3mcigtblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. 1847 Mittwoch den 22. September M 76 Amtlich er Th eil. Zu Nr. K. G. 11182. Gießen am 19. September 1847. Betreffend: die Anlegung von Fruchtmagazinen in den Gemeinden. Der Großherzoglich Hessische K r e i s r a t h des Kreises Gießen Rodheim, Königsberg, G a r b e n t e i ch Daubringen, Frankenbach, L an g.g ö n s, Leihgestern, Lollar, Gießen, Großen buseck, Großenliuden, a n die sämmtlichen Gr. Bürgermeister des Kreises. 5 Es kann auch gestattet werden, daß einzelne Gemeinde-Einwohner, welche dermalen ihre Frückfte verkaufen müssen, solche gegen den lausenden Preis unter dem Vorbehalt in das Gemeinde-Magazin abliefern daß sie dieselben ganz oder theilweise demnächst gegen Zahlung des von dem Gcmemde- rath festgesetzt werdenden Durchschnittspreises zur Ze.t des Ruckempfangs oder gegen Zurucklassung eines entsprechenden Theils der Frucht, wieder empfangen Von selbst versteht eo sich, daß Gemernde- sck»ldiakeiten mit Früchten gegen Anrechnung des laufenden, von dem Gemcinderath bestimmten, Än- kaufsvreisrs so lange der Bestand des Magazins eö erlaubt, berichtigt werden können. Ich Wunsche, daß von Seiten der Gr. Bürgermeister dergleichen Fruchtannahmcn gn Zahlungsstatt sehr begnnstlgt werden. Wie es mit Verwaltung des Magazins, der Eontrolirung desselben und der Verwendung der Fruchte gehalten werden soll, ersehen Sie aus nachstehend abgcdruckter Instruktion, welche Sie thunlichst beachten werden. KA mir uir Freude, Ihnen eröffnen zu können, daß die Ortsvorstände einer namhaften Anzahl^von Gnneinden sich siir Anschaffung von Fruchtvorräthen ausgesprochen und solche beschlossen haben, nämlich die Ortsvorstände von A l t e n b u s e ck, Rödchen, Staufenberg, Watzenborn und , .......... ...... ,,Mije,sefl" unb ick be^/die Hoffnung, daß spät"er aüV manche von denjenigen OrtSvorständen, welche die Wichtigst und eigentlich? Bedeutung einer Anstalt fraglicher Art bis jetzt noch nicht gehörig erkannt zu haben scheinen und die Anschaffung von Fruchtvorräthen abgelehnt haben, ßch hierzu entschließen werden. Ich beauftrage nunmehr die Gr. Bürgermeister der obengenannten Orte, . M» 1 vor Allem darauf bedacht zu seyn, daß die zum Ankäufe der Fnichtvorräthe in. der ^on den betreffenden Gemeinderäthen bestimmten Quantität erforderlichen Mittel disponibel werden, da also wo solche aus Capitalaufnahmen beschafft werden müssen, für diese so zeitig zu sorgen, daß der Ankauf nicht gehindert oder allzu sehr verzögert wird; . ' , . . f . 2 . die zur Aufbewahrung der Früchte erforderlichen Lokalitäten bis dahm, wo der Ankauf erfolgt sevn wird, in guten Stand stellen; „ , , 3 die Gemeindcräthe über die Zeit des Ankaufs und die höchsten Preise desselben zu vernehmen und sich zur Ausführung der Ankäufe Ermächtigung ertheilen zu lassen, sodann aber , 4 unaesänmt hierzu, am Besten in den Orten selbst oder jn den Nachbar-Gemeinden, zu schreiten. ‘ Der Ankauf sämmtlicher Früchte »>>lß läng st e n Sb iS zu m E n de No v e m b er d. I. ausge- führt seyn und erwarte ich bis dahin Bericht hierüber. Der Consens zu Capital-Aufnahmen ist früher 578 Sollten sich in einer ober der andern Beziehung noch Anstände ergeben, und deren Beseitigung nicht nothwendig eine schriftliche Verfügung erfordern, so wäre es mir erwünscht, wenn Sie persönlich gelegentlich mit mir Rücksprache nehmen wollten, damit vielfache Schreibereien vermieden werden. Schließlich empfehle ich Ihnen wiederholt, diesem wichtigen Gegenstände Ihre eifrige und pflichtmäßige Fürsorge zn widmen und siech durch keine anscheinende Schwierigkeiten hiervon abhalten'zu lassen. Sie werden im Verlaufe der Behandlung die Erfahrung machen, daß die Anlegung und Verwalt tnng der Fruchtmagazine für denjenigen keine eigentliche Schwierigkeit darbietet, welcher überall bestrebt ist, seinen -Mitbürgern nützlich zn sehn und als gut erkannte Einrichtungen zu fördern. Ich zweifle nicht daran, daß Ihren Bemühungen segensreiche Erfolge werden zn Theil werden, und daß Sie in Anlegung der Magazine vielfache Gelegenheit finden, Ihre Gemeinde-Angehörigen dem Wucher und den Benaehtheili- gungen bei dem Verkaufe ihrer Früchte zu entziehen. Prinz. I n st e rr e t i o n für Verwaltung der Gemeinde-Frucht-Magazine. Zur Herbeiführung der Gleichförmigkeit in der Verwaltung der in den Gemeinden des Kreises Gießen angelegt werdenden Fruchtmagazine und Handhabung geregelter Ordnung werden folgende Bestimmungen getroffen: Dix Verwaltung des Magazins wird zunächst dem Gemeinde-Einnehmer der Gemeinde überwiesen. Derselbe ist für gehörigen Verschluß und die Richtigkeit des Vorraths nach Abzug der Quantität, Welche ihm für Mäusefraß und Eindarr von dem Gemeinderath gut gethau wird, verantwortlich. Das Aufbewahrungs-Loeal stellt die Gemeinde. Wohnt der Gemeinde-Einnehmer nicht in der Gemeinde, in welcher sich das Magazin befindet, so ist er gehalten, sich für eilende Fälle einen Bevollmächtigten zu bestellen, welcher die nöthigen Einnahmen und Ausgaben für ihn besorgt. 8. 2. Der Bürgermeister der Gemeinde und, wenn der Gemeinderath dies wünscht, ein Mitglied desselben, eontroliren die richlige Verwaltung des Magazins in der Art, daß von Zett zu Zeit, mindestens alle drei MonaG unter Zuziehung des Gemeinde-Einnehmers, eine Revision des Magazins und, wenn dies nöthig befunden werden sollte, eine Ummeffnng des Natural-Vorrathö Statt zu finden hat. §. 3. lieber die Art der Verwendung der von der Gemeinde angeschafften Frnchtvorräthe im allgemeinen und die Bedingungen der Abgaben daraus hat der Gemeiuderath jährlich, nach bewirktem Ankäufe, Beschluß zu fassen und der Gr. Bürgermeister hat daö dessallsige Protokoll zur Verfügung einzusenden. — §. 4. gebe spezielle Abgabe aus dem Magazin, seh es als Unterstützung ganz armer Personen, ober gegen Zahlung unterliegt der besonderen Genehmigung des Gemeiuderaths und KreisrathS, Falls nicht einzelne Abgaben 'an bestimmte Personen znm Voraus bei Ausstellung der vierteljährigen Unterstützungs-Verzeichnisse genehmigt worden sehn sollten. 8. 5. Der Gr. Bürgermeister ist verbunden, bei Ertheilung seiner Anweisungen für dergleichen Abgaben dem genehmigten Gemeinderaths-Beschlüsse bei eigener Haftbarkeit für etwaige Mehrausgaben, gemäß zu handeln. § Sobald ein Fruchtankauf dureh bett Gr. Bürgermeister Statt gefunden hat, stellt derselbe einen Schein anS, in welchem die Fruchtquantitäten und die Preise derselben pr. Malter angegeben sehn müssen. Dieser Schein muß alsdann dem Controleur überschickt werden, damit solcher von demselben unterschrieben und in das darüber nach beigedrucktem Formular, besonders anzulegende Controlbuch eingetragen wird. Der Verkäufer bringt hierauf den eontrolirten Schein dem Gemeinde-Einnehmer und erhält von demselben gegen die auf den Schein geschriebene Quittung seine Zahlung. ' Die Ausgabs-Anweisungen werden wie andere Anweisungen dieser Art von dem Bürgermeister ausgestellt und in das Anweisungs-Register eingetragen. Diese Einträge, vereinigt mit der Controle bilden die Grundlage bei der zeitweisen Revision der Vorräthe. 579 §- 7. Der Gemeinde-Einnehmer bringt die in dem im §. 6. gedachten Schein aufgeführten Früchte in dem Naturalienhandbuche unter besonderer Rubrik in Einnahme und den Geldbetrag in dem Geldhandbuche ebenfalls unter spezieller Rubrik in Ausgabe. In gleicher Weise wird von ihm bei Rückersatz von Früchten in Natur versahren. Die Abgaben von Frucht als Unterstützung werden im Naturalienhandbuche und unter Art. 129 des Geldhandbuchs iu Ausgabe, diejenigen gegen Zahlung ebeiftallö wieder im Naturalien-Handbuche in Ausgabe und die Rückersatzleistung unter der nächst — offenen Nummer des Voranschlags in Einnahme gebracht. §. 8. Ans den Fruchtvorrathcn können an die Orlsbürgcr auch Natural-Vorschüsse abgegeben werden. Der Gemeinderath hat zn bestimmen, in welcher Größe und unter welchen Bedingungen dieses geschehen und ob der Betrag des Rückersatzes in Natur nach den jedesmaligen laufenden Preisen berechnet oder ein Mehrbetrag in Frucht geliefert werden soll. In letzterem Falle würde das Maas des Mehrbetrags pr. Malter nach der Dauer des Vorschusses im Voraus festzusetzen sehn. §• 9. Falls die Fruchtvorräthe der Gemeinde zu Unterstützungen der Ortseinnehmer bis zur Zeit, zu welcher die Ernte herannaht, nicht in Anspruch genommen seyn sollte, hat der Bürgermeister zeitig und längstens bis zum 15. Juni jeden Jahres den Gemeinderalh zu vernehmen, ob der Rest der Vorräthe noch und bis wie lange aufbewahrt oder, und in welcher Weise, vcrwerthet werden solle. Der Beschluß deö Gemcinde- raths ist alsbald zur Verfügung einzusenden. §. 10. Nach Erschöpfung des gesammten Vorraths oder jedesmal vor dem Bücherschluß ist das Magazin von dem Bürgermeister, Gemeinde-Einnehmer und dem zur Mitaufsicht bestellten Mitglicde des Gemeinderaths, zu stürzen, Einnahme, Ausgabe und Vorrath zn vergleichen und das Ergebniß übersichtlich zusam- mcnzuftellen. Diese Ucbersicht ist dem Gemeinderath zur Prüfung vorzulcgcn und nach Genehmigung des Abschlusses oder nach Beseitigung allenfalls erhobener Anstände nach Unterschrift des Gemeinderaths von dem Bürgermeister dem Gemeinde-Einnehmer als Beleg zu seiner Rechnung zuzustellen. C o n t r o l b u ch -- über die in der Gemeinde ...... im Jahr . . angetansten Früchte geführt durch das Gemeinderathömitglied ........... Ord.- Nr. Monat ! und T a g. Namen und Wohnort des Lieferanten. Korn Preis pr. Malter Gerste Preis pr. Malter M. S. 1 S._ ff. kr. M. <5. K. fl. kr. 1. Novbr. 3. Johannes Ganß zu N. K. u. 3. 3. 2. 8. — 2. 2. — 6. — Feldpolizeiliche Bestimmnng für die Gemarknng Gießeli. §. 1. Das Lesen des von den Bäumen gefallenen Obstes, mit Ausnahme des in geschlossenen Gärten, ist nur während der Stunde von 6 — 7 Uhr Morgens und 5 — 6 Uhr Abends gestattet. §. 2. Wer zu andern Zeiten bei dem Obstlesen, wenn auch auf seinem Eigenthum, betreten wird. Verfällt in eine Straft von 1 fl. 30. kr. 580 Vorstehende in Folge höchster Ermächtigung auf den Grund des Art 69. deS Feldstrasgesetzcs getroffene Anordnungen werden hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen den 16. September 1847. Der Großherzogl. Hessische Krcisrath deS Kreises Gießen. Prinz. Zu Nr. K. G. 11092. Gießen am 17. September 1847. Betreffend: die Veränderung des Gerichtslokals des Gr. Landgerichts Ortenberg. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises. (mit Ausnahme des Gr. Bürgermeisters dahier) Auf Anstehen Gr. Hess. ?c. Landgerichts zu Ortenberg, beauftrage ich Sie die nachstehende Bekanntmachung in Ihren Gemeinden ordnungsgemäß zu publiciren. Prinz. Bekannti Wegen bevorstehender Veränderung deö Gerichts biS 24. k. M. nicht abgehalten werden. Indem man daß man nur ausnahmsweise solche Gegenstände, die insoweit die betreffenden Acten zugänglich sehn werden. Ortenberg am 14. September 1847. Edictalladung. 1776) Nachdem der Kaufmann Christian Gottlieb zu Hcrsfeld, in dem bei dem unterzeichneten Gericht anhängigen Rechtsstreite der Kurfürstlichen Landes-Creditkaffe zu Caffel, Klägerin, gegen ihn selbst. Verklagten, wegen Hypothekschulv, während des gegen ihn eingeleiteten Zwangsversteigerungs- Verfahrens, bescheinigtermaßcn sich von seinem Wohnorte entfernt hüt und nach Amerika ausgewandert seyn soll, so wird demselben von dem, in dem erwähnten Verfahren auf den 13ten October d. Z. bestimmten vierten Verkausstermine hierdurch mit der Aufforderung Nachricht gegeben, in dem gedachten Termine auf die von dem Kaufmann Wilhelm Mildner zu Gotha angebrachte Liquidation einer auf Jmmissionsvecret des unterzeichneten Gerichts vom 8. October 1846 gegründeten Forderung von 255 Tbalern nebst den Kosten, im Restbeträge von 165 Thalern 1 Slgr. 6 Heller Hauptgcld bei Meldung des Eingeständnisses und der Ausschließung sich zu erklären. Zugleich dient dem Verklagten zur Nachricht, daß alle weitere ihn betreffenden Verfügungen in ii a ch u n g. lokals können die gewöhnlichen Gerichtstage vom 3. dies zur allgemeinen Kenntniß bringt, bemerkt man, keinen Aufschub leiden, vorzunehmen im Stande ist, Gr. Hess. Gräfl. Stolb. Landgericht. Schaum. dieser Sache ihm nur durch Anschlag am Gerichtsbrette werden bekannt gemacht werden. Hersscld, den 11. Sept. 1847. Kurfürst!. Hessisches Landgericht. Bode. vdt. Schraub. Besondere Bekanntmachungen. 1750) Die Stadt, sucht zu einem vorübergehenden Bedürsniß eine Summe von circa 10,000 fl. gegen 4 % Zinsen und Kündigungsrecht. —• Des- fallsige Offerten bittet man bei dem Unterzeichneten abziigeben. Gießen den 16. Septbr. 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1773) Anmeldungen zur Aufnahme in das Gymnasium und in die Vorbercitungsklasse für das mit dem 11. October beginnende Wintersemester können von jetzt an bei dem Unterzeichneten gemacht werden, wobei bemerkt wird, daß auf die zweite Abtheilung der Vorbercitungsklasse Kna- 581 ben ausgenommen werden, welche 7 Jahre alt sind und deutsch lesen und schreiben können. Gießen den 20. Sept. 1847. Der Direktor des Großh. Hess. Gymnasiums daselbst. Dr. Geist. 1765) Die Bestellung von Ehrenschützen. Es dient zur Nachricht, daß folgende hiesige Bürger: Johannes Jacobi I-, Andreas Plank, Ludwig Pimber I-, Philipp Pfaff und Andreas Weidig, W. S., weiter auf den Feldschutz verpflichret worden sind. Gießen den 18. Sept. 1847. Der Bürgermeister Gg Reiber. 1771) Töchter Versorgungsanstalt. Wir ersuchen diejenigen Einwobncr des Groß- herzogthums, welche noch im Laufe dieses Jabres, Töchter unter fünf Jahren in dem Institut aufnehmen lasten wollen, ihre dcßfallsigen Anmeldungen, der Vorbereitung der Aufnahme wegen, zeitig genug hierher einzusenden. Darmstadt den 14. Sept. 1847. Der Verwaltungsrath der Ludewigs» und Luisen - Stiftung. Frey. Versteigerungen. 1746) Obstversteigerung bei der Stadt Gießen. Donnerstag den 23 d. M. soll das städtische Obst, in Aepfeln, Birnen und Zwetschew bestebend, gegen gleich baare Zahlung an Ort und Stelle meistbietend versteigert, und der Anfang damit Morgens 8 Uhr in dem Hilgard'- schen Garten vor dem Neustädter Thor gemacht werden. Gießen den 15. Sept. 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1768) Kommenden Donnerstag den 23. Sept., Mittags 12 Ubr, soll eine große Partie vorzügliches Gemeinde-Obst, nummerweise, Hierselbst versteigert werden. Man bittet die Gr. Bürgermeister, solches im Jnteresie ihrer Ortsangehörigen durch die Ortsschelle bekannt machen zu lassen. Allendorf a. d. Lahn den 17. Sept. 1847. Der Bürgermeister Wagner. 1766) Montag den 8. November, Nachmittags 2 Ubr, sollen ans dahicsigem Rathhause folgende Grundstücke der Ludwig Dörr'schen Eheleute dahier: 1) alt 214/3 neu %5 268 iHKlstr. oder 78 Ruthen Acker in der Zwerggewann über dem Schwalbackischen Acker, zehntbar, gibt 1 Kpf. 3 Gesch. 1 Ms. Korn, 2 Kpf. 2 Ms. Hafer dem Fiscus. 2) Alt 229%. neu 24/203 164 lHKlft. oder 47 Ruthen Acker am Schwarzacker, zehntfrei, gibt 2 Gesch. Korn, 2% Gesch. Hafer dem Fiscus. 3) Alt 225%a. neu 2%3S 290 UlKlftr. oder 84% Rutb. Acker zwischen dem Aul- und Leibgesterner Wege, zehnlbar, gibt 4 % kr. abgelöste Grundrente. 4) Alt 2697 neu 30/161 282 ssMftr. oder 83 Ruthen Acker über der Erdkaut, zehntfrei, 1% Gesch. Fraser und 1% Korn. 5) Alt 2684/l neu •%, 278 üiKlftr. oder 80 tken Acker in der Oberau, zebntfrei, an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 14. Sept. 1817. Großh Hessisches Stadtgericht. c^n Abwesenheit des Gr. Sladtrichters: Haberkorn. Dr. Zimmermann. 1711) Main - Weser-Eisenbahn. Erdarbeiten. Ein zu 12,000 ft veranschlagtes Planirloos in der Gemarkung Griedel, wozu dem Uebernchmer eine provisoriftre Schienenbahn gelegt und große Erdwagen gestellt werden, wird Donnerstag den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Die Zu- saminenkunft ist an dem Ucbergang des Rauchwegcs. Butzbach den 10. Sept. 1847. Der Gr. Hess. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. 1742) Freitag den 24. Sept., Morgens 8 Uhr, soll das hiesige Gemeinde-Obst, in einer großen Quantität Aepfeln, Birnen und Zwctschen bestehend, einer öffentlichen Versteigerung, unter den vor derselben bekannt gemacht werdenden Bedingungen, ausgesetzt werden. Steigiustige werden hiermit eiugeladen, sich zur bestimmten Stunde ohnwcit der hiesigen Mühle, allwo der Anfang gemacht werden soll, einzufinden. Heuchelheim, den 16. Sept. 1847. Der Bürgermeister Neidet. 582 1650) Montag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus auf Ansuchen der L. D. Hosier ei ch's Erben: Flurb.mKlftr. „ 36/23 144 Garten unter den neuen Eichen neben G. I. Gotthardt, „ 33/7 314 desgleichen am alten Schlag und Altenfeld neben P. G. B. Busch. /, 371o9 383 Wiese im Heegstrauch, neben C. D. Vogr, Daniels Sohn; Wiesecker Gemarkung: „ 2I/65 340 desgl. in der Speck, neben Jobs. Hammel IV. in Annerod; „ 21/72 218 desgl. daselbst, neben Heinr. Aubel, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 4. September 1847. Der Beigeordnete E. C. Rühl. 1726) Samstag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll bei der unterzeichneten Stelle die Lieferung des in den verschiedenen academischeu Lehranstalten in dem Wintersemester 1847/48 erforderlichen Brenn- öls au den Wenigstnehmeuden versteigert werde», wozu man Liebhaber einladet. Die Bedingungen können schon vorher bei der unterzeichneten Sielle eingeseheu werden. Gießen den 13. Sepr. 1847. Gr. Universitäts-Rentamt. Martin. 1784) Montag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Ubr, sollen auf dahiesigem Rathhaus, die der JoKannette Jugbard, Iok. Sohns Tochter dahier, zugehörigen Grundstücke auf weitere drei Jahre verpacktet werden und können sich Pachtliebhaber daselbst einfinden. Gießen den 20. September 1847. 1781) Montag den 27. Sept. l. I., Nachmittags gegen 1 Ubr, sollen nachstehende Arbeiten auf der Bürgermeisterei zu Reiskirchen versteigert werden. 1) Planirung einer Strecke Vieinalwegs nach vurckkardsfelden, Voranschlag 182 fl. 2) Planirarbeit auf dem Friedhof, Vor- anfchlag.....20 „ Reiskirchen den 20. Sept. 1847. Der Bürgermeister Schäfer. 1748) Versteigerung alter Baumaterialien. Freitag den 24 d. M. soll verschiedenes altes Gehölz, Schmiede- und Gußeisen, eine große Quantität Messing und Blei u. dgl. m., an die Meistbietenden versteigert und der Anfang im Oßwald'schen Garten Morgens 8 Uhr gemacht werden. Gießen den 15. Sept. 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1780) Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Dienstag den 28. September l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Stadtwalde, Distriet Hegstrauch, KatKarimnhütte und Fichtenkopf: 4 Stecken Kiefern-Scheidholz, 417. „ Prügelholz, 26 rr „ Stockholz, 26905 Wellen „ Reisholz, 1 Stecken Fichten - Prügelholz, 4 /f „ Stockbolz, 550 Wellen „ Reisholz, 1 Stecken Eichen-Prügelholz, % H „ Stockholz, 427-5 Wellen „ Reisholz, 1 Haufen Aspen-Reisholz, 15 Fichten-Stämme von 145 Cubikfuß, 37 Stangen „ 99'/2 „ 160 Kiefern r H 40 */2 „ öffentlich versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johanni 1848 gestattet. Die Zusammenkunft ist auf der alten Stein- backer Straße im Hegstrauch. Gießen den 20. September 1847. Der Bürgermeister I- o. V. Der Beigeordnete Rühl. 1747) Arbeitsversteigerung in den Gießener Stadt-Waldungen. Samstag den 25. d. M, Morgens 10 Ubr, sollen auf hiesigem Rathhause der Holzmacherlohn, sowie die Culturarbeiten der 5 Schutzbezirke des Gießer Stadtwalves für das Jahr 1848 an die Wenigstnehmei.den versteigert werden. Gießen am 15. Sept. 1847. Der Bürgermeister G g. Reiber. 583 1739) Freitag den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten im Gemeindehause zu RodHeim an den Weiiigstnehmcnden versteigert werden. 1) Maurer - und S'einhauerarlniten schlagt zu .... 2) Zimmerarbeit, veranschlagt zu 3) Tachdeckerarbeit, „ „ 4) Schreinerarbeit, „ „ 5) Schlofferarbeit, „ „ 6) GlaierarHeit, ,, „ 7) Weißbinderarbeit, ,, „ 8) Spenglerarbeit, „ „ Die Riffe und Voranschläge über die Arbeiten können auf dem Bureau des , veran- 1630 fl. 885 „ 111 „ 937 „ 454 „ 208 „ 410 „ 102 „ genannten Gr. Pro- vinzialbaumcisters bis zum Tage vor der Versteigerung eingesehen werden. RodHeim den 15. Sept. 1847. Der Bürgermeister G. Wagner. 1716) Donnerstag den 23. Sept., Nachmittags 1 Uhr, sollen die Gemeinde-Aepfel dahier, über 400 Malter, meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist bei Steinberg an der Dickmühle. 1775) Süßäpfel die Meste zu 14 fr., Honig- Birnen die Meste zu 16 fr., Tasel-Reiintte-Aepfel die Meste zu 14 fr., Borstorfer das Hundert zu *14 fr., Zweifelten das Hundert zu 4 und 5 fr., verfällst L. Hartmann in der Schanze. 1783) Fässer, von 2'/2 bis circa 4 Obm haltend und zur Füllung von Aepfelwein sich sehr gut eignend, sind bei Küfcrmeistcr Ph. Herbert dahier zu verlausen. 1787) Meine Obstkelter, die aufs Neue zum Obstkeltern sehr gut hergestellt ist, biete ich hiermit zum Gebrauche gegen billige Vergütung erge- bcnst an. Auch habe ich mehrere gutgehaltene Aepfelweinfässer und eine Aepfelmühle, die auch zur Kartoffclmühle gebraucht werden kann, zu verkaufen. Carl Hoffmann, Lil. C. AS 20. 1509) Reingehaltene Spiritnsfässer, in Eisen als auch m Holz gebunden, welche sich besonders zu Aepfelwein gut eignen, sind sowohl einzeln als auch in Partieen zu verkaufen bei Jean Gosst, in Großenlinden. 1733) Bei mir sind gute Aepfel zu verkaufen, und zwar die Meste voll zu 12 fr. Jeremias Malfomesius, auf dem Neuenweg. Watzenborn den 13. Sept. 1847. Der Bürgermeister Philip p. K e i l g e b o l e n. 1763) Ein ausgezeichnet großer und starker, HoshUnd soll verlauft werden. Das Nä. Here ist in der Erped. dieses Blattes zu erfahren. 1769) Ein Branntweinkessel, nebst Hut und Schlangenröhren, 151 Darmstädter Maas haltend, und ein solcher nebst Hut und Schlangeuröhren, 128 Darmstädter Maas haltend, Maischwärmer, Karkoffelfaß und Karteffelmühle, alles im besten Zustande befiuclich, stehen billig zu verkaufen bei I. I W a l d f ch m i d t, Kupferschmied und Spritzeumachcr in Wetzlar. 1778) Eine noch brauchbare Stnbenthüre mit Schloß, Bändern und Bekleidung, ist billig zu verkaufen bei P h i l i p p K a t t r e i n. 1775) Aepfelschälmaschinen sind in der mechanischen Werkstätte von R. Fuhr stets fertig zu haben. 1779) Moderne schöne Seidenhüte zu 2 fl. 12 fr., sowie Glace - Handschuhe von vorzüglicher Qualität das Paar zu 27 bis 38 fr. sind zu haben bei G. E. Böhm. Zu vermiethen. 1776) Bei Frau Major v. Schmalkalder sind zwei Zimmer, ein großes mit Cabinet, und ein kleineres, ebenfalls mit oder ohne Cabinet, beide möblirt, zu vcrmieihcn. 1705) Im Stamm'schen Hause vor dem Wall- thore, ist ein schönes, möblirtes Zimmer im ersten Stock zu vermiethen. 1785) 1 großes oder zwei kleinere Familienlogis sind zu vermiethen bei Phil. Petri, auf dem Asterweg Lit. A. AS 95. ?(uözuleihen. 1777 ) 200 fl liegen gegen gerichtliche Versicherung' in hiesiger Stadt zum Ausleihen bereit. Das Nähere in der Erped. d. Bltts. Vermischte Nachrichten. 1764) 9(n dem hiesigen Lahnbrücken- bau können noch Maurergesellen und Taglöhner sogleich in Arbeit treten. Maurergesellen erhalten einen Lohn 584 von 40 bis 48 fr. und Taqlöhner einen solchen von 30 bis 36 fr. den Tag. Jac. Reiber. 1762) Ein £übncrbunb ist mir zugelauftn. Der Eigeutbümer kann solchen wieder bet mir ge- gcn das Futtergeld und die Einruckungsgebübren in Empfang n-bmen. Poppa, bei Crimtnalgerichtssecretar Binz er. 1767) In den Hasper-Wiesen bei Großen- linden ist eilt Rind, rotb von Farbe, entlaufen. Der redliche Finder wird gebeten, es gegen eine gute Belobnung an G Belte abzulicfern. 1772) Den 5. October beginnt mein Unterricht für das 4te Quartal 1847. Lehr. 1786) Am 21. August, Abends, ist im Busch- scheu Garten ein schwarz seidener Regenschirm, an welchem sich oben auf dem Griff ein rund-silbernes Blättchen nut den lateinischen Buchstaben B.e.r befindet, stehen geblieben. Wer sich in dem Besitz desselben befindet, oder Auskunft hierüber zu geben weiß, wird gebeten, die Expedition dieses Blattes hiervon zu benachrichtigen, oder den Schirm gegen ein angemessenes Geschenk dahin abzugeben. 1720) Es können 60 tüchtige Maurergesellen bei Erbauung einer Brücke über die Lückenbach bei Großenlinden, fortwäbreud Beschäftigung finden. B a l t h. Kann, Maurermeister. 1782) Ein gesitteter junger Mensch, von 14 — 17 Jahren, aus braver Familie, kann sogleich in einen Dienst treten. Wo? sagt Ausgeb. d. Bltts. 1732) Bei Naunheim an der Schleußt, können no-b 50 — 80 Maurergesellen gegen einen annehmbaren Lohn in Arbeit treten. Gottlieb Strauch. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Kopulirt. Den <9. September. Friedrich Christian Franz Lampus, Bürger und Gastwirtb zur Sonne dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Gastwirths zur Sonne, Jobann Melchior Lampus, ehelicher Sohn; und Susanne Karoline Schwan, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Gasthalters zum Hirsch, Magnus Schwan, hinterlassene Wittwe, geborne Mannberger. Getaufte. Den 16. September. Dem Ortsbürger zu Beffungen und Bauaufseher I. Klasse bei der Eisenbahn dahier, Daniel Becker, eine Tochter, Anna Katharine, geboren den 27. August. . Den 19 September. Dem Ortsbürger und Schner- der in Londorf, Heinrich Schaaf, eine Tochter, Elisabethe Bertha, geboren den 2. September _ Denselben Dem Bürger, Balthasar Euler, eine Tochter, Katharine, geboren den 6. September , Denselben Dem Bürger und Metzgermeister, wie auch Mitglied des Gemeindcraths und Feldgeschworner, Konrad Weidig, eine Tochter, Margaretha Karoline Bertha Emilie, geboren den 20. August. Beerdigt. Den 19. September. Philipp Schnei' der, pensionirter Opfermann und Glöckner dahier, alt 81 I. 15 2:., gestorben den 17. September. Hierzu eine Beilage. vom 17. bis 20. September 1847. Fam. u. Bedien , Gutsbes. v. Posen Hrn. Kfl. Eckhuf v. Düsseldorf u Wendling v. Kollmar. Hrn Partie. Huttcmann v Hanau u Freund v Offenbach. Hr. Gieseler, Kfm. v. Dillenburg. Hrn. Gand. Schäfer v. Haddersleben u. Abel v Hildesheim Hrn. Kfl Liebeler v Cöln u. Zimmermann v Hamburg Hr. Ußner, Pfarr v. Weilmünster Hr. Michael, Oecon v. Friedberg. Hrn Kfl. Schüler ».Mainz u. Meinke v. Cöln. Hr. Windhorn, Fabrik, v Carlsruhe. Hr. v. Oders- hauscn, Gutsbes. v. Cüne Hr Kreutzer, Kfm v Aachen. Hr. Frankmann, Archit. v Faze. Hr. v. Wedderkoß, Kam- mcrhr. v. Oldenburg. Hrn Kfl. Hartog v. Anvers, Kandner v. Andernach u. Gockus v Hanau /„. Prinz Carl Hrn. Geschäfts!. Meckel v. Friedrichs. Hütte u. Fuchs v. Bobenhausen. Hr. Müller, Oecon. v. Sellnrod. Hr. Adler. Handclsm. v Storndorf. Hr. Master, Fabrik, v Aulendicbach Hr. Waltder, Müll v. Merkenfritz. Hr. Rosenberg, Kfm. v. Bingen. Hr. «öbenstein, Ingen, v. Coblenz Hr. Rupprecht, Stud v. Fürth. Hrn. Kfl. Plttt m Tocht. v. Biedenkopf u. Badenberg v. Bingen. Hr. Bor. acr m Fam., Spedit. v. Offenbach. Hr. Blumenthal, Kfm. v Renuertehausen. Hr Krämer, Oecon. v Michelbach Hr. Spanier, Mctzg. v. Schotten. Hr. Blochinger, Geschäftsm. v. Offenbach Hr Gescheidt, Schrein, v. Butzbach. Hr. Detmund, Kfm v Brilon Hr. Specht, Geschäftsm. v. Schlitz Hr. Langsdorf, Stud v. Bonn. Hr. Kromm, Kfnu Angekommene und abgereiste Fremden In den Gastdäusern. lm Happen: Hr. Thielo, Stud. v. Weilburg Hr. Ohly, Gand. v. Friedberg. Hrn. Kfl Wickart u Meißner » Frankfurt u. Wallau v. Mainz. Hr. Strecker, Archivr. »; Larmstadt Hr. Hipping, Lieutn. v. Mainz Hr. Sti.t- meier Kfm. v. Einbeck. Hr. v. Barnowe, Gutsbes. v Alten- bura Hr Weber, Bcrgbeamt. v. Goßlar. Hr. Keller, Kfm v Fesbera. Hr. Kettenbrück m Fam. u. Bedien., Partie, v Camburg. Hr. Kerndt, Doct. v. Leipzig. Hrm Kfl. Spatz »' Älchaffenburg, Salf v. Neustadt, Vierer v. Mortus, Rei- ch'art v Büdingen u. Levi v. Dillenburg. Hr Rennert Stud. » Fulda. Hr v Lessen m. Fr., Just.-R. v Mecklenburg, kir Obuseli, Access, v. Braunfels Hr. Karnctzly, Partie, v. Neuwied. Hr. v. Wedeking, Obersorstr. v. Darmstadt. Hr. Schuhmacher m. Bedien., Landr v Arolsen. Hrn Kfl. Eichelberg v. Lenncp u. Stier v Frankturt. Hr Paul, Bergverwalt. v. Dietz. Hr. Wersten, Kfm. ». Hannover. Lr Sucewe, Bergbeamt. v. Coblenz. Hr. v. Hohield m. Fr u Bed, Privatm v Cöln. Hr. v. Pinosskp, Gutsbes v Wien Fr Schmidt v. Cassel. Hr. Schenck, Hüitenbes v Ludwiashütte Hr Schnur, Kfm. v. Leipzig. Hr. Hicpe, Pfarr w Hacheburg. Hrn. Kfl Maltich v Halle, Wihmar v. Cassel u Seemann v. Lübeck. Im Einhorn: Hrn Kfl Milleres u. Kuhlenkamp v. Bremen u. Scherer v. Darmstadt. Fr. v. Michalowska m Beilage a» 76. des Anzeigeblatts süv die Stadt und den Kreis Gießen. V. Fritzlar. Hr. Mohrbach, Deren, v. Heppenheim. Hr. Dbert, Schausp. v Dresden. Hr. Otterbein, Ingen, v Magdeburg. Hr Kraft, Geschäftsm. v. Oberehmen. Hr. Seel, Oeeen. v. Ulrichstein. Hrn. Kfl. Lehr v. Mainz u. Finck v. Hersfeld. Hr. Guntrum, Geschäftsm v. Lauterbach Hr. Heinz, Ktinstl v. Eisenach. Hr. Bärlitz, Dr. med. v. Frankfurt. Im Darmstaedter Baus: Hr Wagner, Schllhm. U. Hr. Lindenstruth, Rechn, v. Beuern. Hr. Grau, Privatm. v. Offenbach. Hrn. Geschäfts!. Heck v. Neuwied, Hammer- fchlag v. Trais, Welf v Nordecken u. Schmitt v. Heckers- dorf Hr. Schäfer, Musik v. Meiningen. Hrn. Geschästsl. Rapp v Schotten u. Bär v. Göttingen ör. Kuhl, Fuhrm. V. Homberg. Hrn. Realschül. Häfele u Jöckel v. Darmstadt. Hr. Kraft, Gend. v. Battenberg. Hr. Seibert, Geschäftsm. v. Göttingen. Hrn. Soldat. Stamm v. Biedenkopf, Best v. Waldgirmes, Lettermann v Dexbach n. Hegel v. Annerod. Hr. Reinhold, Fuhrm. v. Dautphe. Hrn. Geschäfts!. Leicht v. Bromskirchen u. Betz v. Schotten. Hrn Soldat. Feisel v. Riidingshausen, Döbel u. Gcrlach v. Bromskirchen. Im Stem: Hr. Pelzer, Kelln, v. Allendorf Hrn. Fuhrt. Siebert u Köppler v. Marburg, Stickel v. Picken u. Reiß v. München Hr. Mosios, Steind. v. Breslau. Hr. Burckhard, Kutsch, v. Schleifenburg. Fr. Felffna v. Oberbreidenbach u. Fr. Hauen v. Darmstadt. Hr. Keck, Ichuhm. v. Alsfeld. Fr. Wehn v Biedenkopf Hrn. Fuhrt. Hallenberg v. Sachsenberg u. Klempe v. Münden. Hr. Müller, Privatm. v. Krainfeld. Hr. Kleinschmidt, Buchb. v. Caffel. Hr Stolberg, Posament, v. Amöneburg. Hrn. Geschästsl. Ruppe! u. Roth v. Steinfurt in der Sonne: Hr Dechert, Geschäftsm. v. Ershausen. Fr. Winterling v. Oberau u Fr. Goldmann v. Ershausen. Hrn. Geschäfts!. Schneider v. Werthheim u. Felfing v. Breidenbach. In der Rose. Hr. Reinhard, Handelsm. v. Allendorf. Hr. Ehrhardt, Mal. v. Nürnberg. Hr. Knöß, Kutsch, v. Wohnfelb. Hr. Walther, Handelsm v. Beuern. Hr. Reul, Schrein, v. Holzheim. Hr. Deuß, Bergm. v. Bieber. Hr. Bork, Gastp. v Beinhausen. Hr. Hartmann, Steinh. v. Blankenau. Hrn Geschäfts!. Schmidt v. Babenhausen, Stein u. Ruppert v. Köddingen u. Weiß v. Biedenkopf. Hr. Klin- gethöfer, Schneid, v. Bievenkopf. In den Prtvathäusern. Bei rr v. Harthausen: Hr. Strombergs Schullehr. v. Georgenhausen. - Bei Hrn. Bürgermeist. Reiber: Hr. Küß- ner, Pfarr. v. Bromskirchen. — Bei Hrn. Gg. Ph Schaff- städt: Hr. Schaffstädt, Drechsl. v. Karlsruhe. — Bei Wittwe Meper: Hr. Dieffenbach, Cand. v. München. — Bei Fr. Jnspect. Melior: Hr. Melior, Cand, v. Friedberg. — Bei Hrn Affeff. Harbordt: Hr Gundlach, Kfm. v. Caffel. — Bei Fr. Secret. Pauli: Fr. Schwabe v. Vöhl. — Bei Hrn. Anatom.-Dien. Seeth: Hr Weresmann, Privatm v. Darmstadt. — Bei Hrn. Access Bergen: Hr Bergen, Gpmn. v. Darmstadt. — Bei Hrn Peppler: Hr. Gorth, Dock, v. Worms. — Bei Hrn. Superint. Simon: Fr. Oberzoll- Jnspect. Mülhausen v. Rinteln — Bei Wittwe Traumüller: Fr. Leuning v. Schotten — Bei Hrn. Buchb. Spengel: Fr. Stauß v. Wetzlar. — Bei Hrn. Kfm. Müller: Hr. Müller, Privatm v Leihgestern. — Bei Hrn. Spengl. Faber l.: Hr. Wambach, Privatm. v. Biedenkopf. — Bei Hrn. Kfm. Landauer: Hr. Cantor, Gpmn. v. Kreuznach. — Bei Hrn. Profess Dr. Vogt: Hr. Vogt, Profess v. Bern. — Bei Fr. Pfarr Briegleb: Frl. Langsdorf v. Kirchgöns u. Hr. Brieg- leb, Cand. v. Hirzenhain. — Bei Hrn. I D. Loos: Hr. Henckel, Privatm. v. Darmstadt. — S'et Hrn Goldarbeit. Heinrich: Hr. Jordis, Kfm. v. Darmstadt. — Bei Hrn. Gastw. Becker: Frl. Kreuder v. ©rünberg. Unterhaltendes und Gemeinnütziges. Die schone Philippine Welser. Romantisch Historische Erzählung aus der Mitte des töten Jahrhunderts von F. Bernhardi. (Fortsetzung J Der Prinz erröthete einen Augenblick und sah sodann seinen Begleiter verlegen an. Dieser gab ihm einen kurzen Wink und jener sprach: „Gerne würde ich mich unerkannt hier Herumgetrieben haben, aber ich sehe schon es gelingt nicht. So wisset denn, ich bin der Neffe das Kaisers, der Sohn Ferdinands." Der Maler trat ehrerbietig einen Schritt zurück und verbeugte sich tief, ehe er aber seine Entschuldigungen gestammelt Hatje, den Prinzen so schlechtweg behandelt zu haben, war dieser schon nach einer kurzen freundlichen Begrüßung weiter gegangen. II. Ferdinand war jetzt nur mit der schönen Philippine beschäftigt und er entwarf tausend Pläne, dieses Mädchen unbemerkt sehen, ungekannt mit ihr sprechen zu können. Gerne hätte er sich seinem Freunde und Begleiter, dem Grafen Stephani, anvertraut, aber eine eigene Scham hielt ihn davon ab. Er hatte mit diesem schon viele lustige Abenteuer bestanden, aber jetzt, wo tiefe, reine Liebe in sein Herz eingezogen war, konnte er sich nicht entschließen, diesen zum Vertrauten seiner Herzensstimmung zu machen. Der Graf durchschaute den Zustand des Prinzen und beleidigt über den Mangel an Zutrauen, that er jenem nicht einmal die Liebe, nur von dem Besuche bei dem Maler und von dem Bildniß zu sprechen, welches der junge Prinz im Kopf und Herzen herumtrug. Da half dem Prinzen der hochweise Rath aus der Kjemme. Dieser hatte nämlich einen Ball zur Feier der Anwesenheit der hohen Gäste veranstaltet und es war zu denken, daß auch nicht eine der Töchter der stolzen Patrizier hei diesem Feste fehlen würde. 5fc6 Der von Ferdinand sehnlichst erwünschte Abend erschien. Prächtig war der große Nathhaussaal beleuchtet und die schöne Welt Augsburgs strahlte in den reichsten und schwersten Stoffen aus allen Farben. Für unsere heutigen Bälle, welche in einem wilden Rasen bestehen, würde ein solch schwerer Anzug, wie ihn in jener Zeit Augsburgs Mädchen trugen, nicht taugen; aber damals, wo der Tanz mehr ein Umgang im Saale war, bei welchem verschiedenartige Gruppi- rungen vorkamen und ein zierliches Aufsetzen der Füße und das behende Drehen des Körpers nach verschiedenen Richtungen die Hauptsache waren, damals konnte man schon im schweren Anzuge den Ballsaal betreten. Der ernste Karl V. besuchte das Fest nicht, wohl aber sein Bruder, der Vater des Prinzen Ferdinand. Als dieser mit dem blühenden Sohne den Saal betrat, .wurden sie von den im Vordergrund des Saales ausgestellten Pfeifern, Paukisten und Trompetern mit einer rauschenden Musik empfangen, welche wohl dem heutzutage üblichen Tusch entsprach. Die Mädchen, welche den Hintergrund des Saales einnahmen, stellten sich auf die Zehen, um die Eintretenden besser sehen zu können und manch schöner Blick fiel auf den in völliger Jugcndkraft stehenden jungen Bianu. Dieser aber hatte kaum den Saal betreten, als er den Gegenstand seiner Träume, als er die schöne Philippine gewahr wurde. In der That dieses Mädchen verdiente den Ruf der Schönheit, in welchem sie stand, denn Mutter Natur hatte sie mit ganz eigenthümlichen Reizen geschmückt. Kraft und Zierde drückten stch lebendig in des Körpers schlanker Gestalt aus; reizende Wölbung füllte den Arm und des Busens üppigen Bau; aus dem sanft gerundeten Antlitz glühete die Anmuth der Rose, von Lilien umgeben. Freundliche Lippen deckten die Perlenreihen der herrlichsten Zähne; zur griechischen Form hinüber, unter breiter Stirne, neigte sich die wohlgebildete Nase. Doch vor Allem sprach cigenthümlicher Zauber aus dem Bau des in zarter Wellenform lieblich geschlitzten blauen Auges, voll Geist in stiller, süßer Miene, ein Leuchten des Demants. Es war der bezaubernde fromme Blick der Engel Raphaels, welche die Madonna umschwebten. Der feuerige Prinz war schon für das Bildniß eingenommen, das Original vergötterte er, noch nie hatte er ein schöneres vollkommeneres Wesen gesehen und er sehnte sich nach dem Augenblick, in welchem ihm vergönnt wurde, Philippine zum Tanze aufzufordern. Jetzt schmetterten die Trompeten und Prinz Ferdinand, welcher als der erste im Range unter den Tanzenden Wortänzer war, trat klopfenden Herzens zu Philippine und sprach: „Der Kaiser, mein Oheim, hat mir besohlen, den Tanz mit der schönsten Jungfrau Augsburgs zu eröffnen, ich zweifie nicht, daß er mir damit Philippine Welser bezeichnen wollte." Druck und Verlag der G. D. Brühl'j Die holde Philippine erröthete und verbeugte sich tief. Gefaßter aber, als es wohl der Leser erwarten dürfte, antwortete sie: „Ich glaube nicht, Prinz, daß der Kaiser Eure Wahl billigt und ich will nur wünschen, daß er nicht ungehalten ist, weil Ihr so schlecht seinen Befehlen nachkommt." Während dieser Rückäußerung war das Paar in die Reihe getreten, an deren Spitze sich nun acht Trompeter, mit langen Wappenfahnen an ihren Instrumenten, stellten, auf die mehrere Fackelträger, dann der Vortänzer, und noch zwei weitere Fackelträger und die übrigen Paare folgten. Der liebesglühende Ferdinand konnte seine Leidenschaft nicht lange zurückhalten. Er erzählte dem verschämten Mädchen, wie er schon vor mehreren Tagen ihre Bekanntschaft bei dem Maler gemacht und wie ihn schon ihr Bild entzückt hatte, welches doch soweit gegen das Original zurückstehe. Der Tanz war noch nicht beendigt, so hatte der Prinz der schönen Philippine auch schon seine feurige Liebeserklärung gemacht. Wir haben zwar schon gehört, in der guten alten Zeit, deren ehrbare Zucht und Ordnung von Manchen so angepriesen wird, hätten sich nicht so schnell Liebesbündnissc gebildet als heutzutage, was wir nicht bestreiten. Aber dazumal galt schon das jetzt gebräuchliche Sprichwort: „Wessen das Herz voll ist, läuft der Mund über," und wir können mit Bestimmtheit versichern, daß dieses auch bei Ferdinand der Fall war. Als er nach beendigtem Tanze Philippine an ihren Platz führte, sagte er ihr leise zuflüsternd : „Bcurtheilt mich, schönes Mädchen, nach meinem raschen Geständnisse nicht falsch. Aber glaubet, daß ich Euch verehrte, seit ich Euer Bildniß sah, daß ich Euch anbete, seitdem ich Euch persönlich kennen lernte." Philippine stellte sich, als habe sie den Prinzen nicht verstanden, doch hatte sie jedes seiner Worte nur zu deutlich vernommen. Feuilleton. In Vincennes lebt gegenwärtig ein Knabe, der etwas über 9 Jahre alt und nicht größer ist, als ein Kind von diesem Alter zu seyn pflegt, aber schon einen Schnurrbart hat, der einem Grenadiere alle Ehre machen würde, und einen Backenbart besitzt, wie ein Sappeur. — Aus dem kann was werden! R ä t h s e l. ZÄ schaff Euch Korn zum Brod; — dafür Weist Ihr mir, wenn ich Euch besuch, die Thür. Auflösung des Räthsels in 75: ______„Vor" Luch- und Steindruckerei in Gießen.