Anzeigedlatt M 89 1M9 Sonnabend den Lv November Gießen den 6. November 1849. er. ab aks- )00 Ctr. *, daran- dem Ohio n großes igen dazu Nacht ist igt, und ft, sowie groß noch kung her- 1600) Gießen^ Forderungen und Ansprüche aller Art an den Nachlaß des verstorbenen Wirths August Rupp zu Gießen, über welchen der Con- cursproceß erkannt worden ist, sind bei Vermeidung des stillschweigend eintretenden Ausschlusses von der Masse im Termin Montag den 12. November l. I., Vormittags 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen. Bei den weiteren, in diesem Termine über vergleichsweise Beseitigung des Concurses, Bestellung eines Cura- tors k. gefaßt werdenden Beschlüssen werden alle nicht mitwirkenden Gläubiger, sowie diejenigen Battenberg, eddenhausent. löt. Schmid. • Wiesenbach Gr. Hess. Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen K ü ch l e r. Polizeiliche Bekanntmachung. Gefundene Gegenstände. Ein Geldstück ist dahier gefunden, ein gelblicher Pommerhund aufgefangen und in Verwahrung genommen worden und das Nähere auf dem Polizeibüreau zu erfahren. Gießen am 8. November 1849. ‘ Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Eröffnung der diesjährigen Sitzungen des BezirkörathS für 1849 Dienstag den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause dahier Kattfinden wird. Edictalladungen. 2021) Gießen. Die Kinder des dahier verstorbenen pens. Gr. Stadtgerichtsdieners Conrad Schneider haben dessen Nachlaß nur unter der Rechtswohlthat des Inventars antreten zu wollen erklärt. Alle, welche rechtliche Ansprüche an diesen Nachlaß haben, werden aufgefordert, dieselben längstens binnen 6 Wochen von heute an dahier anzuzeigen, indem sonst darauf bei Abschluß des Inventars keine Rücksicht genommen werden kann. Gießen den 22. October 1849. Gr. Hess. Stadtgericht Muhl. Dr. v. Krug. der Stadtund des Negierun^sbeMks n. auß, Schub Balser: Fr. . Rinn: hr. ^andger.-Act. dofg.-Advoc. en. — Bei tten, — Bei erg. - Bei — Bei Fr. irchgöns. — Erscheint wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 ft., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 ff. 42 kr. — Auswärts »bonnirt man stch bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpebition (Lanzleiberg Lit. B. Olt. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene EorpuSzeile 2 kr. 848 welche ihre Vertreter nicht mit der genügenden Vollmacht versehen, so betrachtet werden, als wären sie der Mehrheit beigetreten. Gießen den 27. August 1849. Gr. Hess. Stadtgericht Muhl. Wörner. Besondere Bekanntmachungen. 2126) Gießen. Nachstehende höchste Verordnung. »Des Großherzogs Königliche Hoheit haben auf »den Antrag des Stadtvorstandes zu Gießen »nachstehende Abänderungen des, dem Reglement »über die Erhebung und Controlirung des „städtischen Octrois zu Gießen vom 21. Juli »1843 beigefügten Tarifs zu genehmigen geruht, »welche hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge- »bracht werden. „Hiernach soll von nun an der Octroi betragen. Von einem Ochsen statt 5 fl., Vier Gulden, „ einer Kuh » 3 „ 30 fr., Zwei Gulden 40 fr., » einem Rind oder Stier statt Zwei Gulden, Einen Gulden 36 fr. » einem Schwein statt 40 fr., Einen Gulden, wird dem hiesigen Publifum unter dem Anfügen mitgetheilt, daß der veränderte Tarif mit dem 12. d. M. zur Anwendung fommt. Gießen den 9. November 1849. Der Bürgermeister I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. An unsere Mitbürger. Die in Folge der in Nr. 87 des Anzeigeblatts ergangenen Einladung erschienenen hiesigen Einwohner sind, in der Erwartung, daß möglichst alle Bewohner GießenS demselben beitreten werden, darin übereingekommen, einen Verein zu gründen, welcher sich zur Aufgabe mache, das Betteln aus hiesiger Stadt zu verbannen. Um nun aber den Beitritt unserer Mitbürger zu verwirflichen, glauben wir denselben darlegen zu muffen, wie wir jene Ausgabe zu lösen gedenken. Unser Wunsch und Wille ist, den würdigen und bedürftigen Armen nicht ohne Hülse zu lassen, vielmehr denselben, nach dem Grade seiner Dürstigfeit, soweit unsere Mittel reichen, zu unterstützen. Um diesen Zweck möglichst vollständig zu erreichen, vereinigen sich sämmt- liche Mitglieder dahier, feinem bettelnden Armen irgend eine Gabe in den Wohnungen zu verabreichen, sondern jeden derselben an einen gemeinsamen Vertheiler der Gaben zu verweisen, und die zu Gaben ein Bettler bestimmte Summe, welche monatlich, vierteljährlich oder jährlich erhoben werden fann, diesem Ver- theiler zur Disposition zu stellen. Aus diesem so gebildet werdenden Fond sollen: 1) die bettelnden Armen der Umgegend — jedoch mit Ausschluß aller Kinder und arbeitsfähigen Erwachsenen — soweit dieselben nicht von ihren Heimathgemeinden schon Unterstützung erhalten und in so fern sie derselben würdig sind, was durch Correspondenz mit den Gr. Bürgermeistern ermittelt werden soll, eine angemessene Unterstützung erhalten; 2) den Reisenden, besonders Handwerfern soll ein Stadtgeschenf verabreicht werden und wir glauben, außer solchen Individuen, welche nur 3 Stunden von hier Heimath haben, Keinen als unbedürstig ausschlicßen zu dürfen, wenn er die Gabe anspricht, vorausgesetzt jedoch, daß er seine Würdigkeit darthut. Diese Würdigkeit soll aber von einem besonders dazu Beauftragten dadurch ermittelt werden, daß derselbe die Richtigkeit der Legitimations-Urkunde dahin prüft, daß der Vorzeigcr der Urkunde nicht innerhalb der letzten 3 Monaten schon einmal daS Stadtgeschenk dahier empfangen oder ein schlechtes Betragen, Bettelei k. in derselben eingetragen erhalten hat. Diese kurze Darstellung wird hinreichen, nicht nur den Zweck, sondern auch die Art, wie derselbe zu erreichen, unseren Mitbürgern darzulegen. Es wird daraus hervorgehcn, daß man dem Armen die Gaben nicht verweigert, sondern denselben nur an den Ort hinweiset, wo er dieselbe erhalten kann, und daß nichk Frechheit und Dreistigkeit des Bettlers von Profession, denselben ein günstigeres Resultat erzielen läßt, als Verschämtheit desjenigen, der vielleicht zum erstenmal durch Roth gedrängt, fremde Mildthätigkell anzusprechen genöthigt ist. Rechnen wir noch hinzu, daß genaue Prüfung der Gabe vorausgeht, die Zahl der Bettler vermindert wird und dadurch selbst die öffentliche Sicherheit, durch Entfernung der sogenannten 849 Stromern, vermehrt wird, so dürfen wir uns wohl der Hoffnung hingeben, möglichst alle Bewohner Gießens dieser Vereinigung beitreten zu sehen. Es werden nun Subscriptionslistcn zum Beitritt und Einzeichnung der Gaben, nach welchen die Größe der Geschenke bestimmt werden, unser» Mitbürgern zugehen und sobald diese Vorlage stattgcfunden hat, wird eine Generalversammlung veranlaßt werden, in welcher ein definitiver Ausschuß gewählt werden soll, welcher alsdann das Weitere der ganzen Anstalt ordnet. Gießen, den 6. November 1849. Gg. Reiber, Bürgermeister. Küchlet. Rosenberg, Hofg.-Adv. Dr. Schäfer, Prof. Ph. Fillmann. Dan. Wirth. Gebr. Landauer. Kempfs. Georg Grieb. Jhs. Bramm. Georg Leib. Trapp, Justizrath. M. Heß. D. Ebel. Labroisse. Hch. Ferber. Georg Plank. Burckhardt. Versteigerungen. 2119) Gießen. Holzversteigerung im Gießer Stadtwalde. Montag den 19. Nov. l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Oberwald, Hochwarte, (Pflanzgarten) und Waldhule nachverzeichnetrs Holz öffentlich versteigert werden. 20'/, Stecken eichen Scheidholz, 23 33'/, If ff If ft Prügelholz, Stockholz, 1556 Wellen ft Reiöholz, 11176 ff kiefern ff 50 ff fichten If 190 eichen Stämme von 3441 Cbikfß. 2 buchen » u 35 ,, 3 linden n ii 61 ii 6 eichen Stangen u 18 » 1 „ PflugSwelle. 50 dornen Wellen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 24. Juni 1850 gestartet. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der 4. Schneiße bei der Sandkaute. Die Herrn Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen den 7. November 1849. Der Bürgermeister I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 2083) Gießen. Die unmittelbare Fourage- Aeferung an durchmarschirende preußische Truppen auf den Großh. Heß. Etappen Gießen, Grünberg und Friedberg für das Jahr 1850 sollen an den Mindestfordernden in Verding gegeben werden. Der für das Jahr zu liefernde Fourage-Bedarf beträgt auf allen drei Etappen ohngefähr 48 Scheffel Hafer, 10 Et. Heu ä 110 Pfd. ohne Strohseil und 60 Bund Stroh ä 20 Pfd. im preußischen Maße und Gewichte. Termin zur öffentlichen Verdingung dieser Lieferung ist auf dem Rathhause zu Wetzlar auf den 15. November d. I., Vormittag um 10 Uhr, angesetzt, wo. auch die dem Licferungsgeschäfte zu Grunde liegenden Bedingungen von heute ab zur Einsicht offen liegen. Unternehmungslustige werden daher hierdurch eingeladen, bis dahin, ihre auf preußisch Maaß und Gewicht zu stellenden Preiß-Forderungen für einen Scheffel Hafer, ii einen Gentner Heu ä 110 Pfd., ii ein Bund Stroh zu 20 Pfd., in versiegelten Submissionen portofrei bei dem Bürgermeisterei-Amte zu Wetzlar abzugeben und sich zur Eröffnung derselben und zu den demnächstigen weiteren Unterhandlungeii im Termine persönlich einzufinden. Coblenz den 2. Nov. 1849. Königl. Proviantamt. 2117) Gießen. Verkauf einer Nähe. Dienstag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll im Baumagazin an der neuen Lahnbrücke dahier, die im Jahr 1836 behufs der Lahnüberfahrt neu erbaute, 62 Fuß lange, 15 Fuß breite Nähe an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen den 5. November 1849. Der Großh. Kreisbaumeister des Baubezirks Gießen Holzapfel. 2107) Gießen. Holzverstcigerung tut Oßwald'schcn Garten. Samstag den 10. l. M., Nachmittags 2 Uhr, 850 feilen in dem Oßwald'schen Garten: 37 Stämme Ahorn, Eichen, Fichten, Lerchen, Linden, Kastanien- und Obstbaum, sodann eine Parthie Prügel- Stock- und Reishvlz öffentlich versteigert werden. Gieße» am 8. November 1849. Der Bürgermeister I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 2068) Gießen. Das Gasthaus zum Engel in Lollar unmittelbar an der Hauptstraße gelegen, nebst Scheuer, Stallung, Bierbrauerei und Oehl- mühle, auch zwei angrenzenden geräumige Gärten, ist aus freier Hand verkäuflich und soll, wenn bis zum Montag den 26. I. M. ein Verkauf noch nicht zu Stande gekommen ist, Vormittags 11 Uhr, im Hause selbst unter den alsdann bekannt zu ma< chendeu Bedingungen der öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Kauflustige wollen sich bei dem Eigenthümer Balthaser Keller bald gefälligst mel> den. Gießen den 1. November 1849. 2081) Giesen. Montag den 12. d. M., Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Secretariat Gr. HofgerichtS dahier eine Gräfl. Solmö-Laubachische Obligation über 1000 fl. verzinslich mit 3%% gegen alsbaldige Bezahlung versteigert werden. — Gießen am 2. Novbr. 1849. Aus Auftrag Gr. HofgerichtS Balser Hofgerichts-Secretär. Feilgeboten. e2124) Gießen. KVCvgebene Nachricht -LE Die erwartete neue Constgnation der K. K. allerh. privil. Goldberger'schen galvano- elektrischen RheumatlSmuö-Ketten ist so eben eingetroffen, und liegen die bestellten Erem- plare zur geneigten Abholung bereit. Mit dieser Sendung empfing ich auch wieder eine große Anzahl der günstigsten Zeugnisse und Atteste über die heilkräftige Wirksamkeit bet Goldberger'schen K. K. allerh. privil. Rheumatismus-Ketten, von denen ich nachstehend einige als Beleg für die Vortreffllichkeit der Goldberger'schen Ketten folgen lasse. Carl Frech, in Gießen. A t t e st e. Während einer 35jährigen ärztlichen Praxis, kamen auch viele Patienten in meine Behandlung, welche mit den verschiedenartigsten rheumatischen Leiden zu kämpfen hatten, und nicht selten mußte ich in Erfahrung bringen, daß bei einigen die Anwendung der kunstgerechtesten Heilmittel nicht den gewünschten Erfolg zeigte. Besonders waren es rheumatische Kranke mit verschiedener Nervösität, bei denen die Kunsthülfe nicht, oder nur zum Theil effcciuirte; selbst der Gebrauch passender Mineralbäder ohne Erfolg blieb. Nach solchen oft bittern Erfahrungen, erwartete ich im Vertrauen auf die längst bekannte gute Wirkung der galvanisch-electrischen Kräfte bei solchen Krankheitsfällen durch Anwendung der ohnlängst erfundenen G o l d - berger'scheu galvano-elektrischen Rheumatismus-Ketten Abhilfe und stellte damit bei einigen Kranken Versuche an. Der Erfolg eines länger» Gebrauchs dieses leicht applicabel» und netten Instruments hat meine Erwartungen übertroffen, insbesondere bei solchen Kranken, welche an Rheumatismus mit vorherrschendem nervösem Charakter litten; ich halte es daher für meine Pflicht, den Gebrauch der Goldberger'schen galvano-elektrischen Rheumatismus-Ketten in allen ähnlichen Fällen auf das Angelegentlichste zu empfehlen, wobei ich noch bemerke, daß eine ganz vorzügliche Wirkung davon bei chronischem Rheumatismus mit nervöser Verstimmung von mir beobachtet wurde Hieran leidet wohl am meisten das schöne Geschlecht in Form von im Körper herumziehenden rheumatischen Schmerzen, namentlich: bald Ohrenreißen, Zahn- und Gefichtsschmerzen, bald rheumatische Neuralgien, Harthörigkeit u bgl. m. wogegen die beste Wirkung von den bezeichneten Rheumatismus-Ketten zu erwarte», ja dieselbe besonders hervorzuhebcn ist. Vorstehendes Zeugniß stelle ich auf den Wunsch des Herrn I T. Goldberger in Tarnowitz eben st gern als der Wahrheit gemäß aus. Quedlinburg den 30 Juni 1849. (L- 8.) F. Lange. Königlicher Kreischirurgus, Operateur und vrakt Arzt. Desgl. Gerichts- und Armenarzt und Kreisdirector des Norddeutschen Ehirurgen-Vereins. Seit acht Jahren litt meine Frau an starken Kopfreißm, Gicht und heftigen Krampfanfällen in den Füßen, so daß sie in Folge des Letzteren nicht im Stande war zu gehn. Alle versuchte ärztliche so wie Hausmittel wollten nichts helfen. Auf Anrathen kaufte ich von Franz Laage eine Goldberg er Iche Rheumatismus-Kette, nachdem sie dieselbe acht Tage getragen, war meine Frau von ihren Schmerzen gänzlich befreit. Heute, einen Monat später, 'geht meine Frau so gesund einher, als hätte ihr nie etwas gefehlt. Aus Dankbarkeit gegen den Herrn Goldberger empfehle ich daher jedem Leidenden von diesen wohlthätigen Ketten Gebrauch zu machen und bin sowie meine Fran stets gern bereit auch mündlich über die gute Wirkung dieser Ketten daS Nähere mitzutheilen. Halle den 6. Juni 1849. Ernst Ludwig Stein, Webermeister. 851 2071) Gießen. Kaputzen in Kalmuck- und Baumwollenbieber, sowie Paletots sind stets vorräthig, auch werden alte Kleider zum Umtausch angenommen. Meier Rothenberger, Lit B. Jß 143. 2027) Gießen. Abonnements-Billets für's Frisiren für das Wintersemester 1849 und 50: Damenbilletö das Dutzend 3 fl. Herrenbillets daS Dutzend 2 fl. 24 fr. auch werden halbe Dutzend abgegeben. Chr. Oppermann, Friseur, auf der Mäusburg. Braunkohlenverkauf. 2017) Gießen. Westerweller Braunkohlen, sowohl wagenweis alS auch im Ct. (ä 30 fr.) sind in Commission stets vorräthig und zu haben bei I. Schimpf, Hintergasse Lit. A. Nr. 50. 2097) Gießen. Glasperlen in allen Größen und Farben, Stick- und Strickperlen, Gold-, Silber- und Stahlperlen in aller Dicke, sowie Stick- und Häkelseide, Häkclzwirn, Häkel- und Fillet- Nadeln, Häkelmaschinen und Etuis empsichlt I. H. Fuhr. 2121) Gießen. Billigen und guten Wein, Punsch-Eßenz, Malaga, Flaschenbier empfiehlt Ferd. Mayer, am Kirchenplatz. 2116) Grünberg. Concept - und Scbreibpa- pier, das Buch zu 8, 9, 11, 12 und 14 Kreuzer, im Ries billiger, empfiehlt Jacob Henricy in Grünberg. 2028) Gießen. Alle Arten Parfümerien empfiehlt Chr. Oppermann, aus der Mäuöburg. 1504) Gießen. In jeder Haushaltung unentbehrlich! Essence vestimentale. Das einzige unfehlbare Mittel zur vollständigen Vertilgung jeder Art von Fettflecken aus allen Stoffen, Seiden- und Wollenzeuge, ohne davon Farbe und Glanz zu beeinträchtigen. Unter Garantie des Erfolges das Glas zu 36 fr. Niederlage bei H. Treppinger. 2111) Gießen. Torten, Obst-, Kaffee-, Thee-Kuchen, Rosinen-Wecke rc- stets vorräthig bei Louis Lind. 2120) Gießen. Mein Braudwein- uud Liqueur - Verzapf eignen Fabrikats bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Ferd. Mayer, am Kirchenplatz. Zu vermiethen- 1782) Gießen. DaS obere Logis in meinem Hause ist zu vermiethen und den 1. Oct. zu beziehen. Enders Stadtrechncr. 2122) Gießen. Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei Wtw. Bürgy. 1967) Gießen. Im mittleren Stocke deS Fuldaischen Hauses vor dem Walllhor ist ein schönes möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 2034) Gießen. I» der dritten Etage der Mettenheimerschen Apothefe ist ein schön möblirtes Zimmer mit der Aussicht auf daS Kreuz billig zu vermiethen. 2067) Gießen. Ein Fruchtboden ist bei PH. Oppermann zu vermiethen. 2060) Gießen. Im Gasthaus zum Hirsch sind zwei Zimmer zu vermiethen. 2113) Gießen. Claviere sind zu vermiethen und zu verkaufen bei H. M a r g u t h, hinter der Kirche, Lit. A. M, 18. 2110) Gießen. 1 auch 2 möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Kaufmann Jacob Worms Wtw. am Kirchenplatz. 2112) Gießen. An der Hauptstraße Lit. B. JVä 30 auf der Mäusburg, ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen. 2109) Gießen. In meinem Hinterhaus ist das von Herrn Postdiener Dick bisher bewohnte Logis anderwärts zu vermiethen und bald zu beziehen. Wtw. L a m p u s. Gießen den 7. Novbr. 1849. 1951) Gießen. Die zweite Etage in meinem Hause ist zu vermiethen Dr. Mettenheimer. 1981) Gießen. 2 möblirte Stuben mit Sopha sind zu vermiethen bei Bäcker W. Schäfer am RathhauS. 852 Vermischte Nachrichten. 2106) Gießen. Den Mitgliedern der Actien- gesellschast für Selbstbacken dient zur Nachricht, daß das beschlossene schriftliche Circular bereits mit der Abstimmung von 155 Actionären versehen ist, daß aber trotz möglichster Beförderung, weil viele Betheiligte es Tage lang behielten, hierzu bereits über 6 Wochen nöthig gewesen sind. Es liegt daher nicht an dem Vorstand, daß nicht jedes Mitglied dasselbe bereits zur Durchsicht erhalten hat. Der Vorstand. 2118) Gießen. Einem hochverehrten Publikum mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich mit einem ganz neu erfundenen weißen Porcetlan- und KrystaUKitt bier angekommen bin, der über alle andern bekannten Kitte wegen seiner Güte und Dauerhaftigkeit den Vorzug hat. Der Kitt befindet sich in weißen chemisch verfertigten Stangen, und ist so eingerichtet daß jede Herrschaft sich selbst sehr leicht die feinsten Gegenstände damit zusarnrnenfitten kann, daß es fast nicht zu sehen ist und beim heißen Waschen und Spülen Probe hält. Dieser Kitt verdirbt nicht beim Aufbewahren, so daß er um so sicherer im Vorrath mit der Anweisung nur bei mir gekauft werden kann. Auch nehme ich selbst alle feine Sachen als Glas, Krystall, Blumenvasen, Figuren, Kaffee- und Thee-Service zur künstlichen Herstellung zum Kitten an, und kann auch meine Kunst bei den Herrschaften im Hause anständig ausüben, und bitte daher um bald gefällige Aufträge. Meine Wohnung ist nur auf kurze Zeit im Gasthaus zum goldenen Hirsch. Fr. Stricker, Kunstarbciter ans Bochum bei Elberfeld. 2105) Frankfurt a. M. Agenturgesuch für ein lukratives Geschäft, welches in allen deutschen Ländern ohne Fonds betrieben werden kann. Die Provision ist 3373 % und wird nur ausgebreitete Bekanntschaft und Realität verlangt, besonders Bewohnern kleiner Orte anzuempfehlen. — Anmeldungen unter O. R. Post restant franco Frankfurt a. M. werden erbeten. 2108) Langgöns. Entweder auf dem Gießener Markt oder von da bis Großenlinden ist ein Ferkel (Mutterschwein) circa 8—9 Wochen alt entlaufen. Der jetzige Besitzer wird gebeten, dasselbe in Langgöns bei Johannes Stoll gegen eine Belohnung abzuliefern. 2120) Gießen. Bei mir find neue Stroh- waaren angekommen, als: Strohdecken, Strohschuhe ic. Auch ist bei mir ein möblirtes Zimmer mit Sopha zu vermiethen und gebe ferner Mittag- nnd Abendtisch in und außer dem Hause. PH. K a t t r e i n, Lit. B. JV& 90. 2128) Gießen. Ich ertheile Klavierunterricht. Bertha Amend. 2065) Gießen. Mit der schon angezeigten Bücherversteigerung wird Montag den 12. d. M. Nachmittags 2 Uhr der Anfang gemacht. Kataloge sind noch zu haben bei Chr. PH. Vogel, im Kratz'schen Hinterhause in den Neuenbäuen. 2087) Gießen. Hr. Mohr, Flötist und Violinist vom Frankfurter Orchester, den hiesigen Kunstfreunden bereits durch seine ausgezeichneten Leistungen in dem Conccrte der Herrn Meuter und Paner bekannt, gedenkt nächsten Sonntag den 11. Nov. in Verbindung mit den Herrn Siedentopf (Cellist) und Schoch (Pianist) ein Concert in Gießen zu geben, worauf die Musikfreunde Gießens und der Umgegend aufmerksam gemacht werden. Hoffmann, Holzapfel. Ettling. Musikdirektor. 2123) Gießen. Der an mich gerichtete anonyme Brief konnte aus den Gründen die gewünschte Berücksichtigung nicht mehr finden, weil er zu spät an mich abgegeben worden war. Gießen den 9. Nov. 1849. Trapp. 2127) Gießen. Im Gasthaus zum Hirsch wird ein tüchtiger Brandweinbrenner gesucht, der sogleich eintreten kann. 2055) Gießen. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche noch von denen der hiesigen Bürgerwehr von Gr. Staatsregierung überlassenen Carabiner besitzen, werden hierdurch aufgefordert, solche bis zum 12. November d. I. an das unterzeichnete Commando ohnfehlbar abzuliefern. Gießen den 31. Oetbr. 1849. Das Commando der Bürgerwehr Fresenius. 2104) G a r b e n t e i ch. Dem Schweinhirt Jacob Happel von hier, ist auf dem gestrigen Gießener Jahrmarkt ein etwa 7 Wochen altes Ferkel zugelaufen. Der Eigenthümer kann solches, gegen Entrichtung der Jnseratgebühren und entsprechendes Futtergeld, bei demselben in Empfang nehmen. Garbenteich am 8. November 1849. Der Bürgermeister Schwarz. 853 2052) Frankfurt a. M. EUROPÄISCHER HOF in Frankfurt a. M. Unterzeichneter beehrt sich ein verehrliches Publikum sowie die Herren Reisenden aus seinen bestens eingerichteten Gasthof aufmerksam zu machen, und verbindet hiermit zugleich die Anzeige, daß man außer der um 1 Uhr stattfindenden Table d’höte zu jeder Zeit nach der Karte speisen kann, wobei stets ein ächt bairisches Bier zu haben ist. Job. Wilh. Reuss. Verzeichnis der Sachen, welche bei den Assisen der Provinz Oberhessen vom vierten Quartal 1849 vom 10. bis 13. Nov. zur Verhandlung und Aburtheiluug kommen: Ordn. Nr. Angeklagte. Vertheidiger. Termin zur mündlichen Verhandlung 24. 25. In Untersuchungs-Sachen gegen Jacob Ewald II. von Assen- heim, wegen Befreiung eines Gefangenen In Untersuchungs-Sachen gegen Justus Kunz und Consorten von Gießen, wegen Erpressung Adv. Bermann Adv. Pfannmüllcr II. Adv. Dr. Engelbach Adv. Diery 10. November. 12. und 13. November. 2115) G i e ße n. Maurergesellen und Taglöhner können bei Unterzeichnetem in Arbeit treten. Gottlieb Strauch. 2114) Anfrage! Warum besteht, trotz der erlassenen Vorschrift Gr. Regierungs-Commission zu Gießen, keine Po- lizeitare für die Bäcker zu Grünberg? — Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 11. November. Balthasar Wallenfels an der Wettergaffe. Carl Löber am Lindenplatz. Carl Steinberger in der Löwengaffe. Wilhelm Hellmold auf dem Neuenweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 11. November. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Freiprediger Lips. Universitäts - Gottesdienst. Um 11 Uhr: Professor Dr. Hesse. Getaufte. Den 29. October. Dem Bürger und Zimmermann, Philipp Berger, ein Sohn, Philipp, geboren den 20. Ortbr. Den 4. November. Dem Bürger und Kaufmann, Emil Pistor, ein Sohn, Emil Friedrich, geboren den 24. September. Denselben. Dem Bürger, Äüfermeister und Wirth, Ludwig Kinkel, eine Tochter, Karoline Adolphine Sophie Barbara, geboren den 10. Oktober. Denselben. Dem Bürger und Spenglermeister, Wil- Helm Bvsholm, eine Tochter, Karoline Luise, geboren den 10. October. Denselben. Dem Bürger und Büchsenmacher, Wilhelm Stein, eine Tochter, Friederickc Henriette Wilhelmine Lisette, geboren den 21. September. Denselben. Dem Bürger und Metzgcrmeister, Wilhelm Plank, ein Sohn, Ludwig Theodor Gustav, geboren den 14. October. Den 5. November. Eine uneheliche Tochter, Johan- nette Franziska, geboren den 23. September. Beerdigte. Den 1. November. Philipp Berger, des Bürgers und Zimmermanns, Philipp Berger, ehelicher Sohn, alt 8 T, gestorben den 29. October. Den 5. November. Johann Jacob Wilhelm Karl Adolph Schmidt, des Bürgers und Uhrmachers, Heinrich Schmidt, ehelicher Sohn, alt 1 I. 2 M. 28 T., gestorben den 2. November. Den 8. November. Luise Margarethe Engel, des Großherzogl. Kirchenraths, DecanS und ersten Stadtpfarrers, Dr. Philipp Christian Jacob Engel, Ehefrau, geborne Hoffmann, alt 52 I. 7 M. 20 T., gestorben den 5. November. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. 854 2019) Frankfurt a. M. Die Deutsche Zeitung erscheint seit dem ersten October unter unmittelbarer Mitwirkung des in Gotha gewählten Ausschusses: Heinrich v. Gagern, Mar v. Ga- gern, Hergenhahn, Mathy und Reh, redigirt von Robert <6 eilet Preis vierteljährlich in Frankfurt a. M. 3 Gulden, in Preußen 2 Thlr. 41/2 Sgr., in Sachsen 21/, Thlr. Bestellungen werden bei allen Postämtern angenommen. Frucht- rrnd Viktualienpreise. V i k t u a l i e n p r e i f e. •6* § *6*3 Ti s öS Brodtaxe. Fleischtaxe! kr.jpf. Pf- ft. Pf fr, ft. fr. Pf. Pf. kr.jpf- kr.!pf. fr. Pf. kr.ipf. per Pfund 8 8 9 2 L. Q 8.(0 O 8, 12 5 Ä 6 Marktpreise fr. Pf- Pf. fr, Pf. fr. 20 11 9 24 20 2 2 16 16 2 4 1 1 16 16 11 20 16 20 16 16 2 4 4 8 12 9 8 8 12 9 3 7 1 K S 4 - 8 — 9- 8!— 111— 9 2 20 18 4 9 7 5 4 9 3 2 O 3 2 1] 11; 2 9( — 8 — 8 — 11 — 8 — Für 1 fr. Waffetweck. „ 1 fr. Milchbrod . Opsenfleisch Kuyfleisch . Rindfleisch . Kalbfleisch . Schweinefl. . Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . gern. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst . geräuch. Speck Schinfen . . Dörrfleisch . Rindsfett Hammelsfett Schweineschmalz, ausgelassenes . dgl., unauSgel. 24 17 17 20 14 8 • 16 17 16 24 18! 18 20 20 l 4 8 es NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur'in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 iPfb. . ni$t meSr Pfund ic. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht, stopfe, Fuße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals find von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Maas Milch .... Pfund Butter . . . auch . . Handfäse ..... Eier...... Pfund Waizenmehl . . „ Geschw. Vorschuß G-eßen \ ^mn-' > Mehl Grünberg ) ßK. |®.) i Waizen- au< | Kornmehl besteh. I« ‘I1 8 fr. fr. Pf. Pf. Fruchtpreise. tr esssssssssss Frucht- Gießen 1 8. November. | Grünberg i 3. November. | «ich 1. Novbr. 1 Friedberg 31. Oktober. Mainz 1 19. Oct. Marburg Wetzlar 3. Novbr. gat- M a l t e r. Mött Scheffel Pf. st- $c. Pf. fl. fr. L2LUL. fr. Pf. ff. fr. Pf. (,ff. ,kr. ff. fr. JL_ fn pf Warzen . 200 7 — 200 6 20 - 7 — — 6 43 200 7 33 — — 3 6 2 Korn. . 200 5 30 190 5 25 — 5 — — 4 59 200 j 4 49 —- —- 2 26 - Gerste. . 170 3 50 170 4 — — 4 — — 3 40 200 4 3 — — 1 51 - Hafer. . — 2 45 — 2 42 - 2 40 — 2 45 200 3 20 — —— 1 12 2 Erbsen . - | < 8insen. . 3 Im Eitth Hrn. uff. AlN Frankfurt u. S chen. Hr. o. Verwalt, v. ' Baumgarten r furt u. firofd flreiSbaumstr. Westermacher Gottschalck v. Hr. Pfälzer, Frankfurt. ner, Privatm u. Wunderlich hn , ». Neustadt u. ». Wetter, s Coblenz. Bc Maar u. Rol Eerlin. /m Erin Schäfer, Bin Bellertshauser berg. Hr. §>- schMsl. May^ v. Kaichen u. v. Großeneich , Oecon. Wage ' u. Hartmann bergen, Stur hausen. Hr. Dürgermstr. t Im Dan Höchst, Otto Im gan seit einiger - beiden Kami nell-monars jetzt gleich Vers, im »e: pfend für E deutschen Re Elemente, he narchie, Jen Son dem S Heil für dei schäftslebens nur dann zr entweder tu dem Gew er fechter irgen aber ist es, u>ern nur f (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu 89. des Anzeigeblattes. Angekommene und abgereiste Fremden vom 6. bis 9. November 1849. I n den Gasthäusern. Im Ei«hornt Hr. Schleußner, Apoth. v. Romrod. Hrn. Kfl. Allermann v. Altona, Oppenheimer u. Hein; v. Frankfurt u. Weber v. Hanau. Hr. Blum, Secret, v München. Hr. v. «teinfcld, Offiz v. Mainz. Hr Hoffmann, Anwalt. v. Frankfurt. Hrn. Kfl. Leopold v. Mannheim, Baumgarten v Odenkirchen, Spier u. Maperbach o. Frank, surt u. Kroschel o. Elberfeld. Hr. Sonnemann m. Fam., Krcisbaumstr. v. Biedenkopf. Hrn. Kfl. Lempe v. Schwenden, Westcrmacher v Cöln, Tritzlcr v. Berlin, Götz, Köppler u. Gottschalck v. Frankfurt. Hr. Keller, Rechn, v. Ulrichstein. Hr. Pfälzer, Golvarb. v- Hanau. Hr. Becker, Apoih. v. Frankfurt. Hr. Held, Steuer-R. v. Braunfels. Hr. Wagner, Privatm. v. Wetzlar. Hrn Kfl. Hermann o. Bingen u. Wunderlich v. Frankfurt. im Rappen: Hrn. Kfl. Zirrdeus v. Amsterdam, Kreis v. Neustadt u. Davidt v. Frankfurt. Baron v. Stein, Gutsbes. ». Wetter. Hrn. Kfl Albert v. Frankfurt u. Hübner v. Coblcnz. Baron o. Friedrich, Hauptm. v Berlin. Hrn. Kfl. Maar u Roth v. Frankfurt, Fehring v. Mainz u. Haus o. Berlin. im Prim Carl-, Hr. Koch, Geom. v. Butzbach. Hr. Schäfer, Bürgerinstr. v. Reiskirchen. Hr. Dietz, Oecon. v. Bellertshausen. Hrn. Metzg. Schmidt u. Hanftcin v. Friedberg. Hr. Haubeusack, Handelsm. v. Gönningen. Hrn Gc- schüflsl. Maper v. Steinfurt, Bendheim v. Griedel, Schiff v. Laichen u. Oppenheimer v. Berghofen. Hr. Rausch, Sped. v. Großeneichen. Hr. Leng, Bürgermstr. v, Erdhausen. Hrn. Oecon. Wagner v. Hopfgarten, Dietz v. Bellertshausen, Hardt u. Hartmann v. Kloppcnheim, Grüner u. Pauly v Heldenbergen, Stumpf v. Affenheim u. Bamberger v Hammerts- bausen. Hr. Dauber, Pfarrvic. v. Hattenrod. Hr. Beck, Bürgermstr. u. Hr. Rispel, Färb. v. Gedern. Im Darmstaedler Baus : Hrn. Geschäftsl. Meinung v. Höchst, Otto v. Büdesheim, Frei v. Schliß, Becker u. Michel Justus Kilian. Im ganzen Großherzogthum regen sich nun schon seit einiger Zeit die Interessen für die Wahlen zu den beiden Kammern. Die demokratischen und constitutio- nell-monarchischen Vereine stehen sich natürlich auch jetzt gleich wie bei den früheren Wahlen zur Nat.- Vers. im verzweifelten Kampfe gegenüber. Jene kämpfend für Elemente, die den Weg zu einer einstigen deutschen Republik anzubahnen bereit sind, Diese für Elemente, haftend an dem bestehenden System der Mo- narchie, Jenen einen Damm entgegen zu bauen. Ob wn dem Siege Dieser oder Jener bei den Wahlen Heil für den Kern des Volks, für das Mark des Geschäftslebens zu erwarten stehe oder nicht, vermögen wir nur dann zu beurtheilen, wenn wir die Gewählten als entweder tüchtige Gcschäftsmänner und vertraut mit bem Gewerbs- und Volksleben, oder als nur Verfechter irgend eines Systemes kennen lernen. Traurig aber ist es, wenn bei Wahlen für Laudständische Kammern mir für eine Staatsform gekämpft wird, v. Schotten. Hrn. Handelst. Schmidt, Gönner, Wißman« u. Mütze v. Böhl, Hildebrand v. Laubach, Römer v. Schlitz, Stern v. Gedern, Marks u. Ochs v. Homberg u. Jacob v. Vilbel. Fr. Glant v. Büdingen. Hrn. Geschäftsl. Rüdigier a. Tprol, Knces v. Ershausen, Hammel v. Bauschheim, Fay v. Holzhausen u Häfner v. Büdingen. im Siem: Hr. Matthias, Handelsm. v. Wattenheim. Hr. Schleuning, Schneid. v. Alsfeld Hr. Lirfeld, Privatm. v. Dernbach. Jungfer Eckhardt v. Berleburg. Hr. Scheffel, Buchb. v. Offenbach. Hr. Oppenheimer, Handelsm. v. Offenbach. Hrn. Fuhrl. Böhle v. Vöhl u. Schneider v. Marburg. In der Sonne ■ Hrn Handels!. Zeist v Holzheim, Jäger v. Möllingen, Jselberg v. Beuern u Zeller v Werthheim. Hr. Weller, Mal. v. Dresden. In der Rose; Hrn. Geschäfts!. Bonn u. Dörr v. Niederohmen u. Baad v. Sickershausen. Hr. Engel, Privatm. v. Butzbach. Hr. Werner, Bote v. Biedenkopf. Hr. Rausch, Oecon. v. Großeneichen. Hr. Eisenhardt, Fabrik, v. Niedergleen. In den Privathäusern. Bei Fr. Eeißmar: Hr. Geißmar, Privatm. v. Wiesbaden. — Bei Hrn. Katast -Geom. Euler: Hr. Butz, Stcuer- comm. v. Schotten. — Bei Hrn. Ehr. Petri: Fr. Scheid v. Butzbach. — Bei Hrn. Spengl Löber: Fr. Kämmerer v. Lich. — Bei Hrn. Ph. Oppermann: Fr. Sachs v. Marburg. — Bei Fr. Obersteuerb. Wahl: Hr. Wahl, Privatm. v. Worms. — Bei Hrn. Obersteuerb. Schmitz: Hr. Kolb, Lieutn. v. Darmstadt. — Bei Hrn Oberwachtmstr. Kaltwasser: Hr. Kaltwaffer m. Schwest., Jnstr.-Mach v. Griesheim. — Bei Hrn Apoth. Witte: Hr wchindler, Kreisbaumstr. v. Dorheim. — Bei Hrn. Dccan.-Rechn. Daaern- heim: Jngfr. Brand v. Gleiberg, Hr. Daiß, Distr.-Einnehm. v. Schotten u. Fr Deines v. Allendorf. — Bei Hrn. Pfarr. Bonhard: Hr. Bergen, Access, v. Darmstadt. — Bei Hrn. vr. Weigand: Harir, Oberlicutn. v. Nürnberg. welche ohne praktische Träger so gut als schlecht fein kann. Darum dünkt uns der höchste Zweck einer solchen Wahl der, Männer in die Kammern zu bringen, die weniger für ein System sondern für den materiellen Nutzen des schaffenden Volkes zu wirken bereit sind und zu dieser Bereitwilligkeit auch die erforderliche Kraft haben. Darum will es uns auch ferner dünken, daß es nicht wohl gethan sei, bei Landtagswahlen den Ackerbau-, Handels- und Gewerbstand so hintanzustellen. Im Hinterlande ist, nach dem Biedenkopfer Anzeigeblatt Herr Justus Kilian zur Kilianshütte als Candidat zur ersten Kammer vorgeschlagen. Bei der Gesinnungstüchtigkeit und dem geraden Sinn des Hrn. Kilian, welche längst allgemein anerkannt wurden, wie auch bei dessen ausgebreitetem, langjährigen Geschäftsbetrieb daselbst, mit Verkehr von fast allen Ständen, mit genauen Kenntnissen dieses theils armen, theils vernachlässigten Landestheils, kann diese Wahl, wenn sich solche realistrt, eine geeignete genannt wer- 856 den; wir fordern deßhalb die Wähler jenes Distrikts auf, Herrn Justus Kilian zur Kilianshütte ihre Stimmen im Interesse des arbeitenden Gewerbestandes zu geben, und wünschen wir, daß bei allen Wahlen im Großherzogthume auf Männer dieses Standes die besondere Aufmerksamkeit der Wähler gerichtet sein möge. — Ueber die Wahlen in Gießen wie auch in den größten Theilen des Grofiherzogthums können wir aus oben bcregten Gründen unsere Bangigkeit nicht verhehlen, wenn wir die Leidenschaft wahrnehmen, mit der Parteien für den Namen eines Systems kämpfen und mit Hintansetzung aller den Bürger und Landmann frommenden Interessen. — (Eingesende t.) Ueber Demokratie *). Mit keinem Wort sind in der neueren Zeit irrigere Vorstellungen verbunden, keines ist absichtlich und unabsichtlich mehr gemißdeutet und verunglimpft worden, als das Wort „Demokratie". Bald wird es mit Republik verwechselt, bald wird Demokrat für gleichbedeutend mit Demagog und Revolutionär erklärt, bald sogar sogleich an Kopfabschneiden, Hängen, Theilen re. gedacht. Eine große Fertigkeit in dieser Beziehung besitzt und entwickelt unter andern die Darmstädter Zeitung. Wird doch von derselben dem Darmstädter Journal nacherzählt: „Durch die Unvorsichtigkeit der Eingeladenen batten sich in die Versammluug (zu Echzell) zudringliche demokratische Elemente eingeschmuggelt und sich soweit geltend gemacht, daß, (wie schrecklich!) Kloch und Pfr. Gebhardt zu Oberseemen vorgeschlagen werden konnten!" — Dies veranlaßt mich, meine Ansichten, die sich hauptsächlich auf die Theorie (wissenschaftliche Ansicht) eines der größten deutschen Staarsmänner, des unsterblichen Rotteck, gründen, meinen Mitbürgern mitzutheilen und hierdurch zur Würdigung dieses Wortes etwas beizutrageu. Demokratie ist ein griechisches Wort und bezeichnet zu deutsch Volksherrschaft, also die Staatsform, in welcher das Volk sich selbst regiert. In diesem, dem ursprünglichen Wortsinn, ist Demokratie gleichbedeutend mit Republik, mit der Staatsverfassung, wo das Volk d. i. die Gesammtheit der Staatsbürger, durch die von ihm Erwählten regiert wird, wo in der Regel ein auf eine Reihe von Jahren gewählter verantwortlicher Präsident an der Spitze steht, wie z. B. in Nordamerika und neuerdings in Frankreich. In diesem Sinne steht die Demokratie der Monarchie, der . Ddr Vcrfasser dieses Aufsatzes ist Hr. Pfarrer Geb- yardt m Oberseemcn, der in dem vereinigten Wahlbezirk Pforten6 wte Candidat für die erste Kammer em- Staatsverfaffung, wo ein erblicher unverantwortlicher Fürst das Staarsoberhaupt ist, entgegen. Allein in tiefem Sinne ist Demokratie nicht zu nehmen, sie bezeichnet nicht eine besondere Staatsform, sondern eine politische Richtung, welche sowie in der Republik, so in der constitutionellen Monarchie, bestehen und sich geltend machen kann oder vielmehr soll; sie ist der Gegensatz nickt von der Monarchie, sondern von Aristokratie, von der politischen Richtung, welche auf Privilegien uiib. Bevorrechtung im Staat sich gründet. Ihre obersten Grundsätze sind: Staatsbürgerliche Gleichheit, daher Gleichheit der Rechte und Pflichten der Staatsbürger ohne Rücksicht auf die äußeren Verhältnisse und Herrschaft des Gesamintwillens, daher Vertretung der Gesammtheit und Wahlfreiheit. Sie will solche Einrichtungen und Gesetze im Staat, in der Gemeinde und anderen Verbindungen, welche auf der Gleichheit der Staatsbürger beruhen; sie widerstrebt jeder Ungleichheit, die nicht auf vernünftigen Gründen beruht, jeder Bevorrechtung, die sich als selbstständiges wider den Gcsammtwillen zu behauptendes Recht geltend machen will, ist der Todfeind aller und jeder Bevorrechtung im Staat. Sie will nicht mehr, als daß das Volk gegenüber der Regierung für Etwas zähle, d. h. daß die Gesammtheit der Staatsbürger in öffentlichen Angelegenheiten eine Stimme habe, weil sonst die Herrschaft eine despotische, den Rechtsstaat aufhebende ist, daß das Volk auf einem gesicherten Rechtsboden stehe; sie will soviel als thunlich, di- Gemeinschaftlichkeit der Ausübung des Gesammtrechts des zur Staatsgesellschaft vereinigten Volks verwirklichen. Sie kann es daher nicht dulden; daß ein Theil der Staatsbürger z. B. der Adel, Vorrechte genießt, daß ein Stand keine oder geringere Abgaben als die andern entrichtet, oder nur er in den Besitz der höchsten einträglichsten Stellen kommt, sie kämpft gegen alle Bevorrechtung gegen allen Staatsunterschied. Keineswegs aber widerstreitet ste der vernunftgemäßen Ungleichheit, der naturgemäß »ach der Verschiedenheit des Talents, der moralischen Kraft, des Vermögens sich richtenden, ehrt vielmehr die vernunftrechtlich bestehenden oder gültig ins Dafein tretenden Ungleichheiten der rechtlichen Zustände. Sie erkennt es an, daß der auf einer höheren Stufe der geistlichen und sittlichen Bildung Stehende, den Vorzug vor dem Ungebildeten vor dem Unwissenden und Unmoralischen verdiene, und besteht daher darauf, daß bei Besetzung der Stellen nicht auf Stand und äußere Verhältnisse, sondern auf Würdigkeit gesehen werde, daß also z. B. wenn ein Adlicher und Bürgerlicher, Reicher und Armer sich zugleich um eine Stelle bewerben, nicht jener weil er zufällig von Adel ist oder Geld hat, dieselbe erhalte, sondern der, welcher der Qualificierteste (Fähigste.) dazu ist- (Schluß folgt.) Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.