AmzcigeLlatt der Stadt und des Regierungsbezirks ß e in Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern In Gießen bei der Erbeb. (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene EorvuSzeile 2 kr. 38. Sonnabend den 11* Mai 1SSO. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 kr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 kr. Amtlicher Theil. B e r o r h n n n g, die Einquartierung und Verpflegung der Großhcrzoglichcn Truppen Lei den Landes- Einwohnern betr. (Fortsetzung.) §. 9. In den im vorigen §. erwähnten Fällen einer längeren Dauer der Einquartierung haben die Befehlshaber der Unterabtheilungen über jeden Abgang der Ortsbchörde eine kurze schriftliche Notiz unter Angabe des Tags des Abgangs und der an diesem Tage zuletzt empfangenen Mahlzeiten zugehen zu lassen, um späteren Ansprüchen vorzubeugen, welche abgelehnt werden müßten, da nur für die wirklich empfangene Quartierverpflegung eine Vergütung geleistet werden kann. Wiederzugänge werden als neue Einquartierung behandelt, und hierzu, sowie bei allen nachträglichen Zugängen, neue Quartierbillets empfangen, wenn nicht der Bedarf, was jedoch nur im Laufe der ersten Abrechnungsperiode möglich ist, aus den noch unverwendeten Billets abgegeben werden kann. Ausgenommen hiervon sind nur die etwaigen kürzeren Unterbrechungen der Quartierverpflegung durch Ordonnanzgänge x., von welchen jedoch der Ortsbehörde ebenfalls, wo thunlich, Mittheilung zu machen ist. IV. Besondere Verpflegungsweisen an der Stelle der normalen Quartierverpflegung. §• 10. Wo nach den Verhältnissen einer Ortsgemeinde mit Bestimmtheit angenommen werden muß, daß es den Einquartierungspflichtigen nicht möglich sein werde, der einquartierten Mannschaft die tarifmäßige Naturalverpflegung zu verabreichen, ist es Sache der Truppenbefehlshaber, im Einverständniß mit der Ortsbehörde das Geeignete vörzukehren, um mittelst Verwendung der für Quarticrverpflegung verfügbaren Beträge entweder durch eine gemeinsame Naturalverpflegung der Mannschaft, oder durch Ankauf von Lebensmitteln und Abgabe derselben an die Quartierträger oder an die Mannschaft, dem Bedürfnisse Abhülfe zu geben. In einem solchen Falle ist jedoch von dem betreffenden Truppenbcfehlshaber unvcrweilt ein genauer Bericht über die Sachlage und über die einstweilen getroffenen Einrichtungen an das Kriegsministerium zu erstatten. §. 11. Wenn unter außergewöhnlichen Verhältnissen, namentlich bei Truppenverwendungcn zu Zwecken der öffentlichen Sicherheit, es unmöglich sein sollte, die Mannschaft, wenn auch nur zum Empfang einer einmaligen Verpflegung, einzuquartieren, so werden die Befehlshaber der in solcher Lage befindlichen Truppen die Behörden zur Lieferung und Zuführung der nöthigen Lebensmittel auffordern. Diese Lieferungen von Seiten der Ortsgemeinden treten dann an die Stelle der Naturalverpflegung, welche im Falle der Einquar- tirung von ^ Seiten der Einquartierungspflichtigen an die Mannschaft hätte geleistet werden müssen. Der gesetzliche Verpflegungstarif bildet darum den annähernden Maasstab der in solchen Fällen an die Ortegemeinden zu stellenden Forderungen und es bleibt die Art und Größe dieser Forderungen nur dann dem verantwortlichen Ermessen der Truppenbefehlshaber überlassen, wenn die Verhältnisse die Einhaltung jenes Maasstabs durchaus nicht gestatten. Die Truppenbefehlshabcr stellen über solche außergewöhnliche Empfänge den Ortsbehördcn Bescheinigungen aus, welche die Bezeichnung und Stärke des Truppentheils, dje Art und 326 Menge der empfangenen Lebensmittel, sowie die nöthigen Notizen darüber enthalten, welche Preise von den Truppenbesehlshabern zugestanden oder in Gemeinschaft mit der Ortsbehörde von denselben als ortsüblich ermittelt wurden. Eine solche Uebereinkunft hinsichtlich der zu zahlenden Preissätze ist in allen Fällen, wo nur irgend thunlich, durch die Truppenbefehlshaber oder die in deren Namen und Auftrag handelnden Personen zu treffen, um dem Mißstaude vorzubcugen, daß etwa erst später über Festsetzung der zu zahlenden Preise entschieden werden müßte. Die Zahlung der Beträge für die empfangenen Lebensmittel geschieht, gegen eine von dem Rechner der Ortsgcmeinde der Empfangsbescheinigung des Truppcnbefehlshabers beizufügende Quittung und Empfang des vorschriftsmäßigen Gegenscheins, durch den bei den Truppen befindlichen Verpflegsoffizicr re. oder, wenn dies nach Maßgabe der Umstände nicht möglich, auf Anfordern aus der betreffenden Regiments- (Corps-) Lasse, und es sind darum, wenn größere Truppenkörper in eine solche Lage kommen sollten, die Empfänge in entsprechender Weise (nach Regimentern und Corps) gesondert zu bewirken und zu bescheinigen. §. 12. Der im §. 1 ausgesprochene Grundsatz, wonach die nicht kaserm'rte Mannschaft, so lange sie sich in diesem Verhältnis« befindet, immer auf Naturalverpflegung angewiesen ist, gilt hiernach auch für solche Verhältnisse, welche die regelmäßige Quartierverpflegung nicht möglich machen. Doppelverpflegungen können darum in der Regel eben so wenig vorkommen, als ein Ausfall einzelner Mahlzeiten zum Nachtheil der Mannschaft. Ausfallende Mittagessen bei längeren Märschen re. werden durch das im Verpflegungstarife vorgesehene verstärkte Essen (Mittag- und Abendessen zugleich) ersetzt. — Sollten dennoch ganz außergewöhnliche Verhältnisse eintreten, für welche auch die hier gegebenen Vorschriften über die Naturalverpflegung nicht kasernirtcr Mannschaft nicht ausreichend erscheinen, so ist von dem betreffenden Truppenbefehlshaber unter eigener Verantwortlichkeit das Geeignete anzuordnen und darüber, unter Angabe der rechtfertigenden Gründe, alsbald an das Kriegsministerium zu berichten. V. G e l d v e r p fl eg u n g der einquartierten Mannschaft. §. 13. Mannschaft, welche sich in Einquartierung und Naturalverpflegung befindet, erhält nur die um 2 Kreuzer verminderte Löhnung. Zulagen und Brodverpflegung fallen aus. Wenn es vorher bestimmt ist, daß kasernirte Mannschaft werde einquartiert werden, so wird den betreffenden Leuten die für kasernirte Mannschaft bestimmte Verpflegung nur bis einschließlich zum Tage der Einquartierung verabreicht; mit dem Tage nachher beginnt die im §. 13 vorgesehene Geldverpflegung. War die Einquartierung kasernirter Mannschaft nicht vorher bestimmt, so behält die Mannschaft ihre für die laufende Löhnungsperiode bereits empfangene Verpflegung an Geld und Brod und tritt erst mit der folgenden Löhnungsperiode in die nach §. 13 bestimmte Gcldverpflegung ein. Die Naturalverpflegung beginnt nach 8. 1 in beiden Fällen mit der Einquartierung. §. 15. Ein quartierte Mannschaft, welche kascrm'rt wird, erhält von einschließlich dem Tage dieser Verlegung an die für kasernirte Mannschaft vorgcschriebene Verpflegung an Geld und Brod, letzteres in den geeigneten Fällen durch Zahlung des bestimmten Mittelpreises für die Portion. VI. Verrechnung. §. 16. In den Zahllisten wird die von der Mannschaft nach obigen Vorschriften wirklich empfangene Verpflegung mit Geld und Brod angesetzt und in der Bemerkung die Dauer der Einquartierung angeführt. Die an die Kaffen der Ortsgemeinden für Naturalverpflegung gezahlten Beträge werden auf Grund der quittirten Listen in den monatlichen Geldrechnungen der Regiments- re. Kassen besonders in Verrechnung gebracht, ebenso diejenigen Beträge, welche etwa in außergewöhnlichen Fällen (§. 12) aufgewendet wurden, um die augenblicklich nicht zu erwirkende Naturalverpflegung zu ersetzen. (Schluß folgt.) Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein sogenannter Knickfänger ist gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen den 10. Mai 1850. Edictalladung. 979) Gießen. Oefsentliche Bekanntmachung, Nachdem Gr. Hofgericht der Provinz Ob erst essen den Ortsbürger Johannes Weil II. zu Grvßenlin- den wegen verschwenderischen Lebenswandels unter Curatel gestellt hat, so wird dies mit dem Aiifügeu bekannt gemacht, daß Rechtsgeschäfte jeglicher Art, welche derselbe ohne Genehmigung der bestellten Cu- ratoren Konrad Stamm und Johannes Velten III. zu Großenlinden eingcht, unverbindlich und ohne Wirkung sind. Zugleich werden alle Diejenigen, welche Forderungen an den gedachten Johannes Weil II. bilden zu können glauben hiermit aufgefordert, solche binnen 4 Wochen dahier geltend zu machen. Gießen am 6. Mai 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. 327 Besondere Bekanntmachung. 980) Gießen. Erstreckung der Frist zur Offenlegung des Grundbuchs der Gemarkung Beuern. Die in der Bekanntmachung vom 27. September V. I. zur Offenlegung und Berichtigung des Grundbuchs der Gemeinde Beuern bestimmte Frist wird auf den Antrag des Vorstandes dieser Gemeinde, nach Maasgabe des Gesetzes vom 12. Januar 1841 auf drei Monate erstreckt und dieses mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß diese Frist mit dem 5. August l. I. abläuft und daß alsdann alle in der oben erwähnten Bekanntmachung angedrohten Nachtheile unwiderruflich eintreten. Gießen am 4. Mai 1850. Gr. Hess., Landgericht. Ploch. Versteigerungen. 876) ' Gießen. Montag den 13. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhaus die dem Schuhmacher Ludwig Wagner dahier zustehenden Immobilien, als: Grundb. lUKlftr. ygg6 9 Hofraithe mit Grund tn der Flu- gelsgasse, y 32 Hofraum mit Stall und Grund und Gärtchen in der Zopelögasse, %0JS 93 Grabgarten daselbst, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 20. April 1850. Der Beigeordnete Rühl. 985) Gießen. Versteigerung der Grasnutzung am Stadtring- graben und verschiedener Böschungen. Donnerstag den 16. Mai l. I., Vormittags 9 Uhr, soll die Grasnutzung am Stadtringgraben, an den Böschungen der Wieseck unter dem Pulvergarten und von der Seltersthorbrücke bis zum Ausfluß der Wieseck, sowie die Klee- und Grasnutzung an den Böschungen von der Wieseckbrücke vor dem Neuwe- gerthor bis an das Grabstück des Christian Wallenfels, jenseits des Bruchgrabens, vom Friedhof nach dem Buschischen Garten und am Schiffenberger Weg öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Neustädterthor. Gießen am 9. Mai 1850. Der Bürgermeisterei-Vikar Rühl. ' 1002) Gießen. Holzversteigerung im Revier Schiffenberg. Freitag den 17. Mai, sollen in den Domanialwald-Districten Tannenacker, Tiefenthal und Schiffenberg, versteigert werden: 8% Stecken Birken-Prügelholz, 6 „ Eichcn-Stockholz, 227 i, Weichholz „ 1475 Eichen-Wellen, 600 Birken- „ 12525 Weichholz-Wellen, 7 Eicken-Stämme, von 7—16" Drchm., 170 Nadel-Stangen, von 1—5" » Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Vom Mitbieten bleiben alle Restanten von Domanialgefälleir aus den Rechnungsjahren vor 1849 ausgeschlossen. Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im Tannenacker. Gießen am 8. Mai 1850. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Sckiffenberg. Dr. Draudt. 981) Gießen. Main-Weser-Eisenbahn. Sektion Gießen. Montag den 13. Mai, des Vormittags 9 Uhr, sollen Böschungsarbeiten in der Gemarkung Gießen in 3 Loosen, veranschlagt zu 980 fl., 913 fl. und 1678 fl., an die Wenigstfordernden öffentlich in Accord gegeben werden. Die Zusammenkunft ist am Rodberg. Gießen am 5. Mai 1850. Der Gr. Sections-Jngenieur Eickemeyer. 984) Leihgestern. Dienstag den 14. Mai l. I., Mittags um 12 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhauö nachstehende Gemeindcarbeiten: 1) Maurerarbeit, einschl. des Materials, fl. fr. veranschlagt zu 35 56 2) Zimmerarbeit, einschl. des Materials, veranschlagt zu 69 45 3) Schreinerarbeit, einschl. des Materials, veranschlagt zu 9 — 4) Schlosserarbeit, ejnschl. des Materials, veranschlagt zu 1 36 5) Gräben- und Chausseearbcit, einschl. des Materials, veranschlagt zu 173 30 an die Wenigstnehmendcn in Accord gegeben werden. Leihgestern am 6. Mai 1850. Der Bürgermeister Heß. 962) Königsberg. Holzversteigerung. In den Domanial-Waldungen des Reviers Königsberg sollen versteigert werden: 1) Montag den 13. Mai in den Districten Schulborn, Rehheck und Käswald: 109% Stecken Buchen-Prügelholz, 44% „ „ Stockholz, 4025 Wellen u Reisholz. 328 2) Dienstag den 14. Mai in den Districten Schmidtstatt, Dienstbergskopf und Saurüssel: 51% Stecken Buchen-Scheidholz, 45 n Elchen- u . 64% „ Buchen-Prngelholz, 10 ’ „ Elchen- ,, 135% ii Buchen-Stockholz, 51% n Eichen- „ 300 Wellen Buchen-Reisholz, 200 ii Eichen- „ 11 Stämme ii Bauholz, 1733 Cubikfuß enthaltend, 3 u Buchen-Werkholz, 83 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist an beiden" Tagen des Vormittags 9 Uhr an der Kreuzbuche im Districte Schmidtstatt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird bis Martini d. I. Zahlungsfrist gestattet. Königsberg den 3. Mai 1850. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Königsberg. Dittmar. 947) Gießen. Versteigerung von Bauarbeiten. Die zur dießjährigen Unterhaltung der Central-, Cameral- und Forstgebäuden des hiesigen Baubezirks erforderlichen Sauarbeiten sollen an den nachbemerkten Tagen und Orten, an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. I. Für die Gebäude in hiesiger Stadt, Mittwoch den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gasthaus zum Promenadehaus dahier und zwar; 1) Maurerarbeit, verailfchlagt zu 180 fl. 2) Zimmerarbeit, » „ 60 „ 3) Dachdeckerarbeit, u „ 187 u 4) Schreinerarbeit, „ » 510 » 5) Schlofferarbeit, » „ 118 „ 6) (Staferarbeit, u » 98 u 7) Weißbinderarbeit, „ „ 563 » 8) Spenglerarbeit, „ u 11 » 9) Tapezierarbeit, » » 58 „ 10) Planierarbeit, „ » 21 „ 11) Pflasterarbeit, /, u 75 „ II. Für die Gebäude zu Schiffenberg, im acade- mischen Forstversuchegarten und Baumgarten, an demselben Tag, Nachmittags 3 Uhr, zu Schiffenberg. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 447 fl. 2) Zimmerarbeit, „ „ 15 » 3) Dachdeckerarbeit, „ „ 65 „ 4) Schreinerarbeit, „ „ 15 „ 5) Schlofferarbeit, „ „ 34 „ 6) Glaserarbeit, „ » 50 » 7) Weißbinderarbeit, „ u 4 „ 8) Pflasterarbeit, „ „ 50 u III. Für die Gebäude zu Königsberg. Donnerstag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Forsihause daselbst, Maurerarbeit, veranschlagt -zu 54 fl, Die Voranschläge und Versteigerungsbedingungen liegen im Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen am 4. Mai 1850. Der Gr. Kreisbaumeister deö Baubezirks Gießen. - Holzapfel. 1004) Krofdorf. Am Freitag den 17. d. M., sollen die in dem Weiher bei Krofdorf längere Zeit hindurch im Wasser gelegenen Kiefernbaustämme circa 1800 Cbikfß. enthaltend an den Meistbietenden, Morgens 11 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Kaufliebhaber werden hiermit zu dieser Versteigerung eingeladeu. Krofdorf den 8. Mai 1850. Der Königl. Preuß. Oberförster P a s s o w. 920) Gießen In Folge erhaltenen Auftrags wird Unterzeichneter die Sterusche Besitzung in Lollar (das frühere Zollgebäude) Mittwoch den 5. Juni l. I., Morgens 9 Uhr, öffentlich meistbietend versteigern lassen. Diese Besttzung in Lollar, eine Stunde von Gießen, an der Straße von Cassel nach Frankfurt und nahe dem dortigen Bahnhofe der Main- Weser-Eifenbahii belegen, besteht aus einem sehr großen, mit hoher Mauer umschlossenen, gepflastertem Hofraum, worin 2 Gärtchen befindlich, einem sehr schönen im Jahre 1828 vom Staate neu erbauten, Wohnhause, ferner einem Nebengebäude (dem früheren Revistonsschoppen), und aus dem im Jahre 1844 neu erbauten Färb- und Trockenhause, ferner einem noch befondern Saue, worin Waschküche, Stallungen u. s. w. befindlich sind. Das Ganze eignet sich wegen feiner so sehr vor- theilhaften Lage und Räumlichkeit nicht nur sehr nur Anlage einer Fabrik, sondern auch ganz vorzüglich zur Gastwirthschaft und zum Betriebe jedes sonstigen bürgerlichen Gewerbes. Beim Mangel jedoch voll Kauflustigen für das Ganze wird auch die Versteigerung in 3 Abthei- lun gen vorgenommen werden, zu welchem Behufe die Besitzung in 3 Theile getheilt, _unb jeder besonders versteigert werden wird. Der Plan hierzu liegt bei dem Ünterzeichneten zur Einsicht offen, so wie derselbe auch über alles Sonstige auf Verlangen gern Auskunft erlheilt. Gleichzeitig wird auch ein dem Herrn Stern gehöriger, nahe bei Lollar liegender Acker, versteigert werden. Kaufliebhaber belieben sich zur bestimmten Zeit und Stunde in dem Stern'schen Gebäude in Lollar einzufinven. Gießen den 26. April 1850. Körber. 329 993) Friedberg. Dienstag den 28. Mai b. I., von Morgens 8 Uhr an, werden in der Behausung des verstorbenen Kaufmanns Joh. Heim. Fritz zu Friedberg eine Partie Staab-, Rund- und Band-Eisen, viele Oefen, Heerde, eiserne Achsen, Ketten, Drath, Kroppen, Pfluq- Schaaren, Blech, Schippen, Schlösser re. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Bei annehmbarem Gebot wird diese Eisenwaare im Ganzen auch vor der Versteigerung abgegeben, und sind Kauflustige zur Ansicht derselben höflichst eingeladen. 967) Gießen. Dienstag den 14. Mai, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich verschiedene Möbels und Hausrath, darunter 2 Sopha's, Stühle, Tische, Kleiderschränke, Bettladen, Schreibcommode mit Aufsatz, ferner eine Partie Kartoffeln, guten Zwetschenlalwerg, gute reingchaltene Tischweine in Flaschen meistbietend versteigern. Letzterer wird auch aus der Hand billig abgegeben. Die Möbels können am 12. und 13. angesehen werden. Gießen den 6. Mai 1850. Dr. Lanz. Feilgeboten. r 976) Gießen. Die fegenseeicheK Gefolge- durch die Anwendung der Gvldberger'schen Kaiserl. König!. Oetterr. Allerhöchst WMWM Privileg, galvano-electrischen Rhe um a tism us - K ctten hervorgebracht, wer-- den durch täglich aus allen Ländern der Welt eingehende Zeugnisse hochachtbarer Per- sonen jeden Standes aufs Neue dankend bestätigt und sollen nachstehend, statt jeden weiteren Eigenlobes, einige dieser Atteste über die heilkräftige Wirksamkeit dieses weltrenommirten Heilmittels folgen. Man wolle nur, der vielen Nachbildungen und Verfälschungen wegen, beim Kaufe genau darauf achten, daß jede ächte Gold berqersche Kette in einem Kästchen wohl verpackt ist das auf der Vorderseite den Namen: „3. T. Goldberger" und auf der Rückseite den Kaiser!.'Köni gl. Oesterr. Adler und den G oldbergerschen Fabrikstempel in Golddruck trägt und daß diese Ketten in Gießen nur bei Carl Frech vorräthig sind. A t t e st e. Daß Herrn Goldbergers' galvano-electrischen Rheu- matismuskettcn für die leidende Menschheit eine wahre Wohl- that sind, habe auch ich erfahren; denn mehr als 3 Jahre wurde ich von so furchtbaren rheumatischen Schmerzen des linken Armes geplagt, daß ich einigemal vor Schmerzen ohnmächtig wurde. — Die Anwendung von ärztlich ordinirten Salben, von kalten Sturzbädern und anderen Mitteln konnten dieses hartnäckige liebel nicht bannen. Erst nachdem ich im Monate März 1819 die rheumatische Kette des Herrn Goldberger angelegt, fühlte ich nach etwa 8 wöchentlichem Gebrauche derselben, eine merkliche Besserung des Uebels und bin nun, Dank der glücklichen Erfindung des Herrn Goldbergers von meinen Leiden gänzlich befreit. Kuttenberg, (Böhmen) den 8. Januar 1850. Adalbert Sequens, Crutnnal-Rath. Unterzeichneter bezeugt hiermit, daß er nach vielseitiger Anwendung der Gold berg er' scheu Nheumatismuskettcn die Ueberzeugung erhalten hat, daß dieselben vollkommen ihrer Bestimmung entsprechen, indem alle diejenigen, welche dieselben wegen rheumatischer Schmerzen irgend eines Körper- thciles anhaltend trugen, von ihren Leiden befreit blieben. St. Goarshausen den 24. Sept. 1849. ■ Dr. Koch, Herzogl. Nass. Med.-Nath. An einem heftigen Rheumatismus leidend, der besonders eine Zeitlang meinen rechten Arm und Fuß gelähmt hatte, gebrauchte ich eine Go ld b erger'sche galvano-electrssche Nheumatismuskette die mir nicht nur von jener Lähmung geholfen, sondern auch auf meine durch Rheumatismus oft gefährlich entzündeten Augen einen solchen Eindruck gemacht bat, daß ich zu hoffen berechtigt bin, auch dieses liebel durch jene Kette ganz verbannt zu haben. Züllichau, Pr. Brandenburg, den 28. August 1819. Der Maurermeister Hänisch. Nach genauer Prüfung der Gold berg er'scheu galvano- electrischen Nheumatismuskette und Vergleichung derselben mit mehreren ihr nach gemachten Apparaten hat der Gefertigte gefunden, daß die Goldber ger'sche Kette, vermöge ihrer richtigen wissenschaftlich basirten Construction jede dem Gefertigten bekannt gewordene Nachahmung derselben m ihrem heilsamen Einflüsse auf den menschlichen Organismus bei weitem übertrifft und sich wesentlich zu ihrem Vorthei le unterscheidet. Wien den 80- Mai 1849. (L. S.) Dr. Carl Sterz, K. K. Primararzt des allgemeinen Krankenhauses zu Wien, ordentliches Mitglied der Wiener medizinischen Fakultät und der K. K. Gesellschaft der Acrzte zu Wien. 848) Gießen. Mostsenf, Senf in Töpfen, Limburger Käse, Stängelstärke, Sago, Hagebutten, trockenes Obst, Chvkolade, weißen und rothen Wein rc. bei Höste reich auf der Mäusburg. 994) Wetzlar. Gg. Chr, Vepler in Wetzlar empfiehlt sein Lager von ächter Wermuth-Essen; (Extrait d’Absynthe) um den billigen Preis ä 15 Sgr. per Bouteille. 1001) Gießen. Arische Hefe? per Maas 36 Kreuzer im Hause des Herrn Philipp Vogt auf dem Neuen Weg Lit. B. Nr. 114. 985) Gießen. 18 bis 20 Centncr gutes Heu sind zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber b. BlttS. 330 Zu vermiethen- 995) Gießen. Bei Schuhmacher Moog in der Flügelsgasse ist eine kleine Stube zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. 986) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Zaeob Schreibe r auf dem Neuenweg. 980) Gießen. In meinem Hause in der Sandgasse ist eine Familienwohnung zu vermiethen. C. Euler. Vermischte Nachrichten. 998) Gießen. Es kann ein Anfänger, welcher mit den nöthigcn Vorkenntnissen versehen ist, auf meinem Bureau eintreten. Gießen den 7. Mai 1850. Der Gr. Rentamts-Vikar Siebert. 999) Gießen. Ein Geldbeutel mit etwas Geld ist gefunden worden und kann gegen die Jnserat- gebühren in Empfang genommen werden bei PH. Kattrein. 918) Gießen. Main-Weser-Bahn. Vom 10. Mai 1850 anfangend finden die Eisenbahufahrten auf der Strecke zwischen Friedberg und Frankfurt a. M. bis auf weitere Bestimmung in nachstehender Weise Statt. Von Friedberg nach Frankfurt a- M. Von Frankfurt a. M. nach Friedberg. Stationen Vormittags LI III. u/lMJ.'l U. M. Nachmittags v- ! vn- !tt. U M. Stationen -Vormittags II. IV. U. >M. U. lM. Nachmittags VI. ! VIII. u. M.Nt. |M. Friedberg Abgang 5 35 8 55 1.30 7 30 Frankfurt a/M. Abgang 6 40 10 36 3 — 6 48 Niederwöllstadt „ 5 48 9 8 1 43 7 43 Bockenheim „ 6 47 10 43 3 7 6 55 Großkarben „ 5 57 9 17 1 52 7 52 Bouames „ 7 — 10 56 3 20 7 8 Dortelweil „ 6 3 9 • 1 58 7 58 Vilbel „ 7 10 11 6 3 30 7 18 Vilbel „ 6 13 9 33 2 8 8 8 Dortelweil „ 7 17 11 13 3 37 7 25 Bouames „ '6 23 9 43 2 18 8 18 Großkarben „ 7 23 11 19 3 43 7 31 Bockenheim „ 6 35 9 55 2 30 8 30 Niederwöllstadt „ 7 34 11 30 3 54 1 7 42 Frankfurt a/M. Ankunft 6 40 10 — 2 35 8 35 Friedberg Ankunft 7 45 11 41 4 5 7 53 Die Großh. Hess. Eisenbahn-Bau-Direction zu Gießen. Gießen. Bekanntmachung. Die Bereitschaft und den Ordonanzdienst der hiesigen Bürqerwehr für die Periode vom 12. Mai bis zum 15. Juni d. I. haben: 1. Compagnie vom 12. bis incl. 18. Mai, 2. h u 19. „ ' „ 25. Mai, 3. u „ 26. Mai bis incl. 1. Juni, 4. „ i> 2. Juni „ „ 8. Juni, Schützen-Compagnie vom 9. Juni bis incl. 15. Juni. Gießen den 8, Mäi 1850. Das Commando der Bürgerwehr. 990) Fresenius. 33t 954) Gießen. Allgemeine Militär - SteMertretmugs-Uustalt. Die Zahl der Mitglieder der Assecuranzgesellschaft pro 1850/äl ist bereits bis auf 270 gestiegen, zahlreiche Beitrittserklärungen sind angemeldet. Diejenigen, welche noch beizutreten beabsichtigen, werden wegen der Nähe der Musterung und Loosziehung ersucht, ihren Beitritt baldigst dahier oder bei den Herrn Agenten der Anstalt erklären zu wollen. Zur weiteren Nachricht diene, daß der Unterzeichnete die Cautiou um 10,000 st. erhöht hat, und daß zu Mitgliedern des statutenmäßigen Ausschusses die Herrn Gesellschaftsmitglieder, Polizeirath Petsch, Gymnasiallehrer Dr. Wagner und Kaufmann Walther, sämmtlich von hier, ernannt worden sind. Darmstadt den 30. April 1850. ' Dr. Fr. Vogel. Mik Bezug auf Vorstehendes lade ich zu weiteren Beitrittserklärungen ein, die Statuten der Anstalt können bei mir eingesehen werden. Gießen den 4. Mai 1850. Franz Peppler. (979) Gießen. Samstag den 11. und Sonntag den 12. d. M. spielt im Busch'schen Garten Dss BmMtett der Gehrmhee «Heeez sms DsrmKadt, wozu man höflichst einladet. (970) Gießen und Darmstadt. Allgemeine Militär - Stellvertretung^- - Anstatt. Zur Erleichterung derjenigen, welche sich erst bei der Musterung entschließen, in die Assecuranzgesellschaft, die dermalen über 270 Mitglieder zählt, einzutreten, ist die Einrichtung getroffen, daß bis vor dem Beginn der Loosziehung der Beitritt zur Assecuranzgesellschaft bei dem Herrn Agenten der Anstalt erklärt werden kann, wozu jedoch außer der Zahlung der ganzen Einlagssumme noch die Beglaubigung einer amtlichen Person darüber erfordert wird, daß der Beitritt wirklich vor der Ziehung stattgefunden hat. Während der Ziehung selbst kann eine Beitrittserklärung nicht mehr angenommen werden. Darmstadt den 6. Mai 1850. Friedrich Vogel, Dr. jur. Ich theile diese Bekanntmachung des Vorstehers der allgemeinen Militär-Stellvertrctungsanstalt den Interessenten unter dem Bemerken mit, daß ich am Tage vor der Ziehung bis Abends 6 Uhr dahier in meiner Wohnung, sowie am Ziehungstage selbst bis vor Beginn der Ziehung in meiner Wohnung (Neustadt Lit. D. Nr- 120) zu sprechen bin. Gießen den 7. Mai 1850. Franz Pxpplcr. (971) Darmstadt. Allgemeine Militär - Stellvertretungs - Anstalt. Einsteher betreffend. Diejenigen im Musterungsbezirk Gießen wohnhaften militärtauglichen Leute, welche entweder bereits gedient haben und nicht länger als 1 Jahr beabschiedet sind oder bei einer früheren Musterung ein Frei- loos gezogen haben und bei der nächsten Truppencompletiruiig einstehen wollen, können sich, nebst den vorgeschriebenen Zeugnissen des Ortsvorstandes und Pfarramts am letzten Musterungstage den 11. Mai, Morgens bei dem Agenten der allgemeinen Militär-Stellvertrctungs-Anstalt, Herrn Kaufmann Franz Peppler in Gießen melden, um nach vorheriger ärztlicher Prüfung im Falle ihrer Tauglichkeit als Einsteher angenommen zu werden. Die Kriegsreservisten, welche einstehen wollen, haben sich ebenfalls bei dem Herrn Agenten zu melden. Diejenigen, welche sich später anmelden, haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie nicht berücksichtigt werden. Die Gr. Herrn Bürgermeister werden ersucht, den Einstandslustigen dieß eröffnen zu wollen. Darmstadt den 6. Mai 1850. Friedrich Vogel, Dr. jur. 987) Gießen. Unterzeichneter möchte einen Clav irr- Verschlag, um ein Clavier versenden zu können, auf einen oder zwei Tage, gegen angemessene Vergütung, leihen. W. Magen, Musiklehrer und Clavier-Reparateur. 996) Gießen. Der Unterzeichnete zeigt hiermit ergebenst au, daß die verloosten Kunstgegeu- stände an die GewinnlooSinhaber in hiesiger Stadt bereits abgegeben worden sind. Auf die Loose Nr. 1009, 1327 und 848 sind ebenfalls noch Ge- winnste gefallen; es konnten aber bis jetzt die Loos- 233 inhaber in hiesiger Stadt nicht ermittelt werden, weshalb man dieselben ersucht, sich zur Empfangnahme der gewonnenen Kunftgcgcnstände bei der Erped. d. Btlts. zu melden. Ehr. Heckhaus. 985) Gießen. Für das hiesige academische Hospital wird ein Portier gesucht, welcher außer freier Wohnung, Kost, Holz und Licht, einen Gehalt von 80—100 fl. erhallen wird. Einzelstehende Männer, welche lesen und schreiben können und sich durch Zeugnisse über ihr früheres gutes Verhalten auszuweisen vermögen, besonders gediente invalide Militär-Personen werden am ehrsten berücksichtigt werden. Gießen den 8. Mai 1850. Die Direction des acad. Hospitals Dr. Wernher. 989) Gießen. Das Concert für die Abgebrannten in Bingen kann erst Dienstag den 14. d. M. gehalten werden. Der Anfang ist um 5 Uhr. Billets sind bei Herrn Schneider Rinn zu 24 fr. oder an der Kasse zu 30 fr. zu haben. I r o g r a m tu: 1) Die Glocke. Oratorium v. Romberg. 2) Duett für Tenor und Baß. 3) Caprice für die Violine von Vieurtemps. 4) Terzett aus Adlershorst für Tenor und zweiten Baß. Der Vorstand des afad. Gesangvereins. Frucht- und Viktualienpreise. Viktualienpreise. Fleischtaxe. Gießen, 11. Mai. ' ^=^=— ~~ 1 i Grünberg Sich den 4. April । Laubach Butzbach 1 den 4 Mai ! Brodtaxe. Gießen, 11. Mai. I Grün berg. 1 «ich- 1 den 7. Febr. Laubach. Butzbach den 3. Mai | per Pfund tr.1 Hi 8 I 9 8 12 8 14 16 14 22 15 15 20 20 20 18 1 1 1 1 1 1 1 1 w h» 1 ta ta 1 1 ft.: Vf- ft. Pf- fr. Pf. ft.!Pf. K fr. Pf- fr. Pf- ft. Pf- fr? Pf. ft. l -ä i M* i -1 ia iw ^i i i i i i i i Ochsenfleisch Kuyfleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch . Schweinefl. . Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwarten!.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . Rindsfett HammclSfett Schweineschmalz, aus- gelaffencs . dgl., unausgel. l- l I l_LU । 1.1 IJJJ — ii 8 7 5 9 8 12 14 16 14 20 16 16 16 16 16 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 »1 1 i Hl I I । । । । IJ 1 1 । । — n 8 7 6 9 8 12 14 14 18 14 14 118 16 18 16 I | | 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 »lllll 2 4 2 4 ® , .1 LGerste- ) 1 G'-ßen \ ^Korn- f Mehl 8 ) Grünberg } HK. |®.) N ) s ? 5 Walzen - 5, ) | Kornmehl besteh. Für 1 fr. Wafferweck..... „ 1 fr. Milchbrod ..... Marktpreise. 3 7 4 9 8 6 fr. 6 17 18 8 8 3 2 2 ü Pf. 8 5 fr. 1- Q Pf. 1 1 1 1 1 1 1 1 ? O> lJ°l । CC 1 Q Pf. 1 1 I _4 1 1 I 1 I I 1 11 i 1 05M IQ 1 |_ 'S» 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 | | 1 1 ■ 1 __ffi 1 CC 1_______-1_CO_____1 Illi . IJJ — ij .1 l__L । III II — 1 Maas Milch ....... auch..... 5 Handkäse ......... 11 Eier......... 1 Pfund Waizenmehl ..... 1 „ „ Gcschw. Vorschuß . . . NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Pfund ic. nach Poporrtion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig s Loth ausmacht. Kövfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Fruchtpreise. Frucht- Gießen j 10. Mai. | Ärunberg i 4. Lich Aprl 1 Friedberg j Mainz Marburg Weylar 4. Mai. | 24. April. J 26. April 20 April. gat- M a l t e r. Mött Scheffel Pf. ft- i ft | Pf. i fl. 1 fr. Pf. fl. ! fr. Pf. fl. fr. Pf. fl. fr. fl. ft. fl. fr. p'f. Walzen . 200 6 i 40 200 6 — 200 6 1 40 — 6 - 200 6 50 — — 2 44 i 1 Korn . . 200 5 i — 190 5 — 190 4 55 — 4 27 200 4 40 — ’v_____ 2 6 Gerste. . 170 4 j 5 170 4 — 170 3 35 .— — 1 — 200 3 51 —. — 1 35 — Hafer. . — 3 10 — 2 42 120 2 50 .— 2 | 45 200 3 20 — — — — — Erbsen .' 4 55 Linsen . i 8 — (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu Jfä 38 des Anzeigeblattes. Vermischte Nachrichten. 991) Gießen. Tauzrrnteerrcht Denjenigen hochgeehrten Eltern, welche ihre Kinder an meinem diesjährigen Tanzunterrichts- Cursus Theil nehmen lassen wollen, zeige ich hiermit ergebenst an, daß derselbe mit Anfänge des kommenden Monats Juni beginnen wird. L. L i e b i ch, Lehrer der Tanzkunst und Gymnastik, bosreertsrnzeige. 1000) Gießen. Samstag den 11. Mai Abends 6 Uhr, wird Frau Größer, Sängerin von der Hof- oper in Stuttgart ein Concert im Club-Saale dahier geben, worauf die Freunde des Gesangs aufmerksam macht und die Conccrtgeberin bestens empfiehlt H. Hofmann. Billet ä 30 fr. sind in der Ricker'schen Buchhandlung und bei Buchbinder Schlatter auf dem Kreuz zu haben, an der Casse zu 36 fr. Gießen den 10. Mai 1850. 989) Gießen. Ein einzelner Herr sucht eine große freundliche, möblirte Stube mit oder ohne Kabinet, ins Freie gehend, zu miethen. Näheres bei der Erpedition dieses Blattes. 1005) Gießen. Ein im Steuerfache erfahrener junger Mann von 18 Jahren, der die besten Zeugnisse aufweisen fann, sucht unter ganz bescheidenen Ansprüchen ein Engagement. Zu erfragen bei F Kohiermann in der Neustadt. — S ch n lp r ü f n n g Die diesjährigen öffentlichen Prüfungen in den hiesigen städtischen Schulen werden in nachstehender Reihenfolge Statt finden: Montag den 13. Mai, Morgens von 8—12 Uhr in der ersten, und Nachmittags von 2—5 Uhr in der zweiten Knabenschule in der Neustadt. Dienstag den 14. Mai, Morgens von 8—12Uhr in der ersten, und Nachmittags von 2—5 Uhr in der zweiten Classe der höheren Mädchenschule. Mittwoch den 15. Mai, Morgens von 8—12 Uhr in der zweiten, und Nachmittags von 2—5 Uhr in der dritten Mädchenschule. Donnerstag den 16. Mai, Morgens von 8—10 Uhr in der ersten Elementarschule, und von 10—12 Uhr in der dritten Classe der höheren Mädchenschule, in dem neuen Schulhause in dem vormals Oswaldischen Garten. Donnerstag den 16. Mai, Nachmittags von halb 2—3 Uhr in der zweiten, und von 3 bis halb 5 Uhr in der dritten Elementarschule. Freitag den 17. Mai, Morgens von 8—12 Uhr in der ersten, und Nachmittags von 2—5 Wr in der zweiten Freischule in dem Schulhause in der Schulstraße. Mit dieser Benachrichtigung verbindet man zugleich die ergebenste Einladung an die Eltern der Kinder, und die Freunde und Beförderer der Jugendbildung , zur gefälligen Theilnahme au diesen Prüfungen. Gießen den 8. Mai 1850. Im Namen des Schulvorstandes Dr. Engel. (1006) Literarische Anzeige. 1003) Gießen. In der unterzeichneten antiquarischen Buchhandlung sind zu billigen Preisen zu haben: Schill er's sämmlliche Werfe, 12 Bände. Klopstock 's sämmlliche Werfe, 12 Bände. Lessing's gesammelte Werfe, 10 Bände, sämmt- lich elegant gebundene Taschenausgaben. Graham-Otto, Lehrbuch der Chemie. Zweite völlig umgearbeitete Auflage. Jahresbericht über die Fortschritte der reinen pharmaceutischen und technischen Chemie, Physik, Mineralogie und Geologie von Liebig u. Kopp, für 1847 u. 1848. 5 Hefte. Weis bach, I., der Ingenieur. Braunschweig 1848, eleg. geb. Guizot, M., Discours snr l’histoire de la re- volution d’Angleterre. Berl. 1850. The Poems of Ossian, translated by James Macpherson, Esq. London, eleg. ' Ausgabe. E. L. Winklers antiquarische Buchhandlung. (Ei n g ese nd e t.) Schon seit Herbst vorigen Jahres arbeitet man an Abtragung des Berges vor dem neuen Schulhause im Oswald'schen Garten, ist aber bis jetzt noch nickt damit zu Ende gekommen, weil die Arbeit stets unterbrochen wird, wahrscheinlich nach Belieben und Bequemlichkeit Derjenigen, welche darüber zu verfügen haben, jedoch ohne Rücksicht auf Diejenigen, welche darunter leiden müssen, und das sind namentlich die sehr zahlreichen Schulkinder. Durch das Abheben der Erde und Fahren vom Berg herab ist jede Passage um und über denselben so unwegsam geworden, daß besonders bei nassem Wetter kaum durchzukommen ist, und in diesem Winter die Schulen mehrmals ausgesetzt werden mußten. Auch wurde eine ungeheure Menge Schmutz von den Schuhen ins Schulhaus getragen, weßhalb man dieses int Innern auch bei der größten Sorgfalt nicht rein zu erhalten vermag. Trotz allen Beschwerden findet stch aber keine der betreffenden Schul- oder Gemeindebehörden veranlaßt, für Abhülfe der angegebenen Uebelstände Sorge zu tragen, und wir bedauern, daß die Eltern der Schulkinder nicht schon energiscke Schritte gethan, um endlich ein Einschreiten zu veranlassen. Wir übergeben dieses der Oeffentlich- keit, doch ist fast zu bezweifeln, ob ein Erfolg zu hoffen ist, da schon mancherlei öffentlich gerügte Uebelstände doch belassen wurden, auch wo man recht gut änvern konnte. (992) 334 Affisenverhandlungcrr vom zweiten Quartal 1830. Am 13. Mai Johann Oechler rc. Weller aus Nicder- seemeu, wegen Diebstahls. Verth. l)r. Sames u Pfannmüller. Am 14. und 15. Mai. Salinenkassterer Volz ron Salzhausen, wegen Dienstoergehen. U r t h e i l e: Vom 8. Mai. Jacob Schmidt IV. Gemeinderath von Garbenteich, 6 Monat Correctionshausstrafe. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 12 Mai. Christian Jughard am Wallthor. Georg Busch am Kreuz. Heinrich Noll in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 12. Mai. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Dr. Steinmetz Universitäts-Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Kopulirt. Den 5. Mai. Ernst Wilhelm Carl Wilker, Bürger und Privatscribcnt dahier, des verstorbenen Ortsbürgers zu Bingenheim und Uhrcnhändlers dahier, Johannes Wilker, ehelicher Sohn; und Maria Henriette Kloß, des Försters Heinrich Kloß zu Langgöns, eheliche Tochter. Getaufte. Den 3 Mai. Dem Bürger, Küfermeister und Wirth Fnedrich Schmall, eine Tochter, Luise, geboren den 8. März. Den 4. Mai. Dem Bürger und Schreinermcister, Wilhelm Pfeil, eine Tochter, Wilhelmine Marie Katharine, geboren den 5. April. . Den 5, Mai. Dem Bürger und Todtengräber, Hemnch Noll, ein Sohn, Julius Jean Karl Christian Emil August Georg Philipp Heinrich Ludwig Friedrich Bernhard Ernst, geboren den 24. April. Denselb en. Dem Bürger und Maurermeister, Chri- stlan Petn, eine Tochter, Wilhelmine Philippine Theodore, geboren den 15. April. Beerdigte Den 3. Mai. Friederike Wilhelmine Elife 'Eleonore Kempff, des Großherzoglichen Postmeisters, Christoph Wilhelm Kempff, eheliche Tochter, alt 34 I. 2 M. 15 T, gestorben den 1. Mai. Den 4. Mai. Karoline Luise Wilhelmine Schmall, des Bürgers, Küfermeisters und Wirths, Friedrich Schmall, Ehefrau, geborne Rundte, alt 37 I. .22 T , gestorben den 1. Mai. Denselben. Bertha Adolphine Elise Emilie Flett, des Bürgers und Schuhmachcrmeisters, Philipp Flett I eheliche Tochter, alt 4 I. 2 M. 2> T., gestorben- den 1. Mai. Den 7. Mai. Christian Dauernheim, Bürger und Gartner dahier, alt 56 I, gestorben den 4. Mai. Den 8. Mai. Eine dem Gr. Professor Dr. Karl August Credner, am 4. Mai geborene und am 5. Mai gestorbene nicht getaufte eheliche Tochter, alt 13. Stunden. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Angekornmene und abgereiste Fremden vom 8. bis 10. Mai 1850. In den Gasthäusern. im Einhorn .• Hr. Jung, Eutsbes. v. Kolbach. Hr. Herber, Techn. v. Wien. Hr. Stoffelstein, Mühlenbcs. v. Werwitz. Fr. Klinkerfuß v. Bergen. Hr. Nippe, Oberforstr. v. Cassel. Hrn, Kfl. Pablos v. Bielefeld, KlcinhauS u. Hirschfeld v. Frankfurt, Briggmann v. Roßnitz, Gepger v. Hamburg u. Beschorn v. Mainz. Hr. Graf v. Westphalen v. Buchenau. Hr. Braubach, Fabrik, v. Butzbach Hr. Heß, Act. v. Nidda. Hr. Stamm, Geistl. v. Posen. Hr. Rothenberger, Assessor v. Coblenz. Hr. Martin, Rechnungsprobat. v. Darmstadt. Hr. v. Ramstedt, Rent. v. Ostende. Hr. Deucker, Partik. u. Frl Rillte v Petersburg. Hr. Mayer, Jnspect. v. Cöln. Hrn. Kfl Fulda v. Coblenz, Grün v. Rheydt u. Glaser v. Mainz. Im Rappin - Hr. Weitershausen, Mechan. v. München. Hr. Winheim, Forstm. v. Bingenheim. Hrn. Kfl. Gruncrt v. Magdeburg, Alter, Feistenberger u. Hergert v. Frankfurt, Goldschmidt v. Mainz u. Wernskirch v. Erfurt. Hrn. Stud. Musprelh v. Liverpool u. Kratz v. Laubach. Hr. Sternhall, Hofrath v. Freiburg. Hr. v. Mohr, Rent. v. Hamburg. Hr. Hofmann, Lehrer v. Fricdrichshof. Hr. Birau, Pfr. v. Büdingen. Hrn. Kfl. Bramsch u. Funk v. Dresden, Heil v. Alsfeld, Wcrlich v. Worms u. Ferber v. Lyon, Im Prinz Carl: Hrn. Privat! Heilmann, Wiegand, Kauß, Holzinger, Feitzinger u. Kahlkopf v. Büdingen Hrn. Oecon. Hensohn u. Hopp v. Wergs. Hrn. Bürgerm. Schneider v. Büdingen u. Loos v. Odershausen. Sr. Kern, Oecon. v. Großeichen. Hr. Bretter, Apoth. v. Düsseldorf. Hr. Sommer, Kfm. v. Frankfurt. Hrn. Bürgerm Deckmann v. Bleichenbach, Jüngling v. Bergheim u. Koch o. Lindheim. Hr. Furch, Scrib. v. Büdingen. Hr. Weitzel, Müller v. Hopfgarten. Hr. Gerth, Bürgerm. v. Diebach. Im barmstaedler Haus: Hrn. Geschäfts!. Dieterich, Dart, Nagel, Loos, Weiß, Ditschler, Groll, Appel u Wahl v. Allendorf, Scharff v. Sachsen, Braun u. Bieber v. Wtnterberg. Hardt, Köhler, Klingeihöffer, Stamm, Schmuck, Stock u. Barthe v. Büdingen, Meß v. Niederofleiden, Fey v. Holzhausen, Guntrum v. Schlitz u. Verger v. Freienseen. r Im Stern: Hr. Kuhl, Schneid v. Marburg. Hrn. Handelsl. Harbcrke v. Heßborn u. Müller v. Günterrod Fr. Klein v. Rettighausen. Hrn. Handelsl. Hcrke u. Weber v. Heßoorn, Kremer v. Schmiedefeld, Kirchner u. Weitzel v. Ackendorf, Bradengeier v. Schmalkalden u. Schneider v. Marburg In der Sonne: Hrn. Handels!. Kreuzburg v. Erd- hausen u Kaiser v. Burkhards. Hrn. Musik. Döring, Kreis, Vogler, Fleischer, Hartmann, Göbel u. Melcher v. Fulda. In den Privathäusern. . Be> Fr Ferber: Hr. Ferber, Kfm. v. Lyon. — Bei Hr». Löb- Hr. Homberger, Musik, v. Darmstast. - Be Hrn.Hofg.-Ad°.GMchalk- Fr. Hauptm. Frank v. Laubach - Bei Hrn. Schuhm. Nolte: Fr. Dietz v. Frankfurt — Bei Hrn. Orbig: Frl. Wießner v. Allendorf. — Druck und Verlag der G. D. Brühl'schm Buch- und Steindruckerei.