Nr.XXXXVIlI. ... Giesser Jntelligenzblakt. Extract aus dem Hamburger Corre- fponöenc vom 2Z.Vlov. Konstantinopel, dm 25 Oetbk. Zwischen dem Großvizier und Paicha sind Mishelligkeiten, die den Zug nach Ä gypten venbaern. — Sir Sidney Smtth ist noch mit 2 Kriegsschiffen zu RhvVus, wo er Verstärkung erwartet. Aus Italien vom lo.Nov. Cuneo ist von allen Seiten eingeschloffen. nach dem am 4. u. zten bei Fossano erfochtenen S'kg über die Franzosen unter Champ.onnet und Grenier Commando. Aus Paris Mit der vorgefallenen Veränderung ist das Volk zufrieden. B»o' naparce behalt seinen Beifall nach twe vor, und er fährt ohne Bedeckung in die Stadt. Der Credit steigt von Tag zu Tag, und et ströhmt von allen Setten Zuwachs zur Staats -- Casse. Nur d,e Jakobiner sind einrig und allein unwillig und sinnen auf Raches dawider aber alle Vorkehrungen getroffen sind. Unter Fackelschein wurde Die leite Akte des gesetzgebenden Corps, di, Namen der z Consuls, der zoMitglie , und die Namen der 61 ausgeschlossenen »ahlt, als Buonaparte in den Rath de 500 trat. General Lefebre rettete.Hn , - und Destrem klopfte 'hw auf die Schulter und sagte: .st das der Lohn der Franzosen für die vielen Siege, die du ihnen erwarbst. Aus Holland vom 26 Nov. Cvu- riere haben die Confulatische Regierung m gräufmd, unf.rn, G°u°»n-m-n' u . hracbt Man schmeichelt sich nun nut e,. nem nahen Frieden. — Die Engländer haben unser Land nun ganz geräumt. Viele Truppen gehen zurück nach Frankreich. Auck eine Antwort auf die Frage: 5f? Oas Jahr 1800. da« kezte im i8ten, 00er da« erste im 19»» Jahrhun- derr? Verfolg. Ale Laye geredet kommt es hier blos auf die Frage an: „ist das Jahr worin „ wir iezt leben , schon das lezte des ißten „Jahrhunderts, ob wir gleich erst 1799 ,, schreiben ; oder gehört das folgende da „wir ifcoo schreiben werden, auch noch „ tum i8ten und nicht zum i9tenJahr- , hundert?" Ich behaupte das leziere; und mir ists unbegreiflich wie man nur einen Augenblick daran zweifeln kann. Ich habe nun mehr als ein halbes Jahrhundert hindurchimmer abwechselnd: den yten August 1750, dm 7tm August im ^ahr — oder Anno 1755» Anno polt Chr. natum 1766 — und sezt den 2ten Ju. niuS im Jahr 1799 nach Ehr. Geburt ge- schrieben. Was will das nach dem gemeinsten Sprachgebrauch und Exegese anders sagen; als : es sind eigentlich erst 1798 Jahre nach Chr. G- verflossen, aber jezt sind wir im lösten nach dieser Geb. und .war sind davon 5 Monat und 2 Tage ver- stossen. Alle Völker und Religionepar- theien, die eine Epoche haben, von welcher sie ihre Iadrzahl anrechnen, Griechen, Juden . Mahomedaner und Franzosen drucken sich auf diese Art aus. Im 499ten Jahre U. C., heißt: 49p sind verflossen, das laufende ist da» 499"- Iw 4- Jvhr der i94tm Olympiade. — Es sind 19z Olympiaden verflossen, jezt leben wir im 4tm ^ahr^der **■ ) I$2 ( — M**. »oh versichiedehen Sachen. i) Nachdeme der Burger und SO?«., ^Hann Friedrich Lony freiwillig entschlossen, nachstehende Gütherstücke, als r r>4 Morgen, zRut. Z Sch. Acker lln- ker Hand am Wiesecker Weg, neben Ioh. Mel- I94t#n. Im 7ten Jahr der Republik bedeutet ja auch bei den Neufranken nicht- anders , als es stnd 6 volle Jahre der neuen Epoche verflossen; dies ist das?te, worin wir nun leben. Was soll hier der Zweifel , ob 1799 eine Kardinal oder Ordinalzahl setz; lezteres versteht sich ja aus dem kleinen Fürwort im — Im Jahr 1799 — von selbst. Sonst muffe es heissen: Nach 1799 Jahren, und 5 Monaten und einem Tage vom 6ten Monat, am 2ten Tage dieses 6ten Monats. Es ist mir, ich sage es noch einmal, unbegreiflich, wie dagegen Hr. H. behaupten könne, daß wenn ich schreibe: heute den 2ten Junius 1799 j so sey 2 eine Ordnungs und 1799 eine Haupt oder Kardinalzahl. Hat er denn niemals bei der Jahrzahl geschrieben oder gedruckt gefunden: Im Jahr 1799, Anno 1709 u. s. w. Anno et menfe currente, jezt laufendes i799steSJahr. Soll lezteres und kann lezteres heißen: Es sind schon 1799 Jahre vorbei? Er spricht vom Ange, ben der Jahre des menschlichen Alters und meint, weil man da immer Kardinalzahlen brauchte, so wäre kein Grund zu glau. den, daß man bei Aufrechnung der Jahre des Secuii Ordnungszahlen brauche? Ist s denn nicht eben so gewöhnlich ja wohl häufiger, daß ein junges Frauenzimmer sagt: ich bin im oder wie sie sprechen, ins I5te, i6te Jahr; als ich bin erst 14, 15 Jahr alt, dahingegen eine ältere lieber sagen wird ich bin 29 Jahr alt, als ich bin schon im dreißigsten Jahr. Eben so wenig kann ichs 2) einsehen, daß es zu einer chronologischen Unrichtigkeit fuhren könne, wenn man Anno 101 nach Erschaffung der Welt geschrieben hätte, als Adam doch erst volle 100 Jahr alt war; sich aber doch so gut wie die Schöpfung selbst im lotsten Jahr seiner Existenz befand. Ein Kind am ersten Tage, oder vielmehr 6ten Tage der Französischen Re- rrubllk gebohren, befindet sich in eben dem 1 chronologischen Verhältnis zu dieser neuen ’ Schöpfung , worin sich Adam zu der Epoche befand, da e s werde Licht, durch das EhaoS erscholl; oder vielmehr zu derjenigen , da Gott sprach: die Erde bringe hervor allerlei wilde Thiere und Gewürms rc. Was für Verwirrung kann es nun geben, wenn man von diesem Kinde sagt : der kleine Brutus ist nun im 7ten Jahr der Freiheit , ( anno reparatae f. creatae li- bertatis , Pan feptieme de la republique) 6Jahr 7Monat undSTage alt? Drittens: die alten Römer sind mit ihrem A. U. C. anno urbis conditae ganz und gar nicht von der gewöhnlichen Art $u zahlen abgewichen. Bei den damals gewöhnlichen Olympiaden wurde meines Wissens nicht anders gezählt. Ich finde es wenigstens so bei allen Zeitrechnungen nach Olympiaden. Z. B. sehe man Pindari carmina ed. E. Schmidii Prolog, in der chronologischen Tafel. Nun noch eine Frage: Sollen wir in dem ^ahre da wir igoo, oder da wir 1801 schreiben, das Jubiläum feiern? Hrn. H. Meinung ist, eg müsse in dem ersten ^ahre und auch wohl besonders oeg Jahres erstem Tage geschehen, welches schon zum neuen Jahrhundert gehört. Er verlangt zu wissen, wie es die Vorfahren flem°d)t haben. — Nach meiner unrnas- 6ebuchen Meinung so muß die Feier auf 1800 fallen, ober nicht weil nach Hm. H Meinung 1800 das erste des i9tenccabr^ [onbxrn toeil 1803 das lezte des iSlen Jahrhundert- ist. — ) 193 Melchior Müller und Joh. Melchior ko- NY'S Erben, 2) iz Rut. ko Sch. Garten auf dem Sand, neben Johannes Höhns Ehefrau und Joh. Balthasar Plock, 3) 30 R. 5 S. Garten auf dem Sand, in der Schwarz-Lach, neben Joh. Peter Seip und Hrn. Johann Balthasar Nollö Wittwe, 4) i 3/4 M. nR. 13 Sch. Garten auf der Weis-Erde, neben Ludwig Balthasar Stroh und Andreas Vetzberger, 5) z/4M. 8R- toSch. Wiese auf der Urjulum oder Ochsenwiese, neben Eberhard Vogt und Friedrich Horn, 6) 3/4 M. 17 R. 8 Sch. Wiese an den Ochsen-Wiesen, neben Schultheis Hamel von Annerod und Georg Balth. Stohr len. 7) 1/2 M. 8 R- Garten am alten schlag diesseits deö Gäßchens, neben Joh. Jost Schiefer, 8) 1/4 M. 25 R. 7 Sch. Acker am Rain hinter der Warlh, neben Joh. Heinrich Lony und Schulmeister Sommerlad zu Wieset, öffentlich an den Meistbietenden verstreichen zu lassen, zu dem Ende Termin auf Montag den 2tenDecember Nachmittags 3 Uhr, in des Hrn. Ralyöschöff Ferbers Haus auf dem Markt, anberaumet worden, solches wird hierdurch öffentlich bekanntgemacht. Gießen den 2l.Nov. 1799. Fürst!. Hess. Oberamt das. R a y ß. 2) Nachdeme anderweiter Termin zum Verstrich des von Joh. Philipp Kröcker hinterlassenen Wohnhauses auf dem Neuenweg , nebst Scheuer und Hausgarten, auf Mittwoch den Uten Dec. Morgens io Uhr auf dahiesigem Rathhaus anberaumet worden, als wird solches zu jedermanns Nachricht hierdurch bekannt gemacht. Gießen den röten Nov. 1799. Fürst!. Hess. Oberamt das. R a y ß. Litterärische An;eige. . Der Gothaer genealogische Kalender ist angekommen, und ä ist. 12fr bei Krieger zu haben. Im nächsten Monat er- scheint auch das sonst beliebte NeujahrSge- schenk für Jagd- und Forstliebhaber aufS Jahr 1800. in einem neuen Gewände. Sein Reichthum an innerm Gehalt, mit mehr interessanten Kupfern, übertrift seine Vorgänger, und wird von nun an unter dem Schilde: Taschenbuck) für Forst - und Iagdttebhaber, von ^rn. Oberforstmei- ster von wildangen in Marburg, und allhicr in Gießen, auch in obiger Handlung zu haben seyn. Gottesdienst am 1. Decembr. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Superintendent Mütter. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Morgen den 1. Dec. hat das Frisch* backen des Beckermeister Pistors Wittib, auf dem Selzersweg. Ein- und 2l uspasstrre. Am 16. Nov. Herr Obristlieutenant Reims, in Hess. Darmstädt. Diensten, !og. im Adler. Am i8. Nov. Hr. Secretariö Claus, von Wczlar, log. im Einborn. Am 19 Nov. Hr. Pfarrer Groß, von LaaS, log. im Rappen. Am 22 Nov. Hr. n. Rabenau, von Odenhausen, log. im Einhorn. Am 24. Nov. Hr. Pfarrer Snell, von Braubach, log. im Einhorn. Ropnlirte bei der Stadtkirche. Am 24. Nov. Daniel Detzberger, Burger und Rothgerder allhier, Joh. Kaspar VetzbergerS, Burgers und Rothgerbers all. hier. — ) 194 C — hier, ehel. Sohn, und Anna Margare- iha, weilanv Joh. Dante! Ebels, Burgers und Beckers allhier, nachgeiailene ehe!. ^^Ger-nfte bei der Gardtkirckre. Am 19. Nov. Dem Burger u. Roth- gerber, Andreas Plank, ein Sohn, Na- mens Johannes Daniel. Hod. Dem Kuhhirten Kaspar Hardt, ein Sohn, Namens Christian Balthasar. Am2Z Nov. Dem Burger und WeiS- hinder, Johann Wilhelm Petri, ein Sohn, Namens Johann Ballhafar. Am 27. Nov. Dem Burger und Becker, Daniel Loder, ein Sohn, Namens Christian. Beerdigte bei der Siadtkircke. Am 22.Nov. Elisabeths, des Kuh» Hirten Matthaus Franken Ehefrau, alt 54 Jahr. Getaufte bei der Burgkrrcbe. Am 12 Nov. Dem Sergeant, Hein, rich Hahn, beim 2ten Bataillon Landgraf, ein Sohn, Namens Johann Peter Karl Daniel. Giesser Vic i fe Ochfenfleisch — — 1 — Kühfleisch — — , — Rindfleisch — — _ Kalbfleisch . — — — Schweinefleisch— — — Hammelfleisch — — — Schaffleisch — — J — Rinds-Nierenfett — tua kr 8 6 6 8 9 6 5 [6 lien pf. 2 -und Markt-Preis. l itz Schweinefett — i — Seifen — 1 — Lichter — 1 — frische Butter — t — geschälte Hirse — 1 — grob geschälte Gerste i — klein geschälte Gerste Eyer z Stück — — Schwarz Brod Weck — — Milchbrod Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher I I 1 ! koth । 12 7 6 3 9 Quint 3 3/4 । 2 1 Zr/2 fr. pf. 18 — 20 — 24 26 8 8 10 4 Ketraidepreise vom 23. Nov. bisden 30. Nov. , in Frankfurt. Wahrung den fi. ä6o kr. und das w. zu 34 toth Colmsches L-ilbergewicht. Städte. Darmstadt Giessen Marburg Diez Wezlar G e m ä 6. das Malter, das Achtel. ' das 9)76tt. 1 das Malter. Idas Achtel. Waizen fi. 1 kr. 6 1 45 8| 30 7 | 20 13 30 9 1 40 wiegt rb. 175 200 1 1501 | 340 । 206 ", Korn ’Tifr? | 5,8 1 6'55 1 Sl- !■;£ wiegt Tb. 157 Igo '351 300 190I Ger ft. 4 5 1 4 1 5 ste 30 40 wiegt! ll 140 160 120 168 «Ha h 5 3 1 fer fr. 38 30 sl wiegt ib. 98 140 84 Dieses Jntelliaenzblatt ist für ^Kreuzer in der Kriegerschen Buchhandlung gegen Vorauszahlung zu haben.