vüuciiublrttt für die Stadt Gießen und die Kreise Gieße»», Grimberg und Hu»»ge»». M «7 Buchen-Scheidholz, 977) u u n n Stockholz, Reisholz, 32 21 39 1925 119 28 Stecken // Wellen Stecken ii I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. Naunheim. Besondere Bekanntmachungen. 1102) Schotten. Unter Bezugnahme auf das Gesetz vom 19. Mai d. I., wornach zur Bestreitung außerordentlicher Bedürfnisse des Staats ein mit fünf vom Hundert verzinsliches Anlehen von Emer Million Gulden ausgenommen werden soll, bringe ich zur öffentlichen Kenntnis, daß eine SubscriptlonS- liste auf meinem Büreau bis zum 1. 3ult l. I. offen liegt. . Einzeichnungen können jeden Tag stattfmden, und ebenso wird auf portofreie schriftliche, als auch aus mündliche Anfragen Auskunft erthestt. An dem Anlehen können sich Inländer und Ausländer mit 50 und mehr Gulden betheiligen. Schotten den 26. Mai 1848. Der Gr. Rcntamlmanu des Rentamtes Schotten. Pvätorius. 999) Hungen. Viehversicherungsanstalt für de», Kreis Hungen. Die Herren Gemeindeeinnehmer werden ersucht, die Beiträge vom zweiien Quartal gefälligst bald abzuliefern, damit die Anstalt ihre Verbindlichkeiten erfüllen kann. Hungen den 25. Ma! 1848. Der Director der Vichversicherungsanstalt. Hunsinger. 75 Dorn-Wellen. , . „ r Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October l I. gestattet. Die Zusammenkunft ist am Steinbruch. Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen am 25. Mar 1848. Der Burgermelster Prügelholz, Stockholz, „ Reisholz, Cichen-Scheidholz, Prügelholz, Dienstag den 30. Mai l. I , Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Naunheimer Gemeindewald, Diftrlkt Homberg und Sichel 43 Stück Eichen-Baustämme 3270 Cbkf. cut- 1950 Wellen „ 32!4 Stecken Linden-Stockholz, 450 Wellen » Reioholz, 23 Eichen-Stämme von 1140 Cublkfuß, Montag den 28 Mar für,bcn w vor dem Erscheinen diese- Blattes an dieR-d-ktwn^elangt styn. Versteigerungen. 991) Gieß e n. Holzverffeigerung ittt Gießener Stadiwalde» Montag den 5. Juni d. I., Vormittags 9- Uhr, foa in dem hiesigen Stadtwalde, Schutzbezirk Han- gelstein, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 'm W an der sog. Wolfskaute Naunheim am 23. Mai 1848. Der Burgermelster Sch äfer. 1107) Steinbach. Freitag den 2. Juni, des Nachmittags 5 Uhr, 376 soll dahier Planier- und Chausfier-Arbeit am sogenannten Triebweg, veranschlagt zu 138 fl., an den Wenigstfordernden vergeben werden. Ferner soll Pflaster-Arbeit vor der Kirche daselbst an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Steinbach am 26. Mai 1848. Der Bürgermeister Horn. 978) Gießen. Holzversteigerung im Revier Schiffenberg. Freitag den 2. Juni ollen in den Domanialwald, Distrikten Brauhof und Zcllreth, nachstehende Holzsortimente meistbietend versteigert werden: 47 Stecken Buchen-Scheidholz, 49 ii Eichen- ,, 1 n Aspen- u 1 h Obstbaum- » 84 ii Buchen-Prügelholz, 16 „ Eichen- ii 2 ii Aspen- „ 3 u Nadel- » 68 ii Buchen-Stockholz, 47 y4 „ Eichen- » 3% n Nadel- „ 3125 Wellen Buchen-Reißholz, 510 u Eichen- „ 1935 u Nadel- und Dorn-Reisholz, 6 Nadelstangen, enthaltend 20 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr auf dem Schiffenberger Weg am Forstgarten. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Gießen am 24. Mai, 1848. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg. Dr. Draudt. 1103) Grünberg. Graöversteigerung im Rentamte Grünberg. Das diesjährige Heugras von nachstehenden Wiesen soll in Loosabtheilungen auf den Wiesen selbst meistbietend versteigert werden: 1) Mittwoch den 7. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Atzenhain, von 28 Morgen; 2) Donnerstag den 8. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Oueckborn, von 14 Morgen; 3) an demselben Tage, Vormittags 10 Uhr, in der Gemarkung Haarbach, von 12 Morgen; 4) Freitag den 9. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Lindenstruth,sjvon 27^Morgen; 5) an demselben Tage, Vormittags 10 Uhr, in der Gemarkung Saasen, von 11 Morgen; 6) an demselben Tage, Vormittags 11 Uhr, in der Gemarkung Göbelnrod, von 56 Morgen; 7) Montag den 12 Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Bernsfeld, von 4 Morgen; 8) an demselben Tage, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Niederohmen, von l*/2 Morgen; 9) an demselben Tage, Nachmittags 3 Uhr, in der Gemarkung Grünberg, von 37 Morgen; 10) Dienstag den 13. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Großeneichcn, von 18 Morgen; 11) Mittwoch den 14. Juni, Vormittags 8 Uhr, von den fiskalischen Wiesen a) in der Gemarkung Flensungen, von 14 Morg. b) „ „ „ Lehnheim „ 5 „ e) „ „ „ Merlau „ 64 „ Hierbei wird noch bemerkt, daß des Morgens um 8 Uhr bei Flensungen mit der Versteigerung der Anfang gemacht wird. Grünberg den 26. Mai 1848. Der Großh. Hess. Rentamtmann des Rentamts Grünberg. Bötticher. ' Feilgeboten. 986) Gießen. Bischoff- und Kardinal-Essenz, Tafel- und Most-Senf, bestes Back-Oel, trockenes Obst, Chocolade, Limburger Käse, Häringe, Sardellen ».bei Höste reich auf der Mäusburg. 995) Gießen. Schöne Gurken, so wie auch andere frühe Gemüse sind bei mir im Garten vor der Schoor zu haben. I. Schaum, HandelSgärtner. 1108) Gießen. Die Unterzeichnete bezieht den Gießener Jahrmarkt und empfiehlt sich mit einer schönen und geschmackvollen Auswahl von neuen Stroh- und Roßhaar-Hüten in allen Sorten, neuester Fa ous, zu den billigsten Preisen, sowie mit einer Auswahl der schönsten Modebänder auf Hüte und Hauben. Ihre Bude ist vor dem Neustädter Thor, mit der Firma bezeichnet: L. Hoffmann, aus Frankfurt. 377 987) Gießen. Unterzeichneter empfiehlt sein ganz neu assortir es Lager baumwollener und leinener (seiner Bielefelder und Brabanter) Kittel, zu äußerst billigen Preisen. Julius Wallach, P auf dem Markt Lit. B. 27. 996) Gießen. Bestes Jagd- und Scheiben- Pulver bei 8rech. 1109) Gießen. Damen- und Kiuder-Stroh- hüte von 36 fr. bis 2 fl., seidene Sonnenschirme von 2 fl. bis 4 fl. habe ich eine neue Sendung erhalten und kann solche bestens empfehlen. M. Heß. Lit. A. 55. 988) Gießen. Mein wohl assorlirtes Lager von allen Sorten gebleichter und ungebleichter Strick- und Webgarne, leinener und baumwollener Zwirne, Gummi-Hosenträger, Geldbörsen, sowie aller übrigen kurzen Maaren bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung. Julius Wallach, auf dem Markt Lit. B. .'V5 27. 1110) Gießen. In Lit. B. 65 auf dem Kreuz sind Kartoffeln billig zu verkaufen. 1113) Gießen. Bei Wirth F. Lony's Wwe. ist eine Scheune zu vermiethen. berühmten und anerkannten Offenbacher Pfeffernüssen in 2 Sorten, magenstärkendcs Magenbrodt, ächte Ackermännische Brustbabilotten, Thee-Lebkuchen, Nürnberger Mandel-Lebkuchen und Baseler Lebkuchen, sehr zu empfehlenden ächten Wurmkuchen und sonst noch schöne Conditoreiwaaren Meine Bude ist vor dem Lahnthor mit Firma A. Urff und Sohn, Conditor. Zu vermiethen. 992) Gießen. Auf dem Seltcrsberge, im Hause deö Oberappellationsraths Knorr sind zwei Familien-Wohnungen, die mittlere und obere Etage zu vermiethen. Die Erstere enthält 6 Zimmer, Küche, Kammer, Keller, Holzstall und Mitgebrauch der Waschküche, die Obere, 3 Stuben, 3 Kabiuet u. s. w. Auch kann 1 % Morgen großer Garten ganz oder theilweise abgegeben werden. Näheres ist zu erfragen im Hause des Geheimeraths Knorr. 989) Gießen. Ein Familien-Logis von 2 bis 3 Zimmer ist zu vermiethen. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. 942) Gießen. Eine gute Drehbank steht zu 95g) Gießen. Eine Familieuwohnung ist zu verkaufen. Bei wem? sagt d. Erped. d. Bltts. vermiethen und kann bis Anfangs Juli bezogen 982) Gießen. Ich empfehle mich einem hoch- werden. Karl Steinberger zuverehrenden Publikum mit meinen schon längst__________________________ ber Löwengasse. ‘ " Vermischte Nachrichten. 1106) Gießen. Alle diejenigen Damen, welche an den Arbeiten der Fahne, die wir unserer Bürgergarde übermachen wollen, Theil zu nehmen gesonnen sind, werden ersucht, sich baldigst bei unterzeichnetem Comite zu melden, damit das Ganze geordnet und die Arbeit gleich nach Pfingsten beginnen kann. — Zugleich erbieten wir uns, Allen, die nähere Auskunft hierüber wünschen, dieselbe gerne zu ertheilen. Gießen den 28. Mai 1848. , Am Wallthore: Marie Faber. Christiane Grteb Phtltpptne Habenicht. Antonette Knorr. Marte Ruhl. Auf dem Selterswege: Julie Balser. Elise Georg. Katharine Pimber. Auguste Rumps. Caroline Silbereisen Auf dem Neuenwege: Susanne Busch Josephine v Grolmann. Marte Herbert- Pauline Münch- Minna Welcher. In der Neustadt: M^arie Ferber. Söitntta Gail Christine 800s __________Luise Mittler Marie Pistor. 1100) Hopfgarten. Nachricht für Auswanderer nach Nordamerika- Unterzeichneter erlaubt sich durch allerhöchste Genehmigung Gr. Hess. Höchstpreislichen Ministeriums, daß er nunmehr, wie früher, mit allen nach Amerika Auswanderungslustigcn Accordc abschließt und auch im Stande ist, dieselben per Achse nach Münden oder Bremen durch sein eigenes Fuhrwerk befördern zu können, nnd empfiehlt sich durch reelle und prompte Behandlung. Heinrich Gerhard, Hopfgarten am 26. Mai 1848. Agent für Hrn. I. H. B u sch m a n n in Bremen. 378 Wetzlar. 997) Hierzu eine Beilage. Tabakfabrikant. Gießen. 1105) Heuchelheim. Es ist mir ein großer Schweizer-Hund zugelaufen, welchen der Eigenthü- mer gegen die Einrückungsgebühr bei mir wieder in Empfang nehmen kann. Georg Philipp Freitag zu Heuchelheim. Harmonie-Musik findet am Himmelfahrtstage, Donnerstag den 1. Juni im Hinkelschen Garten statt, wozu ergebeuft einladet. Wetzlar den 29. Mai 1848. , , Anton Hinckel. 1111) Schiffenberg. Am Himmelfahrtstage findet vollständige gg(es‘mome-Mu$ik auf dem Schiffenberg Statt. 1000) Staufenberg. Bei günstiger Witterung ist am Himmelfahrtstage gut besetzte Harmoiiie-Miisik bei mir anzuireffen. Ich lade hierzu mit dem höflichen Bemerken ein, daß für gute Speisen und Getränke, namentlich Bayrisch Bier in vorzüglicher Qualität beste Sorge getragen ist. Joh. Strngel. 1112) Versammlung Gewerbtreidender. Mit Bezugnahme auf die bevorstehende, nunmehr auf den 4ten Juni festgesetzte Versammlung der Gewerbtreibenden zu Offenbach, find sämmiliche hiesige Gewerbsmäuner gebeten, sich zu der verabredeten Schlußberathung im Lokal des Gewerbver- eins Mittwoch den 29. Mai, Abends 7*/2 Uhr em- 976. Gießen. ......... bischen, constitutionell-demokratischen Vereins werden hierdurch benachrichtigt, daß das regelm«rf?lge Zusammenkommen der Vereinsmitglieder jeden Montag, Abends im Saale deö Gasthauses zum Prinzen Carl der zu diesem Zwecke gennethet wurde, stattfindet. Gießen den 25. Mai 1848. Dr. Er ebner. Dr. Eckstein. 994) Gießen. Viele von Tabakrauchern an mich gestellte Anfragen bestimmen mich zu der Anzeige, daß ich dieselbe Sorte Tabak, welche ich in die Vignette Voftt-Canaster einschlagen, auch in das Etiquette Siegel- Canaster M 0 verpacken lasse, welch' letztere Packung meine Firma trägt und ebenfalls bei dem größeren Theil der hiesigen Kaufleute zu haben ist. — Gießen den 25. Mai 1848. Georg Noll, Dio Mitglieder des vaterlän- fich das Bemerken bei, daß so eben eine frische ' ~ L Sendung Herbstrüben - Samen bei mir ange- kommen ist. W. Lvber's Wittwe, wohnhaft an der Hintergasse. finden zu wollen. Der Vorstand der Lokalsektion d. G. 993) Allendorf a. d. Lahn. Der Kriegsreservist bei dem Gardechevaurlegers- Regiment der 6. Schwadron, Caspar Binz von Allendorf a. d. Lahn, sucht einen beabschiedeten Mann, welcher ß in bufcm (Soi*p& ßcftanben fynt, fluf 1 /4 Jahr als Reservist ihn zu vertreten. Diejenigen, welche Lust haben, ihn vertreten zu wollen, wenden sich an ihn in den ersten 8 Tagen, um Aecord abzu- fcbticföcn» Allendorf a. d. Lahn am 25. Mai 1848. Caspar Binz. 983) Gießen. Da mich leider eingetretene Kränklichkeit verhindert, mit meinen Sämereien die hiesigen Wocheumärtte zu beziehen, so bitte ich meine geehrten Abnehmer, bei vorkommendem Bedarf mich in meiner Wohnung besuchen zu wollen. Zugleich füge 1104) Lick). Auf die Lügen und Verläum- dungen hin, welche int jüngsten Tag, Nr. 70 gegen mich ausposaunt worden sind, habe iä) eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet, deren Resultat l) später den Bewohnern unserer Gegend durch das Anzeigeblatt werde bekannt machen. . Meine bisherige Denk- und Handlungsweise beruhigt und schützt mich vor solchen faden, aus dec Luft gegriffenen Anfeindungen; und glaube ich, oay alle Diejenigen, welche mich näher kennen, nm hierfür das beste Zeugniß geben können, und mich deshalb böswillige Verläumdungen nicht treffen. Lich den 27. Mai 1848. Bingmann, Geometer und Gemeinde-Einnehmer. Beilage zn 47. Vermischte Nachrichten. 9&D Gießen. Die Familie Kittler ist dahier angekommen und wird daS hiesige verehrliche kunstliebende Publicum Dienstag den 30. Mai durch die Production der ausgezeichnetsten musikalischen Piecen auf der von Ihr selbst erfundenen und gefertigten , Felsen-Harmoirrea auf das Angenehmste überraschen. Dieses Instrument wurde zuerst in London im Hannover Squarc- Conccrt-Saale und im Royal Vauxhall-©arten mit dem größten Beifall daselbst produmt und gespielt. Es sind Felssteine aus dem Skidow-Gebirge in Cumberland von 6 Zoll bis 3'/, Fuß Lange die vollkommen den tiefen Tönen der Orgel bis zu den hohen und schrillsten Tonen der Piccol0-Flöte entsprechen; es wird sechöhändig gespielt und werden Ouvertüren, Oper-Piecen und Tanz-Stucke in mehreren Abtheilungcn zur Aufführung kommen. Die Bewunderung und den Beifall, den sie bisher ernteten, läßt sie hoffen, daß auch ein hochgeehrtes Publicum hier diese Ge egenhett benutzen werde, da eö jedem Naturfreunde und Kenner, sowie Mustkliebhaber gewiß einen hohen Genuß verschaffen wird. Eben so überraschend werden sie die DISSOLV1NG VIEWS ober magische Mebelbilder auS dem Royal Polnitechnic Institution zu London zeigen. DaS Nähere besagen die Anschlagezettel. ____________________ 998) Lich Rechtfertigung. Ich erkläre hiermit, daß ich an der bewußten Katzenmusik, welche am Abend des 9. d. M. dahier ausgbracht worden ist, keinen Antheil genommen habe, worüber ich auch Beweise Vorbringen kann. Zugleich halte ich Denjenigen, der dieses Gerücht ausgesprengt hat, so lange für einen unverschämten Lügner, bis derselbe sich persön- lich bei mir, dagegen zu rechtfertigen sucht. Lich den 26. Mai 1848. Hartmann Wenderoth. 1114) Gleiberg. Nächsten Donnerstag bett 1. Juni (am Himmelfahrtstage, Nachmittags, spielt baS beliebte Quartett beS Herrn Herz auö Darm- ftabt, im Seippschen Garten zu Gleiberg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am Himmelfahrtstage. Mor- gens: Kirchenrath Br. Engel. Nachmittags: Pfarrer Getaufte. Den 2 6 Mai. Dem Bürger und Bäckermeister, Jacob Bogt, eine Tochter, Konradine Helene Luise, geboren den 3. Mai. ,.... Den 28. Mai. Dem Bürger und Registraturgehulfen bei dem Geoßherzoglichen Provinzial-Commiffär dahier, Georg Benjamin Körber, eine Tochter, Therese Elise Marie Emilie, geboren den 19. April. Denselben. Dem vor 3 Monten gestorbenen Burger und Metzgermeister, Philipp Lony, ein Sohn, Peter Emil Philipp, geboren den 3. Mai. Beerdigte. Den 2 6. Mai. Georg Eifert, Ortsbürger in Wallenrod und Kutscher dahier, alt 55 I., gestorben den 24. Mai. Den 28 M ai Johann Heinrich Leicht, Burger und Orgelbauer dahier, alt 69 I. 3M. 16 T., gestorben den 26' D^en 29 Mai. Susanne Philippine Frey, des Bür- gers und Rentamtsdieners, Philipp Frey, Ehefrau, geborne Hofmann, alt 54 I. 18 T., gestorben den 27. Mai. Angekommene und abgereiste Fremden vom 26. bis 27. Mai 1848. I n den Gasthäusern. im Einkorm Hrn Kst. Rosenthal u. St. Boar v. Frankfurt, zur Redden v. Elberfeld u. Carrier v. Rheidt. Hr Fredenberg, Gutsbes. v Turkau. Hr. Castendiek, Br. med. v Freiburg. Baron v. Günderoth, Rittergutsbes. v. Holstein Hrn. Kfl. Glock u. Schmidt v. Frankfurt u Schul v. Rheidt. Hr. Koch, Reni. v. Triest. Hr. Bruch, Gastw. v. Berlin. Im Rappen ■. Hr. Winckler, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Habersang, Partie, v. Bingen. Hr v. Schwefel, Maj. v. Dessau. Hr Rupp, Br. jur v. Bern. Freiherr v. Stein- bock, Partie, v. Breslau. Hr. Mann, Access, v. Darmstadt. Hr. Bierau, Forstcand. v. Laasphe. Hrn. Kfl. Reichenbach u. Griesmann v. Frankfurt u. Grvßmnau v. Elberfeld. Hr. v. Horn, Rcnt. v. Cassel. Im Prinz Carl-. Hk. Borger, Spedit. ». Offenbach. 380 Hr. Römheld, Cand. jur, v, Halle. Hr. Schneider, Ge- schäftSm. v. Eichelsdorf. Hr. Wehrheim, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Rapp, Spedit. v. Hatzfeld. Hr. Borliß, Oecon. v. Heckersdorf. Im Darmstadter Haust Hr. Bllkschel, Musik. v. Fulda, Fr. Grau v. Offenbach. Hr. Pirrol, Mechan. v. Frankfurt. Hr. Faber, Sold. v. Buchenau. Fr. Blaum v. Hattcnroth. Hrn. Handelsl. Rehbein v. Frankenhausen u. Burckhardt v. Reifenberg. Fr. Bloch v. Reichenbach. Im Stern: Hk. KÜNZel, Mllfik. v. Pkeßnitz. JuNgftkN Künzlcr v. Breidenbach u. Fugler v. Werthheim. Hr. Hallenderg, Fuhrin. v Sachsenberg. Hrn Privatl. Schmidt v. Niedereschbach u. Ringe v. Springet. In der Sonne: Jungfer Kodp v. Hattersheim Hr. Sommer, HandelSm. v. Arnsberg. Hrn. Privatl. Buß v. Watzenborn, Braun v. Daubringen u. Weber v. Altenkirchen. Hr. Sommerlad, Geschäftsm. v. Bersrod. Hrn. Handelsl. Muhl u. Wagner v. Beuern. In der Kose: Hrn. Kiinstl. Groß v Göttingen u. Pfeifer m. Fam. v. Laufendorf. Hr. Peter, Privalm. v. Ortenberg In den Privathäusern. Bei Hrn. Hofger-Advoc. Wießell- Frl Horst v. Darmstadt. — Bei Hrn Kfm. Elkan: Hr. Elkan, Comis v. Bielefeld. — Bei Hrn. Eisenhändl. Müller: Hr. Börkel, Privatm. v. Mainz — Bei Hrn. Kfm. Frech: Hr. Frech, Kfm. v. Lyon. — Bei Wittwe Koch: Hr. Koch, Kfm. v. Lyon. — Bei Hrn. Br. Weber: Hr Weber, Privatm. v. Guntersblum. — Bei Fr. Botenmstr. Schäfer: Fr. Dieffenbach v. Friedberg. M rse Die sieben Todsünden von Eugen Sue. I. A b t h e i l u n g. Die Hoffarth, oder: Die Herzogin 1. (Fortsetzung.) Nachdem der Veteran sein blaucarrirtes Schnupftuch in die Tasche gesteckt hatte, nahm er von einem in der Sömmerlaube stehende» Tisch seine Meerschaumpfeife, stöpsle sie, zündete sie an, und behaglich in einem alten aus Rohr geflochtenen Lehnstuhle sich aus- streckend, begann er zu rauchen und freute sich des schönen Tages. Man hörte nur das Pfeifen einiger Amseln und von Zeit zu Zeit eine» Triller der Madame Barban- son, welche gerade beschäftigt mar, einen kleinen Vor- ralh von Petersilie und Pimpernell zum Salat für das Nachtessen abzuschneiden. Während zwischen dem Conimandanten und seiner Haushälterin ei» mit ziemlicher Lebhaftigkeit begonnener Streit geführt wurde, der sich wegen ihrer Lieblingslieder erhoben und bald sich auf das Gebiet wegen res korsischen Währmolfs hinübergespielt hatte, wurden sie durch starkes Läuten an der Thüre unterbrochen und Madame Barbanson ging eiligst nach der Hauslhüre. Einige erklärende Worte sind nöthig, ehe wir eine neue Person einführen: Olivier Raimund, einen Neffen des Coiumandanten Bernard. Die Schwester des Veteranen hatte einen Schreiber beini Ministerium des Innern geheirathet; einige Jahre darauf starb der Commis mit Hinterlassung einer Wittwe und eines Sohn's, der damals acht Jahre alt war. Einige Freunde des Verstorbenen ver- Druck und Verlag der G. D. Br L l e n. schafften seinem Sohne durch ihre Verwendung ein Stipendium in einem Lyceum. Die Wittwe, welche kein Vermögen und auch keine Ansprüche, auf eine Pension hatte, fristete ihr Leben durch ihrer Hände Arbeit. Nachdem sie einige Jahre armselig und mühsam gelebt hatte, wurde ihr Sohn zur Waise, ohne andere Verwandten als seinen Oheim Bernard, der damals Schiffs-Lieutenant war und in einer der Stationen des Südmeeres eine Goslette befehligte. Als der alte Seemann nach Frankreich zurückkehrte, um sich vom Dienste zurückzuziehen, fand er seinen Neffen, als der gerade sein letztes Studienjahr des philosophischen Lehrkursus beendigte. Ohne gerade große Erfolge erlangt zu haben, hatte Olivier doch die Zeit seiner unentgeldlichen Erziehung vollkommen gut benutzt, aber unglücklicher Weise sicherte ihm diese, keineswegs praktische Erziehung, wie das immer zu gehen pflegt, weder eine Stellung noch eine Zukunft. Nachdem der Commandant Bernard lange Zeit über die mißliche Lag- seines von ihm zärtlich geliebten Neffen nachgedacht hatte, und er sich bei seiner geringfügigen Pension außer Stand sah, ihm auf wirksame Weise zu helfen, sagte er zu Olivier: — „ Mein armer Junge ... es bleibt uns nur ein Mittel. Du bist kräftig, munter, einsichtsvoll; Du hast eine Erziehung erhalten , durch welche Du den meisten armen jungen Leuten überlegen bist, welche das Loos zur Armee sendet; die Rekrutirung erwartet Dich im künftigen Jahre, greife dem Zeitpunkt vor, werde Soldat, Du kannst dann wenigstens die Waffen wählen . . . man schlägt sich in Afrika; in fünf oder sechs Jahren kannst Du Offizier seyn . . . Das ist wenigstens eine Carriere . . . Hegst Du jedoch gegen den Soldatenstand zu großen Widerwillen, mein lieber Sohn , so werden wir auf etwas Anderes stnnen. Wir werden von meinen tausend Franken Pension lebe», bis Du irgenv wo anders Dich anstedeln kannst (Forts, folgt.) ihl'scheu Buch- und Sleindruckerei.