für die Stadt und den Kreis Gießen. ,y|o. 9. Samstag den 31. Januar 18416. Frucht- u. Victualienpreise zu Gießen vom 31. Januar bis 7. Febr. 1846 Fteischtaxe. I Pfund gutes Ochseufleisch . . . I „ Kuhfleisch t „ Rindfleisch I „ Kalbfleisch t „ Schweinefleisch 1 ,, Hammelfleisch gemästet I ,, Lebcrwnrst . . . . , 1 „ Bratwurst i „ Schwartemagcn . . . 1 „ Blutwurst t „ gemischte Wurst . . 1 ,, geräucherter Speck . . . 1 „ Schinken...... > „ Dörrfleisch , . . . . ‘1 „ Rindsfett ..... 1 ,, Hammelsfett.■ . . . . < „ Schweineschmalz, ausgelassenes I „ desgleichen, unausgelaffen fr. pf.| ilnm. Die Zu, 11 9 9 7 10 8 12 15 15 12 8 SO !6 15 16 16 gaben dürfen in wettcr nichts, als in Fleisch »an derselben Gattung begeben, u. zwar auOoPfd.Fleisch nicht mevralsan, derlhaldBrd.u.s. w. nach Dropor. tion.welcheSaufl Ptd. nichlnöllig 5 Lotb ausmacht. Kopfe, Fuße, Sc- raul), wie auch die ganzbluttgen und nichtgenicßbaren Stüekcnom Hals, 19 18 sind vondcr Zu- gabegäutlichavS- geschlossen. Brodtax e. 2 Pf. ordinäres Brod / , , m . ,r aus s Gersten - und 6 " " " | * Körnmehl bestehend Pf. gemischtes Brod aus | Waizen- und Milchbrod . . 4 " " | Kornmehl bestehend 41 Lth. Wafferweck ... Marktpreis e. 1 Maas Milch ...... 1 Pfund Butter auch 8 Handkäse........... 3 Eher........... 1 Pfund Waizenmehl 1 » grob geschälte Gerste . . . . 1 » klein geschälte Gerste..... fr. 7 14 21 8 16 24 1 1 6 18 19 4 1 7 4 8 ,ps. 1 2 3 ______________ r u ci) t v r e t f e. Städte G em äs Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Friedberg..... Gießen ..... Grünberg..... Marbilrg..... Wetzlar..... das Malter das Malter das Malter das Mott der Scheffel Pf. ft. fr. 200 13 36 200 13 15 - 13 30 — 99 90 -) - Pf. ft. ft. 180 10 45 200 10 30 — 10 30 — 7 12 84 4 9 Pf. fl. fr. — 8 - >70 7 45 — 7 35 — 5 824- 72 — - Pf fl. ■ fr- — 4 20 — 4 — — ■ 4 10 — 2 581 50 — - Pf. fl. 8 10 - 32 15 Pst fl. 8 fr. 32 - Amtliche Bekanntmachungen. 311 Nr. K. G. 1304. Gießen am 26. Januar 1816. Betre ffend: Die Unterstützung der Armen in den Gemeinden. Der Großherzoglich Hessische Kr e i s ra t h des Kreises Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Kreises. Die gegenwärtige drückende Tbenernng der Lebensmittel und die in neuerer Zeit öfter, wie sonst, vorge- rommenen Gesuche um Erwirkung von Unterstützungen aus den Gemeindekassen geben mir Veranlassung, Sie aus die Bestimmungen meines Ausschreibens vom 26. Februar 1844 — M 12 des Amtsblatts — auf- Gießen am 28. Januar 1846. Der Großherzoglich Hessische an Zu Nr. K. G. 1274. Betreffend. Die nochmall.ge Abhaltung des s. a. Alsfelder NcujahrmarktS. ALVMLL E ** ****». am ®‘e b‘e Unterstützung der Armen in den bei weiten, meisten Fällen am wirksamsten und für die Gemeinden am wenigsten belästigend gewähren, und für deren Interesse in mehr wue Emer Beziehung sorgen, wenn Sie den vermögens- und arbeitslosen, abe arbettsfä ae.t E n ob nern Ihrer Gemeinden Beschäftig«».; und Verdienst verschaffen' arveltöfah.ge» ^.nwoh- m also muß ihre nächste Fürsorge gerichtet sein und an Gelegenheit dazu kann es Ihnen bei regem Sten a^fSefmU St-cäütarrSnTb,emhfö na“*$ ^stattet die jetzige milde Witterung fast überall Ar beiten an --tc in,, Viuiml-, Wald- oder Feldwegen, welche m allen Gemeinden theilweise noch der Vcrbes- J,br’”9cnb bedursm und Sie haben daher hierin ein einfaches und sicher nützliches Mittel in der Hand, .nanchcn Armen, welchen sonst eine Unterstützung aus der Kaffe gewährt werben müßte, einigen Verdienst der^Gemeüide^ Noth abzuhelfen, die Nothwendigkeit der baaren Geld-Unterstützung ans der Geine nd kaffe vermindern und gleichzeitig der verderblichen entsittlichenden Bettelei vorzubeugen. d-ese Andeutungen beherzigen und nach ihnen verfahren. sollten fick der ibni->/ ,'el?e’len Ä müssen, daß arbeitsfähigen Armen, welche sich etwa weigern mündekafst zu Msagen ist.^ werdenden Gememdearbeit zu unterziehen, jede Unterstützimg ans der Ge- _____________ P r t n z. sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises. toCÖCÄ ed.66a[b Ihren Gemeinden veröffentlichen, daß der Stadt Alsfeld die nochmalige Abhaltung eines Kramermarkts auf Mittwoch den 4. Februar l. I., gestattet worden ist. P r i n z. Besondere Bekanntmachungen. 139) Oeffentliche Ladung. Nachdem das Stift zu Rotenburg gegen i. Caspar Möller, 2. Heinrich Möller, 3. die Witkwe des Heinrich Moller 3r Catharina Elisabetb, ge- borue Schaarmann, sämmtlich zu Meckbach, folgende Klage: „Der befeuern Heinrich Möller 3r und dessen „Ehefrau, Calbarina Elisabetha, geborne Schaar- „maim, zu Meckbach, erborgten laut Anlage A „am 10. Dezember 1818 bei dem Stift zu Ro- „tenbnrg unter solidarischer Verbindlichkeit ein »511 5% verzinsliches, innerhalb einer vierteljährigen Kündigungsfrist zurückzahlbares Dar, „lehn von 320 «f. Dieses Darlehn ist bis auf „180 4 zurückbezablt und es stehen die Zinsen „hiervon vom 29. September 1842 zurück. „Heinrich Möller 3r ist verstorben und von „seinen beiden hinterlassenen, rubrieirten Söhnen, „den Mitverklagten, beerbt worden. „Das Capital nebst rückständigen Zinsen ist „den Verklagten vor länger, als einem Vierteljahr, gekündigt; Zahlung ist jedoch noch nicht „erfolgt und wir sehen uns daber genvthigt, zu „klagen und Kurfürstliches Landgericht gehorfamst „zu bitten: „die Verklagten zur Zahlung des Capi- „talrests der 180 nebst rückständigen „Zinsen zu 5% von Michaeli (29. Sep- „tember) 1842, eventuell zu Abtretung „der Hypothek zum Behuf des Verkaufes „schuldig zu erkennen und dieselben in die „Prozeßkosten zu verurtbeilen," angestellt und behauptet bat, daß der Mitverklagte Heinrich »Lotter nach Amerika ausgewandert und dessen Aufenthaltsort unbekannt sein soll, so wird dem gedachten Heinrich Möller die Klage hierdurch mitgetheilt, um sieh darauf im Termine den 6. März d. I., zu erklären und mit dem Kläger bis zum Schluffe zu verhandeln; — demselben auch eröffnet, daß 47 alle weiteren Verfügungen in dieser Sache, im Falle des Ausbleibens, nur durch Anschlag am Gerichts- brette werden bekannt gemacht werden. Hersfeld am 17. Januar 1846. Kurfürstliches Landgericht. Bechtel. velt. Schraub. 137) Ein weißer Pudelbund männlichen Geschlechts, welcher viele Kunststücken kann, ist dabier anfgefangen worden und kann dieser gegen die Einrückungsgebübr und Futtergeld von dem Ei- grutbnmer dahier in Empfang genommen werden. Avendorf a. d. Lahn am 27. Januar 1846. Der Bürgermeister Wagner. Versteigerungen. 138) Montag den 9. März l. I., Nachmittags 2 Ubr, sollen folgende, dem Peter Ruckstuhl dahier zuste- hcnde Immobilien: alt. neu. oSIfir. 19,20 Xl/18,v 90. Hofraitbe links der Chaussee. 19,20 xT/3en,29. 200. Acker daselbst, auf diesigem Ratbbause nochmals öffentlich an den Meistbietenden versteigt werden. Gießen den 20. Januar 1846. Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhll Haberkorn. 134) Montag den 16. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll der bem Pbilipp Rudolph Herbert gebörige Acker im Altenfeld, links des Wegs, 140 Klftr. haltend, auf dabicsigem Rathbause versteigert werden. Gießen den 20. Januar 1846. Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhl. Dr. 3 immer man n. 116) Montag den 2. Februar f. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen nachstebende, zum Nachlasse der Ehefrau des Schuhmachers Eberhard Zimmermann dahier gc« hörige Immobilien: 1) 17 iüKlftr. Hofraitbe in der Lindengaffe an Wilbelm Löber, 2) 88 lUKlftr. oder 26%6 Ruthen Garten in der Scheppeck, zehntft., giebt303/4 fr. abgelößte Grundrente, auf den Antrag der Erben auf dahiesigem Rath- bause an den Meistbietenden mit dem Anfügen versteigert, daß keine Nachgebote angenommen werden. Gießen den 17, Januar 1846. Gr. Hess. Stadtgericht das. I. B. d.'D. Haberkorn. Dr. Zimmermann. 127) Donnerstag den 5. Februar, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf diesigem Ratbbause eine Parthie älterer Bürgermeistertiacten, mehrere Oefen, Fenster und Fensterläden, altes Eisen, Baumaterialien und dergl. an die Meistbietenden versteigert werde». Gießen den 26. Januar 1846. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 11) 12) 13) 14) sollen 85) Nachstehende Arbeiten, als: Zimmerarbeit, veranschlagt zu Maurerarbeit, „ ,, Schlosserarbeit, „ ,, Weißbinderarbeit, ,, Schrciuerarbeit, ,, Steindeckerarbeit, ,, Pflasterarbeit, ,, Gärtnerarbeit, ,, Reinigung von Oefen, 131 fl. 1683 „ 20 „ 5 ,, 385 „ 11 „ 40 „ 45 „ 3 „ Fuhrlohn, „ Handarbeit, ,, Steinbrecherlohn, ,, Steinklopferlohn, ,, Chaussirarbeit, ,, Dienstag den 3. ,, 860 ,, „ 481 „ ,, 112 ,, „ 345 ,, ,, 35 ,, Februar, 10 fr. 45 „ 16 „ 24 " H // — // 50 " 18 „ 40 „ // ft Morgens 9 Uhr, auf hiesigem Rathhaus versteigert werden und können Voränschläge und Bedingungen an den Ge- schäftstägeu eingesehen werden. Gießen den 17. Januar 1846. Dcr Bürgermeister Gg. Reiber. 65) Montag den 2. Februar, Morgens 10 Ubr, sollen auf hiesigem Rathhause mehrere .Triebviertel am Philosopbenwald, zusammen 546,5 sWlftr,. enthaltend, öffentlich an den Meistbietenden in Erblind Eigeutbum versteigert werden, und liegen die Bedingungen zur Einsicht auf der Bürgermeisterei offen. Gießen am 13. Januar 1846. Der Bürgermeister Reiber. 113) Dienstag den 3. Februar, w, Morgens 9 Uhr, soll die Anfuhr von 25 Cub. Klafter Pflastersteiiie' 48 aus den Brüchen bei Staufenberg und Veitsberg, auf diesigem Rathbause an die Weiiigstnehmendcii versteigert werden. Gießen den 23. Januar 1846. Der Bürgermeister G g. Reibe r. 133) Versteigerung der Planierarbeit bei dem zu erbauenden Anatomiegebäude in Gießen. Dienstags den 3. Februar d. I., Vormittags 9 llbr, soll die, bei dem neu zu erbauenden Anatomiege- bäuke ui Gießen, vorkvmmcnde Planirarbeit ver- auschlagt zu 53 l fl. 15 fr., an den Wenigstfor-- derndeu, unter den bei der Berstcigernng befannk gemacht werdenden Bedingungen, auf der Baustelle versteigert werden. Indem man dies hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß bringt, wirb zugleich bemerkt, daß von der zu fertigenden Arbeit zu jeder Zeit Einsicht genommen werden kann. Gießen den 27 Jan. 1846. Ter Gr. Provinzialbaumeiflck M ü l l r r. zeug und Leinen, Kommoden, Tische, Bettladen, und sonstige Haus- und Küchengerätbschaften gegen baarc Zahlung öffentlich versteigert werden. 140) Die Unterzeichneten beabsichtigen Tbci- lungsbalber: 3 Pferde, 1 Grauschimmel, pol. Rage, 6 Jaorc alt, 1 schwarzen Wallach, holst. Rune, 7 Jahre alt, 1 schwarze Stute, holst. Race, 6 Jahre alt; 2 Chaisen, 1 große zweispännigc, beinahe ganz neu, mit Reisekoffer re., eine ein- und zweispäuni- ge, in ganz gutem Zustande; ein großer zweispän- niger Wagen und 1 einspänniger desgl., beide mit eisernen Achsen und Zngebör; mehrere in ganz gutem Zustande befindliche Chaisen, Wagen und Geschirre; circa 100 Ctr. Heu, Donnerstag den 19. Februar, Morgens 10 llbr, einer freiwilligen Versteigerung in ihrer Wohnung vor dem Labntlwr, auszufitzen. Sollten Liebhaber Verkäufe aus der Hand wünschen, so kann auch hierin willfahrt werden. Butzbach den 28. Januar 1846. G. Zell u. C. Becker. 132) Montag den 9 Februar, Vormittags 10 llbr, sollen auf der Brückenbaustellc dalner, die bei Erbauung der Brücken über die Flulbkanälc in dem Neustadter Felde Notlügen Manrer- .und Sieiu- hauerarbriteii, sowie die Zimmerarbeit an den Lebn- gerüsten für die Labubrücke und die Brücken über die Fluthkanäle, öffentlich an die WeiLgstuehmendcn vergeben werden. Bemerkt wird noch, daß sämmt- liche, zu obigen Arbeiten nöthigcn Materialien den Uebernchmern geliefert werden. Die genannten Arbeiten sind veranschlagt: 1) Maurer - und Steinbauerarbeit an der Brücke über den ersten Fluthkanal zu 2633 fl. 23 fr. 2) Desgl. von der Brücke über den zweiten Flntbfanal zu . 1734 „ 9 „ 3) Zimmerarbeit an dem Lebngc- rüste für die Labnbrücke zu . 3087 „ 36 „ 4) Zimmerarbeit au dem Lehngc- rüste für die Brücken über die Fluthkanäle zu 175 „ 10 „ Gieße« den 28. Januar 1846. Der Gr. Prvviiizialbaumeister M ü I l c r. 126) Dienstag den 10. Februar l. I., Vormittags 9 llbr, sollen in der Wohnung des Ockononien Lony in der Mühlgaffe, verschiedene Gegenstände, als: Bcit- F c i l g e b o i e n. 135) OWcsers tle empfiehlt C h r. Opperm a n n, am Markt. <14 8) Getrocknete Suß - und Sauerkirschen, Brunellen, Schnitzen, Mirabellen, Zwestchcu, Hagebutten, Perlgerste, Cbo- _ kolade, große Citronen, Arrac, Rum, Coguak, Biseboff- u. Punsch-Essenz, weißen und rothcn Wein :c. bei H ö st ereich, auf der Mäushurg. 136) Ganz achtes Magaffar-Oel zur Beförderung des Haarwuchses bei E1)r. Opperm mut, nm Markt. 143) Mehrere ein < uud zweitbürige Kleider- schränke, worunter sich ein ganz kostbarer uuß- baiimener, mit Figuren eingelegt, befindet, sowie einige Sophas, Bettladen uud andere Möbel sind bei mir zu verkaufen. Ebenso empfehle ich mich ferner in deren Einkauf und bringe gleichzeitig mein Kleidergeschäft in gefällige Erinnerung. Meyer Rothenberger, Kleiderhändler auf dem Neuenweg Lil. U. M. 143. 49 ä I zum Bevmischte Nachvichten. Der Vorstand. e e 142) 12 Mai 120) Zu vermiethen. Eine Heine Familieitwobiiuug ist auf den d. I. in der Eugelapothcke zu eernüetben. Eine Pumpe in gutem Zustande von 10 bis Länge ist zu verkaufen in der Marktstraße AS 184. Tie Rede des Herrn Oberstudien-Ratbs den und Holzplatz, Alles verschließbar, ist zu ver- micthrn und alsbald zu beziehen bei Jacob S5 ogt, Bäcker 121) Ein auf dem SelterSweg gelegenes vollständiges Wohnhaus, das sich durch seine Vnge zu einem günstigen Geschäftsbetriebe eignet, ist unter vortheilhaften Bedingungen zu vct mietheu. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 128) 1000 fl. liegen gegen doppelt gerichtliche Sicherheit in hiesiger Stadt im Ganzen oder auch getrennt zum Ausleihen bereit. Nähere Auskunft ertheilt die Erped. d. Bltts. 123) 30 Fuß Lit. 1). 130 ) Thudichu m über „die kirchlichen Bewegungen unserer Zeit" ä 24 fr. ist vorrätlsig bei 97) Es steht eine neue einspännige Chaise Berkaus bei Gießen den 22. Januar 1846. Pbii ipp Walther auf dem Lindsliplatz. Eine Familienwohiiuug, bestehend in drei aneinauderstoßendeu tapezirten Stuben, Küche, Bo, A. Balser. 119) Ich bin Willens, mein Haus in der Sonne cmS_ freier Hand zu verkaufen; es ist eine Feueresse darin. Wittwe Krebs. Gießen den 28. Januar 1846 146) Zur gütigen Beachtung! Zufolge der mir vom Großherzoglichen Ministerium des Innern zu Darmstadt gewordenen Concession zur Ausübung meiner Kunst im ganzen Großherzogthlim Hessen, mache ich die ergebene Anzeige, daß ich mich hier einige Zeit aufzuhalten gedenke, um vermittelst meines selbstvcrfertigtcn Pflasters, Hühneraugen, Warzen, eiligWachsene Nägel, Gicht- und Frost-Ballen, sowie erfrorene Glieder, selbst wenn sie aufgebrocheu sind, gründlich zu heilen u. s. w. Die bewährtesten Aertze Deutschlands haben Zeugnisse über die Zweckmäßigkeit meines Pflasters, sowie über meine Heilmethode genannter Fußübel ausgestellt, worauf ich mir erlaube, hier nachstehend aufmerksam zu machen Ich schneide nicht, wie dicß bei Hühneraugenoperateurs der Fall ist, sondern ziehe mit einer Pmcette, wenn zuvor mein Pflaster, welches beim Tragen nicht die geringste Empfindling verursacht, 6 bis 8 Tage auf der leidenden Stelle gelegen hat, die Häute und den Dorn bis zum gesunden Fleisch schmerzlos herunter; fedoeb mache ich darauf aufmerksam, daß/ wer sich der Pflaster bedienen will, zuvor an dem Nebel nicht schneidet. Bei gewöhnlicher Hautverhärtung, als: Hühneraugen auf den Zehen und Ballen, kann Jeder nach Befolgung der bei dem Pflaster befindlichen An- weuung ftd), selbst davon befreien; meine persönliche Hülfe muß ich aber da empfehleil, wo Hühneraugen zwischen den Zehen, auf dem Ballen und unter dem Fuße silld. Daö Hoitorar für die radicale Vertilgung eines jeden Hühnerauges beträgt 1 fl. In meiner unten näher bezeichncteit Wohnung find zu jeder Tages- 1'4) Kn.nstTerel n« Wegen besonderer Umstände und wegen Mangels an Raum wird die bevorstehende gesellschaftliche Zufammenkuiift für diesmal ausnahmsweise nicht im Einhorn, sondern im Bufchischen Garten stattsmden und zwar ' Sonntag den 1. Februar, Abends um 6 Uhr. ~lc Zuordnung hinsichtlich des Essens und des gleichzeitig beginnenden Taipzes bleibt dieselbe, wie setzt gewöhnlich. 1 ' Hiermit verbinden wir zugleich die Nachricht, daß die Verloofung der vom Verein anqe- kaufteu / Haupt- und 16 sifebengewinnc künftigen Dienstag den 3.' Februar, präeiS 6 Uhr Msnds, im Gastyofe zum Einhorn vorgenommen werden wird, wozu hierdurch alle ordentlichen Mitglieder des Vereins emgeladen werden. y ÖO n’e ,lc6ft Anweisung für den Preis: 4 m -^L36 fr-' et” Töpfchen mir 15 Pflastern, in Berück,lchtigung großer Familien, für 1 fl. zu rrhal- ten; ein Pflaster genügt, ein liebel aus der Wurzel zu vertilgen. Arme erhalten gegen Vorzeigung eines Armen,chems die Pflaster und jede Behandlung unentgeltlich. Voii 1 bis 5 Uhr bin ich jeden Stach,nittag tu meiner Wohnung zu sprechen, wo alsdann jedermann unentgeldlich meinen Rath und Erfahrung in Anspruch nehmen kann; auch nimmt daselbst Bestellungen zur persönlichen Behandlung entgegen Marianne Kerlholz, n'3 H°s-Hühn-rau.ien - Operateurin, tt.cljibv.ft lei Hrn. Condrtor Lind am Lindenplatz. Ae rötliche Zeugnisse. Daß Frau Marianne Keil Holz von Hildes- - !’L an einigen Kranken in, hiestgcn Hospitale, sowohl Hühneraugen als Warzen mittelst ihres Pflasters und nur bei letzteren mit geringer Beihülfe eines Messers auf fchmerzlose Weise unter meinen Augen entfernt habe, wird der Wahrheit gemäß at- Darmstadt, den 12. Dezember 1844. Dr. Graff, ®v. Hess. Medicinal-Director. Marianne Keilholz aus Hildesheim, hat m meiner Gegenwart an verschiedenen Personen, welche mit schmerzhaften Hühneraugen behaftet waren, dieselben aus eine leichte, völlig schmerzlose Weise vollkommen entfernt, welches hierdurch mit der Bemerkung, daß ich deren Geschicklichkeit an mir selbst erprobt habe, glaubwürdig bezeugt wird. Darmstadt, den 7. Jan. 1845. Dr. v. Plvnnies, Gr. Hess. Medicinalrath, Hofmedicus ?c. Daß Frau Mariauue Keilholz Hühneraugen mittelst eines durchaus unschädlichen Pflasters ohne Schnierzen entfernt, bezeugt Heidelberg, den 14. Dec. 1845. Dr. Chelius. Dircction des Kranken - Hospitals in Freiburg (Grofih. akademisch-chirurgische Klinik) bezeugt der Mad Keilholz, daß dieselbe in der Anstalt eine größere Anzahl Hühneraugen, ohne Schmerz und Entzündung zu erregen, mit Hülfe eines Pflasters entfernt habe, und empfiehlt dieselbe allen Freunden von kleinen Schuhen und großen Hühneraugen. Freiburg, den 29. September 1845. Professor Strohmeyer. Frau Marianne Kcilholz, König!. Sachs, und Grvßh. Hessische Hühnerauge,,-Operateurin, hat in hiesiger Stadt so viele Beweise ihrer Geschicklichkeit und reellen Kenntnisse in gänzlicher Heilung dieses oft schmerzhaften Nebels an den Tag gelegt, daß ich mich verpflichtet fühle, als gerechte Anerkennung ihrer Verdienste und zum Wohl des an diesem Nebel Leidenden, derselben dieses Zcugniß auszustcllen und zugleich bestens zu empfehlen. Karlsruhe, den 15. Mai 1845. Dr. Schrickel, Geh. Rath. Der Frau Marianne Kcilholz wird hiermit bezeugt, daß dieselbe an einer Pfründnerin des Julius- Hospitals durch die Anwendung einer Pflastermaffe die Hühneraugen auf die einsachste und schmerzloseste Weise entfernt habe. Würzburg , den 5. Juli 1843. Dr. Tertor, Professor. 82) Einem geehrten Publikum zeige ich hier, durch ergebenst an, daß ich meine Wobnuiig auf dem Scltcrsweg Lit. C. AS 153. verlassen habe und nun in der KarharinengasseLit. (7 AS 175. neben Herrn Weißbinder Bollmann wohne. Christian S chw alb, Dachdeckermeister. 131) Soiintag den 1. Februar d. I., „ach beendigtem Nackmitlags-Gottesdienste, soll in, Gasthaus zum Rappen die Leichenkasse« Rechnuiig pro 1845 abgebört werden. Die Mitglieder des Instituts werden höflichst hierzu mit dem Bemerken eingeladen, daß die Er« gänzungswahlen des Vorstandes stattfinden sollen. Gießen den 26. Januar 1846. 129) Die beiden Leichenwagen der Schuh, mackierziiuft werden unter den bisherigen Bedin, guugeii abgegeben. Der Zunftmeister der Schuhinacherjunft Christian Friebel Lit. D. AS 26. 101) Herzoglich Nassauisches Anlehen, Ziehung den 1. Februar 1846, Gewinne fl. 13000, 3000, 2000, 1000, 2 a 400, 2 a 200 rc. Dazu sind Original 25 fl. Loose a 3 fl. 30 fr. bei dem Unterzeichnete,, zu vermiethen. C. L. Reiß. 114) Ein vor mehreren Jahren neu gefertigter Maisch - Distillir - Apparat, mit welchem in 10 Stunden 6—800 Maas Mai- 51 fd>e abgetrieben werden können, steht mit offen da- zn nötbigcii Gcrätbsck>afteil dahier zu verkaufen und ist das Nähere bei Herrn Kupferschmied Kirsch daselbst zu erfahren. Gies,en den 24. Jan. (846. (25) Die Anzeige des Herrn Meyer Rothenberger dahier in AS 8 des hiesigen Anzeigeblattü bezieht sich auf mich, als den Käufer der erwähnten Sachen, und ich erwidere darauf zur Steuer der Wahrheit, dasi die Anzeige in Bezug auf mich grundlos ist; denn ich habe mich beim Ankauf der Sachen keineswegs für den Sohn des Herrn Rothenberger ausgegeben, sondern die Sachen als Handelsmann erkauft. Aus den Ausfall des Herrn Rothenberger, „Handelssunge" etwas zu erwidern, finde kf) zu niedrig und bemerke nur noch, daß »ch Sachen stets im höclisten Preis ankaufe. Gießen den 28. Januar 1846. Jacob Levy, wohnhaft in der Neustadt. ^ranffurter Cours. Gold- u n d S i l b e r, S o r t e n. | fl. fr. Neue Louisd'or..... Friedrichs'dor..... Ducaten....... 20 Frank-Stücke . . . Holl, lo fl. Stücke . . . Engl. Souverains . . Laubthaler...... Preußische Thalcr . . . . Fünf-Franken-Thaler . . . Hochhaltiges Silber . . . Gering-mittelhaltiges Silber 11 5 9 .' 4 Gl 5 35' 9 27 9 55 : 11, 55 2 ! 43£ 1 j 24 18 24 12 144) Bei dem am 27. d. M. statt gehabten Conccrt ist ein grüner Schleier gefunden worden, welcher' gegen die Einrückungsgebühr bei Concert- dicncr Berg in Empfang genommen werden kann. 122) Es hat Jemand ein seidene« Halstuch verloren. Ter redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine angemessene Belohnung bei der Erped. d. Bltts. abzngeben. Frischbacken. Sonntag den 1. Februar Brandgaffe. Heinrich Noll im Stern Neustadt. Christian Lampns auf dem Wilhelm Löber an der Christian Noll in der Seltersweg. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am l. Februar. Moraens- Wnr. m Bonhard Nachmittags: Kirchenrath Dr EZel ®e taufte. De» 25 Januar. Dem Büraer und Kufermeister, Karl Heil, eine Tochter, Bertha Margarethe Anse Susanne, geboren den 25. Dcccmber 1845. 9 P - u39, 'V* W11.9 r' Bürger und Schneidermei- 12.' Sanuar. S° 3' CUK Tochter, Luise, geboren den ^.Denselben. Dem Großherzoglichcn Hofgericht«-Re- gistrator, Karl Herzberger, eine Tochter, Mathilde Karoline Luise, geboren den 7. Januar. Den 27 Januar. Wilhelm Daniel Keil, des Burgers und Rothgerbcrmeisters, Daniel Keil, ehelicher Sohn, alt 10 M. 4 T, gestorben den 20. Januar. Den 88. Januar Johannette Christine Philippine SchwerSgut, des verstorbenen Großherzoglichen Steuercom- nuffars, Heinrich Schweisgut, hinterlassene Witlwe, geborne Scharmann, alt 58 I. 4 M. 20 T., gestorben den 13. Januar Die Pfarrgeschäfte in der uächsteil Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Angekommene und abgereiste Fremden vom 27. bis 29. Januar 1846. 3 n t> e ti Gasthäusern. Im Kappen: Hrn. Kfl. Frank u. Jansohn v. Frankfurt. ?Dunker, Access, v. Darmstadt. Hrn. Occon Lang u Huckfcld v. Schlitz. Hr. v Stark, Cand jur. v. Darmstadt. H«i. Kfl. Kramer v Elberfeld, NindSkops v. Frankfurt, Labe v. Bremen, Kretz u. Schrei v Aschaffenburg Hr Kaup. Dr. v Darmstadt. Hr. Theobald, Oecon v. Lich em Rentm. v Londorf. Hrn. Kfl. Euler v. Eller, seid u. Klos v. Berlin. M Hr. Schaaf, Buchb. v. Marburg Hrn. Kfl Preusing v Herisau u Löber v. Gernsheim. Hr. Jost, Re»t. v Ludwigshafen. Hr. Hüffel, Kamm.-R. v. Braun- £.rlt Kern ». Mannheim u. Gröschel v. Elberfeld. Hr. Weigand, Lehr. v. Petterweil. Hr. Jung, Privatm. v. Soden. Hr. Hahn, Gutsbes. v. Neuenhain. Hr. Meher Kaufm. v. Augsburg. Hr. Schutt, Oecon. v. Paderborn Hr Lk.bmann, Weinh. » Mainz Hr. Freiherr v. Nau,' Gutsbes v. Beienheim Hrn. Kfl. Mangold v. Worms Küster v. Ehrenbreitcnstem n. Führer v Offenburg Hr Hermann, Rcnt. v. Saarbrücken ‘ im Prinz Carl: Fr. Simonsen v. Hamburg. Hr Hagen, Färb ».Hannover. Hr Pelz, Schubin, v. Mar^ bürg. Hr. Grebe. Privatm. v. Mörnsheim. Jungfer Wagner v. Gönningen. Hr Möller, Kaufm. ». Fulda. Hr Schmitt, Fabrik, v Altenfeld. Hr. Stein, Handelsm v Heuchelheim. Hr Heußer, Pacht v Schlichtern. Hr Becker,' Oecon.v. Niederohmen. Hr. Rühl, Metzg. v. Schotten. «;Pi[,ln,ann' $mB' v. Weilburg. Hr. Schaum, Müll' v. Affenheim. Im Ursch; £>r. Heb, Kaufm v. Scholten Hrn. Geschastsl Hille v.. Holzbausen, Fuhrp u. Jost o. Schotten. Hr Haubensack, Samenh. o. Gönniugen. Hrn. Fnhrl Bernhard v. Leipzig, Lofing v Bingenheim u Friedrich r>. Laubach. Hr Schulz, Geschäftsm v. Bingenheim Im Siern: Hr Lupinski, Maur. ». Königsberg. Hrn. Privatl. Hinkel v. Ulfa u. Eid v. Hattenrod Hrn. Handelst. Bogel v Senttnt u. Meyer v. Schabcnhausen. Hr. He ns, Fuhrm. v. Herborn Hrn. Schneiderm. Stabiler n. Schäwr v Nicdcrgleen. Hrn. Hntmach. Schiemer v. Hamburg u. Lotz v. Altona. Hr Stephan, Lohgerb. u Grünbcrg Hr Krämer, Jnlirum -Mach. v. Leisel. Hr. Vogel, Handetsm. v. Semmt. Hr. Gesell, Müll. o. Waldgirmes. Fr. Morell v. Cassel. Im Dorinslnedler Hnns : Hr. Trott, GevIN. v. Eckels, hausen Hr. Bastian, Sold. v. Grünberg. Hr Reiber, Samenh. v. Gönningeu. Hr Burkhard, Handels»!, v. Reifenberg. Hr Bleibv, Schrifts. v. Braunschweig. Hrn Fuhrt. Jacobi v. Büdingen u. Kuhl v Homberg. Hrn. Ge- schäftsl. Bott v Gleiberg, Simon u. Peppler v Zelle. Hrn. Müll. Nikolaus v Rödgen u. NiiolauS v. d. Gvldmühle. Hr. Hofmann, Bürgerin, v. Schwalheim. In der Sonne; Hr. K epp er, Geschäftsm. v. Arras. Hrn. HaudelSl. Wagner v. Beuern u. Beck v. Nicderohmcii. Fr. Jacobi v. Beuern. Hrn. Geschäfts!. Wagner v. Crumbach u Ruppert v Fellingshausen. Jungfer Knippel v. Rosenthal. Hr. Hampel, Geschäfts»!, v Hochelheim. In der Hose: Hrn. Geschäfts!. Da!»!» v. Frolmhaiise», Schniitt, Döring u. Wagner v Winnerod. Hr. Hof, Schuh- inach v. Gladenbach. Hr. Sauer, Scbullebr. v. Uffhofen. Hr. Eckhardt, Ocevn. v. Kleinlichen. Hr. Grieb, Haudelm. v. Klimbach. Hr. tttoch, Schrein v Gladenbach. Hr. Schuchart, Speicherverw. v. Ulrichstein. Hrn Handelst. Häuser ». Nic- derohmcn, Bapst u. Reitz v. Bleidenrod. In den P r i v a t h ä n s e r n. Bei Hrn. Steind. Rothnuge: Hr Martin, Bäck. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Fabrik. Baltin: Hr Seckel, Kauf»! s. Dietz. — Bei Witiwe Mayer: Hr. Kratze Handels!», v. Münzenberg. — Bei Hrn Schneiderin Will: Hr. Demntb. Tanzlehr. v. Homburg. — Bei Hrn. Kaufm. Hast: Hr. Hast, Oeeon. v Rimbach. — Bei Hrn. Hosger.-R. Langsdorf: Fel. Langsdorf v Kirchgöns. ■ Bei Hrn Mefferschm. Sartorius: Hr. Bnich, Privat»!, v. Obernohmen — Bei Hrn. Elkan: Jungfer Lederer v. Gladenbach. Druck uud Verlag der G D. Brüdl'schen Buch« und Steindruckerei in Gießen