Anzeigebtatt für -je Stadt und den Kreis Gießen. Jfä 72. Mittwoch den 8. September 18^L7. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Verwendung der Kartoffeln zum Brandweinbrennen betreffend. Die nachstehende, in Nr. 33. des Großherzogl. Hess. Regierungsblattes im obigen, Betreff erschienene, höchste Bekanntmachung bringe ich durch nachstehenden Abdruck noch besonders zur Kenntniß der diesseitigen Kreis-Angehörigen. E!-ß,n »,n 1. 1847. H.ff. ».'«-ach d-« Mf.4 Prinz. Bekanntmachung, die Verwendung der Kartoffeln zum Brandweinbrennen betreffend. Das durch Bekanntmachung vom 20. April 1847 (Nr. 16. des Regierungsblatts) erlassene Verbot der Verwendung der Kartoffeln zum Brennen von Brandwein, wird vom 1. September d. I. an ‘ »Pl Wirksamkeit gesetzt, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht ""d, daß da« durch Ministerial-Ausschreiben erlassene Verbot des Ankaufs von Kartoffeln durch Brandwembrenner bis aus weitere Verfügung in Kraft bleibt. Darmstadt am 25. August 1847. x Großherzoglich Hessisches Ministerium des Innern und der ^susnz. In Verhinderung des Staats-Ministers: v. Lehman«. »• Rieffel. Edictalladung. 1659) Nachdem über das Vermögen des Handelsmanns Levi Höri er von Schweinsberg der Concurs erkannt worden» so werden sämmtliehe Gläubiger des Cridars aufgefordcrt, ihre For- derungen im Termine >' Donnerstag den 30. September d. I. Morgens 9 Uhr, unter Vorlegung der desfallstgen Beweisstücke bei Strafe der Ausschließung von der Masse anzugeben und zu begründen und soll das dcmnächftige Präclusivdecret blos durch Affirion an der Gerichts- täfel eröffnet werden. Kirchhain am 30. August 1847. , Kurf. Hess. Justizamt. G leim. vdt. Pfeifer, Besonder e Bekanntmachungen. 1613) Die gerichtliche Anzeige und Geltendntachung der aus dem Sommersemestcr 1847 herrührenden gesetzlichen Forderungen an Studirende betreffend. Die aus dem gegenwärtigen Semester herrührenden gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen, bei Vermeidung des in dem Artikel 137. der Disciplinarstatuten der Universität Gießen angedrohten Rechtö'nachtheiles, bei der unterzeichneten Behörde längstens bis zum 11. September d. I., mittelst gehörig specificirter Rechnungen, zur Anzeige gebracht, und längstens bis zum 6. November d. I. geltend gemacht werden. Gießen den 30. August 1847. Das Großherzogliche Universitätsgericht. Di1. Trygophorus. vät. Prinz. 540 1662) Ta mir bis jetzt sämmtliche Hebregister über das in diesem Jahr in den diesigen städtischen Waldungen versteigerte Holz zugekommen sind, so können die fragt. Holzsteiggelder an den gewöhnlichen Zahltagen, nämlich: Montags, Dienstags, Donnerstags, und Samstags jedesmal des Vormittags an die Siadtkasse entrichtet werden. Gießen den 6. September 1847. Der Stadtrechner Enders. 1660) Der Pfandschein *AS 7106. über ein Paar schwarze Hosen ist angeblich verloren worden. Es werden daher diejenigen, welche etwa Ansprüche an denselben bilden könnten, aufgefordert, dieselben innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst das Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird. Gießen den 6. September 1847.' Die Pfandhausverwattung Bieler. Pfeil. 1645) Main-Weser-Eisenbahn. Montag den 6. d. M. haben die Erdarbeiten an dem Einschnitte in der Langgönser Hardt auf unmittelbare Rechnung des Staates wieder ihren Anfang genommen. Butzbach den 2. September 1847. Der Gr. Hess. Sections-Zngenieur der Section Butzbach. Meyer. Versteigerungen. 1654) Die Lieferung von Gemarkungs-Grenzsteinen an die Gemeinde Gießen. Donnerstag den 16. Septbr. d. I-, Vormittags 9 Uhr, soll auf der Bürgermeisterei dahier, die Lieferung von 30 Gemarkungs-Grenzsteinen an den Wenrgst- forderndcn vergeben werden. Gießen den 4. Sept. 1847. Der Burgermcrster Gg. Reiber. 1653) Verpachlung des städtischen Kellers unter dem ehemal. Seipp'schen Hause. Montag den 13. Sept. d. I., Vormittags 8 Uhr, soll der vvrbemerkte Keller auf 3 Jahre ander- weit- verpachtet werden. Gießen den 2. Septbr. 1847. ■. n Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1659) Freitag den 10. l. M. soll das hiesige Gemeinde-Obst, jn Birnen, Aepfeln und Zwetschen der besten Qualität bestehend, vf- sentlich meistbietend versteigert werden. Kauflustige werden mit dem Bemerken eingeladen, sich Morgens 10 Uhr in Fellingshausen einfiuden zü wollen. Fellingshausen den 3. Sept. 1847. Der Bürgermeister Gerlach. 1656) Donnerstag den 9. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Büreau des Unterzeichneten die Lieferung der Hirtenfrucht, vom letzten Halbenjahre, wenigstnehmend in Accord gegeben werden. Waldgirmes den 2. Sept. 1847. Der Bürgermeister Schmidt. 1666) Arbeiten und Lieferung zur Herstellung einer Pumpe bei dem Friedhöfe. Die vorbcmerkten Arbeiten, bestehend 1) in Maurerarbeit, veranschlagt zu 40 fl. 2) Schloffcrarbeit, „ „ 21 „ 3) Weißbinderarbeit „ „ 2 ,, sodann 4) die Lieferung eines Gehäuses von Gußeisen, veranschlagt zu 70 „ sollen Montag den 13. Sept. l. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Gießen den 6. Sept. 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1664) Donnerstag den 9. Sept. d. I., Vormittags 8 Uhr, sollen die zur Erweiterung der Fahrbahn am Selterser Thor erforderlichen Arbeiten, bestehend: 1) in Chaussirarbeit, veranschlagt zu 36 fl. — fr. 2) „ Steinhauerarbeit, „ „ 24 „ — „ 3) „ Schlosserarbeit, „ „ 3 „ 12 „ 4) „ Weißbinterarbeit, „ „ 1 „ 30 „ auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordern. den versteigert werden. Gießen den 1. Sept. 1847. Der Bürgermeister " Gg. Reiber. 1660) Die Wegfuhr des Ausraums aus den Stadt-Cgnälen betr. Donnerstag den 9. September d. I., Morgens 9 Uhr, soll die obenbemerkte Arbeit, welche zu 100 fl. veranschlagt ist, auf dem Rathhause dahier an den 541 Wenigstfordernden nochmals versteigert werden. Gießen den 6. September 1847. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1667) Montag den 13. September d. Z-, . Mittags 12 Uhr, soll ein vollständiges Glaser-Handwerksgeschirr, erb- vertheilungshalbtr, öffentlich meistbietend dahier versteigert werden. Burkhardsfelden den 4. September 1847. Der Bürgermeister Stumpf. 1663) Obstversteigerung zu Ruttershausen. Das diesjäbrige Gemeinde-Obst zu Ruttersbau- sen, bestebend in Aepfeln, Birnen und Zwctschen, großer Quantität uitb vorzüglich guter Qualität der Aepfel und Birnen aller Sorten, soll Freitag den 10. September d. I., Mittags präcis 12 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert werden, wozu man Steigliebhaber einladet. Der Anfang und die Zusammenkunft ist im Gc- meindegarten bei der Schleuste. Ruttershausen den 6. Sept. 1847. Der Bürgermeister Klinket. 1618) Versteigerung voll Gemeinde^Obst zu Altenbuseck. Donnerstag den 9. September l. Z., Morgens 8 Uhr, soll das diesjährige Gemeinde-Obst der Gemeinde Altenbuseck, bestebend in Acpfeln und Birnen von verschiedenen Sorten, in 1)8 Abtheilungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Orte, und der Anfang wird am Wege nach Wicseck gemacht. Altenbuseck den 31. August 1847. Der Bürgermeister Wagenbach. 1628) Donnerstag den 9. September d. I., Nachmittags 1 Uhr, sollen nachstehende Arbeiten: 1) ein Durchlaß, veranschlagt zu 35 fl. 50 fr. 2) die Herstellung eines Brunnens: a) Zimmerarbeit, veranschl. zu 29 u 30 „ b) Maurerarbeit, „ „ 12 30 // c) Schmiedearbeit, „ « 21 <> 48 „ 3) die Planirung einer Wiese, veranschlagt zu . . » . . > 56 „ 54 „ auf dahiesigem Gemeindehause an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Watzenborn den 1. Sept. 1847. Der Bürgermeister Philipp. 1625) Grummetgras-Verstergerung bei der Stadt Gießen. Das Grummetgras von den städtischen Wiesen wird, und zwar Donnerstag den 9. September l. Z., Morgens 9 Uhr , 1) in dem Oßwald'schen Garten, 2) von den Stadtwiesen bei der Neumühle, 3) von der Fürstenbrunnenwiese, 4) von den Wiesenvicrteln im Wieseckcr Thale, 5) von den Heegstrauchswiesen, 6) von den Wiesen vor dem Neuenweger Thore, sodann Freitag den 10. September, Morgens 9 Uhr, 1) von den Ochsenwiesen, 2) von den Wiesen am Rödcher Wege und Stolzenmorgen, 3) von den Wiesen an der Grünberger Straße, 4) von den Happelswiesen, 5) von den Wiesen am Altentisch und Fürstenwiese, versteigert. Der Anfang wird den ersten Tag im Oßwald'schen Garten und den zweiten Tag in den Ochsenwiesen gemacht. Gießen den 1. Sept. 1847. Der Bürgermeister. 3- d. B. der Beigeordnete Ad. Möhl. 1641) Donnerstag den 9. Sept. soll das Grummetgras von den vlemeindewiesen zu Wieseck, öffentlich meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr auf den Wiesen an der Oberlach und Nachmittags 5 Uhr bei der Badenburg im Strauch. Wieseck den 1. Sept. 1847. Der Bürgermeister Lang. 1648) Ach lasse in dem Hose des Küfermeisters Ludwig Klinckel in der Kaplansgasse in Gießen, eine Partie im besten Stand befindliche völlig reine Fässer, nämlich: 13 Fässer von 1 */2 Ohm, 6 „ ,, 2% „ - 3 „ /, 3 „ 4 ,, ,, 6 U. 7 ,, Freitag den 10. September d. Z., Nachmittags 2 Uhr, öffentlich meistbietend versteigern. Gießen den 3. Septbr. 1847. Aoh. Balth. Noll. 1661) Montag den 20. Sept. d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen folgende, mir gehörige, Grundstücke auf da- 542 hiesigem Rathbause, auf weitere sechs Jabre (von Martini 1847 bis Martini 1853) an den Meistbietenden verpachtet werden. Ord.- Fl.-Jnh. Nr. Ruth. Gießer Gemarkung. 1 65 Acker, , rechts des Wiesecker Wegs. 2 62 n links des Wiesecker Wegs. 3 56 ff „ H ,/ t! 4 116 ff stößt auf den Fluthgraben. a 5 30 Grabland auf dem Sand. b 5 133 Acker auf der Warth. 6 149 // auf der Rotbhobl. , 7 29 n unter dem Weider im Eent. 8 68 // am Aulweg im Cent. 9 69 // auf den Hörneräckern. 10 260 ff unter dem Leihgesterner Weg. 11 53 ff am Schlangenzahl, stößt auf die Chaussee. 12 66 ff im Cent, beim Zollstock. 13 52 ff im Wingerte. 14 80 ff am Schlangenzabl. 15 92 jf auf den Schwarzäckern. Ord.- Fl.-Jnh. Nr. Rutb. 16 32 Wiese in der Stephansmark. 17 66 „ im Altenfeld. 18 110 „ am „ Wiesecker Gemarkung. 19 120 Wiese auf der Oberlach. 20 120 „ auf dem Schaafmützchen. Heuchelheimer Gemarkung. 21 60 Acker auf dem Wolfsfurt über dem Flulbgraben. Gießen den 5. Sept. 1847. P h. Oppermann. 1630) In dem Hause der Frau Wilkwe Bürgy in den Reucnbäuen, sollen Donnerstag den 9. Sept. d. I., Nachmittags 2 Uhr, verschiedene Mobilien, als: Kommode, Tische, Schränke, Kleidüngsstücke und sonstige verschiedene Hausgerätbschaften, gegen baarc Zahlung meistbietend versteigert werden. Gießen den 2. Sept. 1847. 1650) Montag den 27. d. Mts., Nachmittags 2 Ubr, sollen auf hiesigem Rathhaus auf Ansuchen der L. D. Höstereich's Erben: Flurb.UlKlftr. n 3y23 144> Garten unter den neuen Eichen neben G. I. Gotthardt, „ 3% 314 desgleichen am alten Schlag und Altenfeld neben P. G. B. Busch; Wiesecker Gemarkung: 32/loe 383 Wiese im Heegstrauch, neben C. D. Vvgr, Daniels Sobn. „ 31/6” 340 dcsgl. in der Speck, neben Jobs. Hammel IV. in Annerod. „ 31/725 218 desgl. daselbst, neben Heinr. Anbei, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 4. September 1847. Der Beigeordnete E. E. Rühl. Feilgeboten. 1675) Um verschiedenen, in neuerer Zeit sich verbreiteten, Gerüchten, als würde der Unterzeichnete kein Brod mehr backen, zu begegnen, zeige ich meinen verehrten Kunden und dem gesummte» hiesigen Publikum ergebenst an, daß chieses der Fall nicht ist, und ich vor wie nach fortbacke. Gegenwärtig verkaufe ich zu folgenden Preisen: Wcißbrod, den 4pfündigen Laib zu 12 fr. Schwarzbrot», „ „ ferner: Schwunginchl, das Pfund Vorschußmehl, „ „ Waizengrütze, „ „ Gerstengrütze, ' „ „ Kleie, die Meste zu 11 „ 7 „ 6 „ 7 „ 5 ,, 16 „ Sodann tausche ich auch alle Fruchtgattungen ein, und gebe für 25 Pfund Waizen, 15 Pfund Vorschußmebl; für 25 Pfund reines Korn, 20 Pfund Brod; für 26 Pfund Gerste, 20 Pfund Brod; für 24 Pfund Saamen, 2 Maas Oel nebst den Kuchen. Auch verkaufe ich Backöl, den Schoppen zu 14 fr. und Saamenfuchen, das Pfund zu 2 fr. Gießen den 7. Sept. 1847. Johannes Sauerbier, in der Neumühle. 1674) Eiu§ im beßten Zustande sich befindliche zweiflügeliche Hauslhüre ist billig zu verlaufen. Bei wem? sagt Ausgeber d. Bltts. 1670) Eine Haustbüre mit 2 Flügeln, nebst Futter, Begleitung und Beschlag, 4 Fuß, 4 Zoll breit, 9 Fuß, 1 Zoll hoch und 9*/2 Zoll dick, steht zu verlaufen bei Philipp Kaltrein, Knopfmacher. 543 1672) Ein neuer Kochofen, welcher erst einen Winter benutzt wurde, ist z» verkaufen. Uusgeb. d. Bltts. sagt wo. , 1673) Ich zeige hiermit ergebenst an, daß mein Laaer zur Hnbst-Saison mit allen möglichen Mantel- und Kleiderstoffen, als: breiten einfachen und doppelten Shawls, von 4 bis 10 fl., Fichus, Foulards rc. sehr reichhaltig assortrrt ist, und bemerke noch, daß stch dabei eine Partie^Wolln- Mousseline-Äkiber befinden, die $u ben flen Preisen ablasse. Lit A.t^55. 1671) In Lit. C. J/8 98 auf dem Reichensand ist ein Obst-Mahltrog mit allem Zugehor und ein Lthüriger Küchenschrank zu verkaufen. Auszuleihen. 1658) VS* 4-3000 fl liegen in dem Kirchcnkastcn zu Langgöns gegen hinreichende Sicherheit sogleich zum Ausleihen bereit. . 1 Der Kirchenvorstand zu Langgons. Münch. Fresenius. Zu vermiethen. 1751) Ein Logis, bestehend in fünf Stuben, einem Cabinet, einem Alkove, einer Kammer, Küche, verschloffenem Keller und Holzplatz, nebst Mttge- brauch der Waschküche, ist zu vermiethen bei ' Christian Busch, zum Darmstädter Haus. 1646) der Wallthorstraße sind einige möb- lirte Zimmer monatlich oder halbjährig zu vermie« then. Wo? sagt die Erped. d. Blattes. 1668) Eine Stube mit oder ohne Möbel ist zu vermiethen bei H. Roth äuge. 1647) In meinem Hause ist rechts am Eingänge, ein geräumiges Zimmer mit Cabinet (bisher als Laden benutzt) zu vermiethen. W 6« I. ®q>t. 1MT. ö(|)]] 16691 Eine Familicnwohnung ist zu ver- micchen bei 1580) Ein möblirtcs Zimmer mrt Cabinet rst '» b,i s.jb.tW Wi-M.-. Marktstraße Lit. D. .4$ 184 1622) Ein Logis, bestcbend in zwei heizbaren Zimmern nebst einem Cabinet, Küche, Keller, Holzstall und Bodenkammer, ist zu vernncthen und kann alsbald bezogen werden- Bei wem? sagt die Erped. dieses Blattes. , m 1624) Zwei möblirte Stuben sind in der W - thorstraße Lit. A. M 62. zu vermiethen und baldigst zu beziehen. Vermischte Nachrichten. 1652) Vic Berlinische Lebens - Versicherung- - Gesellschaft Machst »nuilkgi,, UN« UN.» di- -iu.« Königlichen C-mmiff-eiui g.st,ll.. wud duech ein Aktien-Kapital von Einer Million Thaler Preuß. Courant garantirt; ... <_ - «.„sebiedenllen VersicherungS-Arten; überläßt den NÜÄi'ÄLL'.'«. Gewinn- d» °hn. -s°»- stm.« "-i>°-.u r-°'« -°» d'« s- 5.7«'L»»LN-M»°e....as.Ban, erworben werden. "WWL . %-»-«.*-* 8f“r Wru,,9<' *"* * für Rentenkäufe, werden bereilwilligst ertheilt (Spandaucr Brücke jVS 8.) ZjiL7derBerlinischenLebens-Verstcherungs-G-sellschast. 544 Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntnis! mit dem ergebenen Bemerken, daß Geschäfts-Programme unenkgeitlich ausgcgebcn werden vom Gießen den 4. Sept. 1847. Agenten der berlinischen Febens-Verstcherungs-Gesellschnft __________ Joh. Balth Noll. 165Z) Gesuchte Stelle. Ein Scribent, der sich auch in Beziehung seines sittlich moralischen Lebenswandels genügend auszu- weisen vermag, wünscht eine ähnliche Stelle in der hiesigen Gegend. Er würde sich einige Zeit unentgeldlich unterziehen. Die Rcdaction d. Bltts. ertheilt auf portofreie Anfragen nähere Auskunft. 1623) Einige gute Schlosser finden aus der Friedrichshütte bei Solms-Laubach Beschäftigung. Literarische Anzeige. 1649) Die bei L. E. Lanz in Weilburg gedruckte : „Ansprache zum Empfang der Sänger des Lahnbundes, Gruß an den von Gagern Ercell., Tert der Gesänge am 1. Äug. 1847" ä 8 fr., vorräthig bei A. Balser. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 2. September. Dem Bürger, pemrich Kreiling, ein Sohn, Emil, geboren den 19. August. Denselben. Dem Bürger und Schneidermeister, Wilhelm Kreiling, eine Tochter, Katharine Henriette Justine Charlotte, geboren den 28. Juli. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Karl Rudolph, geboren den 23. August. Den 3 September. Dem Großherzoglichen Assessor, Friedrich Julius Harbordt, eine Tochter, Sophie Christiane Eleonore, geboren den 15. August. Den 4. September Eine uneheliche Tochter, Auguste Wilhelmine, geboren den 31. Juli. Denselben. Dem Großherzoglichen Hofgerichts-Sccre- tariats-Accessisten, Karl Zimmermann, ein Sohn, Karl Friedrich, geboren den 30 Juni. Den 5. September. Dem Bürger und Schreiner, Heinrich Jacobi, eine Tochter, Marie Karoline Georgette, geboren den 27. August. Denselben Dem Großherzoglichcn Freiprediger und Lehrer an der ersten höheren Mädchenschule, Daniel Balser, - ein Sohn, Georg Heinrich Karl Julius Emil, geboren dm 16. August. Denselben. Dem Bürger und Taglöhner, Georg Wittich, eine Tochter, Henriette Katharine Elisabethe, geboren den 31. August Denselben. Dem Bürger und Zimmermeister, Wilhelm Noll, eine Tochter, Marie Philippitte Georgette, geboren den 18. August. Denselben. Dem Bürger und Dccanats-Kirchenrechner, Karl Dauernheim, ein Sohn, Karl Johann Wilhelm Rudolph, geboren den 5. August. Beerdigt. Den 3 September. Jacob Deckmann, Schneidergeselle, des verstorbenen Bürgers und Bierbrauers, Jacob Deckmann zu Wetzlar, ehelicher Sohn, alt 22 I. 4 M. 23 T., gestorben den 1. September. Bngekommene und abgereifte Fremden In den Gasthäusern. Im Einhorn -, Hr. Rathper m. Fam. u. Bedien., Gener- Einnehm. v. Gutbottenau. Hr. Straub, Kfm. v. Laubach. Hr. Krimpling, Rent v. Mecklenburg. Fr. Just.-R. Loh- meper v. Halberstadt. Hrn. Kfl. Berling v. Königshafen u. Lehmkuhl v. Bubra. Hrn. Privat!. Schad v. Remscheidt u Klipstein v. Thalitter. Hr. Freiherr v. Linde, Geh. Staatsr. v. Darmstadt. Hr. Margraf, Kfm. v. Cöln. Hr. Karl, Oecon. v. Friedberg. Hr. Biedenharn m. Tocht., Rent v. Falkcnberg. Hr. Priester, Kfm. v. Hamburg. Hr. Freiherr v. Halvensberg m. Fam., Gutsbes. v. Charlottenburg. Hr. Zimmermann m. Fam. u. Bedien., Präsid v. Darmstadt. Hr. Grotte, Kfm. v. Berlin. Hr. Baron Gutzkopf, Obrist- lieutn. v. Zugewalde. Hrn. Rent. Wesels v. Bremen u. Linzer v. Hamburg. Hr. Freiherr v. Gall m. Bedien., Geh. Staatsr. v. Darmstadt. Hrn. Kfl. Freund v. Friedberg u. Kaller v. Mannheim. Hr. Baron v. Tirlemont m. Fam. u. Bedien , GutSbes. v Tirlemont. Hrn. Kfl Gerlach v. Trier u. Meisner v. München. Hr, Flanck, Lehr, v Frankfurt. Hr. Messerschmidt, Kfm. v. Elberfeld. Hr. Scherer, Fabrik, v. Gernsheim. Hr. Trautwein, Gutsbes. v. Coblenz. Hr. Rosenboom m. Fam. u. Bedien, Capit. u Provenccaur, Propriet. v. Brüssel. Hrn. Kfl. Claffer v. Aachen u. Richardt v. Coblenz. vom 3. bis 6. September 1847. im Rappen: Hr. Müller, Just.'R. v. Nordhausen. Hr. Paschke, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Schulz, Obrist v. Darmstadt. Hr. v. Lemb, Oberforstmeist. v. Braunfels. Hr. Auffahrt, Kfm v. Friedberg. Hr. Schüler, Bauaufseh. v. Lollar. Hr. Zanner, Secret, v. Frankfurt. Hr. v. Laitsch, Just.-R. v Zelle. Hrn. Kfl. Hellgoth v. Nürnberg u. Haas v. Dillenburg. Hr. Lippert, Partie, v. Berlin. Hrn. Kfl. Blos u. Lade v Leipzig. Hr. Leel, Geh. Postbeamt v. Frankfurt. Fr. Br. Keuscher v. Battenberg. Hrn. Kfl. Brin- kelmann v. Carlshafen u. Brand v. Halle. Hr. v. Windheim, Partie, v Hamburg. Hr. Reif, Kfm. v. Aachen. Hr. v. Stuardt m. Bed., Rent. v. London. Hr. Bendorf, Kfm. v. Coblenz. Hr. v. Knesebeck m. Bedien., Maj. v. Hannover. Im Prinz Carl: Hr. Katz, Fabrik, v. Niederohmcn. Hr. Herr, Geschäftsm, Hr. Raab, Spedit. u. Hr Heil, Mühlarzt v. Oberurschel. Hr. Lenz, Privatm. v. Dillen- bürg. Hrn. Kfl. Jsle u. Schmidt v. Carberg. Hrn. Spedit. Schmidt v. Battenheim u. Borger v. Offenbach. Fr. Firnhaber v. Homberg. Hrn. Kfl. Scheck v. Leipzig u Lang v. Weilburg Hr. Köhler, Oecon. v. Friedrichsdorf. Hr. Scharf, Fabrik, v. Alzei. Hr. Rasch, Oecon. v. Lauterbach Hr. Thomas, Bürgermeist. v Feldkrückcn. Hr Vogel, Oecon v. Lindhofen. Hr. Geschcidt, Schrein, v. Bußbach. Hr. Dreßler, Kfm. v. Hanau. 545 Im Darmstaedter Baus: Hrn. Geschäfts!. Trübe V. Lengsfeld, Koch v. Göttingen, Rauch t>. Mattenheim, Müller v Genf u. Burkhardt v. Reifenberg. Hrn. Handelst. Greis m. Sohn v Dirlammen u. Ballin v Hciligenstadt. Hrn. Geschäftsl Schwan v. Frankenberg u. Formholz 6 Allendorf. Fr. Kraft m. Tocht. v. Mainz. Hr. Weil, Privatm. v. Salz, hausen. Hr. Schmitt, Handelsm v. Draislar. Hr. Scharmann, Privatm. v. Fulda. Hr. Großmann, Geschäftsm. v. Biedenkopf. Hr. Hedmer, Kamm.-Dien. v. Frankfurt Hr. Lettmann, Schrein, v. Hamburg. Hr. Sltiebecker, Gc- schäftsm. v. Lohra. Hr. Eschle, Handelsm. v. Fortwaugcn. Hr. Eisfeller, Fuhrm. v. Felda. Hr Gemmclberger, Lehr, v. Hattenrod. Hrn. Handelst. Frankenthal v. Altlothheim, Osterholz v. Schmidtlothheim u. Stern v. Maltcnheim. Hrn. Fuhrt Keßler v. Mettenau u. Jacob v Nordecken. Hr. Steitz, Privatm. v. Battenberg. Jungfer Frankenthal v. Altlothheim. Im Stern: Hr. Victorsohn, Handelsm. v Sogarren. Hr. Aschberger, Fuhrm. u Hr. Beßler m Fam, Oecon. v. Wolfrunge. Hr. Meffert, Buchdr v Sulzbach. Hr Wehn, Handelsm v. Biedenkopf Hr. Lind, Oecon v. Selters. Hr. Dnnsbach, Handelsm v Bockenau Hr. Stickel, Fuhrm. v Bocken. Hr. Leferth, Küfer v Frankenhain. Hr. Geißel, Privatm. v. Eidorf. Hr. Deiffcldorf, Zimmerm. v. Lahr. Jungfer Vierheller v. Homberg Hrn Privat!. Preuninger v. Darmstadt ». Schmidt v. Dernbach. In der Sonne: Hrn. Geschäftsl. Röder v. Wommelshausen, Binder v Hildesheim u. Lang v. Cassel. Hr. Goldmann, Hndlsm. v. Ershausen. Jungfer Felsing v Breiteubach. In der Hose: Hr. Walter, Handelsm v. Beuern. Hrn Maur. Schaad v. Modau u. Hartmann v. Hemzcll Hr. Plitt, Bäck. v. Biedenkopf. Fr. Zörb v. Hochclherm. Hr. Finck, Oecon. v. Leisel. Hr. Bernhardt, Geschäftsm u. Hr. Grebe, Privatm. v Dautphe. Hrn. Geschäftsl. Frie- belshäuser v. Dammshausen, Habel u. Bock v, Beinhausen. In den Privathäusern. Bei Fr. Hofger.-R. Buff: Frl. Werte v. Hungen — Bei Hrn. Forstrentmeist. Schott: Fr. Landger.-Affeff. Klingelhöfer m. Sohn u. Tocht. v. Alsfeld — Bei Hrn Gärt». Georg: Jungfer Georg v. Ockstadt. — Bei Hrn. Prof. Dr. Scharpff: Hr. Scharpff, Fin-Kamm.-Alsist. v. Ulm. — Bei Hrn. Bauaurseh' Unger: Frl. Pfeil v. Biedenkopf. — Bei Hrn. L. Dabrp: Frl. Salzer v. Babenhausen. — Bei Hrn. Steuer-R. Hoffmann: Fr. Pfarr. Beck u. Frl. Schneider v. Darmstadt u Hr. Fuhr, Pfarr. v. Felda. — «ei Hrn. Prof Dr: v. Grol- man: Fr. Hauptm. Maper v. Darmstadt. — Bei Hrn. Kfm. Felsing: Hr. Jochem, Pfarr. v. Lardenbach. — Bei Fr. Geh. .«irchenr. Dieffenbach: Fr. v. Bnri v. Lauterbach. — Bei Hrn. Kfm Windecker: Frl. Fresenius m. Schwest. v. Crumbach. — Bei Hrn. Dr. Tasche: Frl. Decher v. Gladenbach.— Bei Hrn. Landricht Ploch: Hr. Wolf, Hauptm. v. Friedberg. - Bei Hrn. Leinw.-Händl. Grieb: Hr. Schmitt, Gand, v. Friedberg. — Bei W'ttwe Worms: Frl Frankfurter v. Mainz. — Bei Hrn. A. Grab: Fr. Becker v Deckebach. — Bei Hrn. Prof. Dr. Vogel: Hr. Weidenbusch, Audit, v. Darmstadt. — Bei Hrn. Ludw. Gail: Hr. Müller m. Fr., Actuar-Geh. v. Gladenbach — Bei Hrn. G Althaus: Frl. Schnell v. Friedberg. — Bei Hrn. Geh. Hofr. Langsdorf: Fr. Pfarr. Kistner v. Niedergemünden. — Bei Hrn. Schnei- dermeist. Habenicht: Hr Stichel, Schreinermeist. v. Mainz. — Bei Hrn. Metzg. I. Möhl: Hr. Weisel, Metzg. v. Mühlheim. — Bei Hrn. Schnhm. Selzer: Hr. Bouslein, Fabrik, v. Wiesbaden tt. Hr. Mappes, Privatm. v. Wetzlar. Unterhaltendes und Gemeinnütziges. Reifebilder vom Rheine. (Fortsetzung.) Von diesem freundlichen, obwohl nur in Aquarell- Manier gezeichneten Bilde wenden wir uns nun weiter abwärts, wo auf dem linken Rheinufer, auf dem halben Wege nach Bingen der alte historisch hockst merkwürdige Flecken Rieder-Ingelheim an dem Salzbache liegt. Von dem großen prachtvollen Palaste, welchen Karl der Große 768 — 774 daselbst bauen ließ, der auf tOO Marmor - und Granitsäulen geruht haben soll, die man von Nom und Ravenna hierher brachte und den Karl zu seinem Lieblingsaufenthalte wählte, ist nur noch Weniges zu sehen. Die Granit- säulcn auf dem Brunnen des Schlosses zu Heidelberg, des Brunnens zu Mainz auf dem Thiermarkt, des zu Eberbach ic. sollen diesen Prachtbau einst geziert haben. Hier hielt Karl der Große im I. 774 den ersten feierlichen Reichstag; 791 ward hier Ludwig der Fromme mit dem Schwerte umgürtet und wehrhaft gemacht, und 826 eine große Reichsversamm- lung gehalten, wozu auch König Harald von Dänemark mit seiner Gemahlin kam, um den Kaiser Ludwig zu besuchen. Dieser bewog ihn zum Christcnthum überzutreten und die Taufhandlung wurde in der Kirche des Orts von dem Bischof zu Würzburg vollzogen. Im I. 1105 wurde hier Heinrich IV. entthront und die Krone seinem Sobne Heinrich V. aufgesetzt. Die Folgen des Bauern- und des 30jährigen Kriegs mußte dieses herrliche Denkmal des Ah- terthums hart empfinden, und was noch übrig geblieben, verheerten di,e Franzosen im I. 1689. Es ist aus- gnnacht, daß Karl der Große die edle Ingelheimer Traube, so wie die besseren Trauben im Rheingau aus Frankreich dahin gebracht hat. Darum singt A. W. v. Schlegel: Den edcln Ingelheimer zog er bei seinem Schloß, Wovon schon mancher Eimer die Kehl' uns niederfloß. An der Südseite des Fleckens steht an der Straße links ein Obelisk mit der Inschrift: „Straße Karls des Großen. Voll ndet im I. Jahre der Regierung Napoleons, Kaisers der Franzosen." Noch weit belohnender ist die Wanderung auf dem rechten Rhemufer durch den herrlichen Rheingau, den berühmtesten Weingarten Deutschlands, bis zu dem 6V2 St. von Mainz entfernten Rüdesheim. Keine andre Strecke am ganzen Rheine, ja in ganz Deutschland bietet auf einem so engen Raume so viel Eigen- thümliches dar, als gerade die Gegend ^zwischen Biebrich und Rüdesheim. Alles vereint sich hier den Genuß zu erhöhen. Alle Viertelstunde erreicht man eine neue Ortschaft; Garten reiht sich an Garten, ein 546 Fürst D^ck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei in Gießen. Charade. Die erste findet ihr in jeder Schar Ade! so ruft die zweite immerdar Den Scheidenden, wenn fle uns lieb gewesen Das Ganze habt ihr eben jetzt gelesen. Sträußchen für Damen. (Fortsetzung.) A st e r n. Wenn im Herbst die Astern blühen, » Denk' ich an den eis'gen Winter, Der mit seinem Sturm entblättert Bald des Lenzes letzte Kinder. Wenn im Herbst die Astern blühen, Denk' ich an die Frühlingszeiten, Lasse ihre goldnen Bilder All' an mir vorübergleiten. Wenn im Herbst die Astern blühen, Denk' ich an die Knabenjahre; Blick' ich ahnend in die Zukunft: „Ach, fie kündet nie das Wahre." Wenn im Herbst die Astern blühen, Denk' ich an die Theuren alle, Die mir schlummern unter'm Rasen' Nach des Looses ew'geni Falle. Wenn im Herbst die Astern blühen. Denk' ich still zu einem Grabe, Das den besten Freund umschließet, Weih' ihm eine Liebesgabe. Wenn im Herbst die Astern blühen, Möcht' ich schweifen in die Ferne, Möchte ziehen mit der Schwalbt, Möchte flieh'n die Heimath gerne. Wenn im Herbst die Astern blühen. Denk' ich Ihrer, die so ferne, Blick' ich fragend auf zum Himmel: „Ist Sie glücklich, gold'ne Sterne?" Und es zieht mich fort ein Sehnen, Fröhlich wandr' ich in die Weite, Und ein munter Liebesliedchen Gibt mir freundlich das Geleite. Und so wandr' ich immer weiter, Bis ich komme, wo Sie weilet; Wiedersehn ist Götterfreude! Doch die neid'sche Zeit enteilet. Trennung naht, des Glückes Frieden, Seufzend muß ich weiter ziehen; »Und wann sehen wir uns wieder?« »»Wenn im Herbst die Astern blühen!»« Förderer der heimathlichen Geschichte widmet diesen Grabstein sein Freund und dankbarer Schüler C. W. L. von Metternich." (Schluß folgt.) Auflösung des Räthsels in 32 71: Rase. blühendsten Wohlstände. Nieder-Walluf wird schon in Urkunden vom Jahr 770 genannt. Im 10. Jahrhundert unter Kaiser Olto I. kam cs mit dem Rheiugau an Kur- Maiur.—Eltville (alta villa) ist einer der ältesten Orte des Nheingaues, der in der Karoling'schen Zeit sein Dasevn erhielt und fast zu gleicher Zeit mit Darina stadt, von Ludwig dem Bayer (1332) zur Stadt erhaben wurde. König G ü n t h e r v o n S ch w a r z- b ur g entsagte hier im Jahr 1349, von seinem Gegner Karl IV. belagert und bedrängt, der Krone und starb bald darauf in Frankfurt, wie man vermuthet, durch Gift Im 14. und 15. Jahrhundert war Eltville die Münzstätte und beliebte Residenz der Erzbischöfe von Mainz. — Weiter abwärts erhebt sich das auf eenem 340 Fuß hohen mit Weinreben bedeckten Berge Schloß Johannisberg. Der Berg, welcher aanz der Sonne zugekehrt ist und einen der köstlichsten Weine erzeugt, dessen Feuer durch die absichtlich spatere Lese noch vermehrt wird, war früher Eigenlhum der Erzbischöfe von Mainz. Erzbischof Ruthard gründete auf demselben im Jahr 1106 ein Benedletiner-Kloster mit schöner Kirche. Unter Adalbert I. wurde das Kloster zur selbstständigen Abtei erhoben (1130) unter dem Schirme Kaiser Konrads HI. Sem Schwager, Rheingraf Richolf legte für Frauen am Fusse des Beraes die „Johannisberg Elans" an, deren Gebäude noch vorhanden sind. Der Markgraf Albrecht, von Brandenburg verbrannte im Jahr 1525 die Abte, zum Tbeile und die Schweden zerstörten im 30 jährigen Kriege'den erhaltenen 'Rest. Im Jahr 1641 wurde der Berg, der wegen seines köstlichen Weines |eit den frühesten Zeiten in großem Ansehen stand, an den Reichspfennig-Meister Hubert von Biegmann gegen 30 000 ft. verpfändet, und später (1716) von dem reichen Fürstabte von Fulda, Adalbert von Walder ndorf, eingelöst, und von demselben das jetzige prächtige Schloß aufgeführt. Im Jahr 1802 kam diese herrliche Besitzung an den Prinzen von Or anlen (König Wilhelm I. der Niederlande); 1806 schenkte sie Napoleon dem französischen Marschalle Keller- manu und 1816 erhielt sie der österre.ch.,che Staatskanzler, Fürst Metternich von dem Kaiser 8eßtn _ In der um 1150 im romanischen Style erbauten / Schlosskirche ließ der Fürst dem rühmlichst bekannten Mainzer Geschichtsforscher N i c o l a u s B o g t einst eine Zierde der Universität Mainz, ein Denkmal errichten mit folgender, aus des Fürsten eigener Feder geflossener Inschrift: „Hier wählte jetne Ruhestätte Nicolaus Wogt, geb. zu Mainz am Decbr. 17.1 >, gest zu Frankfurt am Main am 19. Mai 183b.— Dem treuen Verfechter des alten Rechts, dem begeisterten Freun.de des deutschen Vaterlandes, dem eifrigen Landhaus an das andere und geben dem ganzen Striche daS Ansehen einer einzigen langgestreckten Ortschaft tm