Anzeigeklatt der Stadt Md des Regierungsbezirks Gieren. jts. 9a. Sonnabend -en 24 November 18NV. "3oftauS?tinff449nftj4 ,yL®2?ät:<®ic"fl1a9 unbr'$0?1a6?,1'b- ™ Stciä beS 3-chrqan-is für Einheimische 1 ff. 30 fr., für AuSwürt-q- incl. ffottanfichlag 1 ff. 42 fr. - Auswärts abonnirf man stch bei affen Postämtern. In Gießen bei der Erxedition (Canzleiberg Lit. B. >Jir.i.) - ElnrnckungSgebuhr für die gesxaltenc CorpuSzeile 2 fr. Amtlicher TheLl. aus dem Gr Regierungsblatt. Rr. 68 vom 17. November 1849. 3n6aIf: Entwickelung der inneren Verfassung der evangelischen Kirche des Großherzoqthumö fr h.L”«nn,Ä>tBaC<,Un.8' vauptergebnisse der Rechnung der Staats - Asseeuranzanstalt ssnr die Stellaer- £et“ßn0 öon,.£m Musterungs- und Zlehnngöfahr 1848 betr.; — 3) Bekanntmachung, den Solr rclstarif für die Großherzoglichen Domanialwaldungen betr ; — 4) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der Um- der Gemeinde Queck für 18 49 betr.; — 5) Bekanntmachung, die Aufstellung eines Supplemcntär-Vor- Äimr6 Ut Geniemdc Dalsheim für 1849 belr.; - 8) Bekanntmachung , die Nichterhebunq eines Thecks 1849 Sr9™ aae der Gemeinde Langenbrombach, Fürstenauer Seits, im Regierungsbezirke Erbach/ für 1849 betr.; — 7) Dienstnachnchten; — 8) Concurrenzeröffnungen. 0 5 vlvulv' ,ut Werovdrrung, bte zeitgemäße Entwickeluilg der inneren Verfassung der evangelischen Kirche des Groß^ herzogchnms betreffend. U D W I G III. Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. In Unserem Edict vom 25. März vi I. und in der Verkündigung vo n 16. August v. I. haben vorgeznchnet, w eine zeitgemäße Entwickelung der inneren Verfassung der evangelische Kirche des Großherzogthums zu Stande gebracht werden soll. Die hiernach gebildete Commission L sich am Ende des vorigen Jahres vertagt und ihre Referenten mit näherer Ausarbeitung mebrercr Tbeilc des Entwurfs beauftragt, um diese Arbeiten, nachdem sie von Unseren Behörden in Erwägung n weiterem Zusammentritt schließlich zu beraihen. Diese Arbeiten sind eingelangt. blnscre Behörden sind' teL* *"***?» a*v«**. * ww m*4>, ,m»,«& Lidchü»;/di T« iS*” P,«m gemäß, w,i„. /u «rrf-hrru Da indessen auf diesem Wege, der auf cm wohlerwogenes, mit dem Ganzen des öffentlichen Lebens 'm Einklang stehendes, gedeihliches Resultat berechnet ist, nicht zu erwarten steht/ daß die neue Versassu a so bald zu Stande kommen werde, als Wir es wünschen, und das Bevürfniß einer zeitaemästeren Gestaltung der kirchlichen Verhältnisse um so mehr lebhaft empfunden wird, je deutlicher der MangU wirksamer Rclig 0^ I »7» ÜWVWK» *,» N*» Wir NWI*. Mi-Id VeSKÄ -- l-ff-», «™ -«durch d-m Kiifen Brdiirsuiffr mlgrgm zu fommen, i« 884 Synode zugleich vorzubereiten und eine für das Verfassungswerk heilsame Gelegenheit zur Sammlung prac- tischer Erfahrung in freierer Einrichtung des Kirchenwesens zu eröffnen. Wir haben Unser Ministerium des Innern beauftragt, eine specielle Darlegung der Motive zu veröffentlichen. Indem Wir erwarten, daß die evangelischen Einwohner des Großherzogthums mit christlichem Sinne die von Uns beabsichtigten vorbereitenden Aenderungen zum Besten der Kirche benutzen werden, haben Wir verordnet, und verordnen wie folgt: Erster Abschnitt. Bon den Kirchenvorständen. §. 1. In allen Gemeinden, welche nach Art. 1 des Edicts vom 8. Juni 1832 über Organisation der Kirchenvorstände eigene Kirchenvorstände besitzen, sind dieselben nach folgenden Vorschriften neu zu bilden. §. 2. Ständiges Mitglied des Kirchenvorstandes ist der das Amt selbstständig verwaltende Geistliche der Gemeinde. Hat dieselbe mehrere Geistliche, welche zu bestimmten geistlichen Amtsverrichtungen und nicht blos zur Aushülfe verpflichtet und ordinirt sind, so sind diese sämmtlich ständige Mitglieder des Kirchenvorstandes. Während der Erledigung einer Pfarrei tritt derjenige Geistliche in den Kirchenvorstand ein, welchem von der vorgesetzten Behörde deren Verwaltung übertragen wird. Versieht ein Geistlicher, welchem ein Vicar beigegeben ist, noch einen Theil der Amtsgeschäfte auf eigene Verantwortung, so kann nur er oder der Vicar nach Bestimmung Unseres Oberconsistoriums Mitglied des Kirchenvorstandes sein. z. 3. Die unständigen Mitglieder des Kirchenvorstandes (Kirchenvorsteher) werden aus den Mitgliedern der betreffenden Gemeinde entnommen, und durch Wahl nach der Vorschrift dieser Verordnung berufen. §. 4. Die Zahl der Kirchenvorsteher richtet sich nach der Größe der Kirchengemeinden und soll, wenn die Kirchengemeinde nur Eine politische Gemeinde begreift, bestehen bei Kirchengemeinden mit: 1) einer Bevölkerung von 2000 Seelen und darunter aus . . 6 Mitgliedern, 2) über 2000 bis 6000 aus 9 „ 3) „ 6000 „ 12 - §. 5. Besteht die Kirchengemeinde aus mehreren politischen Gemeinden, so sind die Kirchenvorsteher in folgender Art zu vertheilen: 1) Gemeinden, welche weniger als 200 Seelen zählen, sind hinsichtlich dieser Vertheilung anderen benachbarten Gemeinden zuzusügen. Es hat über diese Verbindung der Decan im Einverstänbniß mit der Regierungscommission, im Falle der Meinungsverschiedenheit Unser Oberconsistvrium zu entscheiden. Auch Gemeinden, welche mehr als 200 Seelen zählen, kann, auf besonderes Verlangen, wenn die Mehrzahl der Stimmsähigen in den betheiligten Gemeinden sich dafür ausspricht, die Verbindung mit anderen Gemeinden gestattet werden. 2) So oft eine politische Gemeinde, oder ein nach Nr. 1 gebildeter Verband 200 Seelen enthält, so oft ist aus diesen ein Kirchenvorsteher zu wählen. 3) Steigt hierdurch die Zahl der Mitglieder über 12, so ist anstatt der Zahl von 200 eine um so viel höhere zu Grund zu legen, als erforderlich ist, damit die Zahl der Mitglieder 12 nicht übersteige. Ueber die Zahl 300 soll jedoch nicht hinausgegangen werden. 4) Wenn nach diesen Bestimmungen die Zahl von 12 Mitgliedern überschritten werden müßte, so bleibt besondere Verfügung Vorbehalten. 5) Die hiernach gebildeten Verbände, beziehungsweise die einzelnen politischen Gemeinden haben die ihnen zugetheilte Zahl von Kirchenvorstehern für sich zu wählen. Es sind aber die besonders gewählten als Vertreter der gejammten Kirchengemeinde anzusehen. 6) Wird nach diesen Bestimmungen die Zahl der Mitglieder, welche der Kirchengemeinde, nach ihrer gesammten Seelenzahl, gemäß dem §. 4 zukämen, nicht erreicht, so sind die übrigen Mitglieder ohne Rücksicht auf den Wohnort in einer oder der anderen der zugehörigen politischen Gemeinden durch das gesammte Kirchspiel zu wählen. , ,, §. 6. Haben Abtheilungen des Sprengels eines Geistlichen besonderen Gottesdienst, so ist für jede dieser Abtheilungen und durch dieselbe ein besonderer Kirchenvorstand zu wählen. Vereinigen sich diese Abtheilungen zugleich zu gemeinschaftlichem Gottesdienst, oder sind sonst, von unserem Oberconsistorium als erheblich anerkannte, gemeinsame, kirchliche Interessen vorhanden, so ist auch> em gemeinsamer Kirchenvorstand zu bestellen. Die Wahl der in den gemeinschaftlichen Vorstand cintretenden yxw glieder geschieht durch die besonderen Vorstände. (Forts, folgt.) 885 Offizielle Nachrichten Ferber, 4. für den III. 2. 3. für denselben für den II. II II ff ff ft ff ff ff ir ft ft n ff ir 6. 7. 8. 9. 10. II II II II II II II u II II II n Dienstnachrichten. Am 25. October wurde der von dem Herrn Grafe» zu Erbach-Fürstenau auf die zweite evangelische Pfarrstelle zu Beerfelden, im Regierungsbezirke Erbach, präsentirte Mitprediger Carl Ludwig Netz zu Beer« selben für diese Stelle bestätigt und am 26. October dem Schulviear Georg Rudershausen zu Odernheim, im Regierungsbezirke Mainz, die katholische «chullehrerstellc da« selbst übertragen. Am 27. October wurde der quiescirte Friedensrichter Franz Kaiselreiter zu Bingen als »Honorar-Friedensrichter» zum Ergänzungsrichter bei dem Frie« densgerichte zu Bingen ernannt. Am 2. November wurde dem Schulviear Philipp G ö tz zu Oppenrod, im Regierungsbezirke Gießen, die evangelische Schullehrerstelle daselbst und am 5. November dem Schullehrer Johann Schwarz zu Alzep die erste evangelische Schullehrerstelle zu Gimbsheim im Regierungsbezirke Mainz, sowie dem Schullehrer Joh. Thomas August Zimmer zu Gimbsheim die erledigte Knaben« und Mädchenlehrerstelle dritter Klasse an der Communalschule zu Alzep, im Regierungsbezirke Mainz, übertragen. An demselben Tage wurde der Steuer-Commiffär Carl Tenn er zu Darmstadt zum Steuer-Commiffär für den Steuerbezirk Langen ernannt. Concurrenz-Eröffnungen Erledrgt find: die reror« mirte Pfarrstelle zu Hammelbach, im Regierungsbezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalt von 602 fl.; — die evangelische Schullehrerstelle zu Wallenrod, im Regierungsbezirke Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalte von 368 fl. einschließlich der Entschädigung für Heizung des Schullocals - die Stellen eines Steuercommiffärs in den Steuerbezirken Darmstadt und Grünberg; eoneurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen bei der Großh. Oberstenerdirection anzumelden. für den VIII. für den IX für den X. für den XI. Weigel, Bernbeck, Engel, Schmand, Dieterich, Steinberger,. Kliebe, Menkel. Über die erste Sitzung des Bezirksraths für den Regierungsbezirk Gießen vom 20. November 1849, Anfang der Sitzung ,10^ Uhr. Anwesend' die Mitglieder der Regierungs-Commission Reg.-Rath Küchler und Reg.-Rath v. Willich, sowie 10 Mitglieder des Bezirksraths. 5. für den IV. für den VI. Der Abgeordnete vom V. Wahldistrikt Lindenstruth, hatte sich noch nicht eingefunden, und derjenige vom VII. Wahldistriet Franziskus hatte sich, nach der Mittheilung Gr. Regierungsraths Küchler, entschuldigt, ebenso ber Regierungs-Commission ersuchte das älteste Mitglied des Bezirksraths, Weigel aus Kleinlinden, die Verhandlungen der Versammlung bis zur Wahl eines Präsidenten zu letten. 4) unter Leitung des Alterspräsidenten Weigel, wurde zur Wahl emes Präsidenten geschritten, wöbet der Abgeordnete des I. Wahldistriets Hillebrand von Gießen 5 Stimmen erhielt 5) Unter Leitung dieses Präsidenten wurde zu dessen Stellvertreter der Abgeordnete des IX. Wahl- distrikts Steinberger mit 7 Stimmen erwählt. , _ . r . 61 fand sich der Abgeordnete vom V. Wahldistriet Lindenstruth m der Sitzung em und wurde sofort 7) unter Leitung des Präsidenten der Abgeordnete des VIII. Wahldistriets Dieterich nut 7 Stimmen zum Schriftführer gewählt. , , , , _ , ,, . 8) Remerungsrath v. Willich las die vorige Geschäftsordnung vor, wobei sich ernrge Debatte entspann. Steinberger beantragt im §. 12. der Geschäftsordnung die Worte: „sobald es verlangt wird" zu streichen, welcher Antrag zur Abstimmung gebracht und durch Majorität angenommen wurde. 1) Von dem Gr. Regierungsrath Küchler wurde durch eine kurze Anrede an die versammelten Mitglieder des Bezirksraths die Sitzung eröffnet. 2) Erschienen waren: . ,,, , 1. für den I Wahldistriet der Abgeordnete Hillebrand, 836 9) Dieterich macht einen Antrag über Publikation der Berachungen und nach längerer Debatte wurde einstimmig angenommen, daß die Protokolle abgekürzt durch den Druck veröffentlicht werden sollen und will Reg-Rath Küchler dieserhalb das Nöchige besorgen. ’ lO) Wurde zur Wahl der Ausschüsse geschritten und durch schriftliche Abstimmungen gewählt: a) zum ersten Ausschuß, (Finanzausschuß:) !■ Ferber mit 9 J 2. Bernbeck u 9 ! Stimmen. 3. Steinberger „ 5 ) b) zum zweiten Ausschuß, (Gemeindeangelegenheiten:) 1. Kliebe mit 8 i 2. Engel n 7 Stimmen. 3. Dieterich » 6 ) 2. Steinberger n Stimmen. 3. Engel u 8 7 (Dieterich und Lindenstruth waren gleichbesiimmt und entschied das Loos für Dieterich.) c) zum dritten Ausschuß, (Petitionsausschuß:) 1. Ferber mit 8 1 4. Lindenstruth„ 5 ) (Lindenstruth und Bernbeck waren gleichbestimmt und entschied das Loos für Ersteren.) d) zum vierten Ausschuß, (Wahlausschuß:) 1. Dieterich mit 7 J 2. Ferber » 6 > Stimmen. 3. Kliebe » 6 ) 11. Wurden von der Regierungs-Comm. die Acten, worüber der Bezirksrath Beschlüsse zu fassen hat, dem Präsidenten übergeben, auf das ipr von der Obersteuer-Direction zugckommene Schreiben „Aufstellung eines Rentenkatasters in Lich betr." nebst Anlagen verlesen und, da von Seiten der Reg-Comm. die Vorlage der Acten beim Bezirksrath abgelehnt wurde, besonderer Anträge von Steinberger vorbehalten. Sofort wurde zur Tagesordnung verwiesen. An den I. Ausschuß: a. Büreaukosten von Gonterskirchen. b. Dcßgl. von Frcienseen. c. Deßgl. von Ruppertsburg. An den II. Ausschuß: a. Gesuch des Joseph Joseph von Allendorf a. d. Lda. um ortsbürgerliche Aufnahme dahin: b. Gesuch des Nicolaus Wendel von Gartenbach, Kurfürstenthum Hessen, um Aufnahme als Ortsbürger nach Gießen; c. Gesuch des Johs. Schäfer von Villingen um Aufnahme als Ortsbürger nach Altcnbuseck. An den IV. Ausschuß: die Ersatzwahlen. 12) Es wurde bestimmt, daß täglich nur eine Sitzung des Bez.-Raths stattfinden und solche Vormittags um 9 Uhr beginnen solle. 13) Schluß der Sitzung gegen 1 Uhr. Zur Beglaubigung der Vorfitzcnde: der Schriftführer: Ur. Hillebrand. Dieterich. Polizeiliche Bekanntmachruigen. Das Gesuch der Grundbesitzer der Gemeinden Battenfeld und Allendorf B. B. int Regierungsbezirk Biedenkopf, um Erlaubniß zur Erhebung einer Collecte wegen eines in diesen Gemarkungen stattgchabten Hagelschlags. 2)611 Gemeinden Dattenfeld und Allendorf bei Battenberg bat Gr. Ministerium des Innern in Rücksicht darauf, daß durch einen am 3. Juni l. I. staltgehabten Hagelfchlag die Erndte in diesen Ge- 887 markungen fast gänzlich vernichtet worden ist und daß es vielen Angehörigen dieser an sich armen Gemeinden nicht allem an Wnitervorrakhen, sondern namentlich auch an der nöthiqen Saatfruchl zur Be- stellung ihrer Aecker und an den Mitteln, solche einzukaufcn, fehlt, die Erhebung einer Collecte an Geld und Naturalien in der Provinz Oberhessen gestattel und die Gr. Regierungscommission zu Biedenkopf mit der oberen Leitung der Erhebung und Verwendung der eingehenden Unterstützungen beauftragt. ™ "u.n nach einer besonderen Mittheilung der gedachten Gr. Regierungscommission in den beiden Gemeinden die diesjährige Kornerndte ganz, die Heuerndte zum größten Theil vernichtet ist, so wird dieses hockst betlagenswerthe Ereigniß die mildthätigen Bewohner unserer Stadt gewiß bestimmen, durch Ein- zeichmmg von Beitragen in die herum getragen werdenden Subscriptionslisten, die traurige Lage unserer Mitbürger einigermaßen lindern zu helfen. a a 1 lieber die eingehendm Unierstützungen wird demnächst öffentlich Rechnung abgelegt werden. Gießen am 21. November 1849. Der Großh. Bürgermeister In dessen Verhinderung Der Beigeordnete ________ Rühl. Die Ausnahme der Bevölkerung in dem Großherzogthum Hessen. , Da die Aufnahme der Bevölkerung (Volkszählung) auch dahier mit dem 3. December l. I. beginnen soll, so ersuche ich alle hiesigen Einwohner, den mit diesem Geschäfte Beauftragten jede daraus bezügliche Auskunft zu ertheilen. ' Gießen am 23. November 1849. Der Großh. Bürgermeister In dessen Verhinderung Der Beigeordnete Rühl. Gefundener Gegenstand. ^.^^6iockchen ist gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 23. November 1849. Besondere Bekanntniachung. 2166) Butzbach. Katharinenmarkt zu Butzbach. Der diesjährige Katharinenmarkt findet nicht wie in den Landkalendern angegeben ist, Sonntag den 25., sondern Montag den 26. d. M. statt. Butzbach den 13. November 1849. Der Bürgermeister Kauß. Versteigerungen. 2131) Gießen. Montag den 3. December d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus auf freiwilligen Antrag der Erben des verstorbenen Amtsdieners Konrad Schneider dahier die denselben zustehenden Immobilien, als: Grundb. lUKlftr. Vi186 10 Hofraithe in der Kühgasse, 26/5o 104 Acker am obersten Riegelpfad, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 12. November 1849. Der Beigeordnete Rühl. 2187) Gießen. Dienstag den 27 November l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen die UnterhaltungSarbcilen an dem Vicinalwege von Gießen nach Heuchelheim, bestehend 1) in Steinklopfen, veranschl. zu 39 fl. 12 fr. 2) in Handarbeit, „ „ 18 „ — „ Summa 57 fl. 12 fr. auf dem Rathhauje dahier an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen den 20. November 1849. I. V. d. B. der Beigeordnte R ü h l. 888 2054) Gießen. Montag den 17. Decemb. d. I., QlKlftr. Grundb. Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus nachfolgende, die dem Wirth Euler dahier zustehenden Immobilien als: 43 1224 4 225 23/ /71 66 Hofraithe in der Sandgasse, 34 Grabgarten daselbst, 484 Acker auf den Laufertsrvdcr Weg, 135 Acker zwischen dem Stadtgut und großen Grasweg, 238 Acker am Schlangenzahl au 'dem Aulweg, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 29. Oct. 1849. Der Beigeordnete Rühl. 2210) Gießen. Donnerstag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen auf der Lahnbrückenbaustelle dahier, eine Par- thie Maurer- und Zimmerwerkzeuge, hölzerne Räder und Walzen mit eisernen Aren und Zapfenlagern einige Fässer, Eimer, Säcke, Tische, Stühle Schränke re. ferner circa 100 Gentner Guß und Schmiedeeisen, bestehend in Aren, Zapfenlagern, Bänder, Rollen, Schrauben re., sodann eine bedeutende Quantität noch brauchbaren Bauholzes und Bohlen, ferner das auf benannter Baustelle befindliche Magazinsgebäude, nebst Schuppen, sowie endlich die an der alten Brücke liegende Nähe an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Steigbedingungen, sowie das Verzeich- niß der Gegenstände liegen im Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen den 20. Nov. 1849- Der Großh. Kreisbaumeister des Baubezirks Gießen Holzapfel. 2186) Gießen. Montag den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die den Gebrüdern Arnstein dahier zustehende Immobilien, als: Grundb. □SUftr. 76S6 10 Hofraithe in der Sonne, y74g 3 Hofraithe daselbst mit Grund, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 22. November 1849. Der Beigeordnete Rühl. 2201) Gießen. Versteigerung von Holzfuhren zu Gießen. Samstag den 24. November l. I., Vormittags 11 Uhr, sollen die Holzfuhren für die Besoldeten und für das Magazin pro 1850 auf dem hiesigen Rathhause öffentlich versteigert werden. Gießen am 20. November 1849. Der Bürgermeister I. d. V. der Beigeordnete Rühl. 2189) Hausen. Freitag den 30. November l. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die Lieferung von circa 7% Malter Schulbesoldungsfrucht auf der Bürgermeisterei zu Hausen öffentlich wenigstnehmend versteigert werden. Haufen am 22. November 1849. Der Bürgermeister Dern. 2206) Wieseck. Verkauf einer Hofraithe nebst Grundstücken. Die jetzigen Besitzer, die Gebrüder Weller, sind Willens ihre an der Chaussee von Gießen nach Marburg gelegene Hofraithe, den sogenannten Wellersburger Gasthof, bestehend aus: 1) einem zweistöckigen Wohnhause, welches 8 heizbare Zimmer, Küche und Keller enthält; 2) einer großen geräumigen Scheuer, in welcher sich Stallung für Pferde und Rindvieh befindei; 3) einem ganz neuen Nebengebäude, welches 2 heizbare Stuben und Stallung mit einem großen Heuboden enthält, und mit einem Keller; 4) einem Backhause und einem schönen Gemüsegarten am Hause, sowie aus 4% Morgen Wiesen und 11 Morgen Ackerland, letzteres ist meifientheils um den Hof gelegen — im Termine Montag am 10. Deeember 1849, des Nachmittags um 1 Uhr, auf hiesigem Rathhaus der öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Sollten sich Liebhaber zum Ankäufe vor dem Versteigerungs-Termin einfinden, so wird solches vor der Versteigerung öffentlich bekannt gemacht werden. Noch wird bemerkt, daß die Hofraithe sowohl, als auch das Gut sich in einem guten Zustande befindet. Da die Hofraithe an einer Hauptstraße liegt, ungefähr % Stunden von Gießen und 2/4 Stunde von Wieseck, so eignet sich dieselbe vorzüglich zum Betreiben einer Wirthschaft, Oeeonomie, Fabrik re. Kaufliebhaber sind, unter dem Bemerken eingeladen, daß der Kaufschilling in drei Terminen entrichtet werden kann. Wieseck den 23. November 1849. Im Auftrag Der Gr. Bürgermeister Seibert. 889 2129) Gießen. Mittwoch den 28. November d. I., und die folgenden Tage, werden diejenigen Gegenstände, welche wegen rückständiger herrschaftl. Gelder für das hiesige Großh. Rentamt, sowie für Großh. Rentamt Gladenbach, und für die Königl. Preußische Rentei Wetzlar gepfändet worden sind, auf hiesigem Rathhause meistbietend versteigert. Die gepfändeten Gegenstände bestehen aus mehreren Pferden, Kühen, Wagen und verschiedenen Mobilien, worunter sich ein schönes Billard befindet. Gießen den 6- November 1849. Der Gr. Domänenbote Dauernheim. 2183) Langgöns. Holzversteigerung im Langgönser Gemeindewald. Dienstag den 27. November I. I., von Bormittags 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, District Fich- teubaum, Neuwiese und Jungenmark, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 3 Stecken Eichen-Scheidholz, 2 „ u Prügelholz, 13 u Kiefern-Prügelholz, 1% „ Eichen-Stockholz, 26‘/4 ,, Kiefern-Stockholz, 50 Wellen Eichen-Reishol, 100 ii Birken-Reisholz, 700 ii Kiefern-Reisholz, 1 Eichen-Baustamm von 27’4 Zoll Durchmesser und 36 Fuß Länge, eignet sich zu Krümmlingen für Müller, 60 Nadelholzstämme zwischen 5 bis 9 Zoll Durchmesser und 10 bis 40 Fuß Länge, 1000 Stück Nadelholz-Stangen zu Lciterbäuuien und Baumstangen sich eignend, und 3000 desgl. Bohnenstangen. Der Anfang wird im Jungenholz beim Gärtchen gemacht. LanggönS den 20. November 1849. Der Bürgermeister Sern. 2209) Gießen. Montag den 26. November, Mittags 2 Uhr, wird auf dem Pimper'schen Zimmerplatz amNeucn- wegerthor altes noch brauchbares Bauholz, sowie Zimmerspäne Haufenweise gegen baare Zahlung versteigert. Feilgeboten. 2198) Gießen. Mein vollständiges Lager von Leinen und Gebilden, bestehend in ächter Bielefelder, Böhmischer, Schlesischer und inländischer Hausmacher-Leinen, Bielefelder Tafel- und Tischgedecken, mit und ohne Servietten, in Damast- und Trillqualität, Küchenhandtüchern in Leinen und Hanf, feine Trill- und Damast- Sorten, Bielefelder Thee-Servietten, Bielefelder und Schlesischen Taschentüchern, Bettzwillchen, Barchenten und Ueberzugszcugen, ungebleichten Sackzwillchen und Sackleinen, auch fertigen Frucht- und Mehlsäcken, Hausmacher-Leinen, Wattir-Leinen, Futter- Leinen, Schock-Leinen und Pack-Leinen, bringe ich hiermit unter Zusicherung der billigsten Preise in empfehlende Erinnerung. L. JahreiS am Markt. Nachschrift. Da jetzt so häufig auf unredliche Weise Gewebe von Leinen und Baumwollengarn gemacht und für rein Leinen ausgegeben und verkauft werden, wodurch selbst das Vertrauen zu jedem Redlichen geschmälert wird, so fand ich mich veranlaßt, mich nicht nur mit Bürgscheinen meiner Fabrikanten, sondern auch mit einem chemischen Mittel zu versehen, womit in Gegenwart meiner verehrlichen Abnehmer die Leinen gekocht werden und man sich von der Acchtheit derselben überzeugen kann Der Obige. 2208) Gießen. Eine sehr schöne Auswahl in Seide und Banmwvllsammt, Thibet, Orleans, Lustre, Leinewand, Seide- und Baumwoll-Tüll, Monsseline in verschiedenen Farben, seidene und baumwollene Foulards, Lama, sowie Bieber in Wolle und Baumwolle bei F. Holberg, am Kirchenplatz. 2188) Gießen. In Lit. B. Nr. 102 stehen zwei frischmelkende Kühe, die eine mit Kalb, die eine ohne Kalb zu verkaufen. 2200) Gießen. Dresdener Chocolade, Perlen-, Blumen- und Pecco-Thee, letzteren mit und ohne Blüthe, schwarze und grüne Theespitzen, sind in vorzüglicher Qualität angekommen bei L. Jahreis. 2194) Gießen. Ich mache dem verehrlichen Publikum bekannt, daß ich alte und neue Kleider, als: Röcke, Kaputzen, große und kleine Hosen, Westen, lederne Reithosen und Stiefel verkaufe. Frech, Schneidermeister. 890 2199) Gießen. Alle Sorten Englische Strickwolle, Halbwolle (Vigonia) und Baumwolle, auch ungebleichte und farbige Webergarne empfiehlt L. Jahreis. 2203) Gießen. Fünf Stück Schaafe, sowie auch zwei % Jahr alte, gut gemästete Schweine, find zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausgeb d. Bl. 2202) Gießen. Mein aufs beste assortirtes Möbellager, bestehend in Canapes, und Stühlen, Causes, Secretärs, Schiffoniers, Glasschränken, Bettladen, Nachttischen, runden Theetischen, Arbeitstischchen, Armsesseln empfehle ich zu billigen Preisen. H. Hochstätter. Zu vermiethen. 2190) Gieß en. Eine ganz neu hergestcllte Familienwohnung, welche sogleich bezogen werden kann, ist zu vermiethen bei F. Koch's Wtw. 2193) Gießen. Claviere von gOctaven sind billig zu vermiethen oder zu verkaufen bei H. Marguth, Lit. A. Nr. 18. 2130) Gießen. Mein neu erbautes Hinter- terhauS, bestehend aus 3 Stuben mit 2 Cabinetts, 2 bis 3 Kammern, Bodenraum, Holzstall, Keller u. s. w., sehr bequem und auf's Freundlichste eingerichtet, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. L. T. Felsing, Marktplatz. Frucht- und ViktualisupreLse Viktualienpreise -e- pt erS?» Fleischtaxe Bsodtaxe. «9 & ® 8 Sj kr.lps. kr/Pf. fr.'Pf. per Pfund fr. Pf. N 12: Marktpreise kr. Pf. 20 NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem »on derselben Gattung bestehen, u> SRrittlh 1/* n zn4l 'IfrnhnvtJrtH AaaS 1 SDfk < (tnlh 11ä itt /i f OÄufa Mehl Grünberg ) ßK. |®. ) 1 - 45 | 1 13 , 16 16 14' 20 16 20 16 16 6 16 17 4 8 kr.chf. n.“ä fc 8; — 11) — 8i — kr.Ipf. 11' — 9 2 9 — 7 — 10 2 9 — i Waizen - a 8 Kornmehl besteh. 12: 9 8 8 12 9! NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Pfund K. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth aus macht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. _________F r t p r eis e.___ 4 2 9 — 7 2 6 — Grün berg 5 „• | Laubach, v. 15. Aug Butzbach den 31. Au Pf. — Pf. — kr. kr. kr. Pf fr. Pf. — -- — _ — t 1 4 •A-* 8 — 8 — 8 — 8 — — — — —•— 4 3 — — — — 9 2 9 2 _ — Q L. Q Q Q — — — — — — 5 — 5 2 — — 6 — kr. Pf. fr. Pf. kr. Pf. kr. Pf. ■■ am ■V TW* x*n ■a* — — — — — — -- — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — -— — — 1— —■ — — — — —- — — —* — — — — — Glegen j 22. November. | lvrunverg ; 17. November. 1 Lich 1. Novbr. Friedberg 14. November. Mainz Marburg 19 Oct. M a t t e r. Mött Pf. ff. 1 fr Pf. 1 ff. 1 fr. I1LLL kr. Pf-, fl. kr. Pf. 1 fl. kr. fl. | fr. 200 6 j 45 200 6 1 45 - 7 — — 6 30 200 7 33 — — 200 5 10 190 5 j 30 — 5 — — 4 56 200 4 49 — -— 170 4 I — 170 4 — — 4 — — 3 50 200 4 3 — — — 2 45 — 2 42 - 2 40 — 2 48 200 3 20 — — ■— — - ’— ' ■" - 4 — —— — 1 — ----------- ! -- —' — - — — — — — — — 1 6 — — ------------ 1 — — — — (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu M 93. des Anzeigeblattes Vermischte Nachrichten. 2170) Gießen. Neue holländische Häringe, desgl. Sardellen, Limburger- und Schweizer-Käse, Rum, Arrac, Nordhäuser Fruchtbrandwein, Senf Düsseldorfer, Punsch-Essenz rc. empfiehlt I. G. Appel in Gießen. 2172) Hohensolms. Die hiesige Gemeinde har 200 bis 240 auf guter Abfahrt befindliche, ganz gesunde eichene Bau- und Nutzholz-Stämme, von 15 bis 50 Preuß. Fuß Länge unv 20 bis 120 Cubikfuß hallend, aus freier Hand zu verkaufen, wozu sich Kaufliebhaber an den hiesigen Vorsteher Netz wenden wollen. Hohensolms den 5. November 1849. Der Kreisförster Bauer. 2171) Gießen. Braunschweiger Flachs empfiehlt I. G. Appel in Gießen. 2192) Gießen. Pnrgerclub. Durch den Austritt einer größeren Anzahl Mitglieder ist es nach Ansicht des Vorstandes nicht möglich, den Bürgerclub in der bisherigen Weise aufrecht zu erhalten und es werden deßhalb Alle Dlejenigen, welche sich für Erhaltung des Bürgcr- clubs, wenn auch in verändeter Weise, interesstren, aufgefordert sich zu einer Berathung, Donnerstag den 29. November, Abends 8 Uhr, im Locale des Bürgerclubs bei Wirtb Heß in der Brandgasse einzufinden. Der Vorstand. 2197) Grünberg. Zeichen-Schule für Barchandwerker in Grünberg. Um einem in hiesiger Gegend allgemein gefühlten Bedürfniß abzuhelfen, soll in hiesiger Stadt eine sonntägliche Zeichen-Schule sür angehende Bauhandwerker, welche sich zur Meisterprüfung vorbereiten wollen, errichtet werden, in welcher dieselben unentgeltlichen Unterricht im Zeichnen, Rechnen, Geometrie u. dgl. erhalten sollen. Diejenigen, welche an diesem Unterricht Theil zu nehmen wünschen, wollen sich möglichst bald und längstens bis zum 30. November persönlich bei dem Unterzeichneten oder im Falle der Abwesenheit desselben bei Herrn Accessisten Busch dahier melden. Grünberg am 20. November 1849. Der Gr. Kreisbaumeister daselbst Noak. NB. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, Vorstehendes im Interesse ihrer Ortsangehörigen möglichst bekannt, machen zu lassen. 2205) Gießen. Rheinische Plechmuftk. (Sextett.) Sonntag den 25. d. M. PwdmetiVR einer Abtheilung des Musikcorps vom Großh. Hessischen Leibregiment zu Worms im Brifch'sichKK GarteN. PROGRAMM: I. 1) Fest-Marsch von A. E. Schäfer. 2) Ouvertüre aus „Norma" von Bellini. 3) Arie aus „Robert der Teufel" v Meverbeer 4) Camilla-Galopp von Musard. 5) Steierische Landler von A. E. Schäfer. 6) Nannetten-Polka von A. E. Schäfer. II. 7) Großes Quodlibet von A. E. Schäfer. 8) FaschingSstreiche-Galopp von Joh. Gung'l. 9) Die Schönbrunner, Walzer von Lanner. 10) Julien-Polka von Kühner. 11) Arie aus „Lucie v Lammermor" v. Donizetti. 12) Geschwind-Marsch. Entre sür Herren 12 kr. Anfang 3 Uhr. Ich erlaube mir ein verehrliches Publikum auf die ausgezeichneten Leistungen dieses Sextetts besonders aufmerksam zu machen. Schwabe. 892 2204) Gießen. Es kann ein junger Mensch, welcher die Schneider -Profession erlernen will, bei mir in die Lehre treten. Frech, Schneidermeister. 2135) Gießen. Sonntag den 25. Nov. 1849 Tanzunterhaltung der Harmonie - Gesellschaft im Saale des Prinzen Carl, welche als einge- schoben, allen Betheilig t en der Gesellschaft hiermit bekannt gemacht wird. Der Vorstand. 2195) Hochelheim. Johannes Schiefferstein ans Hochelheim ist geistesschwach und hat sich am 19. d. M. von Haus entfernt, ohne zu wissen, wohin. Bei seinem Weggehen von Haus trug er eine dunkelblaue, mit Pelz besetzte Kappe und ledernem Schilde, weiß gestricktes wollenes Wämschen mit einer darüber gezogenen dunklen Weste, und Stiefeln, Alter ohngefähr 50 Jahr, Kopfhaar roth, Gesicht voll. Man ersucht alle hochlöblichen Polizeibehörden, den Joh. Schiefferstein im Betretungsfalle in Verwahrung zu nehmen und au die König!. Preuß. Bürgermeisterei zu Niederkleen gegen Erstattung der Kasten abzuliefern. Hochelheim den 20. November 1849. 2212) Salzhausen. Die unterzeichnete Behörde erlaubt sich das Publikum der Stadt Gießen und Umgegend darauf aufmerksam zu machen, daß auf hiesigem Bergwerk fortwährend grobe Braunkohlen per Et. zu 10 fr. und halbgrobe zu 8 fr. in bester Qualität zu haben sind. Besonders dürfte dieses Brennmaterial, welches in Knopps Technologie rühmlichst Erwähnung findet, Oeconomiebe- fitzern und Inhabern größerer industrieller Etablissements, wegen der stets gleichförmigen Erwärmung, die es hervorbringt, anzuempfehlen sein. Salzhausen den 25. Nov. 1849. Die Großh. Bergverwaltung Tasche. 2185) Gießen. Ein 8tucl. theol., der seine Befähigung nachweisen kann, sucht in alten oder neueren Sprachen Unterricht zu ertheilen. Wer? sagt die Erped. d. Bl. 2150) Gießen. Es sucht Jemand zwei gute Ackerpferde und einen vollständigen Oeconomie- Wagen mit allem Zubehör und eisernen Achsen, in gutem Zustande, billig zu laufen. Ausgeber dieses Blattes sagt wer. 2207) Gießen. Ich zeige hiermit an, daß ich meine Wohnung verlassen habe und wohne jetzt in der Schild'jchen Wohnung am Lindcnplatz. Jo Hs. Brummer, Tapezier. 2211) Gießen. Die geehrten Herrschaften, welche mich mit Kraulschneiden noch beschäftigen wollen, bitte ich Ihre Anmeldungen binnen 8 Tagen zu machen, da ich nach dieser Zeit forizureisen ge- denfe. Rüdigier, Krautschneider ans Tyrol, wohnhaft im Darmstädter Haus. 2213) Gießen. Durch den uitterm 23. März d. I. tut Wochenblatt bekannt gemachten Beschluß der Generalversammlung des Bürgerclubs (bei Wirth Heß in der Brandgasse) ist §. 8 der Statuten dahin abgeändert worden, daß der Austritt nur zweimal im Jahre, am 1. April und 1. October, stattfinden kann und daß wer auszutreten wünscht, dies zwei Monate vor den angegebenen Zeitpunkten dem Vorstände schriftlich zu melden hat, widri- gensalls er noch zur Entrichtung der Beiträge für das folgende halbe Jahr verpflichtet ist. — Mit Bezug hierauf werden Diejenigen, welche ohne ausgetreten zu sein die Zahlung der Beiträge an den Diener des Bürgerclubs verweigert haben, aufgefordert solche zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten bis spätestens 15. December d. I. an den Rechner Hrn. Registrator Herzberger zu entrichten. Gießen den 24. November 1849. Der Vorstand des Bürgerklnbs. Stimmzettel zur Wahl der Abgeordneten zur ersten und zweiten Kammer, genau nach Vorschrift des Gr. Ministeriums, sind ä Buch 22 fr. vorrälhig bei G. D. Brühl I. in Gießen. 2214) Gießen. Allgemeine Aenten-Anstalt zu Darmstadt. ' Diejenigen, welche der in der Bildung begriffenen, mit dem 31. Dezember d. I. zu schließenden, 5ten Jahresgesellschaft bcizutrcten oder Nachzahlungen aus früher erfolgte Einlagen zu leisten beabsichtigen. 893 laden wir hierdurch ein, solches vor Ablauf dieses Jahres entweder dahier bei dem Hauptbüreau der Anstalt, oder auswärts bei den Herren Bevollmächtigten derselbe» *) zu bewerkstelligen. Bis jetzt zählt die Anstalt 4984 Mitglieder mit 8168 Einlagen und einem effecti'ven Einlagekapital von 409,542 fl. Bei der mit der Anstalt verbundenen Dcposttenkasse wurden außerdem seit Anfang dieses Jahres bereits 148,000 fl. hinterlegt. Darmstadt den 19. November 1849. Die Direktion der allgemeinen Renten-Anstalt. *) In Gießen bei I. G Appel; in Griinberg bei Herrn Decnnatsrechner Jung; tu Sich bei Herrn Geometer Dieterich. An die Wähler des Wahlbezirks Gießen. Mitbürger in Stadt und Land! Die Wahlen zum Landtage stehen nahe bevor. Er ist wichtig, wie vielleicht keiner noch, wegen der Verhältnisfe, die für unser weiteres, wie unser engeres Vaterland geordnet werden müssen. Wir haben schon einmal zu Euch gesprochen: wir wollen die Einheit, Freiheit, Macht und Größe Deutschlands, — für unser engeres Vaterland aber alle die Verbesserungen, welche der 6. März des vorigen Jahres uns verheißen hat. Aber alle Verbesserungen und allen Fortschritt auf gesetzlichem Wege. Wir wiederholen darum unsere Bitte, daß alle Wahlberechtigten, um die Zersplitterung der Stimmen zu vermeiden, keinem andern ihre Stimmen zuwenden mögen, als den von uns schon einmal Empfohlenen. Für die zweite Kammer: t Dr. Wilhelm Gottlieb Soldan, Gymnasiallehrer zu Gießen. F ü r d i c e r st e K a m m e r: Dr. Friedrich Kraft, Hofgerichtsrath zu Gießen. Wir haben das Vertrauen, daß beide Männer in obigem Sinne wirken werden. Gießen den 20. Nov. 1849. Was Wahlcomito des vaterländischen Vereins. 2191) Gießen. Neue 472°/« Darmstädter Obligationen sind coursmäßig zu erhalten bei N. Budge. 894 2196) C. Fveeh ise GieKen empfiehlt sein erstes und alleiniges Depot der auch schon auf hiesigem Platze und dessen Umgegend vortheilhast bekannten und erprobten Goldberger schen Kaiserl. König!. Allerhöchst privilegirten Galvano-eleetrischen «MW Rheumatismus Ketten ü Stückmit Gebrauchs-Anweisung 1 Rthlr., stärkere 1 Rthlr. 13 Sgr, und einfache schwächste Sorte ä, 13 Sgr. welche das bis jetzt bewährteste und vorzüglichste Heilmittel gegen nervöse, gichtische und rheumatische Nebel aller Art finv, worüber ich viele Hundert attestirte Erfahrungen und günstige Zeugnisse geachteter Aerzte und glaubwürdiger Privatpersonen vorzulcgen im «taube bin Jede ächte Gold- berger'sche Rheumatismus-Kette ist in einem Kästchen wohl verpackt, das auf der Vorderseite die Firma „I T. Goldberger" und auf der Rückseite den K. K. öüreich Adler und das Wappen der freien Bergstadt Tarnowiß trägt, worauf genau zu achten bitte, da die Goldberger'schen Ketten bereits vielfach nachgebildet und anderweitig angekündigt werden. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 25. November: Christian Noll in der Neustadt. Franz Lampus in der Löwengaffe. Heinrich Kämmerer am Markt. Wilhelm Schäfer am Nathhaus Kirohlrehe Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e s d i e u st. Am 25. November. Morgens: Kirchenrath Br. Engel. Nachmittags: Freipredigervr. Koch. Universitäts - Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Getaufte. Den 18. November. Dem Bürger und Weißgerber- meister, Christian Ockel, ein Sohn, Georg Conrad, geboren den 6. November. Denselben. Dem Bürger und Metzgermeifier, Frie- drich Möhl I., eine Tochter, Bertha Katharina Georgine Elisabethe, geboren den 25. September. Denselben. Dem Bürger undSchreinermeistr, Georg Karl Haubach, ein Sohn, Karl Ludwig Hermann, geboren den 8. November. Denselben. Dem Bürger zu Battenberg und Jusinua- tions-Mandatar dahier, Georg Frank, eine Tochter, Wilhelmine Katharine Elisabethe, geboren den 30. October. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Katholische Gemeinde. Beerdigt. Den 21. November. Franz Grim, Bürger, Frucht- Händler u. Herz.-Naff. Lahnzollerheber zu Limburg, alt 46 I. 18 T. gestorben den 19. November. Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. im Einhorn: Hr. Steinberger, Pfarrer v. Gkünberg. Hr. v. Mangen, Gutsbes. v. Dresden. Hrn. Kfl. Frischman v. Berlin, Lerch v. Hanau, Heinrich v. Düsseldorf, Bücking »."Alsfeld u. Ballinger v. Frankfurt. Hr. Weiß, Geom. v. Biedenkopf. Hr. Prinz, Oec. v. Niederorken. Hr. Weppner, Kaufm. v Elberfeld. Hr Schweichard, Lithogr. v. Gtutt- gardt. Hrn. Ksi. Knecht v. Hanau, Lange v. Eiienach, Hrn. Kfl. Stiefel v. Frankfurt, de Jouge v. Cöln u. Weber v. Bamberg. Fr. v. Fenningen v. Linbheim- Im Rappen: Hr. Dieffenbach, Inform, v. Kirchberg. Hrn. Bez.-R. Dieterich v. Lich u. Lindenstruth v. Beuern Hr. Kfl. Wilms v. Rheydt, Schneller v. Frankfurt u. Him- melthau v. Kreuznach. Hr. Epssen, Jng. v. Frankfurt. Hr. Krewemann, Weinhdlr. v. Mainz. Frl. u. Fr. Heffner v. Hadamar. Fr. Grimm u. Hilf v. Limburg. Hrn. Pächter Frank v. Mainz u. Hemlein v. Offenbach. Hr. Berg, Backer v. Offenbach. Hr. Stölzel, Thierarzt v. Heidelberg. Hrn. Kfl. Meissner v. Frankfurt, Sprenger v. Bergzabern, Schottenfels v. Offenbach u. Hegmann v. Dietz. Hr. Bartel, Offiz, o. Berlin. Hrn Kfl. Wallach v. Cassel, Krantz v. Bremen, Rappold u. Kaiser v. Friedberg, König v. Bonn, Strauß v. Amöneburg, Reinhard v. Offenbach, Jacobson v. Druck und Verlag der G. D. B vom 21 ♦ bis 23. November 1849. Frankfurt u. Baumbach v. Frankfurt. Hr. Geißler, Mechanik, v. Sonneburg. im Prinz Carl: Hr. Kfl. Stieberger v. Bingen u. En- tan v ^Rohrbach. Hr. Bez.-R. Menkel v. Nieverohmen. Hrn. Spedit. Rausch v. Großeichen u. Becker v. Schotten. Hr. Karle Müller v. Niederohmen. Hrn. Metzg. Schlürb u. Spamer v. Schotten. Hr. Steps, Privatm. v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Oberndorfer v. Nürnberg u. Hosch v. Biedenkopf. Hr. Katz, Fabrik, v. Niederohmcn. Im Darmstaeliier Haus: HkN. Gkschäftsl. Roth v. Großeichen, Schäfer u. Simon v. Mengelskirchen, Volz v. Kleineichen, Graß v. Lumda u. Drullmann v. Wetzlar. im Siem: Hrn. Musik. Mellon m. Fr. u. Mateon v. Arnheim. Frl. Molzberger v. Elz. Hr. Frank, Fuhrm. v. Marburg. Hr. Kern, Buchdr. v. Sulzbach. Fr. DrieS« ler v. LeiSroth. In den Privathäuscrn. Bei Hrn. Ferd. Mayer: Hr. van Amcringer, Zahnarzt v. Rotlerdam u. Hr. Mayer, Kfm. v. Frankfurt — Bei Fr. Botenmstr. Schäfer: Hr.Dieffenbach, Oecon. «.Friedberg.— Bei Hrn. Lubw. Wagner: Jungfer Brodt v. Vacha. hl'scheu Buch- und Steindruckerei.