Anzergeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. IMG Mittwoch den 8. April M 28 Der Großh. Hess. Kreisrach des KreiseS Gießen Prinz. ten Rathschlage. Gießen den 6. April 1846. Bekanntmachung (P m?nfmnnacn Gr Centralbehörde der landwirthschaftlichen Vereine in Bezug auf die dies- ***** ***** - Maffnnnqen in ßr>iehnng auf dir dirsrjährigr Kartoffrlsaat. & , Eine ungewöhnliche Krankheit hat in vielen Orten unseres Großherzogthums d,e vorjährige Kartoffelernte betroffen gehabt. Sie war im ersten Anfang um so bedenklicher, als dieser m eine Zett fiel, wo der Laww ch geqen die in Folge dessen drohenden Verlegenheiten durch Nachpflanzung anderer Gewächse sich nicht wohl mchr schütten konnte. Besonrere Besorgnifle hatte sie aber hervorgerufen m Beziehung auf die FortrAaiuung eines der heutigen Bevölkerung so unentbehrlich gewordenen Naturproduetes wie der Kartoffel. Hat das Nebel sich g ücklicherweise in dem befürchteten Maaße nicht verwirklicht, haben weise Em chran. kunaen größere Wirthschaftlichkeit im Haushalte rc. dem drohenden Mangel so ziemlich begegnet, ft können !v,?uns^doch in Beziehung auf den andern Punkt: die Sicherheit der Fortpflanzungssah,gke,t der voMhr.gen Kartoffel, um so weniger außer aller Gefahr halten, je weniger über ähnliche Falle aus früherer Zeit Erfahrungen zur Hand stehen, welche uns dießfallsigen Besorgnissen zu entheben geeignet waren. , Um wie viel dringendere Aufforderung daher zur eignen größten Aufmerksamkeit sowohl, wie zur gegenseitigen Ermunterung in Allem, was unserer neuen Kartoffelsaat irgend zum Frommen gereichen kann. M es doch leider ohnehin nur zu wahr, daß im Allgemeinen gerade nut dem für die menschliche Gesellschaft beinahe unentbehrlichsten Produete des Bodens — der Kartoffel am verfahren zu werden pflegt. Um schon an der Saat zu beginnen, d. h. schon hier zu jparen, scheut man sich nicht, die Kartoffel n? aller erdenklichen Weise zu vcrstümpen — bei Bielen ist dieses zum eigenen Studium geworden - Von vielen werden sie Jahr aus und Jahr ein immer tn derselben Werft gepflanzt, ohne Ab- und flugeben nach den jedesmaligen Umständen. Viele Kartoffeläcker des vorigen Jahres zagten bet der Ernte das Ansehen der größten Verwilderung, einen Boden, mitunter ft fest wie Tenne. Wie leicht hatte man da uu^ dort rem Uebel durch Auflockern des Bodens, in welchem d.e Kartoffeln wie emgekittet lagen, vor- deugc^akouuen! ^Mung bei der Ernte, im Keller u. s. w. Wäre die Kartoffel aus Stein oder Eisen, fürwahr jene könnte inanckimal nicht schonungsloser sein. ,. ,, , . . Warum aber auch nicht jede Mühe bei einer Pflanze anwenden wollen , welche, wie beinahe keine andere, dafür ft reichlich lohnt! War doch ihre aufmerksamere Behandlung, in Folge der Nachthelle durch Mangel an Keimkraft, welche man vor einigen Jahren da und dort zu erdulden hatte, nicht so bald emge- t eten, als jener Mangel schon wieder zu verschwinden begann. Unsere Mahnungen beziehen sich auf folgende Punkte. 1. Auswahl der Kartoffeln zur Saat. Höchst räthlich erscheint vor Allem die völlige Ausschließung aller u nd jcder anscheinend nicht ganz gesunden Kartoffel. Ist es schon em allgemein gültiger Satz: „Wie die saat, ft die Ernte," ft müssen wir uns zu jener Vorsicht um so mehr aufgefordert sehen, als nach sicheren Erfahrungen (wie in der Thierwelt, so auch im Pflanzenreiche) unter allgemein ungünstigen Verhaltmssen ausgewachsene, selbst anscheinend gesunde Gewächse für fernere ungünstige Einwirkungen vorzugsweise besondere Empfänglichkeit zu zeigen pflegen. Und mögen auch selbst erkrankte Kartoffeln aus vorjähriger Ernte sich .keimungsfähig gezeigt, ja selbst schon neue Früchte hervorgebracht haben, wo haben wir die Garantie dafür, daß diese nicht den Keim neuen Verderbens in sich tragen? 170 Der gcsündern Kartoffeln giebt es dermalen so viele und der Preis der auserlesenen Waare ä t fl. 45 fr. bis 2 fl. per Malter ist so mäßig, ja dieser scheint nach allen Anzeichen noch so herabzugchen, daß kein Abhe.ltungsgrund dazu vorliegt. Hat man ja diesen Preis in Jahren ohne allen Mangel an Lebensmitteln, rcsp. mit geringeren Preisen derselben, zu bezahlen keinen Anstand genommen Nie und nirgends wäre sodann das Sparen an Saatgut, durch Ausschneiden der Keime, Zerschneiden der Kartoffeln un d a ndere Kü nsteleien, womit man so gerne bei der Hand ist, weniger am Orte als diesmal, bei einem Saatgute, dessen völliger Gesundheit wir nicht gewiß sind, in einer Zeit wie der jetzigen, die nun schon seit einer Reihe von Jahren in dem Character der Witterung die so wohlthätige nöthigc Abwechselung so wenig zu zeigen pflegt, wo Nässe oder Trockenheit, Kälte oder Wärme je immer nur zu lauge anzuhalten pflegen, wo somit der dem Schooße der Erve anvertraute Keim der ihm von der Natur angewiesenen Hülle, als Schutzmittel gegen solche Unbilde, nur um so nöthiger bedarf. Darum unterlasse man auch das sonst weniger unsichere Auslegen größerer Stücke, zumal bei nicht ganz entschieden gesunden Kartoffeln, als, nach allen Erfahrungen, die aus ungewöhnliche Nässe oder Trockenheit zuerst zurückbleibenden Kartoffelstöcke immer zu denjenigen gehören, wo Stücke ausgelegt wurden. Auch die Auswahl ganzer Kartoffeln verdient, in Beziehung auf die Größe, eine ganz besondere Beherzigung und ganz andere Rücksichten, als die, von denen man gewöhnlich auszugeben pflegt Um ebenfalls an der Saat zu svaren, werden gar häufig kleine Kartoffeln verwendet Durch sichere Versuche ist es aber längst erwiesen, daß auf gleicher Fläche, bei gleichem Gewichte oder Quantum kleiner Saatkartoffeln die Ernte von diesen immer etwas geringer ist, als von dem gleichen Gewichte und Quantum größerer Srat- kartoffeln. Kleine Kartoffeln, als ohnehin häufig durch Nachwuchs entstanden, vermeide man daher um so pflichilicher, je weniger ihre geringe Größe in der Art der Kartoffeln selbst liegt. Kartoffeln mittlerer Größe unzerschnitten zu legen, bleibt darum nach allem diesen gewiß immer das Beste. Daß man, wie in diesen Blättern schon mehrmals angeregt, die Saatkartoffeln auch noch zur Zeit des Steckens vor aller Gefährdung, wie z. B. Stchenlassm in Säcken k. , sorgfältig zu schützen habe, bedarf wohl kaum einer Erinnerung. Insbesondere hüte man sich vor Verletzungen der bei der ge inden Witterung des verflossenen Winters zum Thcil schon sehr vorangeschrittenen Keime; denn mit diesen ist das der Kartoffel von der Natur auferlegte Geschäft um so mehr als geschlossen zu betrachten, je schwächer ihre eigenen Kräfte sind. Frischer Dünger, wenigstens der von Pferden und Schafen, jetzt noch, möchte nicht zuträglich sein, wenigstens nicht auf unthäfigcm schweren oder gegentheils allzuhitzigem Boden. Mit Ausnahme des letzteren würden hier Asche, Gpps, Salrabsälle re. gewiß zuträglicher sein. 2. Behandlung der Kartoffeln beim Legen. Das freudige Wachsthum der Kartoffeln ist von einem mäßigen Grade von Wärme und Feuchtigkeit des Bodens wesentlich bedingt. Tritt darin ein Uebermaaß ein, so leidet es alsbald. Wir müssen daher auf Schutzmittel hiergegen sehr bedacht sein, und zwar ganz besonders für die erste Zeit der Vegetation, d. h. so lange die Kartoffeln noch nicht kräftig genug sind, um Unbilden jener Art zu trotzen. Mit dem gewöhnlichen Felgen (Hacken) und Häufeln kommt men häufig viel zu spät, denn bis dahin können die Kartoffeln schon sehr Noch gelitten haben. Wer es mit zur Nässe geneigtem Boden, undurchlass ndem Untergründe, ja selbst nur mit kaltem Boden zu thnn, hat jedenfalls ganz besondere Vorficht anznwenden Einer der solidesten Wege ist der, daß man auf Boden jener Art die Kartoffeln, statt in den Acker, auf den Acker, nach vorher gezogenen Streifen, legt und sie mit der zwischen diesen liegenden Erde überdeckt. Dadurch ist schon vom ersten Anfänge an der Feuchtigkeit Gelegenheit zum Abziehen gegeben. Der Boden erwärmt sich in seinen oberen Schichten früher als in den unteren und die Vegetation nimmt daher einen rascheren Fortgang.*) Selbst aus Boden, welcher der Nässe weniger ausgesetzt ist, namentlich aber beim Einstufen der Kartoffeln, versäume man nicht, dafür zu soraeu, daß doch wenigstens später regelmäßige Furchen gezogen werden können. Das vorige Jahr hat ganz deutlich gezeigt, wie unter gleich guter Beschaffenheit und Bearbeitung von wenig durchlassendem Boden die mit der Hand in Verband gelegten Kartoffeln weit mehr von der Nässe litten, als die cingepflügten, weil dort allerdings die Feuchtigkeit nicht so leicht abzichen konnte. Beim Einpflügen der Kartoffeln selbst werden häufig noch zwei Fehler begangen, nämlich a) das Legen der Kartoffeln in den Winkel der vom Pfluge gezogenen Furche, und *) Die nähere Beschreibung dieses Verfahrens, vom Herausgeber der landwirthschastlichen Zeitschrift, findet fich in Nr. 29 derselben vom vorigen Jahre. Auf- V0U Darmstadt den 30. März 1846 , Gr. Hess. Ccntralbehörde der landwirthschaftlichen Vereine. b) das zu nahe Zusammenbringen der Schnitte. y«,on„ Es kann nicht fehlen, daß der Boden in jenem Winkel durch den Druck des Pfluges' zumal[bet h hoben, häufig allzufest zusammengepreßt wird, so daß die Feuchtigkeit nicht gehörig abzichf . Kartoffeln, hierher gelegt, müssen daher, wenigstens in ohnehin zur Nasse geneigtem Bo^n. un ch Noth leiden Besser ist es gewiß, die Kartoffeln auf den umgelegten Schnitt zu legen, wobei sie h gelockerten durchlassenden Boden fonunen. , . , . ~ Siebes aar Was die zu engen Kartvffelreihen betrifft, so werden hierbei schon durch oc» Tritt des V H g manche Kartoffeln beschädigt. Enggepflanzt erleiden sie aber auch noch viele Nachthelle beimij g Häufeln, weil manche der Kartoffelkeime (Wurzeln) um so eher m die ,Mchenlmle sich ve h ' l enger die Furchen beisammen sind und je unregelmäßiger dabei das Legen der Kartoffeln uberhaup g I h 3. Pflege der Kartoffeln während der Vegetation ~ Mit besonderer Rücksicht darauf, daß vielleicht manche der in gegenwärtigem Frühjahre gesteckt u - toffeln in Folge krankhafter Beschaffenheit ausbleiben dürften, wollen wir hier einen Weg gänzung solcher Lücke», einen Weg, den man auch in anderen Jahre» zur Vorsicht für alle Falle ,m r einsällagen sollte. Er besteht darin, daß man auf einem Gartenbeete, tn ähnlicher Weise wie betmW . •, sich Kartoffelpflanzen erzieht.*) Ohngefähr vierzehn Tage vor dem gewöhnlichen Anfänge des Su r- steckens bereitet man dazu ein wohlgedüngtes geschütztes Gartenbeet sorgfältig zu und legt in je - ü P einander entfernte Rinnen Kartoffel an Kartoffel und überdeckt sie endlich mit Erde ~ 3»» W W ungefähr 4—6 Wochen hat man eine große Menge handhoher Pflanzen. Will man sie weiter verpfla » , so hebt man eine Muttcrkartoffel nach der andern sorgfältig auö und loset die Pflanz, u von d I • Liefern diese Pflanzen auch keine so hohe Stocke, wie die auf gewöhnliche We.se gefitzten Kartossen, , erhält man davon doch immerhin gleichartig große und mittelgroße Kartoffeln, jedenfalls m er w ' , ungünstiger Witterung und Vorbereitung des Bodens eine gute Mittelernte. Dieses Verfahren empfieh ch auch für Jahre von großem Mangel an Saatkartoffel» und ist gewiß jedenfalls solider als das unn Y mit Risiko verknüpfte Zerschueieen der Kartoffeln oder Ausschneiden ihrer Keime Schließlich kau», unter Beziehung auf das oben schon Gesagte und unter Hinweisung aus dre ylW« nung des letzten Jahres, nicht dringend genug empfohlen werden, der Lockerung des Bodens vis .5 a "y wo die Kartoffel ihre letzte B.ldung vollendet — dem Eintritte der kühlen Liächte — um w größere merksamkeit zu widmen, je mehr sich der Boden durch Regen schließen und darum die Verdunstung Wärme, Feuchtigkeit re erschweren sollte.**) Mag auch das Kartoffelkraut mitunter hindernd tn den treten, so läßt sich doch bei ernstem Willen, wenigstens bet kleinem Besitze, gar Vieles erreichen. ID 2552 2) 2552 3) 4) 320) rnacders Concurs 3042/ / 3 44 Klstr. Karten in der Selwppeck, 143 Klftr. Garten doselbll, beide Stücke sind zusammen verbunden und mit einem schönen Gartenbäuschen verseben, 88 Klftr. Acker (Gärtchen) daselbst, 156 Klftr oder 55 Rutben Garten am obersten Riegelpfad am alten Steg, mit einem Gartenhause, neu XV1I/175 xvii/176 XV1I/177 XXVI/, 529) Nachstebende, dem Herrn Z. Zamcs gehörige Güterstucke: alt 2 5 52) 713 Nersteigcrunssen. Nachdem über das Vermögen des Scbuh- Cbristian Hornberger von Gießen cikaiint worden ist, wird Liquidationö- tennin auf Donnerstag den 28. Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, anberanmt, in welchem alle diej nigeii, welche Ansprüche an dessen Vermögen zu bilden beabsichtigen, bet Meldung des still'".! -neigend eintretenden Ausschlusses von der Maste ihre Forderungen anzu- zeigen und zu begründen haben. Gießen den 21. Februar 1846. Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhl'. *) Beschrieben vom Herausgeber der landwirthschaftlichen Zeitschrift in Nr l8 de« Jahrgang« l8li *») Eine im vorigen Jahre gemachte eigenthümliche Erfahrung durste hier eine toteOe ftnten: Em Landwwih halst Vorbereitung seiner Kartoffelfelder verspätet gehabt, so daß diese zur Zeil des Kartoffellegensnoch wie nut SKafett überzogen waren E« blieb ihm nichts übrig, al« sie ohne alles Weitere nut einmaligem Psiugen u^erzubr ngem Das Land legte sich natürlicherweise sehr raub; die Kartoffeln waren zwar bedeckt, aber nur^ locker: Gle chwohl war die Ernte eine sehr gute Kür gewöhnliche Verhalimsse war dies gegen dre Regel, aber gewiß unter den o jährigen Witterungsverhäliniffen die lockere Lage der Pflugschmtte für dar Abziehen de« Unmaaße« von Vodenwarme, von Feuchtigkeit re. sehr günstig. 172 sollen Mittwoch ten 8 April d. I., Nachmittags 4 Ubr, , im Gasthaus zum Prinzen Carl öffentlich verster« SMm "sich indessen zu dem einen oder dem an- dc- n Llücke keine Kaufl ebba"er sinden, so wird man sofort e.ne mcbrjährlge Verpachtung viynchen Tie B dingnngen für d,e eine oder die andere Dendeigernng werden in dem Termine bekannt gemacht weiden. Sodann sollen Mittwoch den Io. April, Nacbmiliags von 2 Ubr an, in meiner Bedausnng am Selterölbor, Mobe n nnd sonstige Hauogerätbschaften, mehrere SopHa s, gepolsterte Smhle, Tische, Secrelare, Spiegeln, rum Tbeil mir Goldrabmen, Betten nut Sprung, teuern, Betistellen, Küchen gcrälhschasten, Porzlam und Glas, eine kupferne Tbeemasckine m, silbernen Kral neu, eii>e Quantität burreö , ku-,n ge- ^"lZemerkt wird hierbei, daß die sämmtlichen Mobilien noch kaum ein Jabr >m Gebrauche und lehr 3Ut 2bpsi"ns"^nnen auch einzelne Sachen aus der Hand verkauft und von Lusttrageuden täglich rn Augenschein genommen werden. Gießen den 30. März 1846. p G. Krauskopf, Hofgerichls - Advocat. Mittwoch den 15. April, . werden in der Behausung des verstorbenen Herrn Obnsörsterö Meier zu Krofdorf nachverzeichnete Mobilien gegen gleichbaare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert, als: , . Eine Chaise, zwei russische Pferde nut Chat- senaeschirr, ein Sattel mit complettem Zaum, cm vollständiger Wagen, ein Pflug mit Egge, eine Kuh, ein einjähriges Ochsenrind und vier Lchweine, worunter zwei trächtige Mutter,chwerne sich be- ^^^Kaufliebbaber hierzu wollen sich an dem obcnbezeichneten Termin des Morgens 9 Ubr in der Behausung daselbst eiufindcn. Krofdorf den 3. April 1816. * ’ ’ Der Schultheiß Stuckert. Stämmen, öffentlich meistbietend versteigert. Das Holz liegt unmittelbar an der von Gladenbach nach '■ ießen führenden Chauffee, nahe bei dem Wirthshause, die Hankeloburg genannt. F e i l g e b o r e n. 562) Schwarzseidene Stoffe, als Taffet, Ponls de soll, Satin de Chine, Allas, Schlips, fac. Joinville, Mousselines de laine, Muiisselines, Estella, Balzarine, Ginshams, Foulanls-Shäwlchcn, Fichu, Stola, Echarpe, Shawls, Schleier, Spitzen, Tüll, Sonnen- und Regenschirme in neuester Auswahl und zu den äußerst billigsten Preisen empfiehlt M. Heß, Lit. A. .A5 55. 555) Mein Lager von italienisHem Schuh- macherhanf ist' für diese Oster-Messe sehr wohl- affoitirt und halte ich mitt' damit en gros wie en detail zu äußerst billigen Preisen besteiiö empfohlen. C. I. G. Morgenstern, Markt L. 151. in Frankfurt a. M. 563) Strohhüt e in sehr großer Auswahl und tu den billigsten Preisen, sowie Bouquets und Bänder in den neuesten Mustern empfehle icy bestens. M. Heß. 566) Ein neuer hipserner Braukessel, kugel- förmig mit flachem Boden und Ablaßkrabuen, des- gleittien eüt flatt'gedrückler Kugelkessel zur Brauerei und Färberei geeignet, ein sehr guter alter Dampfkessel und eine Kühlschlange stehen zu verkaufen bei Cb. Kirsch, Kupfcrstt'miedmeister. 556) Ein Wirtbschaftslolmit anstoßendem Gelände von einigen Morgen, an der Landstraße nach Gladenbach gelegen, vor etwa 9 10 Aabren neu erbaut, ist unter vortbeilhaften Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähre ist bei Heine maust Hermann zu erfahren. 535) Das hiesige Magazin verkäuflicher land« wirtbschaftlicher Werkzeuge dringe ich in empfehlende Erinnerung und sind namentlich stets vor- räthig: m , verschiedene Gattungen von Pflugen, Malz- schrotmüblen, canz von Eisen, eiferne Halbjoche, Nafenstcch- und Scbälschippen, Stegen« sche Wiesenbcile, Raupenscheeren, Baumrindenkratzen, Dengelmaschinen, Hahn'sche Haus- haltungswaagen, wozu kein besonderes Gewicht Hierzu eine Beilage. nöthig ist rc. , „ Der landwirthschastt. Beretns-Cassicr D a n e r n h e i m. 565) Feinstes Schwung - Mehl zu 7 fr. und Weiß-Mehl zu 5 kr. bei aus dem Markt. 525) Bau- und Werkhlz-Versteigerung. Mittwoch den 15. April l>. I-, Vormittags 9 Uhr aufangend, nierbcn im Distrikte Tragwurst, in der Gemarkung Rodeuhausen, circa 10,000 Cublksnß Eichen-Bau- nnc Werkbolz von vorzüglicher Qualität, tu 180 t 1 1 4 4 Zu vermiethen. zu zu er land» empfek- els vor- , Malz- ic Halb- Siegen» Zaumrin» ie Haus« Gewicht Das ^nbach ; dem -affet, Lllas, laine, hams, iarpe, i? und ;u den N Preis lenesten ß. kugel» »n, des- Zranerei Dampf» nfen bei sch» dmeister. Gelände ich Gla« ren neu jea aus ist bei 15. chnh- wokl- wie cn ffohlen. u, a. M. Cassicr ' fr. und Kn, Markt. vermietken Hieraus Reflectirende belieben sich an mich wenden. Lollar den 6. April 1846 Emanuel Stern. 526) Eine moblirte Stube ist in Lit. B. M. 33. ans der Mänsburg zu vermietken. 561) Das von Frau Slpoikeker Trapp be-- wobnte Lagis in meinem Hause, in der Walltkor- straße, bcstekend in 4 keizbaren Zimmern, Eabiuet, Küche, verschließbarem Coridor, Kammer, Holzstall und ch.jtgcbrauch der Waschküche, ist ganz oder ge» trennt zu vermiclken und kann am 1 Juli bezogen werben. Pb. Leib. 561) Tie der Frau Hofkammenaik Hofmann gehörige Wiese am Selrerstkore, sowie ihr Reben- bau, enthaltend 2 Zimmer, einer Kammer, Küche und Holzstall, sind wieder zu vermietken. 554) Bei Ludwig Kämmerer auf dem Markt ist rin Logis im zweiten Stock, bestekend aus zwei Stuben, Kammer, Küche, Holzkammer, und Tkcil am Keller, zu vermiethen und ist gleich 560) Die obere Etage meines Wohnkauses, des früheren Zollgcbaudes in Lollar, bestekend aus sechs heizbaren Piecen und einem nicht keizbaren Zimmer, Küche. Mägdekammer, Bodenkammer, einem abgetkcilten Keller und Mitgebrauch der Waschküche, bin ick Willens zu vermiethen. Auf Verlangen kann noch Stallung für ein oder mehrere Pferde auch etwas Gartenland, nahe bei dem Hause dazu gegeben werden. Sollte sich keine Familie sinden, die von dem ganzen Gebrauch machen könnte, so bin ich auch nicht abgeneigt, einen TKeil davon, oder auch einige Zimmer an einzelne Herren z» JI2. 28. des Anzeigeblatts für die Stadt und den Kreis Gießen Die Original Obligationsloose hierzu sind bei unterzeichnetem Handlungshause für ff. 20 zu erhalten — Plane gratis. Rach der Ziehung wird die amtliche Ziekungö- liste der gezogenen 4000 Gewinne pünktlich an* 9^ailbL Moriz I. Stiebel Bauquier in Fiaukfurt am Main. N- S. Dir in obiger ZieKung ohne Gewinn verbliebenen Loose werken bis zum 1. Juni a. c. für 18 fl wieder zmückgekaust. Wer sich daher lediglich für obige Ziehung zu betheiligen wünscht, Kat zur Porto-Ersparung nur die Differenz von 2 fl. pr. Loos einzusendeu. 557) Benachrichtigung . Die nächste Gesellsaail ces Freitag Vereins wird wegen der bevorstehenden Feiertage erst den 17. d. M. statlfinden. 558) Tanzunterrichts Anzeige. . Unterzeichneter macht himmt die ergib»ne 'Anzeige, daß er im Laufe dieses Monats hier ankömmt und mit seinem Tanzuulerrichk beginnen wird. Carl Hummel, Tanz- und Balletmaster aus Mainz. 537) Der Unterzeichnete wohnt jetzt in seinem, von den Aovocat Hoffmänn'schen Erben e>kauften Hause am Canzlelb.rg, neben Heren Geheimen ^unizralh v. Helmolt und Advocaren Busch. D a u e r n K e i m, Dicanatörechncr. 559) Am 24. März ist einem hiesigen Stu» direnden, welcher des Morgens um ti1/, Uhr mit dem Omnibus nach Frankfurt reisen wollte, eine Reisetasche verloren e-»,«>»gen. '«stnv» 'uueuwo® '»4 rgnjUK wjiwx ui$1 ® 'M '»4 wqwH« l. . .öaauiiäp® '» <« •4r Schmitt, Barb. v. im Hirsch: prtl Mfi. Beck Scholten u Govel v Büdesheim. Hatzfeld. Hr. Fcntsch, Bauaufseh v. Homburg. Hr Reiling, Mal v Düsseldorf Hr Gcrmani, Lieutn. o. Berlin. Hr. Stein, Oecon. v Köddingen. Dienstag den 1 4 April 1846. Z im (Srilrnmak: Der Talisman oder: Hoti), ötl)wlU';, 6lond und Grau. Wiener L.kn-posse mit (besang iit drei Akten, von R' st oy, Musik von Kapellmeister A. Muller. August Friese. Augckonimene und abgereiste Areuiven vom 3. bis 6. April 1846. I n feen G a st b ä u s e r n. ।„i.urn: pr. WUhelmi, Privatm. v. Neubau Leipzig. Hr. Wagner, Geschaftsm. v Rödelheim im Stern: yr Muller v. Schma.kaidein. Hrn Han. dclsl. Jeroens v Ätomershcim. Hin Stemh Reitz v. Hildburghausen u. Sauer v Roth Fr Koch v Alsfeld. Hr. Engclbach, Bote v. Biedenkopf. Jungfer Selig v. AtbShau- s.n. Hr. Koch, Hanoelsui. v. Dernbach Hr. Emb-rger, Seil, v Schnialkatdern Hrn. Prioatl. Menralh v Glabcn- buch u. Weder v Eschwegen. Jungfer Eichhorn v. Ooer- beerbach. Hr. Meper, Han-elsm. v. Schabcnhausen Jungfer Baliin v. Wißenhauscn. Im Darmslaedler Haus: HlN. Geschästsl. Fcank V. Schlitz, Hicbenthal v Frankenhain, Herzog v. Laudach u. Deppel v. Lclsel. Fr. Bergheimer v Usenborn- Hrn. Handelst. Burkhardt v. Reiseliberg u. Geiger v. Hciligcnstadt. Hr -. Ge chäfisl Rüdigheim v. Biedenkopf u Bruckmann v. Winlerderg. Hr Reichart, Lcinweb v. Holzheim Hrn. Geschästsl. Wagner v. Alsfeld u. Ratz v. Laubach. in der Sowe: Fr. Strack v. Homberg Hr Lißmann, Geschäfts,». v. Reineroth Fr. Schneider v. Beuern. Hrn. Fuhrt. Bern ». Bessert v. Cassel Hrn. Handels!. Wagner v. Beuern, Sollbach u. Gotlner v Herschbach. Hr. Hampel, GeschaflSm v. Hochelheim. Fr. Müller v. Dillenburg in der Hose; Hk. Schön, Stkillh. v. Rocke,iberg. Fr. Löffler v Geluhar Hrn. Geschäfts!. Achenbach v. Gladenbach u. Muth v. Freiensteinau. In den Privathänsern. Bei Hrn Hofger-Abv. Dr. Diehm: Fr. Kübel v. Herb« stein. — Bei Hrn. Geh R Langsdorf: Hr. Kißner, Pfarr. v. Nievergemünden. — Bei Hrn. Kaufm Münch: Fr Walther v. Usingen. — Bei Hrn. Schloffcrmcist. Vetzberger- Fr. Wolf v O terbach. — Bei Hrn. Salom. Hirsch : Hr. Fulda, Kaufm. v. WormS. — Bei Hrn. Bürgermeist. Reiber: Frl. Samcs v. Echzell — Bei Hrn. Lehr. Römer: Fr. Bauaufseh. Harter v. Ridba. — Bei Hrn. Metzg. Lampus: Jungfer Schmidt v. Großenbuscck. Bei Fr Secret. Pauli: Fr. Kirchner v. Windeckcn — Bei Hrn. Prof. Ur. v. Klipstein: de Gaitan dÄpala, Vicomt. v. Vcrgara. — Bei Hrn. Steuercontrol Bertram: Hr. Reh, Privatm. v. Heldeubergen. — Bei Hrn. Landr Ploch: Frl. Klipstein v. Itter. — Bei Fr. Hofger -R. Buff: Hr. Buff, Privatm. v. Mainz. — Bei Hrn. Rathsch Seipp: Fr. Apoth. Seyfried v. Butzbach. — Bei Hrn. Lehr. Beck: Hr. Lana, Oecon. v. Fauerbach. — Hr Merian, Aueff v. Braumchweig Hr. pccncmann, Buchh. v Oldenburg Hr. lLtar Metten, Grner -Mas v. St. Pe- lers.u.g. Hr». Kfl Wluier v Mühlhausen u Piemont v. St P.rrap Hrn yavilk. Renner v. Alpen u Braß v. Oordvrf Hr. v prpdl, Forstm. v. Sonneberg. Frt. Klip- stelu v. Thatllter. pr. Aliiblv, Landb.aumctN. v. Lut,ich. Hl. Weoer/'Faorik v Biere,iko.f. Hr. Muller, Ur. phii. c lLvlllugeN. Hl Liebknecht, Stud. I»rd v. Gießen. Hrn. Kfl Blllaus v. Bremen, Melano v. Marseille, Senner v. Grumiigkii, Casel v Carlöruhe, Zentgraf v. BreSlau, Deru- bu,g v. Mannheim u. taug v. Eiveuctb. Hr. Kilian, put« leuve, v d slitlanshulle. pr. Freiherr v. Rau, Gutsbes. v. Beienheim pr. Kullmann, Privalm. v. Cartsnihe. pr. Gaul,,ler, .. ang. v Lausanne, pr Retnack, Arzt v. Berlin, pr. gerver, Rechisconsul. v Frankfurt Hr Kunz, Mechan v Mannheim. Hrn Kst Laüenhof, v. Wiesbaden u Lugen« Hoop v. Buiheim. Hr Berthold, Privatm. v Daß. Hrn. Reul. Funke ß. WeiblinglN u. v Lliideiihausen v. Augsburg, j-rn GüiSves. Laudberger v. Wurzburg u. Kirziet v Mar,- groningen. Hr v. Ertenbach, Rechn-Kamm-R v. Be,tin. pr„. Kfl. Dolke ß. Rcuchalct, Stell,Häuser v. Fulda u. Richter v Eschwegen, Hr Sellberg, Oecon. v. Bohl. im iiajij-en: pr. Schaimann, Stud. Chem. v. Hamburg Hrn Äst. Paschke v. Frankfurt, Bansa v. Heidelberg, Stocker ß. Glabbach, Beeer v. Iserlohn, Beiff v. Bremen, Mayland v. Berlin u. Gruncderg v. Frankfurt. Hrn. Ingen. Lind v. Laugen, pochgesanbt ß Friedberg, Meyer v. Butzoach u Eickliilyer v. Bilbel. Hr. Werner, Oecon. v. Großkarben. Hr. gruhling, Bergverw. v Siegen. Hr Leichthammer, Gutsbes v Münster. Hr. Liebermann, Fabrik, v. Cassel. Hr Oberhoffcn, Gutsbes. v Solingen. Hrn Kfl. Faust- mann o. Etber,eld, pusser tt Francke v Bremen. Fr. Ober« einnehm. Kuchler v. Biedenkopf. Hr. Lomp, Hofgärln. v. Laubach. Hr. Brand, Apoth v. Thatilt r. pr. Mergel, Forst, v. Bieber. Fr. Gaßncr v Gaualgesheim. Hr. Morell, Kaufm ,v. Mainz. Hr. Geiger, Apoth. v. Hungen. Hr. Hautzleden, Dr. med v. Magdeburg. Hr. v. Lichtenberg, Access, v. Darmstadt. Hr. Feldmann, Kaufm. v. Frankfurt. Hr. Brill, Crimin-Richt, u. Hr. Laubenheimer, Ingen, v. Darmstadt Hr. v. Lichtenberg, Lieu!» v. Rooigno. Im Prinz Carl: Hr Muller, Oecon. v. Dillenburg. Hr. Sauer, Gastw. v. Schlüchtern. Hr. Pauli, Privatm. v. Oberbreidenbach, Hrn. Oecon. Herr v. Billmar u Rullmann o Geißnidva. Hr. Weidt, Lehr, v Weilmünster. Hr. tirtufm a climnierbach Br. Beiinann. Gastw. Äird)lid)c Anzeigen. (Söiingrliidir Mriniinct. Gottesdienst. Am Gründonnerstage. Morgen-: Kirchenraih Ur. Engel Am Charfreitage. Morgens: Kirchcnrath Dr Engel. Rachmlitags: Pfarrer Bonharb Getauft. Den 4 April. Eine uneheliche Tochter, Christlne, geboren den 15 März Beerdigte. Den ll. April. Johann Melchior Z.nser, des verflorb.aeii Burgers und Schonfarvermeifters, Koniav Zmser, hinlcrlaffencr ehelicher Sohn, alt bll I 1 M. ,0 $., genoiben den 31 Marz. Denselben. Eine unehrliche Tochter, Friedericke Franziska, alt 3 M , gestorben den 31 ’i'.arj.