Änzeigeblatt für die Stadt und -en Kreis Gießen. 18817 M 9 Samstag den 30. Januar Frucht- u. Victualienpreise zu Gießen vom 30. Jan. biö 6. Febr. 1847. i > t t t i । i i i i i i i i i i Fleischtaxe. Pfund gutes Ochsenfleisch . . . „ Kuhfleisch...... „ Rindfleisch..... kr. 12 9 9 6 Pf. 2 2 A n m. Die Zugaben dürfen in weiter nichts, als in Fleisch von derselben Gattung Bro 2 Pf. ordinäres Brod 4 ZZ zz zz 6 zz zz zz 2 Pf. gemischtes Brod 4 ZZ zz zz 6 ZZ , ZZ ZZ 4 Lth. Wassern »z -z Milchbi Mark 1 Maas Milch . . 1 Pfund Butter . auch 4 Handkäse . . . 4 Eper .... 1 Pfund Waizenmehl 1 zz grob geschält 1 zz klein geschält dtaxe. aus z Gersten- und j Kornmehl bestehend Pf. 9 3 19 2 29 7 10 „ „ Schweinefleisch .... „ Hammelfleisch gemästet . „ Leberwurst ..... „ Bratwurst..... „ Schwartemagen . . . „ Blutwurst...... „ gemischte Wurst . . n geräucherter Speck . . . „ Schinken...... „ Dörrfleisch ..... „ Rindsfett...... „ Hammelsfett..... „ Schweineschmalz ausgelassenes . ...... „ desgleichen, unausgclaffen 12 9 13 16 18 12 8 20 18 17 18 18 24 22 2 — bestehen zwar aufioPfd. Fleisch nicht mehr als an dcrthalbPfd.u.s. w. nach Proportion, welches auf l Pfd. nicht völlig 5 Sott» ausmacht. Köpfe, Füße, Ge- raub.wicauchdic ganz blutigen und nichtgenießbaren Stücke vom Hals sind von der Zugabe gänjlich ausgeschlossen. aus | Waizen- und f Kornmehl bestehend >eck..... wd..... tpreise. Gerste . .... Gerste...... CDi^ 1 00 00 tO >* 00 h. i* < III 1 1 1 1 1 l 1 «0 1 « Fruchtpreise. Auszüge aus dem Gr- Hess. Regierungsblatte Rr. 4. vom 19. Januar 1847. Städte Gemas Waizen Korn Gerste Hafer Erb se n Linsen Friedberg..... Gießen...... Krünberg ..... Marburg..... daS Malter das Malter das Malter Ps 200 200 fl. kr. 18 — 18 — 18 — Pf.! fl. 180 16 200 16 — 15 kr. 30 Pf- 170 fl. | kr. 12' - 12 - 121 — 1 1 1 ^1 fl. 5 5 s kr. 20 QO 1 1 Ulli kr. Ulli |h± 1 1 i kr. das Mött 11 16 - 10 49 _ 7j 32 3| 35 Wetzlar..... der Scheffel 90 7 - 84 5 53 72 4 40 50 - — — — I. Bekanntmachung, die Uebereinkunst mit dem Königreiche Belgien wegen Unterdrückung des Schleichhandels betr. II. Bekanntmachung, die Nichterhebung einer Umlage in der Gemeinde Gräfenhausen für 1846 betr. TU. Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden im Kreise Hungen für 1847. IV Desgleichen der israelitischen Religionsgemcinden im Landkreise Mainz für 1847 resp. 18*7IS. V. Promotionen auf der Gr. LandeS-Uni- vcrsität Gießen- am 5. December 1846 hat der am 24. Februar 1844 pro gradu eraminirte Ernst Martin Christian Ludwig Knapp aus Darmstadt öffentlich disputirt und in Folge davon die ihm ftühcr zuerkannte juristische Doctor- würde erhalten; am 11. December 1846 wurde die juristische Doctorwürde an Carl Friedrich Wart hör st aus Darmstadt verliehen, VI. Mrlltardienstnachrichten: am 18. November 1846 wurde der Cadctcorporal Venator vom 4. zum Lieutenant im 3. Infanterieregiment ernannt; am 4. Decem- ber wurde der Prinz Carl von Solms-Braunfels zum Oberst ä la suite der Reiterei ernannt; am 9. Decem- der wurde der Oberst Keim, Commandeur des3 Infanterieregiments, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand versetzt: dem Maior Venator, Commandant zu Marienschloß, der Character als Oberstlieutenant ertheilt und der Lieutenant von L-chauroth i. vom Garderegiment Chevaurlegers zur Garde du Corps versetzt; am 16. December wurde dem Hauptmann Freiherrn Löw von und zu Steinfurth i. Infanterieregiment der nachgesuchte Abschied aus dem actwen Militärdienste bewilligt und derselbe — mit der Er- laubniß, die Uniform des gedachten Regiments auch ferner zu tragen, zum Major fc la suite der Infanterie ernannt; am 23. December wurde der Hauptmann Winter im 2. Infanterieregiment auf sein Nachsuchen in den Ruhestand 48 versetzt; am 26. Decembcr wurde der Major !» la suite der Reiterei Graf von Schlitz genannt von Görtz zum Obersten dabei ernannt; am 30. December wurde der Hauptmann Schenck vom 4. zum 1. Jntantericrcgiment versetzt. VII. Characterverthrilungen: am 18. December 1846 wurde dem Physicatsarzte I>r. Christian Wägner zu Niederolm der 'Character als Hofrath ertheilt; am 2'2. December wurde dem Gymnasiallehrer, Subconrector Carl Christian Wilhelm Baur zu Darmstadt und dem Lehrer an der h.öhern Gewerb- und Realschule zu Darmstadt Dr. Edmund Külp der Character als Professor verliehen. VIII. Versetzungen in den Ruhestand: am 11. December wurde, der Oberstudienrath Dr. Theodor Schacht dahier in seiner Eigenschaft als Mitglied,'des Oberstudicn- raths und als Director der hiesigen höhern Gewerb- und Realschule, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand versetzt und zugleich von den Functionen eines Mitglieds des Oberschulraths entbunden; am 18. December würde der Schul- lehrer Andreas Groß zu Oppershofen, im Kreise Friedberg, in den Ruhestand versetzt. IX. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die Lehrerstclle für Mathematik, Naturgeschichte, Physik und Chemie an der Realschule zu Bingen mit einem jährlichen Gehalte von 700 fl.; die katholische Schullchrerstclle zu Guntersblum, im Landkreise Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 252 fl. nebst 40 fl. für Heizung des Schul- localS; Vie Steuercommissärstelle des Steuerbezirks Schotten mit der etatsmäßigen Besoldung; concurrenzfähige Bewerber um diese Stelle haben sich binnen 14 Tagen bei der Gr. Oberfinanzkammer I. Section zu melden. X. Sterb fälle. Gestorben sind: am 19. November 1846 die Witlwe des Geheimen Registrators Greiß, Sophie geb. Bender zu Offenbach; am 23. November 1846 der pensionirte Präceptor Rcuß zu Dreieichenhain, im Kreise Offenbach; am 12. December 181G der evangelische Pfarrer, Kirchenrath Georg Bru mH ard zu Langgöns, im Kreise Gießen; am 24. Decembcr 1846 der katholische Lehrer Joseph Schmidt zu Mainz; am 28. December 1846 der pen. sionirte Rentmeister Simon Ludwig Noire zu Mainz; am 5. Januar der Forstmeister Ernst Klipstein zu Bingenheim. Zu K. G. 1189. Gießen am 25. Januar 1847. Betreffend: Die Unterstützung der Armen — insbesondere durch Errichtung von Suppenanstalten in den Landgemeinden. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen . . an sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises (mit Ausnahme desjenigen dahier.) Die Art und Weise der Unterstützung der Armen in jetziger Zeit ist bisher öfters Gegenstand mündlicher Unterredung mit Vielen von Ihnen und schriftlicher Verfügungen gewesen. Sie wissen aus früheren, über die Armen-Unterstützungen in den Gemeinden des Kreises Gießen erlassenen Vorschriften, wie ich von der Ansicht ausgehe, daß. hierbei Ihre nächste Fürsorge dahin gerichtet sein muß, den vermögens- und arbeitslosen, jedoch aibeitssähigen, Einwohnern Ihrer Gemeinden Beschäftigung und Verdienst zu verschaffen, und ich erkenne es mit Vergnügen an, daß viele von Ihnen kiese Ansicht aufgesaßt und sie m ihren Gemeinden zur Ausführung gebracht haben. Aber es giebt in allen. Gemeinden eine ziemliche Anzahl von Armen, welche Nichts oder nicht so viel verdienen können, als sie für sich und ihre Angehörigen nur zur äußersten Nothdurft gebrauchen, auch sind Gemeinden vorhanden, wo die Verschaffung von Verdiensten durch Arbeit in dermaliger Zeit große Schwierigkeiten darbiekct. Für solche Armen und in solchen Gemeinden muß durch andere Mittel gesorgt werden. ‘ Es geschieht dies jetzt schon durch Verabreichung baarcr Geldunterstutzungen, oder durch Verwilligung unentgeldlicher wöchentlicher Brodabgaben, allein die Verhältnisse haben sich so gestaltet, daß in vielen Gemeinden diese, für gewöhnliche Zeiten ausreichenden, Maasregcln nicht genügen. Es bedürfen gar manche Armen eine kräftigere und abwechselndere Nahrung, als des Brodes; die außergewöhnliche Theuerung und andere ungünstigen Umstände haben manchen armen Familien die Möglichkeit entzogen, sich das , was sie sonst noch zur Nahrung bedürfen, aus eigenen Mitteln zu verschaffen, und dann ist auch noch eine andere Klasse von Bedürftigen vorhanden, welche sich zwar zur bezeichneten Unterstützung aus der Armenkasse nicht eignen, denen aber, jetzt zumal eine Bcihülfe der Gcineinde zur Ernährung eben so Noch thut. Nach meiner Erfahrung und Ueberzcuguug erscheint die Errichtung von s. g. Suppenanstalten auch an vielen Orten auf dem Lande als das zweckmäßigste und zugleich billigste Mittel, dergleichen weitere Armen-Unterstützungen ins Leben zu führen. Aus solchen Suppen-Anstalten würde 1) den Arbeitsunfähigm unentgeldlich und 2) den armen Arbeitsfähigen gegen billige Vergütung eine wohlfeile und krässige Nahrung ohne namhafte Öpser der Gemeinde geboten werden können. ' 49 Nach den jetzigen Preißen der Lebensmittel würden I V, Schoppen kräftiger Suppe um etwa zwei Kreuzer, oder noch geringer, gekocht werden können, die Ausgaben einer Gemeinde für das Local, die Einrichtung, Aufsicht, Handreichung und Holz würden nirgends hoch anzuschlagen sein, und nimmt man nun an, daß täglich 100 Portionen solcher Suppe in einer Gemeinde verabreicht wurden, so wurde sich der Betrag der Gesammt-Ausgabe eines Tages kaum auf 3 fl. belaufen, welcher Betrag zum Theil wieder von denjenigen ersetzt werden würde, welche die Suppe nur gegen Vergütung erhielten. Eine solche Einrichtung bat nirgends besondere Schwierigkeiten und die Arbeit, welche Ihnen, den Gr. Bürgermeistern, dadurch erwächst, wird hundertfäln'g durch den wohlthätigen Zweck belohnt , welcher dadurch ohne Zweifel erreicht wird. Gerne werden die Herrn Geistlichen und die Lehrer des Kreises hierbei hülf- reiche Hand bieten und Ihnen die Einrichtung erleichtern. Ein Versuch wird Sie belehren, daß die Schwierigkeiten gewöhnlich überschätzt werden. Zur Ausführung der Anstalt wären 1) die armen Arbeitsunfähigen, welche nicht schon genügende Unterstützung erhalten, sodann die armen Arbeitsfähigen, welche der Unterstützung noch bedürfen, zu verzeichnen; hiernach müßte 2) ein Local zur Küche im Rathhaus oder einem andern öffentlichen Gebäude eingerichtet oder solches ge- miethet und mit einem oder 2 Kesseln versehen werden, in welcher die Suppe zubereitet wird; es müßte ferner 3) eine sachverständige Frau zum Kochen und eine andere Person zur Hülfleistung angenommen, 4) das sonst nöthige einfache Kochgeschirr und von Zeit zu Zeit das Material zur Suppe angeschafft werden. Die Aufsicht über die Anstalt, die Aufbewahrung der Speise-Bcstandtheile und die zeitweise Herausgabe des nöthigen Bedarfs müßten Sie oder eine andere zuverlässige Person aus dem Ortsvorstande oder der Gemeinde übernehmen. : ■ 5) Die Suppe wird jeden Mittag gegen Billets an die Bedürftigen theils unentgeldlich, theils gegen geringe oder die, volle Bezahlung, je nach den Verhältnissen und nach den zum Empfang geschehenen Anmeldungen ausgetheilt und 6) von Woche zu Woche die Anweisung der entstandenen Kosten aus die Gemeindekasse, sowie die Ein- nahmödekretur für die etwa cingegangenen Beträge ausgefertigt werden. Sicherlich würde die Anstalt auch durch Unterstützung vermögenderer mildthätiger Einwohner an Kartoffeln, Erbsen, Mehl u. dgl. bedacht und es könnten auch freiwillige Geldbeiträge zu diesem Zwecke eingesammelt werden. Ich wünsche, daß Sic mit den Gemeinderäthen, Kirchenvorständen und insbesondere mit den Herrn Geistlichen, sowie mit den Lehrern Ihrer Gemeinden, diese wohlgemeinten Vorschläge für eine Einrichtung, welche anderwärts, und namentlich auch in Landgemeinden, mit segensreichem Erfolge ins Leben getreten ist, in Berathung nehmen und daß Sie mit den Gemeinderäthen sich hierbei von den Gefühlen der Pflicht leiten lassen, welche Ihnen als Menschen, Christen und in Ihrer Stellung als die natürlichen und gesetzlichen Versorger der Armen und Nothleidenden in Ihren Gemeinden obliegen. Wenn auch die fragliche Einrichtung nicht in allen Gemeinden mit gleicher Nothwendigkeft geboten sein sollte, so wird sie sich ohne Zweifel in allen als nützlich und wohlthätig bewähren. Ich bin gern bereit, denjenigen Ortsvorständcn, welche geneigt sein sollten, fragliche Anstalten in Ihren Gemeinden zu gründen, weitern Rath und nöthige Andeutungen wegen der Ausführung mündlich und schriftlich zu geben , ihnen namentlich die Speisezettel für die an den einzelnen Wochentagen zu bereitende Suppe zu fertigen und ich hoffe mit Vertrauen, daß ich desfalls von recht wielen Ortsvorständen werde in Anspruch genommen werden. Prinz. B e k a n n t m a dru n g. Der Glasermeister G. C. Fillmann dahier ist als Eichmeister entlassen worden, was mit dem Anfügen zur Kcnntniß der hiesigen Kreisbewohner gebracht wird, daß vorerst lediglich der Eichmeister, Mcchanikus und Uhrmacher Heerz dahier zum Eichen von Glasgefäßen befugt ist. Gießen den 19. Januar 1847, Der Großh. Hess. Kreisrath des Kreifes Gießen. P r i n z. - x so Bekanntmachung, dm durch Wersen von Schneeballen verursacht werdende Straßenunsug. Der jetzt wieder so sehr überhand nehmende Unfug des Schneeballwerfens veranlaßt mich: alles Schneeballwersen, welches auf öffentlichen Straßen und Wegen oder aus Gebäuden und anderen Verstecken heraus geschieht, bei einer, jeden einzelnen Contravenienten treffenden, von Zahlungsunfähigen mit entsprechendem Arrest zu verbüßenden Strafe von 1 fl. 30 fr. hierdurch und mit dem Anfügen zu untersagen, daß die von Kindern, Mündeln, Zöglingen und Lehrlingen hiernach verwirkten Geldstrafen von deren Eltern, Vormündern, Erziehern und Lchrherrn zu bezahlen sind. Letztere werden noch besonders aufgefordert, durch strenge Aufsicht und die geeignete häusliche Zucht zur Abstellung der fraglichen Ungehörigkeit mitzuwirken. Gießen am 25. Januar 1847. Der Großh. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen- Prinz. Besondere Bekanntmachungen. 134) Der Pfandschein «45 5853. über einen braunen Frauenmantel ist angeblich verloren gegangen. Da das Pfand eingelös't werden soll; so werden diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, ge- genfalls das Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird. Gießen den 23. Januar 1847. Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil. 135) Der Pfandschein 35 1121. über einen blauen Tuchmantel, ist angeblich verloren worden. Da das Pfand eingelös't werden soll; so werden diejenigen, welche an jenen Schein etwa Ansprüche bilden könnten, ausgefordcrt, solche innerhalb 14 Tagen dahier anzuzeigen, gegenfalls das Pfand verabfolgt werden wird. Gießen den 23- Januar 1847. Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil. Versteigerungen. 132) Holzversteigerung im Gießer Stadtwald. Montag den 1. Februar, soll im Gießer Stadtwald, Distrikt Philosophenwald, nachbenanntes Holz, alS: 18*4 Stecken Eichen-Scheidbolz, 9 „ „ Prügelholz, 23'/. „ „ Stockbolz, 161% ,, Kiefern-Scheidbolz, 29 „ „ Prügelholz, 65'/. „ „ Stockholz, 24 Stecken Fichten-Scheid-, Prügel- und Stockholz, 5163 Wellen Eichen-, Kiefern- u. Fichten-Reisbolz, 93 Stück Kiefern-Stämme, 1463 Cbkfß. enth. 3 „ Eichen- „ 87 „ „ 108 „ Fichten- „ 2417 „ „ 79 „ Eichen-, Kiefern- und Fichten-Stan- gen, 262 Cbkfß. an die Meistbietenden versteigert werden, und wird dabei bemerkt, daß des Vormittags das Brennbolz und des Nachmittags das Bau-, Werk- und Nutzholz zur Versteigerung kommt. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Ende September d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb, Morgens 9 Ubr. Gießen den 21. Januar 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 150) Arbeitsvcrsteigerung. 43 fr. ff 07 15 36 09 36 42 29 13 6 Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schrcinerarbeit, Schlofferarbcit, Glaserarbeit, ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff Die zur Erweiterung des Schulsaals zu Leih gestern erforderlichen Bauarbeiten, nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt z zu . 130 fl. „ . 128 ft tt tt Weißbinderarbeit, „ „ . 24 „ 47 „ Spenglerarbeit, „ „ . 14 ,, 48 „ sollen Samstag den 6. Februar d. I., Vormittags 11 Uhr, auf dem Büreau des Gr. Bürgermeisters zu Leih-, gestern unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden. 51 Der Voranschlag und die Steigbedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Gießen den 23. Januar 1847. Der Gr. Provinzialbaumeister der Provinz Oberhcffen. Müller. 141) Main-Weser-Eismb ahn. Lieferung von Schwellen. Die Lieferung von 21,000 Stück eichenen Querschwellcn an verschiedenen Stellen der Scction Butzbach wird Dienstag den 2. Februar, Vormittags 11 Uhr, im Gasthause zum Ster» dabier öffentlich versteigert. Butzbach den 22. Januar 1847. Der Gr. Hess. Sections-Jngenieur der Section Butzbach Meyer. 153) (Marienschloß.) Nachstehende Liefe» rungen für die hiesige Anstalt, als: 1) 1500 Cubikfuß eichene Trummen zu Küferholz, 2) 200 Ellen starken weißwollenen Boy zu Unterkleidern für Sträflinge, 3) 54 „ feine gebleichte Leinwand, . 4) 36 ,, feines gebleichtes Bildzeug zu Handtüchern, 5) 300 „ ordinäres starkes desgleichen, 6) 100 „ „ ,, „ ungebl. sollen im Sonmissionswege an die Wenigstsordcrn- den vergeben werden. Darauf Refleclirende wollen ihre deßsallsigen Soumissionen längstens bis zum 9. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial-Büreau dakier, woselbst auch die Proben der von JVa 1. bis 6. bezeichneten Gegenstände eingeschen werden können, portofrei und mit der erforderlichen Aufschrift versehen, versiegelt einrcichen. Marienschloß am 13. Januar 1847. Z. A. Der Verwalter Bauer. 154) Ein an der Hauptstraße in Battenberg gelegenes, zur Betreibung von Wirthschaft und Handlung sehr passendes 2stöckiges massiv steinernes, neu erbautes Wohnhaus, welches 7 heizbare geräumige Wohnzimmer, zwei gute Keller und Stallung, einen Holzschoppen enthält, und wozu ein schöner Grabgarten mit tragbaren edlen Obstbäumen gehört, soll aus freier Hand am 12 Februar d. I. auf dem Bürgermcistereibüreau daselbst meistbietend, unter den noch näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich verkauft werden. Battenberg den 25. Januar 1847. Heinrich Hilmer, Steinhauermeister. Feil geb ölen. 155) Um mit nachgenannten Artikeln aufzuräu- mcn, erlasse ich % breiten Bieber in purer Wolle, die Elle 30 fr., % breiten Watreboofs, die Elle 22 fr., Lama’s, die Elle 22 fr., sowie sehr schwere Hanfleinen, das Stück von 66 Ellen zu 18 fl. oder die Elle zu 18 fr. Sodann mein großes Lager ,n Bieleselver, Irländischer und Sächsischer Leinwand und ächt französischen Lein-Batist-Tüchern, sowie ge- wirfte und andere Shawls empfehle ich billigst. Salomon Heichelheim, neben dem Darmstädter Haus. 161) Tafelgedecke, Tischtücher und Handtücher in verschiedenen Größen, besonders eine Parthie billige Küchenhandtücher sind wieder angekommen Julius Wallach. 160) Neue schottische Häringe ä 3 fr. und holländische ä 4 fr. per Stück bei Julius Wallach. 159) Mein Cigarren - Lager aus's beste fortirr, abgelagerte Waare, bringe ich in empsch» lende Erinnerung. Ferd. Mayer. 164) Ein ganz neues elegant. gebundenes Universal-Lexicon in 32 Bänden, herausgegeben von H. A. Pierer, sowie viele andere, vorzugsweise theologische Werke sind aus der Hand zu verkaufen. Weitere Auskunft ertheilt die Erped. d. Blttö. 157) Vollbückinge, sehr schöner Qualität, sind angekommen bei Ferd. Mayer. 146) Eine Schneidkluppe mit 15 Paar ausgezeichnet schönen Gewindcbacken ist zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeb. d. Bltts. 158) Labberdan, Sardellen, Häringe, Limburger- und Schweizer-Käse re. empfiehlt Ferd. Mayer. Zu vermiethen. 148) Eine Stube mit ober ohne Möbel ist im Pimper'scheu kleinen Hause zu vermiethen. 145) Zwei bis drei Stuben mit oder ohne Möbel sind zu vermiethen bei N. Kratz. 163) Eine Familienwohnung, sowie eine Stube für eine einzelne Person sind zu vermiethen bei Wittwe Weidig auf dem Lindeuplatz. 144) Bei Gärtner Schmitt auf dem Reichen-- sand sind einige Logis zu vermiethen und auf Ostern beziehbar. 162) Eine heizbare Stube nebst Kammer, Küche, Holzplatz, Tbeil am Kelle ist zu vermie-- then und am 15. Februar zu beziehen bei Balthasar Simon in der Kakharinengasse. 126) Die Berloosung der Herzoglich Nassauer 25 fl. Loose gef(hiebet den 1 Februar d. I. Gewinne: 20 000, 4000, 2000, 1000, im Ganzen 1000 Gewinnste. Dazu sind Original 25 fL Loose zu den billigsten Preisen bei Unterzeichnetem zu vermiethen. C. 8- Reis, in der Wallthorstraße. A uözuleihen. 151) Bei der Kirche in Großenbuseck liegen 133 fl zum Ausleihen bereit. Für den Kirchenvorstand Ohly, Pfarrer. 152) Bei der Schule in Großenbuseck liegen 103 fl. zum Ausleihen bereit. Für den Schulvorstand Ohly, Pfarrer. Vermischte Nachrichten. <2ewer@>- Fereiite Hauptversammlung der hiesigen Localsection nächsten Samstag am 30. l. M., Abends 6 Uhr. Vorkommender Gegenstand: Mittheilung der Verhandlungen über den Hausirhandel Gießen am 28. Januar 1847. Der Vorstand. i") Hentschel* Phönix, Verßcherungs - Gesellschaft in Frankfurt a. M. Die obige Gesellschaft, deren Grundcapital in einer Summe von öv2 Millionen Gulden besteht, versichert gegen Feuerschäden alle beweglichen Gegenstände zu festen billigen Prämien und ist nie und unter keinerlei Umständen eine Nachzahlung zu leisten. Der unterzeichnete Hauptagent ist zum definitiven Abschluß von Mobiliar.Versicherungen, sowie zur Ausfertigung ter Policen ermächtigt und ist mit Vergnügen bereit, nähere Auskunft zu ertheilen. Gießen im Januar 1847. I. G. Appel, Hauptageut. 53 165) Donnerstag den 4. Februar, Abends 6 Uhr, wird ein Concert im Ciubb-Saale Statt finden, wozu ich die verehrten Musikfreunde crgebeust einlade. H. Hofmann. 156) Kunst Anzeige. Im Gasthof zum Prinz Carl. Sonntag den 31. Januar: Darstellungen der Laschotl'schen Wolken oder Nebelbilder (Dissolving Views). Das Nähere besagt der Anschlagzettel. 147) Zn einer Spezerei-Handlung wird ein Lehrling gesucht. Näheres in der Erpcd. d. Bltts. 114) Ein tüchtiger, mit guten Zeugnissen versehener Branntweiubrenner, der auch mit den Oekonomieardeiten umzugehen weiß, kann alsbald in Dienst treten. Das Nähere bei der Erpedit. d. Bltts. Geld-Cours hom 28. Januar. Gold- und Silber-Sorten. Reue LouiSd'or Friedrichs'dor Ducaten.......... 20 Frank-Stücke Holl. 10 fl. Stücke Engl. Souverains ..■••• Laubthalcr Preußische Thaler Fünf-Franken-Thaler Hochhaltiges Silber ..... Gering-mittelhaltigeS Silber . • . £ ii 9 5 9 9 11 2 1 2 24 24 fr. s 48 3U 29 554 52 431 45 20 20 18 149) Einem verehelichen Publikum zeige ich hiermit crgebeust an, daß die von mir ausgespielte Frauenhaube Nr. 120 gewonnen hat. Hiermit verbinde ich zugleich die weitere Anzeige, daß ich Unterricht im Bügeln und Fälteln zu geben bereit bin, sowie ich mich auch zum Anfertigen von neuen Frauenhauben und allen dakin einschlagenden Arbeiten bestens empfehlen will, und bitte unter Zusicherung guter und billiger Arbeit um recht zahlreichen Zuspruch. Gießen den 25. Januar 1847. C. Böck Lil. D. Jg 67. Frischbacken. Sonntag den 31. Januar. Christian Wallenfels in der Wallthorstraße. Balthasar Wallenfels an der Wetter- .gaffe. Adolph Keil in der Neustadt. Johannes Jughard auf dem SelterSweg. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 31. Januar. Morgens: Kir- chenrath Dr. Engel. Nachmittags: Freiprediger vr. Koch. Getauft. Den 28. Januar. Dem Bürger und Bäckermeister, Heinrich Noll, eine Tochter, Konradine Sato« line Luise Christine, geboren den 12. Januar. Beerdigt. Den 27. Januar. Daniel Sack, Bürger und gewesener Müller in der vormaligen kleinen Mühle, alt 67 I., gestorben den 25. Januar. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Angekommene und abgereiste Fremden vom 26. bis 29. Januar 1847. I n den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. v. Rau, Gutsbes. v. Hanau. Hr. Mitz, Privatm. v. Oldenburg. Hr. Spengler, Arzt v. Darmstadt. Hr. Welcher, Ksm. v Barmen. Hr. Creter, Fabrik v. Bremen. Hr. Schmitt, Kfm v. Elberfeld. Hr. Klein, Advoc. v. Rastadt. Hrn. Kfl. Maas v. Mannheim u. Liebmann v. Mainz Hr. Corell, Fabrik, v. Alzei. Hr. Haas, Kfm. v. WormS. Hr. Mellinger, Rent v. Bingen. Hrn. Kfl Glas v. Cassel, Rumpf u Wepdt v. Frankfurt. Hr. Koch, Dr. jur. v. Mainz Hr. Faß, Rent. v Wiesbaden. Hr. Kautz, Lieutn. v Cöln. Hr. Selters, Privatm. v. Seligenstadt. Hr. Führer, Rentmeist. v. Allendorf. Hrn. Partie. Clemenz v. Heidelberg u. Alten v. Frankfurt. Hrn. Oeeon Gebauer v. Oberramstadt n. Keller v Eberstadt. Hr Schneider, Gastw. v. Niederramstndt. Hr. Breitwieser, Gutsbes. v. Modau. Hr. Dorffltn, Spr.ichlebr. u. Hr. Otto, Glockengieß. v. Mainz. Hr. v. Couve m Bedien., Partie, v. Metz. Hrn Kfl Keppler v. München u. Lebrecht v. Bielefeld. Hr. Henninger, Mechan. v. Berlin. Hr. Schull, Fabrik v. Düren. Hr. ©öltet, Negot. v. Marseille. Hr. Zrolier m. Fam. u. Bedien., Propriet. v. Paris. Hr. Egenolf, Oberger.-R. v. Freiburg. Hr. Freiherr v. Sicgel- haber m. Fam. u. Bedien., Oberfin.-R v. Berlin. Hr. Dreher, Pfarr. v. St. ÖJoar. Hr Köchlin, Can» Prinz Carl: Hrn. Künstl. Knie iit. Fr. u. Bedien, v. Neuwied u. Schumann m. Fr. u. Bedien, v. Gehra. Hr. Rühl, Gcschäftsm. v. Schotten. Hr. Dillemuth, Kfm. v. Lindheim. Hr. Vogt, Oecon. v. Guntersblum. Hr. Aleff, Kim. v. Cöln. Hrn. Geschäftsl Levi v. Annerod u. Gottlieb v. Grebenau. Hr. Pflicke, Privatm. v. Frankfurt. Fr. Kahn v. Offenbach. Hr. Fink, Privatm. v. Marburg. Hr. Reinach, Kfm. v. Breslau. Hr. Gölzenleuchter, Oecon. v. Leun. Hrn. Geschäftsl Schmidt v. Hopfgarten, Scherer u. Zulauf v. Niederbreidenbach. Hr. Rausch, Spedit. v. Großen- eichen Hr. Rechthalt, Kfm. v. Fritzlar. Hr. Schwindler, Gastw. v. Wimpfen. Hr. Ruppel, Geom. v. Bingen. Hr. Boll, Fabrik, v. Elberfeld. Hr. Schaaf, Dr. mcd. v. Göttingen. Hr. Wenzel, Pacht, v. Storndorf. Hr. Weber m. Bedien., Lieutn. v. Berlin. Hr Stoller, Gefchästsm. v. Schlüchtern. Hr. Wendel, Kfm. v. Gelnhausen. Hr. Döll, Privatm. v. Cöln. Im Binch: Hr. Hirt, Gefchästsm. v. Gonterskirchen. Hrn. Fuhrl. Klingelhöfer v. Eckelshausen u. Finkernagel v. Seibertenrod. Hr Haubensack, Handelsm. v. Gönningen. Hr. Heidt, Gefchästsm. v. Grefingen. Hrn. Gärb. Sommer v. Schlitz u Landen v. Homberg. Hrn. Fuhrl. Müller u. Lohfink v. Bingenheim, Dönges v. Eckelshausen u Burk v. Schotten. Im Stern: Hr. Felfing, Knecht v. Bannenrod. Hrn. Fuhrl. Wagner, Weimar u. Maus o. Marburg Hr. Rothe, Buchb. v. Königsberg. Hrn. Gärb Henicker v. Lüneburg u. Bcrs v. Echingen. Hr. Jost, Bote v. Homburg. Hrn. Fuhrl. Schneider v. Marburg u. Zeitel v. Alsfeld. Jungfer Klein v. Reddighausen. Hr. Luithlcn, Küf. v. Heilbronn. Hr. Wolf, Handelsm. v. Braunfels. Hrn. Oecon. Lorch u. Pfeil v. Roßdorf. Hr. Müller, Schuhm. v. Rothenburg. Haus- und Landwirtschaftliches. Perennirender Roggen. In Sprengel's Monatsschrift liest man: „Kürzlich erhielt ich wieder aus Tomsk von Hrn. v. Peipoff, der in Sibirien große Güter hat, perennirenden Roggen. Dieser Roggen wächst auf dem Baikalge- birge wild. Hr. v. P. säcte ihn vor 15 Jahren aus und hat seit der Zeit alljährlich die besten Ernten (10—12 und mehre Körner) davon gehabt. Rur bisweilen ist er überdüngt worden. Dieser Roggen liebt sandigen oder leichten Boden; auf schwerem Boden geht er bald aus. Nach der Verstcherung des Hrn. v. P. pflanzt sich dieser Roggen bei ihm nicht durchs Ausfallen der Reif gewordenen Samen, Hr. Ehrhardt, Metzg. v. Wirrheim. Hrn. Fuhrl. Heus V. Herborn u. Hallenberg v. Sachsenberg. Im Darmstaedter Haus: HkN. Geschäfts!. Steril v. Alsfeld, Rühl v. Merkefritz u. Sann v. Lautern. Hrn. Handelsl. Eschle v. Fortwangcn u. Reiber v. Gönningen'. Hr. Drullman», Fuhrm. v. Wetzlar. Hrn. Geschäftsl. Heil v. Schlitz, Schott v. Assenhcim, Stein v. Hochelheim, Atlof v. Cöln, Ranckmann v. Cassel, Lennemann v. Beuern, Hut- werker v Herzhauscn u. Weigand v. Erdhaufen. Im Schwanen: Hrn Mechan. I. Giesen u. C Giesen m. Sohn v. Düsseldorf. Hr. Spamer, Metzg v. Schotten. Jungfern Berg v. Draisbach u. Hofmann v. Windecken. Hr. Edelstein, Lehr. v. Blcndarko. In der Sonne; Hr. Blankenheim, Gefchästsm. v. Saal, gemünden. Fr. Heiling v Sespenrod. Hrn. Kunstreit. Setzer, bach v Coblcnz u Winter v. Maudack. Frl. Schausp Sarg v. Düsseldorf. Hr. Baltus, Gastw. v. Niederscheld. Hrn. Handelsl. Goldmann v Ershausen u. Fink v. Sellnrod. Hrn. Geschäftsl. Rolbel v. Biebrau u. Helm v. Wißmar. In der Hose: Hr. Wagner, Handelsm v. Großen, buseck. Hr. Feierriug, Gefchästsm. v. Breidenbach Hr. Schmitt, Fabrik v. Schotten. Hr. Schomper, Handelsm. v. Keffelbach Hrn. Eeschästsl Jung v. Endbach » Hammel v. Annerod. Hr. Weitz, Fabrik, v. Schotten. Hrn. Ge- schäftsl. Launspach u. Bott v. Bellershain u. Braun v. Londorf. In den Privathäusern. Bei Hrn. Gpmn -Lehr. Dr. Koch: Fr. Steuercommiff. Hirsch m. Tocht. v Friedberg. - Bei Hrn. Schmiedmeist. Renzel: Jungfer Drescher v. Gleiberg. — Bei Hrn. Gärtn. Weiß: Jungfer Schmitt v. Burkhardsfelden. — Bei Fr. Obersteuerbot. Büchner: Fr. Borngeffer v. Schotten. - Bei Hrn Buchbind. Helm: Frl. Stroh v. Frankfurt. sondern nur durch seine perennirenden Wurzeln fort« Er mähte ihn versuchsweise in den ersten drei Jahren immer grün ab, und da die alten Wurzelstöcke hiernach immer wieder neue kräftige Triebe machten, so baute er ihn nun auch im Großen an. Ihrer Prüfung und Sachkenntniß wird nun Europa vielleicht ein allgemein einzusührendes nützliches Gewächs zu verdanken haben." Hierzu bemerkt Sprengel, welcher von diesem Roggen Samen erhalten hat, daß derselbe zwar die Form und Farbe unsers gewöhnlichen Roggens habe, daß aber die Körner etwas kleiner seien. Sprengel wird einen Theil dieses perennirenden Roggens in diesem Frühjahre, den andern Theil im nächsten Herbst aussäen und später über die Ergebnisse Bericht erstatten. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.