3u;rigrblatt für feie Stadt Gießen und die Kreise Gießen, Grünberg und Hungen. Jt'i 3. Samstag den 8. Januar 18Ä8. Nnibben Dienstag und Freirag, Abends. Der Pränumerationsbetrag ist jährlich für Einheimische 1 ff. 30 fr., (mit Un Ä ! o g' 1; kr.), halbjährlich 45 fr., (mit Unterhaltungsblatt 1 fl. 6 fr.), für Auswärtige incl. Postaufschlag t fl. 42 fr / (mit TnM <> ^^lährlich 5l fr., (mit Untcrhaltungsblatr Ist. 12 fr.). Auswärts abonnirt man sich bei den zunächst gelegenen ovt. Postamte m jn Gießen bet b2 16a Acker, in der Stephansmark, im alten Schlag, auf den Bruch stoßend; '7.3 56 Acker, am Galgenweg; 47.4°-». 56 Acker, daselbst; 47122 1 58 Acker, in der Schwarzlach; 712 2 152 Acker, daselbst; 1 *7133 196 Acker, zwischen der Chaussee und der Marburger Straße; la. *713« 134 Acker, daselbst; 8 45/146 56 Acker, am Galgenweg; 2677i5 271 Acker, am Atzelbusch, öffentlich meistbietend versteigert. Gießen den 1. December 1847. Der Beigeordnete Rühl. Main-Weser-Eisenbahn. Erdarbeiten. 34) (Butzbach.) Die noch circa 8000 st. betragende Vollendung des Planirlooses j\S 19., welches in der Herstellung deö Einschnittes an dem Linsenberg in der Gemarkung Kirchgöns besteht, wird Dienstag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Butzbach den 5. Januar 1848. Der Gr. Hess. Sections - Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. 2338) Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Mittwoch den 12. Januar 1848, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Stadtwalde, Diftrict Stol- zenmorgen, Philosophenwald und Venusberg: 24 Stecken Eichen-Schcitholz, 73/. ii ii Prügelholz, 18 ii „ Stockholz, 628 Wellen /, Reisholz, 17« Stecken Fichten-Prügelholz, 77, H M Stockholz, 338 Wellen „ Reisholz, 148 Stecken Kiefern - Scheitholz, 267« ii „ Prügelholz, 68/« ii „ Stockholz, 3431 Wellen „ Reisholz, 3 Eichen-Stämme von 47 Cubikfuß, 38 Fichten ,, „ 877 „ 153 Kiefern „ „ 2494 „ 4 Eichen-Stangen „ 5/a lf 3 Fichten „ „ 12 u 4 Kiefern „ „ 21 u 5 Eichen-Pflugswelle öffentlich versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zah- 16 lungsfrist bis 24. Juni 1848 gestattet. Die Zu» sammenknnft ist auf dem Trieb. Gießen den 23. December 1847. Der Bürgermeister I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 27) (Gießen.) Holzversteigerung. Freitag den 14 d. M., Morgens 9 Uhr, sollen im Gr. Domanialwald deS Reviers Schiffenberg, Distrikt Tempel, nachstehende Holzsortimente versteigert werden, als: 77 Stecken Kieftrn-Prügelholz, 2 „ „ Stockholz, 21050 Wellen „ Reisholz, 75 „ Birken» „ 325 „ Dornen- 38 Birkenstangen mit 77 Cubikfuß, 1269 Kiefern« u. Fichtenstangcn mit 3'3 Cubf. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni d. I. gestattet. Die Zusammenknnft ist an der Steinberger Straße. Gießen den 5. Januar 1848. Der Gr. Hess. Revierförster deS Reviers Schiffenberg. Dr. Draudt. 30) (Gießen.) Auf freiwilligen Antrag der Schuhmacher Philipp Hoch'schen Eheleute dahier, sollen die denselben zustehenden nachfolgende Immobilien, als: Alt. Neu mKlftr. $4,/201 y402 7 Hofraithe auf der Mäusbnrg; — 438 6 Hofraum in der Judengasse; 5 7., 152 Laggärten am Krosborfer Weg; la *%2 364 Acker am Barresgraben, links des Schützgesbrunnen Wegs; 2 24/43 222 Acker daselbst; 25 2%4 53 Acker am obersten Riegclpfad; 26 2*/45 52 Acker daselbst, (mit Korn besäet), 2a ,7/214 192 Acker, Garten am kleinen Steinweg und am alten Schlag; diesseits des Gäßchens, (mit großem Gartenhäuschen); 7 2%0, 182 Wiese am Langenstein; 6 272ot 214 Wiese daselbst; 5 27208 HO Wiese daselbst; 1 2,/110 86 Wiese am Heegstrauch, rechts des Pfads; 1 27/l20a 88 Wiese daselbst; 7 2,/ie 307 Acker auf der Weißerde; 13 8i/h2 414 Acker am Sandkauterweg und Grüningerpfad; Alt. Neu. lDKlstr. 14 3I/1S2 356 Acker daselbst; 6 3,/13 116 Acker am Altenfeld bei den Gärten; 6a ”/14 116 Acker daselbst, (mit Korn besäet); 5 26/lg0 152 Acker Garten, l ehemals v. Buri'- 4 26/181 184 Acker Garten, s schen Garten mit schönem Gartenhaus und einem vorzüglichen Brunnen; 13a 45/19 416 Acker Wiese, links am Badenburger Fußpfad; 6 4i/78 21 8 deßgleichen, daselbst; 5 4%, 216 Dienstag den 25. d. Mts., Mittags 2 Uhr, auf dahiesigem Rathhaus versteigert werden. Gießen den 3. Januar 1848. Der Beigeordnete Rühl. 37) (Leihgestern.) Dienstag den 11. Januar l. 3., Morgens 9 Uhr, sollen in dem Leihgesterner Gemeindewald folgende Holzsortimente, als: 1) 9 Stecken Buchen-Scheitholz, 2) 2 „ Eichen- „ 3) 13% „ Buchen-Prügclbolz, 4) 10% „ Eichen- „ 5) 1 „ Birken- „ 6) 8 „ Buchen-Stockholz, 7) 23% „ Eichen- „ 8) 1725 Gebund Bechen-Reiser und 9) 1200 „ Eichen^ „ meistbietend versteigert werden. Leihgestern den 5. Januar 1848. Der Bürgermeister Heß. 41) (Wieseck.) Nächsten Montag den 10. d.M., sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, Distrikt Dorloch, nachstehende Holzsortimente: 39 Stecken Buchen-Scheitholz, 14 „ „ Stockholz, 650 Stück „ Wellen, 75 Stecken Eichen-Scheitholz, 12 „ „ Prügelholz, 25 „ „ Stockholz, 825 Stück „ Wellen, 30 Stück Eichen-Baustämme, 15—41 Fuß lang 8—40 Zoll Durchmesser, 1 Buchen-Stamm, 18 Fuß lang und 22 Zoll dick öffentlich versteigert werden. Der Anfang >st des Morgens um 9 Uhr an der Chaussee nach Lollar. , Wieseck den 6. Januar 1848. Der Bürgermeister Lang. 17 Baben* Januar olgende r rß lang Zoll dick er iärten; besäet); Buri'- en mit einem 375 1200 . d. M., Distrikt Durck directe Beziehungen ans den besten Fabriken, ist es mir Möglich, die billigsten Preise zu stellen, und empfehle ich daher die sämmtlichen Artikel zu geneigter Abnahme bestens. G. P h. F i l l m a n n, in der Marktstraße. 20) cGießen.) Ein kleines Wohnhaus mit Stall und Miststätte ist aus freier Hand zu verkaufen. Die Erped. d. BlttS. sagt wo. 14) (Rodheim.) Es sind dahier folgende Gebäude auf den Abbruch zu verkaufen: 1) Ein dreistöckiges Wohnhaus, 39 Fuß laug und 38 Fuß breit; 2) ein Nebenbau, welcher sich zum Wohnhaus einrichten läßt, 33 Fuß lang und 23 Fuß breit, »nd 3) eine 95 Fuß lange und 35 Fuß breite Scheuer mit zwei Tennen und Stallungen. Sämmtliche Gebäude sind von gutem Eichenholz und mit Ziegeln bedeckt. Sollten diese Gebäude jedoch nicht aus der Hand verkauft werden können, so sollen dieselben im Termine Montag den 20. März 1848 einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Rodheim den 29. December 1847. Der Bürgermeister G. Wagner. 28) (Großenbuseck.) Holzverstergerung. Montag den lo. d. M., Vormittags 9 Ubr, sollen in dem Gcmeiudewalde der Gemeinde Großeu buseck, Distrikten Hintersterwald und Neuewald, 3V2 Stecken Eichen-Scheitholz, Feilgeboten. 24) (Gießen.) Wa ar en-Empfehlung. Zu den bisher geführten Waaren-Artikelii, bestehend in Crystall- und ord. Hohlglas, Porzellan, Lohrer und Tafelglas jeder Gattung, belegten Spiegelgläsern, ächten Berliner Goldleisteu von 3 — 30 fr. den Fuß, habe ich auch milchweisc Lampenschirme in vorzüglicher Güte, von 5, 6 und 7" im Durchmesser erhalten, die ich zu 30, 36 und 50 fr. das Stück, im Dutzend noch billiger abgeben fann. Vermischte Nachrichten. 38) (Gießen.) Die Mitglieder der hiesigen Gesellschaft für Selbstbacken, wollen gefälligst ihre Beiträge vom letzten Ziel an den Hrn. Rechner Zimmer bald einschicken. Der Vorstand. Zu vermiethen. 22) (Gießen.) Eine Familienwohnung ist zu vermiethen und bis den 1. März beziehbar bei Georg Wittich. 39) (Gieße n.) Ein auf der Rothhohl gelegener, 57 Ruthen haltender, mit guten Obstbäumen bepflanzter und in bestem Zustande befindlicher Garten ist aus freier Hand zu verkaufen. Bei wem? sagt die Erped. d. Bltts. 25) (Gießen.) Mein Wohnhaus in der Wettergasse, welches Ladengerechtigkeit besitzt, sowie den dazu gehörenden Stall und Hofraum in der Judengasse, beabsichtige ich unter billigen Bedingungen, auS freier Hand zu verkaufen. K. Schultheis I.' Wttw. 3 „ „ Prügelholz, H n Stockholz, 125 Wellen Buchen-Reisholz, „ Eichen- „ „ Weiches- „ 4302 Cbfß. Eicheu-Ban- und Werkholz, worunter Privat-Versteigerungm. 23) Montag den 10. d. M., Abends 7 Uhr, sollen in der Wohnung des Herr» Gemeinderath L. Herbert dahier, die Häute von dem im Jahre 1847 geschlachteten ober gefallenen Vieh von ber Vieh - Afsecuranz - Gesellschaft öffentlich versteigert werben. Gießen ben 1. Januar 1848. B. Vogt. 40) (Gießen.) Montag ben 10. Januar, Nachmittags 3 Uhr, wirb in dem Hofe des ehemaligen Gasthauses zum Löwen ein zu jedem Fuhrwerke taugliches gut gehaltenes Pferd, an den Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigert. sich Stämme befinden, welche bis zu 40 Zoll Durchmesser und 60 Fuß Länge enthalten. 517 Cbsß. Buchen-Werkholz an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist im Neuenwald. Großenbuseck am 4. Januar 1848. Der Bürgermeister Schwa lb. 18 2386) Orientalischer Haarbalsa in. Dieses, durch die berühmtesten deutschen Chemiker und Aerzte geprüfte und mit deren Zeugnissen versehene neue Mittel, gegen dnö Ausfallen der Haare und zur Wiedererzeugung derselben, ist aus den wirksamsten und unschädlichste» Ertraeten zusammengesetzt und verbindet mit seiner vielfältig erprobten Wirksamkeit, im Gebrauche die Annehmlichkeit, daß es nicht wie andere, zu gleichem Zwecke auö salben» artigen und öligen Substanzen bereitete Mittel, die Haut und Haare verunreinigt, sondern im Gegentheil, vermöge seiner ätherischen und flüchtigen Gestalt, schnell von der Haut eingesogen wird, nicht die entferntesten Fetttheile zurückiäßt und gleichzeitig die Haut von aller Unreinlichkeit befreiet. Die Niederlage davon befindet sich, das Fläschchen zu 48 kr. sammt Attesten und Gebrauchsanweisung, bei Hermann Trepp in ge r, Friseur. Der obige Haarbalsam hat mir die besten Dienste geleistet und ist derselbe aller Empfehlung würdig. Henriette v. Liebig. 23) (Gießen.) In der Neujahrsnacht wurde eine silberne Cylinderuhr verloren. Der Finder möge dieselbe gegen eine angemessene Belohnung an die Erped. d. Bltts. abgeben. 33) (Wetzlar) Das alte hiesige Jntelligenz- blatt erscheint wieder wöchentlich am Donnerstag in Folge der, mir unter der verantwortlichen Redaktion des Stadtverordneten-Borstehers, Herrn Oberkammerrath Münch, ertheilten Erlaubniß und nimmt, wie früher, Anzeigen und Bekanntmachungen auf. Wetzlar den 5. Januar 1848. Wittwe Stock. Das akademische Hospital zir Gießen. Nachdem mit dem Schlüsse des vergangenen Jahres die Direktoren der akademische > Klinik die Behandlung der städtischen Armenkranken übernommen haben, sind dieselben mit den städtischen Verhältnissen in so nahe Verbindung getreten, daß sie sich dcßhalb für verpflichtet halten, ihren Mitbürgern nähere Auskunft über die Entwicklung und den jetzigen Stand der unter ihrer Leitung stehenden Anstalt zu geben. Sie verbinden damit den Iweck, das ihnen geschenkte Vertrauen zu rechlferligen, manche, etwa noch bestehende, unbegründete Vorurtheile zu zerstreuen und die öffentliche Aufmerksamkeit immer mehr auf eine Anstalt zu lenken, welche, als zur Ausbildung dec praktischen Aerzte bestimmt, sowohl für das ganze Land, als insbesondere für die Universitäts-Stadt von so großer Wichtigkeit ist. Nachdem von dem Jahre 1812 an auf der Landes- Universität nur eine ambulatorische Privat-Klinik, unter der Leitung des Geh. Medicinal-Rath Balser, ihres Gründers, bestanden hatte, wurde im Jahre 1830 das akademische Hospital und in demselben eine stationaire Klinik zum praktischen ärztlichen Unterrichte der Studirenden errichtet. Sie stand Anfangs unter Balsers alleiniger Leitung. Im Jahre 1832 wurden 3 Abtheilungen, eine medicinische, eine ophthalmo- lozische und eine chirurgische gebildet, von denen die letztere unter die Direktion des damaligen Professors der Chirurgie, Geh. Medicinal-Rath Ritgen kam. Mit dem Jahre 1835 übernahm der Mitunterzeichnete Dr. Wernher, zuerst als Assistent und von 1837 an, als Direktor die Leitung der chirurgischen Abtheilung. Mit dem im Januar 1846 er- folgren Tode des Großh, Geh.-Raths B a lser wurden die 3 Abtheilungen des akademischen Hospitals wieder zu zweien, Geld-Cours vom 31. December. Gold- und Silber-Sorten. fL fr Neue Louisd'or...... • li 6 Friedrichs'dor........ 9 47 Ducaten .......... 5 37 20 Frank-Stücke...... 9 32 Holl. 10 fl. Stücke...... 10 — Engl. Souverains ...... 12 Laubthaler......... 2 431 Preußische Thaler....... 1 4i; Fünf-Jranken-Thaler...... 2 20 Hochhaltiges Silber...... 24 24 Gering-mittclhaltigeS Silber . . . 24 20 gleich großen, vereinigt, von denen die medicinische der Direction des Prof. Dr Vogel untergeben wurde, die chirurgische unter der früheren Leitung blieb. Iur Bestreitung der entstehenden Kosten war von 1835 an eine Dotation von 7000 fl., die 1844 auf 7500 fl. erhöht wurde, ausgeworsen. Da jedoch diese Summe nicht ausreicht, um eine dem Iweck genügende Krankenzahl zu unterhalten , so waren die Direktoren des akademischen Hospitales stets genöthigt, vorzugsweise auf die Aufnahme solcher Kranken Bedacht zu nehmen, welche wenigstens einen Theil der durch sie entstandenen Verpflegungs-Kosten zurück erstatten konnten. Doch war nur durch Verträge mit den Iünsten dem akademischen Hospitale eine größere Menge Zahlen der Kranken und ein bemerkenswerther Geldbeitrag gesichert. Sehr bedauert mußte eg werden, daß verschiedene Versuche, ähnlich wie in andern Universitäts-Städten, die städtische Armen- praxis mit den Kliniken zu verbinden, mißumgcn waren. Die Stadt besoldete ihren eignen Armenarzt. Es kamen deß- halb nur wenige städtische K ante in das Hospital und ver- hältnißmäßig noch weniger zur ambulatorischen Behandlung. Die als Vorschule der selbstständigen Praxis so nützliche Pol i -Klinik fehlte ganz. Da also die meisten Kranken aus uäherer und weiterer Umgebung herbeigebracht werden mußten, so bestand an nicht txansportabeln, akutsiebcrhaften Kranken, ein sehr fühlbarer Mangel. Ueberhaupt aber dürfte es als ein sehr fühlbarer Mißstand bezeichnet werden, daß nicht gewisse Klassen der Bevölkerung darauf bingewiesen warn, in Erkrankungsfällen Hülfe in dem akademischen Hospitale zu suchen, daß also demselben nicht eine dem Untcrrichlszwecke genügende Krankenfrequenz gegen alle Iufälligkeiten gesichert war, daß diese 19 vielmehr fast lediglich von dem Zutrauen abhing, dessen die klinische» Aerzte bei dem Publikum eines weitern Umkreises sich erfreuten, daß somit, bei jcbem Direktionswechsel und bis der neue Direktor sich wieder Vertrauen und ausgedehntere Bekanntschaft erworben haben konnte, ein Sinken der Kran- kensrequenz bis weit unter das Bedürfniß zu erwarten stand. Es ist allgemein bekannt, welches ausgebreiteten und wohlverdienten Rufs als Praktiker der kürzlich verstorbene Direktor des akademischen "Hospitals sich erfreute, dennoch aber stieg unter dessen Direktion, in keinem Jahre die Einnahme von Zahlen der Kranken, in dem ganzen Hospilaie viel über 3000 fl. und die Frequenz über 850 Kranken im Jahre. Mit dem vielbeklagten Hinscheiden Balsers war daher in hohem Grade zu befürchten, tie Krankensrequenz könne so sehr sinken, daß sie weder für den praktischen Unterricht, noch für die neu eingerichteten praktischen Prüfungen hinreichendes Material zu liefern vermöge. Die unterzeichneten Direktoren des akadem sehen Hospitales beeiden sich daher im Vereine mit der medicinischen Fakultät, höchster Staatsbehörde Vorschläge zu macken, deren Ausführung sie für geeignet hielten, die befürchteten Nachlheile abzulenken. Diese Vorschläge zielten im Wesentlichen dahin l 1) Einen Vertrag mit der städtischen Armencommission zu Stande zu bringen, wonach die städtische Armcnpraris an die klinischen Aerzte, welche dieselbe unentgeltlich, als einen Theil ihrer amtlichen Verpfl chtunqen zu übernehmen sich erboten, übergehen solle, in der Weise, daß erkrankte städtische Arme in geeigneten Fällen in das Hospital selbst ausgenommen, sonst aber in ihrer Wohnung von den Hospital-Aerzten, in Verbindung mit den Studircnden, behandelt und mit Arzneien versehen werden. Hierfür zahlt die Stadt, als Beitrag zu den Kosten, ein Summe von jährlich 1000 fl. zu dec Kasse des Hospitals. Dieser Vertrag ist feit dem Ende vorigen Jahres abgeschlossen. 2) Eine Erweiterung des Dienstboten - Vereins gegen möglichst billige Bedingungen zu Stande zu bringen. 3) Eine nähere Verbindung mit den Landgemeinden herzustellen und ihnen zur Unterbringung der ihnen zur Last fallenden Kranken Bortheile in dem akademischen Hospitale zu bieten, die sie, wenn sie die Behandlung der Kranken in loco selbst besorgen lassen, nicht erlangen können. Zu diesem Endzweck wurde vorgeschlagen, wenn auch die Erhebung des akademischen Hospitals zu einem Landkrankenhause neck nicht thunlich fei, doch den Eintritt der Armenkranken vom Lan^e möglichst zu erle chtern und den Ortckehörden aufs Beste zu empfehlen. Hierzu beantragten wir die Entschädigungs-Summe für die gesammte Verpflegung eines Kranken auf täglich 18 kr. zu firiren, mit der Bestimmung, daß die Entschädigung im Ganzen, auck bei der längeren Dauer der Krankheit, niemals 20—25 fl. überschreiten dürfe. Die gleichen Bedingungen haben die Direktoren des akademischen Hospitals, auf eigne Verantwortung, auch gegen alle Privatkranken in Anwendung gebracht und nur bei Honoratioren, die eigne, besser möblirte Zimmer und besondere Wartung forderten, eine Ausnahme gemacht. Von diesen würde als Regel täglich 1 fl. gefordert. Endlich war man bemüht, durch Vervollständigung und Verbesserung der innern Einrichtung Jedermann den Aufenthalt in dem Hospitale annehmlicher zu machen. Mehrere Zimmer wurden zur Aufnahme von Honoratioren mit besonderer und eleganterer Einrichtung versehen; — eine besondere, in ihrer ganzen Ausstattung von dem übrigen Hospitale völlig getrennte, verschließbare Abtheilung zur Aufnahme von schmutzigen Kranken, Vagabunden, Syphilitischen, gebildet; — die übrigen Krankenzimmer vollständiger und eleganter als früher ausgestattet; — ein besonderer Pförtner bestellt; — die Zahl der Dienstboten und Wärter vermehrt u. s. w. — Dies« Einrichtungen haben denn auch jetzt schon den gehofften Zweck nicht verfehlt, wie sich aus der nachfolgenden Gegenüberstellung ergiebt. Rach einer Durchschnittsberechnung der letzten 8 Jahre bis 1846 wurden in dem akademischen Hospitale jährlich 340 Kranke verpflegt. — Die Zahl der in dem akademischen Hospitale behandelten Kranken beträgt 1815 350, und zwar: Handwerksgenoffen, . . . . 124. Dienstboten...... 2«. Von Gemeinden incl. der Stadt eingewiesen 43. Von einzelnen Corporationen . . 17. Privatkranken • ... . 140. Von der gestimmten Zahl wurden nur 18 ohne alle Entschädigung verpflegt. In dem Jahre 1847 stieg die gesammte Krankeafrequenz auf 606. Don diesen kamen a) auf die innere incl. Krätz-AbtheilUNg 951 b) auf die chirurg sche Abtheilung . 255 Darunter waren: 1) Handwerksgenoffen . . ■ \ . 146 2) Dienstboten . 1 . . . . gz 3) Von Gemeinden incl. der Stadt eingewiesen 69 4) Bon einzelnen (Korporationen - 59 5) Privatkranke.....238 Gänzlich unentgeldlich wurden im Ganzen 60 behandelt. Die Erfolge der Behandlung ergaben sich aus folgender Ueberstcht. In der innern Klinik wurden 1) geheilt . . 243 2) gebessert ... 42 3) ungebeffert entlassen . n 4) gestorben sind . . 22 5) noch in Behandlung . 33 351 In der chirurgischen Klinik wurden: 1) geheilt......197 2) gebessert entlassen . . . . 15 3) ungebessert entlassen .... 11 4) an andere Anstalten abgegeben . . 2 5) gestorben sind.....4 6) am Schluß des Jahres noch in Behandlung 26 255 Das Sterblichkeits - Verhältniß stellt sich daher in dem ganzen akademischen Hospitale wie 1 zu 23%. Die Kosten der Verpflegung wurden bestritten durch: 1) die auö Staats-Mitteln fließende Dotation von 7500 fl. 2) Beiträge zahlender Kranken der medicinischen Abtheilung circa..... 1324 „ 8) Beiträge zahlender Kranken der chirurgischen Abtheilung, circa..... 2060 ,, 4) Beiträge von Dandwerksgenosfln . . 1000 ,, 5) Beiträge von Dienstboten circa . . 600 „ 6) Seiftag dec städtischen Armen-Commission bis den Monat December .... 83 ,, Der Gesammtbetrag der zufälligen Einnahmen übersteigt demnach den der vorhergehenden Jahre um ungefähr 2000 fl. Außerdem sind durch veränderte Einrichtung der Verwaltung, besonders an Holz, Beleuchtung, der Brod- und ©peifelieferung, ohne Nachtheil für die Reichlichkeit und Güte der Verpflegung, Ersparungen eingeführt worden, welche nach der Erfahrung der 6 Monate, seit welcher sie destrhen, sich ebenfalls auf 2000 — 2500 fl. berechnen, die also, mit obiger direkter Mehreinnahme, zur Verpflegung einer größern Krankenzahl verwendbar geworden sind. Da mehrere der neu eingeführten Einrichtungen erst in ihrer Entwickelung begriffen sind, so dürfen die Unterzeichneten auf eine steigende Vermehrung der Mittel rechnen, die sie in den Stand setzen wird, die ihrer Leitung anvertraute Anstalt, ihrem Ziele immer näher zu führen. 20 Die Frequenz der ambulatorischen Klinik war in dem verflossenen Jahre etwa die dreifache der stationairen, so daß also etwa 1800—2000 Kranke in ihr zur Behandlung kamen. In dem nunmehr begonnenen Jahre wird die am- bule.lonsche Klinik durch die Verbindung mit der städtischen Armenpraxis, eine noch weitere Ausdehnung und einen noch höheren Werth erlangen. — Aus dem Vorstehenden ergiebt sich 1) daß die akademischen klinischen Anstalten während des letzten Jahres eine bedeutende Vermehrung der Unterrichts-Mittel erfahren haben, indem die AM der stationair behandelten Kranken sich gegen die früheren Jahre um das doppelte vermehrt hat, und über- dieß, durch die Uebernahme der kranken Stadt-Armen eine bisher fehlende Gelegenheit gegeben wurde, die Studirenden unmittelbar in die Praxis einzuführ.n, 2) daß durch billigere Bedingungen, unter welchen das akademische Hospital Kranke aufnimmt, selbst wenig Bemittelten und ärmeren Gemeinden, welche für erkrankte Arme zu sorgen haben, die Benützung des Hospitals sehr erleichtert worden ist. Wernher. Dr. Vogel. Frucht- rr n d Biktnulre n preise. __________________ Viktuulienpreise Fletschtaxe. i Gießen den 1. Januar Grün berg den 1. Januar Hungen den 1. Januar Büdingen ben 1. Januar Ridda den 1. Januar Friedberg den 1. Januar Brodtaxe. Gießen den 1. Januar Grünberg den 6. Januar Hungen den 1. Januar Büdingen den 1. Jainiar Nidda | den 1. Januar l Friedberg den 1. Januar fr. fr. - fr. fr. Pf. fr. Pf. fr. w fr. pst fr. Pst fr. i Vf- fr. Vf. fr. Pf. fr. Pf. 1 Pf. Qchsenfleisch 1 „ Kuhfleisch . 1 „ Rindfleisch . 1 „ Kalbfleisch . 1 „ Schweiuefl. 1 „ Hammeifl. . 1 „ Leberwurst . 1 „ Bratwurst . 1 „ Schwartem. 1 „ Blutwurst . 1 „ gern. Wurst l „ gexäuch.Speck 1 „ Schinken . . 1 „ Dörrfleisch . 1 „ Rindsfett . 1 „ Hammelsfett 1 „ Schweineschmalz, ausgelassenes . 1 „ dgl., uuaus- gelaffeues . 12 10 - 1— — 12 10 9 8 14 9 12 12 2 2Pf. ord.Brod. j auö^Gersteu- und j Koru- mehl besteh. »uS^Waizeu- uiib'f Kornmehl besteh. __ Ö 11 16 6 12 18 11 5 11 16 6 12 18 |2 5 *5 —— 9 ■ 8 U 9 11 1 l l I ll ! I i L.U T Fl 1 1 1 1 1 1 1 1 1 \ , 1 । TI 1 9 6 12 9 1 1 1 1 1 9 8 14 10 1 1'1 1 J II 11 1 n n v ( 6 „ „ „ ) 2 „ gern. „ 1 4 „ 2 1 2 3 1 1 1 1 1 h 10 15 1 1 1 1 1 Illis 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Ulli 15 18 18 16 12 •28 20 20 20 20 21 24 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 15 18 18 16 12 28 20 20 20 20 24 24 Illi TI 1 « lö 16 15 10 24 20 20 18 18 24 20 1 1 1 l 1 I 1 1 i 1 1 II 15 16 15 24 20 20 18 18 20 ii i i i । ihn i 11 1 1 I ULI TI 1 l 1! II 1 -1 l'l 1 1! Illi Für 1 Mar fr. Wassern, „ Milchbro eck. . d . . se. L. *4 fr. *6 22 23 8 8 Q Pf. 7 fr. Q Pst 7 fr. 15 pf. 1«^ ä i 1 ILLI 1 Q Pf. 7 öj 4f fr. n ps. 7 fr. Q Pf. ktprer I 1 1 II II III — 1 Maaß Milch . . . . ' 1 Pfund Butter . . . • auch . . • 4 Haudfase...... 4 Eier....... . 1 Pfund Waizenmehl . . . 1 1 i 1 1 1 1 1 1 । Illi LULL 1 U I Ti ii ii i r 11 ii ii 1 1 1 1 1 I 1 1111 III 1 i 1 1 1 1 1 IUI 11" 1 NB. Di- Zugäben zum Fleisch dürfen nur in solchem von derselben Gattung bestehen, und zwar auf 10 Pfd. nicht mehr als anderthalb Pfund-e. nach Proportion, welches auf.l Pfd. nicht rollig S Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Geraub, wie auch die ganz blutigen und nicht genlepbareu stucke »vm Hals sind von der Zugabe gänzlich ausgc,chlos,en. ' ______ Fruchtpreise Fruchtgattung. Gießen 3l. Dezbr. Hrüuberg I Hungen | FriedberAi i. JanuarI31. Sejbr.|3i. Dezbr.l Büdingen 25.Dezbr Lauterbach 1 18. Dezbr. j Darmstadt 1. Jan. | Mainz 1.23. Dezbr. Marburg 31. Dezbr. Wetzlar 31. Dezbr. Scheffel ________________________M_______a 1 t e r. Mott -LI fr. ff fr. ff. fr. ff. fr. 36 3 7 5 st. fr. st. fr. st. fr. st. fr. st 1 fr. st. fr. Pf. Waizen . Korn. . . Gerste . . Hafer . . Erbsen. . Linsen . . u 8:1 6 i 5 12 10 11 7 6 5 45 20 1 1 II 1 1 — 10 8 6 4 11 8 6 4 15 10 15 30 10 7 5 4 36 45 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 n 8 6 4 29 27 26 24 8 6 5 3 53 7 15 21 4 3 2 2 59 37 53 29 2 2 (Hierzu eine Beilage.) Beilage zu j>s s. *') Die 1. war am 11. März 1842 zu Darmstadt, 3 die 2. am 21 Oct 1843 zu Gießen, tue 3. am 11. Nov 1844 zu Mainz, die 4. am 5. Febr. 1846 wieder zu Darmstadt und die 5. am 28 Juni 1847 zu Gießen. **-) Derselbe konnte nicht schon statutenmäßig im verflossenen I ah r e, sondern erst jetzt erstattet werden , weil mehrere Bezirkscommissionen die dazu nöthigen Notizen erst im Laufe diese- Jahrs vollständig lieferten. * Fünfte Generalversammlung des Verein» zur Unterstützung und Veausstchtigung der au» den Gr. Hess. Handes- und Provinzial-Straf- anstalten Entlassenen, zu Gießen, am 28. Juni 1847. (Zu vergl. Nr. 82 u 83 der G. £>. Ztg- v <842, Nr. 31t von >843, Nr. 3.36 von 1844 u. Nr. 62 von 1846.) Zum zweitenmale fand die Generalversammlung dieses gemeinnützigen Vereins in der Hauptstadt der Provinz Ober- Hessen statt*) und bot abermals recht erfreuliche Resultate wie der nach Eröffnung der Versammlung von dem Präsidenten des Vereins, Hrn Geh. Rath v. Kuder erstattete vierte Hauptrechenschaftsbericht zeigt. I — Rach der geprüften und abgeschlossenen Vereinscasserechnung war im Jahr 18-15 die Einnahme: 4990 fl A tr., nämlich Caffevorrath auS 1844 924 fl. 44 kr, aus milden Staatsfonds (einem Theilc der deßfallfigen Dividende der Münchner-Achner FeuerverficherungSgesellschaft) 2000 fl-, Beiträge der Vereinsmitglieder 1622 ft 37 fr (>md zwar aus Starkenburg 741 ft 10, Oberheffen Hä fl 88, Rheinhessen 465 fl 49), besondere (staben 149 fl 36 kr., wieder eingezogene Unterstützungen 287 fl. 50 kr., Capitalzinfin 5 fl. □ fr, — Die Ausgabe betrug 4200 fl. 46 kr., nämlich. Unterstützungen 3210 fl. -> fr. (und zwar -i. 1577 fl. 2 kr. an die im I. 1845 aufgenommenen Pfleglinge — m Starkenburg 518 fl. 24 fr., in Oberhessen 901 fl. 33 kr , in Rheinhessen 160 ft. 5 tr.; — b. 1633 fl. 3 fr an bereits in den Jahren 1842, 1843 u 1841 aufgenommene Pfleglinge als erste cm weitere Unterstützung), Verwaltungskosten 741 si- 9s kr. (Bu- reaukosten 617 fl 22, Verwaltung der Caffe einschlietzl ch der Hebgcbühren 124 fl. 35 fr.), uneinbringliche Beitrage 148 fl 44 kr (in Starkenburg 74 fl. 37, Oberhessen 25 fl o-, Rhein- Hessen 48 fl. 15), ausgeliehenes Capital 100 fl. — Einnahme und Ausgabe verglichen bleiben Casscvorrath 789 fl. 16 fr - Es gingen an Beiträgen von Vereinsniitgliedern 104 ft. 12 fr. weniger, dagegen an besonderen Gaden 38 st. 33 kr. mehr ein als im Jahre 1844. Es hatte der Hr. Präsident aufs dankbarste erwähnte, em Menschenfreund, großer Gönner und Verehrer des Vereins >m Stillen, der nicht genannt werden will, demselben eine großh. badische Eisenbahn-Obligation von 100 st- verehrt 7 dsts °bm als ausgelichen bemerkte Capital. - Die nach Anträgen der Bezirksvereins - Commissionen bewilligt gewesenen, aber wieder zurückgezogenen Unterstützungen, weil sich die betreffenden Pfleglinge vor der Realisirung deren unwürdig oder nicht bedürftig gezeigt hatten, betragen 228 fl- 13 /, fr. weniger, als 1844, eine recht erfreuliche Erscheinung, indemi es^eme verminderte Rücksälligkeit beweist. — Der größere 2(ufn> nb der Büreaukosten beruht auf vermehrten Arbeiten rc. Oer Ausfall an uneinbringlichen Beiträgen ist 51 ff. 2 kr. mehr als in 1844. — Nach den beigefügten speciellen tabellarischen Ueber sichten, gegründet auf die Mitthcilungen abwesend ge- 23 41 5 21 11 4 2 15 14 8 3 20 21 10 1 8 3 29 113 137 133 442 10 77 51 50 188 2 18 15 4 39 1842 1843 1844 1815 Sa. genau belegten Nachweisungen der Verein bis jetzt in hohem der Bezirks-Vereins-Commissionen, wurden als Vereins- pfleglinge ausgenommen: im Jahre 1842: 45, - 813. 285, - 1841: 236, - 1815: 238; - zus 777. Hiervon sind bezeichnet: der Auf- auf Verficht des cinspffege Vereins I »er» enthoben! zichiend — alsünverbesi >§- serlich ausge- Z. stoßen oder ausgetreten flüchtig gor. o.ausge- btn wandert 39 54 Es ergibt sich aus diesen und Zusammenstellungen, daß ......... Grade wirksam war und seiner heilsamen Aufgabe woglichst genügt hat. — Von den im Zähre 18 45 ^genommenen 238 Vereinspffeglingen, welche wegen mancherlei Erbrechen, meistens aber wegen - -Verletzung des Eigenthums, Diebstahls und Landstreicherei» Cvrrections- oder Zuchthausstrafen erstanden, stehen 11 im Alter unter 20 Jahren, 62 m> Alter von 20 bis 30 I., 77 von 30 — 40, 42 von 10 50, 31 von 50 - 10, 9 von 60 Jahren und darüber - Das Verzeichniß der dermaligen Vorstande und Mitglieder der Bezirksvereins-Commissionen wurde vorgelegt. — Die Za hl der Bereiusmitglieder ist dermalen m Starkenburg 482, Oberheffen 375, Rheinhessen 376, zusammen 12„3. Sie zahlen im Ganzen einen Beitrag von lall st..22 kr. zur Vereinükasse für 1846 und bei Abgang mehrerer Mitglieder, uach Abzug von 45 fl. 37 fr. Beitrage, 1465 fl. 45 fr. für das Jahr 1847. - Es sind hiernach von den nach dem vorigen Rechenschaftsberichte Ende 1845 vorhandenen 1645 MiNiedern^vurch freiwilligen Anstritt oder T-d« gegangen 412. - "Der Abgang durch freiwilligen Austritt, sagt der 4. Hauptrechcnschaftsbericht, mag den trüben Zeitverhal - niffen und leider auch der mit wahrer Menschenfreundlichkeit nicht harmvnirenden Ansicht zuzuschreiben sepn, daß m Zeiten der Noch gewesene und bestrafte Verbrecher lediglich ihrem Schicksale zu überlassen wären.» — Unsere Berichte über die früheren Generalversammlungen des Vereen-, ans, die wir uns zu verweisen erlauben, haben schon mehrfach diefes und andere gegen den so gemeinnützigen Verein bestehende Borur- theile bekämpft und darzuthun gesucht, wie immer segensreicher tr werden müsse, bei gehöriger Teilnahme von Seiten d s Publikums, und wie heilsam namentlich die Hrn. Gmtl. m dieser Beziehung wirken können. — Der Voranschlag der Büreaukosten für 1847 wird auf 649 fl. bestimmt. - Dem in voriger Generalversammlung-genehmigten Anträge des Gr. Stadtrichters Strecker zu Darmstadt (s S. 317 der Gr. Hess. Ztg. Nr. 62 vom 3. Marz 1846) zufolge ist eine Belehrung und Anweisung für denVereiNs» Pflegling verfaßt und die erforderliche Anzahl von Erem» plaren davon an die Direktionen der Strafanstalten und die Bezirksvereinscommissionen zur Behändigung an DieMigen, welche sich zur Vereinspflege statutenmäßig eignen und anmelden, übergeben worden. Dieselbe hat sich bereits als sehr zweckmäßig bewährt. — Die abgeschlossene Verclnscasse- rech nunq von 1845 wurde zur Einsicht vorgelegt und das vom Ausschüsse berathene Budget für "47 genehmigt. Die Versammlung schritt hierauf zur Beschluß nähme über den von Hrn. Stadtrichter Strecker m der letzten Ausschußsitzung (am 12. Juni) gestellten und von dem Ausschüsse an die Generalversammlung gewiesenen Antrag . 1) „daß die Wirksamkeit des Vereines auch denjenigen Straf- 22 fingen zu Theil werde, welche ihre Strafen in den Bezirksgefängnissen verbüßen " - Der Hr. Antragüeller hatte die Notbwendigkeit hiervon aus den Folgen des neuen Strafgesetzbuches motivirt (namentl aus Art. IlOdess), wonach fugendliche Vergehen bei Personen zwischen 12 - 16 Jahren häufig nur mit einfachem Gefängniß bestraft werden. Diese würden also, während bei ihnen gerade ein moralischer Einfluß auf ihre Erziehung und ihr Leben am nothweiidigsteu und wohl auch erfolgreichsten, strenge genommen von der Wirksamkeit des Vereins ausgeschlossen sepn, die sich »ach den Statuten nur auf die aus den Landes- und Provinzialstrafanstalten Entlassenen erstrecken soll — 2) »Daß minderjährige Verbrecher durch ihre gesetzlichen Vertreter zum Beitritt in den Verein genöthigt werden können « ■=- Dem Anträge unter 2 ward unbedingt beigetreten, dem unter 1 unter der Beschränkung, daß nur solche Sträflinge sollen ausgenommen werden, welche wegen Diebstahls, Betrugs, Unterschlagung oder Fälschung bestraft worden sind. — Der Präsident schloß hierauf die Versammlung. — Möge der Verein auch forthin in seiner wohlthätigen Wirksamkeit, von edlen und erfahrenen Männern in allen Theilen des Landes unterstützt, sich recht segensreicher Erfolge erfreuen! Kirchliche Anzeigen Evangelische Gemeinde. Gorresdienst. Am 9. Januar. Morgens: Kirchen- rath Dr. Engel. Nachmittags: Freiprediger l)r. Koch. Beerdigte D en 3. Januar. Johann Christoph Hahn, Diener im Gasthause zum Rappen dahier, des »erstorbenen Ortsbürgers, Ludwig Hahn zu Großenbuseck, ehelicher Sohn, alt 28 I. 6 M. I4T., gestorben den 30. De- eember 1847. Denselben. Marie Elisabethe Flett, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Cistnhändlers, Adolph Flett, eheliche Tochter, alt 66 I. 1 M. 28 T., gestorben den 31. Deceni- der 1847. Den 4. Januar. Emilie Möhl, des hiesigen Bürgers und Metzgermeisters, wie auch Mitglieds des Gemeinde- raths, Philipp Möhl, eheliche Tochter, alt 1 I. s M. 1 T , gestorben den 2 Januar. Frischbacken. Sonntag den 9. Januar. Georg Busch am Kreuz. Christian Wallenfels in der Wallthorstraße. Ludwig Kämmerer auf dem SelterSweg. Christian Noll in der Neustadt. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche be- sorgt Kirchcnrath Dr. Engel. Angekommene und abgereiste Fremden vom 4. bis 6. Januar 1848. In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hk. Nagel, Postsecret. v. Gotha. Hr. Wehrig, Hauptm v. Berlin. Fr. Geh. R. v. Zahring ,n. Bedien, v. Riga. Fr. Delauka v. Straßburg. Hr. Hager, Kfm. v. Frankfurt. Hr Barlouts, Prof. v. Metz. Hr. Klepbacher m. Fam. u Bedien., Reut v. Basel. Hr. Kaufmann, Handelsm. v. Worms Hr. Weckmeper, Stud v. Heidelberg. Hr. Menget, Rentmeist. v. Glied, l. Hr. Nie- pot, Stadtrechn. v. Biedenkopf. Hrn. Kfl Kahlert v. Darmstadt, Heß v. Wetzlar u. Wahl v Nonsdorf. Hr. Johns, Gutsbes. v. Calw. Hr. Hensdorf, Pfarr. v. Dorheim. Fr. Dr. Krauskopf m. Sohn v. Erlangen. im Kappen: Hr. Groß, Kfm. ».Frankfurt. Hr. Neb- huth, Calcul.-Geh. u. Hr. Boos, Revis, v. Darmstadt. Hr. Drucker, Kfm. v. Hamburg. Hr. v. Hagen, Lieut». v. Erfurt. Hr. Burgmann, Kfm. v. Mainz. Hr. Dubois, Partie, v Paris. Hr. Hüttner, Reut. v. Hannover. Hr. Frech, Nevis.-N. v Berlin. Hr. Nuppertus, Kfm. u. Hr. Casten- diek, Amtsverwalt. v. Fulda. Hrn Kfl. Dorsting v. Barmen u. Hardesse» v. Hannover. Hr. Sanner, Partie, v. Elberfeld Hr. Mattfeld, Regier.-R v Zelle. Hr. Burckhardt, Fabrik, v Bamberg. Hr. Prinz, Just.-Commiff. v. Laasphe. Hr. Budach, Regier.-R. v. Cassel. Hr. Buderus, Verwalt, v. Schellhausen. Hrn. Kfl. Reifenberg v. Schwalbach, Klein v. Hanau u. Conradi r Halle. im Prinz Carl: Hr. Habicht, Posth. v. Engelrod. Hrn. Meßg. Rühl u. Spanier v. Schotten. Hr. Wallreck, Geschäftsm. u. Hr. Kirchner, Oeeon. v. Wallenrod. Hr. Hö»r, Uhrm v. Schönach. Hr. Roth, Kfm. v Wetzlar. Hr. Schäfer, Oeeon v. Bergheim. Hrn Spedit. Rausch v. Großeneichen u. Rudolph v. Ruppertenrod. Hr. Kincker, Oeeon. v. Betzenrod Hr. Wagner, Geschäftsm v. Frodn- hausen. Hrn. Kfl. Sang v. Frankfurt u. Rössing v. Bielefeld. Hr. Conradp, Fabrik, v. Cassel. Hrn. Geschäftsl. Zimmel u. Appel v Betzenrod. Hr. Jäger, Oeeon v. Hom- berg Hr. Becker, Geschäftsm. v. Zelle. Hr Wagner, Han- delsm. v. Göimingen. Hr. Müller, Optie v. Utrecht. Im Hirsch; Hr. Wolf, Geschäftsm. v. Echzell. Hr. Stoffel, Fuhrm. v. Schotten. Hr. Schmidt, Geschäftsm. v. Niederramstadt. Hrn. Fuhrt. Westrupp v. Ruppertenrod u. Straub v Schotten. Hr. Stein, Geschäftsm. v. Siegen. Im Darmstaedter Haus: Hr» Handelst. Kahn v. Munzenberg, Eschle v. Fortwangen u. Engel v. Ebersgöns Jungfer Bastert u. Hr. Horst, Geschäftsm. v. Biedenkopf. Irn Stern: Hr. Siebert, Fuhrm. v Carlshafen. Hr. Hartmann, Web. v. Traisa. Hr. Flinck, Privatm. v. So- lothurn. Hr Schreiber, Färb. v. Thuren Hr. Weide, Privatm v. Crumbach. Hr. Schneider, Fuhrm v. Marburg. In der Sonne; Hr. F-,g, Geschäftsm v. Landenhausen. Fr. Goldmann v Ershausen. Hr. Wagner, Handelsm. v Beuern Hr. Usser, Geschäftsm. v. Cassel. in der Hose; Hr. Vierheller, Bildweb. u. Hr. Albrecht, Schuh,», v. Homberg. Hrn Geschäftsl. Schlosser v. Kirsch- garten u. Müller v. Wolfshausen. Hr. Stoll, Handelsm. v. Endbach. Hr. Bracht, Gerb. v. Grünberg. Jungfer Emolf v. Biedenkopf. Hr. Jöckel, Pfarr. v. Epstein. Hrn. Geschäftsl. Erdmann v. Merlau u. Streher v. Bischoffen. Hrn. Handelst. Feinerstein v. Stangenrod u. Müller v Kesselbach. Hr. Weiß, Tuchm. v. Schotten. In den Privathäusern. Bei Fr. Pfarr. Briegleb: Frl. Langsdorf v Kirchgöns. — Bei Hrn. Kfm. Heichelheim: Hr Fulda, Kfm. v. Limburg - Bei Jungfer Scherer- Jungfer Schmitt v. Marburg. - Bei Hrn. (Sarin Georg - Jungfer Georg v. Ockstadt. — Bei Hrn. Revis. Stock: Hr. Kern, Oberfin-Kamm.-Aeeeff. v. Darmstadt. — Bei Hrn. Buchh. Heyer, Sohn: Hr. Flinsch, Kfm. v Frankfurt. - Bei Fr. Revierförst. Reitz- Hr Krell, Bürgermeist. v. Hatzfeld. -- Bei Hrn. Oberinspeet. Dietz: Frl. Weiß v. Nidda - Bei Hrn. Küfer Schneider: Hr. Weller, Oeeon. v. Wölfersheim. — Bei Hrn. Lande. Welcker; Hr Welcker, Pfarr. v. Watzenborn. — Bei Hrn. Dr. Mettenheimer- Hr. Plitt, Pharmae. v. Biedenkopf. — Bei Sophie Hopfner: Jungfer Münch v. Londorf. f ' Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Stemdruckerei.