: ' ■ .--------- u ---------------------zu. Jnzcigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. Jfä S* Mittwoch den 28. Januar 18416. Auszüge aus dem Gr. Hess. Regierungsblatte Rr. 4. vom 24. Januar 1846. I. Bekanntmachung, die Instruction für die Iustificatur der Großherzogl. Rechnungskammer betr.; — II. Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnisten in den Gemeinden deck Landrathsbezirks Lauterbach für 1816 betr. — III. Dienstnachrichten; am 27. December 1845 wurde der von dem Herrn Fürsten zu Isenburg - Birstein auf die evangelische Schullehrerstelle zu Offenthal, im Kreise Offenbach, präsentirte Schulvicar Conrad Hepding daselbst für diese Stelle bestätigt; am 31. December 1845 wurde der von dem Herrn Bischof Dr. Petrus Leopold Kaiser zu Mainz dem bisherigen Pfarrer und Decan Andreas Gresser zu Offenbach ertheilten Nomination als sechster Domkapitular die landesherrliche Bestätigung crtheilt; am 1. Januar wurde Bernhard Bessunger von Darmstadt ZUM Oberpostinspcctions-Erpedienten und Johannes Weigand von Darmstadt zum Kanzleidiener bei der Oberpostinspection ernannt; am 6 Januar wurde dem Friedensgerichtsschreiber- Aspiranten Heinrich Brück zu Alzep die Stelle eines Po- lizei-Commiffärs zu Worms übertragen; an demselben Tage wurde dem Schulcandidaten Johannes Kraus zu Weidenhausen die erledigte Schullehrerstelle zu Weidenhausen, im Kreise Biedenkopf, übertragen und der von dem Herrn Grafen zu Stolberg-Roßla und Ortenberg auf die evangelische Schullehrerstelle zu Niederseemen, im Kreise Nidda, präsentirte Schulcandidat Johannes Knauß daselbst für diese Stelle bestätigt. IV. Sterbfälle. Gestorben find- am 6. December 1845 der Schullehrer Andreas Sommer zu Bieber, im Kreise Offenbach, und am 31. December der evangelische Pfarrer Philipp Schack zu Hangenweißheim. Amtliche Bekanntmachungen. Unter Hinweisung auf den Inhalt des §. 34. der Bauordnung für die Stadt Gießen, und unter Bezugnahme auf die desfalls an die betreffenden Häuserbesitzer ergangene mündliche Aufforderung, wird nunmehr der Termin zur Erfüllung der Verbindlichkeit „die Gebäude an den Straßen mit Dachrinnen und Ablauf-Röhren bis zur Erde zu versehen" bis zum 1. Mai laufenden JahrcS mit dem Anfügen festgesetzt, daß die Säumigen nach Ablauf gedachter Frist polizeiliches Einschreiten zu gewärtigen haben. Gießen den 16. Januar 1846. Der Großherzoglich Hessische Kreisrach des Kreises Gießen. Prinz. Zu Nr. K. G. 1304. Gießen am 26. Januar 1846. Betreffend: Die Unterstützung der Armen in den Gemeinden. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Kreises. Die gegenwärtige drückende Theuerung der Lebensmittel und die in neuerer Zeit öfter, wie sonst, vorgekommenen Gesuche um Erwirkung von Unterstützungen aus den Gemeindekassen geben mir Veranlassung, Sie auf die Bestimmungen meines Ausschreibens vom 26. Februar 1844 — M 12 des Amtsblatts — aufmerksam zu machen und zur genauen Befolgung der darin enthaltenen speziellen Vorschriften über Feststellung der Armen-Unterstützungen in den Gemeinden aufzusordern Insbesondere wiederhole ich, daß Sie die Unterstützung der Armen in den bei weitem meisten Fällen 40 am wirksamsten und für die Gemeinden am wenigsten belästigend gewähren, und für deren Interesse in mehr wie Einer Beziehung sorgen, wenn Sie den vermögens- und arbeitslosen, aber arbeitsfähiqen Einwohnern Ihrer Gemeinden Beschäftigung und Verdienst verjchaffm. Dahin also muß ihre nächste Fürsorge gerichtet sein und an Gelegenheit dazu kann cs Ihnen bei regem Eifer, tn diesem Sinne zu wirken, niemals fehlen; namentlich gestattet die jetzige milde Witterung fast überall Arbeiten an Wiesen, Vicinal-, Wald- oder Feldwegen, welche in allen Gemeinden theilweise noch der Verbesserung dringend bedürfen und Sie haben daher hierin ein einfaches und sicher nützliches Mittel in der Hand, manchen Armen, welchen sonst eine Unterstützung aus der Kasse gewährt werden müßte, einigen Verdienst zuzuweisen, dadurch der drückendsten Noch abzuhelfen, die Nothwendigkeit der baaren Geld-Unterstützung aus der Gemeindekaffe zu vermindern und gleichzeitig der verderblichen entsittlichenden Bettelei vorzubeugen. Ich wünsche, daß Sie diese Andeutungen beherzigen und nach ihnen verfahren. Dabei glaube ich Ihnen noch bemerken zu müssen, daß arbeitsfähigen Armen, welche sich etwa weigern sollten, sich der ihnen angewiesen werdenden Gemeindearbeit zu unterziehen, jede Untcrstübung aus der Gc- meindekaffe zu versagen ist. P r i n z. Zu Nr. K. G. 858. Gießen am 20. Januar 1846. Betreffend. D en in Gießen zu veranstaltenden Unterricht in der Anlage von Feuerungen. Der Groß herzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises. Unter Bezugnahme auf mein im obigen Betreff unterm 19. August v. I. an Sie erlassenes, in Nr. 68. des Avzeigeblattes erschienenes Ausschreiben, benachrichtige ich Sie, daß nach einer weiteren Mittheilung des Herrn Präsidenten deö Großh. Gewerbvereins der zu veranstaltende Unterricht in der zweckmäßigen Anlage von Feuerungen den 23. Februar l. I. hier zu Gießen seinen Anfang nehmen wird, und daß sich daher die Theilnehmcr am Vormittage gedachten Tages in dem Lokale der Lokalscction des Großh. GcwerbvercinS dahier einzufinden haben. Sie werden dieses allen denjenigen in Ihren Gemeinden, welche sich zur Theilnahme an dem fraglichen Unterricht gemeldet haben, ohne Zeitverlust, mit dcrn Anfügen bekannt machen, daß solche, die es wünschen, in Bezug auf Wohnung und Kost während ihres Aufenthaltes in Gießen, bei dem hiesigen Localqc- werb-Verein Auskunft erhalten können. Schließlich fordere ich Sic auf, den Inhalt meines, im Eingang erwähnten Ausschreibens wiederholt in Ihren Gemeinden zu veröffentlichen und die hierauf noch erfolgenden Anmeldungen, zur Theilnahme an dem besagten Unterricht, rmverweilt mir zur Anzeige zu bringen. Prinz? Edictalladung. 2193) Gegen den Nachlaß des Ludwig Schäfer des Zweiten in Steinbach ist der Concursproccß erkannt worden. Indern man dieses hiermit öffentlich bekannt macht, fordert man alle bekannte und unbekannte Gläubiger der Masse auf, ihre Ansprüche an dieselbe in dem auf den 5 März künftigen Jahres, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Liquidationötermine sogewiß anzuzeigen und zu begründen, als sie sonst ohne besonders erlassen und bekannt gemacht werdendes Präclusiv- decret von der Masse ausgeschlossen bleiben. In diesem Termine soll ein Maffcpfleger und ein Ausschuß erwäblt, auch die Güte versucht werden, weshalb diejenigen, die nicht persönlich erscheinen können, ihre Vollmachten auch darauf zu richten haben, gegenfalls sie als dem Beschlüsse der Mehrheit bcigetreten betrachtet werden. Gießen am 22. Dccember 1845. Gr. Hess. Landgericht. Ploch. 41 Versteigerungen. 117) Montag beit 16. März l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen folgende, dem Georg Malkomesius dahier zustehende Immobilien: alt. neu. oKlstr. „ i/43l. 2 Hofraum, Miststätte in der Jndengasse, 3 6 7240 V4,7. 12. Hofraithe an der Kubgasse, 3 27123. 309. Sicher am obersten Wingert, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen den 14 Januar 1846. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haberkorn. 116) Montag den 2. Februar l. Z., Nachmittags 2 Uhr, sollen nachstehende, znm Nachlasse der Ehefrau des Schuhmachers Eberhard Zimmerinaun dahier gehörige Immobilien: 1) 17 lDKlftr. Hofraithe in der Lindengaffe an Wilhelnz Löher, 2) 88 UlKlftr. oder 26%6 Ruthen Garten in der Scheppeck, zehntfr., giebt 303/4 fr. abgelößte Grundrente, auf beit Antrag ber Erben auf dahicstgem Rath- Hanse an den Meistbietenden mit dem Aussigen versteigert, daß keine Nachgebote angenommen werden. Gießen den 17. Januar 1846. Gr. Hess. Stadtgericht das. I. V. d. D. Haberkorn. De. Zimmerm ann. 113) Dienstag den 3. Februar, Morgens 9 Uhr, soll die Anfuhr von 25 Eub Klafter Pflastersteine aus den Brüchen bei Staufenberg und Veitsberg, auf hiesigem Rathhause an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Gießen den 23. Januar 1846. Der Bürgermeister G g. Reiber. 54) Mittwochs den 11. Februar d. I., Vormittags um 10 Uhr, soll auf der hiesigen Universitäts-Reitbahn der im Uuiversitäts-Marstall beflndliche Grauschimmel- Wallach, Allastor, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Indem man dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man zugleich, daß derselbe 8 Jahr alt und gehörig zugeritten ist. Gießen am 9. Januar 1846. Gr. Hess. Universitäts-Rentamt. M a r t i n. 95) Samstag beit 31. b. M. soll auf ber Brückenbaustelle dahier bte Lieferung von circa 6 Cubikklafter Ziegelmehl mtb 4 Eubik- f(after nb öffentlich an den Wenigstforbcrndcn vergeben werden. Gießen den 19. Januar 1846. Der Provinzialbanmeister Müller. F e i s g e b o r e n. 108) 181 ane des Hames. Weiße unschädliche Schminke die Dose 36 fr. und 1 ft. 12 fr. bei Ehr. Oppermann am Markt. 105) Holländische Vollbückinge und Labberdan sind wieder angekommen bei L- Iah reis. 107) I85as»c «le B*erles. Weiße flüssige Schminke das Glas 48 fr. bei Ehr Oppermann am Markt. 106) Eine vollständige Schleuste im besten Zustande ist in hiesiger Stadt zu verkaufen. Ausgeber sagt von wem? 109) Vinaigre «le Ilenge. Ganz feine Rosa-Schminke das Pot 1 fl. 45 fr. bet Ehr. Oppermann am Markt. 97) Es steht eine neue einspännige Chaise zum Verkauf bei Gießen den 22. Januar 1846. Philipp Walther auf dem Lindenplatz. 110) Pariser Aufsteckökämme empfiehlt Ehr. Oppermann am Markt. 42 Zu vermiethen. 85) Zn dem PH. Wind ecker'schen Hause auf dem Seltersweg ist eine vollständige Familienwoh- nung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. 75) Lehrlingsgesuch •. 2" kiner Färberei wird ein junger Mensel, L ”9'"' 9'f"M 5i,’? f"6* Verniischte Nachrichten. 114) Ein vor mehreren Jabren neu gefertiater Maisch - Distillir - Apparat, mit welchem m 10 Stunden 6—800 Maas Mai, sche abgetrieben werden können, steht mit allen da- i“ «bth-gen Geräthschaften dahier zu verkaufen und ist das Nähere bet Herrn Kupferschmied Kirsch daselbst zu erfahren. 1 ' Gießen den 24. Jan. 1846. 115) Es werden Diejenigen, welche im kaufe des verflossenen Jabrcs für das akademische Hospital im Ganzen sowohl, als auch für die vcrschie, denen akademisch klinischen Anstalten, Arbeiten qe, fertigt oder Lieferungen gemacht haben, hiermit aufgcfordert, ihre betreffenden Rechnungen und zwar 1,1 duPlo? bis längstens zum 20. Februar l. I., an mich abzugeben, gegenfalls spätere Anforderun- -gen unberücksschtigt bleiben müssen. Gießen den 26. Januar 1846. Der Großherzogs. Verwalter P e p p l e r. 112) Vor mehreren Tagen wurde ich von einem Studirenden wegen Verkaufs von Kleidern rc. qe, rufen. Ich war zufällig nicht zu Hause, und es wurde mir diese Bestellung zu spät ausgerichtet. Dieses wissend, benutzte jenen Umstand ein hiessger Handelsjunge und beging die Frechheit, sich für meinen Sohnbei dem Besteller auszugeben, diesem bemer, kend, „er wolle, da er Rothenbergers Sohn fei, die Sachen kaufen." Dies gelang ihm. Ich zeige nun hlerdurch an, daß ich weder einen handelsfähiqen Sohn habe, noch durch Dritte für mich einkaufen lasse, vielmehr alle meine Geschäfte allein be, sorge. Gießen den 27. Januar 1846. Mayer Rothenberger, wohnhaft auf dem Neueniveg. 101) Herzoglich Nassauisches Auleben, Ziehung den 1. Februar 1846, Gewinne fl. 13000, 3000, 2000, 1000 2 ä 400, 2 ä 200 re. ' Dazn sind Original 25 fl. Loose ä 3 fl. so fr bft dem Unterzeichneten zu vermiethen. C. L. Neiß. Frankfurter Cours. Gold- und Silber, Sorten. Neue Lonisd'or. . Friedrichs'dor Ducaten..... 20 Frank-Stücke . . Holl, lo fl. Stücke Engl. Souverains . . Laubthaler..... Preußische Thaler ..*■*. * * * Fünf-Franken-Thaler ....*’ Hochhaltiges Silber . . Gering-mittelhaltigeS Silber' .' I fl. fr. 11 5~ 9 | 46| 5 ! 35 9 27 2 i 431 2 | “i 24 ' 18 24 i 12 Kirchliche Anzeige». Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 24. Januar. Dem Büraer und Schneidermeister, Peter Guntrum, eine Tochter, Johanna Christiane, geboren den 18. Januar. W “ ®tn 2 5. Januar. Eine uneheliche Tochter, Luise Christiane, geboren den 13. Januar. w Beerdigte. Den 22 Januar Dorotbea pine Bertha Marie Kern, des Ortsbürgers in Ma Mar und Schäfers dahier, Wilhelm Kern, ehe-icheT°cht«al24 T gestorben den 20. Januar. ' 1 5"* 11 w'H4, Januar. Ein unehelicher Sohn, Karl, alt 11 M. 4 T, gestorben den 22. Januar. Den 26. Januar. Wilhelm Balthasar Petri, Bürger und Weißbmdcrmeister dah er, alt 56 I. 1 M 20 T nV. storben den 24 Januar. U 8e' Denselben. Eine uneheliche Tochter, Christine Wik- helmine, alt 8 M. 19 T., gestorben den 21. Januar. Hierzu eine Beilage. Israelitische Gemeinde. m ^C£°oCn‘ Den 1. Januar. Dem Fabrikanten Bernhardt Loewe, eine Tochter, Hermine 6t, Den 2 0. Januar. Dem Bürger und Fabrikanten Gerson Homberger, eine Tochter, Karoline. »avncamen. 111) Ich warne hiermit Jedermann, an Nie- manden, selbst meiner Fran, etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für Nichts hafte. Seligmann Hess, wohnhaft bei Hrn. Louis Ferber. Beilage zu Jß, 8* des MrrZeigebLsrtts für die Stadt und derr Kreis Gießen. Angekoinmene und abgereiste Fremden vom 23. bis 26. Januar 1846. In den Gasthäusern. Im Einh»m: Hrn. Kfl. Dörr v. Mannheim u. Melchior v. Bonn. Hr. Heinemann, Mechan. s. Trier. Hr. Dupont, Particulier ». Genf. Herr Graf Montpront, m. Bedien, v. Paris. Hr Görlitz, Partie, v. Kehl Hrn. Kfl. Roller v. London, Brandau v. Marburg, Köster v. Erbach u. Eibcck v. Cassel. Hr. Heimbold tu. Bedien., Minist.-R. v. Hannover. Hr. v. Kressau, Geh R. v Göt- tingen. Hr. Weiland, Nent. v Deutz. Hrn. Kfl. König v. Ems u. Cramann v. Mannheim. Hr. Scholl, Oecon ». Battenberg. Hr. Schmitt, GutSbes. v. Herzogenbusch. Hrn. Kfl. Eifert v. Cvblenz, Weller v. Frankfurt u. Christin v. Mannheim. Im Happen: Hr. v. Starck, Cand. jur. v. Darnistadt. Hrn. Kfl. Göbel v. Wetter, Gottschalk v. Cöln, Leikefelb u. Mcpcr v. Frankfurt. Hr. Boße, Pfarr. v. Ortcnbcrg. Hr. Haberkorn, Reviervcrw. v. Bingen. Hr. Schlunk, Dr. mcd. v. Hanau. Hrn. Kfl. Röder v. Offenbach, Ellinger v. Mainz, Krch v. Aschaffenburg, Cramer v. Elberfeld, Frank u. Janson v. Frankfurt. Hr. Fredcl, Oecon. v. Wiesbaden.-. Hr. Fuhrmann, Secret, v. Coblenz. Hrn. Kfl. Heilmann v. Cassel u. Bingel v. Heidelberg. Hrn. Stud. Dernbach u. Weber v. Marburg. Hr. Arnstein, Kaufm. v. Lauhach. Frl. Weber v. Marburg. /m Prim Carl: Hr. Burck, Oecon. v. Heibach. Hr. Faust, Gastw. v. Weinheim. Hr. Kornel!, Thierarzt v. Mainz. Hr. Render, Bauauseh. v Lübeck. Hrn. Musik. Sellncr, Clement, Troll, Behr u Köhler v. Schönthal. Hr. Klein, Oecon. v Zelle. Hr. Hildebrand, Privattn. v. Friedberg. Hr. Borger, Spedit. v. Offenbach. Hr. Höhr, Uhrm. v. Schönau. Jungfer Wander v. Mainz. Hr. Steinhäuser, Lehr. v. Neukirchen. Hr. Simon, Fabrik, v. Friedberg. Hr. Schmitt, Kanfm. v. Worms. An Hirsch, Hrn. Fuhrl. Läufer v. Bamberg, Klingel- Höfer u. Dönges v. Eckelshausen. Hr. Kaufhold, Goldarb. v. Cassel. Hr. Haubensack, Handelsm v. Gönningen. Hr. Hild, Kupfcrschm. v. Hofgeismar. Hrn. Geschäftsl. Hartmann v. Kredel u Häuser v. Würzburg. Hr. Bock, Gastw. v. Gladenbach. Hrn. Fuhrl. Hillebrand v. Stockhausen u. Wöll v. Laubach. Hr. Sauer, GeschästSm. v. Gladenbach. Im Darmstaedter Haus: HkN. Geschäfts!. Reichenbach v. Frankfurt u. Oeser v. Helmstadt. Fr. Hill v. Alsfeld. Hrn. Handels!. Reiber v. Gönningen, Pröscher v. Schotten, Walter v. Münzenberg u. Eeller v. Großenlinden. Haus- und Landwirthschaftliches. Kituminüse Erde (erdige Draunlwhlr) eiir vorzügliches Mittel zur Zerstörung des Ab- trittgernchs. Hr, Schulinspector Sold an in Friedberg (VorHrn. Bcrgl. Steuerwald, Weber it. Stcigermüllcr v. Oberscheld. Fr Altenseu v. Bobenhausen. Hrn Geschäftsl. Schneider v. Gernsheim u. Altensen v. Wohnfcld. Hr. Corel, Scrib. v. Gernsheim. Im Stern: Hrn. Fuhrl. Ibach v. Siegen u Wall v. Oberbreidenbach. Zungfer Lenz v. Maulbach. Hr. Lipps, Buchdr. v. Frankfurt. Hr. Stender, Maur. v. Lübeck. Hr. Engelbach, Bote v. Biedenkopf. Hr Buhl, Metzg v. Steinheim. Hrn. Privatl. Klein v. Dodenau u. Eberhardt v. Marburg. Fr Börckling v. Hüttenfeld. Hr. Schubert, Kürschn. v. Breslau. Hr. Delger, Goldarb. v. Braunschweig. Hr. Isenberg, Handelsm. v. Heöborn. Hr. Zeis, Buchb. v. Marburg. Hr. Weber, Fuhrm. v. Herborn. Hr. Kaiser, Büchsenmach. v. München. Hrn Handels!. Meper v. Scha- benhauscn u. Halzsen v. Heiligcnstadt. In der Sonne: Hrn. Handels! Wagner v. Beuern, Deisenroth v. Stadtlengsfeld u. Schönfeld v Andreasberg. Hrn. Geschäftsl. Viehmann v. Hochelheim, Mohr u. Lipp- mann v. Riedcrohmen. Fr. Jacobi v. Beuern. Jungfer Wießner v. Altenhausen. In der Hose: Hr. Müller, Baumeist. v. Elberseld. Hr. Weight, Mal. v. Helsingen. Hr. Volkert, Tünch v. Meffelhauscn. Hr. Acheitbach, GeschästSm. v. Gladenbach. Hr. Weitz, Scrib. v. Schotten. Hrn Metzg. Schepp u. Walz v. Hungen. Hr. Ziegler, GeschästSm. v. Steinberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Dr. Baur: Frl. Seidel v. Lich. — Bei Hrn. Sind. Fillmann: Hr Maßen, Jäg. v. Wetzlar. — Bei Hrn. Bürgermeift.-Geh. Faber: Jungfer Faber v. Bobenhausen.— Bei Wittwe Maper: Hr. Katz, Handelsm. v. Müazenbcrg. — Bei Hrn. Ziegl. Braun: Jungfer Böcke! v. Speyer. — Bei Hrn. Balth. Loos: Fr!. Steeg v. Lich. — Bei Hrn. Kobur- ger: Hr. Koburger, Sold. v. Frankfurt. — Bei Hrn. Decan.» Rechn. Dauernheim: Hr. Waas, Oeeon. v. Fauerbach. — Bei Hrn. Stud. Kramer: Hr. Hinckcl, C»ud. theol. v. Vilbel. — Bei Hrn. Schlosserin. Vetzberger: Jungfer Beck v. Blofeld. — Bei Hrn. Laufm. Heß: Hr. Haas, Kaufm. v. Frankfurt — Bei Hrn. Brieftr. Braun: Hr. Führer, Privatm. v. Hohensolms. — Bei Hrn. Heinr. Noll: Hrn. Kfl. Braun v. Marburg u. Noll v. Allendorf. — Bei Hrn. Landger.-Act. Euler: Hr. Fuhr, Verwalt, v. Holzbausen. — Bei Hrn. Dr. Tasche: Fr. Steuereinnch. Dieffenbach v. Friedberg. — Bet Fr. Landricht. Heinzerling: Hr. Göbel, Privatm. v. Wetter. stand der Localsection des großh. Hess. Gewcrbvcreins daselbst) hat über diesen Gegenstand dem großh. Ge- werbverein folgende sehr beachtenöwerthe Notiz mit- getheilt: „Meine Versuche, durch unsre bituminöse Erde, als eine sein zertheilte Kohle, den Abtrittgeruch, besonders auch das Schwefelwasserstoffgas zu zerstören, 44 haben sich, tote früher schon in meiner Wohnung, nun auch in anderen Häusern so bewährt, daß ich dieses Mittel unbedenklich für den fraglichen Zweck empfehlen kann. Selbst eine augesüllte und umgerührte Grube, die recht in Fäulniß war, hörte augenblicklich auf zu riechen, als ein kleiner Korb voll dieses Pulvers hineingeworfen wurde. In Fällen, wo sich in verschlossenen Räumen hauptsächlich Ammoniakgas entwickelt, könnte man der Braunkohle etwas Gyps zusetzen , und zwar gemahlen, wie er auf die Aecker gestreut, wird. Auch von dessen Wirkung habe ich mich bei? mehreren Gelegenheiten hinreichend überzeugt. Daß durch beide Stoffe, in Verbindung mit einander angetoendet, fast das nämliche, vielleicht eben so viel erreicht werden kann, als durch das bekanntlich gegenwärtig in Frankfurt a. M. von Franzosen zu dem nämlichen Zweck auögebeutete, aus theurern Ingredienzien bestehende Mittel, läßt sich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit annehmen. Uns kostet die so verwendete Braunkohle nicht nur gar nichts, sondern wir sind sogar froh, sie auf solche Art verwenden zu können, da diese Abfälle von den geformten Stücken erst wieder geformt werden müßten, um verbrannt zu werden, was eine sehr schmuzige und viel Wasser erfordernde Arbeit ist, daher in einer gewöhnlichen Haushaltung nicht leicht vorgenommen werden dürfte. Es wäre übrigens zu untersuchen, ob nicht dasselbe Resultat auch mit Steinkohlenklein zu erreichen wäre, vielleicht auch mit Torferde, da der wirksame Stoff unstreitig nur die fein zertheilte Kohle ist. Sollte aber auch nur unsere Erdkohle dazu sich eignen, so wäre diese immer noch zu einem hinreichend geringen Preise nach Darmstadt und Frankfurt zu bringen, um durch dieses sehr einfache und wohlfeile Mittel einer vielfach empfundenen widrigen Plage zu begegnen, welche bisher bei allen Bemühungen der Architekten noch nicht vollkommen entfernt werden konnte; denn der Centner unserer Braunkohlen kostet nur 10 fr. und 2 — 3 Centner reichen vollkommen- hin, einen gewöhnlichen Abtritt auf mehrere Monate gänzlich von seinem Geruch zu befreien, ja es reicht hiezu bei sonst richtiger Anlage des Abtritts noch eine weit geringere Quantität schon hin.,, Die an und für sich interessante Mittheilung des Hrn. Soldan verdient gerade eben um so mehr Beachtung, als wie darin bemerkt, in Frankfurt eine Gesellschaft von Franzosen für einen ähnlichen Zweck concessionirt wurde, welche mit der geruchlosen Entleerung der Abtritte übrigens noch ein weiteres Geschäft, nämlich eine auf wissenschaftliche Principien sich gründende Düngerbereitung, zu verbinden beabsichtigt. Das Verfahren, dessen sich diese HHrn. bedienen, ist Gehcimniß, und wir haben Druck uud Verlag der G. T>. 61 ü l’| darüber nur so viel erfahren können, daß zur Entleerung einer Grube zuerst der flüssige Theil derselben vermittelst einer Pumpe in Fässer gehoben, sodann zur Geruchvertilgung pulverförmige thierische Kohle, nach andern Nachrichten auch Eisenvitriol, dem festen Rückstand beigefügt wird. Bei dieser Vermengung werden zugleich auch andere Stoffe beigefügt, welche geeignet sind, einen je nach Verschiedenheit des Zwecks verschieden zusammengesetzten Dünger zu erhallen. So erhält z. B. der Dünger für Weinberge einen Kalizusatz, weil der Weinstock sehr reich an Kali ist, der Dünger für Getraide erhält viel Kieselerde und Gpps, weil beide Bestandtheile vorherrschend im Roggen, Gerste u. s w. gefunden werden u. s. w. — In welchem Verhältnis' rie Wirksamkeit der von den genannten HHrn. angewendeten Mittel, als Geruchver- tilgungsmittel betrachtet, zu der desinficirenden Wirkung der erdigen Braunkohle sich verhält, ist uns unbekannt. Da von Seite des großherzogllchen Ge- werbvereins Versuche mit letzterer anzustellen beschlossen wurde, so werden die Resultate demnächst durch dessen Vereinszeitschrift zur öffentlichen Kenntniß gelangen. Einfluss des Mondes auf die Pflanzen. Der vielfach bestrittene Einfluß des Mondes auf die Pflanzen ist in neuerer Zeit außer Zweifel geset-t, jedoch auch dahin berichtigt worden, daß der Mond nur einen theilweisen und untergeordneten Einfluß äußert. Weil nun aber dieser Einfluß seiner Stärke nach nicht so genau bestimmt werden kann, so ist eS nöthig, viele Beobachtungen zu besitzen, um aus diesen eine Folgerung zu ziehen und die Ergebnisse bei landwirthschaftlichen Verrichtungen als Regeln beobachten zu können. Die bis jetzt ziemlich bestätigten Erscheinungen sind ungefähr folgende: 1) Bau- und Nutzholz soll man 2 bis 3 Tage vor dem Neumonde also bei sogenannten kleinen Monde, fällen, indem es zu dieser Zeit am wenigstens Saft besitzt, was auch mit der Beobachtung übereinstimmt, daß zwischen dem letzten Viertel und Neumonde im Durchschnitt am wenigsten Regen fällt. Eichenbauholz soll man vor Gallus (16. October) bei kleinem Monde fällen, weil alles Holz, was nicht nach diesen Regeln gehauen wird. — 2) Pflanzen, welche durch Entziehung deö Lichtes verbleicht waren, sollen durch das Mondlicht wieder grün geworden sein. Früchte, die dem Mondlichte ausgesetzt sind, sollen eher reifen; tobte Thiere im Mondlichte schneller verwesen. — 3) Es wird auch bei uns vom Landmann angenommen, daß gewisse Pflanzen, bei zunehmenden Monde gesäet werden. Dahin gehören grüne Gewächse, Salate re. Wurzelgewächse sollen dagegen besser in abnehmendem Monde gesäet werden. chen Buch- und Steindruckere, in Meßen.