AnzeigMatt für die Stadt und -en Kreis Gießen. JV1. 6. Mittwoch den 21. Januar 18-5I6» Amtliche Bekanntmachungen. Zu Rr. K. G. 503. Gießen am 14. Januar 1816. Betreffend: Die Ausbesserung der an die Ortsstraßen und das Feld gränzenden Einfriedigungen. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen an sämmtliche Gr. Bürgermeister des Kreises (mit Ausnahme des zu Gießen.) Die vielfachen Klagen über den durch nicht gehörige Einfriedigung der an die Ortsstraßen und das Feld gränzendcn Hansgärten, oder die mangelhafte Unterhaltung dieser Einfriedigungen entstandenen Schaden und über die Schwierigkeit, die Feldfrevel zu entdecken, zu deren Begehung die f. g. Hinterlücken nicht unbedeutenden Vorschub geben, veranlassen mich, nach eingeholter höchster Ermächtigung, zu versügen, daß von nun an alle an das Feld oder die Ortsstraßen anstoßenden Einfriedigungen oder Hecken der Gärten und Hofrai- then stets in solchem Stande erhalten werden müssen, daß nicht allein das Gehen der Menschen durch die Lücken unmöglich gemacht, sondern auch dem Vieh die Gelegenheit benommen wird, durch diese Lücken in die Gärten und das Feld einzudringen und Schaden anzurichten re. Diejenigen, welche Ihren Aufforderungen zur Ausfüllung der an den Zäunen re. entstandenen Lücken binnen der von Ihnen zu bestimmenden Frist nicht Genüge leisten, verfallen in eine Strafe von 30 Kreuzer. Sle haben diese Bestimmungen öffentlich bekannt inachen und an diejenigen Ortscinwohner, deren Einfriedigungen von Gärten mangelhaft sind, die Aufforderung ergehen zu lassen, die Lücken binnen einer angemessenen Frist auszusüllen. Solche, die keine Folge leisten, so wie später vorkommende Nichtachtungen dieser Anordnung haben Sie zur Anzeige zu bringen, damit Bestrafung auf dem Feldrügengericht erfolgt. Zugleich weise ich Sie an, die Feldschützen und Feldgeschworncn hierüber besonders zu instruiren, damit auch diese nach Kräften zur Entfernung der gerügten Mißstände beitragen. Sie selbst werden sich durch öftere Besichtigung an Ort und Stelle überzeugen, ob die Feldschützen und Fewgeschworne ihre Schuldigkeit thun und von etwaigen Nachlässigkeiten inir Nachricht geben. Binnen 8 Tagen erwarte ich beachtliche Anzeige über die Bekanntmachung dieses Erlasses. Unter Hinweisung auf den Inhalt des §. 34. der Bauordnung für die Stadt Gießen, und unter Bezugnahme auf die dcsfalls an die betreffenden Häuserbcsitzer ergangene mündliche Aufforderuna, wird nunmehr der Termin zur Erfüllung der Verbindlichkeit „die Gebäude an den Straßen mit Dachrinnen und Ablauf-Röhren bis zur Erde zu versehen" £,6JUmJ:vDZai. laufenden Jahres mit dem Anfügen festgesetzt, daß die Säumigen nach Ablauf gedachter Frist polizeiliches Einschreiten zu gewärtigen haben. Gießen den 16. Januar 1846. Der Großherzoglich Hessische Kreisrath des Kreises Gießen. Prinz. 28 Versteigerungen. 85) Nachstehende Arbeiten, als: 1) Zimmerarbeit, veranschlagt zu 131 fl. 2) Maurerarbeit, „ „ 1683 „ 3) Schlosserarbeit, „ „ 20 „ 4) Weißbindcrarbeit, „ „ 5 „ 5) Schreiuerarbeit, „ „ 385 „ 6) Steindeckerarbeit, „ „ 11 „ 10 fr. 45 „ 16 „ M 24 „ — ,, /, ff ff ff 45 3 860 481 ft 50 18 40 112 „ 345 „ 35 „ 10) Fuhrlohn, 11) Handarbeit, 12) Steinbrecherlohn, 13) Steinklopferlohn, 14) Chaussirarbeit, 7) Pflasterarbeit, ,, 8) Gärtnerarbeit, „ 9) Reinigung von Oefen, sollen Dienstag den 3. Februar, Morgens 9 Uhr, auf hiesigem Rathhaus versteigert werden und kön. nen Voranschläge und Bedingungen an den Ge: 40 „ — „ schäststägen eingesehen werden. Gießen den 17. Januar 1846. Der Bürgermeister Gg. Reiber. 78) Kommenden Freitag den 23. Januar, • Vormittags 10 Uhr, werden in dem hiesigen Gemcindewäldchen 16 Stecken Schcidholz, 5 „ Prügelholz, 16 „ Stockholz und 700 Buchen-Wcllen öffentlich meistbietend versteigert werden. Steig- lustige werden eingeladen, sich um die bestimmte Stunde einznfinden. Heuchelheim am 18. Januar 1846. Der Bürgermeister Reidel. 58) Die zum Nachlaß der Wittwe des Gym- nasial-Pedellen Diehl dahier gehörigen Mobilien, ncmlich Kleiderschränke, Tische, Kommoden und Bettstellen, sodann Bettung, Kleidungsstücke und verschiedene Küchengcräthschaften sollen Donnerstag den 22. d. M., Nachmittags 1% Uhr, ttt der Wohnung der Wittwe des Orgelbauers Bürg» gegen baare Zahlung versteigert werden. Zugleich werden alle diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an gedachten Nachlaß haben sollten, aufgefordert, solche im Termin Donnerstag den 5. k. Ai., Nachmittags 2 Uhr, in dem Eommissionszimmer Gr. Hess. Hofgcrichts anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls sie bei der Aufnahme deö Inventars und Verthcilung dcS Nachlasses unberücksichtigt bleiben. Gießen den 14. Januar 1846. Stürz, Gr. Hofgerichts-Secretair. 59) Samstag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll auf hiesiger Brückenbaustelle die Herbeifnbr von circa 66 Cubikklaster Mauersteine aus den Stein, brüchen bei Beuern und Burkhardsfelden, sowie dre Herbeifuhr von Quadern aus den Steinbrüchen am Ziegelberg und Hasenkopf bei Beuern, öffentlich an den Wenigstfordcrnden in Accord gegeben werden. Gießen den 13. Januar 1846. Der Gr. Provinzialbaumeister Müller. 69) Freitag den 23. d. M., sollen in dem Domanialwald des Reviers Schiffenberg, in den Districten Altgehegte, Schinderskopf ic. nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden. 1 Stecken Buchen-Scheidholz, 11 „ Birken- und Eichen-Scheidholz, 6 „ Aspen-Scheidholz, 2*4 ,, Buchen-Prügelholz, 9% „ Birken- und Eichcn-Prügelholz, 11 „ Nadel- und Aspen- „ 19 ,, Buchen-Stöcke, 127’4 ff Birken- und Eichen-Stöcke, 20 „ Nadel- und Aspen- „ 400 Gebund Buchen-Reifer, 7700 „ Eichen- „ 3250 „ Radel- und Aspen-Reiser, 400 „ Dorn-Reiser, 118 Stück Eichen-Stammholz 582 Cubikf, haltend, 9 ,, Radel- „ 94 „ ,, 17 „ Eichen-Stangenholz 27 „ „ 177 „ Radel- „ 53 V, „ Die Zusammenkunft ist nm 9 Uhr am Günters Grab. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Kredit bis Johanni d. I. gegeben. Gießen den 16. Januar. 1846. Der Gr. Hess. Revierförster des Reviers Schiffenberg v. Buseck. 29 Feilgeboten. 81) Meine fertigen Herrnkleider Paletots, Oberröcke, Hosen und Westen, um schnell damit zu räumen, empfehle ich zu sehr billigen Preisen. M. Heß, Lit. A .M 55. 76) Ich habe von folgenden Waarengegenstän- den neue Zusendungen erdalten, als von Filz- und Seidenhüten, wie solche erst seit wcmgen Monaten Mode geworden sind, ä 2% ft bis 57., fl. Von achter Bielefelder Leinewand, recht feste Kernwaare, im Preis von 28 biö 7t sl. bas Stuck von beiläufig 60 Darmstädter Ellen. Lasting« und Atlas-Cravatten von 36 kr. bis 1 fl. 45 kr. das Stück. Aechtes Bau de Cologne von Joh. Maria Farina in Cöln. Auch ist wieder eine schöne und große Aus« wähl guter Schlafröcke ä 5 bis 14 fl. und von schwarzseidcnen und baumwollenen Regenschirmen und fertigen Hemden von Baumwoll« tuch und Leinwand von 1 fl. bis 5 fl. Alles eigene Fabrikation, vorräthig, für deren gute, gediegene Qualität ich garantire. Diese Artikel, sowie mein stets bestens assor- tirtcs Lager von Wollentuch, Bonkskings und Westen aller Art, empfehle ich höflichst zu geneigter Abnahme, und verspreche die billigst möglichen Preise. Gießen im Januar 1846. Georg Emil Böhm. 71) Berliner Pfannkuchen mit und ohne Fülle, alle Arten Obst-Torten, Kuchen und Theeback- werk zu täglichem Verkauf stets frisch, auch bie Eistorten mit Früchten und Blumen garnirt, nebst allen übrigen Artikeln, Punsch-, Bischoff-Essenzen und Liquere rc. empfiehlt bestens und bittet um geneigte» Zuspruch Louis Lind. 86) Frische spanische Trauben, römische Haselnüsse, Tafelmandeln, Tafelrosinen, Citronen und Orangen empfiehlt Adolph Höpfncr, Conditor. 72) Feinste Punsch-Essenz, pr. Flaeon Ifl. 12 kr., neue boll. Häringe, pr. St. 4 kr., 6 kr., dürre Zwetschgen pr. £ 9 kr. empfiehlt H. Hermann. 83) Fastenbretzeln sind täglich frisch zu haben bei Carl Noll, in den Neuenbäuen. 67) Cosmetique americaln. Neues untrügliches Mittel des Dr. Duncan aus Philadelphia, zur Vertreibung der Finnen und des .Kupferausschlags im Gesichte, - Flaeon % Rtblr. Aecht englisches Gichtpapier -> Blatt 27, Sgr. bei Carl^Frech. 70) Aecht Kölnisches Wasser empfiehlt zu sehr billigen Preisen Th.^Brurnmer. Zu vermiethen. 79) Eine freundliche Familienwohnuug, bk, stehend in 5 Zimmern, einem Cabinet, einer heizbaren Mägcekammer, einer großen und mehreren kleinen Bodenkammern, Küche, Speisekammer, Keller und Holzrcmise, ist bei dem Unterzeichneten zu vermiethen. Damit ist der Mitgebrauch der Wasch, küche und nach Verlangen die AbgabeIeines Stücks Garten verbunden. Dr. Weber. 53) Eine Familienwohnung , [ bestehend in 6 heizbaren Zimmern, Küche, .Keller und Holzstall, ist zu vermiethen bei Zörb, Ziegler. Vermischte Nachrichten. 8) Da mit dem 1. Januar 1846 die Zins« coupons von den am 1. Januar 1836 cmittirten Schuldscheinen des hiesigen Gesellschafts-Vereines zu Ende gehen, so werden die dermaligen Besitzer resp. Eigentbümer der bis hierher unabgetragen gebliebenen Schuldscheine hiermit aufgefordert, die neuerdings gefertigten Zinscoupons vom 1. Juli 1846 bis zum 1. Januar 1856 gegen die Rückgabe der den abgelaufenen Zinsabschnitten beigefügt gewesenen Anweisungen (Talons) befidem der« maligen Gesellschaftsrechner Herrn Univcrsitäts- Rentamtmann Martin dahier Samstags den 24. Januar 1846, Nachmittags 4 Uhr, und zwar in dem Gesellschaftshause jtii Empfang zu nehmen. — Gießen am 27. December 1845. Der Gesellschafts-Vorstand. 30 bewerft - Verein. 84) Haupt - Versammlung der hiesigen Lokalsection des Gr. Ge- werb-Vereins nächsten Samstag den 24. l M, Nachmittags präcis 6 Uhr, Vortrag: Mittheilungen des Vorstandes über den zu veranstaltenden Unterricht in zweckmäßiger Anlage von Feuerungen, sowie über einen Beschluß der Ausschüsse des Hauptgewerb- Vereins. Gießen den 19. Januar 1846. Der Vorstand. 77) Im Rechnenunterricht in der Feierabend« stunde sind noch einige Plätze offen, namentlich für Bauhandwcrker, welche sich zur Prüfung als Meister vorzubcreiten wünschen. Hierauf Neflectirende wollen Näheres in Lit. C. 20. erfragen. Gießen den 16. Januar 1846. 73) Unterzeichneter wird Samstag den 24. d. M. im Gasthaus zum Prinz Karl ein Vocal- und Instrumental-Concert geben und ladet hierzu ergcbeust ein. Billcts ä 30 fr. sind in meiner Wohnung zu haben. Gießen am 19. Januar 1846. H Hofmann. 82) Einem geehrten Publikum zeige ich hiermit ergcbenst an, daß ich meine Wohnung auf dem Seltersweg Lit. C. ^45 153. verlassen habe und nun in der Katharinengasse Lit. C. M, 175. neben Herrn Weißbinder Bollmann wohne. Christian Schwalb, Dachdeckermcister. mir nicht betreten wird, so habe ich mich „nölens volens " zu fügen und werde demnächst das Dictum befolgen, d h. meinen Arrest antreten. Um unklaren Gerückten zu begegnen und die dem Publicum schuldige Aufmerksamkeit gehörig zu würdigen, übergebe ich diese Zeilen der Oeffentlich- keit und bemerke dabei, daß mein Geschäfts-Büreau auch für die Dauer meiner Abwesenheit Jedermann zugänglich und mein Rath und Beihülse nicht abgeschlossen ist, während Herr Hofgerichts- Advokat Gotlschalk die Güte haben wird, wo nöthig, meine Person im Dienste zu vertreten. Sic eunt fata hoininum! Gießen am 14. Januar 1846. P. A Koch, Gr. Hess Hofgcrichts-Advokat. 80) Ein junges Mädchen, welches alle Hausund Handarbeiten verrichten kann und auch gut mit Kindern umzugehen versteht, suckt Dienst bei einer ansehnlichen Herrschaft. Das Nähere ist zn erfragen in der Erped. d. Bltts. 75) Lehrlingsgesuch In einer Färberei wirb ein junger Mensch mit oder ohne Lehrgeld gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. 56) Zur Nachricht Auf Anklage des Herrn Hofgerichts-Naths Dr. Nöllner dahier wurde ich von dem Criminal- Senat des Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Obcrhessen durch ein mir am 7. d. M. publi- cirtes Urtheil wegen Verletzung dessen (Nöllner's) Amtschre in eine bürgerliche Arreststrafe von vierzehn Tagen, unter Berurtheilung in die Hälfte der ltntersuchungskosten, verfälligt, — da mir aber gegen dieses Slrafcrkenntniß in materieller Hinsicht kein Rechtsmittel zustehk, und der Gnadenweg von Frankfurter Cours. Gold- und Silber-Sorten, fl. fr. Neue Louisd'or..... Friedrichs'dor..... Ducaten....... 20 Frank-Stücke . . . Holl. 10 fl. Stücke . . . Engl. Souverains . . Laubthaler...... Preußische Thalcr . . . . Fünf-Franken-Thaler . . . Hochhaltiges Silber . . . Gering-mittelhaltiges Silber 11 5 9 46 5 36 9 27 9 55 11 55 2 431 1 443f 24 19 24 12 Nach der Börse 1J Uhr: 5 t. span. 28 Geld; 3pCt. inl. span. 331—i Geld. Hierzu eine Beilage. z» M «. des Anzeigeblatts für die Stadt und den Kreis Gießen. Vermischte Nachrichten. 63) Ein braver Bursche wird in ein hiesiges Handlungsgeschäft, alsbald in Dienst gesucht. Wo? sagt die Erped. d. Bltts. 87) Sonntag den 25. d. M. 1846 wird zu einem milden Zweck in Friedberg, im Trapp'schen Saale, ein Ooncert de Ball stattfinden, wozu crgebenst eingeladcn wird. 74) Gei dem am 16. d. M. im Busch'schen Garten abgehalteuen Studentenballe ist wabrscheiu- lich aus Versehen ein noch neuer Seiden-Filzkut mitgenommen oder vertauscht worden. Man bittet, denselben bei der Erpedilion d. Bltts. gefälligst zu- rückzugeben resp. umzutauschen. Kirchliche Anzeigen Evangelische Gemeinde. Getauft. Den 18. Januar. Dem Bürger und Laternenwärter, Philipp Schnecko, ein Sohn, Johann Christian Friedrich, geboren den 6. Januar Beerdigte. Den 17. Januar. Christiane Fricde- ricke Luise Fabricius, des verstorbenen Großherzoglichen Forst. Verwalters, Georg Alexander Fabricius, eheliche Tochter, alt 61 I. 1 M. <8 T, gestorben den 15. Januar. Den 18. Januar. Georg Maximilian Frutig, des Ortsbürgers zu Hungen und Arresthausverwalters dahier, Johannes Frmig, ehelicher Sohn, alt I I. 6 M. 12 T., gestorben den 15. Januar. Angekommcne und abgereiste Fremden vom 16. bis 19. Januar 1846. Hr. Neuling, Stud. med. v. Bingen Hr. Wchrschmidt, Werkführ. v Cöln. Hr. Hund, Kutsch. v Marburg. In den Gasthäusern. Im Einharn: Hr. Wagner, Rcnt. v. Trais. Hrn. Kfl. v. Barp v. Frankfurt, Weil v. Mainz, Rohland v. Bremen u. Färber v. Emmenthal. Hr. GäckuS, Fabrik, v Steinheim. Hr. Haberkorn, Revierförst. v. Rodheim. Hr. Rothschild, Oecon. v. Vöhl Hr. Sandmann, Gutsbes. v. Gelnhausen. Hr. Kissel, Banq. v Frankfurt. Hr. Seitz, Oecon. v. Ockstadt. Hr. Gehrung, Rent. v Humpoltshauscn. Hrn. Kfl. Kramer v. Fulda, Arndt v. Jugenheim, Neubauer u. Wolschcndorf v. Frankfurt. Fr Gräfin v. Küffclef m. Fam. u Bedien, v. Moseau. Hr. Grande, Rent. v. Berlin. Hrn. Kfl. Laudenburg v. Mannheim, Janson v. Bremen, Kriesbock v. Elberfeld u. Christ v. Elpenrod. Hrn Gutsbes. Freiherr v. Ncitzcnstein v. Magdeburg u. Freiherr v. Nau v. Bcpenheim. Hr. Freiherr v. Bock, Ncnt. v. Wiesbaden. Hrn. Partie Dregcr u. Kaliborn v Augsburg Hrn. Kfl. Kappler u. Wrpdt v. Frankfurt. Im Kappen: Hrn. Kfl. Tennel v. Hanau, Heinemann v. Emrich u. Fleischer v. Bingen. Hr. Wenderath, Cond, v. Cassel. Hr. Riling, Gutsbes. v. Kaufbeuern. Hr. Dietz, Privatm. v Romrod. Hr Schröder, Posth. v. Lauterbach. Hr. Klug, Müll. v. Königstein. Hr. Löffler, Verwalt, v. Hirzenhain. Hr v. Balshausen, Gutsbes. v. Cöln. Hrn. Kfl. Schweizer v. Hersfeld, Scpfert v. Offenbach u. Neu- bürg v. Elberfeld. Hr. Leichtweiß, Access, v. Darmstadt. Fr. Landr. Hille v. Marburg. Hr. Lerch, Oberbaur. v. Darmstadt. Hr. Schulde, Müll. v. Staden. Hr. v. Starck, Gand. jur. v. Darmstadt. Hrn. Oecon. Fritzke v. Münster u Häuter v. Berlin. Im Prim Carl, Hr. Figelius, Gärtn v. Laubach. Hr. Neumann, Pfarr. v. Gerau Hr. Gernsheimer, Müll, v. Bamberg. Hr. Keil, Oecon. v. Babenhausen. Hr. Ge- scheid, Schrein, v Butzbach. Hr. Schleuning, Kaufm. v. Mainz. Hr. Finck, Privatm v. Albach. Hr. Löhr, Fabrik, v. Lampertheim. Hr. Borger, Spedit. ».Offenbach. Jungfer Habicht v Schlitz. Hr. Schmitt, Gastw. v. Friedberg. Hr. Naue, Privatm. v. Marburg. Hr. Hermes, Lehr. v. Cassel. Im Stern: Hr Rosbcim, Sold v. Manenheini. Hr. Stronz, Bürstcnfabrik. v Frankfurt. Hr. Ortwein, Drechsl. v. Cassel. Hr. Wambold, Fuhrm. v Großgcrau. Hr. Klein, Postill. v. Butzbach. Hrn Steinh. Schweißgut v. Haarhausen u Hammerschmidt v Schlitz. Hr. Vetter, Goldarb. v. Berleburg. Hrn. Maur. Mincks v. Keslin, Kruse u. Döring v Segenberg. Hr. Platzer, Privatm. v. Homberg. Jungfer Pfeiffer v. Biedenkopf. Hr Franz, Schieferdeck. v. Darmstadt Hr. Maul, Oecon. v. Ramstadt. Hr. Weiser, Han- delsm v. Schadenhöhen. Im Darmstaedter Haus: Hr. Huwer, Hlltmach. V. Strawing. Hr. Jacobi, Fuhrm. v. Büdingen. Hrn Ge- schäftsl. Vogt v Lehrbach u. Reiber v. Gönningen. Hr -rplius, Renuneist v. Beienheim. Hrn. Geschäfts!. Hill v' Alsfeld u. Lauster v. Anschbach. Hr. Vogel, Handelsm^ ». Semmt. In der Sonne: Hr. Wagner, Handclsm. v. Beuern. Jungfer Marr v Bleidenroth. Hr. Fischer, Mal. v. Augsburg. Hr Klein, Geschäftsm. v. Bleidenroth. In der Rose; Hr. Zinn, Bäck v. Lauterbach. Jungfer Seitz v Grimberg. Hrn. Handels!. Silberberg v. Fritzlar u Reiß v. Ulrichstein. Jungfer Rincker v Hungen. In den Privathkiusern. Bei Fr. Möbus: Frl Philippi v Friedberg. — Bei Hrn. Dr. Tasche: Hr. Schweißgut, Kaufm v. Friedberg — Bei Hrn. Schrein. Hellmold I-: Jungfer Aubel v Wieseck — Bei Hrn. Dr. Drescher: Hr. Röhrig, Kaufm. v. Oberseim — Bei Hrn. Schuhm. Löbcr: Hr. Bock, Privatm. v. Gladenbach. — Bei Hrn. Maur. Rodner: Jungfer Echopbach v Alsfeld. — Bei Fr. Pfarr. Briegleb: Frl Carrst-re v. Lana- göns. — Bei Wittwe Leng: Fr. Rappolt v Altenburg — Bei Hrn. Hofger.-Advoc. Krauskopf: Fr. Hofsäg. Lana v. Niedermörlau. — Bei Hrn. Kaufm. Windecker: Hr. Fresenius, 32 Pfarr. v Crumbach — Bei Hrn. Hofger.-Adv. Pfannmüller: Hr. Schweißgut, Pfarr. v. Busenborn. — Bei Sin. Stud. Mclior: Hr. Melior, Cand. v. Friedberg. — Bei Hin. Buchb. Hofmann: Jungfer Atzelhöfer v. Gladenbach. — Bei Wittwe Schwan: Jungfer Gütting v. Gladenbach. — Bei Hrn. Physik-Arzt Dr. Stammler: Frl. Stammler v. Alsfeld. — Bei Hrn. Marc. Arnstein: Hr. Arnstein, Kaufm. v. Laubach. - Bei Hrn. Stud. Schildwächter: Hr. Röschen, Cand. v. Friedberg Haus- und Landwirthschaftliches. Wie man in Friedland in Böhmen die kranken Kartoffeln behandelt. Auch in unserer Gegend herrscht die so allgemein verbreitete und Verderben bringende Kartoffel- krankbeit, und zwar in einem nicht unbedeutenden Umfange; denn so weit es sich erheben ließ, beträgt die ganze Ernte auf der Herrschaft Friedland 177,109 Strich; bei dieser Summe sind natürlich die ganz schlechten Kartoffeln, welche beim Herausnehmen gleich von den bessern abgesondert wurden und auf dem Acker liegen blieben, nicht gerechnet; unter obiger Summe befinden sich 75,481 Strich kranke und 101,628 Strich gute Kartoffeln, also mehr als % Theile kranke. Leider ist das Unglück da und wir können cs nicht ändern; unsere Sache ist es nun, die noch ge- simden Kartoffeln zu erhalten zu suchen, um uns vor Mangel an Samen zu schützen. Der Unterzeichnete erlaubt sich nun, die Maßregeln, die hiergegends zur Erhaltung der gesunden und wo möglichen Verwendung der kranken Kartoffeln ergriffen wurden bekannt zu machen. Beim Herausnehmen der Kartoffelil winden die ganz schlechten, welche zu gar keiner Verwendung mehr taugen, von den guten abgesondert unb auf dem Acker liegen gelassen; die übrigen Kartoffeln wurden auf eine Scheuertcnne gefahren, wo sie genau durchgelesen und die anbrüchigen von den guten getrennt wurden; die abgesonderten guten Kartoffeln wurden auf der Tenne so oft umgeschauselt, bis sie ganz trocken waren; nun wurden sie in luftige Keller oder Gemächer gebracht (in Erdgruben ist die Aufbewahrung nicht räthlich,) allwo sie in kurzen Zwischenräumen wieder durchgelesen und die anbrüchigen von den guten abgesondert wurden. Freilich erfodert dieses Geschäft viele Aufmerksainkeit und verursacht Auslagen, aber doch hat man bis jetzt die beruhigende Ueberzeugung, daß die gesirnden Kartoffeln größten- theils erhalten werden. Um nun auch die anbrüchigen Kartoffeln wo möglich zu verwenden, wurden dieselben theils zur Fabrikation des Stärkemehls verwendet, theils verfüttert. Die Fabrikation ves Stärkemehls dürfte Druck und Verlag der G. D. Brühl's wohl Jedein bekannt sein; die Verfütterung der kranken Kartoffeln geschieht, wie folgt: Die zur Verfütterung bestimmten Kartoffelil werden . gehörig abgewaschen, dann zerkleinert oder gescharbt und kommen dann in einen mit Wasser gefüllten Zuber, wo sie 24 Stunden stehen bleiben. Nachdem sie nun auf diese Weise hinlänglich gewaschen sind, werden sie mit Salzwasscr besprengt und unter das Brühfuttcr, unter Anincngung von Spreu gegeben und verfüttert. Dieses Futter ist dem Äiehe keineswegs nachthcilig, denn das Vieh bleibt wohlaussehend und milchergicbig wie früher, wo sich doch beim Rindvieh der schädliche Einfluß zuerst bei der Milchnutzung bemerkbar machen sollte. Die von vielen Oekonomen aufgestellte Behauptung, daß neuer Same aus Nordamerika von dieser Krankheit verschont bleibe, hat sich hierorts nicht bewährt. Auch hat man hier die Bemerkung gemacht, daß die Kartoffeln in feuchtem Boden oder in frischem Dünger vorzugsweise von dieser Krankheit hcimgesucht wurden. Zeitlich gesetzte und zeitlich herausgenommene Kartoffeln sind hier größtentheils gesund geblieben, während die später gesetzten Kartoffeln, von einem und demselben Acker und von einem und demselben Samen, säst ganz schadhaft sind. Daraus läßt sich wohl Meßen, daß diese Krankheit durch schädliche Wittcrungseinflüsse entstanden sein mag. Friedland in Böhmen, 25. Nov. 1845. 3- Weiß. Unfehlbares Mittel, im Winter das Wild- pret von den Bäumen abiuhulten. Man bestreiche die Rinde der Bäume zwei Fuß hoch vom Boden an mit einer Mischung von Thran und Oker. Dieses Anstreichen erneuert man im Winter zwei bis dreimal. Die Knospen dars man aber mit dieser Mischung nicht bestreichen, denn sonst fallen sie ab. Vie Slüthen vor dem Spätfröste ;u sichern. Man setze das obere Stück einer Gießkanne auf eine Handpumpe und bespritze mit dieser die Bäume mit lauwarmem Wasser. Buch- und Steindruckerei in Gießen.