Tqr‘1, f. Januar. 1799. Giesser Jlttelligenzklatt. dem nnnmebro verflogenen Iabr 1798. fff bei hiesiger Armen. Caste ringe« itAmmoH HMh ___ ___- ... ” c V An gesammleten Eollecten Von den Zünften nommen und ausgegeben worden: A, _ , Einnahm. Au- den wöchentlichen Buchsen , Aus der Fürstl. Regierungs - Armen-Büchse Aus der Skadtschreiberei - Büchse AuS den Büchsen der Gasthäuser Aus der Büchse bet Versteigerungen An Skiflungs - Pensionen Von löblicher Universität Von lobt. Magistrat dahier AuSgab. An die hiesige kvöchentliche Stadt-Armen • , An die Kinder der hiesigen Industrieschule, an Brod stücken und sonstigen Bedürfnissen - - Denen Armen an Egtra - Steuern s s An die Handwerks - Gesellen $■ » 1 ll. Alb. Pf. 9 1527 27 4 s 8; 24 4 9 6 21 9 12 6 4 9 87 29 9 708 12 4 52 ■** f 60 — — s 6 8 — 11 13 —• Summa 2556 22 > — Kleidungs, t22) 6 —■ 9 903 6 4 r 3001 27 I - 84* — Summa I2513I 9 ) c sodann sind im Jahr 1798 au-dem hiesigen BurgerhospNal zur Unterstützung bür. aerlicher Armen abgegeben worden 619 fl. und aus dem Plockjschen HoepitalS- Vermachtnis sind dec Stiftung gemäß verwendet worden 650 fl. . Rorkpftopfe gegen alle Ausdünstung, und Sie Säure oder ätzende Sachen zu versichern. Saure Flüssigkeiten zernagen den Pfropf, wie das Scheidewasser, das ihn gelb nagt; flüchtige dringen hindurch, andere dünsten durch und beschimmeln oder werden abschmeckend. Zu kleinen Flaschen kann man sich also der eingeschliffenen Glasstöpsel bedienen; bei großen sind dieselben zu kostbar. Um das Verfliegen des Weingeistes von Naturalien zu hindern, bediente sich von Reaumur eines wohl- fchließenden hölzernen Stöpsels, über den er Blei goß, er kehrte das Glas um, und so hinderte der Boden den Weingeist am Auedünsteu, wie man die Weinflaschen im Keller umwendrt Indessen schickt sich der Kork, wegen seiner elastischen Rinde, zu Gläsern, die man oft öffnen muß , noch besser; aber eS greift ihn Scheidewasser, Vitriolöl und Salzqeist an und sie lösen ihn auf; und diese- hindert weder Blase noch Wachspa. pier, Harz oder Kitt , man bewahrt dadurch tSos Wein, Sauerbrunnen, Essenzen , Extrakt, Dekokte, Oeie, Bier u dergl. aber die Apotheke büßt sährlich viel geistige Dinge ein, so wie die Mineralwasser bei allem Harze verrauchen. Der — > 3 C — Der Kork, diese dicke Rinde eine» Baumes, |bet in Italien, Spanien und Frankreich, wegen ftincr Lockerheit, Ho# zu Pfropfen tüchtig ist , ist zu Fischerne- tzen , Wafferkamisölern und Pfropfen gut. Wachs widersteht scharfen Säuren, aber nicht dem Weingeiste. Talg widersteht dem Weingeiste. Man schmelze also weißes, gebleichtes Jungfernwachs, Venn da» gelbe ist ungleichartig:, mit eben so schwerem gelauterten Rinder- oder Bockstalg. In dieses Mengftl, so heiß e# ist, tauche man die dünnen Enden fester , wohlge- fchnittener Korke, die nicht spröde sind, und stelle sie auf ein Eisen in einem Backofen und lasse sie abtrocknen Dieses Eintauchen wird dreimal wiederholt. Das Kochen in Wachs macht sie hart. Man sucht allezeit lange Pfropfe aus, weil sich diese besser herauszieyen lassen als die kurzen So erhält sich der flüchtige Vitriol- atber, ser sich durch den bloßen Pfropf, geölte Blasen'und Festdinden, kaum Wochenlang verschließen läßt, Jahre lang. So erhalt sich Mosel) und Bisam. Zwei Tycste Wach« gehören aber zu einem Theile Talg für Scheidewasser, welches sonst das Talg verzehrt; man kann ober ju Scheide - und Königswasser blos Pfropfe von warmen weissen Wache nehmen, deren Ooerrand die O'ffnung überdeckt, und noch mit einer geölten Blase verbunden wird. Die Engländer kochen die Korke zu Weinflaschen in Baumöl. Vielleicht erhalt sich das süße Wasser, auf langen Seereisen , durch die beschriebenen und noch mit Harz beqoßnen Korke in den Schiff- fassern, weil keine Luft dazu kömmt uyd nichts verraucht, längere Zeit. XTeoe Bücher die in der Rriegerschen Buchhandlung ;u haben. Allgemeingültiges Gesellschaftsgesangbuch, 8. Baikeuth i st. Almanach und Taschenbuch der Galanterie und des guten Tons auf 1799., 16, Leipzig ist. 12fr. Lenz mineralogisches Taschenbuch, 2rTheil, 1 fl. 48 fr, Steins kleine Werke zur praktischen Ge- burtshülfe, gr.8. Marburg g ft 30fr. Die Gesundbrunnen, ein Gedicht in 4 Gefangen vonV. W. Neubeck, gr.8. 18fr» Eharaden ;ur Unterhaltung müstger Stunden tmt> ;ur Uebong des Verstandes. 34. Ein viersylbiges Wort. Die zwer ersten sind ein Theil dcr Wohnhäuser, die zwei andern der allgemeine Name eines Geschlechts von Vögeln, das Ganze eine besondere Art dieser Vögel. 35. Ein Work mit zwei Sylben. Die erste ist etwas, das Schmerz verursacht, die zweite ist der Name eines angenehmen > Getränks, das Ganze ist auch ein Getränk. 36. Ein Wort von zwei Sylben. Die erste ist der Name eines merkwürdigen Flusses in Afrika, die zweite ist ein Thier, das den Menschen sehr nützlich ist, da# Ganze ist ein Wasserthier, das von dem erstem seinen Namen hat. Gottesdienst am 6 Ian. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Herr Superintendent Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Superintendent Schulz. Morgen den 6. Jan. hat da# Frisch, backen der Beckermeister Ebel,