Anzcigeblatt -er Sta - t Giessen. JVs. 19* Samstag den 9. Mai 18W. Frucht- und Victualienpreise zu Gießen vom 2. bis 9. Mai 1840. __F4eischpreise. fr. 10 9 8 s 4 10 9 12 S 15 16 20 16 18 18 20 18 ! Pt : Wrodpreise fr. Pf. 1 Pfd gutes Ochsenfleisch . . 1 " Kubffeisch..... ? 1 „ Rindfleisch..... -JtS 1 " Kalbfleisch..... auch....... '=»5,52*1 1 Schweinefleisch.... 1 " Sammelfleisch gemästet . .s s ='■£ 1 ,, Wurst von purSchweinen =®2®£'eg’ä 1 » gemischt« Wurst . . . 5 1 „ Bratwurst..... Sei? = g-g1« 1 „ Schwartemagen . . . 1 " geräuckert-r Speck . . 1 „ Schinken und Dörrfleisch 1 " R'NdSfett..... ing 512® §! 1 " Hammelsfett .... 1 Schweineschmalz, autae- lassen««. ...... ö 1 „ deggl. unausgelaffene« . K |* 1 1 1 * 1 1 1 l_ i 1 1 1 1 1 li -- Pfd. L4 Lth. — Ql. Roggenbrod . . . ' 2 rr 8 ” V ,/ . . . . ; 4 w 16 ” — v v .... 19 Llh. — Ot. gemischtes Brod .... iS» S » Wafferweck ..... 4 ,, S „ Milchbrod ...... Vierpreise. 1 Maat ordinaires Bier...... auch...... 1 Maas Doppelbier....... MsrSrpreise. 1 Maas Milch......... 1 Pfd. Butter......... auch....... 3 Kandfäse . ; . ....... 6 Sver............ 1 Pfd. Waizenmcbl ....... 1 » grob geschälte Gerste .... i 1 » Mein geschält«- Gerste .... 2 6 12 2 1 1 4 6 7 6 17 18 4 4 6 4 8 iii M i।i iii i i : i i i ___________df r u clj t p r t i s c. Städte. Gemäs Waizen Korn Gerste Hafer Erbsen Linsen Darmstadt . . . Gießen .... Marburg am 26. April Wetzlar am 3. Mai das Malter dar Malter auch dar Mört der Scheffel Pf- 200 200 90 fL 10 7 4 fr. — SO 28 St. 80 80 st. - fr. 30 50 16 Pf- 165 75 fL 6 4 2 fr. S 27 1 s I iji^i fi. 3 3 1 1 fr. 12 15 48 19 l I I I l^| fl. S 4 fr. 20 50 Pf- fl. « 7 fr. Pol izeiliche Bekanntmachung. 26) Ein Sporn und ein buntes Sacktuch, sind gefunden und auf Großh. Polizeibüreau abgegeben worden. Desgleichen sind zwei große Hunde in hiesiger Stadt aufgefangen und in Verwahrung ae, »ommen worden und ist das Nähere auf dem Großh. Polizeibüreau dahier zu erfahren. Gießen den 7. Mai 1840. Edictalladung. 601) Nach Seite 27. Vol. I. älteren General- Währschaftö- und Hypotheken - Protocolls des Gerichtes Schönstadt haben die Eheleute Johannes Peter und Elisabetbe, geborne May, zu Kölbe bei dem Gastwirth Conrad Pitz jun. und Jwffen Ehefrau, geborne Schneider, zu Schönstadt ein Darlehn von 800 ft. ausgenommen — und hierüber eine Obligation unter Verpfändung ihres Wohnhauses und Hofraithe nebst zehn anderen Grundstücken unter dem 21ten März 1810 ausgestellt. Das Psandobject ist an den Einwohner Lud, wig Fischer zu Kölbe durch Anschlags - Con- tract vom 14ten Decbr. 1816 übergegangen und 138 von diesem das Capital und zwar an die Eheleute Pitz mit 300 ft. und der Rest mit 500 fl. an die Ehefrau des Posthalters Conrad Ruth, Anna Catharina, gcborne Pitz, zu Bellnhausen, welcher den Restbetrag nach abgegebener Erklärung der früheren Gläubiger re. Pitz'schen Eheleute cedirt worden ist, abgetragen, die darüber ausgestellte Obligation verloren gegangen und auf deren Mortification angetragen worden. Es werden daher alle diejenigen, welche die erwähnte Obligation besitzen, auf Montag den 6ten Juli, Morgens 9 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstelle zu deren Vorzeigung und Begründung ihrer Ansprüche hieran unter dem Rechrsnachthcil für den Fall des Zurückbleibens vorgeladen, daß dieselbe für erloschen erklärt und das Röthige in den Hypotheken- und Währschafts-Protocollcn bemerkt werden soll. Marburg, den 27ten April 1840. Kurfürstliches Landgericht. H r l l e. vdt. Schmidt. Besondere Bekanntmachung. 606) Aus dem städtischen Holzmagazin werden Zuckererbsen-Reiser, die Welle zu 4 fr., abgegeben. Gießen den 7. Mai 1840. Der Beigeordnete Christian Schneideröffentlich an den Meistbietenden, unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen, erb- vcrtheilungshalber versteigert werden. In demselben Termin soll sodann, auf freiwilliges Ansuchen, das dem Bürger und Weißgerber Wilhelm Löber und dessen Ehefrau gehörige Wohnhaus mit Stall an Joh. Georg Hedtem'ch gelegen, 1D Klftr. Grundfläche enthaltend, gibt 13 fr. , 2 pf. Zins dem Fisfus, mitversteigert werden; die Bedingungen sollen ebenfalls im Termin eröffnet werden. Gießen den 8. Mai 1840. Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. L i m p e r t. 607) Das dem Heinrich Butter dahier zustehende Wohnhaus in der Wolfengasse nebst Stall, hält 10 Klftr. ob. 2 Ruth. 8 Schuh Grundfläche, gibt 25 fr. Zins dem Kirchenfasten, soll Montag den 22. Juni, Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigcm Nathhause, im Wege der Hülfs- vollstrcckung, öffentlich an den Meistbietenden, unter den alsdann zu eröffnenden Bedingungen, versteigert werden. Gießen den 6. Mai 1840. Großh. Hess. Stadtgerichl. Müller. Versteigerungen. 604) Die Hofraithe des verstorbenen Wirths Heinrich Deibel in Wicscck soll, weil Nachgcbote erfolgt sind, Mittwoch den 13. d. M-, Vormittags 11 Uhr, wiederholt der öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Diese Versteigerung wird in der Hofraithe selbst abgehalten und wenn ein annehmbares Gebot erfolgt, die Genehmigung alsbald er- theilt. Gießen am Sten May 1840. Großh. Hess. Landgericht das. , P l o ch. 608) Montag den 18. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaus das zum Nachlaß des Bürgers und Fuhrmanns Jeremias Daniel Müller auf dem Seltersweg dahier gelegene Wohnhaus mit Stall und Misten- stätte, Hofraum 31 Klftr. oder 9 Ruth, sammt 7 Klftr. oder 2 Ruth. Haüsgarten, gibt 44 fr, Zins dem Fiskus, 576) Dienstag den 12. Mai d. I., Mittags 1 Uhr, sollen die zwilchen der alten Steinbacher Straße und den städtischen Triebvierteln neu angelegten städtischen Wüstungsstücke, öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden. Der Sammelplatz ist an dem Schießhaus. Gießen, den 6ten Mai 1840. Der Beigeordnete Christian Schneider. 567) Schnitthämmel - Versteigerung bei dem Rentamt Gießen. Zur Versteigerung der pro 1840 erfallendkn herrschaftlichen Schnitthämmel habe ich Termin auf Montag den 18. Mai d. I., Vormittags 9 Uhr, in loco Waldgirmes anberaumt, was andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen den 6. Mai 1840. Der Großh. Rentamts - Vicar G. Le i ch t w e i ß.'' 139 stockswäldchen, Anneröderweg, Wannschneiße und 3 Grün- Christian Schneider. und Kicfernstangcn von 5 Zoll Durchmesser und 1 Pflugsreh au den Meistbietenden versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist auf der berger Straße am Zollstockswäldchen. Gießen, de» 7ten Mai 1840. Der Beigeordnete 605) Montag den 11. Mai, Vormittags 8 Uhr, sollen in dem Gemeindcwalde der Gemeinde Gießen, Distrikten Philosophenwald, Zoll- , Fichten - und Kiefern-Stämme von 6 bis 16 Zoll Durchmesser, 1414 Cubikfuß, ob. 36 Eichen-, Fichten - 'bis Eatharinenhütte: 384 Stecken Eichen-Prügelholz, 44 ti Eichen-Stockholz, 1938 Stück Eichen-Wcllen, 17 Stecken Kiefern-Scheidholz, 5J n Kiefern-Prügelholz, 13) n Kiefern-Stockbolz, 11000 Stück Kiefern-Wellen, 50 Birfen-WeÜen, 50 fr Fichten-Wellen, 200 Dorn-Wellen, 3568 । Cubikfuß , od. 145 Eichen -, 568) Fruchrversteigerung bei dem Rentamts Gladenbach. Mittwoch den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gasthause zum Blankenstein dahier, beiläufig 55 Malter Korn, 10 „ Gerste und 240 „ Hafer, öffentlich an den Meistbietenden versteigert und bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sogleich ertheilt. Gladenbach den 4. Mai 1840. Großh. Hess. Rentamt. v. Gehren. 602) Mittwoch den 13. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Nathhause zu Wieseck, die den Erben des Herrn Regierungs-Sccretärs Elwert zu Gießen zugehörige Wiese, 1080 Klaftr. haltend, auf der Au an der Wieseck, nochmals freiwillig einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Die Kaufbedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht. Wieseck am 8. Mai 1840. Der Großh. Bürgermeister Lang. 614) Montag den Ilten Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen bei der Rentei Griedel 40 Achtel Waizen, 350 „ Korn, 150 „ Gerste meistbietend versteigert werden. Griedel den 4ten Mai 1840. Der Rentmeister Friedrich. 573) Montag den 11. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem ehemals Seippischen Hause an der Kühgasse, ein Sopha, mehrere Schränke, Bettladen und sonstige Mobilien, meistbietend versteigert werden. Feilgebotene Sachen. 597) Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß er außer den gewöhnlichen Klystierspritzcn eine neue Art s. g. englische Klysv - Pumpe verfertigt, welche bei Personen jeden Atters anwendbar sind, und sich nicht nur durch ihren weit leichteren Gebrauch, sondern auch durch ihre bessere Construction über- haubt vor den gewöhnlichen auszeichnen. Derselbe verspricht bei diesen sowohl, als auch bei allen übrigen Artikeln seiner englischen Zinnwaaren billige Preise, und bemerkt hierbei, daß er das Dutzend Teller zu 5 fl. 50 fr., 6 fl. 40 fr., 8 fl., 8 fl. 20 fr., 9 fl. 10 fr., so wie alle Gattungen Brittania-Lössel, welche dem Neusilber ganz ähnlich sind, verrauscht und ver- fauft. I. H. Fuhr, Zinngießer. Von dieser anerkannt vorzüglichsten Fabrik erhielt ich für hier das . .. Commissions-Lager verkaufe davon en gros & en detail die Karte zu SbisißgGr. Eine die- 1) s e r ächten Stahlfe- dern lässt sich Wo• chen lang gebrauchen. Preisliste nebst Anweisung ' mit Stahlfedern zu sebrei- (London) T(m (Hamburg) ben, ist unentgeldlich zu J. Schuberth ch Co. dcr Ha"Pt,,ieder II L ü d e k i n g. 140 541) Mehrere Paar goldgelbe Kanarienvögel sind zu verkaufen. Bei wem? sagt Ausgeber dieses. 599) Zn Goldwaaren, als Ohrringen, Brechen, Herrn- und Damen-Nadeln, Hemdenknöpfen, Uhrhaken und Fingerringen, nach dem neuesten Geschmack und zu den billigsten Preisen, habe ich wieder eine reichhaltige Auswahl erhallen. Carl Frech. 536) Klee saa men deutschen, in bester Qualität zu 15 kr. per Pfd., im Zentner billiger bei I. G. Appel. 385) Ganz vorzügliches Heu wird eentner- weise verkauft. Ausgeber dieses sagt wo? 590) Alle Gattungen Frühpflanzcn, sowie Lattich und sonstige Gemüse verkauft jederzeit L. Hartmann, in der Schanz. 485) Ich beabsichtige, mein Geschäft aufzugeben und mein Hans Lit. D. JV6. 33 mit Scheuer, Stallung und Hofraum in der Marktstraße zu verkaufen. W. Stein. 577) Ein Meßtisch und Meßkctte sind billig zu verkaufen. Wo? sagt Ausgeber dieses. 697) Für Herren. Schwarze und weiße Filz-, sowie Seidenhüte , auch Strohhüte und Kappen sind zu baben bei H. L ü d e k i n g. 583) Eine zweispännige Glas-Chaise, welche in einem sehr guten Zustande ist, steht dahier zu verkaufen. Wo? sagt der Ausgeber d. Bl. Literarische Anzeige. 580) Nene Ausgabe von Jean ParrL's fGMwtLichem Werken in 33 Bänden, im Preise von 1 fl. 3 fr. auf gewöhnlichem Papier nnd 1 fl. 30 kr. auf Velinpapier für den Band. Eine weitere Ankündigung, die zugleich als Probeblatt dienen soll, ist in der I. Mcker' schen Buchhandlung zu erhalten, wo auch Sub- scription angenommen wird. Zu vermiethen. 582) Zn Ul A. Ao. 111 in der Wallthor- straße ist eine möblirte Stube mit Sopha versehen, zu vermiethen. 569) 300 fl. Bormundsgelder liegen zum Ausleihen bereit. Wo? sagt Ausgeber d. Blatts. 613) 300 fl. liegen in hiesiger Stadt zum Ausleihen bereit. Wo? sagt Ausgeber d. Blatts. 565) Zn dem Kirchenkasten zu Kirchberg liegen mehrere hundert Gulden, sowohl im einzelnen als im Ganzen, gegen gerichtlich doppelte Obligation, zum Ausleihen bereit. Diejenigen, welche dieses Anlehen zu machen wünschen, ha, den sich in der Kürze bei dem Kirchenvorstand zu Kirchberg zu melden. Staufenberg am 6. Mai 1840. Der Kirchenrechner Bogel. 528) Bei Schneider Seitz in der Löwengaffr ist eine möblirte Stube mit Sopha versehen, zu vermiethen. 525) Ein Logis, bestehend in zwei Stuben, einer Kammer, Küche, verschlossenem Keller und Holzplatz, ist zu vermiethen und am 1. August J« beziehen bei I. Weill, in der Weitengasse. 339) Zn Ul. C AS, 85 sind 3 möblirte Zimmer mit Kabincts und Sopha's versehen, zu ver, miethen. 546) In Lit. D 6 auf dem Kreuz sind drei möblirte Zimmer mit Sopha's versehen, zu vermiethen. 550)" Auf dem Kreuz, in Lit. B. M 153, ist eine möblirte Stube mit Sopha versehen, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. 571) In der Sonne am Kreuz, Lit. B. M 44, sind drei tapezirtc und gut möblirte Zimmer mit Sopha's versehen, auf dieses Semester zu vermiethen. Friede. H,och. 586) Eine freundliche Stube an einem schönen Platz ist wohlfeil zu vermiethen. Ausgeber dieses sagt wo. 547) Eine möblirte Stube mit Cabinet und Sopha versehen, ist zu vermiethen bei Z. Walther, Schneidermeister. 612) Tas in dem obcrn Stock meines Hauses befindliche Logis, bestehend ans fünf Stuben, theils mit Kabinet und allen möglichen Bequemlichkeiten versehen, steht, zu Ende Zuli v. Z. beziehbar, wieder anderweit zu vermiethen. D. Ebel, zum Kaffeehaus. 141 584) Zwei möblirte Stuben mit Cabinet und Sopha versehen, sind zu vermiethen in Lit. A .Nä 35. 591) Zn Lit. C M. 188 ist eine Stube zu vermiethen. 589) Bei Uhrmacher Senner aus dem Sel« tersweg ist eine möblirte Stube zu vermiethen. 471) Die obere Etage meines Hauses ist an eine stille Familie zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. G. Wolf. 549) Zwei gut möblirte Stuben sind, aneinander oder auch getrennt, auf dem Kirchenplatz Lit. A AL 18 zu vermiethen. 594) Mehrere gute Fortepiano's von 6,Octa- ven sind, an gute Plätze, zu vermiethen oder zu verkaufen. Auch wird unter gewissen Verhält» nissen Eredit gegeben. M a r g u t h, hinter der Kirche Lit. A. A&. 18. 609) Beim Schneidermeister Franz in der Hintergasse ist eine möblirte Stube zu vermiethen. 610) Bei Philipp Kattrein, nahe am Clupp- saal, sind zwei möblirte Zimmer, wo das eine mit Sopha versehen und beide tapezirt, zu vermiethen. 611) Eine möblirte Stube mit Sopha ver« sehen, in einer der gangbarsten Straßen, ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. Wo? erfährt man in der Erpeditiou d. Blatts. 595) Gut gepolsterte Sopha's, jedes mir 28 Sprungfedern und guten Roßhaaren, bequem und sauber bearbeitet, sind, zu verkaufen oder an sichere stellen zu vermiethen bei Marguth, Himer der Kirche, Lit. A. M 18. 600) In Lit A. A& 70. in der Flügelsgasse find 3 möblirte Zimmer, mit Sopha's versehen, zu vermiethen. Auch kann auf Verlangen das ganze Hauö mit 5 Zimmern zusammen oder theil- weise an Familien vermiethet und sogleich bezogen werden. 596) In Lit. D. AL 1. auf dem Kreuz sind zwei möblirte Stuben zu vermiethen. Vermischte Nachrichten. 566) Denjenigen Lesern des Gießer Wochenblatts, welchen die Beilage: die Ankündigung einer von mir hierseibst errichteten Waf- serheil-Anstalt betreffend, nicht zu Gesicht kommen sollte, diene hiermit zur Nachricht, daß die Eröffnung des Bades am 15. Mai geschieht. Marburg im April 1840. Der kurf. Hess. Kreisphystkus Dr. Just i. 574) In einem hiesigen Eisen-und Colonial- waaren-Geschäft ist eine Lehrlingsstelle offen und ist das Nähere bei der Ncdacrion d. Bl. zu erfahren. 542) Zur Nachricht. Ich mache hiermit einem verehrten Bau- Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich in den Stand gesetzt bin, ganz vorzüglichen Baulehm jedem meiner resp Abnehmer, den zweispännigen Wagen voll innerhalb der Stadt für 28 fr. und in die neue Stadt-Anlage zu 32 fr. ans HauS zu liefern. Bestellungen können zu jeder Zeit in meiner Wohnung, bei Herrn Kaufmann Stern in der Wallthorstraße, abgegeben werden, wo alsdann dieselben nach Wunsch und zur Zufriedenheit befördert werden. Straub, städtischer Bauaufseher. 592) Die Unterzeichnete empfiehlt sich einem verehrten Publikum im Fertigen von Kleidern und sonstigen weiblichen Arbeiten bestens und bemerkt, daß sie sich auch erbietet, Unterricht hierin zu erthciien, und bittet um geneigten Zuspruch und gütiges Zutrauen. Schneidermeister Heinz Wwe. 575) Die Unterzeichnete empfiehlt sich im Bügeln und Fälteln der Wäsche und bemerkt, daß sic auf Erwünschen auch außer ihrer Wohnung Aufträge annimmt. Gießen den 6. Mai 1840. Caroline Franz, wohnhaft in der Mühlgasse. 598) Ein gewandtes Kindermädchen wird in Dienst gesucht und kann alsbald eintreten. Wo? sagt Ausgeber d. Bl. 143 527) Ein guter Oberknecht, welcher zil säen und mit den sonstigen bei der Oekonomie erforderlichen Arbeiten umzugeben versteht, kann sogleich in Dienst treten. Wo? sagt auf portofreie Anfragen die Redaction d. Bl. 526) Ein Mädchen, welches mit Kochen und den sonstigen häuslichen Arbeiten umzugehen versteht, kann sogleich in Dienst treten. Wo? sagt auf portofreie Anfragen die Redaktion d. Bl. 572) Wie zuvor bei Herrn Wahl, wohne ich fetzt Kaplaneigasse, Lit. B. M 8. Dr. K. Z. Hoffmann. 593) Heute, Samstag den 9. M., nimmt im Busch'schen Gartensaale die fable d’hote nach vorjährigen Anordnungen wieder ihren Anfang; um 8 Uhr wird scrvirt und Herr Stadtmusikus Bauer findet sich mit einer vollständig besetzten Tafel-Musik dazu ein. 514) Tanzunterricht. Unterzeichneter hat die Ehre, anzuzeigen, daß er mit Ende Monats Mai seinen Sommerkursus beginnen wird. C Hummel, Tanz- und Balletmeister. 570) Tanz unterricht. Einem hiesigen hochzuverehrenden Publikum zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich seit Anfang d. M. meinen Untcrrichts-Cursus in der höhern Tanzkunst eröffnet habe Sollten daher noch einige resp. Eltern gesonnen sein, ihre Kinder daran Theil nehmen zu lassen, so bitte ich, mich gefälligst recht bald davon zu benachrichtigen. Meine Wohnung ist bei Wittwe Bogt am Kirchenplatz, wo ich Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags von 1 bis 2 Uhr zu treffen bin. 8. Liebich, Lehrer der Tanzkunst und Gymnastik. 588) Morgen, Sonntag den 10. d. M., findet Tanz-Musik auf der Badenburg Statt. 603) Morgen, Sonntag den 10. Mai, findet Tanz-Musik Statt bei Becker, an der Promenade. 588) Nächsten Freitag, den 15. d. M., ist bei günstiger Witterung musikalische Unterhaltung auf der Heuchelheimer Mühle zu finden. 581) Morgen, Sonntag den 10. Mai, findet bei dem Unterzeichneten Gntree-Ball Statt, wozu die Einlaßkarte 12 fr. kostet, welche an Zahlung Statt wieder angenommen wird. Gießen den 7. Mai 1840. Daniel Stamm, an dem Grünberger Thor. Frischbacken. .Sonntag. Den 10. Mai. Conrad Roll aut der Mäusburg. Wittwe Steinberger in der Wallrhorstraße. Wilhelm Schäfer am Rathhaus. Kirchliche Notizen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Den 10. Mai. Morgens: Kirchenrath Dr Engel. Nachmittags: Cand. Dingeldey. Getaufte. Den 2 Mai. Dem Bürger und Lein- Webermeister, Wilhelm Wagner, ein Sohn, Karl Wi Helm, geboren den 22. April. Den 3. Mai. Dem Bürger und Wirth, Christian ^ughard, ein Sohn, Emil Christian, geboren den 13. April. Denselben. Dem Bürger und Weißbindergesellen, Daniel Stohr, ein Sohn, Georg, geboren de» 20. April. Den selben. Dem Bürger und Bäckermeister, Christian Löber, eine Tochter, Hermine Georgine, geboren den 17. April. Den 7. Mai. Dem Bürger und Grvßherzoglichen Hauvtzollamtsdiener, Heinrich Ferdinand Weidjg, eine Tochter, Emilie Helene, geboren den 2. Mai. Beerdigte. Den 4. Mai. Ein unehelicher Sohn. Otto Heinrich, alt 24 T., gestorben den 2. Mai. Den 7. Mai. Karl Peter Martin Stoß, des Bürger« und Metzgermeisterz, Kaspar Stoß, ehelicher Sohn, alt 20 Z. 6 M. 22 T., gestorben den 4. Mai. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Kirchenrath Dr. Engel. 143 Angekommene und abgereiste Fremden vom 1. bis 7. Mai 1840. 3 n den Gasthäusern. Im Einkorn', fir. Rent Fräser, m. Fam. u. Bed., v. London Hr. Sluck. Smikh v. Glasgow. Hr. Rend. Silenius v. Worms. Hr. Obrjst Beauchamp, m. Fam. u. Bed . v. Frankfurt. Hr. Ministerial R. Dr. Eckhardt u. Hr. Oberbau R- Laubenheimer v. Darmstadt Hr. Kfm. Kranz » Rordhausen. Hr. Dr. Eckstein v. Londorf. Hr. Kfm. Kempf v. Herborn. Hr. Frejh. v. Niederhamer, Overconststorial-R., m. Fam. u. Bed., v. München. Hrn. Kfl. Ohl mann v. Mainz u. Franz v Bremen. Se. Erlaucht Graf t>. Multenow, m Gefolge u. Dienersch , v. Moskau. Hrn. Stuck. Schulz v. Großbadungen u. Köhler e. Ziegenhain. Hr. Kfm. Wikemann r,. Mannheim. Hrl Part Ritter, m. Fam. u. Bed., v. Eislebrn. Hrn. Kfl. Bücking v. Alskeld ». Jäger, m. Fr., v. Biedenkopf. Hr. Freih. v. Oellwitz, Gutsbes., ui Fr. u. Bed., v. Meckenburg. Hr. Freih. v Lauten, Kammerjunker, m. Gefolge u Bed., v. Neu-Strelitz. Hrn. Kfl. Hellwitz v. Cöln u. Diltmann v. Stettin. Hr. Stuck. Hertcr o. Gießen. Fr. Hartmann v. Nenfchatel u. Bergmann ». Arholsen. Hr. Stuck. Reitz o. Gießen. Hr. Part. Warte, m Sobn, v. Kreuznach. Hrn. Stuck. Felbmer v. Eltville u. Fröhlich v. Dhilippseich. Hrn. Haas v. Ilbenstadt u. Bernbardl v. Fri dberg. Hr. Kfm. Sebmer v. Cobleuz. Hr. Prof. Creduer v. Gießen Hr. Kfm. Schüttler c. Frankfurt. Hrn. Fabrik. Kirschner v. Hlischfeld u. Adolph v. Quer. Hr. Obristlieutn. o. Cölln «. Achen Hr. Feldmarschall v. Haugwitz in. Fam. u. Bed., v. Wien. Hrn. Kfl. Porta v. Heidelberg u. Freienstein v. Halle. Hr. Rcnt. Borde a._ England. Hr. Sekret. Zimmer v. Darmstadt. Hr. Bürgermstr. Japs v. Freiburg. Hr. Wirth Senm v. Salzhausen. Hrn. Kst. Knierim u Meier v. F-ankfurt, Frey u. Wagner v. Mannheim. Hr. Freih. o. Nagen, Geb.-R., m. Fam., v. Berlin. Hr. Baron v. -strahlbeim, GutSbes, m. Fam., v. Hannover. Es. Erlaucht Graf Ressel, Ge- nsrallieutn, m. Gefolge u. Dienersch., v. Moskau. Hr. Kfm. Kcburger v. Langensalza. Hr. Stuck. Zlgen v. Heidelberg. Hrn. Kfl. Heinzerijng. m Fr, v. Vöhl, Morell o. Friedberg. Wystri v. Et. Petersburg, Lochen «. Achen, Boos v. Gladenbach Eibach v. Frankiurt u. Graff v. Altenkirchen Hr. Rcnt. Dai, m. Fam. u. Bed, v. London. Hr. Gutsbes. Hirslng v. Bremen. Fr. Wernher, m. Fam. u. Bed., v. d. Ludwigshütte. Hr. Graf Stolberg, m. Bed., v. Wernigrode. Im Rappen: Hr. Cbemik. Stenbouse v. Glasgow. Hr. Kfm. Brücher v. 21 eben Frl. Fritz v. Braun. Hrn. Stuck. Schulz v. Bonn u. Roselri ». Zaffy Hr. Militärarzt Schmitt v. Luremburg. Hr. Fabrik Lorberg v. Rommelberg Hr. Kfm. Schade r. Frankenbcrg. Hr. Stuck. Weinel o. Hamburg. Hr. Fabrik. Kraft v. Offenbach u. Hr. Part. Kraft o. Nürnberg. Hr. Superint. .Schmitt o. Lasohe. Fr. Steuereinneh. Kranz, m. Fam., v. Darmstadt. Hr. Stuck. Kick v. Alsfeld. Hr. Fabrik. Jüngst v. Haiger. Hr. Sondit. Engelmann v. Frankiurt. Hr. Gauck, theol Zeh 6. Braunfels. Hr. Part. Kircklechner e. Meran. Hrn Kfl Hoffmann v. C--ffel u. Wried, m. Bed., v. Braunschweig. Hrn. Dr. med. Rosenstein v. Lathers u. Wille v. Marburg. Hr. Rechtspract. Wille v. Witzendausen. Hr. Kfm. Sachse v. Neustadt. Hr. Conduct. Müller v. Frankfurt. Hr. Gymnas Hippenstie! v. Wittgenstein. Hr. Gand, theol. v. Greyerz v. Bern. Hr. Oberfinanz-R. Reuß v. Salzhausen. Hr. Freih. v. Biegeieben, Hofger.-Affeff., v. Gießen. Hr. Part. Marguar ». Paris. Hr. Kfm. Grab ». Mainz. Hr. Witzel v. Hechtheim. Hr. Access. Braun v. Darmstadt. Hrn. Stuck. Burghardt, Baron v. Brantis u. @tebein«nii v. Göttingen. Hr. v. Schenck, Gutsbes., v. d. Sorge. Hr. @6em. Becker v. Offenbach. Hr. Conduct. Meschede o. Meschede. Hr. ALo. Eigenbrodt v. Darmstadt. Hr. Chemik. Dr. Barren trapp v. Frankfurt, rr Hildebrand v d Luisenlust. Hrn Fabrik. Susewind v. Offenb. ch u. Zandmann v. Lauter bach. Hr. Schneidermstr 5?lein v Aschaffenburg. Frl. Rosenhaupt v. Cassel. Hr. Hofschauspiel. Leuchkweis o. Darmstadt. Im Prinz Carl: Hr. Kfm. Becker v. Oeringhausen. Hr. Spedit. Borger v. Offenbach. Hr. Kfm. Schulhof v. Allendorf. Hr. Uhrmach Feldmann v. Friedberg. Hr. Kfm. Stock s. Frankfurt. Hr. Büche! v. Leipzig. Hr. Kfm. Marp o. Darmstadt. Hr. Stamm o. Caffel. Hrn Kfl. Bauer u. Fritz v Dillenburg, Groß o. Heidelberg, Bär v. Offenbach u. Wehr v. Wetzlar. Hr. Svhlart v. Marburg u. Hr. Freund v. Cassel. Fr. Meier v. Grünberg. Hrn. Kfl.Dick v. Carlstabt. Kissel o. Giescldorf u. Wittenstein v. Corbach. 2 Hrn. Sco, einermstr. Gescheid u. Birkenkopf v. Butzbach. Hr. Stuck. BriSbojs a. Paris. Hr. K m. Meier v. Frankfurt. Hr. Stuck. Boust e. Cre- felC U. Hr. Kfm. Anckel v. Fenderbach. im Adler: Hr. Brosch v. Mecklenburg. Im Schwanen: 2 Hrn. Wolf v. Berleburg u. Reiß ». Battenberg. im Darmstädter Haus: Fr. Pfeil U Hr. Wolf 0 Battenberg. Fr. Dreher v. Corbach. Hrn. Becker o Wetzhausen u. Nell u Hr. Fuhrm. Kuhl v. Homberg. Hrn.. Eppich v. Oberursel, Me,er v. Zang u. Busch v. Muncb- hausen. H-n. Gail v. Coblenz u. Bechthold r. Scholten. Hr. Fuhrm Zinkernagel v. Oberleibertenrvd. Hr. Weber Ling v. Weldhaulen. Hrn. Hohenstein v. Hchenzimmer, Gelbe! v Grenelshain, Steg v. Hofbeim u. Helmers v. Gießen. Hr. Bote Hill o Schlitz. Hr. Stuck, theol. Merz v. Paderborn. Hr. Metzg. Spamer v. Schotten. Hr. Stuck. Kauher v. Wimp en. Hrn We-ßgerber v. Ram- berg, Katz o. Hatzbach, Schmitt v. Niederohmen u. Lehle v. Eimelrod. Hr. Grüninaer v. Berlin. Hr. Stern v. Kirtorf. Hr. Typograph Bescher v. Stuttgart. Hr. Gärtn. KiNdsvater v. Stettin. Hr. Frank v. Hitzebach. Hr. Mull. Becker v. Erdhausen. Hr. Stuck. König v. Mainz. Hrn. Grünewald v. Großenbuseck u. Neu v. Kaiserslautern. Hr. Seil. Dilge v. Lippstadt. Hr. Topograph Tamm v. Altenbruch. Hr. Ha>tmann v. Lehnheim Hrn. Fuhr!. Kuhl u. Netz ö. Homberg. Hrn. Falkenstein v. Wetzlar, Theophil v. Fritzlar, Lisauer v. Gedern u. Berzroth r. Vöhl. Hr. Weißbind. Schneider v. Seckbach. Hr. Stuck. Kraushaar v. Hanau. Im Siem: Hr. Fuhrm. Koch v. Alsfeld. Hr. Färb. Grobe v. Gemünden. Hr. Gasthalt. Stuhlmann v. Weller. Hr. Bergm. Georg v. Göllingen. Hr. Fuhm. Monte v. Carlrhasen, Hrn. Fuhrt. Stein v. Holzhausen u. Bele e. «achsenberz. Hrn. Typograph. Franzenberger o. Zn- golstadk u. Weber o. Cassel. Hr. Commis Schüler v. Marburg. Hrn. Fuhrl. Eifert o. Schotten u. Weber v. Herborn. Hr. Kleinhardt v. Geißnidda. Hr. Mal. Trenter v. Lichtenau. Zn den Privathä usern. Bei Hrn. Schreiber: Hr. Spies n. Frankfurt. Bei Hrn. Heinrich: Frl. Döring «.Lichtenberg. Bei Hrn. Dr. Völker: Fr. Pfarr. Hilger, m. 2FrleTöcht., r. Mecklenburg. 144 Schwerin u. Frl. Seidel v. Lich. Bei Hrn. Wisst-: Fr. Liegelbachv. Grünberg Bei Hrn. Geh.Justiz-R. v. Helmolt: Hr. v. Rotsmann u. Hr. Apotvek. Dr. Sander v. Alsfeld. Bei Fr. Poliz.-R. Rauch: Hr. Apothek. Rauch v. Gießen. Bei Hrn. Schneider: Fr. Pfarr. Schneider v. Laubach. Bei Hrn. Hast: Hr- Kfm. Hast r. Frankfurt. Bei Hrn Access. Melior: Hr. Melior v. Büdingen. Bei Hrn. Noll: Hr. Kfm. Jost v. Nidda. Bei Hrn- Weidig: Hr. Fleischhauer ». Haarhausen Bei Hrn. Kfm. Windecker jun. .• Hr. Kendel v. Stendorf u Jfstand v. Melbach. Bei Hrn. Hofg.-R. Roth: Hr. Apothek. Werner ». Friedberg. Bei Hrn. Geh. Mediz-R. Prof. Dr. Balser: Frl. Stamm e. Darmstadt. Bei Hrn. Schmitt: Hr. Bürgermstr. Schmitt v. Waldgirmes. Bei Hrn. Geh.-R. Knorr: Hr. Gymnas. Hager e. Friedberg. Bei Hrn. Schwalb: Hr. Schuhmachmstr. Drescher ». Westerburg. Bei Hrn. Thonchr. Hedterrich: Jgfr. Pimper ». Frankfurt. Bei Hrn Becker; Jgfr. Schmitt ». Depbach. Bei Hrn. Pfarr. Bonhard: Frl. Fröhlich e. PdilippSeich. Bei Hrn. Gymnas. Burgen- Fr. Pfarr. Burgen, m. Frl. Tocht., 6. Oberhörlen. Bei Hrn. Bücking: Hr. Stud. Bersch u. Hr. Br. Mau« v. Marburg. Bei Hrn. Dr. Wehn: Fr. Access Dücassee e. Heppenheim. Bei Hrn. Secret. Hopfner: Fr. Dr. Pfeffer v. Biedenkopf. Bei Hrn. Dickere: Frl. Glasor v. Grimberg. Bei Hrn. HauptzollamtS-Controll. Katlmanni Frl. Koch v. Hannover. Bei Hrn. KreiSbaumstr. Müller: Fr. Postdalt. Stapp, m. Frl. Tocht., v. Biedenkopf. Bei Hrn. Real- schül. Staudinger: Hr. Staudinger v. Tbalitter. Bei Mad. Clicquot: Hr. Gymnas. Mittler e. Wetzlar. Bei Hrn. Geh.-R Knorr: Hr. Landrath Knorr v. Butzbach. Drück und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch, und Steiudruckerel. Hierzu eine Beilage Die Ankündigung einer Wasserheilanstalt zu Marburg betreffend. Wasserheilanstalt bei Marburg. Die glänzenden Erfolge der inneren und äußeren Anwendung des kalten, frischen Quellwassers, constatirt durch zahlreiche, von Tag zu Tag sich mehrende Heilungen von Kranken, selbst solcher, welche von ihren Aerz- ten aufgegeben, lange Jahre hindurch an chronischen Krankheiten siechten — lauter Thatsachen, welche ihre Widerlegung nicht finden können durch zuweilen erscheinende zweideutige, nicht ohne gerechtes Mißtrauen zu betrachtende Artikel, haben auch mich veranlaßt, in den, für eine solche Anlage so sehr geeigneten Umgebungen hiesiger Stadt, eine Wasserheilanstalt nach dem Muster der Gräfenberger zu errichten. — Das vortreffliche Quellwasser, an den verschiedenen Orten eine Temperatur von 7°, 6', ja selbst.5° Rcan- mur enthaltend, die reine, stärkende Bergluft, das milde Clima, sowie unsere, an Naturschönhciten so reiche Gegend vereinigen sich, um der Anlage im Voraus schon Gedeihen zu versprechen. Rüstige Fußgänger können auf unseren, hin und wieder mit Anlagen verzierten Bergeshöhen, sich der schönsten Aussicht erfreuen, und finden fast überall auf ihren Wegen zum Trinken frisches Qucllwasser, während diejenigen, denen ein anstrengenderes Gehen untersagt ist, auf ebenem Wege hinreichende Promenaden finden, und selbst ohne Ersteigung von Anhöhen — ein großer Vorzug der hiesigen Anstalt — zu Len Douchen gelangen können. Wohnungen, mit allett zur Cur nöthigen Erfordernisse», finden die Kurgaste in dem, eine halbe Stunde von der Stadt entfernten, romantisch gelegenen Dorfe Marbach, sowie elegantere und mit mehr Bequemlichkeit versehene ganz in der Nähe des Wellenbades, und des durch sein treffliches Trinkwaffcr so sehr geschätzten St, Elisabethbrunnens. Schweißerregung mit darauf folgendem kalten Bade werde ich mir in den durchaus nöthigen Fällen anwen- dcu, hierbei jedoch für den Anfang laues Wasser nehmen, und die Temperatur nach und nach erniedrigen-, um dem, obgleich an sich ganz unschädlichen Verfahren, doch das Abschreckende zu benehmen; in manchen andern Fällen dagegen die übrigen zu Gebote stehenden Mittel, besonders das Wellenbad, ganz allein zu Rache ziehen, welches letztere, nach den in neuerer Zeit gemachten Erfahrungen (vM. v. Basedow, Sachs im medizin. Almanach für 1839) der Wirkung des Seebades gleichkommt, ja dasselbe in manchen Fällen noch übertrifft, und oft dann noch in Anwendung kommen kann, wo das Seebad nicht indicirt ist. Zu meiner Assistenz habe ich einen, mit der Wasserheilkunde wohl vertrauten Mann, den aus den Schriften des Prof. Oertel bekannten Herrn Friedrich Schatz ans Cleeberg bei Leipzig berufen, welcher, ein Schüler Prießnitzens und Oertels, die Wasserheilkunde bereits feit 12 Jahren praktisch ausübt, und während dieser Zeit die seiner Behandlung anvertrauten Kranken mit außerordentlich günstigem Erfolge behandelte, wie sowohl seine öffentlich gedruckten, als schriftlichen, von hochgestellten Männern ausgcfertigten Zeugnisse bekunden. Denjenigen, welche die hiesige Anstalt besuchen wollen, erkläre ich mich zu allen weiteren Ausknuftsertlwi- knugeu bereit, bitte sie jedoch zugleich in portofreien Briefen um eine genaue Relation ihrer Krankheit, nm daraus entnehmen zu können, ob unter den verwalkenden Umständen sich ibr Leiden für die Cur eigne. — Tie Preise sind, wie ans den mitzutheilenden Tarifen sich ergeben wird, auf das Billigste gestellt.. Tic Eröffnung der Anstalt geschieht den 15. Mai,. Marburg im April 1840- Dr. I u i, Kreisphysicus. 'zhv?UMMH>! Zum Beweis, welche günstigen Resultate sich von dieser Cur im Vergleich mit anderen ähnliche erwarten lassen, und um den Patienten zugleich anzudeuteu,welche Krankheiten sich vorzugsweise zur Behandlung für diese Methode qualifiziren-, habe ich einen Krankenbericht aus der Wasserheilanstalt Alexan- dcrsbad in Baiern von dem Jahre 1838 (Berichte von 1839 sind bis jetzt noch nicht gedruckt erschienen) hierunter abdrucken lassen. Namen der Krankheiten. 5 10 6 5 1 5 3 4 2 14 10 5 1 1 6 4 2 1 2 1 1 1 1 1 1 1 94 Lähmungen, halbseitige und der untern Extremitäten ....... allgemeine Nervenschwäche ........... allgemeine Hautschwäche mit Neigung zu Katarrhen und Rheumatismen .... Schwäche der Verdauung, zum Tbeil aus andern Krankheiten entstanden .... Schwäche der Augen, in Folge früherer Ueberreizung . . . Hysterie und allgemeine Nerveurcizbarkeit Hypochondrie als reines Nervenleiden . .... .... Hypochondrie, materielle Scropheln .......... .... »tonische Gicht, complicirt zum Theil mit allgemeiner Hantschwäche, Hämorrhoiden, Contracturen chronische Rheumatismen Merkurialsiechthum, zum Theil mit Gicht complicirt und mit Geschwüren . . chronischer Katarrh der Schleimhäute des Halses mit Hämorrhoidalleiden chronische Blasenschleim-Hämorrhoiden mit incontinentia urinae .... Hämorrhoidalleiden . . ... ... . ... . Irreguläre Menstruation, amenorrhoe, profuse menses ..... Bleichsucht . Magen - und Blasenkrämpfe von zurückgetriebenen Flechten chronisches Unterleibsleiden — Verdauungsbeschwerden von zurückgetretener Krätze allgemeine Nervenschwäche von zurückgetriebener Krätze ..... Incontinentia urinae von Schwäche des sphincter yesicae urin. .... Gesichtsschmerz, chronischer, rheumatischer ........ Ischias nervosa mit entzündlichen Leiden der Nervenscheide ..... Mania mit fixen Ideen ............ anhaltender Kopfschmerz ex causa syphilitica, und aus wahrscheinlichen innern Exostosen wegen anhaltend diätwidrigen Verhaltens wurde aus der Kur entlassen .... Davon -Ö geheilt. M hat “ ä ru 3 Zeit — 4 1 ganz 5 4 1 in d 6 — — zum 5 — — theil — 1 - 253, 3 2 — Fort — 3 — eindr 3 1 — Werf 1 1 - Umfl !i 6 - für 9 1 - Nah 3 2 — und 1 — — 1 — - ist b 3 3 — von 2 2 "" veran 1 1 •—* 1 * * * 1 — """" dm 2 — — beftic 1 — — einen — 1 1— — 1 und 1 — dustr — nothl — —> _1 Thlr 56 33 5 (Wassersreund No. 15. März 1839.) ähnlich!» zur Be- Aleran- ffchieneisi Die Königl. Sachs, conf. Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig SÜZ --•= hat den Rechenschaftsbericht über das Jahr 1839 veröffentlicht und dadurch dem aufmerksamen Beobachter Anlaß 5. § i» folgenden Betrachtungen gegeben. Zusörderst geht hervor, daß die Lebensversicherung, als Bedürfniß der ~~ " 3eit, um für Hinterlassend, für gewerbliche Unternehmungen u. s. w. auf den Fall des Todes zu sorgen, in 4 4 1 2 3 1 1 6 1 2 1 ganz Deutschland mit jedem Jahre heimischer wird; nicht minder ist zu bemerken, daß die Leistungen der Anstalt 1 'n doppelter Hinsicht sehr ansehnlich sind, einmal, durch Auszahlungen für Todesfälle unter den Mitgliedern, und — ium andern durch Zurückgabe des entbehrlichen Theiles der angesammelten Überschüsse. In Folge von größten- — theils ganz unerwarteten Todesfällen wurden den Erben von 195 Versicherten das bedeutende Capital von — 253,600 Thlr. ausgezahlt, vermöge welchen die Subsistenz von Wittwen, die Erziehung der Kinder oder die — Fortsetzung eines Erwerbzweiges gesichert worden ist. Die Nützlichkeit und die bis in das innere Familienleben — eindringende Wohlthätigkeit der Versicherung des Lebens zeigten sich dadurch im schönsten Lichte. Einer der — Versicherten verlor plötzlich, nur etwa vier Wochen nach seiner Ausnahme das Leben, durch scheue Pferde und — Umsturz des Wagens, in welchem er mit seiner Gattin spatzieren fuhr. Bei dem Tode eines Andern, that sich — für die hinterlassene Familie große Sorge für deren Fortkommen kund. Schon überließ man sich den drückendsten ~ Nahrungssorgen, als ganz unerwartet unter den Papieren des Verstorbenen ein Versicherungsschein gefunden — und durch dessen Auszahlung der Noth ein Ende gemacht wurde. Aber auch während der Lebzeit der Versicherten ziehen solche aus der Anstalt Vortheil. Dieselbe ist bekanntlich nicht auf den Nutzen der Unternehmer oder Actionaire berechnet, giebt vielmehr alles dasjenige 3 2 1 33 5 von der Einnahme unverkürzt den Mitgliedern zurück, was entbehrlich ist. Wie bedeutend diese Rückgabe veranschlagt werden kann, wird später bei Zergliederung der Ausgabe nachgcwiesen werden. Die Anstalt macht auf ihre Versicherungsscheine Vorschüsse zu billigen Zinsen, und giebt dadurch den Versicherten sehr oft erwünschte Gelegenheit, in aller Stille und auf bequeme Weise ein Geldbedürsniß zu befriedigen. Die Höhe solcher Vorschüsse erstreckt sich jedoch nicht auf die versicherte Summe, sondern nur auf einen Theil der seit dem Eintritt eingezahlten Beiträge, wie es sich, wegen Sicherheit der Casse von selbst versteht. Die Versicherungsscheine der Anstalt werden von Behörden als Eaution, bei Darlehen als Sicherheit und dergleichen mehr angenommen, müssen auch immer mannichfaltigere Anwendung finden, jemehr die Industrie fortschreitet und Sicherstellung der Unternehmungen gegen die durch Todesfälle zu befürchtenden Gefahren nöthig macht. Die Einnahme erreicht die bedeutende Summe von: Thlr. 417,697. 7. 7. und besteht aus: Thlr. 285,923. 10. 6. Ende 1838 verbliebener Capitalsumme, welche aus den Ueber- schüssen der vergangenen Jahre angesammelt worden ist, - 120,244. 14. 8. als Jahresbeiträge von frühem und im Laufe des Jahres abgeschlossenen Versicherungen nach Abzug der den Agenten gezahlten Gebühr, / ?. .< 11,529. 6. 5. Zinsengewinn, welcher der Natur der Sache gemäß alljährig wachsen muß. Die ut Supra Thlr. 417,697. 7.7. Transport der Einnahme. - 90,914.10.2. Thlr. 11,249. 2. 5. - 776. 10. 5. - 69,600. — — - 9,288. 21. 4. ut Supra 326,782. 21. 5. als verbliebene Eapitalsumme, welche unter Beobachtung der festgesetzten großen Vor- slchtsmaaßregeln, hauptsächlich gegen genügende hypothekarische Sicherheit verzinslich angelegt sind. Das Jahr 1839 begann mit einem effectiven Bestände von 2369 Mitgliedern und 3,091,600 Thlr. Versicherungssumme; im Lause desselben meldeten sich 496 Personen mit 608,900 Thlr. und zwar 92 mit 91400 Thlr. mehr als 1838. Davon konnten 429 Personen mit 505,400 Thlr. ausgenommen werden, die Anträge von 67 Personen mit 103,500 Thlr. eigneten sich nicht zur Berücksichtigung, und da theils durch Tod, freiwilligen Austritt, Rückkauf von Versicherungsscheinen oder Ablauf der Verstcherungszeit die Theilnahme von 136 Personen mit 218,900 Thlr. Erledigung fand, so war Ende 1839 ein Bestand von 2662 Personen versichert mit 3,378,100 Thlr. vorhanden. Diese Versicherten gehören, wie aus früheren Mittheilungen erhellet, allen Ständen an, vom Fürsten bis zum Gewerbtreibenden und niederen Beamten herab; denn das Bedürfniß die Lebensversicherung zu benutzen zeigt sich eben so beim Reichen, wie beim Minderbegütccten. Warum sollte nicht Jedermann durch seine Verhältnisse veranlaßt werden, für den Fall eines schnellen Todes ein Capital zu hinterlassen, wodurch Verwandte, oder wenn diese es nicht bedürfen, treue Diener, milde Anstalten und dergleichen versorgt werden können? Anträge zu Versicherungen finden bei den in den meisten Orten Deutschlands angestellten Agenten statt, ber welchen zur Erleichterung der Beitretenden die Attestformulare und jede nähere Nachweisung zu erhalten sind. in ® i tf tn Nach Abzug der Ausgabe von der Einnahme ergiebt sich Ende 1839 Die Ausgabe dagegen von: zerfallt in folgende Theile: für an die betreffenden Mitglieder vergütete Dividende. Der Versicherte tritt bei Entrichtung des sechsten Beitrags zuerst in den Genuß dieser Vergütung; cs wurde damit im Jahre 1836 nach 25 pro cent d. i. der vierte Theil des Beitrags begonnen, alljährlich fortgefahren, und dadurch den Theilhabern bereits Thlr. 31,006. 2. 1. von ihren Einzahlungen zurückerstattet; für 13. Versicherungsscheine, welche die Inhaber fvrtzusteuern nicht geneigt waren, würde als Rückkaufssumme bewilligt, für Sterbefälle aber überhaupt bezahlt. Davon gehören 3 mit Thlr. 5400. in das Jahr 1838, weil beim Schluffe desselben die nöthigen Bescheinigungen noch nicht beigebracht worden waren. Unter den Verwaltungskosten im Betrage von: sind für Porti der Correspondenz und Packerei Thlr. 1255. 11. 7. begriffen. Um die entfernt wohnenden Mitglieder mit denen in der Nahe in gleiches Verhältniß zu bringen, wird das Porto für alle Zufertigungen, sowohl bei der Aufnahme als bei Fortsetzung der Beitragszahlungen, aus der Caffe bestritten, den einzelnen Mitgliedern aber dafür nichts zur Last gerechnet.