ni.AAAAH, ro.October. 1798. Giesser JllkettigenzAatt. Etwas über ^olx-Ersp^xung in Smben Vefen, oder in einem jeOen COfen lässt ftcb s^olj ersparen. Verfolg. Der Haupteinwurf, welcher mir gc- wöhnlich über das eiwähuie Hoizerspa- rufiqemittcl gemacht werden wollen, be- siehet in der ungegrundeten Klage: „Daß „wenn oie Schüriöcher beim Einheizen, „ besonders wenn die Oefen nichk mit tu „ ner desondern Zugröhre versehen , auf „irgend eine Art zugemacht würden, dar „Hoij alsdann nicht brennen wollte." Diese Ursache des Nichtbrennens hat aber mehrentheils ihren Grund darin: „ Daß „ man beim Zumachen der Ofenthüren eben „ fo viel Holz, als wenn diese Lhüren of» „ fen gelassen würden, mithin auf einmal „zu viel und nicht klein genug gespalten, „oder an kleinen Stücken einlegt." Die Absicht ist aber Holz zu ersparen; wenn man also die Hälfte und >n kler'nergespal- tenen Stücken einlegte „die Schüriöcher dabei nur so lange ossen ließ,', bis der dicke Rauch sich verzogen und das Feuer h.-lle brennte, alsdann anOesm, die mit kernen besorldern Zugröhren versehen, die Thüren (worinn allemal eine Verhältnis- wasige Öeffnung besindlich s'yn muß) oder sonstige Vorsitzer ganz, tnejemgen aber, wo dergleichen Zugröhren fehlen, so weit zu machen, als nöthig ist dem Rauch seinen Ausgang nicht zu benehmen, so wird da» Feuer eben so gut wie in denjenigen Ofen brennen, worinn vorgedachte Er- sparungsversuche von mir gemacht worden sind, welcher so wenig', wie alle von mir, seit mehr als zwanzig Jahren geheizt wordene Oeftn, mit einer andern O ffnussg, als dem Schürloche versehen ist. ^'s liegt also nicht so sehr an der UnauS- fuhrbaikeit dieses einfachen Mittels, um den Hoizverbrauchzu vermeiden, als durch» gchends „ an Fahrlässigkeit derjenigen/ die „Oefen zu heitzen haben, um Oiejenigen, „ weiche das Einheiten besorgen müssen, „gehörig zu unterrichten, nebst einer fort- ii wahrenden Aufsicht, daß der Unterricht „gehörig befolgt werde." Imgleichen, daß die mehrsten Menschen die geringen Kosten einer eisernen Ofenthüre, oder sonstigen Vorsetzers, nebst denen etwa mehreren Holzspaltekosten scheuen, welches alles Hoch, bey einer solchen Holzersparniß, in febr kurzer Zeit doppelt und vierfach wieder gewonnen würde. Auf dem Lande ist nun ganz und gar an kein Zumachen de? Otten beim Einheitzen zu gedenken ; man n.mmt sich nicht einmal die Mühe, das Holz, wenn selbiges länger wie der Ofen ist, kurzer zu schneiden, oder dessen mehr zu spalten, als nöthig ist, dieganzenClaff- terscheite in Brand zu bringen. Dieser Scheite werden wenigstens gewöhnlich zwei an der Zayi, durch etwas klein gespalten Holz und Stroh, in dem Ofen in Brand gesizt, alsdann so wie die Scheite abgebrannt sind / immer weiter im Ofen geschoben , bis selbige beinahe verbrannt sind, alsdann durch eben so viel andere Scheite ersizt. Daß bei einer solchen Art einzuh.'i- Yen eine Ciaffter Holz von iZOEubitschub, nachdem tim Stube groß und die Kälte strenge ist , längstens in drei Wochen verbrannt ist, die doch unter vorgedachten Vorkehrungen ein paar Wochen langer vorgehalten hatte, davon stünde allenfalls eine -) i6g ( eine Berechnung bchufügm, will aber, um nicht unnöthigerweise roeitläuftig zu werden , hierinnen und um so weniger vor- greifen, als dar hierüber gesagte hinreichend ist, ein jeder auch, der zum Hchlz- ersparen einen Sinn hat, die deefalsigen Proben leicht selbsten wird anstellen können. Wehe thut es mir allemal, wenn ich in ein Haus trete und das Holz in denen geöffneten Oefen glühen sehe , dessen Hitze so unverantwortlicherwrise in den Schornstein verlohren geht und es mir unbe- «reiflich, wie die Hausvater und Mutter so verschwenderisch mit dem so langsam zu ersetzenden Holze seyn können? Was mag aber wohl Vie Ursache eines solchen Kontrast» seyn und wie stünde einem solchen Unfuge abzuhelfen? Entweder ist des Re- tensenten Meinung im Novemberstuck der allgemeinen Litteraturzeitung von 1797-., „daß nemlich die Holznoth noch hoher stei- „ gen müsse, ehe die Menschen zwcckma- „sigere Anstalten zu Holzersparungen ttef- „ fen würden " gegründet, oder der Fehler liegt in der Erziehung und Mangel an Kenntnis der Schützbarkeit des Holzes. Ich will hierüber zwar keinen entscheiden- Len Ausspruch wagen; so viel ist indessen gewiß, daß dem Gesinde, welche vom ÄZerthe des Holzes eben so wenig Begriffe haben, als selbige sich um den Nutzen des Brodherrn zu bekümmern pflegen, freie Hande und mit dem Holze und Einheitze- qeschafte zu schalten und zu walten gelassen wird, wie sie wollen. Von leztern habe auf die Frage, warum die Ofenthu- ren beim Einheitzen nicht zugehalten würden, wohl gar die Antwort erhalten, daß ihre Brodherrschaft solche» verboten hätte, welche» von diesen, ohne zureichenden Grund angeben zu können, auch nicht in Abrede gestellt werden konnte, ohnqeachtet von selbigen über Seltenheit und Tbeurungde» Holze» verschiedentlich bittere Klagen geführt wurden, Die zwftle Frage, wie dem Unwesen, die Oefen beim Einheitzen nicht offen zu lassen, zu steuren seyn mögte? dürfte wohl nicht so leicht zu beantworten ftyn. Gesetze und Verordnungen desfalls verzuschla- een und zu geben wäre zwar ein leichtes, aber die Befolgung derselben zu erhalten, würde desto mehreren Schwierigkeiten unterworfen seyn. — „Oeftern Belehrungen „über die Holzersparungen, welche durch „so einfache als wenig Mühe und geldko- „stende Mittel erhalten werden können, „nebst anhaltenden Beispielen, womit Be- „amte, Prediger, die Forstbediente selb- „sien, wie auch die Schullehrer , dem „Landmanne und Stadter vorgehen, von „ lcztern auch denen Kindern bei dem Schul- „ unterrichte begreiflich gemacht und daran n gewohnt werden müßten, würden wahr- „scheinlich von bksserm Nutzen seyn, al» ,-alle Zwangsmittel und Befehle"; allein bei vielen wird eben so verschwenderisch mit dtm Holze umgegangen, wie bei dem Land, manne selbst, indem ein jeder zu denken pflegt: Wenn tu nur bei deinen Lebzeiten hinlänglich Holz hast, was kümmert dich der Staat und die Nachkommenschaft, dazu wachst Holz und Unglück alle Tage, und was dergleichen Spruchwörterchen mehr sind. Man sollte desfallö in der That einem jedweden Brennholzsollic-tan- ten , weicher sich beschneite, mit seinen» bisherigen Holz n'cht auekcmmen zu können, befragen: Ob derselbe auch beim Ein» heitzen seine Ofenrhüren gehörig zuhalten ließe? und im Nichtbejahungsfall vor der Hand darauf verweisen, um erst zu versuchen, ob demselben alsdann sein bisherige» Holzquantum nicht hinreichen würde. Der Verfolg künftig. Bekanntmachung von verschiedenen Sacken. i) Ein vor dem Wallthor an dem Wiesseckcr Weg gelegener Garten, in dem / auch ) 169 ( oud) ein ziemlich geräumiges Haus be- winghausen von Wallenrode. Tübin- fiudiich ist, stehet auö fteyer Hand zu ver- gen 2 fi. kaufen» auch auf mehrere Jahre zu ver- Taschenbuch für Damen auf daS saye hiVeti. Ausgeber dieses giebe nähere Aus- 1799. von Huber, Lafontaine und Pscs- kunst deswegen. fe!. Tübingen 2fl. zokr. 2) Zwei sehr geräumige Zimmer nebst einer großen Kammer, mit und ohne Meubies, können für diesen Herbst, zusammen , unö getrennt, verliehen werden. Ausgeber dieses sagt wo? Nachricht. . Man veranstaltet izt eine ansehnliche Bücher-Auction. Diejenigen, die etwa noch Beiträge dazu zu geben Lust haben, können solche in der Kriegerschen Buchhandlung abgeben, die solche unter billigen Bedingungen mit besorgen wild. Lirterärische Anzeigen. Folgende gebundene Bücher hat jemand in oerNachbarjchaft zu verlassen, und offerirt solche für die angesezte Preise, des- saUS man in der Kriegerschen Buchhandlung Bestellung machen kann.^ Sartori geist - und weltliches ^taatsrrcht, i. und 2r Band, ir Theil 1 fL 48 fr. Haeberlms Staats. Archiv, gHefte zükr. Cramers Wezlarische Nebenstunden, 128 Theile, nebst Hauplregister, für 15 fi. Folgende einzelne Theile sind einem Bücherliebhaber entkommen, und werden wieder anzuschaffen gesucht. Wer sie einzeln zu überlassen hat, kann den Preis an die Kriezersche Buchhandlung bekannt machen. Maitaire Annales Typographicae, VoL ZUM. Stryk Opera. Vol.XV.etXVI. fol. Neue Bücher die in der Rriegerischen Buchhandlung zu haben. Taschenbuch für Pferdeliebhaber auf das Jahr 1799«, hrrausgegebm m Byu- Sortseyung der Lesebücher der Rriegerschen Leihbibliothek. 36 Geschichte Thekla von Thurn, oder Scenen auö dem 30 jährigen Krieg, 2 Thle. 37 Adolph der Kühne Raugraf von Dassel. Dom Verfasser deö deutschen AlcibiadeS, 3 Thle. , - 38 Die Geheimnisse der alten Egipzier. Eine wahre Zauber - und Geistergeschichte des isten Jahrhunderts, von Spieß, 2 Thle. 39 . 40. 41 Blumen, Frucht und Dornenstücke , oder Ehestand, Tod und Hoch» zeit des Armenadvocaten F. St. Sw- bcnkäs im ReichömarktfieckenKuhschnap» pcl von Jean Paul, 3 Thle. 42 . 43 Reisen und Abentheuer des Ritters Benno von Elfenburg im Jahr 1225. Eine höchst wunderbare und doch keine Geistergeschichte, von Spieß, Z Thle. 44. 45 Leben und Freuden des ehrlichen Jakob Luley, eines Märtyrers der Wahrheit, vom Verfasser des Erasmus Schleichers, sThle. 46 Das Kampaner Thal, oder über die Unsterblichkeit der Seele, nebst einer Erklärung der Holzschnitte unter den 10 (geboten des Eatechismus, von Jean Paul. 47. 48 Geniestreiche von E. G. Cramer, 2 Thle. 49. 50 Biographien der Wahnsinnigen von Spieß, 4 Thle. 51. 52. 53 Die Löwenritter, von Spieß, 3 Thle. 54.55 — ) i70 ( — 54» 55 Dw Alte Ueberall und Nirgends. Eine Geistergeschichte von Spieß, 4 Thle. 56 Wanderungen Der Seele Fum-Hoam-, morgenländische Geschichten. 57« 58 Die zwölf schlafende Jungfrauen, eine Geistergeschichte von Spieß 3 Thle. 59 Lüder von Wülfingen. Sage Der Vorzeit. Fortsezzung folgt. Gottesdienst am ai. Octobr. In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Professor Palmer Nachmittags Herr Supermtendent Müller. In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Professor Leun. --------------- Morgen den 2l Oct. hat das Frischbacken der Beckermeisser Ioh. Georg Loder» in Der Neustadt. Ein- und Auspasstrre. Am y. Oct. Hr. Oderappellaltonsrath v. Meyer, von Hess. Cassel, durchpass. Am 10. Oct. Hr. Geh. Ruth v.Motz, von Hanau. . ' Am es Oct. Hr. v.Hompesch, Dom- h-tr ju Munster, ducchp/ss. Giesser Viel 1 ft Ochsenfleisch — — 1 — Kühflersch — — 1 — Rlndfieisch — — I — Kalbfleisch . — — X — Schweinefleisch— — I — Hammelfletsch — — I — Hammelsfett — — 1 — Rinds-Nierenfett — ua fr. 10 9 8 9 10 8 20 lien vf. - und Markt-Preis. 1 ft Schweinefett — __ i — Setfen — — l — Lichter — __ 1 — frische Butter — — 1 — geschalte Hirse — _ — 1 — grob geschalte Gerste — 1 — fietn geschalte Gerste — Eyer 5 Stuck — — _ fr. 28 24 19 8 8 10 8 II 1 1 1 * | Schwarz Brod Weck — — Mtlchbrod Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher fr. 1 1 1 1 1 Loch ii 6 5 3 Quint 3 1/2 i/2 1/4 \ 3 3/4 wiegt Gerftejw'egt 175 200 1501 34°| 2o6| Darmstadt G'essen Marburg Diez Wezlar G-traw-pre.se vom >3. Oct. bis den 20. Oct , in Frankfurt. Währung den st. äöo ft. und das 1b. zu 34 Loch LSlmsches S.ibergewicht. S t äDt e.>* wiegt ft. 98 140 84 G e m ä s. Waizen fl fr. das Malter. 8 20 Vas Achtel. 9 1 das Mott. 8 IO 1 das A htel. I 13 30 Idas Achtel. | 11 > Korn p. fr. 6 24 7 20 !! 5 30 9|3c H 7 50 U Hafer fl. ft. 3 14 , 5 30, 2 — 40^1 4 ft. fl. fr. ' ft. rs7 5 _ 140 180 5 30 160 135j ' 3 45 120 300 I 6 30 — 190! 1 7 10 168