Änzeigeblatt der Sta-t Md des Regierungsbezirks Gieren. M. LS. Sonnabend den 9. Juni 18UA. ißoftauf/ftlacVfl^k4 iS},C,L,«^aJ:t®ic-|i.<'3 unb Sonnaienb. - Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 30 ft., für Auswärtige ind 4>o|iauna;iag 1 ff. 42 fr. - Auswärts abonmrt man sich bei allen Postämtern. In Meßen Lei der Expedition (Canzleibera Lit. B. Nr. I.) - EmrucknngSgebühr für die gespaltene Eorpuszeile 2 fr. , --------------------------..-------------—------- ---------------------- Aufruf und Bitte an edle Menschenfreunde. Die unterzeichneten sind auf vielseitiges Verlangen zusammengetreten um eine Unter- stützung zu vermitteln für unsere braven, pflichtgetreuen hessischen Krieger, die im Kampfe für das Vaterland und für gesetzliche Freiheit ehrenvoll gefallen sind, oder ruhmvolle Wunden erhalten haben, für deren hinterlassenen Familien, sowie für diejenigen hesstfcheu Krieger, welche in demselben Kampfe noch dasselbe Schicksal betreffen sollte. An die edlen Menschenfreunde der Stadt und der Ortschaften des Regierungsbezirks Gießen, welche durch achten Wohllthatigkeitssinn von jeher sich rümlichst ausgezeichnet haben, ergeht deshalb unsere ergebenste Bitte um milde Beiträge, mit dem Bemerken, daß auch die kleinste Gabe gerne und freudig für diesen rein menschenfreundlichen Zweck gereicht, mit dem größten Danke angenommen werden wird. Die Einsammlung der Gaben wird in Gießen alsbald vollzogen werden, wahrend die Einsammlung der Gaben in den Ortschaften des Regierungsbezirks durch die betreffenden hierdurch ersucht werdenden Herrn Geistlichen und Bürgermeister besorgt werden wird Gießen den 7. Juni 1849. ©ngel. Dr. Engelbach. Dr. Heyer. Kempff. Labroiffe. Muhl. Dloch. Gg. Reiber. Schön. v. Wiüich. Amtlicher Th eil. Auszilge ans den Gr. Regierungsblättern: ->nbak«. $n t i x . dtr. 33 vom 21. Mai 1849. ."anntmachung, die Niederschlagung der Umlagen zweiter Klaffe der Gemeinde Dreieicheichain für 1848 gierÜngsb^^Äburg''fllr l8j9. Bestreitung der Communalbedurfnisse in den Gemeinden des Re. Inbalf. gut , x . Rr 34 vom 14. Mai 1849. J htt' Bekanntmachung, die Reichsvcrfaffung betreffend. 478 Nr. 34% vom 26. Mai 1849. Inhalt: 1) Edict, die Auflösung der Ständeversammlung befr.; - 2) Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfniffe in den Gemeinden des Regierungsbezirks Gießen für 1849. Nr. 33 vom 26. Mai 1849. „ balt' !1 Zusammenstellung der Ergebnisse der Staatsschulden-Tilgungskasse-Nechnnng für 1816; — 2) Bekanntmachung, P bie KtoÄmZelnrt Theils der in dem Voranschlag der Gemeinde Reichlos für 1848 vorgesehenen Umlagen bett • — 31 Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfniffe m den Gemeinden des Fmedensgenchrsbezirks Oberingelheim für^l849 ;^—^4) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der Grundbuchskosten der Gemeinde Lorsch für 1848 bctr.; — 5) Dienstnachrichten; — 6) Dienstentlassung; — 7) Concurrenzeroffnun. gen; — 8) Sterbfälle; — 9) Berichtigung. 'S* 1 9 dm Umfang, bie Auft-iung, V.rwandKmg und Ablösung ter MMW «J wirthschoftlichim Boden in den Proomzc» Starkenburg und Obecheffm betreffend. (Schluß.) . „„ Art. 24. Wenn die Pflichtigen gleich in ihrer ersten Erklärung (Art. 22) einen SachverstaMgen ernannt haben, so muß der Berechtigte durch die nach Art. 23 an ihn ergehende Verfügung zugleich anfge. fordert werden, in der demselben Artikel gemäß abzugebenden Erklärung den von seiner «eite zu ernennende von Awtswegen ^en Ennt werdm ber Regierungsbehörde beeidigt, nachdem MefettJ itwr beti 1Xaumten Termin beid?n Theilen zeitig bekannt gemacht hat, damit diese, wenn sie wollen, der ^pfllchtung an bem rauhen Ertrage etwa stattfindende A^a^ sowle gW jährliche Beziehungskosten und die etwaigen Gegenleistungen des Berechtigten an Schagen, n A z g ß - Lacht und nur der hiernach sich hcrausstellende jährliche reine Ertrag gibt den Betrag der künftig fur “snÄÄÄ **i *** •** "*■? -mjÄ* gS Zi beröteiäen Gebäude für mehrere Weioeberech.igungcn, oder für «ne Weideberechtigung in mehren Gemarkungen zusammen bestimmt sind, dann findet der verhältn,ß>naß,ge M;ug an Ertrage der betheiligten Berechtigungen nur dann statt, wenn Die Verwandlung für alle Berechtigungen g ) °"^Ar!"28- Auch die Belohnungen und Besoldungen desjenigen Personals welches von dem Berechtigten, der Weideberechtignng wegen, gehalten werden muß, kommen als Beziehung- osten ganz m 2lW Art. 29. Ständige Lasten, welche nicht in die Kategorie der vorerwähnten Abgänge, Bezi hungs mw Verwaltunaskoüen gehören, ebenso die öffentlichen Abgaben, kommen bet AuöMittelung ber Rente Nicht in Abzug, sondern gehen nach der Verwandlung auf den Bezieher der an Utr Ar t^31.^^Das stets motwirt zu gebende Gutachten der Sachveriländigen erfordert, um düng zu gelten, wenn beide Theile sich mit seinem Resultate für zufrieden ^^en,nuremerBestMgg der vorgesetzten Regierungsbehörde. Wenn dagegen der eine oder der andere Theil sich nicht damit zusuede 479 «Mrl, so mich dl- R-ch-nmgobchordc da« GM»«-» UWMFAVLSAK» Iw««ft- ww m °« 6,c ä’**”ä “8» EWLWAMWW Frist Recurs an den Staatsrath angezeigt, und muß m vielem 6aue -* * W T E Di- LnW-idmg M ewaKMlW S# ,CR* . ICJ ‘,1L, oi-j-mg- G-m-ind-, in d-r-n G-«»rIung a vt. 33. Di- liir .tie »»«#«“««i Ä ,X « ,-k-n 3-chM m nng-i-->mttm die abgelöste Weideberechtigung ausgeubt vorden ist, n9fvei ^^lieftrn. — Die Bestimmungen Betrage an den Berechtigte,, oder dessen zunächst g g Zehntgrundrenten betreffend, sowie der Art. der Verordnung vom 5- September 18tp ^c Jr Wcirebercchtiaunqcn festgesetzten Grundrenten Anwendung. 81 der Gemeindeordnung, finden auch aus d.e für Wndeb-rechtWNge U9M Art. 34. Die Vertheilung der GrundreMenau Weideberechtigung gehörenden Grundstücke sich dem Flächengehalte zu berechnenden größeren ^.h s ^^ten rauhen oder Totalertrage der dafür erklären, nach ? Lrd die Vertheilung, falls sich die Pflichtigen Grundstücke. Wird eine ^lche Erklärung ch ä^g^^ l^^ Ecm Reinerträge der Pflch- Pflichtigen nicht über enic Vertheilung nach dem F ) g Rentenbeiträge haften als wirkliche Neal- —- * ™f -- derselben über. f grmnM von Grundstücken jedes einzelnen Pflichtigen, -,o »WMM MKtMA d-»,b-n 9** b-. zelnen vorschriftsmäßig erfolgen kann. ist J [ # fischen den Parthieen zu Stande gekommen ** «-* * ®”‘ behörde aufträgt. . w Grundrente nur zum Behufe alsbald erfolgen- be m Xti 30. »NN di° oder Schlußverfügung beiden Theilen noch m der e st H lst Jahres -wenn dagegen die Verwandlung fo ® i-°»- w» *** *3* “ srs-«. L'rLL'" E°Nn7 LS'und d. Mm-s Mi-«d°. 5? L ständen verpachtet, der Pachtschllllng für die Weideberech g g ^^^^traqe vorgesehen ist, so kann der Aufhebung der Weidcbercchtigung nicht auf andere Weis • m fLten LCgCn werdenden Grundrente, MSÄSSS SS65Ä8SS1!. fe. w - M 480 I a u p. Art qs 1V* Allgemeine Bestimmuuaen. WK -d-r LLr« PLMK D'M bostchm, ^s--" W d-ff-n n»e|iai»«,, >wch gulchnilnd" Sntonrlly™,, ist wcd,r schon«,, noch »°!> von Nachfolgern im icho!,«:'n7dSÄ*Ä' *"<**»*«• °d" *«*4 2ÄÄ Ä«ffiÄS Ä6i,N NLLNB x LS"z,ÄLkSE. »Lch°mm.i.-L dich« Gesetzes st-nfi»de„d-,< B-chmU^ Xm m SemäMeii Stempel befreit. Die sonstigen Kosten,'welche d7rch^m?L?^L^^ Entscheidung sind 7om Weideberechtigung bis zur Bckanntmachuna der Cmffrhpihnnn s ~ «/J , ^-utschadigung für Aussiebung einer en Besitzern der pflichtigen L entstehen, werden von die m dem Artikel 38 vorgeschriebene Wesse vertheilt' 1 f$ md;t anl)eroe,t darüber vereinigen, auf rach ergriffenen Recur"/ erwÄ)sen^?ntschcid?t'die zuletzt'Gähnte B^^'ninistrativsustizhofs an den Staats- Rechtsgrundsätzen. ' 1/1 C,e W erwähnte Behörde nach den bestehenden allgemeinen ««"«.L «AkLW JXÄÄ.’S «*** f* mchi» LMfW 6,v ”""" «i-EmK S SSS5ÄS ÄÄ 1,1XUto** ■*to•*** —** Zu Nr. R. C. 5541. , Gieße» den 26. Mai 1849 , Die Großherzoglich Hessische Rkgteruligs-Commission des Regierungsbezirks Gießen an die Gr. Bürgermeister des Regierungsbezirks. Zu Nr. D. 8271^erlassen^ wo^cn ^^^e^^n)^Sbnenrl>erdt^e^%k^r^emi untmn 21 • d. M. Hieblen wir Ihnen, bei dein Eintreffen der Quartlprm r, rr*f mttgetheilt. Mit Beziehung darauf em- Pflegung ic. machen zu lassen, das Boraeschr2m?mrf'dleRinÄ« ^l«ch die Angaben über Quartierver- dcn Quartiermachern unterschreiben zu lassen Kännpn d,'>e?Rd""krken, und die Bemerkungen von ticrmacher nicht gemacht wZ fo 1 ™ ?lefc Bemerkungen, nach den Angaben der Quar- eintreffendeu Mannschaften, vor der AuSthMnaÄ ^chen, von den Befehlshabern der schrieben und unterschrieben werden Auch über'den M^.^'?^^"S^en geliefert, den Billeten aufge- vorgeschricbene schriftliche Mit,Heilung machen zu ?er Quart,erverpflcgung haben Sie sich die wo« dos «4)t, 6,1 " d) 1 e r- Hallwachs. 481 Polizeiliche Bekanntmachungen. Die Vertilgung der Raupennester betreffend. Da sich gegenwärtig wieder eine Menge Ranpennester an den Bäumen und Gesträuchen in hiesiger Gemarkung zeigen, so ist eine Vertilgung derselben dringend geboten und ich hoffe deßhalb, daß diese Aufforderung alle Güterbesitzer in ihrem eignen wohlverstandenen Interesse veranlassen wird, eine nochmalige Abraupung und Vertilgung der Raupennester baldigst vorzunehmen. Gießen am 7. Juni. 1849. Der Bürgermeister der Stadt Greßen. Der Beigeordnete: _______________________________________R ü h 1._________________ Eine goldene Vorstecknadel, ein A-B-C-Buch, ein Schulköcher und ein Gesangbuch sind gefunden und auf Gr. Polizeibürcau dahier abgegeben worden. Gießen am 7. 3uni 1849. Besondere Bekanntmachung. Von dem Königlich Preuß. Generalmajor Herrn von Schack ist mir in Beziehung auf die gastfreundliche Bewirthnug der in den letzten Tagen dahier etnquartiert gewesenen Preußischen Truppen daS nachfolgende Schreiben zugekommen. ________ Nr, 494 Wetzlar den 6. Juni 1849. Das Commando der Mobrlendnnsion an den Magistrat der Stadt Gießen. Die gastfreundliche Aufnahme die den Königl. Preuß. Truppen, so unter dem 2. Juni Gießen passirten und thcilwelse in der Stadt Quartier erhalten, fast durchgehends zu Theil geworden, hat bei allen Theilen derselben den lebhaften Wunsch hervortreten lassen, den geehrten Vertretern der Stadt unfern herzlichsten Dank dafür auszusprechen, auch zu bitten, diesen in unserm Slawen den sämmtlichcn Qnartiergebern und andern Einwohnern, die sich auf das Freundlichste der Soldaten angenommen, bekannt werden zu lassen. Die Stadt Gießen hat an uns eine altdeutsche Tugend geübt, die der Gastfreundschaft, und wir werden ihnen nicht nachstehen, indem wir die der Dankbarkeit in vollem Maße dafür zollen, und in der Heimath jeden Einwohner Gießens mit offenen Armen empfangen wollen. Nicht minder haben wir in den andern Gr. Hess. Landen, die wir durchzogen manches freundliche erfahren und die Erinnerung daran wird unS immer bleibend sein. v. Schack. Generalmajor und Eommandeur. Ich fühle mich verpflichtet dasselbe hiermit zur Kenntniß der hiesigen Einwohner zu bringen. Gießen den 7. Juni 1849. I. V. d. B. der Beigeordnete Rühl. zum ersten Male in den öffentlichen Blättern erscheint, sich auf die Klage entweder selbst, oder durch einen gehörig Bevollmächtigten zu erklären, widrigenfalls deren thatsächlicher Inhalt für eingestanden angesehen, er mit etwa ihm zur Seite stehenden Einreden ausgeschloffen und auf Anstehen der Klägerin verurtheilt werden wird. Zugleich wird angefügt, daß alle weiteren Verfügungen in dieser Sache durch Anschlag an der Gerichtsthüre bekannt gemacht werden. Grünberg den 21. Mai 1849. Gr. Hess. Landgericht daselbst. , Welcker. Edictattadung. 1053) Grünberg. Oesfentliche Ladung. Die Handlung Windecker und Hensel in Gießen hat gegen Philipp Stein von Niederohmen wegen verschiedener Forderungen aus Waarenkäufen am 10. März l. I. bei der unterzeichneten Gerichtsstelle Klage erhoben. Da der Beklagte in Mederohmm nicht anwesend und fein jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist, so wird derselbe auf Antrag der Klägerin hierdurch aufgefordert, in Frist von drei Monaten vom Tage an gerechnet, wo diese Verfügung 482 Versteigerungen. 1011) Gießen. Grasversteigerung bei der Stadt Gießen. DaS Heugras von den städtischen Wiesen soll Montag den 11. und Dienstag den 12 Juni l. I. von Morgens 8 Uhr an, öffentlich versteigert werden und zwar Montag den 11. Juni, von den Wiesen vor der Neustadt, am Ncinveger- thvr, am Fürstenbrunnen, im Wieseckihale, und im Hegstrauch; Dienstag den 12. Juni, von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzenmorgen, im Altentisch und den Wiesen im Fernewald. Die Zusammenkunft ist den ersten Tag am Reuwegertlwr und den zweiten Tag in den Ochsen- wieseil. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestaltet. Die Herrn Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dieö in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen den 31. Mai 1849. I. V. des Bürgermeisters der Beigeordnete Rühl. 1028) Gießen. Lieferung von Oel re. für die Stadt Gießen. Die Lieferung des Oels, der Talglichter und des Dochtgarnes für die städtische Straßenbeleuchtung vom 1. 3uli 1849 bis dahin 1850 soll Donnerstag den 14. Juni l. I., Morgens 10 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause an den Wenigstfor- dernden versteigert und können die deßfallsigen Bedingungen auf dem Bürgcrmeisterei-Büreau eingesehen werden. Gießen am 4. Juni 1849. Der Bürgermeister I. d. V. der Beigeordnete Rühl. 1031) Darmstadt Montag den 11. d. M„ des Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 5000 Ellen ^breiter Hemdenleinwand auf dem Summissionswege mit einer Lieferungsfrist von 14 Tagen in unserm Büreau wenigstnehmend in Arcord gegeben, wo täglich die Bedingungen und das Muster angesehen werden können. Darmstadt den 3. Juni 1849. Der Verwaltungsrath des 2. Infanterieregiments. 1032) Gießen. Heugrasversteigerung bei dem Rentanite Gießen. Das diesjährige Heugras von den fiscalischen Wiesen des hiesigen Rentamtsbezirks wird in folgenden Terminen öffentlich versteigert: 1) Mittwoch den 13. Juni d. I., Morgens 9 Uhr, vom Baumgarten am Schiffenberg ausgehend: von 88 Morgen in der Gemarkung Herrnwald, von 32 Morgen in der Gemarkung Leihgestern, von 98 Morgen in der Gemarkung Schiffenberg und von 62 Morgen in der Gemarkung Watzenborn. 2) Donnerstag den 14. Juni, a. Morgens 9 Uhr, von 17 Morgen in der Gemarkung Altenbuseck. Die Versteigerung geschieht auf den Wiesen und beginnt auf der Rinderwiese zunächst dem Orte. Die Wiesen wurden in diesem Jahre durch neue Anlagen sämmtlich bewässert. b. Nachmittags 1 Uhr, von 25 Morgen auf der Sorauwiese bei Daubrin- gen an Ort und Stelle; c. Nachmittags 3 Uhr, von etwa 4 Morgen des alten Lahnbetts bei Odenhausen an Ort und Stelle. 3) Freitag den 15. Juni d. I.. Morgens 9 Uhr, von 402 Morgen auf der Aue-, Fasanenguls- und Dornbuschswiese bei Wieseck an Ort und Stelle; 4) Montag den 18. Juni d. I., Morgens 9 Uhr, bei dem Gasthaus zum Pfau dahier beginnend, von 140 Morgen auf der Weid- und Burgwiese, der Ochsenwiese und dem Weidenstranch in Gießener Gemarkung, zugleich von 2 Morgen im Heßler in Heuchelheimer Gemarkung. 5) Mittwoch den 20. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, an der Obermühle bei Königsberg beginnend, von 53 Morgen in der Gemarkung Königsberg. Gießen den 1. Juni 1849. Der Gr. Hess. Rentamtöviear des Rentamts Gießen Siebert. 1055) Gießen. Dienstag den 12. Innins d. I., Vormittags 41 Uhr, sollen verschiedene, zum Nachlasse eines verstorbenen Studirenden gehörige Gegenstände, namentlich auch Bücher, in dem Universitäts - Kanzlei - Locale gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen am 5. Junius 1849. Großh. Universitätsgericht Dr. Trygopho ruL vdt. Iöckel. 483 1054) Gießen. Holzversteigerung. Freitag den 5. b. M. soll in den Domanialwald-Districten, Günthersgrab, Rehhecke, Wachholderheide rc. nachverzeichnetes Holz versteigert werden Buchen Eichen Birken Nadelh. Scheidh. Stecken 6 3 — — Prügelh. „ i’/t % 7 7% Stockh. „ 291/4 13% 13% 4 Reish.-Wellen 975 8400 700 12400 2 Eichenstämme und 1 Die Zusammenkunft Eichenstange, ist Vormittags 8 Uhr am Günthersgrab. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Crebit bis Martini d. I. gewährt. Gießen be» 7. Juni 1849. Der Gr. Hess. Rcvierförster bes Reviers Schiffenberg. Dr. Draubt. 1073) Gießen. Die zur Anfertigung von 17 Stück Roulleaur in bas neue Schulhaus erforderlichen Arbeiten, als Schreiner-, Schlosser- und Tapezierarbeit, sollen Montag den 11. Juni Morgens 10 Uhr auf dem Rathhaus versteigert werden. Gießen den 7. Juni 1849. Der Bürgermeister, Gg. Reiber. 989) Marburg. Die zum Nachlaß des verstorbenen Gastwirths Ludwig Mathäi zu Marburg gehörige in der Stadt an der Straße von Gaffel nach Frankfurt gelegene Gasthof zum blauen Löwen nebst Scheuer und Stallungen, sowie Hofraum soll auf den Antrag der Vormundschaft über die minderjährigen Kinder des Verstorbenen meistbietend, jeboch freiwillig versteigert werben, unb ist hierzu erster Termin ben 14. Junius, eventuell, zweiter Termin ben 28. Junius, dritter Termin den 12. Julius b. I., Vormittags 10 bis 12 Uhr, bei unterzeichneter Gerichtsstelle anbestimmt worben. Kauflustigen, welche sich über ihre Zahlungsfähigkeit ausweisen können, wirb solches mit bem Anfügen bekannt gemacht, baß sofern im 1. oder 2. Termine annehmliche Gebote erfolgen sollten, ohne Weiteres der Zuschlag ertheilr werden wird. Marburg den 19. Mai 1849. Kurfstl. Hess. Landgericht Hill. Schmidt. 1047) Hausen. Mittwoch den 13. b- M., Nachmittags um 2 Uhr, soll in ber Gemarkung Hausen bas Heu- und Grummet-Gras auf circa 12 Morgen Pfarrwiesen unter ben vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meistbietenden versteigert werden. Hausen den 4. Juni 1849. Der Bürgermeister D ern. 1050) G rünberg. Heugras - Versteigerung im Rentamte Grimberg. Das dießjährige Heugras von nachstehenden fiskalischen Wiesen soll in Loosabtheilungen auf den Wiesen selbst meistbietend versteigert werden: Dienstag den 12. Juni, Vormittags 8 Uhr, in der Gemarkung Atzenhain von 28 Morgen; Mittwoch den 13. Juni Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Oueckborn von 14 Morgen; an demselben Tage, Vormittags 10 Uhr in der Gemarkung Haarbach von 12 Morgen; Freitag den 15. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Lindenstruth, von 27 Morgen; an demselben Tage, Vormittags 10 Uhr, in der Gemarkung Saasen von 11 Morgen; an demselben Tage, Vormittags 11 Uhr, in der Gemarkung Göbelnrod von 56 Morgen; Montag den 18. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Bernsfeld, von 4 Morgen und in der Niederohmer Gemarkung von l*/2 Morgen; Dienstag den 19. Juni, Nachmittags 3 Uhr, in der Grünberger Gemarkung von ohngefähr 100 Morgen; Mittwoch den 20. Juni, Vormitags um 8, Uhr, in der Gemarkung Großeneichen von 18 Morgen; Freitag den 22. Juni, von den fiskalischen Wiesen: a) in der Gemarkung Flensungen von 14 Morgen; b) in der Gemarkung Lehnheim von 5 Morgen; c) in der Gemarkung Merlau von 64 Morgen. Hierbei wird noch bemerkt, daß des Morgens um 8 Uhr, bei Flensungen mit der Versteigerung der Anfang gemacht wird. Grünberg den 1. Juni 1849. Der Gr. Hess. Rentamtsvicar des Rentamts Grünberg. Hauser. 484 1004) Schotten. Grasversteigerung bei deut Nentamte Schotten. Das diesjährige Heugras von den fiskalischen Wiesen des hiesigen Rentamts wird auf den betreffenden Wiesen versteigert Freitag den 22. Juni, von Morgens 9 Uhr an, in der Gemarkung Ulrichstein von etwa 60 bis 70 Morgen in der Brauwiese, Schneidtwiese, Krummenacker und Langwässergrund, vorzügliche Qualität. Montag den 25. Juni, von Morgens 9 Uhr an, in der Leichwiese am Petersheimcr Hofe etwa 115 Morgen in Abtheilungen. Schotten am 30. Mai 1849. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Schotten. Sartorius. 1065) Gießen. Mittwoch den 13. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll das Gras zu Heu und Grummet von nachstehenden Wiesen im Promenadehaus versteigert werden: l‘/8 Morgen am Erdkauterweg, 1% Morgen auf der Oberlach, 2*4 Morgen im Kessel, 1 Morgen am untersten Riegelpfad, 1% Morgen im Heegstrauch, 1'4 Morgen auf der Speck, Vr Morgen im Biegen, 1'4 Morgen in der Lichtenau, 1 Morgen hinter der Burg, 34 Morgen auf der Stephansmark. Georg Becker. 1056) Vetzberger Hof. Montag den 11. Juni, Vormittags 7 Uhr, soll das dem P. Brcnnemann auf dem Vetzberger Hof zustehende Heugras in der Biberwiese bei Rodheim, welche 22 Normalmorgen hält, in kleineren Abthei- lungen meistbietend versteigert werden; die Bedingungen werden näher bekannt gemacht. Die Zusammenkunft ist an der Amtmannsmühle. 1039) A nnerod. Miltwochden 13. Juni l. I., Morgens 8 Uhr, sollen in dem Anneröder Gemeindcwalo, Distrikt Pfingstweide, an der Laubacher Straße, ungefähr 3000 fichten Bohnenstangen unter den alsdann näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Annerod, am 5. Juni 1849. Der Bürgermeister Seipp. 1041) Allendorf a. d. Lumda. Montag den 11. Juni 1849, von Vormittags 9 Uhr an und nöthigenfallö den folgenden Tag darauf, sollen in dem Stadtwalde dahier 1) 99 Stecken buchen Scheitholz, 2) 114 „ „ Prügelholz, 3) 8 u „ Stockholz, 4) 8000 Stück „ Wellen, 5) 2'4 Stocken eichen Scheidhvlz, 6) 8 „ ii Prügelholz, 7) 1550 Stück n Wellen, 8) 16 Stecken kiefern Prügelholz, 9) 31 „ ii Stockholz, 10) 4000 Stück u Wellen, sowie 11) 30 Stück buchen Stammholz, von ganz vorzüglicher Qualität, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteige:t werden. Der Zusammenkuuflsort ist in der Eiseschade namentlich an dem Weg von hier nach Hachborn. Allendorf a. d. Lmda. den 4. Juni 1849. Der Gr. Bürgermeister Merkel. 1040) Annerod. Mittwoch den 20. Juni l. I., Vormittags 8 Uhr, soll das Heugras von den Gemeinde-Wiesen der Gemeinde Annerod an Ort und Stelle an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in der Holbach an der Grünberger Straße. Annerod am 5. Juni 1849. Der Bürgermeister Seipp. 1038) Einartshausen. Die Feuerspritze der hiesigen Gemeinde soll zur gründlichen Reparatur in Accord gegeben werden. Lusttragende werden hiermit aufgefordert, nach Einsicht des Werks ihre Forderungen specifizirt in Form von Kostenüberschlägen bei Unterzeichneten, alsbald einzureichen und die näheren Bedingungen entgegen zu nehmen. Einartshausen den 1. Juni 1849. Der Bürgermeister Zimmerman n. 1071) Lich. Zwei Drehbänke mit vollständigem Werkzeug für Holz- und Hornarbeit und sonstigen Hausmobilien sollen künftigen Montag den 11. Juni d.J. gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden bei Andreas Schnabel in Lich. _ 485 Versteigerungen. 1078) Wieseck. Heugras - Versteigerung. Das diesjährige Heugras von den hiesigen Pfarrwiesen von 22 Morgen soll Freirag den 15. Juni d. 3-, Vormittags 10 Uhr, sogleich nach der Versteigeruug des Grases auf den herrschaftlichen Wiesen im Schiefferischen Garten, öffentlich versteigert werden. Wieseck am 8. Juni 1849. Der Bürgermeister, Seioert. 1061) Gießen. Das Heugras von circa 3% Morgen der Neustädter Schäfergesellschaft dahier gehörende Wiese, soll Donnerstag den 14. d. M-, Abends 8 Uhr, in dem Gg- Lenz'schen Wirthschaftslokale in der Neustadt öffentlich meistbietend versteigert werden. Feilgeboten. 1035) Gießen. Aechtes Bayrisches Bier, feinsten Schweizer -Extrait d’Absynthe, per Gläschen 4 fr. und Gefrorenes täglich bei Louis Lind. 1066) Oppenrod. Aus meinem Lungsteinbruche bei Oppenrod werden fortwährend, sowohl fein behauene, wie auch unbehauene Steine zu billigen Preisen abgegeben. Zacob Reh. 1074) Gießen. Die rühmlichst bekannt gewordenen Kcilh olz'schen Hühneraugen- und Warzen - Pflaster, das Packet mit 4 Stück zu — fl, 36 fr. /, Döpfchen u 15 „ u 1 „ — » W er n z e n tod in Gläsern ä 10 Sgr. Zur augenblicklichen Ausrottung der Wanzen und ihrer Brut; ein in vielen öffentlichen Anstalten und Casernen als untrüglich bekanntes Mittel, bei Carl Frech. 1064) Gießen. Bei Wittwe Petr^auf oem Neuenweg sind gute Kartoffeln zu verkaufen. 1076) Gießen. Büchse mit Hirschfänger bei Carl Frech. 1051) Gießen. Drei gepolsterte Bänke, für Garten-Häuschen sich eignend, sind billig zu verkaufen. Das Nähere in der Erped. d. Blttö. Zu vermiethen- 1022) Gießen. Eine Familienwohnung, bestehend aus 4 bis 5 Zimmern, Küche, Keller, Holzstall und sonstige Bequemlichkeiten ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei Chr. Mayländers Wtw. 1077) Gießen. Eine Stube mit Kabinet und eine einzelne Stube, beide mit oder ohne Möbel, sind zu vermiethen und baldigst zu beziehen bei C- Wittich, Lil. E. Nr. 19, vor dem Seltersthor. 1068) Gießen. Bei mir ist eine Scheuer zu vermiethen. E. Grünebergs Wtw. 1057) Gießen. Das seither von Herrn Fulda im Berlinischen Hause vor dem Wallthor bewohnte Logis, bestehend aus einem Salon, 3 Stuben, Corridor, alle heizbar, Küche, Speisekammer und einer Stube im oberen Stocke, nebst dem daran stoßenden Garten, ist vom 1. September l. 3- an anderweit zn vermiethen und ist das Nähere zu erfragen bei Adolph Hornberger. 1072) Gießen. Ein freundliches Familienlogis aus 4 Stuben, 2 Kammern, Keller, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche bestehend ist zu vermiethen und Ende d. M. zu beziehen. 3n Lit. C. Mix 115. Gießen den 7. 3uni 1849. 1075) Gieße it. 3« meinem neuerbauten Hause vor dem Neuwegerthor, sind zwei Familienwohnungen zu vermiethen, und können bis den ersten August 1849 bezogen werden. Gottlieb Strauch, Maurcrmstr. 1043) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei PH. Lüdeking. 817) Gieße n. 3n dem Eckstein'schen Hause auf dem Scltersberg ist die obere Etage, eine bequeme Familienwohnung, mit oder auch ohne Garten zu vermiethen. Nähere Anskunft crtheilt F. Kempfs, Posthalter. 486 Vermischte Nachrichten. 1062) Gießen. Samstag den 9. Juni 1849 sollen unten verzeichnete Gegenstände, als 4 Preiße i>n Ebel 'scheu Caffe eh aus unter polizeilicher Aufsicht verloost werden: 1. Preis. Eine Platinzündmaschiene mit Thermometer in Gothischcn Fenster- und Porcellan-Figur re. 2. Preis. Gemäldeuhr mit beweglichem Augenspiel. 3. Preis. Ein Nähschräubchen mit Hirschkopf. 4. Preis. Desgl. Loose sind noch ä 12 fr. bei Unterzeichneten zu haben. L. Zu n g k, Mechanik. Heerz, Uhrm. 1063) Gießen. Gegen eine gute Hypothek wird ein Capital von 9000 ff. zu leihen gesucht. Bon wem sagt die Erped. d. Bltts. Die Unterzeichneten erklären sich bereit für die verwundeten Gr. Hessischen Krieger milde Gaben anzunehmen und diese weiter zu befördern. Gießen, am 6. Juni 1849. Dietz, Martin, Jochim, Oberinspcctor. Rendanr. Coutroleur. 1037) Gießen. Gesuchte Capitalien. Zur Abtragung der vom Staat gekündigten Capitalien können bei der Stadt Gießen 10000 fl. zu 4% Zinsen angelegt und alsbald in die Stadtkasse eingezahlt werden. Gießen den 4. Juni 1849. Der.Bürgermeister. I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 4059) Hardthof. Morgen den 10. d. M. Harmonie- und Tanzmusik daselbst. 1052) Gießen. Ein steinerner Wasser-Trog wird zu kaufen gesucht. Das Nähere in der Er- pedit. d. Bltts. 1046) Gießen. Geübte Cigarrenmacher finden dauernde Beschäftigung bei F. Bender u. Comp. 1067) Großenlinden. Morgen, Sonntag den 10. Juni wird das am 3. Juni begonnene Preisschießen fortgesetzt. Eö wird mit Büchsen und Flinten auf zwei verschiedenen Ständen geschossen. Die Preise sind: eine Doppelflinte, ein Tisch von Nußbaumholz und eine silberne Taschenuhr. Man ladet hierzu alle Schließliebhaber ein, mit dem Bemerken, daß für gute Speisen und Getränke, namentlich für ein vorzügliches Lagerbier und Apfelwein gesorgt worden sey. Schließlich bemerke ich noch, daß während des Schießens die ausgezeichnete Musik des König!. Preuß. blauen Husaren-Regiments hier spielen wird. G. Schmelz zum fröhlichen Mann. Literarische Anzeige. 1070) Gießen. Für Zeitungslefer. 2n Ba u er kc ll er' s Präganstalt, Jonghans und Senator in Darmstadt, ist soeben erschienen und in ticner's Kniverft- tats-Dnchhandtung zu haben: Spezirükarte von Würtemberg, Baden, Bayrische Rhein- provinz re. Im Buntdruck Preis 24 ft. Der Führer in der Rhein-, Minin- und NecKnrgegend. Mit einer Tascheukarte von A. Ravenstein. Gebunden. — Preis fl. 1. 12 fr. —1058) Gladenbach. ; Nachricht für Auswanderer. SSsHBi Die Ueberfahrtspreiße nach Newyork betragen pro 10. und 26. d M von Rotterdam oder A7Nf" •»12 w fr 50, »■„»„ w» w fl. yttyvce Auskunft erthcilt der Unterzeichnete auf frankirte Anfragen alsbald. Gladenbach im Juni 1849. I. C. Theis. 487 1002) Gießen. Gustav-Adolph-Vereirr. Die diesjährige Hauptversammlung des oberhessischen Zweigvereins der Gustav-Adolph-Stiftung wird Mittwoch den 13. Juni, Vormittags 10 Uhr, im Busch'sche» Garten-Locale stattfinden. Etwaige Anträge, welche bei der Versammlung zur Verhandlung gebracht werden sollen, sind bis zum 10. Juni d. I. beim unterzeichneten Vorstande einzureichen. Gießen den 25. Mai 1849. Der Vorstand des oberhessischen Zweigvereins der GustavAdolph-Stistung. Frischbäcker zu Gießen. Sonntag den 10. Juni Christian Löber in der Neustadt Wilhelm Löber an der Brandgaffe. Karl Noll in den Neuenbäuen Johannes Jughardt aus dem Seltersweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 10. Juni. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Hospital - Gottesdienst. Um halb it Uhr: Freiprediger Siebert. Getaufte. Den 3. Juni. Dem Bürger und Schneidermeister, Konrad Hütter, eine Tochter, Johannctte, geboren den 23 April. Denselben. Dem Bürger und Schneidmüller, Balthasar Euler, ein Sohn, Ludwig, geboren den 2l. Mai. Denselben. Dem Rentier und Bürger zu Trais an der Lumda, Heinrich Wagner, eine Tochter, Ellen Bertha Wilhelmine, geboren den 1. Mai. Beerdigt. Den 3. Juni Katharine Lemp, des Ortsbürgcrs zu Trais und Schäfers dahier, Johannes Lemp, Ehefrau, geborne Göbel, alt 32 I. 2 M 14 T., gestorben den 1. Juni. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Angekommene und abgcreiste Fremden vom 5. bis 7. Juni 1849. 3 n den Gasthäusern. Im Happen: Hrn. Kst. Wagner v. Magdeburg, Goldschmidt v. Amsterdam, Hüttenrath v. Cassel, Hatz v. Erfurt u. Leitner v. Weilburg. Hr. Köhler, Pfarrvic. v. Merlau. Hr. Strots, Arzt v. Nidda. Hr. Krieger, Ingen, v. Berlin. Hrn. Kfl. Wiskopf m. Fr. v. Offenbach, Straus v. Amöneburg, Benneberg v. Friedberg, Flor v. Würzburg u. Dürnbach v. Mühlburg. Hrn. Rent. Basmann v. Bamberg u. Nolde «.Braunschweig. Hr. Rudolphi, Baumstr. v. Hannover. Hrn. Hauptl. Corlowokp u. v Wolfcrdork v. Berlin. Hrn. Kfl. Albrecht v. Barmen, Hellgoth v. Nürnberg u. Na- termann v. Bremen. im Einhorn-. Hr Reinhardt, Bürgermstr. v. Gladcn- ach. Hr. Stephan, Justiz«, v Elberfeld. Hrn. Kfl. Bringer v. Wetzlar u Friedbergs v Marburg. Hrn. Stud. Neumann u. Reifenstein v Bonn. Hr. Hepton, Rent. v. Manchester. Hr. Reuter, Mal. v. Frankfurt. Hr. Stange, Fabrik, v. Alsfeld. Hr. Schäfer, Kfm. v. Offenbach. Hr. Fries, Occon.-R v. Darmstadt. Hr. Jacobp m Fam., Gpmn.-Lehr. v. Hirschfeld. Hrn. Kfl. Hirsch ». Offenbach u. Beperbach v. Frankfurt. Hr. Blumenthal, Pferdeh-dlr. v. Offenbach Fr. v. Braun u. Frl. v. Hainau v. Cassel. Hr. v. Weitershausen, Access, v. Offenbach. Hrn. Kfl. Vettin- ger v. Alsfeld, Durlacher u. Haas v. Frankfurt. Im Prim Carl-, Hr. Pfannstiel, Gastw. v. Ulrichstein. Hr. Henckel, Oecon, v. Rennertehausen. Hr. Rougge, Ge- schäftsm. v. Großcneichen. Hr. Unterstab, Musik. «.Wasser- Häuseln. Hrn. Spedit. Rausch v. Großeneichen u. Rapp v. Hatzfeld. Hr. Grünebaum, Kfm. v. Battenberg. Hr. Roth, Schrein, v. Gladenbach. Hr. Binzer, Papicrmach. v. Hatzfeld. Hr. Katz, Fabrik, v. Nicderohmen. Hrn. Schrein. Sauer v. Michelstadt u. Gescheidt v. Butzbach. Im Parmstaedler Haus: HlN. Fuhkl. Rühl V. HvM- berg u. Drullmann v. Wetzlar. Fr. Dornseiff v. Bromskirchen. Hrn. Geschäftsl. Fischer v. Sicherthausen, Rupp v. Herchenhain, Kuhl v. Homberg u. Katzenstein v. Härings- hausen. im Stern■ Hrn. Privat! Bier v. Obcrcschbach, Biringer v. Kronthal u. Theis v. Wirschweiler. In den Privathäusern. Bei Hrn. Heinr. Appel: Hr. Appel, Privatm. ».Darm- stadt. — Bei Hrn. Lithogr. Dörr: Hr. Geitz, Schneidermstr. «. Biedenkopf. — Bei Hrn. Hofger.-Adv. Gottschalck: Hr. Köhler, Gpmn. v. Büvingen. — Bei Hrn. Friede. Möhl H.: Hr. Waldschmidt, Privatm. v. Wetzlar. — Bei Bürgermstr. Schneider's Wittwe: Fr. Oberconsist.-R. Ludwig v. Darm- stadt — Bei Hrn. Seiler Huhn: Hr. Albert, Buchb. v. Friedberg. — Bei Wittwe Rupp: Frl. Valentin v. Frankfurt. 488 F e i l g e b o t e n. 1069) Gießen. Die in dem Regierungsblatt 32 d. I. vor- gesbriebcne Formulare zu Normal-Einquartirungs- Rvllen und Einguartirungs-Listen sind zu haben bei G. D. Brühl I. 1060) Crumbach. Ich bin Willens mein Wohnhaus nebst Scheuer mit Stallung k. auf den Abbruch, oder auch zum Steheubleiben mit Grund und Boden aus freier Hand'zu verkaufen. Crumbach den 6. Juni 1849. Peter Schmidts Wtw. V e r m i e t h u n g. 1029) Gießen. Das bisher von Frau Landrichter Reis bewohnte Logis in meinem Seitcnhaus ist anderweit zu vermiethen bei I. C. Seipp. Frucht- und V r k t u a l r e rr p r e r s e. Äiktualöenpreise _________ Fleischtaxe.! I Zm " . a . o ~,r, v o cs lid Z ZK HK B-odtaxe. LZvl! = ZK ® S 5*5 ® - Ä« »g » » - - per Pfund kr.!pf. kr.chf. krsipf. kr7pf. kr.:pf.,K! kr. Pf. fr. pf. fr. Pf. fr. ipf. fr. Pf. -eeleael iw 1 ------—_____——• —**** — — — \— — — Ochsenfleisch Kuhfleisch . 11 i 2.:—,— 111 2--12 — N 1 - i »Gerste- ! . i 9s 2 —1— 9' —---9 — 2 ? Otegen | ^ürn, < Mehl 4 2 — —M 21—i — 4 2 Rindfleisch . Kalbfleisch . 8:2—!— 8;---8j -— 4 o ) ©riinberg } ) 9— 9—|9--— 9 — 6 —------ 6---6 l —t M ) ' i 1 ' Schweinefl. . 12 —--12 — — —1121 —s 2 „• 5 j Wäizen- j 5 —-----!--— 9 —( —8 2 — — i 9—14 y 0 0 j Kornmehl besteh. 10 —--—----— ;;--!—i“ --| ~ g ” o| e. o 7 o T. o Hammelfl. . Schaaffl. . . Leberwurst . |H--— 13 2--14' Mr 1 fr. Wasserweck.....! 6 I--5 2--5 2 qem. Wurst. Bratwurst . Schwartem.. Blutwurst . ° | ' ; ~l „ 1 kr. Milchbrod ... . . I 5 — 5 —| 5 2--5 1 1 f --- ----1---- * • 2 --- ---- I O ---- 17--—17 2--116 — ______ 16--— 15 2---- geräch. Speck Schinken . . Dörrfleisch . 24 --— 25 2 -- 24 — Marktpreise. »kr. Pf. kr. Pf. kr. Pf. kr. Pf. kr. pf. 18 ---!— 18 2 --- 20 — 1 Maas Milch....... 6---------- Rlndsfett 20 --— 19 2 --124 — 1 Pfund Butter......116--------— Hammelsfett Schweineschmalz, aus- 1 i i 2 Handkäse..... . . 4 —-------— — 5 Eier.........4----------— gelassenes . 24 --- 23 2 --124 — 1 Pfund Wäizeumehl.....—:—-------- dgl., unausgel. 20 — —'—19 2,-- 20 — „ „ Geschw. Vorschuß . . . y—<--1-----j—|-- NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung beiielsen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Pfund >c. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loty ausmacht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals find von der Zugabe gänzlich ausgeschloffen. F r « ch t p v e t f e. Frucht- Gießen 1 Grünberg l 2. Juni. 1 Lieh 8 Laubach 10. Mainz " Februar. Marburg 27. Jan. Wetzlar 3. Juni. 4. Junl. | 16. April. | tung. M a l t e r. Mott Scheffel Pf. ff. kr. Pf. s fl. kr. Pf. fl. kr. Pf. fl. 1 fr. Pf. fl. kr- fl. kr. fl. 1 kr.sspf. Waizen . 200 8 55 200 8 40 200 9 — 200 8 56 7 9 8 57 — Korn . . 200 5 50 190 6 15 190 6 — _ __ _ 200 5 34 4 49 2 36 — Gerste. . 170 4 30 170 5 — 170 — — _ __ _ 200 4 52 3 56 1 59 — Hafer . . II. ' 3 35 — 4 10 _ __ _ 200 3 30 2 9i 1 36 — Erbsen 1 ■ ■ — — »• — ■ ___ .... ____ — —— Linsen. . — - —■ - w — — — — — — —— _ — — . — — — — (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu Jß des Anzeigeblattes 1049) Gießen. Beiträge znr Geschichte der Vergiftung. Motto: Was man sich einbrockt muß man auch auslöffeln. Ich halte es weder für nothwendig noch für meine Schuldigkeit, wohl aber für Artigkeit einem hiesigen Publikum gegenüber, nochmals die giftige Geschichte zu berühren, damit gewisse Leute sagen können „und es ward Licht!,, Hier der Abdruck meines Brieses als Commen- tar zu dem Zeugnisse des Herrn Criminalrichter Klingelhöser, datirt den 2. Juni 1849. Herr Criminalrichter Klingelhöser zu Gießen. Im Augenblicke liegt mir von Ihnen ein Original- Zeugniß zur Seite, das Sie unter», 1. Juni 1849 Herrn Uhrmacher Heerz ausgestellt haben. In diesem Zeugnisse ist eine Unwahrheit enthalten, ebenso wie sich ein entsetzlicher Widerspruch darin vorfindet. Die Unwahrheit ist die, ich habe gesagt, auch ein Bürgergardist habe die Acußerung gethan „wenn man preußisches Militär quartiren müsse, so sollte (nicht wolle) man es vergiften. Bille Herrn Cri- minal keine Begriffsverwirrung auskommen zu lassen. Zeile 7 sprechen Sie von Bürgergardisten, während 8 Zeilen weiter Sic sagen, „Sie hätten mich ausgesordert, den Namen desjenigen zu nennen, der das gesagt habe. Das ist Widerspruch und beweist für mich, daß nur von einem Bürgergardisten die Rede war. Wenn ich etwas gesagt habe und ich habe gesagt, daß ein Bürgergardist sich obige oder vielmehr die Aeußerung mir gegenüber erlaubt habe „wenn man doch preußisches Militär quartiren müsse, so sollte man es vergiften" Daß ich Ihnen und Herrn Schön den Namen nicht nannte, bewies, daß ich keine Ursache hatte den Denuncianten abgeben zu wollen, dessen Stelle Sie aber durch ihre Aussage übernommen haben. Jetzt ist die Reihe an mir wenn ich vor Gericht gestellt worden bin, zu beweisen, daß ich Wahrheit gesprochen habe: aber von Ihnen und Herrn Schön lasse ich mir keine Würmer aus der Nase ziehen. Ich habe einfach mich mit meinem Nachbar und namentlich Gießener Bürger unterhalten, weit davon entfernt solche Aeußerungen bei Fremden zu veröffentlichen und machle nur Gebrauch, von meiner mir als Staatsbürger zustehenden Redefreiheit. Bei Herrn Schön habe ich allerdings nichts wieder ausgekramt, habe aber auch keins meiner Worte wiederrufen und zwar aus dem Grunde, weil mir die Sache Ihrerseits läppisch erschien und ich Ihnen mehr Verstand zugetraut hätte, als in jetziger Zeit Unannehmlichkeiten hervorzurusen, die jetzt gerichtlich und auf mein Verlangen öffentlich, besser zur Ehre Gießens braver Einwohner unerwähnt geblieben wäre. — Haben Sie den Teufel an die Wand gemalt! ich habe Muth ihn abzunehmen und zu sprechen, aber auch manches Zeugniß zu verlangen, was noch Mancherlei zu Tage fördern soll. L. Jungk, Mechaniker. Die Ocffentlichkeit hat doch viel Gutes neben dem Bösen, man wird verdammt ohne gehört zu werden und verurtheilt ohne verstanden zu werden, aber man lernt täglich mehr, besser und schneller Charactere zu würdigen. Diese Sache hat für mich einen großen Vortheil. Wirft das unerbittliche Schicksal mich wieder mit Herrn Klingelhöser bei einem Schoppen Bier oder Wein (für 'letztem wird's lang werden, die Zeiten sind für mich zu schlecht) zusammen und die Unterhaltung stockt über gleichgültige Sachen, auch kein sinniges Gemcinderathsmitglied wäre da, dann lasse ich es fein bleiben mich mit Herren Klingelhöser über Gießens Angelegenheiten zu unterhalten, sondern wir beschäftigen uns wie etwas früher wie und wo die Rettige am besten und billigsten wachsen und wohin sie gesteckt werden müssen. Dann habe ich den Vortheil, daß Herr Klingelhöser einen Maulwurfs Haufen, für einen Maul- wurfshaufcn und nicht für einen Chimborasso hält. Der Wehr Dich hat bei der Sache aber auch einen Vortheil gehabt er durfte wieder einmal nachdem er aus seinen bekannten authentischen! Quellen geschöpft, Gebrauch von der — Freiheit machen und ich durfte stillschwcigen. Was nun aber die Drohbriefe anlangt, so müssen deren Verfasser Rothrepublikaner gewesen sein, denn das Papier war ganz schlecht, die Abfassung noch schlechter und leuchteten somit physische Kräfte hervor, von geistigen war keine Spur da. Aber meine Herrn warum denn drohen? — üch mache doch keine Monarchie und auch keine Republik — ich bleibe nur gerne da wo es mir gefällt. Ein Minister-Portefeuille besitze ich auch nicht, bin noch nicht einmal ein Gemeinderath-Mitglied denn dazu fehlen mir die Eigenschaften, die nothwendigsten 1.) der nervus rerum, 2tens habe ich keine Schaafe im Felde und 3tens bin ich nicht Liebling des Gießner Publikums. Hätte ich aber je das Unglück in die sogenannte Volksgunst zu gerathen, so würde ich gewiß in 3 Tagen ein Mißtrauens-Votum erhalten, weil mir hinten der Faden fehlt, der oben alles gut heißt. 490 Ein Anderer würde die Drohbriefe haben druken lassen, ich habe sie verfidibnft und da selbst gaben sie noch einen üblen Geruch von sich. Und warum wollen Sie mich denn so schauderhaft ums Leben bringen? — welchen Vorcheil versprechen Sie sich und Gießen davon? — Sie haben nur Verlust selbst bei den communistischten Ideen. Sie werden doch meine Faniilie nicht in noch größeres Elend steken wollen, als die zurückgebliebene des ehrenwerthen, meuchlings ermordeten Re- gierungs-Commißär Prinz? — Za! wenn es der Wehr Dich zugeben hätte, daß ich mein Erlerntes zu Nutzen und Frommen irregeleiteter Menschen hätte benutzen können und ich wäre ein vom Staat Besoldeter geworden und hätten mich dann tod geschlagen oder gestochen; dann war doch noch ein Scheingrund da, indem dann nicht mancher Jrege- leiteter noch allerlei schöne Arbeit von mir hätte lernen müssen. Nun auch noch gar todschießen, ei um Gottes Willen, meine Herrn, ich halte Sie ja sämmtlich für Chavaliere und da werden Sie mir doch zuvor einen Cartellträger schicken? Mann gegen Mann im offen Kampf das ist ehrlich, aber 3, 4 und so fort gegen einen, das ist bübisch. Zudem schießen kann ich auch, das mag mir mein Freund der Büchsenmacher beweisen wenn er noch lebt! und wenn es denn gerade einmal schießen soll, so will ich auch mein Anthcil dabei haben. Und jetzt sage ich wie mein Freund Vohl ach! sind Sie doch auch nicht gleich so. Warten Sie bis der äußere Feind ankommt, dann schieben Sie mich in die ersten Linien, dem Burschen wollen wir den Pelz in Gemeinschaft waschen als brave Hessen, aber im Innern lassen Sie keine Feindschaft aufkommen. Nun bitte ich noch meine nächsten Frenndinnen mich wenn ich an Ihnen Vorbeigehen muß, unberücksichtigt zu lassen, sonst mögte Ihnen das Mittags- vder Abendessen anbrennen und dann hätten Sie dieselbe Einigkeit im Haus, wie wir in Deutschland. Zudem bringen mich Ihre schmachtenden Blicke in Verbindung mit Ihren zuvorkommenden Reden und Modulation Ihrer Kehlen, oft in beschämende Verwirrung. Auch den Herrn Strumpfwirker bitte ich mich nicht zerreißen zu wollen, sondern so lange leben zu lassen, bis der Feind uns alle angreift, bann wollen wir sehen, wer das Zerreißen am besten verstehet. Beim Kappenmacher endlich, bestelle ich mir dann gegen baar eine befchwänzte Kappe, damit er mich aus offner Straße nicht mehr ohne Ursache schimpfen und den Hallunken für sich behält und bann vorwärts Marsch. Sie fthen nun meine Herrn und Damen, ich bin unverbesserlich unb mögte unter allen Umstänben bie Freiheit behalten, die Sie so oft im Unmaas gcbrau- chfu— Redefreiheit — Deßhalb ist mir das Ministerium ^aup auch schon recht, trotz dem es mich ver- geffen hat, es kennt doch feinen Platz besser wie ich und auch ivic der Wehr Dich; und die Preußen die lasse ich auch durchmarschieren und maebe denselben keine Vorstellungen die Stadt bei ihrem Marsche nicht zu berühren, denn ich weiß es hilft mich doch nichts, die Kerl haben ihren eignen Kopf und marschieren gerne gerade, eben so wie die braven Hessischen Soldaten. Und bekomme ich endlich auch noch gar in der schlechten Zeit einen Mann Einqua- *Le™ng; ~~ "un bann mag er mit mir aus einer Schussel essen unb erhält auch einen reinen Soffet Unb zu dem so ein preußischer General wäre am Cnbe im Stande, wenn ich ihm so verrückte Demonstrationen machte und lachte mich aus, und bas würbe mich verbammt ärgern, weil ich bie Ehre habe ein Gießner Bürger zu seym Jetzt schreibe ich nichts mehr, benn bas kostet (Selb unb wenn mein Freunb Brühl Buchdrucker nicht Rücksichten nimmt, bann kostet biese Rebesrei- heit viel — no! aber doch wohl bas Leben nicht. Wenn ich nicht allemal eine Gänsehaut bekäme von hiesiger Oeffentlichkeit unb Münblichkeit, bann würbe ich mich birect benehmen — aber! aber! 3ch bitte mir nicht mehr zu grollen und mich bie Wahrheit sprechen zu lassen unb verbleibe bann gewiß ber Ihrige Gießen den 6. Juni 1849. L. I u n g f, Mech. B etrachtung. Das sonst so ehrsame deutsche Reich Sieht heut einer Schauspielbühne gleich! — Auf dieser Bühne spielt man eben Ein trauriges Lustspiel aus dem geben • Dlss Lustspiel führet den Titel fein: »Na.nu,. wer will Koch, wer will Kellner fein’?'" Diesem traurigen Lustspiel-Ragout Sehen bie Nachbarsvölker zu, Weinen mit, wenn ein Liebespaar S'fh verzehret mit Haut und Haar, Halten den Bauch uud lachen sich krank uever jeblueben gelung'neii Schwank. Druck und Verlag der G. D. Aber den Dichter kann ich nicht begreifen, Er thut von der Sache zu sehr abschweifen, Daß ich selbsten int Schauspielhaus Nicht merken kann wie bas Stück lauft aus. Am @nbe bricht wohl ein Rachechor Hinter ben Couliffen hervor Unb maffakeriret bei Mann unb MauS Alles int ganzen Schauspielhaus! F. Hüne. „„„ Berichtigung. Unter der Rubrik Versteigerungen unfe- Kummer, S. 483, 1. Spalte, Zeile 3 von oben, lies statt Freitag den 5. d. M., Freitag den 15. d. M. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.