1850 M 45 Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch nnd Sonnabend. — Preis dkS Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 ft., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr. Mittwoch den S Zuni Auswärts abonnirt man ffch bei allen Postämtern In Gießen bei der Er»ed. (Canzl-iberg Lit. B. Nr. 1.) - Einrückungsgebühr für die gespaltene EorxuSzeilc 2 fr. Anzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks Amtlicher Theil. Auszug aus dem Großh. Regierungsblatt: Nr. 26. vom 31. Mai 1850. Inhalt: 1) Bekanntmachung, die Brandversicherungsbciträge für das Zahr 1849 betr.; — 2) Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfniffe in den Gemeinden des Friedensgerichtsbezirks Wörrstadt für 1850; — 3) Dienst- nachrichten; — 4) Concurrenzeröffnungen. Bekanntmachung, die Brandversicherungsbeiträge für das Jahr 1849 betreffend. Die Bedürfnisse der Großhcrzoalichen Brandversicherungs-Kasse haben auch im Jahre 1849 eine ungewöhnliche Höhe erreicht, indem sie "sich auf die Summe von 347,118 Gulden 19'/. Kreuzer berechnen, wodurch, gleich wie im vorigen Jahre, ein Ausschlag von zehn Kreuzern einem Pfennig von Einhundert Gulden Brandrersicherungekapital erforderlich wird. Dieser Ausschlag wird mit Genehmigung Großhcrzogl. Ministeriums des Innern sofort vollzogen, und es werden die danach sich berechnenden Beiträge der Gebäude-Eigenthümer nebst den l'/4 Kreuzer von feder Hauptnummer betragenden Repartitions-Gebührcn in zwei Terminen, nämlich zur Hälfte in den ersten zehn Tagen des Monats August, zur anderen Hälfte in den ersten zehn Tagen des Monats October dieses Jahres erhoben werden. Darmstadt den 25. Mai 1850. Großherzoglich Hessische Brandasiecurations-Cornmission. t Offizi elle Ramensveränderungen. Es wurde gestattet: am 23. April dem Wilhelm Wolf zu Elsheim, im Regierungsbezirke Mainz, künftig den Namen »Fries» und am 3n. April dem Johann Georg Weiß aus Steinberg im Regierungsbezirke Gießen, künftig den Namen »Wagner» zu führen. Ertheilung eines Patentes. Am 27. April wurde dem Johann Daniel Grüncberg zu Frankfurt a M. für den ganzen Umfang des Großherzogthums Hessen auf die Dauer der nächsten fünf Jahre das ausschließliche Recht er- tbeilt, ein Metall, welches die verschiedenen Gattungen des aus reinem Zinn bestehenden Staniols ersetzt und auch zu manchen anderen Anwendungen geeignet ist, in der beschriebenen Weise anzufertigen und verkaufen zu dürfen. Dienstnachrichten. Am 29 April wurde der Friedensrichter Carl Nicolaus Molitor zu Wöllstein zum Rich- m e r. vdt. Heumann. Nachrichten. ter an dem Kreisgerichte zu Alzep; und am 6. Mai der Gerichts-Accesflst und seitherige Ergänzungsrichter bei dem Friedensgetichte zu Oberingelheim Dr. Eberhard HeddäuS zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu PfedderS- heim ernannt. Versetzung in den Ruhestand. In den Ruhe- stand wurden versetzt: am 2. Mai der evangelische Schullehrer Friedrich Roth zu Endbach, im Regierungsbezirke Biedenkopf. Sterbfälle. Gestorben sind: am 21. April der evangelische Pfarrer Johann Ludwig Kratz zu Bingenheim, im Regierungsbezirke Nidda; am 7. Mai der gmescirte Superintendent für die Provinz Rheinhessen und evangelische Pfarrer Dr. Friedrich Christian Nonnweiler zu Mainz; am 9. Mai der Förster Theodor Weil aus dem JagerhauS bei Oberolm, im Regierungsbezirke Mainz. 380 Nr. R. C. 4655. _ . Betreffend: In U-S. gegenWilhelm Christian Weil ®'^en am 30' $f?ai 1850. vonEchzell wegen Diebstahls. , Die Großherzoglich Hessische Regie rungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an sammtüche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks. Ste * b."«*«--m - _________® ü $ 1 e r< ________________ Ci 160) Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. XX’ »X*- äR0C<' U,‘b ” «-"»-»schach-» flut, gefunden und auf @r. WiyMreau Gießen am 4. Juni 1850. mit 1119) Bekanntmachung und Aufforderung. Johannes Rinn, Jacobs Sohn, 9r. zu Heu. chech"m, ist für einen Verschwender erklärt und Kurfürst!. Hess Landgericht. Theis. Beglaubigt: Schwarzentag, k. A. Gießen. ich mich veranlaßt, durch meinen, mittelst der Bollmacht sub E legitimirten Anwalt klagend zu buten: 8 den ersten Mitverklagten edictaliter vor- julabeti, beide Verklagte aber solidarisch zu verurtheilen, die libellirten Darlehen von 166 Rthlr. 20 Sgr. resp. 111 Rthlr. 3 Sgr. 4 ^Ir. und 55 Rthlr. 16 Sgr. 8 Hlr. mit Zinsen zu 5 Proeent hiervon seit dem “/ resp. und %48 alsbald an mich zu bezahlen, wir auch eine Sperial-Hypothek an den in Anlage A näher beschriebenen Immobilien zuzusprechen und Verklagte zr? deren Abtretung zum Zwecke der Veräußerung und meiner Befriedigung, sowie auch zum Kostcn- erjatze schuldig zu erkennen: 12. Juli I. I., Morgens 10 Uhr, Contimazirzeit — bei Meidung des Kostenersatzes hier vorzubringen. Zugleich wird er benachrichtigt, datz die in der Klage angezogenen Urkunden zu seiner Einsicht im Gerichtslokale bereit liegen und daß Ausfertigungen der in der Sache ferner zu er- theilenden gerichllichen Verfügungen und Bescheide statt Verkündigung vor dein Gerichiszimmer werden angeheftet werden. Marburg den 24. April 1850. &f, der Auflage hierdurch bekannt gemacht, den Klager klaglos zu stellen oder etwaige Einreden gegen dieselbe im Termin den Edictalladungen. 1007) Marburg. Decret in Sachen des Gymnasiallehrers Dr. Julius Hartmann zu Rinteln, Klägers gegen 1) den abwesenden Heinrich Schönhard und 2) die Witlwe des Töpfers Johannes Schon- Hard, m Marburg, Verklagte, wegen Hypothek-Forderung. Dem Verklagten I., da er von hier abwesend und sem fetziger Aufenthaltsort unbekannt ist, wird nachstehende Klage, als: Nachdem unter A', B und C anliegenden und Pfandverschreibungen vom 17‘ ^uni 1845 und 6. Juni 1846 haben Johannes Schönhard des ersten Mitverklagten Vater und dessen zweite Ehefrau die zweite Mitverklagte von mir drei Darlehen' nämlich 166 Rthlr. 20 Sgr. (300 fl) in Rthlr.' ft (obcr 200 fl.) und 55 Rthlr. " Sgr. 8 Hlr (100 fl.) unter solidarischer Verpflichtung erhalten, und dabei versprochen d.ese Capitalien mit 5 Proeent jährlich zu ver- zmscn, zu meiner Sicherheit aber das in der Anlage A näher beschriebene, noch jetzt im Besitz der zweiten Mitverklagten befindliche Grund- elgenthum speeiell verpfändet. In Folge des eingetrctenen Todes des Johannes Schönhard r~r‘CIrter Sohn Heinrich, welcher zur Zeit des Todes des Ersteren noch in dessen väterlicher Gewalt stand, Erbe desselben gewor- ?nU9fni?£r ne*Ä .^"verklagte ist jedoch, wie in Anlage D beichemigt worden ist, nach Amerika ausgcwandert; und da nun nach derselben Anlage die drei Capitalien der Mitverklagten vor langer als drei Monaten gekündigt, bis jetzt aber noch nicht abgetragen worden sind, so sehe 381 unter (Suratei des Eberhard Reuschling und Johannes Engelhard daselbst gestellt worden. Dieses wird unter dem Anfügen zur öffentlichen Kennlniß gebracht, daß nunmehr gedachter Johannes Rinn rechtliche Verbindlichkeiten irgend einer Art nicht mehr eingehen kann. Zugleich werden Alle, welche Forderungen an Joh. Rinn haben sollten, aufgesordert, solche so gewiß binnen vier Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen, als sonst bei Regulirung der Vermögensverhaltnisse darauf keine Rücksicht genommen werden wird. Gießen am 17. Mai 1850. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Wörner. Versteigerungen. 1161) Butzbach. Main -Weser-Eisenbahn. Seciion Mittwoch den 12. d. Mts., des Vormittags 9 Uhr, soll im Gastbaus zum Stern dahier das Brechen und die Beisuhr von 270 Cubik- Klafter Steine für die Fundation des Gleises von Butzbach bis Langgöns loosweise an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Butzbach am 1. Juni 1850. Der Gr. Hess. SectionS-Jngemeur. (Sief em et) er. 1064) Gießen. Brennholzliesernng. Donnerstag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universtiäts-Canzlei die Lieferung von 350 Stecken Buchen-Scheidholz an die hiesigen Universiiäts-Anstalten an den Wenigstnehmenden versteigert werden, wozu man Liebhaber einladet. Gießen am 21. Mai 1850. Gr. Hess. Universitäts-Rentamt. Martin. 1155) Lich. Im Sicher Stadtwald werden nach dem Tarifpreis noch an Bau- und Werkholz abgegeben : , 398 Stämme Eichen von 67, b,s 25" Durchmesser und und 5 bis 62 Schuh Lange, 11 Linden von 6—12" Durchmesser und 16 bis 45 Schuh Länge, 51 Kiefern von 6 bis 15" Durchmesser und 23 bis 76 Schuh Länge, und noch 73 Kiefern Stangen zu Leiterbäumen brauchbar. Ich ersuche die Herrn Bürgermeister dies zur möglichsten Veröffentlichung bringen zu wollen. Lich den 30. Mai 1850. Der Gr. Bürgermeister Dieterich. 1149) Gießen. Holzversteigerung im Revier Schiffenberg. Freitag den 7. Juni, sollen in den Domanialwald-Districlen Schiffenberg und Bühne versteigert werden: 1’4 Stecken Eichen-Scheidholz, 6% „ „ Prügelholz, 15’4 „ „ Stockholz, 12900 Bnchen-Wellen, 4950 Eichen- » 1900 Nadel- und Weichholz-Wellen, 35 Eichen-Stämme, von 6—10" Drchm., 3 Eschen- n von 5'4—7" „ 2 Elzbeer- „ von 6—8 '/2" „ 312 Eschen-Stangen, von 2—5" „ 80 Eichen- „ von 2'4—5" n 117 Buchen- n von 2—5" „ 1 Elzbeer-Siange, von 5" „ 2 Linden-Stangen, von 2—4" „ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Vom Mitbieten bleiben alle Restanten von Do- manialgefällen aus den Rechnungsjahren vor 1849 ausgeschlossen. Zusammenkunst Morgens 8 Uhr an der Klosterwiese. Gießen am 31. Mai 1850. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg. Dr. 2)raubt. 1065) Gießen. Brennholzlieserung Donnerstag den 6. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universttäts-Eanzlei die Lieferung von 4o Stecken Buchen-Scheidholz in das hiesige Gymnasium an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen am 21. Mai 1850. Gr. Hess. Gymnasialkasse. Martin. 1158) Lich. Montag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem hiesigen Landgerichts-Lokal ungefähr 6 bis 8 (Sentner zur Vernichtung ausgeschiedene Akten unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen meistbietend versteigert werden. Lich am 1. Juni 1850. Gr. Hess. Landgericht. Sartorius. 1150) Heuchelheim. Arbeitsversteigerung> Mittwoch den 5. Juni, Mittags 1 Uhr, sollen die zur Chaussirung einer Strecke von circa 200 l. Klstr. des VieinalwegS von Heuchelheim nach Atzbach ersorderlichen Arbeiten, sowie die Lieferung und Anfuhr der Steine auf dem genannten Wege, an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. 382 Voranschlag und Zeichnung kann auf dem Bureau des Unterzeichnelen eingesehen werden. Heuchelheim am 30. Mai 1850. Der Bürgermeister S t e in müller. 1127) Waldgirmes. Freitag den 7. Juni d. I, des Morgens von 8 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, District Bannhard, 63 Eichen-Banstämme von verschiedener Größe, 2913 Cubiksiiß enthaltend, sowie eine Quantität Buchen- und Eichen-Brennholz, als Scheid-, Prügel-, Stock- und Reisholz, meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im genannten District am neuen Weg. Waldgirmes am 28. Mai 1850. Der Bürgermeister Mailing. 1173) Frankenbach. Holzversteigerung im hiesigen Gemeindewald. Montag den 10. t. Mts,, von Morgens 8 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, District Kammerlohe, nachvcrzeichnetes Holz: 80 Stecken Buchen-Scheidholr, 59 Ächen-Stämme, von 10—60 Fuß Länge, 4977 Cubikfuß, 3 Buchen-Stämme, von 10—25 Fuß Länge, welche sich zu Achsen eignen, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Frankenbach. Frankenbach am 3. Juni 1850. Der Bürgermeister Bernhardt. 920) Gießen. In Folge erhaltenen Auftrags wird Unterzeichneter die Stern'sche Besitzung in Lollar (das frühere Zollgebäude) Mittwoch den 5. Juni l. I., Morgens 9 Uhr, öffentlich meistbietend versteigern lassen. Diese Besitzung in Lollar, eine Stunde von Gießen, an der Straße von Cassel nach Frankfurt und nahe dem dortigen Bahnhofe der Main- Weser-Eiscnbahn belegen, besteht aus einem sehr großen, mit hoher Mauer umschlossenen, gepflastertem Hofraum, worin 2 Gärtchen befindlich, einem sehr schöne» im Jahre 1828 vom Staate neu erbauten Wohnhause, ferner einem Nebengebäude (dem früheren Revisionsschoppen), und auS dem im Jahre 1844 neu erbauten Färb- und Trockenhause, ferner einem noch besonder» Baue, worin Waschküche, Stallungen u. s. w. befindlich sind. Das Ganz eignet sich wegen seiner so sehr vor- theilhaften Lage und Räumlichkeit nicht nur sehr zur Anlage einer Fabrik, sondern auch ganz vorzüglich zur Gastwirthschaft und zum Betriebe jedes sonstigen bürgerlichen Gewerbes. Beim Mangel jedoch von Kauflustigen für das Ganze wird auch die Versteigerung in 3 Abthei- (Hierzu eil lungen vorgenommen werden, zu welchem Behufe die Besitzung in 3 Theile getheilt, und jeder besonders versteigert werden wird. Der Plan hierzu liegt bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen, so wie derselbe auch über alles Sonstige auf Verlangen gern Auskunft ertheilt. Gleichzeitig wird auch ein dem Herrn Stern gehöriger, nahe bei Lollar liegender Acker, versteigert werde». Kaufliebhaber belieben sich zur bestimmten Zeit und Stunde,in dem Stern'schen Gebäude in Lollar einzufinden. Gießen den 26. April 1850. Körber. Feilgeboten. 1172) Gießen. Ausgesetzte Wuueen in Kleiderstoffe», als Mousseline de l aiue, Reps, Jaconnet, Barege, Balzarine, Foullards, Som- mershawls, Bänder, Spitzen, Kragen ic., um damit aufzuräumen, empfiehlt zu bedeutend herabgesetzten Preisen M. Heß. 1128) Gießen. Schweizer Wurm-Chokolade. Daö vorzüglichste Mittel gegen Würmer, sowohl bei Kindern als Erwachsenen ist diese Schweizer- Chokolade. Dieselbe wird roh gegessen und schmeckt sehr angenehm. — Alleinige Niederlage für Gießen bei August Hoffmann, Schloßgasse. 1167) Gieße». Eine Scheuer mit geschlossenem Hofe ist zu vermiethen. Wo? sagt Ausg. d. Vitts. 1143) Gießen. Hanfgarn, sowie Bestechgarn, deutschen und italienischen Schuhmacherhanf und Schuhmacberharz empfiehlt Seiler A. Huhn, auf dem Seltersweg. 1176) Lich. Ein wenig gebrauchtes Kinderwägelchen von schöner Bauart, ist billig zu verkaufen. Die Erp. d. Bltts. sagt wo. 1156) Gießen. Vorzügliche Goldleisten in allen Mustern und Gattungen, verkauft zu sehr billigen Preisen Conr. Dan. Fillmann an der Stadtkirche. 1157) Gießen. Dauerhaft gearbeitete Sommerröcke und Hosen werden stets und zu äußerst billigen Preisen gefertigt bei I. S t o ll m e r, Schneidermeister. Zu vermiethen. 1112) Gießen. Eine Familienwohnung, bestehend in 2 Zimmern, Kammer, verschließbarem Keller, Hoizplatz, ist zu vermiethen in Lit. B. Nr. 82. I. Weill. : Beilage.) Beilage zu M. 45 des Anzeigeblattes Zu vermieden. 1116) Gießen. Im Heyer'schen Hause auf dem Wall ist die untere Etage zu vermietben und alsbald beziehbar. Auch kann Stallung für mehrere Pferde nebst Remise dazu abgegeben werden. 1082) Gießen. Das von Herrn Rentamts» diener Frey bewohnte Logis ist an eine kleine Familie oder eine ledige Person, mit oder ohne Möbel, anderweit zu vermiethen. Christian Jnghard. 1163) Gießen. Claviere sind zu vermiethen oder auch billig zu verkaufen bei M a r g u t h, Lit. A. Nr. 18. 1086) Gießen. In dem Simon'schen Hause in der Mühlgaffe ist ein Logis, bestehend in drei Stuben, Keller, Holzstall und Mistenstätte, alles verschließbar, zu verleihen und gleich zu beziehen. 1170) Gießen. In meinem Hause vor dem Walllhor ist die Wohnung im obcrn Stock, enthaltend 7 heizbare Zimmer, Kabinette und Kammern, Kücye, Holzplatz, Keller, Mitgebrauch der Waschküche und Bleichplatz ic. zu vermiethen und am 1. September l. I. zu beziehen. Auch ist die untere Wohnung in meinem Hause am Lindenplatz, enthaltend 2 Stuben, Kammern, Küche und Keller, verschlossenen Holzstall und Theil an der Waschküche, zu vermiethen und am 2. Juli l. I. beziehbar. Bergmann. 1162) Gieß en. Eine freundliche gut eingerichtete Stube mit großem Cabinet, die Aussicht auf die Straße gehend, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Marguth, Lit. A. Nr. 18. 1107) Gießen. Der mittlere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und gleich beziehbar. G. Fulda. Vermischte Nachrichten. 1067) Gießen. Die diesjährige Hauptversammlung des Oberhessischen Zweig- v ereins der Gustav-Adolf-Stiftung wird, eingetretcner Hindernisse wegen, nicht, wie es Anfangs beschlossen war, am 29. Mai zu Biedenkopf, sondern am 5. Juni, Morgens 10 Uhr, zu Gießen im Saale des Busch'schen Gartens, stattfinden. Die Versammlung der Deputieren findet am Abende des 4. Juni in demselben Locale statt. Gießen den 20. Mai 1850. Per Ausschuß des Oberhesstscheu Aweigvereius der Gufiau-Adolf-Stistung. 1175) Gießen. Einem geehrten Publikum erlaube ich mir die ergebene Anzeige zu machen, daß ich wiederum mein Badehaus eröffnet habe und bitte um zahlreichen Zuspruch. Chr. Grube, Zimmermeister. 1135) Gießen. Donnerstag den 6. Juni beginnt in der Grziehungs - Anstalt der Unterzeichneten der Unterricht wieder und zugleich ein neuer Lehrcursus. Gießen den 30. Mai 1850. Louise Hilliger. 1136) Salzhausen. Man bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß von jetzt ab jeden Tag Soolbäder dahier genommen werden können, sowie daß die sonntäglichen Tanzbelustigungen regelmäßig stattfiitden. Salzhausen am 29. Mai 1850. Die Gr. Bade-Direction. 1159) Gießen. Diejenigen Mitglieder des hiesigen Veteranen-Vereins, welche auswärts wohnen, werden hiermit benachrichtigt, daß der Jahrestag der Stiftung des Felddienstzeichens, nach §. 20 der Statuten festlich begangen werden soll, und zwar durch ein Freitag den 14. d. M., Abends 7% Uhr, im Gasthaus zum Promenadehaus stattfindendes Essen. Anmeldungen zur Theilnahme wollen bis zum 11. d. M. in dem genannten Gasthof oder bei Jacob Schleuning dahier gemacht werden. Gießen den 2. Juni 1850. Der Vorstand des Veteranenvereins. 1164) Gießen. DaS Herbert'sche Badehaus ist für diese Saison unterhalb der neuen Lahnbrücke wieder aufgestellt und werden Abonnements-Billets ausgegeben bei Carl Jacob Herbert. 1133) Butzbach. Durch wiederholtes Kranksein bin ick bis jetzt verhindert gewesen, meinen neuen Pult-Flügel ausspielen zu lassen und mich überhaupt mit der Unterbringung der Loose zu beschäftigen; es sind deßhalb auch von letzteren noch viele übrig, welche ich jedoch bis Ende dieses Sommers unterzubringen hoffe. Nebenbei bemerke ich noch, daß bei mir einige neue Piano's und Tafelform-Flügel mit Metall» platten, über 6 Octav, gut und schön gearbeitet, sehr billig zu verkaufen oder zu vermiethen stehen. Andreas Marguth in Butzbach, an der Kaserne. 1121) Gnt wendet Am 16. Mai ist mir von einem Manne und zwei Frauenzimmern, welche den Weg von Wipperfürth nach Meinerzhagen »erfolgten und angeblich noch vier Tagereisen zu machen hatten, ein starker Hühnerhund, männlichen Geschlechts, mit hochtragender Fahne, weiß behangen, braunen Ohren, einzelnen braunen Flecken und auf den Namen „Pollo" hörend, entwendet worden. Derjenige, welcher den Hund mir ober dem Herrn A. Reinhardt in Dillenburg zurückbringt oder den jetzigen Besitzer Jemand anzugeben vermag, erhält eine angemessene Belohnung. C. R. Cramer in Ohl bet Rönsahl, 384 1165) G ießen. Auf vielseitiges Verlangen geben die Wetzlarer Hautboisten Mittwoch den 5. d. Mts. eine musikalische Abend-Unterhaltung im Buschischen Garten. Der Eintrittspreis für jeden Herrn ist mindestens auf 12 fr. festgesetzt. Damen haben freien Zutritt. Der Eingang in den Garten ist nur von der Chaussee aus offen. 1120) Gie' en. Das am 23. d. M. ausgesetzte Concert wird am 6. Juni d. I. abgehalten werden. Gießen den 28. Mai 1850. Der Vorstand der Concertgesellschaft. 1169) Gießen. Freitag den 8. d. Mts-, Nachmittags 4 Uhr, ist Harmonie - Musik. von dem Musikcorps des Wetzlarer Garde-Regiments auf dem Loos'schen Felsenkeller anzutreffen. 1166) Gießen. Donnerstag den 6. Juni spielt die Musik des Wehlarer Gardereserve-VatarüSNS in der Brauerei von L. König. 1170) Gießen. Am verwichenen Samstag den 1. d. Mts. ist ein weiß geblümter Fenster- Vorhang von der Neustadt durch die Wettergasse nach dem Selterswcg verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung an die Redact. d. Bltts. abzugcben. 1168) Gießen. Die hiesige Schützen-Gesellschaft sucht einen zuverlässigen Scheibeu-Zeigrr. Das Nähere ist bei Büchsenmacher W. Stein zu erfahren. A u s z u l e i h e n. 1177) 300 jl. liegen zu Ende d. M. gegen genügende gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Bei wem? sagt die Erped. d. Bl. 1174) Gieße n. Es ist zu dem am 8. Juli 1830 zu Wiesbaden stattfindenden Volksfeste der Sänger-, Schützen- und Turnvereine des Mittelrheins, auch an die Schützen unserer Stadt die Einladung zur Betheiligung an demselben ergangen. Es werden nach der vom Festcomitv aufgestellten Schießordnung in den einzelnen Orten von jedem Bewerber 10 Schuß auf 300 rheinische Fuß aus freier Hand ohne allen Vorthcil aus Büchsen gcthan und das Ergebniß dieses Schießens an den Festvorstand in Wiesbaden eingeschickt. Dieser sucht aus allen Bewerbern die 50 besten Schützen aus, welche sodann bei dem Feste' am 8. Juli 1850 in Wiesbaden erscheinen und um die Gaben stechen müssen. Die Gaben, welche vertheilt werden, find sreiwillige Geschenke. Wir bitten diejenigen Schützen, welche sich bei dem Schießen betheiligen wollen, sich Sontag den 9. Juni, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Hardthofe einzufinden, das vollstständige Programm ist bei Herrn Büchsenmacher Stein einzusehcn. Es kann jeder unbescholtener Deutsche zugelassen werden, sei er schon Mitglied einer Schützengesellschaft oder nicht. In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hrn. Reut. v. Estcrling v. Brüssel u. Braun v Paris. Hr. Secklin, Part. v. Straßburg. Hr- v. Hämmerling, Rent. v. Düsseldorf. Hrn. üfl. Talitte v. Frankfurt, Walters v. Dünkirchen, Dittmar v. Battenberg, Emmersbach v. Mainz, Otterbein v. Hanau, Schulz v. Frankfurt, Müller v. Barmen, Möhlau v. Cöln, Golddeck v. Lennep, Sontag v. Crefeld, Fischer v. Mainz, Schneider v. Stuttgart, Starkan u. Bauer e. Dresden, Fabius v. Iserlohn, Haab v. Würzburg, Hohland 6. Bremen u Wallach v. Cassel Hrn. Partik. Bulgaro v. Wien u Brentarius v. Berlin. Hr. v Elgans, Rent. v. Leipzig. Hr. v. Rüffel, Reg.-R. v. Darmstadt. Hr. Ludwig, Dr. jur. v. Darmstadt. Fr Braun v. Freiburg u. Eulenburg v. Erfurt. Hrn Kfl. Quambusch v. Grevelsburg, Gröschel v. Elberfeld u. Cahn u. Ettlinger v. Frankfurt. !m Rappen'. Hr Stahl, Shid. v. Marburg. Hrn. Oecon. Jaup v. Dorheim u. Wolf v. Berleburg. Hr. Gleim, Fabrik, v. Melstngen. Hrn. Kst. Sterncmann v. Leipzig, Frickenhaus v. Langenberg, Langendörfer v Mergentheim, Detinger v. Langenzeü, Schreiner v. Wertheim, Lochmann v. Alzep, Börner v. Hükeswangen, van Schult». Dürfen, Wehn v. Rheydt, Dippel v. Freienseen, Falter v. Hagen, Verend v. Coblenz, Petri v. Leipzig, Leidenthal v. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei. Angekommene und abgereiste Fremden vom 1. bis 4. Juni 1850. Frankfurt u. Bürker v. Döringheim. Hr. Reichel, Fabrik, v. Cassel. Hr. Melton, Prof. v. Carlsruhe. Hr. Schneider, Oecon.-Rath v. Darmstadt. Hrn. Rent. Birkenstock v. Usingen u. Dickhak v. Mannheim. im Prinz Carl'. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Wissner, Part. v. Wien Hrn. Oec. Reut v. DiedelS- heim, Metz v. Vilbel u. Ranck v. Sinn. Hr Schmidt, Meßg. v. Friedberg. Hr. Kefer, Privatm. v. Schlitz. Hr. Sommerlad, Mierogr. v. Stettin. Hr. Rausch, Spedit. v. Großeichcn. Hrn jtfl Link v. Kelsterbach u. Vöhl v. Gedern. Hr. Geisel, Landw. v. Bellertshauscn u. Schlirm v. Frankenberg. In den Privathäusern. Bei Wtw. Reußel: Hr. Göbel, Kfm. v. Wetter. — Bei Hrn. Adv. Rumpf: Frl. v. Zangen v. Biedenkopf. — Bei Fr. Landr. Mosler: grl. Franz v. Weilburg. — Bei Hrn. Weidig: Hr. Großkurt, Rechn.-Prob. v. Cassel. — Bei Hrn. Bach: Fr. Müller v. Mannheim. — Bei Hrn. Kfm. Wallach: Hr. Wallach, Fabrik, v. Alsfeld. — Bei Hrn. Fabrik. Fulda: grl. Schirmer v Cassel u. Frl. Schir, wer v. Marburg. — Bei Hrn. Fabrik. Schirmer: Hr. Schirmer, Kfm. v. Cassel. — Bei Hrn. Dr. Köhler: Fr. Hauptm. Kraus v. Friedberg. — Bei Hrn. Pimper 1.: Hr. Hattemer, Dr. phii. v. Camberg. —