Inzcigeblatt Samstag den 1». Juni pf. Fleischtaxe 2 r i 1 Linsen Erbsen Hafer Gerste Korn G emäS Städte kr. Pf. fr. ff. Pf- ff. 50 72 901 Gießen am 18. Juni 1847. Frucht- u. Victualienpreise zu Gießen vom 19. bis 26. Juni 1847. «- «f rinm. Die Zu. Brodtaxe. j k' preise. da» Malter das Malter das Malter das Mött der Scheffel kr. 7 8 12 30 3 32 1 1 Pf- 170 11 82 33 11 23 34 4 9 1 1 1 15 - 11 22z 6 lj 8 19 20 8 8 71 — 6' 30 Rindfleisch Kalbfleisch Schweinefleisch . . . . Hammelfleisch gemästet Leberwurst . . . ■ • Bratwurst Schwartemagen . • . Blutwurst...... gemischte Wurst . . geräucherter Speck . . . Schinken ...... Dörrfleisch Rindsfctt Hammelsfett Schweineschmalz ausgelassenes . ..... desgleichen, unauSgclaffen ff. I kr. 13' 41 für die Stadt und den Kreis Gießen. .M 49 hdtt "1 Oa Sttttt 1847 Friedberg Gieße» . Grünberg Marburg Wetzlar 19 17 8 I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Sau« | Gersten« und j Kornmehl bestehend I aus j Waizen« und ! | Kornmehl bestehend 3Z Lth. Wafferwcck . . . 3 ,, Milchbrod . _. . Marktpreise. Maas Milch .... Pfund Butter...... auch . . . « Handkäse Eper Pfund Waizenmehl . . . . n grob geschälte Gerste . ii klein geschälte Gerste . . 1 Pfund gutes Ochsenfleisch . Kuhfleisch Pf. ff.|fc. 190 16 11 200 -) — — 18) - - 141 - 84| 71 39 Pf. ff. — 7 an sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises mit Ausnahme desjenigen dahier. habe oft schon wahrgenommen, daß die Schaafe, wenn ße an Einfriedigungen der Gärten dnrck decken vorüber qetneben werden, das Laub und die jungen Schößlinge an denselben abweiden und daß die Schäfer solches zulassen, ohne die Schaafe abzutrelben. — zu sehr gelichtet und end ich die ganze Einfriedigung mißgestaltet und ru-n.rt wird. Da, wo Hecken auf der Zu jVS K. G. 7628. Betreffend: Die Beschädigung der Hecken durch die Schaafe. Der Großherzoglich Hessische 2 Pf. ordinäres Brod 4 „ zz zz 6 ,, zz zz 2 Pf. gemischte« Brod 4 ,, ,z zz 6 ,, ff rr Fru Waizen Pf I ff. kr 2001 19 30 200) - - kr. 14 „f lllnm. Die Zu- _ gaben bürten in 9 weiter nicht«, alt 10 6 14 10 14 18 18 14 10 20 20 18 18 18 26 24 | i 1 1 1 1 1 1 I 1 । 1 1 । « - N» ' in Fleisch von der selbe« Gattung bestehen ,u- zwar aufioPfd. Fleisch nicht mehr alt an derthalbPfd u.s. w. nach Provor- tion, welches auf IPfd. nicht völlig 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Ge- raub.wicauchbie ganz blurigcn und nicht genießbaren Stücke vom Halt sind von der Zugabe gänzlichaut- geschloffen. 356 Höhe von Böschungen gepsianzt sind, werden letztere öfters so herabgetreten, daß die Wurzeln der Heckeugesträuche blos gelegt, dadurch die Hecken zerstört und sogar die Grenzen des Grnndcigenthums gefährdet werden. „ Indem id) mein Bedauern ausspreche, Sie auf solchen Ucbelstand eist aufmerksam machen zu muffen, indem ich zu erwarten berechtigt bin, daß-Sie ohne höhere Anregung solche und ähnliche, im Fragefall auf Kosten eines großen Tbeils der Grundeigenthümer zum Bortbeile einiger Schaasbesitzer geduldeten, Ungehörigkeiten von selbst abstellen werden, gebe ich Ihnen auf, nicht allein die Schäferei-Vorstände zu bescheiden, wie sie dahin zu wirken hätten, daß solche Frevel der Schäfer nicht vorkämen, sondern auch die Schäfer selbst vor denselben mit Hinweisung auf die gesetzlichen Strafen zu warnen. Die Feldschützen sind hiernach zur strengen Aufsicht aufzufordern und zu Ihnen versehe ich mich, daß Sie diese Aufsicht mit Sorgfalt handhaben. Prinz. Edictalladung. 1140) Nachdem der Handelsmann Levi Hör» ter II. von Schweinsberg seine Insolvenz dahier angezeigt bat, so ist zur summarischen Schuldenliquidation, wie auch zum Versuch der Güte, Termin auf den 15. Juli, Morgens 9 Uhr, anher angesetzt worden. Sämmtliche Gläubiger werden ausgefordert, in diesem Termin ihre Forderungen summarisch, jedoch wo möglich unter Vorzeigung der Beweisur- kunden in Person oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte anzugeben, widrigenfalls die bekannten Gläubiger als dem Beschlüsse der Mehrheit der Erscheinenden beitretend angesehen, die unbekannten aber unberücksichtigt bleiben werden. Kirchheim am 14. Juni 1847. Kurfürstliches Justizamt. Gleim. vdt. Pfeffer. Besondere Bekanntmachungen. 1120) Ausgabe der Zinscoupons zu den städtischen Obligationen von 1837. Die neu ausgefertigten Zinscoupons zu den städtischen Obligationen au porteur vom 1. Januar und 1. April 1837 werden Freitag den 25. d. M, von Morgens 8 Ithr an in dem alten Büreau des Rathbauses, gegen Rückgabe der den vorhergehenden Coupons anhängendcn Anweisung, ausgegeben. Gießen am 13 Juni 1847. Der Bürgermeister . I. d. V. Der Beigeoiduete Rühl. 1137) Die Musterung und Loosziehung für das Jahr 1847. Wegen der diesjährigen Musterung und Loos- ziehung werden die Conscriptionspflichtigen auf die krcisrätbliche Bekanntmachung vom 8. d. M. 3$ 47. des hiesigen Anzeigeblatts mit dem Bemerken verwiesen, daß wenn sie noch irgend einer Verständigung bedürfen, diese hier ertheilt werden soll. Gießen den 14; Juni 1847. Der Gr. Bürgermeister. I. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 1155) Von den, in dem sog. Linder Ma>k- walde bei Großenlinden gelagerten Schwellen sind in jüngster Zeit mehrere entwendet worden. Die Bauvcrwaltung sieht sich deßhalb veranlaßt, eine Belohnung von25fl. Demjenigen zuzusichern, welcher für diesen und jeden anderen gleichen Fall den Dieb iu einer Weise zur Anzeige bringt, welche es möglich macht, denselben zur Strafe zu ziehen. Gießen den 14 Juni 1847. Der Gr. Hess. Sectious-Jngenieur der Section Gießen. L. Lindt. Versteigerungen. 923) Folgende, dem Heinrich Schäfer II, Kammmacher von Gießen, gehörigen Immobilien) alt neu lUKlftr. 36i/as 1/417 7 Hofraithe in der Kübgasse, 11 V113 131 Acker, Laggärten in den hintersten Schießgärten, 17 7/136 2 05 Acker, zwischen dem Gleiberger und k einen Grasweg, 7 17/41,3107 Acker an der Schoor, 2 3,/15o 542 Acker am Grüntnger Pfad, sollen Montag den 21. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Nathhaus öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen am 4. Mai 1847. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. 1070) Montag den 21. l. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Mobilien der Wilhelm Fcrber'scken Eheleute, bestehend in Möbeln, Hausgeräthe und Weißzeug, in deren Wohnung, auf dem reichen Sande dahier, öffentlich versteigert werden. Gießen am 3. I.nni 1847. / Gr. Hess. Stadtgericht daselbst. Muhl. vr. Zimmermann. 1111) Moniag den 5. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathbause das den Erben der Ebefrau des Eberhard Zimmermann dahier gehörige Wohnhaus, 17mKlfir. Hofrailhe in der Lindengasse, wiederholt auf den Abbruch, sowie der Grund der Hofrastbe öffentlich meisibielciid versteigert, unb ohne Rücksicht auf etwaige Nachgebote der Zuschlag ertheilt werden. Gießen den 16. Juni 1817. Gr. Hess Stadtgericht. Muhl. vr. Zimmermann. 1139) Holzversteigerung im Gießener Stadtwalve. Donnerstag den 24. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem hiesigen.Stadtwalde, Distrikt Stol- zknmorgcu und Philosophenwald: 182% Stecken Eicheu-Scheidholz, 51 63 „ 2175 Wellen „ Prügelholz. „ Siockholz, „ Rciobolz. 674 Stecken 10% „ 4% „ 2571 Wellen Kicfern-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Siockbolz, „ Rcisholz, 38 Stecken Dorn-Sttzckholz, 80 Eichcn-Slämme, von 1994 Cubikfuß, W „ „ „ 166 4 „ ,, ,, 96 ,, 2 „ Pflngsreb, . 3 „ Pflugswellen, 1200 Dorn-Wellen, 11 Haufen Heide und Moos öffentlich versteigert werden. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Octobcr d. I. gestattet. Tie Zusammenkunft ist auf dem Trieb. Gießen am 16. Juni 1847. - Der Bürgermeister. I. d. B. Der erste Beigeordnete Rühl. 1053) Montag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, 357 soll auf der Universitäts-Kanzlei dahier, die Lieferung des für die verschiedenen Universitäts-Anstalten erforderlichen Brennholzes, bestehend in ungefähr 325 — 350 Stecken Buchen-Scheidholz, an den Weuigstnchmeuden versteigert werden. Gießen den 3. Juni 1847. Gr. Hess. Universitäts-Rentamt Martin. 1138) Die Anfuhr von Steinen betr, Donnerstag den 24. d. M., Vormittags 8 Uhr, wird die Wegfuhr von circa 10 Eubikklaftern alten Pflastersteinen, welche in der Universitätsstraße sitzen und zum Bau des Riegclpfadwcgs bestimmt sind, auf hiesiger Bürgermeisterei an den Wenigst- forderndcii versteigert. — Der Voranschlag beträgt 70 ft. 30 fr. Gießen den 16. Juni 1847. I. V. dB. Der Beigeordnete Rühl. 1054) Montag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll auf der Universitäts-Kanzlei dahier, die Lieferung des in dem Gr. Gymnasium dahier erforderlichen Brennholzes, bestehend in 45 Stecken Buchen-Scheidholz, an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen am 3. Juni 1847. Gr. Hess. Gymnasialkasse Martin. 1142) Main-Weser-E>senbahn. Versteigerung von Erdarbeiter:. Samstag den 26. d. M., soll ein Theil der zur Erbauung der Main-Wescr- Eisenbahn in den Gemarkungen Ruttershausen, Lollar, Wieseck, Wismar, Klein- und Großenlindcn erforderlichen Erdarbeiten, veranschlagt zu etwa 70000 fl. in mehreren Loosen an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Vormittags um 8 Uhr auf dem Bahnfeld bei Kirchberg und Nachmittags um 3 Uhr auf der Bahnlinie, an der Grenze der Gemarkungen Kleinlinden und Gießen. Gießen den 15. Juni 1847. Der Gr. Hess. Sections-Jngenieur. L. Lindt. 1101) Montag den 28. d. M-, des Nachmittags um 2 Uhr, soll auf dahiesigcm Rathhaus, die dem Schreiner Kirschner dahier zustehende 358 alt neu mKlstr. 31»/i6$ i/32$ 13 Hofraithe in der Katharinen- gaffe, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen am 6. Juni 1847. Der Beigeordnete Rühl. 1162) Montag den 21. Juni, Vormittags 10 Uhr, ' soll in hiesigem Bürgerbospital der vorhandene Kleienvorrath an den Meistbietenden versteigert werden. * Gießen den 15. Zuni 1847. Der Rechner x Lauer. 1143) Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen betr. Montag den 21. Juni l. I., Vormittags 8 Uhr, , soll die Pflasterung eines Theils der Schloßgasse, veranschlagt zu 80 fl., auf der Bürgermeisterei dahier an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen den 16. Juni 1847. P I. V. d. B. Der Beigeordnete Rühl. 1116) Aus dem Vermögen des abwesenden Kaufmanns Konrad Matern III. zu Laubach sollen nachstehende Gegenstände einer Versteigerung meistbietend an den beibenannten Tagen ausgesetzt werden, als ~ . Montag den 21. Ium d. I., Vormittags 7 Uhr: 1) 30 Ohm guten Essig, 2) Salatöl, Rüböl, Thran, 3) mehrere Centner Taback, 4) einige Centner Kaffee und sonstige Speccrer- waaren aller Art. Dienstag den 22. Juni und folgende Tage: 1) Farbwaaren, Messing-, Stahl-, Guß- und Eisenwaaren in größter Auswahl, Drath- stiften in den verschiedensten Sorten rc., 2) Diehlen und Latten, 3) Ellenwaaren, als Schnur, Kortel, Einfaßband rc., und werden Kauflustige hierzu eingeladen. Laubach, am 8. Juni 1847. Gr. Hess. Gräfl. Solms. Landgericht. Brumhardt. 1125) Main-Weser-Eisenbahn. Erdarbeiten. Drei, zusammen zu 18000 fl. veranschlagte Planirloose in der Gemarkung Kirchgöns, werden Dienstag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, an Ort und Stelle öffentlich versteigert. Die Zu- sammeiikunst ist auf der Baustelle der Brücke über den Lausbact', an dem Sielerweg. Butzbach den 10. Juni 1847. Der Gr. Hess. Sections-Jngemeur der Sektion Butzbach. Meyer. " 1149) Dienstag den 22. Juni d. I., soll das diesjäkrige Heugras von den Wissen der Gemeinde Wieseck, öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist zu den bei Wieseck gelegenen Wiesen, an der sog. Oberlache, Morgens um 9 Uhr, und zu den bei Badenburg liegenden, im sog. Strauch, Nachmittags um 6 Uhr. Wieseck den 16. Juni 1847. Der Bürgermeister Lang. 1145) Freitag den 25. Juni, Vormittags um 8 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten auf meinem Büreau, als: I. im Backhaus: 1) Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 21 fl. 2) Schreincrarbeit, „ „ 28 ,, 3) Schlofferarbcit, ,, „ 12 ,, -4) Weißbinderarbeit, ,, „ 7 ,, II. Wegbauarbeiten nach der Schuntau: 1) Planir- und Chaussirarbeit^ veranschlagt zu 144 fl. 2) Steinbrechen, veranschlagt zu 96 „ 3) Stcinfahren, „ „ 128 ,, 4) Aufsehen derselben, „ „ 16 ,, III. Pflasterarbeiten in der Obcrgasse, veranschlagt zu 50 fl. 1) Stcinbrcchen hierzu, veranschl. zu 14 „ 2) Fahren derselben, „ „ 40 „ 3) Aussetzen „ „ „ 2 „ an den Wenigstfordernden vergeben werden. Waldgirmes am 17. Juni 1847. Der Bürgermeister Schmitt. 1144) Freitag den 25. Juni, Vormittags um 10 Uhr, beabsichtigt der Unterzeichnete die Pflastcrarbeit nach dem Kirchhof, worüber der Voranschlag 56 fl. beträgt,. an den Wenigstnehmenden zu versteigern. Naunheim am 17. Juni 1847. Der Bürgermeister Schafe r. 1153) Mittwoch den 23. Juni l. I , Morgens 8 Uhr, soll das Heu- und Grummetgras von den Leih- gesterner Gemeindewiesen, unter deü bei der Ver- 359 steigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Leihgestern den 14. Zuni 1847. Der Bürger meister Heß. 1112) Mittwoch den 23. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll das Heugras auf den Gemeinde-Wiesen meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Gemeindeweide zwischen Watzenborn und Steinberg. Watzenborn, den 41. Juni 1847. Der Bürgermeister Philipp. 1156) Dienstag den 22. Juni, Bormittags 10 Uhr, soll das diesjährige Heugras von den Wiesen der Gemeinde Reiskirchen öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist auf der Pfingstweide. Reiskirchen am 16. Juni 1847. Der Bürgermeister Schäfer. 1135) Montag den 21. Juni, d. I., Morgens 8 Uhr, soll das Heugras von ungefähr 80 Morgen Wiesen, öffentlich an den Meistbiltenden versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in der Hohlbach an der Grünbergerstraße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine wird geborgt bis Martini d. I. ^Annerod am 14. Juni 1847, 1 Der Bürgermeister Peter. 1107) Das Heu gras von der Wiese an der Erdkaut, der Neuenweger Schäferei-Gesellschaft gehörend, soll Montag den 21. l. M., Abends 8 Uhr, in der Wohnung des Herrn Gcmeinderaths Herbert, einer öffentlichen Bersteigcrung ausgesetzt werden. Gießen den 14. Juni 1847. 1110) Tas dießjährige Heugras von 1993 Klafter Wiese, die kleine Weide genannt, soll Montag den 21. Juni, Abends 8 Uhr, in der Wohnung des Herrn Gemcinderaths Herbert einer öffentlichen Beisteigerung ausgesetzt weiden. Gießen, den 13. Juni 1847V Adolph Möhl. Feilgeboten. .1148) Häringe, ä 2 und 3 fr. per Stück bei Joseph Beisuß, auf dem Asterweg. < 1085) In ganz frischer Füllung find angekommcn: Nassau - Selterser-, Emser Kränchen- und Kesselbrunnen-, Fa- chinger- uiid Salzhäuser-Wasser; von Lud- wiqsbrunner- uno Schwalheimer Wasser trefft» wöchentlich fusche Füllungen ein, mnd empfiehlt solche zur gefälligen Abnahme, sowie alle andere hier gangbare Mineral-Wasser. L. T Felsing. 1147) Mein vollständiges Spezerei - Geschäft, sowie mein wohlassortirtes Lager aller Sorten Schneiderarlikel empfehle ich zur geneigten Abnahme. . Joseph Beifuß, auf dem Asterweg. 1165) Herbst Rübsamen, langer und kurzer Art, sowie krauses Wintei-Endivien empfiehlt W. L ö b e r' s Wittwe. 1157) Ein großer Glasschrank mit Schreibpult, sowie eine Badbütte sind zu verkaufen. Wo? sagt die Erprd. d. Bllls. Zu vermiethen. 1150) Bei Friedrich Malkomes! us ist eine Familien Wohnung zu vermiethen. 1154) Lit. A. 109. in der Wallthor- straße ist ein Logis zu vermiethen, bestehend in zwei Zimmer», zwei Kammern; Küche, Keller und Mitgebrauch der Waschküche, es kann Anfangs Juli bezogen werden. 1152) In der Wallthorstraße Lit. A. ^8 117 ist eine kleine Familienwohuung zu vermiethen. Vermischte Nachrichten. 1080) Bei einer Gr. Hess. Grenzorts-Ein- nebmerei, welche nut Abfertigung ausgleichungöab- gabepflichtiger Gegenstände, die nach den nördlichen Zollvereinsstaaten ausgehen, stark beschäftigt wird, ist eine Gchülfeustelle offen, die neben freier Kost und Logis und humaner Behandlung mit einem angemessenen Salair houorirt wird. Nähere Auskunft für qualificirte Lusttragendc vermittelt die Redaktion t. Bltts. 1167) Der Rechner des hiesigen Gesellschafts- Vereins ersucht dringend um die alsbaldige Ein- licselung der vom 2. Semester 1846 noch rückständigen Zinsabschnittc, von den Schuldner schrei« bungin 211, 212 und 261. Vieler. 360 1161) Ein l'm Unter richten geübter Studiosus sucht Ciavierstunden zu ertheilen. Näheres bei der Expedition d. Bltts. 1136) Maurergesellen und Steiuhauer können täglich in Arbeit treten bei Gottlieb Strauch, Maurermeister in Gießen. 1166) Bei der Baustelle an der Hardt können noch Arbeiter gegen angemessenen Lohn Beschäftigung finden. 1159) Ich sehe mich in die Nothwcndigkeit versetzt, hiermit zu erklären, daß ich von meinem Sohne Hermann, Studirenden der Mediciu, eiugegaugeue Verbindlichkeiten nicht anerkennen werde. Gießen den 17. Juni 1847. Dr. Birnbaum. Gr. Hess. Geb. Justizrath und Professor. 1132) Eine tüchtige Hausmagd wird Lit. B. Aß 33 in Dienst gesucht. 1160) In einer frequenten Geschäftslage wird der untere Thoil eines Haufis für einen geräumigen Laden und Wohnung geeignet, zu miethen gesucht. Näheres ist zu erfragen bei der Redact. d Bltts. 1163) Auf der Mäusburg oder dem Marktplatz, wich noch ein Mitleser zum Frankfurter Journal gesucht. Wo? sagt b. Erpcd. d. Bitts^ 113-1) Unterzeichneter beabsichtigt Sonntag den 27. Juni dahier ein großes Kunst- und Wasser- Feuerwerk in der Nähe der Pulvermühle abzubrenuen. - Eine Subscription wird in künftiger Woche hierzu eröffnet und bittet um recht zahlreiche Theiluahme Gießen den 15. Juni 1847. E. B e rg man »', ehemaliger Theater-Maschinist und Feuerwerker. 1151) Nächste» Sonntag findet • II a r in o n 1 e - M u s i k im Buschischen Garten Statt. 1164) i Künftigen Sonntag findet im Hinkel'schen Garten Harmonie-Musik Statt, wozu eigcbeust einladet Anton Hinkel. Wetzlar den 16. Jnni 1847. 1158) Ein schwarzer Schleier ist verloren gegangen. Der redliche Finder wird ersucht, ihn bei der Erpedition d. Bltts. gzbzugeben. Frischbacken. Sonntag den 2 0. Juni. Georg Busch mit Kreuz. Christian Wallenfels in der Wallthorstraße. Lucwig Kämmerer auf dem SelterSwrg. Christian Aoll in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen. . Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. ' Am 20. Juni. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Kopulirt. Den 17. Juni. Friedrich Otto Winckler, Lackircr dahier, des verstorbenen Großherzoglichen Pfarrers in AUendorf an der Lumda, Wilhelm Ernst Winckler, ehelicher Sohn; und Karoline Matthias, des verstorbenen hiesigen Burgers und Drechslermcisters, Ernst Matthias, eheliche Tochter. . Getauft. Den 17. Juni. Dem Bürger und Uhrmacher , Ludwig Scharmann, ein Sohn, Christian Friedrich Martin Ludwig, geboren den 22. Mai. BeerSigte. Den 15. Juni Katharine Susanne Heppler, des verstorbenen Soldaten, Reinhard Heppler, eheliche Tochter, alt 68 I 3 M. 19 T., gestorben den 11. Juni. Denselben. Luise Mathilde Wagner, des OrtSbür- gers in Großenbuseck und Postillons dahier, Philipp Wagner, eheliche Tochter, alt 1 I. 9 M. 24 T., gestorben den 13 Juni. Den 17. Juni. Ludwig Butter, Cigarrenmacher, deS OrtsbürgerS in Albach und TaglöhnerS dahier, Heinrich Butter, ehelicher Sohn, alt 21 I. 6 M. 6 T-, gestorben den 15. Juni Denselben. Johannctte Katharine Marie Steinberger, deS verstorbenen Bürgers und Bäckermeisters, Daniel Steinberger, eheliche Tochter, alt 18 I. 3 M 18 T, gestorben den 15. Juni. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonbard. Angckommcne und abgereiste Fremden vom 15. bis 17. Juni 1847. I n d e n Gasthäusern. im Einhom: Hr. Kulnkampf m. Bedien, Partie, v. Bremen. Hr. Mönnisen, Kamm.-R. v. Limburg. Hr. Schürt, Forstcand. v. Birkenfeld. Hrn. Kfl. Wissel v. Cleve u. Mittendorf v. Magdeburg. Hr. Render, Access, v. Darmstadt. Hr. Ehrlich, Kfm. v. Fürth. Hr. Cramer, Oecon. v. Emden. Fr. Huismann m Bedien, v. London. Hrn. Kfl. Bodatz v. Paneira u. Schön v. Glückstadt. Hr. Wilberfarö m. Fr. u. Tocht., Dr. med. v. Altona. Hr. Clou, Kfm. v. Cöln. Hrn. Fabrik. Breistiel u. Antjes v. Havanna. Hrn. Kfl. Deckmann v. Wnpperfurt u. BenkeN v^_ Bremen. Se Ercellcnz Freiherr v. Breidenbach zu Breitenstein in. Bedien., Gencr. v. Darmstadt. im Kappen: Hrn. Kfl Weiß v. Frankfurt u. Trier v. Darmstadt. Hr. v. Perglas, Oberstallmeist. v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Franck v. Coblcnz, Wagner v. Cassel u. Winter v. Heilbronn. Hr. v Weber, Geh. R v. Dresden. Hr Römer, Kfm «.Offenbach. Hr. v. Stolzenberg, Partie, .v. Coblenz. Hr. Weflhans, Kfm. v. Langenau. Hr, Halß, 361 ffiartk. v. Amsterdam. £>rn. Kfl.. J»ngmann u. Beck v. Frankfurt, Weber v. Mainz, Snicnem » Alsfeld, Freudcn- stein v. Berlin u. Bäschmann »■ gttutffur. $>r. Schenck, ipfarr. v Gesecke. Hr. FreunSberg, Geistl. N.^u. FrlS. Steinbrück u. Pommer v. Paderborn. St » Schonstadt, Gntsbes v. Schönstadt. Sm. Kfl. Spier ». Alsfeldu Bauer ö Trier ?>r. Flack, Nent. v Amsterdam. Grast» Oren- stierna m Fam » Bedien u. Graf Bielke in. Fam u. Bedien vStoGolm Hr. Jäger, Revierförst -. Alsfeld. Hr. Schuld Müll, v Staude». Hr. Hwlch, Kfm. »■ Worms. Sr Buderus, Prioatm. v. Hirzenbai». Hr. Benne, Kfm. ». Frankfurt Hr. Hausmann, Prioatm v. Leipzig Hr. Meper, Gutsbes. ». Hannover. Hr. ©etiler, Kfm. v. Wien. Im Prinz Cnrl: Hk WilthweiN, Cand v. BÜdeshetM Hr. Drescher, Tech», v Cassel. Hr Wetter, Oecon. u Hr. Schlabbach, Zimmerm v. Elmshatisen. Hr. Schröder, 8t»,I v. Jena. Hr. Haas, Oeeon. v. Leinbach. Hr. Rausch, Spedit. v. Großeneichen. Hr. Stamm / Kfm. v. Friedberg. Hr. ». Sonnenberg v. Hannover. Hr Bräckman», Oeeon. v. Bermutshain Hr. Huhn, Müll. v. Haingründen. Hr. Scharmann, Geschäfts,». v Felda. Hr. Klehm, Oeeon v. Ensheim. Hr. Bernhardt, Gastw ». Langenhain Hrn. Oeeon Neun v. Wenings u. Schmitt » Langenhain. Irn Stern: Hr. Kraushaar, Prioatm ». Rödelheim. Fr Müller v. Ningshauseii u Walk v. Fulda. Jungfern Stell v Summtlaar u. Eckhardt v Kirchhain. Hr. Franck, Fuhrm v. Marburg. Hr Reimke, Schneid, v. Rostock. Hr. Leichtsinger, Formstech. v. Larus. Hr Moser, Handclsm. v. Rapperöhausen. Hrn. Cigarr.-Mach. Mann » Berlin u. Weiland v. Mühlhausen. Hr. Klein, Hndlsm. v Rauschenberg. Im Darmstaedler Haus: Hw. Geschästsl. Höfller v. Oberau, Berger v. Freienseen u. Rapp v. Schotten. Hr. Höfer, Kfm. v. Aschaffenburg. Fr Schling v. Langenstein. Hr. Killer, Oeeon, Hrn Geschästsl Münch n Sand u. Hr. Schwalb, Bürgermeist v. Gr'ostenbuseck. Hr. Bauni, Handels!», v Wetzhause». Hrn. Geschäitsl. Müller v. Kirchgöns, Kratz v Oberohinen, Krummer v. Goldberg u. Holzensinn v. Höckstell. Hr. Drullmann, Fuhrm. v. Wetzlar. Hr. Stritter, Bürgermeist v. Oberohinen. Hr. Lautenbacher, Buchb. v: Dittenheim. Hr. Stolzer, Geschäktsin. v. Darmstadt. In der Sonne: Hr. Goldinann, Handelsm. v. Ershausen Hr. Reh. Geschäftsm. v. Bissingen. Hrn Handelst. Fnnck v Sellnrod, Schomper v. Odenhausen u. Müller v. Espa in der linse: Hr. Bergmann, Schausp. v. Speyer. Hr. Achenbach, Geschäfts!» v Hattenrod. Hr Junker, Maur, o. Queckborn. Hr. Lachmann m. Fr , Leinweb. u. Fr. Spa- mer v. Schotten. Hr Wallenfels, Geom. v. Londorf. In den Privathäusern. Bei Hrn. Snperint. Simon: Hr. Siuion m Fam, Psarr. v Eberstadt.— Bei Hrn Kfm. Worms: Fr. Dr. Selig- mann v. Mainz — Bei Fr. Regier.-R. Heß: Hr. v. Krug, Oberapp.-Ger.-R. v. Darmstadt — Bei Hrn. Postmeist. Voigt: Frl v. Sie'N v Frankfurt — Bei Fr. Kamin -Seeret. Schmidt! Fr. Dr Lichtenberg v. Pfungstadt — Bei Hrn. Heinr. Eiff: Jungfer Etff v. Frankfurt. — Bei Wittwe Kühn: Hr. Wachter, Cand v. Darmstadt. — Bei Hrn Hofger.-Seeret. Wörner: Frl. Haber v Alsfeld. — Bei Hrn. Schuhm. Nagel I : Fr Bölsing v Romrod. —' Bei Hrn. Schuhm. Dietz: Jungfer Rupp v Altenkirchen. — Bei Hrn. Ludw. Herbert: Hr. Danz, Prioatm. tt Ml. Schlitz v Mainz — Bei Hrn. Aff. Laubenheimer: Fr Dr. Willens v. Pfungstadt. — Bei Hrn. Obersteuerbote Schntitz: Fr. Steuereinnehm Kolb v. Pohlgöns. — Bei Hrn. Geh. R. Dietz: Frl Kesten v. Thon». u nt e r h a l t e n d e v. Die Rose von Eßlingen. (Fortsetzung.) „Ach, das'sind Träume! So denkt man immer; man gibt sich unbestimmten Hoffnungen hin, und gewöhnlich bleibt Alles, wie es ist. Was sollte sich denn ereignen?" „Bär könnte vielleicht — sterben!" „Daran habe ich freilich nicht gedacht!" sagte Carl,, in ein kurzes Nachsinnen versinkend. — Es war ihm, a's ob ein böser Dämon, an ihm vorüberzöge. „Nun," sagte er nach einer halben Minute brütenden Schweigens, „so wollen wir denn unfein Plan bis auf jenen Tag verschieben. Verlobe Dich also auf den Dienstag mit Bär; zwinge Dich, ihn bis auf einen gewissen Grad freundlich zu behandeln — doch mehr brauche ich Dir nicht zu sagen, denn ich weiß ja schon, daß Du keine große Versuchun z sühlen wirst, ihn mit Gunstbezeugungen zu überhäufen. Ich werde jetzt seltener in den Schwanen kommen, und wenn ich da bin, so sprechen wir nur verstohlen oder durch Zeichen mit einander — Ach, meine Paulin e, wie fühle ich mich doch jetzt so glücklich, da ich die Mög- lichkeit unserer Vereinigung wor mir sehe! Aber wie lang wird mir die Zeit noch werden, bis ich Dich ganz mein eigen nenne!" Sie waren jetzt wieder in die Nähe der Stadt gekommen. Noch weilten sie an einer schönen Stelle des Neckarufers, wo sich ihnen int Mondschein Thal, Berge und Fluß in malerischer Beleuchtung zeigten. „Hier an diesem traulich stillen Ort," hob Carl an, „hier schwöre ich Dir vor Gott dem Allmächtigen, daß ich nimmer von Dir lasse und Dein bleibe bis in das Grab!' Schwöre mir dasselbe, meine Pauline!" , „Ja, hier an dieser schönen Stelle," erwiederte P a n l i n e, „schwöre auch ich Dir, mein C a r l, bei Gott dem Allmächtigen, daß mich fortan nichts von Dir scheiden soll!" In hoher Verklärung wie ein Engel des Lichts stand jetzt Patilinens ätherische Gestalt von goldenem Mondstrahl umflossen vor Seybold. Er preßte sie nochmals an sich, und beide besiegelten ihren Schwur mit einem feurigen langen langen Kuß. Da regte sich aus den Fluthen des Neckars auf einmal ein klagender Ton, den jedoch nur Pauline allein vernahm. , „Was ist das?" lief sie, plötzlich anfschreckend. , „Sieh dort! Dort winkt mir ein weißer Arm aus dem Wasser — ist es nicht eine Ni re — sie singt ein Todtenlied! Jetzt ruft sie: „Komm Schwester! Hörst Du es nicht! . „Wie doch die Frauen so ahnungsvoll und schreckhaft sind!" sagte Seybold. „Dich täuscht Deine aufgeregte Phantasie!" „Nein, nein! Sieh doch nur! Jetzt winkt sie zum zweitenmal — jetzt zum drittenmal — und jetzt ist sie verschwunden !" 362 „Ah, es ist nichts!" versetzte Seybold, „es ist nur das Mondlicht, das Dir solche Trugbilder vorgaukelt !" „Aber das Lied? hast Du es denn nicht gehört?" „Nein — keinen Ton! Ich habe nicht darauf geachtet. Vielleicht ist es Jemand gewesen, der drüben am jenseitigen-Ufer gesungen hat. Das wäre schon möglich und hat auch nichts zu bedeute». Also gib Dich nur zufrieden! Eine Jägersfrau soll keine Furcht kennen!" „Ach, Furcht ist cs nicht," versetzte Pauline. „Es ist nur eine Ahnung, als ob uns Beiden ein Unheil bevorstände." „Das ist ost der Fall," erwiederte Seybold; „in unsere schönsten Träume drängen sich oft düstere Bilder ein. Doch ein rechter Jäger fürchtet sich weder vor Hölle noch Teufel, und so soll die Jägerin auch seyn." „Du hast Recht!" sagte Pauline. „Sieh, jetzt bin ich ganz heiter und wohlgemuth. Die Nähe eines muthigen Mannes macht das Weib dem Manne gleich." „Laß uns jetzt alle Angst und Sorge vergessen; unsere heutige Seligkeit ist ja zu groß, als daß uns etwas Irdisches nur stören könnte!" erwiederte S e y- b o l d. Sie waren bei diesen Worten an die letzten Häuser der Stadt gelangt und wollten sich gerade trennen, als zwei Personen vor ihnen vorübcrgingen, in denen sie Bär und den fahrenden Schüler erkannten, welcher Letztere Bär immer begleitete, weil ihn dieser im Essen und Trinken freizuhalten pflegte. „O Gott," sagte Pauline zu Seybold, „wenn sie uns nur nicht erkannt haben!" Die beiden männlichen Nachtwanderer blieben jetzt auf einmal stehen. Als das Liebespaar vor- ihnen vorbeiging, traten sie ganz nah heran, und sagteir: „Guten Abend!" Liebespaare sind in solchen Fällen immer schüchtern. Daher gingen Carl und Pauline, ohne den Gruß zu erwiedern, vorüber, und suchten sich möglichst zu verhüllen, um unerkannt zu bleiben. Als sie glücklich vorbei zu seyn glaubten, rief ihnen der „fahrende Schüler" nach: „O Schwanenmaid, o Schwanenmaid, Dein Hochzeitskleid, dein Hochzeitskleid Hat einen großen Riß!" Und Bär setzte hinzu: „O Jägersmann,' o Jägersmann, Gar still ist es im weiten Tann; Wir treffen uns gewiß!" „Ja, wir treffen uns!" rief ihnen Seybold laut zur Antwort zu. „O was thnst Du!" sagte Pauline halbtodt vor Schreck. „Sey 'nur ruhig!" versetzte S e i, b o l d. Berich In Nr. 48 deS AnzcigeblattS in der Bekanntmachung „Idealität," „Identität "________________________ Druck und Verlag der G. D. Brühl' Bär und der fahrende Schüler wandten sich jetzt, ohne das Paar weiter zu stören, abseits. Die beiden Liebenden entwarfen jetzt sogleich einen neuen Plan. Diesem zufolge ging , Seybold mit Paulin en ganz ungenirt in den Schwanen, und verlangte dort P a u l i n c n s Eltern auf einige Augenblicke allein zu sprechen. Als er ihnen gegenüber stand, sagte er, daß er Paulin en auf der Straße begegnet sey, und läugnete nicht, daß er sie liebe. (Fortsetzung folgt.) Feuilleton. Neues Mittel gegen Moos- und andere Krankheiten der Obstbäume. Wenn man mit einem mit Potasche geschwängerten Wasser einen Baum wascht, so werden nicht allein die Moos- und andere Krankheiten vertilgt, sondern auch schädliche Jnsecten davon abgehalten. Dies ist den Bäumen nicht im Geringsten nachtheilig, erzeugt vielmehr eine große Gesundheit und erhöhte Fruchtbarkeit derselben. Anekdote. Bei einer Landparthie, welche eine Gesellschaft von , Kurfremden während der letzten Saison in Bad Ems machte, fragte eine junge Holländerin den hinter ihrem Esel hergehenden Treiber: Wie viel Esel, lieber Mann, habt ihr d«nn in Ems? Achselzuckend antwortete der Treiber: „Ja! Mamsell, nach dem Kurägst', nach dem Esel!" Gefühllosigkeit. Wie können Menschen sich noch Brüder nennen. Wenn Haß, wenn Neid und Eigennutz sie trennen? Kann da wohl sepn ein herzliches Erbarmen, Wenn inan sich scheut den Aermern zu umarmen? Seht ihr nur euren Vortheil winken, Dann sieht man eure Liebe sinken, Dann sieht man der Tyrannen Klauen, 3n'O Mark der Brüder ohne Schonung hauen. — Von Liebe hört man euch zwar öfters sprechen; Doch desto mehr sieht man euch Herzen brechen, All' eure Worte sind nur schnöde Lügen, Die Menschheit sucht die Menschheit zu betrügen. Palmer. Dreisilbige Charade. ES nennet meine erste Shlbe Dir einen Gegenstand, Der ist den Frauenzimmern gar wohl bekannt, 'S ist auch wohl recht angenehm für sie die erste Spike zu sepn, Denn wenig findet man bei ihr Sorgen und Pein. Die beiden letzten ist nun eine Schaar, Die brachte in Kricgszeiten Vortheil fürwahr; Doch streben auch die beiden letzten zuweilen der ersten nach, Und dann ist eS daS Ganze, Nun errathe mich doch?___________________________________ t i g u n g. Nr 1H7. Seite 31s, Zeile 16 von unten, lese man statt Hen Buch- und Steindruckerei in Gießen.