Nr.XXXXVL Novembr. 1799- Giesser Jntelligenzvlatt. (Aus dem Hamburger Correspondent. Neu. 179. und 180 ) Schreiben aus Constantinope l, vom 10 Oct. Es war am ,sten dieses, ais der hiesige Spanische Charge d'AffaireS, Don Joseph de Bouligny, von der Pforte die Ordre erhie.t, binnen 1.4 Tagen von hier ' obzureisen. Folgendes ift die Note, welche deohalb die Pforte dem gedachten Charge L'Affatres, so wie in Abschrift allen hiesigen fremden Ministern, hat übergeben lassen : „ Oogleich e» Grundsatz bey allen Mach n >n , in ihren Staaten ihre eignen Feinde nicht zu dulden, so habe Ich (der Großherr) doch auf die Freundschafts- Verträge Rücksicht genommen, welche ^jhr Souverain durch keine öffentliche Handlung hat unterbrechen wollen. Ich habe Sie daher nicht nur in Meinen Staaten, sondern selbst in der Eigenschaft eines oft senllichen Repräsentanten in dem Herzen Meiner Residenz geduldet. Aber Sie haben sich nicht in Ihren Gränzen zu halten gewußt. Sie Haven nicht nut die Befehle Ihres Königs befolgt, sondern sie auch durch den Eifer und die G sinnungen über- schritten, welche Sie zu Gunsten der Feinde Meines Staats und der guten Ordnung geäuffert haben. Obgleich Mir Ihr Betragen und Ihre Gesinnungen bekannt waren , so habe Ich doch geglaubt, daß Meine Mäßigung Ihnen zum Muster dienen würde; allem Sie sind dagegen blo- der Spion der Franzosen und der Tadler ft- des guten Unternehmens von Unserer Seite gegen den allgemeinen Feind der öffentlichen Ruhe gewesen. Dad-N ist es nicht geblieben. Sie Haden sich a- Ihre Agenten nicht nur wegen weitern Spwlmms, sondern auch zu dem Ende gewandt, um aus Meinen Staaten, mittelst Ihrer Trabanten , Provisionen rc. dem Feinde aller Welt zufuhren lassen. Ich kann Sie daher weder in Meiner Residenz, noch in Meinen Staaten ferner dulden , und lasse Ihnen das gegenwärtige Dekret durch Meinr erhabene Pforte übergeben, damit Sie in 14 Tagen Meine Hauptstadt verlassen und Gegenwärtiges Ihrem Souverain übergeben, damit auch Er Ihr Betragen kennen lerne" Schreiben aus Paris, vom 29Oct General becourbe, der fezt die Rhein, Ar- mee commandirt, ist 41 Jahr alt und in den Gegenden des Mont Jura gebohren. Sein Vater war Officier. Vor der Revolution diente er schon 8 Jahre lang im Regiment Aquitaire. Beym Ausbruch der Revolution ward er zum Commandanten der Nationalgarde seines. Orts ernannt. Seitdem hat er fast bey allen Franzos. Armeen auch in der Vendee, und mehrentheils bey den Avantgarden gedient. Bey Hon- decoote machte Lecourbe dem General Jourdan die Bemerkung, daß man 2 Hannoversche Esradrons abschneiden könne. Jourdan trug ihm auf, dieses auezuführen, und gedachte 2 Escadrons wurden niedergesäbelt oder tu Gefangenen gewacht In der Bataille von Fleurus hielt kecourbe über 7 Stunden lang den Angriff von 18000 Oesterreichern ab , die Beaulieu comman- dirte. Bey dem ehcmaliqen Ruckzuge der Französ. Armee von Maynz, war kecourb« schon mit seiner Brigade vom Feinde umringt , schlug sich aber durch. Erlangen, den l.Nov. Die hiesige Zeitung enthalt folgende-: „ Noch ist —• ) 18 4 ( der amtliche Te An dec Wallthorstrase, 2 Trep- ven doch, ist eine Etage, die aus 3 Stu- ben und 1 Kammer besteht, zu verlehnen. Anekdoten (aus dem polit. Journal. Oct.) Der General Hetze, der in dem Treffen am 25. geblieben iss, starb als Held — Er war anfangs mit verwundet, wvll-.e sich aber nicht gefangen nehmen lassen und empfieng den 2ten, ihm da» ^ehtnblicht aushlikS. ( - Dem Abbe SieyeS wurde neulich von einem Freunde vorgewerfen, warum Er nicht mehr gegen die Iscoblner mit mehr Nachdruck operire. — Er gab zur Ant- wort : es giei't eine Sekte, die gefährlicher als jene, und das ist die Sekte der Un- geduldigen. In der Rriegerfcbcn Buchhandlung ist zu haben. Der sorgfältige Weinschenk, oder Anweisung zu Erhaltung und Verbesserung der Weine, 8 45 kr. Geheime Weinkünste, 8. ivrr. Der Weinjude , oder von den Mitteln, ihre schändliche Betrügerei zu entdecken, 8. 6 fr. r . Kiesewetters, I. C.G., Prüfung der Her- derschen Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft, ir Theil, 8 Berlin 799 rfi- 20 fr. . , Mangor, C. E., Armen - Apotheke, oder Anweisung zu den minder kostbaren Arzneimitteln , 8. Kopenhagen 799 18 fr. Neuenhan, Annalen der Gartnerey, los Stück, 8 Erfurt 799 27 fr. Gottesdienst am 17. Novembr. In der St. Pancratiusfirche. Morgens Hepr Professor Palmer. Nachmittags Herr Rektor Beck. ' ' In der Burgfirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Morgen den 17. Nov. hat da» Frischbacken Hr. Kirchensenior Noll, in der .. Neustadt. Ein- und Auspasstrrr. Am 1. Nov. Hr. Geheimerrath von Welling, von Wölffersheim , log. im Einhorn. Am z.Nyp. Hr. Obnstlieuten. von Baum, — ) ( — Baumbach, in Hess. Darmftädt. Diensten, log. in der Post. Am 5. Nov. Hr. Obrist Stockmar und Hr. Staabschirurgu» Fel» , von Darmstadl, log. im Einhorn. Eod. Kammecherr von Breidenstein, von Hess. Cassel, log im Adler. Evd. Demviselle Küchler von Darm- fiadr, und Hr Major Klipstein, log. bei Hrn. Oberschultheis Rayß. Eod. Hr. Pfarrer Klinaelhöfer, von Oberhörle, log. im Rappen. Am 7. Nov. Hr. Awlrvann Klingel, höfer, von Grebenau, lag. im Einhorn. Am rc-.Nov. Hr. Secretair Braun, von Darmstadt, log. im Löwen. Am £2. Nov. Hr. Kammerrakh Zimmermann , nebst Gemalin, von Darm* stadt 1 log. in der Post. Am 14. Nov. Hr. v. Lilienstern und Hr. Hofrichlrr v. Berlepsch, von Hannover. Hr. v. Fingartin, au» der Schweiz, log. in der Post. Gebohrne und Getaufte bei Oer Stave- k i r c h e. Am 7. Nov. Hrn Musikdirektor Leo ein Sohn, Namens Wilhelm Giesser VictuaLien-und Markt-Preis. l ft Ochsenfleisch — 1 — Kühfleisch — 1 — Rindfleisch — 1 — Kalbfleisch — l — Schweinefleisch— f — Hammelfleisch — I — Schaffleisch — 1 — Rind»-Nieren fett fr 7 6 5 8 9 5 4 16 Pf. 2 2 £ ft Schweinefett — c — Seifen — £ — Lichter — 1 — frische Butter — £ — geschälte Hirse — 1 — grob geschälte Gerste 1 — klein geschälte Gerste Eyer 3 Stück — — fr. 18 20 Pf. 24 25 8 8 10 4 fr. Loch Quint Schwarz Brod 1 12 3 3/4 Weck — — 1 7 Milchbrod 1 6 Butter Bretzeln 1 3 2 gemischt ^.Brvd oder Taigscher 1 9 31/2 Getrardepreise vom 9» Nov. bis den 16, Nov., in Frankfurt. Wahrung den fi. ä 60 kr. und das ft. zu 34 kvth Cölnrsches Silbergewicht. Dies?» In^SiaenchlatNst für 45 Kreuzer in der Kriegerschen Buchhandlung gege»« Vorauszahlung zu haben. Städte. Grmäs. Waizen wiegt Korn wiegt Gerste wieqtj Hafer wiegt st. kr. ft. fllkr. ft. fl. fr. ft- st. 17 ft. Darmstadt das Malter. 6 45 175 5 8 157 4 - 140 2 38 98 Giessen das Achtel. 8 4° 200 7!~ 180 5 30 160 5 ro 140 Marburg 1 das Mott. 7 20 1501 | 5!- 135j ' 4 — 120 3 3ol 84 Diez | das Malter. 14 3° 34o 1 ft |5O 300 I 7.50 — Wezlar 1 das Achtel. 9 401 2061 1 7'— 190! 1 5 40 i6gl 5I—|