M 27 Samstag den 3. April 1847 Flucht- u. Victualienpreise zu Gießen vom 3. bis 10. April 1847. pf. fr. 2 Pf. gemischtes Brod 1 4 1 1 Fruchtpreise. Städte Gemas Waizen Gerste Hafer Er bse n Linsen Pf. ff.lfc. — 13' 30 Pf. ff. fr Pf. ff. fr. Pf. ff. fr. 170 12 26 - 71 23 72 90 84 50 1 1 28 24 1 1 Wafferwcck . Milchbrod . 1 1 1 1 31 nm. Sie Zugaben dürfen in weiter nichts, als in Fleischvon derselben Gattung bestehen ,u. zwar aufiaPfd. Fleisch nicht mehr als an derthalbPfd.u.s. w. nach Proportion, welches auf IPfd. nicht völlig 5 Loth auSmacht. Köpfe, Füße, Ge- raub.wieauchdie i 1 4 6 2 4 8 das Malter das Malter das Malter daS Mott der Scheffel 10 21 81 11 22 33 1 1 2 1 2 3 1 t 1 1 141 — 14' 15 9 20 5 52 I* 2 ff. fr. 21 - 20 33 20 10 12 54 8 34z Lth. ii 3| 3 Friedberg Gießen . Grünberg Marburg Wetzlar aus 4 Waizen- und f Kornmehl bestehend 8 23 24 8 4 aus z Gersten- und i Kornmehl bestehend Brodtaxe. 2 Pf. ordinäres Brod Tlnzcigeblatt für dir Stadt und den Kreid Gießen fr. 12 9 9 6 14 10 14 18 18 14 10 20 20 18 18 18 6 30 6 — 8 - \ 41 30 Pf. | 200 200 Fleischtaxe. Pfund gutes Ochsenffeisch . . „ Kuhffeisch „ Rindfleisch .... „ Kalbfleisch .... „ Schweinefleisch . . . „ Hammelfleisch gemästet „ Lebcrwurst .... „ Bratwurst .... ii Schwartemagen . . „ Blutwurst „ gemischte Wurst . . U geräucherter Speck . . „ Schinfen „ Dörrfleisch .... „ Rindsfett „ Hammelsfett. . . . ii Schweineschmalz auSgelas senes „ desgleichen, unauSgelaffeii 4 Eper 1 Pfund Waizenmehl 1 ii grob geschälte Gerste . . .' 1 <1 klein geschälte Gerste . . . . . ^..Marktpreise Maas Milch ... Pfund Butter auch .... Handkäse....... 8 12 gan, blutigen und ~! nichtgenießbaren । Stücke vorn HalS sind von der Zu- ~ gäbe gänzlich aus- I geschloffen. Bekanntmachung. 569) Die zur Unterstützung der Armen und Bedürftigen der abreichung von Suppe zu Anfang d. I. so dankenswerth gezeicknetm BeiÄ^' ^lst Ver- welche der Suppen-Anstalt durch Abaeben aeaen a„s,s„», it ^bitrage, die Einnahmen, Umnstichuug »7« ™ U «S t 8 K /"V"1’ V' W, b°bn. ,8 möglich g°m°«,7d°ß »NLig° Att "r S?* ”"f uuferer lebhaft,.» B-fncdiguug von Tag zu Tag u,eh,. A,,iekenm,u> ^7 ft""7"' ”d*c *“ anfänglichen Plane b,s zur Mitte des laufenden Monats, also bis zu bem wMigen « SÄK nv WÄ S* Ä» «B t£” SS* »*» « «Mm. Di- M dec ^*jg Korn Pb' ff. i fr. 180 17, 15 200 17 43 172 mrn drückend bleiben, die Mittel der Stadt- und Armenfonds sind jetzt schon in hohem Grade durch die Aufbringung der laufenden Unterstützungen der Armen in Anspruch genommen, einer namhaften Anzahl armer älterer und arbeitsunfähiger Personen wird die fortdauernde unent- geldliche Verabreichung einer täglichen kräftigen Suppe gewiß zum Trost und wirksamer Hülfe gereichen und mancher Arbeiter, manche Familie, wird es dankend erkennen, daß ihnen bei dieser Theuerung die Mittel geboten werden, für den verhältnißmäßig geringen Betrag von 2-6 fr., wofür auch in Zukunft eine Quantität nahrhafter Suppe von 1J/2—4J/2 Schoppen wird bezogen werden können, sich und ihre Familie einen großen Theil des Tages hindurch, ohne eigne Sorge für die Zubereitung ihrer Speisen und ohne Verlust an Zeit, welche der Erwerbung von Verdienst gewidmet werden kann, ausreichend zu ernähren. Aus diesem Grunde laden wir jetzt schon die bisher mit Beiträgen gezeichnet habenden Mitglieder des Hülfs-Vereins und alle hiesigen Einwohner, welche an -er Anstalt Zntereffe nehmen, ein, Uebermorgen, Samstag den 3 d. M., Abends 6 Uhr, sich in dem größeren Saale des kreisräthlichen Bureaus einzufinden, um Nachweisung über die bisherigen Verwendungen des zu Unterstützungen disponibel gewesenen Fonds zu erhalten und an der Berathung über die Frage des ferneren Fortbestands der Anstalt, der Aufbringung der dazu erforderlichen Mittel und der Art der Verwendung derselben Antheil zu nehmen. Wir fügen den angelegentlichsten Wunsch bei, -ast -Le Versammlung recht zahlreiche Theilnahme stn-en möge, wodurch eine umfangreichere und gründlichere Berathung des Gegenstandes ermittelt wird. Gießen den 1. April 1847. Das Comitä des Hülfsvereins und Namens desselben P Besondere Bekanntmachungen 567) Zn dem Gewahrsam des unterzeichneten Gerichts befinden sich mehrere Reste Kattun und Druckzeuge, deren Eigenlhümer unbekannt sind. Ansprüche an diese Gegenstände, die in dem Vcrhörlocal des hiesigen Provinzial-Arrestbaufts eingesehen werden können, sind binnen acht Tagen geltend zu machen, gegenfasis anderweit darüber verfügt werden wird. Gießen den 1. April 1847. Gr. Hess. Criminalgericht der Provinz Oberhessen. Hopfner. 566) Der Stadtvorstand hat beschlossen, hiesige unbemittelte Einwohner mit Setzkartoffeln zu unterstützen, jedoch vorbehaltlich des demnächstigcn Ersatzes entweder in Geld oder in Natur. Um nun das desfallsige Bedürfniß zu erfahren, werden diejenigen Einwohner, welche eine solche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, hierdurch aufgefordert, ihren Bedarf binnen 3 Tagen bei der Bürgermeisterei anzuzeigen. Gießen den 1. April 1847. Z. B. d. B. Der Beigeordnete. r i n z. Dr. B a n s a. 530) Der Pfandschein »AS 3580. über einen Sommerrock ist angeblich verloren worden. Es werden daher diejenigen, welche etwa Ansprüche daran bilden könnten, aufgcfordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, gegenfalls das Pfand verabfolgt werden wird. Gießen den 26. März 1847. Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil. Versteigerungen. 547) Holzversteigerung im Gießer Stadtwalde. Die in dem Anzeigeblatt »AS 24. u. 25 auf heute bekannt gemachte Holzversteigerung im Gießer Stadtwalde, hat wegen eingetretenen Negenwetters nicht stattfinden können und soll nun Mittwoch den 7. April d. I., Morgens 9 Uhr, abgehalten werden. Gießen am 29. März 1847. Der Bürgermeister Z. d. V. Der Beigeordnete Rühl. 565) Nachstehende Arbeiten, resp. Lieferungen sollen Freitag den 9. April, Vormittags 9 Uhr, auf der Bürgermeisterei an den Wenigstfordernden überlassen werden: 1) Maurerabcit, veranschlagt zu 192fl. —fr. 2) Steinhauerarbeit, ,, ,, 20 „ — „ 3) Lieferung einer gußeisernen Pumpe und eines Brunnengehäuses, veranschlagt zu 127 „ — „ 4) Lieferung von Diehlen, ver- anschlagt zu . . . 37 „ — „ 5) Schlosscrarbeit, veranschlagt zu 15 „ — „ 6) Weißbrndcrarbeit, „ „ 1 „ 48 „ Gießen den 1. April 1847. I. V. d. B. Der Beigeordnete. Nadel-Scheidholz, ff sollen in dem nachverzeichnete 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) H n fr Prügelholz, Stockholz, Reisholzwellen, Stück Stecken Stecken Stück Stecken ff ff Stück ff 54% 5375 2% 18% 22% 900 1 15 1000 49 45 8 156 568) Holzversteigerung im Revier Schiffenberg. Freitag den 9 April, Domanialwalddistrikte Rabenpfuhl Holzsortimente versteigert werden: Eichen-Stockholz, Birken« ,, ,, 208 „ Nadelholz „ „ 71 „ Eichen-, Birken- und Nadeln „ Reisholzwellen, Birken-Scheidholz, Holzstangen, mit 291 Cbkf. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist Vormittags 8 Uhr, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Holzwellen, Eichen-Stämmc mit 278 Ckf, im Distrikte Nabenpfuhl. Gießen den 1. April 1847. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg. Dr. Draudt. 525) Gutsversteigerung. Der Unterzeichnete ist Willens, seinen in der Gemarkung Friedensdorf gelegenen Hof, bestehend in 75 Morgen Acker, 26 „ Wiesen, 10 ,, Hochwald, ferner ein geräumiges Sstöckiges Wohnhaus in drei Theilen, eine Scheuer mit hinlänglichem Raum, rin Vm neues, im Jahr 1845 erbautes Oekonomiegcbäude von 48 Fuß Länge, mit Schiefer gedeckt, nebst einem Backhaus und Schmicdcbau mit dem dazu gehörigen Schmiedegeschirr auf Mittwoch den 7. April d. I., Vormittags um 10 Uhr, einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Bei der Hofraithe liegt ein Garten von 1 Morgen Land, welcher, sowie in dem besten Zustande befindliche Wintersaat von ungefähr 20 Morgen haltend nebst Dünger, auf dieses Jahr mit versteigert wird. . f Die Bedingungen können bei Gastwirth Lenz zu Mornshausen a. d. D., wo die Versteigerung abgehalten wird, eingesehen werden; bemerkt wird noch, daß unbekannte Steigerer sich über ihre Zahlungsfähigkeit genügend ausweisen müssen. Friedensdorf, i. K. Biedenkopf, am 23. März 1847. Jobann Jacob Wege. 554) Folgende Pfänder, als: 1) ein Webstuhl mit Geschirr, 2) eine Wanduhr, 3) ein Kleiderschrank, 4) eine Flachsbreche, 5) eine Zwetschen-Mußreibe, 6) ein Flachsreff, 7) eine Kleiderlade von Eichenholz, 8) ein Sparherd mit 3 Töpfen sammt Deckel, 9) ein kupferner Siedckessel, 10) eine Waschbütte, 11) ungefähr vier Mött Hafer- IS) „ zwei „ Gerste, 13) einige Fuder Stroh, 14) einige Centner Heu und Grummet, 15) zwei kleine Schweine, 16) sieben Schaase, 17) eine gelbfarbige Kuh, 18) ein Rind, sollen im Termin den 7. April d. I., Vormittags 9 Uhr, zu Wenkbach, bei der Behausung des Daniel Merte zwangsweise versteigert werden, welches Kauflustigen zur Nachricht dient. Fronhausen am 27. März 1847. Im Auftrage des Kurfürstl. Justizamtes dah. Der Aktuar Gagel. 570) Dienstag den 6. d. M., Vormittags um 10 Uhr, sollen in dem Wiesccker Gemeindewalde, Distrikt Dörrloch, an der Chaussee nach Lollar, 47 Stecken Buchen-Scheidholz, 68 „ Eichen- „ 5 „ Buchen-Stockholz, 30 „ Eichen- „ V 174 w 1400 Stück Eichen-Wellen, 300 „ Buchen- „ 3274 Cubikfuß Eichen- und Bucken-Stammholz, von vorzüglicher Güte, öffentlich versteigert werden. Wieseck den 1. April 1847. Der Bürgermeister Lang. Feilgeboten. 561) Meinen Wein-, Liquem- und Effenzen-Verkauf in Flaschen über die Straße, bringe ich in nachbenaunten Sorten hiermit in empfehlende Erinnerung, als: Pfälzer-Wein, die Flasche 20 fr., Forster 1839r 24 fr., Forster 1846r 28 fr., Forster 1841r 30 fr., Deidesbeimer I842r 36 fr., Rüdesheimer 1842r 36 fr., Forster Orleans 1834r 54 fr., Johannisberger 1811r 1 fl. 12 fr., Bordeaux 48 und 56 fr., Roussillon 1 fl, Malaga, (btrcft vom Produzenten bezogen) 1 fl., Muscat lunel 1 fl. 6 fr., Madera 1 fl. 45 fr., Mosel-Champagner 1 fl. 45 fr., französischer „ 3 fl., Rum de Jamaika 1 fl. 12 fr. und 1 fl. 30 fr., Arrac de Batavia 1 fl. und 1 fl. 12 fr., Bxtraet d'Absinthe (Neuschateler) I fl. 30fr., Punsch-Essenz 1 fl. 30fr., Ifl. 45 fr. und 2fl., Grogg-Essenz 1 fl. 45 fr. Gießen den 1. April 1847. L. Jahreis, Marftplatz Lit. B. 24. 508) Ich empfehle hiermit zur geneigten Abnahme eine große Auswahl in Hcrrn-Hüten, neuester Faeon, mit dem Bemerfen, daß ich durch Verbindung mit einer bedeutenden Fabrif, allen Anforderungen auf Eleganz und Preiswürdigfeit Genüge leisten fann. PH. Lüdefing. 558) Bremer und Hamburger Cigarren, das Dutzend 4, 6, 8, 10, 12 bis 36 fr., alten Rollen-Varmas 48 fr. per g, Rollen - Portorifo 36 fr. Varinas-Blätler 1 fl. 4 fr., verschiedene geschnittene Portorikos-, Canaster- und Maryland- Tabafe empfiehlt L. Jahr eis. 559) Holländische Vollbückinge, Häringe, Sardellen, Labberdan, Capern, Citronen, Düsseldorfer Senf, Schweizer-, Limburger- und Rahm-Käse, französische und türfische Zwetschen, Tafel-Rosinen und Tafel-Mandeln, ostindischer brauner und weißer Sago bei L. Iah reis. 551) Zwei weiße Kafatu und ein grüner Papagay sind zu verlaufen bei Georg Junfer, Lit. C. .A3 17. 511) Klecsamen, rocken, weißen und Luzerner, in bester Qualität, empfiehlt Emil Pi stör. 560) Alle Sorten grünen und schwarzen Thee's," Gesundheils- und Gewürz-Chocolade empfiehlt in billigem Preise L. Iah reis. 573) Auf dem Hardckofe sind einige Sorten 1846r Weine in Zapf genommen worden. 564) Aromatisches Kräuteröl zum Wachsthum und zur Verschönerung der Haare. Dieses vorzügliche Oel wird unter der Garantie verlauft, daß es mindestens dieselben Dienste leistet, als alle bisher angepriesenen, theu- eren, oft über I Rthlr. lostenden Artikel dieser Art. Das Flaeon von derielbcn Größe ä IRthlr. Pr. Crt. Aechte Löwen-Pomade, ein kräftiges Mittel, um in ganz kurzer Zeit, Kopfhaare, Schnurrbärte, Backenbärte und Augenbraunen mächtig herauszutreiben. Preiß pro Tiegel mit Originalbeschrekbung 1 Rthlr. desqleichen '/, mit Oriqinalbeschreibung. Extralt