Inzcigeblatt der Stadt und des Regierungsbezirks t G i e e n. J^o IfK Dienstag den 6. März 18^9. Diese- Blatt erscheint wöchentlich zwei Mal; Dienstag und Sonnabend. Der Pränumerationsbetraa ist für ein ganzes Jahr für Ein- heimische 1 fl. 30 fr., für ein halbes Jahr 45 fr.; für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr., halbjährl. 51 fr. Auswärts abonnnt mein sich bet den zunächst gelegenen lobt. Postämtern. Sn Gießen bei der Expedition, Canzleiberg Lit. ti. Nr. 1. Einrückungögebühr für den Raum der gespaltenen Cvrvus-Zeile 2 fr. , , Süserale müssen jedesmal Vormittags 9 Uhr an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes an die Nedaftion gelangt seyn. M m t l L ch e r T h e r l. Auszug aus dem Gr. Regierungsblatt Nr. 10, vom 27. Februar 1849. Inhalt: 1) Uebersicht der im Jahr 1848 durch die Großberzogliche Gendarmerie geschehenen Arrestationen und Denun- ciationen; — 2) Bekanntmachung, die Aufhebung der Baubczirke Bensheim, Lauterbach und Oppenheim bctr.; — 3) Bekanntmachung, das bei dem Betrieb der Main-Neckarbahn von Seiten der Gr. Hess. Regierung angestellte Personal bctr.; 4) Bekanntmachung, die Postverbindung zwischen Mainz und Worms auf der sogenannten Gau- straße betr.; — 5) Vekammnachung, den Steucrausschlag zur Bestreitung der Bedürfnisse der Landjudenschaftskasse zu Darmstadt für das Jahr 1819 betr.; - 6) Dienstnachrichten; — 7) Concurrenzeröffnung; — 8) Sterbfälle. Nr. 11 vom 27. Februar 1849. Inhalt: 1) Bekanntmachung, die Sicherheitsmaßrcgeln in der freien Stadt Frankfurt und der Umgegend zum Schuhe der Reichsbehörden und der Nationalversammlung bctr.; — 2) Bekanntmachung, die Niederschlagung eines Theils der Uinlagen III. Klasse der Gemeinde Großeulinden für 1848 bctr.; — a) Bekanntmachung, den Ausschlag zur Bezahlung der Unterförsters-Besoldungen im Forste Reinheim für 1848 bctr.; — 4) Berzeichniß rechtskräftig gewordener , nach Art. 30 des Strafgesetzbuchs bekannt zu machender Straferkcnntniffe der Gerichte der Provinz Starkenburg. BekanNtmachnng, die Sicherheitsmaßregeln in der freien Stadt Frankfurt und der Umgegend zum Schutze der Reichsbehörden und der Nationalversammlung betreffend. Nachdem auf Veranlassung des Reichsministeriums deZ Innern und zum Behuf einer raschen und übereinstimmenden Durchführung der für den Schutz der Reichsbehörden und der Nationalversanimlung erforderlichen Maßregeln die Regierungen des Großherzogthums Hessen, deö Knrfürstenthums Hessen, des Herzoglhums Nassau, der Landgrasschaft Hessen-Homburg und der freien Stadt Frankfurt ihre betreffenden Polizei-Behörden nicht allein zur Befolgung derjenigen Befehle angewiesen haben, welche das Reichsministerium für obigen Zweck in Fällen dringender Noch unmittelbar an sie zu erlassen sich veranlaßt sehen könnte, sondern auch die nachstehende Verfügung gegenseitig getroffen haben: 200 Den uniformirten Sicherheitsbeamten der theilnehmenden Staaten wird in redem derselben die Befuqniß eingeräumt, in dringenden Fällen und wenn sonst die Flucht einer zu verhaftenden Person zu besorgen stunde, die Verhaftung derselben in der nämlichen Weise vorzunehmen, als ob solches in dein eigenen Lande, welchem die Beamten angehören, geschähe und zwar ohne Jie* auisition der Angestellten des Orts der Verhaftung. , . q Jedoch müssen in solchen Fällen die Verhafteten den zuständigen Polizei- oder Genchtsbe- börden des Orts der Verhaftung alsbald abgeliefert werden. Die Verhaftenden haben zum Zwecke des Transports der Verhafteten dahin die Unterstützung der nächsten Polizeistellen in Anspruch zu nel)mcn,die Vesbafteieniedochv.s U'mOne der Ablieferung zu begleiten und dort der zuständigen Behörde die nothige Aufklärung zu g b . so wird dieses zur Nachachtung hiermit bekannt gemacht. Darmstadt den 20. Februar 1849. . , „ Großherzoglich Hessisches Ministerium des Innern. äUttHn,. Offizielle Dienstnachrichten. Am 25. Januar wurde dem Leh- rer an der zweiten evangelischen Schule zu Waldmichelbach, im Regierungsbezirke Heppenheim, August Schneider die erste evangelische Schullehrerstelle daselbst, am 29. Januar dem Schullehrer Philipp Schäffer zu Erlenbach die evangelische Schullehrerstelle zu Lindenfels, im Regierungsbezirke Heppenheim, und am 1. Februar dem evangelischen Pfarrer und Decan Carl Brück zu Rädchen dre evangelische Pfarr- stclle zu Kirtorf, im Regierungsbezirke Alsfeld, übertragen. Concurrenzeröffnuug. Erledigt ist: die dritte ka- tholische Schullehrerstelle zu Biblis, tm Regierungsbezirke Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 280 fl. einschließlich der Wohnungvergütung, nebst 4 Stecken Eichenschelt- holz zur Hcitzung der Schulstube. Sterbfälle. Gestorben sind: am 13. September 1848 Nachrichten. der Registrator bei dem Oberappellations- und Cassatiousge- richte, Archivar Georg Ludwig Raben au dahier; am 5. Januar der evangelische Pfarrer Ph. CH. Vrgelius zu Wolfsheim, im Regierungsbezirke Mainz; am 6. Januar der Schullehrer Anton Schneider zu Bechtolsheim, nn oregte- rungsbezirke Mainz; am 10. Januar der evangelische Pmr- rer Georg Wendeberg zu Höchst a d. Nidder, rm Regierungsbezirke Friedberg; am 2fl. Sattuat bet pensiomrte Stallmeister Friederich Himbert H i n z e zu Mainz; am 22. Januar der Recepturdtener Peter Johann G r a ni l i ch Zii Hirschhorn; am 23. Januar der evangelische Pfarrer, Kir- chenrath Johann Carl Christoph Steinberger zu Bich- bach im Regierungsbezirke Friedberg; am 2a. ^anuar der Registrator bei der Oberforstdircction Connrad Bork zu Darmstadt; am 9. Februar der Kreiöbaumeister Peter Wetter zu Mainz. Polizeiliche Bekanntmachungen. - Die Vertilgung der Raupennester betreffend. $'e ^wonach sämmtlichc Grundeigenthümer, Nutznießer oder Pächter von ^""^'genthum binnen 14 Tagen von heute an bei Vermeidung der durch den Art. 80 des Feldstrafgesetzeö vom 21. September 1841 bestimmten Strafe von 2 Kreuzern für jedes einzelne bet der demnachstigen Visitation vorgefunden werdende Raupennest, auf ihrem Grundbesitz rc. die Baume, Zaune und Gesträuche von den darauf befindlichen Raupennestern zu reinigen haben wird zur Befolgung hierdurch in Erinnerung gebracht. dm 5. SDiär, 1849. $et a6lgerm,l|ier d,r Stobt Gg. Reiber. Das Beschneiden der Hecken betreffend. Die Garten- und Fcldbesitzer hiesiger Gemarkung werden hierdurch aufgefordert ihre Hecken, i n so - fern sie nicht an Wiesen grenzen, bis zum 15. März auf 5' Höhe und 2' Breite zuruckzu- schneiden und im Laufe des Monats September dieses zu wiederholen. Die Nichtbefolgung dieser Vorschrift unterliegt einer Strafe von 30 kr. bis 1 fl. Gießen den 5. März 1849. Der Bürgermeister der Stadt Gießen Gg. Reiber derselben hastenden men, als ohne Re- -erichtsbe- >ie Unter« zum One geben.— n g- 'affationSge- >ter; am 5. gelind zu 6. Januar , im Regie- elische Pfar- er, im Re- ■ penfionirie iz; am 22. amlich zu artet, Sir« ■t zu Bich- Januar der । Bork zu eister Peter rm binnen : vom 21. uiächstigen >e, Zäune eßen n, i ii so - : zurückzu- ßen 201 Ein Stück Kordel, ein Sack mit Frucht und mehreres Arbeitsholz ist dahier gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 5. März 1849. Edittalladung. 241) Laubach. Die Gläubiger der Johann Heinrich Jmmelt III. Eheleute von Freienseen, über deren Vermögen der Concnrs erkannt ist, haben ihre Forderungen sogewiß Donnerstag den 19. April, Morgens 9 Uhr, , dahier anzumelden und zu begründen, und zwar persönlich oder durch genügend Bevollmächtigte, als sonst sie von der Masst ohne Weiteres ausgeschlossen werden. Bei dem im Termin zu machenden Güteversuch, Wahl eines Curators und Gläubiger - Ausschusses, werden die nicht persönlich Anwesenden, als den Beschlüssen der Mehrheit beitretend, angesehen. Laubach am 3. Februar 1849. Gr. Hess. Landgericht Brumhardt. Besondere Bekanntmachung. 394) Gießen. Nachstehende Bekannntmachung: „Für die im Jahr 1848 für die Stellvertretung des Jahres 1849 versicherten Loospflichtigen, welche durch ihre bei der Musterung gezogenen Loosnum- mern zum 2 und 3. Aufgebot kommen, kann wegen Mangel an Einsteher keine Vertretung stattfinden, es haben daher die Versicherer die eingezahlten Versicherungssummen mit 95 st. nebst 1 fl. 35 fr. Zinsen davon zurückzuempfangen, und zu diesem Behufe die über diesen Betrag quittirte Versicherungsurkunde dem Unterzeichneten binnen 4 Wochen abzugeben und dafür das Geld in Empfang zu nehmen. Ebenso müssen wegen Mangel an Einsteher, diejenigen, welche außer der Versicherungssumme auch noch eine Vertretungssumme von 250 fl. eingezahlt haben, und dem 2. und 3. Aufgebot angehören, diese Vertretungssumme zurückempfangen und haben sie zu diesem Behufe die quittirte Einstands- kasse-Ouittung zurückzugeben und das Geld dafür in Empfang zu nehmen. Darmstadt den 27. Februar 1849. Der Vorsteher der Vertretungs-Anstalt Fresenius, Oberst." bringe ich zur allgemeinen Kenntniß der Betheiligtcn. Gießen den 1. März 1849. Der Bürgermeister Gg. Reiber. Versteigerungen. 360) Gießen. Donnerstag den 8. März, Morgens 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus, Graben- und Weg« bauarbeiien in den Gießer Stadtwaldungen, veranschlagt zu 129 fl. 16 fr., an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen den 26. Februar 1849. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 385) Gießen. Versteigerung von Pappelholz. Donnerstag den 8. d. M , Vormittags 8 Uhr, sollen die auf der Grünberger Straße in der Nähe der Leppermühle gefällten 57 Pappelstämme, von 2 — 2'/2' Durchmesser und circa 36' Länge, sowie das abgeästete Neißholz, in mehreren Abthei- lungen, auf Ort und Stelle, an die Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Gießen am 1. März 1849. Gr. Kreisbaumeister Holzapfel. 396) Gießen. Donnerstag den 8. März, Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Unterhaltung des Vicinalwegs von Gießen nach Wieseck, veranschlagt zu an 35 fl. 50 fr., sodann Zimmerarbeit veranschlagt zu 16 fl. 20 Schlosstrarbeit n „ » 1 n — Maurerarbeit „ „ „ 6 n 56 Pflaster arbeit „ „ „ 16 „ — Tapezierarbeit „ „ „ 6 u 18 die Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen den 5. März 1849. Der Bürgermeister G g. Reiber. fr. II 397) Gießen. Holzversteigerung im Gießer Stadtwalde. Mittwoch und Donnerstag den 14. u. 15. März d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadlwalde, der Fernewald, District Ameisenkopf, Bruch, Strangswiese und 202 Bruderwinter, nachverzeichnetes Holz, öffentlich ver- steigert werden: 3% Stecken Eichen-Scheidholz, 148% u " Prügelhoiz, 60% n ii Stockholz, 16539 Stück Eichen-Reißholzwellen, 48% Stecken Kiefern-Scheidholz, 64% „ „ Prügelholz, 59 „ „ Stockholz, 3050 Stück Kiefern-Rcißholzwetlen, 54 Stecken Fichten-Stockholz, 3325 Stück ,, Reißholzwellen, 1% Stecken Aspen-Scheidholz, 174 u ii Prügelholz, 1 „ ii Stockholz, 200 Stück Aspen-Reißholzwellcn / 17 Eichen-Stämme, von 154 Cfß. / 2 Birken- „ ii 9 11 1 Lerchen- » „ 12 U 81 Kiefern- » n 1356 U 261 Fichten- ii ii 3127 II 30 Eichen-Stangen ,, 65 1/ 389 Kiefern- u » 686 II 882 Fichten- „ ii 2954 II 810 Stück Dorn-Wellen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October l. I. gestattet. Den ersten Tag kommt hauptsächlich das Werkholz zur Versteigerung und ist die Zusammenkunft am Bruch. Den zweiten Tag ist die Zusammenkunft am Ameisenkopf an der alten Laubacher Straße. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt niachen zu lassen. Gießen den 5. März 1849. Der Bürgermeister 3. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 399) Gießen. Montag den 12. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ralhhaus die den Erben der Andreas Loos'schen Ehefrau zustehenden Güterstücke, als: 106 Klftr. Wiese in den Weiden, 103 n Acker an der Broßbrücke, 462 „ Acker auf dem Haddergrabeu, 243 u Acker über dem Fabri'schen Acker, auf den Fluihgraben. 122 „ Acker auf den LaufertSröderweg, 272 „ Wiese am Gießener Pfad, 294 ii Acker am Altenfeld, 714 Klftr. Acker über dem Rodt auf die Rodtgärten, 833 ,, Acker über dem Schäferbrunueu, auf sechs Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Gießen den 3. März 1849. Der Beigeordnete R ü h l. 400) Gießen. Montag den 12. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll, auf dahiesigem Ratlchaus, auf freiwilligen Antrag der *Küfermeister Joh. Phil. Bacherls Erben dahier, der denselben zusteheude 156 Klfir. Garten im Gartenfeld, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 5. März 1849. Der Beigeordnete R ü h l. 398) Königsberg. Holzversteigernng im Revier Königsberg. Montag den 12. März d. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Domanialwald-Districten Meilhardt und Eulenkvpf: 30 Stecken Buchcn-Scheidhotz, 44% „ Eichen- „ 13 ~ „ n Prügelholz, 50 „ Buchen-Stockholz, 61 „ Eichen- „ 2000 Stück Buchen-Reißholzwellen, 475 ii Eichen- » „ 15 Stämme Buchen-Werkholz, — 329 Cfß, 12 n Etchen-Bauholz, — 761 u versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist an der Grenze des Districts Meilhardt nach der Strohmühle zu. Königsberg den 4. März 1849. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Königsberg L. Dittmar. 395) Waldgirmes. Banholzverfteigerung im Waldgirmcser Gmwindewald. Donnerstag den 15 März d. I. von Morgens 10 Uhr au, sollen in dem hiesigen Gemeindewald 35 Eichen-Baustämme von 10—25' lang und 4 Buchen-Klöhe zu Hackbretter geeignet, int 203 Ganzen 4,182 Cbkfß. enthaltend, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Wellerstraße. Waldgirmes den 2. März 1849. Der Bürgermeister Failing. 406) Wie seck. Freitag den 9. März d. I., Nachmittags 1 Uhr, soll der der Elisabethe Kreiling zu Wieseck zustehende Acker, 85 Ruthen haltend, am Wiesecker Weg, Gemarkung Gießen, auf dahiesigem NathhauS versteigert werden. Wieseck den 6. März 1849- Der Bürgermeister 'Seibert. 402) Daubringen. Künftigen Montag den 12. März d. I., Bormittags 10 Uhr, soll auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau, eine noch ganz gute Schäferhütte, welche erst vor 2 Jahren neu angefertigt, mit Eisenblech beschlagen und mit blauer Oelfarbe angestrichen ist, öffentlich meistbietend, gegen baare Zahlung versteigert werden. Daubringen den 6. März 1849. Der Bürgermeister D ckr t. 415) Große nbuseck. Bau - und Werkvlz - Versteigerung zu Großenbuseck. Montag den 12. März I. I., Vormittags 8 Uhr, sollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Großenbuseck, Distriet Gellacker nnb Hintersterwald ic. 43 Stämme Eichen-, Bau- und Werkholz, 1923 Cfß. haltend, 6 Stämme Buchen-Werkholz, 260 Cfß. halt., 90 ii Kiefern-Bauholz 1917 „ „ 51 Stück Eichen-Stangenholz, 35 u „ 327 ii Nadel- „ „ 516 „ „ 1 Buchenstamm im Höheberg, für Metzger zu Hackklötze» geeignet, 199 Cfß. halt., öffentlich meistbietend versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist vorne am Gellacker. Sodann sollen in denselben Districten Dienstag d^n 13. März, Vormittags 8 Uhr, 108 Stecken Buchen - Scheidholz, 24 u Eichen - n 38% n Buchen-Prügelholz, 20 n Eichen- „ 11 u Nadel- „ 93% if Buchen-Stockholz, 23 Stecken Eichen-Stockholz 6 ii Nadel- „ 9125 Wellen Buchen-Reisholz, 7000 ii Eichen- u 1150 u Nadel- u öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist ebenfalls am Gellacker, es wird auch bemerkt, daß beides Holz gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft bis Martini l. I. verborgt wird. Großenbuseck am 5 März 1849. Der Beigeordnete Siegfried. 403) Königsberg. Nächsten Freitag den 9. März, Morgens um 10 Uhr, werden in Königsberg freiwillig gegen gleich baare Zahlung versteigert: 2 Kühe, wovon eine in diefem Monate kalbt, ein Lipper, vier Schweine, fünf Schaase, ein Wagen, Pflug, Heu, Stroh u. s. w. Feilgeboten. 413) Gießen. 30 Ct. gutes Heu sind zu verkaufen bei H. Ferber. 409) Gießen. Getrocknetes Obst, Frühkartoffeln, Reitige und Lauch; Aepfel-, Zwetschen- und Sauer- kirschbänmchen; Baumstangen, 16 bis 18 Centner gutes Heu, Dornwellen, große Heckwieden, kleine Bindweiden, gelbe Setzlingsweiden, Schippenstiele und Schießerstangen verkauft L. Hartmann in der Schanz. 408) Gießen. Blaue und weiße (peruvia- nische) Kartoffeln, beßter Qualität, sind zu verkaufen. Ausg. dieses Blattes sagt wo? Zu vermiethen. 411) Gießen. Ein Logis, bestehend anS zwei Stuben nebst allem Zugehör, ist zu verniiethen bei I. Th. H aub ach auf den: Seltersweg. 410) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu verniiethen und sogleich beziehbar bei Ph. Brück aufschein Seltersweg. 407) Gießen. Die zwei, im oberen Stock meines Hanfes sich befindlichen Logis, bestehend jedes in drei Stuben mit zwei Kabinetten und sonstigen Beguemlichkeilen, sind anderweit zu vermiethen und gegen Mai beziehbar. D. Ebel. 204 350) Gießen. Bierbrauerei- zu vermiethen oder zu verkaufen. Eine der größten Bierbrauereien in diesiger Stadt, welche vor ganz kurzer Zeit in bairischer Manier hergerichtel wurde, ist zu vermiethen oder auch zu verkaufen. Im ersteren Falle kann auch ein sehr großer, vorzüglicher Keller mit in Miethe gegeben werden und möchte dies somit besonders eine Gelegenheit für einen Anfänger sein, mit ver- hältnißmäßig geringen Mitteln ein gutes Geschäft zu eröffnen. Die Nebergabe des Ganzen kann jeden Augenblick erfolgen. Näheres kann im Promenadehaus dahier erfragt werden. 416) Gießen. Ein Grasstück ca. % Morgen, auf dem Rodt ist zu vermiethen. Die Erpd. d. Bltts. sagt wo. 290) Gießen. Für das nächste Semester ist eine Stube mit Cabinet zu vermiethen bei Brühl 1. der Aula gegenüber. 389) Gießen. Im Busch'schen Garten ist bei Hauptmann Fresenius ein möblirteS Zimmer mit Sopha zu vermiethen. Vermischte Nachrichten. 401) Gießen. Ein Landmann hat einen silbernen Pfcifcnhinterbeschlag bei Unterzeichnetem liegen gelassen, der Eigentümer wird aufgefordert den Pfeifenkopf mitzubringen, damit er sich als den Eigeuthü- iner ausweisen und ihn in Empfang nehmen kann. PH. Helwig, Drechslermeister. 405) Gießen. Höhere Privatlehr- uns Erziehungsanftalt zu Gießen. Mit Bezugnahme auf das früher schon veröffentlichte Programm dieser Anstalt erlaubt sich der Unterzeichnete noch Folgendes zur allgemeinen Kennt- niß zu bringen: Das Local (neben dem Ebelschen Caffeehause) bietet freundliche Schulzimmer, einen Garten zu gymnastischen Uebungen und einen großen Spielplatz dar. Außer den bereits genannten Hülfslehrern wird Herr Professor Dr. Fritzsche in den oberen Abtheilungen den Unterricht im Lateinischen und Griechischen theilweise übernehmen. Für die neueren Sprachen sowie für die gymnastischen Uebungen sind gleichfalls der Anstalt tüchtige Lehrer gewonnen. Da mehrere sehr achtbare Familien sich unter billigen Bedingungen zur Aufnahme von Zöglingen der Anstalt bereit erklärt haben, so vermag der Unterzeichnete auswärtigen Eltern volle Bürgschaft für eine sorgfältige Erziehung der ihm anvertrauten Zöglinge zu leisten, und bittet deßhalb sich mit Anfragen an Herrn Bauaeeessist Reuß in Gießen gefälligst wenden zu wollen. E. Steinmetz Cand. d. Theol. 414) Steinbach. Am 1., 2. und 3. März fand die Wahl eines Bürgermeisters zu Steinbach Statt, und es ergab sich, daß der seitherige Bürgermeister Horn 100, dessen Sohn Ludw. Horn 51 und Ludw. Keßler 48 Stimmen erhielten; hierdurch finden die in mehreren Nummern des Jüngsten Tags im vorigen Jahr gemachten Beschuldigungen gegen den Bürgermeister Horn von selbst ihre hinlängliche und wohl die beste Widerlegung. 373) Für einen jungen Mann, der die Handlung erlernen will, ist eine Stelle offen. Die Erpd. d. Bltts. sagt wo. 417) Heuche lheim. Bis nächsten Sonntag wird bei mir Heyer'sches Lagerbier verzapft. Heuchelheim den 6. März 1849. L. Krö ck. 404) Gießen. - Aufforderun g. an die katholifche Gemeinde zu Gießen. Es ist der katholischen Gemeinde dahier bekannt, daß am 22. v. M. Herr Professor Dr. Leopold S ch m i d zum Bischöfe von Mainz gewählt, nicht minder, daß diese Wahl in öffentlichen Blättern vielfach angefochten und als den Wünschen des katholischen Volkes der Diöeese Mainz nicht entsprach—und dargestellt worden sei. Namentlich ist unsere Gemeinde verdächtigt worden, als sei sie mit derselben nicht einverstanden. Ich habe viele Gründe dieses nicht zu glauben, und halte es darum für eine Ehrensache derselben, daß sie sich von diesem Verdacht reinigen. Zu dem Ende habe ich eine Adresse an den neugewählten Herrn Bischof entworfen, worin wir, wie unsere Zustimmung, so unsere Freude über die auf denselben gefallene Wahl aussprechen. Um aber auch den entferntesten Schein, als ob die Unterschrift dazu Jemanden abgedrnngen werden solle, zu vermeiden, werde ich dieselbe nicht herumtragen lassen, sondern von Mittwoch (7. März) an täglich von 11 — 12 Uhr in meiner Wohnung (in dem neuen v. Liebig'schen Hause auf dem Seltersberge) auflegen. Alle diejenigen erwachsenen Mitglieder der katholischen Gemeinde nun, welche mit der fraglichen Wahl einverstanden sind, wollen sich diese Stunde in meiner Wohnung zur Unterschrift einfinden. Professor Dr. Fluck, d. z. Verwalter der katholischen Pfarrei zu Gießen. 205 Frankfurt a. M. Antwerpen ab, solid gebaute und 150) 1848 über Bremen stattgehabte Auswanderung Da die Beförderung von Auswanderer nach Nordamerika im März d. I. wieder ihren Anfang nimmt, so unterlasse ich nicht ein resp. Publicum zu benachrichtigen, daß ich für Herrn 3. H. Buschmann in Bremen, welcher das von dem verstorbenen Carl Traub betriebene Auswanderungsgeschäft käuflich an sich gebracht hat, Verträge abzuschließen, beauftragt bin. Diejenigen al,o, welche dahin auszuwandern beabsichtigen ersuche ich mich mit ihrem Vertrauen zu beehren und sich überzeugt zu halten, daß sie in jeder Beziehung red bedient und behandelt werden. Am 1. 10. und 20. eines jeden Monats werden von gekupferte Dreimaster-Postschiffe nach New-Jork erpedirt. Nähere Auskunft der Preiße für Passagiere ertheilt Frankfurt a. M. den 3. März 1849. Haupt-Agent A Klingler, Saalgasse Nr. 26 vis-a-vis dem Geistpforlchen. Zugleich füge ich eine Ueberstcht über die im Jahr bei und es stellt sich diese wie folgt: Gießen. Schiffsgelegesrheit. 3tu* Reise nach Nord-Amerika. 412) Frankfurt a. M. Neisegelegenheit nach Nord-Amerika. Pie Hojsnung." Concessionirle deutsche Büreaur für Auswanderer nach Amerika von «I« M» Bielefeld in Mannheim Regelmäßige Fahrten vom nächsten März an, mit gekupferten Dreimaster erster Klasse, sogenannte Packetbote nach Rem-Hork und Rem-Orleans Rotterdam und London. Zur näheren Erkundigung/ sowie zum Abschluß von Ueberfahrts-Verträgen, beliebe man sich an Unterzeichneten zu wenden. Heinrich Klippel, General-Agent in Frankfurt a. M. nach N ew-N ort ...... 14151 Personen. u Baltimore...... 6043 ff „ Charleston...... 303 ff » Rew-Orleanö . . . 7440 ff n Philadelphia . . . . . 925 ff „ Port Adelaide . . . . . 579 ff i, Galv erst on...... . 313 ff i, Quebeck....... . 547 ff » Newberford..... ff 30301 ff Gießen im Januar 1849. I. G. Appel. 206 Versteigerung. 418) Gießen. Montag den 12. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen nuf dahiesigem Rathhaus die dem Joh. Balth. Weidig III., dermalen in Kurhessen wohnhaft, in hiesiger Gemarkung gelegenen Immobilien einer freu willgen Versteigerung ausgesetzt werden. Grundbuch oKlftr. ! Wohnhaus mit halbem Hinterbaus aus dem Kreuz mit der Scheuer in der Kaplansgasse, giebt 23’/2 fr. abgel. Grundrente, 1 22 Scheuer mit Hofraum in der Katharinengasse, 26 1507 Acker in den Gnntersgräben auf der Weiserd, % 3 V2 4 Kiff., giebt 2 fl. 19 fr. abgel. Grundrente, 27 612 Wiese, jetzt Acker in der Stephans- marf, 3 Klss., giebt 32 fr. abgelöste Grundrente, Grundbuch OKlstr. 27 943 Garten am Langenstein, % 2 y23 Klss., giebt 1 fl. 13% fr. abgelöste Grundrente, 28 330 Acker zwischen dem Erd- und Sandkanterweg, 3 Klss., giebt 38 fr. abgelöste Grundrente, 28 1427 Acker daselbst, 3 Klss , giebt 2 fl. 28% fr. abgel. Grundr., 31 470 Wiese am Erdkauterweg, 4 Klss., giebt 46 fr. abgel. Grundrente, Acker daselbst, % 3 % 4 Klff., giebt 2 fl. 17% fr. abgelöste Grundrente. 31 984 Ein halbjähriger Dachsbund, mit braunen LIN) Ertremitäten ist entlaufen. Der jetzige Besitzer wird ersucht denselben bei der Redaktion gefälligst gegen angemessene Belohnung abzuliefern. Angekommene und abgereiste Fremden vom 3 bis 5. März 1849. I n den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Pfeffer, Kfm. 0. Schweinöfurt. Hr. Schweißgut, Rent. v. Lübeck Hr. v. Langendorf, Lieutn v. Cöln. Hr. Franzkp, Regier.-Asseff. v. Münden. Hr. «neipps, Kfm. v. Aachen. Hr. Berger, Fabrik, v. Mecklenburg. Hr. Hupert, Gutsbes. v. Affenheim. Hr. Hiepe m. Fam., Apoth. u. Fr. Fritzsche v. Wetzlar. Hr. Knaper, Mechan. v. Osthofen. Hrn. Kff. Vomhof v. Bremen u. Löber v. Barmen. Hr. Pehne, Tppogr. v. Pforzheim. Hrn. Kfl. Schuber v. Cöln, Mühler v. Fulda u. Heinsling v. Mannheim. Im Rapyen: Hrn. Kfl. Bach v. Hanau, Haurand v. Vlotho, Bromberg v. Bremen, Steinert v. Schwelm u. Euler v. Dresden. Hr. Dietz, Forstmstr. v. Mannheim. Hr. Meissel, Dr. med. v. Hannover. Hr. Wallach, Kfm. v. Alsfeld. Hr. Schreck, Fabrik v. Heidelberg. Hrn. Kfl. Becker v Worms, Strauß v. Offenbach, Niemann v. Bremen, Eisenlohr v. Stuttgart, Palm v. Mannheim, Grau u. Lampe v. Frankfurt, Breckelmann v. Carlshafen u. Birck v. Alsfeld. Im Prinz Carl: Hk. Schwill, HandklsM. v. PvppeN- heim. Hr. Wagner, Zollaufseh. v. Eichelsachen. Hr. Schlosser, Occon. v. Hopfgarten. Hr. Carle, Müll. v. Niederohmen. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Schenck, Kfm. v. Crefeld. Hr. Trau, Privatm. v. Battenberg Hr. Hofmann, Oecon. v. Marburg. Hrn. Kfl. Klingelberg u. Haberkorn v. Bremen, Beper u. Scharf v. Frankfurt. Hr. Schmitt, Oecon. v. Dauernheim. Hr. Hartmann, Künstl. v. Erfurt. Hr. Weber, Stud. med. v. Heidelberg. Hr. Gerlach, Geschäftsm. v. Friedberg. Hr. Gescheid, Schrein, v. Butzbach. Hr. Roth, Kfm. v. Mainz. Hr. Sühner, Privatm. v. Marburg. Im Darmstaeilter Haus: HlN. Geschäfts!, Weigand U. Klingelhöfer v. Senkertshansen, Wagner v. Gladenbach, Bart, Bock u Reichel v. Dernbach. Hrn Handels!. Krug u. Kuhl v. Atzenhain, Mertz v. Seeheim, Möser v. Dauernheim, Theiß v. Cöln, Götz u. Wurwarz v. Batienftld. 'm Siem: Hr. Hildebrand, Fuhrm v. Frankenhausen. Hrn. Privatl. Burckhard v. Engelberg u. Götting v. Marburg. In der Sonne ' Hr. Röls, Mal. v Elberfeld. Hr. Erber m. Fr., Musik v. Mundenhauscn Fr. Goldmann v. Ershausen. Hrn Handelsl. Kupfer u. Luck v. Ortenberg. Hr. Köster, Schrein, v. Hornbach In der Rose: Hr. Constantin, Musik, v. Fnlda. Hr. Kahl, Schuhm. v. Biedenkopf. In den Privathäusern. Bei Hrn. Schncidermstr. Weil: Hrn. Privatl. Genoch v. Hadamar u. Matthias v. Limburg. — Bei Hrn. Kfm. Bei- fuß: Hr Gutmulhs, Handelsm. v Altcnbuseck. — Bei Hrn. Stallkn. Becker- Hr. Moog m. Tocht., Privatm. v. Echzell.— Bei Hrn Hofger-R. Schäffer: Fr!. Otto v. Bechtheim. — Bei Frl. Dietz: Fr. Landr. Stein v. Lich. - Bei Hrn. Stud. Gerbode: Hr. Henkel, Kfm. v. Nauheim. — Bei Löb Rothen- berger's Wittwe: Hrn. Handelsl. Meper u. Schmidt v. Neu- leinrngen. — Bei Fr. Oberfin.-R. Neuß: Hr. Steinmetz, Gand. v. Friedberg. — Bei Hrn. Schuhm. Schäfer: Fr. Schäfer v Hungen. — Bei Fr. Hofk-N. Sartorius: Frl. Schweißgut v. Wetzlar. — Bei Hrn. Glascrmstr. Ganß: Frl. Becker v. Laasphe. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.