Jtnzeigcbtatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gieren. Jfä 66 Dienstag den 21. Auqnst 18^9. Erscheint wöchentlich zwei Mol: Dienstag und Sonnabend. — Preis dcS Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 fr., für Auswärtige incl Postauffchlag 1 ft. 42 fr. — Auswärts abonnirt man stch bei affen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition (.Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene CorpuSzeile 2 fr. Amtlicher Theil. Gefundene Gegenstände. ‘ Eine Schürze, ein Taschenkalender und ein Rohrstock sind gefunden und auf Großh. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 21. August 1849. Edictalladung. 1519) Gießen. Die Erben des dahier verstorbenen Gr. Hof- gerichtsrathö Dr. Pilger haben dessen Nachlaß linier der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Rechtliche Ansprüche aller Art an den Nachlaß sind sogewiß binnen 6 Wochen voll heute an, bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen, als sonst auf dieselben bei Regulierung des Nachlasses keine Rücksicht genommen wird. Gießen den 25. Juli 1849. Großh. Hess. Stadtgericht Muhl. Dr. v. Krug. Besondere Bekanntmachung. 1502) Friedberg. Main - Weser - Eisenbahn, Section Friedberg. Bei Erbauung des Viaductes über das Rosenthal bei Friedberg können tüchtige Maurergesellen, welche mit Steinhauergeschirr versehen sind, dauernde Beschäftigung finden. Friedberg im August 1849. Der Gr. Sections-Ingenieur, Hochgesand. Versteigerungen. 1393) Gießen. Montag den 10. September d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus die dem Georg Friedrich Hauback dahier zustehende Grundb. □Slftr. ysoi 18 Hofranhe in der Löwengaffe nochmals, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 28. Juli 1849. Der Beigeordnete R ü h l. 1520) Gießen. Main - Weser - Eisenbahn Section Gießen. Die Behufs der Lahnregnlierung bei der Frie- delhäuser Grenzbrücke vorzunehmenden Erdarbeiten, veranschlagt zu 250 fl. sollen den 27. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Gießen den 18. August 1849. Der Gr. Hess. Sections-Jngenieur Eickemeyer. 654 1521) Gießen. Main - Weser - Eisenbahn Sektion Gießen. Dienstag den 28. August, Vormittags um 10 Uhr, sollen in dem Gasthause zum Promenadehaus dahier die bei Erbauung der nachgenannten Durchlässe erforderlichen Arbeiten und Lieferungen als: l. Bei Erbauung eines Durchlasses über den alten Lückenbachgraben in der Gemarkung Großenlinden. '0 Maurer- und Steinhauerarbeit, ohne Material veranschlagt zu 709 fl. — fr. 2) Lieferung von -85 Bütten Wasserfall veranschlagt zu 170 fl. — fr. 3) Lieferung von 3 Cubikklafter Sand veranschlagt zu 90 fl. — fr. II. Bei Erbauung eines Brückchens über den Eingerinngraben bei Gießen. 1) Maurer« und Sleinhauerarbeit, ohne Material veranschl. zu 697 fl. 55 fr. 2) Lieferung von 140 Bütten Wasserfalk veranschlagt zu 280 fl. — fr. 3) Lieferung von 3,5. Ebikklftr Sand veranschlagt zu 52 fl. 30 fr. III» Bei Erbauung eines Durchlasses über den Edergraben bei Gießen. 1) Maurer - und Steinhauerarbeit, ohne Material veranschl. zu 222 fl. 36 fr. 2) Lieferung von 50 Bütten Wasserkalk veranschlagt zu 100 fl. -7- fr. 3) Lieferung von 1,5 Ebikklaftr. Sand veranschlagt zu 22 fl. 30 fr. öffentlich an die Wenigstfordernden in Aecord gegeben werden. ■- , Risse, Voranschläge und Accordbedingungen liegen vom 24. d. M. an auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen den 19. August 1849. Der Gr. Hess. Sectivns-Jngenieur E i ck e m e y e r. 1530) Homberg a. d. O. Grummet - Gras - Versteigerung bei Gr. Rentamt Homberg a. d. Ohm. Das diesjährige Grummetgras von den herrschaftlichen Wiesen soll in nachstehenden Terminen öffentlich versteigert werden. 1, Gemarkung Homberg. Montag den 27. l. M., Vormittags 9 Uhr, von circa 47 Morgen. Zusammenfunft an der Altenstadtöwiese. 2. Gemarkung Niedergcmünden. Mittwoch den 29. l. M., Nachmittags 2 Uhr, von circa 8 Morgen. Zusammenkunft bei der Decknertsmühle. 3. Gemarkung Hainbach u. Otterbach. Donnerstag den 30. l. M., Vormittags 9 Uhr, von circa 61 Morgen. Zusammenkunft auf dem Junkernboden. 4. Gemarkung Schadenbach. Samstag den 1. September l. I., Vormittags 8 Uhr, von circa 8 Morgen. Zusammenkunft auf der Pfingstweide. 5- Gemarkung Ober? nnd Niederofteiden, Gontershausen u. Haarhausen Dienstag den 4. September l. I., Vormittags 9 Uhr, von circa 76 Morgen Zusammenkunft auf bet Eläusenwiesc bei Oberofleiden. Homberg den 19. August 1849. Der Gr. Hess. Rentamtmann des Rentamts Homberg R e u l i n g. 1539) Allend orf a. d. Lumda. Dienstag den 28. August l. , Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Raihhaus zu Allendorf a. d. Lmda. zwei gute brauchbare erzerne Wafferpumpen an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Allendorf a. d. Lumda den 20. Aug. 1849. Der Bürgermeister Merkel. 1496) Reiskirchen. Jagdverpachtung. Freitag den 24. August d. I., Morgens 10 Uhr, soll die Ausübung der Jagd in der Gemarkung Reiskuchen auf ein weiteres Jahr unter den im Termin gestellten Bedingungen verpachtet werden. Reiskirchen am 15. August 1849. Der Bürgermeister Schäfer. 1470) Waldgirmes. Jagdverpachtung in der Gemeinde Waldgirmes. Freitag den 24. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, 4 n r> , ■< c?. wird auf dem Rathhaus dahier die Feld- und Waldjagd hiesiger Gemarkung auf die nächsten 3 Jahre, vom 1. September angehend, unter den im Termin weiter bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert, wozu man Sleig- liebhaber einladet. Waldgirmes am 10. August 1849. Der Bürgermeister Failing. 1495) 8 aubach. Jagdverpachtung. Freitag den 24. August, Morgens 8 Uhr, soll auf dem Ratbhaufe zu Laubach die Feld- und Walchagd der Stadt auf 6 Jahre verpachtet werden. Laubach den 14. August 1819. Der Bürgermeister jH , Dr. Steinmetz. 1532) Gießen. Montag den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, Wen im zweiten Stock des Batser'schen HauseS am Seltersberg sehr gut gehaltene Mobilien bestehend aus: Kanapee's, Stühlen, Tischen, Schränken, Schreibtischen, 3 großen Spiegeln, Bettladen, Rcpositorien, einem Küchcnschrank, einer großen Ouantität Meißner Potzellan und sonstigen Gegenstände t lneistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen am 20. August 1849. 1448) Gießen. Versteigerung von Färberei-Utensilieu. Der Hr. C. Stern, früher in Lollar wohnhaft, beabsichtigt seine sämmtlichenuoch dort befindlichen Fär- berei-Geräthschaften, bestehend ans mehreren großen und kleineren kupfernen Kesseln und einer kupfernen Blanfärbe, einer großen Mange, 2 Kalandern, einer großen Zeugpresse, einer Garnpresse, 2 Farb-Ma« schienen, 8 großen und kleinen Farbeküpen, circa 800 Stück Druckformen, einer Indigo-Reibschale mit Kugeln, 2 Drucktischen, einem Glänztlsche mit Glänzstange und Stein, vielen Fässer» und Bülten, einem Trockenofen und noch vielen sonstigen der Kürze wegen hier nicht näher bezeichneten Gegenständen; ferner eine Decimalwaage mit Gewicht- stücken, mehreren großen Tischen und Tischplatten, 2 Schiebkarren, einem kleinen zweirädigen Karren mit eisernen Aren, einigen Royalen, ca. 100 langen fichtenen Stangen, einem großen sandsteinernen Thor- Pfosten, zu einer Krippe sich eignend, u. f. w., öffentlich meistbietend zu verkaufen. Es ist dazu ein Versteigerungstermin in dem früheren Stern'schen Färberei-Lokal in Lollar auf Montag den 10. September l. I., Morgens 9 Uhr angesetzt, wozu ich, in Folge des mir gewordenen Auftrags, Kaufliebhaber einlade. Gießen den 7. August 1849. Körber. 1490) Dorlar. Donnerstag den 24. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird zu Dorlar ein tauchlicher Zuchtstier versteigert. Feilgeboten. 1531) Gießen. Die rühmlichst bekannt gewordenen Kcilholz'schen Hühneraugen- und Warzen- Pflaster, das Packet mit 4 Stück zu — fl. 36 kr. „ Töpfchen u 15 u » 1 « — " W a n z e rrtod - in Gläsern ä 10 Sgr. Zur augenblicklichen Ausrottung der Wanzen und ihrer Brut; ein in vielen öffentlichen Anstalten und Casernen als untrüglich bekanntes Mittel, bei Carl Frech. 1476) Gießen. Weinessig zum Einmachen, per Maas 12 kr., gewöhnlichen starken Essig, per Maas 6 kr. in der Ohm billiger bei M. Silbereisen. 1523) Gießen. Aechtes Bairisches (Kitzinger) Bier in Fässern und Flaschen, 1846il Pfälzer Wein und vorzüglichen Apfelwein empfiehlt L. Iah reis am Markt. 1541) Gießen. Zwei schwarze Mutterschaafc, zwei Hämmel und ein Lamm sind zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber d. Bltts. 1524) Gießen. Neue(1849r) Holländische Häringe und Sardellen, Schweitzer,- Limburger- und Ram- käse, Düsseldorfer Sens, Capern, Ci- tronen, weißer und rother Tafel- und Einmach-Cssig bei L. Jahreis. 656 1509J Gießen. Hausmacher rein Leinen, Handgespinnft, nicht Maschinengarn in vorzüglicher Güte empfehlen hilligft Gebrüder Heß, Kreuz Lit. C. Nr. 190. 1525) Gießen. Alte Sorten Frucht,- Mehl- und Kartoffel-Säcke empfiehlt L Jahreis. 1535) Gießen. Ein gut gehaltenes flügelsör- miges Pianoforte ist auf dem Seltersberg im Balser'schen Hause im zweiten Stock für 350 fl. zu verkaufen. 1526) Gießen. ,56,8 und 12 fr. per Maas. Letzterer in der */4 Ohm billiger und zum Ein- machen sehr vorzüglich. I. G. Appel. Zu vermiethen- 1503) Gießen. Ein möblirtes Zimmer mit Sopha und Kabinet ist zu vermiethen bei Jean Gertig. 1534) Gießen. Eine Familienwohnung ist beb mir zu vermiethen und den 1. October beziehbar. PH. Becker, Weidgasse, Lit. B. Nr. 116. 1527) Gießen. Ein freundliches und bequemes Logis bestehend in 3 Stuben, 1 Kammer und den sonst erforderlichen Räumen ist in Lit. C. Nr. 115 zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Gießen den 21. August 1849. 1439) Gießen. Das von Frau Pfarrer Winkler bewohnte Logis in dem ehemaligen Gasthaus zum Löwen am Neuenweg ist am 12. September d. I. anderweit zu vermiethen. Gg. PH. Gail. Vermischte Nachrichten. 1537) Gießen. An Herrn H. Kühn. Mit Vergnügen nehme ich eine Anschuldigung, deren ich mich durch falsche Hinterbringung gegen Sie schuldig gemacht habe, hiermit zurück, um'so mehr, als es mir nunmehr gelungen ist, die Person kennen zu lernen, welche diese Anschuldigung hätte treffen sollen, die mir aber zu unbedeutend ist, um die Sache weiter zu verfolgen. A. Noll. 1536) Gießen. Nachricht für Auswanderer. In Folge des mit Dänemark abgeschlossenen Waffenstillstands ist die Blokaoe der Weser wieder aufgehoben worden und können demnach jetzt wieder Auswanderer von Bremen ans nach Amerika befördert werden. Ich mache dieses mit dem Anfügen bekannt, daß die Preise sich jetzt wieder bedeutend billiger stellen und sehe nunmehr wieder Anmeldungen von Auswanderern entgegen. Gießen im August 1849. Friedrich Wissig. 1529) Gießen. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche an dem am 25. d. M. zur Feier deS Ludwigstags, im Busch'schen Garten stattfindenden mittägigen Festessen theilnehmen wollen und denen die deßfalls cirkulirende schriftliche Einladung etwa aus Versehen nicht zugekommen sein sollte, werden hiermit ersucht, ihre Theilnahme entweder bei Einem der Nachbenannten oder bei Herrn Busch im Garten baldig anzuzeigen. Gießen am 20. August 1849. Dr. Heyer. Klipstein, v. Willich. Gg. Reiber. 1453) Lübeck. Ein Capital von 200,000 Thaler Preuß. Et. kann man durch Anlegung von 6 Rth. Preuß. Et. erlangen. Die Bedingung dieserhalb ertheilt das Bureau von Joh. Poppe in Lübeck. 657 Ich erkläre hiermit, daß g nd alleinige von den »*» ssionirte Unterneh- A her des erweiterten Rap- £«’ ituts bin, daß also Herr »2 r Anzeige vom 28. Jnli g ßeife Mitdirector genannt g Thudichum. »J 1542) Gießen. Eine Familie wünscht einen Gymnasiasten in Kost und Logis zu nehmen. Sie wird zugleich über dessen Fleiß und sittliches Betragen wachen. Nähere Auskunft bei der Crped. d. Bltts. 1535) Gießen. In meinem Hof kann gegen Vergütung von 6 fr. per Wagen noch Erde abgeladen werden. Karl Müller, vor dem Seltersthor. 1540) Gießen. Für ein ISjähriges Mädchen von gebildetem Stande wird ein Unterkommen bei guter Familie in hiesiger Stadt gesucht. Gießen den 18. August 1849. 1438) Braunkohlen-Bergwerk bet dem Hessenbrücken Hammer. Bis auf weitere Anzeige können keine Braunkohlen mehr abgegeben werden. 1428) Gießen. An meiner Gartenmauer kann Schutt abgeladen werden, gegen Vergütung von 6 fr. für den Wagen. Gg. Fulda. Ansprache an wohlwollende Menschenfreunde. Am 9. December vorigen Jahres ereignete sich in Buchenberg, Regierungsbezirk Biedenkopf, der traurige Fall, daß ein Familienvater von 9 noch lebenden Kindern, Namens Johannes Wiegold, seine Frau, im Uedergenuß von Brandwein und in einer Anwandlung von Geisteszerrüttniig erschoß. Die armen Kinder sind nicht einfach, sondern doppelt verwaist; indem ihnen durch gewaltsamen Tod die Mutter entrissen, und der Vater in Banden und Fesseln sitzt. Die nölhige Erziehung, sowohl in physischer als moralischer Hinsicht kam, man diesen Kleinen, weil sie auch von allen Mitteln entblößt, nicht angedeihen lassen. Es werden dcßhalb Ansprachen um eine Unterstützung der unglücklichen Kinder an wohlwollende Menschenseelen ihren Zweck nicht verfehlen und eine zu beliebende, zur Unterhaltung der ganz vermögenslosen Kinder zu verwendende Gabe zu spenden. Zur Ent- gegennehmung und Weiterbeförderung an Gr. Landgericht Vöhl in dieser Beziehung portofrei eingehender Gaben findet sich bereit Buchdrucker G. D. Brühl I. in Gießen. Buchenberg den 20. August 1849. Wiegold, Gr. Bürgermeister der Gemeinde Buchenberg ■ und Vormund der Joh. Wiegold'schen. Kinder das. (1522 Literarische Anzeigen. 1538) Gießen. So eben ist wieder eiziget'offen: S a h r f Karte wn Nsrgarm. Preis 14 fr. I. Rrcker'sche Buchhandlung 1033) Schaffhausen. In der B r o d m a n N'schen Buchhandlung in Schaffhausen ist erschienen nnd in der Unterzeichneten zu haben: Buchhaltung für den Handwerks- und Bauersmann. Oder kurze, gründliche Anleitung, wie der angehende Geschäftsmann in kurzer Zeit und ohne viele Mühe eine genaue Einsicht in den Gang seines Geschäftes erlangen kann. Zum Selb st unterricht und zum Gebrauch in höher» Volksschulen, Handwerksschulen und Soniitagsschnlen. Bearbeitet von Christ. Friedrich Stötzner. Preis 40 fr. Ferner: Trorler, Dr., Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Preis"21 fr. G. D. Brühl'sche Verlagshandlung. 658 Angekommene und abgereiste Fremden vom 18. bis 20. August 1849. Z n den Gastbäu fern. Im Einhorns f r. Bürg. Verw. v. Obersennerbof. Hr. Fries, Oecon.-R ». Darmstadt pr. Kernmann, Ingen, v. Hannover Hrn. Kst. Steinweg u Schönenberg v. Lüdcn- scheidt u. Läufer v. Dresden. "Hr v Bergmann, Maj. v. Berlin. Hr von Ebersdorf, Rentier ö. Hamburg. Hr., Lose, Psarr. v. Ortenberg. Hr. Steinhaus, €and v. Marburg. Hr. v Feder, Iust.-R. v. Würzburg. Graf v. Lüu- bach, Stud v. Laubach Hrn Kst. Möhlau v. Cöln, Gold- höfer v. Mainz, St Goar v. Frankfurt u Ar v. Rheidt. Hr. Brief, Affeff. v. Hungen. Hr. Koch, Fabrik. ». Stuttgart. Hr. Kösterus m Fr., Obereinnehni. v. Romrod. Hr. Wendel, GeschäftSm. v. Odenkirchen. Im Rappen; Hrn Kst. Spatz v. Aschaffenburg, Arnold v. Mainz u. Bachler v Kaufbciiern. Fr Schmidt v Darmstadt. Hr. Pfeil, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Amers, Br. med., Hrn. Stud. jur. Antoni u. Clemen u. Hr. Umritten, Stud. theol. v. Göttingen, Hr. Kuhnhardt m. Fr , Postcomm v. Berlin. Hr. Momborp m. Fr., Rent v. Paris. Hr.Koch, Pr -Licutn. v. Oldenburg. Hr. Gernandt, Bang. v. Valencia. Hr. Lohrberg, Affeff. v. Mannheim. Hr. Jägersdorf, Hauptm. v. Oldenburg. Hr. Böck, Kfm. v. Glasgow. Hr. Freitag, Finanzminist. v. Horning. Hr. Brandewitz m. Ilocht., Priv. v. Königsberg. Hr. Protowesky, Rent. v. Janswih Hr. Deitmers, Br. med. v. Göttingen. Im Prinz Carl: Hr. BInzer, Fabrik v. Hatzfeld. Hr. Gelweiler, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Borger, Spcdit. v. Offenbach Hr. Gerlach, Oecon. v. Mockstadt. Hr. Hcffen- berger, Geschäftsm. v Staaden Hr. Kutt, Kfm. v. Offenbach Hr. Keil, Gutsbes. v. Ingelheim. Hr. Müller, Oecon. v. Sellnrod. Hr. Adler, Geschäftsm. v. Storndorf. Hr. Rosenbein, Br. med. v Arolsen Hr. Alberti, Privatm. v. Frankenberg. Hr. Hoffmann, Kfm. v Siegen. Hr Schudt, Müll. v. Schwalheim. Hrn. Oecon. Helfrich v. Fauerbach, Meininger v. Heldenbergcn, Bär v. Rohrbach u. Schneider v. Büdingen, D n n Drei Freu u - e. Novelle. (Fortsetzung.) Johanna sprach mit gedämpfter Stimme und Aurel antwortete leise, hastig und abgebrochen. Bald kam es ihm vor als rede man darinnen in großer Aufregung, bald wieder verschmolzen die Stimmen in Bitten und abwehrenden Worten, bis Johanna endlich in hellem heftigem Tone sagte: „Mein Leben, mein Glück und meine ganze Zukunft hängt daran. Ich fordere cs von Ihnen, Aurel, als Buße für alle begangenen Sünden, und wenn es wahr ist, daß Ihr Her; für mich schläft, müssen Sie Ihr Gelöbniß erfüllen. Ich verlange nichts mehr, fürchten Sie nichts, ich bitte,- ich flehe zu Ihren Füßen, es muß so sein." Mit bangem Erstaunen hörte Eduard auf das Geräusch. Im Hirsch-. Hrn Oecon Leim u Schultheis v. Blei- denroth Hrn. Fuhr!. Könitz v Deisendorf u. Henz v. Seelbach. Hr. Käs, Kfm. v. Kirchhain. Frl. Mellbott v. Mar- bürg. Fr.' Geist v. Elz. Im Darmstaedler Haus: HlN. Geschäfts!« Becker v, Butzbach, Jacobp v. Biedenkopf u. Büdel v. Dillingen. Hrn. Handelst. Mahr v. Schlierbach u. Glück v. Oberrod. Irn Stern Hrn Fuhrt. Klausainus v. Watzenbach u. Hübenthal v Frankenhain. Hr Metz, Privatm v. Homberg Hrn. Fuhrt. Weimar v. Marburg u. Krümmelbein v. Sachsenberg. In der Sonne; Hrn Handels!. Müller u. Rosenstock v. Ershausen. Hr Memus, Geschäftsm. v. Borsdorf. Hr. Diehl, Fuhrm. v. Romrod Fr. Goltmann v. Ershausen. Hr. Kühn, Fuhrm. v. Volkartshausen. Hr. Baldus, Gastw. v Niederscheld. Hrn. Geschäfts!. Gebauer v. Altenbuseck, Adolph v. Herchenhain u. Spielmann v Köddingen. Hrn. Handelst/Fohl v. Kirchhofen u. Hilv v. Alsfeld. In den Privathäu fern. Bei Hrn. Conduct. Schwalb: Fr. Gastw Bönner m. Tocht. v. Arnsberg. — Bei Fr Advoc. Fuhr: Fr. v. Buri v. Lauterbach. — Bei Hrn. Stadtger.-Act. Drescher: Hr. Lun, Pfarr v. Münzenberq. — Bei Hrn. Heim. Schneider in.: Jungfer Volz v. Lich. — Bei Hrn Lohnbed. Sens, selder: Jungfer Blechern v Darmstadt — Bei Hrn. Reg - Rath Trapp: Fr. Beck v. Wiesbaden — Bei Fr. Geißmar: Frl. Dietz v. Darmstadt. — Bei Hrn. Assest Haberkorn: Frl Mai v. Wiesbaden u. Frl. Schulz v Mainz — Bef Hrn. Schneider Bieber: Hr. Görtler, Schneidermstr. v. Staaden.-—. Bei Fr. Lonp: Hr. Dauber, Schreib, v. Gießen. t e s. „Welche Buße legen Sie mir auf," rief Aurel, „und welche Gefahr und Noth bringen Sie über mich." „Nehmen Sie Ihren Biantel und lassen Sie uns gehen," sagte das Fräulein mit entschlossener Stimme. „Wir wollen kurz sein und haben keine Zeit zu verlieren, denn meine Mutter und Eduard erwarten uns." Der Negicrungsrath drückte sich, als die Thüre' geöffnet wurde, hinter den dunklen Vorsprung der Treppe. Er ließ die beiden hart an sich vorübergehen, dann folgte er ihnen vorsichtig nach. 8. Lange gingen sie in ziemlicher Entfernung vor ihm her und er hielt es für angemessen, sich ihnen nicht zu nähern. Begierig zu wissen, welches Geheimniß hier obwalte, sann, er vergebens darüber nach, und ff mehr die b.ioen dunklen Gestalten sich in einsame öde Straßen verloren, um so weniger konnte er errathen, was sie dahin treiben könne? Mehr als einmal war er im Begriffe rasch zu ihnen zu treten und Erklärung 659 zu fordern, aber immer hielt ihn die lauernde Neugier, die seinem Charakter eigen war, davon zurück und endlich wurden seine Erwartungen aufs Höchste .gespannt, als er Aurel eine Gartenpforte öffnen und beide darin verschwinden sah. — Mit eiligen Schritten erreichte er die Thüre, aber ste war verschlossen und seine forschenden Blicke musterten vergebens die hohen Mauern und Zaunwände, welche hier zu. beiden Seiteno en Weg einsaßten. — Er hatte nie diesen abgelegenen Stadttheile betreten, et wußte nicht wer hier wohnte, nicht wohin diese Thüre führte. Die Dunkelheit lag schwer und lautlos auf diesem weiten Raume, kein Haus, kein Mensch ringsuniher, nur in der Ferne brach der trübe Schimmer einer verkohlenden Straßenlaterne durch die feuchten Nebel, die der Nordwind leise murrend vor sich herwälzte. — Nach einigen Augenblicken lauschte er an einem Spalt in der Thüre und er glaubte in der Tiefe des Gartens die dunklen Schatten der beiden Verschwundenen zu entdecken. — Bestürzt dachte er darüber nach, was Johanna hier beginnen könne, was Aurel mit ihr vorhabe? Blitzschnelle - Vorstellungen begannen ihn zu martern, Gedanken über Schande und Verbrechen, welche in dieser Verborgenheit ihr heimliches Lager aufgeschlagen hätten. Er rüttelte an der Thüre, sie war fest und gab nicht nach. Seine Blicke flögen aus und nieder; da stand ein Pfeiler an der Mauer, der oben einen eisernen Arm trüg, an welchem vor Zeiten wohl eine Laterne gesteckt chaben mochte. Nach einigem Besinnen versuchte er daran emporzusteigen und nach mehreren vergeblichen Versuchen batte er das Eisen gefaßt und saß oben auf der M-uer. — Hier sah er über weite Garten hin, aber nirgends ein Licht, nirdends eine Wohnung. Besorgt blickte er in die Tiefe, ohne recht zu wissen was er beginnen sollte, bis er bemerkte, daß an der inner« Seite ein Weinspalier sich hinzog und der Gedanke an Johanna seinen Muth neu erweckte. — Ich muß wissen was hier geschieht, rief er sich zu, muß erfahren was dies scheue Mädchen bewegen kann alle Sitte so verletzen, und was es auch sein mag, ich will eS aufvecken. Vorsichtig stieg er an W Stäben hinunter , aber tose und mürbe, wie ffr waren, brachen sie mit ihm, ehe er den Boden erreichte und glücklich genug fiel er in den dichten Schnee , der unten aufgehäuft lag. — Das kalte Bad, welches er damit empfing, war ganz geeignet, seine Vorstellungen abzukühlen. Eine Zeit lang suchte er den. verlorenen Hut, dann horchte rr, ob das Brechen des Holzes dse' Aufmerksamkeit der unbekannten Bewohner erregt hätte, doch alles char still wie zuvor und langsam ging er zwischen den Spalieren und Bäumen hin, während er den nassen-Schnee aus Haar, Nock und Halsbinde schüttelte und dabei überlegte, was er thun müsse. »Ich werde ste aufsuchen und finden," sagte er endlich, „doch was wird am Ende der Lohn meiner ganzen abenteuerlichen Jrrsahrt sein, bei der ich Hals und Beine mit aller Bequemlichkeit brechen konnte? Vielleicht eine ganz gewöhnliche Geschichte, welche in Johannas Kopfe umherspukte. Ein Besuch bei einer un- glücklichen Familie, bei einem kranken oder wahnsinnigen Weibe oder eine großinüthige Handlung, kurz irgend etwas, was ihre reizbare Phantasie sich überzuckert hat." Er schwieg , denn er erblickte das Haus hinter den Bäumen und den Lichtglanz, welcher mattflim- mernde Streifen durch die Nacht schickte. Erwartungsvoll näherte er sich dem Gebäude und plötzlich hörte er laute, heftig redende Stimmen, welche aus einem seitwärts liegenden erleuchteten Treibhause kamen. Behutsam schlich er heran, aber wie vom Blitz getroffen blieb er dicht an der Glaswand stehen, von den innerhalb aufgestellten Gewächsen versteckt und starrte die beiden Männer an, welche sich darinnen gegenüberstanden. Er erkannte Richard und Aurel, zwischen denen, in der Nische auf dem Divan, eine su öne Frau saß, die ven Kops in ihre Hand gestützt aufmerksam ihnen zuhörte. — Uni ihr Haar hatte sie turbanartig ‘ inen weißen Shawl geschlungen, ihre Züge waren ruhig, nur um ihre Lippen spielte ein Lächeln, das wie Spott oder Verachtung aussah. „So rede endlich., Sara," rief Richard, „was bedenket dies Possenspiel? Es ist zu lächerlich zum Ernste, zu ernsthaft um lächerlich zu sein. Sprich Du selbst, erkläre diesem guten Kinde, daß Du einen Scherz 'Mit ihm und mit mir triebst. Ich bitte Dich, mache mich nicht rasend, denn auch der Scherz hat seine Grenzen und jetzt, bei Gott, jetzt haben wir Alle iivthig ernsthaft zu sein." „Wie es Dir beliebt," erwiederte die Dame lachend, „aber ich sehe die Nothweudigkeit wahrhaftig nicht ein. — Ich finde Gefallen an Aurel, was kannst Du dagegen haben? Welche Kette hält uns, welches Ge- lübve haben wir zu brechen? — Hängt nicht alles voü uNstrni freien Witten ab und habe ich je den Deinen beschränkt? Wärst Du zu mir gekommen und hättest mir gesagt: Sara geh, Du bist mir lästig, glaubst Du, daß ich einen Augenblick gezögert, eine Bitte verschwendet oder gar Dir einen Vorwurf gemacht hätte?" Alles Blut schien aus Richards Gesicht zu weichen. Er hielt sich äh dem Stuhle fest, der neben ihm stand und sagte langsam: „Unerhört, unmöglich, das kannst Du nicht, Sara!" „Schäme Dich," fuhr die Dame fort, „handele kalt und besonnen, wie ein freier Mann. Denke daran, daß wir uns tausend Mal gesagt haben: in unserer Freiheit liegt unser Glück, wer gehen will, gehe immer; selbst wenn wir leiden muffen, soll die Freiheit ohne Vorwutf bltiben." ' 660 „Habe Mitleid, Du tödtest mich!" rief Richard und eine furchlbare Angst schien seine Augen blutig zu röthen. ,,Aber nein," fuhr er fort, „es ist nicht so, Du kannst mich nicht verlassen, mich, der ich Dich mehr liebe, wie ich zu sagen vermag. — Es ist Scherz, Sara, es ist ein Traum. Reiß mich aus dieser Hölle, ich kann Dich nicht aufgeben, ich kann nicht — Du bist das Letzte, was ich besitze." Er streckte die Arme nach ihr aus und machte eine Bewegung, um vor ihr niederzusinken, aber Sara hielt ihn zurück und sagte stolz: „Thue nichts, was Dich herabwürdigt, ohne Dir zu helfen; ich kann mir nichts Schmählicheres denken als dies armselige Betteln um Liebe oder um einen Besitz, der aus Mitleid Dir bleiben soll. Wo ist Dein Muth und Dein Trotz, der sich sonst bis zur Vermessenheit erhob? Bist Du so tief gesunken, um wie ein Ertrinkender Dich an den Halm zu klammern, ist Deine männliche Kraft so vernichtet, daß dein ganzes Leben eine Lüge wird, dann habe ich nichts für Dich, als Verachtung." „Aurel hat mir gesagt, daß er mich liebt," fuhr sie gelassen fort, „und ich hatte nichts dagegen. — Sprich mit Richard, sagte ich zu ihm, erkäre ihm, wie wir stehen, fordere mich von ihm, ich glaube nicht, daß er nein sagen kann und wird. Hier steht Ihr nun beide. Dringt Eure Ansprüche, die Ihr an mich zu haben glaubt, vor mein richterliches Tribunal und erwartet dann meine Entscheidung." Die spöttische Geringschätzung, mit der sie diese leichtfertigen Worte an die beiden Nebenbuhler richtete, vermehrten den Zorn und Abscheu, welchen der versteckte Zuschauer draußen vor allen handelnden Personen dieser Scene empfand. Er haßte Richard, aber er war empört über Aurels tiefe Heuchelei. Und wo war Johanna? Wo hatte er sie gelassen? Was war aus ihr geworden?! Er wollte hinein, er zitterte vor Schmerz und Wuth und schon legte er die Hand auf den Drücker der Thüre, welche er neben sich bemerkte, als Aurel einen Schritt gegen Richard that und diesen anredete. „Erinnerst Du Dich," sagte er, „jenes Abends, wo Eduard, Du und ich eine ewige Freundschaft beschworen? Erinnerst Du Dich auch, wie Du damals über Weiberliebe sprachst? — Du nanntest ste einen stüch- tigen Rausch der Sinne, dem kein wahrer Mann eine Herrschaft über sich gestattet. —• Weibergenieinschaft ist Unsinn, riefst Du mir zu, aber Trennung von dem Weibe, dessen Liebe ich verloren habe, unv dessen Herz für einen Glücklichern schlägt, ist ein heiliges Naturgesetz! Und als ich fragte, ob Du immer so denken würdest? Da schwurst Du so zu denken und zu handeln und gabst Dein Wort, daß, sollte es je Dir geschehen, ich erfahren würde, daß Du nie gesäumr habest Deinen Schwur zu halten. — Wohlan denn," fuhr er mit erhobener Stimme fort, „das Schicksal macht wahr was Du begehrt hast. Hier ist ein Weib, deren Herz Dir nicht mehr gehört, die Dir gesagt hat, daß sie einen Andern liebt. — Erfülle nun Dein Ge- löbniß. Reiß Deine Liebe mit der Wurzel aus und schleudere sie von Dir. Zeige was Deine Schwüre und Grundsätze werth sind; wenn Du aber zum Lügner und Verräther an Dir selbst wirst, so bedenke, daß Du dadurch nichts ändern kannst. Saras Liebe hast Du verloren; Deine Verzweistung erweckt ihren Hohn, Deine Schmerzen erregen ihre Verachtung. Du hast nichts von Klagen, Thränen und Bitten zu hoffen, nichts von Ueberredung und Vorwürfen. Sie liebt Dich nicht mehr, sie liebt mich, und ich fordere sie von Dir als ein Gut, was nach heiligen Naturgesetzen Dir nicht länger gehören kann." „Erkläre Dich, Ricbard," rief Sara als Aurel schwieg. „Entweder erfülle Dein gegebenes Wort oder gieb Deine Gründe dagegen an." Richard wollte antworten, aber fand keine Worte. Todtenbleich, die Arme krampfhaft verschlungen, die Stirn von Schweißperlen bethaut und sein schwarzglänzendes Haar wie aufgcbäumt vor Entsetzen, saß er auf dem Stuhle; die qualvollste Verzweiflung mußte jede Ader seines Gehirns füllen. Die Züge seines Gesichts waren verzerrt, seine Lippen zuckten, seine Zähne waren dicht geschlossen, die stieren glanzlosen Blicke seiner Augen drückten, unterbrochen von ihrem Rollen und Zucken, den ganzen furchtbaren Zustand seiner Seele aus. — Plötzlich aber sprang er auf und die Hände wie zum Gebet gefaltet, ohne Worte, ohne einen Laut, stürzte er vor Sara nieder. In diesem Augenblicke traf ein dumpfes, halb ersticktes Lachen Saras Ohr. Sie wußte nicht, ob es aus Richards Brust sich hervorrang, oder ob es die Wand neben ihr aushauchte, aber ehe sie den Gedanken erfassen konnte, griffen weiße Finger in den Vorhang an der Nische; plötzlich röard er fortgezogen und neben ihr stand Johanna. Eine Minute lang blickten sich die beiden Frauen an, beide stumm sich messend mit den langen einbohrenden Blicken, Johanna bleich wie der Tod, Sara mit dunkler Röthe auf der Stirn; dann wandte Johanna ihr Auge wieder auf Richard und in ihrem Gesichte malten sich alle Leidenschaften, die ste verzehrten: gesättigte Rache, Schaam, Erbarmen, Haß und Liebe, Entsetzen über den Mann, der wie ein Wahnsinniger sie anblickte, Mitleid mit seinem Jammer, Freude über seine Demüthigung. Aurel eilte auf seine Freundin zu und hielt sie in seinen Armen fest. — „Was thun Sie, Johanna?" rief er. „Fort von hier, lassen Sie uns gehen, es ist genug." (Schluß folgt) Druck und Verlag der G. D. Brühl'schm Buch- und Steindruckerei.