Än^eigetrlatt für -ie Sta-t Gießen und die Kreise Gießen, Grünberg und Hungen. Jfo. 24t. Mittwoch den 22. März 184t 8. Dieses Blatt erscheint jeden Dienstag und Freitag, Abends. Der Pranumerationsbetrag ist jährlich für Einheimische Ist» 30 kr., (mit Unterhaltungsblatt 2 fl. 12 kr), halbjährlich 45 kr., (mit Unterhaltungsblatt 1 ff. 6 kr.), für Auswärtige incl. Postaufschlag 1 ff. 42 kr., (mit Unterhaltungsblatt 2 ff. 24 kr.), halbjährlich 51 kr., (mit Unterhaltungsblatt 1 ff. 12 kr ). Auswärts abonnirt man sich bei den zunächst gelegenen löbl. Postämtern. In Gießen bei der Expedition, Canzleiberg Lit. B. dir. 1. Einrückungsgebühr für den Raum der gespaltenen Corpus-Zeile 2 kr. Inserate müssen jedesmal an dem Tage vor dem Erscheinen dieses Blattes bis Morgens 9 Uhr längstens an die Redaktion gelangt seyn. Bekannt m a ch u n g. An die Ober Hessen in den standesherrlichen und patrimonialgerichtsherrlichen Bezirken zunächst. Erst vor wenigen Tagen bin ich — Ihr wißt es — durch das ehrenvolle Vertrauen unseres geliebten Erbgroßherzogs zur Leitung der Staatsgeschäste berufen worden. Eure drückende Lage, Eure besonderen Verhältnisse als Einwohner standesherrlicher Bezirke nahmen vor allem Andern meine Aufmerksamkeit in Anspruch; ich erklärte am 7. d. M., am ersten Tage nach llebernahme meines Amtes, in den beiden Kammern der Stände: „Es wird das Bestreben der Regierung sepn, im Einverständniß mit den Ständen alle Feil dallasten zu beseitigen, die Privilegien einzelner Klassen anfzuheben und alle Staatsangehörigen vor dem Gesetz unbedingt gleich zu stellen." Das Ziel, welches ich'mir vorgesteckt, und welches zu erreichen ich die Zuversicht habe, da ich der Unterstützung aller Staatsangehörigen, namentlich auch derer mich zu erfreuen habe, von welchen Opfer zu bringen sind, — dieses Ziel besteht in der Gleichstellung der Einwohner der standesherrlichen Bezirke mit den übrigen Staatsangehörigen. Ungeduldig, dieses Ziel zu erreichen, habt Ihr seitdem Eure Standesherren bedrängt und wohl auch Zugeständnisse von denselben erhalten, die weit über dasjenige hinausgehen, was nach Recht und Billigkeit von ihnen gefordert werden konnte. Hütet Euch, ich muß es Euch mit Ernst sagen, den Weg des Gesetzes zu verlassen! Erwartet nicht von mir, daß ich Euch in unrechten Dingen unterstützen werde; ich will Euch helfen erreichen, was recht und billig ist, aber ich mißbillige ernstlich alle Ungesetzlichkeiten, ich fcrdere von Euch Achtung und Heilighaltung der Eigenthumsrcchte, ich fordere von Euch mit allem Nachdruck, dessen ich fähig bin, Aufrechthaltung der Sicherheit der Personen. Vertrauet auf mich, schon habe ich mich mit Euren Anliegen beschäftigt; ich sende einen Cvmmissär zu Euch, um über die Verhältnisse zwischen den Standeöherren und Euch Eure Wünsche zu vernehmen und deren Befriedigung zu bewirken; die StandeSherren bieten zu diesem Friedens werke bereitwilligst die Hand. Fortan werden Eure Standesherren allen Gesetzen, die auf verfassungsmäßigem Wege erlassen werden, eben so unbedingt unterworfen seyn, wie die übrigen Angehörigen des Großherzogthums; sie werden also namentlich allen Gesetzen unterworfen seyn, welche eine Ablösung, Verwandlung oder Aufhebung von Monopolien, Wirthschaftsbannrechten, Grundlasten, Weiderechten, Jagden, Fischereien, Erb- lehen u. s. w. für das ganze Land überhaupt zum Gegenstand haben. 204 Sie werden sich hinsichtlich aller noch nicht zum Abschluß gebrachten Grundrenteuablösungen den Bestimmungen des Ablösungsgesetzeö von 1836 nach den billigsten Rücksichten unterwerfen. Sie werden die ihnen verfassungsmäßig zustehenden Gerechtsame in Bezug auf Justiz und Polizeiver- waltung, namentlich auch die Forstpolizei über Communal- und Privatwaldungen an den Staat abtreten; sie werden auf die Ernennung der Bürgermeister und Beigeordneten verzichten. Sie werden Maßregeln nicht entgegen seyn, welche auf Beseitigung der Klagen über Wildbeschädigungen abzielen, und eine allgemeine Ausdehnung des Wildschadensgesetzes auf Waldungen bezwecken. Sie haben den ihnen von mir gemachten Vorschlag, alle ihre jetzt anhängigen Prozesse mit Angehörigen ihrer Standesherrschaften durch eine aus der Mitte der öffentlichen Anwälte zu bildende Commission prüfen zu lassen und eine gütliche Beilegung jener Prozesse auf diesem Wege anzubahnen, bereitwillig angenommen. Vertraut also auf mich, daß ich Eure Angelegenheit, die ich in meine Hände nehme, auf gerechte und billige Weise zu ändern den Willen und die Macht habe. Laßt aber alle übertriebenen auf Verkennung wohl erworbener Eigenthumsrechte beruhende Ansprüche fallen, verlaßt den Weg des Gesetzes und der Ordnung nicht, und erschwert mir nicht durch Ungesetzlichkeiten die Erreichung der guten Absichten, die ich für Euch hege. Ich schicke Euch den Minifterialrath Maurer- Ich habe ihn beauftragt; Maßregeln zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung mit Euch zu verabreden; ich erwarte von allen braven Bürgern mit vollem Vertrauen, daß sie ihn hierin kräftigst unterstützen werden. Bedenket! Nur auf dem Wege des Gesetzes und der Ordnung, welche aufrecht zu erhalten mich mein Eid und mein Gewissen verpflichten, kann etwas Gutes gedeihen und für die Dauer erreicht werden! Darmstadt, am 16. März 1848. Der Minister des Innern: H. Gagern. Pürgergar-e. Der heute constituirte Generalrath der Bürgergarde hat beschlossen, Folgendes zur all- gemelnen Kenntniß zu bringen: 1) Die Bürgergardisten werden ausgesordert, innerhalb des Stadtbezirks keinerlei Schießübungen anzustellen. 2) Die Schießübungen der Bürgergarde finden vorerst wöchentlich zweimal aus dem Hardthose Statt. 3) Für die Herstellung eines näher und bequemer gelegenen Schießplatzes sollen sofort bei dem Stadtvorstand geeignete Schritte geschehen. 4) Alle unsere Mitbürger werden ersucht, feder in seinem Kreise durch Wort und That dahin zu wirken, daß allem unvorsichtigen Gebrauche des Feuergewehrs, wie er in den letzten Tagen zuweilen vorgekommen ist, kräftigst gesteuert werde. Zu dieser Bitte bestimmen uns insbesondere etliche zur Anzeige gekommene Fälle, in welchen die Feuerwaffe, die dem Manne zum Schutze von Ordnung und Recht gegeben ist, als gefährliches Spielzeug in den Händen einiger Unmündigen nahe daran war, selbst Menschenleben zum Opfer unvorsichtiger Uebungen zu machen. Gießen den 20. März 1848. Der Generalrath der Bürgergarde. Namens desselben der Vorsitzende Dr. S v l - a n. Ich Gießen LU! und bei durch eine Forst-, ! und Gens ständig zu gleicher W Beträge ii Gemeinde! Bezug Be forderliche theilten, Verfuhren soll. — 2 gen zuerl sech s T erlassen. - wärtigen rechtskräft strafen, rechtskräft von der ! malen wi strafen ft beträgt, nerhalb i' alsbalv it daß die t daß diese! haben wi Milde ar Hoheit, Staatssie (L. Es Erlaubni Grr Bes 479) von Bur markung Vermöge schen sei brachten 205 n dm Be- Polizeiver- it abtreten; Mbeschädi- zwecken. mit Singe« ente Com- en, bereit« hine, auf e übertrieben Weg eidjung der ii (Sud) zu -in kräftigst lche auf« n etwas ? zur all- keinerlei aus dem llen sofort und Thai wie er m ieser Bitte »eichen die tt ist, als ar, selbst esitzende Besondere Bekanntmachungen. 479) (Gießen.) Johannes Stumpf II. von Burkhardsfelden, beabsichtigt sein, in der Gemarkung Burkhardsfelden gelegenes Immobiliar- Vermögen an seine Kinder abzulreten, kann inzwischen sein Eigenthum an allen zur Theilung gebrachten Grundstücken nicht urkundlich darthmi. Es werden daher auf dcßhalb gestellten Antrag alle Diejenigen, welche Ansprüche irgend einer Art an die fraglichen Grundstücke bilden, von welchen in der Registratur des unterzeichneten Gerichts der Flurbuchö-Auszug zur Einsicht offen liegt, hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche an das Grund-Vermögen des JohS. Stumpf Ur. b-'tmen 4 Wochen Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Heinrich Frühling zu Ulrichstein d,e Erlaubniß zum Betrieb des Mäklergewerbes erhalten hat. Kreisrath. Grünberg den 7. März 1848. Ouörier. Bekanntmachung. Ich beeile mich nachfolgendes Allerhöchstes Edict zur Kenntniß der hiesigen Einwohner zu bringen Gießen den 15. März 1848. Der Bürgermeister Gg. Reiber. von Gottes Gnaden Erbgroßherzog und Mitregent von Hessen „nd bei RheUi -c. k. - Wir haben Uns bewogen gefunden, den Antritt Un erer MUregentschaf durck einen besonderen Act der Gnade zu bezeichnen und verfugen demnach wie folgt: Art. 1. Alle gnab- Fischerei- und Feldstrafen nebst den darauf Bezug habenden Pfandgeldern d GeriduSkosten welche bis jetzt von den Gerichten erkannt, bis heute aber weder bezahlt noch voll- «uf °»d«. Seife »erduft smd - «3. 'S W^.e ist der darauf Bezug habende Werths- und SchadenSer atz erlaßen, insoweit die deßfallsigen Lsle^n dl- £5 Ä - D-g-»-» Men diejenigen B-.e-ge, «eiche hi.'«» Piidnie» -de- Betrage m v e ]] ! oesetilicken Wege, wie bisher, beigetrieben werden, insofern die zu bereit Bema"B recht g en 'solches verlängern und deßhalb innerhalb 4 Wochen der betreffenden Behörde die er- ? blicke Er ärnna abgeben — Art. 3. Hinsichtlich der bis heute angezeigten, aber noch nicht abgeur- orderliche Eiklar 9 9 tJ gA-, Fischerei- und Feldfrevel bestimmen Wir, daß Ms Bn ährenhierüber niedergeschlagen, Überhaupt allen diesen Anzeigen keine weitere Folge gegeben werden f (( Art 4 Von den vor dem Erscheinen dieses Ediktes wegen polizeilicher Uebertretun, 0 ' ßtpfnnnniüftrafen welche noch gar nicht oder nicht vollständig verbüßt sind, werden !.»«"Ä7 7-,? >° -°. °-m »Ä »S”8 ««« '«* ---»>-'»>'»«-» »»- o» r 0mS 5 Was in dem Art. 4 verfügt ist, gilt auch von den vor dem Erscheinen gegen- ; Unferen ordentlichen Gerichten wegen anderer nicht polizeilicher Vergehen uerfannt aeSnen, aber gar nicht oder nicht vollständig verbüßten Gefängniß- s? nerbaib' ihres Geschäftskreises, sind mit dein Vollzüge gegenwärtiger Verfugu>ig, welche die Bmgermeister .,-Lln J ;(.ren Gemeinden besonders zu verkünden haben, beauftragt. — Wir leben der festen Zuversicht tS Ne SetbediaUn in diesem Acte der Milde und Gnade einen Beweggrund zur Besserung siuden, und daß dieselben künftig solche Fehltritte vermeiden und sick) in den Schranken der Ordnung, welche zu hand- T^Ln tnir fpft eilttoloffen sind halten werden. — Es ist Uns eine besondere Freude, diesen Act Unserer Miwe mn Namenötaae Unserer geliebten Gemahlin, der Frau Erbgroßherzogin Mathilde Konigltche ,»S“uÄT- UrtunMid, Unfmr -!gg°d,»ck,m Staatssiegels. Darmstadt am 14. März 1848. (L. 8.) Ludwig. H- lagern. 206 sogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls den vorgelegten Theilzetteln die gerichtliche Bestätigung erthcilt werden wird. Gießen den 8. März 1848. Gr. Hess. Landgericht. Ploch. 478) (Gießen.) Der Philipp Rodenhausen von Wie,eck hat sich, weil er zur Verwaltung seines Vermögens unfähig ist, freiwillig unter Curatel gestellt, und es sind demselben der Johannes Lindenstruth und Eberhard Rodenhausen zu Wieseck als Curatoren beigegeben worden. Es wird dieses unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß alle nachtheiligen Rechtsgeschäfte, welche ohne Mitwirkung dieser Curatoren mit Philipp Roden- hausen abgeschlossen werden sollten, keine Gültigkeit Gießen am 2. März 1848. Gr. Hess. Landgericht. Ploch. 507) (Gießen.) Die Gr. Forstmeister haben den Auftrag erhallen, das eintretende wirkliche Be- dürfniß an Streulaub möglichst zu befriedigen, — auch für Lastweise Abgabe desselben zu sorgen. — ©oßte sich hier ein solches Bedürfniß finden, so rann dasselbe hier angemeldet werden, worauf ich das Weitere veranlassen will. Gießen den 14. März 1848. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 523) (Grünberg.) Die Gemeinde Lindenstruth hat ausweislich des Hppothekenbuchs dem Karl Ehemann zu Frankfurt a. M. laut Obligation vom 27. Mai 1771 für 100 fL, der Universitäts-Vogtei zu Grünberg laut Obligation vom 28. August 1779 für 150 st. und dem Hauptmann 2deltz zu Grünberg laut Obligation vom 21. Sep- temt’ei 1799 für 300 st. ihr gesummtes Vermögen verpfändet, uni), da diese Capitalien längst abgetragen, die guittirten Schuldurkunden hierüber aber verloren gegangen seyn sollen, so werden auf Antrag der Gemeinde Lindcnstruth, alle Diejenigen, welche etwa , noch Ansprüche hieraus bilden zu können vermeinen sollten, hierdurch aufgesordert, solche sogewiß binnen 6 Wochen dahier gellend zu machen, als ansonst diese Verpfändungen für er- loschen erklärt und die hierüber im Hypotheken- werd ^ll»dlichen Verpfändungseinträge gelöscht Grünberg den 1. März 1848. Gr. Hess. Landgericht das. Welker. 522) Der Bürgermeister Loewe. (Atzbach.) 30 Eichenstämme von 20 bis 180 Cubikf. Inhalt, zu jedem Gebrauche geeignet, sollen Dienstag den 28. d. M., Mittags 1 Uhr, im Garbenheimer Gemeindewald versteigert werden. Versteigerungen, 539) (Gießen.) Mittwoch den 22. d. M. Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Oßwald'schen Garten eine große Parlhie altes Bauholz, Ziegeln, Schiesser, Bretter und steinerne Gartenstützel an die Meistbietenden versteigert. Gießen den 20. März 1848. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 516) (Gießen.) Die Erben deö verstorbenen Glutermcisters G. C. Fillmann haben mich be- ÄÄ d°'Mben zugehörige Wohnhaus am Kirchenplatz an den Meistbietenden versteigern zu lassen. ES wird hierzu Termin auf Montag den 27. März, .. ,, „ Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Rathhaus anberaumt. Gießen den 15. März 1848. Der Beigeordnete R ü h l. 524) (Gießen.) Montag den 27. d. Mts Nachmittags 2 Uhr, ' ' fott auf dahiesigem Rathhaus in Auftrag der Phi- Alt! Neu.^LMlft^^leute dahier, deren zustehende, ^205 Z102 7 Hofraithe auf der Mäusburg und 438 6 Hofraum mit Scheuer in der Judcngassc, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 20. März 1848. Der Beigeordnete Rühl. 499) (Bellnhausen.) Freitag den 24. März, Vormittags 10 Uhr, Mn in unserrn Gemeinde-Wald,' der Hain ac- nannt, ö 20 Stück Eichen-Baustämme von 10—36 Fuß Länge und 18—36 Zoll Durchmesser meistbietend versteigert werden. Kaufliebhaber werden hiermit eingeladen. Bellnhausen den 13. März 1848. Die Zusammenkunft ist auf dem Dorlarer Wege an der Kellersbach. Atzbach den 17. März 1848. Der Bürgermeister Colnot. 520) (Londorf.) Donnerstag den 30. März d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Londorfer Gemeindewald, Distrikt Katzengeheeg, 405 Kicfcrn-Baustämme von 10—70 Fuß Länge, 6—16 Zoll Durchmesser, welche 10,322 Cbkf. halten, nochmals, da die auf den 10. März anbcraumte Versteigerung ungünstiger Witterung halber nicht abgehalten werden konnte, an den Meistbietenden versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in dem Distrikt bei Nr. 1. Londorf den 18. März 1818. Der Bürgermeister Faulsti ch. 519) (Gießen.) Nutzholzversteiger it it g. Samstag den 25. März d. I., Vormittags 10 Uhr, werden im botanischen Universitätsgarten 99 Nutz-Stämme und Stangen, 563 Cbkf. haltend, meistbietend versteigert. Die Gartcndirektion. 253) (Wetzlar.) Freitag den 24. März d. I., Morgens 10 Uhr, sollen in dem Lokal des unterzeichneten Stadtgerichts nachstehende, den Chelcutcn David Büßer dahier zustehende Grundstücke, nämlich: 1) Ein dahier vor der Jakobsburg Lit E. Nr. 20 gelegenes Gebäude mit einem großen gewölbten Keller. 2) Ein vor dem Silhofcr Thore an der Stückpforte Flur I. Nr. 1. des Katasters gelegener 4 Morgen, 145 Ruthen u. 80 Fuß haltender Garten, mit dem darin befindlichen Wohnhause, WirthschaftS- und Occonomicgcbäuden, alles im besten Zustande, an den Meistbietenden versteigert werden. In diesem Garten, der mit vielen Bäumen der besten Obstsorten bepflanzt ist, ist seit länger denn 50 Jahren Weimvirthschaft mit großem Erfolge betrieben worden und eignet sich derselbe hierzu nicht nur durch seine ausgezeichnet schöne Lage, sondern er ist auch mit allen dazu nöthigen Einrichtungen und Lokalitäten, als einem schönen großen Saale, mehreren Nebenzimmern, einem großen gewölbten Keller, einer vor einigen Jahren erst erbauten bedeckten Kegelbahn und einem besonderen 207 Gartcnhause versehen; auch ist in demselben ein passender Schießstand angebracht. Die Bedingungen, unter welchen diese Grundstücke versteigert werden sollen, liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht vor. Wetzlar den 4. Februar 1818. Königlich Preußisches Stadtgericht. A. A. Krüger StadtgerichtS-Secretär. F c i l g e b o t e n. 534) (Gießen ) In Lit. C. M 150 auf dem Seltersweg, sind zwei Gußplatten jede mit 8 Fuß hohem Rohr, welches auf Schornsteine sich eignet, billig zu verkaufen. 535) (Gießen.) Rothe Frühkartoffeln bester Sorte, Saathafer und Saaterbsen, sind zu verkaufen bei Ehr. Lampus, Bäcker, auf dem SclierSweg. 538) (Reiskirchen.) Aus der Pfarrscheuer zu Reiskirchen, sind noch mehr als 200 Ccntner sehr gutes Heu zu verkaufen. 529) (Alba ch.) In der Gemeinde Albach steht ein dreijähriger ausgezeichnet ffchöner Vogelsberger Fasselochs zu verkaufen. Derselbe ist vorzüglich im Dienst und kann einer größeren Gemeinde, in welcher noch ein geringerer unterhalten wird, besonders empfohlen werden. Der Bürgermeister Schäfer. 526) (Gründ crg.) Hallöperkaus aus den Abbruch. Ein vor ungefähr 18 Jahren neu erbautes zweistöckiges in gutem Zustand befindliches Wohnhaus, 18' lang, 24%' breit, mit Ziegeln gedeckt, soll wegen Veränderung des Bauplatzes verkauft werden. Nähere Auskunft hierüber ertheilt der Zimmermeisier Daniel Haaö. 537) (Gießen.) Schöne Fichtendeckreiser das Gcbund zu 4'/2 fr., Dornwellcii zu 4 und 5 fr., große Heckenwicd, das Hundert 12 fr-, starfe Baumstangen zu 4, 5 u. 6 fr., gelbe Setzlingsweiden, eine große Partie schönen Lauch und 7 — 8 Mesten weiße Frühfartoffeln verkauft L. Hartmann, i.i der Schanze. 530) (Gießen.) Ein Haufen Dünger ist zu verkaufen bei Balth. Scnsfclder. 208 Zu vermiethen. 525) (Gießen.) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Joh. Jughard auf dem Seltersweg. 531) (Gießen.) Das von Herrn Schichtmeister Rössing bisher bewohnte Logis, sowie eine möblirte Stube ist auf nächsten Kurs zu vermiethen bei Höstreich auf der Mäusburg. 494) (Gießen.) Ein Sopha ist billig zu verkaufen, sodann ein Haufen guter Dung. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. 527) (Gießen.) In meinem Hauö in den Neuenbäucn, sind 2 ineinandergehende geräumige Zimmer zu vermiethen. M. Ballin. 541) Zm vormaligen Schießhaus ist eine Stube mit Cabinet, mit oder ohne Möbel, sogleich zu vermiethen. 528) (Gießen.) In meinem Hause ist ein Logis für eine kleine Familie zu vermiethen und kann bis den 17. Juni bezogen werden. Schmalkalder. Vermischte Nachrichten. 501) (Bre men.) Nachricht über Schiffe nach Nordamerika. Carl Traub, von der Regierung seit 33 Jahren angestellter und beeidigter Schiffsmakler in Bremen (Langenstraße 52-,) wird auch in diesem Jahre fortwährend feste, sichere und schnell- segelnde Schiffe nach Newyork, Baltimore, New-Orleans, Galveston -r., welche mit hohen, geräumigen Zwischendecken und eleganten Cajüten versehen, zur Aufnahme von Passagieren ganz geeignet und zur Ueberfahrt alle erforderliche Bequemlichkeit gewähren, erpediren, und gibt derselbe auf portofreie Anfragen gerne alle erforderliche Auskunft. , .... m Anmeldungen zur Ueberfahrt geschehen schriftlich oder persönlich bei ihm, sowie bet seinem Bevollmächtigten Herrn I. G. Appel in Gießen. Bremen im März 1848. 536) (Bremen.) Für Auswanderer nach Nordamerika. Nach Newyork und Baltimore fertigen wir am 1. und 15. eines jeden Monats große dreimastige Schiffe erster Classe ab und im Frühjahr und Herbst auch nach Neworleans und Galveston in Teras, sowie nach Adelaide in Südaustralien. — Passagiere dafür nehmen unsere Corespondenlen, in Gießen Herr Fried. Wissig, sowohl als wir, bei baldiger Anmeldung zu mäßig gestellten Preisen an. — Mit der nunmehr eröffneten Eisenbahn gelangt man sowohl von Cöln, als auch von Leipzig und Berlin in ungefähr 15 Stunden für weniger denn 5 preuß. Thaler die Person nach Bremen. — Sämmtliche bis Mitte Oclober v. I. von uns erpedirie Schiffe sind nach schneller Fahrt glücklich in den verschiedenen Bestimmungshäfen Nordamerikas angelangt. Bremen im März 1848. Lüdering u. Comp., Schiffs-Rheder und Schiffs-Befrachter. 521) (S torndorf.) Auswanderer nach Nordamerika können fortwährend auf guten soliden Dreimaster-Schiffen 1. Classe zu den billigsten Preisen befördert werden. Indem ich dieses zur Kenntniß der Auswanderungslustigen bringe, bemerke ich, daß ich schon seit 20 Jahren die Beförderung der Auswanderer nach Nord-Amerika zur größten Zufriedenheit der Auswanderer betreibe und deßhalb als wirkt. Agent coneessionirt und eine angemessene Caution gestellt habe. Ich übernehme die Beförderung von hier bis Bremen mit meinem eigenen Geschirr und zwar am 1. und 15. eines jeden Monats. Storndorf am 6. Februar 1848. Heinrich Rausch, bevollmächtigter Agent und Frachtfuhrmann. 209 in den •Sinnige lin. : Stube eich zu ist ein m und :r. ifier iii schnellhohen, geeignet irtofreie Bevoll- Schiffe sowie n Herr Nit der i uuge- tliche )iedenen frachter. lefördert ch schon heit der It habe, id zwar Angekommene und abgereiste Fremden vom 17. bis 20. März 1848. Koch v. Stuttgart u. Knieriem v. Alsfeld. Hr. Greben, Kamm.-R v. Offenbach. Fr. Bersch v. Marburg. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Kopulirt. Den 19. März. Johann Ludwig Weber, Bürger und Schloffermeister dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und -Müllermeisters, Georg Adam Weber, ehelicher Sohn; und Justine Luise Kempe, des Bürgers und Oeconomen, Georg Friedrich Kempe in Salzberhelven, im Königreich Hannover, eheliche Tochter. Getaufte. Den 16. März. Eine uneheliche Tochter, Margarethe Karoline, geboren den 29. Februar. Den 17. März. Dem Bürger und Strumpsweber, Wilhelm Busch, eine Tochter, Amalie Polerine Henriette Karoline Luise, geboren den 1. März. Den 19. März. Dem Bürger und Schreinermeister, Wilhelm Pfeil, ein Sohn, G.org Christian Friedrich Theodor Martin Konrad Karl Philipp, geboren den 14. Januar. Denselben. Dem Bürger undRothgerbermeister, Karl Becker, ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 27. Februar. Denselben. Dem Bürger und Schuhmachermeister, Jacob Namspeck, ein Sohn, Johannes, geboren den 2 März. Beerdigte Den 20. März. Der Großherzogliche Ingenieur, Ludwig Karl Georg August Lindt, alt 28 I. 2 M. 9 T., gestorben den 18. März. Denselben. Elisabethe Schwan, des verstorbenen Bürgers und Fuhrmanns, Johann Melchior Schwan, bin- terlaffene Wittwe, geborne Mohr, alt 75 I., gestorben den 17. März. Prinz Carl: Hrn. Zahnärzte Meyer u. Löwenstein v. Osthofen. Hr. Hillmer, Forstmstr. v. Battenberg. Hr. Dielv, Bäck. v. Angersbach. Hrn. Kfl. Schiff u. Meyer v. Kaichen. Hr. Normet, Geschäftsm. v. Lampertheim Hrn. Oecon. Jost v. Sickenhausen u. Balkenstem v. Kaulstoß. Hr. Schlörb, Geschäftsm. v. Schotten. Hr Engelbach, Bote v. Biedenkopf. Hr. Hofmann, Handelsm. v. Ruddmgshausen. Hr. Reinting, Schrein v. Caffel. Hr. Kreuder, Oecon. v. Weisel Hr. Dietz, Geschäftsm. v. Landenhausen. Hr. Walter -ifm. v. Oberingelheim. Hrn. Oecon. Kuhl v. Kann- stadt, Kalbfleisch v. Altenburg u. Weiß v. Liederbach. Hr. Boraer, Fuhrm. v. Offenbach. Hrn. Geschäfts!. Daud u. Schneider v. Homburg. Hr. Bayer, Kfm. v. Frankenberg. Hr Gilbert, Oecon. v Friedrichsdorf Hr. Reinhardt, Ge- schäftsm v. Geißnidda. Hr Herzog, Kfm v. Wetzlar. Hr. Höhr, Uhrm v. Schönach. Hr. Blume, Kfm. v. Mainz Im Hirsch: Hr Wolf, Geschäftsm. v. Echzell. Hrn. Fuhrt. Eichhorn v. Ernstthal u. Wüther v. Nnterneubrunn. Im Durmstaedter Baus: Hr. Selach, Geschäftsm. v. Cöln. Hrn. Handelst. Eschle v. Fortwangen u. Braun v. 486) (Gießen.) A. Mayer aus Hessen- Darmstadt hat die Ehre, sich als Zahnarzt bestens zu empfehlen, auf die vorzüglichste Weise Zahne einzusetzen, die Emaille-Zähne zu reinigen, zu ersetzen, auszufeilen und zu plombiren; Alles ohne den mindesten Schmerz zu verursachen. Er ist au- zutressen von Morgens 8 bis 9 Ohr und Mittags von 12 bis 2 Uhr in seinem Logis im Gasthaus zum Prinz Carl zu Gießen. 540) Alle Diejenigen, welche Bauschutt au meinen Garten, vom Gasthaus zum Pfau aus der erste an dem Wieseckerweg gelegene, fahren wollen, erhalten per Fuhre 6 fr. Louis Flett, im Gasthaus zum Stern. 532) (Gießen.) Es wird ein reinliches, gesittetes Mädchen, welches mit Kindern umzugehen gut versteht, und sich mit guten Zeugnissen legiti- niiren kann, auf Ostern in Dienst gesucht. Wo. sagt die Erped. d. Bltts. 395) (Gießen.) Die in diesem Jahre abzuhaltende Bücherversteigerung findet im Monat Juni Statt und werden zu derselben bis Ende Marz Bücher angenommen. Gießen am 23. Februar 1848. Ehr. Ph. Bogel. 533) (Gießen.) Im Gasthaus zum Hirsch wird ein tüchtiger Pferdeknecht gesucht, der auch den Ackerbau gründlich versteht; derselbe kann gleich in Dienst treten. In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Friedrich, Pf«« v. Pohlgöns. Hrn. Kfl Röntgens v. Elberfeld, Bayer v. Aschaffenburg, Steg, f.chd v St Gallen u. Bernsdorf v. Wien. Hrn. Par ic v Sicke u. v. Wentz m Bedien, v. Scharmbeck u. v. Men doro m Bedien, v. Hannover. Fr. Haweden m. Tocht. v Leivria Frl v. Malchius m. Bedien, ö. Stuttgart. Hr. Sp2 Fabrik. »• New-Iork. Hrn. Kfl. Turnau v. Ber m Kunz u. Hofmann v. Battenberg. Hr. Brauncck, Partie, v. Wetzlar. Im Kappen: Hrn. Kfl. Homberger v Frank^rt u. Veldhausen v Bremen. Hr. Hoffmann, Pmrr v Bot e ?nr„ c,tn Kfs. Leisewitz v. Bremen u. Kuhnerts v Castet. Hr. Roth, Verw. u. Hr. Ahlefeld, Kfm. v. Btedenkopf Hr. rvtr cm.'iff Winkt# Öccon. pv 3 n än3: v Wien Hrn. Kfl. R.tttclstensscheid v. Barmen, Bernstein v Nürnberg u. Joachim ». Frankfurt. SteißeIt v Schenck v. Hermannstem. Hr Jostm, Oecon. SSi Vtn Kw ». Bremen, Fickell v. Frank,urt, 210 Winterberg. Hr». Geschäfts!. Krämer v. Dauernheim, Stahl Blofeld u Ahl v. Cöln. Hr Hausmann, Spengl. v. Battenberg. Hrn. Handelül. Eschle v Fortwcmge» n Biirck- Hardt v. Reifenberg. Hrn. Geschäfts! Saloh v. Cöln u. Naumann v. Eckcrshain. Hr. Depp, Färb. v. Biedenkopf. Hrn. Geschäfts!. Schmelz v. Langsdorf, Sturz o. Wallenrov, Scharfniß v. Ramberg, u. Hofmann v. Herborn. Im Siem. Hr. Fuhr, Schuhm. v. Homberg. Hr Löb, Handelsni v. Niederkleen. Hr. Becker, Fuhren, v. Marburg. Hr. Baumann, Mechau v. Berlin. Hr. Reuter, Gerb. v. Staufenberg. Hrn. Prioail. Vöhl v. Frankenberg u gleck- stein v Waldsee. Hrn. Fuhrl. Junghaus u. Speck v. Juberoth. Jungfer Wehn v. Biedenkopf. In der Sonne: Hr. Will, Handelsni v Hundsböben Fr. Goldman» v. Ershausen. Hin. Geschäftsl. Wagner o. Großendufeck, Weimer, Erb u. Muhl o. Beuern. Hr. Lup, Geschäftsm. v. Watzenborn. Hrn. Musik. Gremper u. Greist v. Fulda. Hr. Schmelz, Geschäfts»!, v. Maar. In der Hose: Hr. Herd, Buchb. v. Gladenbach. Hrn. Oecon. Klein v. Obershausen, Borck v. Gladenbach, Stritter v. Oberohinen u. Kalberlach o. Rüddingshausen. Hr. Schömbs, Bäck. n. Hr. Kronauer, Schrein, v. HernShcim. Hrn. Ge- schäftöl. Eckstein v. Vadenrod u. Walther v. Strebendorf. In den Prrvathäusern. Bei Hrn. Friedr. Noll: Hr. Noll, Goldarbeit v. Ha. nau it. Fr. Stumpf v Beuern. — Bei Hrn. Ludw. Löb.r: Jungfer Löbec v. Frankfurt — Bei Hin. Sect.-Jngen. Lindt: Fr! Lindt u. Hr. Lindt, Hofger.-Secret.-Acceff. ».Darmstadt — Bei Hrn. Kfm. Böhm: Fil. Scharmann v. Laubach. — Bei Hrn. Steucreinnehni. Mandl: Hr. Lauer, Steuereiunehm v. Biedenkopf. Sprechhalle f n r z e i t g e m ä ß e ES gereicht dem Uiiterzeichnetei, zur innigen Befriedigung , dem Publikum miltheilen zu können, daß die in der Nacht vom 13. auf den 14. März Statt gehabten Ruhestörungen nur einigen Mulh- willigen, nicht aber der w a ch e h a b e n d e n M a n n s chaft der Bürgergarde zur Last gelegt werden können. ($. Bogt. Gine Frage an Gießens Bürger!