Isnieigeblatt für die Stadt Gieße« und die Kreise Gießen, Grünberg und Hungen. J|ß 33. Samstag den 22. April 18518. Dieses Blatt erscheint jeden Dienstag und Freitag, Abends. Der Pränumerationsbetrag ist jährlich für Einheimische 1 fl, 30 fr., halb- jährlich 45 kr., für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 st. 42 fr., halbjährlich 51 fr. Auswärts abonnier man stch bei den zunächst gelegenen (661. Postämtern. In Gießen bei der Erstedition, Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. EinrückungSgebühr für den Raum der gespaltenen CorstuS-Zerle 2 fr. Inserate müssen jedesmal an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes bis Morgens 9 Uhr längstens an die Redaftion gelangt sehn. Viktualienpreise Brodtaxe. Marktpreise. Pf- kr. Fruchtpreise. 5 10 L. 5 S Für 1 kr. Wasserweck. „ 1 kr. Milchbrvd . Frucht, gat- timg. Pf. 1 2 Maas Milch . . Pfund Butter auch Haudkäse . . . Eier .... Pfund Waizenmehl Waizen Korn. Gerste Hafer Erbsen Linsen Nb. Die Zugaben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Psd. nicht mehr als anderthalb Pfund re. nach Proportion, welches auf 1 Pfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Gcraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. ;i w- lß±ä o )Grünberg )zK. ®.| Waizen- und § 11 Kornmehl besteh. Gießen den 15. April Grünberg den 15. April i Hungen den 15. April Büdingen den 15. April Nidda den 15. April kr. Pf. kr- Pf- kr. Pf. kr. Pf. kr.Ipf. ■ II M-I1 ■Ma ■—u MM* ___— MUMM - « - ---- 5 — --- —— 5 __ 4 3 5> — 10 —, 9 3 10 — 9 2 10 — 15 - — 15 — 14 1 — 5 2 — — 5 3 — — - - 11 — _ 11 2 — — _ — 16 2 - - 17 1 — — __ _ ■eee mm KlX esMB tBUi MM L. Q L. U L.'Q L. Q L. Q 6 — — — 6 - 5 2 5 3 5 - 5 — 5 - 5 — 5 - kr. Pf. kr- Pf. kr- Pf. kr. Pf. kr. Pf. -*■* «Ul— ■M ■Bll ■■ MWI MM MM* MM»» BBU 6 — 20 — 21 — - - — -- —— - - 8 - «— - — - - - 4 — 1 i 1 Fleischtaxe.^ Gießen den 15. April 1 Grünberg i den IS. April Hungen den 15. April Büdingen den 15. April Ridda den 15. April Friedberg den 15. April per Pfund j fr. Pf. kr.' Pf. kr. Pf. fr.1 Pf. kr. Pf. kr. Pf. s Ochsenfleisch l'r! — — 1 — 12 — 12 — 12 — 12 — 2 Kuhfleisch . 9! 2 — — 9 2 9 — w — 10 — 4 Rindfleisch . 8' 2 — — 8 2 9 — 8 — 8 2 6 Kalbfleisch . 6 2 — — 6 2 7 — 6 — 6 — 2 Schweinefl. . — — — 14 - 114 — 14 — 14 — 4 Hammelfl. . 10 — _ — 9 — 10 — 10 — 9 — 6 Schaaffl. . . — — 7 — 7 — 7 — — j _ Leberwurst . 16 — — — 16 — 15 — 14 — 16 — gern. Wurst. 12 — — — 12 — 10 .— 12 — 10 — Bratwurst . 18 — — — 18 — 16 — 17 — 18 — Schwarten!.. 18 — — 18 — 15 — 14 — 18 — Blutwurst . 16 —- — — 16 — 15 — 12 — 16 — geräuch.Speck Schinken . . Dörrfleisch . 28 20 — — — 28 - 20 ...... 24 20 — 24 20 28 — 20 - 20 — — — 20 — 20 — 20 — 21 — 1 Rindsfett 20 — — — 20 — 18 — 18 — 24 — 1 Hammelsfett Schweineschmalz, aus- 20 — — — 20 — 18 — 16 18 — 4 5 gelassenes . 26 — — — 26 — 20 — — 27 — 1 dgl., unauSgel. 24 — — 241 — 120 — [,20 — 24 — Gießen Grünberg Hungen Friedberg Büdingen Lauterbach Darmstadt Mainz Marburg Wetzlar 13. April IS. April 31. Dezbr 12. April 12. April 1. April 1. Jan. 7. April 25. März 8. April M l t e r. Mött Scheffel ft. Jr. fl. kr. „ff- fr. ff. kr. fl. | kr. ff. | kr. ff- kr. ff. kr. fl. | fr. fl. kr. Pf. 9 7 9 — — — 9 14 9 20 10 — — — 9 35 7 521 4 28 6 40 6 —— — —. 6 39 7 24 7 — — — 7 20 5 321 3 6 2 5 42 5 20 — — 5 39 6 15 6 — — -— 6 12 4 37 2 35 4 4 39 4 — — — 4 48 4 50 4 32 — — 3 30 3 21 1 49 2 MM —— — — — — — — — — — — — — —— — —— -— *— -- — I «PI I I I I 286 Besondere Bekanntmachung. 723) (Gießen.) Mehrere Tausend Gulden können bei der Stadt Gießen gegen kündbare Obligation zu 4% Zinsen angelegt und alsbald bei der Stadtkasse eingezahlt werden. Gießen de» 17. April 1848. Der Bürgermeister G g. Reibe r. Versteigerungen. 684) (Gießen.) Mittwoch den 26. April b. Z., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Raihhause die dem Marcus Arnstein gehörige Hofraitbe: %86 10 Klftr. Haus in der Sonne, 3 „ Hofraum daselbst, versteigert werden. Gießen am 4. April 1848. Großh. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. 745) (Gießen.) Das durch die Anlage des Schiffenbergerwegs entbehrlich gewordene Gelände, welches links desselben in der Nähe des zweiten Durchlasses gelegen ist, enthaltend: a) 278,34 mKlftr. oder 82 Rih. 5 Schuh, b) 133,42 i/ ii 39 u 6 u soll Donnerstag den 27. d. M-, Vormittags 10 Uhr, auf hiesigem Rathhanö nochmals versteigert werden. Gießen den 19. April 1848. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 739) (Gießen.) Montag den 1. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll aus dahiesigem Rathhaus das zum Nachlaß des Karl Ludwig Arnold dahier gehörende Grundbuch y333 1 Klftr. Wohnhaus mit Grund in der Kalharinengasse öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 17. April 1848. Der Beigeordnete Rühl. 749) (Gießen.) Holz Versteigerung. Freitag den 28. April, werden in den Domanialwaldungen des Reviers Schiffenberg, Distrikt Häuserseite und Sommerberg, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: 32 Stecken Buchen-Scheidholz, 1 n Eichen- » 1 u Buchen-Prügelholz, 6 I, Eichen- „ 63V4 u Buchen-Stockholz, 22y, II Eichen- » 3175 Wellen Buchen-Rcisholz, 750 u Eichen- u 24 Buchen-Stämme mit 238 Cubikfuß, 88 Eichen- „ „ 1252 u 6 Nadelholz-,, „ 71 u 6 „ Stangen „ 30 u Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr, a» dem Baumgarten. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Credit bis Martini d. I. bewilligt. Gießen am 20. April 1848. Der Gr. Hess. Revicrförster des Reviers Schiffeuberg. Dr. Draudt. 720) (Mainzlar.) Holzversteige r u n g. Dienstag den 25. d. M, Morgens um 8 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Schabenberg, Gau rc., nachverzeichnetes Holz, als: 140 Stecken Buchen-Scheidholz, 8 n Eichen- „ 20 ii Buchen-Prügelholz, 24 ii Eichen- „ 58 ,, Nadel- „ 45 Stecken Buchen-Stockholz, 5 u Eichen- „ 8 ii Nadel- „ 5100 Stück Buchen-Wellen, 475 „ Eichen- u 4375 n Nadel- „ 2 ii Buchen-Stämme, von 10 Cubikf., 10 „ Eichen- ii „ 131 n 97 u Kiefern- „ „ 291 u 968 „ Bohnenstangen versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Michaelitag d. I. gestattet. Mainzlar am 15. April 1848.' Der Bürgermeister Schlapp. 751) (Königsberg.) Holzversteigcrung im Revier Königsberg. Montag den 1. Mai, Morgens 9 Uhr, sollen in den Domanialwald-Distrikten Schmittstatt, Eulenkopf und Rehheck, folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung kommen: 51 Stecken Buchen-Scheidholz, 30 „ Eicken- „ 259 n Buchen-Prügelholz, 4 „ Eichen- » 272 u Buchen-Stockholz, 22» Eicken- „ 7500 Stück Buchen-Wellen, 1 Stamm Eichen-Bauholz, 41 Cbfß. enth., 5 „ Hainbuchen-Werkh., 52 „ » 4 n Bu l en- H 102 n n sodann Dienstag den 2. Mai, Morgens 9 Uhr, in den Domanialwald - Distrikte» Vierruthen und Große Rothenberg: 12 Stecken Bucken-Scheidholz, 5 „ Eichen- 71 „ Buchen-Prügelholz, 1'7 „ Eichen- „ 59 ii Buchen-Stockholz, 3 ii Eichen- u 2325 Stück Buchen-Wellen, 25 ii Eichen- „ * Bei vorschriftsmäßig eingelegter Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. I. gestattet. Die Zusammenkunft am ersten Tage ist an den Schmittstattswiesen, die am zweiten Tage am Pflanzgarten in den Vierruthen. Sollte schlechte Witterung eintreten, so sind die Forstschützen Platt zu Rvdheim und Wagner zu Fellingshausen angewiesen, das Holz vorzuzeigen; die Versteigerung selbst findet alsdann auf der Obermühle statt. Königsberg am 22. April 1848. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Königsberg. D i t t m a r. 752) (Fellingshausen.) Dienstag den 25. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Wäldchen und Hain: 1) 34 Stecken Buchen-Scheidholz, 2) 9 „ Eichen- „ 3) 9 „ Buchen-Prügelholz, 4) 3 „ Eichen- „ 5) 78 „ Buchen-Stockholz, 6) 7 „ Eichen- „ 7) 737 Stück Buchen-Rcicholz-Wellen, 8) 147 „ Eichen-, Bau- u. Werkholz-Stämme, 9) 1 „ Buchen-Werkholz-Stamm, — welches Holz (sub 8 u. 9.) sich besonders zu Wagnerholz eignet, versteigert werden. 287 Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde in Fellingshausen. Felligshausen am 19. April 1848. Der Bürgermeister Gerl ach. 750) (Frankenbach.) Donnerstag den 27. April l. I., Morgens 9 Uhr, sollen in dem Frankenbacher Gemeindewald, District Hungerberg und Niedernberg 1) 13 Stämme Buchen - Werkholz - Klötze, 362 Cbfß. von 10 — 35" Durchmesser und 2) 152 Slämme Eichen-Bau- und Werkholz, 3346 Eubksß. von 10 — 45' Länge und 10 — 30" Zoll Durchmesser, öffentlich meistbietend versteigert werden. Bemerkt wird, daß sich, unter diesem Holz vieles befindet, was sich vorzugsweise zu Wagncrholz eignet, weshalb Steigliebhaber hiermit eingcladeir werden. Die Zusammenkunft ist in der oben angegebene» Stunde auf dem Huugerberg am Königsberger Weg. Die Gr. Bürgermeister werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung durch die Schelle veröffentlichen zu lasse». Frankenbach am 18. April 1848. Der Bürgermeister Kraft. 733) (Heuchelheim.) Dienstag den 25. April d. I., Morgens 8 Uhr, soll in der Wohnung des verstorbenen Küfermeistcrs Philipp Ruppert von Heuchelheim, Küferholz, Reife, sowie das sich noch in gutem Zustande befindliche Werkzeug freiwillig versteigert werden. Feilgeboten. 740) (Gießen.) Meinen Wein-, Bier- und L iq u eur-Verkauf in Flaschen über die Straße, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung, alö: Pfälzer Wein 1846r die Flasche 18, 24 u. 30 fr., Rheingauer 1842r 40 und 48 fr., Bordeaur-Medoc 48 fr., Bordeaux St. Cstöphc 56 fr., TDiscat- lunel 1 fl. 6 fr., Malaga 1 fl. und 1 fl. 12 fr, Champagner 1 fl. 30 und 1 fl. 45 fr., Englisches Bier (Ale) 30 fr., Bairisches Bier 9 fr.,,Stunt de Jamaika 1 fl., 1 fl. 12 und 1 fl. 30 fr., Arrac de Batavia 1 fl und 1 fl. 12 fr., Cognac französischer 1 fl. 54 fr., Nordhäuser Fruchtbranut- wein 32 fr., Punsch - Essenz feinsten Düsseldorfer 1 fl. 30 und 1 fl. 54 fr., Grogg-Essenz 1 fl. 54 fr. Ludwig Iahreiö. 288 741) (Gießen.) Feinsten Perlen-, Hapsan- und Blumenthee (letzteren in 7. Pf. Büchsen), Pecco mit und ohne Blüthen, feinste schwarze und grüne Theespitzen, verschiedene Sorten Chocolade, Zeylon- Ziinmt und Vanille empfiehlt in neuer Sendung L. Jahr eis. 744) (Gießen.) Mein Waaren-Lager auf's Neueste und Geschmackvollste assortirt, empfehle ich billigst; besonders mache ich auf eine geschmackvolle Auswahl in Toll de Nord, die Elle 16 fr., Mousse- lines de Laine, die Elle 15 fr., Orleans, die Elle 20 fr., gewirkte 8bavrls von 4 fl. 30 fr. an, meine geehrten Abnehmer aufmerksam. S a l o m o n Heichelheim, neben dem Darmstädter HauS. 742) (Gießen.) Bremer und Hamburger Cigarren, alten Rollen-Varinas und verschiedene geschnittene Portorico- und Canaster-Tabafe empfiehlt L. Jahreis. 724) (Gießen.) Weinverkans über die Straße. Bei dem Unterzeichneten sind nachfolgend verzeichnete, rein und gut gehaltene Weine über die Straße zu verkaufen: 18441 Rheinweine zu 20 und 24 fr. die Flasche, 1842t „ II 28, 32 u. 44 kr. u u 1846t n ii 28, 32 u. 44 u » u 1846r rother Ingelheimer zu 36 u. 44 » u u Champagner zu 1 fl. 12 fr. die Flasche. PH. Leib. 728) (Nidda.) Eine noch fast neue Brücken- wage, sehr correct, von 7 Centn. Tragfraft, eine neue Kelter mit eisernen Schrauben und aus einem Klotz, circa % Ohm ausdrückend, nebst dazu gehörigem Trog, ein noch wenig gebranchter Distillir-Apparat zur Bereitung von feineren Spirituosen und ein großer eiserner Mörser circa 1 Centn, schwer, stehen billig zu verkaufen. Die Erpedition sagt wo. 729) (Nidda.) 70 Fässer und zwar */4 und 78 Ohm haltend, geeicht und wenig gebraucht, im besten Zustande sind in ganzer Partie, erstere zu 1 fl., letztere zu 45 kr. das Stück abzugebcn. Die Erped. sagt wo. 735) (Gießen.) In M. 74 in den Neuen- bäuen sind einige Wagen Pferdemist zu verkaufen. Zu vermietheu. 592) (Gießen.) Im Hause des Oberappel- lationö-Raths Knorr auf dem Scltersberge, ist die mittlere Etage, sowie ein Zimmer mit Cabinet in der oberen, nebst einem l‘/2 Morgen haltenden Hausgatten zu vermietheu. Das Nähere ist im Hause des Geheimenraths Knörr zu erfragen. 736) (Gießen.) Auf dem Rodt ist ein Grasstück von Morgen zu verleihen. Näheres tut Hause des Hrn. Oberinsp. Dietz. 731) (Gießen.) In meinem Hause ist ein Logis, bestehend in 6 Zimmern, Küche, mehreren Kammern, Keller, Holzstall, re. zu vermietheu und gleich beziehbar. D. Felsing's Wltw. 645) (Gießen.) In meinem Hause ist ein Logis, bestehend in zwei heizbaren Zimmern und einem Cabinet, Küche, Keller und Holzstall, zu ver- niiethen und im Juni beziehbar. Auch kann ein möblirteö Zimmer mit Cabinet billig abgegeben werden. Gießen den 4. April 1848. Major Schmalkalder, Wittwe. A uszu leihen. 717) (Alleudorf a. d. Lumda.) In der Kirchenfasse Beuern liegen gegen gerichtliche Sicherheit 160 fl. auszuleihen. Ackendorf a. d. Lumda den 12. April 1848. Der Kirchenrechnet Deines. Vermischte Nachrichten. 748) (Gießen.) Nach Uebereinkunst sämmtlicher Hauptleute, soll die Bürgergarde Dienstag den 25. April ausrücken; wobei gewünscht wird, daß sich alle Bürgergardisten ohne Ausnahme, mit der Armbinde versehen, einfinden möchten. Der Sammelplatz ist auf dem Brand Morgens 9 U h r. Sämmtliche, Hauptleute der Bürgergarde. Hierzu eine Beilage. Vermischte Nachrichten. 732) (Gießen.) Auf Mittwoch den 3. Mai werden sämimliche Lehrer des Kreises Gießen air Besprechung höchst wichtiger Angelegenheiten einqeladen. Jeder, dem sein und der Schule Wohl am Herzen liegt, wird sich Morgens 9 Uhr bei Wirth Kliebe in Wieseck einfinden. Braun. 718) (Gieße n.) Der Unterzeichnete zeigt hiermit an, daß auch er keine Fabrikarbeit, — sondern nur selbst verfertigte Waare zum Verkaufe führe. C. Faber II, auf dem Seltersweg. 697) (Gießen.) Ein gewandter Scribent kann bei einem Landgerichte alsbald Beschäftigung finden. Das Nähere in der Erpedit. d. Bltts. 746) (Gießen.) Das Bleichen in meinem Garten ist von heute an gänzlich aufgehoben, wobei ich zugleich bemerke, daß bei mir eine große Wasch- mange billig zu verkaufen ist. L. Hartmann, in der Schanze. 730) (Gießen.) 1300 fl. werden gegen genügende Sicherheit zu leihen gesucht. Näheres bei d. Erped. d. Bltts. 753) (Gießen.) Um jede Erleichterung herbei zu führen, haben wir die Einrichtung getroffen, daß diejenigen, welche Sand aus unserer Grube abfahren wollen, vorerst Zettel bei den Thorschrei- bern am Neuwcger und resp. Seltersthor emlchen und beim Laden bei sich haben müssen. In gleicher Weise haben diejenigen, welche Lehm aus unlerer, rechts an der Chaussee nach Heuchelheim gelegenen Grube, abfahren wollen, ihre Zettel vorerst bei dem Thorschreiber des Reustädlerthores einzulösen. Bei der Retourfahrt werden die Zettel bei dem Thor abgegeben und der Thorschreiber reißt solche in $wei Theile und übergibt dieselben dem Fuhrmann. Wer ohne Zettel Sand oder Lehm auö unseren Gruben abfährt, ist Defraudant und wird ohne Rücksicht zur Anzeige gebracht. Auch die Mitglieder der Gruben werden Jedem gleich gehalten. Gießen den 20. April 1848. Ludwig Keßler u. Comp. Tanzunterrichts-Anzeige. 696) (Gießen.) Unterzeichneter macht hiermit die ergebene Anzeige, daß er Anfangs Mai hier ankommt und mit seinem Tanzunterricht beginnen wird. C. Hummel, Tanz« und Balletmeister. 738) (Gießen.) Allcnfallsige Forderungen an die verstorbene Wilhelmine Eckstein, sind binnen zehn Tagen, von heute an, bei dem Unterzeichneten einzureichen; eine spätere Eingabe muß unberücksichtigt bleiben. — Gießen am 19. April 1848. Carl Muller. 734) (Gießen.) Den 2. und 3. Osterfeier« tag findet ilarmoni e-Musik auf dem Hardthofe Statt. 747) (Heuchelheim.) Am 2. Osterfeiertage findet bei Wirth Kröck in Heuchelheim Tanz-Musik Statt. 737) (Gießen.) Am 3. Osterfeiertage findet E ii t ree-Ball im Prinz Carl Statt. Das Billet kostet 18 fr. und wird als Zahlung wieder angenommen. Geld Cours vom 20. April- Gold- und Silber-Sorten. ft. | fr- Neue Louisd'or..... Friedrichs'dor Ducatcn ...... 20 Frank-Stücke . . . Holl. 10 ff. Stücke . . . Engt. SouverainS . . ■ Laubthaler Preußische Th ater . . . . Fünf-Franken-Thaler . . . Hochhaltiges Silber .,. Gering-mittelhaltigeS Silber 11 9 5 9 10 12 2 1 2 24 24 5 58 37 46 1 3 43J 45 20 24 20 Frischbäcker zu Gießen. Am ersten Osterfeiertage. Moritz Wallenfels Wittwe in der Wallthorffraße. Adolph Keil in der Neustadt. Am rweiten Osterfeiertage Franz LampuS in der Löwengaffe. Withelm Hellmold auf dem Neuenweg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 1. Osterfriertage. Morgens: Superintendent Simon. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Am 2. Osterfeiertage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Freiprediger Siebert. Beerdigte. Am 2. April. Marie Koob, deö Orts- bürgcrs, Johannes Koob zu Niederweidbach, eheliche Tochter, alt 18 I. 1 M. 14 T., gestorben den 31. März. Den 20. April. Johannette Luise Dorothea Wilhelmine Mandler, des perfiorbenen Bürgers und Müllermeisters, 290 Christian Mandler, eheliche Tochter, alt 11 I. 10 M. 26 T., gestorben den 18. April. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Angekommeue und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. 7rn Einhorn: Hr. Riedel, Lieutn. u. Hr. v. Göbel, Hauptm. v. Friedberg. Hrn. Kff. Schnatter v. Frankfurt u. Fillmann v Mannheim. Hr. Engelbach, Rent. v. Saarlouis. Hr. Tharlenbach, Mechan. v. München. Hr. Wahlwullcr, Apoth. v. Schierstein. Hrn. Kfl. Klingelhöfer v. Düsseldorf u. Tilhauer v. Barmen. Hr. Wachermann, Archit. v. Braunschweig. Hr. Ruhmann, Geh. Just.-R. v. Hamburg. Hr. Arnold, Bauconduct. v. Osnabrück. Hrn. Kfl. Klein v. Lehe u. Marr v. Berlin. Im Ruppen: Hrn. Kfl. Müller v. Rheidt, Gaquoin v. Hanau u. Bergenthal v. Cassel. Hr. Martin, Politechn. v. Mannheim. Hr. Walther, Gutsbcs. v. Lauterbach. Hr. Selzer, Verwalt, v Laubach. Hr Klänzer, Kfm. v. Mün- ster. Fr. Oberger.-R. Werner m L-chwest. v. Marburg. Hrn. Kfl. Gooße v. Barmen, Borncmann v. Elberfeld, Albrecht v. Cöln, Schweitzer v. Hannover u. Becker v. Melsungen. Hr Küchler, Sind. v. Arnsberg. Frl. Schweißgut v. Wetzlar. Hrn. Kfl. Bohne v. Mainz, Hansemann v. Braunschweig u. Kaufmann v. Elberfeld. im Prinz Carl: Hr. Scharmann, Handelsm. v. Felda. Hr. Stinzler, Färb. v. Frankfurt Hr. Rausch, Spedit. v. Großeneichen. Hrn. Müll. Kalbfleisch u. Habcrkorn v. Al- tenbnrg. Hr. Schaaf, Kfm. v. Cöln. Hr. Storch, Privatm. v Weilburg. Hr. Weinpessinger, Handelsm. a. Tprol. Hr. Rottermann, Land. jur. v. Hildesheim. Hrn. Kfl Gockus v. Steinheim u. Dahlmann v. Pforzheim. Hr. Lange, Oec. vom 18, bis 20. April 1848. v. Karbe». Hr. Löwenthal, Pferdehndl. v. Mainz. Hr. Fecger, Geschästsm. v. Wetzlar. Im Darmstaedter Haus: Hr. RkhbeiN, Handels»!, v. Frankershausen. Hrn. Geschäftsl. Lang v. Jringshausen, Alles v. Münzenberg u. Wolf v. Bisses. Hr. Eberhardt, Geom. V. Offenbach He. Drullmann, Fuhrm. v. Wetzlar. Hrn. Gtschäftsl. Rapp v. Schlitz u Weg v. Biedenkopf. Fr. Kreuzer v. Alzei. Hr. Ditschler, Fuhrm. v. Büdingen. Hr. Weigel, Bauanfseh. v. Lindheim. Hrn. Geschäftsl. Hehle v. Weilburg u. Haas v. Londorf. Hr. Lutz, Lehr. v. Grebenau. Im Stern: Hr. Demuth, Privatm. v. Frankfurt. Hr. Neumann, Buchb v Dieburg. Hr. Ricker, Küf. v. Wambach. Fr. Dörner v. Lindenstruth. In der Sonne: Hr Wagner, Handelsm. v. Beuern. Fr. Wüge v. Andreaöberg. Hrn. Geschäftsl. Stielmann v. Göttingen u. Förster v. Fulda. In der Rose: Hr. Schäfer, Gastw. u. Hr. Ruppert, Geschästsm. v. Oberkleen. Hr. Weigel, Geom. v. Gladenbach. Hrn. Panlu. Hosch, Handelst. v. Großeneichen. Hr. Theiß, Sind v. Gladenbach. I n den Privathäusern. Bei Witiwe Häuser: Jungfer Schmidt v Grünberg. — Bei Hrn. Kfm. Münch: Hr. Keller, Geschäfts!», v. Bensheim. — Bei Hrn Hofr. Dr. Wehn: Hr. Ducaffe m. Fann, Oberb. Direct-Acceff. v. Heppenheim. Nächsten Dienstag den 25. d. M. findet Scheibenschießen sowohl aus Ständen, als auch aus freier Hand auf dem Hardthose bei Gießen Statt, wozu höflichst eingeladet wird. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei. (Hierzu der deutsche Michel als Beiblatt..) Der deutsche Michel. (Beiblatt.) Mr. Samstag -en 22. April IS^S* Diese« Blatt erscheint so ost dazu vorhanden ist, als Beiblatt zum hiesigen Anzeigeblatt, Lnseratgebühren werden die gebrochene Zeile in gewöhnlicher Schrift mit 2 fr. berechnet. 3) Antwort. Den „mehreren Bürgern" welche im „deutschen Michel" ihre politische Bildung an den Tag zu legen, versucht haben, brauche ich nur sehr kurz zu antworten: Die Frage über Ein - Kammer - System oder Zwei - Kammer - System, behaupten diese Herren, sey der wichtigste Punkt, die Hauptsache, denn: Ein System mit einem einzigen Volkshause sei nichts anderes als eine Republik: ein System mit einem Ober- und Unterhause, wie in England, sei eine cvnstitutionclle Monarchie. Dies ist nicht wahr. Kurhessen ist eine con- stitutionelle Monarchie und hat nur eine Kammer; Nordamerika ist ein republikanischer Staatenbund - und hat zwei Kainmern. Auf dies gestützt, könnte ich eben so gut behaupten, ein System mit einem einzigen Volkshause sei die cvnstitutionclle Monarchie, eines mit zwei Kammern die Republik. Das wäre gerade so wahr, als die Behauptung der mehreren Bürger im deutschen Michel; man sieht, daß die Zahl der Kammern nur ein Nebenpunkt ist. Eine Verdächtigung liegt in den Worten, „diesen kleinen Zwetschenländchen gestattet Herr Prof. Vogt kein selbstständiges Bestehen." Eine besondere Vertretung dieser Stäätchen im Staat würde an ihren Fortbestand ein specielles Interesse knüpfen, was mir verderblich scheint. Von „Aufheben" oder „nicht gestatten" habe ich nicht gesprochen, und verwahre mich dagegen; — aber jeder Patriot, der Deutschlands Zerrissenheit beklagt, wird mit mir wünschen, daß auf dem Wege gütlicher Uebereinkunft eine Zusammcnschmelzuug mancher Landestheile geschehe und daß einige der kleineren Fürsten ein solches Herz im Busen tragen möchten, wie der Herzog von Braunschweig, der seine Souveränität dem Ganzen zur Verfügung gestellt hat. E. Vogt. 4) Bescheidene Anfrage. Die „mehrere Bürger" welche im „deutschen Michel" gegen Herrn Prof Vogt auftraten, sind wohl dieselben, welche vor einiger Zeit zur Bildung eines zweiten Bürgerclubs ausforderten? N. 5) Da in jetziger Zeit alle Welt Bürger seyn will, so fragen mehrere Bürger, die wirklich nur Bürger sind, die „mehreren Bürger" des deutschen Michels vom 19. April, wieviel Besoldung sie schon vom Staate erhalten haben? Wir könnten dann erfahren, wie theuer so ausgezeichnete politische Kenntnisse zu stehen kommen, als in dem bezeichneten deutschen Michel ausgekramt sind. Mehrere Bürger. F. 6) „Mehrere Bürger" im „deutschen Michel" scheinen zu glauben, daß es dem Vvlkcwillen nicht überlassen bleiben soll, die Verfassung selbst zu bestimmen. Wir möchten sie fragen, wer denn Preußen und Oestreich zu constitutionellen Staaten gemacht hat? Das Volk in Wien und Berlin ist es wahrscheinlich nicht gewesen? K. 7) Mehrere Bürger im „deutschen Michel" hoffen, daß Herr Obrist Vogt es nicht so machen werde, wie Hecker und Struve. Herr Vogt hat sich öffentlich gegen solches Unternehmen an demselben Tage ausgesprochen, als die Nachricht hierher kam und man noch nicht wissen konnte, wie es ausfallen würde. Das haben die „mehrere Bürger" wahrscheinlich vergessen? Mehrere S fi rg er. 8) llebei* das politische Glaubensbekenntnis des Professors Vogt. Michel und Jost. Jost. Michel, was hältst Du denn von der Erklärung des Professors Vogt über das, was er i» Frankfurt toiU? 4 Michel. Ich halte gar nichts davon und will ihn auch nicht wählen! I o st. Warum denn, Michel? Michel. Was ich nicht fassen kann, davon halte ich nichts. Jost. Aber der Prof. Vogt hat sich ja deutlich erklärt, was er will. Michel. Na! was will er denn? Jost. Er hat gesagt: er werde sich der Mehrheit anschließen. Michel. Ja! da liegt es eben! ich ehrlicher Michel, ich will halt die Republik gar nicht: die können die Franzosen für sich behalten, sic wären sie nach meinem dummen Verstand herzlich gerne wieder los, wenn sie es nur anzufangen wüßten! — Na! was will denn nun der Prof. Vogt, wenn die Versammlung zu Frankfurt die Republik will? Jost. Na! du dummer Michel, so will er auch Republik. Michel. Die will ich ja aber nicht! Jost. Du verstehst nichts von einer republikanischen Constitution! Michel. Ich dächte! der Gewählte soll den Willen der Wähler aussprechen, ich bin wohl noch zu dumm. Aber, wenn nun die Mehrheit den Despotismus und die Tyrannei wollte? Jost. Folgerecht muß der Prof. Vogt sich auch anschließen! Michel. Gute Nacht! Freiheit! Jost. Warum denn? Michel. Darnach kriegen wir ja, wenn wir den Prof. Vogt wählen, in keinem Falle, was wir wollen, — weil wir es wollen. Jost. Das könnte ja seyn, muß man es denn darum gleich so laut sagen? K. 9) Bekanntmachung Nächsten Dienstag als den 25tcn d. M-, Morgens 10 Uhr, wird im Kloster Arnsblirg eine Volksversammlung für den Wahlbezirk Hungen, zur Besprechung über die demnächst stattfindende Abgeordneten-Wahl zum Parlamente, abgehalten werden. Die Herrn Bürgermeister des betreffenden Wahlbezirks werden ersucht dieses in ihren Gemeinden zur Kenntniß zu bringen. Der Wichtigkeit der Sache wegen glaubt man einem recht zahlreichen Besuche entgegen sehen zu dürsen, besonders da zugleich mehrere Männer, welche sich zu diesem schwierigen Amte für tüchtig halten, als Wahlkanditaten aufireten werden. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.