Imzeigebtatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gieren. W. 77. Sonnabend den 30. September 18A8. „ „ Erscheint wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 30 fr., für Auswärtige incl vostaufschlag 1 ft. 42 fr. — Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern. In Giessen bei der Erpcdition (Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — EinrücknngSgebühr für die gespaltene EorpuSzeile 2 fr. Amtlicher Theil. Auszüge aus den Gr. Negierungsblättern. Nr. 38 vom 20. September 1849. Inhalt: Bekanntmachung, die Aufnahme eines Kapitals von Einer und einer halben Million Gulden für den Eisenbahnbau betreffend. Nr. 39 vom 22. September 1849. Inhalt: 1) Verordnung, die Vornahme der Wahlen zu den beiden landständischen Kammern des GroßherzogthumS betr.; — 2) Bekanntmachung, die Errichtung einer Posterpedition zu Bodenheim betr.; — 3) Bekanntmachung, die Errichtung einer Chauffeegelderhebung zu Breidenbach velr ; — 4) Bekanntmachung der Ergebnisse der Ver- waltulm des allgemeinen katholischen Kirchenfonds im Jahre 1848; — 5) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der Communalumlagen zweiter Klaffe in der Gemeinde Sellnrod für >848 betr.; — 6) Bekanntmachung , die Niederschlagung der Umlagen der israelitischen Religionsgemeinde Ettingshausen, für 18"/., und 18"/,„ betr; — 7) Sterbfälle. Bekanntmachung, die Aufnahme eines Kapitals von Einer und einer halben Million Gulden für den Eiscnbahnbau betreffend. In Gemäßheit des Art. 2 des Gesetzes voin 16. Juli 1842, den Bau und den Betrieb der Eisenbahnen im Großherzoqthum betr. (Regierungsblatt Nr. 25), wonach die zum Bau der mit den Ständen vereinbarten Haupt-Eisenbahnlinien, sowie zur ersten Anschaffung des Betriebsmaterials erforderlichen Fonds auf dem Wege der öffentlichen Anleihe aufgebracht werden sollen, ist beschlossen worden, für den Bau der Main Weser-Eisenbahn ein weiteres Anlehen von Einer und einer halben Million Gulden aufzunehmen und idasselbe im Wege der Soumissson zu begeben, wenn annehmbare Gebote erfolgen. Es wird zu diesem Behufe daher Folgendes bekannt gemacht: 1) Die Concurrenten werden eingeladen: Montag den 8. October 1849, Vormittags 10 Uhr, m Sitzungssaale des Finanzministeriums persönlich oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte ihre Soumisssonen verschlossen einzureichen. Die Soumisflonen müssen nach dem in dem Anhänge (Nr. 2) beigedrucktcn Formulare verfaßt sein. Jede wesentliche Abweichung davon hat die Nichtberückstchtigung der Soumission zur Folge. 2) Wenn mehrere Personen sich zur Abgabe einer Soumissson vereinigen, so sind sie für die Erfüllung der durch dieselbe eingegangenen Verbindlichkeiten solidarisch verhaftet. Sie haben für die Besorgung aller auf das Anlehen bezüglichen Geschäfte einen Bevollmächtigten dahier zu bestellen. 752 Die Bestellung eines solchen kann die Gr. Staatsschulden-Tilgungskasse auch dann fordern, wenn der Unternehmer eine einzelne Person, aber nicht dahier wohnhaft ist. 3) Nach 12 Uhr wird keine Soumisfion mehr angenommen. Um 12 Uhr werden die bis dahin eingereichten Soumissionen eröffnet. Es wird alsdann sogleich über die Gebote berathen und noch an demselben Tage spätestens 6 Uhr Abends die Entschließung verkündet. Jeder Soumittent bleibt an sein Gebot gebunden, bis die Nichtannahme desselben von der Negierung erklärt ist. 4) Bei gleichen Bedingungen geht das höhere Gebot vor. Bei gleichen Geboten unter den nämlichen Bedingungen entscheidet das Loos den Vorzug. 5) Der Soumittent kann sich für das Anlehen öprocentige, 4% proecntige oder 4procentige Partial- Obligationen bedingen, welche auf den Inhaber ausgefertigt werden. Er kann auch die Gebote auf 5pro- centiae, 4Öprocentige und 4procentige Obligationen alternativ abgeben. Die Summen, auf welche die Partial-Obligationen lauten, und die Beträge, in welchen sie von jeder Gattung ausgcfertigt werden sollen, bestimmt das Gr. Ministerium der Finanzen, unter billiger Berücksichtigung der Wünsche des Gläubigers. Den Partial-Obligationen werden Zinscoupons beigefügt. 6) Der Zins der Partial-Obligationen beginnt mit dem ersten November d. I. und wird halbjährig am 1. Mai bei allen Gr. Staatskassen und in Frankfurt a. M. bei dem damit beauftragt werdenden Ban- quierh'ause gegen Ablieferung der Zinscoupons kostenfrei unv ohne Abzug bezahlt. 7) Der Darleiher hat die ganze von ihm nach seinem Gebote zu zahlende Summe in grober süddeutscher Münze, oder auch in Großherzoglich Hessischen Grundrentenscheincn kostenfrei an d,e Gr. Staats- schuldcntilgungskasse zu bezahlen. Er erhält für diese Summe nach Maßgabe seines Gebots Partial-Obligationen. Er zahlt das Darlehen in Summen von beliebiger Größe gegen jeweilige Auslieferung einer entsprechenden Anzahl von Partial-Obligationen, jedoch dergestalt ein, M mindestens je Em Scchstheil zu Ende October d. I. und zu Ende jedes der folgenden fünf Monate und daher das ganze Darlehen bis zum 31. März 1850 einbczahlt ist. . Bei Einzahlungen vor dem 1. November d. I. zieht der Darleiher den Zins der die baaren Emzah- lunaen deckenden Partial-Obligationen vom Zahlungstage bis Ende October ab. Von den Einzahlungen nach dein 1 November d. I. zahlt er der Gr. Staatsschuldeniilgungskasse den auf den auszuhändigenden Partial- Obligationen haftenden Stückzins vom 1. November an bis zum Zahlungstage baar mit dem Kapital. 8) Der Darleiher stellt zur Sicherheit der Großh. Staatsschuldentilgungskasse für die Erfüllung der übernommenen Verbindlichkeit eine dem zehnten Theile des Darlehens gleichkommende Caution durch faust- pfändliche Hinterlegung von Schuldscheinen bei dieser Kasse. Von dieser Caution wird bei jeder Einzahlung der entsprechende Theil zurückgegeben. u , Als Faustpfand werden nur Gr. Hessische Staatspapiere oder Staatspapiere anderer deutscher Staaten, und zwar alle diese Papiere in dem zur Zeit der Hinterlegung in Frankfurt a. M. bestehenden Curse an- gcnomme^ fcet gurd tiefer Papiere um drei oder mehrere Procente sinkt, so hat der Anlehensunternehmer die Deckung sogleich zu ergänze». Die Cautionspapiere müssen spätestens drei Tage nach erfolgtem Zuschläge mit einem doppelt ausge- fertiqten Verzeichnisse der Gr. Staatsschuldentilgungskasse übergeben werden. 9) Erfolgt die Einzahlung nicht bis zu den unter 7 bestimmten Terminen, so hat die Gr. Staats- schuldentilgungskasse das Recht, vom Ablaufe dieser Termine an den bedungenen Zins von dem nicht rechtzeitig einbezahlten Nominalkapitale zu verlangen. Wird die Zahlung um 14 Tage verzögert, so steht ihr ohne vorgängige Aufforderung zur Zahlung die Bcfugniß zu, die Partial-Obligationen, welche der Anlchens- Unternehmer hätte in Empfang nehmen sollen, auf Rechnung desselben öffentlich zu verwerthen und insoweit der Erlös für Kapital, Zinsen, Kosten und Schaden nicht zureicht, sich an das Faustpfand zu halten. Bei Rechtsstreitigkeiten, welche in dieser Beziehung entstehen könnten, unterwirft sich der Unternehmer des Anlehens der Entscheidung des Gr. Stadtgerichts dahier, vorbehaltlich der gesetzlich zulässigen Rechtsmittel an die competenten höheren Gerichte. . 10) Hinsichtlich der Deckung des Zinsbediirfnisses und der allmäligen Rückzahlung des aufzunehmenden Anlehcns, sowie der für das Anlehen bestehenden Garantie finden die Bestimmungen in den hierunter besonders abgedruckten Artikeln 3 bis 6 des Gesetzes vom 16. Juli 1842 ihre Anwendung. 753 11) Die rückzuzahlenden Kapitalbeiträge können nach Wahl der Gläubiger bei der Gr. Staatsschulden- tilgungskasse dahier oder in Frankfurt a. M. bei dem mit der Zahlung der Zinsen beauftragt werdenden Handlungshause erhoben werden. Darmstadt den 17. September 1849. Großherzoglich Hessisches Ministerium der Finanzen. F. von Schenck. Reißig. (Fortsetzung (Anhang 1 u. 2) folgt.) Verordnung, die Vornahme der Wahlen zu den beiden landständischcn Kammern des Großherzogthums betr. LUDWIG HI. Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. re. Wir haben gemäß dem Art. 11 des Gesetzes vom 3. dieses Monats verordnet und verordnen: 8 1. Die Wahlen zu den beiden landständischen Kammern des Großherzogthums sind ohne Verzug vorzunehmen. , §. 2. Unser Ministerium deö Innern ist mit dem Vollzug dieser Verordnung beauftragt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Seeheim ain 19. September 1849. (U S.l LUDWIG. Jau p. Zu Nr. R. C. 9276. Gießen am 25 September 1849. Betreffend: Die Aufstellung und Einsendung der Vieh« standStabellcn für 184 9. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen a n sämmtliche Gr. Bürgermeister des hiesigen Regierungsbezirks. Indem Wir Sie erinnern, die Durchschnittsprciße einer jeden Viehgattung Ihrer Gemeinden binnen längstens 3 Tagen berichtlich anzuzeigen, fordern wir Sie aus, die Vichftandstabclle selbst schon so weit vorzubcreiten, daß sic, sobald Ihnen die dabei zu Grund zu legenden Durchschnittsprcißc von uns mitgetheilt worden sind, demnächst ohne Aufschub hierher eingesendet werden kann. K ü ch l e r. Pietsch. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein silberner Armring und ein Schlüssel sind gefunden und auf Gr. Polizeibnreau abgeliefcrt worden. Gießen den 28. Sept. 1849. Edictalladungen. 1810) Gießen. Nachstehend aufgeführtc Personen verschulden ausweislich der betreffenden Hypothekenbncher folgende Summen, als: 1) Johannes Grün III. zu Bernsfeld 200 fl. Capital der Krugischen Stiftung zu Nidda laut Obligatio» vom 3. Mai 1773. 2) Michel Bräuniiigs jun. Wtw. zu Flensungen 70 fl. Capital der Grünbcrger Pietang laut Obligation vom 20. Juni 1818- 3) Joh. Theis von da 18 fL Kaufgeld dem Joh. Heim. Tag daselbst laut Kaufbrief vom 20. März. 1802. 4) Joh. Heinr. Tag von da, 60 fl. Capital dem Hospital zu Grünbcrg laut Obligation vom 17. December 1796. 754 5) Adam Piech von da', 60 fl. Capital der Grünberger Convents-Wittwenkasse laut Obligation vom 27. Nov. 1818. 6) Joh. Baumann von Lumda 65 fl. Kaufgeld per Conrad Müllers Eheleute zu Trapsa laut Kaufbrief vom 18. Februar 1819. 7) Joh. Krauß Wtw. von Niederohmeu 50. fl. Capital den Hofrath Briels Erben zu Grünberg laut Obligation vom 8. Juli 1776. 8) Joh. Peter Wagners Wtw. von da, 31 Stück Laubthaler der Frau Hauptmann Zobel zu Bach resp. das Grundstück 69% ist dafür ver- cautionirt. 9) Joh. Heinr. Melchior von Oberohmen 100 fl. Capital dem Conrad Stritter zu Nnterseiberten- rod laut Obligation vom 19. Juni 1814. 10) Caspar Kappes von Waitershain lio fl. Capital dem Moses Eckstein zu Rüddingshausen, modo Heinr. Schneider zu Haarhausen laut Obligation vom 5 Februar 1819. 11) Derselbe 50 fl. als die Hälfte des von Joh. Heinr. Jung der Stipendiatenkasse zu Gießen verschuldet werdenden Capitals, dem Caspar Jung laut Verpfändungsprotoeoll vom 29. Oet. 1812. 12) Martin Margolf von Rüddingshausen 60 fl. Capital, laut Obligation vom 19. Januar 1803 dem Obristen Horueck zu Gießen. und sollen diese Eapitalien und Kaufschillinge längst abgetragen und bezahlt, die darüber sprechenden quittirten Urkunden aber verloren gegangen sein. Dem gestellten Anträge zufolge werden nun alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechls- grunde noch Anträge hieran bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen 6 Wochen, dafür geltend zu machen / als ansonst die betreffenden Einträge als nicht mehr gültig in den Pfandbüchern werden gelöscht werden. Grünberg den 2. Juli 1849. Gr. Hess. Landgericht das. Dr. Ortwein. 1371) Grün berg. Christoph Heinrich Landmann von Oberschmittcn hat gegen Johannes Leiser in Niederohmeu wegen verschiedener Forderungen für erkaufte und empfangene Getränke und Fässer eine Klage auf 45 fl. 32% fr. heute bei hiesigem Gericht erhoben. Da Beklagter sich heimlich von Hause entfernt hat und sein Aufenthaltsort unbekannt ist, so wird er dem Antrag des Klägers gemäß, hierdurch aufgefordert, sich spätestens bis zum 20. October d. I- ouf die erhobene Klage in rechtlich zulässiger Weise dahier zu erklären, widrigenfalls er des Inhalts derselben für geständig erachtet und mit allen etwaigen Einreden ausgeschlossen, sofort zur Zahlung der eingeklagten Summe nebst Verzugszinsen von heute an und der Proceßkoften verurtheilt werden wird. Zugleich wird angefügt, daß alle weiteren in dieser Sache ergehenden Verfügungen nur durch Anschlag an der Gerichtsihüre werden veröffentlicht werde». Grünberg den 20. Juli 1849. Gr. Hess. Landgericht W e l ck e r. Besondere Bekanntmachungen. 1818) Gießen. Die Verloosung und Zurückzahlung von Pas- sivcapitalien bei der Stadt Gießen. Bei der heute stattgefundenen planmäßigen Verloosung wurden nachfolgende städtische Obligationen au porteur zur Rückzahlung bestimmt. I. Von den 3'/2 procentigen Anlehen: die Obligationen Lit. B. M 59, 101 und 116..........ü 500 fl.; Lit. C. JVä 22, 75, 82, 105, 193, 203, 234, 288, 295, 302, 308, 340 u. 353 . ä 100 fl. II. Von den 4 Procentigen Anlehen die Obligationen: Lit. C. M. 93, 95 und 98 . . a 100 fl. Die Inhaber dieser Obligationen werden zur Empfangnahme ihrer Kapitalien mit dem Bemerken Ungeladen, daß mit dem 31. December d. I. die Verzinsung derselben aufhört. Gießen den 4. Sept. 1849. Der Bürgermeister G g. Reiber. 1808) Gießen. Der Pfandschein Nr. 12,934 über einen schwarzen Frack ist angeblich verloren gegangen. Da nun der Verpfänder Denselben auslösen will, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordcrt, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als im andern Fall das Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird. Gießen den 24. Sept. 1849. Die Pfandhausverwaltuug Bieler. Pfeil. Versteigerungen. 1676) Gießen. Die Versteigerung von Immobilien betr. Montag den 22. October, Vormittags 11 Uhr, 755 soll in Gemäßheit stadtgerichtlicher Verfügung nachstehendes, den Joh. Fr. Decherts Erben zugehöriges Wohnhaus nämlich Pag. Flurb. Nr. lUKlftr. 3“/16s 1. 325 13 Hofraithe in der Catharinengaffe. auf dem Nathhause dahier, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werben. Gießen den 5. Sept. 1849. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1718) Gießen. Montag den 8. October d. I, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahieffgem Rathbaus auf freiwilligen Antrag des Schuhmachcrmeisters PH. Steuerwald dahier, die demselben zustehenden Immobilien als: Grundb. oKlftr. 17/6S u.6S 97 Acker am Hamm. 17/67 u.68 97 Acker daselbst. öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 13. Sept. 1849. Der Beigeordnete Rühl. 1809) Gießen. Main - Weser - Eisenbahn Sectio» Gießen. Montag den 8. October, des Vormittags um 11 Uhr, sollen an der Wiescckbrücke dahier die Behufs der Herstellung eines neuen BachbetteS vorzunehmenden Erdarbeiien, veranschlagt zu 1966 Gulden, öffentlich in Accord gegeben werden. Gießen am 24. Sept. 1849. Der Gr. Sections-Jngenieur, E i ck e m e p e r. 1833) Gießen. Montag den 1. October, Morgens 9 Uhr, soll di e Reparatur einer unfahrbaren Stelle am Schäferbrunnen wobei die Fuhr- und Handarbeit zu 8 fl. vorgesehen ist, an die Wenigstfordernden versteigert werden. Gießen den 28. Sept. 1849 Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1819) Butzbach. Mai» - Weser - Eisenbahn Section Butzbach. Mittwoch den 10. f. M., sollen Erdarbeiten, in 3 Loosen veranschlagt zu 12500, 19100 und 12550 Gulden, durch öffentliche Versteigerung an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. Die Zusammenkunft ist für das erste und zweite Loos des Morgens um 8 Uhr an dem Holzheimer Vicinalweg bei Langgöns und für das dritte Loos des Nachmittags um 3 Uhr an der kurhessischen Grenze bei Nauheim. Butzbach den 26. Sept. 1849. Der Gr. SectionS-Jngenieur Eickemeyer. 1822) Lich. Montag den 8. Okt. d. I., Mittags 1 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn Peter Joseph Schwenk dahier, 1) Eine Quantität Weinfässer von einer Größe von einer halben Ohm bis zu 4 Ohm, 2) Eine Kelter mit Mahltrog und Stein, 3) circa 1000 Fuß eichene-, buchene-, aspen- und tannen-Bohlm, worunter auch Hobelbanksbohlen sind, 4) Ein Wagen und verschiedenes Arbcitsholz, auf freiwilliges Anstehen öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden. Lich am 27. Sept. 1849. Der Gr. Bürgermeister Dieterich. 1816) Gießen. Mittwoch den 3. October, Mittags 2 Uhr, sollen in dem Hause des Hrn. Major Moter verschiedene Möbels: Betten, Küchcngeräthe, sowie ein gutes Klavier gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden. Gießen den 27. Sept. 1849. Feil geboten. 1769) Gießen. Barchent, Zwillich, Bettsedern und Daunen, Bielefelder, Schlesinger Leinen, weiße Waare, seidene Franzen, Baumwollenbieber zu Kaputzen, sowie Watten von 5 bis 16 fr. das Stück empfiehlt bestens Jac. Kaufmann WormS am Kirchenplatz. 1817) Gießen. Seidene koulaicks, von 16 fr. bis 3 fl. das Stück, gestickte Krügen in Tüll, Mull, Jaconet und Batist von 6 fr. bls 4 fl., Doppel- Shawls und checkte, französ. Kattun und ächtfarbiges Baumwollenzeug, sowie Lama in reicher Auswahl und zu den billigsten Preisen empfiehlt M. Heß. 1790) Gießen. Trockene Hefe wieder fortwährend bei M. Silbereisen. 756 1807) Gießen. Von vielen Sanitätsbehörden, renommirten Aerzten n- Chemikern geprüft. Goldberger s K- allerh. privilegirte Galvano elektrische Rheumatismus - Ketten a Stück mit Gebrauchs-Anweisung 13 Sgr. stärkere Sorten a fl Thl. und 1 Thl 13 Sgr. Diese nach chemisch-phystkalischen Grundsätzen construir« ten galvano-elcctrischen Ketten sind ein sehr bewährtes Heilmittel gegen nervöse, rheuma- tische und gichtische Uebel aller Art als: Gcstchts-, Hals- und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand-, Knie- und Fußgicht, Augenfluß, Ohrenstechen, Harthörigkeii, Sausen und Brausen in den Ohren, Brust-, Rücken- und Lendenweh, Gliederreißen, Lähmungen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit u. f. ro. , , und haben diese so wohlthätigen und leicht anwendbaren Apparate bei ihrer großen Verbreitung in Deutschland, Dänemark, Norwegen und Schweden, Rußland, Holland, Belgien, Frankreich, England, Schweiz und den vereinigten nordamerikanischm Staaten schon Tausenden von Leidenden Hilfe und vollständige Genesung gebracht, so daß ich dieselben mit vollkommenem Rechte Allen, die mit obengenannten Nebeln behaftet sind, gewissenhaft anempfehlen kann. Die beste Bürgschaft für die heilkräftige Wirksamkeit der G ol d b erg er'schen galvano-elektrischen Ketten sind wohl auch die attestirten Erfahrungen und äußerst günstigen Zeugnisse von mehr denn zwei Hundert geachteten Aerzten und glaubwürdigen Privatperson«! die in einer gedruckten Brochüre zusammengestellt, in meinen sämmtlichen Depots (in Gi e ßen bei Herrn Carl Frech) gratis verausfolgt werden und enthalte mich daher feder weiteren Anpreißung dieses so rühmlichst erprobten Heilmittels. Jede Goldberg er' sche K. K. a. privil. galvano-elektrische Rheumatismus-Kette (nicht zu verwechseln mit den sogenanten »Rheumatiü mus-Ableitern-- oder Am u letten," die weder ihrer Form noch ihrem Wesen nach irgendwie eine Aehnlichkeit mit meinem Fabrikate haben) ist in einem Kästchen wohl verpackt, das auf derVoroer- seite meinen Namen und auf der Rückseite K. K. östreich. Adler und das Wappen der freien Bergstadt Tarnow itz trägt und sind nur derartige verpackte Exemplare als echt zu betrachten. In G i e ß e n habe ich Herrn Kfm. Carl Frech das alleinige Depot meiner K. K. a. pnvrl. RhcumatiSmuS- Ketten übergeben und ihn in den Stand gesetzt zu den festgestellten Fabrikpreißen zu verkaufen. I. T. Goldberger in Tarnowitz , im Oberschl. Bergbezirk, Fabrik von elektro-magnetischen Apparaten. 1775) Gießen. Rechtes Narrisches (Kitzinger) picr in Fässern nnd Flaschen, 1846r Pfälzer Wein und vorzüglichen Aepselwein empfiehlt L. Zah reis am Markt. 1768) Gießen. Meine bisher geführten Artikel in Thibet, Mousselin de laine, Lustre und Orleans in allen Farben und Qualitäten, Cal tun, Lamas, Napolitaine und Shawls in allen Größen bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Jac. Kaufmann Worms am Kirchenplatz. 1823) Gießen. Aepfel, die feinsten Sorten ä Smr. 30 fr. ordinäre a Smr. 24 fr. sowie «Saatkorn und Waizen, beides sehr rein gehalten und bester Qualität bei G. H. Lony. 1821) Gießen. Ein großer steinerner Sauerkrauttopf, 4 bis 5 Körbe hallend, ist wegen Wohnungsveränderung billig zu verkaufen. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. Zu vermiethen- 1824) Gießen. Eine Wohnung auö 3 Stuben, einer Kammer, Küche, Keller und Holzplatz bestehend ist zu vermiethen und sogleich beziehbar, in Lit. C. M, 115. 1800) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei PH. Fi Um ann, in der Marktstraße. 1820) Gießen. In meinem Hause ist eine Familienwohnung zu vermiethen und kaun den 1. November bezogen werden. Balthasar Simon, in der Katharinengasse. 1764) Gießen. In meinem neu eingerichteteu ehemals Hoch'schen Hause, Lit. D. Nr. 10, auf der Mäusburg ist eine freundliche Familienwohnung im 2. Stock billig zu vermiethen und gleich beziehbar. Joh. Balth. Noll. 1788) Gießen. Das mittlere Logis in meinem Hause ist zu vermiethen und Anfangs November beziehbar. Auch im dritten Stock ist eine kleinere Familienwohnung zu vermiethen und alsbald beziehbar. Karl Steinberger, in der Löwengaffe. 757 1783) Gießen. Eine Familienwohnung, aus 3 bis 4 heizbaren Zimmern, Küche, Kammer, Keller, verschließbarem Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche bestehend, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. 1766) Gießen. Das bisher von der Frau Polizeiräthin Rauch bewohnte Logis ist zu vermie- then. F. Koch's Wtw. 1782) Gießen. Das obere Logis in meinem Hause ist zu vermiethen und den 1. October zu beziehen. Enders, Stadtrechner. 1831) Gießen. Zwei Stuben, Küche, Keller rc., sind an eine stille Familie zu vermiethen und alsbald beziehbar. I. F r i e b e l, auf dem Reichensand. 1763) Gießen. Ein Thcil meines Kellers ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. G. Fulda. 1813) Gießen. Bei Schuhmacher Junker auf dem Seltersweg ist ein Keller zu vermiethen. 1814) Gießen. Ein Logis aus 3 Stuben, Kammer, Keller und Holzstall bestehend, ist zu verleihen und bald beziehbar bei Joh. Balth. Loos, am Markt. 1812) Gießen. Ein angenehmes Logis für eine kleine Familie, bestehend in zwei Stuben mit Kabinet, Küche, Kammer, Keller und Holzstall ist zu vermiethen und Ende October beziehbar bei P. Plank in der Wolkengasse. Vermischte Nachrichten. 1828) Gießen. Bekanntmachung. Der Unterricht in meiner Privatschule beginnt Montags den 8. October. Anmeldungen neuer Schüler bitte ich bei Herrn Reallehrer Haustein zu machen, welcher über die Einrichtung der Anstalt jede weitere Auskunft ertheilen wird, über welche ich auf Nr. 75 dieses Blatts verweise. T h u d i ch u m. 1832) Gießen. In einem hiesigen Detail- Geschäft ist eine Lehrlingsstelle offen. Ausgeber sagt wo. 1765) Gießen. Ich kaufe reife Aepfel zu den laufenden Preisen. Joh. Balth. Noll. 1802) Gießen. Anmeldungen zu der neu sich gegründet habenden Bürger-Gesellschaft sind bei den Unterzeichneten, bei welchen auch die Statuten zur Einsicht offen liegen, bis zum 10. nächsten Monats schriftlich einzureichen. Gießen am 25. Sept. 1849. C. Wittich. L. Köhler I. 1829) Gießen. Bessere Sorten Aepfel kauft malterweis D. Ebel, zum Kaffeehaus. 1758) Gießen. Ein gesittetes Mädchen, was mit Vieh umzugehcn versteht, kann sogleich oder auf Michaeli in Dienst treten. Bei Schreinermeister Jacobi ist das Nähere zu erfahren. 1760) Gieß en. Meine Wohnung befindet sich auf dem Seltersberg in dem Hause meines Vaters, wo ich täglich von 9 bis 11 und von 1 bis 3 zu sprechen bi». Hermann Birnbaum, Dr. der Medizin, Chirurgie u. Geburtshülfe. 1825) Gießen. Eine goldene Vorstecksnadel ging ani Donnerstag Nachmittag verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung an die Erpedition dieses Blatts abzugeben. I 1811) Gießen. | | WohnnngsVernnderunE Z und Empfehlung. | •« 8» H Meine seitherige Wohnung in der Markt- g D straße, habe ich verlassen und wohne jetzt H in dem Hause des Herrn Kaufmann Appel J auf der Mäüsbnrg. Mit der Bitte, das mir «5 seither in meinem Geschäfte geschenkte Zu- H trauen zu bewahren, verbinde ich die An- A D zeige, daß ich die bisher im elterlichen Hause 8 bestandene § Feih-Mbliothek | Z übernommen habe, wobei es mir eine an- 1 genehme Aufgabe jein wird, ein geehrtes Publikum zur Zufriedenheit zu bedienen. A | Gießen, den I. «ctober 1849. | I H. KÜHN, I S Buchbinder. K Vaterländischer Verein. Sitzung den 1. October: Abeudö 8 Uhr. Die Mitglieder werde» dringend aufgefordert, möglichst zahlreich zu erschettten. ■———— Der Vorftan d. -—— 758 . 1826) Gießen. Eine solide Fran wünscht einen Monat-Dienst. Zu erfragen bei Schneider Schmitt auf dem Reichensand. 1830) Gleiberg Sonntag den 30. d. M. und. Montag den 1. k. M. ist Gleibergev Kirchweihe. Ich hoffe bei der so günstigen Witterung recht zahlreichen Besuch zu erhalten, indem ich um diesen bitte, verspreche ich mit vorzüglichen Speisen und Getränken aufzuwarten. L. Loos im Seipp'schen Garten. 1806) L ich. Sonntag den 30. d. M. auf Ficher Kirchweihe, ist in meinem Gartenlokale gut besetzte Tanz-Musik, anzutreffen. Ich lade zu recht zahlreichem Besuche ein. . Jean Louis Dieterich. I 1815) Kleinlinden. Künftigen Sonntag den 30. d. M. Zrachkirchweihe in Klein lind en, zu welcher höflichst einladet, Ludw. Reuschling. und Vikt Nation preise V i k t u a l i e n P r e i s e Brodtaxc Fleischtaxe ® « ß| fr. Pf- per Pfund 12 Marktpreise fr. Pf. 20 (Hierzu eine Beilage.) r u ch t e 16 16 ; 2 i 2 16 16 16 21 18 18 16 16 7 2 5 3 2 4 N E 20 — 18 — 4 - 8 — 24 16 16 20 4 9 3 2 Q 12 9 8 7 12 9 r e 14 — 8 -r- 16 — 17 — 16 — 24 — 18 — 18 — 20 — 20 — 24 — 20 - Für 1 fr. Wasserweck. 1 fr. Milchbrod . 9 8 iü ») Ochsenffeisch Kuyfleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch . Schweinefl. . Hammctfl. . . Schaaffl. . . Leberwurst . gem. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst . geräch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz, aus- gelaffencs . dgl., unausgel. . 3 Walzen - au8 | Kornmehl besteh kr.IPfi 12— 9 — 8 — 6 — 12 9 6 17 18 4 8 11! 2 9i 2 Maas Milch . . . • • Pfund Butter . . . • auch . . . Handkäse ...... Eier....... Pfund Waizenmekst . . . „ Geschw. Vorschuß . NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in " solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf lo Pst>..nicht mehr als anderst»» Pfund ic. nach Proportion, welches auf l Pfd. nicht völlig 5 Loiy ausmacht. Kopfe, Fupe, Geraub, tote auch dre ganz blutigen une genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. i HGerste- * s Gießen \ |Äorn< £ Mehl 8 ) Grünberg ) HK. AG. ) pf> 2 4 2 9 CD -Z 1 Lich. |ben 20. Septbr. | Laubach. v. 15. August et Ja 1 fr. Pf. Pf. fr. Pf. fr. Df. — — ■■ — ——»» — — 4 1 4 2 8 — 7 2 8 — 9 — — — _ 4 3 _ — — — 9 — 9 2 *** MKS HM MA -. -- MA - MM L. y L. U L. u ü. Q — — — _ — 6 — 5 — 5 2 — fr. Pf. fr. Pf. Fr. Pf. ft. Df. ■MB ■B WW» ■M- ■a — — — — — — — — —■ — — — -- — — — — — —T — — — — V—• — — — — • — — — —- — — — -- — rr — — Frucht- gt- tung. Meßen I 26. Septbr. | üörunberg 1 22. Septbr. 1 Lich | 20. Septbr. I Friedberg 1 19. Septbr. | Mainz 20. Juli. Marburg Wetzlar zö. lLep or. ei M a l t er. Mott Schef Pf. 200 200 ff. fr Pf. ff. fr. Pf. ff. fr. Pf. ff. fr. Pf- i ff- fr. _L fr. ff, 59 24 L Walzen . 6 5 50 30 200 190 6 5 30 30 — 7 5 — — 6 4 30 50 200 9 200 5 49 51 — _ 2 2 - 170 3 55 170 3 40 — 3 30 — 3 30 200 4 — — 1 41 — Hafer. . 2 40 — 2 42 2 30 — 2 35 200 3 51 — — 1 11 2 Erbsen . — — — —T~ — — — — — - ! - —~ '— Linken. . — — ■ —- -- . -k. — 6 — — Beilage zu Jt» 77. des Anzeigeblattes. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 30. September. Georg Roll in der Neustadt. Christian Wallenfels in der Wallthorstraße. Eonrad Noll auf der Mäusburg. Jeremias Wallenfels auf dem Seltersweg Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i e n st. Den 30. Septbr. Am Dank- und Erndtefeste. Morgens: Pfarrer Bonyard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Kopulirte. Den 2 3. September. Georg Christian Franz Lampus, Bürger und Bäckermeister dahier, ein Wittwer; und Christiane Moog, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters, Georg Moog, eheliche Tochter. Den 25. September, vr. Ludwig Karl Theodor Goldman», Großh. Regierungs-Secretär zu Biedenkopf, des Großh. Directors des Administrativ-, Justiz- und Lehnhofs, Wilhelm Goldmann zu Darmstadt, ehelicher Sohn; und Christine Henriette Emilie Dietz, des Großh. Oberzollinspectors, Johann Adam Dietz dahier, eheliche Tochter. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Wegen des Erndtefestes wird das heilige Abendmahl künftigen Sonntag nicht gehalten, es findet vielmehr die Feier desselben 14 Tage später, Sonntags, den 14. Oktober, Statt. Zur Unterstützung für die Johannes Wiegoldsschen Kinder in Buchenberg gingen ein von W. C. H. W. in Gießen 1 fl. 12 fr. 18343 Gießen. Berichtigung. Durch ein Versehen ist in der letzten Nummer d. Bltts. Herr HofgerichtSrath Dr. Kraft in der Sitzung des Wahl- comites der constitut. Vereine vom 23. l M. in Frankenbach als anwesend genannt, während er derselben nicht beigewohnt hat. — ' , Gießen den 28. September 1849. Der Vorstand des Wahlcomit«s. Angekommene und aB gereifte Fremden I n den Gasthäusern. Im Raupen: Hr. Wiedmann, Dr. phil. v Berlin. Hrn. Ksi. Niemann, Bromberg u. Leisering v. Bremen u. Lehmann v. Frankfurt. Hr. Schleiermach r, Geh. Secret, v. Darmstadt. Hr. Vorwinkel, Hauptm. v. Worms. Fr. Wehn n. Frl. Jüngst, v. Wallau. Hr. Koch, Pfarr. v. Vöhl. Hrn. Stad. Jüngst v. Wallau u. Henckel v. Vöhl. Hrn. Kfl. König u. Preiß v. Traisa u Strens v. Bremen. Hr. Hermann, Verw v. Leun Hrn. Kfl. Heimann v. Kronenbcrg, Berker v. Lüdenscheid u. Storch v. Hagen. Im Einhorn-, Hr. Hamm, Refcrend. v Cöln. Hr. Hardt, Mas., Hr. Ochwardt, Arzt, Hr. Weitzel, Adjut. u. Hr. Kutter, Rechn.-Führ. v. Landsberg. Hr. Herz, Fabrik, v. Marburg. Hr. Köhler, Pfarrverw. v. Merlau. Hr Stau- dacher, Kfm. v. Erberfeld. Hr. Schulz, Partie, v. Frankfurt. Hr Stephan, Kamm -R v. Braunfels. Graf Laubann, Stud. ». Bonn. Hr. Müller, Kfm. v. Erfurt. Hr. Storch, Berg- iltspect v. Dorheim. Hr. Wiesenbach, Geom. v. Melbach. Hrn. Kfl. Eich^erg v. Stuttgart, Wilhelmp v. München u. Lampe v. Mehlheim Hr. Schaaf, Privatm. v. Halle. Hr. Weckhardt, Advoc. v. Hanau. Hr. Ebert, Lehr. v. Frankfurt. 'm Prinz Carl: Hr Drescher, Techn. v. Cassel. Hr. Braune, Buchb. v. Berlin. Hr. Lindheimer, Chir. v. Friedberg. Hrn Oecon. Petermanu v. Grünfeld u Strack v. Wehrhcim. Hr. Rausch, Spedit. v. Großeneichen. Hr. Theiß, Oecon. v. Flensungen. Hr. Soldan, Kfm. v Elberfeld. Hrn. Geschäftsl. Kromm v. Gladenbach u. Schmidt v Hopfgarten. Hrn. Privat!.'Herr v. Willmar u. Ortmann v. Langheck Hr. Berger, Kfm. v. Altona. Hrn. Oecon. Seipp v. Kirchhain u. Leppermann v. Büdingen. vom 26. bis 28. September 1849. tm Darmstaedter Haus: Fr. Löffler v. Krainfeld. Hr. Grieb, Gensd. v. Breirenbach. Hr. Waubecke, Sold. v. Frankfurt. Hrn. Geschäftsl. Wisinger v. Neustadt, Wald- schmidt v. Worms u. Engelhardt v. Battenberg. Hr. Carl, guhrm. v. Ransbach. Hr. Oswald, Handelsm. v. Mainz. Im Stern: Hr. Schenck, Musik, v. Wiesbaden. Hr. Otto, Färb. v. Gemünden. Jungfern Becker v. Krümmel u. Sanderbeck v. Münster. Hr. Sander, Privatm. v. Remlingen. In der Sonne: Hrn. Geschäfts!. Lohstock v. Rebgeshain u. Wilhelm v. Laasphe. Hrn. Handelst. Diehm v. Arnsheim u. Stockhahn v. Hamm. In der Rose.- Hr. Jung, Jäg. v. Eichclsdorf. Hr. Ettling, Stud. v. Braunschweig. I n den Privathäusern. Bei Hrn Kfm. Hirsch: Hr. Nußbaum, Kfm. v. Nieder- gleen. — Bei Hrn. Metzgermstr. Lonp: Hr Winkler, Privatm. v. Altona. — Bei Hrn. Tab.-Fabrik. Gail: Fr. Köpfer m. Sohn v. Mannheim u. Frl. Gail v. Darmstadt. — Bei Hrn. Oherst.-Bote Schmitz: Hr. Kolb, Lieutn. v. Friedberg. — Bei Hrn. Zimmermstr. Grube: Frl. Übrig v. Frankfurt. — Bei Hrn. Poliz -Wachtmstr. Bierau: Fr. Reviers. Bierau v. Wallcrnhausen. — Bei Fr. Landr. Mosler: Frl. Beck v. Darmstadt. — Bei Hrn. Schuhm. W. Löber: Frl. Soldan v. Frankenberg. Die Auswanderer, Gedicht in drei Th eilen von 8. Hüne III. (Schluß.) Da wo die Quellen des Washita rinnen Unnagt vom Sassafras- und Ahornbaum, Stehn weiße Männer, die wohl Ernstes sinnen, Denn düster schau'n sie in den Silberschaum; Was wollen in Arkansas sie beginnen? Kein Europäer wohnt in diesem Raum, Geschlungnes Dickicht wehret jedem Schritte, Und wilde Bestien birgt des Dickichts SDiittc. ' Die Männer sind mit scharfer Art gekommen, Wo Dickicht wuchert soll das Maisfeld blüh»; Die weite Erde soll zu nutz und frommen Dem Menschen grünen, wenn auch lang das Mühn, Denn Generationen gehn und kommen Und endlich klärt sich was uns dunkel schien: Was jetzt wie wirken wird gewiß nach Jahren Dem Enkel sich geläutert offenbaren. Sv denken sie, denn all' die schönen Träume Vom Paradiese sind der Brust entfloh»;' Wohl scheint die Sonne milder durch die Bäume Doch spricht das Land der stolzen Hoffnung Hohn; Hier dringet kühn dnrch die verschlungnen Räume Auf Pantherspur der Chervkesensohn, Nur hie und da steht in des Waldes Mitte Des braunen Jägers rohgefügte Hütte. Jetzt klingt die Art und Schlag auf Schlag erdröhnet Weit durch den Wald, die Wölfe flieh» erschreckt, Der mächtge Stamm der Riesenfichte stöhnet Wenn Sie den schwanken Leib zur Erde streckt; Und was der Art geschürften Schlag verhöhnet, Wird von der Flamme Glut hinweggeleckt, Bis rings das Aschenfeld zn Flur und Auen Der weiße Europäer kann bebauen. Ein Blockhaus stehet hart am Waldessäume, Noch dampft der Raum, von Art und Glut verheert; Die Männer ruhen ans gestürztem Baume Zum eingefenzten Raum das Äug' gekehrt; Zwei Frauen stehen wie im tiefen Traume Mit trübe» Äug' am neugebauten Heerd; Die Abendsonne wirft ihr letztes Blitzen Bis vor die Hütte, wo die Männer sitzen. „Ist es denn wahr" — beginnt des Greises Rede, Denn dieser ist's, der bei den Männern sitzt — „Ist es denn wahr, bas in die Waldesöde „Rur spärlich uns der Strahl der Freude blitzt; „O, schüret nicht des eignen Herzens Fehde, „Und schmiegt euch an den Glauben, der euch„stützt: „Denn ist nicht Frieden, still und ruhig Leben „Hier in Arkansas Wäldern uns gegeben? " Da sprach ein Jüngling, der das Wort vernommen: „Wohl ist ein friedlich Wohnen hier im Wald, „Doch kann dies weite Grab den Jüngling frommen, „Dem heißer noch das Blut die Brust durchwallt? „Ist hier das Ziel, wonach sein Geist geklommen, „Rastlos mit seines Forschens Allgewalt, „Wo ist der Born des Wissens und des Schönen, „Und wo die Kränze die den Weisen krönen? " Da sprach der Greis: „Hier ist der Born des Schönen, „Hier, wo des Gottes heil'ge Schauer wehn; „Willst du des Urgeists ewig Mahnen höhnen, „Ein Fremdling im Gefield der Wahrheit stehn? „Kann Sinnenrausch die Saiten übertönen, „Die uiederklingen aus den Wipfelhvhn; „Und fühlst du nicht in deinen Busen schweben „Den Frühlingshanch zum freien Bölkerleben? " „Willst du nach ird'schem Glanz und Ehren ringen, „In diesen Wäldern findest du sie nicht! „Der Weise aber forscht in allen Dingen, „In Allem, was sich in das Leben flicht; „Ob Lorbeerkränze dann sein Haupt umschlingen: „Er achtet'S kaum, deu Glanz und Kranz zerbricht. „Das Höchste darum sei wonach wir streben: „Mehr als für uns, für Andere zu leben!" Und stille ist'S, die Gegend rings wird düster, Die Männer schauen schweigend vor sich hin, Nur rauschet noch der Blätter leis Geflüster, Und seufzend Horts die Europäerin; Jetzt brach der Mondenschein durch Waldesdüster, Und goß sein Licht auf wüsten Boden hin. Die Männer aber schritten nun geschwind Dem Blockhaus zn. — Fragt, ob sie glücklich sind.— A n e c d o t e. Kürzer! Kürzer! Ein Reisender, der in dem Wirthshausc eines kleinen Städtchens zn bleiben gezwungen war, wollte die Zeit nicht ganz unbenützt lassen und ließ daher den Friseur, der zugleich der Barbier ves Orts war, kommen, und befahl demselben ihm die Haare abzuschneiden. Nach Art dieser Leute erzählte der Barbier während des Haarschneidens mit großer Weitschweifigkeit eine herzbrechende Geschichte, so daß der Reisende dadurch aufs Aeußerste gelangweilt, ärgerlich ausrief: Kürzer! Kürzer! Der Barbier setzte jedoch, der Bitte ungeachtet, Scheere und Zunge nur noch mehr in Bewegung und fuhr in seiner Arbeit und Erzählung fort. Diese wurde aber nichts weniger als amüsanter, und der Herr rief wiederholt: „Kürzer! Kürzer! “ Abermals arbeiten die beiden schneidenden Instrumente — die ehrabschneidende Zunge und die das Haar kürzende Scheere nämlich — noch heftiger als zuvor, und der Reisende ruft aufgebracht zum Drittenmalc: „Zum Henker doch, kürzer, kürzer!,, — „Ich glaube kaum, daß es möglich sein wird," erwiderte schüchtern der srifircnde Barbier und trat zurück, besah sich sein Werk mit dem Ausdruck der Befriedigung und machte sein Compliment, zum Zeichen, daß die Arbeit vollendet sei. — Der Herr stand auf, um sich im Spiegel zu besehen, aber wie erschrack er, als er sich ganz kabl geschoren erblickte, denn der Barbier hatte das mehrmalige „Kürzer! kürzer!" nicht auf seine wichtige Geschichte, sondern aufs Haarschneiden bezogen. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Eieindruckerei.