Ameigeblalt der Stadt und des Regierungsbezirks 1S5O. Sonnabend den 9 März M 20 Erscheint wöchentlich zwei Mal! Mittwoch und Sonnabend. — Preis de? Jahrgangs für Einheimische 1 ft. sott., für Auswärtige iuct. Postaufschlag 1 fi. 42 kr. Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern In Gießen bei der Erped. (Cauzleiberg Lit. B. Nr. 1.) - Einrückungsgebühr für die gespaltene EorpuSzeile 2 tr. Amtlicher TheLl. Bekanntmachung, 448) Laubach den 1. März 1850. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach. die mimtgeldliche Ab,ade der landw. Z-iischrist an BopschMchrrr d-r Provinz Oberhessen betr. Der Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen hat in seiner gestrigen Sitzung zur Herbeiführung einer größeren Theilnahme der Volksschullehrer an den Interessen des landw. Vereins beschlossen: solcken Schullehrern, der Provinz Oberhessen, welche sich für die Landwirthschaft interessiren und di!se durch Selbstadministration von Schul-re. Gütern praktisch betreiben, sofern sie zu den aerinaer Besoldeten gehören, die landw. Zeitschrift, wenn sie solche wünschen, in der Art unent- geldlkh zukommen zu lassen, daß solche Eigenthum der Schule wird und in deren Vermögen- Inventar einzutragen ist." In Ausführung dieses Beschlusses, insbesondere zur Gewinnung eines Anhaltes über die Große der Anmeldunaen und die dafür zu bringenden pecuniären Opfer, werden drelenigen Volksschullehrcr von Oberhessen welche von fraglichem Erbieten Gebrauch machen wollen, zu schriftlicher Anzeige hiervon M ton Mr "au”” landw. V-r-mS ,u Lauda« «or Ablauf ei.f.8 M-natS Jirtmil »f*«« 3>ie Corrspoildenj in Angelegenheiten des Vereins ist portofrei, wenn solche nut L. V. C. bezeich. net und dies mit dem Namen des Absenders versehen wird. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Eine Schürze von bläulicher Farbe, ein Federmesser mit mehreren Klingen und eine Arbeitstasche sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 8. März 1850. 156 Versteigerungen, -447) Gießen. Montag den 25. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ralhhaus auf freiwilligen Antrag des Andreas Konrad Noll dahier, die demselben zustehenden Immobilien, als: Grundb. lüKlftr. V42 12 Hofraithe in der Neustadt, neben Konr. Euler, %, 2 Hofraum, Mistenstätte in der Mühlgaffe, neben F. Müller, % 85 Grabgarten in der Neustadt, am Gießhaus, 2/h 64 Acker am Wismarerweg und der Lahn, neben PH. Heinr. Friebel, %2 286 Acker daselbst, neben Balth. Herbert, % 311 Wiese unter der Hardt am Gleibergcrweg, neben Ehr. Biber, 7/6S 374 Acker auf den Gleibergerweg, neben I. Reiber, 17/6o 190 Acker am Hamm, neben Ehr. Biber, öffentlich meistbietend versteigert, und bei nicht annehmbaren Gebote, sollen solche auf 3 Jahre verpachtet werden. Gießen den 5. März 1850. Der Beigeordnete Rühl. 413) Gießen. Dienstag den 12. d. Mis., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus aus dem Schuldenwesen des Buchdruckers C. Schild dahier, circa 1000 bis 2000 Stück kleine Gesangbuchs-Anhänge, woran jedoch der Bogen a fehlt, eine große Quantität Kupferstiche und eine Partie Briefcouverte, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 2. März 1850. Der Beigeordnete Rühl. Bemerkung Der in vorstehender Annonce angegebene fehlende a Bogen hat sich wieder gefunden, dadurch sind die Anhänge vollständig geworden. Gießen den 8. März 1350. Der Beigeordnete R ü'h l. 484) Gießen. Holzversteigerung im Revier Schiffmberg. Freitag den 15. März, sollen in dem Domanialwald, District Tempel, versteigert werden: 130 Stecken Nadel-Prügelholz, 2 » Aspen- u 135*4 „ Nadel-Stockholz, 300 Stück Eichen-Wellen, 12925 „ Nadel- „ 500 ii Dorn- „ 48% Stecken Nadel-Pfahlholz, von 6 und 7' Länge, 3 Birken-Stämme, von 5% bis 6'4" Durchmesser, 3 Nadel-Stämme, von 6 bis 7'4" Drchm., 210 Nadel-Stangen, von 2 bis 5" » 3 Birken- » von 4 bis 5" „ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini b. I. gestattet. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an der Waldmeisterswiese. Gießen am 8- März 1850. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg. Dr. Draudt. 461) Gießen. Versteigerung von Schlosserarbeit. Freitag den 15. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll in dem Büreau des Directors der Zuchthausanstalt zu Marienschloß, die zur Fertigung eines eisernen Hofthors daselbst, erforderliche Schlosfer- arbeit, veranschlagt zu 276 fl., an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Plan und Voranschlag liegen in genanntem Büreau zur Einsicht offen. Gießen am 6. März 1850. Der Gr. Hess. Kreisbaumeister des Baubezirks Gießen Holzapfel. 480) Staufenberg. Dienstag den 12. d. Mts., Mittags 11 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei nachstehende Arbeiten, als: der Weg vor dem Hinterthor, veranschlagt zu 197 fl. 28 fr. der Weg vor dem Oberthor, veranschlagt zu 72 „ 24 „ daselbst ein Weg, „ „ 29 „ — ,, zu Planiren, sodann ein Stück Weg zu pflastern in Staufenberg, veranschlagt zu 34 „ 37 „ öffentlich an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Die Voranschläge und Steigbedingungen liegen auf der genannten Bürgermeisterei zu Jedermanns Einsicht offen. Staufenberg am 7. März 1850. Der Bürgermeister Vogel. 157 420) L i ch. Dienstag den 19. März, von Morgens 9 Uhr an, werden im hiesigen Stadtwald, Distrikt Kleinhäuserberg : 29 Stecken Eichen-Scheidholz, 24 n " Prügelholz, 51 „ ii Stockholz, und 122 „ ii Reiserho lz, auch 134 Bauklötze von 5424 Cubikschuh Gehalt, zur Versteigerung gebracht. Dienstag den 26. März, von Morgens 9 Uhr an, werden dann weiter im District Riedlingswinkel: j 123 Stecken Buchen-Scheidholz, 106 „ Eichen- „ 12 i, Nadel- „ 2 „ Aspen- „ 60 u Buchen-Prügelholz, 80 ii Eichen- „ 6 „ Nadel- » 7 ii Aspen- „ 67 „ Buchen-Stockholz, 190 ii Eichen. n 24 ii Nadel- ,, 3 „ Aspen- ii 210 „ Buchen-Reiserholz, 366 ii Eichen- „ 70 ii Nadel- „ 26 ii Aspen- u und endlich noch 255 Eichen- und Buchen-Baustämmc und Werkholz, von 9381 Cubikschuh Gehalt, zur öffentlichen Versteigerung gebracht werden. Bei vorschriftsmäßigen Bürgscheinen wird bis Martini Kredit gegeben. Lich den 4. März 1850. Der Bürgermeister Dieterich. 475) Gießen. Montag den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem RathhauS aus freiwilligen Antrag der Wittwe des Apotheker Trapp dahier der derselben zustehende Grundb. l^Klstr. 4,/12 594 Garten auf dem Rodt, (ehemals dem Hgfg.-Adv. Follenius gehörend) öffentlich meistbietend versteigert, und bei nicht annehmbaren Geboten, soll er sogleich aus drei Jahre verpachtet werden. Gießen am 8. März 1819. Der Beigeordnete ' Rühl. 452) Gladenbach. Fruchtversteigerung bei Gr. Rentamte Gladenbach. Von den 1849c Fruchtvorräthen werden versteigert r 1) vom Speicher zu Gladenbach Montag den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in dem Gasthause zum Blankenstein daselbst, 24 Malter Korn und 30 Malter Hafer; 2) vom Speicher zu Biedenkopf Dienstag den 26. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, in dem Rathhause daselbst, 35 Malter Hafer. Gladenbach den 6. März 1850. Der Gr. Hesf. Rentamtmann des Rentamts Gladenbach. Leichtweiß. 469) Annerod. Montag den 25. März, sollen in dem Anneröder Gemeindewald, District Koppel und Altenberg, nachstehendes Gehölz öffentlich versteigert werden: 1) 34 Stecken Buchen-Scheidholz, 2) 1 II ii Prügelholz, 3) 24 n Eichen-Scheidholz, 4) 22 u ii Prügelholz, 5) 30 n Buchen-Stockholz, 6) 24 ■ II Eichen- „ 7) 850 Gebund Buchen-Wellen, 8) 2700 II Eichen-Wellen, 9) 2600 Cubikf. Eichen- u. Buchen-Stammholz, 10) 250 » „ Stangenholz. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis den 24. Juni d. I. creditirt. Der Anfang ist des Morgens um 9 Uhr, der Zusammenkunftsort an der Grüubergcr Straße an den großen Kiefern. Annerod am 5. März 1850. Der Bürgermeister Seipp. 416) König'sberg. Holzversteigerung im Revier Königsberg. Montag den 11. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Domanialwald-Districten Meilhardt, großer und kleiner Rothenberg, versteigert werden: 1 Stecken Buchen-Scheidholz, 169% n Eichen- u 15 „ Buchen-Prügelholz, 45 „ Eichen- u 1 „ Buchen-Stockholz, 155% „ Eichen- „ 1800 Stück Wellen Buchen-Reisholz, 1875 „ „ Eichen- „ 37 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz. Die Zusammenkunft ist bei der Obermühle. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird bis Martini d. I. Zahlungsfrist gestattet. Königsberg den 3. März 1850. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Königsberg. Dittmar. 138 481) Rödgen. Montag den 11. März d. I., Morgens von 9 Uhr an, soll in den Waldungen der Gemeinde Rödgen eine große Quantität Buchen- und Eichen-Brennholz, sodann „ , , 18 Stämme Buchen-Werkholz, 406 Cublkf. halt., 59 ii Eichen- „ 427 » ,, 151 Eichen- und Nadelholz-Stangen, zu Leiterbäumen sich eignend, 11 Stück Eichen-Pflugsrehe und 8 „ „ Pflugswellen, meistbietend versteigert werden Der Anfang ist im Hockwald. Rödgen den 7. März 1850. Der Bürgermeister Seipp. 444) Wahlen. Holzversteigerung int Revier Wahlen. Mittwoch den 13. und Freitag den 15. März, sollen im Revier Wahlen, in den Districten Körle und Ohmeserberg rc. 283 Klötze Eichen-Stammholz, unter den bei der Bersteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. — Die Zusammenkunft ist Mittwoch den 13. März, Morgens ‘/210 Uhr, im District Körle, am Retsch- hof an der Cbausfee zwischen Kirtors und Lehrbach, sodann Freitags den 15 März, Morgens 9 Uhr, im Ohmeserberg, am Vockenbachsteig, in der Nähe von Oberqleen. — Wahlen am 5. März 1850. Der Gr. Hess. Revierförstcr des Reviers Wahlen. Schmitt. 468) Beuern. Bauholz-Versteigerung zu Beuern. Donnerstag den 14. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in hiesigem Gemeindewald, District Langenbruch und Heegwald: 1) 135 Stück Eichen-Bau-Stämme, bis 40" Durchmesser und 50' Länge, 2) 216 Stück Buchen-Stangen, j vorzüglich für 3) 103 „ Eichen- n Wagner ge- 4) 385 „ Fichten- „ ) eignet, öffentlich meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist im Heegwald. Vorher sotten die erforderlichen Zimmer- und Maurerarbeiten wegen einer neuen Holzremise bei der Schule, und Reparatur an Brücken und Stege, veranschlagt zu 190 fl., wenigstnehmend vergeben werden. Beuern den 6. März 1850. Der Bürgermeister Otto. 436) Gießen. Verkauf von Aeckern. Montag den 11. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, sollen nachbczeichnete, dem Baufiscus zustehende Grundstücke in hiesiger Gemarkung: 1) 69 HlKlftr. Acker XIII/29, vormals dem Conrad Kröck in Heuchelheim gehörig, 2) 108 OlKlstr. desgl. XIII/23, vormals dem Andr. Schleenbecker gehörig, 3) 66 UlKlftr. desgl. XIII/30, vormals der Kakh. Marg. Dulenhöfer daselbst geh., sämmtlich auf dem Geiersberg gelegen, aus Ort und Stelle an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen am 4. März 1850. Der Gr. Kreisbaumeister des Banbezirks Gießen. Holzapfel. 463) Roßbach. Arbeitsversteigeruug. Donnerstag den 14. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, sollen die bei Erbauung eines neuen Back- und Rathhauses für die Gemeinde Oberweidbach vorkommenden Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen wenigstnehmend versteigert werden. Dieselben sind veranschlagt: 1) Maurerarbeit 404 fl. 53 fr. 2) Material dazu, ioel. 100 Bütten Kalk 500 ii 42 „ 3) Steiuhauerarbeit . . . . 163 u 48 » 4) Zimmerarbeit .... 423 » 56 » 5) Dachdeckerarbcit .... 251 n 54 „ 6) Schreinerarbeit ..... 221 „ 12 „ 7) Schlofferarbeit . . . • • 127 „ 32 „ 8) Glaserarbeit .... 74 » 20 n 9) Wcißbinderarbeit .... 32 » 3 » In demselben Termin soll auch die Reparatur der dastgen Feuerspritze, welche zu 221 fl. 48 fr. veranschlagt ist, wenigstnehmend vergeben werden. Riß und Ueberschläge können bei' mir eingesehen werden. Roßbach am 4. März 1850. Der Bürgermeister W. Fäuerbach. 438) Steinbach. Donnerstag den 14. März, des Mittags 12 Ubr, soll auf der Bürgermeisterei das Brau- und Backhaus aus den Abbruch versteigert werden. Zu gleicher Zeit soll ein Brunnen zu graben in der Straße nach Gießen, versteigert werden. Steinbach am 5. März 1850. Der Bürgermeister Horn. 159 415) Gießen. Montag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen ans dahiesigem Rathhaus die zum Nachlaß des Seilermeisters Philipp Berger dahier gehörende Immobilien, als: Grundb. iDKlftr. Vioel«« 278 Grabgarten hinter dem Stockhaus, 28/ig,13 2Z2 j Acker im Altenfeld auf das Bruch, 28/184 330 Acker zwischen dem Sand- und Erdkauter Weg, 38/l61 68 Acker am Nahrungsberg, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 4. März 1850. Der Beigeordnete Ruhl. 473) Gießen. Donnerstag den 21. d. M., Nachmittags um 1/22 Uhr, sollen in der Wohnung der Schreinermcister Conrad Debus Witiwe, verschiedene Mobilien als: Bettstellen, Betten, Sophas, Stühle, Schränke, Küchen- geräihe, Schreinerwerkzeug rc. zur Versteigerung kommen, was man hiermit zur öffentlichen Kennt- niß bringt. 464) Gießen. Nächsten Montag den 11. März, Nachmittags 5 Uhr, werden in dem Saale des Bürgerclubs bei Wirth Heß in der Brandgasse, eine große Anzahl politischer Brochüren und Bücher sowie Z ei- lungen aus den Jahren 1848 und 1849, meistens gebunden, vier vollständig wohlerhaltene Hängelampen und eine Parthie Zeitung sbrett er, an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Das Ver- zeichniß der Bücher und Zeilungen liegt bei Wirth Heß zur Einsicht offen. Gießen den 6. März 1850. Der Vorstand des Bürgerclubs. 474) Gießen. Montag den 11. März und die folgenden Tage wird mit der Maaren - Versteigerung im Prinz Carl fortgefahren. Feilgebot en. 366) Frankfurt a. M. Deutschen Klee- saamen, zuverlässige Qualitäien aus der guten Erndte 1846 und 1849t im Großen und im Kleinen empfehlen Joh. Heinr. Stcuernagel, Friedberger Straße Lit. C. Nr. 10. neben dem Hotel Drerel. 466) Gießen. Mehrere Wagen voll Mist sind zu verkaufen bei Schuhmacher Wannig, am Wallthor. 455) Krofdorf. Ein gebrauchter Oeconomie- wagen ist beim Pfarrer zu Krofdorf zu verkaufen. 477) Gießen. Ich bringe meinen Samenhandel in empfehlende Erinnerung. W. S a u e r's Wittwe. 399) Gießen. Von allen Gattungen frischer Sämereien, für deren vorzügliche Keimkraft ich garantire, habe ich wieder neue Sendung erhalten und empfehle solche meinen geehrten Gönnern auch in diesem Jahre zur geneigten Abnahme. Wilh. Löber's Wittwe, wohnhaft an der Hintergasse neben Hrn. Kfm. M. Heß. 483) Gießen. Mein Tapeten-Lager eigner Fabrik, welches mit den neuesten Mustern und dauerhaften Farben aufs Beste afsortirt ist, empfehle ich zu den Fabrikpreisen, ä 10 fr. per Stück, in allen Farben und geschmackvollen Desseins. H. H o ch st ä d t e r. 449) Gießen. Einige Ohm 1846r Schar- lagsbergcr Wein, sind Lit. B. Nr. 33 zu verkaufen. 458) Gießen. Saat - Erbsen, Wicken und 60 Cmtner Heu verkauft Joh. Jnghard, auf dem Seltersweg. 454) Gießen. Einige gut conditionirte Pfuhl- fäfser sind billig zu verkaufen bei W. Z u r b u ch. 482) Gießen. Mehrere 100 Stück Falzziegel sind zu haben bei Barbier Schmidt, in der Hintergasse. 459) Nied erbessingen. Ein Schmalihier ist zu verkaufen bei Friedrich Lutz, . in Niederbessingen. 470) Merlau. Ein Wiener Flügel von Graf, 6% Octav, ist wegen Wohnungsveränderung billig zu verkaufen, Nähere Auskunft auf frankirte Briefe ertheilt Schullehrer Katzenbach in Merlau. 450) Giesen. Mehrere Wagen voll Mist sind zu verkaufen. Ausgeb. d. Bltts. sagt wo? 479) Gießen. . Mehrere Wagen voll guter Kuhmist ist abzugeben im Promenadehaus. 478) Gießen. Einem verehrten Publicum beehre ich mich die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mit meinen schon längst berühmten und als vortrefflich anerkannten guten Offenbacher Pfeffernüssen in 2 Sorten, Magenbrod für Magenkranke, ächten ackermännischen Brustpapilloten, ächten Baseler Mandellebkuchen, ditto Theelebkuchen, Wurmkuchen, weißen ächten, nach Vorschrift und mehreren anderen neuen Condityreiwaaren, auch dießmal den 160 hiesigen Markt beziehen. Reelle Bedienung versprechend, bitte ich um zahlreichen Zuspruch. Meine Bude ist am Neustädter Thor mit Firma A. Ur ff u. Sohn, Conditor. Zu vermiethen- 384) Gießen. Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Johannes Jnghard, auf dem Seltersweg. 457) Gießen. Ich bin Willens einen Theil von meiner Wohnung, aus einer Stube und Kabinet bestehend, zu vermiethen, auch kann auf Verlangen Küche, Keller und Boden dazu gegeben werden. P. A. Steüp, Posamentier. 453) Gieße». Ein möblirtcs Zimmer ist für künftiges Semester Lit. C. Nr. 23 auf dem Seltersweg billig zu vermiethen. 428) Gießen. In Lit. C. .AS 183 am Reichensand sind 2 Familienwohnungen zu vermiethen und gleich beziehbar. L. Klinkel. 476) Gießen. Ein Stübchen, sich für eine einzelne Person eignend, sowie eine Stube mit Kammer ist zu vermiethen bei Philipp Vogt, ans dem Neuenweg. 465) Gießen. Bei Heinrich Noll in der Neustadt ist ein Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethen. 472) Gießen. Ein möblirtes Zimmer mit Kabint, sowie eine kleine Familienwohnung sind zu vermiethen bei W i l h e l m R ü h l, wohnhaft in der Flügelsgasse. 460) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei S t o h r' s Witttwe, in der Schloßgasse. 443) Gießen. Frau Wittwe Heyer beabsichtigt ihren Wall-Garten, soweit er Grabland enthält und den ihr in dem Neustadter Feld gehörigen Garten, unter annehmbaren Bedingungen auf 3 Jahre zu verpachten. Hierauf Reflectirende belieben sich an Frau Prof. Ettling zu wenden. 485) Gießen. Ein gutes Triebviertel ist zu verleihen und weiße Frühkartoffeln sind zn verkaufen bei Justus Schiffer, auf dem Neuenweg. 387) Gießen. Mein Garten am Nahrungsberg ist auf 3 Jahre zu verpachten. L. Mergott, bei Hrn. Hutm. Ludw. Gail auf der Mäusburg. 451) Gießen. Ein Triebviertel ist auf mehrere Jahre zu verpachten. Das Nähere ist in Lit. C. Nr. 89 zu erfahren. Vermischte Nachrichten. 423) Gießen. Die Mitglieder der hiesigen Leichenkassegesellschaft werden hiermit dringend ersucht, sich Sonntag den 10. d. M. zum Zwecke der Nechnungsabhör, Ergänzungswahl des Vorstandes, Statutenänderung, ic. ic. im Gasthaus zum Rappen dahier, Nachmittags präcis 3 Uhr zahlreich einzufinden. Gießen den 3. März 1850. Der Vorstand. 462) Gießen. Hier zum letztenmal stehend am Grabe meines theuren Mannes, sage ich allen Gießnern Damen und Herren, für die freundlichen Gaben und herzliche Theilnahme meinen innigsten Dank und Lebewohl. W. Cremer. 456) Gießen. Die Damen und Herren welche meine sonnabendlichen ästhetischen Vorlesungen mit ihrem Besuche beehren, bitte ich sich zum diesmaligen Schluffe derselben, Samstag den 9. März um 4 Uhr, im Hörsaal Nr. 9 gefälligst einzufindeu. M. Carriere. 444) Gießen. Publicanduin. In der Kürze glaube ich im Stande zu sein, eine sichere Quelle des wahrheitsliebenden (?) ehrbaren (?) Volksblattes, jetzt der Hessische Zuschauer benannt, angeben zu können und ich verspreche die Quelle oder Quellen ganz genau zu bezeichnen. Bis daher weiß ich schon, daß die jüngsten Lügen über meine Person in diesem Zuschauer, von einem mit F. F. unterzeichneten Briese herrühren sollen, der an eine gewisse Mademoiselle F . . . r gerichtet ist. Wer aber kann wissen was das F. F. bedeutet? Vielleicht soll es heißen aus dem F. F. gelogen? — vielleicht Franz Frank? Nun wir werden sehen. Uebrigens den Hrn. Verfasser des Artikels in M 15 deö Anzeigeblattes wünschte ich kennen zu lernen, damit ich ihm für seinen wahrheitsgetreuen Aufsatz „Damen" betreffend die Hand drücken könnte. — L. Jungk. 403) Gießen. Bei Kunst- und Handelsgärt> ner I. Schaum wird ein gesitteter und starker Junge in die Lehre gesucht. 161 Montag den 11. März I. I. beginnen die regelmäßigen Personenfahrten auf der Main- Weser-Bahn von Friedberg nach Frankfurt a. M. nach dem bereits bekannt gemachten Fahrplane und dem nachstehenden Tarife. Feiet ____________________ff- kr. I. Cl. | — | 21 11. Cl. | — | 15 in. 6i. । — । 8 IV. 61. I — I 7 cheeg. Uie-erwöllsti ff. kr. ldt. NB. Das Reisegepäck wird für Personen in I., II , und III. Classe mit % Kreurer für ie 10 fftfnnb nnf hip I. 61. | — | 36 — | 15 II. 61. | — | 25 .111.61. | —s | 14 IV. 61. | | 12 — | 10 — 1 6 -1 5 GroßKarben. ff. kr. deutsche Meile berechnet. In IV. Elasse ist eine gewöhnliche Traglast frei. I. 61. | — | 44 — | 23 -1 8 II. 61. | | 30 — | 15 — 1 5 Dortelweil. III. 61. | — | 18 — 1 io -1 4 IV. 60 | — | 15 -1 8 — 1 3 ff. kr. I- 601 — 1 55 — | 34 - | 19 — | 11 II. 60 1-137 — | 22 — 1 12 — 1 7 Mwel. III. 60 1-123 — 1 15 -1 9 — 1 5 IV. 60 |-|19 - | 12 -1 7 — | 4 ff. kr. I. 60 II. 60 MM — | 46 — | 46 ' — 1 31 — | 23 - 1 12 — 1 31 — | 21 — 1 16 -1 9 Donames. III. 60 — | 28 — | 20 .— | 14 - | 10 - 1 5 IV. 60 — 1 23 - | 16 - | 11 -1 8 -1 4 ff. kr. I. 60 1 | 27 1 | 6 - 1 51 - | 43 — | 32 — | 20 II. 60 — | 59 — 1 44 — | 34 - | 29 — | 22 — 1 13 Dockenheim. ff. kr. III. 60 — | 36 — | 28 — | 22 — | 18 -1 13 -1 8 IV. 60 — | 30 - | 23 — | 18 | 15 — | 11 -1 7 I. 60 1 | 35 1 | 14 - | 59 -|51 — | 40 — | 28 - 1 8 FrsMkfmrt M. M. II. 60 1 1 4 — | 49 — | 39 — | 34 — | 27 — | 18 -1 5 III. 60 " — | 39 — 1 31 — | 25 — | 21 — | 16 — 1 H — 1 3 IV. 60 - | 32 — | 25 — | 20 — | 17 — | 13 -1 9 - 1 2 Niederwöll- sta-t. GroßKarben. Dortelweil. Vilbel. Donames. Dockenheim. Die Großh. Hess. Eiftnbahn-Bau-Direction zu Gießen. Laubenheimer. 162 357) -s >6-: Merste- G'-ßen j ^Korn- Grünberg ) |jf. |®. r. fr? t e M a per Pfund Ochsenfleisch Kuyfleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch ■ Schweinefl. . Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinfen . . Dörrfleisch . Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl., unauSgel. Marburg Mott fr. 18 28 46 49 Frucht- intd ViLtualienpreife Biktualien preise. fr. TT 8 7 5 10 8 y* 11 — ’F I 61 — i Lich I Friedberg I | 17. Januar | 27. Februar. | ft 15 5 &\ K Weylar 2. März. Scheffel genießbaren Stücke wm Hals find von der Zugabe gänzlich anSgeschloffen. Pf- 200 190 170 Pf. 200 200 170 Marktpreise. 1 Maas Milch..... 1 Pfund Butter .... auch . . • 3 Handfäse...... 3 Eier..... • 1 Pfund Waizenmehl . . . „ „ Geschw. Vorschuß . Beilage zu «N 20 des Anzeigeblattes. 374) Gießen. Hammonia. Lebens - Leibrenten- und Aussteuer-Versicherungs-Societät in Hamburg. Diese Societät ist auf Gegenseitigkeit gegründet und versichert zu festen Prämien, welche niemals erhöht werden können. Dieselbe übernimmt von 50 Rthlr. an bis zu 5000 Rthlr. hinaus Lebens- und Ueber-Lebens- Versicherungen, auf Lebenszeit, sowie kurze Versicherungen auf 1 bis 10 Jahren, Sparkaffen- Versicherungen, zur Hebung des Capitals bei Lebzeiten des Versicherten, Aussteuer- und Leibrenten» Versicherungen; ferner Versicherungen auf das Leben von Militair-Personen im activen Kriegsdienst. Den Theilhabern der Societät gehören einzig und allein die sich ergebenden Ueberschüsse, welche als Hividende an dieselben zurückgezahlt werden. Sie gestattet den Interessenten, ihre Prämien in halb- und vierteljährlichen Raten zu entrichten. Vierteljährliche Prämien für 1000 Rthlr. Lebcns-Versichcrungs-Snmme für nachstehende AlterSjahre i 10, 15, 20, 25, 4 Rthlr. 4 Sgr. 3 Hlr. 30, 6Rtblr. 17 Sgr. 6 Hlr. 50, 11 Rthlr. 25 Sgr. 4 Rthlr. 18 Sgr. 9 Hlr. 35, 7 Rthlr. 12 Sgr. 8'/^ Hlr. 55, 14 Rthlr. 10 Sgr. 7’/2 Hlr. 5 Rthlr. 7 Sgr. 3'/2 Hlr. 5 Rthlr. 26 Sgr. 8 Hlr. 40, 45, 8 Rthlr. 13 Sgr. 11 '/^Hlr. 9 Rthlr. 27 Sgr. 1 Hlr. 60, 65, 17 Rthlr. 27 Sgr. 1 Hlr. 23 Rthlr. 14 Sgr. 3-/2Hlr. Gegen Entrichtung der vorbenannten einfachen Prämien leistet die Societät auch Zahlung für Sterbefälle, welche durch die Cholera herbcigeführt werden. Die Hamm onia versichert zugleich Renten und Pensionen jeder Art zu den liberalsten Bedingungen und gewährt z. B. noch den besonderen Vorthnl, daß die Wittwenpenstonen auch dann forrgezahlt werden, wenn sich die berechtigte Wittwe wieder verheirathet. Für Gießen und Umgegend ist Herrn August Hoffmann daselbst die Agentur übertragen, bei welchem Pläne rc. gratis zu empfangen sind. 1 Im Auftrage der Direciion: > H C «Harder, Mitdirector und General-Bevollmächtigter. 471) Gießen. Für Auswanderer. Der Unterzeichnete ist bevollmächtigt, unter den günstigsten und festen Bedingungen Ueberfahrtsver- trage verbindlich abzuschließen für die Reise von Bremen nach: New-Uork und Baltimore am 1. und 15. jeden Monats, New -Ärleans am 15. Mär, und 1. April, Sauet Franzisco in Californien in der ersten Hälfte des Mai. Die Vorzüge der Bremer Schiffe hinsichtlich polizeilich geregelter Schiffskost und guter Behandlung, sind von jetzt an noch dadurch erhöht, daß eine Erlravergütung für Armengeld nicht mehr statlfindet, und daß die freie Beköstigung und Logis bei einer Verzögerung der Abfahrt, ohne Wiederrede vollständig geleittet wird. — Alles dieses ist in meinen Ueberfahrte-Verträgen ausgesprochen und dadurch garantirt. Es sind also die von mir aufs Niedrigste festgesetzten Preise einschließlich des Armengekdes, freier und reichlicher Beköstigung auf dem Seeschiffe und freien Transport des üblichen Reisegepäckes zu verstehen. — 164 Kinder unter 10 Jahren zahlen 10 fl. per Kopf weniger als Erwachsene und Säuglinge unter einem Jahr sind qanz frei. Ick halte mich zu recht zahlreichen Aufträgen bestens empsohleu. Gießen im März 1850. Heinr. Ferber Wc Nci 467) Lübeck. 10,000 MÄek Rente. Milkst eines geringen Einschusses von nur wenigen Thalern ist man im Stande sich bei einem Unternehmen zu betheiligen, welches dem Jnteressenden schon von diesem Jahre an eine jährliche Dividende bis zu 10,000 Mark oder 4000 Thaler Pr. Ct. «inbringen kann. Allen, welche bis zum 12. April d. I. deshalb in srankirlen Briefen anfragen, ertheilt unentgeltlich nähere Auskunft das Bureau von Joh. Poppe in Lübeck. 446) Hungen. Mr Auswanderer nach Nordamerika. Von dem Auswanderungöbüreau F. W. Geilhausen in Coblcnz bin ich bevollmächtigt, Schiffs P. Weigand, Actuariats-Gehülfe. aceorde mit Auswanderern nach Nordamerika abzuschließen. Es werden von nun an, regelmäßig monatlich mehrere Sckiffc von Antwerpen sowohl, als auch von anderen Seehafen aus, wie Havre rx abgehen, und zwar große gekupferte Dreimaster I. Classe. Indem ick dieß zur Kenntniß der Auswanderer bringe, erkläre ich mich bereit, denselben mit Rath und That zur Seite zu stehen, und ihnen jede Auskunft zu ertheilen , sowie ich noch darauf aufmerksam mache daß Beschreibungen über die Schiffsfahrten re. sowie Zeugnisse über die gute Behandlung der Auswanderer von Seiten des Herrn Geilhausen in Koblenz, bei mir eingesehen werden können. Schließlich bemerke ich noch, daß Herr Geilhausen die Auswanderer bis an das Seeschiff persönlich begleitet, damit dieselben allen und jeden Betrügereien nicht ausgesetzt sind. Hungen den 1. März 1850. in Bürstadt oder an einen 445) Der Schaden an Feld und Wohnungen, welchen die durch den Dammbruch bei Biblis entstandene Ueberschwemmung in den zwischen Weschnitz und Rhein im Regierungsbezirk Heppenheim gelegenen Riedorten, Bobstadt, Wattenheim, Bürstadt, Hofheim und Biblis verursacht, und welcher einen großen Theil der genannten Gemarkungen und Orte betroffen hat, ist höchst bedeutend. Jetzt schon kann derselbe obgleich das Wasser leider immer noch nicht vollständig aus den Feldern und Orten abgelauscn, auf mehrere Tauftnd Gulden berechnet werden, namentlich hat der Ort Bobstadt sehr gelitten, indem derselbe viele Tage ganz im Wasser lag und mehrere der dortigen Gebäuden, von Wasser erweicht und unterwühlt, dermalen einzustürzen drohen. Um den vielen von erwähntem Unglück helmgesuchten armen Familien hilfreich beizustehen und denselben ihr hartes Schicksal etwas zu erleichtern, wenden wir uns vertrauunqsvoll an das Mitleid aller Menschenfreunde und bitten um Uebersendung von Gaben für die Wasserbeschädigten oben genannter Orte, Für gehörige Austheilung der milden Beltrage werden wir besorgt sein und über deren Verwendung demnächst Rechnung ablegen. Die milden Gaben bitten wir an Herrn Gemeinde-Einnehmer Münch der Unterzeichneten gelangen zu lassen. App, Reg.-Rath in Heppenheim, in Heppenheim. Freihaut, Kurz, Pfarrer in Hofheim und Bürgermeister in Wattenheim. Reg.-Seeret. in Heppenheim. Bock, Bürgermeister in Hofheim. Eckhard, Steuercomm. Bürgermeister in Biblis. Klein, Pfarrer in Wattenheim. Bobstadt. Montag, Bürgermeister in Bobstadt. Reißrng, Rosenberger, Bürgermeister iu Bürstadt, v. Rüdlng, Sch link, Pfarrer v. Bürstadt. Schmitt, Reg.-Rath in Heppenheim. Au gei Co Ei toi He W der Ka Fr M to: V. Hl S v. v. Sf W nu v. S v. B S V. u. A kr I 165 Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 1 0. März. Christian Jughardt am Wallthor. Georg Busch am Kreuz. Heinrich Noll in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 10. M är z. Morgens: Pfarrer Bonhard Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Uhr. Freiprediger Lips. Getaufte. Den 2$. Febru ar. Dem Bürger und Maurer, August Balthasar Schneider, eine Tochter. Helene Karoline, geboren den 14. Februar. Den 3. Marz. Dem Bürger in Grünbcrg und Comptorist in der Handlung der Gebrüder Hornberger und Söhne dahier, Johannes Böß, eine Tochter, Karoline, geboren dm:-.O Januar De nselb en. Dem Bürger und Schuhmachermeister, Heinrich Haßler, ein Sohn, Julius Friedrich Carl Ludwig, oren den 26. Januar. Denselben. Dem Bürger und Schwimmlehrer. Wilhelm Faber, eine Tochter, Friederike Katharine, geboren den 11. Februar. Denselben. Dem Bürger und Spcnglermeister, Karl Faber, eine Tochter, Karoline Christiane Margaretha Friederike, geboren den 10. Februar. Denselben. Dem Gr. Bauaufscher erster Classe, Martin Unger, eine Tochter, Karoline Clara Johanna, geboren den 8. Januar. Den 6. Mürz. Dem Gr. Bauaufseher erster Classe, Daniel Becker, ein Sohn, Karl Christian, geboren den 13. Februar. Den 8. Marz, Dem Bürger und Schreinermeister, Wilhelm Jacobi, ein Sohn, Friedrich Wilhelm Ludwig Heinrich, geboren den 19. Februar. B eerdigte. Den Z. März. Friedrich Wilhelm Georg Carl Noll, des Bürgers und Maurers, Christian Ncll, ehelicher Sohn, alt 1 M. 23 T , gestorben den 28. Februar. Denselben. Hennrietle Elisabethe Kalbfleisch, des pensionirten Po.izeidiencrs, Johannes Kalbfleisch, eheliche Tochter, alt 18 I 2 M 21 T., gestorben den l. März. Den 5. März. Ludwig Wenzel, Schneidergesellc auS Hermannstein, alt 18 I M T., gestorben den 2. März. Den 6. März. Johanna Werwatz, des Gr. Gens- darmen, Friedrich Werwatz, eheliche Tochter, alt 8 I. 2 M. 5 T., gestorben den 5. März. Den 7. März. Antonie Margaretha Becker, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Philipp Jacob Becker, eheliche Tochter, alt 11 M- ll T , gestorben den 4. März. Den 7. März. Anna Maria Henriette Schwarz, des hiesigen Bürgers und Geometers,, Jacob Schwarz, eheliche Tochter, alt 1 M. 6 T., gestorben den 5. März. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonharb. Katholische Gemeinde. Beerdigt. Den 1. M ärz. Caroline Auguste Blepmann, eheliche Tochter des verstorbenen hi'csigcn Bürgers und Sattler» Meisters, Franz Carl Blepmann, alt 21 I. 4 M. u. 16 T., gestorben den 28. Februar. Angekvmmene und abgereiste Fremde In den Gasthäusern. Im Einhorn..- Hrn. Kfl. Kammer v. Eßlingen, Herweg v. Dillenburg u. Grublow v Staade. Hrn. Berggeschw. Hausmann v. Wetzlar u Stonmann v. Cöln Hrn Kfl. Schön v. Schwalm, Meininger v. Erlangen, Strumpfweber v. Elberfeld u. Kräbner v. Cöln. Hr. p. Battenberg, Rent. v. Hamburg. Hr. Horstmaper, Partik. v. München. Hrn. Kfl. Ham v. Mainz, Lohmepcr v. Bingen u Uhrbacher v. Wien. Hr. Dauber, Pscirrverw. v. Hattenrod. Hr Herrmann, Partik. v. Hanau. Hr. Dorzenbach, Privatm. v. Westphalen. Hr. Schapper, Litteral v. Wiesbaden. Im Haypen t Hrn. Kfl. Sandmann v. Laubach, Göhr v. Darmstadt u. Pommersheim v. Gonterskirchen. Hr. Schneider, Hüttenbes v. Annahütten. Hr. Ihm, Mechanik, v. Monskirchen. Hrn. Kfl. Fischer v. Cöln, Haberkorn, Beerlin u. Stern v. Frankfurt, Lüchtenberg v. Plettenburg, Hepmann v. Dietz u. Thüren v. Elberfeld. Frl. Eries v. Wetzlar. Hr. Eberhard, Oberstlieutn. v. Mailand. Hr Sepfert, Privatm- v. Darmstadt. Hr. v. Silow, Gutsbes. V. Schlesien. Im Prinz Carl: Hrn. Oecvn. Metzler v. Oberhörlen u. Nispel v. Weilburg Hr. Bär, Kfm. v. Elberfeld Hr. Witte, Privatm. v. Mainz. Hr. Lamm, Gastw. v. Bromskirchen. Hr. Menkel, Schlosser v. Rödchen. Hr. Bleichard, vom 5. bis 7. März 1850. Kfm. v. Elberfeld. Hr. Weinol, Seil. v. Frankfurt. Hr. Cartmann, Privatm. v. Mainz. Hr. Reitz, Metzg. v. Schotten Hr. Picdcrwald, Oecvn. v. Hattenrod. Hr. Dobel, Geschäften: v. Mainz. Im Parmstaedter Haus'. HlN. Geschäfts!. Lolil V. Frankeuhausen, Jäger, Seibert u. Peppler v. Homberg, Em. merich v. Ortenberg, Fricsel v. Winterberg, Stock v. Bleichenbach, Arndt v. Wetzlar, Henk v. Jena, Kuhl v. Hombrrg, Eschle v. Fortwangen, Höchster v. Münzenberg. Brück v. Schweinsberg, Löwenstein v. Fritzlar, Braun v. Winterberg. Selzer v. Herzhausen, Lobowskp v. Wizeini, Leger, Kaiser u Metzger v. Darmstadt, Engel v. EderSgönö, Müller v. Rödelheim. In den Privathäusrrn. Bei Hrn. Schncidcrmstr Zeidter: Fr. Wenzel v. Her- mannstein. — Bei Wtw. Geißmar: Fr. Major Dietz v. Darmstadt. — Bei Hrn. Apoth. v. St Georg: Frl. Bald- ner v. Eltville. — Bei Hrn. Bürgermst.-Gch Faber- Frl. Faber v. Bobenhausen. — Bei Hrn. Kupferschm. Kirsch: Hr. Kräuter, Spcngl. v Grünberg. — Bei Hrn Hofg.» Direkt. v. Hellmoll- Fr. Kammerherrin v. RothSmann v. Doßelrode u. Frl. v. dem Busch- Jppcoburg v. Unterhausen. — 166 Dun Zur Geschichte -er Arbeiterzustände. (Baierischer Tewerbeftcund.) - (Schluß.) Das in diesen Claffen allgemeine, sogenannte Unabhängigkcitsgefühl riß auch in die jungen Haushaltungen , die sich zahlreich bildeten. Jede verlangte ihr Hauswesen für sich allein, womit natürlich alle Vortheile geopfert wurden, die aus dem Zusammenhalten Vieler entspringen. In der Schweiz war es anders. Die industrielle Bevölkerung lebte dort auf dem Lande zerstreut oder in kleinen Städten, wo schon die Gelegenheiten zu mancherlei Ausgaben und Zerstreuungen wegfielen. Die meisten Familien führten ein patriarchalisches Leben. Verwandte wohnten oft in einem großen und bequemen Hause unter einem gemeinsamen Stammvater friedlich beisammen. Ein einziges Feuer, ein einziger Heerd genügten für mehrere Familien, große Gärten, die in den Freistunden bebaut wurden, Milchwirthschast, welche die Frauen besorgten, lieferten einen großen Theil der Lebensbedürfnisse fast umsonst. Entsprang wobl aus diesem unschuldigen und brüderlichen Leben eine geringere Summe an Glück, als aus dem bewegten der französischen Arbeiter? Dieß wird Niemand behaupten wollen. Doch kostete das Leben der schweizer Arbeiter die Hälfte weniger. In einem Industriezweige nun, wo der Rohstoff in Vergleich zum Arbeitslohn so wenig beträgt, wird sich die Wage aber wohl allemal zu Gunsten der frugal Lebenden neigen und ein wohlgeordnetes Hauswesen, welches viel nachhaltigere Wirkungen hat, als die Arbeit selbst, verschafft bei geringerem Arbeitslohn eine gesichertere und angenehmere Eristenz. Dieß war übrigens nicht die einzige Folge dieser Art zu leben. Die schweizer Arbeiter sammelten ihre Ersparnisse auf, während man sie in Besaneon verschwendete. Die Meisten hatten ein eigenes Haus und einen eigenen Garten und erreichten einen hohen Grad von Wohlstand, von dem sich Niemand eine Vorstellung niacht, der nicht Lachaurdcfonds und die benachbarten Dorfschaften gesehen hat. , Nicht allein aus diesen, sondern auch noch aus anderen Untersuchungen war zu folgern, daß dieses Elend nicht gerade aus den innern Mängel der Werkstätten, sondern durch äußere Einflüsse entstanden war, nicht durch das Sinken des Verdienstes, sondern durch die Art und Weise, wie dieser Verdienst angewendet wurde. Zahlreiche Anzeigen waren vorhanden, daß der Geschmack an kostspieligen Zerstreuungen die fast alleinige Ursache des Nothstandcs unter den Männern war und daß die Weiber für Putz und eitle Vergnügungen mehr aufopferten, als für wahre Bedürfnisse und um alle diese Leidenschaften hatte die des Lotteriesviels ihre erdrückenden Arme geschlungen. Eine andere Lehre, die gleichfalls noch aus diesen t e s. Untersuchungen zu ziehen ist, ist die, daß man neben so vielen Organisationsvorschlägeu sich auch mit Vergnügungen des Volks beschäftige und ihm für solche, die entsittlichen, andere anbiete, welche der Seele Schwung geben. Es wird in seiner Wahl nicht lange schwanken. Em Besuch ttt dem Kloster La Trappe. (Fortsetzung.) „Sobald ein Fremder zu beten wünscht, so muß er auf die Tribüne gehen, doch keineswegs in den Chorgesang der Brüder einstimmen." „Die verschiedenen Theile des Klosters dürfen ohne Begleitung des Pere Hotelier nicht besucht werden. Es gibt Orte, wo unverbrüchliches Schweigen herrschen muß: nämlich die Kirche in allen Theilen, das Re- fectorium, das Dormitorium, die Kreuzgänge, die Ca- pitelstube und die Kirche. In den Orten, wo es erlaubt ist zu sprechen, darf es nur flüsternd geschehen, so daß der Sprecher nicht von den Mönchen gehört werden, die ihm nahe sind. Die Herrn Gäste werden gebeten, zu glauben, daß man mit Schmerz ihnen eine so einfache Kost während ihres Besuches bietet, dock die Regel des Ordens läßt es nicht anders zu!" Als die Thür unseres Zimmers sich wieder öffnete erschien der Mönch der unsere Pässe empfangen hatte, wieder, doch trat er mit dem Rücken gegen uns heraus und verbeugte sich tief vor einem Mönche, dem er vorausschritt, indem wir daher Niemand anders als den Abt des Klosters erkennen konnten. Er war dem Anschein nach gegen fünf und sechzig Jahr alt, von harten unfreundlichen Zügen, welche durch ein leichtes Schielen noch abstoßender wurden, doch fehlte auch bei ihm ein freundliches Lächeln des Willkommens nicht, noch mangelte seinem Gesichte der Ausdruck der Gntmüthigkeit, der allen Bewohnern des Hauses gewöhnlich schien. Seine weiße Kutte und Kaputze unterschied sich in nichts von derjenigen, welche der Möüch trug der uns den Paß abverlangte. Die einzige Auszeichnung die ihn schmückte, war ein massiver goldener Ring mit einem großen blitzenden Edelstein den er an einem Finger der linken Hand trug und ein kleines Kreuz von Burbaumholz, das an einer schwarz-seidenen Schnur um seinen Hals hing und auf der Brust ruhte. Der „heilige Vater" näherte sich uns mit einer achtungsvollen Verbeugung schüttelte uns freundlich die Hand und fragte uns höflich nach dem Zweck unseres Besuchs, er schien vergnügt, als er vernahm, daß wir auf kurze Zeit in dem Kloster bleiben wollten und indem er die Hoffnung aussprach, daß unser Aufenthalt von einiger Dauer sein möchte, versicherte er uns, daß Alles, was die Regeln des Ordens erlaubten und das Haus darbieten könne, zu unserem Dienst stände. (Fortsetzung folgt.) Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.