AnzeigMatt für die Stadt und -en Kreis Gießen. 1846 Mittwoch den 15. April M 30 Auszüge aus dem Gr- Hess- Regierungsblatt- Nr. 16. vom 8. April 1846. Polizey-Publicandum. Gießen den 14. April 1846. 11) ein Armband von Perlen mit Schlößchen, 2) 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) eine Okrnadel, ein Geldbeutel, ein Kissen-Ueberzug, ein Kinderstauchen, fünf kleine Halstücher, vier Kindeetaschen. eine Leiter, ein Kindermantel, eine Wagenkette, ein Notenheft, mehrere Schlüssel, ein Sackmesser, ein Schleier, ein Stock, ein Schiebkarren, ein Federmesser. 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19) Kreise Friedberg, übertragen. X. Dienstentbindung: am 27. Marz wurde der Geheime-Rath Carl Christian Knorr zu Gießen auf Nach, suchen wegen geschwächter Gesundheit und unter Bezeigung der allerhöchsten Zufriedenheit mit seinen langjährigen treuen Diensten, von den Funktionen eines Provinzial-Commiffars der Provinz Oberheffen entbunden XI. Co neu rrenz-Eröffn ungen. Erledigt find: die katholische Pfarrstelle zu Hirschhorn, im Kreise Heppenheim, mit einem jährlichen Ertrage von 1614 Gulden, wobei jedoch der Pfarrer die Verbindlichkeit hat, einen Kaplan zu halten und demselben nebst freier Station 120 Gulden zu verabfolgen; die katholische Psarrstelle zu Hesselbach im Landrathsbezirke Erbach, mit einem jährlichen Ertrage von 548 Gulden, zu welcher dem Herrn Fürsten von Lemingen das Präsentationsrecht zusteht; die evangelische Schullehrerstelle zu Hartershausen, im Kreise Alsfeld, mit einem fahr- litten Gehalte von 287 Gulden 43 Kreuzer nebst zwei klaftern Holz für Heizung des Schulloeals, zu welcher dem Herr» Grafen von Schlitz genannt von Görz das Präsen- tationSrecht zusteht; die Stelle eines Obersteuerboten zu Gladenbach, im Odereinnehmereibezirke Biedenkopf; concur- renzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen bei Großh. Oberfinanzkammer I. Sektion zu melden. wurde der Kreisrath des Kreises Gießen, Christian Prinz, zum Provinzial-Commiffär für die Provinz Oberheffen ernannt; am 30. Marz wurde dem Schulvicar Adam Sattler aus Affolterbach die evangelische Schullehrerstelle zu Melbach, im Der Gr. Hess. Kreisrach des Kreises Gießen Prinz. 1. Bekanntmachung, die Nichterhebung einer Umlage in der Gemeinde Gernsheim für 1845 betr. II. Bekanntmachung, den Ausschlag einer nachträglichen Umlage für 1816 in der Gemeinde Reichenbach, Kreises Bensheim betr. _ . ... , III. Umlagen zur Bestreitung von Communalbedurf- niffen in'den Gemeinden des Landrathsbezirks Erbach für 184«. IV. Desql. der israelitischen ReligionSgememden IM Kreise Offenbach für 1846. V. DeSgl. der israelitischen Religionsgemeinden im Kreise Grünberg für 1816. . , VI. Desgl. der israelitischen Religionsgemeinden tm Kreise Bensheim für 1846. VII. Bekanntmachung, die Niederschlagung einer Umlage der Gemeinde Reibertenrod für 1816 betr. VIII. Bekanntmachung, die Umlagen der Gemeinde Niederweinheim, im Kreise Alzei, für 1846 betr. IX. Dienstnachrichten.- am 19. März wurde ter von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die erste evangelische Schullehrerstelle zu Wenings, im «reise Budm. nen, präfentirte Schulvicar Georg Freimann daselbst, für diese Stelle befläfiat; am 20. März wurde dem evangeli- swen Pfarrer Ludwig Wilhelm Christian Köhler zu Stumpertenrod , im Kreise Grimberg, die evangelische Pfarrstelle zu Ostheim, im Kreise Friedberg, übertragen; am 24. Marz ist der Bürgermeistereischreiber NicolauS Horn in Osthofen als Posterpeditor daselbst bestätigt worden; am 27. Marz 1) zwei baumwollene Regenschirme, eine Brille, Nachstcbend verzeichnete, als gefunden auf das Polizeibüreau dahier abgegebene, Gegenwände sind bis jetzt nicht abgeholk worden. Dieselben sollen, wenn sich binnen 8 Tagen die Et- aentbümer nicht dazu legitimiren, oder solche von den Findern nicht rttlamirt werden, zum Besten der Heftqen Armenkasse verwerchet werden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. 182 Edictalladung. 593) Nachdem der Heinrich Breul und dessen Ehefrau, Anna Catharine geb. Schade zu Kalkobes eegen den Johannes Sticbing von da, folgende Klage: „Nach gerichtlich bestätigtem Kaufverträge vom „6. Juni 1833 erwarb David Stiebing zu „Kalkobes von der Witkwe des Johannes „Stiebing und deren Kinder Haus und Gär- „ten und übernahm dagegen die Verpflichtung „dem Verklagten den freien Aufenthalt tut „Hause während des ledigen Standes, zu ge- „währen, 41 Tbaler Erbgeld und 10 Tbaler „zur Erlernung eines Handwerks zu geben. „Wir haben nun von dem Erwerber bezüglich dessen Frau durch gerichtlich bestätig- „ten Vertrag vom 20. Juni 1833 diese Grund- ,,stücke erworben und besstzen sse noch. Ver- „klagter, welcher damals nach Amerika aus- „wanderte, erhielt von uns die 51 Tbaler „ansbezablk, und verzichtete zu unfern Gun- „sten auf sein Einsitzrecht, versprach uns auch „hierüber eine löschungsfähige Urkunde aus- „zustellen, was wir anuabmen. Da er dies „seither jedoch gütlicher Anforderung nnge- „achtet nicht gethan hat, so klagen und bit- len wir: „Verklagten hierzu anzubalten und zum „Kostencrsatz zu verurtheilen" angestellt und behauptet haben, daß der Wohnort des Verklagten unbekannt sei, so wird dem Verklagten die Klage hierdurch mitgetheilt um sich darauf im Termine den 8. Mai d. I., und im Falle des Ungehorsams im zweiten Termine den 22. Mai d. I., bei Meldung des Eingeständnisses und der Ausschließung zu erklären und mit den Klägern 'bis zum Schlüsse zu verbandeln, dem Verklagten auch eröffnet, daß alle weitern Veisügungen in dieser Sache, im Falle des Ausbleibens nur durch Anschlag am Gerichtsbrcltc werden bekannt gemacht werden. — Hcrsfeld am 28. März 1846. Kurfürstliches Landgericht Bechtel. vdt. Schraub. Versteigerungen. 463) Montag den 4. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr, soll die der abgeschiedenen Ehefrau des Barbiers Schmidt dabier gehörige Hofraitbe, 13iDKlftr. in der Wetzsteingasse, öffentlich unter den in dem Termin bekannt zu machenden Bedingungen auf dahiessgem Rathhause versteigert werden. Gießen den 13. März 1846. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Df. Seitz. 478) Freitag den 8. Mai d. I. soll nachbenanntes, dem Küfer Balthasar Weidig dahier gehöriges Grundstück: alt neu 28. 125 it. 126, 208 Klftr. Acker, zehntfr., auf dem Heegstranch u. Sand- kant-Weg auf dem hiesigen Ratbbause versteigert werden. Gießen den 10. März 1846. Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhl. Haberkorn. 483) Freitag den 8. Mai d I, sollen nachbenannte, dem Emanuel Simon, Roth- gerbcr zu Gießen, gehörige Grundstücke: alt neu 19. 4. 156 Klafter Acker zwischen dem Wetzlarer Weg und der Lahn, 19. 4a 152 // Wiese daselbst, 19. 5 132 ft Acker daselbst, 19. 5a 131 ff Wiese daselbst, 19. 6 318 t» Acker daselbst, 26. 172.328 ff Acker auf der Sternmark oder am alten Schlag, auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden. Gießen den 9. März 1846. Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haber körn. 372) Montag den 20 April l. I., Nachmittags 2 Uhr, soll die Hofraitbe der Schuhmacher Heinrich Strob'- schen Eheleute dahier in der Flügelsgasse 8 mKlftr. Haus mit Hofraum, giebt 12 fr. Zins dem Fiskus, ferner 40/„ 412 „ Acker, links am Schwarzlachweg, auf dahiesigem Rathhause versteigert und der Zuschlag nach erreichtem Schätzungswcrthe, ohne Annahme von Nachgeboten, ertkeilt werden. Gießen den 26. Februar 1846. Großh. Hess. Stadtgericht. Muhl. I)r. Zimmermann. 591) Versteigerung von Bauarbeiten. Die zur Unterhaltung der Central-, Cameral-, 183 Zoll-, Grundlasten und Forstgebäude erforderlichen Arbeiten pro 1846, bestehend in: 1) Maurer- und Steinkauerarbeit, 2) Zimmerarbeit 3) Dachdeckerarbeit 4) Schreinerarbeit 5) Schlofferarbeit 6) Glaserarbcit 7) Weißbinderarbeit 8) Spenglerarbeit veranschlagt zu 654 ft n ft fr St „ tf tf rr 721 ,, tf r> ft 258 „ tf tf n 389 f, rf f> ft 204 ,, ft fr ft 291 ,, ff ff fr 44 ,, werden Freitag den 17. April d. I., 22 54 02 34 02 10 09 34 fr. tf rr ft rr tf rr rr des Morgens um 9 Ukr, iu dem Promenadchaus vor dem Neustädter Thor dahier, unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigst- forderndcn öffentlich versteigert. Voranschläge und Bedingungen sind aui dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht aufgelegt. Gießen den 9 April 1846. Der Gr. Hess. Provinzialbaumeister M ü l l c r. 569) Dienstag den 21. April, Mittags 12 Uhr, sollen zu Burkhardsfelden auf der Bürgermeisterei die Reparatur eines Gemeinde-Backhauses und Fertigung eines neuen Backofens versteigert werden, 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 265 fl. 13 fr. 2) Zimmerarbeit, „ „ 11 „ — „ 3) Dachdeckerarbeit, „ „ 9 „ 12 „ 4) Schreinerarbeit, „ „ 8 „ 33 „ 5 ) Schlofferarbeit, „ „ 7„ 45 „ 6) Glaserarbeit, „ „ 3 „ — „ 7) Weißbinderarbeit, „ „ 5 „ 16 „ 8) Maurerarbeit zur Reparatur der Friedhofsmauer, veranschl. zu 609 „ — „ Burfhardsfelden den 8. April 1846. Der Bürgermeister Stu mpf. 594) Montag den 20. April d. I., des Vormittags 10 Uhr/ fott das alte Spritzenhaus zu Langgöns öffentlich meistbietend unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf den Abbruch versteigert werden. Die Herrn Bürgern!>-'6er werden ersucht, dieses alsbald In ihren Geusi luven bekannt machen zu lassen. Langgöns den 9. April 1946. 3» Auftrag des Gr. Bürgermeisters Der Beigeordnete Der». 603) Die in 19. des Anzeigeblattes bekannt gemachte Versteigerung der zum Nachlasse des zu Wetzlar verstorbenen Posthalters Trapp gehörenden Gebäude und Güterstücke wird unter dem Anfügen in Erinnerung gebracht, daß diese Versteigerung nicht den 17. April d. Z. sondern Freitag den 24, April d. I., statt findet. 604) Die Einfriedigung der Freiherrlichen Liebigs-Höhe, obngefähr 200 K lftr., die Klftr. zu 12 fr. veranschlagt, soll Samstag den 18. April, Morgens 10 ttbr, an den Wenigstfordernden auf dem Platz versteigert werden. Gießen den 14. April 1846, Körner. 592) Nachstehende Arbeiten sollen nächsten Montag als den 20 d. M-, Vormittags um 10 Uhr, zu Heuchelheim au den Wenigstfordernden versteigert werden: 1) 2) 3) 4) 5) 1) 2) 3) 1) 2) 1) A. An der Kirche : Maurerarbeit, veranschlagt zu 8 si. 4 ff. Zimmerarbeit, ,, „ 8 ,, 47 ,, Dachdeckcrarbeit, ,, ,, 503 „ 28 ,, Schreinerarbeit, ,, ,, 3 ,, 36 „ Weisbinderarbeit, „ „ 8 „ — ,, B. Nm Pfarrhaus: Dachdeckerarbeit/ veranschlagt zu 23 ,, 44 ,, Schreinerarbeit, ,, „ 23 „ 42 ,, Chaussirnng im Hof „ „ 5 „ — „ C. Am Spritzenhaus: Dachdeckerarbeit, veranschlagt zu 66 fl. 15 fr. Weisbinderarbeit, „ „ 8 „ 40 ,, D. Herstellung einer Friedhofsmauer: Maurerarbeit, veranschlagt zu 400 fl. —kr. E. Chansstru ng: 1) Am Weg nach Rodbeim zwei Abfah'ten mit Durchlässe rc., veranschlagt zu . . 40 „ — „ Die betreffenden Voranschläge liegen vom 17. d. M. an, ans dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Heuchelheim am 11. April 1846. Der Bürgermeister Reidel. 525) Bau- und Werkholz-Versteigerung. Mittwoch den 15. April d. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden im Distrifte Tragwurst, in der Gemarfung Rodenhausen, circa 10,000 Cubifsuß Eichcn-Bau- 184 und Werkholz von vorzüglicher Qualität, in 180 Stämmen, öffentlich meistbietend versteigert. Das Holz liegt unmittelbar an der von Gladenbach nach Gießen führenden Chaussee, nahe bei dem Wirthshause, die Hankelsburg genannt. Feilgeboten. 601) Die sämmtlich sehr gut gehaltenen Bücher des verstorbenen Lehrers Z. Th. H a n ste i n, darunter Herders, Schillers, Diesterwegs und Dinters sämmt- liche Werke, sehr zahlreich in den Schulwissen- schaften, z. B. Religion, deutsche Sprache, Rechnen, Geographie (Stielers Atlas in 63 Karten) Geschichte, z. B. Becker, Rotteck rc., sowie Musikalien (Cramer's Clavierschule in 3 Thle.) ein gebrauch, ter Wiener Flügel und ein Clavier sollen bei annehmbaren Preisen aus der Hand verkauft werden und sind täglich einzusehen bei Wcinwirth G. Heß in der Brandgasse, der auf Verlangen auch Cata- loge darüber mittheilt. Gießen den 11. April 1846. 568) Es sind zwei junge, fehlerfreie, tüchtige Arbeitspferde, für die garantirt werden kann, nebst einer gebrauchten Chaise zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Dlttö. 600) Eine Partie gutes Heu und mehrere Maller Kartoffeln sind zu verkaufen bei F. Wirth, in der Kaplansgasse. 599) Mehrere Wagen Kuhmist sind zu verkaufe». Wo? sagt d. Erped. d. Bltts. Zu vermiethen. 560) Die obere Etage meines Wohnhauses, des früheren Zollgebäudes in Lollar, bestehend aus sechs heizbaren Piecen und einem nicht heizbaren Zimmer, Küche, Mägdekammer, Bodenkammer, einem abgetheilten Keller und Mitgebrauch der Waschküche, bin ick Willens zu vermiethen. Auf Verlangen kann noch Stallung für ein oder mehrere Pferde auch etwas Gartenland, nahe bei dem Hause dazu gegeben werden. Sollte sich keine Familie finden, die von dem ganzen Gebrauch machen könnte, so bin ich auch nicht abgeneigt, einen Theil davon, oder auch einige Zimmer an einzelne Herren zu vermiethen. Hierauf Reflectirende belieben sich an mich zu wenden. Lollar den 6. April 1846. Emanuel Stern 602) Der mittlere Stock in meinem Hause ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Gießen den 13. April 1816. KrauSkopf, Hofg. «Advocat. 598) Eine Familienwohnung, welche bis den 1. Mai auf Verlangen auch sogleich bezogen werden kann, ist zu vermicthen bei Jacob Landauer. 596) Ein großes Zimmer, welches für ein Büreau sehr passend ist, kann vermiethet werden bei Emil Loos. 595) Eine Familienwohnung, bestehend in 3 bis 4 Zimmer, Küche, Kammer, Boden, Keller und Holzplatz ist zu vermiethen und gleich zu beziehen bei H. Heichelheim's Wittwe Lindenplatz Lit. A. »*5 188. 526) Eine möblirte Stube ist in Lit. B. JVä 33. auf der Mäusburg zu vermiethen. A uszuleihen. 588) Kapitalausleihung. 130 fl. liegen bei dem Unterzeichneten ge-- gen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Allendorf a. d. Lumda am 3. April 1846. Deines, Stadtrechner. Vermischte Nachrichten. 597) Für eine Privatstunde im Englischen, die gleich nach den Osterfciertageu beginnen soll, werden mehrere erwachsene Tkeilnehmer gesucht. Das Nähere in d. Erped. d. Bltts. 570) Der Unterzeichnete beehrt sich, zur ergebensten Anzeige zu bringen, daß er sich dahier als Herrn - Kleidermacher etablirt hat. Unter Zusicherung geschmackvoller Arbeit und prompter Bedienung hält er sich zu geneigten Aufträgen bestens empfohlen. Georg Vogt, wohnhaft Lit. B. Grundberger v. Alsfeld — Bei Hrn. Kaufm. Munch: Hr. Reichmann, Rentmeist. v. Hohensolms. Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheri Buch- und Steindruckerei in Gießen.