Nr* XIV, 7»April. 1798* Giesser JittelligenMatt. Rrankenzettel, vom Verhalten in Krankheiten. Von D. Christian August Struve. I Allgemeine Regeln. 1) Sobald jemand krank wird, muß man bei Zeiten zu einem ordentlichen Arzt schicken ; so kann man manche Noth verhüten, und viel Geld ersparen. Schädlich sind Arzeneien oder Hausmittel, ohne auf den Rach eines Arztes. Quacksalber bringen die Menschen um Leben und Gesundheit. Der wollte sich einem solchen, der seine Kunst nicht ordentlich gelernt hat, mit Leid und Leden anvertrauen? läßt mun doch nicht gern bei einem elenden Handwerker arbeiten. — 2) Die Krankenstube wird reinlich gehalten, die Unreinigkeiten werden sogleich hinausgeschafft; man darf, wenn er sepn kann, darin nicht Wäsche waschen, trocknen^ plätten; nicht das Futter für das Vieh abbrühen, ja nicht zu stark einheizen , auch dürfen nicht zu viel Menschen in der Krankenstube zusammen kommen. Das Tobakrauchen und der Dampf von Kohlen sind dem Kranken schädlich. Man öffnet täglich etlichemal die Fenster einige Minuten lang; nur darf der Kranke gerade picht schwitzen, noch ihn die Zugluft angehn. Im Sommer bei heiterm Wetter kann man die Fenster viele Stunden, und langer, offen lassen. 3) Das Bette des Kranken darf nicht am Fenster, nicht an der feuchten Wand, nicht am Ofen stehn. Man kann im Nothfall die Hitze durch ein Brett, oder einen Vorsatz vor den Ofen , abhalten. Die Betten werden täglich gelüftet und wohl gereiniget, indeß der Kranke hinlänglich bedeckt äusser dem Bette sitzt. ES dürfen nicht mehrere Kranke in einem Bette, noch die Kranken bei einem Gesunden liegen. 4) Der Kranke wird möglichst rem gehalten, und die Wasche, wenn es seyn kann, täglich gewechselt; dies geschieht, wenn er nicht schwitzt- Die neue Wäsche wird vorher gewärmt. Das tägliche Waschen des Kreuzes mit warmen Wasser, verhütet das Wundliegen. 5) Der Kranke darf weder zu warm, noch zu kalt gehalten werden. Es ist schädlich, wenn man ihn in viele Pelze oder Betten einhultt, Pelzmützen tragen läßt; äusser bei alten Leuten di/es gewohnt sind. Merke: Kranke dürfen nicht mit Speisen überladen werden, (die Klüver werden nicht zu oft an die Brust gelegt) dadurch nährt man nur ihr/ Krankheit und schwächt den Magen. Kranke dürfen nicht allerlei Speisen und Getränke durcheinander bekommen. 6) WaS ein Kranker nicht essen darf: Alles fette Fleisch, alles was mit Oek, Fett, brauner Butter, Eiern und Hefen gemacht ist, Backwerk, Kuchen, Würze, Erdbirnen (Kartoffeln), Linsen, Bohnen, Erbsen, Klöse, Käse, fettes Butterbrod, fette Suppen, Mehlbrei, starkes Bier, Wein, Vrantwein, Krauterwein, Kaffee. (Einzelne Ausnahmen bei langwierigen Krankheiten bestimmt der Arzt.) 7) Was ein Kranker essen darf: Obst, besonders Aepfel, Aepfelmus, Aepfektrank, (jedoch nicht im UebermaaS, und nicht als die einzige Speise,) saure Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Weintrauben, Hafergrützschkeim, Reis, Graupenschleim, dünne Fleischbrühsuppe, Wasser- ) 54 ( zum zweitenmal. i68S. drittenmal. r m 1685. Philipp Prmz zu Hessen. Prorektor, Daniel Arcularms, Lic ter Theologie, Prof- der Logik und Metaphysik. 1686. v. David Christian, Prof, der Theologie. , 1687. D. Anton Kennel) Mollenbec, 1670. Zriederickr, Prinz zu Hessen. Prorektor: Job- Weisse, Prof, der praktischen Philosophie. 1671. v. peter Haberkorn, zum drittenmal. 1672. !). Lorenz Strauß, zum zwel- tenmal. 1673. Henrich phasian, Prof, der Geschichte, Beredsamkeit und Dichtkunst. 1674. Ludwig Erato Burggraf zu Rirchbcrg. Prorektor: Joh. Nicolaus Miller, zum drittenmal. 1675. D. Anton Henrich Mollenbec, Prof, der Rechte. 1676. D. Michael Heiland, zum zweitenmal.' 1677. David Clodius, Prof, der Griechischen und Oriental. Sprachen. 1678 D. Philipp Ludwig Hanne- ken, Prof, der Theologie und Superin- tendent. 1679. Georg August Samuel Graf zu Nass)», nachmals-.Fürst zu Idstein. Proretkvr: D Ariedericb Nitsch, Prof, der Rechte und Syndikus. 1680. D. Lorenz Strauß, zum drittenmal. i6gr. Balthasar Mentzer, Prof, der Mathematik. 1632. Ludwig Grafzu Solms. Prorektor : D. Rilian Rudrauf, Prof, der Theologie, Superintendent, Ephorusder Stipendiaten und Pädagogiarch, zum zwei-» und alles das entsteht was nach verstopften Fiebern erfolgt. Der Verfolg künftig. Wassersuppe, dünne Biersuppen, we,ss?S Brod, dünnes gut auSgegohrneS Bier, Jentsch (Nachbier), Gerstentrank, Brod, trank, Wasser mit Milch, Buttermilch, Molken, besonders süse Molken, bei gro- ser Hitze'Wasser mit Wein-Essig, Hvlz- apfeltrank. Merke: Ist die Krankheit überstanden , so darf der Kranke nicht zuviel, nicht alles untereinander essen, auch nicht zu zeitig ausgehn. Dies qilt besonders beim Scharlachfieber und Maseru. II. Besondere Regeln. Verzeichnis yer Kedorum Magnif. bei hiesiger Uni» Versität, von ihrer Stiftung an. 1669. D. Michael Heiland, Prof, der Mediein. 1) Beim Fieber darf man den Schweis nicht unterdrücken, sich nicht schwitzend erkälten , nicht durch h tzige Mittels, Wern, Brantwein, Pftff-r, Muskatennuffe, starken Kaffee, das Fieber stopfen, wodurch leicht eine hitzige Krankheit, Magersucht, Schwindsucht/Taubheit, Blindheit, Zuckungen, Schlagfluß, Wahnsinn.erfolgt. 2) Die Ausschläge: Blattern, Masern , Scharlachfiebrr, Nesselfieber, darf man nicht durch starke- Einherzen und hl- kiae Mittel heraustreiben, sondern man halt den Kranken wasig warm, immer in aleicher Warme, verhütet alle Zugluft und Erkältung, Siebt allenfalls etwas Hollunderthee (Fliederthee). Hochstschad- lieb jft alles Schmieren mit Fett und Sal- Butter, Pomade, wodurch der Aus- «!* “3. H.Tokus Was, r« Rechte Sic. und Prof. 1684. D. Michael Heiland, zum ) 55 ( — r6H§. D. Michael ^eilastd, zumvier- tenmal. r68y. Henrich Prinz zu Hessen. Prorektor : D. Joh. Nicolaus -Hert, Prof, philof. civilis, nachmaliger Kanzler. 1690. B. Philipp Ludwig ^anne- ken, zum zweitenmal. 1691. D. Zricverich Nirsch, zum zweitenmal. 1692. D. Just Friederich Dillenius, Prof, der Medicin. 1693. Philipp Casimir Schlosser, Prof, der Logik und Metaphysik. , 1694. D. Joh. Henricd Mai, Prof, der Theologie und Orient. Sprachen, Su- Perintenden't, Ephorus der Stipendiaten .und Pädagogiarch. 169). B. Joh. Nikolaus Herr, zum zweitenmal. 1696 B. *3aft Friederich Dillenius, zum zweitenmal. 1697. Michael Bernhard Valentini, M. B. und Prof der Physik. 1698. B. Joh. Christoph Br'clen- feld, erster Prof, der Theolegi«, 4 2 1 2 - 3 1 8 2 1/2 Schwär; Brod Weck — — Milchbrod Butter Bretzeln gemischt Brod oder Taigscher Hafer Gerste wiegt wiegt wiegt Korn Warzen GemaS. 30 5 4 168 4I 40 ro 7 5 160 120 200 iS» 40 30 140 170 6 3 9 6 140 84 fl- 6 7 fr. 24 157 190 1S0 135 300 190 20 45 IQ. IO st. 8 10 ft 3 5 den fl. Städte. fr. 14 30 fr. 20 10 8 16 11 ft. 98 125 da« Malter, das Maller, da« Malter, das Achtel. das Mött. das Achtel. da- Achtel. —1 3o 2|4° ®dM?bei>teife vom 31. März bis den 7. April , in Frankfurt. Währung D-traw-pr-n^ )u 34 L°rh CSlnrsches Silbergewicht. wiegt ft. 175 2001 340 11’20 2061 715°