1830. Sonnabend den 2. Mär, M 18. 1811, Gießen den 28. Februar 1850. ein Halstuch und ein Paar lederne Schuhe. Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. - Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 fr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr. 1) 2) 3) 4) 5) 6) Alter: geboren im Jahr Größe: 6' 7", Haare: schwarz, Stirne: schmal, Angen: braun, Augenbraunen: schwarz, Nase spitz, Mund: gewöhnlich, Bart: bräunlich, Kinn: spitz, Gesicht: breit. Narbe. Haas trug bei seiner Entfernung: ein Heumannen-Kamisol, eine gestreifte Weste, ‘ eine fleischfarbige wollene Hose, eine dunkelblaue Kappe mitzSchild, Statur: stark, . Besondere Zeichen: auf der linken Hand eine Anzeigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks $U Abgang der Landbeschäler auf die Gestütsstat^n.^d^rzoglich Hessische , Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Glesien sämmtliche Gr. Bürgermeister des hiesigen Regierungsbezirks. Wir beauftragen Sie in Ihren Gemeinden alsbald bekannt machen zu lassen, ß besckäler zu Anfang nächsten Monats auf die Gestütsstation^nach Grunbcrg abgehen.^^^ (393 Per sonal-Beschreibung. - ' Gesichtsfarbe: gesund, Auswärts abonuirt man sich bei allen Postämtern In Gießen bei der Erved. (Canzleib-rg Lit. B. Nr. 1.) - Eiurückungsgebühr für die gespaltene CorpuSzeile 2 fr. Amtlicher Theil. O Sft ß U27 1 Gießen am 23. Februar 1850. Betreffend: Die Anzeige gegen Friedrich Saas zu Rup- rT pertenrod wegen Landstrelcherel und Bet- Die Großherzoglich Hessische . ...... Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Greßin die Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks. «MW HM Ä verhaften und uns hierher abllesern zu lassen. Hallwachö. (392 138 Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein kleines buntes seidenes Halstuch, ein buntes Sacktuch, ein altes Sackmesser und ein Korbdeckel sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 1. März 1850. Edictalladungen. 80) Gießen. Forderungen jeder Art an das im Betrage von 1130 fl. 16 kr. überschuldete Ver- mögen des von Gr. Hofgericht dahier für concurs- fällig erklärten Caspar Becker IV., Finken's Eidam, von Altenbuseck sind im Termin Freitag den 8. März b. I., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne besonderes Präclusiv« Decret eintretenden Ausschlusses von der Masse dahier anzuzeigen und zu begründen. Gießen den 8. Januar 1850. Gr. Hess. Landgericht. Ploch. 97) Gründer g. Oessentliche Ladung. In Folge Hofgerichtlichen Conrurserkenntnisses über das Vermögen des heimlich nach Amerika entwichenen Johannes Feuerstein von Stangenrod werden alle, welche irgend welche Ansprüche an die Concursmasse bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß Montag den 4. März d. I. Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, auch sich des Güteversuchs zu gewärtigen, widrigenfalls sie ohne erfolgendes Präclusivdekret von der Concursmasse ausgeschlossen, beziehungsweise als den Beschlüssen der Mehrzahl der Gläubiger beigetreten erachtet werden sollen. Zugleich wird dem Johannes Feuerstein aufgegeben, sich im erwähnten Termin sogewiß zu Wahrung seiner Rechtszuständigkeiten hier einzufiuden, als' sonst ein Verzicht hierauf von seiner Seite unterstellt werden wird. Grünberg den 28. December 1849. Gr. Hess. Landgericht daselbst. W elcker. Besondere Bekanntmachung. 228) Gießen. Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt. Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, October, November und December 1849 verfallen sind, werden anfgefordert, in dem Zeitraum vom 15. Februar bis zum 15. März, dieselben entweder einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 15. April d. I. staltfindet. Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongaiion noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst in dem Versteigerungstermin, gegen baare Zahlung, einlösen können. Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelöst werden. £3?^ Die Herren Bürgermeister des Regierungsbezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu wollen. Gießen am 9. Februar 1850. Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil. Versteigerungen. 345) Gießen. Montag den 4. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag des Andreas Loos und dessen Kinder dahier, Die denselben zu stehenden Immobilien, als: Grundb. lDKlfir. 71093 29 Hofraithe hinter dem Burggraben, 7,09t 27 Grabgarten daselbst, yi8 106 Wiese, zehntfrci an der Lahn und Wismarer Weg, 5/gs 103 Acker an der Broßbrücke, 5/35o 462 Acker auf den Haddergraben, 5/434 243 Acker über dem Fabrizischen Acker auf dem Fluthgraben, 7/37 1 22 Acker auf dem Laufertsröder Weg, %. 272 Wiese am Gießer Pfad, ygg 294 Acker im Altenfeld zwischen den Gärten, 41/43 714 Acker über dem Rodt auf die Rodtgärten, 4y68 8 33 Acker über dem Schäferbruunen, öffentlich meistbietend versteigert und bei nicht annehmbaren Geboten sogleich auf 3 Jahre verpachtet werden. Gießen den 22. Februar 1850. Der Beigeordnete Rühl. 381) Gießen. Montag den 25. März d. I., Mittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die den Erben des 139 Schreinermeistcrs Georg Friedrich Haubach dahier, zustehende Hofraithe, als: Grundb. mKlftr. y2oi 18 Hofraithe in der Löwengasse, wiederholt und zum letztenmal öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen am 27. Februar 1850. Der Beigeordnete Rühl. 379) Gießen. Mafln-Weser-Eisenbahn. Section Gießen. ' Freitag den 8. März, des Vormittags um 9 Uhr, soll auf dem Sectionsbüreau dahier die Fundamen- tirung der Schienenbahn von der kurhessischen Grenze bei Friedelhausen bis Lollar, veranschl. zu 2200 fl., sowie das Legen der Schienen, veranschl. zu 1100 fl, in mehreren Loosen an die Weuigstnehmenden durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden. Die Voranschläge und Steigbedingungen sind zur Einsicht auf dem genannten Büreau offen gelegt. Gießen am 27. Februar 1850. Der Gr. Sections-Jngenieur. Eickemey er. 243) Langgöns. Holzversteigerung im Langgönser Gcmeindewald. Montag den 4. März l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen im Langgönser Gcmeindewald, District Eichenzahl, nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 1% Stecken Buchen-Scheidholz, 15 ii u Prügelholz, 30 „ ii Stockholz, 125 Stück ii Wellen, 6 Stecken Eichen-Scheidholz, 20 „ ii Prügelholz, 50 „ „ Stockholz, 150 Stück ii Wellen, 25 Stück Eichen-Bau-, Werk- und Nutzholz- Stämme, worunter sich 18 Stück unter 100 Cubiks., 4 über 100 Cubikf., 2 über 200 und 1 Stück von 356 Cubikf. Inhalt befinden. Die Zusammenkunft ist auf der Kreuzschneiße. Langgöns am 24. Februar 1850. Der Bürgermeister ' Dern. 347) Gießen. Die Versteigerung städtischer Grundstücke betr. Montag den 4. März l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen folgende städtische Grundstücke: Nach dem Grundbuch. Flur Nr. oKlstr. 1) 27 153 389 Wiesen über der Wieseckbrückc, rechts der Chaussee vor dem Neuwegerthor, 2) 12 12 114 Acker auf der Hardt in der Kroppeich, 3) ii ii 31 Grabstück am Schiffenberger Wege, am Bruchgraben und dem Garten des Heim. Witte, 4) ii „ 230 rechts der Gladenb. Chaussee, stößt auf die Mühlbach mit einem Baum, 5) ii n 230 an vorigem mit einem großen und zwei kleinen Obstbäumen, 6) u u 170 links der neuen Abfahrt mit drei Bäumen, 7) „ „ 170 daselbst an dem vorigen Stück, 8) „ „ 170 daselbst mit neun Obstbäumen, 9) ii ii 66 Nothweg, ehedem ein Theil des Gartens des Andreas Wcidig, auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden versteigert werden. — Die Grundstücke unter 6 bis 9 werden erst einzeln und dann vereinigt dem Verkauf ausgesetzt. — Die Einsicht der Versteigerungsbedingungen kann vor dem Verkaufe schon stattfinden. Gießen den 22. Februar 1850. Der Bürgermeister-Vikar Rühl. 380) Gießen. Main - Weser - Eisenbahn. Mittwoch den 6. März, Vormittags um 9 Uhr, soll in dem Gasthause zum Promenadehaus dahier die Beifuhr und das Aufsetzen von 145 Cubikklafter Rollirsteinen, aus den Brüchen am Heibertshäuser Kopf, Hangelstein und bei Kleinlinden an die Bahnlinie von Lollar bis Gießen an die Wenigstfordern- den durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werde». Die Großh. Bürgermeister der umliegenden Ortschaften werden ersucht, dieses im Interesse ihrer OrtSangehörigen durch die Schelle veröffentlichen zu lassen. Gießen den 28. Februar 1850. Der Gr. Sections-Jngenieur. Eickemeyer. 140 Prügelholz, Eichen-Scheidholz, 3 linier Stockholz, Reisholz, 1! II II 4174 87 3010 1 II . Wellen, Stecken II 2) 3) 4) 5) 6) 7) n Prügelholz, 46 Buchen- und Eichen Bau-, Werk- und Nutzholz-Stämme, 521 Cubikf. haltend, den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im District Dachöberg, um die mente, als: 1) H0/4 Stecken Buchen-Scheidholz, benannte Stunde. Albach am 27. Februar 1850. Der Bürgermeister Balser. 344) Rödheim. Montag den 4. März l. I., Vormittags 9 Uhr, werden in der Wohnung des Ernst Kraft dahier, in Folge seiner Auswanderung nach Amerika, zwei Kühe, ein Rind, Heu und Stroh, ein neuer Oeco- nomicwagen sammt allem Zubehör, ein Pflug, eine Egge, ein neuer Webstuhl, sowie sonstige Hausnw- bilien, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Rodheim den 24. Februar 1850. Der Bürgermeister Dudenhös er. 299) Gießen. Main - Weser - Eisenbahn. Sektion Gießen. Montag den 4. März d. I., des Vormittags um 10 Uhr, soll in dem Gasthause zum Promenadehaus dahier die Lieferung von 1200 Butten Wasserkalk zur Erbauung mehrerer Viaducte und Brücken unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden. Gießen den 19. Februar 1850. Der Gr. Sections-Ingenieur E i ck e m e y e r. 323) G r 0 ß e n b u s e ck- Holzversteigerung. Montag den 4. und Dienstag den 5. März l. I., jeeesmal des Vormittags von 9 Uhr an, sollen in dem Gemeindewaid der Gemeinde Gro- ßenbuseck, District Gallacker und Unter, nachstehende Hoizsoriimente öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt werdenden Bedingungen, versteigert werden: 375) Albach. _ Dienstag den 5. März l. I., des Morgens 9 Uhr, sollen in dem Albacher Gemeindewald, District Dacksberg und Rolherde, nachstehende Holzsorti- 137 Eichen-Stämme, von 6—46" Durchmesser, 10—50' Länge, — 12,491 Cubikf. halt, 53 BuchenStämme, von 10—17" Durchmesser, 10—46' Länge, 2404 Cubikf. halt. 183 Nadel-Stämme, von 4111 Cubikf. halt. 41 Stück Eichen-Stangenholz, 39 Cubikf. „ 217 „ Nadel- „ „ 312% » » Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martinitag l. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist in dem District Gallacker. Großenbuseck den 19. Febr. 1850. Der Bürgermeister Müller. 377) Königsberg. Dienstag den 5. März, von des Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Königsberger Gemeindewald, District Bleidenberg, 59 Eichen-Baustämme, 5752 Cubikf. haltend, unter den bei der Versteigerung bekannt werdenden Bedingungen, versteigert werden, wozu man Sleig- liebhaber einlabet. Königsberg am 27. Februar 1850. Der Bürgermeister Krauökopf. 301) Reiskirchen. Montag den 4. März, Morgens 9 Uhr, sollen die durch Erbauung eines neuen erforderlichen Arbeiten: 1) Handarbeiten, veranschlagt zu 2) Maurerarbeit, u n 3) Steinhauerarbeit, „ » 4) Zimmerarbeit, » » 5) Dachdeckerarbeit, „ „ 6) Schreinerarbeit, u „ 7) Schlosserarbeit, u u 8) Glaserarbeit, u u 9) Wftßbinderarbeit, „ » 10) Die Fertigung eines Backofens von Westerwälder Taufsteine, veranschlagt zu . . . . . 11) Verkauf auf den Abbruch des Backhauses 13 fl 395 „ 35 " ’ 168 11 96 „ 36 11 26 11 5 n 90 „ 110 u alten Backhauses, auf der hiesigen Bürgermeisterei versteigert werden. Riffe und Voranschläge liegen auf der Bürgermeisterei offen. Reiskirchen am 20. Februar 1850. Schäfer, Bürgermeister. 370) Gießen. Die dem Kauffunger Stiftsfonds zugehörige Wiese hinter der neuen Mühle bei Gießen 3/4 Morg 34 Klftr. groß, soll Donnerstag den 7. März, Vormittags 10 Uhr, auf dem dahiesigen Ralhhause, für 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Gießen den 26. Febr. 1850. C. Fuhr. 141 378) Daubringen. Mittwoch den 6. März, Morgens von 9 Uhr an, sollen in dem Saubringer Gemeindewald, Distrikt Rußland und Buchenberg: 92 Eichen-Baustämme, von 18" Durchmesser, 25' Länge, 63 Kubikf. haltend, 15 bis 44" mittleren Durchmesser, und noch stärkere von 38" Durchmesser, 193 Kubikf. haltend, zusammen 2506 Kubikf. haltend, 149 vorzügliche gute Kiefern- u. Fichten-Stangen, zu Baumleitern und bergt, sich eignend, 3 Fichten-Stämme, 9l/2" Durchmesser und 55' Länge, zusammen 38 Kubikf. hallend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Ich ersuche die Herren Bürgermeister der umliegenden Ortschaften, Vorstehendes im Interesse ihrer Gemeinden gehörig bekannt machen zu lassen. Die Zusammenkunft ist im District Rußland, Morgens um 10 Uhr. Daubringen den 27. Februar 1850. Der Bürgermeister Dort. 404) Lollar. Donnerstag den 7. März d. I., sollen in dem Lollarer Gemeindewald, District Boden, nachstehende Holzsortimente, als: 61’/2 Stecken Buchen-Scheidholz, 32*4 » Eichen- n 10 n Buchen-Prügelholz, 14 ii Eichen- „ 18'4 ii Buchen-Stockholz, 21 u Eichen- „ 1050 Stück Wellen Buchen-Reisholz, 900 ii n Eichen- „ 66 Eichen Werkholz-Stämme, 2312 Cnblkf. haltend, und 4 Buchen-Stämme, 170 Eubikf. haltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im oben genannten District. Lollar am 1. März 1850. Der Bürgermeister Klinkel. 370) Gießen. Montag den 4. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen 1) 2 Stücke Grabland auf den s. g. Bleichgärten dahier, jedes V- Viertel groß und 2) 1 Viertel Wiesentriesch daselbst, auf mehrere Jahre meistbietend verpachtet werden. Liebhaber wollen sich bei der Wohnung des Bleichers Schürz dahier einfinden. 340) Gießen Nachstehende Grundstücke be- stehend: 1) in einem Acker am obersten Riegelpfad, 15b Klafter haltend; 2) in einem Garten am Brennofen, 110 Klafter haltend; 3) in einem Acker in der Stephansmark, diesseits der Wieseck, 193 Klafter haltend; 4) in einem Garten auf dem Rodt, 412 Klafter habend. Derselbe besteht zur Hälfte aus einer Wiese, die jährlich einen Wagen Heu abwirft; 5) in einer Wiese an den Ochsenwiesen, 433 Klafter haltend, endlich 6) in einem Trieb- und Wiesenviertel, bin ich auf drei hinter einander folgende Jahre unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen meistbietend zu verpachten willens und lade allenfallstge Liebhaber ein, sich Samstag den 2. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, in meiner Wohnung auf dem Neuenweg einzufinden. Gießen am 25. Februar 1850. Johannes Steinbergers Wittwe. 406) Gießen. Waaren-Versteigerung. Montag den 4. März und die folgenden Tage, Nachmittags um 1'4 Uhr, werden im Gastbaus zum Prinz Karl verschiedene Maaren, als: Mousseline de Laine, Jaconet, Ginghams, Shawls, Shäwlchen, Handschuhe w. versteigert. F e i l g e b o t e n. 400) Gießen. Ein ohngefähr % Morgen haltendes Stück Land, mit Obstbäumen beseht, vor dem Neuenwegerthor an der Ehausiee gelegen, welches sich zu einem Bauplatz ober Anlegung eines Gartens eignet, ist unter guten Bedingungen zu verkaufen. Das Nähere in der Gartenwohnung des Dr. Köhler zu erfahren. 389) Gießen. Ein Stück Land auf dem Hamm ist zu verkaufen. Peter Löber. 405) Gießen. Mehrere Wagen Kuhdünger sind zu kaufen bei Johannes Steinbergers Wtw. auf dem Neuenweg. 386) Gießen. Gutes Heu und Grummet ist zu verkaufen bei Heinrich Kämmerer, am Markt. Gießen den 28. Februar 1850. 399) Gießen. Von allen Gattungen frischer Sämereien, für deren vorzügliche Keimkraft ich garantire, habe ich wieder neue Sendung erhalten und empfehle solche meinen geehrten Gönnern auch tn diesem jafyre zur geneigten Abnahme. Wilh. Löber's Wittwe, wohnhaft an der Hintergasse neben Hrn. Kfm. M. Heß. 142 376) Gießen. Gegen Gicht, Rheumatismus und Nervenleiden aller Art, als: Gesichts,- Hals- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand-, Knie- und Fußgicht, Augenfluß, Ohrenstechen, Sausen und Brausen in den Ohren, Brust-, Rücken- und Lendenweh, Gliederreißen, Lähmungen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit re. können, gestützt auf deren seit Jahr und Tag erprobte Wirksamkeit, die eG V Z d b e P g e U Wen K. K. allerhöchst privilegirten und K Prenß. concession. galvano-electrischen Rheumatismus-Ketten als das schnellste und sicherste Heilmittel angerathen werden und sind nach wie vor in Gießen nur allein bei Carl Frech echt und unverfälscht zu den festgestellten Fabrikpreißen vorräthig. Ebenso sind daselbst ächt zu haben: Gol-berger's thermo-electrische Fingerringe in allen Größen, gegen Schreibkramps, Zittern oder Schwäche in den Fingern rc. mit gutem Ersolge anzuwenden. Gießen im Februar 1850. Atteste Daß die galvano-electrischen Ketten des Herrn Goldberger sich in mancherlei schmerzhaften und krampfigten Af- fectionen muskulöser und fibröser Gebilde, insbesondere in Neuralgieen und Muskelkrämpfm rheumatischer Natur, Rheumatalgiern der Wirbelsäule, auch der Extremitäten, ohne bereits entstandene Organisations-Ausartung ober Berwech- selungen :c., unter einer übrigens angemessenen Behandlung und einer den örtlichen Zuständen und ihren Graden entsprechenden Anwendunqsweise (wohin bei längerem Gebrauch auch ein Wechsel der Ketten gehört), sich wirklich nützlich und heilkräftig zu erweisen vermögen, habe ich in verschiedenen hartnäckigen Fällen obiger Art bestätigt gefunden. In einigen dieser Fälle erfolgte auf die Anlegung dieser Ketten schon nach wenigen Tagen gänzlicher Nachlaß der rheumatischen Schmerzen und Spasma, in andern bedeutende Erleichterung. (L. 8.) Dr. Harleß, Königlich Prcuß. Geh.-Rath, Prost an der Universität zu Bonn, Ritter des St. Wladimir-Ordens 2c. Ich habe die Goldb e rg er'schen galvano-electrischen Rheumatismus-Kelten, namentlich die der besten Qualität, versuchsweise gegen locale chron sche Rheumatisnlen anwendcn lassen und beionders bei nervösen Frauen guten Erfolg davon wahrgenommen. Auf geäußerten Wunsch gebe ich darüber dieses Ieugniß. « Wiesbaden dm 23. November 1819. Dr. Müller, Herzog!. Nass. Meeicinal-Rath. Carl Frech. Da ich seit mehr als zwei Monaten an heftigen Kopfschmerzen litt, welche mich selbst die Nacht nicht verließen, und die mich hinderten, meinen amtlichen Rechnungsprbeiten mich zu widmen, so kaufte ich mir bei dem Kaufmann und Depositaire Hrn. Martin sen. in der St. Martinstraße 241. eine galvano-electrische Kette von Goldberger, welche ich mir, der Gebrauchsanweisung gemäß, mit dem Cylinder zwischen beiden Schultern, beim zu Bettegehen anlegte. Am folgenden Tage war ich geheilt; ich lege die Kette nicht ab und befinde mich wohl dabei. Eines Tages litt meine Frau an einem heftigen Kopfweh; ich legte ihr, in der oben l>ez-ichneten Weise die Kette an, und nach einer Viertelstunde war der Schmerz verschwunden. Zur Bekräftigung dessen, und zur Ehre der Wahrheit, habe ich gegenwärtige Erklärung eigenhändig unterzeichnet. Paris den 23. December 18-19. Lormande, Ritter der Ehrenlegion, Lieutnant der Cavallerie, a. D. Rue de faubourg St. Den;s 138. Meine Frau war mehrere Jahro lang sehr mit Rheumatismen behaftet, so daß alle angewandten Mittel dagegen vergebens waren, es wurde derselben deshalb gerochen, sich einer G o l d b erge r'schen electrischen Rheumatismus-Kettezu bedienen, welchem Rath sie alsbald folgte und auch schon nach einigen Tagen hierauf bedeutende Besserung verspürte, nunmehr aber, nach Berfluß eines halben Jahres bereits gänzlich von diesem Leiden befreit ist. Dieses wird hiermit zur Steuer der Wahrheit und zur weiteren Empfehlung dieser Ketten für die mit Rheumatismen Behafteten bezeugt. Stuttgardt den 1. Juli 1849. Stadtrath D a u r aus Blaubeuren. 206) Gießen. Ich Endesunterzeichneter habe die Ehre, einem geehrten Publikum bei herannahendem Frühjahr alle Sorten Samen, als: Blumen-, Gemüse-, Feld-, Gras- und Wald-Samen, für deren Aechtheit garantirt wird, ferner ausgezeichnete Rosen, sowohl für in Töpfe, als auch ins freie Land, ertra gefüllte Nelken oder Grasblumen, Georginen, Obstbäume, Hochstämme als auch Zwergbäume, Weinreben zu empfehlen und können für die Bewohner der Stadt Gießen fortwährend schriftliche Bestellungen bei Herrn Sartorius auf dem Selterswcg gemacht werden, deren ich recht zahlreich entgegen sehe. Georg Klees, Kuustgärtner aus Büdesheim in der Wetterau. 395) Gießen. Verfaulte Sägspäne, welche sich sehr gut zum Düngen eignen, sind zu verkaufen bei Franz Pepp'ler et Comp. Gießen den 1. März 1850. 143 396) Gießen. Ich bin gesonnen mein Wohnhaus aus freier Hand zu verkaufen oder den 15. März versteigern zu lassen. Philipp Römer. 401) Elpenrod. Unterzeichneter ist willens, seine Immobilien, bestehend in: 1) einem Wohnhaus, 2) einer Scheuer, 3) einem Holzschoppen mit 2 Schweinställen, 4) einem Grasgartcn am Haus, 5) 17 Morgen Aecker und Wiesen, aus freier Hand zu verkaufen. Liebhaber wollen sich alsbald bei mir melden. Elpenrod am 25. Februar 1850. Johannes Nicolaus. 382) Hermannst ein. In der Baumschule zu Hermannstein können gegen 2000, aus dem Kerngezogenen Aepfelbäumchen, von 2 bis 4 Fuß Höhe, abgegeben werden. Wer dergleichen wünscht, kann sich zu jeder Zeit bei dem Unterzeichneten melden. Hermannstein den 25. Februar 1850. Der Bürgermeister Wagner. 360) Gießen. ’/2 Morgen haltendes Stück Grabland auf dem Nahrungsberg ist zu verkaufen oder zu verpachten. Näheres bei der Erped. 337) Griesheim. Unterzeichnete Saamenhand- lung empfiehlt sich bei Gemeinden und Privaten in großen und in kleinen Quantitäten von neuester Erndte, von guter Qualität mit folgenden Gattungen Saamen, welche um die beigesetzten Preise zu jeder beliebigen Zeit zu haben sind, als: Kiefern-Saamen, per Pfd. Zoll-Gew. 40 fr. Lcrchen-Saamen, „ „ „ 25 „ Fichten-Saamen, „ „ „ 9 „ Weißtannen-Saamen, pr. Pfd. „ 7 „ Weimuthskiefern-Saamen, pr. Pfd. Zoll-Gew. 1 fl. 30 fr. Schwarzkicfern-Saanien, per Pfd. Zoll-Gew. 54 „ Seekiefern-Saamen, „ „ „ 15 „ Ahorn-Saamen, „ „ „ 5 „ Eschen-Saamen, „ „ „ 3 „ Hainbuchen-Saamen, „ „ « 3 „ Rotherlen-Saamen, » „ u 9 „ Weißerlen-Saamen, „ » „ 12 u Akazien-Saamen, » „ „ 6 " Die beigcsetzten Preise verstehen sich frei Gießen Bei allen Sorten Saamen wird für die übliche Keim, traft garantirt, und bei Gemeinden, sowie auch bei bekannten Privaten wird einige Monate creditirt. Unter denselben Bedingungen sind auch alle möglichen Gattungen Graö-Saamen um annehmbare Preise zu haben. Griesheim bei Darmstadt den 22. Februar 1850. Die Saamenhandlung E. Appel. 364) Ehringshausen. Zu Ehringshausen zwischen Wetzlar und Herborn, ist ein neugebautes Wohnhaus, bestehend aus 6 Stuben, 3 Kammern, Küche und Speisekammer, nebst Stall sehr billig zu verkaufen. Wegen der Lage an der Straße eignet sich dasselbe zu jedem Geschäfte, besonders zu Wirthschaft, Krämerei oder Bäckerei. Auch kann dasselbe auf Abbruch verkauft werden. Zu erfahren bei H. Seebach daselbst. 408) Gießen. Mehrere Wagen voll guter Kuhmist sind zu verkaufen. Ausgeber dieses Blatts sagt wo. 4k0) Wetzlar. Bei Unterzeichnetem ist Schmiedewerkzeug zu verkaufen, nämlich: 2 Blasbälge, Amboße, Schraubstöcke, große und 2 kleine Schneid- kluppcn und dergleichen mehr. Wetzlar den 24. Februar 1850. Karl Grell. Zu vermiethen. 334) Gieße u. Zwei möblirte Stuben mit Kabinet sind zu vermiethen. Lit. B. M 1. Ecke des Canzleibergs. 358) Gießen. Zwei ancinanderstoßende Zimmer in der 2. Etage mit ganz neuen Möbeln und 2 desgl. in der 3. Etage mit der Ansicht nach dem Brand sind zu vermiethen und gleich zu beziehen bei H. Hochstätter. 391) Gießen. Lit A. 7 auf dem Markt ist ein Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethen. 373) Gießen. Eine möblirte Stube ist zu vermiethen bei Konrad Bogt, am Kirchenplatz. 329) Gießen. In Lit A. Nr. 2 auf dem Markt ist ein Logis zu vermiethen und im Mai zu beziehen. 388) Gießen. Eine Familienwohnung, bestehend aus 4 bis 5 heizbaren Zimmern und sonstigen Bequemlichkeiten, ist zu vermiethen und im Juni beziehbar. N. Kratz, in den Neuenbäuen. 402) Gießen. 2 Familienwohnungen sind zu vermiethen und gleich beziehbar bei Jacob Möhls Wittwe. 397) Gießen. In meinem Hause ist eine Familicnwohnung zu vermiethen und den 15. März beziehbar. Balth. Simon, in der Katharinengasse. 390) Gießen. Zwei gut möblirte Stuben, eine mit großem Kabinet die Aussicht auf die Straße, sind zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Marguth, an der Stadtkirche. 356) Gießen. Eine Familienwohnung und eine Stube mit Möbel an eine einzelne Person ist zu vermiethen bei PH. Becker, Weidgasse Lit. B. Nr. 116. 144 349) Gießen. Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Balth. Kann, auf dem Seltersberg. 314) Gießen, Das von Hrn. Hofgerichtsrath Nöllner bewohnte Logis, ist anderweit zu vermie- then und bis den 1. Juni beziehbar. L. Nehmeyer's Wittwe. 212) Gießen. Ein Familien-Logis ist zu vermiethen, Lit. B. Nr. 30 auf der Mäusburg. 256) Gießen. Das bisher von Schneidermeister Horeyseck bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. Gießen den 13. Februar 1850. PH. Sack. 252) Gießen. In meinem Hause habe ich eine Familienwohnung miethsweise abzugeben. Dr. Mettenheimer. 383) Gießen. Ein möblirtes Zimmer mit Kabinet ist zu vermiethen bei August Zimmermann, in den Neuenbäuen. 387) Gießen. Mein Garten am Nahrungsberg ist auf 3 Jahre zu verpachten. L. M e r g o t t, bei Hrn. Hutm. Ludw. Gail auf der Mäusburg. 384) Gießen. Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Johannes Jnghard, auf dem Seltersweg. Frucht- und Vrktualienpreise. Biktualienpreise Brodtaxe Fleiichtaxe. per Pfund Mehl E Marktpreise. 1 Maas Milch . . 1 jvf- m eon derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb r. Ort.,. .>..<4,r Tvi"» rM.ynuli auch die aant blutigen und nicht 2 4 2 4 3 3 1 Ochsenfleisch Kuysleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch . Schweinefl. . Hammclfl. . Schaaffl. . « Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwarten,.. Blutwurst . geräuch. Spet Schinken . . Dörrfleisch . Rindsfett . Hammelsfett Schweineschmalz, aus- gelaffeneS . dgl., unausge Für 1 kr. Wafferweck. „ 1 kr. Milchbrod . Pfund Butter . . . auch . . Handkäse ..... Eier...... Pfund Waizenmehl . . „ Geschw. Vorschuß «ÄÄX S-V »Ä ^«s/wi^-ch die gäniÄutig-n und nicht genießbaren Stücke vom Hals find von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. ne c; \ Werste- G-eßen | Grünberg) HK. HG. i Waizen- au3 i Kornmehl besteh. Gießen, 2. März. 1 «§ 8ich- den 7. Febr. I E o 1 Butzbach 1 den 22. Februars kr. Pf. kr. Pf. r. Pf. kr. Pf. kr. Pf. 4 - ____ _ 4 1 4 _ 8 — 8 - 8 — 8 — 7 3 4 3 — — — — - 4 3 — — . 9 2 — — 9 — 9 2 — — - - ■ - — MW» HM M»M US1 Q OTMMi 8. O 8. U 8. u. 8. 8, Q 7 2 - - — — — — — — 5 3 5 — 6 — — — 6 1 kr. Pf kr- Pf. kr. Pf. kr. Pf. kr. Pf. 6 — — — 15 — 16 — 4 - 4 — — — — — — — — — — Gießen, 2. März. kr. Pf. k 11 8 2 7 2 6 — 10 — 8 2 12 — 8 — 14 — 16 — 14 — ck 22 — 17 — 16 — 20 .— 20 — 20 _ >1.118 1— <55 5 Butzbach der. 22. Februar c kr. Pf. Pf. kr.! Pf. '77 — 77" — 8 —■ 8, — 8 — - — 7! — -1 6 — _ — 6 —— - 10 — 1- — 9 2 - 8 .— _ — 8 - 12 — — .— 12 — _ -- — — --- - 16 — — — 14 — - 16 — — — 14 — - 14 1 — — -- — - 20 — — — 19 — - 20 __ 16 - 16 _ — 18 — - 16 — 18 — 20 _ - 20 '— 18 F r u ch t p r e i s e. Frucht- Gießen 28. Februar. Grünberg | 16. Februar. | Sich 17. Januar | Friedberg j 12. Februar. | Mainz 26. Febr. Marburg Wetzlar 28. Februar gat- M a l t e r. Mött Scheffel t»ng. Pf. fl. kc Pf. fl. kr. Pf. st. kr. Pf-, fl. kr. Pf. i fl. kr. fl. kr. fl- kr. »f. Walzen . Korn. . Gerste ♦ . Hafer. . Erbien . Linsen . . 200 200 170 6 5 4 3 50 200 190 170 6 5 4 2 15 15 30 — 6 5 3 2 45 40 30 6 4 3 2 40 47 40 45 50 44 48 200 7 200 4 200 3 200 ; 3 18 26 46 49 —— — 2 2 1 59 12 37 — -— — — — ■tl». — —- 4 6 30 — — —r — zz | zz — — — — (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu JE 18. des Anzeigeblattes. Vermischte Nachrichten. 374) Gießen. Hammonia. Lebens - Leibrenten- und Aussteuer-Nersicherungs-Societät in Hamburg. Diese Societät ist auf Gegenseitigkeit gegründet und versichert zu festen Prämien, welche niemals erhöht werden können. Dieselbe übernimmt von 50 Rthlr. an lus zu 5000 Rthlr. hinaus Lebens- und Ueber-Lebens- Verficherungen, auf Lebenszeit, sowie kurze Versicherungen auf 1 dis 10 Jahren, Sparkaffen- Vcrsicherungen, zur Hebung des Capitals bei Lebzeiten des Versicherten, Aussteuer- und Leibrenten- Versicherungen; ferner Versicherungen auf das Leben von Militair-Personen im activen Kriegsdienst. Den Theilhabern der Societät gehören einzig und allein die sich ergebenden Ueberschüsse, welche als Dividende an dieselben zurückgezahlt werden. Sie gestattet den Interessenten, ihre Prämien in halb- und vierteljährlichen Raten zu entrichten. Vierteljährliche Prämien für 1000 Rthlr. Lebens-Versicherungs-Summe für nachstehende Altersjahre: 10, IS, 20, 23, 4 Rthlr. 4 Sgr. 3 Hlr. 4 Rthlr. 18 Sgr. 9 Hlr. 5 Rthlr. 7 Sgr. 3% Hlr. 5 Rthlr. 26 Sgr. 8 Hlr. 30, 33, 40, 43, 6 Rthlr. 17 Sgr. 6 Hlr. 7 Rthlr. 12 Sgr. 8/^ Hlr. 8 Rthlr. 13 Sgr. ll s^Hlr. 9 Rthlr. 27 Sgr. 1 Hlr. 30, 33, 60, 63, 11 Rthlr. 25 Sgr. 14 Rthlr. 10 Sgr. 7'/r Hlr. 17 Rthlr. 27 Sgr. 1 Hlr. 23 Rthlr. 14 Sgr. 3 s/2 Hlr. Gegen Entrichtung der vvrbenannten einfachen Prämien leistet die Societät auch Zahlung für Sterbefälle, welche durch die Cholera herbeigeführt werden. Die Hammonia versichert zugleich Renten und Pensionen jeder Art zu den literalsten Bedingungen und gewährt z. $. noch den besonderen VorthUl, daß die Wiltwenpensionen auch dann forigezahlt werden, wenn sich die berechtigte Wittwe wieder verheirathet. Für Gießen und Umgegend ist Herrn August Hoffmann daselbst die Agentur übertragen, bei welchem Pläne re. gratis zu empfangen sind. , • Im Auftrage der Direclion: H C- «Harder, Mitdirector und General-Bevollmächtigter 398) Gießen. Für Auswanderer nach Nordamerika. Von Herrn F. I. Wichelhausen und Comp. Schiffs-Eigner und Befrachter in Bremen, bin ich ermächtigt, Passagiere zur Ueberfahrt anzunehmen, und fahren eines jeden Monats vom 1. und 15. März an regelmäßig gut gekupferte Segel-Schiffe von Bremen nach allen Häfen Amerikas ab. Ich bin im Stande die niedrigsten Preiße mit ganzer Beköstigung und Inbegriff des in Amerika entrichteten Ar- mengeldcs zu stellen. Kinder unter 10 Jahren zahlen gegen ältere Personen, 10 fl. weniger, Säuglinge unter einem Jahr sind frei. Nähere Auskunft ertheilt mit Vergnügen Wieseck im März 1850. C. Kliebe. 385) Gießen. Gewerb-VeveiN. General-Versammlung: Dienstag den 5. März 1850, Abends 7% Uhr, im Rathhaus. Tagesordnung: Die Gewerbstalistik. — Anschaffungen zur Handwerkschule. — Der Vorsitzende. 146 1589) Gießen. Die Feuer - Verficherurrgs - Gesellschaft „Golouia", welche durch die Verordnung vom 26. November 1847 der Aachen-Münchener Gesellschaft, als ein inländisches Institut des Großherzogthums, gleichgestellt wurde, bietet dieselben Garantieen und Vortheile dar, wie jene Gesellschaft. Der unterzeichnete Agent ist zur Annahme von Versicherungs-Anträgen auf bewegliche Gegenstände jeder Art, und zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft bereit. Antragbogen zur Versicherung können bei demselben unentgeltlich in Empfang genommen werden. Gießen den 27. August 1849. Der Agent der Colonia G. Schmidtborn. 409) Gießen. Morgen, Sonntag den 3. März 1850 wird der Unterzeichnete unter Mitwirkung mehrerer Dilettanten im Saale des hiesigen Gesellschaftshauses ein CsNeeet für die Allendorfer Abgebrannten geben. WrsgPKMM r 1) Quartett von Mozart, Ister Satz. 2) Duett aus „Belisar" für Sopran u. Bariton. 3) Violin - Variationen aus: „der Pirat", von Ernst. 4) Zwei Männerquartette. II. 5) Quartett von Mozart, 2ter Satz. 6) Terzett auö „Fidelio" für Sopran, Tenor und Baß. 7) Duett aus „Somnambula" für Violine und Clavier. 8) Baß-Arie aus der Oper: „Camilla", von Paer. 9) Fantaisie aus „die Stumme von Portici", . von Pafont. Anfang 6*4 Uhr. Billets ä 30 fr. sind zu haben in der Universitäts-Buchhandlung des Herrn Heinemann, sowie Abends an der Kasse. H. Wagner. 394) Gießen. Eröffnung des Turnens für Knaben und Mädchen. Die Stunden sind eingetheilt: Montag und Donnerstags für Mädchen, von 4 — 5 Uhr. Dienstag und Freitags für Knaben, von 10—14 Jahren, von 4—5 Uhr. Von 5%— 6*/2, sowie von 8 — 9 Uhr Abends, Unterricht für junge Leute, von 14—18 Jahren. Mittwoch und Samstags, von 2—3 Uhr, für Kinder von 5 — 6 Jahren, ferner, von 3—4 Uhr, für Knaben von 6 — 10 Jahren und endlich von 5 — 6 Uhr, für 10 — 14 Jährige. Vorläufig wird dieser Unterricht in der Anstalt des Hrn. Botenmeister Lehr ertheilt; dort werden auch die Anmeldungen cntgegengenommen. Die Turnstunden der Mädchen sind geschlossen und es wird nur den Eltern und Angehörigen derselben der Zutritt gestattet. Preis für Mädchen 18 fr. j „ für Knaben ,• monatlich. und Jünglinge . . 15 fr.) F. Rübsamen, Turnlehrer. 363) Gießen. Strohbüte nehme ich zum Waschen an M. Holberg, auf dem Neuenweg. 309) Gießen. Der Unterzeichnete bringt zur ergebensten Anzeige, daß die Wirthschaft auf dem Heyer'schen Fetsenkeller wieder begonnen hat. W. Jacobi. 403) Gießen. Bei Kunst- und Handelsgärtner I. Schaum wird ein gesitteter und stärker Junge in die Lehre gesucht. 365) Gießen Ein Gartenhäuschen ist auf den Abbruch zu verkaufen. Wo? sagt Ausg. dieses Blattes. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag d«n 3. März. Ludwig Kämmerer auf dem Sellcrsweg. Adolph Keil in der Neustadt. Carl Noll in den Neuenbäucn. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 3. März. Morgens: Kirchenrath vr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Universitäts-Gottesdienst. Um 1t Uhr: Professor vr. Hesse. Getaufte. Den 14. Februar. Dem Bürger und Schlosser- meister, Franz Wannig, ein Sohn, Justus, Friedrich, geboren den 3. Zannar. 147 Denselben. Dem Bürger, Caspar Schaum, eine Tochter, Friederike Clisabethe Emilie, geboren den 3. Jan. Denselben. Dem Bürger zu Höchst im Odenwalde und Geometer erster ClaP, Peter Waliher, eine Tochter, Anna Clisabethe Sophie Luise, geboren den 28. Januar. Den 2 5. Februar. Dem Bürger und Geometer dritter Claffe, Jacob Schwarz, eine Tochter, Anna Marie Hemmelte, geboren den 27. Januar. B eerdrgle. Den 2 1. Februar. Clisabethe Plauz, des Bürgers in Kirtorf und Eiscnbahnaufschers dahier, Friedrich Planz, Ehefrau, gebornc Gottwerth, alt 36 I. 4 M., gestorben den 18. Februar. Den 2 2. Februar. Anna Margarethe, eine uneheliche Tochter, alt 6 M. 18 T., gestorben den 19. Februar. Den 26. Februar. Karl Jacob Hieronimus Krc- mer, Kgl. Preuß. dahier stationirter Telegraphist aus Magdeburg. alt 38 I., gestorben den 23 Februar. Den 28. Februar Karoline Luise Bosholm, des Bürgers und Spenglermeisters, Anton Wilhelm Bosholm, eheliche Tochter, alt 4 M. 15 T., gestorben den 25. Febr. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchcnrath Dr. Engel. Angerommene und abgereifte Fremde vom 26. bis 28. Februar 1850. 3 n den Gasthäusern. Im Rapytn: Hr Schmalz, Fabrik, v. Offenbach. Hr. Schenk, Bergrath v. Biedenkopf £>t. Jäger, .Stud. v. Heidelberg. Hrn. Kfl. Mayer v. Gotha, Brittmann v Miltenberg, Horrer v. Worms, Müller d Frankfurt, Balzer v. Melsungen, Heidekraut v. Nidda, Kessel v. Frankfurt, Ruppel v Schlierbach, Williard v. Ettlingen, Naumann v Offenbach, Bächler ö. Kaufbeuern, Holzenberg v. St. Louis, Heddens v. Cöin u. Nochwedert v. Frankfurt. Hr. Friedrich, Telegr.-Jnsp. v. Berlin. Hr Strasser, Stud. Chem. v. Felda. Hr. Schellhaas, Oberaufs. v. Crumstadt. Hr. Deube, Oecon. v. Grebenstein. Hr. Köhler, Pfarrvic. v. Merlau. Hr Braun, Kunsthndl. v. Nürnberg. Hrn. Kfl. Zeiß v. Mainz, Croniker v. Oerteich u. Kaiser v. Frankfurt. Hr. Eberhard, Fabrik, v. Chemnitz. Hr. Dill- mann, Jnspect. v Landau. im Einhorn : Hrn. Kfl. Reigen, v. Lenep, Schmitz v. Cöln u. Schlecker v Frankfurt. Hr. Zöller, Oecon. v. Darmstadt. Hr. Wunderly, Partik. v. Hanau. Hr. Keudel, Oecon. v. Sterndorf. Hr. Haberkorn, Reviers, v. Windhausen. Hr. Kreuter, Steuererh. v. Grünberg. Hr. Fiffer- iing, Oberlieutn. v. Darmstadt. Hr. Westermacher, Oecon. v. Herrnhaag. Frl. Mauch v. Stuttgardt. Hr». Kfl. Koch v. Cassel, Ludwig v. Frankfurt, Bratte v. Hamburg u. Strauß v Aschaffenburg. Hr. Weber, Fabrik, v. Elberfeld. Hr. Kraßheim, Reut. v. Leipzig. Hrn. Kfl. Stumpf v. Marburg, Hamburger v. Mainz u Claffen v. Crefeld. Im Prinz Carl: Hr. Heß, Handelsm. v. Burggräfen- rod. Hrn Oecon. Fist v. Hattenrod u. Stein v. Stumpertenrod. Hr. Reiber, Samenhndl. v. Gönninaen. Hr. Rapp, Spedit. v. Hatzfeld. Hrn. Meßg. Spanier"». Hofmann v. Schotten. Hr. Kamm, Privatm. v. Friedberg. Hr. Roth, ■ Dun Zur Geschichte der Arbeiterzustände. (Baierischer Gewerbefreund.) Man überschreitet nicht ungestraft das Weltgesetz, wenn Völker glauben, sich anders als durch Intelligenz und Arbeit bereichern zu können. Mit absichtlicher Untergrabung der Intelligenz und mit der Arbeitsverringerung, Herabsetzung der gewohnten Arbeitszeit aus 12 oder nur 10 Stunden, kann der Reichthum einer Nation niemals vermehrt werden; doch daraus folgt nicht, daß die Zustände der Arbeiter keinerlei Verbesserungen fähig wären. Im Gcgcntheil, das Bewußt- fc*n i bafj dieser Zustand einer unendlichen Verbesserung fähig ist, bis er auf dem Punkte anlangt, wo der ArSchlosser v. Mainz Hr. Becker, Spedit. v Schotten. Hr. Lang, Geschäftsm v. Gedern. Hr. Rindler, Buchdr. v. Bern. Hr. Felsing, Oecon. v. Engelrod. Hr. Dreisbach, Speoit. v. Berleburg. Hrn. Kfl. Christ v. Schlitz, Hellmann v. Offenbach, Enge.bach v. Biedenkopf u. Krauskopf v. Darmstadt. Im barmstaedler Haus'. Hrn. Geschäfts!» Marr V. Ruppertsburg, Michel v. Herborn, Ammel v. Weilburg, Kraiiing u. Fey v. Haarhausen, Drullmann v. Wetzlar, Keller v. Dalsheim, Bogt v. Lehrbach, Rühl u. Arnold v. Pfungstadt, Schuh v. Niederursel, Kuhl v. Homberg, Moll ». Gladenbach, Simon v Mariendorf u. Neifort v. Hildesheim. Frl. Schweiler v. Großenhausen u. Schmit v. Salzschlirf. im Stern: Frl. Hein v. Homberg, Balt ».Hohenstein v. Marburg. Hr. Harberke, Handelsm. v. Hesborn. Hr. Brut, Schieferd. v. Hannover. Hrn. Buchb. Buckenbach v. Usingen u. Flegel v. Umstadt. Hr. Seibert, Gastw. v. Albshausen. in der Sonne: Hrn. Handels!. Jung v. Hattenrod, Erb v. Beuern, Kreuzburg v. Erdhausen, Hofmann v. Hattenleidenheim, Knies u, Scheidmüller v. Sellnrod. Hr. Erber, Schausp. v. Mundenheim. — In den Privathäusern. Bei Hrn. Gärtn. Casper- Hr. Hermes, Cand. theol. v. Bensheim. — Bei Hrn. Tapez. Hochstätter: Hr. Hoch- stätter, Fabrik, v. Darmstadt. — Bei Fr Hofg -R Müller: Frl. Buff v. Jbbenbühren. — Bei Hrn. Prof. Schmidt: Hr. Hüther, Geistl. v. Homburg. — t e s. beiter in die Lage kommt, sich in Ruhe zu setzen und seine Familie in eine erträgliche Stellung zu bringen gründet sich auf zahlreiche Erfahrungen. Allein dieses Ziel kann nur durch die vereinte Macht der Ordnung, der Sparsamkeit und der regelmäßigen Lebensweise erreicht werden. Das läßt sich selbst durch Actenstücke Nachweisen, die Jedermann klar vor Augen liegen. Ein Soldat wird besser genährt, besser gekleidet, in Krankheit besser versorgt als im Allgemeinen ein Handwerks-, Fabrik- oder Feldarbeiter. Hätte der Soldat den Lohn des Arbeiters, so würden ihn seine Ersparnisse bald zum reichen Manne machen. Folglich ist die Frage die, daß man die Lebensweise der Arbeiter reformirt La Trappe wäre.' (Fortsetzung folgt.) Ein Besuch in dem Kloster (Fortsetzung ) Also auch hier, wo jede Eitelkeit der Welt abgestorben sein sollte, waren die Eitelkeiten und die Prunksucht der Welt nicht vergessen. Wir begnügten uns schüchtern die Frage des Mönchs zu verneinen und überließen eS seiner eigenen Ueberlegung, seine Thor- beit zu bereuen. Der Hof, den wir bisher durchwandert hatten, akich einem wohleingerichteten Pachthos Heuschober, Schuppen, Ställe, Düngerhaufen, Kühe, Schaf- und Federvieh — Alles war vorhanden. Doch von dem kleinen Pförtchen an, wo wir einen Augenblick gewartet hatten, um die Kritik unsers kleinen Führers über unsere Kleidung zu vernehmen, Muten wir durch einen gut eingerichteten Garten, m welchem dann und wann ein hübsches Stiefmütterchen oder ein einzeln stehender Strauch stand, und der von einem mit Unkraut bewachsenen Fußpfad umgeben war und einen kleinen Kreis einschloß, von welchem eine Ecke einen angenehmen Ruheplatz unter den weit ausgebreiteten Aesten einer Buche bot. Das Äeußere des eigentlichen Klosters verrieth durch - nichts den Zweck, für den es bestimmt war oder den eigentlichen Charakter seiner Bewohner. Nur an der Mauer der Norvseite mar eine Darstellung der Kreuzigung in ungeheuren Verhältnissen angeheftet und ein kleines Bild der Jungfrau mit dem Kinde stand in einer kleinen Nische über dem Eingänge mit der Inschrift: Monstrat esse matrem Dei.“ Am Eingang in daö Hauptgebäude ging unser Begleiter voran und zog die Klingel, trat dann eilig zurück, stellte sich in demüthiger Stellung an die Seite hin und erwartete, seine Arme über die Brust gekreuzt und seine Augen auf den Boden geheftet, die Antwort auf seine Aufforderung. Fast in demselben Augen- blicke ward die Thür leise von einem ältlichen Mönche geöffnet, der, als er Fremde in Begleitung eines Bruders erblickte, sich instinktartig, wie es schien, verbeugte. Dann fand eine Pantomime Unterredung zwischen den Brüdern statt, indem sie wechselseitig drei horizontale Kreisbewegungen mit der rechten Hand machten, dann eben so oft mit dem Finger an die Lippen eine Anmahnung des Schweigens machten und dann mit der flachen aus gestreckten Hand die Gegend des Herzens berührten. So wie dies geendet war, winkte uns der ältliche Mönch höflich einzlitreten unb' in einem kleinen Gemache , das als Vorzimmer für Fremde diente uns niederzufetzen. Einige Augenblicke nachher erschien ein anderer weißgekleideter Mönch, verbeugte Jid) höflich und bat um unsere Pässe, indem er zu lleich versicherte, daß dies nicht aus Mißtrauen geschähe, sondern weil der Abt stets mit der Nation, und dem Charakter seiner Besucher bekannt sein müsse, um der Regierung die gehörigen Nachweisungen zu geben, sobald sie solche verlange. Während seiner Abwesenheit lasen wir eine kleine im Zimmer aufgehängte Bekanntmachung, die ohngefähr also lautete: „Die Personen, weiche die göttliche Vorsehung hierher führen will, werden gebeten, folgender Forderungen eingedenk zu bleiben „Die Mönche dürfen so wenig als möglich gestört werden, besonders wenn sie beschäftigt iino." „Wenn Jemand etwas bedarf, so wird er gebeten, sich an den Pere Hotelier zu wenden, weil die übrigen Mönche, an strenges Schweigen gebunden, denen nicht antworten dürfen, welche mit ihnen zu sprechen wünschen sollten." . „Wenn irgend wer unter den Mönchen eine Person wiedererkennt, die er in der Welt gekannt )at so darf er dies nicht offenbaren, selbst wenn der Mönch ein Sohn, Bruder oder anderer Verwandter Druck und Verlag der G. D. Brühl »schm Buch- und Steindruckeret. 148 und anders einrichtet, und darin liegt zum großen Theil die Lösung der verhängnißvollcn Arbeiterfrage. Die praktische Bestätigung dieser Behauptung findet sich in der Werkstätte der Industrie selbst. Nur einige Beispiele. Im Jahre 1828 erhob man lebhafte Klagen über die ungenügende Beschaffenheit der Löhne in den ße- rühmten Tuchfabriken von Louviers in Frankreich. Eine ähnliche Aufregung darüber durchzog die Provinz, wie wir sie 1848 in Sachsen erlebten. Eine amtliche Untersuchung , die in Folge dessen stattsand, brachte die schreiendsten Uebelstände an's Lichts Hauptsächlich war man erstaunt über die Unreinlichkeit, die erschreckliche Entblößung, die Ungesundheit der Wohnungen der Arbeiter, deren Zustand ein treues Bild von dem Elend ihrer Insassen gab. Gleichwohl fand man mitten unter diesen Spelunken auch andere gar bescheidene Wohnungen, aus welchen aber Friede und Behagen athmete. Es waren die Wohnungen der Werkmeister und Aufseher. Man glaubte anfänglich gerade in diesem Umstande den Beweis zu finden, daß die Beschwerden der Arbeiter gegründet und ihr Verlangen nach Lohnerhöhung gerechtfertigt feiern Allein die nähere Untersuchung ergab sehr bald, daß die Arbeiter sich jährlich auf 11 - 1200 Frs. standen, während die Werkmeister, welche monatlich bezahlt wurden, im Jahre nur 900 Frs. erhielten. Die Ursachen der Verschiedenheit der Lage waren leicht zu ermitteln. Die Werkmeister und Aufseher, welche aus den besten Arbeitern herausgezogcn werden, sind schon durch die Monatsbezahlung zu einer gewissen Vorsicht genöthigt; sie müssen sich selbst achten, um bei ihren Untergebenen Gehorsam zu finden und gewöhnen sich daher an ein ordentliches Leben, dessen Früchte ihnen auch zu Gute kommen. Die Arbeiter dagegen, die von einem Tag zum andern leben, bringen einen zufälligen Nebengewinn nicht in Anschlag und verschwenden ohne sich gegen Mißgeschick vorzusehen, den Lohn ihrer Arbeit in Unordnung. (Schluß folgt)