Änzcigeblatt der Stadt Mld des Regierungsbezirks Gießen. Jfo, 28. Sonnabend den 7. April 18A8. Dieses Blatt erscheint wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. Der PränumerationSbctraa ist für ein ganzes Jahr für Einheimische 1 ft. SO fr., für ein halbes Jahr 45 fr.; für Auswärtige iecl. Postaufschlag 1 fl. 42 fr., halbjährl. öl fr. Auswärts abonnirt man sich bet den zunächst gelegenen lobt. Postämtern. Zn Gießen bei der Expedition, Eanzleiberg lät. B. Nr. 1. EiurückungSgebühr für den Raum ver gespaltenen EorvuS-Zeile 2 fr. Inserate müssen jedesmal Vormittags 9 Uhr an dem Tage vor dem Erscheinen diese- Blatte- an die Redaktion gelangt sepn. Amtlicher Theil. Auszug aus dem Gr. Regierungsblatt Rr. 18, vom 31 März 1849. Inhalt: 1) Bekanntmachung, Veränderungen in der Bezirkseintheilung der Landgerichte Altenschlirf und Schotten betr.; L) Bekanntmachung, die Herstellung einer Botenpost zwischen Wetzlar und Butzbach betr.; — 3) Umlagen zur Bestreitung der Communalbedurfniffe in den Gemeinden des Friedensgerichtsbezirks Wöllstein für 1849; — 4) Desgleichen der israelitischen Rcligionsgemeinden im Regierungsbezirke,Mainz für 1819 und resp 18"/,,; — 6J Verzeichniß der Vorlesungen, welche aus der Gr. Hess. Ludwigs.Universität zu Gießen im Sommerhalbjahre 1849 gehalten und am IG. April bestimmt und allgemein ihren Anfang nehmen werden; — 6) Dienstnach« richten; — 7) Dienstentlassungen; — 8) Versetzung in den Ruhestand. Bekanntmachung, Veränderungm in der Bczirkseiiltheilung der Landgerichte Altenschlirf und Schotten betreffend. Des Großherzogö Königliche Hoheit haben zu verfügen geruht, daß die Orte Crainfeld, Greben. Hain imb Bermuthshain mit ihren Gemarkungen und den dazu gehörigen Mühlen und einzelnen Hausern von dem Landgerichte Schotten getrennt und dem Landgerichte Altenschlirf zugetheilt werden sollen. Diese allerhöchste Cntschließung wird hiermit zur öffentlichen Kenntnißnahme gebracht, mit dem Anfugen, daß dieselbe vom 1. Mai d. I. an, in Vollzug zu treten hat. Darmstadt am 22. März 1849. . Großhcrzoqlich Hessisches Mnusteruun der Justiz. . Kilian. v. Stein. Offizielle Dienstnachrichten. Am 22. Februar wurden der Wagenwärter Johann Schmuck und der Werkstättearbeiter Rapp zu Darmstadt zu Heizern bei der Main-Neckarbahn ernannt; — am 5. März wurde dem Schulviear Ludwig Lämmer mann zu Heidelbach, im Negicrungöbez'.rke Alsfeld, die evangelische Schullchrerstelle daselbst und am 9. Marz dem Schulvicar PH. S ch a n z zu Basdorf, im Regierungsbezirke Biedenkopf, die erangelifche Schullehrerstelle zu Basdorf und Oberwerba übertragen; — am 10. März wurde der Privatdocent Dr. Franz Maria Kilian zu Gießen zum Assistenten bei der Entbindungsanstalt zu Mainz ernannt; — am 12. Marz wurde der Buchhalter und Secretär Friedrich Jacob Bader bei der Hauptstaatskaffe zum Kassier bei derselben ernannt. Nachrichten. Dienstentlassungen Am 22. Februar wurden die Heizer H. Schnittspa hn und Fr. Schenk zu Darmstadt aus dem Dienste der Main-Neckarbahn, sodann am 12. März der Districts-Steuereinnehmer Jacob Rauch zu Bingen und am 15. Marz der evangelische Schullehrer Ludwig Hofmann zu Wiefeck, im Regierungsbezirke Gießen, Letzterer auf Nachsuchen, ihrer Dienste entlassen. Versetzung in den Ruhestand Am 12. März wurde der Kassier bei der Hauptstaatskaffe, Rechnungsrath Ernst Wilh. Brenner zu Darmstadt, auf Nachsuchen, unter Anerkennug feiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt. 302 Gießen. Protokoll der Sitzungen des Bezirksraths zu Gießen. Achte Sitzung vom 6. Januar 1849. Vormittags 9 Uhr. Anwesend; 8 Mitglieder des Vezirksraths. 1) Der V or s. eröffnet die Sitzung mit dem Bemerken, daß das Protocoll von der Nachmittagssitzung des 2. Januars zwar vollendet sei, daß er aber bitte, ihm die Verlesung desselben nach geendigter Tagesordnung zu gestatten. Die Versammlung ging auf diesen Wunsch ein 2) Engel erstattet Bericht über das Gesuch des Gerson Katz I., sowie seiner beiden Sohne um Ausnahme als Ortsbürger nach,Steinbach. Der Gemeinderath zu Steinbach hatte dieses Gesuch abgeschlagen: a. weil er ein Sittenzeugniß beigebracht wissen wollte: b. weil er einen genaueren Nachweis des Vermögens verlange: c, weil die Petenten nachweisen sollten, daß sie nicht bloß durch Schacherhandel leben müßten, sondern sich auf andere Weise rechtlich ernähren könnten. d. weil der Gemeinderath verlange, daß die Israeliten, die in Steinbach Ortsbürger werden wollten, entweder in die Gemeindekasse hohe Receptionsgelder einzahlen, oder auf die Gemeiiideiiuhungen verzichten sollten. Der Bericht des Ausschusses beleuchtet diese Punkte und zeigt ad a. daß das Sittenzeugniß von dem Gemeinderath selbst auszustcllen, das Verlangen also ungehörig sei und dieser Grund nach beigebrachten Attestaten wegsalle. ad b, daß die drei Petenten nach vorliegenden Zeugnissen ein bedeutendes Vermögen besitzen, worunter namentlich auch Grundbesitz enthalten sei; ad c. die Ernährungsfähigkeit sei auf den Grund deö Vermögens und der verschiedenen Gewerbe der Petenten nicht zu bezweifeln, ad d. daß auf diesen Einruf keine Rücksicht genommen werden könne, indem den Israeliten durch das Gesetz vom 2. August 1848, dieselben bürgerlichen Rechte als den Christen gewährt worden seien. Man könne hier eine Ausnahme nicht gelten lassen. Während der Verlesung des Ausschußberichtes traten Reg.-Rath Küchler und Abg. Ferber ein. Der Vors. eröffnet die Discussion über den Ausschußbcricht. Schmand hält sich verpflichtet, als Vertreter der Gemeinde Steinbach die Sache ausführlich darzulegen ; er bittet daher, den Reg.-Comm. das Gesetz vom 2. August betr. die religiöse Freiheit zu verlesen. Reg.-Comm. entspricht dieser Bitte und gibt überhaupt die nöthigen Erläuterungen. Auch theilt er auf Ersuchen die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Receptionsgelder mit. Abg. Menkel tritt ein. Schmand hält einen längeren Vortrag, worin er die Verhältnisse von Steinbach schildert. Insbesondere zeigt er, wie diese Gemeinde in den Kriegsjahren von 1796 bis 1813 durch fremde Völker oftmals heimgesucht worden sei und sehr bedeutende Lasten habe tragen müssen. Zn diesen Lasten hätten die israelitischen Bewohner jener Gemeinde keine Beiträge gegeben und darum verlange der Gemeinderath, daß dieselben angemessene Receptionsgelder, also mehr als die gewöhnlichen einzuzahlen, oder aus die Nutznießungen der Gemeinde verzichten sollten. Dieterich ist gegen das Gesuch, weil er den Schacher nicht als ein Gewerbe betrachte, von dem sich Jemand rechtmäßig ernähren könne. Vors. hält für angemessen, wenn die Redner ihre Ansichten über den Schacherhandel anssprechen wollten. Ferber verlangt gleichfalls ein festes Gewerbe. Franziskus und Menkel sind ähnlicher Ansicht. Sie berufen sich auf die bisher beobachteten Grundsätze, wornach jederzeit die Ernährungsfähigkeit auf den Grund eincö rechtmäßige» Geschäfts als wichtiger anzusehen sei als der Nachweis von Vermögen. Bernbeck bemerkt, daß der sog. Schacherhandel vom Staat besteuert werde, daß er patentisirt sei; darum sei er nicht der Meinung, daß die darauf beruhende Ernährung eine unrechtmäßige sei. Er macht «uf die Grundsätze über die Gleichstellung aller Confessionen ausmerksam. 303 aber von Dem Beschlußnahme komme. „ , , r, .. , , Der Bez.»Rath ist damit einverstanden, um so->nehr, elS cs wunschcnSwerth sei, wenn die einzelnen Mitglieder über den betreffenden Gegenstand noch weiteres Material sammeln könnten. Die Entscheidung der Ordnungsfrage sowie die Beschlußnahme über die Hauptsache soll in der nächsten Sitzung erfolgen. , „ 3) Dieterich erstattet Bericht über den Voranschlag der Gemeinde Rodheim für 1849. Der Gemeinderath wollte den Gehalt deS Bürgermeisters von 150 fl. auf 100 fl. herabfetzen. Nach einer längeren Debatte, wobei Bernbcck, Ferber, Dieterich, Engel, Schmand, Menke! sich bethei- ligtcn, der Rcg.-Comm. aber verschiedene Erläuterungen aus den Acten mitthcilt, wird beschlossen: „ES solle der Bürgermeister zu Rodhcim 140 fl. erhalten, dabei aber keinen Anspruch auf Entschädigung für auswärtige Geschäfte haben." Bei der Debatte machte sich der Grundsatz geltend, man solle im Gemeindehaushalt die größte Sparsamkeit üben, aber dies am rechten Orte thun. Bei dem bestimmten Fall wies insbesondere Bernbcck darauf hin, daß ein Bürgermeister von Rodhcim schr viele auswärtige Geschäfte habe. 4) Dieterich erstattet Bericht über den Voranschlag der Gemeinde Fellingshausen für 1849. — Der dasige Bürgermeister soll nach dem Willen des Gemcinderaths, von 120 fl. auf 50 fl. herabgesetzt besonderen Fall zu reden. ,, ~ 3 Nach einigen Erörterungen von Franziskus, Engel, Dieterich, wird beschlossen, in der Frage, ob das Gesuch zu genehmigen sei, der drei Bittsteller zugleich zu erwähnen. Bei der Abstimmung ergab sich Stimuiengleichhcit. Da bet den bisherigen Verhandlungen sich die PrariS gebildet, daß in solchen Fällen die Sache unentschieden bleibe, obgleich Art. 18 des Gesetzes vom 31. Juli 1818 dies nicht will, entspann sich über das hier einzuhallende Verfahren eine DiScussron. Vors. hatte für das Gesuch gestimmt, er gab aber zu, daß die Bestimmung deS Gesetzes einer doppelten Auslegung fähig sei. Es heiße dort, daß die Stimme deö Vors. bei Stimmengleichheit entscheide. Nun könne man a. festsehcn, daß der Vors. in der Regel nicht mitstimme, und nur da, wo bet den übrigen Mitgliedern Stimmengleichheit sich ergebe, die Sache entscheide; b. man könne aber auch annehmen, daß, wenn die Stimme des Vors. mitgcrechnet, Stimmengleichheit sich heraus stelle, Die Entscheidung auf die Seite falle, für die sich der Vors. ausgesprochen, daß also hier der Vors. eine doppelte Stimme habe. Der Reg.-Comin. hält Art. 18 für unzweideutig und hier allein maßgebend. Vors. wünscht, daß diese Fragen entschieden werden, bevor die vorliegende Sache zur definitiven rechtmäßigen Ernährung biete. , u . „ . ,. Ferber entwickelt seine Ansichten über den Schacherhandel und setzt denselben einem rechtmäßigen Gewerbe entgegen. Er will, daß der Bezirksrath durch seine energische Erklärung nicht gegen die Jsiaeliten überhaupt, sondern nur gegen den Schacherhandel dazu beitrage, denselben allmahlig zu »etbannen und aus verderblichen Schacherern nützliche Glieder des Staats zu machen, namentlich die Heranwachsende Jugend zu nöthigen, daß sie ordentliche, tüchtige Gewerbe erlerne. Schmand entwirft ein düstres Bild von dem Treiben der Schacherhandler und etkennt in ihtcm listigen System nichts Besseres als einen Betrug. Bernbeck hält es für unbillig, die Israeliten zurückzusetzen. Schmand, Dieterich, Franziskus führen aus, daß sie gegen die Jsraelttcn selbst ntchts hatten, dahin wirken zu müssen glaubten, daß der Schacher unterdrückt werde. K liebe und Engel sind auch dafür, daß der Schachcrhandcl aushorc; — cs handle sich aber hier dem bestimmten Fall und da frage es sich, ob man den Vichhandcl als Schacher ansehen könne. Vors. schließt, nach einigen Erläuterungen des Rcg.-Comm., die allgemeine Debatte und bittet, von Dieterich will, daß alle Staatsbürger vor dem Gesetz gleich stehen, er will die Israeliten nicht zurück setzen, aber auch nicht verziehen. Er habe allezeit verlangt, daß die nett Aufzunehinendcn sich rechtmäßig ernähren könnten; den Schacher sehe er nicht als eine Nahrnngsguelle au, die eine Möglichkeit zur werden. Der Berichterstatter schlägt die Summe von 90 fl. vor. Nach einigen Erläuterungen von Seiten Bernbecks und des Rcg.-Comm. wird der Antrag des Berichterstatters angenommen, mit dem Zusatz, daß cS hinsichtlich der Gebühren für auswärtige Geschäfte doS Bürgermeisters bei den allgemeinen Bestimmungen verbleiben solle. 5) Ans der Tagesordnung stand: 304 Antraq von Dieterich auf Aenderung deL Ereeutionsverfahrens.,, Der VeMerstÄtter wünschte, diesen Gegenstand noch ausgesetzt zu sehen, was nicht beanstandet wurde. 6)Dieterich' ersmttet Bericht über den Antrag Meukels, hinsichtlich der Erhebung der Hirtenpfrundeu, wobei auch Gesuche einiger Gemeinden anlagen. Der Antrag und die Gesuche wollten, daß diese Psrün- ven nicht durch Hebgebühren für den Gemeindcrechner belastet werden, also überhaupt nicht durch die Ge- meindekasse laufen sollte». , . <£)Ct Berichterstatter setzt auseinander, daß man bei Hirten sorgfältig unterscheiden muffe, ob sie von einem einzelnen, einer Privatgesellschaft oder von der ganzen Geineinde angenommen würden. Wer sie anstelle, habe für ihre BesoldttNg zu stehen, wo also die Gemeinde den Hirten anstelle, müsse sein Gehalt durch die Gemeindekasse fließen . . ~ f . Antrag des Berichterstatters geht dahin, cs sei diese Ansicht von der Sache den betr. Gemein- en en Debatte, wobei Menkel seinen Antrag vertheidigt, Bernbeck Vermittelungövor- schläge macht, wird der Antrag des Berichterstatters angenommen. 7) Ferber übernimmt den Vorsitz. 8) Steinberger erstattet Berscht über den Antrag Dieterichs, wornach die Staatsregierung ersucht werden solle, bei der Organisation der Oberbehörden auch die Provinz Oberhessen zu berücksichtigen, die bisherige Centralisirung dieser Behörden in der Residenz Darmstadt aber nicht fortbestehen zu lassen. Der Berichterstatter empfiehlt den Antrag, welcher mit dem Zusatz angeuommen wird, daß die übrigen Bez.-Räthe der Provinz Oberhessen von dem Beschluß benachrichtigt werden sollen. 9) Steinberger erstattet Bericht über das Gesuch der Gemeinde Niederohmen, wornach der Bez.-Rath sich dafür verwenden möge, daß für dieselbe ein zweiter Lehrer angestellt und ihm ein Theil der Besoldung aus Staatsmitteln verwilligt werde. Der Berichterstatter empfahl das Gesuch, unter Hinweisung auf die besonderen Verhältnisse jener Gemeinde. Im Laus der Diskussion gibt Menkel noch mehrere Anführungen. Nach einer kurzen Debatte, wobei nachgewiesen wurde, daß derartige Gesuche ihre Berücksichtigung nur bei der Reform des Schulwesens finden können, was namentlich Engel und Bernbeck hervorhoben, erkannte man, daß hier ein ganz besonderer Fall vorliegt, indem der Lehrer zu Niederohmen 275 Kinder nnterrichten müsse, was gegen das Schuledict von 1832 anstößt. Reg . - Comm. gab die nöthigen Erläuterungen unter Hinweisung auf die gesetzlichen Bestimmungen. Der Bez.-Rath beschloß, „in Erwägung der besonderen Verhältnisse daö Gesuch der Gemeinde Niederohmen bei Gr. Staatsregierung zu befürworten." ' 10) Kliebe erstattet Bericht über daö Schreiben des Bez.-Raths zu Heppenheim, betr. die Beschlagnahme von Alimenten; — Kliebe empfahl den Antrag des Heppenheimer Bez.-Raths. Rach einer kurzen Debatte, worin die bestehenden Verhältnisse beleuchtet, namentlich gezeigt wurde, daß es wünschenswerth sei, wenn die für das Loosholz bestehenden Beftiinniungen auch auf andere Ge- nußthcile ausgedehnt würden, beschloß man, die Staatsregierung um eine dahin bezügliche Gesetzesvorlage zu ersuchen. 11) Das zweite Schreiben des Bez.-RathS zu Heppenheim, betr. die Festsetzung des Majorennitätsalters von 21 auf 25 Jahre fand keine Unterstützung. 12) Dieterich erstattet Bericht über daS Gesuch der Gemeinden Allendorf, Mainzlar, Daubringen, Staufenberg und Londorf, um die Gestattung, für einen neu erbauten Meinalweg, Chausseegeld erhebe» zu dürfen. Engel hatte dieses Gesuch durch einen besonderen Antrag unterstützt. Einen ähnlichen Antrag hatte Franziskus hinfichtlich des von Laubach nach der Friedrichshütte ziehenden Wegs gestellt. Der Berichterstatter faßte diese verschiedenen Anträge zusammen und entwickelt das Verhältniß ausführlich. Der Bericht geht dahin, es seien diese Gesuche und Anträge abzuweisen. Bei der mit Lebhaftigkeit geführten Debatte schilvert Engel in längerer Rebe die besonderen Verhältnisse, zeigt, wie der durch die Rabenau hinziehende Vicinalweg durch die Steinfuhren verdorben werde. Er machte wiederholt aufmerksam, daß sein eigner Bruder an diesen Steinfuhren betheiligt sei, daß er selbst aber gerade darum mit besonderem Eifer der betr. Gemeinde sich annehinen müsse. Franziskus spricht mit Wärme für Laubach. Kliebe für die Rabenau. Obgleich die übrigen Redner die ehrenhaften Motive der Antragsteller anerkannten, konnten sie doch 305 dieselben nicht empfehlen, namentlich machte der Reg.-Comm. ans die bestehenden Einrichtungen und gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam. Auch wurde von Ferber geltend gemacht, daß überhaupt eine Aende- rung des Chausseegeldes gewünscht werde. Bei der Abstimmung wurde der Antrag des Berichterstatters angenommen, also daS Gesuch abgelehnt. Lindenstruth will der Abstimmung sich enthalten, die Verzichtleistnng wurde, abgelehnt. 13) Der Bors, verliest das Protocoll der NachmittagSsitzung des 2. Januars, welches genehmigt wird. (Schluß der Sitzung 2 Uhr.) Der Vorsitzende: F. Steinberger. Polizeiliche Bekanntmachung. Ein Schlüssel und ein Halskettchen von Perlen sind gesunden und aus Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 5. April 1849. Edictalladung. 604) Gieße». Fuhrmann Jarob Simon dahier, welchem die Verwaltung seines Vermögens entzogen wurde, ist unter Curatel der hiesigen Burger Andreas Möhl und Georg Heinrich Lony gestellt worden; was zur Folge hat, daß von nun au Rechtsgeschäfte ohne Zustimmung der genannten Cu- ratoren von Jacob Simon gültig nicht abgeschlossen werden können. Zugleich werden alle, welche irgend Forderungen an Jacob Simon haben sollten, aüfge- fordert, solche so gewiß binnen 14 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und zu begründen, als sonst bei Regulirung der Vermögensverhältnisse des Jacob Simon darauf keine Rücksicht genommen werden wird. Gießen den 30. März 1849. Gr. Hess. Stadtgericht. M u h l. W ö r n e r. Berfteigerungeil. 620) G r ü n b e r g. G r a s v e r st e i g c r u n g. Der diesjährige Grasertrag von den Gräben und Böschungen der Chausseen dcö hiesigen Bezirks soll in nachstehenden Terminen ans Ort und Stelle an die Meistbietenden öffentlich verpachtet werden« 1) Montag den 16. April, ans der Straße von Lindcnstruth über Grünberg bis Nr. 100, zunächst der Kreuzburg; Anfang Vormittags 8 Uhr bei Lindenstruth. 2) Dienstag den 17. April, auf der Straße von Grünberg über Londorf bis zur kurhcssischen Grenze; Anfang Vormittags 8 Uhr vor Grünberg. 3) Mittwoch den 18. April, auf der Straße vom Hessenbrücker Hammer über Laubach gegen Schotten; Anfang Vormittags 8 Uhr am Knotenpunkt, zunächst dem Hessenbrücker Hammer. 4) Donnerstag den 19. April, auf der Straße von Grünberg nach Hungen, sowie auf der fiscalischen Wiese bei der Reumühle; Anfang Vormittags 8 Uhr vor Grünberg. 5) An demselben Tage, auf der Straße von Hungen nach Berstadt; Anfang Nachmittags 1 Uhr vor Hungen. 6) Freitag den 20. April, auf der Straße von Flensungen über Freiensecn bis zur Straße bei Laubach; Anfang Vormittags 8 Uhr bei Flensungen. 7) Montag den 23. April, auf der Straße von Grünberg nach Schellnhausen; Anfang Vormittags 8 Uhr bei Nr. 100 am s. g. Kammerwald. 8) An demselben Tage, auf der Straße von Ruppertenrod im Ohmthal bis zum Einschnitt in die Straße von Schotten nach Herbstein; Anfang Nachmittags 2 Uhr vor Ruppertenrod. 9) Dienstag den 24. April, auf der Straße von Homberg nach Grünberg; Anfang Vormittags 9 Uhr vor Homberg. 10) Mittwoch den 25. April, auf der Straße vom Hessenbrücker Hammer nach Lich; Anfang Vormittags 8 Uhr am Knotenpunkt, zunächst dem Hessenbrücker Hammer. 11) An demselben Tage, auf der Straße von Steinbach über Lich nach Hungen; Anfang Nachmittags 2 Uhr bei Nr. 40, unweit Steinbach. 306 12) Donnerstag den 26. April, auf der Straße von Lieb nach Butzbach; Anfang Vormittags 8 Uhr kor Lich. Indem man Vorstehendes zur öffentlichen Kennt- niß bringt, werden zugleich die Gr. Bürgermeister ersucht, dieses im Interesse ihrer Gemeinden durch die Schelle veröffentlichen zu lassen. Grünberg den 3. April 1849. Der Gr. Hess. Kreisbaumeister deö Baubezirks Grünberg. Noak, Vicar. 619) Gieße». Holzvcrstcigenittg im Gießer Stadtwalde. Donnerstag den 12. April I. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, Distrikt Hegstrauch, Birkengarten und Fichtenkopf, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 18 Stecke» eiche» Scheidholz, 72'/« 10 7, 2164 1 .10 13 11 1250 3'4 32% 4650 5% 2% 125 26 ii ii Prügelholz, ii ii Stockholz, Wellen h Reiöholz, Stecken birken Prügelholz, ii kiefern Scheidhvlz, ii ii Prügelholz, n ii Stockholz, Wellen n Reisholz, Stecken fichten Prügelholz, ii u Stockholz, Wellen ii Reisholz, Stecken lerchen Prügelholz, n u Stockholz, Wellen ii Reisholz, eichen Stämme von 581 Cbikf., 101 fichten „ „ 2622 „ 14 kiefern „ „ 243 „ 10 lerchen „ „ 153 „ 126 eichen Stangen „ 131% u 422 fichten „ ii 671 „ 38 kiefern „ „ 41% „ 89 lerchen „ „ 254% „ 1 eichen Pflugsreh und 1 eiche» Jochstaiigc. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zah- lungsfrist bis 1. October d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist auf der alten Steinbacher Straße im Hegstranch. Die Herrn Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasse«. Gießen am 4. April 1849. Der Bürgermeister. I. d. V. der Beigeordnete R ü h l. 568) Königsberg. Holzversteigerung. Dienstag den 16. April, Morgens 9 Uhr, sollen in dem Gemcindewald, Distrikt Bleidenberg: 41 Stecken Buchen-Scheidholz, 46 u u Prügelholz, 7 ii ii Stockholz, 54 h Eichen- n 475 Stück Buchen-Reisholzwellen, 462 ii Eichen- u » 11 Siümmc Eichenbanholz, 793 Cbfß. halt, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Bleidenberg. Königsberg am 27. März 1849. Der Bürgermeister Krauökopf. 639) Gieße». Donnerstag den 12. d. M., Morgens 10 Uhr, sollen auf hiesigem RathhauS nachfolgende zur Vollendung des Schulhauses im Oßwald'schen Garten erforderlichen Arbeiten an die Wcnigstsordcrnden versteigert werden, als: Maurerabeit, veranschlagt zu 66 st- 23 fr. Zimmerarbeit „ n 33 II 50 II Schlosserarbeit, » „ 87 II 40 II Schreinerarbeit, » „ 24 II 49 II Spcnglerarbeit, u „ 11 II 42 II Weiöbinderarbeit, „ „ 12 II 30 II Pumpenmacherarbeit, „ » 7 II — II Lieferung einer Gußpumpe vcrans.« 60 II — II Handarbeit » » 16 11 — II Fuhrlohn ii u 11 II 34 11 Die Voranschläge können auf der Bürgermeisterei eingesehen werden. Gießen den 4. April 1849. Der Bürgermeister G g. Reiber. 380) Gießen. Leichenwagen- V e r st e i g e r » n g. Die Schuhmacherzur.ft dahier beabsichtigt, weil sie im Besitz von zwei Leichenwagen ist, einen, noch im besten Zustand befindlichen, »ach der »eucstcu Faro» gearbeitete», schwarz lackirten, mit goldueu Verzierungen, einer schwarzen und einer vergoldeten Krone, nebst zwei Pferdedecken versehenen Leichenwagen von Holz, Dienstag den 10 April l. I., Nachmittags 2 Uhr, im Promenadehaus dahier, einer Versteigerung auszusetzen. — Die Herren Bürgermeister in den Städten der Umgegend werden gebeten, ihre Ge- 307 meinten hierauf aufmerksam zu machen. Auf mündliche sowohl, als auf portofreie schriftliche Anfragen ist Auskunft zu ertheilen gerne bereit Carl Nagel I., der zeitige Zunftmeister. Gießen den 1. März 1849. 562) Rod heim. Dienstag den 10. April d. I., Morgens 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Rill- scheid, nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 103 Stecken Buchen-Scheidholz, 2 „ Eichen- » 971/, h Buchen-Prügclholz, 5 u Eichen- » 108 „ Buchen-Stockholz, 3300 Stück Buchen-Wellen, 275 n Eichen- » 51 ft „ Werkholzstämme und 2 Pflngsrehe. Das Holz sitzt nahe an der Chaussee, an einer bequemen Abfahrt. Die Zusammenkunft ist dahier im Ort und wird gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft Zahlungsfrist bis Martinitag d. I. gestaltet. Rodheim den 26. März 1849. Der Bürgermeister Dud enhöfer. 644) Gießen. Donnerstag den 19. April, Nachmittags 2 Uhr, und die folgende Tage, lasse ich in meinem Hause wegen Veränderung meiner seither möblirten Zimmer, die jetzt zu Familienwohnungen eingerichtet, mehrere gut gehaltene vollständige Betten, Sophas, Komode, Schränke, Tische, Stühle, Nachttische rc. gegen baare Zahlung versteigern. Gießen den 4. April 1849. Georg Lainpus, JLit. C. Nr. 1 am Kreuz, 645) Steinbach. Donnerstag den 12. April d I., Mittags 12 Uhr, soll auf dahiesiger Bürgermeisterei, eine Quantität Heu von 40 ist., der Gemeinde Steinbach gehörend, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Steinbach den 4. April 1849. Der Bürgermeister Horn. Verpachtung. 569) Lumda. Dienstag den 10. April l. I., will die Johannes Bast I. Wittwe von hier, 18 Morgen gut gebautes Ackerland und 12 Morgen Wiesen, auf mehrere Jahre verpachten. Pachtliebhaber werde» um die bestimmte Zeit auf das Bureau deö Unterzeichneten, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können, eingeladen. Lumda den 26. März 1849 Der Bürgermeister das. K a u ß. 616) Gießen. Folgende, dem Jakob Simon, Jakob Sohn II. und dessen Ehefrau gehörige Immobilien, nämlich: 1) 518 ElSIftr Acker auf dem Hadergraben, 2) 303 fr Acker an der Weilburger Grenze, am Laufcrtsrod, 3) 744 u Acker an dem Gleiberger Weg, 4) 278 tf Acker an dem kleinen und großen Steinweg, 5) 1136 „ Acker am Leihgesterner Weg, 6) 86 if Garten am langen Steg, 7) 288 „ Wiese am Erdkauter Weg, in den Rödern. 8) 337 ft Wiese hinter der Burg am Gänseacker, 9) 164 » Acker am Krofborfer Weg, 10) 166 n Acker über dem Fabrizischen Acker, 11) 276 „ Acker am Laufertsröldcr Weg, 12) 533 „ Acker rechts am Erdkauter Weg, 13) 2 Morgen städtische Wüstung, sodann 14) Scheuer und Stallung, in der Mühlgasse gelegen, sollen Mittwoch den 11. April, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhanse dahier auf 6 Jahre verpachtet werde». Gießen den 3 April 1849. Die für denselben bestellten Curatoren Gg. Heinr. Lony. Andr. Möhl. 625), Odenhauscn. Montag den 16. April, Vormittags 9 Uhr, soll in dem Gemeindewald der Gemeinde Odenhausen, Distrikt Kreuz: 110 Stecken Buchen-Scheid- und Prügelholz, 22 ft U Stockholz, 83 H „ Rcisholz, an die Meistbietenden unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Der Anfang und Zusammenkunftsort ist bei Nr. 1. des Prügelholzes. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis zum 1. September d. I. gestattet. Odenhausen den 4. April 1849. Der Bürgermeister • Bott. Gerste- Korii- 597: will ick den St das Au Erde c nehme. Mm 622 sen- u wieder zu auf 587 Broise 62k vorzüo 637 zu »et 634) 9i siche Rhe meh dige 6 I in d Gemarkung Watzenbern, nochmals öffentlich 5) 396 6) 7) 338 575 624 125 8) 9) in der acker, Acker am Häusermühlweg, Wiese, die Schülerswiese, Wiese in der Au, Acker hinter dem Kuhberg, Acker im Winkel am Helchen- acker, Acker bei der Windmühl, 4) 2) 3) 4) 359 268 443 353 621) Hausen. Donnerstag den 12. April l. 3, lUKlftr. Acker am Streitacker, Acker, die kleinen Oberweids- meistbietend, ans eine sechsjährige Leihzeit, nnter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen verpachtet werden. Hausen am 4. April 1849. Der Bürgermeister D e r n. Mittags 12 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei dahier die der evangelischen Kirche zu Hausen zugehörigen Gütcrftücke, welche wieder leihfällig sind, als: HlKlftr. Wiese am hintersten Loh, Frucht- und B i k t n a l i e u P r e i s e. Biktuatrenp reise. B r o d t a x e. fr. Pf. fr.! Vf. Gießen Mehl Marktpreise fr. Pf. F r n ch t p r e i f e (Grünberg | 30. März. I ILanbach I 10. März. | Arilcht- 1 1 4 2 9 — Wetzlar 31. März. Marburg 27. Jan. Gießen 4. April. Mainz 10. Februar. Lich 10. März. 5 5 1 24 — 20- Für 1 fr. Wasserwerk. „ 1 fr. Milchbrod . i Waizen - m 8 j Kornmehl besteh. NB. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in selchen: von derselben Kattun-, bestehen, nnd zwar ans 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Pfund >c. nach Proportion, weiche« auf 1 Pfd. nicht völlig s Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch di-ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. Maas Milch .... Pfund Buller . . . auch . . Handkäse .... (Sier Pfund Waizemnehl . . „ Geschw. Vorschuß 5 — 10 — Grün berg. fr. pf. *— -___ — 9 — — — . I. — , ■■ ■ — L. Q — — 5 — fr. Vf. — — — — — — -— — — II- ’ — I Lich. 1 !v. 11-25. März j Laubach. ; v. 25. März [ Butzbach den 17. Febr. li fr. vf. fr./Vf- fr. Pf. ■— — 4 2 f —i— 4 2 9 _ 9 — — — .—,— — — ■' - _— —— WB*. MB — - L. Q L. Q L. O 5 2 __M — 1 5 2 5 2 —1— 5 1 fr. vf. fr. vf- fr. Vf- — - _l_ — —» - 1 — — — - - - - - — — - - - — - -- - — — — — - -- —- --- -- . — — - — Fleischtaxe. Lich v.ll-25.März! | Laubach | ^v. 11-25. März fiepen uno Huna en den 31. Marz. Grünberg per PsUNd fr*',V^ fr.'Vf- fr. Vf Ochsenfleisch 12' — 1 11' 2 Kuhfleisch . 9, 2 1 9 — Rindfleisch . 8 l 8,— — Kalbfleisch . 6 2 — — 6; — — Schweinefl. . 12; 2 __1 — 12— — Hammelfl. . 9- — 8 2 :— Schaaffi. . . — .— — — — Leberwnrst . 14' — — — 13 2 — gem. Wurst. 8 — — — 7 2 Bratwurst . is!- - - 17' 2 — Schwarten,.. 18- — —. !- Blutwurst . 16 — .— -- 151 2 geräch. Sfleck 26 — ________________i________________ 25 2 Schinken . . 19 — — 1 — 18 2 Dörrfleisch . 19- - - 18 2 Rindsfett 20 — _________________________________1_________________________________ J9 2 — Hammels fett 20 — — 19 2 — Schweine- schmalz, ans- gelassenes . 24 — — — 23 2 — dgl., nnausgel. 1120! — — 19 2 .— »at- tlUlfl. M a l t e r. Wlätt Scheffel Pf. i fl. fr. Pf.i fl. fr. Pf. ff. fr. Pf. st. fr. Pf. fl. fr. fl. fr. L fr. L Waizen . 200 9 5 200 "s 40 200 9 — — — —. 200 8 56 7 9 3 49 — Korn . . 200 6 20 190 6 20 190 6 — ■ ■ — —— — 200 5 34 4 49 2 31 2 Gerste. . 170 4 45 170 4 40 170 —. — — — — 200 4 52 3 56 1 56 2 Hafer . . -— 3 35 — 3 25 — - -— _ ——. —— 200 3 30 2 9i 1 18 3 Erbsen — — — — - -— — — — — — — — .— —— — Linsen . . —— — — — ■ =BB. — - — —— — — — —— — ■— 309 597) Mainzla r. Dienstag den 10. April, Morgens 9 Uhr, will ich in meinem Hause 20 lUKlftr. Steine aus den Staufenberger Brüchen hierher zu fahren, sowie das Ausgraben und Hinwegbringen von 30 Erde aus meinem Hofe, öffentlich an den Wenigst- nehmcnden versteigern lassen. Mainzlar den 2. April 1849. S. Kann. Fe ilg eb oten. 622) Gießen. Mein Lager in Tücher, Hosen- und Rockstoffen, neueste Herrn-Eravatten, ist wieder vollständig assortirt und empfehle ich dasselbe zu äußerst billigen festgesetzten Preisen. S. Hirsch Sohn. 587) Gießen. Brünellen und eingemachte Broiselsbeeren für Combots bei Louis Lind. 629) Gießen. Aecht Bayerisches sowie vorzügliches Lagerbier bei Th. Rolloff, im Jahreis'schen Garten. 637) Gießen. Bei dem Unterzeichneten ist zu verkaufen: Gießer Hopfen 1848r Gewächs, sowie Korn- und Waizenstroh in größeren und kleineren Parthieen. Gg. Reiber. in der Neustadt. 575) Gießen. Ein Clavier ist billig zu verkaufen und der Eigenthümer bei Herrn Musikus Magen zu erfahren. 647) Kleinlinde n. (Kalkberg.) Guter gebrannter Kalk, die Bütte 250 Pfd. zu 2 fl., ist jeden Vormittag zu haben bei C. Jung, in Kleinlinden. 648) Gießen. Linsen, Frankfurter Bohnen, geschälte Erbsen, Gümmer, Grünekern und Bamberger Zwetschen billigst bei L. Cahns seel. Wtw. 628) Gießen. Vorzüglicher Deidesheimer, 1846r, die Flasche zu 24 fr., ist zu haben bei Th. Rolloff, im Jahreis'schen Garten. 623) Gießen. Ganz wollener Sommer-Buckskins, das Beinkleid ä 2 bis 4 fl. empfiehlt S. Hirsch Sohn. 633) Gießen. Rothen, weißen und luzerner Kleesaamen in sehr guten Qualitäten und billigsten Preisen, bei I. G. Appel. 634) Gießen. Verbesserte Rheumatismnsabl eiter von Wilhelm Maier & C> in Breslau. ä Stück 1 Thlr. 15 u. 10 Sgr. sowie Amerikanische galvano - elektrische U h e u m a t i s m u s - K e t t e n a Eremplar 1V2 Thlr. 1 Thlr. 15 Sgr. sichere Präservativ- und Heilmittel gegen aNe Arten chronischer und acntischer Gicht, Rheumatismen, Nervenleiden und Congestionen rc. re. über deren vortreffliche Wirkungen mehr denn 70 Atteste rennomirter Aerzte und gegen 200 dergleichen von glaubwürdigen Privatpersonen einzusehen, sind in Gießen nur allein ächt zu haben bei Zu vermiethen- 617) Gießen. In dem Hause des Jakob Simon, Jak. S. II. in der Mühlgasse, ist eine Familienwohnung, bestehend aus 2 Stuben, 1 Kammer, Küche, Keller und verschlossenen Holzraum, zu vermiethen und kann bis zum 10. Mai d. I. bezogen werden. Hierzu Lusttragende belieben sich mit den Curatoren Gg. Heinr. Lony und Andr. Möhl zu benehmen. 310 640) Gießen. Ein sehr gutes Triebviertel, am Mittelweg gelegen, ist zu verleihen. Wo? sagt Ausqeb. d. Bltts. 651) Gießen Eine Familienwohnung, bestehend in drei aneinanderstoßenden Stuben, Küche, Boden, Holzplatz und Keller, attes verschließbar, ist ru vermiethen und Anfangs Juli beziehbar, bei Jacob Vogt. 649) Gießen. Ein schön möblirtes Zimmer mit Sopha ist zu vermiethen bei L. Eahns seel. Wtw. 624) Gießen. -Ein möblirtes Zimmer im ersten Stock ist zu vermiethen bei L. Hirsch, am Lindcnplatz. §38) Gieß en. Ein Logis, bestehend aus 4 Stuben, 2 Kammern, Küche, Keller und Holzstall ist zu vermiethen bei G g. R e i b e r in der Neustadt. 584) Gießen. Lit. C. M. 72 aus dem Seltersweg ist die untere Etage mit Ladeneinrichtung, sowie die mittlere und obere Etage, jede aus 4 Zimmern, Küche, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche bestehend, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Vermischte Nachrichten. 555) Gießen. Indem ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß der Unterricht in meiner Knabenschule Montags den 23. April wieder beginnt, erlaube ich mir zu bemerken, daß auch für den Unterricht in den altklassischen Sprachen und allgemein wissenschaftlichen Gegenständen, so wie bisher, Sorge getragen ist, indem sich an demselben auch fernerhin ein Reallehrer, tüchtige erfahrene Philologen und andere Manner betheiligcn werden. Sollte übrigens auch in der französischen und englischen Sprache Unterricht verlangt werden, so bietet sich hierzu Gelegenheit dar. Lehr. 642) Gießen. Bei dem allgemein anerkannten Bedürfniß, daß alle diejenigen, welche nach Nordamerika auswandern wollen, die englischeSprache verstehen und sich in derselben selbst auSzukrücken im Staude sein müssen, wird in Kurzem auf vielfaches Anfragen unter sehr mäßigen Bedingungen ein Unterricht in dieser Sprache eröffnet, welcher gar keine Vorkenntnisse voraussetzt und auf etwa 6 Monate berechnet ist Bei der Erpcd. d. Bltts das Nähere. 635) Wieseck. Für Auswanderer nach Nord-Amerika. Die Herren X I. Wichelhansen u. Comp. in V rem en, Schiffs-Rheder und Schiffs-Befrachter, lassen am 1. und 15. eines jeden Monats nach New-Yorh, Baltimore, New-Orleans, Galvers- ton in Texas, St. Franzisco in Californien u. s. w. große geräumige elegante kupferfeste und gekupferte Segelschiffe abgehen, welche besonders zur Aufnahme für Pasagiere sehr zweckmäßig eingerichtet sind. Ich bin von obigen Herrn bevollmächtigt, fortwährend zu den möglichst billigen Pasagepreißeii feste Con- tracte abzuschließen. Diejenigen welche sich derer reellen Vermittlung bedienen wollen, ersuche ich, sich bald möglichst'bei mir melden zu wollen. Wieseck im April 1849. Carl Kliebe a412) Frankfurt a. M. Neisegelegenheit nach Nord-Amerika. Am 1. 10. und 20. eines jeden Monats werden von Antwerpen ab, solid gebaute und gekupferte Dreimaster-Postschiffe nach Ncw-Uork erpedirt. Nähere Auskunft der Preise für Passagiere ertheilt Frankfurt a. M. den 3. März 1849. Haupt-Agent 91. Klingler, , Saalgasse M 26. vis-ä-vis dem Geistpförtchen. 311 626) Gießen. Bürgerclub! Bei her am 1. d. M. abgehaltencn Generalversammlung zur Vornahme der Vorstandswabl für die Dauer eines Jahres wurden mit Slimmcn- mehrhcit gewählt: 1) A. Ricker zum Vorsitzenden, 2) D r. Sol dan zum Stellvertreter des Vors. 3) Registr. Herzberger,t 4) A. Becker, i 5) Musikus Schierholz,) als Ausschußmitgl. 6) Heinr. F erb er, t 7) Prof. Dr. Baur, ] Nach diesen erhielten die meisten Stimmen: Dr. I. Hillebrand, Sind. Drcvermann, H e i n r. Hom berge r, welche somit Ersatzmitglieder des Vorstandes sind. Der Vorstand ernannte aus seiner Mitte Dr. Baur zum Schriftführer und Bibliothekar, welcher jeden Donnerstag Abends von 8 bis 9 Uhr zur Abgabe und Empfangnahme von Büchern im Ge- sellschaftsloeale bei Wirth Heß anwesend sein wird. Zum Rechner wurde Registrator Herzberg er ernannt. Aus vielfach geäußerten Wunsch haben sich mehrere Mitglieder erboten die neuen Zeitungen Abends um 6 und um 8 Uhr vorzulesen. Der Vorstand des B ü r g e r k l u b s. tiOO) Gießen. Der Unterzeichnete findet sich zur wiederholten Anzeige veranlaßt, daß Sonntags ans seinem Keller kein Bier verzapft wird. Am Charfrei- taqe nnd die 3. Osterfeiertage demnach ebenfalls nicht. Will). Heyer. 64t) Gießen. Zu einer französischen Privatstunde, welche für mehrere junge Leute entweder früh Morgens oder spät Abends nach Beendigung der gewöhnlichen Berufsgeschäfte crtheilt werden und mit den ersten Anfangsgründen und zwar gleich nach Ostern beginnen soll, werden noch mehrere Theil- nehmer gesucht, welche die Sckule nicht mehr besuchen. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. 632) Gießen. Unterzeichneter wohnt jetzt bei Frau Rentamtmann Bott auf dem Seltersweg. Dr. Schmidt, vract. Arzt. 627) Gießen. Wivtschaftseröffnung. Sonntag den 8. April findet die Eröffnung der Jahreis'schen Gartenwirthschaft statt. Th. Rolloff. 652) Wieseck. Meinen Freunden Lebewoh l sagend benierke ich, daß Sparkasserechner Kehr meine Einnahme und Ausgabe besorgt. H o f m a n n. 645) Gießen. Da ich die Wirthschaft im Promenadehaus dahier übernommen, und die seither geführte Speisewirthschaft fortbetreibe, so wollte ich mich hiermit meinen Gönnern und Freunden unter Zusicherung guter Getränke, Speisen und promter Bedienung bestens empfehlen. Auch ist bei mir am dritten Osterfeiertag Tanz-Musik anzutreffen. Th. L o n i zum Promenadehaus. 631) Hard thofe bei Gießen. Am 2. Osterfeiertage findet Il^riuouie- und am 3. Osterfeiertage T a n z - M u f i k auf dem H a rd thofe statt. 643) G r o ß e n b u s e ck. Am 2. und 3. Feiertage wird in Grosienbuseck 1 Hammel, 1 Schaaf und 2 seidene Tücher herausgeschossen. Hierzu ladet höflichst ein Andreas Lemmer, Wirth. 650) Wieseck. Den 2. Osterfeiertag T