Änzpigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks G i ß c n. — Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und _ Auswärts abonnirt man sichjierallen Postämter» Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 'M In Gießen bei der Erped. (Canzleiberg Lit. B. sJit. 1.) — 1 ft. 30 kr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 kr. Einrückungsgebühr für die gespaltene SorpuSzeile 2 lr. M Sonnabend den 12 Januar , ,MI r 183« Amtlicher Theil. Beker nsrtmerchung^ die Verkündigung der landesherrlichen Entschließungen aus die während des elften Landtags von den Ständen überreichten gemeinschaftlichen Beschlüsse betreffend. (Fortsetzung.) §. 37. Ebenso ist es Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog erwünscht gewesen, daß auch die Nachweisungen über die Verwendung der besonderen Summen, nämlich a) für Percussionirung der Handfeuerwaffen der Reiterei und Artillerie, b) für Bauten und Einrichtungen in der hiesigen Artilleriecaserne, für Bauten im hiesigen Lazarcth und für Anschaffung von Caserne- und Stallrequisiten, c) für Bauten im Lazarcth zu Friedberg, <1) für theilweise Umdeckung des Zeughausdaches, e) für Verputz und Anstrich des neuen Arresthauscs und des sogenannten alten Baues in der hiesigen Jnsanteriecaserne, Abbruch des alten Arresthauses und Versetzung der Holzställe, f) für Anfertigung eines eisernen Geländers längs des alten Baues dieser Caserne, g) für bauliche Einrichtung des ehemaligen Waffensaales in der Artilleriecaserne zu Wohnzimmern, h) für die Erweiterung der Reitercasernen zu Darmstadt und Butzbach und i) für Ausrüstungsgegenstände als gerechtfertigt erkannt, und daß mehrere bei den Bauarbeiten unvermeidlich gewesenen, in den früheren ständischen Verwilligungen jedoch nicht einbegriffenen Ausgabeposten nachträglich oerwilligt worden sind. Die in dem ständischen Beschlüsse zu h) erwähnte spätere Rechnungsablage über die Verwendung der zur Bezahlung des Kaufschillings für den Bauplatz deponirten Summe wird mittelst einer besonoeren Vorlage geschehen. Dem ständischen Anträge, daß künftig allen Anforderungen für Bauten specielle Voranschläge und Zeichnungen beigelegt werden möchten, ist bisher schon entsprochen worden unv wird dieß auch ferner nach Thun- lichkeit geschehen. § . 38. Dem Wunsche, daß aus vem Fonds zu Uterstützungen derjenigen vormaligen Militärs vom Unteroffizier abwärts, welche Feldzüge mitgemacht, dermalen aber mit Nahrungssorgen zu kämpfen haben, nicht eher wieder neue Unterstützungen bewilligt werden möchten, als bis die Heimfälle die Ausgaben unter die Verwilligung - vermindert hätten, und daß die Bewilligung neuer Unterstützungen nur nach Maßgabe der verfügbaren Mittel geschehen möge, wird auch fernerhin, wie seitdem bereits geschehen, entsprochen werden. § . 39. Der den Ständen vorgelegte Etat für das Co mm andement Darmstadt ist in der Weise, wie solcher von ihnen angenommen worden ist, in Vollzug gesetzt worden, und werden nach dem weiter ausgesprochenen Wunsche der Stände auch in Zukunst zur Besetzung der Stelle eines Platzmajors in Darmstadt wo möglich nur folche Offiziere verwendet werden, welche dazu quälificirt, jedoch aus anderen Ursachen zum Felddienst untauglich sind. § 40. Es war Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog angenehm, daß die Stände dem Anträge auf Verabfolgung von Brodporttonen an die Familien ausmarschirter verheiratheter Unteroffiziere und Soldaten, welcher die Folgen eines Ausmarschcö für die meist nur wenig be- 24 mittelten Familien der verhciratheten Unteroffiziere nnd Soldaten thunlichst zu mildern beabsichtigt, ihre Genehmigung erthcilt haben. Der Vollzug ist befohlen worden. . 9 I Xi Die Berittenmachung der Subalternosftzrere der Artillerie und Pion- 111 ercomvaan ie und der Bataillonsadjutanten der Infanterie ist tu der mit den Standen vereinbarten Weise vollzogen, und mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse tute Aenderung dann nicht ange- ordnet worden. Abänderung des Personen- und Be so ldu n gse t ats des Kriegs-. Ministeriums betrifft, so ist die vorgeschlagcne Verwendung des Oberauditeurs mi Knegsmlnistenum wll< Z w r i der von den Ständen beantragten Beschränkung, daß der Oberauditeur an dm Buchungen und Beschlüssen des Kriegsministeriumö über einzelne M.litarjusttzgegenstande und darauf Anwäge wegen vollständiger Beschäftigung des Oberauditeurs und Svenen demnächstiqer Minderung des mit dieser Stelle verbundenen Gehalts ihre Erledigung gefunden, ^a nun auch die Wetter vorgeschlagene veränderte Einrichtung bei der 1. und 3.. Scction des Kriegsnumsterlums iffs Leb » getreten, und nachdem der aus der Etatssumme des Krtegsinnnsteriums vorübergehend bestrittene, d-n Ob rüenaebaltübersteigende Betrag des Gehalts eines Generalmajors inzwischen wieder wcggefallen .st, -ft die vorgeschlagcne Minderung der gedachten Etatssumme vollständig bewerkstelligt, und von Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzoge daher diese Minderung des Etats um jährlich 2800 fl. als eine bleibende sestaelettt worden obgleich kein bestimmter ständischer Beschluß darüber gefaßt worden rst. J Eine weitere Minderung des Personenbestands des Krlegömrnisteriums ist nach dem Umfange der ©e« 'Z^^d?Kriegöministcriums betrifft, so ist der Gehalt desselben bisher immer unter der -ö»? den ~ 1 . ; ,f,nrtpn Etats geblieben, nnd cs wird möglichst Bedacht genommen werden, XXÄ«2*®*-* *- N «f * ^b^"ucber'°det^Anttag das Kriegsrechnungswesen an die Rechnungskammer zu verweisen, sind nähere äSMÄR ‘»WÄk d>- Wä "«3 3«"’ 5 »i» M. 27 des Regierungsblatts erlassen Wünsche ein Gesell es en twurf über eine ver- Sodann wurde zur Erfüllung der landst s) ^Lu M hinsichtlich der Maischbüttensteuer durch «»»»» Besteuerung de« «-en- ‘jW.•ffiySW I« den S°nN°l°,V°,sch„st-n * dem Zwe-, d-n richtigen @-3™8 »er S.eu.r» i» WA SÄ?««KHWWMt- der ,°rst.rlich.n 3-1.. Lwest, * durch L- uu-dm«u,° »WW >* ,8 Di- B-rw-ndung der jur S-w-it--n»i> des Sub°r-.°-ium- d-, Artillerie der- milliMn Summe wird in der »n den Stände» s-wuuschi.n W"se s-s«ch°m t,„ Stunden . V U » 2^NA u» mi!'N°«s -uf'du- turch di- Z-itd-rM. lÄ’ÄSXÜ -chch-u4ft-°-»»°d-- »W« »°rde... ' B. Wünsche und Anträge der Kammern. 50. D-m und V.7^-d„B°^erd. d.-^.^.si^--^^»°n^ 8* Dem »m d-nSI-ud-n undgefprochcuenWunsche, daß di- O,ff-n,lichl-i, d-, S-stung.n 25 der Ortsvorstandspersonen in den Gemeinden, welche sie wünschen und in geeigneter Weise vertreten, keine Hindernisse in den Weg gelegt werden, ist in allen Fällen entsprochen worden. '§. 52. Dem gemeinschaftlichen Anträge beider Kammern, der den Orisvorständen nach Art. 19 der Gemeindeordnung in Bezug auf die Anstellung und Entlassung der Feldschützen zustehenden Befuaniß volle Anerkennung zu Theil werden zu lassen, ist bereits durch die Bekanntmachung vom 19 April 1848 (Regierungsblatt Nr. 22) entsprochen worden. Der hierbei von der zweiten Kammer ausgesprochene Wunsch, dahin zu wirken, daß die Feldhüter gegen ihren Willen nur durch den Ortsvorstand, welcher aber in diesem Fall durch den Eintritt der zehn Höchstbegüterten der Gemarkung zu verstärken sei, abgesetzt werden könnten, soll sobald als thunlich durch eine Gesetzesvorlage berücksichtigt werden. §. 53. Die von den Ständen vorgetragenen Wünsche wegen Herabsetzung der Gemeinde- umlagen werden bei der Prüfung der von Seiten des Ministeriums des Innern zu genehmigenden Umlagen geeignete Berücksichtigung finden; auch wird dieser Gegenstand bei der Revision der Gemeindeordnung nicht übersehen werden. §. 54. Die wegen Uebernahme der durch die Schubfuhren entstehenden Kosten auf die Oberpolizei kaffe von den Ständen gestellten Anträge haben des Großherzogs Königliche Hoheit genehmigt und hiernach das Erforderliche anordnen lassen. (Schluß folgt.) Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagm für das erste Quartal 1850 betreffend. 8 UDWIG III. Großherzog von Hessen und bei Rhein re. ic. Nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen üb ereingekommen sind, daß das Finanzgesetz vom 7. Oct. 1845 auch für das erste Quartal 1850 fortbestehen soll, so haben Wir verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Art. 1. Das Finanzgesetz vom 7. Oct. 1845 wird auf die ersten drei Monate des Jahres 1850 ausgedehnt und in Wirksamkeit 'gesetzt und cs sind daher nach Maßgabe dcficlben die sämmtlichen directen und indirccten Steuern, sowie solche durch die vorliegenden Gesetze und Verordnungen bestimmt sind, bis zum 1. April 1850 fortzuerheben. Art. 2. Unser Ministerium der Finanzen ist mit der Vollziehung dieses Gesetzes beauftragt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Darmstadt, den 31. December 1849. . s.) LUDWIG F. v. Schenck. B e k a n n t m a n n g 9 die Stellung von Einstehern für Militärpflichtige betreffend. Da es der Dienst nicht erlaubt, daß sich Unteroffiziere und Soldaten, welche sich bei ihren Regimentern oder Corps zu Dienst befinden und welche einen Stellvertretungsvertrag abgeschlossen haben, zum Behuf der Unterzeichnung der Stellvertretungsprotocolle (Formular 3 der Verordnung vom 31. August d. I. im Regierungsblatt Nr. 54) an die Wohnorte der Einfteller begeben, so ist es gestattet daß das persönliche Erscheinen derselben bei den Bürgermeistern'der cbengenannten Orte durch Protokolle nach dem bei- gefügten Muster A, ersetzt werde, welche von den Compagnie- oder Schwadronsbcfchlshabern aufzunehmen und den betreffenden Unteroffizieren oder Soldaten zuzustellen sind. Die Stellvertretungsprotocolle sind in solchen Fällen von den Bürgerineistern nach dem beigefügten Muster B aufzunehmen. Darmstadt den 21. December 1849. Großherzoglich Hessiches Kriegsministerium. F r h r. v. Schäffer-Bernstein. Scriba. Muster A. Darmstadt den 21. December 1849. Heute erschien vor dem unterzeichneten Hauptmann im 2. Infanterieregiment der in dieser Compagnie stehende Feldwebel Georg Lipp aus Arheiligen, Regierungsbezirks Darmstadt, und übergab die beigeschlossene Urkunde über seine Zulassung zum Einstehen mit der Erklärung: Er habe mit dem Militärpflichtigen Johannes Wild aus Großenlinden, Regierungsbezirks Gießen, einen Stellvcrtretungsvertrag abgeschlossen und mache sich hierdurch verbindlich, die Pflichten zu übernehmen, welche demselben in Bezug auf die Leistung des Militärdienstes obliegen. (Unterschrift des Einstehers.) (Unterschrift des Compagnie- oder Schwadronsbefehlshabers.) 26 Muster B. Stellvertretungsprotocoll. Großenlinden, den 27. December 1849. Heute erschien vor dem unterzeichneten Bürgermeister der Gemeinde Großenlinden der Militärpflichtige Johannes Wild aus Großenlinden und erklärte.^ Musterung der Militärpflichtigen vom Jahr 1849 die Nr. 34 gezogen und wolle sich durch den Feldwebel Georg Lipp aus Arheilgen, Regierungsbezirks Darmstadt, in der 3. Compagnie des 2. Jnsanterieregiments, vertreten lassen, mit welchem er einen Stellver- tretunasvertraq abgeschlossen habe. , _ Er übergab zugleich das anliegende Protoeoll über die Erklärung des Feldwebels Lipp, welchem die Urkunde über dessen Zulassung zum Einstehen beigeschlossen ist. (Unterschrift des Einstellers.) (Unterschrift deS Bürgermeisters.) Zu Nr. R. C. 242. Gießen den 10. Januar 1850.. Betreffend: Die Abgabe von Leuten, welche sich in Untersuchung befinden zum Militärdienst.^ Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gieyen an sämmtiiche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. Von den Militärpflichtigen des Jahres 1849 haben zur Ergänzung der Feldtruppen pro 1850 au5 dem Reerutierungsdistrict Gießen vor der Hand 109 Mann und aus dem Reerutlerungsdistriet Grimberg 70 Mann zu marschiren. _ . . . . . Sie haben innerhalb 10 Tagen zu berichten, ob aus Ihren Gemeinden einer oder der andere der zur Ergänzungsmannschaft für 1850 gehörenden Leuten, dermalen in Untersuchung oder gefänglicher Hast sich 6efinl?et Küch l er. Pietsch. C53 Grimberg den 7. Januar 1850. Betreffend: Die Wahl des Abgeordneten zur 2. Kammer der Stände im X. Wahlbezirk von Oberhessen. Großherzoqlich Hessische Landrichter Welcker zu Grimberg als bestellter Wahlcommissär, an sämmtiiche Gr. Bürgermeister des Wahlbezirks. In Gemäßheit des Art. 15 deS Wahlgesetzes vom 3. September v. I. wollen Sie alsbald nach Empfang dieses in Ihren Gemeinden bekannt machen, daß bei der am 28. v. M. vollzogenen Wahl der Gr. Landgerichts-Assessor Carl Emmerich dahier zum Abgeordneten des Wahlbezirks Grün berg mit 1468 von 2627 Stimmen in die 2. Kammer der Stände gewählt worden ist. Welcker. (64 Versteigerung. 1) Gießen. Die Theilhaber der nunmehr aufgelösten Weinhandlung von I. B. Seipp und Gebr. Asnms sind gesonnen znm Zwecke der Auseinandersetzung des Gesellschaftsvermögens, den ihnen gehörigen Garten in der Gemarkung Güßen am Wißmarer Weg und der Lahn alt neu LlKlftr. 118% %, 47 1187s 73o 135 einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Ich t bin dazu beauftragt und habe Termin auf Mittwoch den 16. Januar k. I., Nachmittags 4 Uhr, anberaumt. Steigliebhaber werden eingeladen, sich in diesem Termin in meiner Wohnung auf meinem Geschäftszimmer einzufinden und nach geschehener Eröffnung der Versteigerungsbedingmigeil nach Gefallen mit zu bieten. Gießen den 29. December 1849. Krauskopf, Hofg.-Advoeat. (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu 4 des Anzeigeblattes Versteigerungen. 17) Gießen. Montag den 14. Januar 1850, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die zum Nachlaß des Seilers Philipp Berger dahier gehörende Immobilien, als: Grundb. oKlftr. 278 Grabgartcn hinter dem Stockhaus, äs? 231 ) Acker im Altenfeld aus das /19'3 232 | Bruch, 2^84 330 Acker zwischen dem Sand- und Erdkauter Weg, 33/is4 68 Acker am Nahrungsberg, öffentlich meistbietend versteigert werden sollen. Gießen den 31. December 1849. Der Beigeordnete R ü h l. 63) Gießen. Montag den 14. d. Mts., Morgens 11 Uhr, soll in dahiesigem Psandstall, in Sachen Ludwig Horn zu Trohe gegen Ludwig Strack tu Launöbach, 1 Pferd und 1 Wagen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 10. Januar 1850. Der Beigeordnete R u h l. 54) Grün berg. Versteigerung von Straßenbauarbeiten. Die zur Unterhaltung der Straßen im Baubezirk Grünberg für das Jahr 1850 erforderlichen Arbeiten, nämlich: 1) Steinfahren, 2) Sieinfchlagen und 3) Handarbeiten, sollen an den nachbemerkten Tagen und Orten, jedesmal Vormittags 10 Uhr, an die Wenigstfor- dcrnden öffentlich versteigert werden: Montag den 21. Januar, in dem Rathhaus zu Grünberg, für die Straßen von Lindeuftruth über Grüuberg gegen Schellnhausen, und von Grünberg gegen Hungen; Dienstag den 22. Januar, in der Wohnung des Gastwirths Geiß zu Ruppertenrod, für die Straßen von Grünberg nach Schellnhausen, und von Ruppertenrod über Ulrichstein bis zum Einschnitt in die Straße von Schotten nach Herbstein; Mittwoch den 23. Januar, in der Wohnung des Gastwirths Müller zu Geilshausen, für die Straßen von Grünberg über Londorf bis zur kurhessischen Grenze; Donnerstag den 24. Januar, in dem Rathhaus zu Laubach, sür die Straße vom Wetterjelder Hammer über Laubach gegen Schotten; Freitag den 25. Januar, üi der Wohnung des Gastwirths Hofmann zu Freienseen, für die Straße von Flensungen über Fretenseen nach Laubach; , Montag den 28. Januar, m der Wohnung des Gastwirths Erb zu Atzenhain, für die Straße von Homberg nach Grünberg; Dienstag den 29. Januar, im Gasthaus zum Hessenbrücker Hammer, für die Straßen von Grünberg gegen Hungen, und vom Heffeubrücker Hammer gegen Lich; Mittwoch den 30. Januar, int Gasthaus zum Engel in Lich, für die Straßen vom Hessenbrücker Hammer über Lich gegen Butzbach, und von Steinbach über Lich gegen Hungen; Donnerstag den 31. Januar, in der Wohnung des Gastwirths Buttron zu Hungen, für die Straßen von Nonnenroth über Hungen nach Berstadt, und von Langsdorf nach Hungen. Indem man Vorstehendes zur öffentlichen Keunt- niß bringt, werden zugleich die Gr. Bürgermeister ersucht, dieses im Interesse ihrer Gemeinden durch die Schelle veröffentlichen zu lassen. Grünberg den 8. Januar 1850. Der Gr. Hess. Kreisbaumeister des Baubezirks Grünberg. N o a f. 71) Gießen. Kommenden Donnerstag den 17. d. M., Mittags 1 Uhr, läßt die Wittwe des Domainenbolen Dauernheim in ihrem Hause in der Schloßgasse mehrere Malter Kartoffeln, Schränke, Tische, Stühle, Zinn, Kupfer und sonstiges Hausgeräthe öffentlich meistbietend versteigern. 26) W i e s e ck. Montag den 14. d. M., des Morgens um 10 Uhr, sollen auf dem Wellershäuier Hof bei Wieseck, an der Chaussee gelegen, auf freiwilligen Antrag'der Gebrüder Weller ihre sämmtlichen Mobilien Vieh Schiff und Geschirr, wegen Erbvertheilung/ als - 1. vier Zugpferde mit Geschirr, von 8 bis 9 Jahr alt, 2. drei Kühe, zwei tragbare und eine frischmelkende, 3. drei Rinder, ein tragbares und zwei jährige, 4. drei Stück Schaafe, J 5. zwei fette Schweine, 6. drei Wagen mit eisernen Achsen, 7. zwei neue Pflüge, 8. eine Kelter, 9. mehrere Fuder Stroh, 10. ungefähr 200 Cenlner gutes Heu und 30 Cemner Grummet, 11. von allen Gattungen Früchte - 12. 60 bis 70 Malter Kartoffeln, 13. mehrere Parlieen Kohlraben und Dickwurr 14. 25 Ohm Aepfelwein, 15. zwei Ohm Essig, 16. mehrere Sorten Brandwein, 17. ein Haufen Mist, 18. 14 Ti,che und Bänke und drei Bütten, 19. mehrere Kleiderschränke und Commoden, 20. eine Partie leere Fässer von allen Gattungen, sowie Msttges Wirtlsschaftsgeräthe, bestehend in Glas-, Kupfer- und Porzellan-Waaren, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Der Anfang ist um die genannte Stunde, und wird mit der Versteigerung, wie oben bemerkt ist, der Anfang gemacht.' 28 Man ersucht die Herren Bürgermeister dies im Interesse ihrer Ortsangehörigen denselben auf ortsübliche Weise zur Kennlniß zu bringen. Wieseck den 4. Januar 1850. Der Bürgermeister Seibert. 19) Gießen. Verkauf eines Geschäftshauses in Gießen. Das von mir erkaufte, völlig neu eingerichtete, -mit einem schönen geräumigen Laden versehene, ehemals Hoch'sche Haus, auf der Mäusburg gelegen , werde ich Montag den 14. Januar 1850, Nachmittags 2 Uhr, öffentlich auf dem Rathhause an den Meistbietenden, unter sehr vortheilhaften und langsichtigen Zahlungsterminen, versteigern lassen. Dieses Haus ist wegen seiner sehr günstigen Lage, namentlich für Gewerbtreibende, vorzüglich geeignet und hat solche Räumlichkeiten, daß eö jetzt an 3 Familien vermiethet ist. Gießen den 31. December 1849. Joh. Balth. Noll. F e i l g e b o t e n. 69) Gießen. FiLzsch uhe, um damit aufzuräumen, zu herabgesetzten Preisen bei M. Heß. 67) Gießen. Zwei neue Claviere von Tafelform stehen allhier billig zu verkaufen oder zu ver- miethen. Näheres in der Erped. d. BlttS. 20) Gießen. In Lit. C. Nr. 115 stud 2 gute Ziegen billig zu verkaufen. 68) Gießen. (Sine neue Auswahl Ball- Bouquetts habe ich erhalten. M. Heß. 56) Gießen. Trockenes Buchen - Scheidholz, Hafer und Stroh ist zu haben bei Gg. Lampus, Lit. C Nr. 1 am Kreuz. 61) Gießen. Ein guter Hofhund ist zu verkaufen. Ausgeber d. Bltts. sagt wo. Zu vermiethen. 55) Gießen. Das Logis, welches seither Herr Spengler Marr bewohnte, ist anderweit zu vermiethen und ani 1. April zu beziehen. Job. Jacobi, Schreinermeister. 2379) Gießen. Lit. A. Nr. 84 auf dem Asterweg ist eine Familienwohnung zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. 25) Gießen. In meinem neu erbauten Hause vor dem Nenenwegerthor ist der erste und zweite Stock zu vermiethen; jeder bestehend aus 4 aneinanderstoßenden Zimmern, Kammern, Küche, Keller, Theil am Boden, Mitgebrauch der Waschküche und verschlossener Holzremise. Gottl. Strauch, Maurermeister. 47) Gießen. Ein Laden am Lindenplatz ist zu vermiethen. Das Nähere bei E. Meyer, Spenglermeister. Vermischte Nachrichten. 65) Gießen. Der Landmann, welcher am 18. v. Mts. in meinem Laden 2 Paguet Tabak kaufte und bei dieser Gelegenheit einen ledernen Beutel, mit ohngefähr 8 fl. aus Bersehen mitnahm, wird gebeten denselben binnen 14 Tagen wieder bei mir abzuliefern, indem derselbe einem unbemittelten Müllerburschen angehört. Die Zurückgabe erwarte ich um so eher, da ich andernfalls gerichtliche Verfolgung gegen ihn eintreten lassen müßte. Man ersucht die Herren Bürgermeister dies gefälligst auf ortsübliche Weise ihren Ortsangehörigen bekannt zu machen. Gießen den 10. Januar 1850. I. A. Busch am Kreuz. 66) Gießen. Meine Annonce im letzten Wochenblatt Nr. 3 nehme ich aus besonderer Veranlassung hiermit zurück. Gießen den 11. Januar 1850. H. Hoffmann, Buchbinder. 60) Gießen. Bierbimnerei boierischer Methode. Künftigen Sonntag den 13. d. Mts., nach beendigtemNachmit^ tagsgottesdienste, beginnt in unserem Wirthschaftslocal der Kleinverzapf des in unserer Bierbrauerei gebrauten Lagerbiers. F. L. Renk er & Comp. 49) Gießen. Agenten, welche geneigt sind, den Absatz eines Artikels zu übernehmen, der einen effektiven Gewinn von 28 Procent für sie abwirft, wollen ihre Adresse unter A. B. C. in Harburg bei Hamburg franco abgeben, oder Näheres bei der Erped. d. Blattes erfragen. 72) Gießen. Wenn gleich das Inserat unseres Schwagers Hoffmann Unwahrheiten und Entstellungen enthält, so erklären wir dennoch, unserer alten Mutter wegen, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Karl u. Wilh. Dauernheim. In der auf Samstag den 1. Dee. vor. Jahrs zur Errichtung einer Volksbibliothek eingeladenen Versammlung wurde für gut befunden, daß wir beide allein es übernähmen mit Hülfe freiwilliger Beiträge Bücher in dem von uns ausgesprochenen Sinne und zu obigem Zwecke anzuschaffen. Die so zu errichtende Bibliothek sollte dann gegen ein geringes Abonnement Jedermann zur Benutzung offen stehn; wir aber von der Verwendung des uns anvertrauten Geldes u. der weiteten Führung der Sache öffentlich Rechenschaft ablegen. Indem wir dies, durch verschiedene Umstände verhindert, erst jetzt zur allgemeinen Kenntnis; bringen, bitten wir Alle, welchen diese Sache am Herzen liegt, uns durch freundliche Gaben an Geld oder Zugche- rung von regelmäßigen Beiträgen, zu deren Entgegennahme die Erpediiivn dieses BlatteS bereit ist, gütigst zu unterstützen. Em. Steinmetz, cand. theol. 29 73) Gi eßen. WeiOstagsWsthlen. Es ist uns mitgetheilt worden, daß viele unserer Mitbürger nur durch zufällige Umstände abgehalte» worden sind an der Versammlung Theil zu nehmen, in welcher die Bildung des Reichstagswahlvereins am 9. Januar dahier im Gasthause zum Einhorn Statt gefunden hat. Wir bringen deshalb zur öffeniltchen Kenniniß, daß fortwährend Listen zur Einzeichnung als Mitglied in den Gasthäuser» zum Einhorn, zum Rappen, bei Hrn. Caffeewirth Ebel und bei Hrn. Wirth I. Bramm aufgelegt sind, sowie, daß jeder, der beizutreten wünscht, sich bei jedem Mitgliede des unterzeichneten Ausschusses in die Liste der Vereinsmitglieder eintragen kann. Gießen den 11. Januar 1850. Der Vorsitzende: dessen Stellvertreter. Dr. Kölln er, Professor. Dr. v. Liebig, Prof. Dr. Soldan, Gymnasiallehrer. Schriftführer: Völker, Hofg.-Rath. Rosenberg, Hofg.-Adv. Burckhard, Schlosser. v. Buseck, Forstmeister. Dr. Eugelbach, Hofg -Adv. G. Fulda, Fabrikant. G. Ph. Gail, Fabrikant, v. St. Georg, Apotheker. Haustein, Reallehrer. Hellmold, Schreiner. Hirschhorn, Kaufmann. Dr. Zimmer, Professor und Revierförster. A u s z u l e i h e n. 59) Gießen. 360 fl Vormundsgeld liegen zum Ausleihen bereit. Ausg. d. Bltts. sagt wo. 57) Oppenrod. 30 fl. Kirchen - Capital liegen beim Kirchenfond in Oppenrod zum Ausleihen vorräthig. Der Rechner Seibert. 62) Leihgestern. In dem Armenfond zu Leihgestern liegen 340 jl gegen hypothekarische Sicherheit zum Ausleihen bereit. K. Wolf, Pfarrer. Verletzung der Amts- und Dienstehre der Gr. Hess. Reg. Commiff. in ÄlSfew. Vertheidigcr: Adv. Diery, resp. Dr. Schmitthenner. 14. Jan. Anklage gegen Dav. Horst von Niederbeffin- gen, wegen Widersetzung. Vertheidiger Adv. Wolf. 15. Jan. Anklage gegen Gerh. Schneider von Herbstein, wegen Schrifrfälschung und Betrug. Vertheidiger: Adv. Wolf. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 1a. Januar. Christian Jugbard in der Wallthorstraße. Balth. Noll in der Neustadt. Lud» wig Kämmerer am Seltersweg. 70) Gießen. 200 fl liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. Affisenvcrhandlungen vom ersten Quartal 1 850. 7. Jan. Anklage gegen Cgspar Mohr von Babenhausen wegen Diebstahls, und Repp's Ehefrau vcn Ulrichstein wegen Begünstigung desselben. Vertheidiger Adv B r i e l. Urtheil: C. Mohr wurde in Zuchthausstrafe von 4V, Jahr, Repp's Ehefrau zu 14tägiger Gefängnisstrafe verur- theilt. 8. Jan. Anklage gegen Heinr. Reeb von Wohnbach, wegen Schriftfälschung. Vertheidiger Adv. Buff. Urtheil: 6 Wochen Gefängnißstrafe. 9. Jan. Anklage gegen den Flurschützen Georg Sinn von Windhausen und 4 Consorten, wegen Bestechung. Vertheidiger: Adv. Koch u. Thorwaet. Urtheile; Georg Sinn 1 Jahr Correctionshausstrafe; Jhs. Lochs Wwe., Jost und Heinr. Steuernagel jedes in eine Gefängnißstrafe von 48 Stunden; Heinr. Lein 3 Lage Gefangniß. 10. Jan. Anklage gegen die Ehefrau des Johannes Geyer von Büdingen wegen Majestätsbeicidigung Vertheidiger: Adv. Dornseif. Urtheil: Frei. 11. Jan. Anklage gegen Feldschütz Jost Heck von Biedenkopf und 3 Consorten, wegen Bestechung. Vertheidiger: Adv. Pfannmüller, Wctzler, Wolf u. Diebm . tlrcheile: Jost Heck, mit Dienstcntsetzung; 1 seiner Cons. mit 3 Monat Corrcclionsh., 2 mit 4täg. Gefangniß bestraft. 12. Jan. Anklage gegen Kaufmann Th. Bücking, Re- dacteur des Wächters an der Schwalm, in Alsfeld, wegen Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 13. Januar. Morgens: Pfarrer Vonhard. Nachmittags: Kirchcnrath Dr. Engel. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Uhr- Freiprediger Siebert. K o p u l i r t. Den 3. Januar. Christian Petri,Bürger und Maurermeister dahier, Les verstorbenen hiesigen Bürgers und Maurermeisters, Philipp Petri, ehelicher Sohn; und Johan- nette Elifabetbe Kräling, des hiesigen. in Amerika sich auf- haltcnden Bürgers und Schneidermeisters, Heinrich Kräling, eheliche Tochter. G e t a n f t. Den 6. Januar Dem Ortsbürger in Großenbuseck und Postillon dahier, Wilhelm Arnold, eine Tochter, Henriette Susanne Elisabcthe, geboren den 26. December 1849. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Katholische Gemeinde. Getauft. Den 4 Januar Dem Großh. Postsecretär dahier, Joseph Mohr, ein Sohn, Ignaz Louis Otto, geboren den 20. December 1849. Angekommcne und abgereiste Fremden vom 9. bis 11. Januar 1850. I n den Gasthäusern. Sind v. Düsseldorf. Hrn Kfl. Haan v. Sollt, Boode v. Im Hapy-n .* Hrn. Kff. Clube v. Blcikirchen u. Müf- Mannheim, Philippi v. Darmstadt u. Hüttenmüller^v Offen- ling v. Elberfeld. Hr. Krach, Neg.-Secr. v. Friedberg. Hr. bach. Hrn. Oberistr. Pastow v. Krofdorf u. v. Schenck v. Munik, Apoth. v. Altenstadt. Hrn. Geschäftsl. Unverzagt Wilhelmsteiu. u. Becker v. Grünberg. Hr. Zcchler Pfr. u. Hr. Schick, Im Einhorn; Hr. Funk, Rechn, v. Hungen. Hr. Gand, tlieol. v. Laubach. Frl. Wolf v. Cöln. Hr. Ritter, Morsbach, Gand. jur. v. Berlin. Hrn. Kfl. Durlacher u. Die Viktualienpreise vom 12. dis 19* Januar bleiben unverändert. Drr gebesserte Ehemann Es ist eine zwar nicht löbliche Gewohnheit der Landleuten, daß sie beim Herannahiii des heil. Christfestes tue Mwer damit zur Artigkeit, zum Gehorsam, Genügsamkeit re. antreiben wollen, daß sie sagen', seiv geschickt ihr Kinder dann bescheert euch auch das ChrMndchen Lied s und Gut's, und wenn ihr nicht hört so gebraucht es auch vre StUt^3e[ sehr bösen, ungezogenen Kindern und mitunter schon erwachsenen und hartnäckigen Personen, heißt es gewöhnlich: für Euch wird der Nickels bestellt, und zugleich ammerksam gemacht, wie derselbe den Stock zu schwingen gehörrg verstehe, und werde denen wo Klagen Seitens der Eltern, Geschwistern :c. einliefen, den Gehorsam ins Gedächtniß rufen und sie zur Tugend und zur Verträglichkeit gegen chre Umgebenen anhalten. Und wirklich dies hat sich bewahrt! In einem Städtchen, das an dem Flüßchen liegt, wornach es seinen Beinamen führt, wohnt ein junges Ehepaar einige Jahren in Freud und Leid zusammen und schlagen sich der geringem Vermögen, wie man so zu sagen pflegt, ehrlich durch; doch der Mann (ehemals Militär bei der Eavallene) den Säbel zu schwingen gelernt, glaubte sich darin fortan üben zu müssen, rückte öfters mit dem Stock statt einem Säbel hinter seine Frau und prügelte sie, wenn sie nicht etwas Gutes auftischte, oder wohl bestellte Leckerbissen nicht auf den Tisch brachte, öfters durch, und wollle sie, wie der Nickels es macht, zum Gehorsam bekehren, worüber sich tue Frau dann immer bitter beklagte, besonders bei treuen Rachbarn. „ . Ein guter Nachbar den dies öfters ergriffen, bestellte den 30 Beckmann v. Frankfurt. Hr. Carl, Oecon. v. Okarben. Hr. Hartmann, Bäcker v Homburg Hrn. Ksi. Reiß v. Mannheim, Nagel v. Elberfeld u. Holzel v. Lennep. Hr. Menz, Maler v. Dresden. Irn Prinz Carl: Hrn. Oecvn. Steukknagel v. Windhausen, Bock, Lein u. Merz v. Hambach. Hr. Rausch, Sped. v Großeichen. Hr. Alles, Verwalt, v. Münzenberg. Hr. Käßner, Geschäftsm. v. Flensungen. Hr. Beck Metzger u. Hr. Bleiker Spedit. v. Schotten. Sr. Hahr, Uhrenhdl. v. Schönach. Hr Schenk, Posth v. Nidda. Hr. Mogk, Holzh. u. Hr. Reitz, Wirth v. Echzel Hr. Spainer , Metzg^ v- Schotten. Hr. Schwenk, Oecon. v. Riedereschbach Hrn. Ksi. Gran v. Frankenberg u. Flug v. Darmstadt. Hr. Weller, Oecon. v. Oberherlen. Hr. Schmidt, Wagner v- Berleburg. Im DarmstaeMer Hans: HkN. Geschäfts!. WvhlgeMUth u. Oster v. Frankenthal, Schmidt, Geper u. Suppes v. Fulda, Faudel v. Curdel, Jeckcl v. Grünberg, Reuter v Herzhausen, Lödel v. Dillingen. Braun v. Wrnterberg, Lind v Windhausen, Simon v. Gladenbach, Rudolph v. Ruppertenrod, Arnold v. Lindenstruth, Rost v. Winterberg, Reu- ter v. Saarhausen u. Fendel v. Griedel. Sr. Dieffenbach, Pfarrvik. v. Freiensenn. Hrn. Geschäftsl. Germ v. Büdingen, Fey o Holzhausen, Schlendbach v. Heibertshausen, Budel v. Nikels unfern jungen Ehemann zu züchtigen und wirklich er cheint derselbe den letzten Abend vor Weihnachten, verkleidet als ein alter verlumpter Kerl in einen alten Mantel gehüllt in dem Sause des gedawten Ehepaars, wo aber die Frau gerade abwesend war (oder sein wollte) und prügelte den baumstarken Mann meisterhaft durch , so bau er zuletzt fast an den Wänden hinaufzuspringen Geberom macht und sich aar nicht mehr zu retten weiß, Vas Licht ausblast. Der Nikels aber, des Schlagens noch nicht müde, zieht Feuerzeug aus der Tasche, macht Licht, fleht wie der Geprügelte sich wie ein Hund verkrochen hat, schlagt noch harter drauf und beginnt nun zu fragen-. ...... Willst du deine Frau wieder so militärisch schlagen . Antw. Nein! Willst Du zufrieden sein mit dem, was Deine Stau Du anftischt, sofern es genießbar ist . Antw. Ja. Willst Du nun auch andere Männer dahin ^u btteden suchen ihre Weiber nicht zu prügeln? Antw. Ja. heraus der N kels begann: das war Dir auch gerathen, damit Dir abe meine Strafe desto besser im Gedächtniß bleibt muß ich Di zum Adieu noch einen gehörigen Abzuggeben das mag den die Beglaubigung und daS Siegel deiner Antworten ei». Der Nikels, mittlerweile ansgeruht, schwingt seine Elche von Neuem und zerbläut dem jetzt zur 8dlgfl>»ikelt srwohnten Ehemann nochmals gehörig den Rucken und bedankt st h t die schöne Abendunterhaltung. Der Geprügelte bedankt sich zwar nicht für die erhaltenen Streichriemen, doch soll er di Frau jetzt recht artig behandeln, wenn es wahr ist. Sört ibr's! ihr Männer, die ihr eure Weiber prügelt, so machts der Nickels; hütet euch, daß er nicht auch feiner Zeit bei euch einkehrt. Willingen, Plitt v. Biedenkopf, Diren v. Frankfurt, Geitz u. Pfaff v. Biedenkopf. Im Stern: Hr. Keil, Bergm. v. Marburg. Hrn. Handelst. Weis u. Lein v. Karlsberg. Hr. Frank, Fuhrm. u. Frl. Hanstein v. Marburg. Hr. Gaul, Tuchm. v. Groß- auheim. Hr. Vogel, Handelsm. v. Semmest Sr. Noll, Fuhrm. v. Münchhausen. Frl. Naumann v. Rollshausen u. Bergböfner v. Münchhausen. Hr. Lirfeld, Privatm. v. V^'der Sanne, Hr. Witter, Schausp. v. Wetterseld. Hr. Gebauer, Geschäftsm. v. Altenbuseck. Hrn. Handelst. Erl v. Beuern u. Aliander u. Becker v. Nieverohmen. Hr. Haft, Oecon. v. Hilbertshausen. Hr. Kratz, Fuhrm. v. Oberohmen. In den Privathä usern. Bei Hrn. Ferd. Mayer: Hr. Ganz, Kfm. ». Frankfurt. — Bei Hrn. Herbert: Hr. Scheid, Geschw «. Erd- hausen — Bei Hrn. Kirchenrath Klingelhöfer: Hr. Klingel' Höfer Hauptm. v. Darmstadt u Fr. Pfr. Soldan v. Winnen- — Bei Hrn Geom. Walther: Fr. Krlegk^v. Darm- stad t. — Bei Wittwe Saubach: , Hr. Bastian , Geschäftsm. v. Günterod. - Bei Hrn. Schneider Hopfners Wtw... Fr. Weimer v. Ettingshausen. — Bei Posemers Wtw.. Fr. Krokstock v. Romrod. — Fruchtpreise. Marburg , Lich | 6. Decbr. Gießen I 3. Januar. | M ött Pf. ■ fl- : fr. 7 j 3 6 I — Druck und Bering der G. D- Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei. Grunberg 22. December. 36 31 3 200 190! 170 51 i 8 i 35 | 4 3 3 200 200! 200! 200 (Hierzu als Extrabeilage: „Entwurf einer deutschen Reichsverfassung.") Pf- 200 200 170 Pf. i st- I fr. ' fl ! fr. I wwe-e-et I ■»««■ --- Pf. 1 ff. i fr.' — i 61 20 — 3 40 Wetzlar 29. Decbr. Scheffel Friedberg i Main., i. December. | 31. Decbr. Frucht- g 't- t»ng. Walzen . Korn . . Gerste. . Hafer. . Erbten . Linsen. .