Änzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks G ! e Erscheint wöchentlich zwei Mrl: Mittwoch und Donnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische R-l soft., für Auswärtige >»cl. Postauffchlag 1 ft. 42 ft. r« k-'a, ß e n. AuSwättS abonnirt man tlch bei allen Postämtern. In Gießen Lei der Erped. (CanzleiLerg Lit. B. Np. 1.) — EinrückungSgebühr für die gespaltene Cordnszeile 2 ft. M 88. ' Sonnabend den 2 November 18KQ. Amtlicher Th eil. Zu Nr. R. C. 9225. Gießen am 29. Oktober 1850. Betreffend: Die Ableistung des Vcrfassungseides von neu aufgenommenen Ortsbürgern. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission. des Regierungsbezirks Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks mit Ausnahme desjenigen von Gießen. Indem wir unser Ausschreiben vom 17. October 1848, Nr. 11. des Amtsblatts, in Erinnerung bringenbemerken wir, daß da der 10. November d. I. ein Sonntag ist, die neu aufgenommenen Bürger der Stadt- und Landgerichtsbezirke Gießen und der Stadt Lich den Verfaffungseid an dem darauffolgenden Montag den 11. November, Vormittags 10 Uhr, dahier ableisten sollen, während der Termin für die Abnahme des Verfassungseides von den neuen Ortsbürgern der Landgerichts-Bezirke Grünberg, Laubach und Lich unverändert auf den 15. November l. I., Vormittags 10 Uhr, in Grünberg festgesetzt bleibt. Sie wollen hiernach die Eidespflichtigen vorladen und mit der Anzeige daß dieß geschehen, die vorschriftsmäßigen Verzeichnisse baldigst anher vorlegen. K ü ch l e r. (2319) Osfizielle Dienstuachrichten. Am 17. September wurde dem Pfarrer Julius Scrtba zu Stadecken die evang. Pfarrstelle zu Felda, im Regierungsbezirke Alsfeld, und am 26. Sept, dem evang. Pfarrer Johann Jacob Uhrig zu Neuisenburg, im Regierungsbezirke Darmstadt, die evang. Pfarrstelle zu Pohlgöns, im Regierungsbezirke Friedberg, übertragen. Am 28. Sept, wurde dem Geometer I. Klasse, Heinrich Welsch zu Rüsselsheim das Patent als Geometer der I. Klaffe für den Regierungsbezirk Darmstadt ertheilt. Am 7. October wurde dem evang. Pfarrer Friedrich Adolph Groß zu Born, heim die evang. Pfarrstelle zu Stadecken, im Regierungsbezirke Mainz, sodann am 10. October dem Lehrer an der fünften katholischen Schule zu Dieburg, Ignaz Franz, die erledigte vierte katholische Schullehrerstelle und dem Schul- vicar Jacob Klassert zu Darmstadt die fünfte katholische Schullehrerstelle zu Dieburg übertragen. An demselben Tage wurde der Oberappellations- und CaffationSgerichtsrath Georg Krug zu Darmstadt zum Mitgliede der Prüfungs-Commis- fion für das Justiz- und Regierungsfach bestellt. Nachrichten. Characterverleihung. Am 10. October wurde dem Substituten des General-Staatsprocurators bei dem Obergerichte zu Mainz, Dr. Julius Hermann Schalk, der Charakter als „General-Advokat" verliehen. Dienstcntbindung. Am 10. October wurde der Oberappellations- und CaffationSgerichtsrath Joseph Freiherr von Münch-Vellinghausen von der Theilnahme an den Prüfungen für das Justiz- und Regierungsfach, auf Nach- suchen, entbunden. Versetzung in den Ruhestand. Am 3. Oktober wurde der geisttiche Rath und Pfarrer Dr. Gottlieb Alois Georg Bögner zu Viernheim, auf Nachsuchen, mit Rücksicht auf sein hohes Alter und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Wirksamkeit, in den Ruhestand versetzt. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die kath. Pfarrstelle zu Viernheim, im Regierungsbezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 3189 fl. H72 kr., worauf jedoch die Verbindlichkeit ruht, zwei Kapläne zu halten und 714 denselben nebst freier Station vor bet Hand einen jährlichen Gebalt von 125 fL anSzuzahlen, sodann dem früheren da- ftgen Pfarrer auf die Tauer seiner Lebenszeit jährlich lioO fl in vierteljährlichen Raten abzugeben; — die katholische Pfarrstelle zu Bingen, im Regierungsbezirke Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 1556 fl. 34 ft., jedoch mit det Verbindlichkeit, zwei Kapläne zu halten und denselben freie Station, ohne Eeldgehalt, zu geben. Sterbfall. Gestorben ist: am 6. September der penfionirte Schullehrer Daniel Volkmar zu Freienseen, im Regierungsbezirke Gießen. Polizeiliche Bekanntmachung. Bekanntmachung, die Sonntagsfeier betreffend. Man sicht sich veranlaßt, die nachstehenden Bestimmungen der allerhöchsten Verordnung vom 2. April 1841 in Erinnerung zu bringen: Art. 2. Feld-, Wiesen-, Garten-, Wald-, und sonstige Oeconomie-Arbeiten, ferner öffentliche oder geräuschvolle Handthierungcn und Arbeiten der Fabrikanten, Handwerker und sonstiger Gewerbsleute, sind, dringende Fälle ausgenommen, an Sonn- und Festtagen gänzlich untersagt. Zn den hier verbotenen Geschäften und Handthierungen sind jedoch nicht zu zählen, solche, die ihrer Natur nach, keine Unterbrechung leiden, z. B. die Arbeiten auf den Schmelzhütten, an den Kohlenmeilern ic. A r t. 3. Die Müller haben das Mahlen an den ersten Tagen der drei hohen christlichen Feste, sowie am Palmsonntage den ganzen Tag über, an allen übrigen Sonn- und Festtagen aber in der Zeit von 8 bss 11 Uhr Vormittags zu unterlassen, insofern nicht für diese Zeit aus besondern Rücksichten von der Regie - rungscommission oder dem Landrathe ausnahmsweise die Erlaubniß zum Mahlen erthcilt wird. Art. 5. Das Hausieren mit Maaren und das öffentliche Feilhalten ist an Sonn- und Festtagen gänzlich untersagt. Alle Läden der Kauf-, Handels- und sonstiger Gewerbsleute, mit Ausnahme der Apotheken, bleiben bis nach beendigtem Nachmittagsgottesdienst geschlossen. Den Bäckern, Metzgern, Specerei- und andern Victualienhändlern ist der Verkauf ihrer Waaren zwar gestattet, jedoch ist ihnen verboten, offene Läden zu halten, bevor der Nachmittags-Gottesdienst beendigt ist. Dgs Herumträgen und Feilbieten von Victualien ist während des öffentlichen Gottesdienstes untersagt. Art. 6. Den Inhabern von Wein-, Bier- und Brandweinschenken und Wirtsgärten in und bei Ortschaften ist die Aufnahme von Gästen bis zum Schluffe des öffentlichen Nachmittags-Gottesdienstes verboten. Hierunter sind jedoch Gasthäuser und Garküchen nicht begriffen. Art. 8. Diejenigen, welche den vorstehenden Bestimmungen zuwiderhandeln, verfallen in eine Poli- zcistrafe von dreißig Kreuzer bis zu fünf Gulden. Kann die Geldstrafe nicht beigetrieben werden, so ist sie vom Polizeigericht in Gefängnißstrafe zu verwandeln, in der Art, daß für zwölf Stunden Gefängniß dreißig Kreuzer gerechnet werden. Von allen eingehenden Geldstrafen erhält der verpflichtete Denunciant ein Drittheil. Gießen am 28. October 1850. Der Großh. Hess. Polizei-Commisär L. Nover. Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen. Besondere Bekanntmachung. 2268) Gießen. Die Schulgelder fürs dritte Quartal 18 50 sind binnen 8 Tagen zur Stadt« kaffe zu bezahlen. Gießen den 24. October 1850. Der Stadtrechner Enders. Versteigerungen. 2302) Gießen. B e k a*n n t m a ch u n g , die Unterhaltung des Hauptwegs nach dem Schnlhause int Dswatd'schen Garten betr. Montag den 4. November l. I., Vormittags 9 Uhr, soll 1) die Anfuhr von 2 Eub.-Klftr. Lahnkies, veranschlagt zu . Hfl. — fr. Handarbeit, „ „ . 7 „ 48 „ auf dem Rathhause dahier an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden um die Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht. Gießen den 29. October 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 2263) Gießen. Bekanntmachung, die Versteigerung eines Hauses in den alten Ställen betr. Das nachbeschriebene dem Peter Bergmann zugehörige Wohnhaus in den alten Ställen: Pag. und Nr. Alt. Neu. □SUftr. . _ „ . «yiT8 yiis4 3 Hinterhaus mit Stall und Hosraum, soll Montag den 11. November l. I-, Nachmittags 2 Uhr, 715 auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 25, October 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 2318) Gießen. Die Lieferung der bei der Gr. Regierungs-Commissson des Regierungsbezirks Gießen erforderlichen Schreib- und Siegelmaterialien für das Jahr 1851, und zwar: 1) circa 4 Ries Briefpapier, 2) // 30 „ Schreibpapier, 3) „ 40 ,/ Conceptpapier, 4) „ 4 " Deckelpapier, 5) „ 4 „ Packpapier, groß Format, 6) „ 5 ,/ Packpapier, klein Format, 7) „ 3 u Mackulaturpapier, 8) n 1500 Stück Schreibfevern, 9) „ 5j Dutzend Bleistifte und Rothstlfte, 10) „ 8 Pfd. Siegellack, 11) „ 12 n Oblaten, 12) -f 25 „ Kordel, 13) „ 15 Stück zweiklingige Federmesser soll im Wege der Soumission vergeben werden, und ist zur Einreichung der Lieferungs-Anträge Termin aus Mittwoch den 25. November l. I. Vormittags 9 Uhr anberaumt worden. Man bringt dies hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß die Anträge mit den nöthi- gen Mustern, ferner mit Aufschrift versehen und versiegelt in der Registratur Gr. Regierungs-Commission abzugeben sind, sowie daß die Lieferungsbedingungen vor dem Termin daselbst eingesehen werden können. Gießen den 30. October. 1850. Gr. Hess. Regierungs-Commission K ü chl er. 2193) Hohensolms. Mittwoch den 6. November c., Nachmittags 2 Uhr, soll aus Anstchen des Müllers Philipp Pfeifer zu Altenstädten dessen daselbst belegene Mühle nebst Scheuer, Stallung, Hofraum und dazu gehörendem Acker und Wiese, einer freiwilligen Versteigerung unter geräumigen Zahlungsterminen ausgesetzt werden. Die Versteigerung findet in der Mühle selbst statt. Hohensolms den 3. October 1850. Königl. Gerichtstags-Commission. A. A.: Krüger, Kreisgerichts-Secretär. 2307) Coblenz. Bekanntmachung. Die unmittelbare Fourage-Lieferung an durchmar- schirende Königlich Preussische Truppen auf den Großherzoglich Hessischen Etappen Gießen, Grünberg und Friedberg für das Jahr 1851 soll höherer Verfügung gemäß an den Mindestfordernden in Verding gegeben werven. Der für das Jahr auf allen drei Etappen zu liefernde Fourage-Bedarf, beträgt ungefähr: 2 Wiespel Hafer, 10 Centner Heu ä 110 Pfd. ohne Strvhseil und • 1 Schock Stroh ä 60 Bund zu 20 Pfd. in Preussischem Maaß und Gewicht. Termin zur öffentlichen Verdingung dieser Lieferung ist in der Kanzlei der Bürgermeisterei zu Wetzlar "auf den 12. November l. I., Vormittags um 10 Uhr, angesetzt. Unternehmungslustige werden daher hierdurch eingeladen, bis dahin ihre auf den Scheffel Hafer // „ Centner Heu ä 110 Pfd. excl. Strohseil und „ das Bund Stroh ä 20 Pfd. Preußisches Maaß und Gewicht zu vollendenden Forderungen in versiegelten Submissionen portofrei bei dem Bürgermeisterei-Amte zu Wetzlar abzugeben und sich zur Eröffnung derselben und zu den dcmnächsti- gcn weiteren Unterhandlungen im Termine persönlich einzufinden. Die dem Lieserungögeschäfte zu Grunde zu legenden näheren Bedingungen liegen sowohl bei dem gedachten Bürgermeisterei-Amte zu Wetzlar als auch bei dem unterzeichneten Amte zur Einsicht offen. Coblenz den 29. October 1850. Königliches Proviant-Amt. 2326) Gießen. M a i n - W e s e r - E i s c n b a h n. • Gießen. .... • Zur Uniformirung des Bahupersonals werden erforderlich: 170 Ellen dunkelblaues Tuch geringer Qualität, 32 „ ii ii u besserer „ 110 H graues » geringer „ 74 „ ii n besserer Die Lieferung dieser Tücher soll auf dem Sum- missionswege in Accord gegeben werden, und sind zu diesem Behufe die Muster unter Angabe der Tuchbreite und der Preise längstens bis den 12. d. M., deö Morgens 9 Uhr, auf dem Sektions- Büreau dahier versiegelt und mit der Aufschrift: „Uniformirung betreffend: einzureichen. Auf gleiche Weise soll die Anfertigung von 53 Röcken, eben so viel Hosen und 9 Palelos vergeben werden; die Gebote müffeu ebenfalls bis zu dem genannten Termine, versiegelt und mit derselben Aufschrift versehen, abgegeben sein. Die Vertragsbedingungen liegen vom 5. l. M. an auf dem genannten Büreau zur Einsicht offen. Gießen am 1. Novbr. 1850. Der Gr. Bahn-Ingenieur E i ck e m e y e r. 2194) Hohensolms. Mittwoch den 6. November c., Morgens 10 Uhr, soll auf Anstehen deö Müllers Johann Rau zu Mudersbach dessen bei Muderöbach am Aalbach auf der Ardt belegene Muhle, die Kräuscmühle genannt, nebst dazu gehöriger Oclmühle, Scheuer, Stallung, 716 Hof, Garten, zwei Aecker und einer Wiese, einer freiwilligen Versteigerung unter geräumigen Zahlungsterminen ausgesetzt werden. Die Versteigerung wird in der Mühle selbst abgehalten werden. Hohensolms den 3. Oct. 1850. König!. Gerichtstags-Commission. A. A.: Krüger, Kreisgerichls-Secretär. 2286) Gießen. Bekanntmachung, die Anlegung einer steinernen Treppe nach dem Marktplatze betr. Die Arbeiten zur Anlegung vorbemerkter Treppe, bestehend: 1) in der Lieferung von Treppenstufen und Wangen stücken von Lungsteinen, verauschl. zu 124 fl. 12 fr. 2) in Maurerarbeit, „ » 43 » 41 „ sollen Montag den 4. November l. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Die Herren Bürgermeister werden um die Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht. Gießen den 26. Ocrober 1850. Der Bürgermeister Hch. Ferber. 2290) Gießen. Montag den 4. November, Nachmittags von 2—5 Uhr und die folgenden Tage sollen in der Chr. Löb e r'schen Hofraithe in der Neustadt: Stühle, Schränke, Commode, Kanapees, Bettladen, ein Clavier, Bettwerk, Weißzeug, Por- ccllän, Küchen- und Hausgeräthschaften, meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen am 28. Oclbr 1850. 2306) Niederbessingen. Donnerstag den 19. December d. I. will der Unterzeichnete seine Hofraithe nebst ungefähr 10 Morgen Land, bestehend in Aeckern, Wiesen und Gärten, freiwillig öffentlich versteigern. Das Haus eignet sich besonders seiner Lage wegen, an der Provinzialstraße zwischen Lich und Laubach, zu einer Gastwirthschaft oder auch sonst zu einem Geschäft. Die Hofraithe erhält jährlich 5—6 Stecken Loosholz aus dem Gemeindewald uncntgeldlich. Das Wohngebäude ist ganz neu. Kauflustige lade ich hiermit höflichst ein. Die Bedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gemacht. Niederbessingen am 24. October 1850. Conrad Klöö, Wirth. Feilgeboten. 2310) Gießen. Meine Besitzung vor dem Neuwegerthor beabsichtige ich zu verkaufen. v. Le sch. 2285) Gießen. Fahrpläne für den Winterdienst 1850/5l der Main-Neckar-, der Main-Weser-, der Taunus-, der Hanauer-, der Offenbacher-, der Badischen und Pfälz'schen Ludwigs-Bahn, sowie der Dampfschiffe auf dem Rhein, Main und Neckar, zu haben bei A. Balser. 2289) Gießen. Braunschweiger Flachs in sehr schöner Qualität, und englische Strickwolle in allen Sorten zu den billigsten Preisen empfiehlt I. G. Appel in Gießen. 2293) Gießen. Glasperlen in allen Gattungen, sowie Gold-, Silber- und Stahlperlen, Häkel-, Strick- und Stickseide, Häkelzwirn, Häkel- und Filletnadeln, feine Körbe zum Sticken, Drahtgestelle zu Perlenarbeiten u. s. w. empfiehlt I. H. Fuhr. 2308) Gießen. Frankfurter ir-enes Geschirr in allen Gattungen zu äußerst billigen Preisen zu haben bei Justus Franz, in der Hundsgasse. 2311) Gießen. Braunschweiger Flachs in verschiedenen Sorten empfiehlt Emil Pist or. 2309) Gießen. Der Unterzeichnete erlaubt sich, einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß er fertige Hosen und Westen, Mäntel, Kaputzen, Hemden, sowie auch Schuh und Stiefel, Koller und Kanonen ein- und verkauft, letztere auch zu verleiben hat und sieht einer zahlreichen Abnahme entgegen. Heinrich Frech, Schneidermeister. 2312) Gießen. Mit allen Sorten einfarbiger und ombrirter Terneaur-, Shawls-, Hamburger- und Stauchen-Wolle, einfarbiger und ombrirter Strick- u. Häckel-Seide, Gold-, Silber-, Stahl- und Strick- Perlen, Stramin nebst allen Sorten englischer Strick- Wolle, bin ich wieder auf's beste versehen, und empfehle oben genannte Artikel zur geneigten Abnahme. Gleichzeitig empfehle ich meine Winterschuhe in verschiedenen Sorten. Joh. Müller, am Lindenplatz. 2294) Gießen. Schöne hochstämmige und Zwerg-Obstbäume, sowie Kugel-Accacien, Platanen, hochstämmige veredelte Rosen, Stachelbeeren, Jo- hanniStranben rc., bringe ich in empfehlende Erinnerung. I. Schaum, Kunst- und Handclsgärtner, Seltersthor, der Schanze gegenüber. 717 2322) Gießen. Ich verfehle nicht, einem geehrten Publicum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich den bevorstehenden Gießener Markt abermals mit meinen längst berühmten Offenbacher Pfeffernüssen (in 2 Sorten) besuchen werde. Außer diesen und vielen andern vorzüglichen Condiiorei- Waaren empfehle ich noch besonders: magenstär- kendcs Magenbrod, Theelebkuchen, Nürnberger und Baseler Mandellebkuchen, Wurmkuchen, ächte Acker- männische Brustpapilloten rc. und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. Meine Bude ist vor dem Neustädter Thor mit Firma Ur ff und Sohn. 2299) Gießen. Der Unterzeichnete macht hiermit, bei herannahender Setzzeit, einem geehrten Publicum die ergebenste Anzeige, daß bei ihm alle Sorten von Obstbäumen, sowohl in Hoch-, Pyramiden-, als auch Zwergstämmen, sowie alle Arten von Alleebäumen zu haben sind, welche noch den besonderen Vortheil haben, daß solche, aus Norddeutschland chezogen, um so üppiger bei uns wachsen werden. Ich übernehme auch das Setzen von Bäumen, sowie das Anlegen neuer Anlagen, wozu ich ganz besonders schöne englische Sträucher und Zierbäume empfehlen kann und mache daher die Herren Bürgermeister darauf noch besonders aufmerksam. Für Gießen übernehme ich auch das Schneiden und Reinigen von Obstbäumen und sehe recht zahlreiche» Aufträgen entgegen. Nähere Auskunft gegen portofreie Anfrage. Gießen den 26. October 1850. Georg Klees, Kunst- und Handelsgärtner. Zu vermiethen. 2329) Gießen. In dem Hrn. Major von Schmalkalder'schen Hause am Wallthor neben Frau Advokat Faber, ist das Logis des 2. und 3. Stocks, bestehend: aus 7 Zimmern, Kammern, Küche, Keller, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche, im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und ist alsbald beziehbar. Gleichzeitig wird der in der Braugasse neben dem Secrctär Fuhr'schen Hause gelegener Haus- garten auf mehrere Jahre verpachtet und ist das Nähere bei dem Unterzeichneten zu erfahren. Gießen den 31. October 1850. E. C. R ü h l. 1890) Gießen. In meinem Hause vor dem Wallthor ist das bisher von Hrn. Hofger.-Rath Völcker bewohnte Logis, sammt einem Theile des Gartens vom 1. Januar 1851 an anderweit zu vermiethen. M. Hornberger. 2283) Gießen. Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G. Lony auf dem Neuenweg. 2262) Gießen. Mehrere möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Wilh. Reiber, Kircheuplatz. 2313) Gießen. Bei Gärtner Schmitt auf dem Reichensand ist eine Familienwohnung zu ver- miethen und sogleich zu beziehen. 2327) Gieße». Zwei Familienwohnungen sind zu vermiethen bei Jacob Vogt, Bäcker. 2317) Gießen. In meinem neugebauten Hause auf dem Reichensand sind zwei Familienwohnungen zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Jsterling, Maurermeister. 2315) Gießen. Das von Fräulein Vogt bewohnte Logis ist sogleich zusammen oder getrennt zu vermiethen. Karl Steul, auf dem Markt.' 2321) Gieße». Ei» möblirtes Zimmer mit Kabinet ist zu vermiethen bei L. Pimbert hinter der Kirche. 2320) Gießen. Lit. B. Nr. 153 am Kreuz ist eine kleine Famiiienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 2199) Gießen. Das bisher von Herrn Schneidermeister Schleuning bewohnte Logis, bestehend aus 3 Stuben, Kammer, Küche, Keller, Holzplatz ist zu vermiethen und den 1. December zu beziehe». Wilh. Rühl, i» der Flügelsgasse. 2258) Gieße». In der Nähe der Kirche und des provisorischen Bahnhofs sind 2 — 4 Zimmer zu vermiethen. Dr. Stein, Lit. A. Nr. 36. 2224) G ießen. Mein Garten, jetzt Acker hinter den Eichen, und eine Wiese in der Stephans- mark ist anderweit zu vermiethen. S. Sauers Wttw. 2297) Gießen. Zwei möblirte Zimmer mit Sopha's sind zu vermiethen bei D. Löber, in der Weidengaffe., 2292) Gießen. In der Mettenheimer'schen Apotheke im 4. Stock bei Frau Hauplm. Schild- wäch ter, ist ein gut möblirtesZimmer zu vermiethen. Vermischte Nachrichten. 2324) Gießen. Die Mitglieder der Bürger- gesellschast werden hiermit benachrichtigt, daß die erste Tanzunterhaltuiig Sonntag den 3. November im Prinzen Carl stattfindet. Gießen den 31. Ocibr. 1850. Der Vorstand I. P. M ö h l. 2305) Gießen. Die auf Montag den 4. d. M. anberaumte Bücherversteigerung kann erst Montag den 11. d. M. beginnen. Kataloge bei Ehr. PH. Vogel. Gießen den 1. November 1850. 718 2304) Gießen. Einem geehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich in dem, von Herrn Schmidt-born bewohnte Haus ein Ipecerei - Maaren - Geschäft etablirt habe. Durch billige und reelle Bedienung werde ich das von meinen Abnehmern mir geschenkte Vertrauen rechtfertigen und bitte um gefälligen Zuspruch. Gießen den 29. Oktober 1850. P. Vogt aus dem Kreuz. 2301) Gießen. Tanzunterricht. Einem verehrten Publikum widme ich die ergebene Anzeige, daß mein Tanzunterricht für Kinder bereis seinen Anfang genommen, und für Erwachsene Freitag den 1. November begonnen hat. Sollten vielleicht noch einige Äntheil zu nehmen wünschen, so bittet um recht baldige Meldung Julie Scbultze, wohnhaft bei Hrn. Lehrer Meyer hinter der Kirche. 2314) Gießen. Ausspielung gewerblicher . Alzep. — Bet Frl. Jungk: Hr. Jungk, Steuereomm. v. Fürth. — Bei Hrn. Mendelsohn: Frl. Mädehahn v. Hermannstein. — Bei Wtw. Geißmar: Hr. Geißmar, Phps.»Wundarzt v. Altenschlirf. — Bei Hrn. Kfm. Münch: Fr. Majr. Seipp v. Sülpenrod. Frueht - und Wiktualienpreise. Viktualienpreise 'S- •et- tmtg. *12. I 8. jKorn- Q Für 1 fr. Wafferweck „ 1 fr. Milchbrod 11 8' 7 5 9 8 Ochsenfleisch Kuyfl-isch - Rindfleisch . Kalbfleisch • Schweinest. . Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gem. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinken . . Dörrfleisch .' Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl-, unausgel. 4 i g'"üschtes Brd. ans | besteh. O 2 6 18 19 4 8 8 Maas Milch..... Pfund Butter . . . . auch . . . Handfäse ...... Eier....... Pfund Waizenmehl . . . „ Geschw. Vorschuß . 2) 4 j ordinäres Brod aus xtl Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung begehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Niund ic nach Proportion, welche» aus 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausm acht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nich genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen' zGerste-l SJMl und x Gießen ] 31. October | Grünberg j 26. Oktober | Lich 26. Septbr. | Friedberg | Mainz Marburg Wetzlar 19. Oktober 23. Octooer | 8. Ium ar a l t e r Mott Scheffel Pf-i fl. fc W»| fl. fr. Pf. st. fr. Pf>. fl. fr. ,Pf.. fl. fr. _L| fr. fl' fr. ps. —— 200 7 55 200 7 45 200 8 — __ 7 43 200 7 40 — — 3 37 2 200 6 50 190 6 30 190 6 — — ■ 5 58 200 5 30 .— — 2 57 — 170 5 — 170 5 — 170 4 10 — 4 54 200 —- —. 2 12 — — 3 — — 3 5 120 2 40 — 3 — 200 3 36 — — 1 27 2 ■ ■ ■ > " — —— — — .— 5 30 — — — — — — — 8 — — — —- — — — — — — •— Druck und Verlag der G» D. Brühl'scheu Buch- und Cteindruckerei.