I AnzeigMatt der Stadt und des Regierungsbezirks Gießen. ,M H. Dienstag den 6. Februar 1859. Dieses Blatt erscheint wöchentlich zwei Mal: Dienstag und Sonnabend. Der Pranumerationsbetrag ist für ein ganzes Jahr für Einheimische 1 fl. 30 fr., für ein halbes Jahr 45 fr.; für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr., y albjähr^ 51 fr. Auswärts afonmrt man sich bet den zunächst gelegenen löbl. Postämtern. In Gießen bei der Erpedition, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Ernruckungögevuhr für den Raum der gespaltenen CorvuS-AeAe 2 fr. , v , Inserate müssen jedeSmal Vormittags 9 Uhr an dem Tage vor dem Erscheinen dreses VlatteS an die Redaktion gelangt seyn. Amtlicher Theil. Gesetz, bic Aushebung der Personalstcuersreiheit des aetiven Militärs, in Beziehung aus Offiziere und im Osfiziersraug stehende Militärbeamte betreffend. 8uDWJG 311. Großherzog von Hessen und bei Rhein re. re. Wir haben mit Beirath und Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit wie folgt: Artikel 1. Die im Artikel 10, Ziffer 3 des Gesetzes vom 15. Juni 1827, über die Einführung einer gleichförmige» Personalstcucr im Großberzoglhum, ausgesprochene Befreiung des aetiven Militärs von der Personalstener ist bezüglich aller Offiziere und im Offizierörang stehenden Militärbeamten vom 1. Januar dieses Jahres an aufgehoben. Artikel 2. Sobald Offiziere und Militärbeamte im Osfiziersraug im Felde stehen, sind sie von der Personalsteuer befreit, und es hört deren Beitrag mit dem Ende des Monats auf, in welchem der Ausmarsch stattgefunden hat. Tie Personalsteuer für die Zeit ihres Aufenthalts im Felde wird von Unserer Oberfinanzkammer I. Section in Ausgabe decretirt. Artikel 3. Unser Ministerium der Finanzen ist mit der Vollziehung dieses Gesetzes beauftragt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatssiegels. Darmstadt den 16. Januar 1849. (L. s.) LUDWIG. Polizeiliche Bekanntmachung. Eine Kappe, ein Geldbeutel mit einiger Scheidemünze und ein Heft Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, sind gefunden und auf dem Polizcibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 5. Februar 1849. 110 Edictalladungen. 119) Grünberg. Nachdem Gr. Hess. Hof- aerich! zu Gießen über das Vermögen des Konrad Hölzer zn Merlau den förmlichen ConcurS- proceß erkannt hat, so werden demzufolge alle Gläubiger welche irgend eine Forderung oder einen Anspruch an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß in dem auf Montag den 26. Februar d. I., Morgens 8 Uhr anberaumten Liguidationstermine dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst ohne ein weiter zn erlassendes Präclustvdecret von der Concurs- masse des K. Hölzer werden ausgeschlossen werden. Grünberg den 20. December 1848. Gr. Hess. Landgericht daselbst Welcher. Dr. Ortwein.. 3) Laubach. Samuel Arnstein von Laubach bat sich mit seiner Familie heimlich nach Amerika enssernt, und es ist über dessen hier zurückgelassenes bedeutend überschuldetes Vermögen der förmüche Con- cursprozeß erkannt worden. , . 3« Folge dessen werden alle diejenigen, welche an diese Masse Ansprüche irgend einer Art zu machen haben hiermit aufgefordert dieselben so gewiß Donnerstag ven 15. Februar k. I., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen, als sonst sie ohne weiteres Präclusivdecret von der Masse ausgeschlossen werden. , , Für den Fall, daß nn Termin ein Vergleich zu Stande kommt, werden bekannte Gläubiger, deren Forderungen von den übrigen nicht bestritten werden so angesehen, als ob sie sich den Beschlüssen der Mehrheit anschließen. Laubach den 18. December 1848- Gr. Hess. Landgericht Brumhard. 193) Ahbach. Adam Schneider von Dorlar beabsichtigt mit seinem verheiratheten Sohne Johann, nach Amerika auszuwandern, und werden auf deren Antrag Alle, welche Ansprüche an dieselben zu machen haben, hierdurch aufgesordert, solche in dem Termin Mittwoch den 28. d. M., Vormittags, dahier geltend zu machen, indem nach Ablauf dieses Termins das Vermögen zur Erpor- tation freigegeben wird. Ätzbach den 2. Februar 1849. König!. Justiz - Amt Diesterweg. Besondere Bekanntmachung. 148) Gießen. Die Schulgelder vom IV. Quartal 1848 sind binnen 14 Tagen zur hiesigen Stadtcasse zu bezahlen. Gießen am 27. Januar 1849. Der Stadtrechner Enders. Versteigerungen. 140) Gießen. Jagdverpachtung in dem Forste Gießen. Donnerstag den 8. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen die Domanialjagden 1) in dem Reviere Königsberg, ungefähr 1402 Morgen Domanialwald und 2) in dem Reviere Schiffenberg, ungefähr 2903 Morgen Domanialwald und 719 Morgen Domanial-Feld und Wiesen unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich, meistbietend im Gastbause zum Einhorn dahier auf 6 Jahre verpachtet werden. Es können nur bekannte, reckiliche Leute als Jaqdpächter zugelassen werden, von denen eine vorschriftsmäßige Benutzung der Jagd ru erwarten steht, keine solche, die sich bereits Jagdvergeben schuldig gemacht haben, keine Fisch-, Krebs-, oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen oder solche, die cur b die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstanc e zurückkon.mea würden. Alle Pachtlustige, deren Oualificatioii zur Jagdpachtung nicht notorisch ist, haben sich hierüber bei dem Unterzeichneten spätestens 8 Tage vor dem Verstei- gerungstermine auözuweisen. Nachgebote werden nicht angenommen. Gießen, den 17. Januar 1849. Der Gr. Hess Forstmeister des Forstes Gießen v. Buseck. 192) Krofdorf. Freitag den 9. Februar, sollen nachstehende Hölzer aus der Totalität der Oberförsterei Krofdorf, Belauf Wismar, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: I. District Jungferan nenwald: 87% Klafter Eichen-Scheidholz, 46% ret6‘ 200) Gießen Aechtes Bairisches Bier, in Fässern und Flaschen bei Jahreis Gießen. m , aoffrtfcbe - Nheumatismns - Ketten § Galvano - elertr^Me^Y^ Dufllität i Thir. Pr. a Stuck 1 Thlr. 9 Präservativ-Mittel accute und chro- Ein vielfach weit und breit erprobtes und bewahrtes^ ^üt'tern und Ammen zu empfehlen, nische Rheumatismen, Gicht, Nervenleiden " $ - Blutumlaufs zuläßt und mithin Schreck indem der qalvanische Strom dieser Ke e» ke ne Storung Das Weitere besagen die Gc- und heftige Gemütbsbewegungen keine nachthe.ltgen Folgen y.nrer n brauchsanweisungen. 112 Ferner haben sich diese Ketten tit Petersburg, Berlin, re bei allen Personen welche Anwendung davon gemacht, als unfehlbares Schuhmittel gegen die Cholera bewahrt, und sind als solches auch von vielen Aerrtcn empfohlen worden In Gießen sind diese New-Uorker haben. nur allein ächt bei Unterzeichnetem zu 3- G, Appe l. MS 204) Gießen. «ßMö Z Ergebene Itachricht. WKMM Die erwartete neue Cousignatiou der K. K. allerh. privil. Goldberger'schen galvano- W»* electrischen Rheumatismus-Ketten ist so eben eingetroffen, und liegen die bestellten Erem- plare zur geneigten Abholung bereit. Mit dieser Sendung empfing ich auch wieder eine " große Anzahl der günstigsten Zeugnisse und Atteste über die heilkräfiige Wirksamkeit der Goldberger'schen K. K. allerh. privil. Rheumatismus-Ketten, von denen ich nachstehend einige als Beleg für die Vortrefftichleit der Goldberger'schen Ketten folgen lasse. Carl Frech in Gießen. Atteste. Mehrere Jahre litt ich an heftigem nervös-rheumatischem Kopfweh und alle angewandten Mittel waren erfolglos. Durch einen Freund auf die von Herrn Carl Le Yen deck er in Wiesbaden ange- zeigicn G o l d b e r g e r'schen galvano-eleetrischen Rheumatismus-Ketten aufmerksam gemacht, wandte ich dieselben an und wurde dadurch in kurzer Zeit von meinem liebel vollständig befreit. Wiesbaden den 15. September 1848. Gustav Justi, Deputirter der Kammer vom Herzogth. Nassau. Im Monat März d. I. erhielt der Unterzeichnete eine plötzliche Lähmung des rechten Arms in Verbindung mit den heftigsten rheumatischen Schmerzen. Durch den Gebrauch der Goldberger'schen gal- vano-electrischen Kette verließen denselben schon nach acht Tagen dcS Gebrauchs die heftigsten Schmerzen, und nach 5 (fünf) Monaten konnte derselbe alles mit dem besagten Arm verrichten, während er vorher damit weder zu schreiben, noch eine Speise zum Munde zu führen vermochte. Er kann daher die Ketten aus voller Ueberzeugung einem jeden an derartigen Nebeln Leidenden auempfehlen. Coblenz den 28. September 1848. W. E. Hartung, Kaffeewirth. 196) Gießen. «Herrn - Hüte, neuste Fayon. Masseillois noir et nanqtiin, schwarze und helle Parlaments-Hüte, Calabreser, sowie Seidenhüte in der Faoon für kommende Saison, empfiehlt in feiner Waare zu äußerst billigen Preisen H ch. Ferber. Zu vermiethen- 205) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Philipp Brück, auf dem Seltersweg. 201) Gießen. Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei Jacob Noll, in der Löwengaffe. 203) Gießen. Ein Logis auf dem Selters- weg, welches sich zu einem Laden eignet, ist zu vermiethen. Das Nähere bei der Erped. d. Bltts. 21) Gießen. Ein Logis, bestehend aus drei auch vier Zimmern, Kammern, Küche, Keller, Holzstall, ist in meinem Hause zu vermiethen und gleich beziehbar. Dickore, Reallchrer. 189) Gießen. Das seither von Hrn. Renl- amtsvicar Kolb bewohnte Logis, ist durch dessen Versetzung anderweit zu vermiethen bei Ehr. I u g h a r d an der Brandgasse, 160) Gießen. In dem Hause der Frau Ad- vocat Wiesscll vor dem Selterslhore, ist die obere Etage mit 6 Zimmern, 2 Kammern, Küche, Keller, Holzschoppen und Mitgebrauch der Waschküche, oder die untere Etage mit 5 Zimmern, 2 Kammern, Küche mit Speisekammer, Keller ic. zu vermiethen und Ende des Monats April zu beziehen. Auch kann ein Pserdeftall mit Heuboden zu den bezeichneten Logis gegeben werden. 206) Gießen. Ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen bei W. Jacobi. 113 130) Gießen. Ein Zimmer mit der Aussicht auf den Brand, mit oder ohne Möbel, wozu auch Küche und Kammer gegeben werden kann, ist zu vermiethen bei H. Hochstätter. 178) Gießen. In einem an der Hauptstraße gelegenen Haufe ist ein Logis zu vermiethen, bestehend aus 9 Pieren und den 1. April beziehbar. Wo? sagt die Erpd. d. Bltts. Vermischte Nachrichten. 195) Gießen. Die mehrfach bisher nicht beobachtete Anordnung, daß die Wagen bei Bällen und Dameng-sellschaften, in dem Clubbsaale, von der Selle des Burkharo'schen Hauses an und durch die Sonne über das Keuz wieder abfahren, wird hierdurch unter dem Anfügen zur Meidnng nach- theiliqer Störungen in Erinnerung gebracht, daß die Wagenführer darauf zu senen haben, daß bei dem Anfahren am Gesellschaftshause selbst, soviel Raum übrig bleibt, daß die Fußgänger am Eingehen nicht gehindert werden. Zugleich wird, um den Unannehmlichkeiten der jedenfalls erfolgenden Abweisung zu begegnen, bekannt gemacht, daß den nach den Gesellschafts-Statinen hierzu nicht berechtigten Personen, der Besuch der Gescllschaftslokale nicht gestattet werden kann. Gießen den 2. Februar 1849. Der Vorstand des Gesellschafts-Vereins. 147) Gießen. Zur Abhör der Rechnung des BadevereinS pro 1848, sowie zur Ergänzungswahl des Vorstandes, werden sämmtliche Gesellschafts- Mitglieder auf Samstag den 10. d. M., Abends 6 Uhr, in das Wirthschaftslocal des Herrn Georg Lenz in der Neustadt, höflichst eingeladen. Gießen am 6. Februar 1849. Der Vorstand. 202) Gießen. Mit Bezug auf die frühere Bekanntmachung wird den Betbeiligten hiermit eröffnet, daß Zinsabschnitte zu Obligationen des hiesigen Gesellschaftsvereins, welche am 1. Januar und am 1. Juli 1848, sowie am 1. Januar 1849 fällig waren und bis jetzt noch nicht eingelöst wurden, unfehlbar bis zum 20. d. M. abgegeben werden möchten, ebenso verhält es sich mit anderen Forderungen und Zahlungen an die Kasse des Gesellschaftsvereins aus jener Periode, da nach diesem Termin von mir keine Rücksicht mehr darauf genommen werden kann. Bieler. 123) Frankfurt. a. M. Für Auswanderer. „Pie Hoffnung." Coneessionine deutsche Büreaur für Auswanderer nach Amerika von «J< M* Bielefeld in Mannheim* Regelmäßige Fahrten vom nächsten März an, mit gekupferten Dreimaster erster Klasse, sogenannte Packetbote nach New-Work und New-Orleans über Rotterdam und London. Zur näheren Erkundigung, sowie zum Abschluß von Ueberfahrts-Verträgen, beliebe man sich an Un- terzeichueten zu wenden. Heinrich Klippel, General-Agent in Frankfurt a. M. 119) Gießen. Für Auswanderer. Die Herren von Buttel und Stifter, Schiffscigner und Schiffsbefrachter in Bremen erpediren vom 1- Map an regelmäßig am 1, und 15. eines jeden Monats nach New-Iork, Baltimore, Philadelphia und New 114 Orleans, kupferfeste und gekupferte mit hohen geräumigen Zwischendecken und eleganten Cajüten versehene Schiffe, welche zur Aufnahme von Passagieren gut eingerichtet sind, und sind wir von obigen Herrn bevollmächtigt, fortwährend zu den möglichst billigen Pasage-Preisen feste Contracte abzuschließen. Diejenigen, welche sich also der Vermittlung der Herren von Buttel und Süsser von deren Neellität wir überzeugt sind bedienen wollen, ersuchen wir sich bald möglichst bei uns zu melden. Gießen im Januar 1849. Franz Peppler & Comp. al94) Gießen. Fuv Auswanderer. Regelmäßige Segelschiß'ahrt nach Nordamerika, Cali- fornien und Süd- Australien über Bremen. Durch Nebernahme der Haupt-Agentur eines zuverlässigen Hauses in Bremen, bin ich in den Stand gesetzt unter ausdrücklicher Zusicherung ganz reeller Bedienung, stets llebersahrts Verträge zu den billigsten Preisen abzuschließen. Zu Anfang und Mitte eines jeden Monats, von März an gerechnet, werden gute und schnellsegelnde Schisse erpedirt und es wird sich mein Geschäftsfreund in Bremen, welcher sich selbst lange in Amerika anfhielt, angelegen sein lassen, den Auswanderern, welche mit mir Contraete abschließen, mit Rath und Thal vortheilhaft an die Hand zu gehen. Für den 1. und 15. März kann ich setzt schon zu bestimmten Preisen abschließcn, nehme aber auch Aumeldungen und Handgelder für spätere Dernune an, wodurch Gelegenheit fest gesichert wird, mache aber im Voraus darauf aufmerksam, daß sich spater die Preise erhöhen werden. Heinrich Ferber, am Markt. Die Hindernisse, welche sich im vorigen Jahre der Auswanderung über Bremen cntgegenstellten, sind jetzt gehoben und es bietet die Auswanderung über Bremen jetzt wieder alle Vortheile vor jedem anderen Orte. — Angekommene und abgereifte Fremden vom 3. bis 5. Februar 1849. 3 n den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Ravo, Kfm v Elberfeld. £r. Kran- mann, Fabrik, v Erfurt. Hr. Friederich, Staatsr. v. Wetzlar. Hrn. SfL Seibold v. Düsseldorf u Muffels v Ham- burg. Hr. Rondpschewp m. Bedien., Gener. v. Prag. Hr. Siebert, Rentawtsoic v. Gießen. Hr. Fuhr, Rechn -K -R. v. Darmstadt. Graf v. Hompesch, Slud. v Heidelberg Hr. Keßler, Stud. jur. v. Berlin. Hr. Keßler, Lanbr-Verwalt. V. Wetzlar. Hr. Behrens Capit. v. Hamburg. Frl. v. Altenfeld v Wetzlar Hr. Pcppler, Kfm v. Frankmrt. Hr. Freudmeper, Fabrik, v Halberstadt Hrn. Ksi. Schwarz v. Frankfurt, Hepl v Hanau u. Gerbold v. Cöln. Im Rappen-. Hr. Kessel, Kfm v. Frankfurt Hr. Kugel, Stud. v. Offenbach. Hr '■> uderus. Deren, v Rupperts- bürg Hrn «st. Hardt v. Freiburg Schaumderg v Dresden v. Kempf v. Erfurt. Hr. Hofmann, Doct v Vübttf. Hr. Schäfer, Seeret v Eoblenz Hrn Kfl Camp x>. Vilbel, Ha tung 6 Elberfeld, Hermann r>. Deidesheim u. Senard v schon. Fr. Schmidt v. Darmstadt Hrn. Kfi. Scholl u. Müller v. Frankfurt u. Kuppel v. Eschwege /... Prinz Carl: Hr Katz. Fabrik, v. Niederobmen. Hr. b-orger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Seil, Schr in v Fulda Hr. Haberkorn, Oe-on. v. Lohrbach. Hr. Habicht, Posth. v. Engelrod Hr. Rühl, Kfm v. Frankfurt Hr. Höhr, llhrm v. Schönach. Hr. Schell, Gcschäitsm. v. Grünberg. Hr. Achenbach, Deren, v. Helzhausen. Hr De- bus, Maurermstr v. Butzbach. Hr Schiff, Kfm. v. Kaichen. Fräul. Schweißgut v. Wetzlar. Hr. Müller, Privatm. v. Wimpfen. Hrn. Geschäftsl Jäger v Höchst u. Heß v. Gedern. Hr. Jöckel, Kfm. v. Neddighanstn. Frl. Alt v. Wetzlar. Im Darms! aetlter Daus HrN Geschäftsl- Schmidt U. Leistert v. Breitenbach, Löffler v. Berlin, Alt v. Eichelsdorf u. Friedrich v. Dppenred. Hr. v Murral, Först, v. Reia- hardshain. Hrn. Geschäftsl Braun v Winterberg, Herz 0. Dffenbach, Rath e. Dillenburg u Kahn v. Münzenberg. Im Siern Hr. Mechan. Dietz v. Erfurt u Hoch »- Spangen berg Jungfern Hefmeifler v. Simsheim u. Men» rath v Gladenbach. Hr. Schilling, Privatm ».Göttingen. Hr. Rind, Deren, v. Resdorf Hr Weber, Fuhrm v. Hetzer. In der Sonne: Hrn. Handels!. Traum v. Schnabel v- Niederohmen. Fr. Goldmann v. Ershausen. Hr. Fuuck, Han> delsm. v Sellnrod. In der use Hr. Rahn, Deren, v. Bobendausen. Pi- Mauch , Strinb. v. Cedurg Fr. Heil v. Wohnte d. Hr, Spamer, Metzg. v. Schotten. Hrn Geschäftsl. Kahlbergkk v Aßlar u. Dpper o. Sanbringen I n den Privathäusern Bei B. Hette ich's Wittwe: Hr. Hetterich, Scrib. v. Worms. - Bei Schrein. Leng'ö Wittwe: Fr Rappelt v. Altenburg — Bei Hrn Dberii.sp Dietz: Frl. Hef v Fram< furt Bei Fr. Hefger.-R Muller: Hr. Rapß, Pltzstk-Arzt v. Pfeddersheim. — Bei Hrn. I Schwab: Hr. Wagner, Gand » Friedberg. — Bei Hrn. Bürgeimeist.-Geh. Faber. Hr Hartmann, Maur. v. Babenhau en. 115 Dun (Ein gesendet.) 184) Nie der ohmen. In Nr. 39 der Sprech- halle ist in einem allgemein gehaltenen Artikel vorübergehend einer Aeußerung des Bezirksraths Menkel gedacht worden, worauf unter Nr. 5 d. Blattes „Wehr Dich", Ins. Nr. 10, eine Menkel'sche Entgegnung erschienen ist. Ich war zweifelhaft ob ich diesem flachen Schmähartikel die Aufmerksamkeit einer öffentlichen Erwiderung schenken solle, als ich erfuhr, daß mehrere meiner Freunde eine detaillirte Schilderung der Vorgänge bei den unseligen Holzversteigerungen beabsichtigten. Dies wünschte ich vermieden, um nicht noch Andere in diese gehaltlose Angelegenheit verwickelt, und derselben eine Ausdehnung gegeben zu sehen, wie solche von mir nicht beabsichtigt werden konnte; — darum mußte ich mich entschließen aus dem Schwalle der mir gewordenen Mittheilungen ein kleines Bruchstück zu geben. — Absichtlich wähle ich diese unvollständige Mittheilung, ich will dadurch Denen, welche gänzlich unbekannt mit dem Gegenstände, sich die Mühe des Le;ens nehmen wollen, nur aus der Ferne die Quelle des Selbstgefühls das Hrn. M. zu der erwähnten Aeußerung trieb, zeigen; wie mir nun dieselbe gezeigt wurde. --„Als im vor. Frühjahre die Holzversteigerungen im Revier Hainbach abgehalten wurden, zeigte sich eine Partei deren Auf abe es war, diesen öffentlichen Acten eine andere Gestaltung zu geben, welche sie der jungen Freiheit des Volkes würdiger hielten. Nicht länger sollte der Unfug, raß die Forübrhörde das Holz so hoch versteigern lassen konnte, als es dem hetzbiet. nven beliebte, besiehen ; solche leere Entschuldigungen einzelner Steigerer: „daß eine gewisse H o l z g a t t u n g ihnen vorzugsweise Passe;" „daß ihnen ein gewisses Quan tu m vonnöthen;" „daß sie in einem gewissen District der Nähe halber steigern möchten;" und dcrgl. — ein Ende nehmen." — Da wurde nun das Holz pr. Stecken tarirt, hierfür als Gebot den Einzelnen übergeben, und mitbieten durfte Keiner. Diese Einrichtung war gut einfach und amüssant. Aber es gibt stets Menschen, die auch den weisesten Bestimmungen Unsolgsamkeit entgegensetzen. So icheu- ten sich auch hier Einzelne nicht, unter dem Mantel solcher leeren Vorwände wie Eingangs erwähnt, die Ordnung zu stören, und boten ab. Sollte diese Verächter der V ol k s so uv er ä n ität keine Strafe treffen?--Allerdings sagen wir, und so geschah es auch. „Es lebe der zweite Hecker!" tönte es, — die Prügel saußten, und die Ordnungsstörer fanden t e s. sich, wenn auch heimlich murrend — in den guten Ton; und dann ging Alles schön von Statten. Wenn nun Augenzeugen sagen, daß Hr. Menkel damals der Hauptmann gewesen, — daß er sich nicht gescheut habe gelegentlich Einen an den Revierförster zu hetzen; — ja wenn selbst ein achtbarer Geistlicher versichert, daß er diesen hochbejahrten Beamten gegen M. habe in Schutz nehmen müssen; ---so mag dies Alles wohl nichts sein, was man nicht sagen darf; denn cs sagen auch solche, daß er sich der Geprügelten angenommen, daß er dem Revierförster versprochen habe, daß er keine Schläge bekommen solle; aber das Volk habe lange genug gehorcht und nun solle er gehorchen. Und n u r da n n habe er denselben auf gar energische Weise zur Fortsetzung der Versteigerungen angehalten, als derselbe dreiste genug gewesen die oben angedeutete Ordnung für Unordnung zu erklären und geglaubt habe, man könne auf die veralteten gesetzlichen Bestimmungen die Versteigerung aufheben. Comentar hierzu gebe ich nicht, Statt alles Weiteren nur bemerkend, daß ich die volle Verantwortlichkeit für diesen Artikel auf mich nehme. Sollte gegen mein Vermuthen Hr. M. Unwahrheiten desselben bekämpfen wollen, so möge er es der Mühe nicht unwerth halten den Weg des Gerichts einzuschlagen, wo ich ihm freudig die Zeugen nenae, welche diese ganz geringe Mittheilungen gaben; sobald er sich zur weiteren gerichtlichen Verfolgung derselben verbindlich macht. — Dagegen bin ich nicht gesonnen aus Schmähartikel zu antworten. — Kurz nun einen Blick auf den Art. 10 in Nr. 5 des „Wehr Dick", dieses Adoptivkind des Hrn. Menkel, der als seinen Erzeuger Hin. A. B. zu Gießen bezeichnet und es wörtlich außer allem Zweifel setzte, daß sich Alles was gesagt, auf IN i ch beziehen solle. Der erste Satz ist eine Farce! Nichts von ihm, als daß Hr. M. lügt, indem er sagt ich habe meine Instrumente nut dem Dreschflegel vertauschen müssen. Wenig babenv; aber noch weniger bedürfend, findet das Wörtchen auf diese meine Verbältniffe keine Anwendung. Hätte Hr. M. aber gesagt, daß ich mich v. I. (wie seit Jahren, wenn ich nicht gerade Wicht'geres zu wirken hatte); fast aller oecvnomischen Arbeiten unterzogen und zwar auf dem Gute, daS meine Eltern erwarben, ohne mich dadurch erniedrigt zu fühlen; hätte er gesagt wie ich hoffe, nie mit Recht den Vorwurf einer langen Pfeife oder Pro- ceßröckchenö, statt nützlicher Thätigkeit zu verdienen; — — dann hätte er der Wahrheit gehuldigt und sich leicht mit ihr versöhnen können, falls er gerade mit 116 ihr auf gespanntem Fuße gestanden. — Im zweiten Satze liegt eine Verwechslung, (absichtlich?) denn ich habe nur gesagt, daß Hr. M. sich geäußert habe: „Er habe sich das Vertrauen seiner Wähler.......c. Dies stehe ich zu beweisen bereit! Den Schimpfnamen eines Schwätzers will ich nicht zurückgeben, meine Bekannte halten ihn in der Thal für eine unschädliche Wenigkeit. Will aber Hr. M. durch die ihn umgebenden Fiosceln die geehrten Leser glaubend machen, ich habe mich um das, bei redlicher Verwaltung von mir aufrichtig verehrte Amt eines Bezirksraths beworben, so muß ich bemerken, daß ich darlhun kann, wie ich meinen Freunden aufrichtig gestanden habe, daß eine dermalen auf mich fallende Wahl aus gewissen Gründen verfehlt sein würde. Wissentlich erhielt ich nicht eine Stimme! — Hinsichtlich des plumpen Schlusses jenes Art. aber ersuche ich Hrn. M. — den K u n d i g e n der S p a tz e n- sprache! — hiermit, die uns unverständlichen Laute in gutes Deutsch zu übersetzen und öffentlich mit- zutheilen. Er möge auch die Spatzen der umliegenden Höfe bis zur Leppcrmühle mitreden lassen; — aber nicht vergessen, daß ich mich an ihn als den Ueber- setzer halten werde. Wohl, wie Alle, nicht frei von Schwächen, achte ich aber meine Ehre fleckenrein; und darum erkenne ich diese Menkel'sche Phrase für eine hämische Verdächtigung, solange bis er ehrenrührige Tathsachen von mir mittheilt und begründet. Denselben wünsche ich aber noch ein anderes Gewand als selbst mehrere Aeußerungen des Hrn. M in der 4. Sitzung des Bezirksraths, welche absichtlich oder irrthüm- lich gänzlich entstellt sind; damit solche nicht mit Kriegserklärungen gegen die Wahrheit verwechselt werden könnten. Nicderohmen im Januar 1849. C. G. O. Drei Freunde. Novelle von Theodor Mügge. (Fortsetzung.) „Es ist Zeit!" rief Aurel, „er mahnt mich daran, und nicht vergebens soll mir ein Spiel meiner Einbildung sagen, daß ich hier bin, um ohne Furcht den Lebendigen entgegenzutreten. Er warf den Biantel um und ging. Die Nacht war kalt; blendender frischgefallener Schnee knirschte unter seinen Füßen. Die Sterne funkelten vom Himmel, der dunkel und hoch seinen unerreichbaren Bogen ausspannte. — Mit raschen Schritten ging Aurel die Straße hinab, verfolgt von den neugierigen Blicken des Thürhülers, der darüber nachsann, wohin der fremde Herr wohl mitten in der Nacht wollte? — Manche Fenster glänzten vom Lickt- scheine, frohe Stimmen ließen sich hören, das Neujahr wurde in vielen Familienkreisen gefeiert; aber erstaunt hielt der Gehende plötzlich ein, denn vor ihm lag das Haus des Präsidenten mit dunklen Fensterreihen, tobt und öde, die Vorhänge dick't herabgezogen, der matte Gang der Sterne darüber hinzuckend und die finstern Schleier lüftend. — Nur in dem einen Eckzimmer, wo vor drei Jahren um diese Stunde der Bund ewiger Freundschaft geschlossen wurde, schimmerte Licht hinter den Scheiben, roch war sein Glanz so matt, daß Aurel, der es unverwandt betrachtete, wenig Beruhigung gegen die trüben Vorstellungen sand, welche ihn ängstigten. „Was kann geschehen sein, um diese auffallende Veränderung zu erklären?" sagte er, indem er der Thüre zuschritt. „Vielleicht ist es nichts. Sie sind auf einem Feste aus und haben das Haus allein gelassen. Vielleicht giebt Richard heute eine glänzende Gesellschaft und hier," fügte er hinzu, indem er die Thüre öffnete, „nimmt man sich nicht die Mühe, wie es scheint, die leeren Räume zu verschließen." — Die Doppellampe in ihrer schwankenden Glaskrone warf ihren Schein über Vorhalle und Treppe, aber Niemand ließ sich blicken. „Das ist doch seltsam!" rief der junge Mann, welcher die Stufen hinaufstieg unv den wohlbekannten Weg über den Corridor einschlug, der ihn zu dem Flügel des Gebäudes brachte, von wo das Licht schimmerte. — Niemand hielt ihn auf. Er ging durch die ganze Zimmerreihe, tappte in der Dunkelheit nach den Ausgängen und stand endlich vor der letzten Thüre mit klopfendem Herzen still, auf den dumpfen Ton lauschend, der zu ihm herausdrang. — Es war als murmelte drinnen eine Stimme bald leisere, bald heftigere Worte, daun hörte er Gläser klingen, endlich ein lautes Lacken, aber vergebens strengte Aurel sich an zu verstehen, was drinnen gesprochen wurde unv an dem Tone der Rede zu erkennen wer die waren, welche hier beisammen saßen. — Die schweren und gemessenen Schritte eines Mannes, der langsam auf und ab ging, blieben zuletzt das einzige was er vernahm. Eine ungeheure Angst ergriff ihn unv drängte sein Blut in den Kopf zusammen. Mit zitternder Hand suchte er den Drücker der Thüre, die sich leise unv geräuschlos in ihren Angeln drehte, als er sie öffnete, und eben dröhnte der erste Schlag der Mitternachtsstunde scharf klingend von dem nahen Thurme, als er bewegungslos aus der Schwelle stand. Sein rascher Blick durchflog das stille Gemach. (Forts, folgt.) Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Sleindruckerei.