namen der Ludwig Weiß Eheleute im Flurbuch eingetragenen Grundstücke s<%3.4. und S46/t sind laut Pfandeinträgen vom 4. Mai 1829 und 1. De- cember 1832 wegen Cigenthumsvorbehalts der Conrad Voneiffs Frau für 21 fl., und wegen eines Capitals von 200 fl. bei dem hiesigen Armenfonds verpfändet. Beide Verpfändungen sollen inzwischen erloschen, und die desfallsigen Verbriefungen verloren worden sein. Ansprüche aus diesen Verpfändungen sind daher binnen 4 Wochen, vom Tage des Erscheinens dieser Aufforderung in diesen Blättern gerechnet, sogewiß dahier anzuzeigen, widrigenfalls jene Pfandeinträge gelöscht werden sollen. Grünberg den 3. April 1850. Gr. Hess. Landgericht. Weicker. Emmerich. Versteigerungen. 512) Gießen. Montag den 15. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die dem Balth. Möhl, M. S. Schuhmacher dahier, zustehende Hofrailhe, als: Grundb. IDKlftr. y3ts 14 Hofraithe in der Kaplansgasse, neben Ludwig Hirschfeld Wlw. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 1. März 1850. Der Beigeordnete Rühl. 723) Butzbach. Main-Weser-Eisenbahn. Sektion Butzbach. Donnerstag den 18. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, soll im Gasthause zum Stern dahier das Brechen und die Beifuhr von 350 Cubikklafter Steinen zur Herstellung des Fundaments des Schienenwegs von der kurhessischen Grenze bei Nauheim bis Butzbach, an die Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden. Butzbach am 5. April 1850. Der Gr. Sections-Jngenieur Eickemey er. 769) Gießen. Montag den 27. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhaus der dem Conr. JaaS dahier zustehende Acker, jetzo Garten, als: Grundb. lüKlftr. 2%4„ 204 Acker, jetzo Garten auf dem Heegstrauch und SandkautcrWeg, am alten Schlag, neben Conrad Ufer's Ehefrau, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 11. April 1850. Der Beigeordnete Rühl. 721) Beuern. Brennholz Versteigerung. Montag den 15. April l. I., und Dienstag den 16. April l. I., von Morgens 9 Uhr an, werden in hiesigem Gemeindcwald, I. District Heegwald: 1) 41 Stecken Buchen-, Eichen- und Aspen- Scheidholz, 2) 140 Stecken Buchen- und Eichen-Prügelholz, 3) 52% „ „ „ Stockholz, 4) 159 ", - „ „ Reisholz. II. District Appelspeck und Buchwald: 1) 730 Stecken Buchen Durchforstungs-Reiser, ächter Qualität, 265 2) 145 Stecken Eichen-, Aspen- und Kiefern- Durckforstungsreiser, achter Qualität, öffentlich meistbietend versteigert., Der Anfang ist im Heegwald am Weg nach Grünberg. Beuern den 6. April 1850. Der Bürgermeister Otto. 711) Staufenberg. Montag den 15. April l. Z., des Morgens um 9 Uhr, sollen in dem Staufenberger Gemeindewald, Dlstrict Lahnkopf, Schwalbengraben und Eichwald nachstehende Holzsortimente, als: 4452 Cbkfß. Eichen-Bauholz von 10—50' Lange u. 9—39" Durchm. 165 „ Buchen-Werkholz, 280 „ Nadelbauholz, 366 „ Nadelstangen, 14 Stecken Buchcn-Scheidholz, 25 „ „ Prügelholz, 9*/2 u » Stockholz, 7 „ Eichen-Schetdholz, 7Vi " » Prügelholz, 825 Stück Buchen-Wellen, 175 ii Eichen n 80 „ Kiefern „ öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Lahnkopf an der Staatsstraße nach Marburg. , Dienstag den 16. April l. j., des Morgens um 9 Uhr, sollen in demselben Gemeindewald nachstehende Holzsortimente als: 21 Stecken Buchen-Scheidholz, 27 ,, ii Prügelholz, 54 „ n Stockholz, 134 „ Eichen-Scheidholz, 29 „ „ Prügelholz, 1955 Stück Eichen-Wellen, 3430 ii Buchen ,, 2600 „ Nadel „ _ öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Eichwald. Staufenberg den 3. April 1850. Der Bürgermeister Vogel. 720) Stangenrod und Lehnheim. Jagdverpachtung. Montag den 15. April d.I., Morgens 10 Uhr, soll die Jagd in der Gemarkung Stangenrod — sodann Dienstag den 16. April d. Z., Morgens 10 Uhr, dieselbe in der Gemarkung Lehnheim. — Die erstere in dem Bürgermeistereibüreau zu Stangenrod, die letztere in dem Büreau des Bürgermeisters zu Lehnheim auf 3 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Stangenrod u. Lehnheim am 6. April 1850. Die Bürgermeister daselbst. Erb. Erb. 755) Gießen. Jnstrumentenversteigerung. In Folge der freiwilligen Auflösung der hiesigen Bürgerwehr-Musikgesellschaft werden Dienstag den 23. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, int Gasthause zum Schwanen dahier nachbenannte — noch sehr gut erhaltene — Instrumente einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt: 2 Bombardon, 3 Tenorposaunen, 1 Horn, 1 Tenorhorn, 1 Fagott und große Trommel mit Becken und Triangel. Zugleich werden alle Diejenigen, welche an die genannte Musikgesellschaft irgend eine Forderung zu machen haben, aufgefordert, solche bis zum Versteigerungstermin bei dem Unterzeichneten geltend zu machen. Gießen den 9. April 1850. Der Vorstand deö MusikcorpS. Gartenversteigerung. 683) Gießen. Meinen an der Taubentränk, dem Gasthaus zum Pfau gegenüber gelegenen Garten, welcher 384 lHKlftr. hält, mit den vorzüglichsten Obstsorten bepflanzt ist und sich in einem sehr guten Zustande befindet, werde ich Montag den 15. April, Nachmittags 3 Uhr, auf dahiestgem Rathhaus öffentlich an den Meistbietenden versteigern. C. 8ober, Advoc. Feilgeboien. 762) Gießen. Wurm - Chokolade. Das vorzüglichste Mittel gegen Würmer, für Kinder namentlich, aber auch für Erwachsene, ist die Schweizer Wurm-Chokolade. Diese wird roh gegessen, schmeckt sehr angenehm und wirkt auffallend schnell. Niederlage bei Aug. Hofsmann, Schloßgasse. 765) Gießen. Gute Saat-Hafer, desgleichen zum Füttern, sowie Heu und Stroh, verkauft Gg. Lampus, wohnhaft am Kreuz. 772) Gießen. Steinernes Geschirr habe ich wieder in allen Gattungen. I. H. Fuhr. 743) Gießen. Alle Farben in Oel gerieben, zum Anstrich fertig, sind in bester Waare und zu den billigsten Preisen stets vorräthig bei W. Zurbuch. 764) Gießen. Rothe Frühkartoffeln sind zu verkaufen bei Ehr. LampuS auf dem Seltersweg. 696) Gießen. '/2 Morgen in bestem Zustande befindliches Land auf dem Hamm ist zu verpachten. Wilh. Köhler. 771) Gießen. Neusilber und lakirte Maaren empfiehlt 3- 8"hr. 266 700) Gießen. Pie Goldberger'schen galvano-eleetrifchen Uheumatismus-Ketten sind nach wie vor in Gießen nur allein bei Carl Frech in ihrer ursprünglichen, bisher unübertroffenen Form und Zusammenstellung echt und zu den sestgestellten Fabrikpreißen zu haben. Zur Empfehlung dieser in Deutschland, Belgien, Frankreich, England, Dänemark, Schweden, Polen, Spanien, Schweiz, Rußland, Italien, Ungarn und Nord- Amerika verbreiteten, von mir erfundenen und verfertigten sogen. Goldberger'schen Ketten wird es genügen anzuführen, daß dieser galvano-electrische Apparat in seiner bisherigen Construction durch die scientifischcn (wissenschaftlichen) Forschungen der med. Facultät zu Wien und folgenden wohlrenommirter Aerzte: Dr. Harleß, Königl. Preuß. Geh.'Rath, Ritter des rochen Adlerordcns und Pros an der Univ, zu Bonn; Dr. Braun, Königl. Sachs. Prof, an der Univ, zu Leipzig; Königl. Bair. Med.-Rach Dr. Dotzauer in Bamberg; König!. Preuß. San.-Rath und Kreis-Phys. Dr. Filehne in Erfurt; Dr. Alois Prosper Raspr, Prof, und Procur ander K. K. Univ, zu Wien; Königl. Sachs. Med.-Rath Dr. Clarus, Prof, an der Univ, zu Leipzig; Dr. Lange, Kreis-Chirurg und Kreis-Dir. in Quedlinburg; Dr. Koch, Herzog! Raff. Med.-Rath in St. Goarshausen; Fürst!. Rath und Phys. Dr. F. Hartmann in Arnstadt; Dr. Nick, Königl. Würtemb. Amts-Arzt in Jsny; Dr. I. N. Saller, Leib-Arzt Sr. Hoh. des Herz. Ferdinand, Ritter :c. zu Wien; Dr. Weiß, Königl. Preuß. Regim.-Arzt in Potsdam; Dr. Gustedt, Königl Kreis-Phys, in Wolmirstedt; Dr. Anton David Bastler, Kaiserl. Prof, zu Wien; Dr. Engler, Königl. Kreis- Phys in Breslau; Kurfürstl Landger.-Arzt Dr. Kampfmüller in Cassel; i>r. Manttewicz, Königl. Kreis-Phys, in Rakel; Königl. Hannov. Land-Phys. Dr. rc. Kröhne in Nordheim; Dr. Haas, K. K. Stadt-Phys. in Budwcis (Böhmen); Dr. Arnold, Comm.-Arzt in Schweidnitz; Königl. Dän. Bat. Arzt A. Gerner in Copenhagen; Dr. Theoph. Fleischer, Mitgl. der med. Facultät zu Wien; Kgl. Milit.-Arzt Flieger in Königsberg in Preußen; Stadt- und Cnm.-Arzt Georg Hickel, in Neutitschein (Mähren); Doudaine, doct. en Medec., de la Faculte de Pans; Dr. Carl Sterz, K. K. Primar-Arzt in Wien; Dr. Norbert Avee, Mag. der Geburtshülfe und Heilkunde in Andrichau (Galizien); Dr. Müller, Herzogl. Nass. Med.-Rath in Wiesbaden; Dr. Arntz, prakt. Arzt in Cleve; Dr. Remack, prakt. Arzt in Posen; Königl. Bat. Arzt Rabetge, in Oppeln; Milit-Arzt Herrm. Krauß in Leipzig) Dr. Ley, prakt. Arzt in Schleußmgen; Dr. Haarmann, prakt. Arzt in Gerbstädt; Dr. L. Schwarzenberg, prakt. Arzt und Wundarzt in Schakensleben; Dr. Kahleis, prakt. Arzt in Radegast bei Delitsch; Dr. Haselof, prakt. Arzt in Berlin; prakt. Wundarzt Schiesser in Buckau- Maadeburq; prakt. Zahnarzt F. Felgentreff, in Potsdam; Dr. Rüge, pract. Arzt in Berlin; Dr. Oppler, prakt. Arzt in Tarnowitz; Dr. Schüller, prakt. Arzt in Lüben; Dr. Speyer; prakt. Arzt in Zauer; Wundarzt Wemöheimer in Naila (Baiern); Dr. Stempel, prakt. Arzt in Neustadt a. d. H. (Baiern); Dr. Carl Böhm, prakt. Arzt in Claus- thal (Hannover): Dr. Forster, pract. Arzt in Carlsbad (Böhmen); Dr. Wendt, prakt. Arzt in Boißenburg; Dr. Gentil, prakt Arzt in Straßbessenbach bei Aschaffenburg; Dr. Krogmann, prakt. Arzt in Hagenvw; Dr. Adam Heinr. Meyer in Chemnitz; prakt. Wundarzt und Operat. Carl Gustav Troitsch in Frankenberg (Sachsen); Dr. Frank, prakt. Arzt in Wurzen; Dr. Niemschneider, prakt. Arzt in Grimma; Baccal. medic. Schmidt in Leipzig; Chirurg. Ignaz Rauschenberqer, in Ibbschütz (Oestereich); Dr. Arnold Gußmann, pract. Arzt in Lemberg; Bez. Chirurg. Anton Pirin- ger in Gleinstätten (Stcyermark); Dr. Z. F. Kirsten, prakt. Arzt in Leipzig; Dr. Weiß, prakt. Arzt in Speyer; prakt. Arzt Dr. Scharff in Gebesee (Reg.-Bez. Erfurt); Dr. Pauck, prakt. Arzt in Neuhaus (Böhmen); Dr. Kalt, prakt. Arzt in Coblenz; Dr. I. C A. Buhle, prakt. Arzt in Alsleben a. d. S.; Dr. Stolte, prakt. Arzt in Potsdam; Dr. Behrend, prakt. Arzt in Goldberg (Schlesien): Dr. Richter in Berlin; Dr. Carl Beier, prakt. Arzt in Leipzig; Dr. Tieftrunk, prakt. Arzt in Halle a. S.; Dr. Neide, prakt. Arzt in Tarnowitz; Dr. Maffei, prakt. Arzt in Salzburg; Dr Finn, prakt. Arzt in Groß-Breitenbach; Dr. Anton Schönach. prakt. Arzt in Znsbruck; Dr. Cornet, prakt. Arzt in Hall (Tyrol); Dr. Polack- prakt. Arzt in Ischl; Dr. Hirschfeld, prakt. Arzt in Tuchel (Reg -Bez. Marienwerder; Med. Chirurg, und Accouch. Schneider in Hohenfriedeberg (Schlesien); Magister der Zahnheilkunde und Geburtsarzt Dr. A M. Lowy in Wien; Dr. Jos. Blaschke, prakt. Arzt in Neutitschein (Mähren); Dr. Schmidt, prakt. Arzt in Königsberg in Preußen; Dr. Gobn, prakt. Arzt in Berlin; Dr. W. Pauli, prakt. Arzt in Landau; Dr. Krüger, prakt. Arzt in Tennstädt (Reg.-Bez. Erfurt); Landarzt Mohr in Eichstädt (Baiern); Dr. S. Jeiteles, prakt.Arzt in Prag; Stadt- Wundarzt Joseph Pur in Freiberg (Mähren); Dr. A. Kaan, prakt. Arzt in Triest; Dr. Hengstenberg, pract. Arzt in Meurs (Rhein-Prov.) Chirurg. Accouch. und Dentist Nowottny in Böhm. Leipa; Dr. N. H. Tiedemann, prakt. Arzt in Wöhrden (Holstein); Dr. Körner, prakt. Arzt in Itzehoe; Dr. L. Raudnitz, prakt. Arzt in Wien u. A. m. seine hohe rationelle Würdigung gefunden und über alle Nachbildungen gestellt worden ist — (so z. B. attestirt der Königl. Sachs. Prof, an der Univ, zu Leipzig Hr. Dr. Braun: „daß die „Goldberger'schen galvano-eleei'rischen Ketten gegen Rheumatismus und andere dergleichen Uebel „den Vorzug vor anderen dergl. Fabrikaten verdienen, auch sich als äußerst wirksam „und heilbringend bewiesen Halen, bescheinigt auf Verlangen. Leipzig den 5. Mai 1849. Prof. Dr. Braun." während andrerseits die wohlthätige und heilkräftige Wirkung der Goldberger'schen Ketten auf empirischem (erfahrungsgemäßem) Wege durch mehr als Ein Taufend amtlich beglaubigte Atteste hochachtbarer Personen, die in einer gedruckten Brochüre zusammengestellt in sämmtlichen Depots der Goldberger'schen Ketten, in Gießen bei Carl Frech, unentgeldlich ausgegeben werden, außer allen Zweifel gesetzt, und die Celebrität dieser Ketten hierdurch vollkommen gerechtfertigt ist. I. T. Goldberger, in Berlin, vorm. in Tarnowitz, K. Oester, privil. und K. Preuß. concessionirte Fabrik galvano-electrischer Apparate. 267 “W 710) Gießen. Sin großer Auswahl zu den billigsten Preisen vorz 10, 12 u. 14 kr. per Stück, in dauerhaften Farben und den neuesten Mustern t empfiehlt H H. Hochstätt er. 713) Gießen. Anzeige. Bei bevorstehendem Beginne eines neuen Studien- Semesters bringt die Unterzeichnete ihre älteren und neueren Werke in allen Zweigen der Literatur in Erinnerung. Auch ist dieselbe in den Stand gesetzt, durch gewisse Verbindungen sowohl, als wie auch durch fortwährende Einkäufe, namentlich Lehr- und Wörterbücher zu sehr billigen Preisen abzugeben. Gießen den 5. April 1850. E. L. W. Winckler's antiquarische Buchhandlung. (Seltersweg, im Hause der Wittwe M a y l ä n d e r.) 697) Gießen. I. G. Appel empfiehlt ro- then, weißen und Luzerner Kleesamen in bester Qualität. 691) Reiskirchen. Eine neue Scheuer mit Stall ist auf den Abbruch bis gegen den 15. d. Mts zu verkaufen. Heinrich Schon II. 730) Gegen 30 Gentner gutes Heu, von der besten Sorte, und ein Haufen Viehdünger ist zu verkaufen in Lit. C. Nr. 184 in der Caplansgasse. 671) Reiskirchen. Heu-Verkauf. Aus der Pfarrscheuer zu Reiskirchen sind noch gegen 180 Centner sehr gutes Heu zu verkaufen. 761) Gießen. Eine Grube voll Dünger ist zu verkaufen. Wittwe Mayländer, Seltersweg. Zu vermietben- 773) Gießen. Zwei schön möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei H. Hochstätt er, auf dem Brand der Aula gegenüber. 736) Gießen. Mein in der Schloßgasse gelegenes Wohnhaus, beabsichtige ich zu vermiethen und wollen sich deshalb Lusttragende über die des- fallsigen Bedingungen mit mir benehmen. Domainenbote Dauernheim's Wittwe. 767) Gießen. Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen in Lit. B. Nr. 82. I. Weill. 766) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Wittwe Nehmeyer, Neuenbäuen. 757) Gießen. Ein Logis, bestehend in einem Zimmer mit Cabinet, Küche und Bodenraum, ist an eine stille Familie zu vermiethen bei Carl Hoffmann, Lit. C. Nr. 20. 760) Gießen. Eine Familienwohnung, bestehend aus vier Stuben und allem, was dazu gehört, ist zu vermiethen Lit. C. Nr. 72, Seltersweg. • 753) Gießen. Ein Triebviertel ist zu verleihen und mehrere Wagen voll Mist zu verkaufen. Ausg. d. Bltts. sagt wo. Vermischte Nachrichten. 758) Gießen. Zur gefälligen Beachtung. Unterzeichneter beehrt sich, sein von dem Instrumentenmacher Heimbach erlerntes Clavier - Nepariren (im ganzen Umfange) zu veröffentlichen, sowie er auch sein Clavierstimmen und deutliches, eorreetes Noten- und Tertschreibenin empfehlende Erinnerung bringt. f Hierbei leidet sein methodischer Clavier-, Flöten-, Guitarre- und Gesang-Unterricht durchaus keine Unterbrechung und bittet deswegen ergebens), ihn, in besagten Zweigen mit recht zahlreichen Aufträgen beehren zu wollen. . Es wird fein Streben sein, allen billigen Anforderungen aufs Beste zu entspreche». W. Magen, Musiklehrer und Clavier -Reparateur. Walllhorstraße, bei Metzg. Jean Vogt, Lit. A. Nr. 75. 770) Gießen. Donnerstag den 18. April, 8 Uhr, beginnt der Unterricht in meiner Lehr- und Erziehungsanstalt. Mittwoch den 17. April, 2 Uhr, findet die Prüfung der während der Ferien angemeldeten Schüler im Lokale der Anstalt (Ballin'sches Haus) statt. Dr. Steinmetz. 768) Gießen. Tanzunterrichts-Anzeige. Unterzeichneter macht hiermit die ergebene Anzeige, daß er im Laufe dieses Monats hier ankommt, und mit dem Tanzunterricht Anfangs Mai beginnen wird. C. Hummel, Tanz- und Balletmeister. 268 763) Gießen. Für Auswanderer. Der Central-Verein für Auswanderung in Cöln und Düsseldorf befördert fortwährend Auswanderer nach allen Häfen Amerika's, nach Anstralien und Californien zu festen Preisen, von den verschiedenen Sammelplätzen ab, über Bremen, Hamburg, Havre, Antwer- pen und Rotterdam. , , Für, am 1. Mai d. I. von Bremen nach Rew-York und Baltrmore absegelnde Schiffe bin ich ermächtigt, Contracte zu den vortheilhaftesten Bedingungen abzuschließen. Gießen den 12. April 1850. Aug. Hoffmann, Schloßgasse. 724) Gießen. Allgemeine MilLEr-Stellvertretmrgs - Anstalt. Die Zahl der Mitglieder der Assecuranz-Gesellschaft für das Musterungsjahr 1850 ist bereits über 200 angewachsen. Zum ferneren Beitritt laden wir die Eltern resp. Vormünder der im Jahr 1830 geborenen Conscriptionspflichligen ein. Die Statuten der Anstalt sind bei uns und unfern Herrn Agenten zu beziehen. Der Inhalt des § 15 der Statuten hat zu vielfachen Anfragen Veranlassung gegeben Zur Begegnung derselben uiiD zur Erläuterung sei hier bemerkt, daß die Verantwortlichkeit der Gesellschaft für die von ihr gestellten Einsteher nach Ablauf von drei Dienstjahren aus dem Grunde aufhört, weil nach den dermaligen gesetzlichen Bestimmungen (vgl §. 50 des Gesetzes vom 20 Juli 1830) die Haftbarkeit nicht länger verlangt wird Darmstadt den 27. März 1850. Friedr. Vogel, Dr. jur. Carl Schwarz, Kaufmann. Das Büreau der Anstalt ist in der Wohnung des Dr. jur. Vogel, Grafenstraße Lit. E, JVa 158 mittlerer Stock, im Hause des Spengler Eichberg. Zu Vorstehendem füge ich bei, daß die Statuten jederzeit auf meinem Comptoir eingesehen werden können, sowie auch, daß ich gerne bereit bin, jede weitere Auskunft zu geben. Gießen den 8. April 1850. Franz Peppler. Bockenheim. 550) Wichtig für Auswanderer. Die Sicherheit! Gesellschaft zum Schutze der Auswanderer. Der Zweck dieser Gesellschaft ist, bei der größtmöglichsten Sicherheit und den billigsten Preisen die Auswanderer gegen jede Art von Betrug und Prellerei zu schützen und ihnen mit Rath und That beizustehen. Die Abfahrten finden statt: jede Woche nach Rew-Nork und am 30. März, 15. und 30. April nach Rew-Orleans Jeder Transport wird von einem soliden erfahrenen Conduktenr bis in den Seehafen begleitet. Preis der Ueberfahrt im Monat Marz und April: Von Frankfurt bis Rew-Aork über Antwerpen ......54 fl „ v u u u Havre, per Po st schiff • • 65 » „ „ „ „ h Liverpool, mit vollständiger Verköstigung . 70 u Kopfgeld und freier Transport von 2 Zentner Reisegepäck sind in diesem billigen Preis einbegriffen. Prospekte und alle mögliche Auskunft werden auf frankirte Briefe bereitwillig ertheilt von Professor Mayer sen., General-Agent in Bockenheim bei Frankfurt a. M. 269 754) Gießen. Das Scheibenschießen auf dem Hardthofe findet vom 17. d. Mts. an, (Nachmittags 4 Uhr) jeden Mittwoch statt, welches mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennt- niß gebracht wird, daß auch solche Herren, welche nicht Mitglieder der Gesellschaft sind, an den Schießübungen Theü nehmen tonnen. Gießen den 10 April 1850. _ f Der Vorstand der Schutzengesellschaft. 681) Gießen. Einem verehelichen Publicum zeige ich ergebenst an, daß ich mich als Schuhmachermeister dahier etablirt habe. Indem ich iTa= her zu jeher Zeit für geschmackvolle und dauerhafte Arbeit Sorge tragen werde, glaube ich mich der Hoffnung hingeben zu dürfen, mit recht zahlreichen geneigten Aufträgen beehrt zu werden. Gießen den 5. April 1850. Nicolaus Wendel, wohnhaft im NebenhäuSchen des Buchbinder H. Hofmann. 759) Gießen. Einem verehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich mich als Herrnkleidermacher dahier etablirt habe. Ich werde für Fertigung moderner, dauerhafter Arbeit stets besorgt sein und bitte deshalb nm geneigte Auftrage. Gießen den 10. April 1850. Jean Retter, wohnhaft bei Herrn Spengler Löber in der Weidgasse. 733) Gießen. Sommer - Wirthschaft. Der Unterzeichnete erlaubt sich zur allgemeinen Ker.ntniß des verehrlichen Bier trinkenden Publikums zu bringen, daß er in der diesjährigen Sommer- Wirthschaft im Jahreis'schen Garten dahier, welche mit dem vergangenen 7. April ihren Anfang genommen hat, Lagerbier ans der Bierbrauerei von F. C. Ikenker & C°mp. verzapfen wird und sieht einem recht zahlreichen Zuspruch entgegen. E. Wirth. 756) Steinbach. Derjenige, welcher in der Nacht vom zweiten auf den dritten Osterseiertag in dem Gasthaus zum Einhorn in Steinbach die Geldbüchse der dort spielenden Musik aus Versehen mitgenommen hat, wird ersucht, dieselbe wieder dort selbst qbzuliefern, widrigenfalls dessen Name veröffentlicht «erden wird. Caspar Horn, Musiker. 706) Grünberg und Offenbach. Um den Abnehmern meiner bekannten Talgseife in der Umgegend von Grünberg den Bezug derselben zu erleichtern, so zeige ich hiermit an, daß Hr. W. Groos in Grünberg von mir veranlaßt, bereit ist, die mir bestimmten Aufträge, mit denen man sich für die Folge an denselben wenden wird, mit aller Pünktlichkeit auszuführen. Hr. Groos ist in den Stand gesetzt, die Aufträge unter Zuziehung der Fracht, mit mir zu gleichen Preißen auszuführen, und hat man bei Beziehungen von demselben den Vortheil, meine Seife bis zu 50 Pf. auch selbst bis zu 25 Pf. herab, also in kleineren Quantitäten zu erhalten, als ich solche von hier versenden kann. Offenbach im April 1850. C. Nauman n’ ö Seifenfabrik. In Bezug auf vorstehende Anzeige bin ich bereit die mir eingehenden Aufträge auf die bekannten Seifenfabrikate der besagten Fabrik mit aller Sorgfalt und zu gedachten Bedingungen auszuführen, und sehe ich daher recht zahlreichen! Zuspruch entgegen. Grünberg im April 1850. W. Groos. 749) Gießen. Die Sache scheint in Ordnung zu sein. Herr I. Reiberl Sie haben endlich Rechnung gestellt; wir wollen prüfen, ob sie auch so ganz in der Ordnung ist. — Die Rechnung stellten Sie in der Eile au einem Tage, Ostersamstag, wo z. B. den Landmeistern nicht die Gelegenheit gegeben war, der Abhör derselben beizuwohnen. Ist dies in seiner Ordnung? Unter b) IV. Ihrer Erwiderung, Nr. 28 des Anzeigeblatts, berechnen Sie jährliche Miethe für die Zunftstube, welche eine gewöhnliche Wirihsstube ist, zu welcher Jedem der Zutritt freisteht, uud in welcher wir einmal zusammen waren, 10 fl. Wie dies? n r Unter b) VI. setzen Sie 7 fl. Honorar für die beiden Zunftmeister an, während doch beide nach früheren justificirten Rechnungen nur 4 fl. 30 fr. bcansprechen können. — Was die „Liquidation" betrifft, so ist es wahrlich eine schöne Wirthschaft, wenn der Zunftmeister Ausstände aus 1846, 47, 48 in seinem Dienstjahre 1849 nicht beizulreiben sucht. Weiter erklären Sie, Sie hätten die Freiheit, ob Sie eine Versammlung der Zunft während eines Jahres veranlassen wollten oder nicht. Jeder wird einsehen, daß die Geschäfte einer vereinigten Gesellschaft während eines ganzen Jahres gewiß eine Berathuug nöthig machen werden. Zum Schlüsse unserer Ecklärung wollen wir nur noch die Beruhigung ausdrücken, daß unsere Aufforderungen den erfreulichen Erfolg haben werden, für die Zukunft nicht ähnliche, wie vorgefallenc, Mißstände zu rügen. Wie ist es mit dem eingestandenermaßen übriggebliebenen Gelbe zu der ersten Reise nach Offenbach? Mehrere Meister. 270 Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 14. April. Moritz Wallenfels Wtw. am Wallthor. Christian Löber in der Neustadt. Christian Lampus auf dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 14. April. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags Pfarrer Bonhard. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Uhr. Freiprediger Siebert. Beerdigte. Den 5. April. Christiane Meinhard, des verstorbenen Bürgers, Christian Meinhard, hinterlaffene Wittwe, geborene Werner, alt 59 I IO M. 15 T., gestorben den 3. April. Den 6. April. Emma S ermann, des Gr. Landrichters zu Schlitz, Philipp Bermann, Ehefrau, geborene Trappt alt 48 I. 9 M. tO T., gestorben den 3. April. Den 7. A pril. Anton Dörn, Schneidergeselle von Langgöns, alt 18 I., gestorben den 5. April. Denselben. Luise Elisabethe Ernestine von Schmal« kalder, des verstorbenen Gr. pensionirten Majors, Friedrich von Schmalkalver, hinterlaffene Wittwe, geborene Katz, alt 74 I. 20 T., gestorben den 1. April. Denselben. Wilhelmine Elisabethe Steul, des Bürgers und Metzgermeisters, Karl Nicolaus Steul, eheliche Tochter, alt 2 I. 10 M. 10 T., gestorben den 5. April. „Den 8. April. Karl, ein unehelicher Sohn, alt 7 M. 20 T., gestorben den 4. April. Denselb en. Henriette Karoline Philippine Noll, des Bürgers und Fabrikarbeiters, Johannes Noll, eheliche Tochter, alt 1 I. 2 M. 18 T., gestorben den 6. April. Den 9. April. Johann Heinrich Wilhelm Karl Wei- drg, des Bürgers und Metzgermeisters, Karl Weidig, ehelicher Sohn, alt 3 I. 15 T., gestorben den 6. April. Denselben. Maria Hermine Helene Eleonore von Dreskp, des verstorbenen Obristen, Hans Georg von Dreskp, eheliche Tochter, alt 83 I. 2 M. 9 T., gestorben den 5. April. Denselben. Georg Philipp Franz, des Bürgers und Schreinermeisters, Georg Franz, ehelicher Sohn, alt 1 M. 5 T., gestorben den 7. April. Die Pfärrgeschäfte in der nächsten Woche be- sorqt Kirchenrath Dr. Engel. und Wiktualrenpreise ®=rau”/»ic auch die ganz Mutigen“^nicht Fleizchtaxe. 1 M»!® 5? Grünberg Lich den 4. April || * 5 | Butzbach 1 jtat 22 März st Brodtaxe. Gießen, 11. April. 1 *5 Lich. den 7. Febr. W 's Butzbach 1 den 22. März 1 per Pfund Er. pf. fr.' Pf- Er. Pf- Er. pf. Er. Pf. fr. Df- Er. Pf. Er. Pf. Er. Pf. Er. Pf. Ochsenfleisch 11 — — — 11 — — — 11 — ® . ) KGerste- ) ■■ "W *■ —* —■ Kuhfleisch . 8 2 — —— 8 — — — 8 — 2 « > ®‘^en ! ZKorn- ; Mehl 4 — ___ __ _ 4 1 3 3 Rindfleisch . 7 2 — — 7 2 — —•* 7 — 4 8 ) Grünberg ) ) 8 — 8 _ 8 ________________, 8 7 2 Kalbfleisch . 5 — — — • 5 — — — 5 — Schweinefl. . Hammelfl. . Schaasfl. . . 9 8 2 2 9 8 — — — 9 8 2 2 4 S ? s Waizen- m ) Kornmehl besteh. 4 2 9 — 1 1 1 1 II 9 i II 4 9 3 2 — 1 II Leberwurst . gern. Wurst. 12 8 — 12 — — — 12 — Für 1 Er. Wasserwerk..... lö 1 Iw00 L. O 8. Q 8. Q 1« ! Q Bratwurst . 14 — — — 14 — — — 14 — „ 1 Er. Milchbrod..... 6 — 5 — (> — — — 6 2 Schwartem.. 16 — — — 16 — — — >14 — Blutwurst . 14 — — — 14 — — — — — geräuch. Speck Schinken . . 22 15 — 20 16 — 19 16 Marktpreise. Er. ps. Er. Pf. ft' Pf. Er. Pf. Er. Pf. Dörrfleisch . 15 — — — 16 — — — 16 — Maas Mtilch....... 6 — Rindsfett 20 — — — 16 — — — 18 — Pfund Butter ...... 16 — Hammelsfett 20 — —— — 16 — — — 17 — auch..... 17 — _ — _ _ _ _ _ Schweine- 3 HandEäse........ 4 — __ schmalz, aus- 5 Eier........ 4 — gelaffenes . 20 18 — 1 Pfund Waizenmehl..... bgL, unauSqel. «B. Die Suaa 18 Den zm n S eifd 16 1 .irre — nr l 16 n fl Id) „ „ Geschw. Vorschuß . . . — Fruchtpreis e. (Hierzu eine Beilage.) Frucht- got- tung. Gießen I 11. April. 1 Grünberg i 6. April. 1 Lich 4. April | Friedberg 1 6. April. 1 Mainz 22. März Marburg Wetzlar 6. April. _ Malter. Mött Scheffel Pf. 200 200 170 fl. V. 2L JL 6 5 4 3 _fr. 15 ff_ fl. Er. Pf. J. Er. Pf. fl. Er. fl. Er. fl. kr. 1 1 1 1 1 1/X Walzen . Korn . . Gerste. . Hafer. . Erbsen . Linsen . . 6 5 4 3 40 10 200 190 170 200 190 170 120 6 4 3 2 4 8 40 55 35 50 55 1 1 1 1 1 1 6 4 3 20 45 40 200 200 200 200 z 7 4 3 3 z 11 23 2 — 1 1 1 1 1 1 — 1 l ! 48 8 37 Berlage zu M 30 des Anzcigeblattes. Angekommme und abgereiste Fremden vom 9» b's 11* April 1850. den Gasthäusern. /.» Einhorn : Hr. vHahn, Prof. ». 3»na. $t.»• Westerhaqen, Lieutn. v. Kloppenheim. Hr. o. Klctzbach, R?nt « München. $>r. Hofmann, Pfarrer v. Bottenhorn. SSt. Volk, Oecon. v. Kirtorf. Hrn Kff. Jßland v. Furth, Sebramm v. Mannheim, Tennes v. Rheydt, Wohnmann v. Gießen, Rothmüller v Münz. Winter v. Rheydt, Eschweg v Frankwrt u. Weyel v Cöln. Hr. Graf Rosa, König! Säcks. Hofmarschall «. Dresden. Hr Baron, v. Heidewolf, Direkt ». Marburg Hr. Dr. Kümmel, Ad«, v. Wetter. Hr. Klauer, Partik. v. Hamburg. Hr. Haberkorn, Bürgermeister v. Grünberg. Hr Keßler, Dr philol. v. Berlin. Hr. Wagner. Maler v. Wittenberg. Hr Jermie, Rent. v. Wummerstein. Hrn. Pferdehdlr. Langsdorf v Battenfeld u Mayer v. Gladenbach. Hrn. Kff. Weber v. Offenbach, Schuster v. Frankfurt u. Klein v. Schwalm. Rayvrn: Hr. Bulte, Uhrm v. Frankfurt. Hr. v. Schneider. Gutsbes. v. Dresden Hr. Rehorn, Fabrik v. Blauen. Hr. Hübner, Part v. Berlin Hrn Kfl. Leichter v. Worms, Moll v. Allendorf, Ncidhard v. Blauen, Stock v. Frankfurt, Hofmann v. Cöln u. Graß v. Erdhütten Hr Möring, Cand v. Basel. Hr Nees, Fabrik, v. Offenbach Hr. Moosler, Tanzl. v. Hanau. Hr. Hegmann, K. N-ederl. Oberstabsarzt « Dietz Hr. Piegler, Dr. med. v. Usingen. In Prinz Carl-. Hr. Sternberg, Kfm. v. Solingen. Hr- Keim, Gärtn. v. Darmstadt. Hrn. Oecon. Rauch v. '©inn u Wendel v. Fleisbach. Hrn. Geschäftsl. Löwenstein v. Frohnhausen, Fröhlich v. Ulrichstein, Wertheim «.Hatz- back>, Katz v. Jesberg, Rotb v Niederohmen w Rmg v. Höchst Hr Naulch, Spedit «. Großeichen Hr Fntzmger Steinh., Kauß, Bäck-r, Heilmann Oecon u. Holzmger Bäcker v. Büdingen. Hrn Geschä'tsl. Lehr v Stemfurt, Heß v. Mockstadt, Neun ». Diedelsheim u. Helfendem v. Otterbach. Hr. Spamer, Metzg v Schotten. Hr. Dlekes- hcim, Kfm. v. Mainz. I,n Darmstaerlter Haus: HkN. Geschäfts! Blumenthal, Dummbeck u Dammriß v. Momberg, Koch v Glauberg,. Dreieckcr v. Dodenau, Eschle v. Fortwangen, Kuhl v. vom- berq, Rothe «. Battenberg. Engel v. Ebersgöns, Braunau. Wahl v. W nterberg, Simon v. Glrdenb.ich, Leude^ v «o- del. Stern v. Ortenberg, Wagner und Scheid v. Ruppertsburg. Rudolph v. Rupperteuroth u. Klein v. Bonn. In den Privathäusern. Bei Hrn. Dr. Ettling: Frau Bender u. Frau Flinsch v Frankfurt. — Bei Hrn. Oppermann - Fr. Sachs v. Marburg. —' Bei Hrn. Hofg-Dir v. Hellmolt: Hr. v. Hellmolt, Stallmeister v. Kopenhagen. — Bei Hrn. Wag- nermstr. Koch: Frl. Böger v Wiesbaden. - Bei Hrn. Fuhrm. Rinn: Frl. Wagner v. Lumda. — Bei Wtw. Petri: Hr Gottmann, v. Arolsen — D u n An die Handwerker! Es sind jetzt schon über 2 '/2 Jahr, als im hie- sigcn Anzeigeblatte ein Aufsatz erschien, betitelt: Zukunft der Handwerker, (in Nr. 62 vom 4. August 1847 ) Hierin war dieselbe mit so düstern Farben geschildert, und das Ganze eignete sich so sehr zur Cntmuthigung des Handwerkerstandes, daß ich mich nicht enthalten konnte, eine Erwiederung darauf folgen zu lassen; sie erschien in Nr. 66 desselben Jahrgangs, und war mit: „Ermunterung für die Handwerker," überschrieben. Ich bezweckte damit nichts Weiteres, als denjenigen von Euch wieder Muth einzuflößen, die sich vielleicht durch den Inhalt des Aufsatzes in Nr. 62 zu sehr hätten darnieder beugen lassen; denn nichts ist schädlicher für einen Geschäftsmann, als wenn er, ein Kopfhänger, seine Hoffnung schwinden läßt, und trostlos in die Zukunft schaut. In dem gleich darauf folgenden Blatte Nr. 67 wurde in einem mit S......unterzeichnetem Artikel die Aufforderung an mich gerichtet, Mittel und Wege anzugeben, wodurch die allgemeine Noth der Handwerker gehoben oder wenigstens gemilvert werden könnte. Ich ließ damals meine Ansichten hierüber in den Nummern 83 und 84, unter der Ueberschrift: Erwiederung auf die Erwiederung von S...... folgen, indem ich Euch aufforderte, zusammen zu treten, und über meine Vorschläge Euch gemeinschaftlich zu be- rathen und einen Beschluß zu fassen. Freilich waren alle diese Artikel nicht mit meinem Namen, sondern nur mit E. — unterzeichnet, und auch diesesmal mag es noch sein, obschon ich mich gern nennen werde, falls dieses irgend zweckvienlich sein sollte. les. Ich hegte die Hoffnung, daß mindestens Einige von Euch sich für die Sache interesfiren und dieselbe in Angriff nehmen werde; aber ich täuschte mich. Das Einzige, was darauf erfolgte, war ein im Anzeigeblatte Nr. 93, vom 20. Movember 1847, mit K. unter- zeickneter, und „Einige Worte eines Handwerkers," überschriebener Artikel, worin meinen Vorschlägen mit kurzen Worten lobende Erwähnung geschah; aber hierbei behielt cs auch sein Bewenden. Wenn ich alles dieses vorhergehn lasse, so wollte ich damit darthun, daß ich schon in 1847 die Idee zu einer Association hatte, die Ihr zu begründen habt, und die nur, nach meiner Meinung, Euch von dem Uebel befreien kann, an dem Ihr leidet. Der Handwerkerstand ist seit jener Zeit nun noch mehr heruntergekommen. Arbeit und Verdienst haben sich seitdem noch in weiterem Maaße geschmälert. Das Jahr 1848 ist erschienen; die unruhige Zeit, die es mit sich brachte, führte die allgemeine Stockung alles lebendigen Verkehres herbei, und so lagen Handel und Gewerbe darnieder. Obschon die Zeiten wieder ruhiger, geworden, und das allgemeine Vertrauen sich wieder zu heben begonnen hat, so mögtc doch dadurch Euer Loos nicht sobald und in dem Grade verbessert werden, als Ihr cs wünschet und Euch Noth thut. Deshalb halte ich es für angemessen, ein Wort zu Euch über Eure Verhältnisse zu sprechen. Also, wie es um Euch steht, und, wie man zu sagen pflegt, wo Euch der Schuh drückt, das wißt Ihr, darüber brauche ich mich nicht weiter auszulaffen; cs handelt sich nur darum, die Frage zu beantworten, wie und auf welche Weise dem Nebelstande abzuhelfen sei. 272 Wenn jeher Einzelne von Euch her Sache ruhig zufieht, und sich daraus beschränkt, über die schlechten Zeitläufte klagend, auf Besserung zu hoffen, so mögte dieser nur dazu dienen, um Euch mit der Zeit die Ueberzeugung zu verschaffen, daß es so nicht länger fortgehn könne, und daß durchaus etwas geschehen müsse, um Eure Lage auf eine dauerhafte Weise zu verbessern. Selbst die Vermögenderen unter Euch, die, sobald noch keine Roth vor Augen sehend, noch eine geraume Zeit, wenn ich mich .so ausdrücken darf, von ihrem alten Fette zehren können, müssen sehnlich eine Verbesserung herbei wünschen: denn auch sie werden, wenn sie es noch nicht sind, doch endlich müde werden, ihr Vermögen immer kleiner werden zu sehn; sie so gut wie die Nichtvermögenden von Euch haben Kinder, und jeder gute Vater ist für deren Zukunft besorgt. Warum aber, meine Freunde, wollt Ihr warten, bis Euch die äußerste Noth dazu treibt, zur Verbesserung Eurer Lage zu schreiten? Fangt bet Zeiten damit an, und Ihr werdet die Noth, die jetzt noch vor Euren Thüren lauert, den Eintritt in Eure Häuser streitig machen, ja sie ganz davon verscheuchen. Aber, wie schon angedeutet, einzeln und getrennt, Jeder sich selbst Überlassen, vermöget Ihr Nichts, während Ihr, auf zweckmäßige Weise verbunden, dasjenige ausführen könnt, was (Sud; bis jetzt noch unmöglich scheint. Ich erlaube mir daher, Euch folgende Vorschläge zu machen: Was ich schon im Jahre 1847, in Nr.. 83 und 84 des hiesigen Anzeigeblattes von der Errichtung einer Industrie- oder gemeinschaftlichen Verkausshalle, und wie eine solche eingerichtet werden müsse, ferner über eine Dorschuß-Kaffe zu Euch gesprochen, hat auch nun noch seine Anwendung; aber dieses allein durste jetzt nicht mehr ausreichend fein. Vor Allem ihnt es Noth, daß Ihr zuvörderst zusammentretet, und Euch zu einer einzigen Gesellschaft vereinigt. Die Vcrmö- qenven unter Euch dürfen, und zwar"in Ihrem eigenen Interesse, nicht zurückbleiben; Ihr Alle, reich oder arm, müßt zusammenhalten, und eine einzige Gesellschaft bilden. Ihr werdet sodann, unter einer zu wählenden geeigneten Firma, ein Geschäft errichten, bestehend aus den verschiedenartigen Erzeugnissen Eures Gewerbfleißes, die jeder einzelne Handwerker nach seinen besten Kräften und Vermögen liefert, so daß Jhw jeden Augenblick, wo es (Sud, an sonstiger Arbeit fehlt, zur Production irgend eines Gegenstandes für das gemeinsame Fabrtt- geschäft benutzen könnt, und da Ihr, wenn Ihr seht, daß es Euch Nutzen bringt, recht gern dafür arbeiten . werdet, so werdet Ihr Euch Mühe geben, recht viel dahin zu liefern. Jeder Handwerker muß indeß nur einen gangbaren Artikel wählen, den er fabricirt, und nur hieran sich halten. Auf diese Art wird er in kurzer Zett eine solche Fertigkeit darin erlangen, und so viele Vortheile kennen lernen, daß er ihn nicht nur billigst, sondern auch meisterhaft Herstellen kann. Mit den so gewonnenen Gegenständen werdet Ihr bald mit den Fabriken Deutschlands concurriren können; denn sind deren Erzeugnisse etwas anderes, als auf ähnliche Weise gewonnene Producte? Mit dem Verkaufe dieser Gegenstände werdet Ihr einen geschickten hiesigen Kaufmann, der mit Gewand- heil, Erfahrung, auch Willenseifer und strenge.Rechtlichkeit verbindet, beauftragen, der denselben hoffentlich gegen eine bestimmte Provision übernehmen wird; derselbe wird auch für die billigste Herbeischaffnng der erforderlichen rohen Prodnete, deren Ihr zur Fabrikation benöthigt seid, und die er ans den ersten Quellen bezieht, besorgt sein, um sie an einen jeden Einzelnen von Euch zu den Einkaufspreisen, vielleicht ebenfalls gegen eine billige Provision, je nach Bedarf abzugeben, Jedes halbe Jahr wird dieser Verkaufsübernehmer mit den sabricirten Waareu die Frankfurter Messe beziehen, und in der Zwischenzeit, soviel wie möglich sich bemühen, denselben noch außerdem auswärtigen Absatz zu verschaffen, und sich dafür Kundschaft zu erwerben, während der hiesige Platzverkauf Euch ebenfalls zu Nutze kommen wird. Dieses sind vor der Hand die Grundideen; gefällt Euch dieser Vorschlag, und seid ihr zur Ausführung desselben geneigt, so wird er sich verwirklichen, wenn Ihr zusammentretet und Euch vereinigt. Eine solche Association muß segenbringend für Euch sein, und Eure Noth wird sodann ein Ende haben. Was die fernem Punkte betrifft, die für ein solches Unternehmen zu den Grundbedingungen gehören, so gibt es in hiesiger Stadt viele einsichtsrolle Männer, die sich für daS allgemeine Wohl intereffircn. Zieht sie mit zu Rathe, hört ihre Ansichten, und saßt einen Entschluß, wie er Euch am Ersprießlichsten düi.kt. Hiermit will ich schließen. Es ist jetzt an Euch zu handeln, und den Beweis zu liefern, daß eS Euch Ernst ist, Eure Zustände zu verbessern. _ Gemeinnütziges. Nordamerikanische Blätter geben nach offiziellen Zusammenstellungen eine Ueberstcht der europäischen Einwanderung nach Neuyork in den letzten beiden Jahren. Während dieselbe im 3«fre 1848 sich auf 189,176 Köpfe belief, betrug sie Ult Jahre 1849 schon am 6. Dec. 230,433, also bereits eine Mehrzahl von 41,357, die bis zum Ende des Monats sich ohne Zweifel bis auf wenigstens 43,000 steigern wird. Rechnet man hinzu die Einwanderungen von Europa und China in andere amerikanische Hasen und besonders nach Californien, so kann man die Zunahme der Bevölkerung der Vereinigten Staaten un Jahre 1849 mit Sicherheit auf 400,000 Köpft anschlagen. Druck und Verlag der G. D. Brtthl'schen Buch- und Steindruckerei.