Anzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. 73. Samstag den 11. September 1S417. Frucht- u. Victualienpreise zu Gießen vom 11. bis 18. Septbr. 1847. Fleischtaxe. 1 Pfund gutes Ochscnfleisch . . . kr 13 pf. 2 51 nm. Die Zugaben dunen in Bro 2 Pf. ordinäres Brod dtaxe. i aus J Gersten - und fr. 4 Pf- 3 1 1 t 1 1 ft Kuhfleisch . . .... Rindfleisch..... Kalbfleisch..... Schweinefleisch ... Hammelfleisch gemästet 11 10 9 18 11 2 in Fleisch non derselben Gattung bestehen ,u. zwar aufioTfb. Fleisch 6 ,, „ „ 2 Pf. gemischtes Brod 4 ,, ,, 6 „ „ „ | Kornmehl bestehend \ aus | Walzen- und । | Kornmehl bestehend 11 17 6 13 19 2 1 2 2 1 16 — nicht mehr alfi an 5; Lth. Wafferwcck..... 1 — i Bratwurst .... 20 — derthalbPfd u.s. 4j » Miichbrod ...» 1 ■■ 1 1 1 ft Schwartcmagen . . . Blutwurst... ... gemischte Wurst . . 20 18 12 1 1 1 r». nach ’Dropor« tion, welche» ans , Pfd. nicht völlig Mark 1 Maas Milch . . tpreise. 8 —— 1 1 1 1 tt geräucherter Speck . . . Schinken ...... Dörrfleisch..... Rindsfett...... 28 21 20 18 J 1 1 IJ_ 5 8oth ausmacht. Köpfe. Füße. Äc- ranb.wieauchdic gan,blnr>gennnd nicht genießbaren 1 Pfund Butter auch 4 Handkäse . . . 4 Eyer .... 1 Pfund Waizenmehl • • 25 26 , 8 4 I III 1 ff Hammelsfett..... Schweineschmalz ausgelassenes ....... desgleichen, unausgelaffen 18 — Stücke vom Hals 1 „ grob geschälte Gerste..... 8 _ 1 >t sind von der Zu- 1 » klein geschälte Gerste ...... 12 — 1 tt 28 26 gabcgänjlichau»- gcschloffen. _________Frucht p i s e. Städte Gemas Waizen Koloss ^Gerste' Hgser Erbsen Linsen. Pf. | fl. 1 kr. Pt.f S- kr.f Pf. fl> kr, Pf. fl. : kr. Pf. fl- kr. Pf. fl. kr. Friedberg..... das Malter 200' 111 57 1901 8 25 — 6 3' — 4 46 _ — — — — - Gießen ..... das Malter 200, 10' 50 200. 9 - 170 6 30 — — — — - — Grünberg ..... das Malter -I Iss 30 -1 8 30 — 5 50 -V- 4 45 ■' 1 11 ■ — ■ — - — Marburg ..... das Mött -1 iss 6; —| 14 19 -* W362 — 5 58» — — — - — Wetzlar..... der Scheffel 90' 4|501 - 3 53 ^2 |,-43 50 2 20 — — — — — — Amtlicher Th eL l. Bekanntmachung, die Aufhebung der §♦ §. 1, 2, Z, 6, 7 und 8 der Verordnung vom 7. Mai 1847 wegen des Verkehrs mit Getraide, Mehl und Kartoffeln betreffende Indem ich die im obigen Betreff im Gr. Regierungsblatt erschienene Allerhöchste Verordnung durch nachstehenden Abdruck noch besonders zur Kenntniß der diesseitigen Krcisbcwohuer bringe, lasse ich zugleich einen Abdruck der §. §. 4, 5, 9, 10 und 11 der Verordnung vom 7. Mai l. I. folgen, welche fortwährend in Kraft bleiben und Anwendung finden. Gießen den 7. September 1847. , Der Großh. Hess. Kreisrath des Kreises Gießen Prinz. 548 Verordn um g. bi- Aushebung ber §. §. 1, 2, 3, 6, 7, mb 8 der Bewrduung °°m 7. M-i 1847 wegen . 1 des Verkehrs mit Getraide, Mehl und Kartoffeln betreffend. LUDWIG H. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen <:v j . . . m In Verhinderung des Staatsministers r v. Lehmann. und bei Rhein rc. re. Wir haben Uns mit Rücksicht auf die nunmehr eingetretene reichliche Ernte bewogen gefunden, die Be- .. & S 1 2 3 6, 7 ünb 8 Unserer Verordnung vom 7. Mai d. I., den Verkehr mst Gtt?a de Mchl u'w Kartoffeln betreffend, sowie die auf den Verkehr mit Brod sich behende Verord- nüna vom 14 Mai d I. von dem Tage des Erscheinens gegenwärtiger Verordnung >m Regierungsblatte Snfier Wamfett ;u fetten, mit dem Vorbehalte jedoch, daß die Vorschriften jener Verordnungen oder -rl-ffe» Mrd,» "sobald Mlßb-auch- «er soufftz, di-ß m ^Urkutidlich^ Unserer eigenhändigen Unterschrift und des beigedrückten Staatsftegels. Darmstadt am 31. August ^7., CL. s.) LUDWIG. Auszug aus der All-rhöchstm Verordnung »°m 7. Mai 1847, den Verkehr mit tpetraide, Mehl und Kartoffeln betreffend. §. 4. den Märkten dürfen vor 11 Uhr Vormittags, bei Vermeidung einer Strafe von 5 bis 30 fl., Hne SäÖ* Mchl -Musen L-t gl-ch-r Swaft Ist bis ,n der bemerk,-- Stunde der Ankaus vcr, Kartoffeln denj-mg-n uMersagl, welche m„ Kartoffeln Handel tr-ch-n An den Orten, wo Fruchtmärkte abgehalten werden, ist während der für Abhaltung des Marktes be- ftsnrimcn ^Zeit die"Vermittelung «°t> Kausen und V-,kauft» »°u s-traft-, Mehl «er K-«-ff-l- durch E'n ""Lhlnngen werden mit einer, sowohl gegen den Käuftr «nd Verläuftr, als auch gegm den Mäkler zu erkennenden Geldbuße von 5 bis 30 fl$beftraft. weaen Zuwiderhandlungen gegen Vorschriften gegenwärtiger Verordnung verwirkten uneinbringlichen Strafen werden im Gesängniß mit 1 fl. für einen Sa^er^t. verpflichteten Denuneianten erhalten ein Drittheil von den in Folge ihrer Anzeige erkannt werdenden und eingehenden Strafen. z. ii. Kämmtlicke Polizeibehörden und das gesammte Polizei- und Steueraufsichts-Persöual haben über genaue Voll-kbuna der in Menwärtiger Verordnung enthaltenen Bestimmungen zu wachen. Bekanntmachung, die Verwendung der Kartoffeln zum Brandweinbrennen betreffend. H . Die nachstehende, in Nr. 33 des Großherzogl. Hess. Regierungsblattes im obigen Betreff ersckste- «»., llchft- Bok-mtm-chmtg bringe Ich durch nachstcheud.» Abdruck »och b-sondn« zur K-nMmh der diesseitigen Kreis-Angehörigen. Gießen den 1. September 1 . Großherzogl. Hess. Kreisrath deö KreiseS Gießen. Prinz. 549 Bekanntmachung, die Fabrikation von Obstwein aus unreifem Obst betreffend. MSNL2»« ÄSW L M H "** L" JX 5S N-ß.ln der KsSssSSsSSäe »'« “SÄ'Äfc &£’»<« Obs«,im» I» WU« Bqichnng M«,iUS. «l”"f'U6 e WWW N» w--ch'- "ch »«*' ** als zweckgemäß bewährt hat. srftfärfft für die landwirthschaftlichen Vereine deS Großher- «MMMTSSLKLKSM sä:,ä Sä’* ?«- -* cheiligen Folgen selbst zuzuschreiben haben werden. *** am 9- ®*”b" '^Großh. Äff. IMM de- Krq.» SW». Prinz. Verfahren, u,„ guten und haltbaren »bstwrin zn bereiten. -------------' (Holzapst )» < Acviel und 3 bis 4 Gescheit» Schlehen genommen. Da nun die Schlehen Schlehen zu gebrauchen sind. Man keltert nun die zuruckbehaltenen Aepfel, preßt sie aus, füllt den Bekanntmachung, die B-rwmdimg der Karioff-l» zum Brmdwembrmm» b-h-ffmd. D.» d»rch B-l-n».»-«»--«»,» ÄXÄ der Verwend»»» dir KmwMn »um .Brennen von . fn 'jtumtnift erbrech! wird, daß das durch W W ***** Bra-dwe,»brenn» W «f weitere Verfügung in Kraft bleibt. Darmstadt^am^ August Ministerium des Innern und der JustlZ. In Verhinderung des Staats - Mmlsters: Riefsel. 550 in ein Faß und thut so viel Schlehen — welche nur gequetscht, d. h. gekeltert aber nicht ausgepreßt werden — hinzu, daß es eine concentririe (verstärkte) Mischung gibt, von welcher man, wenn sie vergohren hat, so viel im Verhältnisse zu dem bereits vergohrenen Aepfelwein bringt, als oben angegeben ist 3. Zu jeder Ohm Aepfelwein werden 1, auch l*/2 Schoppen Spiritus vini (Weingeist) oder 2 bis 3 Schoppen Hefen- oder Fruchtbranntwein und 4 bis 5 Maas Wasser gethan. Den Weingeist schüttet man in das Faß, ehe der Most hineinkommt, und das Wasser kann beim Keltern beigemischt werden. Wer Gelegenheit hat Weinhefe zu bekommen, der lege alsdann später seinen Aepfelwein darauf. Dann empfehle ich noch besonders, sich der in Nr. 37 der 4andw. Zeitschrift von 1832 abgcbildeten Röhre beim Gähreu zu vedienen und das Abstechen des Weines im Frühjahre vorzunehmen. Den Aepfelweinprovucenten, welche befürchten, daß der Wein durch das Abstechen an seiner Kraft verliere, kann ich die Versicherung geben, daß dieses nicht der Fall ist, indem ich das Abstechen jedesmal mit gutem Erfolge vorgenommen und noch fünfjährigen Aepfelwein in Krügen liegen habe, der an schöner und hochstehender Farbe einem firnen Traubenweine gleichsteht und an dem der gewöhnliche Aepfelwein- geschmack kaum mehr zu erkennen ist. Bei der Bereitung des Birnwcins ist dieselbe Vorschrift wie beim Aepfelwein zu beobachten, nur mit der Abweichung, chaß es nicht nöthig ist, die Birnen so lange wie die Aepfel liegen zu lassen, und daß es, da die Birnen mehr Schleimtheile als die Aepfel enthalten, räthlich ist, wenn man einen dritten Thcil mehr Wasser und in demselben Verhältnisse mehr Branntwein dazu nimmt. Zu Nr. K. G. 40732. , Gießen am 9. September 1847. Betreffend: Die Verbesserung der Vogelsberg er Rindvieh- Rave. Der Großherzoqlich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen a n die sämmtlichen Gr. Bürgermeister des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Obcrhesscn bringe ich hierdurch mit der Aufforderung zu Ihrer Kenntniß, für den Fall, daß nach der Ansicht des Ortsvorstands in der betreffenden Gemeinde vorzugsweise Vogelsberger Vieh gezüchtet und unterhalten werden soll, mir Ihre Anzeige deßhalb binnen 8 Tagen zukommen zu lassen, damit ich solche dem landwirthschaftlichen Vereine mittheile. Prinz. Bekannt machung des landwirthschaftlichen Provinzial-Bereinö von Oberhesscn, bcfreffetib: die Ausführung seiner Beschlüsse bezüglich der Verbesserung der Vogelsberger Rindvieh - Rache. Wie den verehelichen Mitgliedern unseres Vereines und allen denjenigen, welche sich für dessen Bestreben interessiren, durch die Bekanntmachungen in der laudwirthschaftl. Zeitschrift und ihren Beilagen zur Kenntniß gekommen, haben wir uns namentlich in der neueren Zeit lebhaft mit der Frage beschäftigt, wie, neben Fortsetzung des bisherigen Bestrebens, für die gesegneteren Gegenden mit allgemeiner Stallfütterung durch Einführung geeigneter ausländischer Zuchtstiere die Viehzucht zu heben,' auch auf Reinhaltung und Veredlung der Vogelsberger Rindvieh - Raoe in sich selbst zu wirken sehn möchte. Aus der Beilage Nr. 38, ausgegcbcn mit der Nr. 50 der Zeitschrift von 1846, ist zu ersehen, wie der Ausschuß die gestellte Frage zu lösen hofft. „Es sollen hiernach diejenigen Gemeinden in Oberhessen, welche vorherrschend „Vogelsberger Vieh züchten und unterhalten, oder demnächst unterhalten wollen, zu „einer deßfallsigen Anzeige bei dem Vereine aufgesvrdcrt werden, um Preisver- „theilungsbezirke bestimmen zu können, in welchen bei Zuerkennung der Preise wo „möglich drei Viertheile der zu verwendenden Summen auf preiswürdiges Vogels- „berger Vieh und ein Viertheil auf preiswürdiges Vieh anderer Gattungen ver- „wendet werden sollen." 551 W »**■ Bi”ir"n **-** ^EW^L'KtzW?.q^:Ä^E;MK •SÄWÄ °i-s-»«*«*"•••• "»“* """' "bt ®Sm L An".°",'d Wi.der-.rl-us« «u„, Zuchls,!,« »er Vdg.l-derger Ra°. gl-»b- d-r DerewS««rs»»d f-lzeud. Wünsche gtiertälter» auf Silrfe, «selmüMen Die Viehzüchter muffen ber den zur Auftuch ) Mr Allem aber auf tue Ab- Bau, sowie auf die dem Vogelsberger h Mllcheraiebigk.it ausgezeichneten Kühen, sowie auf stammung von gut gebaueten, kräftig erhate en, ) - ich g g Nillchergiebigkcit der Kühe darf LND 3.SÄ "!2 ä1» - •** ■ “** Äh »e« «auf« der zuch.sffer. f-, Rechuun, de« Ber.in» wird dersesd. a,I>äh,fch dl'. **- * * « S mäßigen Ankaufs, durch geeignete Bekanntmachungenzur Kenn, ßg > bed gewöhn- „Sür die Fälle, wo Besitzer von Zuchtstreren olche auper ° e o „liehen An- und Wiederverkaufs durch^.den Vere.n^bzu^tzeu bd bem " «ZEsSä HSL-WUEM « WMS L 88 »ÄÄS l° #F* big als immer möglich vergütet bekommt. gJ f Seiten des Vereines, alS durch die 3) w W* **" kommen, gute Thiere unter dem Werthe losschlagen zu muffen Verkäufen Auswahl 4) Endlich ?«,» »le Anl-usr, s°«°h> 'S U wLch Z''. ün» Erl« '*-< wird, und feste Ortsbestimmungen, wo guteTh en- ft st d immer erreicht werden kann. , Ä - r. M --- zunächst ihr eigenes Interesse im Auge hat. Gießen, am 15. Mai 1847. bc6 landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen. v. Firnhaber-Jordis. " Gefundene Gegenstände. ' ein Kmderstrumpf, Ein Strang Garn, ein Paar Stiefeln, em Handschuhe, ein q01bncr Ring und em französisches Buch, . eine Kappe em Paar Quasten, rr sind gefunden und aus Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden. Gießen am 9. September 1847. 552 Besondere Bekanntmachungen. 16.39) Mit höherer Genehmigung ist der. aus den 12. u. 13. October im Landkatcnder eingezeichyete Gießer Jahrmarkt, auf Dienstag und Mittwoch den 5. u. 6. October l. I. verlegt worden, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß dient. Gießen den 1. September 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1660) Der Pfandschein 7106. über ein Paar schwarze Hosen ist angeblich verloren worden. Es werden daher diejenigen, welche etwa Ansprüche an denselben bilden könnten, aufgefordert, dieselben innerbalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst das Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird. Gießen den 6. September 1847. Die Pfanbhausverwaltung Bieler. Pfeil. 1662) Da mir bis jetzt sämmtliche Hebregister Über das in diesem Jahr in den diesigen städtischen Waldungen versteigerte Holz zugekommen sind, so können die fragt. Holzsteiggelder an den gewöhnlichen Zahltagen, nämlich: Montags, Dienstags, Donnerstags und Samstags jedesmal des Vormittags, an die Sladtkasse entrichtet werden. Gießen den 6. September 1847. Ter Stadtrechner End er s. 1684) Main-Weser-Eisenbahn. Tüchtige Maurergesellen können fort- wäbrend Beschäftigung finden bei Erbauung eines Viaduktes über das Rosenthal bei Friedberg. Friedberg den 6. Sept. .1847. Der Gr. Hess. Sections-Ingenieur der Section Friedberg. Hochgesand. Versteigerungen. Die Lieferung des für das Kiesige Bezirksgefäng« niß im Winter 184’/*8 erforderlich werdenden Brennholzes und Strokes, soll Mittwoch den 15. l. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem Polizeibüreau dahier, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich versteigert werden. Gießen den 8. Sept. 1847. Der GroßK. Hessische Kreisrath des Kreises Gießen. .'Prinz. 1681) Montag den 25. Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Seilermei- ster Pbll. Jac. Berger dahier zustchenden Immobilien , als: Alt. Neu. lUKlstr. ***4 'Ass ' 3 Hofraithc auf der Mäusburg, 129/39 ‘/ns's 2 Hofraitke bei der Stadtwaage, 129/39 %7,'3 12 Hoiraithe daselbst, 48 n/20 78 Acker am Hamm, am Neustädter Tkor, 10 2,/12S 172 Wiese in der Stephansmark, 9 27/127 362 Wiese daselbst, 10 33/t4 184 Acker im Altenfeld, stößt links auf den Weg, 19 as/i64 68 Acker am Nahrungsberg, auf den Steinbacher Weg stoßend, 6a. 33/179 27 Acker daselbst, 26 39/276 117 Acker links am Wicseckerweg, 25 *%„ 117 Acker daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 28. August 1847. der Beigeordnete Rühl. 1653) Verpachtung des städtischen Keller- unter dem ehemal. Seippffchen Hause. Montag den 13. Sept. d. Z., Vormittags 8 Uhr, soll der vorbemerkte Keller auf 3 Jahre ander- weit verpachtet werden. Gießen den 2. Septbr. 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1666) Arbeiten und Lieferung zur Herstellung einer Pumpe bei dem Friedhöfe. Die vorbcmerkten Arbeiten, bestehend 1) in Maurerarbeit, veranschlagt zu 40 fl. 2) Schloffcrarbeit, „ „ 21 „ 3) Weißbindcrarbcit ,, „ 2 ,, sodann 4) die Lieferung eines Gehäuses von Gußeisen, veranschlagt zu 70 „ sollen Montag, den 13. Sept. l. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhausc dahier au den Wenigstnchmen- den vergeben werden. Gießen den 6. Sept. 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1680) Montag den 25. October d. Z., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die dem Wilhelm Dick II. dahier, zustehende Immobilien, als: 553 i Acker am Krofdorfcr Wog; ff ff »u r» ff ff ff r» r» ff zu r» r» 1694) werden. Ruthen ff ff ff ff Alt. lz243 2 soll das hiesige Gemeinde-Obst, aus verschiedenen Sorten Aepseln, Birnen und Zwetschen bestehend, am alten Feld; an der Steinkaut; in der Lichtenau, auf den Weg stoßend; daselbst, auf die Wiesen stoßend; auf der Warth; „ am Leisertsröder Wege; Wiesegarten im Gartenfeld: Acker auf dem Aulwege. Mittwoch den 15. d. M. Bormittags 10 Uhr, pachtet 83 90 129 110 96 78 30 49 110 81 57 64 1648) Ich lasse in dem Hofe des Küfermeisters Ludwig Kl in ckel in der Kaplansgaffe in Gießen, eine Partie im besten Stand befindliche völlig reine Fässer, nämlich: 13 Fässer von 1 % Ohm, 6 „ ff 2/s n 3 ,, ,, 3 ,, 4 „ ,, 6 u. 7 ,, Freitag den 10. September d. I., Nachmirtags 2 Uhr, öffentlich meistbietend versteigern. Gießen den 3. Septbr. 1847. P Zoh. Balth. Roll. versteigert werden. Rodheim den 8. Sept. 1847. Der Bürgermeister G. Wagner. 1667) Montag den 13. September d. I., Mittag« 12 Ubr, , soll rin vollständiges Glaser-Handwerksgeschirr, erb- „ Wismarer Weg; „ Krofdorfer Weg; an der Weilburger Grenze; am Glciberger Weg; hinter den Schießgärten; Grabstück am Langensteg; Krofdorf-Gleiberg; 2) Samstag den 18. d. M., Nachmittags um 1 Uhr Kinzenbach; nn k m 3) Montag den 20. d. M., Nachmittags um 1 Uhr Dudenhosen; , 4) Dienstag den 21. d. M., Morgens um 8 Uhr Atzbach, u^acf)mittag6 um i Uhr 5) Mittwoch den 22. d. M., Nachmittags um 1 Uhr : Garbenheim. Atzbach den 7. Sept. 1847. . Königl. Preuß. Burgermersterel C o l n o t. 95 „ 92 „ 161 „ 53 „ 31 „ Gießen den 9. Sept. 1847. Balthasar Weidigs Wittwe. Rübl. 1683) Obst-Versteigerung. Dienstag den 14. September d. I., Bormittags 9 .Uhr, soll das sämmtliche Gemeindeobst, bestcbend m verschiedenen Sorten Aepfeln und Birnen, in kleinen Abtheilungcn, öffentlich meistbietend versteigert werden. Langgöns den 4. September 1847. Der Bürgermeister Wiese im Heegstrauch; Acker am Grüninger Pfad; /36 92 Acker daselbst, ___/„ 78 „ „ öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 1. Sept. 1847. Der Beigeordnete vertheilungsbalber, öffentlich meistbietend dahier versteigert werden. Burkhardsfelden den 4. September 1847. Der Bürgermeister Stumpf. 1679) Montag den 25. Octbr. d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dabiesigem Natbbause die den Zoh. Dan. Stobr's Erben dahier züstehende Alt. Reu. lDKIstr. , r 27. 182 Wiese, in der Stephansmark, 7 “/.3O 227 „ daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen am 2. Sept. 1847. Der Beigeordnete Rühl. 1698) Donnerstag den 16. Sept, tu Z., Nachmittags 2 Uhr, .. sollen folgende, mir gehörige, Grundstücke, auf dabiesigem Rathbause auf 6 Zahre meistbietend ver- Neu. sHKlftr. „ i, 4 Hofraithe in der Stockhausgasse. i/1107 92 Acker, Garten am Wiesmarer- weg und der Lahn. Fresenius. 1695) Die Versteigerung des Gemeinde-Obstes findet Statt: 1) Freitag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr Vetzberg, und Nachmittags um 1 Uhr 554 1660 Montag den 20. Sept. d. I., Nachmittags 2 Itbr, sollen folgende, mir gehörige, Grundstücke auf da- hiesigem Rathkause, auf weitere sechs Aabre (von Martini 1847 bis Martini 1853) an den Meistbietenden verpachtet werden. Ord.- Fl.-Jnb. '/ UI» „ Wiesccker Gemarkung. Nr. Ruth. Gießer Gemarkung. 1 65 Acker, rechts des Wiesecker Wegs. 2 62 ,, links des Wiesecker Wegs. 3 56 H // H /, H 1 116 ,, stößt auf den Fluthgraben. a 5 30 Grabland auf dem Sand. b5 133 'Acker auf der Warth. 6 149 „ auf der Rotbhokl. 7 29 ,, unter dem Weiher im Cent. 8 68 ,, am Aulweg im Cent. 9 69 ,, auf den Hörneräckern. 10 260 „ unter dem Leibgesterner Weg 11 53 „ am Schlangenzahl, stößt - die Chaussee. 12 66 „ im Cent, beim Zollstock. 13 52 „ im Wingerte. 14 80 „ am Schlangenzahl. 15 92 ,, auf den Schwarzäckern. 16 32 Wiese in der Stephansmark. 17 66 „ im Altenfeld. 18 110 „ am „ 19 120 Wiese auf der Oberlach. 20 120 „ auf dem Schaafmützchen. Heuchelheimer Gemarkung. 21 60 Acker auf dem Wolfsfurt über dem Fluthgraben. Gießen den 5. Sept. 1847. Ph. Oppermann. 1699) Dienstag den 14. September l. Z., Morgens 8 Uhr, soll ein Theil des diesjährigen Obstes Hierselbst, in Aepfeln, Birnen und Zwetschen bestehend, meistbietend dahier versteigert werden. Schmiedte bei Rodheim den 9. September 1847. 1703) Künftigen Dienstag d. 14. Sepkbr. d. I., Abends 8 Uhr, soll in der Wohnung des Wirths Ludw. Herbert auf der Mänsburg, das Grummetgras von den der Neustädter Schäferei gehörigen Wiesen, einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen den 7. September 1847. Feilgeboren. 1677) Alle Sorten Brvncegallerieen von 1 fl. 24 fr. an das Stück, Rosetten, Siangenverzierungen, Vorhangstoffe, Borden, Franzen, sowie überhaupt alle in mein Geschäft einschlagende Artikel, verkaufe ich stets zu den billigsten Preisen. Auch nebme ich jederzeit alte Bronce und alte Rosetten an Zahlungsstakt an. Gießen den 9. Sept. 1847. E. Strack, Tapezier. 1682) Eine Kelter mit zwei eisernen Schrauben und eine Aepfelmüble, beides neu und gut, verkauft Friedrich Henzel in Arnsburg bei Lick'. 1678) Eine noch in gutem Zustand sich befindende Quantität Fässer, 25—30 Stück, 2—4 Ohm haltend, sowie einige Stück-Fässer in Eisen gebunden, sind zu verkaufen bei Zsaac Kann, in Mainzlar. 1689) Aechtes Kitzinger Lagerbier, die Flasche zu 8 fr. im Caf« Lind. 1694) Ein Branntweinkessel nebst Hut und Schlangenröhren, 151 Darmstädter Maas haltend und im besten Zustand sich befindend, ist bei mir billig zu verkaufen. Zugleich empfehle ich mich im Anfertigen der Schwarz'schen Dampl-Brennapparate sowohl, als im Verfertigen ganz neuer, und im Repariren alter Feuerspritzen bestens. I. I. Waldschmidt, Kupferschmied und Spritzenmacher in Wetzlar. 1701) Eine noch im besten Stande erhaltene Chaise mit Glasverdeck ist billig zu verkaufen. Das Nähere bei der Erpcd. d. Bltts. 1696) Ein neuer Patentflügel ist zu verkaufen bei H e i n b a ch, Instrumentenmacher^ 1697) Meine Kelter, mit ganz neuem Mahl« tröge versehen, biete ich mit dem Bemerken zum Keltern des Obstes ergebenst an, daß in derselben jedesmal zwei Tragkörbe voll Obst ausgekeltert werden können. Tie gefüllte Keller, auch wenn das Au^gekeiterte nochmals gemahlen und ausgekeltert wird, kostet jedesmal 4 kr. Christian Sack, in der Caplausgasse Lit. C. .A5 184. 1671) In Lit. C. 98 auf dem Reichen- sand ist ein Obst-Mahltrog mit allem Zugehör und ein 2thüriger Küchenschrank zu verkaufen. 1674) Eine im beßten Zustande sich befindliche zweiflügeliche Haustbüre ist billig zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausgeber d. Bltts. Hierzu eine Beilage. j« Al. 73. des Anzeigeblatts für die Stadt und den Kreis Gießen. Brodpreise der Back-Gesellschaft. Der Brodprcis für die Mitglieder der Backgesellschaft ist vom 12. bis 18. September auf 1) gemischtes Brod .... 12 fr. 2) reines Kornbrod . . . . 11 Vi ,, 3) ordinäres Brod .... 11 „ festgesetzt. Die Mitglieder, welche ihr bestellres Brod abbolcn wollen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß dasselbe jedesmal bis zum Samstag für die laufende Woche abgeholt scyn muß, weil es sonst auf ihre Gefahr für billigeren Preis abgegeben werden wird. Der Vorstand der Gesellschaft. Zu vermiethen. 1676) Ein Logis, bestehend in zwei Stuben, einer Kammer, Küetie, verschlossenem Keller und Holzplatz, nebst Mitgcbrauch der Waschküche, ist zu vermiethen bei Peter Vogt. 1700) Eine Familienwohnung, bestehend in zwei ineinandergehenden Stuben, einer großen Kammer, Küche, Keller und Mikgebrauch der Waschküche, ist Lit. D. 1. zu vermiethen. Das Näbere ist zu erfragen bei A u g u st N u p p. 1690) Zwei Familien-Logis sind zu vermiethen bei . Louis Lind. 1647) In meinem Hause ist recbts am Eingänge, ein geräumiges Zimmer mir Cabinet (bisher als Laden benutzt) zu vermiethen. Gießen den 1. Sept. 1847. Dr. Wehn. 1688) Lit. B. «AS 8. ist eine Familienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Mengel, Schreinermeister. 1622) Ein Logis, bestehend in zwei heizbaren Zimmern nebst einem Cabinet, Küche, Keller, Holzstall und Bodenkammer, ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden- Bei wem? sagt die Erped. dieses Blattes. 1652) In meinem Hanse in der Weidengaffe ist das seitherige Universitäts-Buch- druckerei-Lvkal vom 1. October d. I. an zu vermiethen und das Nähere in der Gr F. Heyerffchen Buchhandlung zu erfahren. Gertrude Heyer, geb. Diehm. 1687) Zwei möblirte Stuben mit Sopha's sind zu vermiethen, und das Nähere in der Erpedition dieses Blattes zu erfahren. Auözuleihen. 1686) 130—200 fl liegen bei dem Kranken -Unterstützungs- und Sterbekasse-Verein zum Ausleihen bereit. Gießen den 9. Sept. 1847. Franz, Lit. A. M 54. Vermischte Nachrichten. 1685) Ans dem unlängst erschienenen Rechenschaftsberichte der Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha für 1846 geht, neben anderen, sehr befriedigenden Ergebnissen hervor, daß in jenem Jahre 353,900 Thlr. an die Erben von 221 gestorbenen Mitgliedern vergütet wurden, und daß sich bei einer Jahreseinnahme von 974,876 Tklr. ein reiner an die Versicherten zu vcrtheilender Ueberscbuß von 242,162 Thlr. ergab. Die Zahl der Versicherten war im Anfänge dieses Jahrs auf 14,126 Personen, die Versicherungssumme auf 22,464,200 Thlr., der Bankfond auf 4,742,116 Thlr. gestiegen. 556 Am 1. Mai 1847 war der Stand der Bank: 14,485 Versicherte mit 23,072,500 Thlr. Versicherungssumme; 4,850,000 Ttsir. Bankfond; 4,730,000 Thlr. Betrag der verzinslichen Ausleihungen. Die Dividende für 1848 wird 26 Prozent betragen. Bericht und Antragsformulare sind unentgeltlich zu haben, bei den Agenten 15r. Bunser, in Gießen. I. F. Möller, in Marburg. Dan. Bepler, jun., in Wetzlar. 1702) Zu einer englischen Privatstunde für einen älteren Herrn und zu einer solchen für einen Knaben, werden einige entsprechende Thcilnehmer gewünscht. Das Rädere bei der Erpcd. d. Bltts. 1623) Einige gute Schlosser finden auf der FriedrichsMtte bei Solms - Lambach Beschäftigung. 1692) Kirchweihfest in Wieseck! Sonntag den 12. d. M. findet bei den Unterzeichneten Tanz- und Montag den 13. Harmonie-Musik Statt, wozu sie höflichst einladen. K. Kliebe. H. Schieffer. I. Löwenstein. 1691) Der Unterzeichnete ladet zur Kirchweihe aus Sonntag den 12. d. M. crgebenst ein, und wird mit guten Speisen und Getränken, wobei mehrere vorzügliche Weine, bestens aufwarten. Wieseck dell 9. Sept. 1847. Zod. Löwenstein. Literarische Anzeigen. 1704) In Romberg's Verlagsbuchhandlung in Leipzig ist erschienen und in Gießen bei G. F Heyer, Sodn, zu haben: • Rathgeber bei dem Bau und der Mepurutur der Wohngebäude von J. A. Nomberg. Preis 1 fl. 48 fr. Dieses Handbuch für Hausbesitzer und die es werden wollen, enthält unter vielem Andern: lieber gute und schlechte Baumaterialien und Erkennung der Eigenschaften derselben; Verhütung und Vertilgung der Feuchtigkeit; Entstehung, Verhütung und Vertreibung des Stocks, des Hausschwammes, des Rauchs aus teil Küchen und Zimmern; von den Reparaturen der Gebäude; Anweisung zur Anfertigung von Bauanichlä- gen und Bau contracten; Berechnung der Baumaterialien 2C. 1649) Die bei L. E. Lanz in Weilburg gedruckte : „Ansprache zum Empfang der Sänger des Lahnbundes, Gruß an den Freiherrn von (Sagent Ercell., Tert der Gesänge am 1. Aug. 1847" ä 8 fr., vorräthig bei A. Balser. Frischbacken. Sonntag den 12. September. Georg Busch am Kreuz. Christian Wallenfels in der Wallthorstrape. Ludwig Kämmerer auf dem Seltersweg. Christian Noll in der Neustadt. Kirchliche Anzeig'en. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 12. September. Morgens: Pfarrer Bvnhard. Nachmittags: Kandidat Göhring aus Ortenberg (Provepredigt). Beerdigte. Den 2 9. August. Johannes Matern, Bürger zu Laubach und Comptoirscribent dahier, alt 35 I. 7 M. ö T., gestorben den 27. August. Den 7. September. Heinrich Friedrich Christian Philipp Burkhardt, des Bürgers und Fuhrmanns, Christian Burkhardt, ehelicher Sohn, alt 2 I. 2 M. 12 T, gestorben den 5. September. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonbard. Angekommene und abgereiste Fremden vom In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Nockwall NI. Fam., Stent, v. London. Hrn. Kfl. Nde v. Bapreuth u. Semmler v. Aachen Hr. Borgers m. Fam., Partie, v. Cassel. Hrn. Kfl Grölen v. Magdeburg u. Jafes v. Liverpool. Hr. Heumann, Apoth. v. Siegen. Hr Frutscher, Kfm. v. Erfurt. Hr. Aschinz m. Fr., Dr. med. <1. Holland. Hr. Deckmann, Dr. phil. 7. bis 9. September 1847. v. Hildesheim. Hr. v. Ohio m. Bedien., Gutsbes. v Münden. Hrn. Kfl. Warendorf v Frankfurt u. Hinckel v. Vilbel. Hrn Kamm.-R. Stephan u. Held v Braunfels. Hr. Kling, Lithogr. v. Frankfurt. Hr. Scholten, Kfm. v. Verden. Hr. Mensching, Rent. v. Leipzig. Hr Hölzer, Kfm. v. Lennep. Hr. Rnht, Conserv. v Wiesbaden. Hr. Freiherr v. Nau, Gutsbes. v. Nordeck. Hr Wolf, Kfm. v. Barmen. Hr. 557 Baron v. Lignitz m. gant. u. Bed., Propriet. v. Nienburg. Fr. Bcttmann u. Fr. Mentz v. Göttingen. Hr. Blecke, Gutübes. v. Mühlhausen. Hrn. Kfl. Zwilmans v. Frankfurt u. Fleischer v. Mainz. £>r. Schreiber, Fabrik, v. Berlin. Hr. Vomhof, Kfm. v. Bremen. Hr. Dieffenbach m. Fr., Commiff. v. Battenberg. Hr Pcralet, Kfm. v Worms. Hr. Baumgart m Fam. u. Bedien., Amtm. v. Wien. Hr. Boncth, Kfm. v. Frankfurt. im Happen: Hr Hech, Kfm. v. Cöln. Hr. Haar, Partie, v. Carlsruhc. Hr. Kuschmann, Oberfin.-R. v. Mainz. Hr. Ehrenfeuchter m Fam., Prof, v Göttmgen. Hr. Walter, Kfm v Cassel Hr. v. Schenck, Gutsbes. v Sorge. Hr. Klaus, Fabrik, v. Rordhausen. Hrn. Kfl. Harbort v. Cassel, Schwager u. Mclin v. Nürnberg u. Neichardt v. Frankfurt. Hr Schidbach, Hofmal. v. Darmstadt. Hr Schlachter m Bedien., Gcner. v. Stauden. Hrn. Kfl. Lohlänzer v. Frankfurt, L. Kühne it. D. Kühne v. Altona. Hrn. Sind. B. Brandt, I. Brandi u. D. Brandt v. Bonn. Hr. Bech- thold, Forstmeist v Niederkohlbach. Fr. Amtm. Peterus v. Frankenberg. Fr. L. Hosch u. Fr. B. Hosch v. Biedenkopf. Hrn Kfl. Hainsohn v. Bremen, Prinusa v. Frankfurt, Wippermann v. Cassel, Strauß v Marburg. Weinberg u.^Stern v Braunschweig. Hr. Stilke, Kelln, v. Cassel. Frls. Strauß u Stern v. Marburg. im Prin-. Carl: Hr. Geck, Privatm, Hrn. Oceon. A. Fauerbach u. M. Fauerbach v Obermörlen. Hr. Rausch, Spedit. v. Großencichen. Hr Engelbach, Oeeon , Hr. Braun, Prwatm. u Hrn. Back. Plilt u. Hörle v. Biedenkopf. Hr. Koppes, Kfm. v. Fritzlar Hr. Merz, Schausp. v Baden- Baden. Hr Boß, Kfm. v. Mainz. Hr. Weitz, Geom. v. Dudenhofen Hr. Mans, Kfm. v. Montabaur. Hrn. Stud. Lichthammer u. Wagner v. Bonn. Hr. v. Hallborf m. Bed., GutSbes. v. Neuwied. Hr. Schuppert, Geschäftsm. v. Höchst. Hr. Fernher, Fabrik, v. Erfurt. Hr. Lieser, Kfm. v. Felda. Hr. Schleicher, Privatm. v. Schotten. Hr. Hartmann, Oeeon. v. Mockstadt. Hr. Schreiber, Kfm. v. Darmstadt. Im Darmstaedler Haus: HrN. Handelst Etchle 0. Forlwangen, Stettz v Battenfeld u Stern v. Laubach Fr. Veil v. Biedenkopf. Hr Jung, Oeeon. v Leihgestern. Hr. Fay, Handelsm. v. Holzhausen. Hr. Kranzhaar, Sold v. Oberkohlbach. Hrn Geschäftsl. Schenck v Seckbach, Stammler v. Wiesbaden, Meister v. Biedenkopf u. Erdmann v. Ruttershausen. Hr. Grau, Privatm v. Offenbach. Hr. Ditschler, Fuhrm. v Büdingen Hr. Wagner, Müll. v. Niederweidbach. Hrn. Schuhm. Müller v. Vöhl u. Grau v. Homberg. Hrn. Kfl. Baum v Wittelsberg u. Kaiser v. Mardorf Hr. Kuhl, Fuhrm. v. Homberg. Im Siern : Hr. Finck m. Tocht. , Musik, v. Soirfsdorf. Hrn. Fuhrt. Schneider v. Marburg u. Koch ». Alsfeld. Hr. Lehmann, Seil. v. Göttingen. Hr. Völker, Ger-Diei. v. Frohnhausen. Fr. Ebel v. Köhden. Hr. Roß, Handelsm. v. Oberroßbach. Hr. Seipp, Privatm. v. Hausen. Jungfer Bieke v. Neustadt. Hr. Grodlen. Uhrm. v. Lengerich. Hrn. Maur. Deicherdt, Schaad, Tommerling, I. Reffet Ph. Reffet, Hartmann u. Weißmüller v. Langenau. Hr. «eipp, Handelsm v. Burggemünden. Jungfern Stein u. Jughardt v. Battenberg. In der Sonne; Fr. Felfing v. Breidenbach. Hr. Goldmann, Handelsm. v. Ershausen Fr. Plitt v. Biedenkopf. In der Hose; Hrn. Bürgermeist Schirmer v Feldkrücken u. Dietz v. Kölzenhain Hr. Walter, Handelsm. v. Beuern. Hrn. Geschäftsl Roth v. Holzhausen u. Rotsheim v. Friebertshausen Hr. Klippel, Schneid, v. Romrod Hrn. Geschäftsl. Stein in. Fr. v. Köddingen, Bonk, Baad, Becker u. Juncker v. Sichertshausen. Hrn Buchb. Solinger u. Gast v. Aschaffenburg. In den Privathäusern. Bei Fr. Landr Knorr: Frl Musch v. Ossenheim. — Bei Hrn Decan-Rechn. Dauernheim: Fr. Schulih. Haas u. Hr. Lang, Oeeon. v. Fauerbach, Hr. Schultheiß, Pacht v. Nordeckcn u. Hr. Deines, Rechn v. Allcndorf. — Bei Hrn. Landricht. Geyger: Frl. Walbeck v. Corbach u. Frl. Tröster v. Laubach - Bei Frl Dietz: Hr. Dietz, Prof. v. Bonn. — Bei Hrn. Oberauft'eh. Rettig: Frl. v Siem v. Darmstadt. — Bei Hrn Rathschöff Seipp: Hr Seifried, Gewerbschul. v. Darmstadt - Bei Hrn Geh. Just -R. v Hclmolt: Fr. v. Rotsmann in. Tocht. v. Alsfeld. - Bei Hrn Stadtricht. Muhl: Hr. Stockhausen m. Tocht., Landricht v Battenberg u. Frl. Wundt « Laudenbach. — Bei Hrn. Crimin.-Kass.-Rechn. Conzen: Hr. Wagner, Pfarr. v. Gräfenhausen. — Bei Hrn. Hofger -Secret Balser: Frl Schleußner v. Darmstadt. — Bei Hrn. Postmcist. Kempf 11.: Fr Geh. Medic -R Heusinger v Marburg. — Bei Hrn. Schmicdmeist. Bieber: Hr. Schmitt, Privatm. v. Rödgen. — Bei Hrn. Schneidermeist. Retter: Hr. Adelung, Kunstgärtn. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Lehr. Beck: Hr. B-cker, Gpmn. v. Wetzlar. — Bei Hrn. Schuhm. Selzer: Hr Bouslin, Mob-Fabrik. ». Wiesbaden u. Hr. Mappes, Privatm. v. Wetzlar — Bei Fr. Buch- hndlr Heyer: Hr. Bender, Gymn. v. Frankfurt. — Bel Hrn. Dr Eiling: Hr. Bender, Stud. v. Heidelberg u. Hr. Schulz, Gymn v. Frankfurt. — Bei Hrn. Stud. Reitz: Hr. Schaaf, Postpract. v. Romrod. — Bei Hrn. vr. Soldan: Hr. Münch, Privatm. v Warren-Courty-Missoury in Amerika. — Bei Hrn. Geh. Hofr. Langsdorf: Hr. Kißner m. 2 Kindern, Pfarr. v. Nicdergemünden. Unterhaltendes und Gemeinnütziges. Neisebilder vom Rheine. (Schluß.) Dicht hinter Rüdes heim, mit seinen vier Burgruinen, erhebt sich terassenförmig der Niederwald mit seinem feurigen Wein. Die prachtvollsten Ansichten entfalten sich dem entzückten Auge auf den Höhen desselben. Auf einer Höhe von 7'20 Fuß über dem Rheinspiegel erhebt sich aus herrlichem Buchenwalde ein aus Säulen ruhender Tempel, einer der schönsten Puucte des Niederwaldes, hier entfaltet fick eine per herrlichsten Aussichten, welche den ganzen Rheingau umfaßt. mit seinen reizend gelegenen Flecken, Dörfern, Landhäusern, Bürgen, Schlössern und Ruinen; ja elbst den aufwärts strebenden Rauch des altehrwürdigen Mainz erkennt hier das Auge; und vor uns der stolze, von Schiffen jeder Art belebte Strom mit seinen anmuthigen Inseln, welcher die reizende Landschaft durchzieht, und sich unterhalb Bingen bei dem fabelhaften Mäuselhurm, wahrscheinlich nichts anders, als einem im Mittelalter angelegten Mauth- oder Zoll- Thurme, zwischen gewaltigen eng zusammengedrängtcn Felsmassen brausend verliert. Das an der Mündung der Nahe in den Rhein gelegene Bingen (das römische Bingium) kam gegen Ende des 10. Jahrh. unter die Herrschaft von,,Mainz und gehört zu den Städten, welche zuerst in den im Jahre 1255 von dem muthigen Mainzer Arnold von W alp öden errichteten rheinischen Städlebund 558 traten. — Heber der Stadt erheben üch die Ruinen der Burg Klopp, über deren Erbauung man keine Nachricht hat. Schon im 13. Jahrh. erscheint sie als eine starke Burg, welche mancher Belagerung Trotz geboten und daher „das unüberwindliche Haus Klopp" genannt wurde. Im 30 jährigen Kriege (1639) ward Burg und Stadt durch die weimar'schen Truppen Unter Herzog Longeville eingenommen, aber im folgenden Jahre wieder durch die Kaiserlichen und 164.4 von den Franzosen erobert. Letztere sprengten 1689 die Burg und legten die Stadt in Asche. Erzbischof Franz Ludwig von Mainz ließ zwar die Burg wieder herstellen, da sie aber nicht mehr als Feste gebraucht werden konnte, ließ er 1713 die Mauern sprengen. Kaiser Heinrich IV. soll hier bei der Durchreise zu dem Reichstage in Mainz von seinem Sohne überfallen und lange auf der Burg in Haft gehalten worden seyn, vielleicht um ihn desto eher zur Thronentsagung zu bewegen. Jetzt ist die Burg, von den reizendsten Garten-Anlagen umgeben, gewährt herrliche Aussichten nach allen Seiten und gehört dem russischen Grafen Men gde n. Auf dem Gipfel des Rochusberges stand bis zum Anfang des letzten Revolutionskrieges eine kleine Capelle, im Jahr 1666 während der Pest von den Bürgern Bingen's zu Ehren des heiligen Rochus gestiftet und im I. 1814 wurde sie wieder hergestellt. Das Altarbiatt, den heil. Rochus darstellend, von Louise Seidler , ist ein Geschenk Göthe' s. Die Capelle ist 360 Fuß über dem Rheinspiegel und gewährt eine herrliche Aussicht. Am 16. August, als dem Gedächtnißtage dieses Heiligen, versammeln sich hier viele Tausende, um die Feier zu begehen. Unterhaltung zwischen und WrennerFe. 97 ante: Endlich, Bruder Brennecke, seh ick Dir also wieder? Wo hast Du'n so lange gestochen? Du warst woll.heesch, deß man Dir gar nicht gehört hat? Brennecke: Ick habe acht Tage Schambergarnie gewohnt, uffen Aleranderplatz. Da halt' ick freie Miethe, freie Beköstigung un freie Aussicht nachen Hof durch die Eisenstäbe. Re scheene Jegend! Vanie: Allo inn Ochsenkopp? — Davor wohn ick lieber inn Dhiergarten un nähre mir von Raps tin Queckenwurzeln. — Aber sage man nur, versammelter Bruder, wie bist Du denn dahin gekommen? Brenn ecke: Na, dieser Jegenstand will mit reuiger Zartheit behandelt sin: Bei dem Kartoffel- speetakel hatte mir Eener eene Leberwurst in die Taschen gestochen und die hat ick in Gedanken ufge- gessen; denn fiel mir, als ick beim Bäcker vorbei ging, een Biergroschenbrod, vierzig Loch schwer, uffen Kopp un damit des liebe Gut nid) unter de Beene getreten werden sollte, nahm ick et mit mir. Unterwegs stolperte ick aus Versehen inn Koosladen rinn un als ick zu Hause komme, bemerke ick mit Erstaunen, daß sich ne Mandel Heringe in meine Rocktasche verbissen hat. 97ante: Det arme Vieh wird woll durstig gewesen sind un hat in deine Rocktasche die Pulle gesucht. Ja, ja, daß die Salzsteuer ermäßigt worden ist, hat Keener mehr empfunden als die Heringe, denn die Lacke is feite em ungeheuer scharf geworden. — Hast Du denn ooch arbeiten müssen in's Hotel de Böf? B reu necke: Na ob! Ick saß in meine Zelle untern Schutz der Gesetze und haspelte Boomwolle. 91 ante: Dämlack, denn bist Du ja een Schutz- zellner. Aber ick kann ferner mit Dir nich umgehen, denn Du bist beschottern Hast Du denn noch die Cocarde? Brenn ecke: Ja woll — in die Tasche. Seh mal, Du verstehst mit miß, Bruder Nante. Ick bitte Dir, diesen Jrrthnm des Protokolls berichtigen zu wollen. Ick bin blos in Untersuchung gewesen un heute freigesprochen worden. Beim Verhör wollte nämlich der Anwalt beweisen, daß ick eomniunistische Ideen nähre, da hab ick ihm aber bewiesen, daß ick mir selber »ich nähren kann, viel weniger Ideen, un darrst bin ick vor nichtschuldig erklärt. Ick bitte Dir aber, diese Debatte zu verlassen, sie könnte meinem Kredit gefährlich seyn. Wie iss et denn aber mit Dir? wie ick höre, bist Du een öffentlicher Charakter geworden. Nante: Del muß wahr sinn. Man bewirbt sich ordentlich um meine Stimme. Neulich wollte mir een Lodvetiejüngling een Viertel zur nächsten Ziehung uf- dringen, damit ick vor die Judenemancipation meine Stimme gebe. Brennecke: Ick denke aber, die Lodderie wird abgeschafft? Nante: Un des mit Recht. Des jroße Loos is doch man nur eene Schimäre vor uns un denn macht uns die Lodderie diefsiunig un erweckt in uns man Hoffnungen, un Hoffnungen sollen wir arme Leute nich haben. Brenne cke: Un wat sagtest Du denn dem jol- benen Jüngling? Nante: Ach Jott, sagt ick, ick armer Christe, sagt ick, soll euch frei machen? Ihr habt det Kies — det is det erste, wat freiinacht, un wenn ihr uf die Hengstenbergsche Zeitung abomürt, dann werdet ihr emancipirt. Uf unsre Emancipation müssen wir aber warten, bis et Kies hagelt. Brennecke: Det is wahr. Herrjehs, wenn et neulich Kies gehagelt hätte, denn wären wir Alle niiteenanber emancipirt. (Allgemeine Heiterkeit. Die Sitzung ist aufgehoben.) Auslösung der Charade in *Ag 72: C h a r a d e. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei in Gießen.