Anzcigeblatt der Stadt Md des Regierungsbezirks Gieren. 90, Dienstag den 13. November 18^9. wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 fr., für Auswärtige ine ewffaunchlag 1 ff. 42 fr. — Auswärts abonnirt man stch bei allen Postämtern. In Hießen bei der Erpedition (Canzlciberg Lit. B. 31 r. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene CorpuSzeile 2 fr. Amtlicher TheLl. Auszug aus dem Gr. Negierungsblatt. Nr. 66 vom 2. November 1849. Inhalt: 1) Verordnung, tote polizeiliche Aufsicht über die Eisenbahn von Offenbach nach Frankfurt betr.; — 2) Bekanntmachung, die Zusammensexung der beiden landständischen Kammern und die Wahlen der Abgeordneten — insbesondere die Bildung der Wahlbezirke betr.; — 3) Bekanntmachung, die Ausgabe von Grundrenlenscheinen betr.; — 4) Dienstnachrichtcn; — s) Dicnstentbindung; — 6) Concurrenzeröffnungen. Bekanntmachung, die Ausgabe von Grundrentenscheinen betreffend. Nachträglich zu der Bekanntniachung vom 2. November v. I. (Regierungsblatt Nr. 64) wird die legende Beschreibung der Grundrentenscheine für die Beträge von Fünf und Dreißig Gulden und von Siebenzig Gulden veröffentlicht. Darmstadt den 22. October 1849. t. Großherzogl. Hessisches Ministerium der Finanzen. • F. von Schenck. Schleicrmacher. Beschreibung der Grundrentenscheine. 1 Format. Die Höhe der Scheine verhält sich zu ihrer Breite wie 2 zu 3. II . Größe. Der Fünf und Dreißig-Guldenschein ist 4" Hess, hoch, 6" Hess, breit. Der Siebenzig-Guldenschein ist 4" 4"' Hess, hoch, 6" 6"' Hess, breit. .«ST- 858 III. Farbe des Papiers. Bei dem Fünf und Dreißig-Guldenschein: Naturfarbe des Hanspapiers mit grauem Unterdrück Bei dem Siebenzig-Guldenschein: Naturfarbe des Hanfpapiers mit gelblichem Unterdrück. IV. Specielle Beschreibung der Vorderseiten: a) des Fünf und D'reißig-Guldenscheines: Zeichnung und Schrift im Drucke schwarz. Oben in der Mitte, in einer Reliesverzierung das Großh Hessische Wappen; die Reliesverzierung enthält links den Buchstaben G und rechts den Buchstaben H; — in den beiden oberen Ecken auf guillochirtcm Grunde die arabischen Zahlen 35, darunter die Worte: „Gulden" in weißer Antiqua-Versal-Schrist. Unter diesen beiden Ecken bildlich dargestellt, linken Archiv tectur, Bildhauerei und Malerei, rechts Wissenschast und Gewerbe; — in den beiden unteren Ecken auf guillochirtem Grunde die arabischen Zahlen 20, darüber die Worte: „Thaler" und darunter die Worte: „im 14 Thaler Fuße, in weißer Antigua-Schrift. — Unten in der Mitte des Scheines in einer Relief Verzierung links die Litera, rechts die Nummer des Scheines und in der Mitte der Reliefverzierunq, als trockener Stempel, das Großh. Hessische Wappen mit der Umschrift: „Großherzogthnm Hessen." - Im Innern des Scheines in Kanzlei-Fractnr die Worte: „Fünf und Dreißig Gulden" und darüber in Antiqua-Versal- ■Ä -s ^3 «0 02 4> ä Stück mit Gebrauchs-Anweisung* erster Qualitd LRthlr.pr.Cour,zweiter Qualite 20 Sgr. pr.Cour. b. o o 02 L> O ’S cd 'S c o Ä S N O 02 K feß s IS <0 ^8 dO s 'S 'S Diese nach wissenschaftlichen Grundsätzen in eleganter Form und in gröslterVollkoiheiiheit vnnF.TVolöbrrLr^ construirteii tchermo elertrrnrflrn Ringe werden mit vielem. Mutz en gegen Schreibkrampf,Zittern und Schwäche in den Händen sowie zur Stärkung und Kräftigung der Finger-und Hand-Muskeln und Nerven getragen und ver- Ursachen beim Gebrauch keinerlei Unbequemlichkeit, v > Ran wolle die Zeichen der Aechtheit dieser K3 sowie den Umstand genau he« achtemdalssichin jeder StadtHSSX CXÄ.Depot derselhcnhefindet. s *8 »1 JS GOLDBERGERS^ \ thernio-electrische MWW in allen Grösfen 2145) Gieß en. Neues, von mehreren Medicinal-Behörden geprüftes Aecht englisches Gehör-Oel a Flacon mit Gebrauchs-Anweisung V/s Thaler. Durch Anwendung dieses Oels werden alle organischen Theile des Ohres ungemein gestärkt, das Trommelfell erhält seine natürliche Spannung wieder, wodurch die Harthörigkeit in kurzer Zeit sicher geheilt wird. Außer vielen früheren Zeugnissen bestätigen nachstehende hingst eingegangene Atteste die besondere Wirkung dieses wohlthäti- Mittels. Unterzeichneter bescheinigt hiermit der Wahrheit gemäß, daß er?bet Herrn Rahke in Worms ein Flacon Gehör-Oel gekauft hat, welches er seinen sehr harthörigen Sobn anwendcn ließ. Nachdem noch nickt der dritte Theil dieses Oels angewendet war, zeigte sich schon merklich Besserung, und nach Verlauf von 3 Wochen war sein Gehör wieder gänzlich hergestellt. Ich empfehle es daher Allen, welche an diesem liebet leiden, mit gutem Gewissen, nickt zweifelnd, daß überall ein guter Erfolg erzielt wird. Bechtheim bei Worms. Jacob Löb I. 862 Unterzeichneter bezeigt hiermit der Wahrheit gemäß, daß sein Sohn- Jacob, der so sehr an Harthörigkeit litt, daß er nicht einmal das Glockengeläute hörte, nach nur kurzem Gebrauch des Robin- son'ichen Gehör-Oels von seiner Harthörigkeit völlig befreit wurde. Gleich den zweiten Tag, nachdem er das Oel zum ersten Male gebraucht hatte, spürte er schon auffallend große Besserung. Bechtheim bei Worms. Johann Fauth. Neues bewährtes kräftig wirkendes Haarmittel. Graisse d’Oisau ä Flacon % Thaler Dieses in neuerer Zeit in Frankreich entdeckte Mittel, wirkt so außerordentlich auf das Wachsthum der Haare, daß bei fortgesetztem Gebrauche, sogar bei älteren Leuten, ein kräftiger Haarwuchs wieder her- vorrgebracht wird. Noch überraschender ist die Wirkung bei jüngeren Personen, das jetzt so häufig vorkommende Ausfallen der Haare, hört sofort auf, binnen Kurzem entstehen eine Fülle junger Haare, und nach Verlauf weniger Monate wird Jeder, der dieses ganz reine durchaus unschädliche Mittel gebraucht, sich des üppigsten Haarwuchses erfreuen. Aechte Löwen-Pomade im Töpfen ä 1 Thaler und % Thaler. Ein kräftiges Mittel, um in kurzer Zeit Kopfhaare, Schnurrbärte, Backenbärte und Augenbraunen mächtig herauszutreiben. Ananas-Pommade in Tiegeln ä % Thaler. Feinstes Haar - Parfüm zur Verschönerung und Erhaltung der Haare. Aromatisches Kräuter-Oel ä Flacon l/5 Thaler. Dieses bewährte vortreffliche Mittel zum Wachsthum und zur Verschönerung der Haare, wird unter dec Garantie verkauft, daß es mindestens dieselben Dienste leistet, als alle bisher angepricsenen viel theueren Kräuteröle. Zu haben bei Carl Frech in Gießen. Zu vermiethen- 2102) Gießen. Ein hübsches Familien-LogiS an der Hauptstraße, bestehend aus 3 bis 4 Zim« mern 2C ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Näheres in der Erped. d. Bltts. 2130) Gießen. Mein neu erbautes Hinter- terhauS, bestehend aus 3 Stuben mit 2 Cabinetts, 2 bis 3 Kammern, Bodenraum, Holzstall, Keller u. s. w., sehr bequem und auf's Freundlichste eingerichtet, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. L. T. Felsing, Marktplatz. Vermischte Nachrichten. 2134) Gießen. Die hiesige Turngemeinde beabsichtigt die Umzäunung des Turnplatzes auf dem Soummissionswege zu vergeben. Deßfallsige Anträge find schriftlich bei dem ersten Sprecher Carl Hoffmann bis zum nächsten Montag den 19. l. Mts., abzugeben, wo auch die näheren Bestimmungen zu erfahren sind. Der Vorstand der Turngemeindc. 2138) Gießen. Die ästhetischen Borträge im kleinen Aulasaal werde ich Samstag den 17. Nov. Abends um 6 Uhr , mit einer Rede über das Ver- hältniß Schiller's und Göthe's zum Christenthum eröffnen. Billets für Familien zu 1 Preuß. Thlr., für Einzelne zu 1 fl. sind in der Ricker'schen Buchhandlung zu erhalten. Gießen den 12. November 1849. Moriz Carriere. 2137) Gießen. Von Donnerstag den 15. d. Mts. an wohne ich bei Herrn Oppermann in der Neustadt. Gießen den 13. November 1849. Der Districts-Einnehmer Platz. 1979) Frankfurt a. M. Außer meinen bekannten Pfälzer, Weinen die Ohm zu 18, 20, und 24 fl. habe ich noch verschiedene Sorten 1846r Weinen, die Ohm zu 48, 54 und 60 fl. sowie rothe 46r Oberingclheimer Weine zu 56 fl. pr. Ohm in Anbruch genommen. Arnold S tiebel, jun. Döngesgaffe Nr 6. neu in Frankfurt a. M. 2144) Gießen. Ich, die Endesunterschriebene beabsichtige mich mit meinen Kindern in Beziehung auf mein Vermögen auseinander zu setzen. Zu diesem Endzwecke bin ich genöthigt meine Ausstände einzufordern und nöthigenfalls beitrciben zu lassen. Ich ersuche daher alle meine Schuldner, die ihnen bereits zugestellten Rechnungen binnen längstens 4 Wochen an mich zu berichtigen. Gießen den 12. Nov. 1849. PH. S arto rius Wtw. Messerschmied. 863 2147) Am verflossenen Sonntage den 11. Nov. hat sich in Reiskirchener Gemarkung, ohnweit der Grenze nach Bersrod zu, eine schwarze Dachshündin, auf der Brust einen weißen Fleck, verlaufen. Man ersucht denjenigen, welchem dieselbe zugelaufen sein sollte, solche entweder an die Erpedition dies. Blts. oder an den Wirth Herrn Hoffmann in Reiskirchen gefälligst abgeben zu wollen. 2105) Fr ankfurt a. M. Agentrirgesuch für ein lukratives Geschäft, welches in allen deutschen Ländern ohne Fonds betrieben werden kann. Die Provision ist 33% % und wird nur ausgebreitete Bekanntschaft und Realität verlangt, besonders Bewohnern kleiner Orte anzuempfehlen. — Anmeldungen unter O. R. Post restant franco Frankfurt a M. werden erbeten. 2142) Gießen. Vergangenen Sonntag wurde vor dem Seltersthor ein goldenes Armband verloren. Der redliche Finder wird ersucht, dasselbe gegen eine gute Belohnung in das Prof. Buff'fche Haus abzugeben. 2128) Gießen. Ich ertbcile Klavierunterricht. Bertha Am end. 2135) Gießen. Sonntag den 25.Nov. 1849. Tanzunterhaltung der Harmonie - Gesellfckaft im Saale des Prinzen Carl, welche als eingeschoben, allen Bethetligten der Gesellschaft hiermit bekannt gemacht wird. Der Vorstand. 2141) Gießen. Im Laufe vergangener Woche (4. — 11. Nov.) sind für die mittellosen Deutschen ferner eingegangen: Transp. . Bei C. Sartorius .... „ I. Kunz „ H. Ferber „ C> Lang ii E. L Ferber .... „ G. Heß .... Summa fl. kr. Pf. 153 38 2 2 48 — 7 9 2 14 — — 48 — 3 26 — 2 11 171 5 — An Kleidungsstücken kamen ferner ein: Bei (S. Sartorius: 4 Hemden, 2 Paar Strümpfe, 6 Westen, 1 Paar Unterhosen, 1 Paar Pantalons, 1 Rock. Bei H. Ferber: 1 Rock, 2 Paar Hosen, und 5 Mützen. Bei I. Kunz: 2 Röcke, 2 Westen, 2 Hemden, 1 Paar Hosen. Da bei Hrn. Wirth Lotz auf dem Selterswege Nichts einging, so ist die dort aufgestellte Büchse zu Hrn. Wirth Leib gestellt worden. Indem wir den edlen Gebern unfern herzlichsten Dank im Namen unserer deutschen Brüder abstatten, können wir nicht umhin, die Bewohner Gießens dringend aufzufordern, in diesem menschenfreundlichen Beginnen nicht inne zu halten, da nach den letzten Briefen die Noth sehr groß ist und da in der Schweiz selbst sich jetzt ein Central-Unter- stützungscomite gebildet hat, we.ches für nnparthei- liche und sorgfältige Vcrtheilung der eingesandten Gaben Sorge tragen wird. Der Mangel an warmen Winterkleidungsstücken ist immer noch groß. Gießen den 13. Nov. 1849. Das Nnterstützungöcomite. Für dasselbe. F. O. Schenck. Sartorius. 2148) Darmstad t. Militär -- Stellvertretungs - Anstalt im Groß- herzogthum Hessen. Seit dem Aufhören der Staats-Assecurranz-Anstalt für Militär-Stelloertrekung macht sich der Mangel eines Ersatzes für jene sehr zweckmäßig gewesene Einrichtung in verschiedener Weise fühlbar. — Es ist nicht sowohl schwierig für diejenigen, welche sich vertreten lassen wollen, tüchtige, zuverlässige Ein- stcher aufzusuchen, als auch für die, welche gerne einstehen möchten, die dazu nöthigen Einsteller zu stnden, und beiderseits werden oftmals große Opfer aufgewendet, um den deß- fallsigen Zweck zu erreiche» Am fühlbarsten aber tritt dieser Mangel a f dem Lande hervor, wo durch die Unkenntniß der Verhältnisse den wucherischen Bestrebungen einzelner Individuen Thür und Thor geöffnet ist, und auch bereits durch die fehlende Sicherheit wegen Vollzugs der Verträge vielfache Processe entstanden sind. Um diese Mißstände zu beseitigen, haben die Unterzeichneten, mit Wissen Gr Äriegsministeriums, eine Anstalt inS Leben gerufen, deren nächste Aufgabe für das laufende Gonscriptionsjahr isi, denjenigen Dienstpflichtigen, welche vertreten sein wollen, solide Einsteher zu beschaffen durch Abschluß von, den bestehenden Gesetzen genügenden Verträgen. Wir haben, um dies zu' erreichen, die Einrichtung getroffen, daß die in einem gewissen Zeitraum sich anmeldenden Militärpflichtigen, welche ihre Vertretung wünschen, in eine Gesillschaft sich vereinigen, wofür wir ebensoviel Einsteher beschaffen; die ganze Stimme der Einstandgelder wird dann auf die Anzahl der Gesellschaftsmitglieder vertheilt, und somit eine jedenfalls wohlfeilere Einstandssumme für den einzelnen Einsteller erzielt Die erste Gesellschaft begreift diejenigen Einsteller in sich, welche bis zum 15. December d. I., ihre Theilnahme daran bei uns erklärt haben werden Unsere weitere und demnächste Hauptaufgabe soll die sein, nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit, den Con- scriptionspflichtigen vor der Looszichung die Sicherheit zu gewähren, daß, bei etwaiger Ziehung eines Marschlooses, sie jedenfalls einen Einsteher erhalten und zwar zu einer viel geringeren Summe dadurch, daß bei einer bestimmten Anzahl Gesellschaftsmitglieder-immer ein kleiner oder größerer Theil sein wird, welche Freiloose ziehen. Zu dieser Assecurranz-Anstalt können Anmeldungen für die im Jahr 1850 zur Ziehung kommenden Conscriptions- pflichligen, vom 1 December d I. an bei uns gemacht werden, und behalten wir uns vor, in Beziehung hierauf, noch eine weitere Bekanntmachung ergehen zu lassen. Die Garantie für die Erfüllung aller wechselseitigen Verbindlichkeiten muß zunächst im gegenseitigen Vertrauen auf Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit, ohne welche die größten 864 Vorsichtsmaßregeln unzureichend sind, gesucht werden; so viel an und liegt, wird unser eifrigstes Bestreben dahin gerichtet sein, durch Pünktlichkeit und durch die größte Vorsicht und dieses Vertrauens würdig zu machen und glauben wir in unserer Geschästskenntniß und in unfern bisher gemachten Erfahrungen die Mittel zu besitzen, eine solche Anstalt zur Zufriedenheit Aller, die sich daran betheiligen wollen, durchzuführen. Zugleich bemerken wir, daß wir eine Summe von ff 5000 als Caution bei hiesigem Stadtgericht deponiren werden, welcher Betrag, wenn die Ausdehnung des Instituts es wün- schenswerth macht, demnächst entsvrcchend erhöht werden soll. Wir ersuchen diejenigen, welche sich, resp. ihre Söhne, die bei der diesjährigen Ziehung ein Marschloos gezogen haben, vertreten lassen wollen, sowie die, welche in der As- securranz-Anstalt sich versichern wollen, sich an und in portofreien Briefen unter der Adresse: An die Militär- Stellvertretungs-Anstalt in Darmstadt wenden zu wollen, worauf weitere Mittheilung zum Zweck der Abgabe einer bestimmten Beitrittserklärung erfolgen wird Ebenso ersuchen wir Diejenigen, welche als Einsteher dienen wollen, sich, mit den nöthigen Einstandsbescheinigungen, Einstands, patenten oder Bürgermeistereizeugniffen versehen, brieflich oder mündlich bei uns zu melden. Unser Büreau ist: Obere Rheinstraße Lit. E. Nr. 5 und sind zu persönlicher Rücksprache und zu Anmeldungen die Stunden von 9 bis 12 Uhr Vormittags und 2 bis 4 Uhr Nachmittags bestimmt. Darmstadt 10. November 1849. Carl Schwarz, Kaufmann. Fr. Bogel, Dr. juris Hierzu erlauben wir und die weitere Anzeige, daß mit Genehmigung der resp. Behörden Hr Krafft Gehülfe bei Gr. Neg.-Comm. in Gießen und vorzugsweise mit Recruti- rungsangelegenheiten beschäftigt die geschäftlichen Beziehungen der Anstalt mit den Behörden der Provinz Oberheffen unterhalten. Hr. Schiesser aber, ebenfalls Gehülfe der gedachten Gr.Reg -Comm. als A g e n t für den Regierungsbezirk Gießen die Anmeldungen der Einsteller und Einsteher annehmen und uns überwachen wird. Die Obigen. (Urtheile des Geschwornen-Gerichts Eswurden am 6. Nov. M. Schwarz von Södel zu 2% Jahr Zuchthausstrafe, am 7. Nov. H. Müller von Vöhl zu 4 Wochen Gefängnißstrafe verurlheilt; am 8. Nov. A. Becker von Gießen freigesprochen und I. Schneider IV. von Frankenbach zu 8 Wochen Gefängniß-, 50 fl. Geldstrafe und in die Hälfte der Kosten verurtheilt; ferner wurden am 9. Nov. F. Hild von Raibach zu 3 Monat CorrectionshauSstrafe; nach Verbüßung derselben Ausweisung aus der Stadt Gießen, am 10. Nov. I. Veite und I. Ewald II. von Assenheim, jeder in 8 Tage Amtsgefängruß verurtheilt, und am 12. u. 13. Nov. I. Kunz und Eons, von Gießen freigesprochen.) Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Kappen: Hru. Kauft. Lotz u. Baumel v Frankfurt. Hr. Bauer, Juwelier v Schmalkalden. Hr. Grief, Husar v. Braunfels Hrn. Kaufm. Filz v Frankfurt. Madame Heiter v. Bieberich. Hrn. Kaufl. Kautel v. Hanau, Nattermann v. Bremen, Zipf v. Berleburg, u. Zeit v. Codlenz. Hrn. Künstl. Mohr, Schoch u. Siedentopf v. Frankfurt. Hr. Engel, Rentm. v Londorf Hr Schleukner Apoth. v. Romrod. Hr. Ulrich, Dr. med. v. Merseburg. Hr. v. Eller, Offiz, v. Trier. Frl. Engelmann v. Wetzlar Hrn. Kauft. Selheim v. Marburg, Bepcr u Herz v. Frankfurt, Streber, v. Suhl, Adam v. Ännaberg, Braun v. Cöln, u Klingenberg v. Bremen. H. Baron v. Bühl, Gutsbes. v Bornheim. Hr. Mast, Privatm. v. Hermansfeld. Hr. Hoos, Fabrik, v. Sterndorf. Hr Vogel. Dr. jur. v Darmstadt. Hr Krack, Hauptm. v. Friedberg. Hrn. Kauft. A. Berg u. G. Berg v. Frankfurt. Frl. Semmler v. Grimberg. Hr^ Müller, Kaufm. v. Alsfeld. im Einhorn: Hrn. Kauft. Schmidt v Frankfurt u. Leopold ». Braunschweig. Freih. v Korf, Lieut. v. Deuz. Hr. Schmidt, Occon. v. Assenheim. Hr. Kaufm. Horsch v. Vieren. Hr. v. Borne, Rittm. u. Hr. v. Salomon Offiz, v. Hainard. Hrn. Kauft Goar v. Frankfurt u. Wenzel v. Amsterdam. Hr. Clais, Mechanik, v. Frankfurt. Hr Eber, Stud. v Coblenz. Hr. Blitz, Kaufm. v Speper. Hr. Sandhaas, Dr. jur. v. Gießen. Hrn Kaufl Mautner v. Colnitz u. Braun v. Cöln. Hr. Bewach, Major u. Hr. Koch, Rent. v. Cassel Hr. Marguth, Jnstrumcntenm. v. Bußbach. . Hr. Hadert, Buchh. v der Kilianshütte. Hr. Semel, Kaufm. v. Elberfeld. im Prinz Carl: Hrn. Occon. Neun v. Diedelsheim u. Helfenbein v. Altenburg. Hr Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Berger, Kaufm. v. Altona. Hr. Wolf, Geschäftsm. v. Braunfels, Hr. Becker, Bäcker v. Berleburg. Hrn Ge- Druck und Verlag der G. D. Brü vom 10. bis 13. November 1849. schästsl. Löb v. Hanau u. Roman v Bieberich. Hrn. Occon. Dietz v. Billertshausen, Faust v. Elberod, Härth u. Hartmann v. Kloppenheim. Hrn Herrmann u. Paulp Gastw. v. Heldenbergcn. Hr. Stumpf, Oecon. v. Assenheim. Hr. Habicht, Posth v. Engelrod. Hr Lenz, Bürgcrm. v. Engel- rod. Hr. Bamberger Occon. v. Hammertshausen. Hr. Schmidt, Schlosser v. Dillenburg. Hr. Walther, Schneider v. Frankfurt. Hr. Gescheidt, Schreinerin. v. Butzbach Hr. Krämer, Kaufm. v. Frankfurt. Hr. Lamm, Oeconom v. Lasphe. Hr. Schudt, Oecon. v. Roßbach. Hr. Kamm, Kaufm. v Cöln. Hrn. Geschäftsl Reim u. Füller v. Bromskirchen. Hr. Werner, Bäcker v. Mainz. im Üarmstaedter Ilans: Hrn Geschäftsl. Berthalbt, Ewald u. Fulda v. Assenheim, Hof u. Schmidt v. Knobsberg. Rübe v. Frankenhain, Krausmüller u. Wcllmer v. Romrod, Beil v. Rockenberg, Kuhl v. Homberg, Rüdigier v. Throl, Hielmthal, Stübe, Rehbein v. Frankenhain, Schuster v. Wettenheim, Hill v. Selters, Seibert v. Homberg u. Römer v. Schliß. im Stern: Hrn. Geschäftsl. Fr. u. M. Werner, v. Climbach u. Herrmann v. Battenberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Schuhmachermeister Beil: Frl. Grau ». Marburg. — Bei Frl. Dietz: Hr. Dietz, Oecon. v. dem Schweinfelderhof. — Bei Hrn. Meßgcrmstr. Zimmermann: Fr. Zimmermann v. Biedenkopf. — Bei Hrn. Lehrer Rosenthals Wtw.: Hr. Rapp, Lehrer v. Eiterfeld. — Bei Hrn. Art. Drescher- Frl. Leun v. Münzenberg u. Hr. Georgi, Reviers, v. Ulrichstein — Bei Hrn. Gastwirth Maper: Hr. Kfm. Flörsheim mit Bruder v. Wetzlar. — Bei Hrn Becker in der Promenade: Frl. Lina und Christiane Hoffmann, v. Grünberg. — Bei Hrn. Geh.-R. v. Löhr: Hr. v. Löhr, Lieut. v. Offenbach u. Fr. Dort. v. Löhr v Worms. - Bei Hrn. Dan. Hilgardt: Hr. Metzger, Bürgermstr. v. Romrod. hl'schen Buch- und Steindruckerei.