Anzeigeblatt für -ie Stadt und -en Kreis Gießen. JjS MO. Samstag den 9. November Frucht- und Victualienpreise zu Gießen vom 9. bis 16. November 1844. Fleischtaxe. 1 Pfund gutes Ochsenfleisch . . - 1 „ Kuhfleisch ..... 1 „ Rindfleisch . . . . . 1 „ Kalbfleisch . . . . . 1 „ Schweinefleisch .... 1 „ Hammelfleisch gemästet 1 „ Wurst von pur Schweinen , 1 „ Bratwurst 1 ,, Schwartemagen . . . 1 „ geräucherter Speck ... 1 „ Schinken und Dörrfleisch . 1 „ Nindsfett ..... 1 „ Hammelsfctt 1 „ Schweineschmalz, ausgelassenes 1 „ desgleichen, unausgelassen fr. jl 9 9 8 11 9 12 15 16 24 20 16 16 20 18 ps. Anm. Die Zu. o gaben dürfen in 9 weiter nichts, als f in Fleisch von der-, i o selben Gattung 1 9 I bestehen, u. zwar I 2 aufloPfd.Fleisch j __ nicht mehralsan-- I__ derthalbBsd.u.s. re. nach Propor- __ tivn, welches auf i __ Pfb. nichtvöllig S _ Loth ausmacht. __ Köpfe, Füße, Ge- __ raub, wie auch die ;__ ganzblutigenund _ nichtgcnießbarrn __ Stücke vom Hals, sind vondcr Zu. gadegänrlichauS- geschlosscn. Brodtaxe. 2 Pf. ordinäres Brod. , Gersten - und g " " " | | Kornmehl bestehend 2 Pf. gemischtes Brod. . Waizen- und g " " " r| Körnmehl bestehend 6 Lth. 2 Qt. Wafferweck . 5 » i » Milchbrod . . . Marktpreise. 1 Maas Milch ...... 1 Pfund Butter auch 3 Handkäse ...... 7 Eper ...... . 1 Pfund Waizenmchl ....... 1 n grob geschälte Gerste 1 ii klein geschälte Gerste fr. Pf* 4 1 9 3 14 — 5 3 10 2 16 1 1 2 1 — 6 18 19 4 8 5 4 8 Fruchtpreise. Städte Gernäs Friedberg..... das Malter Gießen...... das Malter Grimberg ..... das M alte Marburg am 30. October. das Mött Wetzlar am 2 November. der Scheffel Waizen Korn Gerste Pf. fl- fr. Pf. 1 fl. । fr. Pf. fl. fr. 200 8- - 180 61 - — 4 40 200 8 20 200 6 30 165 4 30 — 7 30 — 5’ 40 — 4 20 — 6 49) — 1 51 4- — 3 30 90 3 35- 84] 2) 46 - 2 6 Hafer Erbsen Linsen Pf fl. I fr- Pf. fl. fr. Pf. fl. ft. — 3 — __ — —— — — -- —— — 3| 5 — 5 20 — 5 20 — 3 30 — 5 - — — — — 2j 20 — — — "— — Polizeiliche Bekanntmachung. 32) Ein Pferd ist in hiesiger Gemarkung aufgefangen und in Verwahrung genommen worden und ist das.Nähere auf Gr. Polizeibüreau zu erfahren. Gießen am 7. November 1844. Besondere Bekanntmachungen. 1909) Zu Folge höherer Anordnung sind die Wiesen hiesiger Gemarkung von Gesträuche und Gestrüppe innerhalb 8 Tagen zu reinigen, und davon nur Bäume ausgenommen, welche an Bächen stehen und zur Befestigung der Ufer dienen. Unterläßt jemand die Befolgung dieser Anordnung, so wird die Reinigung der Wiesen auf seine Kosten bewirkt. Gießen den 5. November 1844. Der Großh. Hess. Bürgermeister Gg. Reiber. 1910) Es sind seit Einführung des neuen Oe- troireglements mehrmals Zweifel darüber entstanden , in welcher Weise die Bestimmung des Oe- troitarifs unter E 8 „über Befreiung des-Werk- HolzeS von der Oetroiabgabe" zu deuten sei? Nach erfolgter deßfallsiger Beschlußnahme des Gemeinderaths und eingeholter höherer Verfügung wird daher zur Nachricht und Bemessung der Betheiligten hiermit bekannt gemacht, daß nur dasjenige Werkholz von Octroi frei bleiben kann, das in solcher außergewöhnlicher Form (d. l>. Länge und Breite) eingeführt wird, die Landüblich nur das 522 Werkholz erhält, so daß irgend ein Zweifel aber feine Bestimmung durchaus nicht möglich ist. Gießen den 6. November 1844. Der Großh. Hess Bürgermeister Gg. Reiber. 1891) Souinission. Die Lieferung von circa 23 Ctr. harter Seife und des Bedarfs der Schmierseife für die Marien- schlosser Anstalt pro 1845, soll auf dem Wege der Sonmissio», unter Vorbehalt höherer Genehmigung, an einen der Mindestfordernden vergeben werden- Alle, welche zur Uebernahme dieser Lieferung Lust haben, wollen deßwegen ihre Forderungen versiegelt und mit der Ausschrift „Seifelieferung" bis längstens Samstags den 16. d. M. bei der Gr. ZuchtHaus-Direetion dahier einreichen, indem Montags den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, die Eröffnung der eingegangenen Soumissionen stattfinden soll, bei welcher alle Soumitteitten oder Bevollmächtigte derselben zugegen sein können. Zeder Sonmittend bat bei Einreichung der Soumission Proben der zu liefernden Seife vorzulegen und sich durch eine Bescheinigung des betreffenden Ortsvorstandes über feine Lieferungs- fähigkeit auszuweisen. Die Lieferungsbedingungen können bis zu vorgenanntem Termine bet dem Unterzeichneten eingesehen werden. Marienschloß am 4. November 1844. Zu Auftrag Gr. Hess. ZuchtHaus-Direetion das. Weigel, Speisemeister. Versteigerungen. 1861) Donnerstag den 44. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Nathhaus folgende, zum Nachlaß des Kaufmanns Philipp Windecker gehörige Gärten: ifä 234 Klftr. Acker (Garten) am untersten Riegelpfad, 18 fr. abgelößte Grundrente, 358 „ Garten am Nahrungsberg, 4 fr. 1 pf. abgel. Grdrte. unter den befannt gemacht werdenden Bedingungen nochmals versteigert werden. Gießen am 1. November 1844. Gr. Hess Stadtgericht das. Müller. Haber forn. 1908) Montag den 18. d. M., Morgens 11 Uhr, soll auf hiesigem Rathhause 998 Klftr. od. 292 Rch. Acker, bisher Lehmgrube, rechts des Gleibergerwegs, neben Postmeister Kemps, unter den bei der Versteigerung zu eröffnenden Bedingungen an den Meistbietenden versteigert werden, wozu Kauflustige eingeladen werden. Gießen den 6. November 1844. Der Gr. Hess. Bürgermeister Gg- Neider. 1909) Die zur Verbauung der Böschung des Reservoirs im Stolzenmorgen und der Verbesserung der Wiese am Fürstenbrunnen nöthigen Arbeiten, als: 1) Handarbeit, im Voranfchlag zu 124 fl. 45 fr. 2) Steinbrecherlohn, „ „ 3 ,, 30 „ 3) Fuhrlohn, „ „ „ 14 „ — „ sollen Donnerstag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr, auf hiesigem Rathhaus an die Wenigstfordernden versteigert werden, und fönnen die Voranschläge auf der Bürgermeisterei eingesehen werden. Gießen den 6. November 1844. Der Gr. Hess. Bürgermeister Gg. Reiber. 1887) Hauöverkauf. Mittwoch den 20. d. M, Vormittags um 10 Uhr, soll das vormalige Gpmnasialgebäude in den neuen Säuen, und zwar in dem Gebäude selbst, unter den bei der Versteigerung eröffnet werdenden Bedingungen, auf Erb- und Eigenthum, an den Meistbietenden versteigert werden. Die Versteigerungsbedingungen können auch schon vor der Versteigerung bei der unterzeichneten Stelle eingesehen werden. Gießen am 6. November 1844 Gr. Hess. Universitäts-Rentamt. Martin. 1866) Montag den 11. November d. I., Mittags 12 Uhr, soll auf hiesigem Rathhaus die Anfertigung der Subsellien in den hiesigen Schulsaal, im Voranschlag zu 170 fl., sowie die Lieferung von 9 Mltr. Korn Schulbesoldungsfrucht, an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Steinbach den 2. November 1844. Der Großh. Hess. Bürgermeister Horn. 1902) Donnerstag den 44. d. M., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich in meinem Garten am Neustädter Thor eine Baumschule von circa 300 Bäumchen in kleinen Parthien von 10 Stück versteigern, wozu ich Kaufliebhaber höflichst einlade. L. Jahreis. 523 Arbeiten, als: 959 fl. FF FF 7) WeißbinLerarbeit, r. Bütten Kalk, 1) 2) 3) 4) 5) 6) H Maurerarbeit, i Steinhauerarbeit, zu H 103 694 315 105 76 134 Zimmerarbeit, Dachdeckerarbeit, Schreincrarbeit, Schlosscrarbeit, 9 31 54 öffentlich au die Wcnigstforderudcn versteigert werden. Indem man dieses hierdurch zur öffentlichen Kcnntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Nisse, Voranschläge und Vcrsteigerungsbedingungcn in dem Bureau des Unierzeichneten zur Einsicht offen liegen. Gießen am 4. November 1844. Der Gr. Hess. Proviuzialbaumcister Müller. 1867) Versteigerung der Arbeiten zur Erbauung einer neuen Pfarrscheuer in Hermannstein, Kreises Gießen. Freitags den 15. d. M., Vormittags um 11 Uhr, solle» in dem Hause des Gastwirths Schäfer in Hermannstein die zur Erbauung einer neuen Pfarr- fcheucr und die bei Abänderung an der Einfriedigung der Pfarrhofraithe daselbst erforderlichen veranschl. - rr ff 51 fr. 50 „ 19 „ 8) Lieferung von 67 9) „ ,, 4 Cubikklftr. Sand 1892) Dienstags den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll die Lieferung des Fleisches für die Gefangenen dahier auf das Jahr 1845, dessen beiläufiger Bedarf aus: 1) 44 Centn. Ochsenflcisch, 2) 9 ,, Schweinefleisch besteht, unter den, vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstverlangenden versteigert werden. Die Herrn Bürgermeister der Umgegend ersucht man, dieses in ihre« Gemeinden öffentlich und mit dem Anfügcn bekannt machen zu lassen, daß jeder Stcigliebhaber, bevor er mitbieket, sich ausweisen muß, a) bei Lieferung des Ochsenfleischcs eine Caution von 293 ft., b) bei Lieferung des Schweinefleisches eine Caution von 60 fl. stellen zu können und diese in Gr. Hess, landstän- discbcn Papieren zu deponiren sind. — Marienschloß am 5. November 1844. In Auftrag Gr. Hess. Zuchthaus-Direction das. Weigel, Speisemeister. Feilgeboten. 1901) Von Braunschweiger Leinen, welche ihrer ausgezeichneten Qualität und Schönheit der Bleiche, Gleichheit des Fadens, sowie der vortheist basten Breite wegen sehr beliebt sind, habe rch wieder sehr reiche Auswabl erbalten. Ludwig Zahrers. 1877) Mittwoch den 13. November 1844, Morgens 10 Uhr, soll die Lieferung von 18 Malter Schulbesoldungskorn auf hiesiger Bürgermeisterei öffentlich an den We- nigstnehmendcn versteigert werden. Annerod am 6. November 1844. Gr. Hess. Bürgermeister Peter. 1896) Donnerstag den 14. November d. I., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung der Schulbesoldungsfrucht dahier, bestehend in 50 Mltr., X Korn und % Gerste, öffentlich wenigstuehmend auf dem Büreau des Unterzeichneten versteigert werden. Beuern am 4. November 1844. Der Gr. Hess. Bürgermeister ' Otto. 1894) Donnerstag den 14. November, Morgens 10 Uhr, soll auf der hiesigen Bürgermeisterei die Lieferung von 13 Mltr. 2 Sr. Korn und 1 Fud. 30 Geb und Roggenstroh zur Schulbesoldung an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Klcinliuden am 6. November 1844. Der Gr. Hess. Bürgermeister Weigel. 1857) Montag den 11. d. M., des Morgens 10 Ubr, soll in Waldgirmes auf dem Rathhause daselbst die Schnlbesoldungs-Frucht, bestehend in 22 Mal. ter Korn und 2 Malter Gerste zu liefern, öffentlich wcnigstnehmend versteigert werden. Waldgirmes am 2. November 1844. Der Großh. Hess. Bürgermeister Schmidt. 4876) Nächsten Montag den 11 d. M. Vormittags 11 Uhr, sollen auf der hiesigen Bürgermeisterei circa 40 Malter Schulbesoldungskorn, dem Gemeinde-Einnehmer dahier abzulicfcrn, an den Wenigstnehmenden versteigert werden. Großenbuscck den 4. November 1844. Der Großh. Hess. Bürgermeister Schwalb. 524. 1911) Fertige Hemden von Shir- ting, Leder- Bielefelder Leinwand, Reise-Kittel u. Schlafröcke empfiehlt in schönster Auswahl und zu den billigsten Preisen Zac. Kfm. Worms Wiltwe anr Kirchenplatz. 1903) Alle Sorten Bremer und fcSgSSa Hamburger Cigarren, alten Rollen - Porton'ko ä 36 fr., Rolleu-Barinas a 42 fr. nebst verschiedenen Sorten Canastcr und Marylandta- baf empfiehlt Ludwig Jabreis. 1906) Kleine Wandubrcn mit Wecker, für deren Güte ich garantirc und sich besonders für Stu- dirende eignen, habe ich wieder vorrätbig. Carl Senner, Uhrmacher. 1901) Meine verschiedenen Weine gj Gimmeldinger 1840r «Flasche —ft. Forster 1835r„ ,, — „ Bodenheimer 1842r ,, „ —„ Nüdesbeimer 1842r „ „ — „ als: 24 fr. 30 „ 36 „ 40 „ Bordeaux Estepbe „ „ — „ 48 „ Medoc „ „ — „ 54 „ Malaga, alten ,, „ 1 ,, 6 „ Madera, ,, „ „ 4 „ 45 „ Champagner deut. ,, „ 1 ,, 45 „ ditto franz. ,, ,, 3 ,, „ bringe ich hiermit, wie auch eine Sendung achtes Bayrisches Bier in empfehlende Erinnerung. Ludwig Jahreis, Lit. B. .AS 24. am Marftplatz. 1879) Bei Zlndreas Alargutb in Butzbach an. der Caserne ist ein neuer tafelförmiger Flügel von Mahagoniholz, mit eiserner Ncsonanzplatte, nach der neuesten und dauerhaftesten Bearbeitung, vorzüglich gut von Ton, über & Octüv bis hohes' C., für dessen Güte garantirt wird, billig zu verlausen. Feiner noch zwei solcher neuer Jn- sifnmente von schönem Nußbaumholz) demselben Meister gehörig, das eine bei Herrn Ferber im Hessischen Hof, das andere in der Industrie- Halle in Gießen. " 1912) Bieber, Flanell, Barchent, Zwittcb, Bettzcuge, sowie meine sonstigen Artikeln empfehle ich bestens und in schönster Auswahl. Zac. Kfm. Worms Wittwe am Kirchenplatz. 1899) Eine Auswahl Baumwollwatten empfiehlt zu billigen Preisen Meyer Rothenberger, Lit. A. JS 143. 1895) Der Hessische Hausfreund, Land- falendcr und hinfende Bote pro 1845, sowie . eine neue Sendung aller Sorten Spicl- ^'»Hl.Mfartcn zu haben bei Christian Helm. 1900) Herrnhemden, von 1 fl. 6 fr. bis 4 fl. per Stück empfiehlt Meyer Roth enberger, Lit. A. JVa 143. 1893) SteimeesTes Weschrve von allen Gattungen habe ich wieder erhalten, welches ich hiermit empfehle. Fuhr, Zinngießer. NN 1913) Fertige neue Betten von dem besten Barchent undZwillch sind einschläfrig zu dem Preise von 26 fl., zweischläfrig zu dem Preise von 36 fl. immer vorräthig zu haben bei Zac. Kfm. Worms Witwe am Kirchenplatz. 1888) Klein gemachtes Holz und Braunfohlen sind zu verfaufen'bei Jacob Schreiber auf dem Neuenweg. Zu vermiethen. 1802) In meinem Hause auf dem Scltersberg ist eine große mvblirte Stube mit Cabinet zu vermiethen. Engel bach. 1874) Bei Bäcker Wallenfels Wittwe auf dem Neuenweg sind 2 aneinanderstoßeude Stuben mit einer Außen-Thüre versehen, zu vermiethen und sogleich beziehbar. 1864) Ein gutes Fortepiano steht im 3. Stock des Darmstadter Hauses zu vermiethen. 1060) Der untere Stock in meinem neuen Hause vor dem Seltersthor, bestehend aus 6 heizbaren Zimmern, heizbarem Coridor, Küche, Magv- und Speiscfammer, Keller, Bodenkammer, Holzplatz und Mitgebrauch der Waschküche nebst einem Stück Garten, ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Br. Just. Liebig. 1914) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist Lit. D. M. 57. ui der Neustadt zu vermiethen. 1794) Lit. A. AS 46 auf dem Scltersweg sind einige möblirte Zimmer zu vermiethen. 1762) Eine vollständige Familienwohnung ist bei mir zu vermiethen und am 15. Januar 1845 zu beziehen. A. K. Worms, Lit. C. .AS 184. 1881) Mein Haus am Lindenplatz bin ich gesonnen, in zwei Familienwohnungen, bestehend in 525 Der Ausschuß des Kunst-Vereins. 1885) durch Übergeöffnet wird. Gießen den 8. November 1844. 4 Stuben, Kammer, Küche, Bodenraum, Holzstall, Keller und gemeinschaftliche Waschküche mir Brunnen und bis 1. Januar k. I. beziehbar, unter annehmbaren Bedingungen zu vcrmiethcn. Ferner ist in meinem Hause in der Flügelsgasse, die untere Wohnung, bestehend in Stube, Kammer, Küche, Holzstall und Keller zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Bergmann. 1883) Das vordere Wohnhaus, Lit. C. M. 64. in der Wolkenaaffe, welches mit allen Bequemlichkeiten verschenkst, steht zu vermiethen. Näheres ist zu erfragen bei H. Rotbäuge. , 1884) Lit. D. 100. in der Neustadt ist eine Stube mit Cabinet und mit Möbel versehen, zu vermiethen. 1878) Eine neu eingerichtete tapezierte Familienwohnung, bestehend in 3 aneinander stoßenden Stuben, verschließbaren Küche, Boden und Holzplatz, sowie Antheil am Keller, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Jacob Bogt, Bäcker in der Wallthorstraße. 1880) Bei Bäcker Jeremias Wallenfels, nahe am Seltersthor ist eine Stube zu vermiethen. 1882) Eine vollständige Familienwohnung ist ru vermiethen bei Schreincrmeister Jacob Wirth. verbunden habe. f . Abonnements-Bedingungen sind folgende. für 1 Jahr 8 fl. ff V 2 ff ** ff Vermischte Nachrichten. i/ 3 Wenn es gewünscht wird, braucht nur alle 4—5 Wochen umgewechselt zu werden und man erhält da im Verhältnis; desto mehr Musik auf einmal. Prospectus ist gratis und Katalog für 18kr. Herrn Heinrich Ferber in Gießen, der die Agentur für dort nommen hat, zu beziehen. Frankfurt aM den 25. October 1844 , C. A. A n d r e. Musik-Sortiment <& Leih-Anstalt. r» Gießen Mit Bezug auf unsere Anzeige 1782 in diesem Blatte M. 86, 87 und 89, bringen wir zur Kenntniß des kunstliebenden Publikums, daß die Gemälde-Ausstellung Montag den 11. d. M. eröffnet - diese Ausstellung in der großen Aula des hiesigen Univcrsitätsgebäudes Statt ffndet und dieselbe dann täglich von Morgens 9 — 12 und Mittags von 1 —Zt Uhr Musikatien-Mh -Anstalt. Ich bringe hiermit dem musikalischen Publikum zur Kenntniß, daß ich mit meiner Musik-Sortiments-Handlung eine große Mnsikalien - Leih - Anstalt 526 zur Actienzeichnung, Behufs der Erbauung ethcr Industrie-, Kunst- und Fest-Halle in der Eterdt Gietzen. L - Ein passendes Gebäude, welches zu gemeinnützigen industriellen und artistischen Zwecken, sowie zu öffentlichen Darstellungen und größeren Festen mit Erfolg benutzt werden könnte, fehlt der Stadt Gießen gänzlich. Dieser Mangel ist in neuerer Zeit sehr fühlbar, darum auch im Publikum der Wunsch nach dem Besitze eines solchen Gebäudes lallt geworden, während dessen Errichtung hier, in einer Universttäts- llnd Provinzial-Hauptstadt, sich ohnehin als ein nothwendiges Bedürfniß darstellt. Mit Rücksicht hierauf erlauben sich die Unterzeichneten, die als Vertreter der localgewerblichen Interessen bei dem fraglichen Unterneh- men besonders betheiligt erscheinen, ihre Mitbürger, die Bewohner hiesiger Stadt, zu einer Actienzeichnung hierdurch einzuladen, welche die Erbauung einer, wo möglich tu der Mitte der Stadt zil errichtenden Industrie-, Kunst- und Fest-Halle bezweckt, die unserem Platze ebenso zum wahren Nutzen, wie zur Zierde gereichen und deren Ertrag an Lo- calmiethe die Verzinsung des aufgewendeten Capitals sichern soll. Damit sich recht Viele bei dem patriotischen Unternehmen betheiligen können, ist der Betrag einer Actie auflOfl. festgestellt und sind die Listen Behufs der Zeichnungen bereits in Umlauf gesetzt worden. Sobald 1500 Actien gezeichnet sind, findet auf desfallsige, in diesem Blatt erscheinende Einladung, eine constituirende Versammlung der Actionaire Statt, welche über /alles, zur Realisirung des pro- jectirten Unternehmens Erforderliche herathet und durch Stimmenmehrheit gültige Beschlüsse faßt, denen heizutreten, die nicht anwesenden Theil- haber gehalten sind. Gießen am 28. October 1844. Der Vorstand und der Ausschuß des Löcalgewerb-Vereins das. Dr. M. v. Kitgen. Knapp. Äuleliner. I>r. Kuff. C. EL. Knrkliardt. A. IMckore. »r. Ettling. G. L li. Kail. o3. Kertig. L. Kirsch. J. Köhler. Malier. Prinz. Kg. Keiber. Schmitthenner. 527 UM ”i89m “ Aufruf zur Linderung der Noth! Bereits haben öffentliche Blätter das Publikum von der großen Feuersbrunst, welche am 10. SchWnber das Laudstädtcken Sachsenberg im WaldeÄischen heimgesucht bat, in Kenutmß gesetzt. Das unbezwmg liebe steuer raubte innerhalb drei Stunden einem Drittheil der Einwohner der obuelnn armen Stadt ihre Wohnungen, Früchte, Fourage und Mobiliar, brachte somit 63 Familien mit 384 Seelen um ihre sämmtliche Haabe^uttd Nahrung. Von alle» nothwendigsten Lebensbedursmssen für Menschen und V eh entblöst baden Zwar die Unglücklichen vorerst sowohl von ihren Mitbürgern, als auch von der naben Umaeaend augenblickliche Unterstützung gefunden; allein der Nothlcidenden und Hülfsbedurftigeu sind ML Ä ®W1W &A <- s-m-h-, d- W g°r »ich, u»° »,e W°h»°»g-» ffÄÄJÄ' ft- M st«, c« m std,m f»k„»n, W« M iiabtnc und Unterstützung, dieß habe« schon mehrere Gemeinden und Personen von nahe und fern durch Ät&lÄ&li* Kwi*»', wofür di- am,™ S* berg nur mit blutendem Herzen innig.fl danken können. Auch der Hochherzigkeit der Stadt und ln - qeqend Gießen, die sich bekanntlich bei allen Gelegenheiten, wo es galt, Noihbedrangte zu unterßchtzcn, und gemeinnützige Zwecke zu fördern, rühmlichst auszeichnete, wird die Bitte nicht ohne günstigen Erfolg entgehen, von ihrem Ueberfluffe ein Schäl flein abzunebmen und zur Unterstützung der armen Abgebrannten zu Sachstniberg zu"'venvendcn, die ebenfalls in den früheren Jahren den Abgebrannten ui der Nach ar- geg«id größtentheils die erste Hülfe und Unterstützung brachten Möchten auch d.eßmal d'- Einwohner der Stadt und Umgegend Gießen ihren früheren Ruhm durch Mildthatigkeit vollkommen kwnen. Das Handlungshaus Zoh. Balth. Noll in Gießen ist von uns bevollmächtigt, müde Gaben m Empfang zu nehmen. , Sachsenbcrg im Fürstenthum Waldeck im M. October 1844. , . , *' a ° Bürgermeister und Rath daselbst. Unter Bezugnahme auf oben stehcndeü Aufruf des fürstlichen Stadtraths zu Sachscnberg an die bekannte Mildthcitigkeit hiesiger Einwohner, erbiete ich mich nach Aufforderung desselben, mit Vergnügen milde Gaben für die Unglücklichen in Empfang zu nehmen. in, 4. $o»,*r <844. Bal.h. R°l>. iß .Bäeröffnet naoe, uno aue vorivuiuicuueii i«,« fc®^9icpnroturcn in , ®olt> - unb Silberwaaren gut unb 011119 1886) GescnäflserbffMUttg« Einem geehrten Publikum mache ich anburch bie ergebenste L Anzeige, baß ich unter bem Heutigen in hiesiger Stabt ein M Uhren- und Pyonterie - Geschäft eröffnet habe, unb alle vorkommenben neuen Arbeiten, wie auch VCVflttlflC* Zugleich bemerke ich, baß ich mit einer schönen Auswahl golbener unb silberner Taschenuhren, sowie ber mobernsten Gegenstanbe m Golb- waaren, als: Ohrringen, Brosches, Colliers, Armriugeii, Nabeln, Ketten unb allen in bieseö Geschäft einschlagenben Artikeln bestens versehen bm unb stets bemüht seyn werbe, gute unb geschmackvolle Maare zu liefern. Altes Golb unb Silber kaufe unb tausche ich zum höchsten Werthe ein. Meinen geehrten Abnehmern reelle Bebienung zusichernb, bitte ich geneigten Zuspruch. Gießen ben 7. November 1844. I- .. ( Uhrmacher und Goldarbeiter auf dem Neuenweg bei Wittwe Wallenfels. 528 1907) Tyroler - Alpen - Sänger- Gesellschaft. Die bekannte Familie Niedermeyer mit Frau und Schwester und Gebrüder Bogel sind hier angckommen und geben Mittwoch den 13. November im Saale zum Prinz Carl auf neu constrnirten ganz klassischen Instrumenten, Baß und streichende Terz-Zythern mit Biotin und spanischer Guitarre - Accompag'nement ein heiteres Concert. Die Tyroter gebens im Voraus die Versicherung, daß durch Ausführung der angenebm- sten Vorträge in Musik und Gesang alle Herrn und Damen mit vollkommener Zufriedenheit ihre Plätze verlassen werden. Dieselben haben ausnahmsweise von Kaisern und Königen die ausgezeichneten Atteste im Besitz und haben cs hier zur Wahrheit der Oberbehörde vorgelegt. Zur Sicherheit des Concertes wird um die geacbtetsten Unterschriften eine Subskriptionsliste herumgeschickt. Der Anfang ist um 3z,8 Uhr Abends. Der Saal ist geheizt und gut beleuchtet. @ntre ä Person Ihr Platz 18 fr. 2ter Platz 12 fr. Kinder zahlen 3 fr. Billets sind zu haben in der Universitäts- Buchhandlung von G. F. Heyer, Sohn, und in unserm Logis zum Prinz Carl J/S 8. 1905) Mehrfach geäußerten Wünschen zufolge beabsichtigen die Unterzeichneten, den bis hierhin gesondert ertheilteu Unterricht im Zeichnen, resp. Rechnen nunmehr an Sonntagen gcmeinscha, zu ertbeilcn. Den Bauhandwerfern würde somir Gelegenheit gegeben, neben dem in jedes einzelne Fach einschlägigen Zeichnen anch die dazu nötbige Ausführung der Voranschläge und Berechnungen zu erlernen. Gießen den 7. November 1844- C. Jungk, I. Lauckert. Mechanikus. 1879) Es wird in einem hiesigen Hotel ein Lehrling, der die nötbige Schulbildung hat, gesucht. Das Nähere ist iu der Erped. d. Bltts. zu erfragen. 1898) 68. hat das Damen-Schreibzeug gewonnen. _______ Frischbacken. Sonntag den 10. November Wilhelm Löber in der Wallthorstraße Carl Noll in den Neuenbäuen. Johannes Noll in der Neustadt. Christian Lampus auf dem Seltersweg. __________ Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Am 10. November. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel. Kopulirt. Den 7. November. Johann Carl Herbold, Bürger und Schauspieler in Mainz, des verstorbenen Bürgers und Schauspielers, Johann Carl Herbold in Mainz, ehelicher Sohn, und Nina Apollonia Pohlmann, des Schauspielers, Martin Pohlmann aus Hamburg, eheliche Tochter. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Bonhard. Angekommene und abgereiste Fremden In den Gasthäusern. Im Einhorn: Hr. Schenck, Apoll), v. Darmstadt. Hr. Schiereberg, Lander.-R. v. Ehrenbreidenstein. Hr. Justus, Reviers, v. Butzbach. Hrn. Kfl. Balser v. Hannover, Straus v. Laubach u. Horter v. Frankfurt. Hr. Marquard. Lieutn. v. Luxemburg. Hr. Graf Manfred m. Fam. u. Bedien., Staatsr. v. Wien. Hrn. Stud. Oechsner u. Borkcl v. Mainz. Frl. Bücking v Marburg. Hr. Schmucker, Actuar v. Vöhl. Frl. Zimmer v. Bvckenheim. Hr. Werner, Buchh. v. Bibra. Hrn. Kfl. Schweitzer v. Stuttgart, Fischer v. Brüssel, Morell v. Friedberg u. Rosenthal v. Frankfurt. Hr. Heimburg, Oecon. v. Bönstadt. Hr. Trombetta, Sind. jur. v. Limburg. Hr. Geibel, Bürgermeist. v. Bönstadt. Hrn. Kfl. Ballauf v. Bremen „>>Hglle v. Frankfurt, Schleicher v. Düsseldorf u. Flörsheim $7 Wien. Hr. Kilian, Hüttenbcs v. d. Kilianshütte. Hr. Krämer, Gutsbes. v. Braunschweig. Hr. Hüffel, Kammer-R. v. Braunfels. Hr. Baron v. Dobois, Rent. v. Zürich. Hr. Riencke, Stud. v. Dresden. Hr. Hcrbold, Schausp. v. Gießen. im Kappen-, Hrn Schnell-Lauf. Albert v. Münden. Hartmann v. Frankfurt u. Hirsch v. Offenbach. Hrn. Sind, Hornfech u. Knitz v. Marburg. Hrn. Kfl. Haberkorn v. Frankfurt, Bergmann v. Bremen u. Lilie v. Magdeburg. Hr. Heß, Rechnungsrev. v. Darmstadt. Fr. Lieutn. Gishof v. Cassel. Hr. v. Hezyn, Privatm. v. Hanau. Hr. Hoos, Fabrik, v. Londorf. Hrn. Kfl. Ahrweiler u. Burkhardt v. Coblenz. Hr. Helle m. Fam., Doct. v. New-Jork. Hrn. Kfl. Sänger v. Erfurt, Bohnstedt v. New-Jork u. Eberhardt v. Frankfurt. , vom .5 bis 7. November. 1844. Im Prinz Carl -, Hr. Fend, Fabrik, v. Schotten. Hr. Wagner, Handelsm. v Gönningen Hr. Morsch, Kaufm. v. Blaibach. Hr. Schmitt, Privatm. v. Frankfurt. Hr. Bergen, Cand. v. Breidenbach. Hr. Bayer, Mal. v. Vacha. Hrn. Kfl. Maierfeld v. Oberkleen u. Bopp v. Wetzlar. Hrn. Handels!. Levi v. Annerod u. Namstädter v. Utrecht. Hr. Vogel, Säug v. Jnspruck. Hr Niedermcier, Alpensäng. v. Treisbach. Hr. Löwenstein, Bauaufs. v. Rwda. Hr. Bauer, Gastw. v. Friedberg. Hr Neuling, Oecon. v. Eichelsachsen. Hr. Vetter, Kaufm. v. Auerbach. Hr. Buxbaum, Fabrik, v. Marburg. Hr. Düre, Handelsm. v. Gönningen. Hr. Walther, Oecon. v. Dauernheim. Im Hirsch: Hrn Handelst. Stumpf u. Haubcnsack v. Gönningen, Katz v. Steinbach. Hrn. Fuhrt Klingelhöfcr v. Eckelshausen u. Finkernagel v. Seibertenrod. Hr. Weide, Geschäftsm. v. Combach. Hrn. Fuhrt Barti v. Wiffenfeld, In den P r i v a r h ä u s e r n. Bei Hrn. Hofger.-Adv. Wieffell: Fr. Pfarr. Müller v. Großeneichen. — Bei Hrn. Hofger. - Adv. Krauskopf: Hr. Weidig, Reviers, v. Homberg a. d. O. — Bei Hrn. Schul« lehr. Schulz: Hr. Simon, Oecon. v. Wißmar. — Bei Hrn. yofg-R Georgi: Frl. Dietzsch v. Friedberg. — Bei Hrn. Wirth Bramm: Hrn Geschäftsl. Stuhl v. Grebenhain u. Horst v. Großeneichen, Hr. Kreiter, Scrib. v. Schotten u. Hr. Friedrich, Privatm. v. Altenbuseck. — Bei Hrn. Hetterich: Fr. Rappolt v. Altenburg. — Bei Hrn. Kaufm. Mendelfohn: Hr. Mendelsohn, Handelsm. v. Hermannstein. — Bei Hrn. I)r. Tasche: Hr Tasche, Access, v. Darmstadt. — Bei Hrn. Bücking: Hr. Bücking, Caud. theol. v. Marburg. Truck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckcrei in Gießen.