Anzeigeliiatt am Zu K. G. 7925. * Betreffend: den Fruchtmarkt zu Gießen. Der Großherzoglich Hessische F r u ch t p r e i s e vorn 3. bis 10 Juli 1847 für die Stadt und den Kreis Gießen. Ag. Samstag bau 3 Juli 18^47 I 1 .....— - — Flei sch taxe. Pfund gutes Ochsenfleisch . . • „ Kuhfleisch . . . . ■ • fr 14 1 I 10 pf. 2 91 n in. Die Zugaben durten in weiter nichts, alS in Fleisch von der Lj r r» 2 'pf. ordinäres Brod 1 „ „ / „ 6 „ „ „ dtaxe. aus ; Gersten- und | Kornmehl bestehend 12 24 iI6 Pf. 1 1 „ Kalbfleisäl ..... 6 2 selben Gattung bestehen ,u. zwar 2 Pf. gemischtes Brod 4 „ „ „ « „ „ ., 31 Lth. Wafferr » Milchb | aus 4 Walzen- und 12 25 2 1 f 1 1 „ Schweinefleisch . . . „ Hammelfleisch gemästet „ Leberwurst . . . • • „ Bratwurst..... 14 10 14 18 N 1 aufioBfd. Fleisch nicht mehr als an dertksalbMd u.s. w. nach Brovvr« । j ÄSrnmehl bestehend veck..... rod..... 37 1 1 1 2 I 1 1 „ Schwartemagen ... „ Blutwurst...... „ gemischte Wurst . . 18 14 10 l 1 1 tion, welches auf 1 Pfd nicht völlig 5 Satti ausmacht. Mark 1 Maas Milch . . 1 Pfund Butter tpreise. 1 8 19 — 1 „ geräucherter Speck . . . 20 Köpke. $ü6e, Se> auch | 20 1 „ Schinken...... 20 — raub.wie auch die 8 — 1 „ Dörrfleisch..... 18 ■ — ganibtur'qenunb •3 Eher .... 1 Pfund Waizenmehl 4 — I „ Rindsfctt...... 18 — nicht genießbaren -s>r— —— 1 „ Hammelsfett..... „ Schweineschmalz ausgelas- 18 — Stärke vom HalS 1 „ grob geschalte Gerste . .... 1 n klein geschälte Gerste...... i 8 — 1 sind von der Zu 12 — t seneS . . .... „ desgleichen, unausgclaffen 26 24 _ gabegänjlich ausgeschlossen. Städte Gemas Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen. Friedberg . . . . • Gießen ..... Grünberg..... Marburg ..... Wetzlar..... das Malter das Malter das Malter das Mött der Scheffel 'Pf. | R. fr. 2001 20 30 200; - - —; 22 30 — 1 17 3 90 9 20 Pf. fl.; fr. 190 18 24 200 19 — — 20 - — 141 — 84, 8l 25 Pb 170 — 72 ff- j er. 111 7 11 — 16 30 11 224 6 13 •pf. 1 ff. । fr — 7 35 —: 7 - - 6 — — 5> 45 50 - Pf. ___ : 1 1 i r 1 r° fr. Pst — - - «A 1 1 1 fr. K reisrath d e s Kreises.Gießen a n die sammtlichen Gr. Bürgermeister dieses Kreises mit Ausnahme desjenigen zu Gießen. Um zu verhüten, daß Diejenigen, welche die hiesigen Fruchtmarkte besuchen und Getraide, Hülsenfrüchte, Mebl und dergleichen zum Verkaufe ausstcllen, nicht in die Lage kommen, ihre Maaren um jeden Preis verkaufen oder solche wieder heimführen zu müssen, ist die Einrichtung getroffen, daß feder Verkäufer, wenn er es wünscht auf desfallsiges Aninelden bei dem Marktschreiber seine unverkauften Marktobfecte von einem Markte zum anderen dahier einstellen, und darauf einen entsprechenden Vorschuß aus städtischen Mitteln erhaltMhkann^re Bürgermeister aus, dieses in den resp. Gemeinden alsbald gehörig zu veröffentlichen und wie geschehen binnen acht Tagen einzuberichten. " Prinz. 388 - Gießen den 30. Juni 1847. Das Counts des Hülfch-Vereins. B e k a n n t m a ch u n q. Die Tbeilnabme der Einwohner der Stadt Gießen an der für den dürftigen Theil derselben gegründeten und längere Zeit vielfach benutzten Suppenanstalt, hat in den letzten Wochen fortwährend abgenommen und ist dermalen nur sehr gering m v • Es ist. demnach anzunehmen, daß kein eigentlicher Nothstand mehr bei denjenigen hiesigen Einwohnern Kesteht, welche sonst nach ihren Verhältniffcn in der Lage wären, von der erwähnten Anstalt Gebrauch zu machen und es find daher die Motive weggefallen, welche die Gründung derselben Hervorgernfen haben. Aus diesem Grunde wird die Anstalt mit Samstag dem 3^ Juli, als dem letzten Tage, ge- ^^^Dl?Rechni,ngs - Ablage wird später erfolgen und seiner Zeit die General - Versammlung berufen werden. Versteigerungen. 4141) Montag den 5. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Räthbause das den Erben der Ehefrau des Eberhard Zimmermann dahier gehörige Wohnhaus, 47HlKlftr. Hofraithe in der Lindengasse, wiederholt ans den Abbruch, sowie der Grund der Hofraitbe, öffentlich meistbietend versteigert, und ohne Rücksicht auf etwaige Nachgebote, der Zuschlag crtheilt werben. Gießen den 16. Juni 1817. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. vr. Zimmermann. 1232) Güterversteigerung bei der Stadt Gießen. Nachfolgende städtische Grundstücke, nämlich: 1070,03iHKlftr. od. 315,3/16 Rth. Acker und Wüstung, die sog. Sandkaut am Schiffen- berger Wege, 190,7 „ „ 56 Rth. 5 Sch. der Rest des zum Sckiffenbergcr Wege verwendeten Ackers d. Gasthalters Justus Müller, sollen Donnerstag den 22. Juli d. I., des Vormittags 9 Uhr, aus dem Rathhause dahier an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 28. Juni 1847. I. V. d. B. Der Beigeordnete Rühl. 1227) Auf Ansuchen der Adam Diehls Eheleute von der sogenannten Pulvermühle bei Niederkleen, sollen die nachbezeichneten Jinmo- bitten am Donnerstag den 15. Juli, Vormittags um 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Niederkleen einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. altes Local- Magdeb. Flur. Nr der Maas. Maas. Flur- Nuth. Sch Rth. Sch. Karte. 22 — 49 30 7 1044 Grund der Hofraithe mit einem 2[torfigen Wohnhaus ».Mühle mil cinemMahlgang, an der Klcebach gelegen, einer Scheuer und2Stallgebäuden, 9 1 21 60 7 1024 Wiese,gegen d.Mühle über, anPet, Braun, 4 8 4 70 7 1026 Wiese daselbst, an demselben, 48 8 71 60 4 408 Acker im Vogelsang, an Pbil. Eisenhardt, 24 4 37 10 — 410 Acker daselbst, an Johann Mack, 22 8 30 60 — 830 Acker vor dem Laus- köpsel, an Johannes Hofmann, 33 6 42 80 5 357 Acker im Lenzenroth, an Heinrick) Messer- schmidt. Steigliebbaber müssen sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch gerichtliche Zeugnisse ausweisen, widrigenfalls ihre Gebote unberücksichtigt bleiben. Atzbach am 28. Juni 1847. Königl. Preuß. Landschrciberei. Otto. 1216) Arbeitsversteigerung bei der Stadt G i e ß e n. Montag den 5. Juli d. I., Vormittags 8 Itbr, sollen auf der Bürgermeisterei dahier folgende Arbeiten an den Wemgstfordernden vergeben werden: 1) Die Ausbesserung des Abtritts- daches an der Knabenschule, veranschlagt zu 10 fl. 8 fr1. 389 2) Maurerarbeit zur Herstellung eines Canals in der Universitätsstraße, • veranschlagt zu 10 fl. fr. 3) Planirarbeit daselbst, veranschl.zu 8 „ — „ Gießen den 26. Zuni 1847. I. V. d. B. Der Beigeordnete Rühl. 1228) Die Errichtung eines neuen Glockengeläutes zu der neuen Kirche in Steinbach betreffend. Die, zu dem Anguß und der Vergrößenmg der, aus der alten Kirche zu Steinbach, Kreises Gießen, Übrig gebliebenen Glocken, erforderlichen Glockengicßerarbeiten, welche einschließlich der zu dem Alsthängen erforderlichen Beschlagarbeiten zu 1906 fl. 45 fr. veranschlagt sind, sollen Montag den 12- Juli 1847, Bormittags 11 ttbr, in der Behausung des Gr. Bürgermeisters zu Steinbach unter den alsdann befannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Steinbach am 29. Juni 1847. - Der Gr. Bürgermeister Horn. 1229) Eingetretener Verhinderung wegen, sollen meine Möbel rc. erst Donnerstag den 8. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in meiner Behausung versteigert werden, und die Aecker und Wiesen werden mit der Ernte, tote solches im Wochenblatt vom 30. Juni d. I. bemerkt ist, versteigert, ebenso auch Haus und Scheuern z der Zuschlag wird sogleich 'ertheilt werden. Gießen den 1. Juli 1847. » ■ Z. B. Werdtg. Feilgeboten. 1221) Mein Lager, bestehend in einer reichen Auswahl inländischer und fremder Flachst, wirke- ner Leinwand, -Tisch- und Handtücherzeugen , vorzüglicher Qualität und zu sehr billigen Preist,,, Bettbarchenden und Zwillichen, leinenen Kletder- und Schürzen Zeugen, die Elle zu, 14 fr. bis zu höheren Preisen, Baumwolltuch, Druck-, Kittel-, Hosen- und Futter-Zeugen, Biber und Betderwande, fertigen Hemden, KitteiN und Beinkleidern, sodann in wollenem, baumwollenem und leinenem Stuck-, Näh- und Einschlaggarn; sowie alle sonstigen in mein Geschäft einschlagende Artikel, bringe ich zu äußerst billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. p G- Grred in der Schloßgaffe. a» 1231) Mein Mneral-Waffer-Lager, be- /ff stehend in Lndwigsbrunner/Schwal- U | Heimer-, Schwalbacher Stahl- und Weinbrunnen-, Emser Kränchen- uHesselbrnnnen-, Weilbacher Schwefelbrunnen- , Homburger Elisabetheu- brunnen-, Nassau Selterser^, Salz Hauser Soolbruuneu-, FaÄ),nger, Kislinaer Na. kobi-, Wildunger- und Pirmonter-Wasser, fällt»Itliche in ganz frischer Füllung, brinae id) in empfehlende Erinnerung. 9 L. Jahreis, Marktplatz Lit. B. .A6 24. 1220) Citronen, Chokolade, Eapern, Sardellen, Häringe, Senf in Töpfen, Limburger- und Schwei- zerkäse,. weißen und rochen Wein rc. bet Höstereich auf der Mäusburg. 1222) Gut gesteppte Eattun-Eouverten em- vfeblen Gebrüder Heß, PT ' ' Kreuz Lit. C. M 190. 1230) Englisches, Bayrisches Bock-, und Lagerbier, verschiedene 1846r Pfälzer- Weine, hierunter eine ganz liebliche Sorte ä 18 fr. die Flasche, empfiehlt L. Jahrets. 1223) Eine schöne Auswahl Möbelwachstuch in jeder Breite, empfehlen billigst Gebrüder Heß, Kreuz Lit. C. 190. 1226) Der Unterzeichnete beehrt sich, einem verehrten Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß er auch diesen nächsten Markt bezieht, mit feinen schon längst berühmte» und anerkannten guten Offenbacher Pfeffernüssen in 2 Sorten, magenstärkendem Magenbrod, ächtem Schtffbrod, Magen- Maselle, Pfeffermünztabuletten, ächten Nnrnber- aer und Baseler Mandel-Lebkuchen, ganz feinen Thee-Lebkueben, ächten Ackermannischen Brustpapu- lotten, Wurmkuchen und noch mehreren anderen neuen frischen Conditorciwaaren. Er bittet, mit der Zusicherung reeller und billiger Pieije, um 9e"C@ehie Bude ist vor dem Neustädter Thor, mit der Firma: A. Urff-und Sohu, ° Eonditor. 1283) Bei Bauauffeher I. Claffe Amendt, ist ein noch fast neues Clavier, wegen Nichtgebrauch, billig zu vetkaiifeii oder zu vermiethen. Ltisttragende können dasselbe einsehen in seiner W°dnung bei Steinhauermeister Schmitt auf dem Netchensan . 390 aus 1846, wird dringend gebeten. Bieler. > < i s ( t F 1225) Sonntag den 4. Juli fährt ein Fami- lienwagen von Hier nach Salzhausen, Anmeldungen beliebe mau bis Samstag Abend zu nrnd-en bei Wilhelm R ü h l. Die Pfarrgesehäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 4. Juli. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath Br. Engel. Getauft. Den 28. Juni. Ein unehelicher Sohn, Philipp Wilhelm, geboren den 20. Juni. 1210) e n c» r t in Satzhausen. Sonntag den 4. Juli 1847 werden einige.Dilettanten.unter gefälliger Mitwirkung mehrerer Künstler, zu einem milden Zweeke, ein Coneert in Salzhausen veranstalten, wozu ergebeust eingeladen wird. Vermischte Nachrichten. 1224) Um die baldige Ablieferung der Zinsabschnitte von den Schuldversebreibnuaen des hiesigen Gesellschafts-Bereines, .A? 211. 212. und 261 Frischbacken. Sonntag den 4. Juli. Wilhelm Löber an der Brand- gaffe. Conrad Noll auf der Mäusburg. Jeremias Wallenfels auf dem Teltersweg. Adolph Keil in der Marktstraße. 1234) Bon sämmtlichen, durch ihre Wirkungen rühmlichst bekannt gewordenen Artikel, befindet sich bei Endesunterzeichnetem ülleiniges Lager: Vegetabilische Oaas Im das *. von mehreren Medicinal-Bebörden geprüft und g;< nehmigt. Mit diesem mir aus Begetabilien gezogenen und deßhalb durdans unschädlichen bungsinittel kann man auf Icidite Weise grauen, weißen und rotbcu Haaren binnen kurzer Zeit eine ganz natürliche dunkle Farbe geben. Dabei wirkt diese Tinetnr auf' das Wachs- tbuin der Haare nur kräftig und wohltbätig. Tie Flasche mit deutlicher Gebrauchsanweisung kostet 1 Nthlr. Pariser ^»Imperien. Ein anerkannt stcheres Mittel, das Zahnen außerordentlich zu erleichtern, und somit den Kleinen diese oft so gefährliche Periode glücklich überstehen zu helfen. Preis pro Etui mit Gebrauchsanweisung 1 Nthlr. Tie vielfach eingegangenen Zeugnisse über die äußerst wohltbätigeu Folgen dieser Zahnperlen, bestätigen mehr als Alles die vortreffliche Wirkung derselben. Feinste balsamische ZaluhTiiictiii*, zur schnellen Heilung des erschlafften Zahnfleisches und zur vorzüglichen Erhaltung der Zähne, dabei ein stcheres Schutzmittel gegen Zahchchmerzen, und als feines Mund-Parfüm besonders zu empfehlen, das Flaavn % Rthlr. Aromatisches Zahnpulver. Das vorzüglichste Mittel zum Putzen der Zähne und Verhütung des Weinsteins, um nach nur kurzem Gebrauch blendend weiße Zähne zu erhalten, die Schachtel % Rthlr. . Aecht englisches * V p « P ! V 1 , das Blatt 2*4 Sgr.. gegen Reißen und Gicht ein bewährtes Mittel. Carl Frech. 1219) Eine Bettlade und ein Nachttisch find billig zu verkaufen, ebenso ein zweijähriger Hühnerhund. Das Nähere bei der Erped., d. Bltts. Sn vermiethen. 1235) In Lit. C. M 124. in der Lvwen- gasse ist eine Farnilienwohi ung, sowie zwei kleine Stübchen, für einzelne Personell sich eignend, zu vermiethen, und können alsbald bezogen werden. 391 Ängekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Stkprodt m.»Tocht., Oberforstmcist. V. Berleburg. $>t. Merck M. Fam. u. Bedien , Ornat, v Marburg Hr». Sf[. Heckberg, Frech u. Schul; v. Frankfurt U. Schäffer v Mainz Hr Freiherr ». Dorrwell in. Faiu. u. Bedien, Rent. v Danzig Hr. Sorwind m. Fam. u. Bedien., Parlic. v London. Hr. Gauthier m. Fr., Bang, v. Lausanne. Hr. Glakau, Cons. v. Brüssel Hr. Lurle- mont, Privatm. v. Anvers Hr. Freiherr v. Manzekow m. Bedien., Maj v Archangcl. Hr. Eichenborn, Dircct. v. Aachen. Hrn. Kfl Stoll v Hannover, Domrath v. Cöln u. Hüttemann v Ronsdorf. Hr Gold, Hofsteinmetz v. Darmstadt. Hr. Oppenheimer m Fam. u. Bedien., Bang. v. London. Freifrau v. Bönninghausen m. Fam. n. Bedien, v. Curhausen. Hr. Mcchikan, Capit. v.-Baltimore. Hrn. Kfl. Reuß v. Nürnberg u. Kellner v. Düsseldorf. Hr. Nichel m. Töcht., Fabrik. ». Bremen. Hr Leßner, Gutsbes v. Lohe. Hrn. Kfl Linkmeper v. Erfurt u Münder v. Mainz. Hr. v. Braun, Oberst»-R v. Darmstadt. Im Happen: Hr Albrecht, Einnebm. v. Gemünden. Hr Cahn, Kfm. v. Cöln. Hr. Schenck, Affeff u. Hr. Reuter, Secret, v. Darmstadt. Hrn Stud. Löchel u. Krapp v. Marburg. Hr Schmick, Cand. v. St. Petersburg. Hr. Mor- schult, Sind v. Cassel. Hr. Blofmeister, Arzt v Gustavs- bergen.' Hr Grimm, Kfm. v. Offenbach. Hr. Nenmcper, Stud. v. Freiburg. Hr Spahn, Kfm v. Frankfurt Hr. Spamer, Scrib., Hr. Schenck, Bergr. u Frl, Schenck v. Darmstadt. Hr. Hausmann, Privatm. v Niederlarbach. Frl. Stahl v. Weilburg. Hr. v. Grolmann, Stud v. Darmstadt Hr. Ernst, Kfm. v Frankfurt. Hr. Wagner, Stud. v. Göttingen. Hrn. Kfl. Weber v. Zürich, Franck v. Hof, Fischer v. Leipzig, Schlosser v. Cöln n. Weiß v. Barmen. Hr. Schäffer, Occon. v Neustadt. Hrn. Kfl Gries- mann v. Frankfurt u. Käppelin v. Paris. Hr. Wcntert, Fabrik, v. Saarbrücken- Hr. Dr. Dronze, Street. ». Fulda. Hr. Bvllmann, Privatm. v. Wernigerode. Hr. Theiß, Offiz, v Hofgeismar. Hr. Möbus, Kfm. v. Elberfeld. ' Hr. Werner, Bürgermeist. v. Großkarben. Hrn. Kfl. Hornsberg v. Remscheidt u Waller v Mainz. Hr. v Bülow m Bedien., Gener. v. Braunschweig. Hr. Feldhausen m. Fam., Guisbes. v. Hannover. Im Prinz Carl: Hr. Wilthwein, Cand. V. Büdesheim. Hr- F. Kübel, Gastw. u. Hr. I. Kübel, Fabrik, v. Herbstein. Hr Rühl, 'Gastw. v. Laubach. Hr. Bröscher, Fabrik, v. Feldbrückcn. Hr. H. Bausch, Fuhrm. u. Hr. I. Bausch, vom 29. Juni bis 1. Juli 1847. Oeeon. v. Großeneichen. Hr. Köhler, Gastw. v. Freiensteinau: Hr. Hart, Kfm. v. Fritzlar. Hr. Katz, Handelsm. v. Zes- berg Hr. Fulda, Bürgermeist. v. Großher. Hr. Rühl, Maur. v. Laubach. Im Siem : Hr. Weber, Handelsm. o. Argenstein. Hr. Gerstiers, Fuhrm. v. Daubhansen. Jungfer Wißmann v. Dernbach. Hr. Zehnten, Mechau, v. Leipzig Hr. Koch, Handelsm. v. Dernbach. Jungfer Jach v. Steinheim. Im Darmstaedter Haus: Hr Rössing, Pfarr v. Nie- dermoos. Hrn. Geschäftsl Müller v. Kirchgöns u. Wahle v. Winterberg. Hr. Vittler, Oeeon. v. Heigeldorf. Hrn. Fuhr!. Drullmann v. Wetzlar u. Kuhl v. Homberg. Hr. Küß, Schaf, v. Rüsselsheim. Hr. Ulgart, Geschäftsm. v. Höchst. Hr. Marguth, Jnstr.-Mach. v. Butzbach. Hr. Let- termann, Geschäftsm. v Ludwigshütlc. In der Sonne; Fr. Heiler ». Coburg. Hrn. Handelst. Goldmann v. Ershausen u. Wagner v. Beuern. In der Kose: Hrn. Geschäftsl. Cahn v. Florstadt u. Heß v. Allertshausen Hr. Müller, Sold. v. Sellbach. Frauen Atzenhöfer v. Gladenbach, Soldan v. Frankenbach u. Walz v Hungen. Hr. Georg, Geschäftsm. v. Dannerod. In den P r i v a t h ä u s e r n. Bei Fr. Kamm.-Secret. Schmitt: Hr. Schmitt, Kreis- Secret. v Mainz. — Bei Hrn. Geh. R. Knorr: Hr Venator, Revierförst. v Gladenbach. — Bei Hrn. Stallmeift. Gebhardt: Hr. v. Kuder, Geh. R. v. Darmstadt — Bei Hrn. Kfm. Noll: Fr. Affeff. Bader u. Hr. Cöster m. Fr, Kfm v Frankfurt. — Bei Fräulein Jungk- Hr. Jungk m. Sohn, Stener-Commiff. v. Fürth. — Bei Hrn. Kfm Bep- fuß: Fr. Goldmann v. Friedberg. — Bei Hrn. Reallehr. Dickore: Frl. Lorenz v. Vilbel. — Bei Hrn. Hofger.-R. Wortmann: Hr. v. Grolman, Cand. v. Darmstadt. — Bei Hr» Geh R. v. Löhr: Fr. Dr. v. Löhr v. Worms u. Hr. v Löhr, Oberlieutn. v. Offenbach. — Bei Hrn. Kfm. Spruck: Hr. Engel, Pfarr v. Allendorf. — Bei Hrn. Kfm. Wallenfels: Hr. Plitt, Gastw. v. Gladenbach. — Bei Hrn. Stud. Desaga: Hr. Keller, Cand v Mainz. — Bei Hrn. Registr. Engelbach: Hr. Pfeffer, Phpstk.-Arzt v. Biedenkopf. — Bei Fr. Hofkamm.-R. Hoffmann: Frl. Klingelhöfer v. Darmstadt. — Bei Hrn Stud. Kromm: Hr. Gepcr, Werksühr. v. Hirzenhain. — Bei Hrn. Fabrik. Gail: Hr. Gail, Kfm., Frl. Gail u. Fr. Meper v. Dillenburg. — Bei Frl. Dietz: Hr. Holzapfel m. Fr., Kreisbaumeist. v. Friedberg. NrrterhaitenHes und Gemeinnütziges. «.Auszug aus Nro. 197 pro 1845 aus den Blättern für Geist, Gemüth und Publizität.) In jetziger Zeit — bemerkt A lphons Karr in der „Patrie^ — sind die Armen an der Tagesordnung, und man hat angefangen, höchst gerechte und vernünftige Forderungen zu ihrem Besten zu stellen, von denen aber das Allerwenigste in Erfüllung gegangen ist. Ich meinestheils habe es durchgesetzt, daß das Brod jetzt nach demGewichte verkauft wird, wobei den Bäckern das Betrügen mindestens etwas erschwert wird; aber nicht durchzusetzen vermochte ich, daß der Bäcker, der dem armen Arbeiter ein halb Pfund Brod stiehlt, gerichtlich ganz so schuldig befunden werde wie der Arbeiter, der dem Bäcker ein halb Pfund Brod stiehlt. Der Arbeiter heißt in einem solchen Falle „Dieb," wird zu langer Gefangenschaft und mitunter sogar zu Galeerenstrafe verurtheilt, wenn er, um daö Brod zu nehmen, eine Fensterscheibe zerbrach und die Straßenlaternen bereits angezündet waren; der Bäcker dagegen, der dem Armen das Brod stiehlt, kommt mit einer Geldbuße und im Wiederholungsfälle mit einigen Siunden Gefängniß davon, und seine Handlung heißt bloß — contravcntion!! (Eingesendet.) Bei den so häufig stattfindenden Ausflügen auf den Schiffenberg, hat sich gewiß schon 392 mancher Wanderer die Frage aufgeworfen, weshalb der Theil des sonst so schönen Weges, welcher von der Chaussee ab an dem forstbotanischen Garten vorüber bis an den Berg hinzieht, also auch eine der außerdem sehr begünstigten Univrrsitäts- Anstalten berührt, bisher so stiefmütterlich behandelt worden ist, und zu dessen beguemeren und besseren Benutzung. bei ungünstiger Witterung nichts geschieht. Die Beantwortung dieser Frage wird zwar hauptsächlich von unserem umsichtigen und thätigen Herrn Forstmeister von Buseck zu erwarten, dessen Nerdienst um das Publikum aber um so größer seyn, wenn es ihm gefallen sollte, auf eine thatsächliche Erwiederung einzugehen, wozu sich ihm bei der Abbüßung der Forststrasen durch Arbeit eine nicht kostspielige Gelegenheit darbietet. Der Herr Lynker würbe ihn soweit nöthig im Interesse der Freunde seines trefflichen 1846rs gewiß gerne unterstützen, und vielleicht auch zur besseren Herstellung des geraden Fußpfades aus dem Berge selbst mitwirken/ da nicht allen seinem Neetar Zuei- kenden die Schlangenwindungen des Weges zusagen. Der Bastard von Gemapps. Historische Erzählung von g. Mcnk. (Fortsetzung.) Jeoffroy nahm alsbald eine so wichtige Miene an, als ruhe des französischen Reiches Wohl auf seinen Schultern. Er sprach erst viel und lange von des Herrn Dauphins Herzensgute und Milde, wobei die Alte jedoch wiver Willen ein sehr ungläubiges Gesicht machte. Dann ging er darauf über, -tote gern Se. Königliche Hoheit die Armuth unterstütze; dabei verklärten sich der Greisin Züge. Als aber Jeoffroy env- lich den schweren Beutel mit den hundert Goldthalern auf den Tisch legte und schonend im Namen des Prinzen'UM Verzeihung wegen des Unfalls, welcher dem jungen Mädchen durch Ungefähr begegnet war> bat, da kannte der Matrone Entzücken keine Grenzen mehr; trotz des Alters rannte sie wie besessen im Zimmer umher und ein ungeheuerer Wortschwall drang über ihre schmalen Lippen. „Grundgütiger Himmel," rief sie ein über das anderemal, „wie komme ich unwürdige Magd zu der unendlichen Gnad-, von den Augen unseres erlauchten Herrn eines Blickes gewürdigt zu werden? O eoler Herr, o weiser Herr, dieser Ludwig wird als ein großer Stern dereinst glänzen! Ach, ich weiß nicht mehr, was ich spreche. 100 Goldthaler, nein, ist's denn möglich? Und mein Haus eg soll von oben bis unten mit Rosamarinfarbe bestrichen werden, den hölzernen - Matthias da aber schenke ich der Nachbarin und setze mir einen messingnen hin. Ach, Jeanette, Jeanette, so höre doch, 100 Goldthaler!" dabei lief sie in vas Nebenzimmer- chen, unbekümmert, was Jeoffroh zu dem Spectakel sagen würde. Als die Alte nicht gleich wieder kam, legte er sein Ohr an die Thür und unterschied drinnen, wie die Mutter einem im Bett liegenden Mädchen das wiederfahrene Glück erzählte; dann kam sie eilig wieder herausgestürzt. „Ihr müßt verzeihen, lieber Herr!" begann sie von Neuem, „aber meine Jeanette, mein Herzenstöchterlein, muß vor Allem wissen, welche Gnade uns zu Theil geworden. Der Splitter, der ihr in'8 Gesicht geflogen, hat ihr nichts weiter geschadet, nur der Schreck war es, der sie niederwarf." „Desto besser, gute Frau," erwiederte treuherzig Jeoffroy. „Se. königliche Hoheitp der keine Mücke an der Wand, viel weniger ein so liebenswürdiges Mädchen, wie es euere Tochter doch seyn muß, verletzen will, hat es sich vorgenommen, sich persönlich von der Wiederherstellung der Kranken zu überzeugen." Der Matrone blieb vor Erstaunen der Mund offen stehen. „Wie, ist es möglich," rief sie fast außer sich, „der hohe Herr will selbst . . . ?" „Nicht anders," entgegnete Jeoffroy geschmeidig. „Doch," setzte er noch vertraulicher hinzu, indem er dicht auf die Alte zutrat, „ich darf von Euch wohl auch eine Gefälligkeit erbitten. Wirv es mir vergönnt seyn, Euer Töchterlein einmal, wenn auch nur von ferne, zu schauen? Man preist in der ganzen Stadt ihre Lieblichkeit und das Auge eines rauhen Kriegsmannes , wie ich es bin, wird gar sehr durch den Anblick eines so holden Geschöpfes erfreut." Die Mutter, deren Eitelkeit dadurch nicht wenig geschmeichelt wurde, trippelte ängstlich im Zimmer auf und nieder. „Ach, du mein Himmel, wie gern will- . fahrete ich Euch," rief sie ein über das anderemal, „aber meine Jeanette ist ein tugendhaftes Mädchen, jeden Tag geht sie schon um 9 Uhr zu Bette ._. ." „Ei," unterbrach sie lachend Jeoffroy, „so heißt sie aufstehen, Ihr werdet m i r doch die Bitte nicht abschlagen." So ungern die Matrone dies auch zu thun schien, so leuchtete es ihr doch ein, daß sie den nächsten Vertrauten des Dauphin nicht unverrichteter Sache fort- schicken dürfte. Sie rief deshalb in das. Schiafgemach hinein und Jeanette schien eine gehorsame Tochter zu seyn. Jeoffroy trat betroffen zurück, als das Mädchen verschämten Blicks in der sauberen, aber ärmlichen Tracht der damaligen Bürgerskinder eintrat. Er halte, nach dem Geschmack des Prinzen, eine üppige, feurige, , vielleicht auch schon halb gebrochene Blume vermuthet und hier trat ihm das Bild der reinsten Unschuld entgegen. Vielleicht zun> erstenmal int Leben wurde ein wahres Mitleid in ihm rege; er hatte manchen blutigen Auftrag seines Herrn kalten Sinnes vollzogen, fein Herz hatte vor mancher Schandthat nicht gebebt — hier ergriff ihn ein menschliches Gefühl. So allgewaltig wirkt oft das Bild heiliger Unschuld auch auf rohen Sinn. 393 Das Mädchen mochte kaum seckszehn Jahre zählen; ihr Wuchs, war zart und schlank, nicht allzugroß die liebliche Gestalt. Das Gesichtchen, ein wahres Madonnenbild , aber kein Raphacltsches in erhabener Hoheit, sondern dem Schöpferwerk eines Murillo, strahlend in stiller Demuth, ähnlich. Es ergriff unsern Jeoffroy mit seltsamem Bangen, wenn er gedachte, daß die;e holde Blume von der rohen Hand des Dauphin gebrochen "iverden sollte; kein Auftrag war ihm je so schwer geworden als dieser, und sichtlich ergriffen^ entfernte er sich, nachdem er kaum einige Worte gestammelt hatte. In großer Bewegung schritt er noch lange die finsteren Straßen auf und nieder; nicht um die Schätze Indiens hätte er jetzt dem Dauphin den Erfolg seiner Sendung melden können. Der Anblick des Mädchenö hatte Gefühle in ihm erweckt, die ihm bisher fremd geblieben waren. Jeoffroy’s Herz war' nur durch die lasterhafte Umgebung, in welcher er sich seither befunden hatte, schlecht geworden. Bon frühester Jugend an befand er sich in der Nähe des Dauphin und dessen böseS Beispiel wirkte auch verderblich auf ihn. Nur zu Zeiten wachte ein guter Genius über ihm; so war es jetzt: er sann hin und her, wie er die schöne Jeanette aus den Klauen dieses Tigers-, der sich Dauphin von Frankreich nannte, reißen könne. So wenig er indeß auch darüber im Klaren mit sich selbst war, so stand es doch unerschütterlich in ihm fest, das, Mädchen zu retten. Als ihn am anderen Morgen seine Pflicht zum Dauphin rief, war dieser schon auf die Jagd geeilt. Jeoffroy athmete wieder freier,. denn er glaubte, über diesem Liebiingsvergnügen würde der Prinz die schöne Jeanette vergessen haben. Gern wäre er gleich wieder hin zu dem Mädchen geeilt, allein seine Pflicht hielb ihn im Schloß zurück. So brach der Abend herein, aber der Prinz war immer noch nicht zurückgekommen. Da litt es unsern Freund nicht länger; heimlich stahl er sich fort und lief spornstreichs in die Straße du tour. Die Thür des kleinen Hauses war nur angelehnt und unbemerkt schlich er über -den engen Gang, schon faßte er die Klinke, um in das Zimmer einzutreten, als er deutlich eine männliche Stimme zu vernehmen glaubte. Mit Entsetzen lauschte er und — hbrte den Dauphin sprechen. Die Worte, die er vernahm, ließen ihn schließen, daß sein gnädigster Herr nicht so eben erst gekommen seyn mußte, denn man scherzte, lachte, ja auch selbst Gläserklingen tönte dazwischen. Ein entsetzlicher Grimm packte den Horcher, eine Eifersucht, so wüthend, daß er mit blanker Klinge hätte hineindringen und den Prinzen niederstoßen mögen. Dennoch wurde er seiner Meister und rannte, wie von Furien gepeitscht, aus dem niedrigen Hänschen. Vergebens warf er sich, daheim angekommen, aus fein Läger, der Schlaf floh ihn und nur entsetzliche Bilder malte ihm seine erregte Phantasie. Endlich nach Mitternacht vernahm er Tritte auf dem Korridor, und der Dauphin schlich gleich einem Gespenst mit vorgehaltener Leuchte in das Zimmer. „Jeoffroy, mein guter Jeoffroy!" rief er schon von Weitem leise, mit süßlich lächelnder Miene, „sey nicht böse, Du schurkischer Gaudieb, wenn ich Dich wecke. Ach, ich sage Dir, mein Glück übersteigt alle Grenzen. O daß ich König wäre, ich würde Dir das Herzogthum Bretagne schenken, vorausgesetzt, daß dieser knickert e Herzog es mir abtreten würde. Du hast mir vortrefflich bei der schönen Jeanette vorgearbeitet; Ventre bleu, welch' ein Mädchen! Ein Himmel in ihren Armen und wie leicht könnte ich diese zagende. unschuldige Taube be- thören! Sie weiß ja nicht, was Liebe ist und — par la Paque-Dieu, der künftige König von Frankreich wird ihr dies ja doch wohl sagen können!" (Fortsetzung folgt.) An die Deutschen. Auf, ihr Brüder, denn euch allen Soll mit wahrem Biedersinn Jetzt mein trautes Lied erschallen; Nehmet gleichgesinnt es hin. Euch für immer zu umschlingen, Mit dem heil'gen Bruderhand, Würde Glanz und Ruhm nur bringen Euch und cucrm Vaterland. Zwar am besten werden Herzen Unzertrennlich fest vereint, Wenn man stets in gleichen Schmerzen, Gleiches Unglück tief beweint. O dann werden fest verkettet Bitt're Feinde oft fürwahr; Und das Unglück hat gerettet Beide Seelen wunderbar. O auch euch ihr deutschen Lande Wurden schon mit scharfem Stahl Ost zersprengt die Bruderbande; Ward umhüllt Fortnna's Strahl. Blick' zurück auf deine Lage, In der sturmbewegten Zeit; Schreckcnsvolle Leidenstage Ruh'n in der Vergangenheit. Länder, die nun herrlich blühen. Wurden sonst vom Kriegerschwert, Durch der Flammen wildes Sprühen Schonungslos gar oft zerstört. Und in furchtbarem Gewitter, Unter lautem Äugelbraus, Hauchten viele edle Ritter Schwer verwund'! ihr Leben aus. Denk' ich an die bitter» Zeiten, Füllt mit Thränen sich der Blick; Deine Freuden, deine Leiden, Dein so wechselndes Geschick, , Das fast jedes neu’ Jahrhundert, Seit der großen Römerschlacht, Wohl mit Recht an dir bewundert, Deuten hin auf deine Macht. 394 Doch du sollt'ff nicht unterliegen. Edles Land, Europen's Zier; lind so ward nach blut'gen Siegen Endlich süßer Friede dir. Such' ihn deßhalb auch zu ehren, . Und bei Hellem Harfeuklang, Ströme laut in Liedermeeren Nur der wahren Freiheit Saug. Freiheit soll dein Herz beseelen, Fliehen stets den leeren Wahn, Frei von Furcht und ohne Kehlen Wandle auf der Tuqend Bahn. Edler Sohn, Thuiskon's Sprosse, Mache deines Ruhms dich werth, Daß auch ohne Schwert und Rosse, Dich das Ausland schützt und ehrt. Denn des Geistes Adlerschwingen Suchen stets mit neuer Kraft, Höher noch hinaufzudringen, Fördernd Kunst und Wissenschaft. In den sinnverwandten Staaten Sehen wir mit wackerm Muth Einzig und allein berathen Für des Menschen höchstes Gut. Schätz und ehre deine Sitten, Deines Volkes Biederkeit, Das so Vieles schon gelitten, In so manchem blut'gen Streit. Liebe das, was es geschaffen, Was sein Geist einst ausgedacht, Aber nicht, wie wahre Lassen, Fremden Trug und fremde Pracht. Dich beseele deutsche Treue, Die das Leben wohl versüßt Und, so rein wie Himmelsbläue, Deiner Seele Spiegel ist. Dann kannst du dir Ruf verbreiten; Und mit immer höherm Ruhm Wird erfüllt für alle Zeiten Deines Volkes Heiligthum! Der wahre Character eines Mannes. Schuldlos und von Herzen rein Gleich dem Kinde soll er sepn; Und des Jünglings rasches Blut Sep ihm, wenn er etwas thut; Beim Entscheiden wünsche man Stets zu sehn ein achter Mann; Bei dem Rathe seh ein Greis, Der es aus Erfahrung weiß. Dreisilbige Charade. Die erste trägt zu lichten Sonnenbahnen Den noch in dumpfe Nacht gebannten Geist; Sie füllt die Seele Dir mit süßem Ahnen, Und glaubend sie Dich nach den Sternen weisst. An beiden letzten siehst Du oft das Leben Nach seinem abendlichen Ziele'streben. Das Ganze ist ein todtgeschaff'nes Wesen, Doch kann die Kunst ihm hohen Sinn einflößen. Quadrat-Räthsel. Ein magisch Quadrat erscheint, Wenn man die Namen schlau vereint; Ich zeige Dir, doch magisch nur, Von sidem Namen rechte Spur: Ein kleiner Gott voll Flattersinn, Die einst'ge Weltgebieterin, Die Wohnung, die uns einst umschließt, Und das was manches Thier genießt. Dies ist die Spur, nun lös' es mir Und bilde viermal vier aus vier,. Doch so, daß jeden Namen man Stets vor- und rückwärts lesen kann. Auflösung der Charade in 51. Verschieden. Auflösung des Logogrypbs in *A6 52. Regen — Segen. (Verspätet.) 1233) Fruchtverkaus bei dem Rentamte Gießen. Nach böchster Verfügung kommen im Laufe der nächsten 4 Wochen 400 Malter Korn, mit Ge- wichtsgarantieen von 180 L per Malter in folgenden Terminen: Samstag den 10., Samstag den 31. Juli und Dienstag den 20., Samstag den 7. August, auf dahiesigem Rathhause, jedesmal Vormittags 9 Uhr, zur Versteigerung. Es werden nur Quantitäten von 5 MaNer abwärts ausgeboten; zum Bieten werden nur inländische Bäcker und Konsumenten zugelaffen, wonach hiervon alle Fruchthändler ausgeschlossen bleiben. Die Abgabe geschieht entweder gegen baare Zablung oder gegen gehörige Bürgschaft mit Zahlungsfrist bis Martini d. I. Gießen den 2. Juli 1847. Der Gr. Rentamtsvicar des Rentamts Gießen Kolb. Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.