Ämeigeblatt der . Stadt und des Regierungsbezirks Gieren. Jfä 12. Sonnabend den 10* Februar 18^49* Dieses Blatt erscheint wöchentlich zwei Mal : Dienstag und Sonnabend. Der Pränumerationsbetraa ist für ein ganzes Jahr für Einheimische 1 st. 30 kr., für ein halbes Jahr 45 fr.; für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr., halbjährl. 51 fr. Auswärts abonnier man stch bei den zunächst gelegenen lobt. Postämtern. In Oietzen bei der Expedition, (Lanzleiberg Lit. B. Nr. 1. Einrückungögebühr für den Raum der gespaltenen CorvuS-Zeile 2 fr. Inserate müssen jedeSmal Vormittags 9 Uhr an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes an die Redaktion gelangt sevn. Amtlicher T h e i l. Auszug aus dem Gr. Regierungsblatt Nr. 8, vom 3. Februar 1849? Inhalt: Verordnung, die Wahl der Geschworncn in der Provinz Rheinhessen betr; — 2 Bekanntmachung, den Zusatz z-m Tarifpreise bei besonderen Holzfällungen bett.; — 3) Bekanntmachung, die Nichterhebung eines Theits der für das Jahr 1847 zur Bestreitung von Gemeindebedürfniffen der Gemeinde Gößenhain, Regierungsbezirks Darmstadt, gcnehurigten Umlagen dritter Klaffe betr.; — 4) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der Umlagen der israelitischen Religionsgemeinde zu Habitzheim betr.; — 5) Desgl. der Gemeinde Obermodau für 1848; — 6) Desgl. der Gemeinde Obermoos für 1848; — 7) Dienstnachrichtcn;— 8) Concurrenzerössnung. Bekanntmachung, die Vereinigung der Großh. Oberfinauzkammer II* Section mit der Großh. Oberforstdirection zu einer Behörde betreffend. Des Großherzogs Königliche Hoheit haben mittelst allerhöchster Entschließung vom 10. d M. zu verordnen geruht, baß die Großh. Oberfinanzkammer II. Section und die Großh. Oberforstdirection mit Beibehaltung ihrer bisherigen Attribulioncn zu einer Verwaltungsbehörde vereinigt werden sollen, welcher dabei der amtliche Name: »Ober-Forst- und D omä n e n-Dir e ction" ertheilt worden ist. Diese allerhöchste Bestimmung wird hierdurch zur allgeineinen Kenntniß gebracht. Darmstadt den 11. Januar 1849. Großherzoglich Hessisches Ministerium der Finanzen. _________ F* von Schenck.__Schleiermacher. Bekanntmachung, die Berechnung der Vergütung für die in 1849 in Geld zu berichtigenden BesoldnngS- und Pensions-Naturalien betreffend* Die im verlaufenen Jahre vorgekommenen, die vorerwähnte Berechnung bedingenden, Fruchtverkäuse bestehen in: 47696% Malter Wa itzen zu 9 fl. 18 kr., 21002 Malter Korn zu 5 fl. 52 kr., 24457% Malter Gerste zu 4 fl. 50% kr. und 137t?8% Malter Hafer zu 3 fl. 30% kr. im Durchschnitt das Malter, und beträgt hiernach der Wcrth von 100 fl. Besoldungs- oder Pensions-Naturalien 134 fl. 50% kr., welcher mit dem verordneten Marimum von Einhundert fünfzehn Gulden zu berichtigen ist. Als Vergütung für Holz sind weiter Ein Gulden sieben Kteuzer von je 100 fl. Besoldung zu bezahlen. Darmstadt am 18. Januar 1849. Großherzoglich Hessische Rechnungskammer. Ludwig. Welcker. 118 Nr. N, g. ui. Gießen am 2. Februar 1849. Betreffend: Die Erweiter ung der in den Gemein- devo ranschlägen vorgesehenen Credite, sowiedie Verwendung der in denselben für unvorhergesehene Fälle aufgenommene Reservefonds. Die Großherzoglich Hessische Regierungs-Commission des Regierungsbezirks Gießen a n die Gr. Bürgermeister und Gemeinde-Einnehmer. Lim in Vollzug der Art. 61 — 63. der Gemeindeordnung die den Gemeinden gebührende Selbststän- diglcit in der Verwaltung zu wahren und mit Beseitigung einer beengenden Controle den bisher durch zahllose Correspondenzen zum Behuf einzelner Crediterweiterungen belasteten Geschäftsbetrieb zu vereinfachen, auch für den Gemcindevorstand, wie für die aufsehende Regierungsbehörde und die betheiligten Einzelnen eine deutliche Uebersicht über die Ausführung des Voranschlags wie über die Abweichungen von demselben zu gewinnen, sind wir von Gr. Ministerium des Innern ermächtigt worden, das Folgende hiermit zu verfügen. 1) Diejenigen Beträge, welche unter einzelnen Rubriken des Voranschlags zur Verwendung für nicht besonders berechnete, durch die Rubrik im Allgemeinen jedoch bezeichnete Ausgaben vom Gemeindevorstand ausgenommen worden sind, weil sich nur im Allgemeinen die Rothwendigkeit einer Verwendung vermuthen läßt, sind hiermit ohne Weiteres dem Bürgermeister zur Verfügung durch ordnungsmäßige — nach dem Gesetz in Art. 71. ic. zulässige — Zahlungsanweisung überlassen. Es bedarf für deren im Sinne der Verwilligung dadurch erfolgende Verwendung einer besonderen Creditcrtheiliing von Seiten der Regierungsbehörde nicht. 2) Wenn der Gemeindevorstand bei der Bestimmung der Beträge, welche als „Reservefonds für unvorhergesehene Fälle" der Ausgabe in den verschiedenen Klassen im Ganzen zugesetzt worden sind, nicht nähere, die Besugniß des Bürgermeisters hinsichtlich der Verwendung beschränkende oder ausdchnende Beschlüsse gefaßt hätte, die dann zu beachten wären, soll der Bürgermeister befugt erachtet sein, für eine nicht vorgesehene Ausgabe oder zur Deckung des Mehrbetrags einer vorgesehenen, den Bedarf durch Zahlungsanweisung auf die dem Gegenstand der Verwendung entsprechende Rubrik, mit gehöriger Vormerkung im Anweisungsregister, aus dem Reservefonds zu entnehmen, — jedoch für die einzelne Ausgabe nur bis zum Betrag von 20 fl. in Gemeinden von 2000 Einwohnern und darunter, bis zu 50 fl. in Gemeinden über 2000 Seelen. Für größere Verwendungen aus dem Reservefonds hat der Bürgermeister die Genehmigung des GemeinderathS zu erwirken. Einer Creditertheiluiig von Seiten der Regierungsbehörde für Verwendungen aus dem im Voranschlag vorgesehenen Reservefonds bedarf es nicht. 3) Würden für Ausgaben, deren Rothwendigkeit im Laufe des Jahres erkannt wird, die aber gar nicht vorgesehen oder in dem dafür angenommenen Betrag nicht hinlänglich gedeckt sind, die unter 1. und 2. bezeichneten Reservefonds nicht zureichen, so kann dasür der Ueberschuß verwendet werden, welcher sich etwa durch nicht vorgesehene Einnahmen, wie durch unterlassene oder unter dem Ansatz des Voranschlags gebliebene Ausgaben im Ganzen ergiebt. ©oldje Verwendungen erfordern aber jedesmal die Zustimmung des Gemeinderaths, welchem dafür 119 überzeugende Nachweisung hinsichtlich des verwendbaren Ucberschusses zu geben ist. Es werden dann die in solcher Weise von dem Gcmeinderath gebilligten Verwendungen aus dem Ueber chuß durch den Burger- m-ister^iur vorlagSwetsen Zahl.», aus »ie Der stich- Anweisungen MZahlung befugt,wenn derBürgermeister d»m> -uSdrnckltd, durch d, »°ti-. l, ch Zustimmung d,S Gemeinderaths mll Verwendung der ihm n»chg-w,-s-n-n .leb »M de-V.rwaltung-s.hre- Mtt.r^e stand e- Einmhmer- stKich ' .»"dtest vorlagsweisen Zahlungen nach Kl-sten und Rubrckn KSÄZ ÄS- Xwm» der Regierungsbehörde vorzulegen, damit Eredit für senes Verzeichu.ß nut Verwendung M nrJMfc- ficbt nackaewksenen Ucberschusses ertheilt werde, worauf sodann die definitive Verrechnug erfolgen . Es darf übrigens j ne Bcfugniß zu vorlagswei,er Zahlungs-Anweisung nicht dahm mißverstanden . bnfi nrnldS fcen MS willkührliche Unterlassen Vorschlags. L ' Angaben gestattet sei, um dann über die dadurch gebildeten Ueberschüsse nach Belieben zu d b .. j l I)r rtetg Pstjcht des Vorstandes, den von der Regierungsbehörde genehmigten - ^Insck aa in dem S un In welchem er beschlossen und genehmigt ist zu vollziehen. Derselbe .st Täww, ® W d'.r Bürgermeister , handeln hat und für . ,(irf wur toenn aus zufälligen Ursachen für den im Voranschlag beabsichtigten 3» ^"^"s.benen Mittel überhaupt nicht mehr bedurft werden, oder auch den vorgesteckten Zweck nicht zu erreichen, Zf;" kann daher von einem durch Unterlassen von Ausgaben gebildeten dH» »„W, »aß niem-l- .ine Verkeilung ... Nebers^sfeu c . h meinen Gemeindeglieder ohne vorgängige Einholung der Genehmigung er ■ u EXdXä* V-ranfchl-g L-M 4 »*« «« '“'Ätw'i- Bestimmungen »es «schreiben- »am 2S,N«mb.r 183S Nr, Afc dm Ab, Wen II. nnb «"-nf,-haben; -- ,-mmeu hiernach die mit «u-schreibeu »am 26. «43 Rr. 14- mag bmch -Ächend- Einnahmen an stch bestimm, stnd, einer Erediterchetlung Ute bebar,, K ü ch l - r. Eckstein. Pietsch. • 120 Anlage A. V e r z e i ch i ß. der im Voranschlag der Gemeinde .........für 18 . . n ich t vorgesehenen^ mit Zustimmung des Gemeinderaths aber durch Ueberschüsse an Mehr einnahme und M inde raus gab e z n deckenden Ausgaben. Ord. Nr. Anlage''. B ezeichnung der Ausgaben. Betrag. fl- fr. I. Kl ässe. Rubrik 80 U n t e rha l t u n g re. der Güter. 1. 1. 1 2. | Für Herstellung der durch Fluch gestörten Wicftncinlagen rc. . u. s. w. . ♦ . 73. 30. II. Klasse. Rubrik 122. Unterhaltung der Schulhäuser. 4. 6. Es war vorgesehen.............. 95 fl. es mußten aber verwendet werden .......... 116 fl. sonach Mehrbedarf 21. — U. |. IV. Bemerkung. Es muß nach den Umständen in Beilagen oder durch Erläuterungen, welche in das Verzcichniß immi"el bar anfgenommen werden, jeder Posten genügend deutlich gemacht werden. 121 Anlage. B. uebcrsicht. über d i e durch Mehreinnah m e it n i> Mi n verausgabe im Iahr 18.. für die Gemeinde enLstand enen Ueberfehnffe Ord. Nr. Bezeichnung der Rubriken. Ueberschuß. fl. kr. 1. fl. fr. A. bet der E i n n a l) m e. I. Klasse. Rubrik 3. Aus Gras und anderen Naturalien. die Einnahme war im Voranschlag angenommen zu . . . 230. — beträgt aber nach den Versteigerungsprotocollen .... zio. sonach mehr — 80. 5. u. s. w. 11. Klass e. Rubrik 33. Miethe von Markt- re. Plätzen. Es war nichts vorgesehen, es ist aber durch Vermiethung eines Platzes für 3 Buden erfallen...... — — 15. — 9. n. s. w. B. bei der Ausgabe.- I. Klasse. Rubrik 81. Unterh a ltu ng dc r Wa ldu n ge n. Vorgesehene Ausgabe ............ 792. — Wirkliche Verwendung......... 617. — sonach weniger — — 175. 10. Rubrik 84. Gerich tsk osten. Es ist gar nichts verwendet vom vorgesehenen Betrag . . — — 25. — ii. s> w. 122 Gießen. Protokoll der Sitzungen des Bezirksraths zu Gießen. Fünfte Sitzung vom 3. Januar 1849. Nachmittags 3 Uhr. Anwesend: Reg.-Rath Küchler und 10 Mitglieder des Bezirksraths. Bern deck übernahm die Führung des Protokolls. Nachdem der Vorsitzende die Sitzung für eröffnet erklärt hatte, verlas Engel den Ausfchußbericht über die Wahl im II. Wahldistrikt, wobei er noch mündlich erläuterte, daß dem re. Velten als Käfefabrikant nur noch 10 Stimmen weiter zugerechnet werden könnten, so daß Weigel noch 5 Stimmen mehr als Velten habe. Die Wahl wurde also einstimmig für Weigel angenommen, im Sinne des Ausschußantrags. Hierauf verlas Engel den auf der Tagesordnung stehenden Antrag, betr. das Gesuch des G. B. K. Ebert von Coburg um Aufnahme als Ortsbürger in Großenbuseck, wobei er mündlich bemerkt, daß Petent schon früher ein Sittenzeugniß erbracht und auch noch die weiteren auf Verlangen der Reg.-Comiss. erbracht habe, indem er wünscht, daß dieselbe die bezügliche Aufforderung vorlegen möge. Die Sache wird darum ausgesetzt bis das fehlende Aktenstück vorgelegt werde. Der Dors, lies daher den Ausschußbericht wegen des Gesuchs des Kaspar Kaufmann von Niederohmen, um Aufnahme als Ortsbürger nach Lehnheim verlesen, und da Niemand über den Ausschußantrag das Wort ergreifen wollte, so wurde zur Abstimmung geschritten und der Antrag angenommen, wornach Kaufmann bedeutet werden soll, daß er sich vorerst an den Gemeinderath zu Lehnheim zu wenden habe. Sofort verlas Engel den Bericht des Ausschusses wegen des Antrags von Dieterich, wegen Errichtung einer Viehversicherungs-Anstalt für die Provinz Oberhessen oder doch des Reg.-Bezirks Gießen. Engel erklärt, daß ihm nach Abfassung des Ausschußberichtes ein weiterer Antrag von Lindenstruth wegen Gründung von Gemeinde-Viehversicherungsanstalten zugekommen sei, den er verliest. Engel trägt darauf an, daß zuerst in kleineren Bezirken Versuche mit solchen Anstalten zu machen seien, welche dann nach und nach eine größere Anstalt vorbereiten und anbahncn könnten. Menkel ist mit Lindenstruths Antrag einverstanden; denn im Kr. Grünberg habe früher eine Viehversicherungs-Anstalt bestanden, welche sich aber so schlecht bewährt, daß sie ausgehoben werden mußte. Engel redet den Viehversicherungs-Anstalten in einzelnen Gemeinden nicht das Wort, wenn schon in seiner Gemeinde eine solche bestehe, allein dies komme wohl daher, daß bisher noch keine bedeutenden Opfer gebracht worden seien. Er entgegnet Menkel, daß die Uebcrwachung der Behandlung des Viehes in größeren Bezirken allerdings möglich sei. Kliebe glaubt, daß die Gewährleistung der Viehverstcherungs-Anstalten bei einzelnen Gemeinden nicht so groß sei, wie bei Bezirks-Anstalten. Er ist mit Engel einverstanden. Ferber ist mit Menkel einverstanden und hält dafür, daß Anstalten für größere Bezirke nicht auszu- sühren seien mit Vortheil und glaubt den Hauptgrund, daß dergleichen nicht zu Stande kommen, darin suchen zu müssen, daß Ortsbürger einer Gemeinde für Ortsbürger anderer Gemeinden zahlen sollen. Er empfiehlt Viehverstcherungs-Anstalten nur für einzelne Gemeinden. Engel entgegnet diesem, daß er zwar im Princip mit ihm einverstanden sei, allein er halte diesen Antrag nicht für ausführbar. Er glaubt, daß die Verwaltung bei größeren Bezirken zu kostspielig gewesen sei. Er schildert die Vorthcile der Viehverficherungs-Anstalten für ganze Bezirke sehr ausführlich, namentlich glaubt er, daß dergleichen Anstalten für einzelne Gemeinden der gehörige Fonds fehlen dürfte, will indessen keineswegs bestreiten, daß die Viehversicherungs-Anstalt zu Gießen sich schon 15 Jahre gut bewährt habe, dies komme aber wohl hauptsächlich daher, daß die Betheiligten den genügenden Fonds gegründet sahen. Bet Seuchen halt er die Anstalten in einzelnen Gemeinden nicht für gesichert. Er will, daß man es den Gemeinden empfehle. r. Bernbeck ist mit Engel einverstanden: bei der Ausdehnung auf mehrere Gemeinden oder Rea.-Bez. seien die Anstalten nicht so gesichert. . r Schlosser, Stallmstr v. Ulrichstein. Hr. Daniel, Fabrikbes. v Ofen. Hrn. Kfl. Aleff v. Cöln, Brandstättcr v. Wiesbaden u. Ro- scnländer v. Frankfurt. Hr. Maierladt, Pfarr. v. Münden. Fr. v. Sternburg m. Fam. u. Bedien, v. Hannover. Hrn. Kfl Knispel v. Danzig, Freudenburg v. Ingolstadt, Epffer v. Frank urt, Wirths v. Cöln, Dieterich u. Diehler v. Offenbach. im Prinz Carl> Hr. Roos, Geschäfts»!, v. Gladcn- bach. Hr. Heerz, Oecon. v. Ruppertenrod. Hr. Rausch, Spedit v. Großeneichen. Hr. Höhr, Uhrm. v Schönach. Hrn. Kfl. Hanck v. Frankfurt, Herz v. Crefeld u. Franck v. München. Hr. KrepS, Geschäftsm. v. Roßdorf. Hr. Stern, Oecon. v. Holzhausen. Hr. Semmler, Geschäftsm. v. Niederohmen. Hr. Braun, Fabrik v. Eschwege. Hrn. Kfl. Lang v. Cöln u. Hartmann v. Marburg. Hr Eichhorn, Apoth. v. Auerbach Hr. Jäger, Oecon. v. Niedermockstadt. Hr. Spamer, Metzg. v. Schotten. Hrn. Geschäftsl. Rösch v. Niederohmen, Bamberger v. Friedrichsdorf u. Katz v. Steinbach. Hr Allendörfer, Oecon. v. Wehrheim. Hr. Wagner, Kfm. v. Bingen. Im Darmstaedter Haus: HkN. Geschäfts!. Preis V. Roßdorf, Ulrich v. Hanau u. Setzer v. Offenbach. Fr. Wehrum v. Busenborn. Hrn. Geschäfts!. Schiff v. Kaichen, Simon v. Freienseen, Reh v. Rainerod u Hecker v Eichelsachsen. Hr. Kuhl, Fuhrm. v. Homberg. Hrn. Geschäftsl. Hofmeister v. Neukirchen, Windt v. Mornshausen, Fischbach v. Battenberg, Becker v. Bromskirchen, Heus v. Beuern u. Lang v. Angersbach. Hr. Größer, Fuhrm. v GeiSmar. Hrn. Geschäftsl Fap v. Holzhausen u. Bvdenbcnder v. Schreck. Im Stern - Hr. Pfeiffer, Müll. v. Großenbuseck. Hr. Weber, Steinh. v. Nordeck. Hrn. Oecon. Schneeborn u. Pfeffer v. Ruhlkirchen. Hr. Unverzagt, Privatm v. Biedenkopf. Hr. Bogel, Handelim. d. Semmt. Hr. Schulz, Privatm. v. Bockcnheim. Jungfer Wilhelm v Frankenberg. In der Sonne•• Hrn. Handelsl. Erb, Beuern u. Dcichcr v. Berlin. Hr. Sehrt, Fabrik. Grünberg. In den Privathäuscrn Bei Hrn. Kfm. Wallenfels: Frl. Sänger v. Berlc- fels. — Bei Hrn. Posament. Schulze: Frl. Lotz v. Allendorf. — Bei Hrn. Kupferschm. Kirsch: Jungfer Blöser v. Grünberg. — Bei Hrn. Hofgcr.-Adv Dornseiff: Fr. Kuhl v. Butzbach. — Bei Fr. Forstrentmstr. Schott: Fr. Affeff. Klingelböffer v. Alsfeld. — Bei Hrn Blaufärb. Jughardt: Frl. Rußmann v. Grünberg. — Bei Hrn. Kfm. Ferber: Hr. Wendeberg, Privatm. v. Höchst. — Bei Hrn Heinr. Busch im Garten: Fr. Dr. Vollmar v. Offenbach. 130 Frucht- und WLktualisnpreife. Biktualien preise. r u ch t p r e i s e. NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Pfund >c. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht, Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals find von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Fleischtaxe. _________________________1 Meßen und Hunaen den 10. Februar <3 S Butzbach | den 9. Febr. । Ridda 1 den 26. Jan. Friedberg ( den 26. Jan. , Gießen und Hunaen den 3, Februar Grün berg. | ai * Friedberg den 26. Jan. Brodtaxe. ® g CD 5 per Pstrnd ! fr. pf. fr.1, Vf. fr.; Df- fr.; Pf. s| fr.; pf. fr. Pf. - Pf. "1 Pf., fr. Pf. Ochsenfleisch 12 — 12 — 12,— 12 — 2 5 j Gieß-n | j Mehl 4 2 —- — 41 2 4 — 4 2 Kuhfleisch . 9, 2 — — 9,- w - 9 — 4 9 — 9 — 8, 3 8 — 8 3 Rindfleisch . 81 2 8- 9- 8 — 6 8 ) Grünberg ) jK. j®. ) ~T — — s — 12 — — — Kalbfleisch . 7- — — 6 — 8 — 1 6 2 N 1 aus ss Waizen- 5 — — — 6 — — — Schweinefl. . 12 2 — — 112 - 13 — 12 — 4 e > und 10 — — — — — — —. — Hammclfl. . 9 — — — 8- 9 - 8 — 6 % Kvrnmehl besteh. — — — — — — Schaasfl. . . ! — 7,- 8- 7 - Q L. Q Q Q T. Q Leberwurst . gem. Wurst. 14 ~ 8- — 1“ 14 — 12 — 14 — 10 — Für 1 lr. Wafferwcck..... „ 1 fr. Milchbrod ..... 6 1 5 6 5] 6 5 2 1 16 — 5 ■ — 2 5 2 5 Bratwurst . 18 — — — — 16 — Schwarten!.. Blutwurst . geräch. Speck 18,— _ H6 — 14 — 24!- 16 — 1«'- 26 — 1 i 14 — — 24- 19 — Marktpreise. fr. Pf. fr. Pf. jfr. Pf. fr. Pf. fr. Pf. Schinken . . Dörrfleisch . 19 - ,20 — 18 — 18 — 19 — 19 — 19 — — — 1 Maas Milch....... 6 I —- Rindsfett 20.— — — |24 — 18 — 24 — 1 Pfund Butter...... 18 Hammelsfett 20- — — 16 — 16 - 16 — auch ..... 19 Schweine- 1 5 Haudkase........ 4 — — — — 1— — r* —- schmalz, aus- 1 1 Eier......... 4 — — — — — —• —- gelassene« . 24 - 1— — 24 — 20 — 24 — Pfund Waizenmehl..... 1 — — — I — — 4 — dgl., unauSgel. |20 — 20 — „ Gcschw. Vorschuß . . . . _____ ' 5 _ — —--— Gießen Grünberg Friedberg Büdingen Mainz Marburg Weylar Frucht. 8. Februar. | 3, Februar. 1 3. Februar. 3. Januar. 3. Februar. 27. Jan. 3. Februar. 8«t< tun«. 3) r a l t e Mott Scheffel Pf. ff. 1 fr. Pf- st. fr. Pf- st. IJr. Pf. ff. fr. Pf. ff. fr. ff- fr. ff. L. £ Waizen . 200 9 15 200 8 40 200 — 8 36 200 8 59 7 9 3 53 Korn . . 200 6 । 15 190 6 35 190 5 48 — 5 45 200 5 28 4 49 2 37 2 Gerste. . 170 4 ; 40 170 4 35 170 4 35 — 5 15 200 4 39 3 56 1 51 — Hafer . . Srbscn — 3 1 15 — 3 — — 3 20 — 3 10 200 3 30 2 9j 1 28 — Linsen. . — — — — — — — — — — — — — — — — — — Aus die neue illustrirte Zeitung nehmen wir fortwährend Bestellnngcn entgegen. Das Abonnement beträgt jährlich 36 fr. Die Nr. 1. 2. 3. enthalten unter anderen interessanten und gelungenen illustrirten Ausführungen: Ernst Moriz Arndt, die Westmünsterabtei zu London, die Begräbnißkapelle Eduard des Bekenners, Glucks Denkmal zu München, Irische Zustände, Austreibung einer irischen Pachterfamilie, Franz Joseph der I. Kaiser von Oestereich, des Herrn Professors Lustreise in die Alpen, Louis Napoleon, Präsident der französischen Republik und die, Ausrufung Louis Napoleon Bouepartes zum ersten Präsidenten der französischen Republik. 131 Kl U N 215) Gießen. Statute». des Vergleichsvereins für die Stadt Lich. Streitigkeiten und Rechtshändel hemmen und stören die menschliche Wohlfahrt auf manigfaltige Weise, können aber nicht selten durch gütliche Vermittelung verhütet, oder doch rasch beigelegt werden. Von dieser auf vielfache Thalsachen gegründeten Ueberzeugung geleitet, soll ein „Vergleichs-Verein" für die Stadt Lich errichtet werden. §• 1. Der Vergleichs - Vereins - Vorstand besteht aus 9 Mitgliedern und 3 Ersatzmännern, welche sämmtlich für einen Zeitraum von 3 Jahren durch absolute Stimmenmehrheit gewählt werden und ihr Amt unentgeldlich verwalten. §. 2. Wählbar zum in §. 1. genannten Vorstande sind sämmtliche Mitglieder, welche das 25. Lebensjahr erreicht haben. §. 3. Die Ersatzmänner treten an die Stelle der Mitglieder des Vergleichsvereins, wenn diese aus erheblichen Gründen von den streitenden Partheien nicht angenommen werden, oder aus gleichen Gründen mit Genehmigung des Dirigenten zurücktreten oder sonst erhebliche Verhinderung eintritt. Um einen gültigen Beschluß zu fassen, müssen mindestens 5 Mitglieder des Vorstandes anwesend sein. § 4. Alle bürgerliche Rechtsstreitigkeitcn, sowie alle nur auf Anklage des Verletzten zu untersuchenden geringeren Vergehen sollen dem Vergleichsverein zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt werden. 8 5 Streitnde Partheien, welche freiwilliger Uebereinkunft zufolge, an den Vergleichövercin sich wenden, werden von diesem vorgeladen, angehört, uach genauer Prüfung der Sache, auf den Grund oder Ungrnnd ihrer Forderungen und Einwendungen hingewiefen und zur Annahme von Vcrgleichsvor- schlügen ermahnt. §. 6. Kommt ein Vergleich zu Siande, so wird über das gauze Sachverhältniß ein Protokoll ausgenommen, welches sobald es vorgelesen wird von den Streitenden sowohl, als von den der Verhandlung anwohnenden Mitgliedern des Vergleichs-Vercins-Vor- standes unterschrieben worden ist, die Kraft eines gültigen Vergleichs erlangt, so daß auf dessen Erfüllung bei Gericht geklagt werden kann. t e s. §. 7. Kommt ein Vergleich nicht zu Stande, so weißt der Vergleichö-Vereins-Vorstand, nachdem die Sachlage im Protobollbuch kurz nicdergeschrieben worden, die Streitenden an die gewöhnliche richterliche Behörde und ertheilt der Paithei eine Urkunde über ihre gepflogene angebliche Verhandlung. § 8. Die Mitglieder verpflichten sich zur Annahme und des oben Festgesetzten und erklären noch ausdrücklich, daß sie jede Streitsache, in welche sie etwa könnten verwickelt werden, dem Vergleichs-Verein vorlegen, den Vorladungen des Vorstandes Folge leisten, und die Zwecke dieses Instituts nach Kräften fördern wollen. §. 9. Sobald die Gesellschaft 50 Mitglieder erreicht hat, welche durch eigenhändige Namensunterschrift diese Statuten anerkannt haben, tritt solche alsbald nach erwirkter höherer Genehmigung ins Leben. Später neu eintretende Mitglieder müssen ebenfalls die Statuten schriftlich anerkennen und Austretungen können nur nach vorheriger Anzeige beim Vorstande erfolgen Auch kann der Vorstand dasjenige Mitglied, welches diese Statuten nicht gehalten hat, durch Beschluß jederzeit aus der Gesellschaft ausstoßen. Vorstehende Statuten haben Ministerial-Geneh- migung erhalteu. 8- d. A. Diter ich. Drei Freunde. Novelle von Theodor Mligge. (Fortsetzung.) Da stand der Tisch, an welchem er vor drei Jahren gesessen hatte; die Bowle mitten auf der Platte, drei Gläser neben ihr. Zwei davon waren bis zum Rande gefüllt, das dritte leer und umgekehrt und eben wendete sich der einsame Trinker vom Fenster zurück, seine Hände über die Brust gekreuzt, finstere Wolken auf seiner Stirne, die sich plötzlich glättete, als er nach einem Augenblicke der Ueberraschung den Freund erkannte. „Aurel!" rief er, „so hatte ich mich doch nicht 132 getäuscht, wenn ich Dich erwartete. Freilich kaum mehr in dieser letzten Minute des Jahres," fuhr er, ihn umarmend, fort, „aber seit Wochen und Tagen schon, denn ich wußte, Du mußtest kommen, um das Erbe Deines sparsamen vortrefflichen Oheims in Empfang zu nehmen. Da Du nun immer ein Freund der Romantik warst, so glaubte ich bestimmt Du würdest den Splresterabend nicht versäumen, und ich bereitete die Bowle, ich stellte die Gläser hin, füllte sie und erwartete Dich mit Geduld und Ungeduld, endlich meine eigenen Träumereien verspottend und auf meine Hand allein zechenv und Dir zürnend, bis ich sehe, daß meine Prophetengabe mich dennoch nicht betrogen hat." Aurel war unangenehm betroffen von dieser Art des Empfanges, den er nicht erwartet hatte. Er sah den Mann an, der so zu ihm redete und konnte nicht zweifeln, es war Eduard, der Sohn des Präsidenten, aber er hatte sich nicht zu seinem Vortheile verändert. Eine ernste Geschäftsmiene hatte sich seinem jugendlichen Gesichte ausgeprägt, sein Haar war dünn geworden, sein kalter Spott über den Traum der Freundschaft, den er vor drei Jahren noch träumen konnte, zeigte deutlich, daß die Begeisterung der Jugend sich von ihm abgestreift hatte. „Du hast Dich nicht getäuscht," sagte Aurel, „ich bin Tag und Nacht gereist, um noch vor Mitternacht bei Dir zu sein oder bei Euch," fügte er mit erhöhter Stimme hinzu, „denn ich glaubte nicht Dich allein zu finden. Wo ist Richard?" „Richard!" rief der Sohn des Präsidenten, „davon nachher. Erst setze Dich, nimm Dein Glas und laß uns trinken auf Dein neues Glück. Du wirst beneidet von der ganzen Welt. Dein Onkel hat für Dich gespart und gegeizt, Du wirst ein großes Vermögen finden. Ich habe Gelegenheit gehabt, in meiner amtlichen Stellung etwas über den Nachlaß zu hören, der vielleicht selbst Deine Erwartungen übertrifft und ich rathe Dir nun dies Glück zu benutzen und Dein Leben in bester Weise zu genießen. Du wirst doch auf keinen Fall den Schacher des alten Mannes fortsetzen wollen. Zieh in die Hauptstadt, weit weg von diesem einseitigen Handelsplätze und laß uns dort unsere Freundschaft erneuern. Ich sowohl wie meine Familie werden Dich gern bei uns sehen." „Deine Familie?" fragte Aurel. „Dein Vater ist also dort?" „Mein Vater?!" antwortete Eduard verwundert. „Weißt Du denn nicht, daß mein Vater seit länger als einem Jahre Deinem Onkel in die ewige Heimath vorangcgangen ist?" „Ich weiß nichts," erwiederte Aurel, bewegt von dieser Nachricht. „Darum also ist dies Haus so öde und dunkel." „Man hat Dir, wie es scheint, gar keine Mit. theilungen über uns gemacht," kuhr Eduard fort, „und ich selbst, gedrängt von Geschäften, verwirrt von traurigen Erlebnissen und froh, mich ihrer nicht erinnern zu dürfen, habe es unterlassen. Mein Vater ist todt, ich bin als Ministerialrath in der Hauptstadt angestellt. Daß du mich hier findest ist halb und halb Sache des Zufalls. Ich kam um meine Mutter und Schwester bei ihrer Uebersiedelung in mein Haus zu begleiten, alle nöthlge Einleitungen über den Verkauf unseres Elgenthums zu treffen, den Transport der Sachen und was weiter Frauen schwer fällt, zu bewirken , sonst hättest Du ein leeres Liest getroffen. Morgen reisen wir oder übermorgen, denn ich möchte wohl, Dir zur Liebe, noch einen Tag bleiben und Johanna wird sich auch freuen Dich wiederzusehen." „Deine Schwester?" sagte Aurel zögernd. „Ich bin erschrocken über Deine Mittheilungen. Sie ist hier — allein — bei Deiner Mutter und Richard? Er ist nicht in ihrer Nähe? Nicht mit ihr vermählt?" (Forts, folgt.) Gemeinnütziges. Erbsen- und Bohnenkeime als Gemüse und Salat speisen die Chinesen, besonders Wenn die grünen Gemüse selten sind. Die Zubereitung ist folgende: Die trocknen Hülsenfrüchte läßt man 4 Stunden lang in einer Schüssel mit Waffer liegen und bedeckt sie dann mit Stroh, in zwei Tagen erreichen die Keime derselben eine Länge von l'/2 Zoll; worauf man sie von den Trümmern der Samenkerne befreit und in Walser kocht und dann als Salat oder mit Fleischbrühe anmacht. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindcuckerei. Ttounbert eit länger e Heimalh eivegt von uS so öde keine Mit« :ort, „und von trau: t erinnern ■r ist tovt, tatet ange- und halb liutter uni t Haus zu ■n Verkauf Sport der t, zu be- gelroffen. ich mochte n und Jo: sehen." nd. „Ich . Sie ist > Richard? Zermahlt?" Gemüse rünen Ge- mde: Die n lang in t sie dann litte dersel- n sie von in Was- lleischbrüht Errichtung einer für Knaben zu G i e H e A. Von mehreren Seiten anfgemnntert beabsichtigt der Unterzeichnete in hiesiger Stadt eine höhere Privatlehr- und Erziehungsanstalt für Knaben zu errichten. Diese Anstalt setzt sich die Aufgabe, die geistigen und körperlichen Kräfte harmonisch auözubilden und neben wissenschaftlicher Bildung auch ganz besonders auf sittliche Tüchtigkeit hinzuwirken. Deßhalb wird das Bestreben darauf gerichtet sein, nicht nur durch gründlichen Unterricht die Zöglinge in den Besitz von Kenntnissen und Fertigkeiten zu setzen, sondern vor Allem durch sorgfältige Ueberivachung und Pflege eines religiös-sittlichen Geistes die Eltern in der Erziehung zu unterstützen. Die Anstalt will ihre Zöglinge für das Ghmnasinin und die Realschule vorbereiten. Mit Berücksichtigung der verschiedenen Altersstufen und Fähigkeiten wird der Unterricht in verschiedenen Klassen ertheilt werden. In den beiden untersten Abtheilungen, in welche Knaben von etwa 6 Jahren an eintreten, wird der Unterricht sich erstrecken über Lesen, Schreiben, Denkübungen und fortschreitend über Rechtschreiben , Rechnen, biblische Geschichte, die Anfangsgründe der lateinischen und französischen Sprache, der Geschichte, Geographie und Naturgeschichte, Gesang. In den oberen Abtheilungen, welche Knaben, die bei genügender Vorbildung etwa das neunte Jahr zurückgelegt haben, aufnehmen, wird der Unterricht folgende Lehrgegenstände umfassen : biblische Geschichte verbunden mit der Religionslehre, Schreiben, Rechtschreiben, deutsche Sprache verbunden mit Styl- und deklamatorischen Hebungen, fremde Sprachen (Latein, Griechisch, für Solche, die studiren wollen, Französisch, Englisch) Geographie, Geschichte, Arithmetik, Geometrie, Naturgeschichte, Physik, Zeichnen, Gesang. Auf die Ausbildung im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache wird besondere Sorgfalt verwendet werden. Da Herr Bauaeeessist Reust, welcher langsährige gründliche Studien den mathematischen Wissenschaften gewidmet hat, den Unterricht in Arithmetik, Geometrie, Physik, Zeichnen ertheilen wird, so ist hierdurch Bürgschaft gegeben, daß auch auf diese wichtigen Nnterrichtszweige die größte Aufmerksamkeit gerichtet werde. In den übrigen Lehrgegenständen werden außer dem Unterzeichneten vor der Hand drei tüchtige und befähigte Lehrer unterrichten. Für die körperliche Ausbildung wird gesorgt durch zweckmäßige Vertheilung der Lehr- und Erholungsstundeu, durch gymnastische Hebungen, durch größere, wöchentlich wenigstens einmal unter Aufsicht der Lehrer unternommene Spaziergänge, welche neben naturwissenschaftlichen Zwecken Abhärtung und Kräftigung der Gesundheit zu fördern suchen. Um die Eltern der oft so lästigen Ueberwachung der häuslichen Schularbeiten zu überheben, werden die Knaben in der Anstalt selbst nach Beendigung der Lehrstunden unter Aufsicht eines Lehrers ihre Arbeiten unfertigen, wenn es die Eltern nicht etwa anders wünschen sollten. Auswärtigen Eltern, welche ihre Söhne der Anstalt anvertrauen wollen, gibt der Unterzeichnete die Zusicherung, mit gewissenhafter Sorgfalt das Betragen derselben und die Verwendung ihrer Zeit außerhalb der Anstalt zu überwachen. Vor dem Beginn der jedesmaligen Osterferien wird eine öffentliche Prüfung stattfinden. Hinsichtlich der eignen Befähigung erlaubt sich der Unterzeichnete auf das Zeugnis' der Herrn Professoren der hiesigen evangelisch-theologischen Fakultät sowie des evangelischen Predigerscminars zu Friedberg hinzuweisen, welche sich freundlichst bereit erklärt haben, auf Anfragen Auskunft zu ertheilen. Das Honorar wird für die beiden unteren Abthcilungen nicht die jährliche Summe von 30 Gulden, für die oberen nicht die von 40 Gulden übersteigen. Besuchen mehrere Brüder zugleich die Anstalt, so tritt eine Ermäßigung des Honorars ein. Der Unterricht im Sommerhalbjahr 1849 wird am 15. April beginnen. Das Local wird demnächst durch das Wochenblatt bekannt gemacht werden. Die verehelichen Eltern, welche dem Unterzeichneten ihr Vertrauen schenken wollen, werden höflichst gebeten, die Anmeldungen recht bald an Herrn Bauaccessist Neuß (Wolkengasse, im ehemaligen Leucht'schen Hause) gütigst gelangen zu lassen. Nähere Auskunft über innere Einrichtungen der Anstalt wird der Unterzeichnete oder Herr Bauaccessist Neuß mit Vergnügen auf mündliche oder schriftliche Anfragen ertheilen. Gmil Steinmetz, Candidat der Theologie. 136 dahier stattgehabten Feuer, die Feuereimer Lit. B. 36 13 und Lit. E. 36 183, und ersucht man Diejenigen, welche hierüber Auskunft ertheilen können, baldigst Anzeige hiervon auf der Bürgermeisterei zu machen. Gießen den 9. Februar 1849. Der Bürgermeister Gg. Reiber. Versteigerungen. 209) G ieß en. Holzversteigerung. Freitag den 16. Februar, soll in den Gr. Domanialwald-Distrikten Tempel und Häuserborn, nachverzeichnetes Holz, versteigert werden: 1V4 Stecken Eichen-Scheidholz, 37- „ " Prügelholz, 277. „ „ Stockholz, 1975 Stück Eichen-Reißholzwellen, 87. Stecken Buchen-Prügelholz, 1057. » » Stockholz, 3825 Stück Buchen-Reißholzwellen, 647. Stecken Kiefern-Stockholz, 5425 Stück Kiefern-Reißholzwellen, 2000 * Dornholzwellen, 24 Stämme Buchen, mit 268 Cbikfß., 12 n Eichen, n 147 „ 3 Stecken 6' langes Nadelpfahlholz. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis Johanni d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee nach Schiffenberg an der WaldmeisterSwiese Vormittags 9 Uhr. Gießen den 8. Februar 1849. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg Dr. Draudt. 246) Gießen. Main - Weser - Eisenbahn. Versteigerung von Bauarbeiter». Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gasthause zum Promenadehaus dahier, die bei Erbauung der nachgenannten UebergangS- werke erforderlichen Arbetten und Lieferungen, als: I. bei Erbauung einer Brücke über die Wieseck bet Gießen. 1) Maurer - und Steinhauerarbeit, ohne Material, veranschlagt zu 6776 fl. 40 fr. 2) Lieferung von 350 Bütten Wasserkalk, veranschlagt zu . . . 875 fl. — II. bei Erbauung eines ViaductS am Neustädter Thor bei Gießen. 1) Maurer - und Stcinhauerarbeit, ohne Material, veranschlagt zu 6315 fl. 26 fr. 2) Zimmerarbeit veranschl. zu 669 „ 23 » 3) Lieferung von 800 Bütten Wasserkalf, veranschlagt zu .... 2000 fl. öffentlich an die Wenigstforderden versteigert werden. Risse, Voranschläge und Versteigerungsbedingungen liegen vom 19. d. M. an, auf dem Büreau deö Unterzeichneten, zur Einsicht offen. Gießen den 11 Februar 1849. Der Gr. SectionS-Jngenieur der Section Gießen. Eickcmeicr. 210) Gießen. Montag den 26. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesiqem RalhhauS, die der Kaminfeger Friedrich Karl ReulingS Wittwe dahier zustchenden Immobilien, als: Grundb. mKlftr. 771 17l Hofraithe in dem Mühlgäßchen, V4$ 2 j Hofraum (Mistenstätte) daselbst, 30/10 198 Acker im Rödern, 40/13, 182 Acker in der Schwarztach, 192 Acker auf der kleinen Weide, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 8. Februar 1849. Der Beigeordnete Rühl. 213) Wetzlar. Am Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen die Frucht-Vorräihe auf den König!. Speichern zu Gleiberg und Wetzlar, bestehend zu Gleiberg in 120 Scheffel Korn und 172 n Hafer, zu Wetzlar in 99 » Korn und 17 it Hafer, im Renteilokale zu Wetzlar, an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden. Wetzlar den 6. Februar-1849. Königl. Rentei Engisch. 243) Altenbuseck. Holzversteigerung im Altenbusccker Gemeindewald. Freitag den 16. Februar d. I., Morgens 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distri'ct Altenstruth, nachgenannte Holzsortimente, meistbietend öffentlich versteigert werden, nehmlich: 137 97 Stecken Eichen-Scheidholz, 27% „ » Prügelholz, 63 v „ Stockholz, 1075 Stück Eichen-Wellcn, 291 ii Birken- u 75 „ Dorn- ii 50 „ Nadel- „ 61 Eichen-Baustämme, von 40" Durchmesser und 60' Länge, vorzüglicher Qualität, im Ganzen 4281 Cbikfß. enthaltend. Zugleich wird bemerkt, daß das Bauholz zuletzt zur Versteigerung kommt. Altenbuseck den 12. Februar 1849. Der Bürgermeister W a g e n b a ch. 242) D a u b r i n g e n. Montag den 19. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, soll in dem hiesigen Gemeindewald, eine ansehnliche Quantität Bau-, Werk- und Nutzholz, bestehend: 1) in Eichen-Baustämmen von 80 bis 257 Cbikfß. Inhalt, 2) in Buchen-Werkholz, für Wagner und Müller, 3) in Fichten-Werkholz, für Wagner, Müller und Oeconomen sich eignend, 4) in 5700 Stück Bohnenstangen, öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. Der Versammlungsort ist in dem District Pilzenbach, präcis Morgens 9 Uhr, Daubringen den 9. Februar 1849 Der Bürgermeister Dort. 259) Rodheim. Montag den 19. d. MtS., Vormittags um 9 Uhr, sollen dahier folgende, der Gemeinde gehörige Früchte, einer Versteigerung ausgesetzt werden, nämlich 32 Maller Korn und 1 ii Waizen. Tie Gr. Bürgermeister der nahe gelegenen Orte werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Gemeinden bekannt machen zu lassen. Rodheim den 12. Februar 1849. Der Bürgermeister Dudenhöfe r. 212) Mainzlar. Arbeitsversteigerung. Donnerstag den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Ralhhause zu Mainzlar, die Planirung von 125 lfdn. Klftr. Wegs auf der Hochfurch, zu circa 300 fl. veranschlagt, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öf- fcnllich wenigstnehmend versteigert werden. Mainzlar am 7. Februar 1849. Der Bürgermeister Vogel. 260) LanggönS. Holzversteigerung im Langgönscr Gemeindewald. Dienstag den 20. Februar d. I., Vormittags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gemeindewald, District Hüttenberg, nachverzeiwnetes Holz versteigert werden. 6 Stecken Buchen-Scheidholz, 154 „ * Stockholz, 300 Stück n Reißholzwellen, 17 ii ii Stämme, worunter sich mehrere von 22 — 26' Länge befinden. Die Zusammenkunft ist am Eingang deö Waldes an der Niederkleer-Chauffe. Langgöns am 12. Februar 1849. Der Beigeordnete Dern. 247) Watzenborn. Donnerstag den 15. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Gemeindehaus dahier 8 Malter Waizen 24 u Korn 5 „ Gerste und 19 n Hafer, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Watzenborn den 10. Februar 1849. Der Bürgermeister Maid t. 258) Rod heim. Folgende, der hiesigen Gemeinde gehörige Gebäude sollen im Termin Dienstag den 20. März d. I., Vormittags 9 Uhr, auf den Abbruch versteigert werden: 1) ein dreistöckiges Wohnbaus, 39 Fuß lang und 38 Fuß breit; 5) ein Nebenbau, welcher sich zum Wohnhaus einrichten läßt, 33 Fuß lang und 23 Fuß breit; 3) eine 95 Fuß lange und 35 Fuß breite Scheuer mit zwei Tennen und Stallungen. Sämmtliche Gebäude sind von Eichenholz, mit Ziegeln bedecket und in gutem Stande. Rodheim den 12. Februar 1849. Der Bürgermeister Dudenhö fer. 244) Gießen. Künftigen Freitag den 16. Februar, werden in der Behausung des Hrn. Oecon. Lor.y in der Mühlgasse, Mobilien verschiedener Art, als: 138 Tische, Stühle, ein Sopha nebst 6 Stühlen mit Roßhaaren gepolstert, Commvde, Schränke, Bettstellen, Beitzeug, Spiegel, Küchengeiäihschafien u. s. w. der öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. Gießen den 12. Februar 1819. Feilgeboteu. 240) M a rburg. Der an der Frankfurter Straße vor Marburg gelegene Gasthof zum „Schützenpfuhl," mit Scheuer, Remise (beides ist so eingerichtet, daß es auch zur Stallung dienen kann), Stallung für circa 50 Pferde, Backhaus, Waschhaus, Kuh- und Schweineställe, sowie Gemüse- und WirthschaftS- gäueii, daran stoßende Wiese, Ackerland und Obst- stücke, nebst großem Fischteiche, stehet zum sofortigen Verkaufe, welches mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß das Kanfgelo nicht gleich bezahlt zu werden braucht, sondern gegen genügende Sicherheit, unter noch zu bestimmenden Bedingungen, stehen bleiben kann nnd weitere Auskunft hierüber im Gasthofe selbst rrtheilt wird. 248) (Gießen.) Bewährtes Mittel gegen Kopfleiden: DheenmOgnete von James G a r t e r in London. Diese nach Vorschrift eines berühmten englischen Arztes gefertigten Magnete besitzen die besondere Eigenschaft, daß sie binnen wenigen Stunden selbst die heftigsten Kopfschmerzen beseitigen, namentlich wenn selbige chronisch oder gichtisch geworden sind. Nicht minder stillen dieselben rheumatische Zahnschmerzen in unglaublich kurzer Zeit, und sind zugleich ein sicheres Heilmittel gegen Ohrensausen, der gewöhnliche Vorbote von Harthörigkeit. Das Paar dieser Magnete in vers. Cartons, mit der Anweisung wie sie zu tragen und aufzubewahren sind, kostet 1 Thlr. und sind in Gießen nur ächt zu haben bei Carl Frech. 218) GethnrmS. Holzsaamcn-Merkaus. Bei Lehrer Schlapp zu Gethürms, Reg.-Bez. Alsfeld ist eine große Quantität diesjähriger Tannen- und Fichtensaamen zu verkaufen. Ersterer kann, wenn baldige Bestellungen erfolgen, zu 30 fr. , letzterer zu 8 fr. per Ps. abgeholt, oder auch, wenn 1 fr. Fracht auf das Pf. vergütet wird, zu diesem Preis frei bis Gießen geliefert werden. 236) Gießen. In Lit C. Nr. 46, auf dem Seltersweg, ist ein Sopha, wegen Mangel an Raum zu »erfaufeii. 227) Gießen. Meinen auf der Neuenweger Sckwor gelegenen Garten bin ich Willens zu ver- miethen oder aus freier Hand zu verkaufen. L. Mergott, wohnhaft bei Hrn. Hutm. Gail auf der Mäusburg. Zu vernuethen- 253) Gießen In meinem Hause auf dem Seliersweg ist die untere und mittlere Etage zu vernuethen und alsbald zu beziehen. Die mittlere Etage besteht ans 3 bis 4 Zimmern, sowie die untere auö der Ladeneinrichtung, Gastzimmer, 2 Stuben im Hinterhäuschen, Küche, Waschküche, Keller, Holzplatz und sonstigen Begnemlichkeiten. Beide Etagen können zusammen, auch getrennt vermiet bet werden. C h r. Mailänders seel. Wtw. 251) Gießen. Eine Familienwohnung, be, stehend in 4 bis 5 heizbaren Zimmern, 2 Kammern, Holzplatz und Keller, beide verschließbar, sowie Mit- gebranch der Waschküche, ist zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden. S i l b e r e i f e n. 203) Gießen. Ein Logis auf dem Seltersweg , welches sich zu einem Laden eignet, ist zu vermiethen. Das Nähere bei der Erped. d. Lltts. 257) Gießen. 200 Thlr. liegen ans ein halbes, oder auf Verlangen auf ein ganzes Jahr aas- zuleihen. Wo? sagt die Erped. d. Lltts. Vermischte Nachrichten. 249) Gießen. Von verschiedenen Seilen auf- gemuniert, habe ich mich entschlossen vor einem gemischten Publicum eine Reihe von Vorträgen über deutsche Geschichte seit der Reformation zu halten. Ich werde Mittwoch den 21. d. M. von 6 bis 7 Uhr Abends in der kleinen Aula beginnen. Familieubillets sind zu einem preuß. Thaler und Billets für einzelne Personen zu einem Gulden in der Rickerschen Buchhandlung zu bekommen. Gießen den 12. Februar 1849. Dr. I. Hillebrand. 202) Gießeu. Mit Bezug auf die frühere Bekanntmachung vom 16. Januar in Nr. 5 dieses Blattes wird den Vetheiligten hiermit eröffnet, daß Zinsabschnilte zu Obligationen deS hiesigen Gesellschaftsvereins, welche am 1. Januar und am 1. Juli 1848, sowie am 1. Januar 1849 fällig waren und bis jetzt noch nicht eingelöst wurden, unfehlbar bis zum 20. d. M. abgegeben werden möchten, ebenso verhält es sich mit anderen Forderungen und Zahlungen an die Kasse des Ge- stllschastsvereins aus jener Periode, da nach diesem 139 Termin von mir keine Rücksicht mehr darauf genommen werden kann. Bieler. 250) L tch. Der hiesige Singverein beabsichtigt, zur Feier seines Gründungstags, Dienstag den 20. Februar d. I. Abends 7 Uhr, im Saale des Gasthauses zum Einhorn dahier ein Concert ZU geben, nach dessen Beendigung ein gift ll folgen soll, wozu Freunde des Gesanges und des geselligen Vergnügens höflichst eingcladen werden. Es wäre um so mehr zu wünschen, daß dieses Concert wieder recht zahlreich bestickt würde, da der Ertrag desselben zum Vesten woylthäliger Zwecke bestimmt ist. Lich den 10. Februar 1849. Namens des Singvereins H. Dietz. 261) Gießen. Nr. 2ßS und 133, haben die Bügeleisen gewonnen. 252) Gießen. ES wird ein Logis von 2 Zimmern, Kammer u. s. w. zu miethen gesucht, wo möglich zu ebner Erde oder eine Stiege hoch, und an einer Hauptstraße gelegen, von P. A. S t e u p. 254) Gießen. Ein Gartenmesser ist gefunden worden, welches gegen die Jnseralionsgcbühr wieder in Empfang genommen werden kann bei PH. Kümmel, in der Klinik. 223) Gießen. Einem verehrten Publieum zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich mich als Maurermeister dahier etablirt habe, und bemerke zugleick, daß ich das Ofensetzen und putzen nach wie vor foribetreibe. H. Hartmann, Maurermeister. 256) Gießen. Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und mit allen häuslichen Arbeiten umzugehen versteht, sucht jetzt oder auf Ostern einen Dienst. Das Nähere bei Wittwe K re »der, Außerordentliche Hauptversammlung des landwirthschaftlichen Provlnzialvercins zu Oberhessen. Mau hält cs den Interessen des Vereins entsprechend, die Wiederbesetznng der durch das bedauerliche Ableben des seitherigen vieljährigen hochverdienten Vereinspräsidenten, Herr v. Firnhaber Jordis, erledigten Präsidentenstelle nicht bis zu der erst später eintretenden allgemeinen Wahl der Vereinsvorstände und Ausschußmitglieder zu verschieben, vielmehr mit der oben angekündigten Aus- schußvcrsammlung eine Hauptversammlung in der Art in Verbindung zu bringen, daß diese jener Ausschußversammlung am 27. Februar Mittags 12 Uhr, zu m Zwecke der Wahl eines V e r e i n s p r ä s i d e n t e n , nachfolgt. Bei der Wichtigkeit dieser Aufgabe hofft man reckt lebhafte Bciheiligung von Seiten der verehrten Vereinsmitglieder. Gießen am 4. Februar 1849. In Erledigung der Präsidentenstelle Schneider. 255) Gießen. Der deutsche Phönix Versicherungsgesellschaft in Frankfurt a. M. (Lcrsicherungs - Capital 3 l/2 Millionen Gulden) versichert alle bewegliche Gegenstände gegen feste billigst gestellte Prämien. Der unterzeichnete Haupt-Agent ist zum Abschlüsse von Versicherungen ermächtigt und ertheilt gerne Auskunft auf Anfragen. Gießen im Februar 1849. I. G. Appel. 194) Gießen. Für AmswÄNderer. M^MNegeimäßrge Segelschissahrt nach Nordamerika, (Lali- sornien und Sud- Australien über Bremen. Durch Uebernahme der Haupt-Agentur eines zuverlässigen Hauses in Bremen, bin ich in den Stand gesetzt, unter ausdrücklicher Zusicherung ganz reeller Bedienung, stets Ncbcrfahrts-Verträge zu den billigsten Preisen abzuschließen. Zu Anfang und Mitte eines jeden Monats, von März an gerechnet, werden gute 140 und schnellsegelnde Schiffe erpedirt und es wird sich mein Geschäftsfreund in Breme», welcher sich selbst lange in Amerika aufhielt, angelegen sein lassen, den Auswanderern, welche mit mir Contracte abschließen, mit Rath und That vortheilhaft an die Hand zu gehen. Für den 1. und 15. März kann ich jetzt schon zu bestimmten Preisen abschließcn, nehme aber auch Anmeldungen und Handgelder für spätere Termine an, wodurch Gelegenheit fest gesichert wird, mache aber im Voraus darauf aufmerksam, daß sich später die Preise erhöhen werden. Heinrich Ferber, am Markt. Die Hindernisse, welche sich im vorigen Jahre der Auswanderung über Bremen entgegenstellten, sind jetzt gehoben und es bietet die Auswanderung über Bremen jetzt wieder alle Vortheile vor jedem anderen Orte. — 75) V0N Je Regelmäßige Fahrten Packetbote nach Frankfurt a, M. Für Auswanderer. „Wie Hoffnung." Concessionirle deutsche Büreaur für Auswanderer nach Amerika M. Bielefeld in Mannheim vom nächsten März an, mit gekupferten Dreimaster erster Klasse, sogenannte New - Work und New-Orleans Rotterdam und London. Zur näheren Erkundigung, sowie zum Abschluß terzeichneten zu wenden. von Ueberfahrts-Verträgen, beliebe man sich an Un- Heinrich Klippel, General-Agent in Frankfurt a. SOL Fremden vom 10. bis 12. Februar 1849. Angekommene und abgereiste In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Fuhr, Rcchn.-R. v. Darmstadt. Hrn. Ast. Kraft v. Düsseldorf, Buderus ü. Friedrichshütte u Braun v. Coln. Hr. Fingerhaus, Ingen, v. Berlin. Fr. e. Buch- hhlz m. Bedien, v. Merseburg. Hr. Kantor, Mechan. v. Saarloui«. Hr. Hof, Kfm. v. Mainz Hr. Bieler, Mal. a. Mailand. Hr. Dackson, Rent. v. Edinburg. Hr. Froffen, Affeff. ».München Hrn. Kfl. Wickerts v Earlsruhe, Pirard v. Frankfurt, Gerdas v. Meerana u. Merkens v. Eupen. Hr. Weitz, Postmstr. v. Alsfe.d. Sr. Wagner, Occon. v. Biedenkopf. Hr. Burg, Vcrw. v. Oberhäuserhof. Hr. Möl- ling, Hauptm. v. Ehrenbreitenstein. Hr. Dablmüller, Lehr, v. Meß. Hr. Oppcrn, Gastw. v. Straßburg. Hr. Pcppler, Kfm. v. Frankfurt. Im Rappen-. Hr. Siemens, Lieutn. u. Hr. Cramer, Tclcgr. v. Berlin. Hrn. Kfl. Landmann v. Laubach u. Zimmermann v. Coblcnz. Hr. Maus, Ingen, v. Cassel. Hr. v. Witte, Rent. v. Strömingen. Hrn. Kfl. Carstanien v. Duisburg, Hoffmann u. Schröder v. Bremen. Hr. Löb, Pferdeh. v. Münzenberg. Hr. Scriba, Capit. v. Darmstadt. Hr. Kruderitz, Baumstr. v Koblenz. Im Prinz Carl: Hr. FritzcheS, Spedit v. Götzen. Hr. Damm, Gastw. v. Betzenrod. Hr. Weck, Privatm. v. Frankfurt. Hr. Hosch, Kfm. v. Biedenkopf. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Spanier, Metzg. v. Schotten. Hr. McrtcnS, Privatm. v. Ehrenberg. Hr. Selle, Färb. V. Offenbach. Hr. Schön, Occon. v. Gladenbach. Hr. Schmidt, Verw. v. Marburg. Hr. Otter, Kfm v. Coblenz. Hr. Borck, Bereit, v. Weilburg. Hr. Brückmann, Oecon. v. Florstadt. Hr. Schmidt, Fabrik, v. Altenfels. Hr. Höhr Uhrm. v. Schönach. Im Darmstaedter Baus: HkN Geschäfts!. Fkp v. Hvlz- haufen, Geibel v. Steinheim, Steindecker v Frischborn, Marx v. Solms, Michael v. Gladenbach, Büder v. Ernsthausen , Bronn v. Rosenberg, Gerhardt v. Kirschgarten, Lind v. Fauerbach u. Heinemann v. Hclmstädt. im Siem > Hr. Federlein, Fuhrm v. Nürnberg. Hr. Steiner, Kammmach v. Saalfeld. Jungfern Friedrich v. Oppenrod u. Wilhelm v. Frankenberg. Hrn. Kfl. Sandmann v. Laubach u Bergenthal v. Wehrstcin. Hr. Willne, Berg- verwalt v. Kirchhain. Hrn. Kfl. Paschke u. Müller v. Frankfurt. In der Hose: HkN. Geschäfts!. HosMÜNN v. Ulrichstein. Sänger v. Gönnern u. Göbel v. Schotten. Hr. Alcker, Bauaufseh. ». Grünberg. Hr. Wollschmidt, Schuhm. v, Wiesbaden. Hr. Pitz, Geschästsm. v. Derbach. Hr. RebS, Stuck, v. Homburg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Obersteuerb. Schmitz- Hr. Kolb, Lieutn. v. Friedberg. — Bei Hrn Apoth. Mettenheimer: Hr. Mettenheimer, Dort. v. Frankfurt — Bei Hrn Bäckermstr. Keil: Fr. Diemer v. Homburg. — Bei Hrn. Kfm. Tasche: Hr. Bornhard, Kfm. v. Offenbach. — Bei Hrn I. Jünger- Jungfer Seipp v. Lollar. — Bei Hrn. Hofger.-R. v Grol- mann I.: Frl. Lenz v. Eisenach - Bei Hrn. 6-»>ck. Lang: Hr. Wolf m. Kind, Gensd. v. Butzbach. — Bei Hrn. Schneid. Hoffmann: Fr. Friederich v. Ruppertenrod' Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch« und Steindruckerei.