Jnzcigetzlatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. 1889 Dienstag den 20. Februar M IS Diese- Blatt erscheint wöchentlich zwei Mal- Dienstag und Sonnabend. Der PeLnumerationsbetrag iftfiir ein ganze« J-Hr Mr «in- heimische 1 st. 30 kr, für eilt halbe« Jahr 45 fr.; für AurwLrtlge mcL Postaufschlag 1 Halbjahr^ 51 kr. ÄuSwätts abonmrt man stch bet den zunächst gelegenen lobi. Postärnlern. Zn Greßen oer der (Sxpcbitton, Eanzlerberg Lit. b. Jir. 1. Llnruckungsgebuhr für den Raum oer gespaltenen (Lorvus-Zeile 2 kr. ,, . .. „ . , <•«><. Inserate müssen jedeSmal Vormittags 9 Uhr an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes an dre Redaktion gelangt seyn. Amtlicher Theil. 41) Gießen. Protokoll der Sitzungen des Bezirksraths zu Gießen. Fünfte Sitzung vom 3. Januar 1849. Nachmittags 3 Uhr. Anwesend: Neg.-Nath Küchler und 10 Mitglieder des Bezirksraths. (Schluß.) Engel weist auf den früheren Beschluß hin, und fragt: ob die Versammlung nicht geneigt sei von der Beibringung der Zeugnisse aus letzterer Zeit abzuschen, da die früheren günstig lauten? Sollte dieses nicht der Fall sein, so schließe er sich Ferber au. Dieterich will wiederholt die Wanderbücher als Sittenzeugmß verworfen wissen. Der Dorf, läßt über den Ausschußantrag abstimmen, welcher angenommen wird. Lindenstruth bemerkt, er habe die Fragestellung nicht richtig verstanden. Hierüber entspann sich eine längere Debatte, wornach der Antrag anders formulirt, nochmals zur Abstimmung gebracht werden solle, nehmlich: daß dem Bittsteller durch die Reg.-Commiss. aufzugeben, sein Zeugniß beizubriugen von den Monaten Juli bis September, welcher angenommen wurde. Der 2. Dorf, läßt nun den Ausschußbericht über den Antrag Dieterichs, Gründung einer Realschule in Lich, durch Engel verlesen und eröffnete die Debatte. Steinberger erklärte, daß die Nachricht, Grünberg sei zu einer Garnisonsstadt ausersehen, zwar durch Zeitungsartikel verbreitet sei, jedoch der Bestätigung noch bedürfe. Er müsse dies bemerken, weil der Antrag auf diese Nachricht einiges Gewicht lege. Menkel ist mit dem Ausschußantrag einverstanden. Dieterich erklärt, er habe nur einen frommen Wunsch für Lich ausgesprochen und weil er keine Unterstützung gefunden, wolle er seinen Antrag zurücknehmen. Der 2. Vors. läßt nun den Antrag Dieterichs, betreffend die Organisation der Schulen, verlesen. Steinberger erstattet mündlichen Bericht. Er will, daß der zu machende Entwurf der Commission in Darmstadt dem ganzen Lehrerstand vorgelegt und in jeder einzelnen Lehrer-Conferenz durchdebattirt werde. Eingabe mehrerer Einwohner von Gießen betr. die Abfahrt von der Neustädter Chaussee nach der Krvf- dorser Straße. An den III. Ausschuß. Als Tagesordnung für Morgen wurde bestimmt: 1) Die Anschaffung der Darmstädter Zeitung auf Kosten der Gemeinden, Kirchenkasten re. 154 2) Die Kassevisitation der Gemeinderechner. 3) Die Erhebung der Forst- und Feldstrafen durch die Rentämter. 4) Gesuch des Wirth Kliebe zu Wiescck. 5) Vorstellung des Johannes Möller von Ettingshausen wegen entzogenen Loosholzes. 6) Antrag, betr. die Revision der Gemeindeordnung, Aufhebung des Art. 84. 7) Vorstellung des Stadvorstandes zu Grünberg, um Verlegung eines Kreisgcrichts nach Gruuberg. 8) Antrag von Bernbeck auf Errichtung von Rothholzmagazinen in denjenigen Gemeinden, wo keine Gelegenheit zum Loosbolzsammeln vorhanden ist. Der Vorsitzende: Der Schriftführer: F. Steinberger. Bernbeck. Der Gr. Bürgermeister G g. Reiber. dem Poliz'ibüreau in Empfang nehmen. Gießen den 17. Februar 1849. Polizeiliche Bekanntmachungen. (Sin Waldhorn ist dahier in Beschlag genommen worden und kann der Eigcnchümer dasselbe auf Ein Perpendikel, zwei leere Geldbeutel und eine Cigarrendosc, sind gefunden und auf dem Polizei- büreau dahier abgegeben worden. Gießen am 19. Februar 1849. Edictalladung. 119) Grünberg. Nachdem Gr. Hess. Hof- gerichi zu Gießen über das Vermögen des Konrad Holzer zu Merlau den förmlichen Concurs- proceß erkannt hat, so werden demzufolge alle Gläubiger, welche irgend eine Forderung oder einen Anspruch an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß in dem auf Montag den 26. Februar d. I., Morgens 8 Uhr anberaumten Liquidationstermine dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst ohne ein weiter zu erlassendes Präelusivdecret von der Concurs- masse des K. Hölzer werden ausgeschlossen werden. Grünberg den 20 Deeember 1848. Gr. Hess. Landgericht daselbst Welcker. I) r. Ortwein.. Besondere Bekanntmachungen. 296) Gießen. Auffordenlng an die Schuldner der hiesigen Pfand - und Leih - Anstalt. Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, Octoler, November und Deeember 1848 verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 26. Februar bis einschließlich den 24. März, dieselben entweder einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 23. April stattfindet. Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden; die Säumigen haben es sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst in dem Versteigerungstermin, gegen baare Zahlung einlösen können. Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt cingelöst werden. Gießen den 16. Februar 1849. Die Pfandhausverwaltuug: Bieler. Pfeil. 294) Gießen. Diejenigen, welche Gewehre von der Stadt erhalten haben und mit der Bezahlung des 1. 2. und 3. Ziels — 1 fl. 42 fr. noch im Rückstände sind, werden hiermit nochmals an die Berichtigung derselben mit dem Anfügen erinnert , daß wenn dieselbe in den nächsten 8 Tagen nicht stattgefunden hat, mit dem gesetzlichen Vei- treibungsverfahren — welchem sich bei dem Empfang der Gewehre unterworfen worden ist — vorgcgan- gen werden muß. Gießen am 19. Februar 1849. Der Stadtrechner Enders. Versteigerungen. 302) Gießen. Montag den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden auf hiesigem Rathhaus 16 vacant gewordene städtische Triebviertel auf 6 Jahre, sodann das 155 in der Neumark gelegene Rodland, enthaltend 4106 Cbikklftr., in 6 Abtheilungen, auf 2 Jahre der Verpachtung auSgeietzt. DerForstfchütz Hahn und der Flurschütz Noll sind beauftragt, desselben Tages, Morgens 8 Uhr, die Stücke auf Verlangen zu zeigen. Gießen den 17. Februar 1849. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 310) Gießen. Montag den 12 März d. I, Nachmittags 2 Uhr, sollen, auf freiwilliges A, suchen des Zimmermeisters Balthasar Herbert dahier, die demselben zustchcnden Grundstücke, als: Grundb. HlKlftr. yig 51 Acker, am Wiesmarerweg, an der Lahn, %- 300 Acker daselbst, */’ 325 l Acker, links am Kcofdorferweg, y‘" 304. Acker daselbst, y", 137sAcker daselbst, y 76 Acker, an der Weilburgergrenze, am Katzenfeld, y 80 Acker daselbst, y 0 a 183 Acker, auf dem Fluthgraben, in der Au, 5/.„ 183 Acker daselbst, yn, 80 Acker daselbst, y 80 Acker daselbst, y 263 Acker, auf den Gleibergerweg, 7/ 'c 58 Acker daselbst, yjas 386 Acker, die krummen Acker, auf den Gleibergerweg, yi 3i 294 Acker, zwischen dem Gleiberger- und kleinen Grasweg, y 204 Acker daselbst, y 204 Acker daselbst, 436 Acker daselbst, iy 273 Acker, auf die Hauser hinter der Pulvermühle, 3y f 82 Wiese, hint. d. Waldbrunnen, 4 01,*® 436 Acker, an den Schwarzlachgär- ten, am Fluthgraben, auf dahiesigem Rathhaus, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 16. Februar 184g. Der Beigeordnete Rühl. 309) Gießen. Montag den 16. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathbaus, die dem Johannes Farling in Heuchelheim zustehenden, in hiesiger Ge- markung liegenden Grundstücke, alS: Grundb. LiKlftr. y3„s 92 Acker, unter der Hardt, unter dem Schaafstall, '7„, 184 Acker, auf der Hardt, über den Gärten, ‘%is 80 Acker, auf der Hardt, am Gleibergerweg , n/13t 398 Acker, über der Kropbach, in der Kvppelhuth, J3/ 160 Acker, auf der Hardt, über der herrschaftl. Wiese, I3/66 90 Acker, auf der Hardt, über der Kropbach, 13/518 115 Acker, am Gcigcrsbcrg, auf die Rodheimerstraße, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 19. Februar 1849. Der Beigeordnete R ü h l. 301) Gießen. Holzversteigerung im Gießer Stadtwald. Mittwoch den 28. Februar d. I. , von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwald, District Wanne, Charlottenburg, Schützenschlag und Waidmannslust, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden,! 9 Stecken Buchen-Schcidholz, 35 ii u Prügclholz, 10 „ „ Stockholz, 1825 Stück ii Reißholzwellen, 4 Stecken Hainbuchen-Scheidholz, 1 ii ii Stockholz, 100 Stück ii Reißholzwellen, 5 Stecken Eichen-Scheidholz, 1947, ii i> Prügclholz, 241% ii ii Stockholz, 13888 Stück „ Reißholzwellen, 1150 „ Kiefern- „ „ 200 n Lerchen- » „ 1 Stecken Aspen-Scheidholz, 17% „ „ Pntgelholz, 2 ii „ Stockholz, 125 Stück ii Reißholzwellen, 3*4 Stecken Weiden-Prügelholz, 2 ii Erlen- » 20 Eichen - Stämme von 149 Cbikfß., 228 u Stangen » 264*4 u 11 Buchen- „ ii 20 „ 11 Hainbuchen „ „ 6'4 » 32 Lerchen- u „ 16 „ 1 Pflugsreh und 2 Jochstangen (eichene) 2100 Stück Dorn-Wellen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October l. I. gestattet. 156 Die Zusammenkunft ist am LumpenmannSbrun- nen. — Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 19. Februar 1849. Der Bürgermeister I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 267) Gießen. Montag den 26. d. M., Nachmittags 2 Uhr. soll, auf freiwilligen Antrag des Kürfermcisters Joh. Phil. Bach erts Erben dahier, der denselben zustehende Grundb. □ffiftr. 4o/2O8’9-io- 156 Garten im Gartenfeld, auf dahiesigem Rathhaus, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 15. Februar 1849. Der Beigeordnete R ü h l. 266) Maulbach. Holzversteigerung im Revier Maulbach. Donnerstag den 22. u. Freitag den 23. d. M., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im Distrikt Rübgarten: 281 Kiefern-, Bau- und Schnittholz-Stämme von l0 — 17" Durchmesser und bis zu 85' Länge, zusammen 17250 Cbikfß. enthaltend, öffentlich meistbietend versteig.-rt werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird bis zum 1. October d. I. Zahlungsfrist gestattet. Die Zusammenkunft ist im Holzschlage am Vicinalwege von Dannenrod nach Lehrbach. Maulbach am 11. Februar 1849. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Maulbach. Emmelius. 297) Erdhaufen. Dienstag den 27. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, District Spcr- bershain, unmittelbar an der Landstraße: 123 Stämme Eichenbauholz, 8917 Cbikfß. enthaltend, sowie 1 Eichenklotz von 17' Länge und 50" Durchmesser , 327 Cbikfß. enthaltend, von fester Qualität, welcher sich zu einer Oelpresse für Oelmüller vorzüglich eignet, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß gegen gesetzliche Bürg- schelne Zahlungsfrist bis Michaeli d. I. gestattet werden wird. Ferner wird bemerkt, daß bei diesem Holze sich mehrere Stämme befinden, die sich zu Schreinerholz eignen, sowie auch dabei sog. Krümmlinge für Müller vorkommen. Die Zusammenkunft ist um die oben bestimmte Stunde, im Schlag an der Chaussee. Erdhausen b. Gladenbach am 15. Febr. 1849. Der Bürgermeister 3. Lenz. 299) Londorf. Holzvcrfteigerung im Londorfer Gemeindewald. Montag den 5. März d. I., sollen im Londorfer Gemeindewald, Distrikt Katzen- geheeg, folgende Holzsortimente, als: 2,30 Stück Kiefern-Baustämme von 30 — 65' Länge und 7—19" mittleren Durchmesser, 8023 Cbikfß. enthaltend, 10 Stück Eichen-Stämme von 7—13" Durchmesser, 149 Cbikfß. enthaltend, 3 Stück Birken-Stämme von 8—13" Durch, meffer, öffentlich meistbietend, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen ver- steigert werden. Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr, am Wege von Londorf nach Wermuthshausen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine, wird bis zum 1. September d. I., Credit gegeben. Londorf am 7. Februar 1849. Der Bürgermeister Klicbe. 300) Londorf. Holzversteigeriing im Londorfer Gemeindewald. Dienstag den 6. März d. 3-, sollen im Londorfer Gemeindewald, District Eisels- berg, folgende Holzsortimcnte, als: 15 Stück Eichen-Stämme von 30—58' Länge und 10—16" Durchmesser öffentlich meistbietend, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr, am Wege von Londorf nach Roßberg. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird eine Zahlungsfrist bis zum 1. September d. I. bewilligt. Londorf am 17. Februar 1849. Der Bürgermeister Kl lebe. 157 295) Annerod. Holzversteigerung im Anneröder Gcmeindewald. Montag den 5. März l. I , Morgens 9 Uhr, soll im Gemeindcwald, District Kvpel und Mallerweg, nachstehendes Holz, öffcmlich versteigert werden: 6*/4 Stecken Kiefern-Prügelbolz, 3 » „ Stockholz, 2000 Stück tt Reißholzwellen, 400 ii Fichten- » 31 ii Kiefern-Stammholz, 225 u ii Stangenholz, 274 ii Fichtcn-Stangen, die sich gut zu Hecken-Pfähleu eignen, Der Zusammenkunflsort ist auf der Kopel, an der Grünbergerstraße. Annerod am 16. Februar 1849. Der Bürgermeister Seipp. Verpachtung. 298) Mainzlar. Die den Kindern des verstorbenen Gerhard Hoffmann gehörige Hofraithe, ehemals Eigenthum deS gewesenen Bürgermeisters Myll allda, soll am 26. Febr. d. I., Vormittags um 10 Uhr aus 3 Jahre auf dem Gemeindehaus in Mainzlar öffentlich meistbietend verpachtet werden. Sie besteht aus einem geräumigen zweistöckigen Wohnhause, aus einer Scheuer und 3 Stallungen für Pferde, 4 Stallungen für Schweine, zwei guten Brunnen auf dem Hof und dem dazu gehörigen Grab- und Grasgarten, welcher Bäume von vorzüglichen Obstsorten enthält. Sie hat Schildge- rechtigkeit und eignet sich zum Betriebe einer Wirth- schat ganz vorzüglich, indem durch das sehr freundliche Dorf Mainzlar, das nicht fern von der Landstraße und der Eisenbahn liegt eine sehr bedeutende Passage geht. Mainzlar den 16. Februar 1849. Der Bürgermeister Vogel. 312) Lollar. Holzversteigerung im Lollarer Gemeindewald. Dienstag den 27. und Mittwoch den 28. Februar d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Gemeindewald, District Boden, nachverzeichnetes Holz, öffentlich meistbietend versteigert werden: 21 Stecken Buchen-Schcidholz, 95 u Eichen- „ 7 ii Buchen-Prügelholz, 55 ii Eichen- „ 7 „ Buchen-Stockholz, 51 „ Eichen - „ 26 Stecken Buchen - Reiser, 129 „ Eichen- u 49 ii Radel- „ 6 Stück Buchen-Stämme, von 107 Cbikfß., 125 „ Eichen- „ u 2695 u 64 ii Fichten- u u 1288 u 32 „ Eichen - Stangen, 25 u Fichten - „ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft kann Zahlungsfrist bis Ende August l. I, gestattet werden. Das Stammholz ist jung und eignet sich besonders zu Werkholz für Wagner und dgl Arbeiten. Ferner wird noch bemerkt, daß die Abfahrt des vorgenannten Holzes sehr bequem ist und nahe an der Chaussee zwischen Lollar und Gießen liegt, sowie, daß das Brennholz den ersten Tag und daS Stammholz den zweiten Tag versteigert wird. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Ortschaften werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Lollar den 20. Februar 1849. Der Bürgermeister Klinke!. 281) Gießen. Am 1. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich eine leichte zweispännige Chaise in meiner Wohnung vor dem Wallthor, versteigern. Gießen den 13. Februar 1849. Georg Noll. 265) Wiescck. Mittwoch den 21. Februar, von Vormittags 8 Uhr an, und am folgenden Tage sollen im Schulhause zu Wiescck versteigert werden: 2 Kühe, Heu, Stroh, Mist, ein Fortepiano, Bücher, Betten, Schränke, Comoden und andere Hausgeräthe. Hofmann, Lehrer. Feilgeboten. 304) Gießen. ßtfjonner wasser^ mittelst welchem man jeden Stoff von Schmutz und Fettflecken aller Art, augenblicklich reinigen kann, ohne dessen Farbe und Haltbarkeit im Geringsten zu schaden. Von sämmtlichen, durch ihre Wirkungen rühmlichst bekannt gewordenen Artikeln, befindet sich bei Endesunterzeichnetem alleiniges Lager: 158 Vegetabilieche Haartin ctui\ von mehreren Medicinal-Behörden geprüft und genehmigt. Mit diesem nur aus Vegetabilien gezogenen und deßhalb durchaus unschädlichen Färbungsmittel kann man auf leichte Weise grauen, weißen und rothen Haaren binnen kurzer Zeit eine ganz natürliche dunkle Farbe geben. Dabei wirkt diese Tinklur auf das Wachs- thum der Haare nur kräftig und wohlthätig. Die Flasche mit deutlicher Gebrauchsanweisung kostet 1 Rthlr. Aeclit englisches Gichtpapier, das Blatt 2% Sgr. gegen Reißen und Gicht ein bewährtes Mittel bei Carl Frech. 308) Gießen Meinen am Nahrungsberg gelegenen, mit vielen Obstbäumen bepflanzten, obn- gefähr */■! Morgen großen Garten, bin ich Willens zu verkaufen. ' Carl Wittich. 313) Gießen. Deutscher Kaffee von D. Völker in Lahr, von welchem Herr Jean Gertig bisher den Verkauf hatte ist ferner zu haben bei ®. Schmid tborn in Gießen. 316) Gießen. Schützen-Hüte in 4 verschiedenen Feinen, Marseillais noir et manquin, schwarze und helle Parlamentshüte, sowie Seidenhüte, neuester Faeons, zu den billigsten Preisen bei M. H c ß. 314) Gießen. Ein Haus, Scheuer und Stall in der Gemeinde Erda, bei Hohensolms, ist auf den Abbruch zu verkaufen. Näheres sagt die Erpd. d. Bltts. 279) Gießen. Bei der Wallpf örter Schäfereigesellschaft ist eine noch in gutem Zustande befindliche Schäferhütte zu verkaufen. Das Nähere bei Balth. Spruch. 240) Marburg. Der an der Frankfurter Straße vor Marburg gelegene Gasthof zum „Schützenpfuhl," mit Scheuer, Remise (beides ist so eingerichtet, daß es auch zur Stallung dienen kann), Stallung für circa 50 Pferde, Bachhaus, Waschhaus, Kuh- und Schweineställe, sowie Gemüse- und Wirthschafts- gärien, daran stoßende Wiese, Ackerland und Obst- stücke, nebst großem Fischteiche, stehet zum sofortigen Verkaufe, welches mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß das Kaufgeld nicht gleich bezahlt zu werden braucht, sondern gegen genügende Sicherheit, unter noch zu bestimmenden Bedingungen, stehen bleiben kann und weitere Auskunft hierüber im Gasthofe selbst ertheilt wird. 317) Gießen. Glacce-Handschuhe für Damen und Herrn in reichster Auswahl und den billigsten Preisen empfiehlt M. Heß am Lindenplatz. 321) Gießen. Scharsschützenbüchsen mit Spihkugeln und zum Hirschfänger aufpflanzen eingerichtet, find vorrälh'g bei W. Stein, Büchsenmacher. 322) Gießen. Weinverkauf Reinen 1848r zu 9 fr. per Schoppen und 1846r zu 12 fr. per Schoppen empfiehlt in seiner Wirth- schafi wie über die Straße PH. Leib. 318) Gießen. Soda-Oel Kernseife und Stearin-Lichter in bester Qualität empfiehlt M. Heß. 31) Gießen. Amerikanische Galvano - elektrische - Rheumatismus - Ketten, ä Stück 1 Thlr. 25 Sgr., schwächerer Qualität 1 Thlr. Pr. Crt. Ein vielfach weit und breit erprobtes und bewährtes Heil- und Präservativ-Mittel accute und chronische Rheumatismen, Gicht, Nervenleiden und Congestionen, auch Müttern und Ammen zu empfehlen, indem der galvanische Strom dieser Ketten keine Störung des Blutumlaufs zuläßt, und mithin Schreck und heftige Gemüthsbewegungen keine nachtheiltgen Folgen hinterlassen. Das Weitere besagen die Gebrauchsanweisungen. Ferner haben sich diese Ketten in Petersburg, Berlin, re. bei allen Personen welche Anwendung davon gemacht, als unfehlbares Schutzmittel gegen die Cholera bewährt, und sind als solches auch von vielen Aerzten empfohlen worden. In Gießen sind diese New-Dorker Rheumatismus-Ketten nur allein ächt bei Unterzeichnetem zu haben. I. G. Appel. 159 Atteste Die von den Herrn Wilh. Mayer u. Comp. in Breslau verbesserten und vielfach als wirksam gepriesenen Rheuma- tismus-Ableiter sind auch von mir bei veralteten rheumatischen Beschwerden, insbesondere aber bei nervösem Hüstschmerz und rheumatischem Leiden des Schultergelenkes, wo schon Vieles, jedoch vergeblich. zur Heilung gereicht worden, mit den günstigsten Resultate» in Anwendung gezogen werben. Diesem zu Folge kann ich nicht umhin, den Herren Mayer u. Comp. die vortrefflich gute Wirkung ihrer RheumatiSmus-Ableiter bei genannten Leiden zu bescheinigen. Breslau den 2. Juni 1847. G. H. Rillen, prakt. Stadt-Wundarzt. Wenn man die Hartnäckigkeit und großen Qualen rheumatischer unh damit verwandter Leiden und die nicht seltene Wirkungslosigkeit aller dagegen empfohlenen Arzneimittel erwägt, so kann man eine Vermehrung dos Heilapparats durch ein bereits so vielfach gepriesenes Mittel, wie es die von den Herrn Wilh. Mayer und Comp in Breslau verbesserten Rheumatismus-Ableiter sind, nur dankbar anerkennen. Nach den bisherigen Erfahrungen haben dieselben nicht blos bei rheumatischen Schmerzen der Gliedmaßen, bei aus derselben Zu vermiethen- 303) Gießen. Ein Logis, bestehend aus 4 Stuben, 2 Kammern, Küche, Keller u. Holzstall ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden bei G g. Reiber in der Neustadt. 307) Gießen. In der Nähe des Vusch'schen Gartens bei Botenmeister Barths Wiltwe, sind 2 möblirte Zimmer, ein größeres und ein kleineres letzteres auch ohne Möbel) zu vermiethen. Auf Verlangen kann die Kost gegeben werden. 290) Gießen. Für daS nächste Semester ist eine Stube mit Cabniet zu vermiethen bei Brühl I. der Aula gegenüber. 21) Gießen. Ein Logis, bestehend aus drei auch 4 Zimmern, Kammer, Küche, Keller, Holz- stall, ist in meinem Hause zu vermiethen und gleich beziehbar. W. Dickore, Reallehrer. 285) Gießen. Im Buschischen Garten sind noch mehrere möblirte schöne Zimmer zu vermiethen. 280) Gießen. Ein Logis, bestehend tu 3 bis 4 Stuben, einem Kabiuet, Küche, Keller und Holz- Platz nebst Mitgebrauch der Waschküche ist zu ver- miethen und kann alsbald bezogen werden bei Ehr. Busch, im Darmstädter Haus. 251) Gießen. Eine Familienwohnung, bc- stehend in 4 bis 5 heizbaren Zimmern, 2 Kammern, Holzplatz und Keller, beide verschließbar, sowie Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden. Silbereise n. Ursache entstandenen Zahnweh, Kopfreißen und Magenkrampf, entschiedenen nnd dauernden Nutzen geleistet, sondern sich selbst gegen Lähmungen und lähmungsartige Schwäche der Glieder in Folge von Rheumatismen und Schlagfliiffen in nicht sei- tenen Fällen hilfreich gezeigt, und rerdienen daher wohl. Allen an dergleichen Krankheiten Leidenden zur Anwendung empfohlen zu werden. Jauer den 3t. Jan 1848. I»r. Alberti, König. Kreis-Physikus. Meine Frau litt seit dem 14. Jahre beim Witterungswechsel im Herbst und Frühjahr sehr an Flüssen, vorzüglich zog sichs allemal sehr nach dem Kopfe zu, und daraus entstand die fr genannte Rose, wo sie jedesmal 3 bis 4 Wochen sich mit dieser Krankheit Herumschleppen mußte, so stellte sich auch dieses Leiden dieses Frühjahr wieder ein, ich entnahm daher von den viel gepriesenen Rheumatismus-Ableitern beim Herrn Eduard Bergner einen zu 10 Sgr.; meine Frau hing selbiger auf den Rücken, und den andern Tag halte sich nicht nur der Schmerz verleren, sondern cs war auch keine Spur von Geschwulst mehr zu sehen, dies bescheinige ich gern der Wahrheit gemäß. Neustadt den 23. März 1847. L. S. Karl Müller jun., Kunst- und Handelsgärtuer. Vermischte Nachrichten. 305) Langgöns. Diejenigen Leibgesterner Personen, welche mich als den Einsender des Aufsatzes in dem Gießer Anzeigeblalt S. 94 öffentlich beschuldigt und dcßhalb sogar auf der Straße zu Gießen mich zur Rede gestellt haben, erkläre ich so lange für Schufte u schlechte Menschen, bis sie den Beweis von der Wahrheit ihrer Beschuldigung erbracht haben werden und ich überlaße es ihrem eignen Ermessen, mich deshalb vor Gericht zu belangen, wenn sie das Tageslicht nicht scheuen. Langgöns am 19. Februar 1849. Johs Bolf. 306) Gießen. Am Samstag wurde von den Neuenbäuen bis auf den Seltcrswcg eine earirte seidene Henn-Halsbinde verloren. Der redliche Finder wirb ersucht, solche gegen eine Belohnung an die Erpedit. d. Bltls. abzugeden. 289) Gießen. Es ist mir von Gr. Ministerium des Znnern die Erlaubniß zu Fertigung von Vorstellungen in Administrativ, und Gnaden Sachen ertheilt worden und mache ich dies mit dem Bemerken bekannt, daß ich gleichzeitig Rechnungsarbeiten jeder Art gegen angemessene Vergütung besorge. Gießen den 16. Februar 1849. Becker, stad. cam., wohnhaft bei Hrn. Strumpfwcb. Wusetzky, in der Marktstraße. 319) Gießen. Der unterzeichnete Vorstand lädt die Mitglieder des Bürgerklubbs auf Samstag den 24. Februar Abends 8 Uhr zu einer Generalversammlung im Locale des Bürgerklubbs ein, um Beschluß zu fasseii, cb der Bürgerklubb in seitheriger Weise, oder in veränderter Gestalt fortbestehen 160 ober ganz eingehen soll. Ilebrigenö können nach §. 8 der Statuten nur die als Mitglieder betrachtet werden, welche ihren Beitrag für das 4. Quartal 1848 bereits entrichtet haben. Der Vorsitzen d e: Der Sa'riftführer: Nicker Baur. 292) Gießen. In dem Hofraum meines neuen Hauses kann Schutt, gegen Vergütung von 6 fr. für den Wagen, abgeladen werden. Gg. Fulda. 293) Gießen. Alle Sorten Strohnte werden zum Waschen angenommen bei Jacob Landauer. 291) Gießen. Anstatt wie bisher am Mitt- wob, trifft mein Fuhrwerk von nun an jeden Donnerstag hier ein, um Frachtgüter von hier nach Marburg und Umgegegd in Ladung zu nehmen. Anmeldungen wolle mau am Comptoir der Gebrüder Windecker abgeben. H. Schmidt Frachtfuhrmann von Lollar. 311) Gießen. Nächsten Sonntag, den 2-5. b. M. werde ich im Saale des Gasthauses zum Prinzen Carl einen Maskenball abhalten, der Eintrittspreis kostet 36 ft. wozu ergebens! einladet Schmidt, Tanzlehrer. 315) Gießen. Strohhüte werden von heute an zum Waschen angenommen und erhalten die neueste Faeon. M. Heß. 320) Gießen. Das durch meinen verstorbene» Manu früher geführte Geschäft in allen Arten Sämereien werde ich vor wie nach mit aller Sorgfalt fortbetreiben und empfehle dasselbe allen, welche niich mit ihrer Kundschaft beehren wollen zur gefälligen Abnahme. Auch empfehle ich mehrere Obstbäumchen zum Verkauf. Wernh. Sauers Wtiv. wohnhaft im botanischen Garten. 286) Gießen. Es wird ein gewandtes Bürschchen von 14 bis 16 Jahren in Dienst gesucht. Die Erpd. d. Bltts sagt wo? 284) Gießen. Eine tüchtige HauSmagd mit guten Zeugnissen, welche einfach kochen kann, wird zu Ostern in Dienst gesucht. Das Nähere sagt die Erpd. d. Bltts. 323) Gießen. Weiblicher Arbeiterverein (neue Bildung.) Der weibliche Arbeiterverein (neue Bildung) wird Mittwoch den 21. Februar seine 1. Sitzung halten. Die Arbeiterinnen, welche in diesen Verein eintreten wollen werden ersucht, sich Abends 8 Uhr am genannten Tage in der Wohnung des Schuhmacher- nreisters H. Pfaff eine Treppe hoch, in der Caplans- gasse einzufinden. Die Statuten sind jederzeit bei Johanna Roth, wohnhaft bei Drechslermeifter Helwig auf dem Neuenweg einzusehen. 2)er pro». Vorstand. 150) Gießen. Schiffsgelegenheit. 3ur Reise nach Nord-Amerika. Da die Beförderung von Auswanderer nach Nordamerika im März d. I. wieder ihren Anfang nimmt, so unterlasse ich nicht ein resp. Publicum zu benachrichtigen, daß ich für Herrn I. H. Buschmann in Bremen, welcher das von dem verstorbenen Carl Traub betriebene Auswanderungsgeschäft käuflich an sich gebracht hat, Verträge abzuschließen, beauftragt bin. Diejenigen aljo, welche dahin auszuwandern beabsichtigen ersuche ich mich mit ihrem Vertrauen zu beehren und sich überzeugt zu halten, daß sie in jeder Beziehung reel bedient und behandelt werden Zugleich füge ich eine Ucberstcht über die im Jahr 1848 über Bremen stattgehabte Auswanderung bei und es stellt sich diese wie folgt: nach New-Aork ...... 14151 Personen. n Baltimore...... 6043 » „ Charleston...... 303 u v New-Orleans..... 7440 „ „ Philadelphia..... 925 » „ Port Adelaide..... 579 » n Galverston.......313 » „ Quebeck........ 547 » v Newberford...... » 30301 u Gießen im Januar 1849. I. G. Appel 161 194) Gießen. Fiie AnswmrdeVer. KKMNegell nüßige Segelschißührt nach Nordamerika^ Cali- sornien und Süd - Australien über Bremen. Durch Uebernahme: der Haupt-Agentur eines zuverlässigen Hauses in Bremen, bin ich in den Stand gesetzt, unter ausdrücklicher Zusicherung ganz reeller Bedienung, stets Uebersahrts-Berträge zu den billigsten Preisen abzuschließen. Zu Anfang und Mitte eines jeden Monats, von März an gerechner, werden gute und schnellsegelnde Schiffe erpedirt und es wird sich mein Geschäfftsfreund in Bremen, welcher sich selbst lange in Amerika aufhielt, angelegen sein lassen, de» Auswanderern, welche mit mir Contracte abschließen, mit Rath und That vorthellhaft an die Hand zu gehen. Für den 1. und 15. März kann ich jetzt schon zu bestimmten Preisen -abschließcn, nehme aber auch Anmeldungen und Handgelder für spätere Termine an, wodurch Gelegenheit fest gesichert wird, mache aber im Voraus darauf aufmerksam, daß sich später die Preise erhöhen werden. Heinrich Ferber, am Markt. Die Hindernisse, welche sich im vorigen Jahre der Auswanderung über Bremen entgegenstellten, sind jetzt gehoben und es bietet die Auswanderung über Bremen jetzt wieder alle Vortheile vor jedem anderen One. — Regelmäßige Fahrten Packelbote nach Frankfurt a. M. E" Für Auswanderer. „Pie Hoffnung." Coneessionirte deutsche Büreaur für NuswaNdeeeV nach Amerika M» IBieiefeld t» Mannheim« vom nächsten März an, mit gekupferten Dreimaster erster Klasse, sogenannte New-Work und New-Orleans Rotterdam und London. Zur näheren Erkundigung, sowie zum Abschluß von Ueberfahrts-Verlrägen, beliebe man sich an Unterzeichneten zu wenden, . . Heinrich Klippel, General-Agent in Frankfurt a. M. .MW.,— ...™,-.,—.. ................ ........... ......—— ' --------- Anqekommene und ab gereiste Fremden vom 16. bis 1 ik Februar 1849. I n den Gasthäusern. Im Raupen- Hrn. Kfl. Stützer v. Larlsruhe, Franck, Spahn, Schäker, Walter, Kert u. Schmidt v. Frankfurt. Hr. Engel, Reusmstr. v. Londorf. Hr. Siemoni, Lieutn v. Berlin. Hr. Meper, Partie, v Cassel. Hr. Lammermann, C.iiul. mcd. a Holland. Hr. Haffenpflug, Äkm. v Hanau. Hr Schwalb, Arzt d. Alsfeld Graf v. Stollbcrg m. Bedien, v. Roßla. Hrn. Kfl. Betz v. Heidenheim n Schäffer v. Frankfurt. Hr. Hammel,. Oecon. v. Jesberg. Frl. Walter v. Romrod. Hrn. Kfl. Hölterhofs v. Cöln, Ester v. Coblenz u. Eisen ». Münden Hr Halske, Mcchan. v. Berlin ^ Hr. Nhrich, Gand. v. Friedberg. Hr. Feil, Pfarr. v. Caffel. Graf v. Dogeu in. Bedien., Offiz, v. Hannover. im Einhorn: Hrn. Oecon. Gillmer it. Wagner v. Kloster Arnsburg Hr. Handwerk, Apotb. v. Marienschloß. Hr. Kaltwasser, Kfm. v. Eöln. Hr. Frankförsch, Stud theol. v. Marburg. Hr. Freudenreich, Fabrik, v. Arnsberg. Hr. Lahnkuß, Direct. v. Salzburg. Hin. .'ist. Katz v. Cöln, Sippertino v. Aachen . u. Kornhäuser v. Düsseldorf, er. Hülbenreich, Goldschm. o. Hamburg. Hrn. Stud. Straukens u. Grog v. Heidelberg. Hrn. Kfl Höger ».Frankfurt, Jüngst v. Aachen u. Lupp v. Düsseldorf. Hr. Ehaguemin, Partie, v. Straßburg. Fr. Wohmann v. Höchst. Hr. Krcmpvld, Archit. v. Holstein. Hr. Arenz, Kfm. v. London. Graf v. Kandowitsch m. Bedien., Oksiz. v. Potsdam. Hr. Sekellenberger, Kfm., v. Caffel. Hr. Morbach, Mühlenbes. o. Okarben. Im Prinz Carl: Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Schönbein, Fabrik, v. Alsfeld. Hr. Stamm, Oecon. v. Melbach. Hr. Bast, Kfm. v. Mlbel. Hr. Stern, Ge- schäftsm. o. Kirchheim. Hr. Gescheidt, Schrein, v. Butzbach. Hr/Landmann, Oecon. v. Oberschmitten. Hr. Tkapp, Kutsch. 162 v. Selters. Hr. Haubensack, Handelsm. v. Gönningen. Hrn. Sfl. Blumenthal v. Rennertehausen u. Dettmand ». Brilon. Hrn. Geschäftsl. Speckt v. Schlitz u. Becker v. Schotten. Hr. Reiber, Handelsm. v. Gönningen. Hr. Schlörb, Metzg. ti. Schotten. Hr. Franck. Oecon v. Mockstadt. Hrn Kfl. Holle v. Stettin, Stüberling v. Regensburg, Danne- baum u. Rothschild v. Berlin. Im Darmstaedter Haus: HrN Geschästsl. Thomas V. Niederdorf, Roth u. Seibert v. Göttingen. Hr. Schlatter, Bäck. v. Mühlbach. Hrn. Geschäftsl. Buchhold v. Magdeburg u. Menckel v. Oberhochstadt. Hr. Eschle, Handelsm. v. Fort- Wangen. Hrn. Geschäftsl. Beck v. Niederohmen u. Hartmann v. Biedenkopf. In der Sonne i Fr. Kitt v. Alsfeld. Hrn. Geschäftsl. Bieber v. Erdhausen u. Gampel v. Hochelheim. Fr. Goldmann v. Ershausen u. Fr. Walther v. Homberg. Dun Drei Freunde. Novelle von Theodor Mügge. (Fortsetzung.) „Mein Wille war es nicht," entgegnete Corbin, „ich hinderte es bis jetzt, aber meine Mutter, durch Johanna getrieben, besteht darauf. Vergebens habe ich endlich, gedrängt^ von den Umständen, ihnen mitge- tbeilt, daß sie gefaßt sein müßten den Gegenstand ihres Hasses zu sehen, der kaum zu vermeiden ist. Doch es half mir nichts, ja im Gegentheile Johanna scheint wie Kinder, die sich vor Gespenstern fürchten und doch mit geheimer Sehnsucht Gespenstergeschichten hören, nach seinem Anblicke zu verlangen. Ich glaube beinahe," sagte er, „daß sie durch irgend eine klatschhafte Freundin eher etwas und mehr von ihm erfuhr, als ich wußte und daß hierin der Grund ihrer Wünsche liegt den Aufenthalt zu wechseln, um mit eignen Augen den Verräther zu beobachten." „Dann haßt sie ihn nicht, nein sie liebt ihn noch immer!" rief Aurel und der heftige Ton, mit welchem er sprach, bezeugte seine Theilnahme. — Eduard stützte den Kopf in seine Hand und blickte düster vor sich nieder; noch ehe er aber eine Antwort geben konnte, sagte eine klingende Stimme, die auS der Tiefe des Zimmers kam, ein festes bestimmtes! „Nein!" Diese plötzlicke Unterbrechung hatte etwas geisterhaft überraschendes. Die tiefe Stille umher, die Mitternacht, der glänzende Schein des Mondlichtes, das durch die Fenster drang und mit dem matten Lichte der Lampe auf der Diele kämpfte, alles vermehrte das Gefühl des Unheimlichen. — Aurel war aufgesprungen, aber er fühlte sich unfähig eine Bewegung zu machen. In der Rose : Hrn. Handelst. Jung u. Biß v. Trais dorf u. Dörr v. Niedcrohmen. Hrn. Geschäftsl. Hermann v. Wommelshausen, Beck v. Endbach u. Frech v. Florstadt. In den Privathäusern. Bei Fr. Landr. Mosler: Frl. Schneider v. Oberschmit- ten. — Bei Hrn. Bürgermst.-Geh. Faber: Frl. Jung v. Heuchelheim. — Bei Frl. Dietz: Fr. Kreisbaumstr. Holzapfel v. Friedberg. — Bei Hrn. Prof Dr. Vogel: Frl Gotthardt v. Cöln. — Bei Hrn. Hofger.-Adv. Diery: Frl. Koch v. Wetterfeld. — Bei Hrn. Domänenb Dauernheim: Hr. Deines m. Fr., Stadtrechn. v. Allendorf. — Bei Hrn. Mechan. Kinkel: Frl. Kalberlach v. Rüddingshausen. — Bet Hrn. Prof. Dr. Nebel: Hr. Nebel, Hofpred. v. Mainz — Bei Hrn. Kfm. Münch: Frl. Bücking v Gießen — Bei Wittwe Sartorius: Hr. Strecker, Znstr.-Mach. v. Butzbach. — Bei Fr. Regier.-R. Heß: Hr. Heß, Kfm. v. Mainz t c s. Seine Blicke hingen krampfhaft an der Gestalt, die langsam von der Thüre näher schritt und ihm die Hand zum Gruße bot. — Es war Johanna, daran zweifelte er nicht, doch obwohl er vorbereitet sein mußte, sie verändert wiederzufinden, hätte er doch nicht an eine solche erschütternde Umwandlung geglaubt. Das junge, blühend und lebhafte Mädchen stand noch immer vor einen Erinnerungen, die mit ihrem Schmerze ihn jetzt zu ersticken drohten, denn kaum entdeckte er Spuren von dem Bilve, das der Spiegel seiner geschäftigen Einbildung ihm so treu bewahrt hatte. — Aber die Züge ihres Gesichtes waren nicht etwa welk und faltig geworden, abgezehrt unter den Leiden eines tiefen Grames, sie hatten vielmehr den unheimlichen Ausdruck erhalten, den ein krankhaftes zerstörtes Nervenleben hervorbringt; diese eiserne Starrheit und Kälte, diese tödtliche Ruhe, welche Grauen einflößt, weil sie der Ruhe des Gletschers gleicht, der den Vulkan bedeckt, welcher darunter kocht und mit seinen Blitzen dann und wann die erstarrte Oberfläche durchbricht. Eine tödtliche Blässe lag auf diesem schönen marmorartigen Gesichte, in welchem die großen Augen, wie zwei düstere und unergründliche Sterne regungslos und empfindungslos ruhten. Das schwere schwarze Seidenkleid, welches die schlanke Gestalt umhüllte und ihr nachrauschte, trug eben sowohl wie das glänzendschwarze langfallende Haar, das in reichen Ringen zu beiden Seiten des Kopfes auf Hals und Nacken niederfiel, dazu bei den seltsamen Eindruck ihrer Erscheinung zu erhöhen. Einige Minuten lang erlag Aurel unter dem Entsetzen des Gedankens, daß er cs mit einer Wahnsinnigen zu thnn habe, die ihrer Wärterin entsprungen sei und nächtlich durch die einsamen Gemächer dieses öden Hauses irrte. — (Forts, folgt.) Druck unv Verlag Der G. D. Brühl'scheu Buch- und Sleindruckerei.