Anzeigeklatt für die Stadt und den Kreis Gießen. JV1 11. Samstag den 6. Februar 1847. Frucht- u. Lictuaüenpreise zu Gießen vom 6. biv 13. Februar 1847. Fleischtaxe. Pfund gutes Ochsenfleisch . . ■ kr. pf. A n in. Oie Zu- Bro dtaxe. kr. Pf. 1 12 gaben dürfen in weiter nichts, als in Fleisch oon der. selben Gattung bestehen .n. zwar aufioPsd. Fleisch 2 Pf. ordinäres Brod aus \ Gersten- und 9 ! 3 t 1 1 t 1 „ Knhfleisch...... Rindfleisch..... „ Kalbfleisch ...... „ Schweinefleisch .... „ Hammelfleisch gemästet 9 9 6 12 9 1 W 1 tC 6 // // tt 2 Pf. gemischtes Brod 6 7, z Kornmehl bestehend aus | Waizen- und j Körnmehl bestehend 19 29 . 10 21 31 2 1 2 2 1 „ Leberwurst..... 13 — nichtmehr als an 4 Lth. Waffcrwcck..... 1 — t „ Bratwurst..... 16 — dcrthalbPfd u.s. it Milchbrod..... 1 — 1 1 „ Schwartemagen . . . „ Bluüvurst...... 18 w. nach Proportion, welches auf Mark tpreise. t „ gemischte Wurst . . g — i Pfd. nicht völlig 1 Maas Milch . . . . e ••••« 8 1 1 1 „ geräucherter Speck . . . „ Schinken...... „ Dörrfleisch..... 20 18 17 i i i i_ 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Gc- raub.wic auch die ganz blutigen und 1 Pfund Butter auch 4 Handkäse . . . 4 Eper .... 1 Pfund Waizenmehl ♦........ 21 22 8 8 _ 1 „ Rindsfett...... 18 - nicht genießbaren _ t „ Hammelsfett..... 18 —— Stücke vom Hals 1 » grob geschälte Gerste..... 4 1 t „ Schweineschmalz ausgelassenes ...... „ desgleichen, unausgclassen 1 24 | 22 sind »on der Zugabe gänzlich ausgeschlossen. 1 » klein geschälte Gerste ...... 8 — Fruchtpreise. Städte G e in ä s Waizen i Korn Gerste Hafer Erbse n Linsen Pf-! fl. kr. Pf.: fl. 1 kr. Pf. | fl. kr. Pf. 1 fl- I kr. Pf. ff. kr. Pf. ff. kr. Friedberg..... das Malter 200 18 15 180 16' 15 — j 12 30 — 51 40 Gießen...... das Malter 200 18 — 200 16) - 170 12 - — 51 - _ _ — —. __ Grünberg ..... das Malter —J 18 20 — 16) 10 — 12 30 — 6| — Marburg..... das Mott —1 11 16 — 10 49 — 7 \ 32 - 3) 35 —j — — _ _ Wetzlar..... der Scheffel 901 7 - 84 51 53 72 4i 40 50 -1 - Versteigerungen. 170) Montag den 15. März l. I., Nachmittags 2 Itbr, sotten nachfolgende, dem Zoh. Georg Weeg dahier zustehende Immobilien, als: alt neu Klftr. 12 2744 614 Acker am Schlangenzakl auf die Chaussee, 8 i/sil 189 Acker am Wiesmarerweg, links, auf dabiesigem Nathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 2. Februar 1847. Der Beigeordnete Ruhl. 190) Main-Weser-Elsenbahn. Versteigerung von Bauarbeiten. Montag den 15. d. M, Vormittags um 10 Uhr, sollen in dem Gasthaus „zum Prinz Carl" dahier, die zur Erbauung der nachgenannten Uebergaugs- werke erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen, nämlich: I. Zur Fluthbrücke nördlich der B a d e n b u r g. Maurer- und Stcinhauerarbeit, ohne Materialien, veranschlagt zu . . . 2168 fl. 42 kr. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 304 „ 01 „ Lieferung von 3 Kubikklafter Sand, veranschlagt zu . . . 36 „ — „ 60 II. Zu dem Vl'adukt über den Auweg kn der Gemarkung Lollar. Maurer- und Steinhauerarbeit, veranschlagt zu ... 2689 fl. 45 fr. Zimmerarbeit, veranschlagt zu . 402 „ 03 „ Lieferung von 5,8 Kubikklstr. Sand, veranschlagt zu . . . 69 „ 36 „ III. Zu einer Brücke über die Lumda, in der Gemarkung Lollar. Maurer- und Steinhauerarbeit, veranschlagt zu . . . 11278 fl. 06 fr. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 885 „ 15 „ Lieferung von 8 Kubikklstr. Sand, veranschlagt zu 96 „ — „ IV. Zu einer Schlupfdohle bei Lollar. Maurer- und 'Steinhauerarbeit, veranschlagt zu . . . . 872 fl. 27 fr. Lieferung von 1 % Kubikklstr. Sand, veranschlagt zu . . . 2t „ — „ V. Zu einem Viadukt bei Lollar. Maurer- und Sieinhauerarbeit, veranschlagt zu . . 1752 fl. 49 fr. Lieferung von 4 Kubifklftr. Sand, veranschlagt zu . . . 48 „ — „ VI. Zur Fl uth brücke in das alte Lahnbett bei Ruttershausen. Maurer- und Steinhauerarbeit, vcr- ansckllagt zu . . . . 1688 fl. 46 fr. Zimmerarbeit, veranschlagt zu . 248 „ 53 „ Lieferung von 21/, Kubikklstr. Sand, veranschlagt zu . . . 9 „ — „ VII Zum Viadukt über den Vicinalweg von Ruttershausen nach Kirchberg. Maurer- und Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 2272 fl. 25 fr. Lieferung von 3 Kubikklstr. Sand, veranschlagt zu . . . 32 „ 30 „ VIII. Zu 3 Durchlässen in der Gemarkung Stauffenberg Maurer- und Steinhauerarbeit, veranschlagt zu . . . 591 fl 52 fr. Lieferung von 1,2 Kubikklastr Sand, veranschlagt zu . . 14 „ 24 „ IX Zur Brücke über die Tiefcnbach in der Gemarfung Friedelhausen. Maurer- und Steinhauerarbeit, veranschlagt zu . . . 1475 fl. 18 fr. Lieferung von 2 Kubikklstr. Sand, veranschlagt zu . . . 16 „ — „ X. Zur Brücke über die Lückenbach in der Gemarkung Großenlinden. Maurer- nnd Steinhauei arbeit, veranschlagt zu . . . 9129 fl. 47 kr. Zimmerarbeit, veranschlagt zu 381 „ 16 „ „ Lieferung von 37 Kubikklstr. Sand, 888 „ — „ öffentlich an die Wenigstfordernden in Akkord aeaeben werden. d J Indem man dieses hierdurch zur öffentlichen Kenntmß bringt, wird bemerkt, daß die Risse, Voranschläge und Versteigerungsbedingungen vom 10. d. M. an auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Emsscht bereit liegen. Gießen den 3. Februar 1847. Der Gr. Hess. Sections-Jngenieur der Sektion Gießen. L. Lindt. vdt. Löffler. 205) Weiuversteigeruug zu Gießen. Freitag den 12 Februar und die darauf folgenden Tage, Vormittags 9 Uhr und Nachmittags */23 Uhr, werden nachbenannte, gut gehaltene Weine, als: Deidesheimer, Rüdesheimer, Laubenheimer u. s. w. von den Jahrgängen 1827, 1834, 1840, 1841, 1842, 1844 und 1845, im Ganzen circa 130 Ohm im Geschäftslocal der Herrn B. Seipp und Gebrüder Asmus dahier abtheilungshalbcr meistbietend versteigert und die Proben an den Fässern gegeben. Auch werden darauf folgend circa 80 leere Stückfaß, nebst einer Parthie Zulast- und kleinere Fässer, ferner ein Rollwagen, ein Reisewagen, zwei Schreibpultc, Bücherschränke, Tische und sonstiges Comptoir- und Kellergeräthe der Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen den 3. Februar 1847. In Auftrag Dr. SundheiIN. 190 Main-Weser-Etsenbahn. Lieferung von Laufdiehlen. Dienstag den 16 d. M., des Vormittags um 9 Uhr, soll in dem Gasthaus zum Promenadenhaus dahier, die Lieserung von 251)00 Fuß Laufdiehleu von Bucheuholz unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich in Akkord gegeben werden. Gießen den 3 Februar 1847. Der Gr. Hess. Sections-Jngenieur der Section Gießen. L. Lindt. 61 153) (Maricnfchloß.) Nachstehende Liefe» rungen für die diesige Anstalt, als: 1) 2) 3) 4) 5) 6) sollen 1500 Cubikfuß eichene Trummen zu Küferholz, 200 Ellen starken weißwollenen Boy z» Unterkleidern für Sträflinge, 54 ,, seine gebleichte Leinwand, 36 „ feines gebleichtes Bildzeug zu Handtüchern, 300 ,, ordinäres starkes desgleichen, 100 „ „ „ „ ungebl. im Sonmissionswege an die Wenigstsordern» den vergeben werden. Darauf Refleciircude wollen ihre dcßfallsigen Soumissionen längstens bis zum 9. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial--Büreau dadier, woselbst auch die Proben der von M 1. bis 6. bezeichneten Gegenstände eingesehen werden können, portofrei und mit der erforderlichen Aufschrift versehen, versiegelt einreicheu. Maricnschloß am 13. Januar 1847. Z. A. Der Verwalter Bauer. 192) Donnerstag den 11. d. M, des Vormittags um 10 Uhr, soll die hiesige alte Feuerspritze auf dahicsiger Bürgermeisterei öffentlich versteigert werden, wozu Steigliebhaber hiermit eingcladen werden. Frankenbach am 1. Februar 1847. Der Bürgermeister Kraft. 194) Maiii-Weser-Eisenbahn. Stein- und Sandlieferung. DaS Brechen und Fahren von 45 Cubikklaster Rollir- und Mauersteine, sowie die Lieferung von 12 Cubikklaster Maucrsand an verschiedene Brückcn- baustcllen der Gemarkung Langgöns, wird Dienstag den 9. Februar, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhanse in Langgöns öffentlich versteigert. Butzbach den 31. Januar 1847. Der Gr. Hess Sectionö-Jngenieur der Section Butzbach. Meyer. 202) Nächsten Montag den 8. d M, des Vormittags um 9 Uhr, soll die Chaussirung von 350 laufenden Klaftern am Weg nach Altenbnseck, öffentlich aus dahiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. Wiesest den 4, Februar 1847. Der Bürgermeister Lang. 203) Kommenden Montag als den 8. Februar, des Morgens 10 Uhr, sollen in dem Heuchelheimer Gemeinde-Wäldchen 10 Stecken Buchen-Scheidhokz, 2 „ „ Prügelholz, 8 „ ,, Stockholz, sodann 5600 Buchen-Wellen, einer öffentlichen Versteigerung unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingnissen ausgesetzt werden. Steiglustige werden hiermit eingeladen, sich um die bestimmte Stunde oberhalb der Schmidte bei Rodheim am Frauenstein einzufinden. Heuchelheim am 3. Februur 1847. Der Bürgermeister Ncidel. 201) Die dem Kaufunger Stistfonds zugehörigen Früchte, als: 1 Malter Warzen, 38 „ Korn und 20 „ Hafer sollen Donnerstag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dahicsigem Rathhaufe öffentlich versteigert werden. Gießen den 4. Februar 1847. Der Syndicus des Kaufunger Stiftsfonds. C. Fuhr. 193) Da die Johann Carl Schirmerischen Eheleute von Dörnigheim auf Versteigerung ihres zu Kleinrechtenbach gelegenen, früher dem Carl Weinrich gehörigen Hofguts, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhaus nebst Anbau, einem großen Stallgcbäude, einem Fabrikgebäude, einer Mahlmühle, 1 Morg. 92 Ruth. 4 Schuh Lokalmaas Ackerland, 2 „ 48 „ 9% „ „ Wiesen und — „ 118 „ 6 „ „ Gartenland angetragen haben, so ist Termin hierzu auf Donnerstag den 18. Februar, Vormittags um 11 Uhr, anberaumt worden. Kaufliebhabcr können sich zur bestimmten Zeit an Ort und Stelle einfinden. Atzbach den 28. Januar 1847. König!. Preußische Landschreiberei. Otto. 206) Versteigerung von Wegarbeiten. Montag den 8. Februar d. I., Vormittags 1t Uhr, werden auf dem Baumgarten bei Schiffenberg die mit der Anlage eines Vicinalwegs von 274 Klstr. Länge verbundenen Planir- und Chaufsir-Arbeiten wenigstnehmend in mehreren Abtheilungen, unter den an Ort und Stelle bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert. Gießen den 4. Februar 1847. Der Gr. Rentamts-Vicar Kolb. 62 172) Montag den 8. Februar, des Morgens 9 Itbr, sollen in dem Gemeindswald, Distrikt Känzigberg, 9 Stecken Tannen Sciieibholz, 73 '/2 ,, „ Pi ügelhvlz, 25 „ ,, Stockbolz, 2300 Wellen, 55 Tannen-au stamme, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist im Tistrikt Känziabcrg. Garbenteich den 30. Januar 1847. Der Bürgermeister Wallbott. 199) Das Verzeichniß der von den Herren Balser und Milbrand, Geh. Med.-Rächen und Professoren der Medicin, nachgelassenen Bücher, welche (nebst einer Mineraliensammlung) Donnerstag den 29. April 1847, Nachmittags von 3 7 Uhr, tn dem Ebel'schen Kaffeehause gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden sollen, ist zu erhalten bei Ehr. Pst Vogel. Gießen den 3. Februar 1847. 179) Montag den 8. Februar, des Morgens um 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Pohlbeim: 80 Stecken Nadel-Prügelholz, 30 „ ,, Stöcke und 6000 Gebund Reiser meistbietend versteigert werden. Watzenborn den 1. Februar 1847. Der Bürgermeister Philipp. 182) Künftigen Dienstag den 9. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen in meiner Wohnung hinter dem alten Arresthaus, _ Heu, Grummet, Stroh, ein Haufen Kuhdün- ger, ein Wagen, Pstug und Egge, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Gießen den 4. Februar 1847. Philipp Müller. 154) Ein an der Hauptstraße in Battenberg gelegenes, zur Betreibung von Wirthschaft und Handlung sehr passendes 2stöckigks massiv steinernes, neu erbautes Wohnhaus, welches 7 heizbare geräumige Wohnzimmer, zwei gute Keller und Stallung, einen Holzschoppen enthält, und wozu ein schöner Grabgarten mit tragbaren edlen Obst- baumen gehört, soll ans freier Hand am 12 Februar d. I. auf dem Bürgermcistereibüreau daselbst meistbietend, unter den noch näher bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich verkauft werden. Battenberg den 25. Januar 1847. Heinrich Hilmer, Steinhauermeister. F e i l g e b o r e n. 198) Neu erfundenes, von mehreren Medicinal- Behörden geprüftes Geiiür-Oel von Dl I. Robinson in Loudon. Durch Anwendung dieses Oclö werden alle organischen Theile des Ohres ungemein gestärkt, das Trommelfell erhält seine natürliche Spannung wieder, wodurch die Harthörigkeit sehr bald sicher geheilt wird. Dao Flaeon mit Gebrauchsanweisung l '/a Rthlr. ist allein zu haben bei ' Carl Frech. A t t e st. Hochgeehrtester Herr! Hiermit nehme ich die Gelegenheit, Ihnen für's allgemeine Wohl die schuldige Nachricht zu machen, daß ich durch deu Gebrauch des mir übersandten Gehör -Ocls vom Dr. I Robinson in London, von meiner mehrjährigen schweren Harthörigkeit rein geheilt worden bin Die schnelle Wirkung dieses Lels war um so' überraschender, da ich bereits 80 Jahr alt bin, und das Uebel so bedeutend war, daß ich selbst das Glocken- gcläute nicht mehr hörte, und jetzt nach nur kurzer Anwendung das vollkommenste und reinste Gehör erhalten habe. Auch mehrere meiner Freunde, die an demselben Uebel litten, erfreuen sich nach dem Gebrauche dieses vortrefflichen Oelö eines eben so glücklichen Resultates, und wir bitten Sie daher recht, sehr, diese Zeilen veröffentlichen zu lassen, damit noch so manchen Lci- dendenden durch dieses Mittel geholfen wird. Mit aller Hochachtung Ihr dankend verpflichteter F. Stuchtep, Kirchen- und Armeu-Rendant der evangelischen Gemeinde zu Rheda Rheda den 1 Juni 1844 Die Nichtigkeit des vorstehenden Attestes wird hiermit gerichtlich bescheiniget. Rheda den 1. Juni 1844. (L. S.) Der Amtmann daselbst. In dessen Abwesenheit für denselben zeichnet Schönell, Secretär. 191) Mein Haus in der Wolkengasse bin ich Willens freiwillig unter sehr annehmbaren Bedingungen zu verkaufen oder zu vermietheu. K. Wilker. 186) Eine Parthie 2 und 3 Ohmfässer, noch ganz brauchbar, stehen wegen Mangels an Raum billig zu verkaufen bei Jean Gertig 63 204) Rheumatismus - Abteiter. Von unfern nicht nur allein in fast ganz Europa, sondern auch bereits in den vereinigten Freistaaten von Nordamerika und in Mexico rühmlichst bekannten, von der Berliner und mehreren anderen SamtatS- Bebörden, sowie von den englischen Chemikern Cur sic ld und Ab bat geprüften verbesserten Rheumatismus Ableiterrr, a Eremplar mit vollständiger Gebrauchs-Anwestnng 10 Sgr., stärkere 15 Sgr. und ganz starke 1 Rthlr. Gegen chronische und akute Rheumatismen, Gicht, Nervenleiden und Congestionen bält Acrr G. Appel tit Giessen stets Lager. 'Endstehende- möge statt aller Anpreisungen als Beleg für die Gediegenheit unserer verbesserten Rhenmatismns - Ab l eiter dienen. Willi* Jfiisiier Ooinp» in Breslau. Zeugnis?. Rubow bei Friedland, den 6. November 1846. Herrn Cabos in Anklam. Ihr ergebenster Spanholz Prediger. Höchstgeehrter Herr! r , „ , , . , Bei meiner neulichen Anwesenheit in Anklam nahm ich für meine seit Jahren leidende Frau von Ihnen einen Rheumatismus-Ableiter mit. Derselbe hat sich zu unserer Freude so bewährt, daß ich Sie ersuche, für beikommendeu 1 Rthlr. mir mit erster Post einen großen Rhelimatismns - Ableit^r für mein armes Weib zn schicken. Sie leidet seit 4-5 Jahren an gichtischen Schmerzen in mehreren Theilen deS Körpers. Auf meinen Rath wandte sie jenen gekauften Rheumatismen- Ableiter auf der schmerzhaften Stelle in der linken Seite Über der HÜste nach der Brust zu an, cm Schmerz der sich schon seit dem Frühsommer festgesetzt hatte. Der Schmerz war besonders gegen Abend so heftig nnd anhaltend, daß das Stechen fic zwang, die Kleidungsstücke zn öffnen; dennoch peinigte sie derselbe auch noch wahrend der Nackt. Zn unserer Verwunderung und Freude zog nach viei tägigem Gebrauch des Ableiters der Schmerz von dieser Stelle weg unter die linke Achselhöhle und war ganz anderer Art geworden,^ so daß Wir beim Entstehen desselben an der neuen Stelle, glaubten, er werde sich hier festsetzen; allein mir inten, indem der böse Gast mit dem Ableiter auch von diesem Schmerzestheil versolP wurde und gauzlich wich, und nunmehr schon seit einer Woche meine Frau au den erwähnten beiden Stellen von allen Schmerzen befreit ist. Nun wollen wir den Feind in einer schon über zwei Jahre alten Stelle in der rechten Huste der Leidenden mit der eben erbetenen größeren Waffe "»greifen Gerne gestatten wir, daß Sie jeden Gebranch von dieser der vollsten Wahrheit entsprechenden Mittheilung, zum Heil ähnlicher Leidenden, machen. ' J ° Hochachtungsvoll 184) Bei H Hermann stehen vier gntgehal- tenc Sopha's nebst Stühlen billig zu verkaufen. 207) Anempfehlung der Electrici- täts Ableiter. Seit dein Bekanntwerdcn der Eleetrieitäts- A blei ter habe ich mich bei meiner Praxis vielfach überzeugt, daß dieselben für Rheumatismen und bei Nervenleiden, namentlich Kopf-, Zahn-, Hals-, Brust- und Rückenschmerzen, Krämpfe», Reißen in den Gliedern, Andrang des Blnts, Schlaflosigkeit, besonders wirksam sich gezeigt haben, ja in mehreren Fällen habe ich bei ihrer Anwendung die ausgezeichnetsten Wirkungen gehabt Mit vollem Rechte kann ich daher den Gebrauch, vorzugsweise derer in runder Form, bei allen oben genannten und gewiß auch diesen verwandten Leiden hiermit empfehlen. Dr. Julius Eduard Hederus in Freiberg. Der Verkauf dieser Ableiter in runder Fotin nebst Gebrauchsanweisung findet in Gießen allein Statt bei Carl Frech. Zu vermietheu. 197) In Lit. B. 32 ans der Mäusburg ist eine Familienwohnnng zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. 64 180) In Lit. C. .M' 151 ist eine kleine Faini- lienwohnung, bestehend ans zwei Zimmern, mit allem Zugchor zu vermiethen und zu Ostern beziehbar. ^05) In m mein Hause auf dem Neuenweg Lit. B. sind 8 heizbare Zimmer, Küche, Kammern, Keller, Scheune, Stallung und Garten zusammen oder auch getrennt, zu vcrmiethen und am 1. Mai t beziehbar. Mathäus Weidig. 183) Mein, bisher von Herrn Damenschneider Krauskopf bewohntes Nebcnhäuschen ist anderweitig zu vermicthcn und kann auf Verlangen alsbald bezogen werden. . Zugleich sind auch noch einige möblirte Zimmer in meinem Vorderhause zu vermiethen. H Hoffmann, Buchbinder. 185) Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aiis 3 Zimmern, Küche, Kammer, verschlosscnein Keller und Holzraum, Mitgebranch der Waschküche re. ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Jean Gertig, dem Gesellschaftshause gegenüber. lalle aufs beste ansznführcn. Uebcrhaupt werde ich es mir angelegen sein lassen, durch gute und solide Arbeit das Zutrauen des vcrehrlichen Pnblicnmö zu erringen und bitte deshalb nm geneigten Zuspruch. H. Schaffstädt, Gürtler und Gelbgießer auf dem Reichensand. 187) Ich fordere die Maurerineister auf, mir eine schriftliche Forderung über alle vorkommenden Maurerarbeit eines zu erbauenden Backstein-Hauses in allen einzelnen Theilen, binnen einigen Tagen zu machen. Der Wenigstfordernde wird schon zu Ende Marz d. I. von mir in der Caplansgasse dahier beschäftigt werden. L. Keßler. 169) Die Mitglieder der Leichenkasse-Gesellschaft werden hierdurch zur Abhör der Rechnung pro 1846, sowie der Ergänzungswahl des Vorstandes re. auf Sonntag den 7. d. M., Nachmittags 3 Itbr, nt das Gasthaus zum Rappen höflichst eingeladen. Gießen den 1. Februar 1847. Der Vorstand. A u ö z u l e i h e n. Bei der Löbcr'schen Stiftung liegen » 0 gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen und D Sß bCt be" 9ted)neni Gg PH- Gail Vennl'schte Nachrichten. 189) Unterzeichneter erlaubt sich, die vcrehrlichen Hrn. Bürgermeister zu benachrichtigen, daß er Feuerspritzen jeder Art liefert, für deren Güte und Solidität er garantirt. Uebcr ihre Qualification und concurrente Tüchtigkeit mit den im Auslande gefertigten lasse ich sachkundige und nnpar- th e lisch e Männer entscheiden. Für allenfalls vor- kommende Fälle bitte ich die verehelichen Herren, mich gu''gsi" Aufträgen zu beehren, deren Vertrauen in jeder Beziehung zn rechtfertigen ich stets bemüht sein werde. ‘ ,,.Anch verfehle ich nicht, für ein verehrlichcs Publikum hiermit zugleich die Nachricht zn verbinden, daß ich alle Arten.metallener Pumpen, Hand uud Gartenspritzen, Krahnen, Leuchter, Charsen imdGe sch-rr b e sch lä g e, Schlitten- gelaute, Thurdrucker, Fensterbefchläge, ,owie Überhaupt Arbeiten anö Messing, Roth metall^ und Reufilber fertige; wie ich denn auch noch meine jetzt wohleingerichtete Gießerei empfehlen kann, wodurch ich im Staude bin, den Guß obiger Me- 188) Folgende Nummern haben die Uhren ae- Wonnen: ^164. 348. 528. 326. 10 407 6. 221. 85. 340. 250. 383. Wilker. 181) Am 29. Januar wurde in dem Buschischcn Garten ein Hnt, in dem Inneren mit dem Poststempel Gießen versehen, vertauscht. Der Besitzer desselben wird gebeten, denselben an die Erped. d Bltts. gegen Rückgabe eines ähnlichen HutcS znrückzugeben' 208) Sonntag den 7. Februar findet m Harmonie-Musik tm Busch'ichen Gartensaale Statt. Geld Cours vom 4. Februar. Gold- und Silber.Sorten, fl. Neue Louisd'or. . . Friedrichs'dor Ducaten ... 20 Frank-Stücke . . ‘ Holl. 10 fl. Stücke . . . Engl. Souverains . . Laubthaler .... Preußische Lhalcr ' Fünf-Franken-Thaler . Hochhaltiges Silber . . Gering-mittelhaltiges Silber 11 fl 5 9 0 11 2 1 2 21 । I 24 fr. 48z aq 29 56 53 4a 20 22 18 65 200) Kunst-Anzeige. Morgen Sonntag den 7. Februar im Saale zum Prinz Carl Laschott’s Wolken oder Nebelbilder- Darstellungen. Eintrittskarten zum ersten Rang 24fr. Zweiter Rang 18 fr. Dritter Rang 12fr. sind in der Wohnung des Prof. Laschott im Gasthof zum Einhorn täglich zu haben. Es finden nur uoch s Vorstellungen Statt. Frischbacken. Sonntag den 7. Februar. Christian Jughard in der Wallthorstraße Balthasar Noll in der Neustadt. Franz Lampus in der Löwengasse. Wilhelm Hellmold auf dem Neuenweg. Beerdigte. Den i. Februar Ein unehelicher Sohn, Gustav, alt 2 I. 3 M., gestorben den 30. Januar. Den 2. Februar. Eine, dem Bürger und Schuhmachermeister, Ludwig Vetzberger, am 2. Februar todtgeborne, eheliche Tochter. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 7. Februar. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags- Pfarrer Bonhard. Die Pfarrgeschäste in der folgenden Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. Angekommene und abgereiste Fremden vom 2. bis 4. Februar 1847. I n den Gasthäusern. Im Raypcn: Hr. Bosse, Revierfö'rst. v. Gladenbach. Hr. Ackermann, Oecon. v. Hannover. Hr. Weigett, Lientn v. Magdeburg. Hr. Burkhardt, Fruchthändl. v. Mainz Hr. v. Merbach, Regier -R. v. Düsseldorf. Hr. Cornelius, Pfarr. v. Königshofen. Hrn Kfl. SimonS, Rosalino u Scholl v. Frankfurt u. Heß v. Hainchen. Hr. Oppenheim, Fabrik, v. Offenbach. Hrn Kfl. Salomon, Griesmann u. Fischer v. Frankfurt u. Schweichart v. Königsberg. Hr. Venator, Pfarr. v. Eillertshausen. Hr. Clauch, Kfm. v. Chemnitz. Hr. Kredel, Pfarr. v. Wilsbach. Hrn. Kfl. Voß v. Bremen u. Ernst v. Frankfurt. im Einhorn: Hr. Herrlin, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Schleuning, Rechn.-R. v. Darmstadt. Hr. Reiß, Weinhändl. v. WormS. Hrn. Kfl Arleg v. Mainz u. Ripp v. St. Johanna. Hr. Groß, Privatm. v. Munden. Hrn. Kfl. Magnus v. Mannheim it. Schmitt v. Rudolstadt. Hr. Fischer, Fabrik, v. München. Hr. Scheidt, Profess, v. Bern Hr. Suhle m. Fam, BergwerkSbes. v. Brilon. Hr. Tasche, Berg- verwalt. v. Thalitter. Hrn. Kfl Straus u. Bonn v Frankfurt. Hr. Kilian, Hüttenbes v. d. Kilianshütte. Hr. Schultz, Kfm. v. Frankfurt. Hr. Mann, Bijout. v. Hanau. Hr Hechler, Advoc. v. Rastadt. Hr. Mittler, Kfm. v. Nauenburg. Hr. Moller, Privatm. v. Ranstadt Hr. Melchior, Gutsbes v. Geisenheim. Hr. v. Mörs, Kfm. v Frankfurt. Hr. Laschott in. Bedien., Profess v. Wien. Hrn. Kfl. Fell u. Habermann v. Frankfurt, Hirsch v Offenbach u. Schröder v. Bremen. Hr. Seiler, Weinhändl. v Deidesheim Hr. Lau, Privatm. v. Erlangen. Hr. Gutbauui, Amtm. v. Braubach. Hr. Silier, Sfm. v. Dresden, hr. Ernst, Rent. v. Mainz. Hr. Schneider, Lehr. v. Münden. Hrn Kfl. Soherr v. Bingen ii. Liebmann v. Aachen. 66 Im Prim Carl: Hr. Knie m. Zc u. Bedien., Seilt, v. Neuwied. Hr. Schumann m. Fr. u. Bedien., Profess, v. Gehra. Hr. Gelcheid, Schrein. ». Butzbach. Hr. Hödr, Nhrm v. Schönach. Hrn Musik. Söllner, Klemer! it Lebeth v. Schönthal, Troll, Bär, Köhler u. Eökl v. Utero. Hr. Horst, Oecon v. Oderohmen. Hr. Lauckert, Kfm Dillenburg. Hr. Strack/ Privatm v. Romrod. Hrn. Stud. Reidel u. Weber v. Bonn. Hr. Müller, Musiklehr. v. Düsseldorf. Hrn. Privatl Klein u. Mann v. Coblenz. Hr. Rausch, Spedit v. Großeueichen. Hrn. Geschäftsl. Framm u. Funck v. Sellnrod. Frl. Kirchmann v. Manglenhausen. Fr. Hinckel v. Steinfurt. Hr. Maul, Pacht, v Gedern. Hr. Hellwig, Privatm v. Homberg. Hr. Schmidt, Geschäftsm v. Hopfgarten. Hr. Steinmetz, Affeff v. Büdingen. Hrn Oecon. Gcrlach u. Mele- u. Hr. Hardt, Fabrik, v. Reichelsheim. Hr Lpnker, Gastw. v. Fritzlar. Hrn. Kfl Römheld ». Frankfurt u. Kling v. Mainz. Hr. Häuser, Oecon. v. Bergheim. Hr. Sulzbach, Privatm. v. Hatzfeld. Im Hirsch: Hr. Finkernagel, Fuhrm. v. Seibertenrod. Hr. Dreher, Geschäfsm. v. Rebgeshai». Hr Reiber, Han- delsm. v. Gönningen. Hr. Kolbs, Privatm v. Andernach. Hr. Mock, Geschäftsm. v. Killstadt. Hrn. Oecon Rhein u. Scheid v. Niedergleen u. Schneider v. Ungefähr. Hrn. Fuhrl. Queckbörner v. Grünberg, Lohfink v. Bingenheim u. Bork v. Schotten. Im Schwanen .• Hrn. Mal. Maier d Susbach u. Rogge v. Bremen. Hr. Voigt, Müll. v. Erfurt. Hr. Bertram, Bierbr. v. Biedenkopf. Jungfern Haase v. Kreuzeber u. Engel v. Königsberg. Im Stern: Hr. Schack, Färb. v. Dornberg. Hr. Körner, Schausp. v. Eulenberg. Jungfer Fernand v. Hofgeismar. Hrn. Handels!. Weller v. Allendorf u. Peter v. Arolsen. Hr. Aha, Gärb. v. Hüttenfeld. Hr. Steurath, Steinh. v. Frohnhausen. Hr. Beiffert, Porzelainarb. v. Rheinsberg. Hrn. Schlächt. Dietz v. Trier u. Baum v. Jtzstcin Hr. Jost, Bote v. Homberg. Hr Frank, Fuhrm. v Marburg. Hr. Baier, Schneid, v. Niederhausen. Hr. Schmidt, Weißbind. v. Lich Hrn. Fuhrl. Karde v. Paderborn u. Schneider v. Marburg. Im Darmstaedter Haus: Hrn. Handelst. Eschle V. Fortwangen, Aul v. Frammersbach u. Walter v. Bockenau. Hr. Liebheimer, Kupserschm. v. Heilbronn. Hrn Geschäftsl. Weber v. Biedenkopf, Achenbach v. Wallau, Hermann u. Schiff v. Schönberg. Hr. Drullmann, Fuhrm. v. Wetzlar. Fr. Sarges v Hildesheim. Hrn. Geschäftsl Weil v. ZeilS- heim u Becker v. Mainzlar Hr. Rühl, Gemeinderechn. v. Großenbuseck. Hr. Weigand, Kupserschm. o. Klagenfurt. Hr. Dammor, Bürstenmach. v. Regensburg Hrn. Geschäftsl. Rem ^v. Hopfgarten, Gredel v. Dillingen u. Neuschöffer In der Sonne ; Hr. Ratheimer, Geschäftsm v. Rauschenberg. Hr. Sertzcnbach, Künstl. v. Coblenz. Hr. Goldmann , Handelsm. v. Ershausen. In der Kose; Hr. Wcisensee, Geschäfts«». v. Oberohmen. Hr. Georg, Schullrhr. v. Dannenrod. Hrn. Soldat. Muth v. Niederweimar u. Aupel v. Oberofleiden. Hr. Rockemer, Fabrik, v. Schotten. Hr. Jack, Weißbind. v. Wehrheim. Hr. Hildmann, Sold. v. Butzbach Hr. Eifert, Oecon. v. Dirlammen. Hr. Lietrich, Handelsm. v. Beuern. Jungfer Bauer v Lauterbach. Hr. Becker, Kelln, v. Grünberg. Hr. Stoll, Ha-.delsm. v. Endbach. Hrn. Geschäftsl. Weimer v. Deckenbach, Fischer u. Maaß v. Sonneberg ». Vogel v. Staufenberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. M. Rothenberg: Jungfer Frankfurter v. Friedberg. — Bei Hrn. Kfm Heß: Hr Rosenbach, Kfm. v Frankfurt. — Bei Hrn. Postconduct. Hahn: Hr. Hahn, Privatm. v. Lehnheim. — Bei Hrn. Metzg. Möhl« Hr. Hens, Privatm. v. Beuern. — Bei Hrn. Kfm. Mendelsohn: Hr. Mendelsohn, Kfm. v. Hermannstein. — Bei Wittwe Euler- Jungfer Hornung v. schotten. — Bei Hrn. Oecon. Hoffmann: Hr. Neumüller, Postmeist. v Marburg. — Bei Wutwe Poseiner: Fr. Kaspar v. Grünberg. — Bei Hrn. Hofger-R. Herzberger: Fr Borngesser v. Gießen. — Bei Hrn. Geh. Just.-R. v. Helmolt: Fr. Kamm.-R. v. Rotsmann v. Dotzelrode. — Bei Hrn Maj. Peppler: Hr. Venator, Obristlieutn. v. Ma- rienschloß. — Bei Hrn. Kfm. Müller: Hr. Peill, Tuchfabrik, v. Düren. Haus- und Landwirthschastliches. Der Snamenwechsei, das sicherste Mittel gegen -en Brand im iUntjfiu Dr. Veit im landwirthschaftlichen Ceutralb'latte für Baiern stellt die nach unserer Ueberzeugung durchaus begründete Behauptung auf, daß mehr als alle andere Mittel, der Saamenwechscl, den Brand im Walzen verhüte. Er sagt darüber Folgendes: „Welche Ursachen des Waizenbrandes auch angegeben werden mögen, immerdar bleibt gewiß, daß er in nassen und kalten Jahrgängen vorzüglich sich erzeugt, und daß insbesondere Nässe, Kälte und ein schneller Wechsel von Wärme zur Kälte während des Austriebes der Aehren ans dem Halme nachtheilig einwirken. Saamenbeizen in Menge sind dagegen vorgeschlagen, und auch von vielen Laud- wirtheu mit mehr oder weniger oder keinen günstigen Erfolgen angewendet worden. Während einer Reihe von 13 Jahren unter den verschiedenartigsten Verhältnissen des Bodens, des Klinia's und der Witterung habe ich mich überzeugt, daß nur der Saamenwechscl den Waizeu mit Verläßlichkeit brandfrei erhielt. Im Jahre 1833 hatte der einheimische gewöhnliche Walzen über 35Proc. Brand. Auf demselben Felde trugen einige Beete Waizen von fremdem Saamen, der nicht die mindeste Spur von Brand zeigte. Im Jahre 1843, in welchem der Brand im Waizen und Spelz in ganz Schwaben ungewöhnlich verheerend war, blieben mein Waizen und Spelz von fremdem Saamen, und zwar selbst jene Parthien, welche der nassen Herbstwitterung wegen schlecht zugebaut wurden, und wovon der Saame sehr viele Afterkörner enthielt, durchaus ganz brandfrei, während der auf demselben Schlage gestandene Spelz von einheimischem Saame wenigstens 15 Proc. Braud hatte. (Schluß folgt.) Druck und Verlag dec G> D. Brühl 'scheu Bu h- und Steindruckerei in Gießen.