Änzeigelckntt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. Ditnstag den 27. November 1 8r^9. wöchentlich zwei Mal:-Dienstag und Sonnabend. - Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 fr., für Auswärtige incl ^ouaunchiag 1 ff. 42 fr. — Auswärts abonnrrt man sich bei allen Postämtern. In Eieffeu bei dc. Erpevition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene Eorpuszeile 2 fr. Amtlicher Theil. Znhalti Auszug aus dem Gr Regierungsblatt. Nr. 69 vom 23. November 1849. firpihmn n^r 3“' ~ 2) Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage zur Be. .\eV,enua-Luns «fr grmeinschaftlichen iftaelüischen Friedhöfe zu Osthofen in den Jahren läla 03 belr- ’ ~ a) Erlaubn,ß zur Annahme fremder Orden; — 4) Militärdienstnachrichten; — g) Sterbfälle. Vevovdnung, die zeitgemäße Entwickelung der inneren Verfassung der evangelischen Kirche des Groß- herzogthums betreffend. u D W I G III. Groß!) erzog von Hessen und bei Rhein rc. re. (Fortsetzung.) §. 7. Wenn eine Abtheilung einer Kirchengemeinde zwar keinen besonderen Gottesdienst, wobl aber ein besonderes kirchliches Vermögen besitzt, so kann für dessen Verwaltung ein besonderer Vorstand bestellt wer- Ä ^7 Geistliche oder einer der Geistlichen; die unständigen Mitglieder, an der Johl 2 bis 4, werden von der Abtheilung gewählt. ö ' §. 8. Eine Ergänzungswahl für unständige Mitglieder, welche vor der Feststellung der neuen fffrefiMt- versassung.wegfallen, ist nur dann nöthig, wenn wenigstens zwei Mitglieder weggefallm sind Alsbawige Ergänzung ist indeffen nicht ausgeschlossen. öü ' aivtßc §.9. Stimmfähig bei der Wahl der unständigen Mitglieder sind alle 25sähr,'qen männlichen Gemeinde- ?r?'7rVn'e ^e ,Clcfcl' Gemeinde, beziehungsweise deren Abtheilung, heimathberechtigt und nicht in Folge strafrechtlicher Verurtheilung von der Theilnahme an landständischen Wahlen ausgeschlossen sind 96 ^n der Ausübung des Stimmrechts gehindert sind diesenigen, welche unter Curatel steh'en und die- cnigen, welche nach Art. 4 pos. 1 des Gesetzes vom 3. S ptember d. I, die Zusainmensenuna'der be.ie^ lanbstandtschen Kammern und die Wahlen der Abgeordneten betreffend wegen gerichtlicher HnforfnA „ C? Wahlbar sind alle Stimmfähigen, welche 30 Jahre alt, seit wenigstens einem Jabre Mital.- ter bet Kwchengemeinde, durch das Gesetz nicht wegen strafrechtlicher Verurtheilung von der Wählbarkeit^» 896 ' tctt landständischen Kammern ausgeschlossen sind, und sich des Rufes der Rechtlichkeit und guter Sitten erfreuen. Eö ergeht an die Wähler die ernste Mahnung, zugleich auf frommen und kirchlichen Sinn Rücksicht zu nehmen. Wird die Wahl eines Kirchenvorstehers wegen Mangels am Ruse der Rechtlichkeit und guter Sitten beanstandet, so entscheidet, nach Anhörung des Kirchenvorstandes, die Regierungseommission in eollegialischer Berathnng, mit Vorbehalt des Reeurses an das Obereonsistorium. Auf gleiche Weise ist zu verfahren, wenn die Gründe zur Ausschließung erst nach Einführung in den Kirchenvorstand eintreten. §. 11. Die Kirchenvorsteher dürfen weder unter sich, noch mit den geistlichen Mitgliedern in aufftci- gender oder absteigender Linie verwandt seyn und auf gleiche Weise schließt ein Bruder den anderen ans. Der Ausschluß trifft das neugewählte Mitglied und den ständigen Mitgliedern gegenüber die unständigen. — Unter mehreren Nevgewählten entscheidet Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit das Loos. §. 12. Wer 1) 60 Jahre alt ist, oder 2) an andauernder Kränklichkeit leidet, oder 3) ohne wesentlichen Nachtheil für seine häuslichen oder Erwerbsverhältnisse den Obliegenheiten eines Kirchenvorstehcrs nicht zu entsprechen vermag, kann eine auf ihn fallende Wahl ablehnen. Hehr die Zulässigkeit einer Ablehnung aus den unter 2 und 3 bemerkten Gründen entscheidet, nach Anhörung des Kirchenvorstandes, die Regierungseommission in eollegialischer Berathung ohne Reeurs. Nach erfolgter Annahme kann nur der zweite und der dritte Ablehnungsgrund, dieser aber nur dann geltend gemacht werden, wenn die Verhältnisse sich seit der Annahme geändert haben. 8." 13. Für denjenigen, welcher nach den §. 10, 11, 12 ausfällt, tritt ohne neue Wahl der nachfolgende Höchstbestimmte ein. Eine neue Wahl ist so oft erforderlich, als ein bereits eingesührtes Mitglied aussällt. (Forts, folgt.) Verkündigung, die Wahlen zum Landtage betreffend. Von allen Seiten erheben sich Stimmen, um auf die bevorstehenden Wahlen in gutem oder in schliin- mcm Sinne einzuwirken. , Groß ist die Ausdehnung der Rechte, welche das neue Gesetz den Staatsbürgern gewährt. Die Wahlen zur zweiten Kammer sollen nicht mehr durch Vermittelung von Bevollmächtigten und Wahlmännern, nut ginn Th eil hoher Steuerzahlung, sondern unmittelbar und ohne Rücksicht auf Steuerzahlung statt sinden. Auch die Mitglieder der ersten Kammer sollen nunmehr von den Staatsbürgern gewählt werden, und daS Gesetz sichert einer sehr großen Zahl derselben die Theilnahme an dieser Wahl. — Diese inhaltschweren Aenderungen können nur durch die Voraussetzung gerechtfertigt fein, daß die Mehrheit der Wähler Einsicht, redlichen Willen und Selbstständigkeit genug besitzt, um von den so erweiterten Rechten einen für das öffentliche Wohl fördernden Gebrauch zu machen. Es ist nun an den Wählern zu beweisen, daß das Vertrauen, welches Regierung und Stände in sie gefetzt haben, ein wohl gegründetes war. Mögen alle Einsichtigen und Wohldenkenden mit vereinter Kraft dahin streben, daß zum Ruhme des Hessischen Volkes dieser Beweis geliefert werde. Eine großartige Umänderung der öffentlichen Zustände in D-utschland hat stattgefunden. Aber Bedeutendes muß noch" geschehen, um den begonnenen Bau im gemeinsamen, im Deutschen, und im Hessischen Datei lande zu vollenden. Soll dieser Bau Bestand haben, so darf er vor Allem der Grundlage nicht entbehren, welche durch unsere Verhältnisse und durch die Erfahrung aller Zeiten geboten ist. Fest stehe zmn Hei! deö Vaterlands das Recht und das Ansehen des Laudesfürsten, anerkannt durch Uc laut ausgesprochene Gesinnung der weit überwiegenden Mehrheit des Deutschen Volks, und geschützt durch wiederum bewährte Hessische Treue. Fest stehen die Grundlagen unserer Verfassung, des gemeinsamen Werks eines hochsinnigen Fürsten und ehrenwehrter Volksvertreter. Die Verbesserungen, welcher die Verfassung bedai , empfange sie nur nach reiflicher allseitiger Würdigung der gegebenen Verhältnisse. Heilig bleibe überall Recht und Eigenthum. Auch bei Ausübung des Wahlrechts herrsche Ordnung und gute,Sitte. Der Wahltag ist des Volkes Ehrentag. Reiner Wille, Besonnenheit, Unabhängigkert nach xedcr sette hrn, sei der Schmuck der Wähler sowohl als der Gewählten. Dann wird, was geschaffen wird, dem Vaterland zur Ehre und zum Glück gereichen. „ .. Dieser würdige und Glück verheißende Gang ist heftigen Angriffen ausgesetzt. Träumer und Schwärmer sind voll Begierde, Versuche anzustellen, deren schwere Kosten das Vaterland zahlen soll. Verwegene Parteimänner traaen kein Bedenken, durch Verheißungen aller Art die verderblichsten Lerdenschatien auszu- wiihlen, um über "Verwirrung und Umsturz zur Herrschaft zu gelangen, indem sie das Ansehen des ^avdes- fürsten und der Obrigkeit in den Staub ziehen und deren heilsame Gewalt tu em wirkungsloses ocf)atie11b’[ö verwandeln wollen; indem sie die willkürliche Entziehung wohlerworbener Rechte zum Vortheti des Emen, rum Nachtheil des Andern verheißen; indem ein nach ihrem Sinn gebildeter Landtag auch Umgestaltungen vornehmen soll, welche gar nicht in sein Bereich gehören, (wie die innere Verfassung der Kirche, über welche ein aus allen Consessionen zusammengesetzter Körper offenbar nicht bestimmen kann.) . Um ihre Zwecke zu erreichen, scheuen sie sich nicht, durch offene und geheime Verbindungen die Selbstständigkeit ihrer Anhänger zu unterdrücken. Selbst die Abg eordneten suchen sie zu Sclaven des Wulen der Partei zu machen. Die Verfassungsurkunde verbietet den Abgeordneten, Instruction anzunehmen. Nur nach eigener Uebcrzeugung sollen sic reden und stimmen, was selbstständiger Männer auch allein würdig ist. Ihre Ansicht soll aegen Belehrung und Verständigung durch die Berathung mit den übrigen Abgeordneten nicht verschlossen fein, damit um so sicherer alle sich in dem wirklich Besten einigen. Diesen Forderungen der Vernunft und der persönlichen Würde widerspricht ec, daß den Abgeordneten anaesonnen wird, sich tut Voraus zu erklären, welcher Ansicht sie in einer Menge von einzelnen Fragen folgen wollen. Für die Richtung des Abgeordneten im Ganzen muß fein durch das Leben bewährter Character den ^vah- lcrn die allein sichere Bürgschaft geben. Verheißungen, wodurch sich der Abgeordnete im Voraus bindet, oder wodurch er, wie gleichfalls verlangt worden ist, seinen Austritt aus der Kammer in den Willen der Wähler stellt, sind eben so sehr im Widerspruch mit dem öffentlichen Wohl als gesetzlich ohne alle Wnkung. Solches leidenschaftliche Treiben findet in den Verhältnissen des Großherzogihums am allerwenigsten Entschuldigung. Der Hessische Bürger erfreut sich einer Fülle von Freiheiten, die ihn, wenn er sie weise gebraucht, berechtigt, sich mit Stolz dein Bürger jedes anderen Staats an die Seite zu stellen. In der Entlastung des Grundcigenthums, in der Beseitigung vieler, in die Zeit nicht mehr passender Verhältmsse ist das Großberzogthum, wie in vielem Andern, in Deutschland mit seinem Beispiel vorangegangen. Weicher S'aat hat mehr Ursache, von seinen Bürgern das Vertrauen zu verlangen, daß auf dem Wege des Rechts ter Ordnung, der Mäßigung und guter Sitte, welcher Weg ohnehin allein zum Heile führen rann, Alles das erreicht werde, was vernünftigerweise und billigerweise gefordert werden kann? Niemand verhehlt sich, daß die bevorstehende Wahl von größter Wichtigkeit für das Wohl de? Vaterlands ist. Mögen daher alle umsichtigen und wohldenkenden Bürger sich für die Wah- einigen und dahin streben, daß solche Abgeordnete gewählt werden, welche tadelloses Privatleben, selbstständige Gesinnung, Erfahrung und Einsicht, wahrhafte im Leben bewährte Mäßigung und Ernst geeignet machen, das öffentliche Wohl zu fördern, und das Glück des Vaterlandes fest zu begründen. Es gilt der Erfüllung einer heiligen Bürgerpflicht. Möge keiner darin Zurückbleiben. Darmstadt am 21. November 1849. Großherzoglich Hessisches Ministerium des Innern Jaup. Maurer. Wernher. Neuling. Polizeiliche Bekanntmachung. Wahl zur zweiten Kammer. Freitag den 30. November l. I., Vormittags von 8 bis 12 Uhr, Nachmittag von 2 bis 5 Uhr, soll dahier in dem Rathhause die Abstimmung zur Wahl eines Abgeordneten in die zweite Kammer für den I. Wahlbezirk vorgenommen werden, wozu nach Art. 13, des Wahlgesetzes sämmtliche in hiesiger Gemeinde wohnende Stimmberechtigte eingeladen werden. 898 Da die Wahl an dem oben genannten Tage vollendet werden muß, so werden zur Abstimmung zwei Wahlbüreaus errichtet und zwnr für die Stimmberechtigten mit dem Anfangsbuchstaben der Namen- A bis L in dem großen Saale und M bis 3 >n dem kleinen Saale (alten Bureau). Im Uebrigen wird auf die in diesem Blatte abgediuckte Verkündigung Gr. chwss. Ministeriums Innern vom 21. d. M., die Wahlen zum Landtage betreffend, hingewiesen. Gießen am 26. November 1849. Der Bürgermeister I. d. V. Der Beigeordnete N n h l. ProtokoLle über die Sitzungen des Bezirksraths für den Regierungsbezirk Gießen. II. Sitzung vom 21. November 1849, Anfang 9 Uhr Morgens. Anwesend: a) Großh. Regierungsrath v. Will ich. b) Die Mitglieder des Beziiksraths: 1. Hillebrand. 2. Steinberger. 3. Dieterich. 4. Kliebe. 5. Lindenstruth. 6. Bernbeck. 7. Schmandt. 8. Engel. 9. Weigel und 10. Menkel. 1) Der Vorsitzende Hillebrand beantragt Verlesung des gestrigen Protokolls, welches, nachdem einige Abänderungen darin vorgenommen wurden, angenommen wurde. 2) Nachdem Abgeordnete Ferber eingetreten war, ging cö 3) zur Tagesordnung über. 4) Abgeordnete Steinberger verlas den von dem I. Ausschuß erstatteten Bericht, Vüreaukostcn von Gonterskirchen betr., und wurde, nach einiger DiSeussion, der Antrag deö Ausschusses: die Büreaukvsten des Bürgermeisters von Gonterskirchen auf 75 fl. sestzusetzen, tl'nstimmi'g angenommen. 5) Verlas Abgeordnete Ferber den vom I. Ausschuß erstatteten Bericht, Büreaukosten des Bnrgcr- mcisters zu Freicnseen betr., und wurde der gestellte Antrag, diese Büreaukosten auf 150 fl. festzusetzen, einstimmig angenommen. 6) Abgeordnete Bernbeck verlas Bericht deS I. Ausschusses über die Büreaukosten des Bürgermeisters von Ruppertsburg und erfolgte einstimmige Annahme des Antrags auf 90 fl. Büreaukosten. 7) lieber das Gesuch deS Joseph Joseph von Allendorf an der Lumda um ortsbürgerliche Ausnahme dahin, verlas Abgeordnete Kliebe den vom II. Ausschuß erstatteten Bericht und wurde der deßfallßge Antrag, die Aufnahme des Petenten zu beschließen, nach vorheriger Discussion angenommen, wobei sich jedoch Abgeordneter Engel der Abstimmung enthielt. 8) Abgeordnete Engel verlas den von dem II. Ausschuß erstatteten Bericht, Gesuch des Nikolaus Wendel von Gartenbach, im Kurfürstenthum Hessen, um Aufnahme als Bürger nach Gießen betr. Der Ausschußantrag: „dem fraglichen Gesuche in der Voraussetzung, daß Petent in die Zunft ausgenommen werde, „Folge zu geben," wurde durch Majorität, nach längerer Discussion, angenommen. Die Abgeordneten Hillebrand und Ferber enthielten sich der Abstimmung. 9) lieber das Gesuch des Johannes Schäfer von Villingen um ortsbürgerliche Aufnahme nach Altenbuseck, wurde der vom II. Ausschuß erstattete Bericht durch Abgeordneten Dieterich verlesen. Den wegen mangelhaften Vermögensnachweises auf Abweisung des Gesuchs gestellte Antrag, wurde nach kurzer Discussion einstimmig angenommen. 899 10) Nach vorheriger Discussion über die Wahlen der Ersatzmänner der Bezirksräthe, in welcher Beziehung der vom IV. Ausschuß erstattete Bericht vom Abgeordneten Dieterich verlesen wurde, erfolgten folgende Beschlüsse: a. Die 2. Ei satzwahl im 1. Wahldistrict bleibt bis zu einer der demnächstigen Sitzungen ausgesetzt. b. Der Antrag, daß die Ersatzwahl von Crumbach, 3. Distriet, bei welcher Fehler vorgekommen, die jedoch nicht von Einfluß seien, bestehen bleiben möge, wurde durch Majorität angenommen. c. Desgleichen der Antrag auf Bestehen der Ersatzwahl von Ruttershausen, 4. Distriet, wobei ein unbedeutendes Versehen vorgekommen, wurde einstimmig genehmigt. d. Die Abstimmung wegen der Ersatzwahl im 5. Distriet, Beuern und Wieseck, wird ausgesetzt. e. Die Wahl von Reiskirchen, 6. Distriet, wird einstimmig verworfen. f. Die Wahl von Laubach, 7. Distriet, wird einstimmig bestätigt. g. Desgleichen von Harbach, 9. Distriet. h. Die Wahl von Beresfeld, 10. Distriet, wird einstimmig verworfen. i. Desgleichen die Wahlen von Oberohmen, Wetlsaasen und Zeilbach, im 11. Distriet, wobei Abgeordneter Me u kel nicht abstimmte. 11) Bemerkte der Vorsitzende, daß die Tagesordnung nunmehr erschöpft sei, jedoch noch einige Anträge vorlägen. 12) Antrag des Abgeordneten Steinberger, Aufstellung des Rentenkatasters in Lich re. betr., wurde an den 3. Ausschuß verwiesen. 13) Antrag von Steinberger über alsbaldige Auszahlung der Vergütung für Verpflegung der Preußen, wird an den III. Ausschuß verwiesen. 14) Antrag desselben Abgeordneten über Vergütung für Verpflegung der durch Oberhessen marschi- renden Truppen, wurde an den III. Ausschuß verwiesen. 15) Anfrage desselben Abgeordneten an die Negierungs-Commission. Vergütung für die als Reichs- truppen durchmarschirien Kurhessischen Husaren betr., wurde an die gedachte Behörde abgegeben, ebenso 16) eine weitere Anfrage des Abgeordneten Steinberger wegen Bestätigung der zu Grimberg stattgehabteu Gemeinderathswahl. 17) Wurden die von der Regierungs-Commission zur Einsicht mitgetheilten Mintsterial-Verfrigungen aus die Anträge des vorigen Bezirksraths, wegen Verschollenheitsalter und Abschaffung aller Denunciations- gebühren re. betr., dem Großh. Reg.-Rath v. Willich zurückgegeben. 18) Die von dem Abgeordneten Ferber an die Regierungs-Commission wegen Ausweisung deS MalerS Gastauer gestellte Anfrage wurde au gedachte Behörde abgegeben. 19) Trägt der Vorsitzende Eingabe des Polizeidieners Keßler von Steinbach wegen seiner Besoldung vor, welche sofort an den III. Ausschuß verwiesen wird. 20) Zwei Eingaben des Abgeordneten Schmandt, Fortführung der Grundbücher und CourS deS Goldes betr., wurden von Bernbcck vorgelesen und an den III. Ausschuß verwiesen. 21) Zur Tagesordnung auf Morgen wurde verwiesen: an den e r ft e it Ausschuß. a. Btireaukosteu des Bürgermeisters zu Großenbuseck; b. Voranschlag von Wetterfeld; c. desgleichen von Lardenbach; an den zweiten Ausschuß. a. Gesuch des Tobias Isenberg zu Beuern um ortsbürgerliche Aufnahme dahin; b. Gesuch des Herz Wallenstein II zu Großenbuseck um Ausnahme als Ortsbürger daselbst; e. Gesuch des Joh. Will). Zimmer von Röthges um ortsbürgerliche Ausnahme nach Ruppertsburg; d. Gesuch des David Stein I. von Heuchelheim um Aufnahme als Ortsbürger dahin; an den d r i t t c tt Ausschuß. a. Antrag des Bezirksraths Schmandt, den Cours des Goldes betr., und b. Antrag desselben, die Fortführung der Grundbücher betr.; au den vierten A u s s ch tt ß. Wahl des Bezirksraths und dessen Ersatzmannnes zu Beuern (V. Wahldistrict.) 22) Schluß der Sitzung gegen 12 Uhr. Zur Beglaubigung: Hillebrand. Dieterich. 900 in. Sitzung vom 22. November 1848 Anfang Morgens 9 Uhr. Anwesend: 11 Mitglieder des Bezirksraths nämlich: 1. Hillebrand. 2. Steinberger. 3. Dieterich. 4. Bernbeck. 5. Engel. 6. Ferber. 7. Kliebe. 8. Lindenstruth. 9. Menkel. 10. Schmand. 11. Weigel. 1) Der Vorsitzende beantragt die Verlesung des gestrigen Protocolls. 2) Schriftführer Dieterich verliest dieses Protokoll. 3) Während der Verlesung dieses Protocolls tritt Gr. Reg.-Rath v. Willich ein. 4) Wird das Protocoll angenommen. 5) Wurde zur Tagesordnung übergegangcn. 6) Abgeordneter Steinberger las den vom I. Ausschuß wegen der Büreaukosten dcS Bürgermeisters zu Großenbuseck erstatteten Bericht vor. Der Antrag lautete auf Bewilligung von 200 fl. und nach einiger Discuision wurden die fragt. Büreaukosten für 1850 auf 225 fl. festgesetzt. Die Acten wurden der Gr. Regierungs-Commission mit dem Ersuchen zurückgegeben, in der zu erlassenden Verfügung bemerken zu wollen, daß die Erhöbung der Büreaukosten um 25 fl. mit Rücksicht auf die vielen Arbeiten die dem Bürgermeister durch das Schuldenwesen der Gemeinde erwachsen, erfolgt fei. 7) Las Abgeordneter Bernbeck den vom I. Ausschuß wegen der Büreaukosten von Wetterfeld erstatteten Bericht vor. Der Antrag auf Bewilligung von 94 fl. wurde einstimmig angenommen. 8) Abgeordneter Ferber liest Bericht des I. Äusschnsies wegen der Büreaukosten des Bürgermeisters von Lardenbach vor und wird der Antrag auf 60 fl. einstimmig angenommen. 9) Heber das Gesuch des Tobias Isenberg von Beuern, nm orksbürgerliche Aufnahme dahin, wurde der vom II. Ausschuß erstattete Bericht vom Abgeordneten Engel verlesen. Nach längerer Discuision wobei namentlich das ungehörige Verfahren des OrtSvorstandes zu Beuern bei Ausstellung von Zeugnissen für den Petenten vielfach getadelt wurde, wird der Antrag auf Abweisung des fragt. Gesuchs angenommen, wobei sich Abgeordneter Lindcnstruth der Abstimmung enthielt und Abgeordneter Ferber nicht zugegen war. 10) Verlas Abgeordneter Diete rich den vom II. Ausschuß erstatteten Bericht, Gesuch des Herz Wallenstein II. zu Großenbuseck um Ausnahme als Ortsvürqer daselbst, und wurde irr auf Abweisung lautende Antrag durch Stimmenmehrheit angenommen, auch Petent, der einige mündliche Bemerkungen machen wollte, zur Ruhe verwiesen. 11) Abgeordneter Kliebe verlas den Bericht des II. Ausschusses über das Gesuch des Johann Wilhelm Zimmer von Röthges um ortsbürgerliche Aufnahme nach Ruppertsburg. Der auf Abweisung des Gesuchs lautende Antrag wurde einstimmig angenommen. 12. Wurde vom Abgeordnete« Bernbeck der Bericht des II. Ausschusses, Gesuch des David Stein I. von Heuchelheim um Aufnahme als Ortsbürger daselbst, verlesen und der Antrag auf Geuehmiguiig des Gesuchs einstimmig angenommen. 13) lieber den Antrag des Abgeordneten Schmand, den Cours des Goldes betr. verlas Abgeordneter Steinberger den vom'III. Ausschuß erstattete« Bericht. Nach einigerDiscussio« wurde durch Majorität beschlossen, daß über diesen Gegenstand von dem Präsidium an die höchste Staatsbehörde berichtet werden solle. 14) Der weitere Antrag des Abgeordneten Schmand wegen Fortführung der Grundbücher, worüber der vom III. Ausschuß erstattete Bericht durch Abgeordneten Kliebe vorgelesen wurde, geht zu den Acten. 15) Der von Abgeordneten Ferber vorgelesene Bericht des IV. Ausschusses über die BezirkSrath^ wähl zu Beuern, trägt auf Abweisung der Reklamationen des Bürgermeisters Otto an und wird durch Stimmenmehrheit angeiiommen, wobei sich Lindenstruth der Abstimmung enthielt. 16) Verlas Abgeordneter Dieterich den vom IV. Ausschuß wegen der Ersatzwahl zu Beuern und Wieseck erstatteten Bericht und wird der Antrag auf Verwerfung der beiden Wahlen durch Mehrheit angenommen. Lindenstruth enthielt sich hierbei der Abstimmung. 901 17) Die Tagesordnung war nunmehr erschöpft und eS wurden mehrere ei'ngelaufene neue Anträge von dem Vorsitzenden verlesen und an die betr. Ausschüsse verwiesen, nämlich: a. Antrag des Abgeordneten Dieterich wegen Verbreitung der Seidenzucht; an den III. Ausschuß. b. Antrag des Ortsvorstandcs zu Zeilbach wegen des Gesuchs der dasigcn Gemeinde um Anlegung eines Communicationswcgs zwischen da und Ermenrod; an den III. Ausschuß. c. Antrag desselben Ortsvorstandcs wegen Trennung von der Kirche zu Obcrohmcn; an den III. A u s s ch u ß. d. Antrag des Abgeordneten Steinberger über die in öffentlichen Blättern gegen die Schwurgerichte vorkommendcn Angriffe und Verdächtigungen; an den III. A u s s ck u ß. e. Antrag dcö Abgeordneten Lindenstruth wegen der Voranschläge der Gemeinde Beuern, von 1849 und 1850; an den I. Ausschuß. f. Vorstellung des Daniel Lotz von Beuern um ortsbürgerliche Aufnahme daselbst; an die Gr. Reg.-Comm. als nicht zur Competenz des Bez.-Raths gehörig, abgegeben. 18) Reg -Rath v. Willich gab auf die von Steinberger unterm gestrigen gestellten schriftlichen Anfragen und Anträgen mündliche Erläuterung, wobei sich der Interpellant beruhigte. 19) Derselbe übergab mehrere neue Eingaben :c. welche sofort an die betr. Ausschüsse verwiesen wurden und zwar: a. Singvcrein zu Steinbach betr.; an den I. Ausschuß. b. Gesuch des Wilh. Killer von Wahlen um Ausnahme als Ortsbürger zu Großenbuseck; an den II. Ausschuß. c. Gesuch des Conrad Graß von Lumda um Verwendung bei der höchsten Staatsbehörde wegen seiner Anstellung als Forstschütze; an den III. Ausschuß. d. Gesuch des Abraham Bamberger von Großenbuseck um ortsbürgerliche Aufnahme daselbst; an den II. Ausschuß. e. Gesuch des Gerson Katz I. zu Steinbach nm Ausnahme als Ortöbürgcr daselbst; an den II. Ausschuß. f. desgl. des Löb Katz II. Gersons Sohn daselbst; an den II. Ausschuß. g. desgl. des Feist Katz I. Gersons Sohn daselbst; an den II. Ausschuß. h. Gemeindcvoranschlag und Büreaukosten des Bürgermeisters zu Steinbach; an den I. Ausschuß. i. Den Zustand der Gcmcindcbackhäuser daselbst betr.; an den I. Ausschuß. k. Besoldung dcö Polizcidiencrs daselbst betr. an den I. Ausschuß. 1. Aufnahme der Taubstumme Elisabethe Reinig zu Ruppertenrod in die Taubstummenanstalt zu Friedberg; a n d e n I. A u S s ch u ß. 20) Wurde die Tagesordnung für Morgen bestimmt: Für den I. Ausschuß. a. Singverein in Steinbach; b. Besoldungen des Polizeidiencrs daselbst; c. Zustand der Gemeindebackhäuser daselbst; d. Büreaukosten dcS Bürgermeisters und Gemeindcvoranschlag daselbst; e. Aufnahme der Elisabethe Reinig von Ruppertenrod in die Taubstummenanstalt zu Friedberg. Für den 11. Ausschuß. a. Gesuch dcS Feist Katz I. zu Steinbach um ortsbürgerliche Ausnahme daselbst; b. dcSql. des Löb Katz II. daselbst; c. desgl. des Gerson Kay I, daselbst; 902 d. desgl. des Wilh. Killer von Wahlen um Aufnahme nach Großenbuseck; e. desgl. des Abraham Bamberger zu Großenbuseck um ortsbürgerliche Aufnahme das. Für den III. A u s sch u ß. a. Antrag des Abgeordneten Dieterich wegen Verbreitung der Seidenzucht; b. Gesuch des Conrad Graß von Lnmda um Verwendung bei der höchsten Staatsbehörde wegen seiner Anstellung als Forstschütze; c. Antrag des Abgeordneten Steinberger wegen der in öffentlichen Blättern gegen die Schwurgerichte vvrkominenden Angriffe und Verdächtigungen. F ü r d e 11 IV. A u s s ch u ß. Die Wahl des 2. Ersatzmannes für Gießen und Heuchelheim. 21) Schluß der Sitzung gegen 12 Uhr. Der Vorsitzende: Der Schriftführer: D r. Hillebrand. Dieterich. iv. S i tz u n g vom 23. November 1849 Anfang Vormittags 9 Uhr, Anwesend: a) Der Gr. Regierungsrath von Willich. b) 11 Mitglieder des Bezirksraths: 1. Hillebrand. 2. Steinberger. 3. Dieterich, 4. Bernbeck. 5. Engel. 6. Ferber. 7. Kliebe. 8. Lindenstruth. 9. Menkel. 10. Schmandt. 11. Weigel, 1) Vorsitzender beantragt Verlesung des gestrigen Protokolls. 2) Schriftführer Dieterich verliest dieses Protokoll, welches, nach einer von Gr. Reg.-Rath von Willich beantragten Abänderungen, angenommen wurde. 3) Wurde zur Tagesordnung g> schritten. 4) Abgeordneter Steinberger trägt mündlich die Ansicht des ersten Ausschusses wegen des Singver- einS in Steinbach vor und wird nach kurzer Diskussion der einstimmige Beschluß gefaßt: Der BezirkSrath erklärt, daß er in dieser Sache eine Entscheidung nicht geben kann, weil die in Art. 16. 1 it. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 1848 geforderten Voraussetzungen fehlen. Er muß daher der Reg.-Commission überlassen, hier zu thun, was unter den vorliegenden Verhältnissen möglich ist. 5) Bezüglich der Besoldung des PolizcidienerS Keßler zu Steinbach erstattet Ferber, Namens deS ersten Ausschusses, mündlichen Vortrag und nach längerer Tiscnffion wirb der von Steinberger gestellte Antrag: in Erwägung, daß der Bezirksrath in vorliegender Sache keine Entscheidung geben kann, weil die Voraussetzungen von Art. 16 1 u. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 1848 fehlen, geht der Bezirksrath über daS Gesuch zur motivirten Tagesordnung über, mehrstimmig angenommen. 6) Abgeordneter Ferber entschuldigt sich, daß er wegen des Zustandes der Backhäuser zu Steinbach den ihm vom ersten Ausschuß aufgetragenen Bericht deßhalb noch nicht erstatten könne, weil er die darüber vorliegenden weitläuftigen Acten, wegen Mangel an Zeit, noch nicht gelesen habe, daher dieser Gegenstand später vorkommen werbe. Reg.-Rath v. Willich ertheilte über diese Sache einstweilen mündlichen Aufschluß. 7) Wegen der Büreaukosten des Bürgermeisters zu Steinbach hält Ferber, NamenS des ersten Ausschnffes mündlichen Vortrag und trägt auf Bewilligung von 150 st. an. Nach längerer Diskussion läßt Ferber diesen Antrag fallen und stellt einen zweiten auf 140 fL, welcher einstimmig angenommen wurde. 8) Bernbeck liest den vom ersten Ausschuß über die Aufnahme der El sabethe Reinig von Ruppertenrod in die Taubstummenanstalt zu Friedberg, erstatteten Bericht vor und wird der gestellte Antrag: Die Gemeinde Ruppertenrod zur Zahlung des jährlichen Beitrags von 37 st. 30 fr. für schuldig zu erkennen, einstimmig angenommen. (Forts, folgt in der Beilage.) (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu JK 94. des Anzeigeblattes. 9) lieber die Gesuche der Gerson Katz I., Feist Katz I. und Löb Katz IL, von Steinbach um orts- bürgerliche Aufnahme dahin, verliest Dieterich die vom zweiten Ausschuß erstatteten Berichte und werden die gestellten Anträge: Die eiiigereichteii Eingaben lediglich zu den Acten zu nehmen, da keine neuere Thatsachen anae- geben seien, ' einstimmig angenommen. 10) Engel erstattet, Namens des zweiten Ausschusses, über das Gesuch des Wilhelm Killer von -wählen um ortsburgerliche Aufnahme zu Großenbuseck, mündlichen Vortrag. Der Antrag geht auf Will- fahiung des Gesuchs, nach einiger Discussiou wird jedoch dieser Antrag einstimmig verworfen. m Kliebe verliest den vom zweiten Ausschuß wegen des-Ge'suchS des Abraham Bamberger von Uroßenbuseck um ortsbürgerliche Aufnahme dahin erstatteten Bericht und wird der gestellte Antraa: , DaS Gesuch als verfehlt zurnckzuweisen, einstimmig angenommen. 12) Bezüglich des von Dieterich wegen Verbreitung der Seidenzucht gestellten Antrags, hält Stein- verg er, Namens des dritten Ausschusses, mündlichen Vortrag und wird einstimmig beschlossen: den Vortrag zu empfehlen. ^bber das Gesuch des Conrad Graß von Lumda um Verwendung bei höchster Staatsbehörde wegen seiner Anstellung als Forstschütze, hielt Steinberger, Namens des III. Ausschusses, einen längeren mündlichen Vortrag. Der von demselben gestellte Antrag: Der Bezirksralh wolle erklären, daß er zwar bedaure, dem Gesuch des Bittstellers nicht ent- sprechen zu können, daß er aber über dasselbe zur Tagesordnung übergehen müsse, weil der Gegenstand nicht zu seiner Competenz gehöre, wurde bet der Abstimmung angenommen. A cinber g e r hält über seinen Antrag wegen der in öffentlichen Blättern gegen die Schwur- g chte vorkommendeii Angriffe und Verdächtigungen, einen längeren mündlichen Vortrag. Nachdem über bcbathr‘ und Engel, Namens des III. Ausschusses, Anträge gestellt hatte, welches bei der Abstimmung durch Maiorität abgelehnt wurde, stellte der Vors. Hillebrand den Antrag: ,~l’r -öeznksrath wolle beschließen, bei der nächsten Ständeversammlung das Gesuch zu richten, „ s . das viel geschmahete Institut des Geschwornengerichts möglichst aufrecht zu halten, und wurde dieser Antrag einstimmig angenommen. Reg.-R. v. Willich bemerkt ausdrücklich, daß er in dieser Sache die Competenz des Bezirksraths nicht anzuerkennen vermöge. 0 ; ?br Wahl des 2. Ersatzmanns von Gießen und Heuchelheim bemerkt Dieterich, z>? eittschewn, 4feij U8|^U C^' "ach den Acten die Wahl schon angenommen, mithin hierüber nicht mehr 16) War nunmehr die Tagesordnung erledigt. 17) Wurden vom Vors. neue Eingaben :c. verlesen und darauf beschlossen- u. Antrag tion Steinberger wegen Versammlungen der Bezirksräthe, 'bei erfolgter Abstimmung einstimmig an den 3. Ausschuß verwiesen. ö a b. Zwei Eingaben des Herz Wallenstein II. von Großenbuseck wegen seines Gesuchs um Ausnahme als Ortsbürger dahin; 1 1 über biefe« Woh gestern beschlossen wurde, so kann dasselbe nicht mehr aufqegriffen werden, die beiden Eingaben werden aber an den Referenten in dieser Sache, Dieterich, der sich darüber erklären will, abgegeben. 1 1 «n den n" Illisschu/^ G°nrab @cipp Mn H^nrod um Ausnahme als Ortsbürger zu Oppenrod, an den IH Ausschuß^ H^'^werkervereins zu Gießen wegen Erhöhung deö Octrois von Fleisch, e- ,Kseph von Allendorf a. d. Lumda wegen seines Gesuchs um Aufiiahme als Ortsburger daselbst, an die Reg.-Commission abzugeben. 18) Wurde die Tagesordnung für Morgen bestimmt und zwar: 904 für' den ersten Ausschuß: a. Besoldung des Forstschützen zu Beuern: b. Der Zustand der Gemeindebackhäuser zu Steinbach: für den zweiten Ausschuß: Gesuch des Conrad Seipp von Hattenrod um Aufnahme als Ortsbürger nach Oppenrod; für den dritten Ausschuß: a. Versammlungen der Bezirksräche: b. Erhöhung des städtischen Octrois von Fleisch; c. Gesuch der Gemeinde Zeilbach um Trennung von der Kirche zu Obervhmcn; d. Gesuch der Gemeinde Zeilbach wegen des Communicationswegs von da nach Ermenrod; e. Ausstellung des Rentenkatasters von Lich; für d e n vierten Ausschuß: a) Wahl der Geschworenen für 1850; b. Ausloosung eines Drittheils des Bezirksraths nach Art. 20 des Gesetzes. 19) Schluß der Sitzung um 12 Uhr. Zur Beglaubigung: Hillebrand. Dieterich. Edictalladungen. 2082) Grünberg. lieber das um 3192 fl. 1 fr. überschuldete Vermögen des Johannes Jung 2r vom Hofe Wied- heim ist der förmliche Concursproeeß erkannt worden. Es werden daher alle diejenigen, welche an dieses Vermögen Ansprüche zu bilden gedenken aufgefordert, im Liguidationstermine Dienstag den 8. Januar 1850, Vormittags 9 Uhr in Sclbstperson oder durch gehörig bevollmächtigte Personen ihre Forderungen dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ste ohne besonderes Präcliisivdecret von der Masse ausgeschlossen werden. Grünberg den 1. November 1849. Gr. Hess. Landgericht das. Welker. Emmerich. 2215) Atz b ach. Aufforderung. 1) Johannes Rech und seine Ehefrau Kath., geborne Braun, 2) Andreas Frech und seine Ehefrau Elisab., geborne Braun, 3) Wilhelm Jacobi und seine Ehefrau A. Marg., geborne Jung, sämmtlich von Niederkleen, wollen nach Amerika auswandern. — Cs werden daher Alle, welche Ansprüche an dieselben zu machen haben, aufgefordert, solche Mittwoch den 5. December >. I., Vormittags 9 Uhr, dahier anzumelden, widrigenfalls das Vermögen den Auswandernden zur Erportation freigegeben wird. — Atzbach den 17. November 1849. König!. Gerichts-Commission. Soue, Assessor. Versteigerungen. 2216) Gießen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 3. December l. I, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadlwalde, District Hegstraucb, Unterhag, Waldhute und Hegwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden. 6 Stecken fichten Stockholz, 550 Wellen „ Reisholz, 8% Stecken kiefern Prügelholz, lungsfrist bis 24. Juni 1850 gestattet. 15 u u Stockholz, / 17375 Wellen u Reisholz, 7 fichten Stämme von 74 Cbfß, 14 kiefern „ „ 101 ff 2 lerchen „ „ 10 ff 198 fichten Stangen „ 673'4 n 654 kiefern „ „ 1355'/4 ii 2 lerchen u „ 10 n Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zah- Die Zusammenkunft ist au; der Licher Straße an der zweiten Schneiße. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen Gießen am 23. November 1849. Der Bürgermeister. I. d. V. der Beigeordnete Rühl. 2210) Gießen. Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen auf der Lahnbrückenbaustelle dahier, eine Par- 605 thic Maurer- und Zimmerwerkzeuge, hölzerne Räder und Walzen mit eisernen Aren und Zapfenlagern einige Fässer, Eimer, Säcke, Tische, Stühle Schränke re. ferner circa 100 Centner Guß und Schmiedeeis.n, bestehend in Aren, Zapfenlagern, Bänder, Rollen, Schrauben re., sodann eine bedeutende Quantität noch brauchbaren Bauholzes und Bohlen, ferner das auf benannter Baustelle befindliche Ma- gazinsgebäude, nebst Schuppen, sowie endlich die an der alten Brücke liegende Nähe an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Skeigbedingnngcn, sowie das Verzeich- niß der Gegenstände liegen im Büreau des Unterzeichneten znr Einsicht offen. Gießen den 20. Nov. 1849. Der Großh. Kreisbaumeister , des Baubezirks Gießen Holzapfel. 2149) Gießen. Die Lieferung der bei Gr. Hofgericht der Provinz Oberhesscn erforderlichen Schreibmaterialien für das Jahr 1850, bestehend in: 1) 4 Ries Postpapier, groß Format, 2) 20 u fein Schreibpapier, 3) 110 ii mittel Schreibpapier, 4) 80 n Conceptpapier, 5) 8 „ Deckelpapier, 6) 4 » Packpapier, 7) 5 ii desgleichen, klein, 8) 5 ii Makulaturpapier, 9) 4000 Stück Federkiele, 10) 8 Dutzend Bleistifte, 11) 2 ii Roihsiifle, 12) 25 Pfd. Siegellack, 13) 30 i/ Obladen, 14) 80 u Kordel, 15) 36 Stück zweiklingige Federmesser und 16) 20 ii einklingige, soll im Wege der Soumission vergeben werden. Zur Einreichung der Lieferungs-Anträge ist Termin auf Donnerstag den 29. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, anberaumt worden, was mit dem Anfügen hierdurch bekannt gemacht wird, daß dieselben mit den nölhi- gen Mustern, ferner mit Aufschrift versehen und versiegelt auf Gr. Hofgerichts-Kanzleigebäude abzu- gebea sind, sowie daß die Lieserungsbedingungen vor dem Termin bei dem Unterzeichneten eingeseben werden können. Gießen, am 13. November 1849. Aus Auftrag Gr. Hofgcrichts Balser, Hofgerichts-Secretär. 2146) Gießen. Mittwoch den 28. d. Mts., Vormittags 1t Uhr, sollen nachfolgende dem Buchdrucker Carl Schild zustehende Immobilien, nämlich: alt neu lUKlflr. 2 4o/2S6 134 Garten im Garifeld in der Schwarzlach links, I. Klasse, 4%s6a 30 Garten daselbst, III. Klasse, auf gerichtliche Verfügung nochmals meistbietend versteigert werden. Gießen den 12. November 1849. Der Bürgermeister. I. d. V. Der Beigeordnete Möhl. 2189) Hausen. Freitag den 30. November l. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die Lieferung von circa 7'/2 Maller Schulbesoldungsfrucht auf der Bürgermeisterei zu Hausen öffentlich wenigstnehmend versteigert werden. Hausen am 22. November 1849. Der Bürgermeister D e rn. 2136) ' Nidda. Verkauf einer Hofraithe nebst 2|it[ Grundstücken. Der Unterzeichnete ist Willens, seine in Nidda gelegene Hofraithe, bestehend aus: 1) einem massiv von Stein erbauten Wobn- hause, welches 9 heizbare Zimmer, 7 Kammern, 2 große gewölbte Keller und 2 Küchen mit Speisekammer enthält, 2) einer großen ebenfalls massiv aus Stein erbauten Scheuer, in welcher sich ein Laboratorium, Stallung für 6 Pferde und Haserspeicker befindet, 3) drei Nebengebäuden, welche eine heizbare Kutscherstube, Stallung für 8 Pferde, 4 Schweinställe und 3 Remisen enthalten, 4) einem circa 1 Morgen großen Gemüsegarten am Hause, sowie circa 16 Morgen Wiesen, Gärten, Ackerland, meist Baumstücke, und 1 Kiefernwäldchen im Termine: Montag den 17. December 1849, Morgens 10 Uhr, auf hiesigem Rathhause sowohl im Ganzen als im Einzelnen einer freiwilligen öffenllichen Versteigerung aussetzen lassen Sollte vor dein Termine ein Verkauf aus freier Hand stattfinden, so wird die Versteigerung rechtzeitig in diesem Blatte widerrufen werden. 906 Die Hofraithe befindet fich am Knotenpuncte zweier lebhaften Straßen in der schönsten und freundlichsten Lage der Stadt und eignet sich vorzugsweise zum Betriebe der Oeconomie, einer Wirtschaft, Liqueur- und Tabaksfabrik, sowie besonders noch wegen gleichzeitiger Lage an dem Niddaflusse zur Anlage einer Färberei und Bierbrauerei. — Kaufliebhaber sind unter dem Bemerken höflichst eingeladen, daß die Abführung des Kaufschillings in verschiedenen Zielzahlungen erfolgen kann. Nidda am 12. November 1849. Dr. Borberg. 2206) Wieseck. Verkauf einer Hofraithe nebst Grundstücken. Die jetzigen Besitzer, die Gebrüder Weller, sind Willens ihre an der Chaussee von Gießen nach Marburg gelegene Hofraithe, den sogenannten Wellersburger Gasthof, bestehend aus: 1) einem zweistöckigen Wohnhause, welches 6 heizbare Zimmer, Küche und Keller enthält; 2) einer großen geräumigen Scheuer, in welcher sich Stallung für Pferde und Rindvieh befindet; 3) einem ganz neuen Nebengebäude, welches 2 heizbare Stuben und Stallung mit einem großen Heuboden enthält, und mit einem Keller; 4) einem Backhause und einem schönen Gemüsegarten am Hause, sowie aus 4% Morgen Wiesen und 11 Morgen Ackerland, letzteres ist meiitentheilö um den Hof gelegen — im Termine Montag am 10. December 1849, des Nachmittags um 1 Uhr, auf hiesigem Rathhaus der öffentlichen Versteigerung auSzusetzen. Sollten sich Liebhaber zum Ankäufe vor dem Versteigerungs-Termin einfinden, so wird solches vor der Versteigerung öffentlich bekannt gemacht werden. Noch wird bemerkt, daß die Hofraithe sowohl, als auch das Gut sich in einem guten Zustande befindet. Da die Hofraithe an einer Hauptstraße liegt, ungefähr % Stunden von Gießen und */4 Stunde von Wieseck, so eignet sich dieselbe vorzüglich zum Betreiben einer Wirthschaft, Oeconomie, Fabrik rc. Kaufliebhaber sind unter dem Bemerken eingeladen, daß der Kaufschilling in drei Terminen entrichtet werden kann. Wieseck den 23. November 1849. Im Auftrag Der Gr. Bürgermeister Seibert. F e i l g e b o t e n. 2228) Gießen. Angefangene und fertige Stickerei» in Auswahl empfiehlt. M. H e ß. 2231) Gießen. Malaga, per Flasche 54 fr. empfiehlt Ferd. Mayer, an der Kirche. 2170) Gießen. Neue holländische Häringe, desgl. Sardellen, Limburger- und Schweizer-Käse' Rum, Arrac, Nordhäuser Fruchtbrandwein, Sens Düsseldorfer, Punsch-Essen; :c. empfiehlt I. G. Appel in Gießen. 2222) Gießen. Fettglanzwichse, welche dem Leder nicht schadet und nassem sowie geschmiertem Leder den schönsten schwärzesten Glanz gibt, ist stets zn haben bei Carl Jacob Herbert. 2224) Gießen. Eine große Auswahl Un- Not, Royal, Lustre, Lama, Orleans, Seiden- zeuge, Shawls, Hals- und Sacktücher in allen Größen und Qualitäten, sodann eine neue Sendung Leinen, Battist - Tücher, weiße Maaren tc. re-, empfiehlt zu auffallenv billigen Preisen Salomon Heichelheim, Wallthorstraße, neben dem Darmstädter Haus. 2218) Gießen. Ein an der Hauptstraße gelegenes, zu allen Geschäften, vorzüglich aber zur Oeconomie sich eignendes, in gutem Zustande befindliches Wohnhaus nebst Hofraum, Scheuer, Stallung, Hintergärtchen und sonstigen Bequemlichkeiten, wie Brunnen, geräumige und gute Keller u. s. iv., ist aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft ist bei der Erped. d. Bltts. zu erfragen. 2229) Gießen. Französische Leinen, Battist Taschentücher, per Stück 1 fl. 4 fr. bis 2 fl-, habe ich eine neue Auswahl erhalten. M- Heff 2203) Gießen. Fünf Stück Schaafe, sowie auch zwei V4 Jahr alte, gut gemästete Schweine, sind zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausgeb d. Bl. 2202) Gießen. Mein aufs beste affortirtes Möbellager, bestehend in Canapcs, und Stühlen, Gauses, Secretärs, Schiffoniers, Glasschränken, Bettladen, Nachttischen, runden Theelischen, Arbeitstischchen, Armsesseln empfehle ich zu billigen Preisen. H. Hochstätter. 907 e» 6. 2 Q c C n ’S s o LrO *S o 'Gemeinde hat 200 bis 210 auf guter Abfahrt" befindliche, ganz gesunde eichene Bau- und Nutzbolz-Stämme, von 15 bis 50 Preuß.' Fuß Länge und 20 bis 120 Cubikfuß haltend, aus freier Hand zu verkaufen, wozu sich Kaufliebhaber an bett lsiesrgcn Vorsteher Ne'tz wenden wollen. Hohensolms den 5. November 1819. Der Kreisförster Bauer. 2220) Gießen. Für alle an hohlen Zähnen Leidende. Neuer vortrefflicher practischer und billiger Z a h n k i t t, in Etui mit beigepackter genauer Anweisung zum Gebrauche, ä 7% Sgr. Mittelst dieses neuen, durchaus unschädlichen Mittels, kann man jeden schadhaften und hohlen Zahn auf die leichteste Weise dauerhaust auskitten, so daß derselbe gleich andern gesunden Zähnen, vollkommen tauglich wieder wird. Die durch Zutritt von Luft und Speisen öfters entstehenden Zahnschmerzen, sowie der von schad- 908 hasten Zähnen kommende übelriechende Athem, werden dadurch gänzlich beseitigt. Feine englische balsamische Zahn-Tinctur, IN Flaeon ä % Rthlr. Zur schnellen Heilung des krankhaslen erschlafften Zahnfleisches, und zur vorzüglichen Erhaltung der Zahne, dabei ein sicheres Schutzmittel gegen Zahnschmerzen und als feines Mund-Parfüm besonders enipfehlenSwerth. Aromatisches Zahnpuloer, in Schachteln ä 1 Schilling oder % Rthlr. Dieses vorzügliche ächt englische Zahnpulver zum Putzen der Zähne, und Verhütung des Weinsteins, errheilt den Zähnen nach kurzem Gebrauche ein blendendes Weiß. Pariser Zahnperlen, in Etui mit Gebrauchsanweisung ä 1 Rthlr. Ein anerkannt sicheres Mittel, Kindern das Zahnen außerordentlich zu erleichtern, und somit den Kleinen diese oft so gefährliche Periode glücklich itberstehen zu helfen. Vielfach eingegangene Zeugnisse über die wahrhaft wvhlthätigen Folgen dieser Zahnperlen, bestätigen die vortreffliche Wirkung derselben. Zu haben bei Earl Frech. Zu vermiechm. 2190) Gießen. Eine ganz neu hergestellle Familienwohnung, welche sogleich bezogen werden kann, ist zu vermiethen bei F. Koch's Wtw. Vermischte Nachrichten. 2192) Gießen. Pürgerclub. Durch den Austritt einer größeren Anzahl Mitglieder ist es nach Ansicht des Vorstandes nicht möglich, den Bürgerclub in der bisherigen Weise aufrecht zu erhalten und eS werden deßhalb Alle Diejenigen, welche sich für Erhaltung des Bürgerclubs, wenn auch in verändeter Weise, interessiren, aufgefordert sich zu einer Berathung, Donnerstag den 29. November, Abends 8 Uhr, im Locale des Bürgerclubs bei Wirth Heß in der Brandgasse einzusinden. Der Vorstand. 2230) Gießen. Mein Atelier ist im Schloß und bin ich dort täglich zu sprechen. Wilhelm G r oo ß, M aler.. 2217) Gießen. Durch die Verlegung des Cäcilienfestes ist es nöthig geworden, das auf den 29. d. M. gesetzte Eoncert erst den 6. k M. statt- finden zu lassen, wovon die Gesellschaft hierdurch benachrichtigt wird. Gießen den 21. Nov. 1819. , Der Vorstand der Concertgesellschaft. 2226) Gießen. Ein Mädchen das perfect Kleider machen und Zuschneiden kann, wünscht sich einige Tage in der Woche zn beschäftigen. Nähere Auskunft erlheilt die Erpcd. d. Bltts. 2223) G i e ß e n. ES wird ein gewandtes, braves Hausmädchen zu Weihnachten in Dienst gesucht, und ist Näheres beim Ausgeber d. Bltts zu erfahren. 2214) Gießen. Deiner ich" 3‘ ® 5KppcI; Grünberg bei Herrn Decanatsrechner Jung; iu Lich bei Herrn Geometer Allgemeine Renten-Austalt zu Darmstadt. Diejenigen. welche der in der Bildung begriffenen, mit dem 31. Dezember d. I. zu schließenden, ölen Jahresgesellschast beizutreten oder Nachzahlungeu"auf früher erfolgte Einlagen zu leisten beabsichtigen, a en wir hierdurch ein, solches vor Ablauf dieses Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anstalt, oder auswärts bei den Herren Bevollmächtigten derselben*) zu bewerkstelligen. h Anstalt 4984 Mitglieder mit 8168 Einlagen und einem effektiven Einlagekapital von 4u«7#Dt.z n. Anstalt verbundenen Depositenkasse wurden außerdem seit Anfang diefes Jahres veruis 14S,UOO fl. hinterlegt. Darmstadt den 19. November 1849. Die Direction der allgemeinen Renten-Anstalt. 909 An die i ähler des i ahlbezirks Gießen. Mitbürger in Stadt und Land! Die Wahlen zum Landtage stehen nahe bevor. Er ist wichtig, wie vielleicht keiner noch, wegen der Verhältnisse, die für unser weiteres, wie unser engeres Vaterland geordnet werden müssen. Wir haben schon einmal zu Euch gesprocheu: wir wollen die Einheit, Freiheit, Macht und Größe Deutschlands, — für unser engeres Vaterland aber alle die Verbesserungen, welche der 6. März des vorigen Jahres uns verheißen hat. Aber alle Verbesserungen und allen Fortschritt auf gesetzlichem Wege. Wir wiederhole» darum unsere Bitte, daß alle Wahlberechtigten, um die Zersplitterung der Stimmen zu vermeiden, keinem andern ihre Stimmen zuwenden mögen, als den von uns schon einmal Empfohlenen. Für die zweite Kammer: Dr. Wilhelm Gottlieb Sold an, Gymnasiallehrer zu Gießen. Für die e r st e Kammer: Dr. Friedrich Kraft, Hofgerichtsrath zu Gießen. Wir haben das Vertrauen, daß beide Männer in obigen: Sinne wirken werden. Gießen den 20. Nov. 1849, Pas Wahlcomito des vaterländischen Vereins. Gießen. 2219) G e s ch ü f t s e r o f s n u n g. Einem verehrlichen Publikum erlaube ich mir hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich unter dem heutigen Tage das Material-, Färb-, Specerei- und Colonialwaaren-Geschäft des Hrn. Hermann Bach hier käuflich übernommen habe und dasselbe nun unter meinem Namen und für meine Rechnung fortführen werde. Durch stets gute Maaren billige Preise und eine reelle und sorgfältige Bedienung, werde ich mich jederzeit bestreben die Zufriedenheit meiner geehrten Abnehmer zu erhallen und das geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen. Gleichzeitig beehre ich mich auf mein wohlassortirtes Lager in Tbec, Gewürze ganz und gemahlen, reinster Maare, Vanille, Ananae, Punschessenz vorzüglicher Qualität, Arrac de Batavia, IInm de Jamaica, Stearinlichter, Seife, Schwämme, Mandeln Corinthen, Rosinen, Suppenteich, Maccaroni, Reis, Kaffee und überhaupt alle ins Droguen-, Specerei- und Colonial-Fach einschlagende Artikel, unter Zusicherung der billigsten Preise, aufmerksam zu machen. Gießen am 26. November 1849. Wilhelm Zurbuch 910 2086) Frankfurt a. M. Das vom Staate errichtete und von den Landständen garantirte Badische Staats-Eisenbahn- A n l e h e n von 14,000,000 Gulden ist rückzahlbar geworden durch Gewinne von 14 mal 30,000, 34 mal 40,000, 12 mal 33,000, 23 mal 13,000, 2 mal 12,000, 33 mal 10,000, Die geringste Prämie ist 42. Die nächste Ber- loosung findet am 30. Nov. 1849 statt und sind hierzu beim unterzeichneten Handlungshaus Original- loose für alle Ziehungen gültig ä 35 fl. und für die bevorstehende allein ä 1 fl. 30 fr. zu erhalten. Dieses solide Anlehen kann Jedem empfohlen werden, der Fortuna auf billige Art versuchen will. Julins Stiebet, jun. Bangnier Bureau: Wollgraben in Frankfurt a. M. Solide Männer, die eine Agentur zu übernehmen gesonnen sind, erhalten einen annehmbaren Rabatt. 2204) Gießen. Es kann ein junger Mensch, welcher die Schneider-Professton erlernen will, bei mir in die Lehre treten. Frech, Schneidermeister. 2207) Gießen. Ich zeige hiermit an, daß ich meine Wohnung verlassen habe und wohne jetzt in der Schild'jchen Wohnung am Lindenplatz. Johs. Brunner, Tapezier. A u s z u l e i h e n. 2227) Gießen. Ohngefähr 800—1000 fl. Vormundschaftsgelder liegen bis Weihnachten zum Ausleihen bereit. Ausgeber d. BlitS. sagt wo? Angekommene und abgereiste Fremden vom 24. bis 27. November 1849. 3 n den Gasthäusern. Im Rappen: Hrn. Kfl. Dobei v Capen, Danrod v. Sangeberg, Drcidel v. Weiuheim, Schütz v. Poppenberg, Winzacker v. Blumenroth, Keim v. Alsfeld, Keßler v Aschaffenburg u. Gehmann v. Frankfurt. Hr. Bracker, Geom. v. Landau. Hrn. Kfl. Stern v Frankfurt, Knpriin v. Als- ftld ».Küchenmeister v Hanau Mad Pctite - Larusch v. Speier u. Steinhäuser v. Darmstadt Hrn. Kfl Brickc v. Mainz, Encke v. Hanau u. Kalkbrenner v. Erlangen. Hr Theodold Prakt Arzt v. Bergen Hr. Glaubrecht, Privatm. v. Schweinfurt Hrn. Kfl. Jansen v. Mannheim. K.ippstcin v. Groß-Busch, Stern v. Vöhl, Flörsheim o, Frankfurt, Eisenmann v. Berlin, Königberger v. Münster, Landau v Camberg u. Blauer-Louis v. Annäberg. im Einhorn-. Hrn. Kfl Wandhard v. Cassel ». Lenz v. Offenbach Hr. Clarus, Jnst.-N v Frankfurt Erm- hardt, Dir. v. Coblenz. Hr. Kilian, Hüttenbes v. d. Kilians ■ Hütte. Hr Keudel, Stud v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Deichmann v. Leipzig u. Reich v. München "Hr. Schramm, Buchhndlr. v. Mannheim. Hr. Birnbaum, Stud v Cöln. Hrn Kfl. Neuburger v. Ulm, Schmelder v Frankfurt u. Schmitt v. Braunschweig. Hr. v. Stein, Offiz, v. Bonn. Hr. Wirths, Kfm. v. Cöln Fr Deibel v Gladenbach. Hrn. Kfl. Brand u. Pfeiffer v. Frankfurt u. Strauß v, Laubach. im Prinz Carl-. Hrn. Sped. Borger v. Offenbach u. Rapp v. Hatzfeid. Hr. Hähr, Uprenhdlr. v. Rheinach. Hr. Gescheidt, Schreiner v. Butzbach. Hr Reim, Oecon. v. Altenstadt. Hr Wetter Schneider u Hr Robert Schlosser v. Frankenbach. Hr. Eckhardt, Oecon. v. Echzel. Hr. Dietz, Kfm. v. Winbecken. Hr. Wagner, Samenhndlr. v. Gön- ningen Hr. Mosser Kfm., Hr. Mayer Privatm. u. Hr, Hirsch Mechanik, v. Mannheim. Hr. Weiß, Metzg ». Schotten, Hr. Eberhard, Bürgerm. v. Echzel. Im Darmstaedter Haus: HlN. Gkschästsl Medeks- bach v Gladenbach, Geil v. Michelstadt, Engelhard v Bntz- bach u. Rüdi ger v. Tyrol Hr. Schmidt, Lieut. v. Stutt- gardt. Hrn. Geschäfts! Ditschler v. Büdingen u Eschle v. Fortwangen. Hr Worret, Musik, v. Worms m. 6 Coes. Hr. Bröckel, Geschästsm. v Niederkrumbach. Hr. Herbert, Schrifts. v. Darmstadt. Hrn. Geschäftsl. Georg v. Mainz, Klepp v. Oberrüffel, Bolz v. Kleineichen, Stahl v. Wellenau, Simon v. Gladenbach u. Bauer v. Frankfurt Im Stern Hr. Jung, Steinh v. Solbach. Hr. Hir- zel, Musik, v. Preßnitz >n. 2 Begleiterinnen. Hr Storch, Privatm. v. Langsrod. Fr März v Wohnfeld. Hrn. Fuhr!. Weimer v. Marburg, Paul u. Arzt v. Sachsenberg. in der Sonnet Hrn. Handels!. Kreuzburg v. Erdhaufen, Lenz v. Niedcrohmen u. Oliander v. Sellnrod. Hr. Traum, Fuhrm. v. Sellnrod. Hrn Oecon. Mohr v. Oberohmen, Lehr v. Riederohmen u. Languhr ö; Oberohmen. Hr. Hattenberg, Seifensieder v. Dädenroth. In den Privathäusern. Bei Hrn. Prof. Schäfer: Fr. Geh. Ober - Finanz-R. Biersack v. Frankfurt, — Bei Hrn. Forstmstr. v. Buseck: Hr. u. Frl. v. Buseck v. Butzbach. — Bei Hrn. Stadtrichier Muhl: Frl. Muhl v. Haarhausrn, — Bei Hrn. Ferd. Hol- berg: Fr. Hirschhorn v. Friedberg — Bei Hru. Schullehrer Cuschmann : Frl. Wilhelm v. Monsheim. — Hei Hrn. Bäckermeister Keil.■ Fr. Deimer v. Büdingen. — Sämmtliche zu den bevorstehenden Landtagswahlen erforderlichen Formulare halte ich stets vorräthig und sind dieselben auch auswärts bei folgenden Agenten zu beziehen: Kaufmann Henrici in Grünberg. Buchbinder Pfeil in Biedenkopf. Gemeindeeinnehmer Klip- stein in Böhl, Buchbinder Dietz in Lich. Buchbinder Seibert in Hungen. Buchbinder Cellarius in Schotten und Gemeindeeinnehmer Klippel in Gladenbach. G. D. Brühl I. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.