Änzeigeblatt für die Stadt Gießen und die Kreise Gießen, Grünberg und Hungen. .4° 32. “ Mittwoch den 19« April 18^8. Dieses Blatt erscheint jeden Di-nfta-! und Freitag, Abend«. Der PranumerationSbetrag ist ia^llch fur Einh-lMlsch-1 th.Olr., h jährlich 45 fr., für Auswärtige i„°l. Postaufschlag 1 st. 42 fr., halbjährlich 51 fr. Slu«tt«t4 abonntrt M31'WL3LaX 2 fr Postämtern. In Gießen bei der Erhedition, Canzlcibcrg Lit. B. Nr. 1. EinruikungSgebuhr für d-n Raum der g-fpalten-n Corpus Ä-a-- rr. Inserate müssen j-deSmal an dem Tag- vor dem Erscheinen dleseS^Blattcs^bis^Morg-nS^UHr^langsten^i^l^iedaftloi^elangt^^^. Besondere Bekanntmachung. 723) (Gießen.) Mehrere Tausend Gulden können bei der Stadt Gießen gegen kündbare Obligation zu 4% Zinsen angelegt und alsbald bei der Stadtkasse eingezahlt werden. Gießen den 17. April 1848. Der Bürgermeister Gg. Reiber. Versteigerungen. 684) (Gieße n.) Mittwoch den 26. April d. Z., Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause die dem Marcus Arnstein gehörige Hofraithe: Xsö 1° Klftr. Haus in der Sonne, %49 3 „ Hofraum daselbst, versteigert werden. Gießen am 4. April 1848. Grvßh. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. 720) (Mainzlar.) Holzversteigerung. Dienstag den 25. d. M., Morgens um 8 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Schabenberg, Gau ic., nachverzeichnetes Holz, als: 140 Stecken Buchen-Scheidholz, 8 » Eichen- u 20 „ Buchen-Prügelholz, 24 u Eichen- ,, 58 ir dladel- u 45 Stecken Buchen-Stockholz, 5 u Eichen- „ 8 it Nadel- „ 5100 Stück Buchen-Wellen, 475 „ Eichen- » 4375 „ Nadel- „ 2 u Buchen-Stämme, von 10 Cubikf., 10 „ Eichen- „ ii 131 n 97 n Kiefern- „ u 291 u 968 „ Bohnenstangen versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Michaelitag d. I. gestaltet. Mainzlar am 15. April 1848. Der Bürgermeister Schlapp. 719) (Staufenberg.) Dienstag den 2. Mai d. I., sollen in dem Gemeindewald, Distrikt Eichwald, 49 Eichen-Baustämme von 20—5.0' Länge 25— 37" Durchmesser, im Ganzen 8626 Cubik- fuß enthaltend, 2 Buchenstämme, von 12—20' Länge, 31—34" Durchmesser, int Ganzen 271 Cubikfuß enthaltend, sowie 12 Stecken auserlesenes Eichen-Scheidholz, welches sich zu Kiefer- und Glaserholz besonders eignet, versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 9 Uhr in dem Eichwald. Staufenberg den 15. April 1848. Der Bürgermeister Fischer. 282 722) Die Verpachtung des Faberischen Guts soll nunmehr Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, bei günstiger Witterung auf dem Gute selbst, bei ungünstiger Witterung aber im Kaffeehaus deS Herrn D- Ebel vorgenommen werden. Gießen den 17. April 1848. Körber. Feilgeboten. 721) (Gießen.) Ich empfehle eine sehr schöne Auswahl der neuesten Mousselines de läines, Cachemiriennes in allen Farben, halbseidener und leinener Kleiderstoffe, Sommer-Mousfclines, sowie sonstiger Sommerartikel für Damen und Herrn zu den billigsten Preisen. H e inr. Ferber. 724) (Gießen.) Weinverkauf über die Straße. Bei dem Unterzeichneten sind nachfolgend ver, zeichnete, rein und gut gehaltene Weine über die Straße zu verkaufen: 1844r Rheinweine zu 20 und 24 fr. dre Flasche, 1842t „ u 28, 32 u. 44 fr.,, u 1846r ii n 28, 32 U. 44 n u n 1846r rother Ingelheimer zu 36 u. 44 u u » 701) (Gießen.) Feinstes Schwungmehl zu 6 fr. und Vorschußmehl zu 5 fr. das Pfund bei L. Cahn. 713) (Gießen.) Die Brod- und Mehlpreise für die Backgesellschast sind vom 17. April festgesetzt: 1 Sorte per 4 6 11 kr. 2 n " ir ii 10/* » .......*2y " 4 11 n ff 11 y /2 ff seines Schwungmehl, per D 6 fr. Weißmehl » " 5 u Roggen-Schwarzmehl, » „ 2 t, 716) (Gießen.) Dh^enmergnete von James Gar ter in London. Diese nach Vorschrift eines berühmten englischen Arztes gefertigten Magnete besitzen die besondere Eigenschaft, daß sie binnen wenigen Stunden selbst die heftigsten Kopfschmerzen beseitigen, namentlich wenn selbige chronisch oder gichtisch geworden sind. Nicht minder stillen dieselben rheumatische Zahnschmerzen in unglaublich furzer Zeit, und sind zugleich ein sicheres Heilmittel gegen Ohrensausen, der gewöhnliche Vorbote von Harthörigfeit. Das Paar dieser Magnete in vcrs. Cartons, mit der Anweisung wie sie zu tragen und aufzu- bewahrcn sind, fostet l’/3 Thlr. pr. Courant und sind in Gießen nur ächt zu haben bei Carl Frech. Aerötliches Attest über die Ohren-Magnete von James Gar ter. Zufolge der günstigen Erfahrungen, welche ich über die heilsame Wirfung der Ohren-Magnete gemacht habe, fann ich nicht umhin, dieselben als eine der schätzbarsten Bereicherungen des magnetischen Heilapparates zu empfehlen. Es sind die Ohren nicht nur eine der bequemsten Stellen des Kopfes zum Tragen von Magneten, sondern auch wegen der wichtigen NerveiiauSbreitnngeii daselbst eine der geeignetesten und empfänglichsten. Daher lassen sich auch die überraschenden Wirfungen erklären, welche diese Art Magnete gegen rheumatische, gichtische und nervöse Kopfschmerzen, gegen die sogenannte Migräne, gegen Zahnschmerzen, Ohrenreißen und Ohrensausen haben. In den geeigneten Fällen erfolgt der Nachlaß der Schmerzen meistens binnen wenigen Stunden. Da die Einwirkung des Magnetes häufig eine Geneigtheit zu Hautkrisen hervorruft, so ist ein warmes Verhalten insbesondere dann zu beobachten, wenn das liebel durch Erkältung her- bcigeführt wurde. (L. 8.) vr I. E. Hedenus, Stadtgerichts-Arzt zu Freiberg. Nicht nm Speculationen zu fördern oder Markt- schreiei zu Hülfe zu kommen, sondern aus innerer Ueberzeugung, die ich durch Auflegung der Ohren- Magnete gewonnen, halte ich es für meine Pflicht, öffentlich zu bekennen, daß dieses Mittel nicht zu den gewöhnlichen Charlatanerien unserer Zeit gehört, sondern wahr und wahrhaftig mich von einer langjährigen Kopfgicht nach kurzem Gebrauche befreit hat. Agnes von Muller in Prag. 695) (Gießen.) Mehrere gut erhaltene wein- grüne Stückfässer sind billig abzugeben. Bei wem sagt Ausgeber d. Bltts. 699) (Gießen.) 100 Malter gute Kartoffeln sind im Ganzen, sowie auch theilweise zu verkaufen hei W. Schwan's Wittwe, im Prinz Carl. 283 zugleich der ge- §artons, ) aufzu- int und rech. harter, elche ich inete geben als magneti- sind die llcn des ern auch daselbst Daher ngen er- imatiscke, die sogc- renreißen en Fällen s binnen > Magne- ervorruft, dann zu lung her- n u s, Freiberg. er Markt- s innerer :r Ohren« ic Pflicht, ' nicht zu iserer Zeit mich von Gebrauche ller tene wein- Bei wem Kartoffeln verkaufen Wittwe, :L 700) (Gießen.) 50 Malter gute Kartoffeln sind im Ganzen oder auch im Einzelnen, sowie einige Fuder Korn- und Waizenstroh zu verkaufen bei Wittwe Vehberger, im Schwanen. Zu vermiethen. 715) (Gießen) Ein moblirtes Zimmer ist monatlich oder coursweise in Lit. A. M 189 zu vermiethen und sogleich beziehbar. 592) (Gießen.) Im Hause des Oberappel- lations-Raths Knorr auf dem Seltersberge, ist die mittlere Etage, sowie ein Zimmer mit Eabiuet in der oberen, nebst einem 17, Morgen haltenden Hauögarten von dem 1. April an zu vermiethen. Das Nähere ist im Hause des Geheimenraths Knorr zu erfragen. 645) (Gießen.) In meinem Hause ist ein Logis, bestehend in zwei heizbaren Zimmern und einem Cabinet, Küche, Keller und Holzstall, zu ver- miethen und im Juni beziehbar. Auch kann ein moblirtes Zimmer mit Cabinet billig abgegeben werden. Gießen den 4. April 1848. Major Sckmalkalder, Wittwe. 91 uözuleihen. 717) (Allendorf a. d. Lumda.) In der Kirckenkasse Beuern liegen gegen gerichtliche Sicherheit 160 fi. auszuleihen. Allendorf a. d. Lumda den 12. April 1848. Der Kirchenreckuer Deines. Vermischte Nachrichten. Bürgerclnb. 726) Donnerstag den 20. d. M., Nachmittags 4 Uhr, wird der Burgerclub eine Volksversammlung in der Reitbahn abhalten. Die Landleute aus dem Krmse Gießen ausqesordert, an derselben Theil zu nehmen, da die Wahl eines Volks-Depuürten Gegenstand der Besprechung sein wird. Der Vorstand. B ü r g e r c l u b. Zufolge Beschlusses der Sonntag den 16. April abgehaltenen Generalversammlung werden folgende Paragraphen der angenommenen Statuten zur allgemeinen Keuntniß gebracht: , , ™ §. 1. Der Bürgerclub hat den Zweck gegenseitiger Belehrung und Anregung in Bez g t -p litik und andere das gemeinsame Interesse berührende Angelegenheiten. h A §. 2. Dieser Zweck soll erreicht werden durch Lesen von Zeitungen, Flugschriften und Buchc , cy freie Unterhaltung und Vorträge und durch Veranlassung allgemeiner Volksversammlungen. §. 4. Die Volksversammlungen werden in der Regel jeden Freitag gehalten; fürji , 9 Gegenstände, welche man auf denselben besprochen wünscht, liegt ein Buch un Gesechchaf Tl Wenn besonders wichtige Gegenstände drängen, können besondere Versammlungen veranlaß - . §. 5. Mitglied des Bürgerclubs kann jeder hiesige Einwohner sein, der das 17. «ebenjajr «urua- gelegt hat, so wie alle Studenten. Ein dem Zwecke der Gesellschaft entsprechendes Betr g jedem Mitgliede vorausgesetzt. §. 6. Wer Mitglied werden will, hat dies dem Vorstande schriftlich anzuzeigen. Gleichzeitig wurde beschlossen, daß alle Diejenigen, welche ihren Beitritt bis nächsten Sonntag vcn 23. April erklären, noch zu dem ermäßigten Eintrittsgeld von 15 Kreuzer ausgenommen werden. lieber Ort und Zeit der künftigen Donnerstag den 20. April stattfindenden Volksversammlung gibt eine besondere Anzeige Nachricht. m . Gießen den 17. April 1848. ®er Vorstand. 725) Die Gewerbtreibenden, welche an b.r Fabrikation von Gewehren Antheil zu nehmen wünschen, werden ersucht, sich Dienstag den 18. d. M., Abends 8 Uhr, im Promenadehaus zu einer Besprechung einzufinden. Carl Vogt. 284 703) (Gießen.) Der Unterzeichnete beehrt sich, einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß er sich dahier als Spenglermeister etablirt habe. Zugleich bittet er um geneigten Zuspruch und verspricht: alle in dieses Fach einschlagenden Artikel billig und prompt zu fertigen, mit dem Änfügen, daß er keine Fabrikarbeiten, som dern nur selbst gefertigte Waaren führt. Will). Bosholm, wohnhaft in Lit. C. JVa 58. auf dem Seltersweg, nahe am Kreuz. 705) (Grünberg.) Von Sonntag dem 16. April an, fährt jeden Tag, Morgens präcis 6 Uhr, ein Omnibus nach Friedberg und von da um 4 Uhr wieder zurück nach Grünberg ab. Grünberg den 11. April 1848. C. Bott. B. Flick. 714) (Gießen.) Der zur Präparandenklasse und bis zur Aufnahme nach Serta befähigende Unterricht der Rappolt'schen Schule nimmt den 8. Mai seinen gewohnten Fortgang. Die Anmeldungen neuer Schüler können bei dem Unterzeichneten Sonntag den 7. Mai und an den darauf folgenden Tagen geschehen. Meine Wohnung befindet sich im Schullokale, dem Hinterhause des alten Löwen am Neuenweg. Gießen den 19. April 1848. Thudichum. 718) (Gieße n.) Der Unterzeichnete zeigt hiermit an, daß auch er keine Fabrikarbeit, — sondern nur selbst verfertigte Waare zum Verkaufe führe. C. Faber II, auf dem Seltersweg. 697) (Gießen.) Ein gewandter Scribent kann bei einem Landgerichte alsbald Beschäftigung finden. Das Nähere in der Erpedit. d. Bltts. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am Gründonnerstage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Am Charfreitage. Morgens: Kirchenrath vr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard. Getauft. Den 15 April. Dem Großherzoglichen Hofgerichts-Advocaten, Wilhelm Wolf, ein Sohn, Peter Alfred, geboren den 8. März. Beerdigte. Den 13 April. Anna Maria Dauern- heim, des Bürgers, Christian Dauernheim, Ehefrau, geborne Emrich, all 60 I., gestorben den 11. April. Denselben. Johannette Schwalb, des Großherzoglichen Hauptzollamts-Assistenten, Karl Schwalb, eheliche Tochter, alt 1 T. 4 St., gestorben den 12. April Den 14 April. Christian Konrad Rodner, Bürger und Untersteuerbote dahier, alt 47 I. 21 T., gestorben den 12. April. Den 16. April. Johann Eberhard Vogt, Metzger, des verstorbenen Bürgers und Metzgermeisters, Johann Konrad Vogt, ehelicher Sohn, alt 50 I. 3 M. 14 T., gestorben den 14. April.________________________ Druck und Versag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei. In den Gastbäusern. im Einhorn -. Hr. Ludolph, Lehr, v Schrocksbach. Ör. Schnatter, Rent. v. Berlin. Hrn. Kfl. Heinemann v. Mainz u. Olb v. Hanau. Hr. Jouchartin, Partie, v. Aachen. Hr. Kastropf, Rent. v. Düsseldorf. Hr. Rofferz, Kfm. v. Aachen. Hr. Samenlaufcr, Buchh. v. Danzig. Hr. Bruger, Kfm. v. Eisenach. Hr. v. Mangnus, Offiz, v. Cöln. Hrn. Kfl. Catheder u. Schröder v. Frankfurt, Hr. Zückler, Cand. thcol. v. Heidelberg. Hr Zanders, Beamt, v. Meiningen. Hr. Franzky, y. Hamburg. Hrn. Kfl. Baumann v Ulm lt. Sänger v. Frankfurt. Hr. Theisen, Oecon. v. Hanau. Hr. Fritzmann, Gutsbes. v. Mecklenburg Hrn. Kfl. Wald- schmidt v. Würzburg, Wagenschock v Cassel u. Böhm v. Fulda. Im Rappen: Hr. Eickemeper, Ingen, v. Darmstadt. Hr v. Schwedler, Privatm. v. Eschwegen. Hr. Schmidt, Jäg. v. Rupperten. Hr. üßteganb, Baumstr. v. Ziegenhain. Hr. Buschler, Verwalt, v. Wetzlar. Hr Hartmann, Kfm. v. Erfurt. Hr Eiscnbach, Baumstr. v. Elberfeld. Hr. Müller, Kfm. v. Rheidt. Hr. Kießling. Rentamtm. v. Hungem Hr. Gaquin, Kfm, v. Hanau Fr. Hofr. Wellmann v. St. Pe- lm Darmstaedter Haus: Hr. Stier, KitpferfchM. v. Altenburg. Hr. Red, Geschästsm. v. Schreck. Hr. Burck- hardt, Handelsm. v. Reifenberg. Fr. Weil v. Geißmdda. Hrn Geschäfts!. Tanz v. Oberursel, Werner v. Hopfgarten, Dippel v. Ehringshausen u. Bitur v. Herbstein. In den Privathäusern. Bei Fr Secret. Pauli: Frl. Kirchner v. Oberschmitten. — Bei Fr. Hofger.-Secret. Bapst: Hr. Bapst, Kfm. v. Frankfurt. - Bei Hrn. Hofgcr.-R. Roth: Frl. Schluckebier v. Asel. — Bei Hrn. Bäcker Steinberger: Hr. Heinz, Prwatm. v. Reiskirchen. - Bei Hrn. Brieftr. Haus: Jungfer Leich v. Biedenkopf____________ Anaekommene und abgereiste Fremden vom 14. bis 17. April 1848. - - ■ - tersburg. Hrn. Kfl. Gcbr. Goldstein v. Grebenstein. Hr. Wagner, vr. med. v. Cassel. Hr. Grün, Apoth. v. Cor- bach. Hr. Bergenthal, Kfm. v. Cassel. Im Prinz Carl: Hr. Fuchs, Krclsb. v. Wahlen. Hrn. Kfl. Schaaf v. Halle u. Hens v. Vöhl. Hrn. Oecon. Dietz u. Becker v. Erbenhausen, Schmidt v. Sellnrod u. Schmidt v Ruppertenrod. Hr. Hems, Kfm. v. Offenbach Hr. Fel- sing, Oecon. v. Freiensteinau. Hr. Korell, Thierarzt v. ermit it,- Aaare i’ II, sweg. ?cribent lftigung !tts. en. borgend: r. Engel. möglichen , Peier Dauern- geborne zogüchcn Tochter, Bürger neben den Metzger, mn Son» , gestor- ein. Hr. ö. Corin. Hrn. on. Dietz Schmidt Hr. Fel- ierarzt v. rschm. v. r. Burck- Seißnidda. opfgarten, mitten. — o. grank- nckebier v. Privatm. er Leich v. Der deutsche Michel. (Beiblatt.) Mr. 32. Mittwoch -en 19. April 184:8 ♦ Dieses Blatt erscheint so oft Stoff dazu vorhanden ist, als Beiblatt zum hiesigen Anzeigehlatt, gratis. Znseratgcbühren werden die gebrochene Zeile in gewöbnlicher Schrift mit 2 kr. berechnet. An die Oberhessen. Herr Professor Dr. C. Vogt hat in einer Veröffentlichung: „An die Oberhessen/' seine politischen Grundsätze dargelegt und zugleich den Wunsch ausgesprochen , man möge ihn als Abgeordneten nach Frankfurt zur constituireuden Versammlung senden. Gewiß ist dieses offene Darlegen der Grundsätze, welche derselbe zu vertreten gedenkt, sehr ehrcn- werth und es ist zu wünschen, daß alle diejenigen, welche als Candidaten für die Wahl zur constitui- renden Versammlung austreten, offen und deutlich ihre politischen Ansichten aussprechen möchten, damit man sicher weiß, was man von ihnen, als Vertretern des deutschen Volkes zu erwarten hat, und damit Jeglicher im Stande sey, ihre Ansichten zu prüfen. Eine solche Prüfung wollen wir nun hier mit den von Herrn Prof. Vogt ausgesprochenen Grundsätzen vornehmen. Zunächst gibt Herr Prof. Vogt die Forderungen an, welche Herr v. Gagern (in dem Programme der Siebenercommissiou) als die seinigen ausgestellt hat, und erklärt sich mit denselben einverstanden. Alsdann geht derselbe zu Bemerkungen über die Einrichtung der Centralbehörde für Deutschland über, indem er sagt: „Ein' Volkshaus wollen Alle — d. h. eine „Ständekammer, ein Parlament für ganz Deulsch- „land, hervorgegangen aus der freien Wahl „des Volkes, bekleidet mit den weitesten Rechten, „die einem Volkshause zukommen können." „Die Commission der Sieben will einen Senat „der Einzel stauten. ES hat ihr offenbar die „nordamerikanische Einrichtung als Vorbild vorge- „schwebt, wo durch Abgesandte der Regierungen ein „Senat gebildet wird. Ich gestehe offen, daß ich „mir über diese Frage noch keine bestimmte Ansicht „habe bilden können. Einerseits ist ein solches Haus „wünschbar, um eine Ueberrumpelung des Volkshau- „ses durch ein ausgezeichnetes Talent oder eine „augenblickliche Stimmung zu verhüten, andrerseits „würde eine Vertretung der Einzelstaaten die Folge „haben, daß alle die einzelnen Zwetschenländchen, „wie Reuß-Greitz u. s. w. einen ewigen Bestand „hätten. Welches dieser Uebel das größte sey, „darüber erwarte ich Belehrung." Daß Herr Prof. Vogt hierüber noch keine bestimmte Ansicht hat, ist sehr schlimm, denn gerade dieses ist die Hauptsache, gerade dieses ist der erste und wichtigste Punkt, worüber ein Abgeordneter zur constituireuden Versammlung mit sich im Klaren ferm muß. Die Sache ist sehr einfach, es handelt sich nämlich um ein Em-Kammer-System oder um ein Zwei- Kammer-System. Ein System mit einem einzigen Volkshaus für ganz Deutschland auf rein demokratisch er Grundlage, ist nichts anders als eine Republik. Ein System mit einem Ober- und Unterhaus, wie in England, ist eine konstitutionelle Verfassung.* Für eine von beiden Verfassungsarten muß man entschieden seyn, wenn man Abgeordneter zur coit- stituirenden Versammlung in Frankfurt seyn will. Nach seinen vorerwähnten Worten scheint Herr Prof. Vogt hierüber wirklich im Zweifel zu seyn, nicht aber nach den folgenden, denn er sagt weiter unten: „Eine republikanische Verfassung, ähnlich der „amerikanischen, betrachte ich als das Ideal einer „Staatsverfassung." Ist das wirklich die Ansicht des Herrn Prof. Vogt, so muß er als Abgeordneter die Republik, und nur diese verfechten. Stimmt dann die Mehrheit der Versammlung gegen eine Republik, so ist er überstimmt und muß sich dieses gefallen lassen, er mag wollen oder nicht. — Wozu also das Gerede vom „nicht Anschließen an den Terrorismus der Parteien" 2c. ? Das wollen wir hoffen, daß Herr Prof. Vogt es nicht machen werde wie Hecker und Struve. Warum sagt Herr Prof. Vogt nicht lieber bestimmt und klar: ich werde für eine republikanische Verfassung stimmen? — Wir wollen ja Jedem seine Ansicht ungeschmälert gelten lassen, und wer dann ebenfalls für die Republik ist, der gebe Herrn Prof. Vogt seine Stimme, wir werden ihn darum nicht minder ehren. Aber klar muß man mit sich 286 seyn und sich nicht scheuen, der Sache den rechten Namen zu geben. Eben so wenig wie Herr Prof. Vogt sich über die allgemeine Verfassung Deutschlands bestimmt ausspricht, eben so wenig thut er dieses über die Verfassung der einzelnen Bundesstaaten. Zwar sagt er: „So gut ich mich aus innigster Ueberzeugung „entgegeiistemmcn würde, wenn man der Republik „Hamburg oder Frankfurt einen Fürsten gegen ihren „Willen aufdrängen wollte, eben so gut würde ich „mit derselben Ueberzeugung der Partei entgegen „treten, welche einem Volke, das seinen Fürsten ehrt „und liebt und ihn an seiner Spitze behalten will, „diesen Fürsten entreißen wollte." Ganz im Widerspruche hiermit stellt er aber das Fortbestehen der kleineren Länder z. B. Reuß- Greitz, (und folgerecht auch das der größern,) wieder in Frage, denn er verlangt, daß es jedem Lande und Ländchen von der Centralbehörde überlassen werde, durch eigne freie Wahl zu bestimmen, ob es in Zukunft die bestehende Verfassung behalten, oder dieselbe ändern will, und doch nimmt er die Möglichkeit in Aussicht, durch die allgemeine Bundesversammlung (VolkshauS) kleine Länder aufzuheben; und wünscht darüber belehrt zu seyn, ob der Vor- theil der Aufhebung dieser kleinen Staaten nicht die möglichen Nachtheile aufwiege, indem er sagt: ----„andrerseits würde eine Vertretung „der Einzelstaatcn die Folge haben, daß alle die „kleinen Zwetschenländchen, wie Reuß-Greitz n. s. w. „einen ewigen Bestand hätten." Also diesen kleinen Zwetschenländchen gestattet Herr Prof. Vogt kein selbstständiges Bestehen. Ferner stellt derselbe alle bestehenden Rechtsverhältnisse, namentlich die der Fürsten in Zweifel; denn wenn es dem Volkswillen, als einzige Richtschnur, überlassen bleiben soll, die Verfassung selbst zu bestimmen, so möchten wir fragen: wie viel Einwohner muß denn ein Ländchen haben, damit es seine eigne Verfassung sich wählen kann? Jeder, welcher die Proklamation des Herrn Prof. Vogt mit einiger Aufmerksamkeit durchlieft, wird finden, daß derselbe entweder nickt klar mit sich selbst ist, oder nicht bestimmt ausdrückt, was er will. Einen solchen Abgeordneten kann aber keine Partei brauchen, und wir rathen deßhalb jeder Partei, Herrn Prof. Vogt nicht zu ihrem Abgeordneten zu wählen, denn sein Programm ist in den Hauptpunkten so unbestimmt gehalten, daß ihm freie Hand gelassen ist, später gerade das Gegentheil von dem zu verfechten, was seine Wähler erwarten möchten. Gießen den 17. April 1848. Mehrere Bürger. Büeaevqarde. Der Wachdienst ist für die nächste Zeit in folgender Weise geregelt: den 18 April Comp . E ck st e i n 1. und 2. Rotte ff 19. II ff Fuhr „ „ „ If II 20. II ff Zimmer „ „ „ If II 21. u ff Welker „ „ " If II 22. II ff Thorwart „ „ „ If II 23. II II Roloff If II 24. n II Geisel „ ff II 25. U II Ferber „ ff n 26. tl II Wolff „ „ If ii 27. U II Reiterei Lieut. Dieffe nbach und Rauch. ii 28. u ff Bardeleben 3- und 4. Rotte. u 29. u II Eckstein II ff " „ ii 30. II II Fuhr II If If ff ii 1. Mai II Zimmer If ff ff If u 2. ff II Welcker II II If If II 3. ff 1f Thorwart II II If " II 4. ff u Roloff 11 " If If II 5. ff u Geisel II II If ff II 6. ff II Ferber II II If If II 7. ff If Wolff II If n ii II 8. ff II Bardeleben 1. und 2. Rotte. Die Mitglieder der Bürgergarde werde» um so dringender aufgefordert, sich eifrig bei dem Wachdienst zu betheiligen, als die Ruhe der Stadt einzig von dieser Mitwirkung der Bürgergarde abhängt. Der Oberst Carl Vogt. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.