Änzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. JVs. 82. Samstag den 12. Gctober. 184t Frucht- und Victualienpreise zu Gießen vom 12. bis 19. October 1844. i r u i i i t i i i i i i i i i i PF. 2 2 1 1 2 Fleischt axe. Pfund gutes Ochsenfleisch . . . „ Kuhfleisch...... „ Rindfleisch..... „ Kalbfleisch..... „ Schweinefleisch . . . < „ Hammelfleisch gemästet . .,, Wurst von pur Schweinen , „ Bratwurst..... „ Schwartemagen . . . „ geräucherter Speck . . . „ Schinken und Dörrfleisch . „ Rindsfett...... ,, Hammelsfett..... „ Schweineschmalz, ausgelassenes ....... „ desgleichen, unausgelassen den, was man hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt. Butzbach den 28. September 1844. Der Großh. Hess. Bürgermeister S eip p e l. 1682) Eublicandum. ®ct der dem 14. October üt dem Pfandhause dahier beginnenden Versteigerung können auch Gegenstände von Privaten, welche solche mit versteigert wünschen, angenommen werden. Diejenigen, welche davon Gebrauch zu machen Willens sind, werden ersucht, dergleichen Effecten bis zum 12. -Oeto- ber anher abzulicfern. Gießen den 7. October 1844. Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil. Besondere Bekanntmachungen. 1658) Die Stelle eines Wiesen- und Wegewärters bei der Stadt Gießen, womit ein Gebalt von 200 ff. verbunden, ist zu vergeben. Hierzu geeignete Leute, welche sich binsichtlich ihrer Kenntnisse und Moralität gehörig ausweisen können, haben sich binnen 4 Wochen auf der Bürgermeisterei anzumelden. Gießen den 3. October 1844. Der Gr. Hess. Bürgermeister Gg. Reiber. 1668) Piiblicandum. Ter hiesigen Stadt ist höheren Orts die Abhaltung eines weiteren Vieh- und Krämermarkts und zwar auf den 17. October l. Z. gestattet worreife. fr. 11 9 9 8 11 9 12 15 16 24 20 16 16 20 18 l\_________________! l | 1 | 1 | | | | 1 to h-. tc to | nm. Die Zugaben dürfen in weiter nichts, als inFleisch van derselben Gattung bestehen, u. zwar aufioPfd.Fleisch nicht mehralsan- dcrthalbPfd.u.s. w. nach Propor- tion.wclchesauft Pfd. nichtvöllig 5 Loth ausmacht. Köpfe, Füße, Ge- raub.wicauchdie ganzblutigenuud nichtgcnießbaren StückevomHals, sind vonder Zu- gabcgänilichauS- geschlosscn. Brodtaxe. 2 Pf. ordinäres Brod, . . m „ 4 T aus z Gersten - und 6 " " " j j Kornmehl bestehend 2 Pf. gemischtes Brod , 4 ° aus f Waizen- und 6 '' " " f Körnmehl bestehend " 6 Lth. 2 Ot Wafferweck . 5 n in Milchbrod Marktpreise. 1 Maas Milch . . . ........ 1 Pfund Butter.......... auch......... 3 Handkäfe.......... . 4 Eher ............. 1 Pfund Waizenmehl ........ 1 u grob geschälte Gerste...... 1 » klein geschälte Gerste...... fr. 4 9 13 5 10 15 1 1 6 16 17 4 4 5 4 8 Städte G e in ä s Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Pf. fl. ! fr. Pf. fl. ! fr. Pf- fl. kr. Pf. fl. kr. Pf. fl. kr. Pf. fl. kr. F4.iedberg..... das Malter 200 8i - 180 61 - — 4 40 - 3 - Meßen ..... das Malter 200 8 i 30 200 6i - 165 4 30 — 2 50 — 5 20 — 5 20 Grünberg ..... das Malter — 7 30 - o! - — 4 40 - 3 30 — 5 — Marburg am 30. Septbr. das Mött — 6 49z -! 51 4- — 3 30 — 2 31 Wetzlar am 5. October. der Scheffel 90 3i 30 84' 2)371 - 1 59 466 Versteigerungen. 1486) Montag den 14. October, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahicsigem Ratbbaus die zum Nachlaß des Bürgers und Schneidermeisters Heinrich Pimper gehörigen Immobilien, als: 1) 7 Klftr. Wohnhaus,Anbau,Schweinstall, Waschküche m. Grund ans dem Nmenweg; 2) 6 Klftr. Grabgarten bei der Hos- raithe; 33 198 Klftr) Garten im Altenfeld, gibt o) 27 64 Klftr.; 1 fl. 21% fr. abgel. Grdr. 3 3 43 Klftr.- Garten, jetzt Acker am Nah- 4) Klftr.) rungsberg, ztftei., giebt Ifl. 46 abgel. Grdr, öffentlich meistbietend unter den alsdann zu eröffnenden Bedingungen versteigert werden. Gießen den 30. August 1844. Großb. Hess. Stadtgericht. Müller. 1686) Montag den 21. October d. Z., Vormittags 10 Uhr, sollen die zum Nachlasse der Kammerräthin Car- riere zu Griedel gehörigen 9'27/32 Marken Holz uit Gambacher Markwald auf dem Rathhause zu Gambach öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen am 7. Ockober 1844. Zm Auftrage Gr. Hofgerichts dahier Zager, Gr. Hofgerichts-Sccrctär. 1682) Verkauf getragener Monti- rung und Reitzeugs. Dienstag den 15. d. M., des Vormittags von 9 bis 12 und des Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, und an den folgenden Tagen zu gleicher Zeit, wird in der hiesigen Rei- tercaserne eine große Quantität getragener Monti- rung, als: Mäntel, Collets, Spencer, Reithosen mit und ohne Leder rc., sodann Reitzeug und Ca- sernerequisiten mit einer großen Anzahl Teppiche, meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Man bringt dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß und ersucht zugleich die Herrn Bürgermeister, diesen Verkauf in den unterhabenden Gemeinden bekannt machen zu lassen. Butzbach den 8. October 1844. Zn höherem Auftrag Cellarius, Unterquarlicrmeister. 1664) Die käuflich von mir erworbenen Gebäude nebst Zugehörungen am Neuenwege Flur I. M 590. 222 Klftr. Hofraiihe, der ehemalige Löwe, und Flur I. M 591. 279 Klftr. Grabgarten bei der Hofraithe, worin früher eine schwunghafte Gast- und Schenk-Wirthschaft, in jüngster Zeit ein Tabaksfabrikgeschäft betrieben wurde, enthaltend einen großen Saal, 18 heizbare Zimmer, 8 Kabinette, und Kammern, Kutscherstube, mehrere Keller, mehrere Frucht- und Futter-Böden, Stallungen, Waschküche, Pferde- und Holz-Ställe, Kegclbabnbau, großen Hofraum mit Brunnen, Garten und jonstige zum Betrieb einer Gast- und Local-Wirthschaft oder eines andern Gewerbes erforderlichen Räume und Bequemlichkeiten, beabsichtige ich in öffentlicher Versteigerung auf das Meistgebot unter sehr annehmbaren Bedingungen weiter zu verälißern. Es ist zu diesem Ende auf Donnerstag den 7. November 1844, Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Ratbhausc Termin vorbestimmt worden, in welchem Kauflustige gefällig sich ciufinden wollen. Die Versteigerungsbediugungcn können schon früher auf meinem Comptoir oder bei Herrn Beigeordneten Rühl Hierselbst eingesehen werden. Gießen im October 1844. Gg. Phil. Gail. 1689) Künftigen Dienstag als den 15. d. M. soll in Marburg ein am Pilgrimstein gelegenes und wegen Erweiterung der Straße abzubrechendes Wohnhaus, welches sich noch im besten Zustand befindet, öffentlich an den Meistbietenden auf den Abbruch verkauft und der Zuschlag sogleich ertbeilt werden; wobei bemerkt wird, daß cs sich sehr aut zu einem Wohnhaus nebst Scheuer für einen Landmann eignet. 1685) Der Braunkohlen-Vorrath auf dem Op- penröder Bergwerk soll Samstags den 19. l. M., Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle an den Meistbietenden, unter günstigen Bedingungen, versteigert werden. Bergverwaltcr Zentner. F e i l g e b o t e n. d 1684) Neu erhaltene Taschen-, Stand- und Weckerührchen, so wie Goldwaaren im neuesten Geschmack zu den billigsten Preisen empfiehlt C Trapp. 467 1692) Eine Tochter gebildeter Eltern kann uit» ter vorteilhaften Bedingungen Putzarbeit erlernen. Ausgeber d. Bltts sagt wo. Vermischte Nachrichten. 1687) Jemand wünscht Unterricht in französischer, lateiinscher oder griechischer Sprache Kindern zu erteilen. Näheres sagt die Redaction d. Bltts. Zu vermiethen. 1060) Der untere Stock in meinem neuen Hause vor dem Scltersthor, bestehend aus 6 heizbaren Zimmern, heizbarem Coridor, Küche, Magd- und Speisekammer, Keller, Bodenkammer, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche nebst einem Stück Garten, ist zu vermiethen und aus den 1. October Zu beziehen. »r. Just. Liebig. 1681) Ein Logis, bestehend aus 4 Stuben, 1 Kabinet, 5 Kammern, Küche, verschlossenem Keller und Holzplatz, nebst Mitgebrauch der Waschküche, ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Ehr. Busch. im Darmstädter Haus. Garantie und zuverlässiges Zeichen des Bre- vetes das Siegel und Wappen Sr. Majestät des Königs der Franzosen beigedruckt. 3. Die Gebrauchsanweisungen und Etiquetten sind mit eigenhändigem Namenszug unterzeichnet. 4. Die halben Fläschchen haben, erhaben im Glase selbst, aus der einen Seile die Firma „K. Willer" und auf der andern Seite „Zur- zach in der Schweiz" eingeprägt. Bon diesem ächten Schweizer-Kräuter-Oel befindet sich die einzige Niederlage für Gießen bei Joh. Dan. Felfing's Wittwe, bei welcher das ganze Fläschchen für 2 fl. — das halbe für 1 fl. zu haben ist. K. Miller. 1693) Es steht ein Bratofen, welcher gut erhalten ist dahier, zn verkaufen. Ausgeber d. Bltts sagt wo. 1691) 7 bis 8 Wagen Mist im Ganzen oder wagonweise zn verkaufen bei Georg Röber, auf dem Kreuz. 1669) öptuitfdje tveinc. Xeres und Malaga, ächt, rein und von vorzüglicher Qualität, ist neu angekommen und zu haben bei Wittwe Diehl. 1609) Braunschweiger Flachs in ausgezeichnet schöner Qualität empfiehlt I. G. Appel. 1695) Das ächte und vielfach erprobte K. Wil- ler'sche Schweizer - Kräuter -Oel zur Wiederherstellung, zum Wachsthnm, zur Erhaltung und Berschönernng der Haare. Dieses Kräuter-Oel findet seine Anwendung nicht blos bei mangelhaftem oder krankem, sondern natürlich auch bei normalem Haarwuchse; indem es zugleich das trefflichste Conservatiousmittel ist, um das Wachsthum der Haare im Allgemeinen zu beleben und zu erkrästigen, sowie es auch in Ansehung seines — wenn auch nicht starken — aber doch angenehmen Geruches, jeder Pomade oder Parfümerie an die Seite zu stellen ist; und zwar dies um so mehr, da es das Haar zu jeder Art Arrangement geschickt macht, und ihm lebensfrischen Glanz und geschmeidigen seidenartigen Cha- racter ertheilt. Daß es auch zur Cultur jugendlicher Haare, sowie auch männlicher Bärte geeignet ist, braucht wohl nicht erst erwähnt zu werden. Es hat sich dieses Product im Lause der Zeit, während alle neben demselben aufgekommenen, zu gleichem Zwecke bestimmten Produciionen verschwunden sind, nicht nur sein Ansehen erhalten, sondern stets mehr und mehr bewährt; so daß cs in der That überflüssig scheint, das Publikum mit einer langen Reihe von älteren und neueren lega- lisirten Zeugnissen zu ermüden, und man sich daher hier nur damit begnügt, hinzuweisen ans die jedermann gratis zu Gebote stehende Gebrauchsanweisung, welche einen Theil dieser Zeugnisse, nebst deren obrigkeitlicher Legalisation enthält. Da es mehrere Betrüger, die jedoch zur Zeit gerichtlich belangt werden sollen, gewagt haben, dieses Oel zu fälschen, und — wenn nicht schädliche — im besten Falle aber doch nutzlose Com- positionen, unter der Firma „K. Willer" einem geehrten Publikum darzribieten, so zeigt der Unterzeichnete hiermit im Interesse resp. Käufer, die nicht betrogen seyn wollen denselben noch Nachfolgendes an: 1. In jeder Stadt befindet sich nur eine einzige Niederlage dieses Kräuter-Oeles. 2. Den Fläschchen und deren Gebrauchsanweisungen und Etiquetten ist als authentische 468 Bekanntmachung 6 fr. 1) an 26 fr. 181951 fl. 1) an 7250 fl. 169866 // Summe 181951 fl. 26 fr. Ai. Ersparnißkapitalien 36 ff 54 ff 114 fl. 24 fr. Der Vorstand des Vereins. Hierzu eine Beilage. 3) 4) 2) 3) 59 „ 4776 „ 4) 2) 3) 4) 5) 5338 fl. 171782 „ 4557 „ 273 „ — fr. 2a ,, 1 „ --- ff 41 „ H „ 28 „ ISVäXSSÄ ww*. “»- 3* 1«3 m 22. d. M. ein Eisen-Guß- 8» Landes- prodncten-Geschäft re. in Butzbach unter derselben Firma eröffnen werden. Wir halten uns des unscrm Vater bisher ge- schenften Zutrauens versichert, welches wir zu rechtfertigen nicht ermangeln werden. Münzenberg den 1. October 1844. 6 Hirsch Mayer, Sohne. Im Durchschnitt. 42 fr. 6 ff 1690) Geschäftseröffnung. Wir haben hiermit das Vergnügen, einem geehrten Publifum die ergebenste Anzeige zu machen, daß wir das von unscrm Vater Hirsch Mayer seit langen Zähren geführte Geschäft von heute an auf unsere eigene Rechnung unter der veränderten unterzeichneten Firma fortbetreibcn werden und benachrichtigen dasselbe gleichzeitig, daß wir bis zum "°^ K?n Brämien für Dienstboten und an Beiträgen zur Unterhaltung der in achtzehn Gemeinden er- s ™b'm"?su6t 6,6 Jahrs 1843 4776 Gulden betragen. Gießen den 10. October 1844. von öffentlichen Dienern ♦ • • von Künstlern, Professionisten und Landwirthen von Curatoren Minderjähriger, Abwesender rc. und von Eltern für ihre Kinder . • von Rechnern für Privatunterstützungs-Veicrne von Dienstboten und zwar: a) von männlichen Dienstboten . b) von weiblichen Dienstboten . > — Summe 1485 169866 fl. 2a fr. B Das Passiv-Vermögen beträgt: an Einlagen, welche von 1512 Creditoren zur Kaffe gegeben worden und von dieser mit 3%% verzinset werden, und zwar. a) an Kapitalien nach §. 43. der Staturen „„ °°ch mch- an Reservefond ' an Kapstalieu? welche von 3298 Debitoren also durchschnitchch mit 52 fl. von einem Einzelnen — verschuldet und mit 5°/ verzinset werden . an ausstehenden, aber noch nicht fälligen Stuckzmsin . • ♦ Jahreszinsen, welche zwar fällig, aber noch nicht bezahlt worden sind^ Summe . der am 23 September l. I. dahrer abgehaltenen Hauptversammlung der Vereinsmitglie- , (x, . , । die Kreise Gießen und Grünbcra begründeten Spar- und Lcrhfaffe, wurde § Rechnung über di! Verwaltung des Jahres 1843 statutengemäß abgeschlossen, deren Ergebnisse m nachstehender Uebersicht dem Publifum vorgelegt werden. A. Das Acriv-Vermögen beträgt Creditor. 104 278 19000 fl. 55830 „ — fr. — ff 182 fl. 200 „ 376 28601 „ ' ff 76 „ 11 130o n ff 118 „ 197 18304 „ — ff 92 „ 519 46826 „ 2a ff 90 „ Beilage » M 82. des MnzeigebLatts für die Stadt und den Kreis Gießen. Vermischte Nachrichten. Allgemeine Mentennnstalt zu Darmstadt. Der Vorstand der istestgen Localsection des Großh. Gewerbverems, welcher gerne alles Gemeinnützige rum Gegenstände seiner belehrenden Besprechungen macht, hat vor kurzem seine Mitglieder auf die Be« Nutzung der hiesigen allgemeinen Rentcnanstalt aufmerksam gemacht. Unter Zugrundlegung der IN M 21t dieser Bläkt (der Gr. Zeitung) angczeigten Schrift des Großb. Calculators Rau t welche durch alle Buch. Handlungen und die Agenten der Rentenanstalt für 24 fr. bezogen werben kann) dielt Hr. Schleuning zwei Vorträge über Zweck und Einrichtung der Rcntenaustalten im Allgemeinen, uisbesondcre der hiesigen, um Hetzen der nicht blos für den Augenblick lebt, sondern die eigene und die Eristenz seiner Angehörigen auch für die Zukunft nachhaltig zu sichern wünscht, in den Stand zu sitzen, sich einen richtigen Begriff von der Sache zu machen und über die Betheiliguug bei der Anstalt mit sich zu Rathe gehen ru können Dieser Vorgang verdient gewiß in doppelter Beziehung den ungetheiltesten Beifall. Einmal weil sich hierin Las löbliche, patriotische Bestreben kund gab, zur genauen Kenntniß und richti- aen Würdigung einer auf vaterländischem Boden stehenden, ourch die reinsten und uneigennützigsten Absichten bervorqerufenen Anstalt beizutragen. Sodann aber auch deßwegen, weil man dem Privat- und Gemeinwohl einen Dienst leistet, wenn man Stände, denen manche der bisher allein bestandenen Wohlthätigkeitsanstalten (z. B. die Wittwenkaffen) entweder gar nicht, oder doch nicht leicht zugänglich waren, auf die neue Anstalt aufmerksam macht und zu deren Benutzung veranlaßt. Wie oft hört man den Staatsdiener -c. wegen der für ibn und seine Angehörigen durch Pension und Wittwen- kasse getroffenen Vorsorge von Leuten aus dem Bürgcrstande beneiden! Sollte man nun dicsersetts eine Anstalt unbenutzt lassen können, welche die Sicherstellung der eignen öconom,scheu Existenz, die Erwerbung eines Wittwengehalts für die Ebefran und die Versorgung der Kinder so zehr erleichtert? Hr. Sckleuning machte am Schlüsse seines Vortrags noch besonders auf die offeukuiidigen, alle Erwartung übertreffenden Leistungen der älteren Renkenanstalten, namentlich der Wiener und Karlsruher, auf. merksam und knüpft? daran die gegründete Hoffnung, daß die diesseitige Anstalt, indem sie die ander- wär s 'emachten Erfahrungen und die Forderungen der Wissenschaft, ganz besonders aber den döcsist wichtigen Punct der Capita lauflösuug in Rent e, gleich von vorn heee-n benutzt und berücksichtigt, hinter den glänzenden Leistungen der älteren Institute Nicht zuruckblclbeu werde. 1694) Ich mache einem verehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich mich als Bürger und Herrn - Klcidcrmacher hier ctablirt habe. Meine Wohnung ist bei Herrn Schuhmacher Röbcr auf dem Kreuz neben Herrn Kaufmann Münch. Adolph Schmitt. 1683) Gallus-Ball tu Grünberg. Indem ich meine in M. 80 d. Bltts. erlassene Annonce hiermit widerrufe, zeige ich crgebenst an, daß am 16. October, als am ersten Gall- marktstage, in meinem neu erbauten Saale @ ti t t e e s S o l l stattfindet, wozu ich einlade und anfüge, daß für die beste Bedienung gesorgt ist. B. Flick. 1697) Fahrgelegenheit nach Grünberg Der Unterzeichnete macht hiermit dem hiesigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß er mit seinem Familienwagen den 16. d. M. von hier nach Grünberg fährt. Der Preiß ist für hin und wieder zurück 1 fl, für bin 36 fr. Die Abfahrt ist Morgens 4 Uhr, und xe- tour Abends 6 Uhr. Conrad Müller. 1688) Zn der Nähe der Neumühle ist ein vier Monate alter Jagdhund abhanden gekommen. — Der Hund ist weiß, bat mehrere braune Flecken; Kopf, Behang und Ruche sind braun, letztere an ihrem Ende etwas weiß und er hört auf den Ruf Alba. Der Finder wird ersucht, denselben gegen eine angemessene Belohnung bei der Erpe- dition d. Bltts. baldigst abzugcben. 1696) Von der Bleiche bis an's Seltersthvr ist ein Waschseil verloren gegangen. Der redliche Finder wird ersucht, es gegen eine gute Belohnung au die Erped. d. Bltts. abzugeben. 470 1698) Sonntag den 13. Octobcr findet bei günstiger Witterung Tanzmusik auf dem Hardthof Statt. Theater in Giessen. Sonntag den 13. October. (5te Vorstellung im Abonnement): , Die Geheimnisse von Paris. Dramatistrter Roman in 5 Abteilungen, nebst einem Nachspiel, nach Eugen Sue und Dinaur, bearbeitet von Carl Blum. August Friese. Frischbacken. Sonntag den 13. October. Carl Mer in der Neustadt. Balthaser Wallenfels an der Wettergaffe. Chrcstran Lampus auf dem Selteröweg. Mvriß Wallenfels Wtttwe am Asterweg. , Kirchliche Anzeigen. Gottesdienst. Am 13. October. Morgens: Kw- chenrath Dr. Engel. Nachmittag»: Freiprcdiger Lips. Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Katholische <8 e m e i n d e. Getauft. Den 6. October Dem Bürger zu Ilbenstadt und Briefträger dahier, Justus Klug, ein Sohn, Friedrich Carl Eduard, geboren den 26. September. Augekormncne und abgereiste Fremden vom 8. bis 9. Octobcr. 1844. I n den Gasthäusern. 7rn Einhorn: Hr. Vahlkampf, Präsid. v. Wetzlar. Hrn. Äst. Rothe v. Frankfurt, Kirsch v. Stuttgart, Schulz »■ Neustadt u. Fritzlar v. Coblenz. Keller, Oecon. ». Mainz. Hr. l!ach, Fabrik, v. Hochheim. Hr. Baron v. Wetz, Gutsbes v. Cassel. Hr. Heine, Fabrik, v. Hannover. Hrn. Kfl. SPamer v. Neuwied, Jordis v. Cöln, Kuhl v. Rheidt, «reiner v. Cassel, Straus v. Wiesbaden, Görtos v. Rheidt u. Blumenthal v. Lasphe. Hr. «pringsfeld, Partee, v. Frankfurt. Im Happen: Hrn. Kfl. Hieronymus v. Bremen u. Arnstein v. Laubach. Hr. Ewald, Weinhändl. v. Ockstadt. Hr. Freiherr v. Riedesel, Kammer-, v. Lauterbach. Hr. Richter, Prof. v. Marburg. Fr Weitershauseu, Pfarr. v. Darmstadt. Hr. Weber, Access, v. Biedenkopf. Hr. Venator, Pfarr. v Werdau. 'Hr. Löb, Kaufm v. Homburg v. d. H. Hr. v. Mainche, Lieutn. v. Kopenhagen. Im Prinz Carl: Hrn. Kfl. Katz v. Einartshauscn u. Buchenröder v. Würzburg. Hr. Bernbcck, Pfarr. v. Langd. Hr. Körningcr, Doct. v. Mainz. Hr. Gescheid, Schrein, v. Butzbach. Hr. Jöckel, Lehr. v. Idstein. Hr. Kunze, Oecon. v. Herchenhain. Hr Hühndorf, Gastw. v. Ilbenstadt. Hrn. Oecon Seipp v. Battenberg u. Lang v. Langen. Hrn. Handelst. Seipel v. Wildlingen, Sichel v. Gladenbach, Seipel v. Aßlar, Herzberg v. Gladenbach, Rach v. Ulrichstein, Straus v. Storndorf u. Guttenberg v Kestrich. Hrn. Kfl. LöSring v. Roßdorf, Weitz u. Rodemänn v. Schotten. Im Adler: Hr Kleeberger, Oecon. v. Wölfersheim. Hr. Zachariä, Sind. v. Holzapfel. Hr Habicht, Kaufm. v. Schwerin. Jungfer Fischer v. Großeneichcn. Im Hirsch ■■ Hrn. Handelst. Haller v. Schwenningen, Issel v. Weilmünster, Meier v. Cassel, Barth v. Sondershausen, Meier u. Bär v. Soda. Hrn. Fuhrt. Finkernagcl v. Seibertenrod, Schneidmüller u. Schnabel v. Wohnfeld, Klingelhöfer v. Eckelshausen, Fischbach v. Mornshausen u. Weber v. Buchenau. Im Üarmslaedter Haus: Hrn. Geschäfts!. Schwenk v. Lich, Roch v. Dodenau, wteubert v. Lichcnrov u. Gans v. Biebighausen. Hr. Seeland, Schornsteinseg. v. Eckertshau- sen. Hrn. Handelsl. Engel v. Ebersgöns, Meier, Kreis u. Kahn v. Einartohausen. Hr. Schmitt, Bicrbr. v. Untcrsee- bach. Hrn Geschäftsl. Klug v. Königstein, Sehrt v. Berns« feit, Ludwig v. Ulfa u. Seitz v. Bockenheun. Hrn. Handelsl. Bergen v. Freienseen, Wolf v. Hungen, Theis u. Friederich v. Wetzlar u. Deiseuroth v. Lengsfeld. Hr. Bellefontaine v. Hadamar. Hr. Erk, Schausp. v. Sulz. Fr. Müller v. Bachingen. Jungfer Will v. Hermershausen. im Siem: Hrn Handels!. Jöckel v. Erdmannsweiler, Kühner v. Schönach u. Isenberg v. Hesborn. Hr. Hofmann, Buchdr. v. Wesel. Hrn. Handelsl. Baum v. Frankenthal, Langsdorf v. Bodenfeld, Bauer, Herth u. Schmitt v. Nicder- moüstadt, Lemp v. Wenings u. Winter v. Homberg. In den Privathäusern. Bei Hrn. Dr. Soldan: Hr. Soldan, Gymn.-Lehr. v. Iverdoii — Bei Hrn. Stud. Kramer: Hr. Kramer, Rech« nungsprob. v. Darmstadt. — Bei Hrn. Gärtn. Georg: Hr. Georg, Privatm. v. Ockstadt. — Bei Hrn. Wirth Bramm: Hr. Reiß, Handels»! v. Altenkirchen, Hr. Oesterling, Maur, v. Hungen, Hr Bork, Strumpfweb. v. Schotten u. Hr. Friedrich, Privatm. v. Buseck. — Bei Wittwe Schmitt: Hrn. Oecon. Runzhcimer u. Hermann v. Obcrweidbach. — Bei Hrn. Geh.-R Knorr: Fr. Revierförst Venator v. Gladenbach u. Fr Pfarr. Klingelhöfer v. Butzbach. — Bei Hrn. Weißbindermeist. Demuth: Jungfer Lehlcitner v. Darmstadt. — Bei Hrn. Handels»!. Kaufmann: Hr. Rosenthal, Handels!», v. Niedermockstadt. — Bei Hrn. Nothg. Plank: Jungfer Boos v. Gladenbach. — Bei Hrn. Maler Traut- schold: Hr. Keil, Maler v. Frankfurt, Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.