M es 1817 Samstag den 141. August Frucht- u. Victualienpreise zu Gießen vom 14. bis 21. August 1847. pf. Pf. gemischtes Brod 1 1 Gießen am 7. August 1847. t 1 1 i t i t 3 1 1 1 t t 1 1 1 1 4 6 2 4 6 fr. 13" 11 10 7 16 11 16 20 20 18 12 28 20 18 18 18 8 22 23 8 8 aus j Gersten- und j Kornmehl bestehend an fämmtliche Gr. Bürgermeister des Kreises. Bei meinen dießjährigen Rundreisen habe ich den Gr. Bürgermeistern allerwärts die gewiffenhafteste Sorgfalt in Unterhaltung der Baumpflanzungen an Wegen und auf GemeindegAäude, sowie in Verbesserung der Gemeinde - Baumschulen, empfohlen. Ich weise Sic nunmehr, als Erinnerung an meine mündlichen Anordnungen, hierdurch noch schriftlich an: 1. Jetzt alsbald die Zahl der abgestorbenen Bäume und diejenige der in diesem Herbste nach den Bestimmungen der Voranschläge neu anzupflanzenden zu ermittle» und mir dieselbe sowie die Gattung binnen längstens 14 Tagen anzngeben, wenn die Bäume nicht aus'den Baumschulen entnommen werden können und Sie meine Vermittelung beim Bezüge derselben wünschen sollten. Zu a$ K. G. 9636. Betreffend: Die Unterhaltung der Baumpstanzungen und Baumschulen. Der Großherzoglich Hessische Fleischtaxe. Pfund gutes Ochsenfleisch . . „ Kuhfleisch „ Rindfleisch .... „ Kalbfleisch .... „ Schweinefleisch . . . „ Hammelfleisch gemästet „ Leberwurst .... „ Bratwurst . . . „ Schwartemagen . . „ Blutwurst „ gemischte Wurst . . „ geräucherter Speck . . „ Schinken „ Dörrfleisch .... „ Rindsfett „ Hammelsfett.... „ Schweineschmalz ausgelassenes „ desgleichen, unauSgelaffen Ilnzeigelllatt für die Stadt und den Kreis Gieße«. pf, Anm. Di« Zu< gaben dürfen in weiter nicht«, all in Fleisch von der selben Gattung bestehen ,u. zwar ' auf lo'öfb. Fleisch nichtmehralian ' derthalbPfd u.s. —1 ro. nach Propor- — tion, welche! auf — i Bfd nicht völlig — 1 5 Sott) auSmachl. \ —1 Köpfe, Füße, Ge< !— raub.wic auch die ।— ganjbluilgcnund | nichtgcnießbaren , Stücke vom Hals Fruchtpreise. fr. 5 10 15 5 11 17 1 1 5| Lth. Wasserweck . . 4j » Milchbrod . . Markt« reise Maas Milch Pfund Butter Brodtaxe 2 Pf ordinäres Brod aus z Waizen- und z Kornmehl bestehend ! ' sind von der Zu- gäbe gänilich aub- i0 ~ geschlossen. auch . . . . 4 Handkäse 7 Eper 1 Pfund Waizemnehl . . . 1 » grob geschälte Gerste . 1 » klein geschälte Gerste . 8 12 Städte Gemäs Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen. Pb 1 ff. f fr- Pf. I fl. fr. Pf. fl. fr. Pf. fl. fr. Pf. fl. fr. Ph^flTH Friedberg..... das Malter 200; 9 52 190 6 27 -52 - 5 - ließen...... das Malter 2001 9> 45 200 7 30 170 6 5 — — —. _ _ _ Grünberg ..... das Malter -| 9> 15 6 30 — 6* — - 5 — __ __ _ __ _ Marburg..... das Mött —1 16 6z — 14 19 — 11 36J — 5 58i — — _ ***** _____ Wetzlar..... der Scheffel 90 7 - 84 4 ifii 72 4 3 50 — - — — — — — — 484 2. Die Privatgrundbesitzer, auf deren Eigenthum an Wegen Bäume gepflanzt worden sind, und welchen die Verbindlichkeit zur Unterhaltung und Nachpflanzung derselben obliegt, sind zeitig hierauf aufmerksam zu niachen und auszufordern, ihren Bedarf anzuzeigen, wenn sie denselben durch meine Bestellung beziehen wollen. 3. Die Bestangung und Verdornung oder sonstige Verwahrung der jungen Bäume gegen Beschädigungen durch Wild ist zu untersuchen und, soweit nöthig, zu gehöriger Zeit herzustellen. Die unter 2. bezeichneten Privaten sind zu solchen nöthigen Herstellungen anzuhalten und es sind diese auf Vorlage der Gemeinden in Ausführung zu bringen, wenn Ihre vorherigen Aufforderungen dazu fruchtlos bleiben. Die entstehenden Kosten sind demnächst alsbald, nach den vorhandenen besonderen Vorschriften, beizuireiben. , Für gehörige Verwahrung der Baumschulen, insbesondere durch Bedeckung der pingen Saaten mit Laub, für ordnungsmäßige Bedüngung der Baumschulen und dauerhafte.Ausbesserung der Einfriedigungen sind Sie verantwortlich. 4. Bei den aus Gemeinde-Wüstungen gepflanzten Bäumen ist der Boden nm den Stamm gehörig auszulockern, damit die Feuchtigkeit in genügenderem Maaße an die Wurzeln zieht und ist ebenfalls für Bedüngung zu sorgen, wenn dieselbe als nöthig erscheint. Daß im Frühjahr die Bäume gehörig gereinigt und daß die dürren Aeste entfernt werden, versteht sich von selbst. Sie werden die säst überall angestellten Baumwärter zur Erfüllung ihrer instruktionsmäßigen Verpflichtungen ernstlichst anhalten. Endlich sind in diesem Herbste 5. in allen Baumschulen neue Kernansaaten zu machen, damit sich die Gemeinden die für die Zukunft nöthigen Pflänzlinge selbst erziehen und die Nothwcndigkeit wegfällt, solche Setzlinge anzukaufen. Ich erwarte, daß Sie diesen Aufforderungen genau Nachkommen und wünsche, daß Sie mir demnächst berichten, ob und in wie weit derselben entsprochen worden ist. Prinz. Zu ^6 K. G. 9756. Gießen am 11. August 1847. Betreffend: die Abhaltung des Ludwig-Markts zu Grünbcrg. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an sämmtliche Großh. Bürgermeister des Kreises (mit Ausnahme desjenigen zu Gießen.) Sie werden hierdurch benachrichtiget, daß der ans den 1. September l. I. fallende Vieh und Krämermarkt zu Grünberg nicht an diesem Tage, sondern Donnerstag den 2. September abgehalten werden wird. Zugleich beauftrage ich Sie, solches in Ihren Gemeinden besonders zu veröffentlichen. Prinz. Zu Nr. K. G. 9637. Betreffend: die Unterhaltung der Ortsstraßen und Vicinalwege. Gießen am 7. August 1847. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen. i an sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises. Während deö verflossenen Herbstes und Frühjahrs war es, der trockenen Witterung wegen, nicht in allen Gemeinden möglich, die nöthige neue Eindeckung der Ortsstraßen und gebauten Vtc.nalwege ,n Ausführung zu bringen, daher ich, zum Theil auch in Folge früherer Vernachlässigungen, bei meinen 485 Der Gr. Hess. Kreisrath deS Kreises Gießen. Gießen den 11. August 1847. berg verpfändet. Nach producirtcr gerichtlicher Quittung des Gläubigers vom 13. August 1838 ist dieses Darlehen abgetragen, die darüber errichtete Schuld- und Pfandverschreibung nach Angabe der nunmehrigen Wwe. des Salomon Höxter, Freidche geb. Stein, aber verloren gegangen. — Es ergeht daher an Alle, welche auS der angeb- zu gewärtigen. Gießen am 7. August 1847. Edictalladung. 1463) Salomon Horter und dessen Ehefrau Freidche, geb. Stein, von Schweinsberg, haben am 13. Dezember 1821 dem Nehm Härter daselbst, wegen eines Darlehens von 285 fl., das Stück 83, 4% R. Haus zur Hälfte in SchweinüDer Großh. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen Prinz. ' Der seitherige Großh. Bürgermeister Dern zu Hausen, dessen Dienstzeit abgelaufen war, ist höchsten Orts wieder zum Bürgermeister für die Bürgermeisterei Hausen ernannt worden. Es wird dieß hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Daö Einschleichen in fremde Gebäude betr. Da in neuerer Reit dahier die, gegründet befundenen, Klagen über stattfindendes Einschleichen sonwhl m- «w» w, r wirkt eine, im Wederholungsfalle zu verdoppelnde, im Falle der Unzahlungsfahigkert mit entsprechendem "Nd d°, M-Wchun, .u« h!-s.,-t Stadt Das Hausiren in hiesiger Stadt betreffende stWWUW „können, ihnen jedoch untersagt fft, in die Hauser zu gehen und seil zu bieten, ohne hierdurch " mtt" dein^Ansügttl Unzuschär"en,^"daß jede U'bertreUlng vorgedachter Bchimmung mit emer 6d dieüiLbriaen Rundreisen an vielen Orten mehr Mängel entdeckt habe, als sonst wohl der Fall gewesen seyn würde. Manche der Gr. Bürgermeister scheinen auch von der irrigen Ansicht auszugehen, daß e nickt nöthig sei), in jedem Jahre Kosten an Unterhaltung der Straßen zu verwenden , . Durch meine mündlichen Belehrungen habe ich aus Ihre Ueberzeugung hmzuwirken gesucht, daß d e sorakältiae iädrlicke Unterhaltung der Straßen nicht allein noihwendlg ist, sondern daß auch durch die jälhrUche Reparatur die im Verhältniß geringsten Kosten entstehen, indem durch sie größere Verwen- win^n vermieden werden und die Straßen ständig in gutem Zustande blecken. 9 -^ch widere Sie daher auf, jetzt schon die für diesen Herbst nothwendlgen Steine anschaffen und klovken nt lassen damit es nirgends an dem Material sehlt und sobald nn Herbste anhaltende nasse Witterung cintritt, die Reparaturen und Eindeckungen unter Leitung der Wegaufseher ohne Verzug m AuS- Wr"si8Ujm November d. I. will ich Ihrem Berichte darüber entgegensehen, ob und wie Sie meine Auflage befolgt haben. , 486 lick) abhanden gekommenen Schuld- und Pfandverschreibung Rechte zu haben glauben, hiermit die Aufforderung, ihre Ansprüche vom heutigen Tage an, binnen 3 Monaten dahier so gewiß geltend zu machen, als sonst die Löschung des Pfandrechts erfolgen soll. 0 Kirchhain am 5. August 1847. Kurfürstl. Hess. Zustizamt. G l e i m. vdt, Fritzen. Versteigerungen. 1482) Frühobst - Versteigerung im Oßwald'- schen Garten re. Montag den 16. d. M., Vormittags 8 Uhr, wird das Frühobst im Oßwald'schen («arten, im früher Hilgard'schen Garten, am alten Steinbacher Weg, und in der Anlage vor dem Friedhöfe, in Acpsel und Birnen bestehend, öffentlich versteigert. Die Zusammenkunft ist im Oßwald'schen Garten. Gießen den 11. August 1847. Der Bürgermeister Z. d. V. der Beigeordnete Rühl. 1481) Die Anfuhr von Lehmsteinen bei der Stadt Gießen, veranschlagt zu c. 80 fl., soll Dienstag den 17. August d. I , Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordern- den versteigert werden. Gießen 'den 11. August 1847. Z. V. d. B. der Beigeordnete Rühl. 1483) Donnerstag den 19. d. Mts. Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahicstgem Rathbaus auf freiwilliges Ansuchen des Thorschrcibers Karl Mannberger dahier das demselben zustehende Grundstück, als Alt. Reu. üsKlstr. 21 28/33 82 Acker im Altenfeld auf's^ Bruch, zehntfrei, an Christian Löber öffentlich meistbietend versteigert werden, auch kann folchcs vorher aus freier Hand verkauft werden. Gießen den 11. August 1847. Der Beigeordnete Rühl. 1412) Main-Weser-Eisenbahn. Die Lieferung von 1000 Stück rauhen Grenz - steinen, auf die Eisenbahn von Butzbach bis zur Kurhessschen Grenze bei Nauheim, wird Dienstag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gasthause zum Stern dabier öffentlich versteigert. Butzbach den 5. August 1817. Der Gr. Hess. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. 1480) Guterversteigcrung bei der Stadt Gießen. Da bei der letzten Versteigerung für folgende Grundstücke 1070,03 lHKlstr. oder 315,3/16 Ruthen Acker d. f. g. Sandkant links des' Schiffenbergcr Wegs, 190,7 Kiftr. oder 56 Ruthen 5 Schuhe, als der Rest des zum Schiffenbergcr Wege verwendeten Ackers des Gasthalters Z. B. Müller die entsprechenden Preise noch nicht erzielt worden sind, so sollen dieselben Dienstag den 24. August d. Z., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier nochmals dem Meist- gebot ausgesetzt werden. Gießen den 10. August 1847. Z. V. d B. der Beigeordnete Rühl. 1479) Die Versteigerung von Fuhrarbeit bei der Stadt Gießen. Donnerstag den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, soll die Wegfnhr des Auswurfs des Stadtcanals, veranschlagt zu 100 ft., an den Wenigstfordernden auf dem Rathhause dahier versteigert werden. Gießen am 12. August 1847. Z. V d. B. der Beigeordnete Rühl. 1446) Ma kn-Weser-Eisen bahn. Erdarbeiten. Zn der Gemarkung Langgöns werden Freitag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, für etwa 30,000 fl. Ervarbcilcn öffentlich versteigert. 487 Die Zusammenkunft ist an der Arbeitsstelle in der Langgönser Hardt. Butzbach den 8. August 1847. Der Gr. Hess. Sectious-Ingenieur der Sektion Butzbach. Meyer. 1444) Main - Weser-Eiscnbahn. Pflasterarbeit. Die bei Erbauung zweier Viaducte in der Gemarkung Niederweisel entstehende Pflasterarbeit, welche einschließlich der Materialien zu 460 fl. veranschlagt ist, wird .Dienstag den 17. d. M., Vormittags 9 llbr, im Gasthause zum Stern dahier öffentlich versteigert. Butzbach den 5. August 1847. Der Gr. Hess. Sectious-Ingenieur der Sektion Bntzback. Meyer. 1491) Dienstag den 17. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, wird bei der Schneidmüble von Franz Peppter et Comp. dahier, eine Partie 1 und 2 Zoll wcke Bohlen von Eichenbolz, sowie eine Quantität Stammbolz-Absälle, wobei auch Küferbolz zu Fässern jeder Größe vorkommt, und Späne, zur öffentlichen Versteigerung gebracht. 1367) Montag den 16. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Raibhaus die der Heinrich Krai- lings Ehefrau gehörigen Güter stücke, bestehend in 52 Rutben 7% Schuh Acker auf dem Sandfeld, 191 Ruthen 6 Schuh Garten hinter dem Wallbrunnen, 138 Ruthen 3 Schuh Acker an dem Erdkauter Weg, auf drei Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Gießen den 26. Jnli 1847. F e i l g e b o re n. 1464) Schwarze Herrenhüte neuester Faeon, sowie weiße, graue und Rancking - Filzhüte empfeble ich in schönster Auswahl. PH. Lüd eking 1474) Seidene Rock- und Westettknöpfe von verschiedener Güte und zu verschiedenen Pressen, sowie Drchseide, das Lotb zu 44 fr., empfiehlt P. A. Steup, Posamentier. 1486) Vorzüglichen Weinessig empfieblt Louis Lind. 1467) Bei Pbilipp Lampus im Russischen Hof ist feine Grütze zu 7 fr. das Pfd., feines Schwung- mebl zu 7 h. und Weißmehl zu 6 fr. das Pfd., zu haben. 1471) Kitzinger Lagerbier, die Flasche 9 fr., bei A. Weidig in der Sonne. 1412) Ein vollständiges S k miede-Handwerks- geschirr fleht zu verkaufen bei Konrad Zehners Erben zu Fellingshausen. 1440) Reingebaltene Spiritus Fässer, besonders zu Aepielwein gut geeignet, sind einzeln und in Partieen, sowobl in Eisen als in Holz gebunden, bei Jean Gossi in Großenlinden zu haben. 1447) Neue bolläudiscbe Häringe und Sardellen, trockenes Obst, Senf, Limburger Käse, Perlgerste, Limonade, Bischoff und Punsch-Essenz u. s. w. bei Höstereich, auf der Mäusburg. Zu vermiethen. 1466) Aus den nächsten Curs ist eine möblirte Stube zu vermiethen bei Stohr's- Wittwe, in der Schloßgasse. 1475) Bei Wittwe Bürgy, Lit. B Nr. 75, ist eine möblirte Stube mit Kabinet zu vermiethen. 1472) Zwei, gut möblirte Stuben sind auf nächstes Semester zu vermiethen bei N. K r a tz. 1484) Eine möblirte Stube mit Kabinet ist zu vermiethen; Kreuz Lit. O Ne. 190. 1487) Zwei möblirte Zimmer sind auf das nächste Semester zu vermiethen; Lit. B Nr. 147 auf dem Neuenweg. 1485) Ein Familienlogis, sowie einige Zimmer mit Kabinets, sind zu vermietheii bei Louis Lind. 1473) Eine Familienwohnung, nebst einer Schlafstelle für 2 Mann, ist zu vermiethen bei Schneidermeister Seitz in der Löwengasse. 1465) Im dritten Stock des Darmstädter Hauses sind 2 möblirte Zimmer zu vermietben. 1468) In Lit. C Nr. 142 auf dem Seltersweg können 2 Arbeitsleute Logis bekommen. ■ 1439) Im Berlinischen Hause vor dem Wall- thore, ist eine kleine Familienwohuuug im zweiten Stockwerke und eine im Hiuterbause zu vermie- then; auch werden beide Logis zusammen abgegeben. 488 1489) Bei Bernhard Kühne in der Wall» thorstraße ist eine Famllienwohnmig zu vermietben. 1493) Ein schön möblirtes Zimmer ist zu vcr- miethen und sogleich zu beziehen bei M. H. S k e r n in der Walllborstraße. 1495) Zwei freundliche gut möblirte Zimmer mit Sopha, das eine mit Cabinet, stud auf das nächste Semester zu vermietben bei Zoh K. Brübl II. Ut. B. 62 nahe am Kauzleiberg 1488) Zn Lit. C. Nr. 158. auf dem Sel- tersweg ist ein Logis, bestehend in zwei Stuben, Küche, Keller, Bodenkammer und Holzstall, zu vermiethen und im October zu beziehen. Das Nähere ist zu erfahren in Lit. B. 114. auf dem Neuenweg. 1433) Zn meinem Hause ist im oberen Stock eine Familienwohnung, bestehend in drei aneinanderstoßenden Zimmern, zwei Kammern, Holzplatz, Küche und Keller, zu vermiethen, welche bis zum 1. November d. I., auf Verlangen auch etwas früher, bezogen werden kann. Auch ist daselbst ein möblirtes Zimmer auf das nächste Semester zu vermiethen. L. Scharmann in der Schloßgasse. 1455) Zwei gut möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind auf das nächste Semester zu vermiethen bei Z. Th. Haubach II. am Seltersweg. 1441) Der unterste Stock im Neubauer'schen Stiftungshause, nebst dem dazu gehörigen Garten- tbeil im Riegelpfad ist anderweit zu vermiethen. Lnsttragende haben sich bis zum 16. l. M. bei dem Curator, Hofgerichts-Advokat Dornseisf zu melden. 0 nr Uuszuleihen. 1492) 100 fl. Vormundschaftsgelder liegen gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit bet Justus Schiesser. Vermischte N a ch r i ch t e n. Hauptversammlung hiesiger Localsection des Gr. Gewerb-Nereins nächsten Montag den 16. l. M , Nachmittags präcis 7 Uhr Vorkommende Gegenstände: 1. Die Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag in Bezug aus die neu vorzunehmende Wahl des Se- cretärs und Rechners. 3. Fortsetzung der in der Sitzung vom 7. d. M. begonnenen Verhandlungen. Gießen am 12. August 1847. Der Vorstand. 1462) Das Namensfest Ihrer Königlichen Hoheiten, des Großherzogs und Erbgroßherzogs, wird auch in diesem Jahr durch ein solennes Mittagsmahl !m Buschischen Garten — am 25. August, 1 Uhr Nachmittags — gefeiert werden. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche daran Antheil nehmen wollen, belieben dieses bis zum 21. d. M. bei dem unterzeichneten Provinzial- Commissär Prinz anzumelden, was durch Einsendung eines Zettels mit dem Namen des Einsenders geschehen kann. Auch können solche Anmeldungen bei Herrn Busch im Garten erfolgen. Gießen am 12. August 1847. i)r. Umpfenbach, Prinz, Rühl, Rektor der Universität. Großh. Prov.-Commissär. 1r. Beigeordneter der Stadt. 489 Uebevsicht der bei bent Großherzogl. Hessischen Post-Amte zu Gießen ankommenden nnd abgehenden Posten. Sommer 1 S 4 7. Benennung der C o u r s e. Bri rfe. Fahrpostsendungen Persouenposten. Schluß rcr Aufgabe. | Distributionszeit. Sch 1 u Aufgabe Distributionszeit. Abgang. Ankunft. VII. Arnsber- V1, Budinger V. Fuldaer 1V. Geb lenzer III. Siegener II. Gaffeler 1. Frankfurter ger Cours. Cours Cours. ConrS. Cours. CourS. Cours. /Butzbach, Friedberg, Vilbel....... . j I Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Provinz Star-, / fenbürg; Baden, Wnrtemberg, Schweiz, Frank-i j reich, England, Spanien ; Provinz Rheinhessen, \ 1 Rheinbaiern, Bacharach, Boppard, Trier, Lurem-1 I bürg, Niederlande; Baiern, Oestreich, Italiens 'Berlin, Stettin, Breslau, Rußland, ganz Sachsen /Münden, Göttingen, Hannover, Bremen, Ham-1 | bürg, Lübeck, Mecklenburg, Schweden, Norwegen z I Marburg, Corbach, Arolsen, Cassel, Herzogthum / Braunschweig, Heiligenstadt, Magdeburg 1 1 Beinhausen, Fritzlar, Homberg in Hess., Gudensberg j \ Jesberg, Kerstenhausen. Wildlingen *) I Herborn, Dillenburg, Wetzlar, Siegen, Elberfeld, 1 Westphalen . . .......... l Wetzlar, Braunfels, Weilburg, Limburg, Dietz,: Montabaur lEmss, Thal, Coblenz, Bonn,, ' Cöln, Aachen, Düsseldorf, Crefeld.....) i Grünberg (Schotten), Romrod, Alsfeld (Hersfeld),' j t Lauterbach (Schlitz), Fulda, Eisenach, Gotha,/ j Berlin, Breölau, Rußland, Herzog!, und Kö-l f Nigl. Sächsische Länder........] s Lich, Hungen, Nidda, Ortenberg, Büdingen . . . j Schotten, Engelrod, Lauterbach....... i Gladenbach, Biedenkopf (Laasphe, Berleburg), Bat-1 1 tenberg (Itter)..... i < Hallenberg, Winterberg, Niedersfeld (Medebach,: 1 Olsberg (Brilon), Meschede, Arnsberg, West- VIII. Wetzlarer Localposi ......... 9j Mrgs. 8 Abds. 5 Mrgg. 11 „ 8 Abds. 11 Mrgs. 11 Mrgs. H Mrgs. 4| Mttgs 8 Abds. 4| Mttgs. 8 Abds. 8 Abds. 8 Abds. 7 Mrgs. 5 Mrgs. 11 MrgS. 11 ,, 6| Mrgs. Mittwoch Sonntag 6j Migs 5 Abds I. IV. 1.111. IV. IV. .... 1 I. 11. \ I. II. 1 I. 11. 1 11. I. IV. III. III. III. Dienstag Freitag 111. 11. 7 Abds. 7 Abds. 4- Mttgs 7'Abds. 7 Abds. 7 Abos. 7 Abds. 7 Abds. 7 Abds. Dienstag Samstag 7 Abds. 5 Abds. 6-7 AbdS. 7-11 Mgs 6-7 Abds. 7-11 MgS 7-11 Mgs 7-11 MgS 6-7 AbdS. 2-4Mttgs 2-4MttgS Dienstag Freitag 2-4MttgS 7-11 Mgs 7 u. 10 Mrgs Sj Abds. 7 Mrgs. 10 „ 9^ Abds. 4 MrgS. ä AbdS. 6 Abds. 8 Mrgs. 6 MrgS. IU Mttgs. 7J MrgS. Mittwoch Sonntag 7| Mrgs. 6 Abds. 4 MrgS. 3 Mttgs. 5 Abds. 4 Mrgs. 3 MttgS. 5 Abds. 7 MrgS. 9 Abds. 8| Mrgs 11 Abds. 5 Abds. 2 Mttgs. 2 „ 2 „ Dienstag Freitag 2 Mttgs. 8£ Mrgs Distribntionsr eiten: 1. Morgens 7 Uhr, II. Morgens 10-J Uhr, III. Mittags 3 Uhr, IV. Abends 6 Uhr. Die Briefkasten in der Stadt werden geleert: Morgens 5 und lOz Uhr, Mittags 4i Uhr, Abends Uhr. Der Briefkasten an dem Postbüreau vor Abfertigung einer jeden Post. f „ *) Zu der, nm 4 Uhr früh abgehenden Post nach Gaffel, können unfrankirte Briefe bis 12 Uhr Nachts in den Briefkasten am Pvsthause gelegt werden. NB. Ertra - Abdrücke hiervon find zu haben bei der Redaktion dieses Blattes. 490 1490) Eine goldene Brosche mit Granatsteiuen, in Form einer Lyra, ist ans einem Gange von der Caplansgasse über das Kreuz und dem Neuenweg nach den Neuenbäüen, am verflossenen Montag verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, solche gegen eine angemessene Belobnung in der Erped dieses Blattes abzugeben. 1445) Zimmergesellen werden gesucht und können gleich in Arbeit treten bei Zimmermeister Grube in Gießen. 1478) Bei der am 11. d. M. stattgefundenen Waldpartie, sind aller Wahrscheinlichkeit nach von verschiedenen Familien aus Berseben, porzellanene Teller, englisches Steingut, welche ich dem Küfer Schwall geliehen batte, mit eingepackt worden. Ich ersuche deshalb die verebrlichen Familien, welche dieselben besitzen sollten, sie an mich zurück- gehcn lassen zu wollen. Zoh. H. Busch, im Garten. 1469) Bei Maurermeister Gottl. Strauch in Gießen können zu dem Schleußenbau bei Naunheim und zu dem Brückenbau bei Lollar, 50 — 100 Maurergesellen, mit gutem Lohn, Beschäftigung erhalten. Gießen den 9. August 1847. 1470) Eine noch in gutem Zustande sich befindliche Wiege oder kleines Bettstellchen wird zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. 1477) Sonntag den 15. d. M. ist auf dem Westpkälischen Hof Entree-Ball und Dienstag den 17. d. M. vollständige Harmonie-Musik des Wetzlarer Iäger-Musikkorps, auzutreffen. Ehr. Br a uneck. 1176) In der H e r i n g'schen Besitzung auf dem Gleiberg findet Sonntag den 15. l. M., gut bcsstzte II a r m o n i e - M u s i k Statt. Gießen im August 1847. 1494) Künftigen Sonntag den 15. August findet nach geendigtem Gottesdienste gut besetzte Harmonie - Musik im Philvsophenwald bis Abends 8% Uhr Statt. Ph. Schmal! II. Frischbacken. Sonntag den 15 August. Wilhelm Löbcr an der Brandgaffe. Conrad Noll auf der Mäusburg. Jeremias Wallenfels auf dem Seltersweg. Adolph Keil in der Neustadt. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am l 5. August. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel Nachmittags: Candidat Rappolt. Beerdigt. Den 10. August. Katharine Reibling, des verstorbenen Ortseinnehmers und Chauffecgelderhebers, Werner Reibling in Frankenbach, hinterlassene Wittwe, ge- borne Vogel, alt 41 I 11 M 8 T., gestorben den 8 August. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfairer Donbard. Hr. Appel m. Fam., Senat, v Göttingen. Hr. Berck, Kfm. v Bremen. Hr. Köhler, Pfarr. v. Osthcim. Fr. Prof. Kirschner v Marburg. Hrn. Bang. Levp, Veit u. Habes- mann v Straßburg. Hr Wintcrberg m. Fam., Hofgcr.- Procur v Corbach. Hr. Burger, Bauunternehm, v Coblcnz. Hr Hammer, Oeeon. v Miltenberg. Hrn Kst. Heinz v. Crefeld u Krämer v. Zürich. Hr. Kolber, Doct. v Marburg. Hrn Privatl. Mansfeld u. Bauer v. London. Hr. Wolf, Kfm. v. Berleburg. Hr. Holzapfel, Gastw. v. Altenstadt. Hr. v. Conters, Kfm. v. Cassel. im Prinz Car!.-. Hr. Schmitt, Kfm. v. Altenfels. Hr. Oppcr, Kutsch, v. Alsfeld. Hr. Lang, Kfm. v. Hanau. Hr. Diehl, Gastw. v Hochbcim. Hr Koch, Oeco». v. Eichelsdorf. Hr Kalchner, -Musik, v. München. Hr Rahn, Kfm. v Romrod. Hr. Kaufmann, Geschäftsm v. Altenstadt Hr. Votbach, Oeeon v. Karben. Hr. Lang, Mcchan. v. München. Hr. Schmidt, Techn. v. Cassel. Hrn Fabrik. Lauf v. Prag u. Lehr v. Lampertpeim. Hr.Äramm, Kfm v. Worms. Hr. Schmitt, Geschäftsm. v. Gelnhausen. Hr. Bermann, Wagn v. Meiches, Hr. Schneider, Oeeon v. Brauerschwend. In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr Richardt, Rent v Frankfurt. Hrn. Kst. Orth v. Cöln u. Roland v. Bremen. Hr. Winterhoff, Fabrik, v. Magdeburg. Hrn. Kfl. Meper v Osnabrück u. Friedberg v. Hamburg. Hr. Mertens, Partie, v. Rostock. Hr. Steffens, Kfm. v. Carlsruhe. Hr. Gartsch, Fabrik, v. Siegen. Hr. Buderus, Hüttenbes. v Hirzenhain. Hr. v Ju- walta, Partie, v Fürstenau. Hr Feist, Kfm. v. Mainz. Hr. Mauckin, Partie, v. Paris. Hrn. Kfl. v Möhr u. Schlotthauer V Frankfurt Hr Gerber, Rent. v. Saar- brücken. Hrn. Kfl Weil v. Straßburg u Haucke v. Baden- Baden. Fr. Hofr. v Gleiwitz m. Tocht. u. Bedien, v. Oldenburg Graf v. Kepphausen in. Fam. u Bedien, v Zelle. Hr. Jahnsen, Partie, v. Rouen. Hr v. Lieders m. Bedien., Amtsr. v. Kadlenburg. Hr. Kraft, Geom. v. Frankfurt. Hr. Kaiser, Kfm. v. Offenbach. Hr. Hofmann, Partie, v. Butzbach. Hr. Kalter, Maf. v. Orfort Hr. Ruth, Kfm. v. Münster. Hr. Keller, Partie v. Osnabrück. Fr. Kriegsfelder v. Frankfurt Hr. Schilling, Gutsbes. v. Berlin. Hr. Baron v. Wersebe, Maf. v. Schleswig Im Happen: Hr. Ludwig, Äsm. v Frankfurt Frl. Jüngst v Dietz. Hr Dorndorf, Kfm. v. Frankfurt. Hr Poprell, Advoc. v. Paris. Hr. Ohnacker, Geom. v. Reis- Angekommene und abgereifte Fremden vom 10. bis 12. August 1847. kirchen. Hr. Zeise, Condit. v. Marburg. Hrn. Stu. Rennertehausen Hr. Werthheim , Handelsm. ß. Gelnhausen. Hrn Geschästsl. Busch u. Wald v. Darmstadt n. Peter v. Drugenhausen. Hrn. Handelst. Seliqmann v. Odenhausen u. Lindheimer v Umstadt. Hr. Drullmann, Fuhrm v. Wetzlar. Hrn. Geschästsl. Armer- inann v. Holtenseen, Haas v. Obersccmcn, Schmidt v. Biedenkopf u. Michel v Mannheim. Hr. Goll, Fuhrm. v. Glauberg. Im Stcm ■■ Hrn. Privat!. Wacke it. Entemann v. Schlesien Hr. Becker, Forstcand. v. Oberweidbach. Hr. Kaiser, Handelsm. v Fritzlar. Jungfer Nees v. Offenbach. Hr. Zabel, Kammerhr. v. Halle.' Hr. Schneider, Fuhrm. v. Marburg hl der Bose; Hrn Mal ' Hissen v. Lich u. Bruder ' v. Marburg. Hrn. Geschäftl. Krug v Reiskirchen it Horscht v. Großeneichen. Hrn. Handelst. Mehl u. Schmitt v. Hochelheim. Hr. Sadcrmann, Zimmerm. v. Alsfeld. In den Privathäusern. Bei Fr Geh. Kirchcnr. Dieffenbach: Fr. Pfarrer Spcn- gel v. Drcieichenhain u. Frl. v. Bury v. Lauterbach, v- Bei Hrn. Kfm. Hensel: Hr. Spieß, Privatm. v. Hohensolms — Bei Fr. Prof Dr. Sell: Frl. Keim v. Darmstadt. — Bei Hrn Kfm. Münch: Hr. Sellheim, Privatm. v. Willingen. — Bei Hrn. Rothgerbermeist. Planck: Hr Seibel m. Fr., Bauaufseh. v. Bonn — Bei Jungfer Stenger: Fr. v. Remay v. Agram. — Bei Hrn. Geh. R. Knorr: Hr. Venator, Revierförst. v. Gladenbach — Bei Wittwe Geißmar: Frl. Dietz v. Darmstadt. — Bei Hrn Schrein. W Jacoby: Frl. Nord v. Gießen. — Bei Frl. Dietz: Hr. Dietz, Kfm v. Frankfurt. — Bei Hrn. Schneid. Peppler: Jungfer Gebauer . o. Grimberg. — Bei Hrn. Stud. Dittmar: Hrn. Stud. RooS u. Heinzmann v. Heidelberg. — Bei Hrn. Stud Hüter: Hr. v. Carow, Stud p. Heidelberg. — Bei Hrn Stud. Schenck: Hr. v. Prißelwitz, Stud. v. Heidelberg. — Bei Hrn. Stud. Scriba: Hr v. Veltheim, Stud. v. Heidelberg. — Bei Hrn. Stud. v. Herff: Hr v. Selchow, Stud v. Heidelberg. — Bei Hrn. Stud. Hautz: Hr. v. Gottberg, Stud v. Heidelberg. — Bei Hrn. Stud. Lorbacher: Hr. Böckler, Stud v. Heidelberg. — Bei Hrn. Krciissecrct Trapp: Fr. Dr. Sebastian! v. Friedberg. — Bei Hrn. Gg. Becker: Frl. Friedel.v. Darmstadt. — Bei Hrn Hofger.-Asscff Krug: Hr Dr. Stammler m. Fr., Hofr. v. Alsfeld. — Bei Hrn. Stadtncht. Muhl: Fr. Hauptm. Schmitt v. Flörsheim. — Bei Hrn. I. Steinberger: Frl Rosenkranz v. Weilburg. — Bei Hrn. Musik- lehr. Schierholz: Fr Schniitt v. Wallau. — Bei Hrn. Fris. Treppinger: Hr. Müller, Schrein, v. Marburg. AuteichaLteuLeH und Gemeinnütziges. Mahnung und Zuruf eine S Gewerb s m a u n e s. Die Versammlungen deS hiesigen Gewerbcvereins sind zum Theil bisher so theilnahmlos besucht worden, daß man sich gedrungen fühlt, die hiesigen Gewcrb- treibenden besonders daraus aufmerksam zu machen, wie sehr es im Interesse eines jeden redlichen, fleißigen und mit der Zeit fortschreiten wollenden Ge- wcrbsmanncs liegt, keine Versammlung des Vereins zu versäumen und zu den Berathungen zum Ausblühen der hiesigen Gewerbe und zum Wohle seiner und seines Nebenmenschen mitzuwirken und mit Vergnügen sein Scherflein dazu beizutragen. Montag den 16. d. M findet wieder eine Versammlung Statt. Es dürfte füglich hierbei kein Mitglied des Vereins, namentlich von den Gewerbetreibenden, welche mit der Zeit fortschreiten und nicht in dem Strome der Zeit unterliegen wollen, fehlen. Gießen im August 1817. Leise Ans rage. Wann wird sich wohl Frau Loos dazu verstehen auf dem Felsenkeller ein, der dortigen Wirthschaft entsprechendes, heizbares Local Herstellen zu lassend Viele Stammgäste vom Felsenkeller. B e m e r k e n s w e r t h e s. In der dem Weinhändler Herrn B. Seipp zugehörigen Besitzung zu Gleiberg, finden sich seit einiger Zeit an einem mit vielen Früchten versehenen Kastauienbaume zum zweitcnmale Blütheu. — Der Pächter gen. Besitzung ist gerne bereit, sie jedem gefälligen Beobachter zu zeigen. Ein N a tu r f o r s ch e r. Zu Vorstehendem bemerke ich, daß in meinem Garten bei meiner Wohnung ein Traubenstvek, welcher reichlich voll Trauben hängt die der Zeitigung nahen, an vielen Stellen zum zweitenmal X'bcn in Blüthe steht. Gießen mit 12. Anglist 1847. G. D. B r ü h l I. Der Bastard von Gemappe. Historische Erzählung von F. Menk. (Fortsetzung.) 7. Leokadia de Nour hatte sich gänzlich von ihrer Schwester entfremdet. Diese beiden so wenig geistesverwandten Mädchen begannen sich allmählig zu fliehen. Die erstere vor der Furcht des -.Gewissens 7 die andere 492 vor Abscheu über die tiefe Verworfenheit der Schwester. Dennoch flehte ost Clotilde, der Himmel möge der Gesunkenen Reue einflößen und ste zur Erkenntniß bringen. Leokadia hatte keinen Vertrauten ihres grenzenlosen Elends- und durste deswegen auch auf kein Mitleid rechnen. Dcö Königs flüchtige Leidenschaft war längst verraucht und sein kränklicher Zustand fesselte allein das Mädchen an ihn. Jin Grund seiner Seele verachtete er sie doch und die Unglückliche überzeugte sich immer nicht', daß die unendlichen Opfer, die sie ihrer beleidigten Selbstsucht gebracht, vergeblich gewesen sehen. Ihr Schmerz war unendlich , aber je tiefer der Stachel eindrang, desto glühender war der Haß gegen Pascal, den ste für den Urheber ihres bit- tern Leids ansah. Der König erkrankte um diese Zeit gefährlich und sein Argwohn gegen seine nächste Umgebung ward fast unerträglich. Der gewaltige Monarch Frankreichs, der wie Segür sagt, cs vermocht hatte, in zwanzig Jahren einen übermüthigen, furchtbaren Adel niederzutreten und ein unruhiges Volk zu erniedrigen, zitterte rote ein schwaches Kind vor feiner eigenen Schwäche und Niemand durfte es wagens das Wort „Tod" in seiner Nähe auszusprechen. Der Einzige, der die Kühnheit besaß, als Mensch gegen ihn zu sprechen, war sein Arzt Jaques (Settier. Mit der Todesangst eines Verzweifelnden klammerte sich der König an den schwachen Rest seines Lebens, den er ganz in den Händen jenes Quacksalbers glaubte. Der Beherrscher Frankreichs war in die Ketten der elendesten Knechtschaft geschlagen, denn jener freche Doetor erlaubte sich, im Bewußlseyn seiner Macht, die unerhörtesten Forderungen. Der König, in hellen Stunden sich seiner Sklaverei schämend, brauste wohl manchmal auf, allein der ränkevolle Aesculap erwie- derte ihm eines Tags: „Ich weiß wohl, dasi Ihr Euch in einer guten Stunde meiner zu entledigen suchen werdet, allein zittert, denn Ihr überlebt mich dann nicht um drei Tage." Durch solche Drohungen schüchterte er den Monarchen ein und machte ihn sich unterthänig. Am höchsten marterte den König der Glaube, irgend ein großer Mann möge seine Schwäche benutzen und ihn stürzen. Er suchte deshalb ängstlich seinen krankhaften Zustand zu verbergen, ließ sich in prunkende Gewänder hüllen, färbte sich das todtenbleiche Antlitz und trat an das offene Fenster, um das unten versammelte Volk, die Abgesandten fremder Höfe zu täuschen. Selbst der junge Pascal ward ein Gegenstand seines Argwohns. Oftmals klagte er Tristan, daß er es bereue, jenen s jungen Mann auf eine so hohe Stufe des Glücks erhoben zu haben. Der Oberhofrichter schürt? schadenfroh die glimmende Gluth jener Besorg»iß, aber so ost er ernstlich in den König drang sich seines Schützlings zu entledigen, verschloß dieser abergläubig sein Ohr. Pascal that jetzt keinen Schritt, der nicht bewacht wurde, kein Wort entfuhr feinem Munde, welches man nicht arglistig belauschte. Der junge Mann sah ein , daß Jeoffrop recht habe: aber dennoch verabscheute er dessen Ränke. Er beschloß mit Elvtilden zu fliehen und zwar so geheim als möglich. Jndeß selbst auf dem Weg, der ihn zur Geliebten führte, blieb er nicht unbewacht. Leokadia und ihre Genossen hatten überall Späher, Der Jüngling mußte für das Mädchen fürchten, wenn ihr stiller Aufenthalt entdeckt würde, deshalb schlich er stch stets vor Tagesanbruch zu einer Seitenpforte des Schlosses hinaus. Ein schöner, sonnenreicher Herbstuiorgen war herangebrochen. Pascal, froh, den Augenblick gefunden zu haben, wo er unbemerkt zur Geliebten eilen, konnte, schwang, sich auf das scharrende Roß und eilte dein Dorfe zu. Der schattige Wald umfing ihn und eifrig sein Thier spornend, drang er durch die ungebahnten Wege, die er heut eingeschlagen, damit jede Spur, ihm nachzuforschen, verloren gehen möchte. Die Gegend ward immer wilder und rauher, und dennoch schien es ihm, als habe er sie schon früher einmal durchstrichen. Ja er täuschte sich nicht: hier hatte er Jeoffrop wieder getroffen und bald blickte auch das alte Bethäuschen durch das dunkle Grün des Waldes. Der junge Mann war unschlüssig, was er thun sollte; den Alten aufzusuchen schien ihm nicht rathsam, denn er fürchtete dessen Beredsamkeit;