Nr.XXXXIV. 2. Nvvembr. 1799- Gresser Jnkelllgenzölatk. bleiben so lang in Holland, bis dieses re- ^^^^Der'kühne Sir Sidney Smith wäre in der Schlacht bei Abukir beinah ums Leben gekommen, wann er sich nicht ms Wasser gestürzt und der Gefangenschaft dadurch entkommen wäre. Die Armee des General Massen« soll g$ooo und die Italienische 65000 Mann stark sepn. Rnrze Biographie des Russischen dern die Rückgabe von «ooo Gefangenen, und Harlemer Nachrichten vom 19 Oct. versichern, daß eine Eapitulation geschlossen, alle Kriegsgefangene ohne Ranzion zurückqegeben, aller Schaden erftzt, m Zeit 14 Tagen ganz Holland geräumt, und der Herzog v. Dorf versprochen, alles an- ruwenden, daß die Flotte wieder zuruck gegeben werde. Zwey Englische Generale ) i?6 ( «» . . 2m Jahr 1742. wurde er Mudketier (ei der Garde , 1747. Korporal, 1754. wurde er Feld-Lieutenant, und stieg biszuw Kommandanten zu Memel. Im Jahr 1759 focht er zuerst bei Kunnersdorf gegen die Preussen. Er kam zu den Truppen die der General Berg comwandirte, und wurde »et ernem Ueberfall aufLandSberg gebraucht, schlug den General Curbiere und machte ihn gefangen; er selbst verlohr sein Pferd und ewpsteng eine Schußwunde. 1762. «r nach Petersburg, und wurde zum Obrist ernannt. 176g. gienq er nach Po» len als Brigadier gegen die Conföderirten. I77° wurde er Generalma- wr, schlug die Polen unter Oginsky bei Stolowrz, und half diesen Krieg beendigen. »77Z-g'eng er gegen die Türken, erhielte daß Commando eines Corps, und schlug die Türken bet Turtukoy und Hirforv — wurde er Generallieutenant, schlug » " $urLm öki Kosludqi, und darauf kam der Friede zu Bucharest zu Stande. Kaum war dieser Friede geschlossen, so zog ,r gegen den Rebellen Pugatfchef und nahm ihn gefangen. Im Jahr 1716. reiste er nach gen und Kriegsgeschichten aus. Weder rauichende Freuden noch Kartenspiel können ihn feßlen. Er besaß nie eine kostbare Wohnung, fand nie Geschmack an kostbarer Equipage, noch sonst irgend etwas, was die begüterten Sterblichen sonst so sehr liehen. — Seit 20 Jahren bedient er sich sogar kemes Spiegels. Weder Geld noch Uhr tragt er m der Tasche. Er ist allae- MkM als ein rechtschaffener Mann bekannt und geliebt. Er ist sehr religiös, versäumt mnen Gottesdienst, ja sogar in seinem Hause halt er Betstunden. Vaterlandsliebe beseelt ihn, und um derentwillen scheuet er keine Gefahr; er ist unerschrocken , und verbindet Muth mit Geiste-ge. genwart. Seine Soldaten lieben ihn, weil er für sie wie ein Vater für seine Kinder sorgt. ^Atur!mIa,»un\,777- drängte er die mH* unler -^apudan Pascha zurück^ und Rußland und die Pforte traten in Tractate. 1 1Suworow die : N°S.aer Tarrarn zum Gehorsam, nachdem er ihnen tine blutige Schlacht, worinn sie ' f^k^te auf dem Platze ließen, gelie- : I ^ahr brach der Krieg h!nft! ?Ur^n VOtl n,Uem auS/UNd I786. I. Oct. schlug er sie bei Kinburn, und von 6000 Türken blieben kaum 700 geret- E"' *787. wurde er General en Chef. 1788. half er Okzakow belagern, daS er "obertt, 14700 Türken blieben, und 480s *1 >eg kamen beide Generäl- Ä I» Ä& KDfe- 2tv Jahr 1789. focht Suwo' am iiSSLt“1» jToburfl b" Rimnick gegen H5000 Türken, und die alliirte Armee war nur 25000 Mann. 1790 wurde Suworow befehligt, Ismail -inzunehmen; d"e Besatzung bestund aus 43000 Mann. Er f,e w>t Sturm ein, und fand un- zahlbaren Reichthum. — I7QI wurde Obristlieuten. bei Garde, wurde 6i^m,?nHnb* unt> comwandirte Stiebe nnb? bU 8l0tte- - ** wurde Grieve, und kaum war dieser aeschkoff-n. MÄl" S«aup'-»d,, E, wie- der nach Polen. — @r schlagt die Polen «ua' g'nMf94 9$f,t in 6" Na-Ht durch di« -ufgerirden, und » J; if!c v,r.Iur,n die Polen 13000 Mann. Koszmsku wird gefangen, Prag wird den 24. Oct. erobert, Warschau aber kapitulirt. 'u^x®na? bik Schlüssel der Stabt, und ^^lt die Feldmarschallswürde und viele Geschenke , der König von Preussen gab ihm sogar die beiden Adlervrden. Darauf gieng — ) 177 tr auf feine Güter, und lebte in Ruhe, dis er den Ruf erhielt, Italien zu erobern. Edikralvorlüdung. Nachdeme wider den gewesenen Aus* fchußhauptmann Johannes Garth und dessen Ehefrau zu Langgöns verschiedene Gläubiger bereits gerichtlich aufgetretten und um ihre Befriedigung angestanden Haden und dann der gedachten Garlhischen Eheleuten ältester Sohn mit jenen Glau- digern in Vergleichs-Unterhandlungen zu tretten und solche auf diese Art, womög-- lich, zu befriedigen gesonnen, in der Absicht und zu dessen Sicherheit aber vor allen Dingen erforderlich ist, daß derselbe zuvor von dem ganzen Schuldenzustand seiner Eltern genau unterrichtet werde und daher um Vorladung sämtlicher Gläubiger derselben auf die gewöhnliche Art ge* beten; als werden hiermit alle diejenige, welche an die oftgedachte Garthische Eheleute ex quocunque capite Ansprüche zu haben glauben , ediftaliter und mit dem Anfügen hierdurch oorgeladen, auf Frei* tag den 8ten Nov. d. Z. so gewiß vor da- hiesigem Fürst!. Amt zu erscheinen und ihre Forderungen richtig zu stellen, als sie sonsten nicht weiter damit gehöret, sondern deshalb präcludirt werden sollen. Signatum Langgöns am i4tenOct. 1799. Fürst!- Hess. Justizamt daselbst, C. G. v. Zangen. Bekanntmacbang von verschiedenen Sacken. 1) Da wir wahcgenommen, daß tu obwohlen unbeträchtliche Pesten auf unfern Nahmen ohne unser Dorwissen ge- borget worden , als erklären wir hiermit, daß wir von nun an keine andere Forde* rung, als die mit unserem oder unseres dermaligen Vermögens - Adminiftratoris des Fürst!. Regierungs-Advokaten SueS Dorwissen contrahirt worden, berichtigen ( - werden, an welchen Herrn AdmmiftirdtOT auch alle Zahlungen ohne Ausnahme, bei Strafe doppelter Zahlung geschehen müssen. Giessen den 26»Octodr. 1799. Hofrath und Amtskeller v. Schmal* kalder, im Nahmen sämtlicher Generalmajor v. Schrnalkalderischen Erden* 2) Auf Dienstag den 5.Nov.nächsthin, sollen ohngefehr looMltr. rothe und weise Kartoffeln, in loco Nauheim, an den Meistbietenden versteigt werden, welches den Steiglustigen hiedurch bekannt gemacht wird. Langen den 21. Oct. 1799 Heim. 3) Den 5. November nimmt die Winterfahrt bry dem Fürstl. Hessen-Caffelischen Postwagen ihren Anfang. Von Cassel kommt derselbe Sonntags und Mittwochs Nacht- und geht nach Frankfurt. Von Frankfurt kommt derselbe Dienstags und Freytags Mittags und geht nach Cassel. 4) Ein Logis von 2 Stuben, 2 Kammern, Küche, Holzplaz und einem kleinen Theil von einem Keller, wird zu miethen gesucht. Ausgeber dieses Blatter sagt wer. 5) Es sucht jemand Kruniz ökonomische Encyclopädie vollständig, gebunden, in billigem Preis zu kaufen. Wer ein Exemplar zu erlaffcn hat, kann eS dem Verleger nebst Preis anzeigen. Gottesdienst am 3. Novembr. In der St. Pancratiuskirche. Mor? gens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Superintendent Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff. Morgen den 3. Nov. hat das Frischhacken — ) 178 ( — backen der Becksrmeister Lehrmund, in der Neustadl. Kopuü'rte bei der St-dtkirche, Am 24 Oct. Friederich Ludwig Wüst, Burger und Hufschmid in Darmstadt, Joh. Georg Wüst, Burgers und Hufschmid- in Darmstadt , ehelicher Sohn, und Ka- tharma Elisabetha, Johann Kaspar Wal* tder-, Burgers und Hufschmids, wie auch StadtvorsteherS aUhier, ehel. Tochter. Geraufte bei Ser Gaevtkircbe. Am 27. Oct. Dem Burger und Mez- ger, Joh. Balthasar MalcomestuS, ein Sohn, Namens Joh. Friederich. Beerdigte bei der Geadtkirche. Am 28. Oct. Joh. Daniel Höstreich, weiland Joh. Georg Höstretchs, Bürgers und Konditors, nachgelassener Sohn, alt 46 Jahr. Am 29 Oct. Joh. Friedrich Pfnorr, Burger und Goldschmid ollhier, alt 5zI. Eod. Dem Burger und Fuhrmann Anton Krailing, eine Tochter, NamenS Dorothca, alt z Jahre. Giesser Viclualien - und Markt-Preis. i ft Ochsenfleisch — 1 — Kühfleisch — 1 — Rindfleisch —° 1 — Kalbfleisch — I — Schweinefleisch— £ — Hammelfleisch — 1 — Schaffleisch — 1 Rinds-Nierenfett fr 8 7 6 8 9 6 5 16 Pf. r ft Schweinefett — t — Seifen — 1 — Lichter — 1 —> frische Butter — £ — geschälte Hirse — t — grob geschälte Gerste f — klein geschalte Gerste Eyer 4 Stück — — Pf fr. 18 20 24 26 8 8 10 4 Schwarz Brod Weck — — Milchbrod Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher fr. Loth Quint 1 12 1 1 6 2 T/2 1 5 21/2 1 3 1 1/4 i 9 2 Getraidepreise vom 26.Oct. bis den 2. Nov., in Frankfurt. Wahrung den fi. a6o kr. und das ft. zu 34 Loth Cölmsches Silbergewicht. Städte. G e m ä s. Waizen wiegt Korn wiegt Gerste wiegts Hafer wiegt st- kr. ft. fl-lkr. ft. st- kr ft. I st. !kr. ft. Darmstadt das Malter. 6 45 175 5 8 157 4- 140 2 38 98 Giessen das Achtel. 8 30 200 1 6 30 180 5 30 160 61 — 140 Marburg das Mött. 7 20 1501 1 51— 1351 t 4 — 120 3|3ol 84 Diez das Malter. 16 — 34o| £O|4O 300 1 8 5° — Wezlar «das Achtel. 1 9 1 40 2061 1 7 — 190I 1 5 40 168 l 5I—1 - MM Dieses Jntelligenzblatt ist für 45 Kreuzer in der Kriegerschen Buchhandlung geaeu Vorauszahlung zu Haden.