AnzeigelNatt der Stadt mb des Negierungsbezirks Gieren. W. 68 - Dienstag -en 28. August 18519- ©«Meint wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 fr., für Auswärtige incl. Hostautichlag 1 ff. 42 fr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erhedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene CorpuSzeile 2 fr. diejenigen // II II diejenigen diejenigen n n n if u if if u am 19. am 20. am 21. Biedenkopf, Friedbera, Nidda, Gießen ... ?ie haben Vorstehendes alsbald in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und wei- terhln bekannt machen zu lassen, daß alle zur Musterung des laufenden Jahrs gehörigen Militärpflichtiacn es Regierungsbezirks Gießen und sowohl die, welche specicll geladen werden, als auch die, welche ohne Ejn- ?n !n9"ai,f /rClCTT SCrrbIm Recrutirungsrath erscheinen und daselbst Rcclamationen vorbringen odcr mier ärztlichen Untersuchung sich unterwerfen wollen, den 21. September Morgens 8 Ubr auf unserer Canzlei -im Regierungsgebaude - versehen mit einem versiegelten, von dem betreffenden Gr. Bürgermeister ausgestellten Signalement ihrer Person, und allen sonstigen für ihre Re- Beweismitteln, (Zeugnisse der Aerzte, Schullehrer, Geistlichen, Ortsvorstände, glaub- hafter Privatpersonen, deren Zeugnisse jedoch gerichtlich beeidigt sein müssen), sich anzumclden haben. 9 Weiterhin sollen alle bei der letzten Truppenergänzung von den Regimentern und Corps als untauglich 2C zuruckgewiesenen Recruten, welche zur definitiven Entscheidung über ihre Tanalickkcit oder Untannl,'^. e.t bei dem Reerutirungsrath erscheinen müssen, ebenfalls mit ein?m »e f^lofffnen v n d m Ä " enden Bürgermeister ausgestellten Signalement ihrer Person und dem von dem Militär Callz!el^sich^einfiüdem ^"^ungsschein, den 21. September Morgens 8 Uhr, in unserer oben bezeichneten Amtlicher Theil. Zu Nr. R. E. 8335. Gießen am 27. August 1849. Betreffend: Die Abhaltung der diesjährigen Recrutirungsräthe. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks Gießen. ff If If „ endlich diejenigen angenommen werden sollen. ~®',e Sitzungen des diesjährigen Rccrutirungsraths für die Provinz Oberhcssen werden vom 17. bis 21. September!. I. abgehalten, wovon wir Sie mit dem Bemerken benachrichtigen, daß an' 17. September^ die Bewohner vom Regierungsbezirk Alsfeld, 670 Diejenigen Leute, welche ohne das vorgeschn'ebene Signalement, vor dem Necrutirungsrath erscheinen haben sich der Abweisung zu gewärtigen. ' Den Empfang dieses Auöschreibens und die erfolgte Bekanntmachung dessen Inhalts haben Sie innerhalb acht Tagen bcrichtlich anzuzeigen. v. W i l l i ch. Pietsch. ........Bekanntmach un q. Die gerichtliche Anzeige und Geltendmachung der aus dem Sommersemester 1849 her- rührenden gesetzliche» Forderungen an Studirende betreffend. 3°.^ der, von dem Großherzoglichen Ministerium des Innern iinterm 27. Januar d. I. er- laffenen Verfügung über die Dauer der akademischen Semester wird hiermit bekannt gemacht daß die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem gegenwärtigen Semester längstens bis zum 1 S^v- d. j. mittelst, in jeder Beziehung genau spccistcirler Rechnungen bei der unterzeichneten Behörde zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 10. November v. I. gellend gemacht werden müssen widri- ge,'falls dieselben den ihnen durch Artikel 136 der allerhöchsten, die Disciplinarstatute der Univerfuät Giessen betreffenden Berordnung vom 28. April 1835 zugewiesenen Vorzug verlieren Giessen am 27. August 1849. Großherzogl. Universitätsgericht, Dr. Trygophorus. Polizeiliche BekanlltlMchruigell.' Die hiesigen Bürger: 1) Adolph Heimreich, 2) Georg Moogk, sind auf unbestimmte Zeit als Feldschützen für die Gemarkung Gießen angenomnien und verpflichtet worden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen den 22. August 1849. ' ' Der Großh. Bürgermeister G g. Reiber. Gefundene Gegenstände. E.n bm'tes Sacktuch em Arbeitsbeutel, ein A.-B.-C.-Buch und ein baumwollener Sack mit Wecken und Kaffeebohnen sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden Gießen am 28. August 1849. Versteigerungen. Die Lieferung der Bedürfnisse für die Arrestanten deö hiesigen Bezirksgefängnisseö im Jahr 1850 an Brod, Brennholz und Stroh soll Mittwoch den 5. Sept. l. I., Vormiltagö 10 Uhr, auf der Büreaustube des Unterzeichneten im Regierungögebäude an den Wenigstfordernden versteigert werden. Gießen den 25 August 1849. Pietsch. 1579) Gießen. Freitag den 31. August, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf der Schloßruine Münzenberg nachstehende Arbeiten an dieser Ruine: Maurerarbeit, veranschl. zu 116 fl. 45 fr. Zimmer- oder Schreinerarbeit, „ „ 48 fl. 19 fr. u. Schlosserarbeit, ,, „ 23 fl. — fr. öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Voranschläge und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur 'Einsicht offen. Gießen den 23. August 1849. Der Gr. Kreisbaumeister Holzapfel. 671 1578) Gießen. Grummetgras -- Versteigerung beim Nentamtc Gießen. Das dicßjährigc Grummetgras van den fiS- calischen Wiesen des hiesigen RentamlSbczirkö wird in folgenden Terminen öffentlich versteigert: 1) Montag den 3. September d. I., Morgens 8 Uhr, an der Obermühle bei Königsberg von 53 Mrg. in der Gemarkung Königsberg. 2) Mittwoch den 5. September d. I., a. Morgens 9 Uhr, von 17 Morgen in der Gemarkung Altenbuseck. Die Versteigerung beginnt auf der Rinderwiese zunächst dem Orte. I>. Nachmittags t Uhr, aus der Svranwiesc bei Daubringen an Ort und Stelle. 3) Donnerstag den 6. September 1819, a. Morgens 8 Uhr, von 110 Mrg. auf der Wei»,- Burg- und Ochsenwiese und dem Weidenstrach in der Gemarkung Gießen, bei dem Gasthanse zum Pfau dahier beginnend. I>. Nachmittags 2 Uhr, von 102 Morgen auf der Au,- Fasanenguts- und Dornbuschwiese in der Gemarkung Wieseck an Ort und Stelle. 4) Freitag den 7. September d. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Baumgarten bei Schiffenberg beginnend, von etwa 106 Morgen in der Gemarkung Leihgestern, Schiffenbcrg und Watzenborn. Gießen den 21. August 1849. Der Gr. Hess. Rentamtsvicar Siebert. 1591) Gießen. Lieferung von Weideusetzlingm. Samstag den 1. September, Vormittags 9 Uhr, soll ans der Brückenbaustelle am Heuchelheimer Lahnsteg, die Lieferung von circa 150000 Weidensetzlingen zu den Pflanzungen an der Lahn in mehreren Parthieen an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Die Steigbodinguugen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen den 27. August 1849. Der Gr. Kreisbaumeister Holzapfel. 1586) Krofdorf. Am Sonnabend den 1. September d. I., Morgens um 9 Uhr, sollen in den Distrikten Vohubachskopf-Kreutzschläge und Sauerheege der Oberförfterei Krofdorf 9 Stück Eichenstämme 887 Cbikfß. enthaltend, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Stekgliebhaber werden hiermit cingeladen. Ver- sammlung Mörgens 8% Ubr am Krcuzgärtchcn. Krofdorf den 25. August 1849. Der König!. Preuß. Oberförster Passow. 1574) Gießen. Nochmalige Verpachtung des Domanialguts Schiffenberg. Ein nochmaliges Ausgebot des bei Gießen gelegenen Gr. Hess. Domanialguts Schiffenberg zur anderwciten Verpachtung an die Meistbietenden findet statt: Freitag den 31. Augult 1849, auf dem Rathhause zu Gießen Morgens 8 Uhr. Das Gut wird in 2 Theilen verpachtet: I. Das geschlossene Gut mit Wohnhaus, den Oekonomie und WirthschafiSgcbäuden auf dem eigentlichen Schiffeuberg, enthält nunmehr 113 Mrg. 245,99 siHKlftr. an Gärten, Aeckern, Wiesen und Weiher. II. Der wieder looöwcise zu' verpachtende untere Theil des Guts in der Nähe von Watzenborn, Steinberg und Hausen mit einem Flächengehalt von 195 Morgen. III. Die Schäfereigerechtigkcil für 150 bis 200 Stück Schafe fällt gemeinschaftlich nach den besonderen Bedingungen zu l/3 au den Pächter des geschlossenen Gutes und zu % an die Pächter des loosweise zu verpachtenden Gutes. Die Pachtltebhaber für das geschlossene Gut haben sich vor der Verpachtung über ihre Vermögensverhältnisse und über ihre Oualification zur Be- wirthschaftung des Gutes durch die geeigneten urkundlich auSgesertigten Bürgermeistcreizeugnissc auszuweisen. Die Pachtbedinguugen liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Domanialrentamts bis zur Versteigerung zur Einsicht der Pachtliebhaber offen. Gießen den 25. August 1849. Der Gr. Hess. Rentamts-Vicar des Rentamts Gießen, Siebert. 1577) Atzbach. Donnerstags den 30. August, Vormittags um 8 Ubr, und den folgenden Tag, soll das Mobiliarvcrmögen der Balthasar Walthcr'ö Erben von der Altmühle 672 zu Dorlar, nämlich ein Pferd, 3 Esel, 3 Kühe, eine Mucke mit Ferkeln, ein Wagen mit Zubehör, ein Nacken, eine Kelter, Schränke, Tische, ein Ofen und sonstige Hausmobilien meistbietend versteigert werden, wozu man Steigliebhaber einladet. Atzbach, am 26- August 1849. Königliche Landschreiberei Otto. 1559 Niederbessingen. / Mittwoch den 29. d. M., Mittags 1 Uhr, soll die der Gemeinde Niederbessingen in der Gemarkung Niederbessingen zusteheude Jagd öffentlich meistbietend für drei Jahre auf hiesigem Bürger- meisterei-Büreau verpachtet werden. Niederbcssingen den 18. August 1849. • Der Bürgermeister L o tz. 1546) Lumda. Samstag den 1. Septemb. I. I., Mittags 12 Uhr, wird die hiesige Feldjagd auf weitere 3 Jahre auf dem Büreau des Unterzeichneten verpachtet. Lumda den 21. August 1849. Der Bürgermeister K a u ß. 1575) Gießen. Wegen Wohnungsveränderung läßt Unterzeichneter auf Freitag den 31. d. M. seine säiumtlichen Mobilien und Hausgeräthe 2C. gegen baare Zahlung versteigern, sämmlliche Möbel sind noch im besten Zustande, worunter sich ein Sopha, 6 Stühle mit Roßhaaren gepolstert und wollenen Damastüberzug befinden. Sollte Jemand an meiner Familie noch etwas zu fordern haben so bitte mir bis dahin Rechnung zu behändigen. F. W. G o u v e r n e, im Hause des Hrn. Jac. Landauer am Kirchenplatz. Feilgeboten. 1-52.5) Gießen. Alle Sorten Frucht,- Mehl- und Kartoffel-Säcke empfiehlt L Iahreis. 1555) Gießen. Fässer von verschiedener Größe zum Einmachen von Bohnen, Gurken, Sauerkraut, sowie gute Weinfässer sind zu verkaufen, wo? sagt die Erped. d. Blits. 1-524) Gießen. Neue(I849r) Holländische Häringe und Sardellen, Schweitzer,- Limburger- und Rmn- käse, Düsseldorfer Senf, Capern, Ci- tronen, weißer und rother Tafel- und Einmach-Essig bei L. Iahreis. 1541) Gießen. Zwei schwarze Mutterschaafe, zwei Hämmel und ein Lamm sind zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber d. BlttS. 1.523) Gießen, Aechtes Bairisches (Kitzinger) Bier in Fässern und Flaschen, 18461- Pfälzer Wein und vorzüglichen Apfelwein empfiehlt L. Iah reis am Markt. 1592) Gießen. Aechtes Bayerisches Lagerbier und vorzüglichen Cinmachessiq Louis Lind. Zu vermietben. 1548) Gieße». In dem Berlinischen Hanse vor dem Wallthor sind folgende Logis zu vermie- then und werden am 1. September beziehbar: 1) der untere Stock, hestehend aus einem Salon, 3 Stuben, Corridor, alle heizbar, Küche, Speisekammer, wozu noch im 3ten Stock eine heizbare Stube mit Cabinet gehört; 2) das von Herrn Fulda im zweiten Stock bewohnte Logis, bestehend aus einem Salon, 3 Stuben, Corridor, alle heizbar, Küche, Speisekammer, sowie eine Stube im oberen Stocke. Das Nähere zu erfragen bei Gießen den 23. August 1849. Adolph Hornberger. 1527) Gießen. Ein freundliches und bequemes Logis bestehend in 3 Stuben, 1 Kammer und den sonst erforderlichen Räumen ist in Lit. C. Nr. 115 zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Gießen den 21. August 1849. 1415) Gießen. In dem von mir erkauften, neu eingerichteten, ehemals Hoch'schen Hause, Lit. I) M. 10 auf der Mäusburg, sind zwei Familienwohnungen zum Preise von 65 fl. und 55 fl. zu ver- miethen und gleich beziehbar. Joh. Balth. Noll. 273 1416 Gießen. Eine Familienwohnung, aus 3 biS 4 heizbaren Zimmern, Küche, Kammer, Keller, verschließbarem Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche bestehend, ist z» vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähsre bei der Erped. d. Bltts. 1588) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und Anfangs Oetober beziehbar bei PH. Becker, Wcidgaß Lit B. JVa. 116. 1582) Gießen. Einige gut mvblirie Zimmer sind zu vermiethen bei Marguth. 1576) Gießen. Bei mir ist noch eine kleine Wohnung zu vermiethen. Louis Loos, Sandgasse. 1594) Gießen. Zwei Familienwohnungeu sind zu vermiethen bei Jacob Möhl's Wlw. 1243) Gießen. DaS untere Logis in dem Haufe der Philipp Windecker'schen Kinder auf dem Seltersweg wird mit dem 1. October d. I. vacant, und ist anderweitig zu vermiethen. 1569) Gießen. Das von dem verstorbenen Herrn Prof. Fleck bewohnte LogiS in dem Bal- ser'schen Hause aus dem Selteroberg, ist, Michaeli dieses Jahres beziehbar, zu vermiethen. Nähere Auskunft in dem Hause selbst. 1549) Gießen. Mein Nebenhaus, bestehend aus zwei Stuben, wovon eine mit Cabinet, einem Laden, zwei Kammern, Boden, Keller und Holzstall, ist zu vermiethen und im Monat November beziehbar. H e ii k e l m a n n, Schreinermeister. 1560) Gießen. Das von Frau Polizeirath Rauch bewohnte Logis ist zu vermiethen. F. Kochs Wittwe. Vermischte Nachrichten. 1576) Gießen. Donnerstag den 30. l. M., Abends um 8 Uhr, soll die jährliche General - Versammlung der Mitglieder der Gesellschaft für Selbstbacken im Gasthaus zum Prinz Carl Statt finden, zu welcher die Aktionaire hierdurch eingeladen werden. Der Vorstand. 1542) Gießen. Eine Familie wünscht'einen Gymnasiasten in Kost und Logis zu nehmen. Sie wird zugleich über dessen Fleiß und sittliches Betragen wachen. Nähere Auskunft bei der Erped. d. Bltts. 1584) Gießen. Einladung. Mittwoch den 29. d. M. werde ich auf hiesigem Markt jenseits der Lahn ein großes verdecktes Zelt beziehen. Bei Harinoiiiemusik werde ich daselbst einen guten Kaffee, kalte Speisen, Weine, Liqueure und einen vorzüglichen rheinischen Obstwein verabreichen. Unter Zusicherung aufmerksamer und billiger Bedienung sehe ich einem zahlreichen Zuspruch entgegen. G. Steup auf dem Seltersweg, im Hause der Wittwe Mayländcr. "I© © © © 1593) Gießen. Die ausführliche Auseinandersetzung des Herrn Falkenberg bezieht sich auf eine Privatschule, welche seit Ostern 49 nicht mehr besteht, deßhalb mag sich denn auch Herr Falkenberg meinetwegen für die Zukunft Mitdirector oder alleiniger Director derselben tituli- ren lassen. An meiner Lehranstalt aber er« theilt er seit Montag den 27. keinen Unterricht mehr. T h u d i ch u m, alleiniger Unternehmer und Vorsteher des erweiterten Rappoll'schen Knabeninstituts. © s I© © © © © © © 5 © e ©! © K $ © © © Gi © H ©I © © © ©_ I1 1390) GiesieN. Auf dem Heyer - fchett Fclfenkeller wird von jetzt ab auch Sonntags Bier verzapft. W. Jacobi. 1595) Gießen. Nr. 27 hat die Komode- decke gewonnen. Christine Löb er. 1581) Gießen. Es wird ein Laufmädchen gesucht. Von wem? sagt die Erped. d. Bltts. 1583) Gießen. Es wird ein junges reinliches Mädchen in Laufdienst gesucht, das mit Kinder umzugehen weiß. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts' 1587) Krofdorf. EinKindermädchen wird sogleich gesucht beim Oberförster Passow in Krofdorf. Großenbuseck. Oeffentliche Danksagung. Dem Ortöbürger Johannes Krämer von Großen« buseck, einem armen Familienvater von 12 Kindern, der auf der Eisenbahnstrecke von Gießen nach Lollar seither als Taglöhner sein Brod kümmerlich verdiente, traf unterm 20 d. M. das schreckliche Schicksal, daß eine herabstürzende Erdmasse ihm den rechten Fuß .3 mal entzwei schlug und eine bedeutende Quetschung des Rückgrades verursachte. 674 Er wurde alsbald in das Gr. Clinikum nach Gießen gebracht, wo er der sorgfätligsten ärztlichen Hülfe ungeachtet, nach drei Tagen unter Abhaltung der unsäglichsten Schmerzen starb Durch Mii- wirkung des Bauaufseher-Personals wurde nun von seinen Mitarbeitern eine Collecte erhoben, die so reichlich ausfiel, daß der Wittwe 18 fl. eingehäu- digt worden sind. Für diese milde Gabe die jene von ihrem sauer verdienten Lohne der untröstlichen sehr unglücklichen Wittwe, welche ohne dieses seit ihrer Jugend lahm ist, beisteuerten, stattet sie den hochherzigen Gebern ihren gerührtesten Dank öffentlich ab. Möge sie der Allmächtige bei allen ihren Unternehmungen in seinen Schutz nehmen und ihnen für ihre große Aufopferung seinen reichsten Segen wieder tausendfach zusenden. Wollen noch mildthätige Menschenfreunde der zn bedauernden Wittwe eine milde Gabe spenden so ist der Gr. Bauaufseher Gimbel in Gießen zu deren Empfangnahme und Ablieferung gerne bereit. Großenbuseck den 27. August 1819. Im Namen der unglücklichen Wittwe der Bevollmächtigte und Eidam derselben Johannes Hahn .<. (1573 1580) Gießen. SO Stadt zum Ausleihen bereit. fl. liegen in hiesiger AuSg. d. Bl. sagt roo. 1589) Gießen. Die Feuer - Versicher imgs - Gesellschaft „Colonia," welche durch die Verordnung vom 2(5. November 1847 der Aachen-Münchener Gesellschaft, als ein in- ländisches Institut des Großherzogthums, gleichgestellt wurde, bietet dieselben Garanlieen und Vortheile dar, wie jene Gesellschaft. Der unterzeichnete Agent ist zur Annahme von Versicherungs-Anträgen auf bewegliche Gegenstände jeder Art, und zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft bereit. Antragbogen zur Versicherung können bei demselben unentgeltlich in Empfang genommen werden. Gießen den 27. August 1849, Der Agent der Colonia, G. Schmidtborn. AnIckommcne und abgereistk Fremden vom 25. bis 28. August 1849. 3 n den Gasthäusern. />« Rappem Hrn Kfl. Schöneberg v. Lüdenschcidt, fessel u. Eckert v Frankfurt, Götz v Höchst, Rahn v. Nordhausen, Wallau u Arnold v. Mainz, Haberkorn v. Bremen u Spier v. Alsfeld Hr. v. Starck, Access, v Gießen. Hr. Köhler, Pfarr. v. Ostheim. Hr. Diemcr, Prof, v. Straßburgs Hr. Höckert, Mal. v. Frankfurt rii. Kfl. Samnei v. Cöln, Gaqouin v. Hanau u. Noltenius v. Bre- mkn. Hr. Köchert, Mal v. Frankfurt. -Hr. Laukowart. Priv. u. Hr Lotze, Prof. v. Göttingen. Hr. Bratine, Assist, u. Hr. Pippirberg, Hauptm. v Berlin. Hr. Weber, Kfm v. St. Goar. Hr Prinz, Bürgermstr d Vöhl ör. Weber, »r. njed. ». Berlin. Hrn. Kfl. Rothschild v. Vöhl, Weierberg v. Cöln, Krebs v. Mainz u Tapxcrt v. Hannover. Hrn. Privat! Diitmar v Lampertheüu, Lemp v. Wolfhagen u Krust v. Greifenstein. Hr. Friedrich, Hauptm. v. Erfurt. im Einkorn-. Hr Bulle, Kfm. v. Altenfeld. Hr. Baum' garten, Stu<1 v. Heidelberg. Hr. Rubach, Oberfin.-R. v Coblenz. Hr. Schnellläufer, Gasth. v Wien. Hr. Reut r, Kfm. v. Frankfurt Hr. Ferber, Rent. v. Paris. Hr. Carl, Occon. v, Okarben. Hr. Mengel, Rentmstr v. Griedel Hrn. Ksi. Haas v. Dillenburg, Bär v. Wiesbaden, Frcimann v. Hanau, Läufer v. Merseburg u. Almeroth v. Frankfurt. Hr. Baumann, Privatm u. Hr Giebler, Hüttenbe! v Dillenburg. Hrn. Kamm.-R. Stephan u. Held v. Braunfels. Hr. Schellenberg, T)r mall. v. Wetzlar. Hr. v. Haber, Rittergutsbcs. v. Landsberg Hr. Jordin, Gastw. v. Cöln. Hr. Bremer, Senat, v. Frankfurt. Hr. Jüngst, Fabrik, v. Wallau. Graf Adolph v. Hompesch, Rittmstr. v. Saalmünster. fm Prinz Carl: Hr. Werner, Privatm. v. Enis. Hr. Bald, Färb. v. Wetzlar. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Hammerschmidt. Oecon. v. Schlichtern. Hr. Fay, Fuhrm. v Holzhausen. Hr. Cassel, Liter, v Mainz. Hr. Hofmann, Kfm o. Siegen Hr. Karl, Oecon v. Bellersheim. Hk. Schott, Geschäftsl«. o. Rüsselsheim. Hrn. Oecon Helsrich v. Fauerbach, Stein v. Stumpertenrod, Bär v. Rohrbach u. Schneider v. Büdingen. Hr. Koch, Geom. v. Butzbach. Hrn Lehr. Frey v. Löhrbach u. Jäcker v. Eichelsachsen. Hrn. Geschäftsl. Böser v. Stcinfurt, Steinberger v. Romrod, Nußbaum u. Oppenheimer v Angerod, Baier Merlan, Rothschild v. Herbstein u. Rosenberg v. Ortenberg. Hrn. Oecon. Reiß v. Esch, u. Hahn v. Weilburg. Im Hirsch -. Hrn. Oecon. Losekahn v. Bleidcnroth li. Becker v. Nicdergcmüudcn. Hr. Lohfink. Fuhrm. v. Bingcn- heim. Hrn Handels!. Gropp v. Hainzell, Stcinackcr v. Frischborn, Sonnenberg v. Aßlar u Dicnhaupt v. Bicdcnfopf. Fr. Kuhn v Wettsaasen u. Pütt v. Biedenkopf. Hrn. Fuhrt. Weber u. DöngeS v. Buchenau, Wolf v Echzell u. Thoma v. Mornshausen. Im Ihirmslaedlcr Haus: HkN Geschästsl. BrilNtie, v. Aschaffenburg u. Braun v. Winterbcrg. Hr. Weidmann, Metzg. v. Marburg Hrn. Kfl. Goldmann ». Bauer v. Hirschfeld. Hrn. Geschäfts!. Röding, Engel n. Baumgärtner v Frankenthal Vollmar u. Drutt v. Hirschfeld. Hr Rem- hardt, Landger -Dien v. Vöhl. Hr. Bergmann, Bürgermstr v. Dorfitter Hrn. Geschäftsl. Best, Klinkel, Schneider, Stein, Schösser, Klingler, Böhle u Hademer v. Herzhausen, Hobler Herzog, Berges, .Büchscnschütz, Uhiich, Stoßhauscn u. Dor- 675 fett v. Dorfitter, Schüttler v. Lengfeld, Langendorf v. Ma- rienhagen, Lampert, Ulrich u Ruß v. Thalitter. Im Stem: Jungfer Schwarz ». Traisa. Hr. Leda, Kfm. v. ©önningen. £>r. Schneider, Fubrm. ö. Marburg. Hrn. Oecon Metzler u. Rothe v Vöhl, Dehnhof v. Buchenberg u. Gunkelmann v. Kehl. In der Sonne: Hr. Weimar, Fuhrm. v. Beuern. Hk. Eoldmaun, Handelsm. v. Ershausen. Hr. Romeis, Musik v. Fulda. In der itosc: Hru. Handelsl. Blumenthal v. Berleburg , Werper v. Sieberg u. Hitttger v. Weckelsheim. Hr. Mefferschmidt, Schuhm. v. Biedenkopf. Jungfer Metz v. Rosenthal. In den Privathäusern Bei Fr. Regter.-R. Heß: Hr. Heß, Kfm. v. Mainz. - Bei Fr. v. Harhausen: Frl. Follenius v. Erbach. — Bei Fr. t> u tt Drei Freunde. Novelle. (Schluß.) Mit einem Gedankenfchlage wußte Sara alles. Sie faßte mit ihrer starken Hand Johannas Arm und hielt sie fest, während sie mit der andern Richard rüttelte, der wie geistesabwesend sich aufgerichtet hatte. „Eine Komödie in der Komödie," sagte sie stolz lachend, „nein, Madanie, es ist noch nicht genug. — Hier, Richard, betrachte diese Dame, cs ist das Fräulein von (Sorbin, die Deinetwegen sich hierher bemühte. — Sieh sie an, ihre Rache ist befriedigt. Sie hat Dich so tief am Boden und so voll Schmerz und Angst gesehen, wie sie kaum in ihren wildesten Träumen Dich erblickte.. Doch nun öffnet sich dies rachelustige Herz von Neuem und die geheime Liebest das schöne Mitleid, das zitternde Verlangen nach Vergebung tritt siegend herein. — Sie hat Dich trotz ihres Hasses immer geliebt und liebt Dich noch. Wirf Dich zu ihren Füßen, reiß ihre Hände an Deine Lippen, schwöre ihr neue Liebes- schwüre und sie ist Dein, trotz des Mannes dort, der stch zu ihrem Schildknappen benutzen ließ und nicht M daß er nichts war als ein elender Spielball ihrer Gelüste. — Was zögerst Du?" fuhr sie mit erhobener Stimme fort als Richard sich nicht bewegte, „benutze den Augenblick, triff Deine Wahl zwischen uns. — willst Du bei mir? — Wirf mich zu den Todten und folge der neuen Lebenssonne, deren Strahlen Dich wieder jung, schön, reich, blühend und geehrt machen können." Während ihrer Worte hatte Richard sie umschlungen wnd sein Gesicht belebte und röthete sich von dem jähen Sprunge der äußersten Trostlosigkeit zum Taumel neuer Leidenschaft. — „Diese da?" rief er auf Johanna deu- Becker: Hr. Jost, Privatm. v. Ulrichstein. - Bei Hrn. Dr. Stammler: Hr. Haberkorn, Revierf. v. Ortenbcrq. — Bei Hrn. Kfm. Grieb: Frl Otto v. Friedberg. — Bei Hrn. Kfm Beifuß: Frl Mainz v. Friedberg. Bei Fr. Siir« germstr. Schneider:. Fr. Landr. Stein v. Lich. — Bei Hrn. ^rof. Dr. Milbrand: Frl. Knapp v Darmstadt. — Bei Hrn. Fabrik. Homberger: Fr Ulrich v. Marburg. — Bei Hrn. Kfm. Schwall: Fr. Strnwe v. Nidda u. Frl. Koch v. Wetterfeld. — ei Hrn. Tab -Fabrik. Gail: Hr. Mrper, Kfm u. Fr. Gack v. Dillenburg. — Bei Hrn. Kanzl. Birnbaum Sr. Holt.ns, Prof v. Utrecht. - Bei Hrn H Schmidt: Fr Bordt v. Okarben. — Bei Hrn. Conduet. Lang: Fr. Wolf v. Butzbach. - Bei Hrn. Spengl. Faber: Hr Heinrer- llug, Bnchdr. v Biedenkopf. - Bei Hrn. Kfm. Müller - Frl. Pe.ll v..Düren u Hr. Müller, Kfm. v. Cöln. - Bei Hr». Cant Schwabe: Hr Wiener, Cand. v. Darmstadt. te»d, „und könnte sie mich mit Purpur schmücken und ständest Du in Lumpen neben ihr, ich würfe mich zu Deinen Füßen. Bei Dir ist Leben, Himmel und Hölle will ich mit Dir theilcn. Kein Gott, kein Tod soll mich aus Deinen Armen reißen." „Sie sehen, mein gnädiges Fräulein," sagte Sara, „das Stück ist aus und jetzt ist es genug. Geben Sie Ihrem Freunde den Ann und lassen Sie sich nach Hause führen. Viel Glück zur Verlobung." Johanna streckte den Ann aus, sie wollte sprechen aber sie vermochte es nicht. Geisterbleich und die Füße festgewurzelt stand sie, >oie an jenem Abende, >vo Aurel Iie zuerst gesehen hatte. — Ein furchtbarer Starrkrampf machte sie zu Stein und die Marmorkälte ihrer Glieder preßte Aurel, der sie festhiclt, einen Schrei des Entsetzens aus. Plötzlich wurde die Thürc aufgerissen und Eduard trat ungestüm herein. „Ich hoffe," sagte er mit zitternder Stimme zu Sara und ohne Richard anzublicken, S.e lassen uns allein und feiern die Nachlese Ihres Triunipfetz über meine unglückliche Schwester an einem a^ren Orte. - Geh," fuhr er zu Aurel gewendet fort, „suche einen Wagen auf, so schnell wie möglich: fort von die,em Orte, wohin, wenn Du ein Mann warst, Johanna nie gelangen mußte." Nach einer halben Stunde war ein Wagen zur