Anzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks 1SSO Sonnabend den s August .HL 62 Auswärts abonnirt man stch r-i allen Postämtern Zn Gießen bei der Erped. (Canzleiberg Lit. B. 91t. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene LorpuSzeile 2 kr. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st- 30 kr., für Auswärtige incl. Postauffchlag 1 st. 42 kr. Amtlicher Th eil. Auszug aus dem Großh. Regierungsblatt: Nr. 3 5 vom 23. Juli 1 850. Inhalt: '!) Verordnung, die Wahl von weiteren Ergänzungsgeschworenen für die im zweiten Semester 1850 in der Provinz Oberheffen abzuhaltende Assisensißung bctr.; - 2) Bekanntmachung, die Verundernng in der Bezirks. Einteilung der Landgerichte Lauterbach und Ulrichstein bctr.; — 3) Umlagen zur Bestreitung von Bedürfnissen in den israelitischen Religionsgemeinden des Regierungsbezirks Friedberg für das Jahr 1850.; — 4.) Nachtrag, ltche Ucbersicht der Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Regierungsbezirks Erbach für das Jahr 18äO; — 5) Dienstentlassung; — 6) Berichtigung. Bekanntmachung, die Wahl von wnieren Ergänzungsgeschworenen für die im zweiten Semester 1850 in der Provinz Oberhessen abzuhaltende Assisensttzung betr. ^UDWJG III. KroßHerzog von Hessen und bei Rhein rc.rc. Da für die in der Provinz Oberhessen während des zweiten Semesters des laufenden Jahres abzuhaltenden Assisen-Sitzungen die Zahl der noch übrigen zu Ergänzungsgeschwornen geeigneten Candidaten sich dergestalt vermindert hat, daß schon die zur Abhaltung der nächsten ordentlichen Quartals-Astrse gesetzlich erforderte Anzahl von Ergänzungsgeschwornen aus denselben nicht mehr bestimmt werden kann, so haben Wir, um dem in Folge dessen drohenden Stillstände der Strafjustiz in Assisensachen vorzubeugen, auf den Grund des Art. 73 der Verfassungs-Urkunde verordnet und verordnen, wie folgt: Art. 1. Es sollen alsbald für die in der Provinz Oberhessen im Laufe des zweiten Halbjahrs 1850 abzuhaltendcn Assisensitzungen aus der für den Regierungsbezirk Gießen aufgestellten Grundliste der zu den Verrichtungen eines Geschwornen gesetzlich zulässigen Personen sieben und zwanzig, welche in Gießen ihren Wohnsitz haben und deren Namen noch nicht in der gemäß Art. 45 des die Einführung des mündlichen und öffentlichen Strafverfahrens betreffenden Gesetzes vom 28. October 1848 aufgestellten Liste der für das Jahr 1850 bezeichneten Geschwornen-Candidaten gestanden hatten — ausgewählt werden, um je nach Bedürfniß als Ergänzungsgeschworne verwendet zu werden. Art. 2. Diese Liste von sieben und zwanzig ist hierauf nach Anleitung des gedachten Art. 45 auf zwei Drittheile, also auf achtzehn herabzusetzen. Art. 3. Bei der in Gemäßheit des Art. 47 des bezeichneten Gesetzes vorzunehmenden Ziehung der Ergänzungsgeschwornen sind die Namen dieser Neuerwählten besonders in die Urne zu legen und daraus soviel Ergänzungsgeschworne zu ziehen, als deren neben den in Gießen wohnenden Geschwornen-Candidaten, welche von der bisherigen Liste für 1850 noch übrig sind, zur vollen Zahl von neun erforderlich erscheinen. Bei Ziehung der Namen der dreißig Hauptgeschwornen sind dagegen die Namen jener Neuerwählten außer aller Betheiligung zu lassen. Art. 4. Ist im Falle des Art. 55 des gedachten Gesetzes die Zahl von vier und zwanzig Hauptgeschworenen zu vervollständigen, so hat der Präsident dies zunächst aus den von der bisherigen Liste für 506 1850 ncch übrigen Ergänzungsgeschwornen zu bewirken und erst wenn und in so weit deren Zahl zu dieser Vervollständigung nicht zurcicht. sind weiter so viele Namen, als hierzu erforderlich, aus der Reihe der nach Vorschrift gegenwärtiger Verordnung erwählten neuen Ergänzungsgeschwornen nach Anleitung des Art. 55 aus der nur deren Namen enthaltenen Urne zu ziehen. Art. 5.. Erscheint im Falle des Art. 67 des genannten Gesetzes die Bezeichnung von zwei Ergänzungs- geschworncn für die Verhandlung einer Sache nothwendig, so gehen auch hierbei diejenigen Ergänzungsgeschwornen, welche von der bisherigen Liste für 1850 noch übrig sind, unbedingt vor, so zwar, daß in Bezug auf sie das Recht der Ablehnung nicht mehr ausgeübt werden kann, sobald von ihnen nur noch die Namen von zweien oder von Einem in der Urne vorhanden sind. Muß in Ermangelung von wenigstens zweien solcher älterer Ergänzungsgeschwornen in die Reihe der nach Maßgabe gegenwärtiger Verordnung erwählten neuen Ergänzungsgeschwornen übergegriffen werden, so findet bei der auch bezüglich ihrer vorzunehmenden besonderen Ziehung das Recht der Ablehnung ganz nach Anleitung des Art. 68 des Gesetzes vom 28. October 1848 statt. Art. 6. Der BezirkSrath des Regierungsbezirks Gießen ist zu versammeln, um gemäß gegenwärtiger Verordnung die im Art. 1 bezeichnete Zahl von sieben und zwanzig Personen zu erwählen. Art. 7. Gegenwärtige Verordnung tritt vom Tage ihres Erscheinens im Regierungsblatte an in Wirksamkeit. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des bcigedrückten Staatssiegels. Auerbach am 20. Juli 1850. (L. s.) LUDWIG. Nl'-R' 6649. „ Gießen am 1. August 1850. Betreffend: Die Voranschlägen der Gemeinden des Regierungsbezirks Gießen für 1851. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks. Unter Verweisung auf unser Ausschreiben vom 1. August v. I. in Nr. 61 des Anzeigeblatts — erinnern wir Sie an die nunmehrige Aufnahme der rubricirten Voranschläge. Da sich bei Revision der 1850r Voranschlägen fast überall eine Nichtbeachtung der Bestimmungen in den 88. 138, 139, 140, 141, 142 und 146 der Instruction vom 2. Mai 1836 ergeben hat, so fordern wir Sie auf, bei den Kirchen- und Schulvorständen die Anforderungen über die Bedürfnissen der Kirchen und Schulen zeitig zu erheben und die desfallsigen Vorsehungen damit zu begründen. Auch machen wir Sw daraus aufmerksam, daß die nötbigen Kostenüberschlägcn nur von verpflichteten Sachverständigen gefertigt und den Voranschlägen beigelegt werden dürfen. Zur Einsendung der Voranschläge bestimmen wir eine unerstreckliche Frist bis zum 15. September d. I. v. W i l l i ch. 1601) DeffeAtliche 9? Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unterm Heutigen der Gr. Bürgermeister Ferber in seinen Dienst eingewiesen worden ist, und bemerken zugleich, daß nach Höchster Verfügung, die Localpolizei von dem Bürgermeisicramte getrennt und dem landesherrlichen Polizei-Commissär Nover übertragen worden ist. Gießen den 30. Juli 1850. Großherzogt. Regierungs - Commission das. K ü ch l e r. Wlizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein weißes Sacktuch, ein Beodbeutel mit verschiedenen Gegenständen, ein gestrickter Kinderschuh und ein Bilderbuch. Diese Gegenstände können auf dem Gr, Polizeibüreau dahier von den rechtmäßigen Eigenthümern baldigst in Empfang genommen werden. Gießen am 2. August 1850. Der Großh. Polizei-Commissär L. Nover. 507 Besondere Bekanntmachung. jßin Gießen. Die Wahl zue zweiten Kammer der Landftäude. Dienstaa den 6. August l. 3-, Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, foll dahier in dem Rathhause die Abstimmung zur Wahl eines Abgeordneten m die zweite Ltammer für den hiesigen Wahlbezirk vorgenommen werden, wozu nach Art. 13 des Wahlgesetzes sammtliche ui bieftaer Gemeinde wohnende Stimmberechtigte, nämlich Diejenigen, welche das 25. Lebensjahr zuruckgelegt haben und in der Ausübung ihres Staatsdürgerrechts nicht gehmdcrt sind — nut dem Bemerken emge- laden werden, daß in zwei Wahlbüreaus abgestimmt wird und zwar von^oen Stunmderechttgten nut den Anfangsbuchstaben A bis L im alten Bureau und M bis 3 »m großen Saale des Rathhauses. Um 5 Uhr wird die Abstimmung geschlossen. Vüraermeister Gießen am 2. August 1850. F^e rb'er. Versteigerungen. 1610) Gießen. Montag den 16. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf c «hiesigem Rathhaus der dem Adolph Heimreich dahier zustehender Garten, als: Grundb. lHKlftr. , , 38/ 146 Acker, jetzo Garten IM Waldpförter Feld rechts der Chaussee, auf den Herrschaft!. Wiesen, 3%oa 155 Wiese daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 29. Juli 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1604) Gröningen. Iagdvcrpachtnug im Grünmger und Dors- giller Markwald. Freitag den 23. August l. I., Mittags um 1 Uhr, sog oie Jagd im Grünmger und Dorfgiller Markwald unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend auf dem Rathhaus zu Grüningen versteigert werden. Gröningen den 31. Zuli 1850. Der Bürgermeister Marsteller. 1609) Gießen. Montag den 16. September d. Z., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus der dem Metzger Friedrich Möhl I. dahier zustehender Acker, als: Grundb. HHKlftr. “/.u 384 Acker in den Güntersgräben, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 29 Zuli 1850. Der Beigeordnete Rühl. 1290) G teßen. Ocffentliche Bekanntmachung. Erbvertheilungshalber soll die den Kindern und der Wittwe des Melchior Muhly gehörige Mühle, Hofraitbe II 87/6g alt, XXXI/, ,2 neu bezeichnet und 111 Klafter Hofraithegrund haltend, die s. g. Kleinmühle zwischen Allendorf und Trais an der Lumda gelegen, bestehend aus einer Mahlmühle mit 2 Gängen und einer Schlagmühle mit dem dazu gehörigen Mühlengeräthe, sowie alt neu Klstr. 184/14 XXXI/, 74 101 Grasgarteu am Bruchlhetl, 184/1S XXXI/, 73 1 32 Grasgarten, 184/,4 XXXI/275 253 Grasgarten hinter Kleinmüller Holzstall, sowie von 18% XXXI/,90 6 28 Grasgarteu, 23 Ruthen, als der Eingang zum Keller, "V, XXXI/,75.,76 982 Wiese am Bruchtheil, 73 Ruthen, und von "'/„ 31 Ruthen 8 Schuh weiter zum Hofraithegrund gehörig, welche Immobilien mit Ausnahme des Grundstücks iss/ und des Hofraithegrunds, auf welchem sich ein neuer Stall befindet, Erbleihe der Stadt Allendorf sind, Samstag den 3. August d. Z., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause in Allendorf unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen meist bietend versteigert werden. Gießen den 10. Juni 1850. Großh. Landgericht. Ploch. 1608) Ulrichstein. Die zu einer Hauptreparatur der Kirche zu Ulrichstein erforderlichen Zimmer- und Maurerarbeiten sollen _ , • Montag den 12. August l. I., Mittags um 1 Uhr, aus dem Bürgermeistereibürcau dahier nochmals zur öffentlichen Versteigerung kommen; wozu man alle zur Ucbernahme Lustliagcndcn zur bestimmten Stunde einladet — und werden die Bedingungen bei der Vergebung bekannt gemacht werden. Ulrichstein den 28. Juli 1850. Der Bürgermeister Brrse. 1594) Hohensolms. Donnerstag den 8. August, Morgens 9 Uhr, wird das Gemeinde -Vierbrauhaus zu Erda, von noch gutem Gehölze, auf den Abbruch einer össenl- 508 lichen Versteigerung unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen in loco meistbietend ausgesetzt. Hohensolms den 30. Juli 1850- Der Bürgermeister Trips. 1573) Gießen. Versteigerung von Korbweiden bei der Stadt' Gießen. Dienstag den 6. August l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen die Korbweiden an den Wieseckböschungen und am Bruchgraben auf dem hiesigen Rathhause öffentlich versteigert werden. Gießen am 27. Juli 1850. Der Bürgermeister-Vicar Rühl. 1582) Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 5. August l. I., von Morgens 8 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Hegstrauch, Waldhute, Hasenhecke, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 1 Stecken eichen Scheidholz, 1% » " Prügelholz, 2 n „ Stockholz, 100 Wellen „ Reisholz, 4% Stecken kiefern Scheidholz, 2% u „ Prügelholz, 10 u „ Stockholz, 18883 Wellen » Reisholz, 150 „ fichten „ 75 „ lerchen » 1 eichen Stamm, von 71 Cubikf., 8 fichten Stangen, „11 „ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist auf der alten Steinbacher Straße im Hegstrauch. Gießen am 29. Juli 1850. Der Bürgermeister-Vikar Rühl. 1596) Gießen. Mittwoch den 7. August, werden in meiner Behausung eine Parthie Cigarren als: Pfälzer, Java , la Crona, Havanna, la Gloria, Isabella, Halb-Havanna, Laguez, ügues, Cuba, Sylva, Almenaares, Rencurrel, Caban- nas, Amarillo, Washington, Dos Amigos & 6 mille importirte Havanna, ferner Rollenvarinas und von Schnupftabacken: Lotzbeck Nr. 1., Pariser Nr. 1., & Cardinal, in looser Packung, meistbietend, gegen gleich baare Zahlung versteigert. Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß ich Chocolade, feine Theesorten, Korkstopfen, Schwämme und andere Artikel aus der Hand billig abgebe. G. Schmidtborn. 1595) Butzbach. Hausversteigerung. Der Unterzeichnete ist gesonnen, seine in der Mitte der Stadt (am Marktplätze) sehr vortheilhaft gelegene Hofraithe, bestehend in zwei verbundenen Wohnhäusern, einer neu erbauten Scheuer zwei Ställen, geräumigem Hofraum mit Einfahrt von der Straße, zwei gewölbten Kellern und Pumpbrunnen öffentlich versteigern zu lassen. Diese Hofraithe eignet sich durch ihre Lage zu jedem Ge- fchäft, und ist Raum zum Anbauen vorhanden, sowie erforderlichen Falls Einfahrt von der Hintern Seite gewonnen werden kann. Das Ganze soll entweder zusammen oder in zwei Abtheilungen in dem auf Mittwoch den 7. August, Nachmittags 2 Uhr, anberaumten Termine auf hiesigem Rathhause versteigert werden. Die näheren Bedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gemacht. Butzbach den 24. Juli 1850. Anton Winter. 1615) Gießen. Waarenversteigerurrg. Montag den 5. d. M.,' Nachmittags 2 Uhr, werden im Prinz Carl eine Parthie Kleider- und Mantelzeuge, Shawls, Shäwlchen rc. gegen baare Zahlung versteigert. Feilgeboten. 1592) Gießen. Neue (1850r) Holländische Häringe, I849r Sardellen, Capern, Citronen, Düsseldorfer Senft, Schweitzer- Limburger- und Rahmkäse, weißer und rother Einmach-Essig, Nordhäußer Fruchtbrandwein bei L. Iah reis, am Marktplatz. 1586) Gießen. Frischer Zwiebelkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr, bei H. D. Noll im Stern. 1553) Gießen. Aechtes Bairisches Bier in Fässern und Flaschen bei L. Jahreis. 1597) Gießen. Ich verfehle nicht, einem geehrten Publicum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich den bevorstehenden Gießener Markt abermals mit meinen längst berühmten Offenbacher Pfeffernüssen (in 2 Sorten) besuchen werde. Außer diesen und vielen andern vorzüglichen Conditorei- Waaren empfehle ich noch besonders: magenstärkendes Magenbrod, Theelebkuchen, Nürnberger und Baseler Mandellebkuchen, Wurmkuchen, ächte Acker- männische Brustpapilloten rc. und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. Meine Bude ist vor dem Neustädter Thor mit Firma Ur ff und Sohn. 509 1617) Gießen. Tapeten in den neuesten Mustern von s, 10 u. 18 fr. u. f. w. empfiehlt Wilh. Reiber, Kirchenplatz. 1618) Gießen. Malaga per Flasche ä 54 fr., Wein per Flasche 16 fr., sowie meinen Liqueur-Verzaps empfiehlt ' Ferdinand Mayer, Zu vermiethen- 1572) Gießen. Ein Familien-Logis, bestehend aus 3 Stuben, Küche, Kammer, Keller und Holzplatz, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Georg Lony auf dem Neuenweg. 1605) Gießen. Das seither von Hrn. Lehrer Braun bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und bis den 1. October beziehbar. Gärtner Schmitt. 1616) Gießen. Drei aneinanderstoßende aus- möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Wilhelm Reiber, Kirchenplatz. 1600) Gießen. Ein möblirtes Zimmer ist monatlich oder coursweise zu vermielhen in Lit. A. Nr. 74. 1623) Gießen. Eine Stube mit einem guten Clavier steht jetzt oder auch aus . das nächste halbe Jahr zu verkniethen. Das Nähere sagt die Erped. d. Bltts 1598) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und bis den 15. August beziehbar bei PH. Brück, auf dem Seltersweg. Vermischte Nachrichten. 1607) Gießen. Sonntag den 4. August Knnftfeuertverk aus dem Trieb. Meinen geehrten Herren Abonnenten, sowie einem geehrten Publikum diene zur Nachricht, daß ich mein Versprechen, das Feuerwerk in der Nähe der Stadt abzudrennen, aus dem Grunde nicht in Erfüllung bringen kann, weil mir die Benutzung des Turner- platzeö, obgleich ich Garantie für etwa entstehenden Schaden zu leisten bereit war, von dem betreffenden Vorstande des Turnvereins abgeschlagen wurde. Ebenso wurde mir die Benutzung eines städtischen Platzes verweigert, und bin also, als Bürger Gießens, aus den Trieb verwiesen. Zugleich diene zur Nachricht, daß ich mich mit dem Pyrotechniker, Herrn Carl Ebert aus Coburg associrt habe, um einem geehrten Publikum mehrere neue von demselben ausgeführten Stücke bieten zu können. Der Weg nach dem Trieb wird Abends durch Fackeln beleuchtet. Das Nähere besagen die Anschlagzettel. Um zahlreichen Besuch bitten Carl Matthias, Carl Eberl aus Coburg. 1613) Gießen. Nr. 44 hat die silberne Taschenuhr gewonnen. Friedrich Koburger. Da cs nachgerade zweifelhaft erscheint, ob und wann ein Hülfs-Comittz für Schleswig- Holstein in hiesiger Stadt in Thätigkeit kommen wird, so sehe ich mich genöthigt, meinen Geldbeitrag, da ich in meiner Lage leider nichts Besseres zu bieten habe, in den nächsten Tagen direct an ein auswärtiges Comite einzusenden. Denjenigen, welche diese Gelegenheit benutzen und mir ihre Beiträge für das bedrängte ehrenhafte Volk behändigen wollen, erbtete ich mich hiermit zur Beförderung und Verrechnung derselben. Gießen den 2. August 1850. Dr. Soldan. 1019) 510 1622) Gießen. Ali die Wühler des Wahlbezirks Gießen. DaS demokratische Wahlcomite für den Wahlbezirk Gießen hat den Beschluß der Ver- traucnsmännerversammluug, den Herrn Hofgerichtsadvocaten Frank dahier als Candidaten für die zweite Kammer des demnächst zusammentretenden Landtags aufzustellen, demselben mitgetheilt und von ihm folgende Antwort erhalten: „Dem verehrlichen Comite zur Leitung der Landtagswahlen in dein Wahlbezirk Gießen beehre ich mich auf die mir erst gestern zugekommene Zuschrift vom 15. dieses zu erwiedern, daß ich jeden Demokraten ohne Weiteres für verpflichtet halte den Posten anzunehmen, der rhm in legaler Weise von seiner Partei zu Förderung des Volkswohls angewiesen wird. Hochachtend Gießen, den 23. Juli 1850. R. Frank.' Das dcmokratische Wahlcomite fordert nun alle patriotisch gesinnte Männer deS Wahlbezirks Gießen auf, den in der Vertrauensmännerversammiung am 1L dieses aufgestellten und einstimmig angenommenen Candidaten zur zweiten Kammer, Hofgerichtsadvocaten Frank, als ihren Candidaten für die zweite Kammer des zu berufenden Landtags zu bezeichnen und an ihm festzuhalten. Das demokratische Wahlcomite empfiehlt denselben als entschiedenen Volksfreund, der unerschütterlich diejenige Bahn einhalten wird, welche von der Demokratie als die einzig richtige bezeichnet worden ist. Gießen, den 30. Juli 1850. Das demokratische Wahlcomite des Wahlbezirks Gießen. Der Stimmzettel für denselben muß folgendermaßen ausgefüllt werden: Familienname. Vornamen. Stand oder Gewerbe. Wohnort. Frank Meinhard Advocat Gießen. 1621) Gießen. Kunstanzeige. Unterzeichneter erlaubt sich, einem geehrten Publicum die ergebenste Anzeige zu machen, daß vom Sonntag den 4. und über die Markttage von Morgens 9 bis Abends 9 Uhr sein in den größten Hauptstädten mit allem Beifall aufgenommenes großartiges darstellend die neuesten Zeitereignisse, als: Die Belagerung von Ra st alt, vom 2. bis zum 23. Juni 1849. Ferner folgende schöne Ansichten: 1) das Gefecht bei Durlach am 24. Juni 1849. 2) die Schlacht bei Waghäusel am 21. Juni 1849. 511 8) 11) Hamburg, das neucrbaute, von der Alster aus. 12) Marseille, eine See- und Handelsstadt in Frankreich. 13) das Innere des Goldlandes Kalisornien; nebst einem großartigen anatomischen Museum aus Paris und München eröffnen wird. Der Eintnttspreiß in's Panorama ist 6 fr. Jn's anatonnsche Museum, welches 1-doch nur erwachsenen Personen, die das 20. Lebensjahr zurückgelegt haben, gezeigt wird, 18 fr. Der Schauplatz ist in der großen grünen Bude vor dem Neustadter Thor. Pyurpp Aranz. 3) die Schlacht bei Waitzen am 10. Mai 1849 zwischen den Ungarn, Oestreichern und Russen. 4) das Bombardement vor Komorn. , ,o.o . , .. 5) dje Erstürmung des Burgthores zu Wien, in der Nacht vom 1. November 1848, durch die Kroaten, Serissaner und Grenzer, unter Anführung des Ban Jellachich. 6) die Erstürmung der Tuilerien und des Louvre in Paris. 7) die Schlachten der Deutschen bei Schleswig und Flensburg am 9. und 23. April 1848. Abd-el-kaders Gefangengebung an die Franzosen. 9) Aus dem Leben Napoleons. Austerlitz. Waterloo. 10) Kreis- und General-Uebersicht von Mailand, Hauptstadt der Lombarde«. 1612) Gießen. Zur Nachfeier des Freiwilligen Jäger- und Veteranenfestes findet Sonntag den 4. Augnst gut besetzte Harmonie-Musik im PhilosoPhenwald statt, wozu ergebmst einladet v' C. H. Schwall. 1614) Badenburg. Sonntag den 4. d^V4, Harmonie-Mus tf daselbst, bis 7 Uhr. Entree für jeden Herrn 6 fr. Später kann auf Verlangen getanzt werden. Ph- Bauer. 1602) Gießen. ES sucht Jemand eine Brückenwaage, welche zwar gebraucht, aber noch richtig justirt sein muß, zu kaufen. Wer? sagt die Erped. dieses Blattes. 1620) Der Bote Evelbauer von Gladenbach logirt von heute an nicht mehr bet Wirth Ockel, sondern bei Bäckermeister Balser in der Neustadt. Aufträge nach Gladenbach, durch diesen, bittet man hierher abzugeben. 1603) Gießen. Ein Bursche, welcher militärfrei ist, mit Gartenarbeit umzugchen versteht und gute Zeugnisse besitzt, kann einen Dienst finden. Wo? ist bei der Erped. d Bltts. zu erfahren. Gießen. Vom 4. bis incl. den 10. Augnst d. I. hat die 3. Compagnie der Bürgerwehr die Feuerbereitschaft und den Ordonnanzdienst. Das Commando der Bürgerwehr. Fresenius. (1599 521 Menschenfreunde! Vor kurzer Zeit entriß mir der Tod mein mehrere Tage alt gewordenes Kind, auch ihm folgte meine Gattin nach und hinterließ'mir sechs lebendige Kinder, das Unterpfand ihrer Liebe. Die kleinen Verwaisten stehen nun ohne mütterliche Pflege und Schutz da, ich meiner Eristenz und Subststenzmittel durch niedrige Verläumdung und Bosheit beraubt, deßhalb nicht vermögend, aus Mangel an Verdienst, ihre natürlichen Bedürfnisse zu stillen. O, die Mutter der armen Kleinen, die sorgsame Pflegerin der Unmündigen, die schon seit vielen Jahren hart Geprüfte, ist in eine bessere Heimath eingegangen. Ach! das wunde Herz ringt nach Thränen, wenn ich die kleinen Verlassenen schaue ; aber die Religion erhebt meinen Blick zu Gott, und eine Stimme, die in meinem Busen tönt, sagt mir: es giebt doch noch wahre Christen, wenn auch nur wenige, die eine Gabe der Mildthütigkeit für einen hart Geprüften, auf den Altar der Menschenliebe legen, wodurch ich meinen verwaisten Kleinen nur ihre höchst nöthigen Bedürfnisse stillen könnte. Ach! ihr Menschenfreunde, sähet ihr die Hilfsbedürstigen ohne Pflege, der Mutter beraubt, die stille Verzweiflung des Vaters, hörtet ihr die herzzerreißenden Töne in seinem Innern und den namenlosen Jammer; so würdet ihr von wahrer christlicher Liebe geleitet, eine edelmüthige Großmuth an mir gütigst üben, und ich würde mit gefühlvollem Herzen für die bewiesene Milde euch ewig dafür dankbar sein. — Gießen den 1. August 1850. W a g.n e r, (1606) Geometer 3r. Cl. Frucht- und Viktu alie «preise. Viktualienpreise. Fleischtaxe. per Pfund Ochsenfleisch Kuyfieisch . Rindfleisch . Kalbfleisch - Schweinefl. . Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwarten,.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinken , . Dörrfleisch . Rindsfett Hammelsfett Schwcine- schmalz, ausgelassenes . dgl., unauSgel. 6, 16 Pf- e w 11 11 Für 1 Marktpreise. Brodtaxe. Pf. Pf. O Pf- Q i 4 Q fr. Pf Q ft. Wafferweck fr. Milchbrod 20 17 18 16 15 16 fr. TT ZK CO CO er? 5 «5 .er? S'oo s 12 8 14 16 14 201 131 13 20 20 10 12 16 12 20 15 15 16 16 Maas Milch .... Pfund Butter . . . auch . . Handfäse ..... Eier...... Pfund Waizenmehl . . „ Gcschw. Vorschuß 12 14 14 18 14 14 18 16 ®ie$en ! jKorn-' Mehl Grünberg ) |.R. >®. ) aus r Walzen - U0 Z Kornmehl besteh. fr. Ti 8 NB. Die Zugaben zum Fletsch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, Mund >c. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loty ausmacht. Köpft, Füße, genießbaren Stucke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht Fruchtpresse. Frucht- Gießen 1 1. August. 1 Grünberg , 27. Juli. | Lich | 6. Juni | Friedberg 24. Juli. Mainz 1 8. 3iini Marburg Wetzlar 20. Juli. tung. M a l t e r. Mött Scheffel Pf. fl. ft. Pf. fl. Jr. Pf. „fl. fr. Pf. fl. fr. Pf. fl. fr. fl. fr. H fr^pf. Walzen . 200 7 — 200 6 50 200 6 40 __ 7 30 200 7 40 2 ! 28 ! — Korn. . 200 5 25 190 5 — 190 5 — _ 5 10 200, 5 30 2 j 23 — Gerste. . 170 4 30 170 4 20 170 4 — _ 4 . — 200 — — 1 45 — Hafer . . — 3 35 — 3 20 120 3 — __ 3 — 200 3 36 _ 1 27 2 Erbsen. . — — ■— ---------------------------------- 1 — 5 — _ _ Linsen . . - - i - - (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu .HL 62 des Anzeigeblattcs. Vermischte Nachrichten. Aufruf m Ne PwNM DbeeheMZr k An unsere Mitbürger in Oberhessen! Abermals blutet Schleswig-Holstein, weil es von seinem guten Rechte nicht Massen und nicht von Deutschland getrennt sein will. Und Deutschland kann als Ganzes nicht helfen, weil es gespalten ist in seinen Fürsten und Staaten. Das Deutschland, das einst als deutsches Reich Europa seine Gesetze gab und wieder geben würde, wenn es einig und e i n Reich wäre. Darum muß das deutsche Volk die deutsche Ehre einlösen. Mitbürger! vergesset eure Parteianstchten und denket nur daran, daß es die Ehre der ganzen deutschen Nation gilt, und gebet - nur durch Gaben können wir jetzt helfen— jeder nach seinem Vermögen, zur Unterstützung der deutschen Krieger in Schleswig-Holstein. Bildet Vereine in jeder Stadt und in jedem Dorfe und sammelt zusammen und einzeln Gaben von Charpie, Leinwand und Geld und sendet sie hierher an Herrn Kaufmann Wind eck er, der die Güte haben wird, Alles an den Hülfsverein in Kiel zu besorgen. Von den eingegangenen Gaben wird Herr Windeckec seiner Zelt öffentlich Rechnung ablegen. Gießen den 2. August 1850. Der Vorstand des vaterländischen Vereins: v. St. George, Apotheker, Präsident des vaterl. Vereins. I. Bramm, Wirth. C. Burckhard, Schloffermeister. v. Buseck, Forstmeister. G. PH. Gail, Fabrik. Groos, Hofgerichtsrath. I. H. Haustein, Reallehrer. Dr. Kollner, Professor. Ne. Fr. Kraft, Hofgerichtsrath. C. Weidig, Metzger. Ne. Z. Wlllbrand, Professor. Ne. Zimmer, Professor. jqoic6 ds L •gaqiwijM$ ssq suamv^ •0£8T )pi£ 68 MV uagai© •naqiaoi uaqvpBuia (pinq.iaiq jjvtpjnajaß -aaV.mZ laq laqatityiyg aijv aaipjaai iü ' uajjojtpjaq ' @bD))iui(pvjß '•£ 1 tjnUnß f uaq öv,uuoZ uatzlpvu jnv banquaqvK iaq jnv laqiag °z naiach pq a)pv& uaiapam aama bunpvg *918 aiq quvjjiofö aaq zog ' uabnuaB n! uaipjungA uruachaictjavsnv chvjpta tun 'uagaig) (06 Gold- und Silber-Cours vom 1. August 1850. »old. ft. i kr. 1 Pistolen............. > 1 Pr Friedrichsd’or......... 9 51$ Holl. 10 ft. Stücke......... 9 51 5 38 9 34 Engi. Souvcrains....... . 11 Iö8 Gold al Marco.......... — — Silber. 11. j kr. Laubth., ganze.......... —1 Preuss. Thalcr.......... 1 45| & Frankenthaler ......... 2 121 Hochhaltig Silber......... 24 30 Gering und mittelhaltig....... Disconto 2j Papier. Frischbackcr zu Gießen. Sonntag den 4 August Witbelm Schäfer am Rathhaus. Georg Noll in der Neustadt. Jeremias Wallenfels auf dem Sellen weg. Kirchliche Anzeigen d er evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 4. August Mo-gcns: Kirchenrath Dr Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Hospital-Gottesdienst. Um halb 11 Mr. Freipreeiger rips. Getaufte. Den 2 8. Juli. Eine uneheliche Tochter, Eleonore, geboren den 7. Juli. Denselben. Dem Bürger und SchneidcrmeiHer, Friedrich «rauskopf, ein Sohn, Heinrich Friedrich, geboren den 16. Juli. Den selben. Dem Bürger und Schreiner, Ka l Weil, eine Tochter, Pauline Elisabethe Johanna, geboren den 9 Juli. Denselben. Dem Ortsbürger zu Leihgestern und Kulscher dahier, Paulus Bender, ein Sohn, Heiniich Karl, geboren un 9 Juli Den selb en Ein unehelicher Sohn, Emil Eduard Karl, geboren den 28. Juni. Denselben. Dem Orlsbürger zu Großenbuseck u d Schneiker dahier, Wilhelm Müller, ein Sohn, Wilhelm Emil Öeitlob Karl, geboren den 18. Juli. 514 Beerdigte, - Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche be. sorgt Klrchenrath Dr. Engel. „ Den 26. Juli. Eine uneheliche Tochter, Sophie, alt 2 M. 19 T., gestorben den 24. Juli. , «J0.?”27' Aull, Ein unehelicher Sohn, Emil, alt 1 M. 20 T., gestorben den 25. Juli. Den 2 8. Juli. Marie Christine Löber, des verstorbenen Bürgers und Bäckermeisters, Caspar Löber, hinterlassene Wittwe, geborene Notl, alt 67 I. 20 T., gestorben den 26. Juli. Den 2 9. Juli. Marie Zacobi'ne Katharine Schlier- dach, des verstorbenen Bürgers und Weißaerbermeiüers Johannes Schlierbach, eheliche Tochter, alt t>3 Z. r M' 25 gestorben den 27. Juli. Denselben. Peter Emil Philipp Lonp, des verstorbnen Burgers und Meßgermeisters, Philipp Lonp, ehelicher Sohn, alt 2 I 2 M. 24 T., gestorben den 27. Juli. . . Denselben Georgine Johannettc Karoline Euler, »nJ8ur^ l^b Meßgermeisters, Konrad Euler, eheliche Tochter, alt 4 M., gestorben den 28. Juli. , H.3“11 Georg Christian Stohr, des Bür. gers und Schloffermeisters, Eduard Balthaser Stohr, ehelicher Sohn, alt i 3 12 T.. gestorben den 29 Juli Denselben. Friedrich Dörr, des Bürgers und Schuh- machermeisters, Heinrich Dörr, ehelicher Sohn, att 10 M 27 T., gestorben den 99; Juki. ©eji 31. Juli. Philipp Wilhelm Noll, des Bür- gers und Zimmermeisters, Philipp Wilhelm Noll, ehelicher Sohn, alt 5 M. 3 T., gestorben den 29 Juli. Angekvmnrcne und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. ,m Einhor» -. Hr. Mariali, Tonkünstl. v. Bonn. Hr. Mertens, Baumeister u. Hr Siebold, Ingen, v Berlin Hr. Beck, Calcul. v. Darmstadt. Hr. Eller, Prof. v. Bonn. Hrn. Kfl. Kramer u Götz v Frankfurt, Esborne,' Jußelmann u v. Saidegg v. Prag, Weller u. Jäger v. Biedenkopf, Müller v. Mtapen, Schlicht v. Weilburg, Hirz- bach v. Cöln, Kaiser v Offenbach u. Strauß v. Friedberg. Hr. Spach, Secret, v. Straßburg Hr. v. Heisdorff, Geh Justizr v. Eisenach. Hr. v. Hombergk, Geh -Rath v' Darmstadt. ' In ftnuvrr:: Hrn Partik. v. Sellritz v. Tilsit u. Scheerer v. Berlin. Fr. Möller v. Offenbach. Hr. Rinalv, Rechtsanw. v. Weisenfels. Hr. Eggat, Bergr. 0. Eisleben. Hr. Söttinger, Fabrik, v. Druß. Hrü. Kfl. «ergelmann v. Nidda, Zimmer v. Jena, Mai Hard v. Stauffen, Heraur u. Schildwächtcr v. Frankfurt. Frh v. Ende v. Düdelsheim. Hr. Günther, Oberfinr. v. Darmstadt Hrn. Stnd. Kremsky u. Kopninski v Bonn. Hr. Geßner, Ingen, v. Friedberg. Hrn. Rent. v. Waldblatt u. Lind r,. Coblenz Hr. Jaup, Oecon. v. Friedberg Hrn. Kfl. Dirks u. Hartmann v. Frankfurt, Morgenroth v. Friedberg u. Binber v. Bremen. Im Prim Carl; Hrn. Spcdlt. Drußmar v. Ehrenberg u Rapp vaHatzfild. Hr. Biegler, Sind. v. Göttingen. Ml. Hosch v. Biedenkopf. Hrn. Kfl. Schlag v. Offenbach, Plitt v Biedenkopf, Bleihard v. Elberfeld, Sched v. Offen- ba» u Theobald v. Mainz. Hrn. Geschäfts!. Leopold v. Gellnhausen, Back v. Leusel, Braunthal v. Darmstadt, vom 31. Zuli bis 2. August 1850. Metz v Vilbel u Kister v. Langheck Hr. Rudler Arckit v. Marburg. Hr. Löffler, Privatm. v. Jlmertshausen. Im Darmstaedter Haus: Hrn. Geschällsl Mayer v. Frankfurt u Drullmann v. Wetzlar. Hr. Messing, Mechan v. Gnesheun. Hr. Will, Buchb. v. Meiningen. Hr Lutz^ v Lauteröhausen. Fr. Oppermann v. Rödgen' Hr Eigelin, Kfm. v. Niederwirde. “ 3 n c n Privathäusern. ~ Apoth. Witte: Hr Finck, Obereknnehm. v. Darmstadt. - Bei Hrn. Klrchenrath Klingelhöffer.- Hr. Klingelhoffer, Hauvtm. v. Darmstadt. — Bei Hrn Brok Ist. Hillebrand.- Hr. Lauckhardt, Frcipr. v Darmstadl — Hfn Landauer: Frl. Mainz v. Frankfurt — Bei -5^'' Munch: Hr Münch, Apothek. v. Worms. — $,t” Hofger..-Rath Schäffer: Hr. Schäffer, Pfr. v. Belllngshause,, u. Hr. Otto, Gymnas. v. Crunibach - Bei Hrn. Prof. Schmidt: Fr. Dccan u. Frl. Host v. König. fe"1 ^tn- Prof. Dr. Ettling: Frl Schlosser 0 Darmstadt. — Bei Hrn. Reall Dickore: Hr. Götz, Privatm sroÄT*0' ®ei, Hrn. Pollzeiwachtm. Bterau: Fr. Medebach v. Dexbach n. Hr. Bieran, Privatm. v. dk" Bansa: Hr. Dr. Jaup v. Darmstadt.- Z". Hsu. Brieftr. Braun: Frl. Garnicr v. Großenbuseck — Vogel: Hr. Dr. Laube v. Lichten- berg — Bei Hrn. Schneider Habenicht: Hr. Kratz, Cand. »• Hungen. — Bel Hrn. Schneider Retter: Frl. Adlung v. FranHurt. — a Dun Novelle von BeeNK viyrr G m fe (Fortsetzung.) Das hatte aber eine ganz andere Wirkung, als die Herren davon hofften, denn nicht der verirrte Reiter erschien, dem das Signal galt, sondern ein laut bellendes Hundepaar stürzte heran und hinter ihm kam ein baumlanger Forstmann gelaufen, dieBüchse schußfertig im Arme, Zorn aus feder Bewegung sprechend. „Da haben wir'S!" sagte der Baron. „Wer sind Sie, meine Herren? Was haben Sie hier zu jagen? Noch obendrein Schonzeit! Zch bitte mir Ihre Gewehre und Ihre Namen aus, ohne Widerrede !" So schrie der Waidmann, als er auf Schußweite herangekommen war und seine Hunde wüthend auf die. Fremden lossprangen. t e s. „Ruft die Bestien ab!" entgegnete der Graf und zog schnell sein Couteau, das er, zum Jagvcostüme gehörend, trug. „Ruft die Hunde, dann wollen wir zusammen sprechen." Der Forster pfiff, die Hunde gehorchten widerstrebend. „Wer sind Sie, meine Herten?" fragte er gemäßigter, denn er sah jetzt, daß er es nicht mit Wilddieben zu thun hatte. „Wir sind Gäste Ihres Herrn und probirten nur das Echo," sagte der Graf, indem er seinen Hirschfänger wieder in die Scheide steckte. „Sie sehen, daß wir keine Gewehre bei uns haben und ich denke, eS wird wohl mit dieser Erklärung genug sein, mein Freund." (Fortsetzung folgt.) Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch, und Steindruckerei.